<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Frau &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/frau/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Wed, 30 Jun 2004 22:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Frau &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Mehr Onliner dank Frauen-Power</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/nonliner-atlas-2002/wissensgesellschaftonliner2004-shtml-2836/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/nonliner-atlas-2002/wissensgesellschaftonliner2004-shtml-2836/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(N)Onliner-Atlas 2002]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[(N)Onliner Atlas]]></category>
		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
		<category><![CDATA[Emnid]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wissensgesellschaftonliner2004-shtml-2836/</guid>

					<description><![CDATA[Eine Studie zeigt: Mehr Deutsche denn je nutzen das Internet. Ein Grund: Die Aufholjagd von Frauen. Stopp dem Jugendkult, fordern die Macher der Studie, da immer mehr über 50-Jährige surfen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Studie zeigt: Mehr Deutsche denn je nutzen das Internet. Ein Grund: Die Aufholjagd von Frauen. Stopp dem Jugendkult, fordern die Macher der Studie, da immer mehr über 50-Jährige surfen.<!--break--><br />
                    </p>
<p>33,9 Millionen Deutsche sind laut Initiative D21 online: Das entspricht 52,6 Prozent der Bundesbürger über 14 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr seien damit 1,8 Millionen Bundesbürger mehr im Internet unterwegs, aber das Wachstum verlangsame sich. Die Offliner seien mehrheitlich weiblichen Geschlechts, formal geringer gebildet und weisen ein niedrigeres Einkommen auf. Das sind Ergebnisse des<br />
                    <a href="http://www.nonliner-atlas.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)ONLINER Atlas 2004</a>, den TNS Emnid und die<br />
                    <a href="http://www.initiatived21.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a>am 23. Juni in Berlin vorgestellt hat.</p>
<p>
                    <strong>Ziel bleibt im Visier</strong><br />
                    <br />Die Ergebnisse würden zeigen, dass &#8220;das Internet das dominante Medium werden wird“, sagte Alfred Tacke, Staatssekretär im Bundeswirtschaftministerium während der Präsentation. Trotz verlangsamter Wachstumsraten bekräftigte er das Ziel der Bundesregierung, in den nächsten Jahren die Zahl der Internet-Nutzer auf 75 Prozent zu erhöhen. Mitte Juli werde der Wettbewerb „Wege ins Netz“ gestartet, um Initiativen auszuzeichnen, die sich um die Erhöhung der Internetnutzung verdient gemacht hätten, verkündete Tacke.</p>
<p>
                    <strong>Frauen-Power im Netz</strong><br />
                    <br />Ein Großteil des Zuwachses der vergangenen zwölf Monate gehe auf das Konto der Frauen. Der Onliner-Anteil der weiblichen Bevölkerung stieg laut Studie von 42,1 Prozent in 2003 auf 45,6 Prozent. Im Gegenzug dazu stieg die Internet-Nutzung bei den Männern in 2004 nur geringfügig. Barbara Schwarze, Vorstandsmitglied D21, sprach von einer „Aufholjagd der Frauen“. Diese werde aber durch die Technikverliebtheit des Internets gebremst, sagte Frank Wagner von TNS Emnid.</p>
<p>
                    <strong>Mehr Kühe als Internetnutzer</strong><br />
                    <br />„Bänker sind drin, Landwirte nicht“, umschrieb Wagner die regionale Verteilung der Internetnutzung in Deutschland. Das festgestellte West-Ost-Gefälle der letzten Jahre weiche einem Stadt-Land-Gefälle. Im äußersten Norden Deutschlands (Schleswig-Holstein und Hamburg) sowie im Süden liegen laut Studie die Regionen mit der höchsten Onliner-Dichte. Berlin hat mit fast 58 Prozent auch in 2004 die Nase vorn. Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland sind die beiden Bundesländer, in denen im Verhältnis die meisten Offliner leben.</p>
<p>„Stoppt den Jugendkult im Netz“, forderte Wagner. Denn besonders hohe Zuwächse der Internet-Nutzung hat TNS Emnid auch bei der Generation der über 50-Jährigen festgestellt. 28,2 Prozent der so genannten „Best Ager“ seien mittlerweile online. Hohe Zuwächse stellt der (N)ONLINER Atlas 2004 in der Altersgruppe der über 60-Jährigen fest. Hier wuchs der Onliner-Anteil von 14,6 Prozent in 2003 auf 17,4 Prozent.</p>
<p>
                    <strong>Was ist ein Autofahrer?</strong><br />
                    <br />Doch wer ist der ominöse Onliner und was macht er im Netz? Auf diese Fragen entgegnete Tacke mit einer Gegenfrage: „Was ist ein Autofahrer?“ Er wolle Konsumenten nicht vorschreiben, wie sie das Internet nutzen. Deshalb habe man in der Studie nicht danach gefragt. Und Onliner werden so definiert: „Nutzer des Internets, unabhängig von Ort und Grund der Nutzung“, heißt es knapp dazu in der Studie.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 1.7.2004</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="390" border="0">
<tbody>
<tr>
<td align="middle">
                            <em><br />
                              <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
                            </em></p>
<p>                            <em><br />
                              <a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
                            </em><br />
                            
                          </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-3" width="390" noshade="noshade" size="1" />
                    </p>
<p>
                      <strong>Weiterführende Artikel:</strong>
                    </p>
<ul>
<li>
                        <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/informationsgesellschaft.shtml">Regierung stellt „Informationsgesellschaft 2006“ vor</a><br />
                        
                      </li>
<li>
                        <a href="/edemocracy/netzkampagnen/emnid.shtml">(N)Onliner Atlas 2002</a><br />
                        
                      </li>
</ul>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/nonliner-atlas-2002/wissensgesellschaftonliner2004-shtml-2836/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Flüchtlinge vor innenpolitischem Kalkül schützen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/fluechtlinge_vor_innenpolitischem_kalkuel_schuetzen-239/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/fluechtlinge_vor_innenpolitischem_kalkuel_schuetzen-239/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Amnesty International]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lochbihler]]></category>
		<category><![CDATA[Häusliche Gewalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/fluechtlinge_vor_innenpolitischem_kalkuel_schuetzen-239/</guid>

					<description><![CDATA[<b>Barbara Lochbihler<!-- #EndEditable --> 
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->08.03.2004</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Barbara Lochbihler<!-- #EndEditable --><br />
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->08.03.2004</b><!--break--><b><!-- #EndEditable --><br />
</b><br />
<!-- #BeginEditable "chat" --> </p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderatorin:</b><br />
Liebe Politik-Interessierte, willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe<br />
tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
und wird unterstützt von tagesspiegel.de und von sueddeutsche.de.<br />
Zum Chat ist heute die Generalsekretärin der deutschen ai-Sektion,<br />
Barbara Lochbihler, ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Sind Sie bereit<br />
für den 60-Minuten-Chat mit unseren Usern?</span>
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/blochbihler.jpg" alt="Barbara Lochbihler, Generalsekretärin ai-Sektion Deutschland" align="left" height="115" width="84" />Barbara<br />
Lochbihler:</b> Ja, gerne!
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Wenn man die Diskussion über den Frauentag<br />
hierzulande verfolgt, könnte man meinen, frau brauche gar keinen<br />
Frauentag mehr?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Wir brauchen 365 Frauentage im Jahr, aber<br />
leider verschwindet die Gleichstellungsdebatte immer mehr und deshalb<br />
sind solche Erinnerungstage notwendig.
</p>
<p>
<b>herdaringe:</b> Sehr geehrte Frau Lochbihler, der internationale<br />
Frauentag wird inzwischen sehr routiniert begangen. Das wirkt ein wenig<br />
wie ein Ritual. Sollten Frauenthemen nicht immer und wie ein Querschnittsthema<br />
auf der Agenda stehen? Ist ein solcher Tag nicht eher hinderlich, weil<br />
er mal kurz ein Schlaglicht wirft, aber am Tag drauf alle Beteiligten<br />
wieder für ein Jahr in Agonie verfallen?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Eine zweigleisige Strategie ist besser:<br />
als Querschnittsthema und als Frauenthema, das intensiv in die Diskussion<br />
gebracht werden soll. Es reicht nicht, nur an den Frauentagen zu arbeiten<br />
&#8211; unser ai-Thema Gewalt gegen Frauen findet ja auch nicht nur an bestimmten<br />
Tagen statt. Es ist traurige Realität: jede dritte Frau weltweit,<br />
vorsichtig geschätzt, wird Opfer einer schlimmen Gewalterfahrung.
</p>
<p>
<b>sunny:</b> ai startet nun eine neue Kampagne für Frauen: Wie<br />
soll sie konkret aussehen und was versprechen Sie sich von ihr?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Die Kampagne heißt &quot;Hinsehen<br />
und Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern&quot;. Es geht um private<br />
Gewalt, öffentliche Gewalt und Gewalt im Krieg. Wir wollen von<br />
den jeweiligen Regierungen, dass sie sich ihrer Verantwortung stellen<br />
und das Leben und die körperliche Unversehrtheit von Frauen schützen.<br />
Und wir wollen von Jeder und Jedem von uns, dass wir nicht wegsehen,<br />
sondern diese Straftaten und Menschenrechtsverletzungen zur Anzeige<br />
bringen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Nachfrage zum Nutzen des Frauentags:
</p>
<p>
<b>herdaringe:</b> Also nutzen Sie den Tag einfach als das, was er<br />
ist: Eine Gelegenheit, die Medien fürs Thema einzuspannen?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Ja, dies auch, ebenso wie den 25.11., den<br />
Tag des Widerstands gegen Gewalt gegen Frauen. Ein einheitlicher Tag<br />
hilft, auch die internationale Vernetztheit besser zu nutzen und zu<br />
fördern. Denn dieses Problem ist ein universelles und kann nur<br />
von allen, in allen Regionen der Welt bekämpft werden.
</p>
<p>
<b>ralf_79:</b> Gewalt gegen Frauen hat trotz verbesserter internationaler<br />
Rechtsstandards weltweit zugenommen berichtet ai. Welche Maßnahmen<br />
können denn noch ergriffen werden, um ein Umdenken zu erzielen?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Die Rechtsnormen müssen in die Praxis<br />
umgesetzt werden, z.B. die Strafverfolgung von Soldaten und ihren Befehlshabern,<br />
wenn sie Frauen im Krieg vergewaltigen. Dies ist seit 1998 als Kriegsverbrechen<br />
anerkannt, wird aber noch kaum zu Strafverfolgung gebracht. Bei familiärer<br />
Gewalt ist es wichtig, dies in die Öffentlichkeit zu bringen und<br />
nicht nur die Gesetze zu verbessern, sondern auch die Schutz- und Beratungseinrichtungen<br />
für Frauen, z.B. Frauenhäuser, mit ausreichend Finanzmitteln<br />
auszustatten anstatt dort einzusparen.
</p>
<p>
<b>ailer:</b> Sie schreiben: &quot;Auch die Bundesregierung steht national<br />
und international in der Pflicht, sich aktiv für die Menschenrechte<br />
von Frauen einzusetzen&quot;. Ist das Kritik an der Regierung?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Nein, aber notwendige Erinnerung. Zum Beispiel<br />
setzen wir uns jetzt dafür ein, dass bei der Afghanistankonferenz<br />
Ende des Monats in Berlin konkret Frauenrechte beim Wiederaufbau auf<br />
die Tagesordnung gesetzt werden. Auch wünschen wir uns, dass dieses<br />
Thema gegenüber traditionellen Führern, z.B. religiösen<br />
Führern, zur Sprache gebracht wird und von ihnen eindeutige Aussagen<br />
eingeholt werden &#8211; dass sie Gewalt gegen Frauen ächten.
</p>
<p>
<b>ailer:</b> Aber die Regierungen dürfen sich doch nicht in die<br />
inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einmischen. Was soll Deutschland<br />
da tun?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Menschenrechtsschutz ist keine innerstaatliche<br />
Angelegenheit. Es sind internationale universelle Rechte, die nicht<br />
mit der Schutzbehauptung auf sogenannte Kultur und Tradition eingeschränkt<br />
werden sollen. Viele der Regierungen haben sich selbst für die<br />
Einhaltung dieser Rechte eingesetzt, bzw. Konventionen ratifiziert,<br />
wollen aber nicht wegen mangelnder Umsetzung kritisiert werden. Teil<br />
unserer Arbeit ist es, den Frauen und Männern, die in den jeweiligen<br />
Ländern für Frauenrechte kämpfen, eine Öffentlichkeit<br />
zu geben, denn Folter und Vergewaltigung sind überall gleich schlimm<br />
und keinesfalls zu rechtfertigen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Stichwort &quot;Häusliche Gewalt&quot;:
</p>
<p>
<b>Janina:</b> Frau Lochbihler, Sie haben gesagt: &quot;Gewalt gegen<br />
Frauen ist eine sehr weit verbreitete Menschenrechtsverletzung, aber<br />
auch eine sehr versteckte&quot;. Sehen Sie die größten Gefahren<br />
für Mädchen und Frauen innerhalb der eigenen Familie?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Weltweit geht die familiäre Gewalt<br />
gegenüber Frauen zu 90 Prozent von Männern aus, überwiegend<br />
davon von Familienangehörigen. Sie ist die am meisten verbreitete<br />
Form von Gewalt gegen Frauen. Schwierig wird es für die Frauen,<br />
die Angehörigen, die sie lieben, von denen sie gegebenenfalls auch<br />
finanziell abhängig sind, anzuzeigen. In einzelnen Staaten ist<br />
es auch schwierig, dies überhaupt zur Anzeige zu bringen, weil<br />
dann die Frau wiederum für sexuelles Fehlverhalten angezeigt wird,<br />
oder wegen Verletzung der sog. Familienehre.
