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	<title>Franz Müntefering &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Franz Müntefering &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Chat-Klassiker mit Franz Müntefering</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Rücktritt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsminister]]></category>
		<category><![CDATA[Vizekanzler]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Müntefering]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Franz Müntefering verabschiedet sich aus der Politik. Am 13. November ist der Bundesarbeitsminister und Vizekanzler in der großen Koalition zurückgetreten. Bei politik-digital.de war Müntefering ein gern gesehener Chat-Gast. Hier gibt es noch mal einen Überblick über die Chat-Klassiker.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Franz Müntefering verabschiedet sich aus der Politik. Am 13. November ist der Bundesarbeitsminister und Vizekanzler in der großen Koalition zurückgetreten. Bei politik-digital.de war Müntefering ein gern gesehener Chat-Gast. Hier gibt es noch mal einen Überblick über die Chat-Klassiker.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fm%FCntefering05.shtml"><b>Müntefering:<br />
„Ich war sauer.“</b></a><br />
Am Montag, 14. März 2005, war Franz Müntefering zu Gast<br />
im tacheles.02 Live-Chat, veranstaltet von tagesschau.de und politik-digital.de.<br />
Müntefering sprach über Arbeitslosigkeit, den Job-Gipfel<br />
und Mut zur Veränderung.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/fmuentefering05gr.jpg" alt="Franz Müntefering" height="115" width="84" /><br />
<i>Franz Müntefering <br />
zurückgetretener Bundesarbeitsminister und Vizekanzler</i>
</p>
<p>
<a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/muentefering_neu.shtml"><b>&quot;Gesetzliche<br />
Eingriffe in die Tarifhoheit sind nicht erforderlich&quot;</b></a><br />
Franz Müntefering, damals noch Vorsitzender der SPD-Fraktion,<br />
lehnt im tacheles.02 Live-Chat am 3. Dezember 2003 von tagesschau.de<br />
und politik-digital.de gesetzliche Eingriffe in die Tarifhoheit<br />
ab und räumt Versäumnisse bei der Einführung des<br />
Nachhaltigkeitsfaktors in die Rentenformel ein. 
</p>
<p>
<a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering2.shtml"><b>&quot;Ich<br />
bin ohne Reue&quot;</b></a><br />
Im tacheles.02 Chat von tagesschau.de und politik-digital.de sprach<br />
Franz Müntefering am 21. November 2002 über seinen Wechsel<br />
von der Partei in die Fraktion, über Wahlversprechen und die<br />
geplante EU-Erweiterung. 
</p>
<p>
<a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering2002.shtml"><b>&quot;Große<br />
Koalitionen bringen Probleme&quot;</b></a><br />
&quot;Große Koalitionen schaffen in der Tat leicht mehr Probleme,<br />
als sie lösen.&quot; Das sagte Franz Müntefering am 4.<br />
Juni 2002 im tacheles.2.0 Chat aus dem Berliner ARD-Hauptstadtstudio.<br />
Drei Jahre später wurde er selbst zum Minister und zum Vizekanzler<br />
in einer Großen Koalition. 
</p>
<p>
<a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering.shtml"><b>&quot;Umfragen<br />
sind Schall und Rauch&quot;</b></a><br />
Am 26. April 2000 war Müntefering noch Generalsekretär<br />
der SPD – und zum ersten Mal zu Gast im im Chat von politik-digital.<br />
Er stellte sich tapfer den Fragen der Chat-Gemeinde, insbesondere<br />
mit Blick auf den Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Müntefering: &#8221; Ich war sauer.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/muentefering-ich-war-sauer-231/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/muentefering-ich-war-sauer-231/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Müntefering]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Montag, 14. März, war Franz Müntefering zu Gast 
im tacheles.02 Live-Chat, veranstaltet von tagesschau.de und politik-digital.de 
. Müntefering sprach über Arbeitslosigkeit, den Job-Gipfel 
und Mut zur Veränderung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag, 14. März, war Franz Müntefering zu Gast<br />
im tacheles.02 Live-Chat, veranstaltet von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
. Müntefering sprach über Arbeitslosigkeit, den Job-Gipfel<br />
und Mut zur Veränderung.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Liebe Politik-Interessierte, willkommen im tacheles.02-Chat. Die<br />
Chat-Reihe tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
und wird unterstützt von tagesspiegel.de. Zum Chatten ist heute<br />
Franz Müntefering, Vorsitzender der SPD, ins ARD-Hauptstadtstudio<br />
gekommen. Herzlich willkommen, los geht’s gleich mit dieser<br />
Frage:</span>
</p>
<p>
<span class="fett">Wullhorst:</span>  Das war ja wohl nichts<br />
mit dem Versprechen des Kanzlers, Arbeitslosigkeit abzubauen. Wollte<br />
er sich nicht daran messen lassen?</p>
<p><span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das bleibt<br />
die wichtigste Aufgabe. Etwas ist erreicht, aber wir wissen, weitere<br />
Anstrengungen sind nötig in Bund, Ländern und Gemeinden<br />
und ganz besonders in der Wirtschaft, denn dort entstehen Arbeitsplätze.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> Herr Müntefering,<br />
haben Sie Verständnis dafür, wenn die Bürger der<br />
Regierung angesichts von 5,2 Millionen Arbeitslosen völliges<br />
Versagen vorwerfen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Nein. Die<br />
Arbeitslosigkeit ist so hoch wie 1998 bei Helmut Kohl plus Statistik<br />
aus Hartz IV. Das ist bedrückend viel, aber kein Grund zur<br />
Resignation. Wir sind dabei, ganz besonders die Arbeitslosen unter<br />
25 Jahren an Qualifizierung und Beschäftigung heranzuführen.<br />
Das wird mit Hartz IV gehen wie mit der Krankenversicherung: Nach<br />
einem Jahr zeigt sich die positive Wirkung.
</p>
<p>
<span class="fett">baby5:</span>  Ok, mein Vater ist seit<br />
vielen Jahren arbeitslos. Das ist völliges Versagen oder, Herr<br />
Müntefering?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:  </span>Fragt sich<br />
von wem. Vor allem Unternehmen müssen Arbeitsplätze schaffen<br />
und sie sichern. Die Politik muss Rahmenbedingungen setzten. Das<br />
haben wir z.B. mit der Steuerreform getan.
</p>
<p>
<span class="fett">Stan:</span>  Herr Müntefering, am<br />
22. Mai ist Landtagswahl in NRW. Wie ist diese Wahl bei desaströsen<br />
Umfragewerten noch zu gewinnen und was kann ich als Unterstützer<br />
der SPD dazu beitragen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span>Jede Wahl<br />
ist ein Unikat und hat ihre eigenen Regeln. Wer helfen will, muss<br />
argumentieren und den Menschen die politische Situation erläutern<br />
und klar machen, dass Peer Steinbrück als Ministerpräsident<br />
in einer schwierigen Phase der Umstrukturierung für NRW der<br />
richtige Mann ist. Wahlkampf heißt kämpfen und nicht<br />
mal abwarten.
</p>
<p>
<span class="fett">User Numer one:</span>  Herr Müntefering!<br />
Wenn die SPD die NRW-Wahl verliert, ist eine verlorene Bundestagswahl<br />
2006 nicht unrealistisch. Welche Ihrer unbequemen, aber notwendigen<br />
Anpassungen des sozialen Netzes würde die Union Ihrer Meinung<br />
nach rückgängig machen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span> Ihre Voraussetzung<br />
stimmt nicht, denn wir werden in NRW nicht verlieren. Die Union<br />
würde vor allem die Arbeitnehmerrechte schleifen: Weniger Kündigungsschutz,<br />
weniger Mitbestimmung, weniger Jugendarbeitsschutz. Und sie würde<br />
die solidarische Krankenversicherung in eine Kopfpauschale umwandeln.
</p>
<p>
<span class="fett">canto_libre:</span> Auf der SPD-Homepage schreiben<br />
Sie, die Sozialhilfeempfänger, die nun ALG II beziehen, hätten<br />
durch Hartz IV Zugang zu Förderungsmöglichkeiten. Könnten<br />
Sie einmal sagen, welche Förderung das sein soll?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span> Alles, was<br />
das Arbeitsamt anbietet: Qualifizierung, Eingliederungshilfen&#8230;
</p>
<p>
<span class="fett">hallo_münte:</span> Halten Sie ein<br />
&quot;Konjunkturpaket&quot; für sinnvoll, um die deutsche Wirtschaft<br />
wieder auf &quot;Kurs&quot; zu bringen? Würden Sie ein erneutes<br />
Verfehlen der 3%-Defizitgrenze des Stabilitätspaktes in Kauf<br />
nehmen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Entscheidend<br />
ist das Konzeptionelle und der lange Atem. Wir brauchen eine Erneuerung<br />
der Gesellschaft und der Wirtschaft, damit wir auch in Zukunft Wohlstandsland<br />
bleiben können. Konjunkturimpulse dürfen nicht kurzatmig<br />
sein, aber sie dürfen natürlich auch nicht ausgeschlossen<br />
werden. Denn Arbeit brauchen wir schnell und manche Arbeit, z.B.<br />
in den Gemeinden, wartet nur darauf, in Bewegung gesetzt zu werden.<br />
Da sind schnelle Impulse zur Schaffung von Arbeitsplätzen ganz<br />
wichtig.
</p>
<p>
<span class="fett">bLaNG:</span>  Nun steht mal wieder ein<br />
Spitzentreffen von Politikern der Opposition und der Regierung an.<br />
Als letztes Mal bei der Föderalismuskommission ein solches<br />
Zusammensitzen stattfand, war das Ergebnis enttäuschend und<br />
zementierte nur den Stillstand. Warum sollte das nun anders werden?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Gegenfrage:<br />
Warum sollte es wieder so ausgehen? Politik muss den Mut haben,<br />
Probleme immer wieder neu anzugehen. Jetzt geht es darum, die Agenda<br />
2010 zu bilanzieren und fortzuschreiben. Ich bin sicher, uns fällt<br />
eine Menge ein, was kurz- und langfristig sinnvoll ist. Dabei brauchen<br />
wir mit unserer Mehrheit im Bundestag auch die Unterstützung<br />
des Bundesrates, CDU und CSU dürfen dort nicht blockieren.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> War das bei der SPD<br />
eine Art Rollenspiel? Sie schimpfen gegen den Job-Gipfel und der<br />
Kanzler macht ihn?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Ich war<br />
sauer, weil die CDU/CSU uns die NPD anpappen wollte und weil sie<br />
Gerhard Schröder als Helfershelfer von Kinderschändern<br />
deklarierte. Da hört für mich der Spaß auf. Aber<br />
natürlich bleibt es im Interesse der Menschen unseres Landes,<br />
dass der Kanzler zum Gespräch bereit ist. Aus meiner Sicht<br />
wäre es gut gewesen, wenn Frau Merkel oder Herr Stoiber die<br />
Ausrutscher, die aus ihrer Partei kamen, klar gestellt hätten.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span>  Also haben Sie sich<br />
zunächst geirrt?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span> Nein. Meine Entrüstung<br />
über das Verhalten der Unionsspitze war richtig. Es bleibt<br />
aber wie gesagt vernünftig, sich jetzt wieder den politischen<br />
Problemen zuzuwenden und Lösungen zu suchen.
</p>
<p>
<span class="fett">Logo:</span>  Was können wir vom Reformgipfel<br />
erwarten? Sie waren ja anfangs dagegen&#8230;
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Dass beide<br />
Seiten gründlich die Möglichkeiten erörtern, Deutschland<br />
auch langfristig als Wohlstandsland zu sichern. Das erfordert konkretes<br />
Handeln heute, z.B. im Bereich Innovationen. Das erfordert aber<br />
auch Impulse für Beschäftigung heute.
</p>
<p>
<span class="fett">alexmmms:</span> Herr Müntefering, guten<br />
Tag. Das bisher Gesagte hört sich sehr nach Floskeln an. Welche<br />
konkreten Maßnahmen planen Sie denn noch in diesem Jahr?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das mit<br />
den Floskeln ist eine Floskel. Die Entscheidung des Gipfels kann<br />
man nicht voraussagen. Am Donnerstag wird der Bundeskanzler aber<br />
in einer Regierungserklärung ausführlich über die<br />
wichtigen politischen Vorhaben der Bundesregierung informieren.
</p>
<p>
<span class="fett">Unke:</span> Was halten Sie vom 10-Punkte-Plan<br />
der CDU?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das habe<br />
ich in der letzte Woche im Deutschen Bundestag gesagt: Die Senkung<br />
der Arbeitslosenversicherungsbeiträge kostet die Agentur für<br />
Arbeit 11 Milliarden Euro pro Jahr und ist deshalb kontraproduktiv<br />
in Bezug auf die Arbeitslosen. Ihnen könnte weniger Unterstützung<br />
als bisher gegeben werden. Im Übrigen will die CDU/CSU die<br />
Arbeitnehmerrechte drastisch zusammenstreichen. Das bringt keine<br />
Arbeit und ist sicher kein Fortschritt in Sachen Demokratie. Wir<br />
wollen das nicht. Im 10-Punkte-Programm von CDU/CSU fehlen alle<br />
wichtigen Ideen und Handlungsansätze, die jetzt wieder im Gespräch<br />
sind. Allerdings haben CDU und CSU auch vorgeschlagen, größere<br />
Strukturreformen im Bereich Steuern und Bildung noch vor der Bundestagswahl<br />
2006 voranzubringen. Das ist auch unsere Meinung. Nun muss sich<br />
herausstellen, was die Union im Konkreten meint.
</p>
<p>
<span class="fett">ob56:</span> Beide Seiten haben ihre Lieblingsspielzeuge.<br />
Die Union die Eigenheimzulage, die SPD den Kündigungsschutz.<br />
Klingt derzeit nicht danach, dass wirklich etwas passiert bei so<br />
einer Haltung.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:  </span>Ich kann<br />
hier nur für die SPD sprechen. Arbeitnehmerrechte sind kein<br />
Spielzeug, sondern über die Jahrzehnte hart erkämpft.<br />
Und sie haben sich bewährt. Sie haben sozialen Frieden sichern<br />
geholfen und sie haben den Menschen relative Sicherheit gegeben.<br />
Arbeitnehmerrechte wie Kündigungsschutz, Betriebsverfassung<br />
und Mitbestimmung sind keine Belastung, sondern eine bewährte<br />
Form von Wirtschaftsdemokratie.
</p>
<p>
<span class="fett">Rollo:</span> Meinen Sie, ab Donnerstag<br />
wird ein Ruck durch Deutschland gehen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Man darf<br />
nicht zu viel hineingeheimnissen, wie das einige leider schon wieder<br />
tun. Aber die Regierungserklärung und das Spitzengespräch<br />
sind besondere Ereignisse, die sicher ihre Wirkung haben. Ich bin<br />
zuversichtlich, dass sich aus diesem Donnerstag eine Reihe konkreter<br />
Maßnahmen ableiten wird. Das ist auch nötig. Deutschland<br />
braucht Zuversicht in seine Zukunftsfähigkeit. Die Agenda 2010<br />
ist der richtige Ansatz. Sie muss jetzt weiter vorangetrieben werden.
