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	<title>Fridays for Future &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Weltrettung per „Bürger*innenversammlung“ ?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2019 16:42:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fridays for Future]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="empty-space empty-single" ><span class="empty-space-inner"></span></div>
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<p>Dass die lokalen demokratischen Strukturen wichtiger sind, steht außer Frage. Sie sind der Garant für das gelingende Miteinander, der Sozialraum ist Teilhabe- und Mitgestaltungsmöglichkeit. Dass die Teilnahme an Wahlen oder die Partizipation an lokalen Strukturen nichts kosten darf, ist unumstößlich und nicht verhandelbar. Doch darum geht es doch beim Event in Berlin gar nicht.</p>
<p>Da werden in der Diskussion mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen.</p>
<p>Dass Einzelne einer Bewegung einen großen Event auf die Beine stellen wollen, dafür eine solide Finanzierung brauchen und diese nach guten Gepflogenheiten des solidarischen Denkens über Crowdfunding im Internet stemmen möchten, ist ein Paradebeispiel für Engagement.</p>
<p>Es ist mitnichten der Ausschluss Einzelner durch die Tatsache, dass ein Ticket für die Veranstaltung (die anteilige Miete) Geld kostet. Fast 30 €, soviel wie Mittdreißiger an einem Abend in der Bar auf den Kopf hauen bevor es Mitternacht ist, wow. Das ist knapp gerechnet. Was würdet ihr denn tun, die Solikasse aufstellen? Den Event an einen Hauptsponsor verkaufen?</p>
<p>Okay, das Werbevideo ist ironisch („So billig war die Weltrettung noch nie!“).</p>
<p>Nach Berlin kommt mal so eben auch nicht jeder, aber zur Hölle nochmal wir waren früher auch auf Demos und uns hat auch keiner die Fahrt und das Drumherum gezahlt. Wir haben es trotzdem getan, weil wir davon überzeugt waren, was wir getan haben.</p>
<p>Im Ernst. Man ist aufgerufen, im Vorfeld mit zu organisieren und zu planen, man kann sich auch ohne zu zahlen einbringen. Eine Petition ist eine Online-Sache, ich kann also von überall auf der Welt teilnehmen. Wie die Organisator*innen selbst schreiben, mieten 90.000 Bürger*innen das Stadion und genau das ist die richtige Sichtweise.</p>
<p>Eine Gruppe Bürger*innen engagiert sich im Sinne unserer Demokratie und das hat unser aller Unterstützung verdient. Wenn sich in diesen unruhigen Zeiten Menschen auf den Weg machen für Politik und die Demokratie zu begeistern, dann muss das zumindest auf wohlwollendes Schweigen und nicht auf derart laute Kritik treffen.</p>
<p>Es sei unökologisch, dass sich 90.000 Menschen zentral in Berlin treffen, es sei neoliberal und würde die Armen ausschließen. Und das alles an einer Stelle, an der damals dem Führer zugejubelt wurde. Auf einmal müsse man Eintritt für die Demokratie zahlen, so nur ein paar eurer völlig unpassenden Argumente.</p>
<p>5 € in die Totschlagargumentkasse. So schaffen wir Demokrat*innen es ganz prima, uns selbst ein Bein zu stellen.</p>
<p>Ey, was ist denn mit euch los?</p>
<p>Wenn ihr ganzen Hater selbst ein dezentrales Meetup für die Demokratie organisiert und es sicher so viel ökologischer, toller, partizipativer und demokratischer wird, dann geht 2020 für uns alle aber demokratisch durch die Decke. Und ich feier euch alle.</p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-top pos-center align_center column_child col-lg-4 styleptrl--sidebar single-internal-gutter"><div class="uncol style-light sticky-element sticky-sidebar shift_y_neg_single" ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding style-color-182705-bg  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-center"><div class="single-wrapper" style="max-width: 40%;"><div class="tmb tmb-light  img-circle tmb-bordered tmb-img-ratio tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper img-circle img-thumbnail"><div class="dummy" style="padding-top: 100%;"></div><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-157770" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/11/tmittelbach-356.jpg" width="250" height="250" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/11/tmittelbach-356.jpg 250w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/11/tmittelbach-356-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Tom Mittelbach</strong></p>