</p>
<p>
<b>User Christian:</b> Sehr geehrte Frau Lochbihler, kennen sie das<br />
Gutachten von Prof. Dr. Bock zum Gewaltschutzgesetz?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Wir finden es generell gut, dass dieses<br />
Gesetz es ermöglicht, dass gewalttätige Partner nun aus der<br />
gemeinsamen Wohnung gewiesen werden können. Dennoch, das Gesetz<br />
ersetzt nicht weitere Hilfs- und Schutzangebote für Frauen.
</p>
<p>
<b>salomom:</b> Hat sich ai schon mal gefragt, in welchen Ausmaß<br />
Männer Gewalt erleiden?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Grundsätzlich unterscheiden wir nicht<br />
bei den Opfern von Menschenrechtsverletzungen, welches Geschlecht sie<br />
haben. mit dieser Kampagne wenden wir uns aber gezielt dem Thema Gewalt<br />
gegen Frauen zu. Diese Menschenrechtsverletzung betrifft etwa ein Sechstel<br />
der Weltbevölkerung. Es ist wichtig, dass gerade Männer Verantwortung<br />
übernehmen für die Gewalt der Geschlechtsgenossen und dies<br />
nicht als ein Frauenthema abtun. Wir brauchen aktive, handelnde Männer,<br />
die nicht wegsehen, wenn Frauen in ihrem Bekanntenkreis oder weit weg<br />
in einem Bürgerkrieg Gewalt angetan wird.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Dazu noch eine Frage:
</p>
<p>
<b>Maximilian:</b> &quot;Akzeptieren&quot; viele Frauen Missbrauch<br />
oder Gewalt, weil &quot;das immer schon so war und der Mann halt die<br />
Macht hat&quot;? Fehlt also eine Aufklärung zur Selbstbestimmung?<br />
Hilfe zur Selbsthilfe?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Vielen Frauen weltweit fehlt noch immer<br />
die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Selbständigkeit und auch<br />
zur Möglichkeit außerhalb des Familienklans zu leben. Es<br />
fehlt auch das Wissen über die Rechte der Frauen auf körperliche<br />
Unversehrtheit.
</p>
<p>
<b>katharina_w:</b> Täglich hört und liest man von Gewalt<br />
gegen Frauen, überall. Kommt Ihnen Ihr Kampf nicht manchmal vergeblich<br />
vor?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Nein, seit ich mich als Studentin mit der<br />
Unterdrückung von Frauen beschäftigt habe ist mir das Thema<br />
wichtig geworden. Und es hat mir selbst geholfen, mich weiter zu entwickeln<br />
und an einem selbstbestimmten Leben zu arbeiten.
</p>
<p>
<b>Provinzei:</b> Wenn die Landesregierungen nun in ihren Sparpaketen<br />
vor allem an sozialen Einrichtungen wie Frauenhäusern und Beratungsstellen<br />
sparen, ist das doch definitiv wieder ein Rückschritt. Wie wollen<br />
bzw. können Sie dem begegnen?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Ja, definitiv. ai wird, so gut es geht,<br />
die bestehenden Fraueninitiativen und -verbände unterstützen<br />
gegen diese Streichungen. Wir können hinzufügen, dass dies<br />
Menschenrechtsthemen sind, nicht nur Probleme leerer Kassen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Blicken wir auf die internationale Ebene:
</p>
<p>
<b>Beirut82:</b> Wie ist die Menschenrechtsituation in der Türkei?<br />
Ist ai an den Demokratisierungstendenzen in der Türkei beteiligt?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Es wurden in den letzten Jahren positive<br />
Gesetzesänderungen erreicht aber leider ist die Umsetzung noch<br />
lange nicht so weit. Wichtig ist es, dass die Regierung die eigenen<br />
Institutionen, wie Polizei, intensiv dazu anhält, die neuen Regeln<br />
umzusetzen und vor allem auch die schweren Verbrechen, wie Folter, zur<br />
Anzeige und Aufklärung bringt. In einem Klima der Straflosigkeit<br />
kann eine grundsätzliche Änderung erfolgen und können<br />
Menschen langsam Vertrauen in ihre Einrichtungen haben.
</p>
<p>
<b>Provinzei:</b> In anderen Ländern herrscht eine komplett andere<br />
Familientradition, auf die wir schlecht den &quot;westlichen Stempel&quot;<br />
setzen können. Ist es dort dann wirklich ratsam, die &quot;unabhängige<br />
Frau&quot; zu fordern? Wäre es nicht sinnvoller, innerhalb der<br />
bestehenden Strukturen zu arbeiten? Man würde auf weniger Widerstand<br />
stoßen.
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Die Menschenrechte, auch das auf körperliche<br />
Unversehrtheit, ist in jeder Kultur und Tradition vorhanden. Deshalb<br />
sprechen Frauen aus allen Kulturen und Traditionen sich für die<br />
Einhaltung dieser Rechte aus. Denn ein Leben in dauernder Angst vor<br />
Gewalt, ist ein unmögliches. Frauenrechte fördern, heißt<br />
eben, an bestehenden Gesetzen in jeder Gesellschaft anknüpfen,<br />
deren Umsetzung fordern und, wo es noch diskriminierende Gesetze gibt,<br />
diese zurückzunehmen. Ein beeindruckendes Beispiel, wie betroffene<br />
Frauen mit Hilfe internationaler Unterstützung sich gegen Genitalverstümmelung<br />
eingesetzt haben und einsetzen, ist Afrika. Zuerst, etwa in den 70er<br />
Jahren, war das ein Tabuthema, das bei westlichen Frauenrechtlerinnen<br />
wichtig war. Es gab eine Reihe von Aktionen, auf allen Ebenen, und viele<br />
Afrikanerinnen haben das zu ihrem Thema gemacht. 2003 hat nun die OAU,<br />
die Organisation Afrikanischer Union, eine Erklärung verabschiedet,<br />
die diese Menschenrechtsverletzung als eine nicht afrikanische Tradition<br />
erklärt.
</p>
<p>
<b>PAule:</b> Wie ist die Situation im Irak derzeit? Ändert die<br />
Annahme der Verfassung etwas für die Frauen? Werden die Frauen<br />
berücksichtigt?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Wie von unserer ai-Mission vor Ort berichtet<br />
wurde, ist zum einen positiv, dass Frauenrechte und Mitbestimmung, etwa<br />
eine Quote im Parlament zu haben, in den Text aufgenommen wurden. Die<br />
Verhältnisse, unter denen Frauen aber nun seit Monaten im Irak<br />
leben müssen, sind unzumutbar und gekennzeichnet von vielen Formen<br />
der Gewalt gegen sie, die sie vor dem Krieg nicht kannten.
</p>
<p>
<b>nakita:</b> Wieviel Generationen wird so ein Umdenken innerhalb<br />
der Frauen im Nahen Osten wohl dauern, speziell im Irak? Gibt es da<br />
Prognosen?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Die Rolle der Frauen im Irak, und deren<br />
Position in der Gesellschaft war eine der am besten entwickelten in<br />
der ganzen Region und ist nicht einfach zu vergleichen mit der Situation<br />
in Afghanistan. Generell kann gesagt werden, dass in der jeweiligen<br />
Auslegung und Interpretation des Korans es zu unterschiedlichen Ausprägungen<br />
von z. B. Familien- und Erbrecht kommt. Deshalb keine Verallgemeinerung,<br />
sondern immer die konkrete Lage in jedem Land und in jeder Gesellschaft<br />
ansehen.
</p>
<p>
<b>konstruktor:</b> Was ist denn der wesentliche Unterscheid zwischen<br />
der Lage der Frauen in Irak und in Afghanistan?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Die irakische Gesellschaft hatte aufgebaute<br />
Strukturen, ein Bildungssystem, das Frauen auch förderte, ein auch<br />
zum Teil säkulares Staatsverständnis etc. In Afghanistan gibt<br />
es eine Gesellschaft die 23 Jahre Krieg hinter sich hat. Zur Zeit der<br />
sowjetischen Besatzung gab es Bildungs- und Förderungsmöglichkeiten<br />
für Frauen. Auf diese Einrichtungen ist aber nicht von den &quot;Mujaheddin&quot;<br />
zurückgegriffen worden.
</p>
<p>
<b>nakita:</b> Ich habe den Artikel über den Radiosender in Kabul<br />
gelesen, da gibt&#8217;s noch viel zu tun, glaub ich.
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Ja!
</p>
<p>
<b>nakita:</b> Gibt es denn Frauenverbände in Afghanistan?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Ja. Sogar während der Talibanzeit haben<br />
sich Frauen heimlich getroffen und versucht privat Wissen und Bildung<br />
weiter zu geben. Auch in den Flüchtlingslagern waren Frauen aktiv.<br />
Heute sind noch weit mehr Organisationen tätig, in den Städten,<br />
aber auch in den Provinzen. Schwierig ist es, wenn regionale Kriegs-<br />
und Stammesfürsten das öffentliche Engagement von Frauen nicht<br />
zulassen und Frauen, die öffentlich auftreten und für z. B.<br />
Frauen in der Politik werben, bedrohen.
</p>
<p>
<b>herdaringe:</b> Neuer Bericht von Human Rights Watch zu US-Truppen:<br />
1. Wie ist Ihre Arbeitsteilung mit Human Rights Watch? 2. Warum haben<br />
Sie bislang dazu nichts veröffentlicht, oder irre ich?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Wir sind unabhängige Organisationen,<br />
nichtstaatlich beide, ai mit Sitz in London, HRWatch mit Sitz in Washington.<br />
Wir haben zu Afghanistan und den US Truppen dort kurz nach dem Kriegsbeginn<br />
Bericht über deren Verhalten vorgelegt. Im Irak ist die ai-Mission<br />
zur Zeit vor allem in Basra tätig, dort sind die UK-Truppen stationiert.<br />
In unserer Kritik und Einforderung der Menschenrechte nehmen wir keine<br />
Regierung aus, unsere ai-Sektion in den USA ist sehr aktiv, dies auch<br />
von ihrer eigenen Regierung einzufordern.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Es kommen viele Fragen zum Thema Zuwanderung. Grund:<br />
Heute Abend geht das Vermittlungsverfahren um das seit Jahren umstrittene<br />
Zuwanderungsgesetz in seine entscheidende Runde. Was sagen Sie einem<br />
Unionspolitiker, der die geschlechtsspezifische Verfolgung als Asylgrund<br />
nicht anerkennen will?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Die Mehrheit der Flüchtlinge weltweit<br />
ist weiblich. Nicht nur aus Kriegsgebieten flüchten die Frauen<br />
und Mädchen, sie flüchten auch weil sie von ihren Stammesfürsten<br />
mit Verfolgung bedroht sind, d.h. von Menschenrechtsverletzungen. Dies<br />
ist schon seit Jahren ein international anerkanntes Thema, dem sich<br />
jede PolitikerIn stellen und nicht auf innenpolitisches Kalkül<br />
setzen sollte.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Konkret nachgefragt:
</p>
<p>
<b>fazleserin:</b> Finden Frauen, die sich zu uns flüchten weil<br />
sie wegen ihres Geschlechts verfolgt werden, bei uns Schutz?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Es gibt aufgrund einzelner Urteile Fälle,<br />
in denen Frauen dann nicht zurückgeschoben werden dürfen.<br />
Eine Übernahme der EU-Richtlinie, die eine Anerkennung ermöglichen<br />
würde, steht für Deutschland noch aus. ai drängt auf<br />
die Übernahme dieser Regelung.
</p>
<p>
<b>fazleserin:</b> Zuwanderung: Sind Frauen nur als Arbeitskräfte<br />
willkommen?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> &quot;Arbeitskräfte haben wir angeworben<br />
und Menschen sind gekommen&quot;. Leider hat diese Erkenntnis seit den<br />
60er Jahren noch immer nicht dazu geführt, die Ausländer bei<br />
uns als Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen anzuerkennen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Eine weitere Sachfrage:
</p>
<p>
<b>nakita:</b> Falls die Türkei in die EU kommt, können dann<br />
immer noch Asylanträge von dort aus gestellt werden?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Entscheidungsgrundlage ist die Menschenrechtssituation<br />
in der Türkei selbst. Bei einem Asylantrag muss immer im Einzelfall<br />
entschieden werden. Bei einer EU Mitgliedschaft sollten wir davon ausgehen<br />
können, dass die Menschenrechte &#8211; siehe Kopenhagener Kriterien<br />
zum Beitritt &#8211; erfüllt werden.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Zurück zu Ihrer Kampagne:
</p>
<p>
<b>petra-33:</b> Gibt es regionale Schwerpunkte ihrer Kampagne? Oder<br />
sprechen sie die Regierungen der mächtigen Länder an?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Zunächst haben wir einen Bericht zu<br />
Mexiko herausgegeben, weitere werden folgen, z.B. zum Kosovo, zu Burundi.<br />
Dass das Thema Gewalt gegen Frauen in allen Regionen bearbeitet werden<br />
muss, heißt für ai, dass wir überall dieses Thema ansprechen<br />
werden und querschnittartig in unserer Arbeit einbauen werden.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Zum Ende kommen wir zur Struktur von ai:
</p>
<p>
<b>herdaringe:</b> Hat ai inzwischen ein Problem der Überalterung?<br />
Früher war es &quot;hip&quot; bei ai dabei zu sein, das hat offensichtlich<br />
ein wenig nachgelassen. Oder?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Was &quot;hip&quot; ist, ist schwer zu sagen.<br />
Das Durchschnittsalter in der deutschen Sektion ist zwischen 40-50 Jahre<br />
alt, wir haben aber zunehmend Jugendliche und junge Erwachsene die neue<br />
Gruppen gründen und das Internet als Aktionsform intensiv neu nutzen.<br />
In ai-Sektionen im globalen Süden ist es umgekehrt, dort haben<br />
wir die meisten Mitglieder die unter 30 Jahre sind. Es wäre toll,<br />
wenn einmischen in die Politik, sei es national und international, wieder<br />
interessant wäre.