</p>
<p>
<span class="fett">Henrik: </span> Rot-Grün hatte in<br />
der letzten Woche die erste Abstimmungsniederlage im Bundestag.<br />
Sie können Ihren Kandidaten für den Wehrbeauftragten offensichtlich<br />
nicht einmal in der eigenen Fraktion durchsetzen. Sind das erste<br />
&quot;Zerfallserscheinungen&quot; der Koalition?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Das glaube<br />
ich nicht und das hoffe ich nicht. Beides war aber außergewöhnlich<br />
und natürlich für mich unangenehm. Viele waren dann aber<br />
auch erschrocken. Und vielleicht hilft das sogar.
</p>
<p>
<span class="fett">strigga: </span>Denken Sie nicht, dass eine<br />
Senkung der Arbeitslosenzahlen auch durch Einschnitte in die Arbeitnehmerrechte<br />
erkauft werden muss, wenn es dadurch möglich wird, die Lohnkosten<br />
zu senken? Stichwort: Gewerkschaften, Bundesverfassungsgericht.<br />
Ich habe von vielen Firmen gehört, dass sie versuchen, ihren<br />
Personalstand niedrig zu halten, um einer Betriebsratsgründung<br />
entgegen zu wirken!
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Ich halte<br />
das für einen großen Irrtum. Es gibt tausendfach die<br />
Erfahrung, dass Gewerkschaften und Betriebsräte aktiv helfen,<br />
Betriebe zu stabilisieren und so Arbeitsplätze zu sichern oder<br />
neue zu schaffen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen sich in gleicher<br />
Augenhöhe begegnen. Das ist eine Frage der Würde des Menschen.<br />
Und das ist auch volkswirtschaftlich vernünftig. Es ist kein<br />
Zufall, dass Deutschland das Land mit den wenigsten Streiktagen<br />
war. Und das soll auch so bleiben. Im Übrigen sind befristete<br />
Beschäftigungen in erheblichem Maße möglich, was<br />
viele ignorieren, die den Kündigungsschutz gerne aus Prinzip<br />
weg hätten.
</p>
<p>
<span class="fett">Nevid:</span> Glauben Sie, dass die SPD ihrem<br />
Namen noch gerecht wird?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Da bin<br />
ich ganz sicher. Das Soziale und das Demokratische sind unsere Sache.<br />
Aber &#8211; wie Willy Brandt schon gesagt hat &#8211; müssen wir immer<br />
auf der Höhe der Zeit sein und den Prozess der gesellschaftlichen<br />
Entwicklung begleiten und gestalten. Unsere Grundwerte Freiheit,<br />
Gerechtigkeit und Solidarität bleiben bestimmend für unser<br />
politisches Handeln. Wir machen auch Fehler, wohl wahr. Aber wer<br />
macht das nicht? Und im Vergleich zur politischen Konkurrenz können<br />
wir uns gut sehen lassen, auch was Augenmaß und Verantwortung<br />
in der Sache angeht.
</p>
<p>
<span class="fett">KeinBock:</span>  Warum denken Sie, treten<br />
immer mehr Mitglieder aus der SPD aus?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Die Zahl<br />
der Austritte ist Gott sei Dank wieder gesunken. Aber sie war Ende<br />
2003/Anfang 2004 in der Tat sehr hoch. Das hat natürlich etwas<br />
mit der Unzufriedenheit mit unserer Politik zu tun. Inzwischen hat<br />
sich da aber wieder einiges verändert. Es kommen neue junge<br />
Mitglieder und die Zustimmung zu den Grundlinien der Agenda 2010<br />
ist auch deutlich gestiegen. Ein Grundproblem bleibt allerdings,<br />
dass der Beitritt in große Organisationen nicht mehr so populär<br />
ist wie vor 30, 40 Jahren. Das gilt aber nicht nur für uns,<br />
sondern für alle Parteien, auch Gewerkschaften und Kirchen.<br />
Gut finde ich das nicht. Denn Demokratie braucht Organisationen,<br />
die sich für sie aktiv einsetzen.
</p>
<p>
<span class="fett">JusoMZ</span>: Wie können die Arbeitnehmerrechte<br />
in Deutschland verteidigt werden, wenn wir in zunehmendem Konkurrenzkampf<br />
mit dem Ausland stehen, wo gerade mit niedrigeren Arbeitnehmerrechten<br />
geworben wird? Selbst in Europa gibt es hierfür noch keine<br />
Lösung. Und gerade für die neuen Ostländer sind niedrige<br />
Standards ein verbreitetes Werbemittel. Zudem können diese<br />
Länder immer mehr in einem Punkt werben: Innere Sicherheit.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Eine schwierige<br />
Problematik, das ist wahr. Aber wir kämpfen ja dafür,<br />
dass es besser wird und akzeptieren nicht mutlos unzureichende Verhältnisse<br />
in anderen Ländern. Gute Unternehmer wissen im Übrigen,<br />
wie wichtig Arbeitnehmerrechte in ihrem Betrieb sein können.<br />
Sie arbeiten mit ihrem Betriebsrat erfolgreich zusammen. So lassen<br />
sich manche auftretenden Probleme leichter lösen.
</p>
<p>
<span class="fett">Ole von Beust:</span> Warum haben Sie nicht<br />
den Mut zu einer großen Koalition, wie sie von den Menschen<br />
in diesem Lande wohl mehrheitlich herbeigesehnt wird? Die Menschen<br />
wollen keine Worthülsen mehr &#8211; sie wollen Taten.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Was hat<br />
das mit der Großen Koalition zu tun?
</p>
<p>
<span class="fett">Hans Müller:</span>  Herr Müntefering,<br />
ist der jüngste Armutsbericht nicht ein Armutszeugnis für<br />
Rot-Grün?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Die Armutsquote<br />
ist gestiegen, insbesondere sind Langzeitarbeitslose und alleinerziehende<br />
Frauen betroffen. Gerade für die tun wir zweierlei: Wir holen<br />
sie mit Hartz IV aus der Sackgasse der Sozialhilfe heraus und bringen<br />
sie wieder in die Vermittlung und damit an Beschäftigung heran.<br />
Zweitens gibt der Bund vier Milliarden Euro an die Gemeinden für<br />
den Ausbau der Ganztagsgrundschulen. Das erleichtert für diese<br />
Mütter die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir tun also<br />
etwas gegen das Armutsrisiko dieser Gruppe. Leider machen nicht<br />
alle Länder mit. Hessen z.B. hat die zur Verfügung gestellten<br />
Mittel für Ganztagsschulen fast völlig ungenutzt gelassen.<br />
Das ist konservative Politik von der schlechten Sorte.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span>  Noch mal nachgefragt<br />
zum Thema &quot;Große Koalition&quot;: Zeigt der Jobgipfel<br />
nicht bereits, dass es die großen Parteien nur zusammen schaffen<br />
können?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das Wort<br />
&quot;Jobgipfel&quot; ist mal wieder so eine Erfindung von Journalisten,<br />
mit der sie eigene Vorstellungen verbalisieren &#8211; geschenkt. Es kommt<br />
darauf an, dass Bundestag und Bundesrat sich nicht blockieren. Das<br />
ist keine Frage von „Großer Koalition“. Es wäre<br />
allerdings gut, wenn im Rahmen der bundesstaatlichen Ordnung unsere<br />
föderalen Strukturen modernisiert würden. Und vielleicht<br />
lässt sich auch dieses Thema jetzt neu in Bewegung setzen.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> Provokative Frage zum<br />
Arbeitsstil:
</p>
<p>
<span class="fett">Trans. P. Arentz:</span>  Herr Müntefering,<br />
über die Qualität ihrer Politik lässt sich streiten,<br />
aber warum sind sie HAndwerklich so schwach? Bei Ihnen klappt ja<br />
nichts auf Anhieb.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das Wort<br />
&quot;handwerklich&quot; sollten sie sich noch einmal überlegen&#8230;<br />
Im Ernst: Die Entscheidungen sind komplex. Und dass im Gesetzgebungsverfahren<br />
Korrekturen möglich und manchmal auch nötig sind, halte<br />
ich für selbstverständlich. Ich finde uns da nicht auffällig.
</p>
<p>
<span class="fett">muli:</span>  Was hindert die SPD daran,<br />
Wahlen zu gewinnen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:  </span>Im Zweifelsfalle<br />
die unzureichende Wahlbeteiligung. Und sicher sind die Entscheidungen<br />
des letzten Jahres auch anstrengend gewesen und haben nicht sofort<br />
die nötige Zustimmung gefunden. Wir können da besser werden,<br />
dürfen aber die Bemühung nicht aufgeben, Politik für<br />
die Zukunft zu machen und nicht allen nach dem Mund zu reden. Politik<br />
hat auch die Aufgabe, inhaltlich zu führen.
</p>
<p>
<span class="fett">August:</span>  Es ist immer von Wirtschaftswachstum<br />
die Rede, Herr Müntefering. Glauben Sie nicht, dass es irgendwann<br />
eine Marktsättigung gibt, so dass kein Wirtschaftswachstum<br />
mehr möglich ist und man sich mit den hohen Arbeitslosenzahlen<br />
abfinden und insbesondere damit leben muss? Also dass man neue Strategien<br />
entwickeln muss, die nicht nur auf dem prognostizierten Wirtschaftswachstum<br />
basieren?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das ist<br />
ein theoretisches Problem. Die Menschheit wächst rasant und<br />
braucht auch in Zukunft viele Produkte und Dienstleistungen. Wir<br />
können also noch mehr exportieren. Es gibt aber auch bei uns<br />
im Land viel Bedarf, der neu mobilisiert werden müsste, z.B.<br />
was den Substanzerhalt von öffentlichen Einrichtungen angeht:<br />
Schulen, Straßen, etc. Ein Mangel an Wachstumsbedarf kann<br />
ich nicht sehen.
</p>
<p>
<span class="fett">Hubert K.:</span>  Was spricht gegen die<br />
Einführung eines einjährigen Pflichtdienstes an der Gesellschaft<br />
&#8211; wahlweise bei der Bundeswehr oder in der Altenpflege &#8211; für<br />
alle Schulabgänger (männl. u. weibl.) zugunsten der Wehrgerechtigkeit<br />
und der ganzen Gesellschaft?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  So etwas<br />
wird von einigen von uns auch diskutiert. Überwiegend sind<br />
wir aber der Meinung, dass sich die bisherigen Systeme &#8211; Wehrpflicht,<br />
Zivildienst, freiwilliges soziales Jahr &#8211; bewährt haben.
</p>
<p>
<span class="fett">julie:</span> Warum soll die Eigenheimpauschale<br />
abgeschafft werden? Die SPD hat sie geschaffen und das war gut so.<br />
Es ging Ihnen darum, auch geringer Verdienenden zu Wohneigentum<br />
zu verhelfen. Und nicht darum, den Wohnungsbau zu fördern.<br />
Ich bin sehr enttäuscht. Jetzt sollen wir also den Reichen<br />
mehr und länger Miete zahlen, damit diese noch reicher werden?<br />
Schade SPD!
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:  </span>Eigenheimzulage<br />
war vor allem wichtig in einer Zeit, in der Wohnungen knapp waren.<br />
Da hat sich viel verändert. Wir brauchen jetzt dieses Geld<br />
dringlicher für Investitionen in Forschung und Entwicklung,<br />
damit wir ein innovatives Land bleiben. Im Übrigen würde<br />
die Eigenheimzulage nur Schritt für Schritt auslaufen und nicht<br />
gekappt werden.
</p>
<p>
<span class="fett">patrick:</span>  Es wird immer von der<br />
Senkung der Unternehmenssteuer gesprochen. Wäre es nicht viel<br />
wichtiger, den Mittelstand massiv zu unterstützen? Große<br />
Konzerne haben in den letzten Jahren nur selten ihre Mitarbeiterzahl<br />
erhöht, der Mittelstand hingegen, wenn erfolgreich, viel öfter.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Den Mittelstand<br />
entlasten wir gerade durch die Senkung der Einkommenssteuer, denn<br />
dort wird der Mittelstand besteuert. Die Senkung des Spitzensteuersatzes<br />
von 45 auf 42 Prozent kommt im Wesentlichen den kleinen Unternehmen<br />
zugute. Für dieses Jahr bedeutet das etwa 2 bis 3 Milliarden<br />
Euro Entlastung. Da passiert also schon etwas. Aber natürlich<br />
müssen die großen Unternehmen ihre steuerlichen Entlastungen<br />
nutzen, um Arbeit zu schaffen. Einige von ihnen können da wirklich<br />
besser werden.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> Zwei Fragen mit ähnlicher<br />
Stoßrichtung:
</p>
<p>
<span class="fett">HakanA:</span>  Hallo Herr Müntefering.<br />
Was halten Sie davon, dass zahlreiche Unternehmen wie die Deutsche<br />
Bank, trotz der Gewinne Stellen abbauen wollen? Finden Sie nicht,<br />
dass der Staat da mal eingreifen sollte?
</p>
<p>
<span class="fett">Fortuna:</span>  Mein Vater hat schon in<br />
den 60gern gesagt: „Wenn die Industrialisierung so weiter<br />
geht, müssen wir eine Maschinensteuer erheben.“ Nun haben<br />
die ganzen Erleichterungen, die die Wirtschaft bekommen hat, in<br />
keinster Weise zu den dafür versprochenen Arbeitsplätzen<br />
geführt. Muss man die Wirtschaft jetzt nicht endlich konkret<br />
FORDERN?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das mit<br />
der Deutschen Bank finden wir natürlich nicht gut, können<br />
es aber leider nicht verhindern. Die Steigerung der Produktivität<br />
über Jahrzehnte hat in der Tat Arbeitsplätze, vor allem<br />
einfache, wegfallen lassen. Ohne sie wäre der Wohlstand allerdings<br />
nicht so gewachsen, denn die Produktivitätssteigerung bedeutet<br />
immer auch mittelfristig Senkung der Produktionskosten. Das ist<br />
ein Interessenkonflikt, aus dem man nicht leicht herauskommt. Für<br />
die langfristige Sicherung des Wohlstandes in unserem Land ist meines<br />
Erachtens die Verbesserung der Produktivität aber unvermeidlich<br />
gewesen.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span>  Weil es um die Reichen<br />
geht, oder zumindest um die ehemals Reichen:<br />
Ein Wort zum BVB: Der Verein ist in seiner Existenz bedroht. Ein<br />
gutes Beispiel dafür, dass unsere Gesellschaft zwischen Größenwahn<br />
und Verunsicherung wankt und das rechte Maß verloren hat?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Kann ja<br />
sein. Aber als Westfale wünsche ich dem BVB, dass er den Kopf<br />
oben behält und vor allem bald wieder genügend Tore schießt.<br />
Glück auf!
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> Das war´s, unsere<br />
Chat-Stunde ist vorbei. Vielen Dank für das große Interesse<br />
und die äußerst zahlreich eingegangenen Fragen. Vielen<br />
Dank, Herr Müntefering, dass Sie zum Chatten gekommen sind.<br />
Das Protokoll des Chats finden Sie wie gewohnt zum Nachlesen auf<br />
den Seiten der Veranstalter. Das tacheles.02-Team wünscht allen<br />
noch einen schönen Tag!
