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	<title>Friedrich-Ebert-Stiftung &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Friedrich-Ebert-Stiftung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Sicherheit, Selbstbestimmung, Fairness und Teilhabe – Verbraucherpolitik im digitalen Wandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2019 13:17:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat am 2. September in Berlin ihre Handlungsempfehlungen für die Verbraucherpolitik im digitalen Zeitalter vorgestellt. Das Positionspapier, welches von einer breit aufgestellten Projektgruppe ausgearbeitet wurde, bezieht sich auf die drei Handlungsfelder: Sicherheit von digitalen Produkten, Selbstbestimmung in der digitalen Sphäre, sowie Fairness und Teilhabe bei künstlicher Intelligenz und automatisierten Entscheidungen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Neue Anforderungen an die Verbraucherpolitik</h3>
<p>Als die wesentlichen Trends der aktuellen Zeit, welche sich in veränderten Anforderungen an die Verbraucherpolitik widerspiegeln, nennt FES-Referent Dr. Robert Philipps eine Veränderung der Konsumwelt durch neue digitale und vernetzte Produkte und die Sammlung, Auswertung und Nutzung von Verbraucherdaten. Auch die dadurch entstehenden personalisierten Angebote und eine Automatisierung von Verfahren durch KI-basierte Algorithmen, die beispielsweise Entscheidungen bei Auswahlverfahren vorbereiten oder selbstständig treffen können, stellen neue Herausforderungen dar. Die positiven Aspekte dieser Entwicklungen sieht er in einer Erweiterung von Konsummöglichkeiten, in Prosuming-Konzepten, also der Möglichkeit für Verbraucher selbst als Mitarbeiter bzw. Anbieter tätig zu werden, sowie in einer erhöhten Markttransparenz beispielsweise durch Vergleichsportale.</p>
<p>Probleme ergeben sich laut dem <a href="http://library.fes.de/pdf-files/wiso/15633.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Positionspapier</a> in allen drei betrachteten Bereichen, vor allem durch die Erhebung personenbezogener Daten und deren Missbrauch. Im Bereich der Sicherheit fordert die Projektgruppe daher ein IT-Sicherheitsrecht, das definierte Mindeststandards, eine Updatepflicht für Hersteller und Zulassungsverfahren bei bestimmten Produkten vorsieht. Zur Durchsetzung des Rechts auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung, die im digitalen Bereich heute nicht gegeben sind, empfiehlt die FES in erster Linie eine Stärkung der Rechtsdurchsetzung.</p>
<p>Möglich sei jedoch auch eine Förderung von datensparsamen Produkten oder die Entwicklung neuer digitaler Lösungsoptionen, die Datenströme kontrollieren und steuern könnten. Zum Thema Fairness und Teilhabe hat sich die Projektgruppe insbesondere mit Algorithmen auseinandergesetzt, also den automatisierten Verfahren zum Treffen von Entscheidungen. Probleme bestehen hier bei intransparenten Verfahren und Fällen von Diskriminierung. Gefordert wird daher eine gesetzliche Verpflichtung zur Nachvollziehbarkeit, eine gesetzliche Verschärfung der Haftung von Anbietern und eine gleichzeitige Stärkung der Aufsichtsbehörden.</p>
<p>Im Anschluss an die Vorstellung des Papiers kamen die Podiumsgäste unter der Moderation von Prof. Dr. Christian Thorun, Geschäftsführer des ConPolicy Instituts für Verbraucherpolitik, zusammen, um die vorgestellten Punkte zu diskutieren. Als Diskussionsgäste waren Sabine Frank, Leiterin für Regulierung, Verbraucher- und Jugendschutz bei der Google Germany GmbH, Sarah Ryglewski, Mitglied des Deutschen Bundestags und neue Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale und Mitglied der Datenethikkommission der Bundesregierung, Peter Bihr, Managing Director der The Waving Cat GmbH und Dr. Claus Dieter Ulmer, Konzernbeauftragter für den Datenschutz der Deutschen Telekom Gruppe geladen.</p>
<h3>Frage der Haftbarkeit</h3>
<p>Eine der wichtigsten Herausforderungen der digitalen Veränderungen für die Verbraucherpolitik sehen Peter Bihr und Klaus Müller in der Schwierigkeit, bei komplexen und oft vernetzten Systemen die Fehlerursache ausfindig zu machen. Daher sei eine Anpassung des Produkthaftungsgesetz an die Entwicklungen im digitalen Bereich nötig. Müller ist überzeugt, der Hersteller müsse für Updates und Wartung der Produkte verantwortlich sein, da nur dieser das nötige Know-How zur Verfügung hätte. Sabine Frank lehnt eine solche Regelung ab, da Software immer fehlerhaft sei. Wie auch Dr. Claus Dieter Ulmer sieht sie eine Verantwortung beim Verbraucher, der ein Bewusstsein für Datensicherheit entwickeln müsse. Sarah Ryglewski erachtet Vorschriften und gesetzliche Regelungen an den Stellen für sinnvoll, wo es extreme Sicherheitsprobleme gibt, wie beispielsweise bei der Verschlüsselung von Emails. Von Prof. Dr.