</p>
<p>
<b>nakita:</b> Es ist auch, glaube ich, schwerer geworden in solche<br />
Organisationen reinzukommen.
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Aber nein, nur Lust und Zeit sollten sie<br />
mitbringen und Interesse sich für Politik zu interessieren und<br />
dies im globalen Rahmen.<br />
Besuchen sie uns auf der web page: www.amnesty.de
</p>
<p>
<b>herdaringe:</b> Sie sind mit Ihrer Organisation von Bonn nach Berlin<br />
umgezogen. Hat&#8217;s was gebracht? Sind Sie jetzt näher an der Politik<br />
dran und hören die Politiker jetzt mehr auf ai?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Wir haben noch zwei Abteilungen in Bonn.<br />
Aber die Lobby- und Pressearbeit kann in der Intensität, wie wir<br />
sie betreiben, nur in Berlin effizient gemacht werden. Auch sind hier<br />
die überwiegend meisten Botschaften.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Haben Sie denn das Gefühl, in der Berliner<br />
Republik, die sehr mit sich beschäftigt ist, genügend Gehör<br />
zu finden?
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Leider ist Außenpolitik sehr den innenpolitischen<br />
Themen untergeordnet, doch wir sind daran gewohnt die Regierung und<br />
die Opposition an ihre Verpflichtung, Menschenrechtsschutz ernst zu<br />
nehmen, zu erinnern.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Leider ist unsere Zeit bereits um. Vielen Dank<br />
an alle User für das große Interesse. Leider sind viele Fragen<br />
unbeantwortet geblieben. Haben Sie Dank, Frau Lochbihler, dass Sie sich<br />
Zeit für den Chat genommen haben. Das Transkript dieses Chats finden<br />
Sie auf den Seiten der Veranstalter. Das tacheles.02-team wünscht<br />
allen noch einen angenehmen Tag.
</p>
<p>
<b>Barbara Lochbihler:</b> Hinsehen und Handeln ist das Motto der heutigen<br />
Kampagne, aber ich hoffe dies gilt nicht nur für den heutigen Tag.<br />
Danke!
</p>
<p>
<b>Moderator_Cl:</b> Vielen Dank für die vielen Fragen! In einer<br />
Stunde können leider nicht alle beantwortet werden. Die vermutete<br />
Zensur ist ein reines Zeitproblem. Und noch schneller Tippen kann keiner.<br />
Frau Lochbihler hat doch sehr schnell getippt, oder? Vielen Dank und<br />
schönen Tag noch wünscht Ihnen das tacheles.02-Team!
</p>
<p><!-- #EndEditable --> </p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/fluechtlinge_vor_innenpolitischem_kalkuel_schuetzen-239/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufbruch im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/aufbruch-im-netz-548/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/aufbruch-im-netz-548/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungsland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/aufbruch-im-netz-548/</guid>

					<description><![CDATA[Die Bilder aus Afrika, die uns in den Nachrichten regelmäßig gezeigt werden, 
lassen kaum glauben, dass sich auch dieser Kontinent aufgemacht hat, den Cyberspace 
zu erobern. Das Beispiel Mercy Wambuis zeigt, dass diese Eroberung schon weiter 
fortgeschritten ist, als viele denken. Die Kenianerin arbeitet für die <a href="http://www.uneca.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UNECA</a> 
(United Nations Economic Commission for Africa) und engagiert sich besonders für 
die Integration afrikanischer Frauen in die Netzgesellschaft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bilder aus Afrika, die uns in den Nachrichten regelmäßig gezeigt werden,<br />
lassen kaum glauben, dass sich auch dieser Kontinent aufgemacht hat, den Cyberspace<br />
zu erobern. Das Beispiel Mercy Wambuis zeigt, dass diese Eroberung schon weiter<br />
fortgeschritten ist, als viele denken. Die Kenianerin arbeitet für die <a href="http://www.uneca.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UNECA</a><br />
(United Nations Economic Commission for Africa) und engagiert sich besonders für<br />
die Integration afrikanischer Frauen in die Netzgesellschaft.<!--break--></p>
<p>
Afrika hat in den letzten Jahren trotz der eher ernüchternden politischen und<br />
wirtschaftlichen Entwicklung Fortschritte auf dem Gebiet der Internet-Anbindung<br />
gemacht. Waren 1996 erst 11 Länder an das Netz angeschlossen, so haben heute<br />
alle Staaten eine permanente Verbindung. Auch die Zahl der ständig angeschlossenen<br />
Computer ist steil angestiegen, von 1999 bis 2000 allein um 20-25%.
</p>
<p>
Dass das digitale Nord-Süd-Gefälle trotzdem noch lange nicht überwunden ist,<br />
zeigt ein relativierender Blick auf diese Zahlen: Während in Europa ca. 41%<br />
der Bevölkerung online gehen, sind es <a href="http://www.nua.ie/surveys/how_many_online/africa.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in<br />
Afrika nur etwa 0,5%</a>. Die Zahl der permanent verbundenen Computer entspricht<br />
trotz der starken Zunahme immer noch etwa dem Niveau eines kleinen Landes wie<br />
Lettland. Zudem hat sich das Wachstum der Internetzugänge vor allem auf die<br />
Hauptstädte konzentriert, weite Landesteile sind in der Regel von der Entwicklung<br />
ausgeschlossen.
</p>
<p>
Zum Teil lassen sich die Diskrepanzen zwischen der Nord- und Südhalbkugel auf<br />
die großen Kostenunterschiede zurückführen: Für 1 Stunde im Internet müssen<br />
Afrikaner im Durchschnitt umgerechnet <a href="http://demiurge.wn.apc.org/africa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">etwa<br />
7,50 DM</a> bezahlen. Zum Vergleich: In Deutschland zahlen Surfer nur noch selten<br />
mehr als 2 DM für die Stunde. Angesichts der verbreiteten Armut in Afrika wundert<br />
es nur wenig, dass diese Summe für die meisten eine unüberwindliche Hürde darstellt.
</p>
<p>
Andere gravierende Probleme bereiten die vielen verschiedenen Sprachen, der<br />
verbreitete Analphabetismus und der Mangel an technischem Know-How. Mercy Wambui<br />
sieht die Möglichkeit, wenigstens einige dieser Probleme zu lösen und fordert<br />
die Entwicklung nationaler Informations- und Kommunikationsstrukturen. Sie setzt<br />
sich dafür ein, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine gerechte<br />
und sinnvolle Nutzung der entsprechenden Technologien ermöglichen.
</p>
<p>Afrika wird bei der Implementierung dieser Technologien die Eigenheiten afrikanischer<br />
Kulturen berücksichtigen müssen. In der Vergangenheit wurde oft vorausgesetzt,<br />
dass sich westliche Werte und Interessen einfach übertragen lassen. Praktisch<br />
bedeutete dies auch, dass die Inhalte der Angebote kaum Bezug zum Alltag in<br />
afrikanischen Ländern hatten. Manche Kritiker der westlichen Dominanz befürchten<br />
zudem den Verlust kultureller Identitäten und die Entstehung einer kommerzialisierten<br />
Allerweltskultur. </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Gleichberechtigung im Internet</b>
</p>
<p>
Ein anderes Problem des afrikanischen Internetaufbruchs bewegt Mercy Wambui<br />
besonders: In Afrika sind Frauen bisher im Zugang zu den neuen Technologien<br />
stark unterrepräsentiert und profitieren kaum von der Entwicklung. Zu geringe<br />
finanzielle Mittel und eine ungenügende Ausbildung gehören auch hier zu den<br />
Hauptursachen für die Benachteiligung. Dazu kommen die immer noch weit verbreiteten<br />
Vorurteile einer von Männern dominierten Gesellschaft, die Frauen ein technisches<br />
Verständnis generell abspricht.
</p>
<p>
Dieser Zustand soll sich ändern. Neben der UNECA gehört vor allem die <a href="http://www.apc.org/english/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">APC</a><br />
(Association of Progressive Communication) zu den Organisationen, die sich hier<br />
besonders engagieren. Ihr <a href="http://www.apc.org/english/about/apcafrica/apcwomen.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Womens-Networking-Support-Program<br />
für die Region Afrika</a> versucht, die Netz-Gleichheit der Geschlechter auf<br />
dem Kontinent durch Forschung, Informationen und Bildungsangebote zu fördern.
</p>
<p>
Das APC-Programm steht in engem Kontakt zu <a href="http://www.womenaction.org/sectionj.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WomenAction</a>,<br />
einer anderen wichtigen Organisation zur Förderung der Frauenrechte. WomenAction<br />
möchte nicht nur den Internet-Zugang weiblicher Nutzer fördern, das Netzwerk<br />
aus vielen internationalen NGOs hat es sich auch zum Ziel gesetzt, das klischeebeladene<br />
Frauenbild im Netz zu überwinden.
</p>
<p>
Berufen können sich diese Initiativen auf die <a href="http://www.undp.org/fwcw/fwcw2.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peking+5<br />
Konferenz</a>, die als ein Meilenstein für Frauen auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung<br />
und besseren Zugangsmöglichkeiten zu neuen Technologien gilt. Das von der UNO<br />
initiierte NGO-Treffen fand im Juni 2000 in New York statt und zog eine Bilanz<br />
des Erreichten seit dem ersten Treffen in <a href="http://www.un.org/esa/gopher-data/conf/fwcw/off/a--20.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peking<br />
1995</a>. Dort war eine <a href="http://www.un.org/womenwatch/daw/beijing/platform/declar.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grundsatzerklärung</a>
</p>
<p>
Dank solcher Initiativen und Organisationen wie der UNECA, WomanAction oder<br />
der APC beginnen die Regierungen auf dem Kontinent langsam zu verstehen, dass<br />
die technologische mit der gesellschaftlichen Entwicklung einher gehen muss.<br />
Mercy Wambui ist in dieser Hinsicht gleich in mehrerer Hinsicht Vorbild für<br />
andere.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/aufbruch-im-netz-548/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Neue Technologien bieten Lösungen für unsere momentanen Entwicklungsprobleme.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/neue_technologien_bieten_loesungen_fuer_unsere_momentanen_entwicklungsprobleme-549/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/neue_technologien_bieten_loesungen_fuer_unsere_momentanen_entwicklungsprobleme-549/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[irobbers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungsland]]></category>
		<category><![CDATA[Economic Commission for Africa]]></category>
		<category><![CDATA[Mercy Wambui]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/neue_technologien_bieten_loesungen_fuer_unsere_momentanen_entwicklungsprobleme-549/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-size: x-small">Interview mit Mercy 
Wambui</span></b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-size: x-small">Interview mit Mercy<br />
Wambui</span></b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Auf der Konferenz ‚<a href="http://www.glow-boell.de/home/content/d/about_us/konferenz/Welcome/render_top" target="_blank" rel="noopener noreferrer">feminst_spaces</a>&#8216;<br />
der Heinrich-Böll-Stiftung hat politik-digital mit Mercy Wambui, Vertreterin<br />
der <a href="http://www.uneca.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Commission for Africa</a><br />
(ECA) ein Gespräch geführt. Die ECA berät Regierungen bei der<br />
Planung und Umsetzung neuer Informations- und Kommunikationsstrukturen. Frau<br />
Wambui spricht über den Entwicklungsstand Afrikas beim Ausbau der eigenen<br />
Informationhigways und der Rolle, die die afrikanischen Frauen im Modernisierungsprozess<br />
haben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b> Für wie realistisch halten sie die Behauptung, dass Länder<br />
der Dritten Welt mit Hilfe des Internet Entwicklungsschritte überspringen<br />
könnten? Also das sogenannte &#8216;Leapfrogging&#8217;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Wir<br />
haben heute einfach nicht die Zeit, alle Phasen der Technologie-Entwicklung<br />
zu durchlaufen. <br />
Die Informations- und Kommunikationstechnologien bieten tatsächlich die<br />
Möglichkeit, einige Stufen zu überspringen. Die Finanzierung von Computern<br />
ist im Vergleich zu den Maschinen in der Phase der Industrialisierung viel preiswerter.<br />
Wir wollen moderne Computertechnik einsetzen, um so Fortschritt zu erzielen.<br />
Der Schlüssel dazu ist die Schaffung politischer Rahmenbedingungen auf<br />
nationaler Ebene, die ermöglichen, neue Technologien schnell einsetzen<br />
zu können.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Zum Beispiel war es<br />
in Kenia lange Zeit illegal, Daten per Telefon zu übertragen oder herunterladen.<br />
Nach viel Überzeugungsarbeit haben wir die Regierung 1992 aber dazu bewegen<br />
können, das Verbot aufzuheben. Wir haben ihnen gezeigt, wie hilfreich und<br />
profitabel es sein kann, sich Dokumente aus dem Netz zu laden, an die man sonst<br />
nicht herankommt oder deren Beschaffung zu lange dauert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Wie konkret kann das Internet die Entwicklung beschleunigen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui:</b> Also,<br />
das Potential ist enorm! Beispiel Telemedizin: Es besteht ein Mangel an Ärzten<br />
und Experten besonders in ländlichen Regionen, um medizinische Situationen<br />
interpretieren zu können. Daher ist es eine großartige Errungenschaft,<br />
Ärzte an verschiedenen Orten über das Internet einsetzen zu können.<br />
Diese neue Methode der Online-Diagnose ist in einigen Länder wie Westafrika,<br />
Senegal und Mali schon eingeführt worden.<br />
Auch das ‚Distant-Learning&#8217; bietet viele Möglichkeiten. Kinder, die<br />
normalerweise keinen Zugang zu Schulen haben, können über die neuen<br />
Informationstechnologien ihren Horizont erweitern und der Abgeschiedenheit entkommen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Welche Rolle spielt die Economic Commission for Africa bei der Einführung<br />