<p>Tom Mittelbach arbeitet als musisch-technischer Fachlehrer ( Sport, Technik, Ethik und Naturwissenschaft und Technik) SMV-Beauftragter und Fortbilder offener Fortbildungsformate (u.A. Barcamp) in Laupheim in Baden-Württemberg. Vorher war er in der Jugendsozialarbeit tätig und saß bis zum Umzug aufs Land im Ulmer Stadtrat. Er bloggt auf https://www.tommittelbach.org/ über “das Leben, Sport, zeitgemäße Bildung und Schule”</p>
</div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row limit-width row-container" id="row-unique-2"><div class="row single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="vc_row row-internal row-container"><div class="row row-child"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_child col-lg-8 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light shift_y_neg_single" ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding style-color-662086-bg" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media styleptrl--quote--top text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-img-ratio tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><div class="fluid-svg"><span id="icon-112022" style="width:62px" class="icon-media"><img decoding="async" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2019/11/icon-quotes-99.svg" alt=""></span></div></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h4 class="h4 font-weight-600" ><span>Contra-Standpunkt Alexa Schaegner</span></h4></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column" ><p>Ich lese auf Twitter etwas über eine geplante Bürger*innenversammlung mit Fridays for Future im Olympiastadion mit 90.000 Personen und denke:</p>
<p>Cool!! Das könnte interessant werden….Vielleicht ein bisschen merkwürdig die Ortswahl aber hey, vielleicht gibts da nen guten Grund…</p>
<p>“Soll durch Crowdfunding finanziert werden, deswegen kosten die Tickets 29.90 Euro.”</p>
<p>Ok, eigentlich sollte Bürgerbeteiligung jetzt keinen Eintritt kosten, warum nehmen die keine Sponsoren? Aber gut, es soll ja Soli -Tickets geben…</p>
<p>Während ich noch die begleitende Info prozessiere, dass es sich bei den Organisator*innen gar nicht um FFF sondern ein Berliner Start-Up für nachhaltige Kondome handelt, lese ich das:</p>
<p>„Ich glaube, unsere Demokratie braucht im Moment ein bisschen Eventisierung und ein bisschen Power, damit wir wieder merken, was es alles für wahnsinnig tolle Mittel gibt in diesem geilen System. “</p>
<p>Jetzt überfällt mich Ungläubigkeit. Vor meinem geistigen Auge sehe ich erst Dieter Bohlen (“Mega geil dieses System…”), dann Trump im Olympiastadion vor einer Menschenmasse schreien: Make Democracy great again!</p>
<p>Wir müssen also die Demokratie “eventisieren”? Gesagt hat das Philip Siefer, einer der Gründer der „Einhorn GmbH” und Initiator*innen von 12/06/2020 Olympia.</p>
<p>Ich lese weiter, viel auf Twitter und alle Medienberichte die ich finden kann über den “Super-Bowl” der Demokratie und sehe eine Video mit Charlotte Roche und anderen in dem mir erklärt wird, dass es noch nie so “billig” war die Welt zu retten.</p>
<p>Man kann jetzt, wie beispielsweise aus dem Fridays for Future Umfeld mehrfach gelesen, das Wording als “missglückte Ironie“ oder “unausgereift” bezeichnen und hoffen, dass das Event selbst ganz anders wird als diese Ankündigungen vermuten lassen.</p>