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Dann bedanke<br />
ich mich auch für die kritischen Fragen. Ich weiß, die<br />
Zeit ist anstrengend, Politik auch, aber ich bin sicher, wir machen<br />
das Beste daraus. Ich wünsche Ihnen alles Gute.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gesetzliche Eingriffe in die Tarifhoheit sind nicht erforderlich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[thofsaess]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Müntefering]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeitsfaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Rente]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifautonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/m%FCntefering_neu.jpg" alt="Franz Müntefering" align="left" border="0" height="113" width="82" /></b> 
<b><span style="color: #000000">Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion</span></b><span style="color: #000000"><b><b>, 
Franz Müntefering, war am 3. Dezember 2003 zu Gast im tacheles.02 
Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de.</b></b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/m%FCntefering_neu.jpg" alt="Franz Müntefering" align="left" border="0" height="113" width="82" /></b><br />
<b><span style="color: #000000">Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion</span></b><span style="color: #000000"><b><b>,<br />
Franz Müntefering, war am 3. Dezember 2003 zu Gast im tacheles.02<br />
Live-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de.</b></b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<b><b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #000000"><br />
</span></b></b>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Herzlich willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02 ist<br />
ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de und von sueddeutsche.de. Heute begrüßen<br />
wir den SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering im ARD-Hauptstadtstudio.<br />
Er wird in den kommenden 60 Minuten Ihre Fragen beantworten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Die Zeit naht, wo der Vermittlungsausschuss Ergebnisse liefern wollte.<br />
Nun hieß es, die Bundesregierung wolle beim Thema Kündigungsschutz<br />
deutlich auf die Union zugehen. Der soll künftig erst ab 10 Beschäftigten<br />
gelten, bisher waren es 5. Im Gegenzug müsse die Union auf Änderungen<br />
bei der Tarifautonomie verzichten. Hört sich doch wie ein vernünftiger<br />
Kuhhandel an &#8211; oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Gesprochen wird über alles, aber es gibt keine Vereinbarung, die<br />
verbindlich ist, solange nicht alles vereinbart ist. Wie beim Puzzle &#8211;<br />
wenn ein Stück fehlt, stimmt das ganze Bild nicht mehr. Also: Noch<br />
ist nichts entschieden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Der Kanzler sagt nun, es müsse eine Lösung gefunden werden,<br />
die die Balance zwischen zentralen Verhandlungen und tariflicher Notwendigkeit<br />
einhalte. Wie steht die SPD nun zur Öffnungsklausel? Zwischen den<br />
Aussagen gibt es doch einen Widerspruch?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Wenn sie die Frage der Tarifhoheit meinen? Sie ist grundgesetzlich verankert<br />
und steht nicht zur Disposition. Praxis ist aber auch heute schon, dass<br />
in Betrieben, die Existenzprobleme haben, es Sondervereinbarungen gibt,<br />
im Einvernehmen beider Tarifparteien. Diese freiwillige Regelung macht<br />
jede gesetzliche überflüssig.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Streit</b>: DGB-Chef<br />
Michael Sommer und Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt sind mit dem<br />
gemeinsamen Versuch gescheitert, drohende gesetzliche Eingriffe in die<br />
Tarifautonomie zu verhindern. Sind ihre Vermittlungsbemühungen damit<br />
gescheitert und wer ist Schuld an dem Scheitern &#8211; DGB oder BDA?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Ich war nicht dabei, bedauere aber das Scheitern. Für den Vermittlungsausschuss<br />
hat das aber keine Konsequenzen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Julius Knaak</b>:<br />
Die Union will Unternehmen per Gesetz mehr Abweichungen vom Tarifvertrag<br />
ermöglichen. Bisher lehnen sie eine Aufweichung der Tarifautonomie<br />
ab &#8211; bleibt es dabei oder wird es bei den Verhandlungen einen Kompromiss<br />
geben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die Tarifhoheit liegt bei den Tarifparteien. Sie haben auch die Hoheit,<br />
die Modalitäten für Abweichungen von den vereinbarten Verträgen<br />
zu beschließen. Das tun sie und das klappt in aller Regel auch gut.<br />
Noch mal: Gesetzliche Eingriffe sind nicht erforderlich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Stichwort Nachhaltigkeitsfaktor:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Olpe</b>: Erst wird der demografische Faktor nach ihrem ersten Wahlsieg<br />
1998 wieder gestrichen, jetzt wird er hektisch wieder eingeführt.<br />
Warum wechseln Sie den Kurs?</span>
</p>
<p><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ard1.jpg" alt="ARD-Hauptstadtstudio" align="right" height="150" width="200" /></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die Menschen leben länger. Das ist gut so. Bedeutet aber auch, dass<br />
länger Rente gezahlt werden muss. Im Gegensatz zur Lebenszeit ist<br />
die Lebensarbeitszeit in den vergangenen Jahren weiter gesunken. Das passt<br />
nicht zueinander. Es sind deshalb verschiedene Maßnahmen nötig.<br />
Das Renteneintrittsalter muss faktisch steigen und es muss eine gerechte<br />
Balance geben zwischen den aktiven und der Rentnergeneration. Was wir<br />
jetzt vorschlagen, ist deutlich weitegehender als die seinerzeit von der<br />
heutigen Opposition vorgeschlagene Regelung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Aber das wussten Sie doch 1998 auch schon.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Man kann auch klüger werden. Die 98er Regelung hätte allerdings<br />
bei weitem auch nicht gereicht und man hätte jetzt ohnehin nachsteuern<br />
müssen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>dre</b>: Warum<br />
wollen sie den anhaltenden Trend zur Frühverrentung stoppen? Die<br />
Wirtschaft nutzt dieses Mittel doch sehr intensiv?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die Lebensarbeitszeit ist nicht mehr ausreichend lang. Die Menschen gehen<br />
im Schnitt mit 21 in den Beruf und mit rund 59 aus dem Arbeitsleben heraus.<br />
38 Lebensarbeitsjahre ist aber deutlich zu wenig. Leider hat das alles<br />
auch dazu geführt, dass die 45- und 55-Jährigen am Arbeitsmarkt<br />
fast keine Chance mehr haben. Das kann so nicht bleiben. Wir müssen<br />
möglichst nahe an das gesetzliche Renteneintrittsalter von 65 heran.<br />
Die Wirtschaft macht Personalpolitik indirekt mit den Mitteln unserer<br />
Sozialsysteme. Das spricht auch gegen die beschriebene Entwicklung der<br />
letzten Jahre.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Thema Steuerreform:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>eilig</b>: Kommt es in der Frage der Steuersenkung bei den Verhandlungen<br />
im Vermittlungsausschuss zu einem Kompromiss?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Das weiß man heute nicht. Auf jeden Fall gibt es die kleine Steuerreform,<br />
die für den 1.1.2004 beschlossen ist. Fraglich ist, ob die Union<br />
einverstanden ist, die Steuerreform, die für 2005 vorgesehen ist,<br />
ein Jahr vorzuziehen. Das wäre gut. Eine Familie mit 2 Kindern könnte<br />
dann ab Januar monatlich 3137 Euro Einkommen haben, ohne dass sie steuern<br />
zahlen müsste. Anders ausgedrückt: Diese Familie müsste<br />
im nächsten Jahr 2004 rund 2840 Euro Lohnsteuer weniger zahlen als<br />
im Jahre 1998, als die SPD Regierung begann. Das ist schon eine gewaltige<br />
und positive Entwicklung. Ich hoffe, die CDU/CSU besinnen sich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>dre</b>: Kann der<br />
Abbruch der Gespräche zwischen DGB und der Wirtschaft die Verhandlungen<br />
zwischen Bundesregierung und Opposition im Vermittlungsausschuss von Bundestag<br />
und Bundesrat zusätzlich belasten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Nein.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Das glaube ich Ihnen so nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Es ist keine Frage von Glauben. Die Fakten sind wie oben beschrieben.<br />
Abweichungen von Tarifverträgen müssen in bestimmten Situationen<br />
möglich sein. Sie sind es aber auch heute schon und es gibt eine<br />
ausgedehnte Praxis dazu. Die, die Tarifhoheit aushebeln wollen, wollen<br />
wohl die Handlungsfähigkeit der Gewerkschaften entscheidend schwächen.<br />
Ich bin sicher, mit einer solchen Parzellierung und Individualisierung<br />
bei der Vertretung der Arbeitnehmerinteressen wäre niemandem gedient.<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ard2.jpg" alt="Franz Müntefering" align="right" height="150" width="200" /></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Neheimer</b>: Bei<br />
den Grünen hält der Ärger über das Angebot von Bundeskanzler<br />
Schröder (SPD) an, China die stillgelegte Hanauer Plutonium-Fabrik<br />
zu verkaufen. Wie wollen sie da vermitteln?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Ich empfehle keine Schnellschüsse. Wir warten ab, bis der Kanzler<br />
aus China zurück ist und wir Einzelheiten über dieses Thema<br />
dann erfahren. Es muss sich keiner mit schnellen Antworten beeilen: Vor<br />
Weihnachten gibt es sicher keine Beschlüsse mehr dazu.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>bay9975</b>: Hallo,<br />
Herr Müntefering, ist es mit dem Grundgesetz Art. 3 vereinbar, das<br />
Rentner den vollen Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen sollen, wenn<br />
doch jeder vor dem GG gleich ist? Wieso wird dann der Rentner in der Minderheit<br />
benachteiligt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Der Beitrag zur Pflegeversicherung wird von den aktiven Arbeitnehmern<br />
fast zu 100% bezahlt, ist also eine Gleichbehandlung der Rentnerinnen<br />
und Rentner. Bisher hat der Bund als fiktiver Arbeitgeber der Rentner<br />
die Hälfte des Beitrages bezahlt. Und das soll sich nun ändern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>henrike</b>: Gibt<br />
es Streit zwischen den Gewerkschaften und der SPD, weil sie bei den Verhandlungen<br />
mit der Union eine Einigung finden müssen, aber die Gewerkschaften<br />
hart bleiben und sich quer stellen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die Entscheidung liegt bei der Politik. Aber ich sehe große Übereinstimmungen<br />
in Sachen Tarifhoheit zwischen uns und den Gewerkschaften, übrigens<br />
auch zu den Arbeitgeberverbänden. Die Ausnahme von Tarifverträgen<br />
funktioniert, wo das nötig ist, und darauf kommt es an. Prinzipienreiterei<br />
führt dabei nicht weiter.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Fridericus</b>:<br />
Der Union Orientierungs- und Konzeptlosigkeit vorzuwerfen, ist ja nach<br />
Leipzig keinesfalls haltbar. Im kommenden Jahr stehen Landtagswahlen in<br />
Thüringen und NRW, ihrem &quot;Stammland&quot; an. Sehen sie sich<br />
ohne Euphemismen und Polemik in der Lage, ihre Klientel zu mobilisieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<b>Franz Müntefering</b>: Parteitage sind eines, die politische Lebenswirklichkeit<br />
das andere. Die Konzepte von CDU/CSU zu Steuern und Alterssicherung sind<br />
in der Praxis nur schwer kompatibel. Und CDU und CSU sind offensichtlich<br />
auch bei weitem nicht einer Meinung. Die SPD wird durch Handeln überzeugen,<br />
wir haben konkrete umsetzbare Gesetze vorgelegt und die Debatte um Erneuerung<br />
in dieser Gesellschaft mutig begonnen. Ich bin sicher, das kommende Jahr<br />
wird wieder besser, als dieses. Vor allem aber: Deutschland kommt auf<br />
einen guten Weg.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Ihr Ansehen in der SPD steigt und steigt. Bei der Basis ist manchmal laut<br />
Presseberichten im Gespräch über Sie schon vom &quot;roten Messias&quot;<br />
die Rede. Woher kommt die plötzliche Zuneigung? Sie exekutierend<br />
doch weiterhin die ungeliebten rot-grünen Reformen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Ich habe keine Zahlen über mein Ansehen in der Partei, habe aber<br />
gute Erfahrungen in den Kontakten dieser Monate. Ich glaube, ich bin exemplarisch<br />
für eine bestimmte Gruppe langjähriger Mitglieder und die Partei<br />
respektiert, dass ich offen und klar sage, dass ich bestimmte politische<br />
Instrumente anders beurteile als vor Jahren und dass das so sein muss,<br />
weil die Rahmenbedingungen sich verändert haben. Messias ist ein<br />
bisschen viel.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>oliKahn</b>: Wie<br />
bewerten sie einen Vorschlag der Unionsseite, wichtige Subventionen und<br />
Steuervergünstigungen wie die Eigenheimzulage oder die Pendlerpauschale<br />
im nächsten Jahr um 12 Prozent zu kürzen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die SPD will die Eigenheimzulage abschaffen und die Entfernungspauschale<br />
halbieren. Dagegen wehren sich CDU/CSU. Gleichzeitig fordern sie Subventionskürzungen.<br />
Soviel zur Frage Glaubwürdigkeit. Koch/Steinbrück haben ihrerseits<br />
geringere Veränderungen bei den beiden genannten Subventionsbereichen<br />
vorgeschlagen. Ich hoffe, es kommt da etwas in Bewegung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Sind die 12 Prozent realistisch oder ist mehr drin?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Es ist mehr drin. Aber CDU/CSU und auch FDP zögern. Sie reden Sonntags<br />
groß von Subventionskürzungen. Aber in der Praxis haben sie<br />
keinen Mut. Das sie gleichzeitig die Neuverschuldung des Bundes kritisieren,<br />
macht die Schizophrenie ihrer Argumente deutlich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>OHje:</b> Der stellvertretende<br />
Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Friedrich Merz, warf Clement<br />
Versagen vor. Clement habe sich in zentralen Punkten nicht mit seiner<br />
Politik in der SPD-Fraktion durchsetzen können. Was soll mir als<br />
Bürger das sagen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Das müssen Sie Herrn Merz fragen. Der redet gerne viel und laut.<br />
Wolfgang Clement macht einen guten Job. Manchmal streitet er in der Sache<br />
auch mit uns. Aber das gehört zum politischen Geschäft mit dazu.<br />
Niemand hat von Anfang an die Wahrheit auf seiner Seite. Diskussionen<br />
um den richtigen Weg sind immer hilfreich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Edi_Berlin</b>:<br />
Multimilliardär Warren Buffet zahlt Vermögenssteuer, warum ist<br />
dieses Thema bei uns vom Tisch?<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ard3.jpg" alt="Chat-Runde" align="right" height="150" width="200" /></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die SPD hat jüngst auf unserem Parteitag sich noch einmal ausdrückliche<br />
gegen eine Vermögenssteuer ausgesprochen. Wir wollen aber in Sachen<br />
Erbschaftssteuer, wo ohnehin ab 2005 eine Neuerung fällig ist, prüfen,<br />
ob es eine begrenzte Anhebung geben sollte, allerdings mit Ausnahmen für<br />
die Situation von Generationenwechsel in Unternehmen. Und das Schonvermögen<br />
für Private, z.B. im Bereich Wohneigentum, müsste auch hoch<br />
genug bleiben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>rentenrudi</b>:<br />
Was halten sie vom Vorschlag der Grünen, die Vermögenssteuer<br />
wieder einzuführen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die Grünen sind fein, aber klein. Das wird wohl nichts.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>schwitz</b>: Ich<br />
bin SPD-Stammwähler &#8211; trotzdem, können sie verstehen dass es<br />
der Bevölkerung schwer fällt, ihnen glauben zu schenken, wenn<br />