von Kommunikations- und Informationsnetzen in Afrika?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui:</b> Die<br />
Aufgabe der ECA besteht darin, mit Regierungen zusammen die Potentiale der neuen<br />
Technologien auszuschöpfen und in die Tat umzusetzen.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Es ist wichtig, dass<br />
Projekte, Rahmenbedingungen, Regelungen transparent gemacht werden, da sie zur<br />
Orientierung anderer Länder dienen. Deren Regierungen sehen dann, was möglich<br />
ist, was sich bewährt hat und werden so selbst den Aufbau einer eigenen<br />
Infrastruktur für die neuen Technologien einleiten.<br />
Das ist unsere wichtigste Aufgabe: Länder und Leute zusammenzubringen,<br />
so dass sie voneinander lernen und gesammelte Erfahrungen zu Hause umsetzen<br />
zu können.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Ruanda geht mit gutem<br />
Beispiel voran. Im Entwicklungsplan der Regierung sind die neuen Informations-<br />
und Kommunikationstechnologien in großem Umfang integriert. Es wird also<br />
in der Bildung, Landwirtschaft, im Gesundheitswesen, Handel u.s.w. genau geprüft,<br />
wie man die neuen Technologien einsetzen kann, wie sie in den Alltag integriert<br />
werden können. Der Plan ist auf der Regierungs-Homepage unter <a href="http://www.rwanda1.com/government" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.rwanda1.com/government</a><br />
zu finden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Welche Bedeutung messen sie dem Internet neben den anderen Medien<br />
zu, zum Beispiel dem Radio, Zeitungen, Fax etc.?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Wie<br />
bemühen uns um ein holistischen Ansatz, bei dem das Internet zwar eine<br />
große Rolle spielt, andere Medien aber weiterhin dort eingesetzt werden,<br />
wo sie sinnvoll sind. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b> Wie weit fortgeschritten sind denn Webauftritte und Online-Angebote<br />
von afrikanischen Regierungen und Behörden? Ist es üblich, dass Politiker<br />
auch eine Homepage haben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Nein,<br />
so weit sind wir noch nicht. Aber in genau diesem Bereich berät die ECA<br />
die Regierungen. Durch den Prozeß des Dialogs mit dem privaten Sektor<br />
und anderen Akteuren kommen wir dann zu Beschlüssen, die einer nationalen<br />
Infrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnologien den Weg<br />
bahnen. <br />
Der nigerianische Präsident hat vor kurzem einen IT-Berater ernannt. Ruandas<br />
Parlament hatte mehrere Sitzungen, um den neuen Regierungsplan zu diskutieren.<br />
In Äthiopien fand eine mehrtägige Konferenz zum Thema &quot;Äthiopien<br />
im Informationszeitalter&quot; statt. Diese Beispiele zeigen, dass sich Afrika<br />
neuen Entwicklungsmöglichkeiten öffnet. Es muß aber vor allem<br />
der politische Wille vorhanden sein, um neue Projekte in Gang setzen zu können.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b> Wer hat in Afrika den Startschuß gegeben für die Einführung<br />
neuer Technologien?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Oft<br />
waren es Nichtregierungsorganisationen, wie die ECA, die auf ihren Websites<br />
viele Informationen zu den Möglichkeiten neuer Technologien angeboten haben.<br />
Dann ist der private Sektor mitaufgesprungen. Die Regierungen waren zuerst misstrauisch<br />
gegenüber den neuen Technologien, weil sie unter so großem Einfluß<br />
der NGOs und der Wirtschaft standen. <br />
Erst seit jüngster Zeit beginnen die Regierungen, sich dem Thema ernsthaft<br />
zu widmen, es zu einer Priorität zu machen, weil sie merken, dass sie sonst<br />
mit der rasanten Entwicklung nicht Schritt halten können.<br />
Hinzu kommt, dass der private Sektor Druck macht und droht, abzuwandern, in<br />
ein Land, wo eine bessere Vernetzung und günstigere Bedingungen existieren.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Leider werden aber<br />
auch voreilige Schritte unternommen. 1996 in Kenia, zum Beispiel, sah ich eines<br />
Morgens in der Zeitung die Veröffentlichung eines Gesetzentwurfs zur Kommunikations-<br />
und Informationsinfrastruktur, der aber nie zuvor im Parlament diskutiert wurde.<br />
Er wurde nur schnell herausgegeben, weil die Weltbank die Regierung drängte,<br />
den Telekommunikations-Sektor zu regeln und die Wirtschaft weiter zu liberalisieren.<br />
<br />
Ich war damit nicht einverstanden und forderte, die breite Öffentlichkeit<br />
mit einzubeziehen und eine öffentliche Debatte zu Fragen nach der Bedeutung<br />
der neuen Technologien, ihren Einsatzzwecken u.s.w. anregen. Erst jetzt beginnt<br />
die Regierung tatsächlich einzusehen, dass diese Debatte notwendig ist<br />
und dass eine geplante, regulierte IT-Entwicklung von höchster Bedeutung<br />
ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Wie steht es um die Teilhabe der Frauen an den Möglichkeiten<br />
der neuen Technologien?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Es<br />
ist eine schreckliche Situation. Es ist ganz anders als in anderen Teilen der<br />
Welt &#8211; die afrikanischen Frauen sind von vornherein ausgegrenzt, zum Beispiel<br />
in der Bildung. Es wird ihnen außerdem vermittelt, dass Technik Männersache<br />
sei und sie sich dafür nicht interessieren sollten.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Teil meiner Arbeit<br />
mit dem <a href="http://www.apc.org/english/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Women&#8217;s<br />
Networking Support Programme</a> (APC) bestand darin, zu untersuchen, wie man<br />
Frauen mehr einbeziehen kann; wie man ihnen zeigen kann, dass sie, auch ohne<br />
ein Computer-Geek oder ein Programmierer zu sein, von den neuen Technologien<br />
als normale Endnutzer profitieren können.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">So gibt es beispielsweise<br />
ein Trainingsprogramm extra für Frauen an der Cisco Academy in Äthiopien,<br />
gefördert von Cisco und der Weltbank. Den Frauen werden technische Kenntnisse<br />
vermittelt, sie werden für Themen und Möglichkeiten der neuen Technologien<br />
sensibilisiert und ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und zu verfolgen. Mit<br />
ihren neuerworbenen Kenntnissen können sie dann in ihre Heimat zurückkehren<br />
und dort entweder für einen Internet-Anbieter arbeiten oder selbst ein<br />
eBusiness gründen. Mit technischem Know-how und der richtigen Ausstattung<br />
gelangen sie so an Märkte, zu denen sie zuvor nie Zugang hatten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b> Sind die Regierungen bestrebt, Weiterbildung vor allem für<br />
Frauen zu fördern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Nein,<br />
aber wir empfehlen den Regierungen, in das <a href="http://www.uneca.org/aisi/nici/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NICI</a>,<br />
das Programm für die Entwicklung nationaler Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen,<br />
Frauen mehr miteinzubeziehen. Wir wollen sichergehen, dass Frauen und Frauenthemen<br />
in den Diskussionen Gehör finden. <br />
Die digitale Spalte klafft in Afrika besonders weit auseinander; zum einen wegen<br />
der hohen Kosten, zum anderen wegen der Sprache und des weitverbreiteten Analphabetismus.<br />
Aber wir versuchen, Lösungen zu diesen Problemen zu finden. Sogar bei Analphabetismus<br />
&#8211; da setzen wir Touch-Screen-Computer ein. Und es gibt Beispiele, wo Frauen<br />
kein Englisch kennen müssen, um mit Touch-Screens zu arbeiten. Wenn sie<br />
diese Möglichkeiten sehen, dann wirkt das motivierend. Frauen sagen nicht,<br />
‚wir sind hier und Computer da drüben&#8217;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Wie kann ihrer Meinung nach das Internet die Emanzipation fördern?<br />
Inwiefern stellt es traditionelle Geschlechterrollen in Frage und reformiert<br />
sie?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Es<br />
ist erstaunlich! In all den Trainingsprogrammen, insbesondere von der APC, werden<br />
Frauen für die Chancen, die sich aus der Nutzung neuer Technologien ergeben,<br />
sensibilisiert. Es wird ihnen gezeigt, wie man eine Maus benutzt, dass sie ihre<br />
eigene Emailadresse haben können, dass sie mit anderen Menschen kommunizieren<br />
oder dass sie sich Informationen zum Beispiel zu Gesundheitsthemen im Netz herunterladen<br />
können. Das alles trägt enorm zur Stärkung des Selbstbewußtseins<br />
bei. <br />
Interessanterweise ist die Reaktion auf das Internet bei Frauen ist auch ganz<br />
anders bei den Männern. Letztere interessieren sich vor allem für<br />
technischen Firlefanz, Frauen hingegen sind viel pragmatischer. Ihnen ist wichtiger,<br />
wieviel Nutzen ihnen das Netz bringt und ob sie die Informationen, die sie brauchen,<br />
auch bekommen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Existiert große Frustration oder Verärgerung darüber,<br />
dass das Netz so sehr von den westlichen Ländern dominiert ist?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Ja,<br />
es ist vor allem frustrierend, wenn da Leute sind, die dein eigenes Land nicht<br />
kennen und falsche Informationen verbreiten. Natürlich ist auch die Sprache<br />
immer ein großes Hindernis.<br />
Afrika braucht eine Identität im Netz. Zum Beispiel gibt es Yahoo! Japan<br />
oder Yahoo! Frankreich. Afrika ist aber nicht dabei.<br />
Aber es gibt Versuche, sprachbasierte Portale aufzubauen. Bei den vielen verschiedenen<br />
Sprachen in Afrika, ist Verallgemeinerung allerdings kaum möglich. Kenia<br />
allein hat um die vierzig verschiedenen Sprachen, Nigeria über 200 &#8211; sie<br />
sehen wir schwierig das wird. Aber man kann die meistverbreiteten Sprachen verwenden<br />
&#8211; was auch gemacht wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Wie stellen sie sich ihre Arbeit in Zukunft vor?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Weitermachen.<br />
Wir schauen uns die Beschränkungen an und denken darüber nach, was<br />
man tun kann. Wir wollen einfach innovativ sein.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Vielen Dank für das Interview. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Das Gespräch mit Mercy<br />
Wambui führte Ines Robbers.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/neue_technologien_bieten_loesungen_fuer_unsere_momentanen_entwicklungsprobleme-549/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Boy-groups versus spicy girls!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/boy_groups_versus_spicy_girls-562/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/boy_groups_versus_spicy_girls-562/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jnafziger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskraft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/boy_groups_versus_spicy_girls-562/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wann, wenn nicht jetzt! Dies könnte, 
dies müsste das Zeitalter der Frauen sein. High Potentials mit soft skills sind 
als Arbeitskraft in der IT-Branche gefragt. Mit vernetzten Arbeitsplätzen und 
flexibleren Arbeitszeiten ließe sich das Problem der Kind-Karriere-Kreuzung locker 
in eine glänzende Laufbahn umwandeln. Doch die Internetwelt sieht anders aus: 
nur 15 % Frauen sitzen in den Führungsetagen deutscher Multimediaunternehmen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wann, wenn nicht jetzt! Dies könnte,<br />
dies müsste das Zeitalter der Frauen sein. High Potentials mit soft skills sind<br />
als Arbeitskraft in der IT-Branche gefragt. Mit vernetzten Arbeitsplätzen und<br />
flexibleren Arbeitszeiten ließe sich das Problem der Kind-Karriere-Kreuzung locker<br />
in eine glänzende Laufbahn umwandeln. Doch die Internetwelt sieht anders aus:<br />
nur 15 % Frauen sitzen in den Führungsetagen deutscher Multimediaunternehmen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Branche ist nur zu einem Viertel weiblich obwohl es mittlerweile fast genauso viele weibliche wie männliche User<br />
gibt &#8211; immerhin 42 %. Will frau in der IT-Branche überhaupt ihren Mann stehen?<br />
Oder müssen sich die Strukturen in der Netzwelt erst so verändern, damit frau<br />
sich einspannen lässt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Sie waren die ersten Helden und<br />
Heldinnen des Internetzeitalters. Jene Jungs und Mädels, die vor knapp zwei<br />
Jahren von ihren Hinterhofbüros aus virtuell in die Welt hinauszogen, um selbige<br />
zu erobern &#8211; mit wenig Gepäck, oftmals nur mit einer guten Idee. Der viel zitierte<br />
Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft hatte endlich ein Gesicht.<br />
Und das war häufig weiblich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Junge Frauen, hervorragend ausgebildet,<br />
strömten schwungvoll in die neu gegründeten &quot;Dot-com´s&quot; oder gründeten selber<br />
welche. Dort waren die Voraussetzungen auf den ersten Blick optimal: die Strukturen<br />
komplett neu, die Teams jung, die Hierarchien flach und die Vorurteile gegenüber<br />
Frauen klein. Doch wo sind sie geblieben, die erfolgreichen Unternehmerinnen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Marina Wetzel jedenfalls ist voll<br />
da! Sie ist Inhaberin einer kleinen, aber feinen Internetfirma in Berlin. Ihr<br />
Auftreten: robust und gewinnend. Man glaubt ihr, dass sie im täglichen Geschäft<br />
genau weiß, wo es langgeht. So wie damals, als alles anfing.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Als vor sechs Jahren das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, gründete<br />