<p>Aber dieses Start-Up Marketing-Buzzwording ist ja nicht zufällig so gewählt sondern zielt ab auf die Erreichung der “Masse” und auf Emotionalisierung statt auf Inhalte. Was mich wirklich wütend macht ist, dass in einem Atemzug mit dem “Super Bowl der Demokratie” suggeriert wird, so könnten gemeinsam gesellschaftliche Veränderungen angestoßen werden.</p>
<p>Echte, wirksame Bürgerbeteiligung ist an den Menschen orientiert, die teilhaben, hat immer ein Ziel vor Augen und macht das auch transparent. Dazu braucht es gute, ausgereifte Konzepte, um sicherzustellen, dass die Hoffnungen, mit denen Menschen sich auf Beteiligungserfahrungen einlassen, so wenig wie möglich enttäuscht werden. Einfach mal so testweise mit möglichst vielen Menschen zusammenzukommen, ein bisschen emotionale Feel-Good-Festivalatmosphäre schnuppern (“Wir werden danach mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, einen weiteren Schritt in Richtung Veränderung unternommen zu haben”) ist völlig ok und vielleicht auch aktivierend für manche, ist aber eben keine Bürgerbeteiligung.</p>
<p>Vielleicht wissen das die Organisator*innen der Einhorn GmbH nicht? Oder es ihnen egal? Vielleicht ist es aber auch Absicht, weil es ihnen weniger um die “Weltrettung”, sondern mehr um die Stärkung der eigenen Marke geht.</p>
<p>Mein Vorschlag: Überarbeiten Sie ihr Konzept nochmal und machen transparenter, worum es hier eigentlich geht. Oder noch besser: Fridays for Future übernimmt das Ruder und macht ein politisches Klimafestival draus? Bei alledem unterstütze ich gern, wo ich kann.</p>
<p>Wenn das Event aber so bleibt, wie es ist, wird es im besten Falle eine Placebo-Veranstaltung, ein als Bürger*innen Versammlung getarntes, semi-politisches Hipster-Festival. Im schlimmsten Falle kommen da Menschen mit konkreten politischen Hoffnungen hin, die dann leider enttäuscht werden und sich das nächste Mal zweimal überlegen, ob sie sich irgendwo engagieren sollen. Und was möglicherweise schon ein Stück weit passiert ist: Es leidet die Glaubwürdigkeit der Fridays for Future Bewegung, deren Akteur*innen durch authentisches Interesse und der Orientierung an Inhalten rund um den Klimaschutz wahnsinnig viele Menschen erreicht haben.</p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-top pos-center align_center column_child col-lg-4 styleptrl--sidebar single-internal-gutter"><div class="uncol style-light sticky-element sticky-sidebar shift_y_neg_single" ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding style-color-182705-bg" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-center"><div class="single-wrapper" style="max-width: 40%;"><div class="tmb tmb-light  img-circle tmb-bordered tmb-img-ratio tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper img-circle img-thumbnail"><div class="dummy" style="padding-top: 100%;"></div><img decoding="async" class="wp-image-157732" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/03/aschaegner-357-uai-243x243.jpg" width="243" height="243" alt=""></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Alexa Schaegner</strong></p>
<p>Alexa Schaegner studierte Politikwissenschaften und Publizistik an der Universität Wien und der Freien Universität Berlin und schrieb ihre Masterarbeit zu Liquid Democracy und der Online-Bürgerbeteiligung der Internet-Enquete. Seit April 2013 arbeitet sie in der Redaktion von politik-digital.de. Als Redakteurin organisierte sie hauptsächlich Hangout-Formate wie die Digitale Bürgersprechstunde und die Berliner Hinterhofgespräche und schrieb an einem Gutachten für das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) zur Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit mit. Seit Ende 2014 arbeitet sie als Projektleitung für &#8220;aula -Schule gemeinsam gestalten&#8221; und engagiert sich für partizipative, offene Bildungsformate.</p>