ihre großen Maßnahmen dieser Tage Wiederherstellungen von<br />
Fehlern vor vielen Jahren sind, siehe &quot;Nachhaltigkeitsfaktor&quot;?<br />
Würde sie sich vertrauen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die Rahmenbedingungen verändern sich dramatisch und schnell. Ich<br />
verweise auf Globalisierung, Europäisierung, demographischer Wandel,<br />
kein Wachstum seit 3 Jahren. Die Politik muss also handeln. Und das machen<br />
wir mit Augenmaß und Verantwortung. Wir sichern die Substanz des<br />
Sozialstaates und sorgen für nachhaltiges Wachstum und für Wohlstand.<br />
In den 90er Jahren ist in Deutschland zu viel liegengeblieben. Der damalige<br />
Nachhaltigkeitsfaktor war keinesfalls ausreichend für das, was heute<br />
fällig ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Aggrippina</b>:<br />
Wie werden Familien unterstützt? Ich habe drei ältere Schwestern<br />
und meine Mutter hat ihren Beruf aufgegeben &#8211; wegen uns. Wir alle bekommen<br />
von meinen Eltern ein Studium finanziert &#8211; wie entlohnen Sie das? Meine<br />
Mutter bekommt vielleicht nur eine geringfügige Rente, weil sie ja<br />
&quot;nicht gearbeitet&quot; hat, das ist eine Frechheit. Was sagen Sie<br />
dazu?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Wir haben in unserer Zeit die Anrechnungszeiten für Kinder auf dem<br />
Rentenkonto der Mütter deutlich verbessert und wir haben dafür<br />
gesorgt, dass es wieder mehr BAföG gibt für jene, die darauf<br />
angewiesen sind. Trotzdem bleibt es nötig, Familien mit Kindern weitere<br />
Entlastungen zu geben. Unsere Steuerreform könnte dabei hilfreich<br />
sein. Das Thema Familie und Kinder bleibt aber im Zentrum der Politik<br />
und dazu gehört auch die Vereinbarkeit von Familie und Kinder und<br />
Beruf zu verbessern. Dafür tun wir eine ganze Menge.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Olaffer</b>: Das<br />
Zuwanderungsgesetz hat große Schwächen. Es begrenzt nicht die<br />
Zuwanderung, sondern breitet neue Schwierigkeiten im Bereich der Integrationspolitik,<br />
sagt die Union. Wie verteidigen sie ihre Position?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Die Verhandlungen dazu laufen. Ich hoffe, das Gesetz kommt zustande. Im<br />
Bereich der Arbeitsmigration geht es vor allem um langfristige Regelungen.<br />
Wichtig ist mir auch eine verbesserte Integrationspolitik. Gerade die<br />
Städte und Gemeinden sind davor zum Teil vor außergewöhnliche<br />
Herausforderungen gestellt. Das nächste Frühjahr wird zeigen,<br />
ob eine gemeinsame Linie zwischen Koalition und Opposition möglich<br />
wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Es hieß bislang, eine Einigung beim Zuwanderungsgesetz werde &quot;nahe&quot;<br />
am bereits vorliegenden Gesetzentwurf von Rot-Grün stattfinden &#8211;<br />
schließlich gibt es auch in der Union ein paar &quot;Freunde&quot;<br />
des Gesetzes. Stimmt das noch?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Jedenfalls verstecken sie sich gut. Aber das Gesetz ist in Sachen Asyl,<br />
Arbeitsmigration und Integration so ausgewogen, dass auch CDU/CSU Politiker<br />
dem zustimmen können müssten. Frau Süßmuth war bekanntlich<br />
die Vorsitzende der Kommission, die die Grundlagen für dieses Gesetz<br />
geschaffen hat.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Wollen Sie auch ein &quot;Plus&quot; beim Zuwanderungsgesetz, um zustimmen<br />
zu können &#8211; so wie Ihr Koalitionspartner?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Was heißt &quot;Plus&quot;?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Die Grünen wollen eine Verbesserung der aktuellen Rechtslage.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Im Bereich humanitäre Regelungen und Arbeitsmigration sehe ich da<br />
keine Möglichkeiten der Ausweitung. In Sachen Integration kann uns<br />
die Gemeindefinanzreform helfen, die den Kommunen finanzielle Entlastungen<br />
bringen soll. Ich finde, man sollte das Gesetz jetzt nicht nach allen<br />
Seiten hin ausweiten, sondern versuchen, es umzusetzen. Und das wäre<br />
schon eine ganze Menge.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>rentenrudi</b>:<br />
In Berlin streiken die Studierenden, in Hessen und Niedersachsen auch.<br />
Die Politik des Sparens kommt nicht an, ein Vermittlungsproblem der Politik?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Sparen ist nie populär. Aber die Kassen sind leer und wir dürfen<br />
nicht über unsere Verhältnisse leben. Es bleibt allerdings dabei:<br />
Bildung und Forschung sind zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen<br />
Wohlstand. Deshalb haben wir auf Bundesebene auch diesen Etat in den vergangenen<br />
Jahren stark angehoben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Felix</b>: Angesichts<br />
der Unterfinanzierung der Universitäten im ganzen Land: Ist es nicht<br />
an der Zeit, das Hochschulwesen zur Bundesangelegenheit zu erklären?<br />
Wir steuern doch auf das amerikanische Hochschulsystem zu: Fünf herausragende<br />
Unis, der Rest ist grottenschlecht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Wir haben eine Kommission zur Modernisierung bundesstaatlicher Ordnung<br />
eingesetzt. Dabei geht es um Chancen und Grenzen unserer föderalen<br />
Strukturen. Ich glaube, unsere Länder haben insgesamt eine gute Bildungs-<br />
und auch Hochschulpolitik gemacht und eine simple Zentralisierung würde<br />
keine automatische Besserung bedeuten. Wir müssen aber Wege finden,<br />
Hochleistungsuniversitäten und andere Bildungseinrichtungen zu haben<br />
und zu fördern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>nullhundertneunzig</b>:<br />
Ist Merkel die Herausforderin von Schröder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Noch ist nicht klar, ob sie am 11. Januar 2006 wieder zu einem Frühstück<br />
eingeladen wird und unterschreiben muss. Warten wir ab, was ihre Jungs<br />
so machen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Das war&#8217;s, vielen Dank Herr Müntefering, dass Sie sich die Zeit genommen<br />
haben! Vielen Dank an alle User für das Interesse und die vielen<br />
Fragen. Das tacheles02-team wünscht allen noch einen schönen<br />
Tag. Nächste Woche gibt es die nächsten Chats, unter anderem<br />
mit Paul Kirchhof und Edelgard Bulmahn.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering</b>:<br />
Bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben, wünsche einen schönen<br />
Tag &#8211; miteinander reden lohnt sich immer.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Franz Müntefering (SPD)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[clegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Müntefering]]></category>
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					<description><![CDATA[<b><a href="http://www.spd.de/servlet/PB/menu/1009464/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/muente.gif" alt="Franz Müntefering" align="left" border="0" height="99" width="99" /></a></b> 
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering2.shtml#ta">tacheles.02</a>: 
Chat am 21. November 2002</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b><a href="http://www.spd.de/servlet/PB/menu/1009464/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/muente.gif" alt="Franz Müntefering" align="left" border="0" height="99" width="99" /></a></b> </p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering2.shtml#ta">tacheles.02</a>:<br />
Chat am 21. November 2002</b></span><!--break--><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b></p>
<p></b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><br />
Moderator: </b>Herzlich willkommen zum tacheles.02-Chat! Unser heutiger<br />
Gast hier im ARD-Hauptstadtstudio ist der SPD Fraktionschef <a href="http://www.spd.de/servlet/PB/menu/1009464/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franz<br />
Müntefering</a>. Herzlich willkommen liebe Chatter und Chatterinnen.<br />
Wir werden die nächsten 60 Minuten Zeit haben, Herrn Müntefering<br />
zur aktuellen Situation zu befragen. <b>tacheles.02</b> ist<br />
ein Format von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a><br />
und <a href="http://www.politik-digital.de/index.shtml">politik-digital.de</a> und<br />
wird unterstützt von <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesspiegel.de</a>.<br />
Wir begrüßen Sie im Namen unserer Chatgäste, Herr Müntefering!<br />
Können wir anfangen?</span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:<br />
</b>Ja, schönen guten Abend. Es kann losgehen!</span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b> Dr. Doolittle:<br />
</b>Warum haben Sie von der Partei in die Fraktion gewechselt? Was<br />
geben Sie ihrem Nachfolger mit auf den Weg?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Peter Struck wollte als Verteidigungsminister<br />
im Kabinett bleiben. Daraufhin wurde ich wegen des Fraktionsvorsitzes<br />
gefragt. Ich habe gerne zugesagt.<br />
Zum Nachfolger: Schlage die Trommel und fürchte Dich nicht!</span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Dieter_Bohlen:<br />
</b>Hallo Herr Müntefering, schon mal bereut Fraktionsvorsitzender<br />
zu werden? Als General hätten Sie doch schon längst dazwischen<br />
hauen können &#8230;?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Bohlen:</i><br />
Ich bin ohne Reue.</p>
<p><b> Ulli: </b>Wenn man sich die Diskussionen der letzten Tage<br />
anhört, so kann mich sich ernste Sorgen um die demokratische politische<br />
Kultur in Deutschland machen. Extreme historische Vergleiche, gegenseitige<br />
Bezichtigungen, Rücktrittsforderungen und Boykottdrohungen bestimmen<br />
das Tagesgeschehen. Was ist geschehen?</p>
<p><b>Franz Müntefering: </b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i>Antwort<br />
an Ulli: </i>Einige sind wohl hysterisch. Ich finde auch, dass Merz,<br />
Koch und Meyer sich in der Wortwahl vergreifen. In der Sache streiten<br />
ist in Ordnung, sich niedermachen nicht. Ich hoffe, Angela Merkel bekommt<br />
die Jungs wieder unter Kontrolle.</p>
<p><b> Moderator: </b>Aber auch aus den eigenen Reihen gab es Kritik,<br />
z.B. die Landesvorsitzenden der SPD. Wie steht die Partei zur Regierung?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Moderator: </i>Die<br />
Kritik richtet sich auf die Schwächen in der Kommunikation nach außen.<br />
Da war nicht alles optimal. Aber das bekommen wir in den Griff. In der<br />
Sache haben wir mit unserer Politik Recht. Und das wird sich auch durchsetzen.</p>
<p><b> Ulli: </b>SPD und Grüne erleben harte Tage als Regierungsfraktion.<br />
Die Kanzlermehrheit ist relativ knapp – wie schafft es die SPD,<br />
ihre Leute bei der Stange zu halten?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>An Ulli: </i>Der erste<br />
Schritt ist getan: mit Beitragsstabilisierung, Fortentwicklung der Ökosteuer,<br />
Hartz-Reform, Gesetz zu Steuerehrlichkeit. Damit bleibt der Staat handlungsfähig<br />
und die Schuldenkurve kann langsam gesenkt werden. Dies ist eine realistische<br />
Basis für die Politik der nächsten Jahre.</p>
<p><b> Robby: </b>Warum versucht die Regierung eigentlich immer<br />
&quot;mehr&quot; zu tun, um die Probleme in den Griff zu bekommen, anstatt<br />
einfach mal &quot;wo es nur geht&quot; die Finger raus zu lassen, Bürokratie<br />
abzuschaffen und wie jede Firma auch, zu optimieren?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Robby</i>: Politik<br />
muss gestalten, die Dinge laufen lassen wäre falsch. Wir handeln<br />
auch für Länder und Gemeinden. Sie müssen investieren können<br />
in die Zukunftsfähigkeit. Dass wir Bürokratie abbauen müssen,<br />
ist trotzdem richtig, und da gehen wir auch ran.</p>
<p><b> Trabbi: </b>Hallo, erst einmal danke für dieses Frustabladungsprogramm.<br />
Aber Spaß beiseite. Ich finde es zum Kotzen wie mit uns armen Bürgern<br />
umgegangen wird. Wie waren denn die Versprechen vor der Wahl, und jetzt?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Trabbi:</i><br />
Was ist konkret gemeint? Wir haben wenig versprochen und halten das, was<br />
angekündigt war: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Programm für<br />
junge Arbeitslose, Energieeffizienzprogramm, usw. Stoiber wollte 70 Mrd.<br />
mobilisieren. Wenn einer zuviel versprochen hat im Wahlkampf, dann er.</p>
<p><b> Moderator: </b>Trabbis fehlende Antwort von eben ist nun<br />
eingetroffen:</p>
<p><b> Trabbi: </b>Steuern wolltet Ihr senken, Neuverschuldung<br />
zurückdrängen, soll ich noch weiter?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Trabbi:</i><br />
Die Steuersenkung 2003 wurde wegen der Fluthilfe verschoben. Die Steuersenkung<br />
2004 und 2005 wird realisiert, die Neuverschuldung wird im nächsten<br />
Jahr gesenkt auf 18,9 Mrd. Ziel bleibt: Nettokreditaufnahme 0 in 2006&#8230;.wir<br />
halten Balance zwischen Investieren und Schuldenbremsen.</p>
<p><b> Socke: </b>80.000 Euro Subvention pro Kopf und Jahr im Steinkohlebergbau<br />
erscheinen mehr als überdimensioniert. Wie rechtfertigt die Bundesregierung<br />
diese hohen Summen &#8211; wäre Steuersenkung eine Alternative?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Die Subventionen im Steinkohlebergbau<br />
sind seit Jahren stark rückläufig. Und das setzt sich auch in<br />
den nächsten Jahren fort. Da schimpft so mancher, der von der Sache<br />
nichts versteht. Ein Sockel an Steinkohlebergbau bleibt dauerhaft sinnvoll,<br />
auch wegen der Arbeitsplätze im Sekundärbereich.</p>
<p><b> Moderator: </b>Nun ein neues Thema:</p>
<p><b> Zahntechnigger: </b>Herr Vorsitzender: Wie lässt sich<br />
die Aussage des Kanzlers: &quot;Wir werden das nationale Steuerrecht auch<br />
soweit an internationale Erfordernisse anpassen, dass der Investitions-<br />
und Beschäftigungsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb<br />
bestehen kann&quot;, mit der Mehrwertsteuererhöhung für Zahntechnicker<br />
vereinbaren ?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Techniker: </i>Die<br />
erhöhte Mehrwertsteuer wird von den Krankenkassen bezahlt. Allerdings<br />
werden die Höchstpreise im Bereich Zahntechnik um 5 Prozent reduziert.<br />
Nicht um 10 Prozent wie zunächst angedacht.</p>
<p><b> volder23: </b>Frau Ulla Schmid erwähnte im ZDF, dass<br />
womöglich auch Beamte Rentenbeitragszahlungen leisten würden?<br />
Wird dieses Vorhaben umgesetzt?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an volder23: </i><br />
Was sollte das bringen? Wenn mehr versichert werden über ihre Beiträge,<br />
haben auch mehr Anspruch auf Rentenzahlung. Dass würde ein Nullsummenspiel<br />
werden.</p>
<p><b> rote-brigarde: </b>Was ist dran, dass sich die Rentenbeiträge<br />
auf jeden Fall auf 19,5 Prozent erhöhen, wenn der Bundesrat nicht<br />
zu einer Erhöhung auf 19,3 zustimmt?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>rote-brigade: Bei einem prognostizierten<br />
Wachstum von 1,5 Prozent im kommenden Jahr würden die Einnahmen der<br />
Rentenversicherung so sein, dass mit unserem Stabilisierungsgesetz 19,5<br />
Prozent erforderlich wären. Es liegt nicht in der Beliebigkeit von<br />
Politik, solche Zahlen zu verändern. Der Bundesrat sollte 19,5 Prozent<br />
bald akzeptieren, damit Klarheit herrscht.</p>
<p><b> Moderator: </b>Aber wenn er das nicht tut &#8211; was dann &#8211; dann<br />
verzögert sich die Reform.</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Moderator: </i><br />
Wenn es bis zum 31.12 kein Gesetz gäbe (Konjunktiv), würde per<br />
Verordnung der Beitragssatz auf 19,9 Prozent festgesetzt werden müssen.<br />
Ich nehme an, CDU/CSU wollen das auch nicht.</p>
<p><b> Robby: </b>EU Erweiterung: Meinen Sie nicht, dass die Arbeitslosenzahlen<br />
bei uns weiter steigen werden? Die Leute aus den Beitrittsländern<br />
sind gut ausgebildet und noch nicht so satt wie wir. Die werden doch sicher<br />