sie gemeinsam mit vier Freunden die <a href="http://www.webdesigncompany.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WebDesignCompany</a>.<br />
Mittlerweile ist das Unternehmen, das sich auf die Erstellung von Websites spezialisiert<br />
hat, auf neun Mitarbeiter angewachsen. Und frau ist international &#8211; in der Schweiz<br />
gibt es eine Filiale.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Es läuft also Während sich ihre fast ausschließlich männlichen Kollegen um die technische Seite kümmern, leitet<br />
sie den gesamten geschäftlichen Bereich. Die klassische Rollenverteilung? &quot;Und<br />
wenn schon&quot;, kontert die Betriebswirtin, &quot;ich nutze meine Vorteile als Frau<br />
&#8211; beispielsweise bei Kundengesprächen. Wir Frauen können einfach besser kommunizieren<br />
und erklären. Meine Kunden suchen ganz normale Gespräche, ohne technische Kompliziertheiten<br />
und wollen gleich mit ihren Anliegen verstanden werden. Dann muss ich eben ran.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Dafür investiert sie viel, und nicht nur Zeit. Eine Sechs-Tage-Woche ist für sie total normal. &quot;Nur der Sonntag gehört<br />
meiner Familie&quot;, erklärt sie fast ohne Wehmut. Ihr Mann und die elfjährige Tochter<br />
haben Verständnis, sagt sie &#8211; es muss halt, damit es weiterläuft. Die Berliner<br />
Netzunternehmerin ist eine Ausnahmeerscheinung. Frauen, die sich in der IT-Branche<br />
selbständig gemacht haben, sind rar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Und das, obwohl die Stimmung bei den Internet/E-Commerce-Gründern in Deutschland<br />
laut einer Befragung der <a href="http://www.ebs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European<br />
Business School</a> (ebs) trotz Kurseinbrüchen und Firmenpleiten ungebrochen<br />
positiv ist. Es wird weiterhin in die neue Branche investiert, wenn auch das<br />
viel gepriesene Wagniskapital nicht mehr wie Honig aus goldenen Töpfen fließt.<br />
Es tropft aber noch, und gute Ideen sowie pfiffige Konzepte werden weiterhin<br />
finanziell angeschoben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Doch bereits hier spielen die in Deutschland tätigen Frauen nicht mit. Nur 4 % nutzen die durch Venture Capital<br />
Gesellschaften, Business Angel oder strategische Investoren bereitgestellten<br />
Finanzspritzen. Diese Zahl verwundert nicht, wenn man bei Beteiligungsgesellschaften<br />
nachfragt: &quot;Von den 600 Businessplänen, die wir in den letzten Monaten auf dem<br />
Tisch hatten, sind nicht einmal eine Hand voll von Frauen&quot;, sagt Barbara Altmeyer,<br />
Geschäftsführerin bei der Brockhaus Private Equity VerwaltungsGmbH.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Eine Problemdiagnose ist auf den ersten Blick leicht erstellt. Die meisten Studien und Umfragen zum Thema kommen<br />
zu einem einheitlichen Ergebnis: Frauen scheuen das Risiko, sind sicherheitsorientiert<br />
und technikfeindlich, trauen sich weniger zu, stellen weniger Ansprüche, definieren<br />
sich seltener über den Job und entscheiden sich deshalb häufiger gegen Karriere<br />
und für Familie. Na dann!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Aber: die gleichen Untersuchungen zeigen auch, dass weibliche Führungskräfte<br />
über höhere emotionale Kompetenz, bessere Teamfähigkeit, bessere Kommunikation<br />
und mehr Ausdauer beim Aufspüren von Lösungsansätzen verfügen. Hinzu kommt,<br />
dass Frauen häufig besser ausgebildet sind und höhere Abschlüsse haben als die<br />
männliche Konkurrenz. Dies kann Andera Gadeib, Gründerin des Online-Marktforschungsunternehmens<br />
<a href="http://www.dialego.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dialego</a> nur bestätigen:<br />
&quot;Es ist zwar nach wie vor eher ungewöhnlich, dass Frauen Unternehmen gründen,<br />
aber die Statistik belegt, dass von Frauen gegründete Unternehmen äußerst erfolgreich<br />
sind.&quot; Na also!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Warum schwappt die Gründungswelle dann nicht auf mehr Frauen über! Es scheint, dass sich das weibliche Geschlecht<br />
schwer tut, persönliche Lösungen zu finden, wenn es um die eigenen Belange geht.<br />
Sie wollen machen, doch die Frage ist, um welchen Preis? Frauen schätzen Lebensqualität<br />
mehr und anders. Deshalb drängt sich eine Frage förmlich auf: wollen sich Frauen<br />
unter den jetzigen Bedingungen überhaupt auf Positionen in Führungsetagen einlassen<br />
oder eigene Unternehmen gründen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Viele Frauen können und wollen die Flexibilität, die von der Branche verlangt<br />
wird, nicht ermöglichen. Aglaé von Schwertzell, selbst erfolgreiche Unternehmerin<br />
und Inhaberin der Münchener IT-Beratungsfirma <a href="http://www.upside-ventures.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Upside<br />
Ventures</a> bringt es auf den Punkt: &quot;Frauen tun sich schwerer mit ihrer Lebensplanung.<br />
Wenn man ein Unternehmen gründet, sollte man schon zwei bis drei Jahre Berufserfahrung<br />
mitbringen, vorher hat man studiert. Man ist also um die 30. Dann verzichtet<br />
man womöglich erst einmal auf Gehalt, spielt mit dem Risiko. In dieser Situation<br />
an Familie zu denken und dieser Herausforderung gerecht zu werden ist unmöglich.<br />
Dann überlegt man es sich vielleicht eben doch noch mal.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Die erste Runde des Start-up-Roulette hat gezeigt, dass es so verkehrt gar nicht war, etwas vorsichtiger zu sein.<br />
Bisher gibt es zu viele Verlierer und zu wenig Gewinner. Der Höhenflug vieler<br />
neu gegründeter Dot-com´s endete mit Marktaustritten und Insolvenzen im Absturz.<br />
Kein Feld also, indem sich Frauen &#8211; sollten Studien und Umfragen zutreffen &#8211;<br />
wohlfühlen und Leistung bringen können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Doch Frauen haben Erfolg, wenn für sie das Koordinatensystem der Arbeitswelt geändert wird. Noch funktioniert alles<br />
nach den Regeln von Männern &#8211; volle Identifizierung mit dem Job bis hin zur<br />
Selbstaufgabe, wenn es drauf ankommt. Fakt ist aber, dass frau darauf offensichtlich<br />
nicht anspringt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Geändert worden ist hier nichts, trotz neuer Impulse. Teilzeitarbeitsmodelle, für Mann und Frau, Tele- bzw. Heimarbeit<br />
und Kinderbetreuung werden überall zur Schau getragen, an der Umsetzung hapert<br />
es aber. Dabei sind sich Unternehmen der Notwendigkeit durchaus bewusst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Der Technologiekonzern <a href="http://www.alcatel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alcatel</a><br />
beispielsweise gilt als vorbildlich auf diesem Sektor. Teilzeitarbeitsmodelle<br />
sind bereits betrieblich verankert, aber auch dort gibt sich die Pressesprecherin<br />
Veronika Hucke mit dem Erreichten noch nicht zufrieden: &quot;Wir haben mittlerweile<br />
eine gute Frauenquote in unserem Unternehmen. In meiner Abteilung gibt es einige<br />
Frauen, die eben weniger arbeiten &#8211; vier Tage fünf Stunden. Auch einige, die<br />
von zu Hause aus ihre Arbeit machen. Das geht ganz gut, wobei auch diejenigen<br />
sich auf gewisse Kompromisse einstellen müssen. Verlangt ein Kunde Erreichbarkeit<br />
von neun bis zwölf Uhr, dann kann ich den Frauen nicht zugestehen, lieber von<br />
13 bis 16 Uhr zu arbeiten.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> In manchen Bereichen haben Frauen  bereits heute die Nase vorn, verdienen mehr Geld und sind schwer ersetzbar,<br />
wenn es laufen soll: &quot;Frauen sind Meister der Kommunikation. Deshalb sind sie<br />
in den Bereichen Marketing, Strategie und Konzeption, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,<br />
Personalmanagement, Werbung einfach besser. Und dieses Wissen wird gerade im<br />
Internet gebraucht,&quot; resümiert Aglaé von Schwertzell ihre tägliche Arbeit als<br />
IT-Beraterin.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Wahrgenommen werden diese Qualitäten immer noch unzureichend. Fakt ist: die Zukunft sieht für Frauen nur dann rosig<br />
aus, wenn die Koordinaten, so wie sie sie brauchen, stimmen. Glück ist: der<br />
Wirtschaft wird gar nichts anderes übrig bleiben als Frauen in Positionen zu<br />
bringen, in denen sie effizient arbeiten können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Denn spätestens 2004 setzen die geburtenschwachen Jahrgänge ein. Experten der<br />
<a href="http://www.fgi.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Information Technology<br />
Observatory</a> wagen düstere Prognosen: &quot;Schon in zwei Jahren könnten 720 000<br />
offene Stellen in der deutschen IT-Branche nicht besetzt werden. Heute bereits<br />
führt Deutschland die Negativ-Statistik an&quot;. Der <a href="http://www.bitkom.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverband<br />
Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien</a> (Bitkom) beziffert<br />
den derzeitigen Fachkräftemangel auf 444 000.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Aber<br />
ist das weibliche Geschlecht bis dahin auf die Rettungsaktion<br />
vorbereitet? Zwar gibt es bereits viele hochqualifizierte Frauen, die<br />
ihr Potenzial in den gerade beschriebenen Bereichen gut einsetzen. Doch<br />
gerade in der IT-Branche gibt es bisher wenig Frauen, die im<br />
technischen Bereich spezialisiert sind. Auch dort wird Arbeitskraft<br />
gesucht werden. &quot;Doch momentan befinden sich lediglich 14% Mädchen in<br />
der Ausbildung für die IT-Branche&quot;, beklagt Ariane Alpmann von der<br />
Initiative D21.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Initiative ist ein schönes Beispiel für guten Willen. 200 Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam<br />
mit der Bundesregierung den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft<br />
in Deutschland zu beschleunigen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Ausreichend Projekte hat die Initiative auf Lager. &quot;Girlsday&quot; zum Beispiel, der Mädchentag. Firmen öffnen ihre Tore,<br />
präsentieren sich von ihrer besten Seite, damit Mädchen der Schritt in die technische<br />
Welt leichter gemacht wird. Das Modell läuft gut an &#8211; aber, so Ariane Alpmann<br />
nüchtern: &quot;Es braucht alles seine Zeit.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Zeit brauchen offensichtlich auch politische Bemühungen. In der Bildungspolitik wird seit Jahren versucht, mehr<br />
Frauen für technische Studiengänge zu begeistern. Die Quote ist gering und sinkt<br />
stetig. Die Euphorie der achtziger Jahre ist längst vorbei und setzt nicht wieder<br />
ein &#8211; trotz Internet. Der Schnitt an Studienanfängerinnen im Fach Informatik<br />
liegt momentan bei 17 %, lediglich 11 % legen Examina ab.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Die Familienpolitik sieht sich gleichermaßen in der Verantwortung. <a href="http://www.bmfsfj.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a>Damit künftig mehr Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft zu finden<br />
sind, wollte <a href="http://www.bmfsfj.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesfrauenministerin</a><br />
Christine Bergmann noch in dieser Legislaturperiode ein Gleichstellungsgesetz<br />
für die deutsche Privatwirtschaft erlassen. Es sollte den Frauenanteil in den<br />
Chefetagen erhöhen, Frauen in technischen und zukunftsorientierten Berufen fördern<br />
und die Vereinbarkeit von Familie und Job unterstützen. Ein Mann, der Kanzler,<br />
verhinderte dies.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Wirtschaft ist traditionell gegen eine Quote. Sie fürchtet eine Frauenförderbürokratie, die vor allem kleine<br />
Firmen überfordert. Folglich löste sich auch das Gleichstellungsbestreben letzte<br />
Woche in Wohlgefallen auf. Vom Gesetzt übriggeblieben ist nicht einmal eine<br />
verbindliche Selbstverpflichtung. Dennoch sagen die Verbände in einem Papier<br />
zu, &quot;ihren Mitgliedern betriebliche Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit<br />
von Frauen und Männern sowie der Familienfreundlichkeit zu empfehlen.&quot; Mit anderen<br />
Worten: von hier ist erst einmal keine Hilfe zu erwarten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Sollte<br />
der Markt das Problem tatsächlich von selbst aus dem Weg räumen, umso<br />
besser! Auf einem guten Pfad sind hier vor allem Unternehmerinnen. Sie<br />
haben in Sachen Unterstützung häufig ein offeneres Ohr. Nicht selten<br />
versuchen sie, eine Marschroute vorzugeben, mit der Frauen besser<br />
durchstarten können. Sie gründen Frauen-Netzwerke &#8211; in Anlehnung an die<br />
&quot;old boy networks&quot;. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Zugrunde liegt der Idee, dass auch Frauen sich zusammenraufen und sich gegenseitig<br />
helfen müssen. Marianne Pfister, Marketingleiterin der Münchener Computerfirma<br />
<a href="http://www.comet.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Comet Computer</a>, beschreibt<br />
dies so: &quot;Wir wollen Frauen dazu bewegen, sich im Internet zu engagieren. Der<br />
Abwärtstrend im IT-Bereich muss gestoppt werden. Auch wir müssen auf diesem<br />
Feld ernten.&quot; Allerdings, bekennt sie, habe dies bisher nicht wirklich gefruchtet.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Und<br />
sie erzählt von Internet-Sommerakademien, die sie mit anderen Frauen an<br />