</div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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			</item>
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		<title>Medienpädagogischer Küchentalk: die Jugend wird lauter</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/medienpaedagogischer-kuechentalk-156211/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paulina Fried]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2019 13:47:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Fridays for Future]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogischer Küchentalk]]></category>
		<category><![CDATA[politische Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Rezo]]></category>
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</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die besten Gespräche finden bekanntlich in der Küche statt. Sie leben von einer offenen Atmosphäre, in der alle Menschen gleichberechtigt sind und jede Meinung zählt. Genau diese Stimmung versuchen die Veranstaltenden der Medienpädagogischen Küchentalks zu kreieren. Dazu laden sie interessante Gäste ein, mit denen sie aktuelle Fragen zu Medienbildung, Politik und digitaler Gesellschaft diskutieren. Ein Platz am Küchentisch bleibt frei, sodass Gäste aus dem Publikum stets die Möglichkeit haben, sich am Gespräch zu beteiligen.</p>
<p>Ein Blick in die Medien zeigt: das Thema des fünften Küchentalks ist hochaktuell. Jugendliche Stimmen werden lauter – sei es auf der Straße oder im digitalen Raum. Sie fordern eine bessere Zukunft, ein freies Internet und vor allem lassen sie sich nicht länger ignorieren.</p>
<p>Mit von der Partie waren dieses Mal neben den Moderierenden Kristin Narr (GMK) und Björn Schreiber (FSM) vier kompetente Gäste mit unterschiedlichen Blickwinkeln: Während Lilly Oesterreich (politik-digital e.V.) von ihren Erfahrungen in der Projektarbeit mit Jugendlichen berichtete, lieferte André Nagel von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) den theoretischen Überbau zur Thematik. Die Dritte im Bunde, Franziska Hoferer, ist selbst seit Kindheitstagen in der Deutschen Katholischen Jugend  (BDKJ) Speyer politisch aktiv und Christopher Lawniczak konnte als Vorsitzender der Jungen Union Berlin Einblicke in die Arbeit einer politischen Jugendorganisation liefern.</p>
<h3><strong>Vom Klopapier zum Klimawandel – wofür brennt die Jugend?</strong></h3>
<p>Welche Inhalte interessieren Jugendliche? Diese Frage kann Oesterreich, die beim Beteiligungsprojekt <a href="http://aula-blog.website" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aula</a> mitverantwortlich für die Koordination und die Entwicklung der didaktischen Materialen ist, aus ihrer eigenen Erfahrung beantworten: „Es geht immer stark um das Lebensumfeld der Jugendlichen. Damit sie sich für etwas interessieren, sich zu etwas positionieren und sich engagieren, muss es eine klare Betroffenheit geben.“ Zu Anfang der Projektarbeit gehe es um banale Fragen wie: „Gibt es auf der Toilette genug Klopapier?“ Allerdings, so betont Oesterreich, entwickelten die Jugendlichen im Laufe der Projektzeit Visionen: „Sie bekommen zu spüren was es heißt, den eigenen Willen zu äußern und dafür einzustehen. Plötzlich stehen Themen wie die Unterrichtsgestaltung im Vordergrund.“</p>
<p>Lawniczak bestätigt Oesterreichs These von der Wichtigkeit der eigenen Betroffenheit als Voraussetzung für Engagement. Was sie in der JU umtreibe, sei „alles was den eigenen Lebensbereich tangiert, also die wachsende Stadt, der Verkehr und die Zukunft des Sportvereins.“ Und im digitalen Raum? Beherrschen dort auch die lebensweltlichen Themen den politischen Diskurs der Jugend? Vor Fridays for Future hätte man nicht ahnen können, dass gerade ein so komplexes Thema wie Klimapolitik Jugendliche abholen würde, merkt Nagel an. Verwundert scheint er darüber nicht. Schließlich habe sich schon in der letzten Shell Jugendstudie angekündigt, dass sich unter Jugendlichen ein immer stärkeres Umweltbewusstsein entwickelte.</p>