für guten Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Allerdings habe<br />
ich keine Lust, dies dann alles zweimal (EU Unterstützung und bei<br />
uns höhere Arbeitslosenversicherung) zu zahlen.</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Robby:</i> bei<br />
der EU-Erweiterung wird es vernünftige Übergangsfristen für<br />
Freizügigkeit von Arbeitsplatz und Wohnung geben. Das wird sich langsam<br />
einspielen. Es kommen ja auch nicht alle Menschen aus Portugal, Spanien,<br />
Irland zu uns.</p>
<p><b> Robby: </b>Das ist dann aber eine zwei Klassen EU, oder?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Nein, wieso? Bei allen bisherigen<br />
Erweiterungen gab es solche Übergangsfristen!</p>
<p><b> Arbeitnehmer: </b>Für das übermäßige<br />
deutsche Haushaltsdefizit waren laut EU-Kommission nicht unkontrollierbare<br />
Ereignisse – wie die Flutkatastrophe – verantwortlich. Woran<br />
ist die Haushaltspolitik gescheitert?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Arbeitnehmer:</i><br />
Das Wachstum war dramatisch niedriger, als von Experten prognostiziert.<br />
Noch im August wurde es auf 0,7 Prozent geschätzt (Hans Eichel schätzte<br />
auf 0,75 Prozent, war also dicht bei den Wirtschaftsweisen). Aber dann<br />
ist es abgestürzt. Mit allen Konsequenzen für die Steuereinnahmen.<br />
Wir haben nun die Schlüsse gezogen und das Wachstum für die<br />
kommenden Jahre in unserer Erwartung deutlich reduziert. Deshalb müssen<br />
wir jetzt die Stabilisierungsgesetze machen. Dass die Opposition das nicht<br />
akzeptieren will, zeigt nur, dass sie unrealistisch ist und kein Gegenkonzept<br />
hat.</p>
<p><b> Arbeitnehmer: </b>Wie soll das Defizit im nächsten<br />
Jahr wieder unter die 3 Prozent gesenkt werden? Ist das überhaupt<br />
machbar?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Arbeitnehmer:<br />
</i>Wenn unsere eingebrachten Gesetze beschlossen und von CDU/CSU im<br />
Bundesrat nicht verhindert werden, werden Bund, Länder, Gemeinden<br />
und Sozialversicherungen keine übermäßigen Schulden machen<br />
müssen. Dann bleiben wir sicher unter 3 Prozent.</p>
<p><b> Robby: </b>0,7 Prozent zu 0,75 Prozent? Das heißt,<br />
die Regierung ist noch optimistischer als die Wirtschaftsweisen? Ich kann<br />
es kaum glauben! Jedem normal Bürger ist fast klar, das diese Zahlen<br />
nicht erreicht werden können.</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Robby:</i> Dass<br />
war im August. Im Juli schätzte die Dresdner Bank noch auf 1,0 Prozent.<br />
Präziser als Hans Eichel damals geschätzt hat, geht es überhaupt<br />
nicht.</p>
<p><b> Moderator: </b>Eine weitere kritische Nachfrage hat uns<br />
erreicht.</p>
<p><b> Sparfuchs: </b>Sparen heißt die Devise, um das Haushaltsloch<br />
zu stopfen, momentan hört man aber nur Erhöhung, Erhöhung,<br />
Erhöhung. Heißt sparen nicht eigentlich Ausgaben senken?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Sparfuchs: </i><br />
Es geht um die Balance: Investitionen müssen sein, damit unsere Substanz<br />
an Infrastruktur nicht kaputt geht und wir Bildung und Forschung für<br />
morgen und übermorgen fördern. Sparen tun wir zum Beispiel am<br />
Arbeitsmarkt, wenn wir Arbeitslosenhilfe reduzieren. Dafür nehmen<br />
wir den Unternehmen und den Reichen allerdings auch mehr Steuern ab (Kontrollmitteilungen,<br />
Körperschaftssteuer als Gewinn-Mindeststeuer).</p>
<p><b> Moderator: </b>Aber haben Sie da nicht ein Kommunikationsproblem,<br />
denn dass Sie sparen, scheint kaum jemand mitzubekommen?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Moderator: </i>Die<br />
Arbeitslosenhilfeempfänger schon. Es stoßen eben viele Einzelinteressen<br />
aufeinander. Der Staat muss handlungsfähig sein. Nur ganz Reiche<br />
können sich einen armen Staat leisten. Also machen wir eine vernünftige<br />
Kombination aus Sparen und Abbau von Subventionen und Investitionen für<br />
die Konjunktur.</p>
<p><b> Sparfuchs: </b>Wo investieren Sie denn mehr als früher,<br />
wenn sie schon Einnahmenseitig agieren?<br />
<b><br />
Franz Müntefering: </b>Sparfuchs: In 2003 werden wir 29 Mrd.<br />
in die Infrastruktur investieren, deutlich mehr als jemals zuvor. Natürlich<br />
bedeutet das auch Arbeitsplätze und zusätzliche Chancen für<br />
<br />
Produktion.<br />
<b><br />
danman787: </b>Lieber Herr Müntefering &#8211; treffen die aktuellen<br />
Reformen (im negativen) nicht immer nur Ihre eigentliche Zielgruppe (Angestellte,<br />
kleine Fondsparer, Immobilieneigentümer etc.) anstatt die wirklichen<br />
Großverdiener ?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an danman787: </i>Alle<br />
sind betroffen, in besonderer Weise aber die Unternehmen, die ihre Körperschaftssteuer<br />
zahlen müssen, und alle, die in den vergangenen Jahren den Finanzminister<br />
betrogen haben. Unsere Kontrollmitteilungen werden so manchen mit breiten<br />
Schultern zur Ehrlichkeit zwingen und auch Geld in die Kasse von Hans<br />
Eichel bringen.</p>
<p><b> Russ Mayer: </b>Wir befinden uns auf den Weg in eine Rezession.<br />
Sind ihre Steuererhöhungen nicht pures Gift? Hat Lafontaine vielleicht<br />
sogar recht?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Russ Mayer:</i><br />
Wir haben Wachstum und keine Rezession. Bei unserem hohen Niveau sind<br />
auch kleine Wachstumsraten bedeutsam und die werden wir auch behalten.<br />
Die Neuverschuldung aus der Zeit von Helmut Kohl setzt unseren Möglichkeiten,<br />
mit neuen Schulden zu arbeiten, allerdings Grenzen. In diesem Jahr werden<br />
22 Prozent von jedem Euro Steuern für Zinsen gebraucht. Das ist seit<br />
1998 so und das ist gefährlich hoch. Die Lösung kann nicht in<br />
neuen Schuldenbergen liegen.</p>
<p><b> Moderator: </b>Die User haben noch einige Fragen zum Thema<br />
Steuern:</p>
<p><b> christian77: </b>Der Nachtragshaushalt soll mit dem Abbau<br />
von Steuervorteilen ermöglicht werden. Welche wären dies?</p>
<p><b> Franz Müntefering:</b> <i>Antwort an christian77:<br />
</i>Der Nachtragshaushalt für 2002 kann nur noch mit zusätzlichen<br />
Schulden ausgeglichen werden. Statt 21,1 Mrd. jetzt 34,6Mrd. &#8211; das ist<br />
ja gerade das Problem gegenüber Europa. Neue Steuern bekommen wir<br />
nicht vor 2003/2004.</p>
<p><b> Jack2002: </b>Herr Müntefering warum wird die Ökosteuer<br />
nicht abgeschafft?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Jack2002: </i><br />
Die Ökosteuer in der bisherigen Form wird zum 1.1.2003 letztmalig<br />
erhoben. Sie leistet einen erheblichen Beitrag, damit die Rentenversicherungsbeiträge<br />
nicht explodieren. Sie kommt insofern Arbeitnehmer und Arbeitgebern je<br />
zur Hälfte zu Gute.</p>
<p><b> ckone67: </b>Radikale Einschnitte ins soziale Netz, weg<br />
mit den vielen Verwaltungsvorschriften, mehr Markt, runter mit den Steuern<br />
und Subventionen, nichts, was die 5 Weisen angeregt haben, wird umgesetzt.<br />
Wozu werden Kommissionen und Gutachter gehört, wenn der Politiker<br />
sich dann doch anmaßt, alles besser zu wissen?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Wir sind eine Demokratie, und<br />
keine Expertokratie. Wir müssen die Verantwortung in der Politik<br />
übernehmen. Die flotten Sprüche von radikalen Einschnitten müsste<br />
man mal konkretisieren, um zu sehen, was da genau gemeint ist. Wollen<br />
Sie die Staatsquote unter 40 Prozent senken, wie Stoiber das wollte? Dann<br />
wäre der Staat, auch der Sozialstaat, allerdings am Ende. Das ist<br />
eine Richtungsentscheidung.</p>
<p><b> Bayer: </b>Was halten Sie von den Vorwürfen von Lafontaine<br />
an Gerhard Schröder</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Bayer:</i> Nichts!</p>
<p><b>Expertenrunde:</b> Allerdings ist die Frage berechtigt &#8211;<br />
werden die Runden und Kommissionen nicht lediglich zur Befriedung des<br />
Volkes eingesetzt?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Expertenrunde:<br />
</i>Nein. Natürlich lässt sich Politik immer beraten, und das<br />
ist auch selbstverständlich. Und in Sachen Hartz hat sich die Kommissionsarbeit<br />
ganz besonders gelohnt. Es wurden Vorschläge entwickelt, die von<br />
allen beteiligten Gruppen mitgetragen werden können.</p>
<p><b> Arbeitnehmer: </b>Finanzexperte Heinemann meint, dass Hartz<br />
auch nur Augenauswischerei sei – ist das Konzept doch nicht das,<br />
was es ein sollte?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Arbeitnehmer:</i><br />
Mit Augenwischerei kann ich nichts anfangen? Was ist gemeint?</p>
<p><b> Moderator: </b>Hier ist die Antwort von Arbeitnehmer:</p>
<p><b> Arbeitnehmer: </b>&#8230;dass es zuwenig radikal ist und Arbeitnehmer<br />
gegen Arbeitslose ausspielt</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Arbeitnehmer:<br />
</i>Das stimmt nicht! Es wird zügiger vermittelt, die Leiharbeit<br />
wird systematisiert, es gibt mehr geregelte Minijobs, es gibt Kapital<br />
für Arbeit, dass heißt Kredithilfen für Unternehmer, die<br />
Arbeitslose einstellen. Und und und.</p>
<p><b> Dieter_Bohlen: </b>Wie wollen Sie den jetzt noch die Kurve<br />
für Hessen bekommen? Herr Bökel findet die Performance der Regierung<br />
momentan wohl nicht so toll, oder?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Dieter_Bohlen:<br />
</i>Der Wahlkampf in Hessen wird anstrengend, klar. aber Gerhard Bökel<br />
kämpft, und es geht ja vor allem um die Landespolitik. Und Roland<br />
Koch ist ja nicht gerade ein Sympathiebolzen.</p>
<p><b> Russ Mayer: </b> Wie sollen eigentlich die Kommunen ihre<br />
Schulden senken, wenn immer mehr Lasten (Sozialausgaben) auf sie abgewälzt<br />
werden?<br />
<b>Franz Müntefering: </b><i>Antwort an </i> <i>Russ<br />
Mayer: </i>Zum 1.1.2004 rücken die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger<br />
in das Arbeitslosengeld 2 (Zusammenlegung Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe).<br />
Das entlastet die Gemeinden, die die Sozialhilfe zahlen müssen wesentlich.<br />
Und mit unserem Steuerpaket sorgen wir ja nicht nur für den Bund,<br />
sondern auch für Länder und Gemeinden. Falls CDU/CSU das im<br />
Bundesrat aufhalten, schaden sie auch den Gemeinden.</p>
<p><b> Haushaltsloch: </b>Ist eine Erhöhung der Mehrwertsteuer<br />
sozial gerecht? Wer mehr kaufen kann, zahlt dann zwar auch mehr, doch<br />
den Geringverdiener schmerzen die 7 Prozent bzw. 16 Prozent weit mehr.</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b>Haushaltsloch: Wir erhöhen<br />
die Mehrwertsteuer nicht. Wir versuchen mit unseren verschiedenen Gesetzen,<br />
strukturell gerecht die Dinge zu beeinflussen, das ist anstrengender als<br />
die Mehrwertsteuer pauschal zu erhöhen, aber eben gerechter.</p>
<p><b> M.Stumpf: </b>Die Bundesregierung verliert Woche für<br />
Woche in den Umfragen. Könnten Sie bitte dazu Stellung nehmen?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an M. Stumpf: </i>Zur<br />
Bundestagswahl sind wir wieder vorne. Man kann nicht an jedem Tag aller<br />
Menschen Liebling sein. Wir haben ein anstrengendes Konzept, aber es ist<br />
richtig, und die Menschen werden das auch erkennen und akzeptieren, wenn<br />
alle Zusammenhänge deutlicher werden, als sie in der Hektik der Tage<br />
noch sind.</p>
<p><i> Albrecht Müller: </i>Guten Abend Herr Vorsitzender! Bald wird<br />
wohl ein Untersuchungsausschuss auf Sie zukommen. Halten Sie den für<br />
legal?</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>Antwort an Albrecht Müller:<br />
</i>Es kommt darauf an, wie der Untersuchungsauftrag formuliert ist.<br />
Wenn er verfassungsgemäß ist, wird es den Untersuchungsausschuss<br />
natürlich geben. Wir sind gespannt, was Koch und Merz der Frau Merkel<br />
da zu tun auferlegen.</p>
<p><b> Moderator: </b>Letzte Frage, die Zeit ist fast vorbei &#8211;<br />
leider!</p>
<p><b> gerhard schröder: </b>Was muss die SPD denn tun, um<br />
die Fraktion bei der Stage zu halten? Die Mehrheit ist ja merklich dünn,<br />
die erste Krise war schon da&#8230;Franz hilf!</p>
<p><b> Franz Müntefering: </b><i>An besonderen Gerhard Schröder:<br />
</i>Wir diskutieren rechtzeitig und ausführlich (intensiver, als<br />
es in der 1. Phase möglich war) und sorgen so für Mehrheitsfähigkeit.<br />
Die Fraktion will Regierungsfähigkeit, und wird ihren konstruktiven<br />
Teil dazu beitragen. Ich bin mir sicher, alle 251 ziehen da an einem Strang,<br />
und zwar in dieselbe Richtung.</p>
<p><b> Moderator: </b>Liebe Gäste! Unsere Zeit ist leider<br />
schon wieder vorbei. Sehr geehrter Herr Müntefering, vielen Dank<br />
für die Bereitschaft, sich den Fragen unserer Chatter und Chatterinnen<br />
zu stellen. Ich hoffe, es hat Ihnen ebensoviel Spaß gemacht wie<br />
uns! Das tacheles.02 Team wünscht allen Beteiligten noch einen schönen<br />
Abend. tacheles.02 ist ein Format von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a><br />
und <a href="http://www.politik-digital.de/index.shtml">politik-digital.de</a> und<br />
wird unterstützt von <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesspiegel.de</a>.<br />
Der nächste tacheles.02 Live-Chat-Termin ist der 2. Dezember, 20.15<br />
bis 21.15 Uhr, Gast ist <a href="http://www.dietrich-austermann.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dietrich<br />
Austermann</a>, haushaltspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Bis<br />
zum nächsten Mal!</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Weitere Informationen<br />
zu Franz Müntefering:</b></span>
</p>
<ul>
<li><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><a href="http://www.spdfraktion.de/pa/fraktionsvorsitzender/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Fraktionsvorsitzender<br />
	Franz Müntefering</a></span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
<a title="ta" name="ta"></a><b>tacheles.02</b> ist ein Format von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a><br />
und <a href="http://www.politik-digital.de/index.shtml">politik-digital.de</a> und<br />
wird unterstützt von <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesspiegel.de</a></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Große Koalitionen schaffen in der Tat leicht mehr Probleme, als sie lösen.&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Müntefering]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/fmuentefering2.jpg" alt="Franz Müntefering" align="left" /></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tacheles.02: Chat mit Franz Müntefering am 4. Juni 2002 im ARD-Hauptstadtstudio</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/fmuentefering2.jpg" alt="Franz Müntefering" align="left" /></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>tacheles.02: Chat mit Franz Müntefering am 4. Juni 2002 im ARD-Hauptstadtstudio</b></span><!--break--><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><br />
<br />
Moderator: </b>Herzlich<br />
willkommen im tacheles.02-Chat. Heute ist Franz Müntefering,<br />
Generalsekretär der Sozialdemokraten, für eine Stunde unser Gast.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b> Guten Abend an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, ich bin gespannt auf Ihre Fragen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Sind Sie bereit Herr Müntefering?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b> Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Herr<br />
Müntefering, Sie haben für die FDP jede Zusammenarbeit ausgeschlossen,<br />
auch wenn sich Möllemann jetzt noch entschuldigt. Mal angenommen,<br />
Möllemann bleibt nordrhein-westfälischer FDP-Landeschef und es wird<br />
knapp am Wahlabend. Wie standfest ist dann die SPD?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b>:<br />
Meine Absage richtet sich auf Möllemann in Person. Er wäre ein Risiko,<br />
innenpolitisch aber auch für unser Ansehen in der Welt . Die FDP sollte<br />
ihn entmachten oder wegschicken.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>honey:</b><br />