Universitäten organisiert habe. Alles sei perfekt gewesen &#8211; nur die<br />
Studentinnen hätten gefehlt.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/boy_groups_versus_spicy_girls-562/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ausgewählte Statistiken</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ausgewaehlte_statistiken-563/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ausgewaehlte_statistiken-563/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jun 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Telearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/ausgewaehlte_statistiken-563/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Frauen haben es nach wie vor schwer, 
im Beruf gleichermaßen anerkannt zu werden wie die Männer. Dies gilt 
auch in Wachstumsunternehmen der IT-Branche. Das klassische Rollenverständnis, 
der Kinderwunsch und unterschiedliche Ansichten über die Stärken der 
Frauen stellen dabei die hauptsächlichen Hindernisse dar. Mit flexibler 
Arbeitszeit und Telearbeit kann die Stellung der Frauen in der Wirtschaft verbessert 
werden, wie die ausgewählten Statistiken zeigen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Frauen haben es nach wie vor schwer,<br />
im Beruf gleichermaßen anerkannt zu werden wie die Männer. Dies gilt<br />
auch in Wachstumsunternehmen der IT-Branche. Das klassische Rollenverständnis,<br />
der Kinderwunsch und unterschiedliche Ansichten über die Stärken der<br />
Frauen stellen dabei die hauptsächlichen Hindernisse dar. Mit flexibler<br />
Arbeitszeit und Telearbeit kann die Stellung der Frauen in der Wirtschaft verbessert<br />
werden, wie die ausgewählten Statistiken zeigen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td align="center" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-size: x-small">Frauen<br />
			in Wachstumsunternehmen<br />
			</span></b><span style="font-size: xx-small">Quelle:<a href="http://www.rarecompany.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
			rarecompany</a></span></span></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" width="500"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Klicken<br />
			Sie auf die Grafiken,<br />
			um zur Großansicht zu kommen<br />
			</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="26%">
<tbody>
<tr>
<td vspace="8" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ursachen','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ursachen.gif" name="grafik" border="0" height="150" width="250" /></a>
			</td>
<td vspace="5" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#sozialkompetenz','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/sozialkompetenz.gif" name="grafik" border="0" height="150" width="250" /></a>
			</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="center" height="91" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Rollenverständnis und<br />
			der Kinderwunsch werden als Haupthindernisse in der Gleichstellung <br />
			der Frauen angesehen.</span>
			</p>
<p>
			&nbsp;
			</p>
</td>
<td vspace="5" align="center" height="91" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Ansichten über die Stärken<br />
			der Frauen, z.B. in der Sozialkompetenz, differieren zwischen Männern<br />
			und Frauen.</span>
			</p>
<p>
			&nbsp;
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#freiraum','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/freiraum.gif" name="grafik" border="0" height="150" width="250" /></a>
			</td>
<td vspace="5" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#arbeitszeit','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/arbeitszeit.gif" name="grafik" border="0" height="150" width="250" /></a>
			</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für Frauen hat Freiraum im Beruf<br />
			eine größere Bedeutung als für Männer. </span>
			</p>
</td>
<td vspace="5" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Flexible Arbeitszeit wird sowohl<br />
			von Frauen als auch Männern geschätzt.</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td align="center" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-size: x-small">Telearbeit<br />
			als Chance für bessere Integration<br />
			</span></b><span style="font-size: xx-small">Quelle: <a href="http://www.telechance.de/index.htm">Telechance</a><a href="http://www.rarecompany.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
			</a></span></span></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" width="500"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Klicken<br />
			Sie auf die Grafiken,<br />
			um zur Großansicht zu kommen<br />
			</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="26%">
<tbody>
<tr>
<td vspace="8" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ta_arten','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ta_arten.jpg" border="0" height="187" width="250" /></a>
			</td>
<td vspace="5" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ta_grund1','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ta_grund1.jpg" border="0" height="187" width="250" /></a>
			</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Partnerschaften mit Kindern<br />
			wählen Frauen häufiger die Telearbeit; bei Männern ist<br />
			dies eher in Partnerschaften ohne Kinder der Fall</span>
			</p>
<p>
			&nbsp;
			</p>
</td>
<td vspace="5" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für Frauen ist häufig<br />
			die Geburt eines Kindes ausschlaggebend für die Telearbeit</span>
			</p>
<p>
			&nbsp;
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ta_grund2','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ta_grund2.jpg" border="0" height="187" width="250" /></a>
			</td>
<td vspace="5" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ta_grund3','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ta_grund3.jpg" border="0" height="187" width="250" /></a>
			</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Telearbeit ist für Frauen<br />
			eher existenzsichernd als für Männer</span>
			</p>
</td>
<td vspace="5" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Telearbeit ermöglicht den<br />
			Frauen, <br />
			auch mit Kindern nicht den Anschluss <br />
			zu verlieren</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/ausgewaehlte_statistiken-563/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frisörin oder IT-Spezialistin?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#34;Der Einzug in eine
Männerdomäne ist eine Herausforderung! Aber warum sollen Frauen nicht
schaffen, was durchschnittlich begabte junge Männer hinkriegen?&#34; So
Anja Warich, 33 Jahre, Mutter von zwei Kindern - und Forscherin bei
Alcatel.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Der Einzug in eine<br />
Männerdomäne ist eine Herausforderung! Aber warum sollen Frauen nicht<br />
schaffen, was durchschnittlich begabte junge Männer hinkriegen?&quot; So<br />
Anja Warich, 33 Jahre, Mutter von zwei Kindern &#8211; und Forscherin bei<br />
Alcatel.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Rahmen der von der deutschen Wirtschaft ins Leben gerufenen <a href="http://www.initiatived21.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a><br />
setzt sich die Arbeitsgruppe<br />
<http: //www.initiatived21.de/home.php3?nav="arbeitsgruppen/4frauen&amp;teaser=arbeitsgruppen&amp;text=arbeitsgruppen/4frauen/ziele.html">&quot;Frauen<br />
und IT&quot; dafür ein, jungen Frauen dieses Berufsfeld schmackhaft zu machen.<br />
Wie die Einführung der &quot;Greencard&quot; zeigt: Die Branche lechzt nach Fachkräften!<br />
An mangelndem Bedarf kann es also nicht liegen, dass sich nur jede siebte Schul- und Studienabgängerin für einen<br />
IT-Beruf entscheidet &#8211; das mangelnde Interesse der jungen Frauen sorgt für die niedrige Quote.<br />
</http:></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Kooperation zwischen dem Bundesfrauenministerium und der Initiative D21 soll das Projekt<br />
<a href="http://www.idee-it.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">IDEE-IT</a> &#8211; das größte im Bereich &quot;Frauen und IT&quot; &#8211; junge Frauen<br />
für die Zukunftsberufe gewinnen, Spaß an den neuen Medien vermitteln und die IT-Ausbildungen interessanter gestalten.<br />
Ein zentrales Ziel ist es, bis 2005 den Frauenanteil in IT-Ausbildungen von 14 auf 40 Prozent zu steigern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bemühungen der Arbeitsgruppe zielen auf Schulabsolventinnen, die vor der Berufswahl stehen. Hier dominieren immer noch<br />
Studiengänge und Ausbildungsberufe, die in traditionelle Frauenberufe wie Sozialpädagogin oder Verkäuferin münden.<br />
Jobs mit häufig begrenzten Karrierechancen und schlechten Verdienstmöglichkeiten. Dabei finden sich in der IT-Branche viele<br />
hoch qualifizierte und attraktive Berufsbilder.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Warum werden diese Chancen noch so wenig genutzt? Nach Ergebnissen der Arbeitsgruppe gibt es hier zum einen ein Imageproblem,<br />
zum anderen ein gravierendes Informationsdefizit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während die jungen<br />
Frauen sich unter traditionellen Berufen wie Erzieherin oder<br />
Verkäuferin etwas vorstellen können, ist das bei den IT-Berufen<br />
schwieriger. Wie sieht der Alltag in so einem Beruf aus? Was macht ein<br />
Mann oder eine Frau als Fachinformatiker/-in,<br />
IT-Systemelektroniker/-in, Informatikkauffrau/-mann oder<br />
IT-System-Kauffrau/-mann? Das sind die vier Berufe, für die man sich<br />
seit 1997 nach der Schule ausbilden lassen kann. Selbstverständlich<br />
gibt es auch andere Wege in dieses Berufsfeld, wie z. B. das Studium an<br />
einer <a href="http://www.urbanizer.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Berufsakademie</a> oder ein Studium an<br />
einer Universität oder Fachhochschule in den Bereichen Mathematik, Physik oder Informatik.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um auf die enormen<br />
Möglichkeiten in der Informations- und Telekommunikationsindustrie<br />
hinzuweisen und die Schulabsolventinnen dafür zu begeistern, müssen<br />
nach Auffassung der Arbeitsgruppe die Bemühungen in die Schulen<br />
getragen werden. So können sich Schülerinnen zu IT-Mentorinnen<br />
ausbilden lassen, um dann direkt an ihren Schulen aktiv zu werden. In<br />
dieser Ausbildung erhalten sie Einblick in alle Tätigkeitsbereiche der<br />
IT-Experten von der Softwareentwicklung bis zum Projektmanagement und<br />
Kundenkontakt. So können sie frühzeitig an Technik und<br />
Zukunftsperspektiven herangeführt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Schwerpunkt der<br />
Arbeit im nächsten Jahr ist eine Image- und Aufklärungskampagne. Denn<br />
trotz der Vorstellung von einer schönen neuen Medienwelt leiden<br />
IT-Berufe unter einem schlechten Image. &quot;In vielen Köpfen herrscht noch<br />
immer das Bild vom Informatiker als weltfremden Hacker vor, der die<br />
Nächte allein vorm Rechner verbringt,&quot; so Dr. Gottfried Dutiné,<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung der Alcatel Deutschland GmbH und<br />
Leiter der D21-Arbeitsgruppe.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trockene<br />
Mathematik, endloses Programmieren, lange Nächte vor dem Computer.<br />
Diese Aussichten wirken natürlich nicht gerade ermutigend. Aber sind<br />
sie wahr? &quot;Nein!&quot;, ist die deutliche Antwort der Arbeitsgruppe. Eine<br />
gewisse Aufgeschlossenheit der Technik gegenüber, ein Interesse an<br />
Mathematik, Sprachen und Medien ist sicher erforderlich, ansonsten<br />
jedoch sind die Fähigkeit zu logischem und analytischem Denken die<br />
wichtigsten Voraussetzungen. Und dies wird den Frauen im 21.<br />
Jahrhundert ja wohl niemand mehr absprechen wollen! Neben technischem<br />
Wissen und Spaß an den neuen Medien sind insbesondere soziale<br />
Schlüsselkompetenzen wie die Fähigkeit zur Teamarbeit, Kommunikation,<br />
Einfühlungsvermögen, Dienstleistungsorientierung unerlässlich. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um diese<br />
Botschaft zu verbreiten und kräftig die Werbetrommel für IT-Berufe zu<br />
rühren, sollen so genannte Ambassadors, IT-Botschafter, in die Schulen<br />
gehen. Bei den Botschaftern handelt es sich um junge Menschen aus der<br />
Berufspraxis, die aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz berichten und mit<br />
einigen Vorurteilen aufräumen können. Ein wichtiger Baustein in dem<br />
Versuch, das Image der Branche bei den Schulabgängerinnen zu<br />
korrigieren und Begeisterung zu wecken.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein weiteres Schlüsselthema, das bei der stärkeren Integration von Frauen in Vollzeitberufe thematisiert werden muss: die<br />
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie Anja Warich aus eigener Erfahrung berichtet, durchaus ein Problem, dass schon<br />
Schulabgängerinnen beschäftigt. Gerade auch Frauen mit Kindern bieten Jobs in der IT-Branche ein zusätzliches Maß<br />
an Flexibilität &#8211; zeitlich, räumlich und finanziell. So kann es gelingen, beide Elternteile in die Kindeserziehung<br />
einzubeziehen, zum Beispiel indem beide nacheinander Erziehungsurlaub nehmen oder Teilzeitarbeit gewählt wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nichtsdestotrotz ist Deutschland in Hinsicht auf neue Arbeitsmodelle, die die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf<br />
ermöglichen, ein Entwicklungsland. Firmeneigene Kindergärten z.B. oder die ganztätige Betreuung von Kindern seien<br />