-Ing. Adam Wolisz kam aus dem Publikum der Einwand, dass jegliche Form der Rechtsschaffung im digitalen Bereich heute nur „Archäologieforschung“ sei. Aufgrund der immer schneller voranschreitenden Entwicklung dauere die Gesetzgebung zu lang, um zeitgemäße Gesetze zu verabschieden. Sarah Ryglewski sieht die Lösung für dieses Problem in einer besseren generelleren Formulierung von Gesetzen mit Antizipation zukünftiger Entwicklungen. Klaus Müller erkennt eine Möglichkeit in einer Pflichtversicherung für den digitalen Bereich, um Schäden zu einem gewissen Grad auszugleichen, wenn die Frage der Haftbarkeit nicht geklärt werden kann.</p>
<p>Beim zweiten Themenfeld, der Selbstbestimmung, nennt Sarah Ryglewski eine wichtige Herausforderung mit der „Verständlichmachung“, beispielsweise bei der Datenerhebung. Auch Dr. Claus Dieter Ulmer und Sabine Frank wünschen sich in Bezug auf die Datenschutzgrundverordnung eine Konkretisierung und Abstimmung der Behörden. Klaus Müller kann sich hier auch technologische Entwicklungen von privaten oder öffentlichen Akteuren vorstellen, sogenannte „digitale Notare“, die aufgrund von vom Nutzer getroffenen Voreinstellungen die Datenweitergabe bei bestimmten Anbietern blockieren oder gewährleisten, ohne dass sich der Nutzer jedes Mal aufs Neue entscheiden muss.</p>
<p>Beim Themenfeld der Fairness und Teilhabe lag der Schwerpunkt auf dem Umgang mit Algorithmen. Während Klaus Müller für Algorithmen eine Input- und Output-Kontrolle durch eine staatliche Behörde fordert, mit umgekehrter Beweispflicht bei den Unternehmen in kritischen Fällen, sieht Sabine Frank keinen Bedarf für eine behördliche Kontrolle. Bestehende Angebote wie Algorithmenwatch können diese Aufgabe schon übernehmen. Dr. Claus Dieter Ulmer schließt sich diesem Standpunkt an und betont das beidseitige Interesse von Unternehmen und Verbrauchern, Algorithmen fair zu gestalten und sie dafür den notwendigen Tests zu unterwerfen. Peter Bihr stellt zum Abschluss noch eine wichtige gesellschaftliche Frage: „In welchen Bereichen wollen wir überhaupt und wie weit wollen wir Algorithmen Kontrolle über unser Leben geben?“</p>
<p><strong>Titelbild by:</strong> politik-digital</p>
<p>
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</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>DigiKon 2015: Alles ist digital – nur die Politik nicht?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2015 17:46:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit 4.0]]></category>
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		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Ebert-Stiftung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt radikal verändern. Zu diesem Schluss kommen die Teilnehmer der DigiKon 2015 der Friedrich-Ebert-Stiftung. Darüber hinaus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-DigiKon15.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-147571" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Teaser-DigiKon15.jpg" alt="Teaser-DigiKon15" width="640" height="280" /></a>Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt radikal verändern. Zu diesem Schluss kommen die Teilnehmer der DigiKon 2015 der Friedrich-Ebert-Stiftung. Darüber hinaus sollte die Nutzung des Internet nicht als Revolution, sondern als Selbstverständlichkeit aufgefasst werden. Vor allem die Politik hinke in dieser Entwicklung sehr weit hinterher. Viele Thesen auf der zweitägigen Fachkonferenz waren nachvollziehbar – wirklich neu waren die meisten Erkenntnisse jedoch nicht.</p>
<p>“Wo bleibt der Mensch”, fragte der Vorsitzende der <a href="http://www.fes.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Friedrich-Ebert-Stiftung</a> Kurt Beck zu Beginn der #DigiKon15. Eine berechtigte Frage, da die Digitalisierung oft den Fokus auf die Technik, jedoch nicht auf die Arbeiterinnen und Arbeiter wirft. Der erste Tag der Fachtagung kreiste rund um die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Am zweiten Tag standen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Politik im Mittelpunkt. Zahlreiche Workshops versuchten, diese Problemstellungen mit verschiedenen Blickwinkeln zu erörtern. Im Zentrum der DigiKon standen jedoch zwei Podiumsdiskussionen mit prominenter Besetzung.</p>
<h3>Arbeit wird sich radikal verändern</h3>