Herr Müntefering, glauben Sie, dass Herr Westerwelle und die FDP durch<br />
die Karsli-Affäre und den Machtkampf mit Möllemann einen schweren<br />
Schaden erlitten hat und dass das den Grünen bei der Bundestagswahl zu<br />
Gute kommen könnte?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Westerwelle erweist sich als machtlos. Das ist eine Führungskrise der<br />
FDP. Sie ist so nicht regierungsfähig. Wem das nutzt, weiß man heute<br />
noch nicht. Aber für unsere Demokratie ist das Verhalten dieser FDP ein<br />
Problem.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>roberto53: </b>Herr Müntefering, glauben Sie, dass Herr Westerwelle noch bis zum Wahltag FDP-Vorsitzender bleibt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Ich hoffe, dass die bewährte FDP stark genug ist, sich von Möllemann<br />
und seiner Politik zu trennen. Alleine schafft Westerwelle das nicht.<br />
Möllemann hat mit NRW mindestens ein Viertel der FDP-Wähler hinter<br />
sich. Westerwelles Position ist jedenfalls wackelig.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Glauben Sie, dass die NRW-Mitglieder Möllemann auch den Rücken stärken, wenn sich der Streit noch verschärft?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Es kommt wohl darauf an, wie Leute wie Genscher und Graf Lambsdorff<br />
sich verhalten. Sie müssten die Kraft haben, das Ruder an sich zu<br />
reißen. Westerwelle segelt nur noch, aber er regelt nicht. Jetzt ist<br />
Schluss mit Lustig bei der FDP.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>honey:</b> Was denken Sie, was Möllemann getrieben haben kann? Reine Dummheit kann man ihm doch sicherlich nicht unterstellen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Das ist ja das Schlimme. Er kalkuliert ganz cool, dass die<br />
Instrumentalisierung des Antisemitismus Stimmen bringen könnte. Damit<br />
bricht er ein Tabu unserer Demokratie.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>gogo:</b><br />
Glauben sie, dass Herr Möllemann wirklich antisemitisch ist oder redet<br />
der nur so daher und alles ist Effekt- und Stimmenhascherei?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Nein, er ist nicht antisemitisch. Aber er handelt politisch<br />
unverantwortlich, indem er den Antisemitismus parteitaktisch<br />
missbraucht. Wenn das nicht gestoppt wird, bekommt das natürlich<br />
antisemitische Wirkung. Er spielt mit dem Feuer.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>maja:</b> Ist die Vergangenheitsbewältigung passé?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Unsere Vergangenheit werden wir nicht los. Wir dürfen vor ihr auch<br />
nicht weglaufen. Trotzdem darf man natürlich israelische Politik<br />
kritisieren und auch Juden kritisieren . Aber man darf sie nicht &#8211; wie<br />
Möllemann es getan hat &#8211; für den Antisemitismus verantwortlich machen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>campaign:</b><br />
Jetzt mal Schluss mit der FDP, wie glauben Sie die Wahl denn gewinnen<br />
zu können? Außer dass Schröder mit &quot;Leidenschaft&quot; Kanzler ist, haben<br />
Sie am Sonntag von den Delegierten wohl unbemerkt, teilweise ganz<br />
schöne Hämmer beschlossen: z.B. die Zusammenlegung von Arbeitslosen-<br />
und Sozialhilfe. Ist damit nicht Absenkung gemeint?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Nein. Beschlossen ist Verzahnung, nicht Zusammenlegung. Verzahnung<br />
bedeutet vor allem, die Vermittlungschancen für Sozialhilfeempfänger zu<br />
verbessern, denn die ist bisher völlig unzureichend. Beschlossen ist<br />
ausdrücklich, die Angleichung der Arbeitslosenhilfe auf<br />
Sozialhilfeniveau. Gewollt ist nicht die Absenkung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>sir:</b> Wie<br />
kann man noch die SPD-Basis aus Ihrer Sicht motivieren, im Wahlkampf<br />
alles zu geben? Eine Rede von Gerhard Schröder reicht doch da sicher<br />
nicht aus?!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Das war der Start. Jetzt sind Gerd Schröder und wir alle im Land<br />
unterwegs bei den Menschen und vermitteln die Inhalte unseres<br />
Programms. Das Programm ist überzeugend und der Unterschied zu den<br />
Programmen von CDU/CSU und FDP wird für die nötige Würze sorgen. Es<br />
wird inhaltlich richtig spannend.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mecki:</b> Was wird die Bundesregierung konkret zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit tun &#8211; bitte keine Worthülsen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Qualifizierung und Vermittlung der Arbeitslosen verbessern, mit der<br />
Steuerreform die Binnenkaufkraft verbessern, mit Mittelstandsbank und<br />
KMU-Börse (Kleine und Mittlere Unternehmen) Impulse geben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>rudi völler:</b><br />
Ich vermisse ihre Leidenschaft, die sie noch im Wahlkampf vor 4 Jahren<br />
so überzeugend ins Land getragen haben! War der Parteitag jetzt der<br />
Startschuss dazu?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Gute Politik braucht neben Leidenschaft auch Augenmaß und<br />
Verantwortung. Dies alles wird unseren Wahlkampf bestimmen. Wir wollen<br />
gewinnen. Wie man merkt, reimt sich das.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Praetonius: </b>Zum Wahlkampf: Wie wird die SPD versuchen, gerade die jungen Wähler zu erreichen/ motivieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Nicht durch Spaßveranstaltungen, mehr durch nachhaltige Politik, also:<br />
Politik für heute ist nur gut, wenn sie auch gut ist für morgen und für<br />
übermorgen. Keine Schuldenberge, keine Abfallberge ,keine<br />
Forschungsrückstände, keine Bildungsrückstände.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>campaign:</b><br />
Noch eine Frage zum Programm: Sie schreiben da, sie wollen zur<br />
Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hohe öffentliche<br />
Investitionen tätigen. Andererseits aber Steuer- und Abgabenlast<br />
senken. Wie geht das zusammen? Wo nehmen sie das Geld her?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Die hohen Investitionen sind in unserem Finanzkonzept enthalten, ganz<br />
besonders für Bildung und Forschung (21% plus in dieser<br />
Legislaturperiode) und für Schienen und Straßen und Wasserwege und<br />
Städtebau.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mecki:</b> Welche Entlastungen können Familien erwarten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
1.: Steuerreform &#8211; Zum 1. Januar 2003 Eingangssteuersatz runter auf<br />
17%, zum 1. Januar 2005 runter auf 15%. Der Spitzensteuersatz<br />
entsprechend runter. Also deutlich weniger Steuern; 2.: 4 Mrd. für<br />
Ganztagsschulen. Das ist gut für Kinder und für Vereinbarkeit von<br />
Familie und Beruf; 3.: Wenn das Geld reicht, Kindergeld rauf auf 200<br />
Euro je Kind. Aber 1. und 2. sind wichtiger.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>RS_MUC:</b><br />
Mit ernsten Reformen bei der Krankenversicherung ist offenbar erst nach<br />
der Wahl zu rechnen. Ist es richtig, dass u.a. eine Erhöhung der BMG<br />
geplant ist (die dann auch die letzten Solidarischen wie mich zu den<br />
Privaten treiben wird!)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>BMG = Beitragsbemessungsgrenze, die Einkommenshöhe, von der ab ein Wechsel in eine private Krankenkasse möglich ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Wir wollen mit einer Verbesserung der Effizienz im Gesundheitssystem<br />
sparen. Es soll aber bei der solidarischen Finanzierung und bei der<br />
hohen Leistung für alle bleiben. Die BMG wird nicht verändert. Die<br />
Versicherungspflichtgrenze wird über die Jahre langsam ansteigen, dies<br />
aber nicht für die Versicherten im Bestand.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bettelstudent:</b><br />
Was sagen sie zum Thema Studiengebühren? Gerade da könnten sie derzeit<br />
in NRW mit der geplanten Durchsetzung der Studiengebühren jede Menge<br />
Wähler durch Doppelzüngigkeit der SPD verlieren. Ich erinnere an W.<br />
Thierse: Es wird mit der SPD keine Studiengebühren geben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christoph Braun:</b> Werden nun in NRW Studiengebühren eingeführt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Es wird in NRW über den Haushalt 2003 und notwendige Sparmaßnahmen<br />
diskutiert. Entschieden ist noch nichts. In unserem Regierungsprogramm<br />
ist klar festgelegt: Keine Studiengebühren für das Grundstudium und für<br />
Nachfolgestudien, wohl aber für übertrieben lange Studienzeiten. Die<br />
Mittel aus einer Aufnahmegebühr sollen den Universitäten zu Gute kommen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>campaign:</b><br />
Muss man darüber hinaus Angst haben, dass das Thema Familie nur im<br />
Wahlkampf interessant ist, weil Väter, Mütter und Kinder so schön auf<br />
Plakate passen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Wir haben seit 1998 dreimal das Kindergeld erhöht, die Steuer, das<br />
Wohngeld, das BAföG und das Erziehungsgeld familienfreundlich erhöht.<br />
Gerd Schröder und die SPD haben Familienfreundlichkeit bewiesen, anders<br />
als Kohl.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Praetonius:</b> Noch mal zurück zu den jungen Wählern: Dies ist mir alles klar, doch wie wird die SPD auf die Jungen zugehen? (Aktionen, etc.)</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
1. Einladen zum Mitmachen. Wir haben über 180 junge Teams, die in den<br />
Wahlkreisen vor Ort helfen. 2. natürlich auch durch Ansprache,<br />
Materialverteilung, Veranstaltungen, Diskussionen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Günther:</b><br />
Was halten Sie vom Gerede über die Große Koalition, das die Herren<br />
Sommer und Stolpe angezettelt haben. Danach geht doch gar nichts mehr<br />
in Deutschland, oder glauben Sie, dass die Ähnlichkeiten, die ja in<br />
vielen Punkten zwischen SPD und CDU da sind, nicht mehr durch<br />
Regierungs- vs. Oppositionsspielchen behindert werden? Friede, Freude<br />
Eierkuchen und endlich die Zeit für notwendige Reformen??</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Wir wollen keine Große Koalition, sondern die Fortsetzung von Rot-Grün.<br />
Alles andere sind Spekulationen ohne realistischen Hintergrund. Große<br />
Koalitionen schaffen in der Tat leicht mehr Probleme, als sie lösen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Juso_Bielefeld_22: </b>Falls rot-grün nicht wieder zustande kommen würde, wärst Du dann eher für rot-gelb oder eine große Koalition?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b>Rot-Grün bleibt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>paul_test:</b> Ist die FDP koalitionsfähig?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Sie ist zur Zeit nicht regierungsfähig. Nicht für uns, und nicht für<br />
CDU/CSU. Schröder/Fischer ist für Deutschland sehr viel besser als<br />
Stoiber/Möllemann.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Appel:</b> Wenn Rot-Grün nicht bleibt &#8211; was dann???</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Habe ich schon gesagt: Wir bleiben. Im Ernst: Jetzt läuft die letzte<br />
Viertelstunde im Spiel. Da gilt nur: Kämpfen und Tore schießen. Und<br />
nicht am Spielfeldrand sitzen und überlegen, mit wem man nach dem Spiel<br />
duschen will.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>dunno:</b> Deinen Optimismus möchte ich haben (auch Genossin)</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b> Von wegen Optimismus, das ist Zuversicht!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>momo:</b> Noch mal zur Motivation der Wähler: wie wollen Sie die große Gruppe der Nichtwähler möglichst klein halten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Klar machen, dass es um eine Richtungsentscheidung geht. Stoibers<br />
Vorschläge machen den Staat handlungsunfähig und sind ein großes Risiko<br />
für Renten und Investitionen und Gesundheitspolitik und Schulen und<br />
Hochschulen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b> Und wir sichern die Arbeitnehmerrechte. Es geht um eine Richtungsentscheidung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>RS_MUC: </b>Nichts<br />
gegen Rot-Grün, aber wie möchten Sie die notwendigen &quot;Reform-Gesetze&quot;<br />
dann durch den Bundesrat bringen? Wäre da eine Grosse Koalition für<br />
eine Legislaturperiode nicht doch sinnvoll?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Im Bundesrat muss es um Vernunft gehen, nicht um Parteifarben. Aber<br />
bald sind auch wieder Landtagswahlen. Und da wollen wir natürlich auch<br />
mal wieder gewinnen und die Mehrheiten im Bundesrat ändern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Noch einmal zwei Nachfragen, offenbar aus NRW:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Ralf:</b><br />
Bisher waren mir die Antworten von Herrn Müntefering zum Thema<br />
Studiengebühren noch nicht klar genug. Was halten SIE denn davon? Wird<br />
die Bundes-SPD eingreifen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bettelstudent:</b><br />
Entschuldigung noch mal zum Thema Studium. Aber es ist geplant, das mit<br />
der Verwaltungsgebühr pro Semester von 50 EUR sowie den Gebühren von<br />
650 EUR für Seniorenstudium sowie 500 EUR für Langzeitstudium (4<br />
Semester über Regelstudienzeit), das Haushaltsloch zu stopfen und<br />
nichts an die Universitäten in NRW zu verteilen. Für mich als Vater =<br />
Langzeitstudent siehts da recht düster aus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Die Bundes-SPD kann nicht die Politik in den Ländern bestimmen. Aber in<br />
NRW ist auch wirklich noch nichts entschieden. Die Diskussion läuft.<br />
Das Land muss mit seinem Geld klar kommen. Und die Gebühren sollen sehr<br />
wohl ab 2005 den Universitäten zu Gute kommen (Stand der Diskussion).</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>MikeHH:</b><br />
Viele meiner Bekannten , die in der Wahl zwischen Union und SPD<br />
schwanken, meinen, der Unterschied zwischen Schröder und Stoiber sei<br />
nicht so groß. Wie will die SPD bei denen ein Umdenken herbeiführen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Es geht um Personen und Inhalte. Gerd Schröder liegt in den Umfragen<br />
weit vorne. Stoiber ist unklar bis zur Unkenntlichkeit. In der<br />
Alternative Schröder-Stoiber habe ich überhaupt keine Sorgen. Gerd<br />
Schröder ist vorne.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>sir: </b>Wie<br />
kommt es, dass die SPD ihre Wahlkampfstrategien so oft wechseln musste:<br />
Ein Schlingerkurs zwischen Programm, Person, Programm+Person, SPD<br />
Tugenden beschwören&#8230; ??</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b> Es geht um Kanzler, Kompetenz und Konzepte. Die drei Dinge müssen stimmen. Anders war unsere Strategie nie angelegt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joachim:</b> Muss die Politik nicht bürgernäher werden??</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Wir bemühen uns. In den Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern in<br />
Veranstaltungen und Versammlungen dicht an den Menschen zu sein.<br />
Wichtig ist allerdings auch, dass die Bürgerinnen und Bürger mitmachen<br />
und die Politik nicht nur von der Tribüne aus betrachten. Wir<br />
versuchen, die Menschen bei ihren Problemen abzuholen und politisch zu<br />
führen. Oft gelingt es, aber wir können natürlich noch besser werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>edmund1:</b> Gibt es eine Amerikanisierung des Wahlkampfes?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Wir holen uns Ideen in Amerika, aber auch in allen europäischen<br />
Ländern. Wahlkämpfe sind auch mit den neuen Medien bunter geworden.<br />
Amerikanisierung ist das falsche Wort dafür. Internet und Fernsehen<br />