nicht bzw. nicht in dem Maße und immer zum richtigen Zeitpunkt verfügbar. Firmen würden jedoch zunehmend auf diese<br />
Problematik aufmerksam und würden an entsprechenden Angeboten arbeiten, so Dr. Dutiné. Hier gibt es noch einiges zu tun.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Frauen müssen ohne<br />
Frage auch in anderen Arbeitsfeldern und sozialen Bereichen gestärkt<br />
werden, aber Dr. Dutiné erhofft sich von der IT-Branche mit ihren<br />
enormen Potentialen Synergieeffekte und eine Motorfunktion, die auf<br />
andere Bereiche übergeht. Um noch einmal Anja Warich zu Wort kommen zu<br />
lassen: &quot;Die IT-Branche ist weder gefährlich noch schmutzig. Geht ran<br />
an den Speck, Mädchen. Holt Euch Euren Teil.&quot;<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>It&#039;s a woman&#039;s world wide web</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/its_a_womans_world_wide_web-586/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/its_a_womans_world_wide_web-586/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jmeyerspasche]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/its_a_womans_world_wide_web-586/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Frauen auf der Überholspur des Information Superhighway: zumindest in den USA, wo sich einer neuen
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge mittlerweile
mehr Frauen als Männer im Netz tummeln. Davon sind wir noch ein Stück entfernt, denn hierzulande
liegt der Anteil der weiblichen User erst bei etwa
<a href="http://194.175.173.244/gfk/gfk_studien/eigen/OMO_W6.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">40%</a>. In der Arbeitswelt
ist die Diskrepanz um einiges größer: Frauen in IT-Jobs, besonders in den technischen, sind die
Ausnahme. Kein Wunder, bei derzeit nur 7% Frauen im Studiengang Informatik.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Frauen auf der Überholspur des Information Superhighway: zumindest in den USA, wo sich einer neuen<br />
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge mittlerweile<br />
mehr Frauen als Männer im Netz tummeln. Davon sind wir noch ein Stück entfernt, denn hierzulande<br />
liegt der Anteil der weiblichen User erst bei etwa<br />
<a href="http://194.175.173.244/gfk/gfk_studien/eigen/OMO_W6.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">40%</a>. In der Arbeitswelt<br />
ist die Diskrepanz um einiges größer: Frauen in IT-Jobs, besonders in den technischen, sind die<br />
Ausnahme. Kein Wunder, bei derzeit nur 7% Frauen im Studiengang Informatik.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Zahl möchte die Bundesregierung mit dem Aktionsprogramm<br />
<a href="http://www.iid.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft<br />
des 21. Jahrhunderts&quot;</a> bis 2005 auf 40% anheben. Ein ehrgeiziges Ziel, das sich nicht von selbst erfüllt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fachgruppe &quot;Frauenarbeit und Informatik&quot; der Gesellschaft für Informatik<br />
<a href="http://www.forum-informationsgesellschaft.de/extern/ag3/fr_set/fr_set_news_011.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
schlägt darum vor</a>, ein Bundesprogramm zu starten, mit dem dann Reformstudiengänge für Frauen<br />
eingerichtet werden. Damit sind Voll- und Teilzeitstudiengänge im Fach Informatik an Universitäten und<br />
Fachhochschulen gemeint, die speziell auf Frauen ausgerichtet sind. Zur fachbegleitenden Weiterbildung soll das<br />
Sommerstudium der<br />
<a href="http://www.informatik.uni-bremen.de/grp/informatica_feminale/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Informatica<br />
Feminale&quot;</a> dienen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch das <a href="http://www.frauen-technik-impulse.de/seiten/kompetenz.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Kompetenzzentrum</a><br />
des Vereins &quot;Frauen geben Technik neue Impulse e.V.&quot; will die Chancengleichheit der Geschlechter im<br />
IT-Bereich fördern. Mit nationalen und internationalen Projekten strebt das Kompetenzzentrum mit Sitz an der<br />
Fachhochschule Bielefeld einen Bewusstseinswandel in Ausbildung, Beruf und Forschung an. <br />
Die Förderung von Frauen in der IT-Branche sei jedoch laut der Vereins-Geschäftsführerin Barbara<br />
Schwarze keineswegs eine wohltätige Aufgabe, sondern schlicht &quot;ein knallharter Wettbewerbsfaktor&quot;,<br />
gerade angesichts des Mangels an IT-Fachkräften. Das Potential an gut ausgebildeten Frauen dürfe da nicht<br />
vernachlässigt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bisher wird es jedoch nicht genutzt. Einen großen Anteil an der geringen Frauenpräsenz in<br />
Multimedia-Berufen haben wohl die vorherrschenden Geschlechterstereotype. Es fehlen weibliche Vorbilder in der<br />
Informatik, und auch das technische Image der New Media Jobs<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">schreckt</a> viele Frauen eher ab.<br />
Diese Beobachtung veranlasste die Konferenz der FrauenministerInnen der Länder (GFMK) dazu, Reformen im<br />
Bildungsbereich zu fordern. Neue Zugangsweisen im naturwissenschaftlichen Unterricht sollen Mädchen<br />
stärker ermutigen, einen informationstechnischen Beruf zu ergreifen. Da das &quot;nerdige&quot;, technische<br />
Image der Informatik sie bisher wohl von den diesen Berufen abhält, sollen in Zukunft mehr die menschlichen<br />
und kommunikativen Aspekte der IT-Berufe betont werden, da diese vielen Mädchen bei der Berufswahl wichtig sind.<br />
Informationstage und Projekte in Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Hochschulen können dann zusätzlich das<br />
Interesse an diesen Bereichen wecken. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">weiblichen Vorbildern</a> zu, also<br />
Lehrerinnen, Studentinnen und Professorinnen der Naturwissenschaften.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch nicht nur in der Bildung muss sich etwas ändern. Der im August veröffentlichte<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> der GFMK über<br />
&quot;Frauen in der Informationsgesellschaft&quot; nennt eine Reihe von weiteren Eckpunkten, auf deren Grundlage<br />
dann konkrete Maßnahmen erarbeitet werden sollen. Neben der Forderung nach Bildungsreformen für mehr<br />
Chancengleichheit sollen auch die Medienkompetenz gestärkt, die berufliche Weiterbildung umstrukturiert und<br />
die Erwerbschancen von Frauen im IT-Bereich gesteigert werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So müssen sich zunächst die Inhalte der Internet-Angebote mehr an der Realität der Frauenalltage<br />
orientieren, denn bisher gibt es noch eher wenige deutsche frauenspezifische Seiten. In den USA ist der<br />
Frauenanteil bei den Usern unter anderem auch deshalb so hoch, weil es hier eine Vielzahl an Sites gibt, die sich<br />
gezielt an Frauen richten. Dazu gehören vor allem Inhalte, die den Alltag erleichtern, also Job-, Service-<br />
oder Schnäppchen-Sites. Anders als viele Männer, die oft einfach um des Surfens willen im Internet<br />
unterwegs sind, seien einer<br />
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge Frauen eher<br />
praktisch orientiert und nutzten das Netz, um Zeit oder Geld zu sparen. Dies gelte sowohl in den USA als auch in Europa.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Anpassung an Frauen darf jedoch nicht bei den Inhalten des WWW aufhören. Auch die Arbeitswelt<br />
muss nach Vorstellung der GFMK auf die Frauen zugehen. So sollen flexible, individuelle Arbeitsformen und<br />
Unterstützung bei der Existenzgründung die Multimedia-Arbeitsplätze für Frauen attraktiver<br />
machen.<br />
Auch im Fortbildungsbereich ist eine Umorientierung nötig. Weiterbildungsangebote müssen sich vermehrt<br />
auf den IT-Sektor ausrichten und sollen sich besonders an gering qualifizierte Frauen wenden, da sie am<br />
stärksten vom Arbeitsplatzverlust bedroht sind, wenn in einer Firma rationalisiert wird, so<br />
<a href="http://lovelace.fh-bielefeld.de/download/FrauInfo.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">Martina Klein</a>. IT-Kenntnisse<br />
würden sie für vielfältigere Aufgaben qualifizieren und so ihren Wert für die Firma erhöhen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit die guten Ideen auch in die Praxis umgesetzt werden, wartet der Bund nicht auf die schleppende Prozedur,<br />
bis endlich ein Maßnahmenkatalog verabschiedet ist, sondern unterstützt private Initiativen. So wird<br />
beispielsweise der Verein<br />
<a href="http://www.frauen-technik-impulse.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Frauen geben Technik<br />
neue Impulse&quot;</a> durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und durch das Ministerium<br />
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Eine Zusammenarbeit, die sich etwa in gemeinsamen<br />
Projekten niederschlägt. So war der Verein auch an der Vorbereitung des GFMK-Berichts über Frauen in<br />
der Informationsgesellschaft beteiligt. Die vernetzende Funktion des Vereins zeigt sich auch in der Zusammenarbeit<br />
mit der Informatica Feminale und der Gruppe &quot;Frauenarbeit und Informatik&quot; der Gesellschaft für<br />
Informatik.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um die bundesweiten Projektkooperationen zu optimieren, baut das Kompetenzzentrum des Vereins gerade<br />
ExpertInnengruppen zu einigen thematischen Schwerpunkten auf, etwa in den Bereichen Zugang, Bildung und Beruf.<br />
<a href="http://www.frauen-ans-netz.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Frauen ans Netz&quot;</a>, eine Gemeinschaftsaktion<br />
des Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Bundesanstalt für Arbeit, der Deutschen Telekom und<br />
der Zeitschrift Brigitte, wird bereits erfolgreich vom Kompetenzzentrum koordiniert. Die Initiative bietet allen<br />
interessierten Frauen einführende Internetkurse an. Ziel der Aktion ist es, dass Frauen Internet und Computer<br />
überhaupt erst einmal kennen lernen, um dann selbst entscheiden zu können, wie sie die Medien beruflich<br />
oder privat weiter nutzen wollen. Rund 33.000 Teilnehmerinnen nutzten das Angebot im Jahr 1999, in diesem Jahr soll<br />
es weiter ausgebaut werden.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/its_a_womans_world_wide_web-586/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Webwerkzeuge für Frauen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/webwerkzeuge-fuer-frauen-587/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/webwerkzeuge-fuer-frauen-587/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Maria Schertler]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Networking]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Webgrrls]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/webwerkzeuge-fuer-frauen-587/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Das Internetmagazin Konr@d wählte <b>Karin Maria Schertler</b>, 31, 1998 zu einer der 25 wichtigsten deutschen &#34;Cyberfrauen&#34;-
und das mit gutem Grund: 1997 baute  Schertler eine Dependance des internationalen Netzwerkes <a href="http://www.webgrrls.de/">&#34;webgrrls&#34;</a> in Deutschland auf,
nachdem sie in New York zufällig die Webgrrls und deren Gründerin Aliza Sherman kennengelernt hatte.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Das Internetmagazin Konr@d wählte <b>Karin Maria Schertler</b>, 31, 1998 zu einer der 25 wichtigsten deutschen &quot;Cyberfrauen&quot;-<br />
und das mit gutem Grund: 1997 baute  Schertler eine Dependance des internationalen Netzwerkes <a href="http://www.webgrrls.de/">&quot;webgrrls&quot;</a> in Deutschland auf,<br />
nachdem sie in New York zufällig die Webgrrls und deren Gründerin Aliza Sherman kennengelernt hatte.</span><!--break--></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/schertler/images/karin.jpg" alt="Karin Maria Schertler" border="1" height="230" hspace="0" vspace="0" width="190" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer>
			</td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Karin Maria Schertler</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Begeistert von den Möglichkeiten<br />
eines solchen Netzwerkes beschloss sie zurück in Deutschland, dass es<br />
auch hier für Frauen die Gelegenheit geben sollte, auf unkomplizierte<br />
Art und Weise Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Also<br />
gründete sie im August 1997 die deutschen Webgrrls, &quot;ohne zu wissen,<br />
worauf ich mich damit einließ&quot;, wie sie heute sagt. Denn 1999, nach nur<br />
zwei Jahren, gibt es in Deutschland bereits über 4000 Webgrrls, die<br />
sich neben dem virtuellen Kontakt über Mailinglisten mittlerweile in<br />
sechs regionalen Gruppen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg,<br />
München und Stuttgart auch real treffen.<br />
Und auch für die Zukunft der Webgrrls hat Karin Maria Schertler noch<br />
viele Pläne: ein Verein sollen sie werden, damit das Netzwerk Webgrrls<br />
Deutschland e.V. sich mit anderen wichtigen Frauen- und<br />
Branchennetzwerken zur schnelleren Verfolgung gemeinsamer Interessen<br />
zusammenschließen kann.<br />
Die Quereinsteigerin, die Europäische Betriebswirtschaft studierte und<br />
vom klassischen Verlagsgeschäft schließlich zu den Neuen Medien<br />
wechselte, ist heute Mitglied der Geschäftsleitung bei der Münchener<br />
Werbeagentur &quot;die argonauten&quot; und leitet dort die interactive unit II. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Frau Schertler, was genau sind die webgrrls und was hat sie<br />
dazu bewogen, ein deutsches Pendant zu dem amerikanischen<br />