<h3><strong>Die Rezo-Affäre – digital native vs. digital naiv</strong></h3>
<p>Die Rezo-Affäre hat so eindeutig wie kein anderes Vorkommnis der jüngsten Zeit verdeutlicht, wie groß der Gap zwischen den digitalen Kompetenzen der Jugend und der etablierten Politik derzeit ist. Während Oesterreich bei den Politikerinnen und Politikern vor allem eine komplette Überforderung beobachtet habe, ärgert sich Lawniczak über seine Mutterpartei. Die CDU habe in der Rezo-Affäre „maximal schlecht reagiert.“ Er findet, ein elfseitiges PDF als Reaktion auf ein Youtube-Video sei das Gegenteil von zielgruppenadäquat. Könnte die JU denn nicht eine Vermittlungsrolle übernehmen und AKK und Co. erklären, wie der digitale Hase läuft? Dieser Vorschlag käme ständig, so Lawniczak: „Macht doch mal was Freches!“, heiße es dann. Das Problem des Rezo-Videos sei auch gewesen, dass sich die Politik darauf nicht habe vorbereiten können, so Nagel. Er beklagt, dass im Nachhinein kaum über die Inhalte des Videos gesprochen wurde, sondern lediglich über den Umgang mit Youtubern. An dieser Stelle widerspricht Lawniczak: „Rezo hat zehn Mal ,<i>Das ist Fakt’</i> gesagt, aber das macht die Kausalkette auch nicht besser. Ich halte seine Tat für maximal populistisch. Deswegen finde ich es gut, dass wir nicht über Inhalte reden, sondern nur über das was da passiert ist.“</p>
<p>Ob Fridays for Future oder Rezo: Es macht derzeit den Anschein, dass die Politik teilweise überrascht und empört darüber ist, dass sich die Jugend bemerkbar macht. Hoferer glaubt, man hätte diese bisher einfach nicht ernst genommen. Vor allem so lange es keine Proteste auf der Straße gegeben habe, fügt Nagel hinzu. Für ihn spielten allerdings auch polittaktische Gründe dabei eine Rolle. Schließlich seien Jugendliche ohne Wahlrecht einfach keine sehr attraktive Gruppe, um Wahlkampf zu machen.</p>
<p>Und wie lösen wir nun das Problem der Schere zwischen Jung und Alt, zwischen digital native und digital naiv? Gerade in Hinblick auf die immer älter werdende Zivilgesellschaft, plädiert Oesterreich dafür, schnell (digitale) Räume für den generationellen Austausch zu schaffen. Dafür müsse aber erst mal eine Bereitschaft der Erwachsenen erzeugt werden, sich mit der (digitalen) Lebenswelt der Jugendlichen auseinanderzusetzen. Medienpädagogisch müsse man aber bei den Jugendlichen ansetzen, so Nagel. In diesem Kontext lobt er aula als Vorzeigeprojekt. Man brauche mehr solcher Beteiligungsprojekte, bei denen Jugendliche schon früh Demokratie lernen und Selbstwirksamkeit erfahren. Es gehe vor allem um die Vermittlung von (demokratischen) Kompetenzen, so Oesterreich. Im herkömmlichen Unterricht finde das kaum statt. aula versuche deshalb Demokratie konkret anhand alltäglicher Erfahrungen erlebbar zu machen.</p>
<p>Anmerkung: <a href="http://aula-blog.website/team/lilly-oesterreich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lilly Oesterreich</a> arbeitet seit Oktober 2018 bei politik-digital e.V.. Sie unterstützt das Projekt aula in der Koordination und bei der Entwicklung der didaktischen Materialien und führt Workshops an Schulen mit den Jugendlichen durch.</p>
<p>Den Mitschnitt vom Medienpädagogischen Küchentalk #5 finden Sie <a href="https://youtu.be/Iw0ATKgTiYY" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier.</a></p>
<p><strong>Titelbild:</strong> © FSM/Thomas Imo – photothek.net</p>
<p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div>
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