spielen eine größere Rolle. Wir finden das gut.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Appel:</b> 3 Stichworte: Warum kann ich Stoiber nicht trauen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Er ist ein Spalter, siehe Arbeitnehmerrechte, siehe<br />
Risikostrukturausgleich gegen die Interessen Ostdeutschlands. Er ist<br />
einer, der die jungen Frauen und Mütter am Herd sehen möchte und nicht<br />
genug für ihre Berufschancen tut. Er ist einer, der mit seinem Programm<br />
die Handlungsunfähigkeit des Staates riskiert. Und er ist unehrlich,<br />
denn er verspricht, was er nicht halten kann. Sein sog. Berater Späth<br />
hat sich deshalb von vielen Inhalten des Programms Stoibers distanziert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>sir:</b><br />
Interessant ist doch, dass die Wähler, die der FDP nun den Rücken<br />
zukehren, zur CDU wechseln. Wie wollen Sie die Wechselwähler gewinnen,<br />
Herr Müntefering?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Solche Entwicklungen sind noch nicht festzustellen. Das wird sich in<br />
wenigen Wochen klären. Im Augenblick &#8211; glaube ich &#8211; können wir CDU/CSU<br />
Wählerinnen und Wähler im Bereich FDP ansprechen</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>momo:</b> Tut<br />
mir leid, aber Sie sind überhaupt nicht auf meine vorherige Frage<br />
eingegangen. Viele Jungwähler interessieren sich nicht großartig für<br />
verschiedene Parteiprogramme und wollen sich vor allem nicht festlegen.<br />
Wie können diese trotzdem zur Wahl mobilisiert werden, um Stoiber zu<br />
verhindern???</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Ich finde meine Argumente schon überzeugend. Die jungen Menschen müssen<br />
sich mit den Inhalten der Politik auseinandersetzen und nicht nur<br />
abwarten, was Politik da anbietet. Man muss sich einmischen in die<br />
Politik und darf sie nicht nur konsumieren. Im übrigen ist mein<br />
Eindruck, dass sehr wohl viele junge Menschen gesellschaftspolitisch<br />
sehr interessiert sind und auch zur Wahl gehen werden. Vielleicht ist<br />
ihre Identifikation mit Parteien nicht so hoch, wie in vergangenen<br />
Zeiten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>momo:</b> Was unterscheidet diesen von allen der bisherigen Wahlkämpfe, die Sie geführt haben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Dieses mal sind wir Regierungspartei. Im Wahlkampf greift die<br />
Opposition als erstes an. Wir müssen nun reagieren und unser eigenes<br />
Spiel machen. Das hat mit unserem Parteitag begonnen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>janker:</b> Ist Negative-Campaigning ein erfolgreicher Ansatz, wie bei nichtregierungsfähig.de?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Philipp: </b>Wie<br />
stehts um den Wahlkampf? Gezielte Reaktionen auf Veröffentlichungen<br />
ihrer Gegner scheinen seltener und weniger bissig zu sein. Fehlt es an<br />
kreativen Köpfen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Es ist ein Ansatz, aber nicht der entscheidende. Aber eine harte Klinge<br />
zu führen im Wahlkampf, gehört durchaus dazu. Wir fangen erst gerade an.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>sarah:</b> Medienwahlkampf oder sehen wir sie noch in den Städten selber?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b> Beides.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>honey:</b><br />
Gauben Sie, dass Fischer zur SPD überläuft, wenn die Grünen nicht mehr<br />
an der Regierung sind und er gerne Minister bleiben möchte? So einen<br />
wie Joschka könnte die SPD doch gut gebrauchen, immerhin ist er doch<br />
Politikerliebling der Nation!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Vor allen Dingen kann ihn unser Land gut gebrauchen. Er wird die Grünen<br />
in den Bundestag bringen und zusammen mit uns wieder in die Regierung</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>oli_kahn:</b> Verlieren sie nicht am linken Flügel ihrer Partei? Es gibt ja keinen Lafontaine mehr-leider!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Die offensiven Verteidiger spielen heute aus der Tiefe des Raumes und<br />
die Tore werden in der Mitte geköpft, denn da steht das Tor. Oskar<br />
Lafontaine sitzt auf der Tribüne.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Dazu hätten wir noch was:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Horsté I Natoré:</b><br />
Was halten Sie davon, dass 84% der Arbeitgeber es Ihren Angestellten<br />
nicht erlauben, die WM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft<br />
anzuschauen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Unklug. Denn begeisterte Zuschauer sind auch begeisterte Arbeitnehmer.<br />
Also Rat an die Arbeitgeber: Sonderregelungen: Solange die WM läuft.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>campaign:</b><br />
Mal etwas privates: Ich nehm an Ihr Tag hat auch nur 24 Stunden. Wann<br />
sehen Sie denn mal ihre Familie? Oder andersrum gefragt, wieviel Zeit<br />
und Energie nimmt so ein Wahlkampf in Anspruch?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Ich bin privilegiert, bei mir fallen Beruf und Hobby zusammen. Und in<br />
meinem Wahlkampf kann ich mich in meinem Hobby richtig austoben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>lisa:</b> Und wie halten Sie es selber mit der Verfolgung der WM-Spiele?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b> Ich verfolge sie nicht, ich gucke sie mir an. Wenn es geht. Manchmal. Etwas.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Zurück zur Politik:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Schatten:</b><br />
Zum Thema Innenpolitik: Ich hoffe ja immer noch, Sie werden die<br />
&quot;Anti-Terror-Gesetze&quot; zurücknehmen. Hatten die beiden deutschen Staaten<br />
nicht genug Erfahrung mit dem Polizeistaat??</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Die Gesetze werden bleiben, denn sie sind vernünftig. Sich gegen<br />
Terrorismus, gegen Gewalt zu schützen ist nötig und die berechtigte<br />
Erwartung der Bürgerinnen und Bürger an den Staat.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Gregor:</b><br />
Nochmals Guten abend, wie gedenkt die SPD die Kommunen mit mehr<br />
Finanzkraft auszustatten, damit sie die notwendige Infrastruktur für<br />
Kinder und Familien aufbauen können?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b><br />
Die Kommission für die Gemeinde-Finanzreform hat ihre Arbeit begonnen.<br />
Das wird eine der ganz wichtigen Aufgaben der kommenden Jahre sein. Das<br />
Konnexitätsprinzip muss wieder stimmen. Die Gemeinden müssen für die<br />
Aufgaben, die sie haben, das nötige Geld bekommen. Da muss was geklärt<br />
und neu geregelt werden. Die Arbeit in den Kommunen ist uns ganz<br />
wichtig.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Liebe Chatterinnen, liebe Chatter vielen Dank für Ihre Fragen. Die Zeit ist jetzt vorbei.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Franz Müntefering:</b>:<br />
Danke an alle, die mitgemacht haben! Aber natürlich gibt es noch mehr<br />
zu sagen und Sie erreichen mich im Willy-Brand-Haus in Berlin!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Hier finden sie alte Transcripte mit Franz Müntefering:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering2.shtml">17. Juni 2001</a></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/fmuentefering.shtml">26. April 2000</a></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotgrosse_koalitionen_schaffen_in_der_tat_leicht_mehr_probleme_als_sie_loesenquot-341/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Franz Müntefering</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_franz_muentefering-470/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_franz_muentefering-470/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Müntefering]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">FranzMuentefering:</th>
			<td>Hallo liebe Leute, lasst uns loslegen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Hallo liebe Leute, lasst uns loslegen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Sehr geehrter Herr Muentefering, im Namen von politik-digital moechte<br />
			ich Sie ganz herzlich zu unserer heutigen digitalen Diskussionsrunde<br />
			begruessen! Viel Vergnuegen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Erste Frage:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">muffin:</th>
<td>Herr Muentefering, welche grundsaetzlichen Aufgaben hat der<br />
			Generalsekretaer der SPD?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Danke für den Gruß, ich bin sicher, es wird interessant!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Der Generalsekretär leitet die Parteizentrale, er häölt Kontakt mit<br />
			der Partei in allen Gliederungen und er muss die Wahlkämpfe organisieren.<br />
			Erfolgreich natrülich.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">sumo:</th>
<td>Welche Eigenschaften sollte ein Politiker unbedingt<br />
			mitbringen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Verantwortung, Augenmaß und Leidenschaft für Politik
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans:</th>
<td>Die CDU hat z.Zt. aufgrund der Spendenaffäre sehr viele Probleme. Ist<br />
			die SPD daher so still in der Öffentlichkeit um Ihre eigenen Probleme zu<br />
			vertuschen? Man hat ja schon gewonnen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Wir haben noch nicht gewonnen, wir sind auch nicht still. Aber wir<br />
			reden vor allem über die sachlichen Fragen, z.B. Bekämpfung der<br />
			Arbeitslosigkeit &#8211; und da bewegt sich ja Gott sei Dank was. Gewinnen<br />
			werden wir trotzdem in NRW!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">hallo:</th>
<td>Letzter Zeit habe ich den Eindruck, dass Herr Schroeder sich ein wenig<br />
			im allmaehlich vergehenden Schatten des Spendenskandals der CDU versteckt<br />
			und keine ordentliche Politik an das Tageslicht bringt! Man hoert und<br />
			sieht zu wenig, woran liegt das?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Der Eindruck ist falsch. Die Wachstumsprognosen von 2,8 % in diesem<br />
			und im nächsten Jahr sind auch das Ergebnis konkreter pragmatischer<br />
			Politik. Und Gergard SChröder ist federführend beteiligt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Bochow:</th>
<td>Herr Muentefering, glauben Sie das die SPD vor einem aehnlichen<br />
			finanzdebakel stehen wird wie die Union?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Nein, da bin ich ganz sicher.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">KnechtRuprecht:</th>
<td>Die CDU holt in den Umfragen mächtig auf &#8211; was tut die SPD<br />
			dagegen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Umfragen sind Schall und Rauch &#8211; entscheidend sind die grundlegenden<br />
			Entwicklungen. Für NRW heißt das: Wolfgang Clement gewinnt, Rüttgers<br />
			stürzt ab.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Tobias:</th>
<td>Ganz sicher waren sich Politiker der CDU leider auch?!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Dave14:</th>
<td>Herr Müntefering, wer befaßt sich im Moment mit der 15mio.<br />
			Affäre?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Was ist die 15-Mio.-Affäre?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>wir warten auf eine antwort von dave14! 😉
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">w.wekamm:</th>
<td>Was ist mit dem Euro gibt es Inflation?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Nein, keine Inflation. Dedr EUro ist scchwach, weil die Wirtschaft in<br />
			den USA außergewöhnlich boomt und den Dollar stark macht. Der Stand des<br />
			Euro hilft Europa natürlich auch beim Export. Aber auf Dauer sollte der<br />
			Euro schon wieder stärker werden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Die Wachstumszahlen für unsre Land und Europa lassen darauf<br />
			hoffen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">brase:</th>
<td>da kennt der Mann die Probleme im eigenen Haus nicht!!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Benny22:</th>
<td>Hallo
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">chrisd:</th>
<td>Was ist mit den illegal verrechneten Einnahemen der SPD?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Bernika:</th>
<td>Dave14 meint wohl die 18 Mio. DM-Affäre, bei der die<br />
			Gewinnausschüttung einer der Bundes-SPD gehörenden Druckerei.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>An brase: Es gibt keine Probleme in unserm Haus. Wir haben<br />
			gesetzestreu gehandelt, und das bestreitet ja auch niemand.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>zu bernika?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>zu chrisd und Bernika: Die einnahmen sind nicht illegal verrechnet, es<br />
			ist dem Gesetz entsprechend verfahren worden. Wenn man das Gesetz ändern<br />
			will, muss man das sagen. Aber dafür kann man uns nicht unter Verdacht<br />
			stellen. Die SPD hat korrekt gehandelt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Dr.:</th>
<td>Werter Herr Muentefering, wenn interessiert die Flugaf., lassen Sie<br />
			uns doch lieber ueber die Zukunft reden! Was bringt die SPD?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Für NRW: Ausbildungsplätze &#8211; mit Wolfgang Clement. Neue Unternehmen<br />
			und damit Arbeitsplätze. Bildung für alle, auch in Zeiten neuer<br />
			INformations- und Kommunikatiosntechnologien.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Für BRD:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Für BRD: Solide Finanzen, dafür steht Hans EIchel. Und die<br />
			Steuerreform, 3. Stufe zum 1.1.2001, die entlastet Familien besonders. Und<br />
			die Unternehmenssteuerreform &#8211; die hilft den kl. u. mittlkeren<br />
			Unternehmen. Auch den Personengesellschaften.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">netsign:</th>
<td>Thema Greencard: wieso kommt die Debatte nicht über die Frage der<br />
			Gültigkeit hinaus? Dabei scheint selbst die CDU keine wirlichen Einwände<br />
			anzumelden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>GreenCard wird vor der Sommerpause umsetzbar sein. Zurzeit laufen<br />
			Abstimmungen mit Unternehmen und den Ländern. Ich bin<br />
			zuversichtlich.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">franzl:</th>
<td>Finden Sie die deutsche Green-Card Debatte nicht etwas<br />
			anachronistisch? In europäischen Nachbarländern gibt es die befristete<br />
			Arbeitsgenehmigung für Spezialisten ganz selbstverständlich und auch schon<br />
			eine ganze Weile. Warum wird hier soviel Aufhebens darum<br />
			gemacht?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Es gibt auch bei uns schoin Arbeitsgenehmigungen für Spezialisten. Nur<br />
			dauert das Verfahren zu lange. Es geht jetzt also um eine<br />
			Verfahrtensbeschleunigung für diesen speziellen Bereich&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>AUfhebens macht vor allen Dingen Herr Ruettgers, der es besser wissen<br />
			müsste.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">schroeder:</th>
<td>Wie sind Sie Herrn Rüttgers nach seiner bekannten Aussage begegnet?<br />
			Oder wie würden Sie ihm entegegentreten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>So mancher Hinterinder passt besser zu NRW als Herr<br />
			Ruettgers.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">thetruenik:</th>
<td>haben sie ihm das gesagt?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Ich sehe ihn nie: Wo ist Herr Ruettgers?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>leider nicht im Chat! 😉
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">norberthaug:</th>
<td>Was macht die SPD eigentlich, wenn sich, sagen wir, nur 1000<br />
			interessierte ITler aus dem Ausland melden? Wird dann für Deutschland<br />
			geworben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das ist vor allen Dingen Sache der Unternehmen, im Ausland zu<br />