Modell aufzubauen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Webgrrls Deutschland ist ein Netzwerk für Frauen, die im Bereich<br />
&quot;new media&quot; tätig sind. Aufgabe und Ziel ist es, diese Frauen zu<br />
vernetzen, um zum einen ihre berufliche Weiterentwicklung und zum<br />
anderen ihre Präsenz und ihren Einfluß innerhalb der Branche zu<br />
fördern. Dieses Forum für Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch,<br />
Jobvermittlung, Weiterbildung und Networking wird getragen<br />
vom Gedanken des &quot;Gebens und Nehmens&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als ich 1995/1996 in New York bei Newsday Electronic Publishing tätig war, lernte ich<br />
per Zufall die New Yorker Webgrrls &#8211; sozusagen die Keimzelle des inzwischen internationalen<br />
Netzwerkes &#8211; und deren Gründerin Aliza Sherman kennen.<br />
Die Selbstverständlichkeit, mit der Jobs angeboten und nachgefragt wurden,<br />
mit der Tips und Tricks rund um das Thema &quot;Internet&quot; ausgetauscht wurden, und<br />
der Enthusiasmus der so diversen Teilnehmerinnen diese neue Branche aktiv mitzugestalten,<br />
begeisterten mich derart, daß ich spontan Mitglied bei den New Yorker Webgrrls wurde.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zurück in Deutschland vermißte ich diese unkomplizierte Art des Kontakteknüpfens auf<br />
beruflicher Ebene und des Erfahrungsaustausches unter Gleichgesinnten. Schließlich bewegte<br />
sich frau damals noch mehr als heute in einer überwiegend männlich geprägten Arbeitswelt.<br />
Was lag also näher, als das internationale Netzwerk der Webgrrls um eine weitere Dependance<br />
zu erweitern?<br />
So kam es, daß ich im August 1997 mit Webgrrls Deutschland begann &#8211;<br />
ohne zu wissen, worauf ich mich letztendlich einlasse&#8230;  </span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b>  Welche Hilfe bieten die webgrrls Frauen, die beruflich<br />
mit dem<br />
Internet zu tun haben oder auch jungen Frauen, die sich dafür<br />
interessieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Virtueller Erfahrungsaustausch via 4 Mailinglisten: Job, Business,<br />
Webentwicklung und  Privat. Ferner gibt es inzwischen 6 Regionalgruppen<br />
(Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, München) die ein<br />
sehr umfangreiches Programm anbieten: von Stammtischen bis hin zu<br />
Workshops und Vorträgen (Webdesign, HTML-Programmierung, Existenz-<br />
Gründung, Online-Recht, etc.). Für junge Frauen in der Berufsfindungsphase<br />
werden Orientierungsveranstaltungen angeboten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Gibt es Bemühungen seitens der webgrrls, diejenigen Frauen und<br />
Mädchen zu erreichen, bei denen noch Hemmungen gegenüber diesem Medium<br />
vorhanden sind, und wie sehen diese Bemühungen aus?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Mit der Möglichkeit, sich über die Webgrrls-Mailinglisten virtuell<br />
auszutauschen,<br />
sind unsere Mitgliedsfrauen räumlich und zeitlich ungebunden.  Gerade<br />
für Frauen in ländlichen Regionen oder für Frauen, die zeitweise im Ausland<br />
tätig sind oder ein Austauschsemester absolvieren, stellt dies somit eine ideale<br />
Form der Vernetzung dar: unkompliziert und effizient. Eine Voraussetzung um<br />
Webgrrl zu werden ist allerdings die Nutzung eines Email-Accounts. Für Frauen,<br />
die noch Hemmungen gegenüber dem Internet haben, oder für junge Frauen in<br />
der Berufsfindungsphase bieten die Webgrrls jedoch regelmäßig Informations-<br />
Veranstaltungen an. Und natürlich leisten viele unserer Mitgliedsfrauen<br />
tatkräftige Überzeugungsarbeit  in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass Frauen und Mädchen trotz<br />
steigender User-Zahlen immer noch eine unterrepräsentierte Gruppe in den<br />
neuen Medien sind? Gibt es irgendwelche speziellen Hindernisse, die<br />
gerade Frauen und Mädchen auf dem Weg ins Internet zu überwinden haben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Frauen setzen sich mit dem Medium Internet anders auseinander als Männer.<br />
Um es auf einen Punkt zu bringen: &quot;for men it&#8217;s a toy, for women it&#8217;s a tool&quot;.<br />
Zugegebenermaßen waren viele Internetanwendungen in den frühen Jahren des<br />
World Wide Webs nicht sehr nutzenorientiert und erst in den letzten ein, zwei<br />
Jahren haben wir einen verstärkte Entwicklung von Mehrwert-orientierten<br />
Anwendungen (e-commerce, e-banking, e-auktionen u.s.w.) gesehen. Hinzu kommt,<br />
daß viele Frauen die Chancen, die Ihnen das Internet bieten um den Alltag leichter<br />
zu gestalten, oft nicht für sich erkennen. Für sie steht primär der Computer<br />
und all der technische Kauderwelsch im Vordergrund. Daß der Computer<br />
letztendlich aber nur das Tool ist im Internet von A nach B zu kommen , sehen<br />
sie oft nicht. So wie man nicht wissen muß wie ein Auto bis ins letzte Detail funktioniert,<br />
um von A nach B zu kommen, braucht man auch nicht zu wissen, wie ein Computer<br />
funktioniert, um surfen zu können. Die Frauen aber, die sich mit den Chancen des<br />
Internets auseinandersetzen, sind oftmals restlos begeistert. In Aliza Shermans Buch<br />
Cybergrrl &#8211; der Internetguide für Frauen (Signum Verlag) finden sich ein Vielzahl<br />
von weiblichen Biographien, die diese Tatsache sehr schön unterstreicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Wie wird sich ihrer Meinung nach die Situation für Frauen in der<br />
Informationsgesellschaft in den nächsten Jahren ändern?<br />
Denken Sie, dass zur Verbesserung der Situation der Frauen in diesem<br />
Bereich auch Impulse aus der Politik nötig sind und wenn ja, wie könnten<br />
diese aussehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schertler</b>: Wie ein Blick über den großen Teich zeigt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis<br />
die Internetnutzerschaft zu gleichen Teilen männlich und weiblich ist. Sinkende<br />
Telekommunikationskosten, nutzenorientierte Internetapplikationen für die<br />
Zielgruppe &quot;Frauen&quot; und Aktionen wie &quot;Frauen ans Netz&quot;  initiiert von der<br />
Telekom, der Frauenzeitschrift Brigitte und der Intitiative &quot;Frauen geben<br />
Technik neue Impulse&quot; unterstützen den ohnehin nicht zu bremsenden<br />
Trend zu einer verstärkt weiblichen Nutzerschaft.<br />
Weniger optimistisch ist mein Ausblick jedoch, wenn es darum geht, die Berufswahl junger<br />
Frauen zu beurteilen. Leider stehen immer noch die klassischen &#8211; und<br />
schlecht bezahlten &#8211; Frauenberufe auf der Beliebtheitskala weit oben. Daß aber<br />
im Bereich der Neuen Medien die Sterne so leicht zu greifen sind, übersehen viele.<br />
Hier fehlt es meiner Meinung nach an gezielter Förderung von Mädchen im<br />
Hinblick auf die neuen Medien sowie an weiblichen Vorbildern in der Gesellschaft.<br />
Hier ist die Politik gefordert &#8211; aber auch Netzwerk wie Webgrrls Deutschland leisten<br />
hierzu einen wichtigen Beitrag indem sie junge Frauen für die Neuen Medien<br />
begeistern und ihnen als berufliche Vorbilder dienen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Vielen Dank für das Gespräch.<br />
<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führte Jana Schröder.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/uncategorized/webwerkzeuge-fuer-frauen-587/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frauennews aus aller Welt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/frauennews_aus_aller_welt-588/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/frauennews_aus_aller_welt-588/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauennews]]></category>
		<category><![CDATA[Jana Arakeljan]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/frauennews_aus_aller_welt-588/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Auf der Suche nach einem Frauenmagazin im Internet stößt man schnell auf all diejenigen
Magazine für Frauen, die es auch am Kiosk gibt- ob Brigitte, Amica oder Allegra- sie alle
sind mittlerweile im Netz vertreten.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Auf der Suche nach einem Frauenmagazin im Internet stößt man schnell auf all diejenigen<br />
Magazine für Frauen, die es auch am Kiosk gibt- ob Brigitte, Amica oder Allegra- sie alle<br />
sind mittlerweile im Netz vertreten.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber es gibt auch ein Magazin, das man nur im Internet finden wird- die<br />
<a href="http://www.frauennews.de/">frauennews</a>. Jana Arakeljan hat vor zweieinhalb Jahren<br />
dieses Ein &#8211; Frauen &#8211; Projekt geschaffen, das sich nicht mit den üblichen Themen zwischen<br />
Schönheitstipps und Partnerschaftsproblemen befaßt. Die frauennews entstanden  vielmehr aus<br />
der Beobachtung heraus, dass frauenpolitische Nachrichten zwar noch in den Presseagenturen<br />
Aufnahme finden, in den Tagesmedien jedoch kaum erscheinen: &quot;frauennews entstand aus diesem<br />
Defizit. Das, was ich vermißte und mir wünschte, habe ich mit dem e- zine umgesetzt. Es<br />
bestätigt aber auch: was im Internet abgerufen werden will, muß erstmal eine/r reinstellen&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Also bietet Arakeljan in ihrem Angebot journalistisch aufbereitete und regelmäßig aktualisierte<br />
Nachrichten, die man sonst vergeblich sucht, beispielsweise  über die Lage der Frauen im<br />
Kosovokrieg. Neben den aktuellen News gibt es eine lange Reihe von Special-Themen: Frauen<br />
businesslike, die Geschichte der Frauenbewegung, die Situation von Frauen in Ländern wie<br />
Afghanistan oder Indien und vieles mehr. Hier stellt sie eine Fülle von<br />
Hintergrundinformationen und Links zur weiteren Recherche zur Verfügung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jana Arakeljan gibt auf ihren Seiten &quot;Tipps zum böser werden&quot; von A bis W &#8211;<br />
ein Auszug:<br />
&quot;Cross-Targeting : Frauen/ -Gruppen treten für andere Frauen/ Gruppen ein,<br />
wenn diese belästigt, diskriminiert o. ä. werden, da die Betroffenen sich<br />
oft nicht selbst wehren können oder sich in ihrer direkten Situation nicht trauen.<br />
Die unbeteiligte Gruppe kann dagegen den Mißstand öffentlichkeitswirksam anprangern.&quot;<br />
Außerdem findet man Buchempfehlungen für Mädchen (und Jungen) und Fernseh- und Kinotipps.<br />
Auf einem pinboard können Kotakte geknüpft und Veranstaltungen angekündigt werden. Dieses<br />
Angebot wird von vielen Fraueninitiativen rege genutzt und ist ein gutes Beispiel für das<br />
Networking, dass zwischen Frauen betrieben wird. Jeder der einen Termin für Frauen<br />
veröffentlichen möchte, kann das an dieser Stelle völlig kostenlos tun. In einem Pool<br />
werden darüber hinaus wissenschaftliche Arbeiten zu &quot;Frauenthemen&quot; gesammelt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dass das &quot;Networking&quot; bei Frauenangeboten im Internet groß geschrieben wird, sieht man<br />
daran, dass die frauennews zusammen mit anderen Frauenprojekten eine gemeinsame<br />
Einstiegsseite im Netz haben. Auf der Seite <a href="http://www.woman.de/">www.woman.de</a><br />
werden folglich vier &quot;große Links&quot; angeboten: <br />
Eine <a href="http://www.woman.de/suche/index.html">Frauensuchmaschine</a><br />
mit Stichwortkatalog, die <a href="http://www.frauennews.de/">frauennews</a>,<br />
das <a href="http://internetfrauen.w4w.net/">Hamburger Frauen-Internet-Projekt</a><br />
und <a href="http://www.w4w.de/">Web for women</a>, &#8211; eine Internetproviderin für Frauen.<br />
Deshalb verstehen sich auch die frauennews als ein Netzknotenpunkt, an dem andere<br />
Frauenseiten verlinkt werden, Frauen eigene Beiträge veröffentlichen können, Projekte<br />
aus dem &quot;real life&quot; vorgestellt werden, ein Austausch an Informationen stattfindet und<br />
wo Frauenaktionen und -organisationen aktiv durch PR unterstützt werden. Dabei ist es<br />
nicht leicht, ein nicht kommerziell &#8211; ambitioniertes Projekt wie die frauennews in<br />
völliger Eigenregie zu betreiben, vor allem aus finanzieller Sicht.<br />
&quot;Zwei Jahre frauennews bedeuten auch, daß es Zeit ist, eine finanzielle,<br />
sehr einseitige Belastung abzubauen. Leider sehe ich kaum Möglichkeiten,<br />
finanzielle Quellen anzuzapfen. Es sieht so aus, daß<br />
Frauen kaum Förderungswege offen stehen.&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und so ist der größte Wunsch der Macherin für den dritten Geburtstag ihres Magazins<br />
im nächsten Jahr ein bescheidener: &quot;endlich mal die Frauen zu einem gemeinsamen Essen<br />
einladen zu können, die direkt oder indirekt Anteil an frauennews haben. Das hatte ich<br />
mir immer vorgenommen &#8211; die Geburtstage von frauennews auch mit Frauen zu feiern!&quot; und<br />
außerdem:<br />
&quot;Ich wünsche mir, daß es mit frauennews kontinuierlich weitergeht. Ein gutes Projekt soll<br />
angeblich daran erkennbar sein, daß es nie zu Ende ist. Gern möchte ich, daß frauennews<br />
ein Wachsen mit den Wünschen und Ansprüchen frauenbewegter Userinnen erlebt.&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jana Arakeljan hat mit den frauennews ein Internetmagazin geschaffen, das eine wichtige<br />
Ergänzung zu den Nachrichten der Tagesmedien darstellt. Es wäre ihr zu wünschen, dass im<br />
März nächsten Jahres irgendwo viele Frauen zusammen an einem Tisch sitzen, um gemeinsam den<br />
dritten Geburtstag dieses engagierten Projektes zu feiern. </span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/frauennews_aus_aller_welt-588/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