			werben&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Aller Anfang ist schwer. Aber wir bekommen Bewegung in die<br />
			Sache.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">vastodagama:</th>
<td>Welche Probleme tun sich auf, wenn die bereits langsam oder<br />
			unterentwickelten Länder auch noch bei der IT-Revolution zurückfallen? Wie<br />
			kann man die sich weitende Schere hier wieder schliessen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ReneBizimana:</th>
<td>Das nenne ich mal eine gute Antwort Hr.Muentefering,und ich wuerde<br />
			mich über solch manche Antwort seitens der Politiker in unserem Lande<br />
			freuen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Für diese Länder ist das Programm der Alphabetisierung, der Hilfe zur<br />
			Selbsthilfe und der Gesundheitsvorsorge das Wichtigste, neben der<br />
			Bekämpfung zur Korruption.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">thetruenik:</th>
<td>muesste man nicht die schulden fuer die &quot;dritte welt&quot; komplett<br />
			streichen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Ichh glaube von Max Frisch stammt das Wort: Schenke dem Armen nicht<br />
			den Fisch, sondern das Netz, mit dem er sich Fische fangen<br />
			kann&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Entschuldung hilft nicht, wenn die Struktur sich nicht verändert.<br />
			Trotzdem passiert da ja eine ganuze Menge.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">blatt:</th>
<td>eins verstehe ich überhaupt nicht erstens haben wir eine hohe<br />
			arbeitslosigkeit und dan holen wir noch arbeitskräfte aus dem ausland das<br />
			dar doch alles nicht mehr war sein wir sollen unsere computerspezialisten<br />
			mehr vördern dan müssen wir so ein schwachsinn nicht machen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Richtig ist, dass die Unternehmen die Pflicht haben, die Spezialisten<br />
			hier vor Ort in ihrem Unternehmen auszubilden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das gilt generell. Für den IT-Bereich muss es aber eine AUsnahme<br />
			geben. 1995 wusste selbst Bill Gates noch gar nicht, was Internet ist.<br />
			Fast alle dort Tätigen sind Autodidakten, uznd das System der Ausnbildung<br />
			und Spezialisierung bildet sich jetzt erst heraus&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Wir machen Druck und entlassen die Unternehmen nicht aus ihrer<br />
			Pflicht. Die Politik muss dabei helfen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Bochow:</th>
<td>wie kann die SPD fuer die Sicherheit der Arbeitsbesucher<br />
			garantieren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Es wohnen 4 Millionen Migrante bzw. Ausländer in<br />
			Deutschland&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Die meisten gerne und ungestört. Das sollte auch für die relativ<br />
			wenigen Spezialisten gelten, die für IT gesucht werden. Aber richtig ist:<br />
			Wir müssen alles gegen die braune Soße tun.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">brase:</th>
<td>ich denke auch die universitäten haben die pflicht auszubilden. warum<br />
			schafft herr schröder dann ganze informatik-studiengänge ab?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">andy:</th>
<td>ich mache ein fernstudium als programmierer, aber muß neben bei<br />
			arbeiten um es zu bezahlen, ich finde da muß man mehr hilfen bekommen.<br />
			Auch wenn man nichtin die uni geht
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das ist eine Falschinformation, 1998 wurden in ganz Deutschland die<br />
			Studienplätze für Informatik bei weitem nicht genutzt und deutlich<br />
			redduziert. Erst seit 2 Jahren wächst das Bewusstsein, dass es hier eine<br />
			grosse Chance gibt und das Interesse für ein solches Studium nimmt<br />
			zu&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Der Vorgang wirft auch die Frage auf: Wie köännen wir in Zukunft<br />
			früher erkennen, wo sich Engpässe aufbauen und wo interessante<br />
			Berufsperspektiven sind?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jochen:</th>
<td>Welche Chancen sieht die SPD im Internet, welche Risiken?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das Internet ist eine neue Kulturtechnik, so wichtig und revolutionär<br />
			wie Gutenbergs Buchdruckerkunst. Die Chance, alles wichtige Wissen zu<br />
			kennen, wirft aber die Frage nach Orientierung auf. Wie erkennen wir, was<br />
			wir wissen müssen und wie schützen wir uns vor einem Überanbgebot an<br />
			Informationen, in dem die wirklich wichtigen Dinge unerkannt bleiben<br />
			könnten&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das ist eine wichtige Frage für die Demokratie, auch für die<br />
			Wohlstandssicherung in unserem Land.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">chatu2:</th>
<td>Nutzen Sie persönlich das Internet für ihre Arbeit?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Ich lerne, ich lerne. Ich bitte noch um eine Frist. Aber ich habe<br />
			erstklassige Helferinnen und Helfer.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">chatu2:</th>
<td>Schreiben Sie sich z.B. e-mails mit Herrn Schröder?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Nein, wir machen das Auge in Auge.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">vastodagama:</th>
<td>Bietet das Internet sachlichere, ehrlichere Kommunikation auf<br />
			politischer Ebene?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Auf jeden Fall neuartige. Und es wird an Bedeutung gewinnen für die<br />
			Arbeit der Parteien. Ich glaube, in 2006 wird der Bundestagswahlkampf<br />
			überwiegend mit solchen neuen Technologien betrieben. Wir bereiten uns<br />
			sorgfältig vor.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">franzl:</th>
<td>Halten Sie es für möglich, dass in näherer Zukunft Wahlen über e-mail<br />
			bzw. das Internet stattfinden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Möglich ja, die Frage ist, ob wünschenswert
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">max:</th>
<td>Wie schützen wir uns denn vor einem Informationsüberfluß beim<br />
			fernsehen? Da scheint es mir doch, als ob der Staat den Internet-Inhalt<br />
			kontrollieren will ?!?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>&#8230;das halte ich nicht für vordringlich. Aber bei Bürgerinitiativen<br />
			oder anderen Formen der direkten Demokratie.,..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>&#8230;kann Internet als Informationsträger gamnz wichtig<br />
			werden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>An max: Nein, wir wollen nicht kontrollieren, aber wir müssen<br />
			Medienkompetenz lehren und lernen, also die Medien beherrschen und uns<br />
			nicht von ihnen und durch sie beherrschen lassen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Beim Fernsehen haben das hoffentlich viele von uns inzwischen<br />
			gelernt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">bir.ma:</th>
<td>Vergessen wir bei aller Liebe zu neuen Technologien nicht, dass nicht<br />
			alle daran teilhaben können und wir uns auch um die Leute kümmern müssen,<br />
			die es auf dem Arbeitsmarkt eh schon schwer haben (Behinderteusw<br />
			
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das ist richtig, aber es gilt auch das Umgekehrte. Die, die können,<br />
			müssen vorne marschieren und Pfadfinder sein bei der Entwicklung neuer<br />
			Dinge. Davon lebt die Menschheit.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">netsign:</th>
<td>Herr Müntefering, wie stellen Sie sich die Kommunikationsstrukturen<br />
			der SPD in zehn Jahren vor?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das weiß ich noch nicht, aber wir denken darüber nach. Jedenfalls<br />
			werden Internet und Intranet, also die parteieigene Fahrspur auf der<br />
			Datenautobahn, eine wichtige Rolle spielen. Wir bauen die Dinge Schritt<br />
			für Schritt aus&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>&#8230;eine moderne Parte kommt da ohne nicht aus.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">guntali:</th>
<td>Wer hat eigentlich gesagt, dass wir beim Fernsehen &quot;Medienkompetenz&quot;<br />
			haben? Wie war das noch mit &quot;Big Brother&quot;, etc&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>DEsd idz rim Problem der Sender, weniger der Zuscvhaurer
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Tschuldigung: Zuschauer.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r887:</th>
<td>wiki: wann werden kriminelle informationen im Internet unmöglich<br />
			gemacht?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>DCarübedr denkt unsere Justizministerin nach.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Spike:</th>
<td>Finden Sie, dass das Internet eine gute Möglichkeit für Politer ist,<br />
			um ihren Wählern zu kommunizieren. Oder sind Ihnen<br />
			Wahlkampfveranstaltungen und Pressekonferenzen lieber ? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Alles ist wichtig, die Kommunikationsvorlieben der Wähleriunnen und<br />
			Wähler sind entscheidend, nicht meine. Also muss ich darauf eingehen und<br />
			tue das auch gerne.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">HelmutSchmidt:</th>
<td>ab wann wird der Bürger Petitionen per e-mail einreichen<br />
			können?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das sollte bald möglich sein. Vielleicht ist es das sogar schon, ich<br />
			weiß aber nicht genau. Petitionen im Willy-Brandt-Haus in Berlin kommen<br />
			schon heute überwiegend per e-mail.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jochen:</th>
<td>Herr Muentfering, wann haben Sie den letzten Brief per Hand<br />
			geschrieben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Gestern. Liebesbrief.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>😉
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">GE:</th>
<td>Eine Frage zum Finanzgebaren der SPD. Es wurde in der Presse von<br />
			ähnlichen Auswüchsen wie bei der CDU berichtet, da der letzte ?<br />
			Rechenschaftsbericht Ihrer Partei wohl Gewinneinkünfte aus einem<br />
			Parteiunternehmen nicht ausgewiesen hat. Können Sie dazu etwas<br />
			klarstellendes sagen? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das hatten wir oben schon. In Kürze nochmal: Wir haben gesetzeskonform<br />
			gehandelt. Dass wir uns ans Gesetz halten, kann man uns nicht<br />
			vorwerfen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">gypsy:</th>
<td>werden sie durchsetzen dass an schulen mehr im bereich internet<br />
			unterrichteet wird???????????
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Wolfgang Clement will, dass in NRW 2001 alle Schulen ans Internet<br />
			kommen, im Jahre 2004/5 alle Schulklassen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Dazu müssen wir unseren Lehrern die Chance zur speziellen Ausbildung<br />
			geben.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>&#8230;und den Lehrerinnen natürlich.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>kurze anmerkung:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Wichtel:</th>
<td>Es ist schön, daß man auch mal Politiker im Internet sieht, bzw. mit<br />
			Ihnen schreiben kann.Wie stehen sie zum Internet?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Aufrecht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">JimBeam:</th>
<td>Machen die Medien die Politik, oder macht Politik Medien?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Die Politik macht Politik und die Medien machen Medien. Aber wir sind<br />
			natürlich eng aufeinander bezogen, so wie andere Lebensbereiche auch. Die<br />
			Medien sind jedenfalls als Informations- und Kommunikationsmittel für die<br />
			Politik ganz wichtig. DSie nehmen uns aber die Verantwortung nicht ab.<br />
			Sollen sie auch nicht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Bavaria:</th>
<td>Finden Sie, daß man den Boykott gegenüber Österreich möglichst bald<br />
			beenden sollte ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Das liegt an Österreich. Haiders Visionen dürfen nicht Realität<br />
			werden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">IT_Prof:</th>
<td>Herr Muentefering glauben Sie, dass die SPD die Partei der Zukunft und<br />
			des Aufbruches ist ?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Wir sind eine Partei mit Zukunft. Aufbruch gab es schon so oft, lassen<br />
			wir das mal. Sorgen wir dafür, dass wir im Konkreten gut sind und die<br />
			Zuvedrsicht in die Gestaltbarkeit der Dinge vermitteln können.- Das ist<br />
			schon viel.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Thomas:</th>
<td>Wie schätzen Sie die Chancen der SPD bei der NRW-Wahl ein? Ehrliches<br />
			Einschätzung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Wir gewinnen, Hand aufs Herz.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Etienne:</th>
<td>Sie haben hier viele schoene Worte gesagt bzw. geschrieben, aber das<br />
			konnte Helmut Kohl auch. Wann passiert denn endlich mal etwas, was bis zu<br />
			mir hier &quot;ganz unten&quot; positiv durchschlägt?? Von Ihrer &quot;Oeko&quot;-Steuer habe<br />
			ich jedenfalls überhaupt nichts, außer immense Mehrausgaben, wenn ich im<br />
			Winter eine warme Wohnung haben will bzw. wenn ich zur Arbeit (ich habe<br />
			Gott sei dank welche) fahre. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Mit Helmut Kohl hat mich noch nie jemand verglichen. 87 Kilo<br />
			Lebendgewicht. Wir müssen Energie sparen, um Umwelt zu schonen, und falls<br />
			Sie in einem Beschäftigungsverhältnis sind, haben Sie auch was von der<br />
			Ökosteuer&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Denn mit ihr finanzieren wir den Rentenversicherungsbeitrag.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Lieber Herr Muentefering, wir moechten uns ganz herzlich fuer die sehr<br />
			interessante und abwechslungsreiche Stunde bedanken. Es hat uns sehr viel<br />
			Spass gemacht und wuerden Sie gerne wieder mal begruessen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Ich bedanke mich auch. Lasst uns weiter über politische Fragen reden,<br />
			auch mal in die Tiefe gehen. Politik ist unverzichtbar, sie lohnt sich,<br />
			auch wenn sie manchmal anstrengend ist, und sie macht sogsar Spaß. Mir<br />
			jedenfalls. Ihnen und Euch hoffentlich auch. Glückauf. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Vielen Dank, Gruesse nach Bielefeld!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FranzMuentefering:</th>
<td>Bielefeld heißt KREFELD
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>entschuldigung 😉
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Linda:</th>
<td>Auf Widersehen, Herr Müntefering!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">DiePrinzen:</th>
<td>Vielen Dank für den guten Chat!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Linda:</th>
<td>wiedersehen&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">marco:</th>
<td>der chat war cool, danke
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Torsten:</th>
<td>ciao !
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Linda:</th>
<td>Und ich glaube, dass ich jetzt etwas mehr, Dank Ihrer Aussagen, über<br />
			Politik erfahren habe!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Bochow:</th>
<td>Wiedersehen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">marco:</th>
<td>ciao
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">thomas:</th>
<td>ciao
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">toppo:</th>
<td>Dreh dich püpchen dreh dich, hui feruerkreis
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Das Transcript wird morgen bei politik-digital.de/salon/transcripte zu<br />
			finden sein!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Ciao</td>
</tr>
</tbody>
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