<p>Die Podiumsdiskussion zur digitalen Zukunft von Wirtschaft und Arbeit kreiste vor allem um die Frage, was mit Arbeit im heutigen Sinne geschehen wird. Die Digitalisierung wird fast alle Branchen nachhaltig verändern. Jeder zweite Arbeitsplatz wird sich radikal verändern, meint Dieter Schweer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim <a href="http://bdi.eu/#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverband der Deutschen Industrie</a>. Große Unternehmen müssen sich transformieren, ergänzt Martin Ott, Managing Director bei Facebook, sonst werden sie in dieser Entwicklung untergehen. Autohersteller müssten beispielsweise künftig Mobilität verkaufen, keine Fahrzeuge. Dieser Ansicht ist Start-Up-Beraterin Stephanie Renner, Gründerin des Online-Musiksenders <a href="https://www.tape.tv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tape.tv</a>. Es gehe um die Weiterentwicklung der Geschäftsfelder und deren Neuerfindung. Sie verstehe dabei die laufende Debatte um die Digitalisierung jedoch überhaupt nicht. Die Nutzung von digitalen Techniken sei für sie selbstverständlicher Arbeitsalltag, keine anstehende Revolution.</p>
<p>Es findet ein Strukturwandel statt, der teilweise auch noch unterschätzt wird, betont der Chef des <a href="http://www.dgb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Gewerkschaftsbunds</a> Reiner Hoffmann. Der Mensch müsse bei dieser Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Vor allem weiterbildende und qualifizierende Maßnahmen seien die Devise der Zukunft. Martin Ott bekräftigte, dass auch Fehler erlaubt sein müssen und als Motor für Innovation dienen können. Unternehmen dürften darüber hinaus auch keine Angst haben, ihr Geschäftsmodell grundsätzlich zu hinterfragen, um zukunftsfähig zu sein.</p>
<h3>Netzpolitik führt Nischendasein</h3>
<p>Mit der Frage, inwieweit das Internet die politische Kommunikation verändert, beschäftigten sich die Diskussion und die folgenden spezifischen Foren an Tag zwei. Parteien sind gut beraten, so Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Social Media und das Internet für sich zu nutzen. Jedoch sei das Netz dabei nur einer unter vielen Kommunikationskanälen. Die Politik habe „kein Kommunikationsproblem, sondern ein Substanzproblem“. Wer keine Inhalte hat, dem helfen auch die besten Kanäle nicht.</p>
<p>Er widerspricht jedoch der Euphorie, die durch die demokratischen Möglichkeiten des Internet ausgelöst wurde. Es entstünden segmentierte Teilöffentlichkeiten – nicht jeder beteilige sich. Gesamtgesellschaftliche Debatten bleiben weitestgehend aus. Das Internet ist kein demokratischer „Heilsbringer“, so Machnig. Valentina Kerst vom <a href="https://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zentrum für digitalen Fortschritt D64</a> entgegnete, dass die große Internet-Euphorie durch die Enthüllungen von Edward Snowden zwar gebremst wurde, mittlerweile aber wieder vorhanden sei. Netzpolitische Themen seien aber nach wie vor nicht wahlentscheidend. Man müsse eine „digitale DNA in die Politik bekommen“, um ein entsprechendes Bewusstsein für digitale Kommunikation zu schaffen.</p>
<h3>Gebremste Euphorie?</h3>
<p><a href="https://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzpolitik.org</a>-Chefredakteur Markus Beckedahl warf der Bundesregierung vor, netzpolitisch zu stagnieren. Seit den Enthüllungen von Snowden sei im Bereich Datenschutz nichts passiert, dafür aber <a href="http://politik-digital.de/news/bundestag-beschliesst-vorratsdatenspeicherung-147222/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Überwachung ausgebaut worden</a>. Wir befänden uns im Internet in einer „total überwachten Kommunikationsumgebung“. Auf die Interessen und Wünsche der BürgerInnen und Organisationen gehen die verantwortlichen PolitikerInnen dabei kaum ein, so Beckedahl. „Netzpolitische Diskurse werden von der Bundesregierung nur mit der Industrie geführt, nicht mit der Zivilgesellschaft.“</p>
<p>Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesjustizministerium, bescheinigte der Politik einen relativ guten Umgang mit dem Digitalen. Das Internet ist dabei jedoch kein reiner Kommunikationskanal, widersprach er Machnig. Aber auch Billen konstatiert, dass das „Paradies Internet“ unter den Enthüllungen des NSA-Whistleblowers gelitten hat. Wir müssten uns fragen, wie wir mit den zwangsweise anfallenden Daten in Zukunft umgehen wollen. Regulierung sei nötig, so Billen. Er prophezeite ein „Digitales Bürgerliches Gesetzbuch“, das sich mit solchen Fragen auseinandersetzt.</p>
<p>Im Internet, so ist sich die Runde einig, können aber auch wichtige politische Trends abgelesen werden. Zwar sei Klick-Aktivismus auf Plattformen wie <a href="https://www.change.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">change.org</a> nicht die effektivste Methode der demokratischen Partizipation. Jedoch zeige sich hier, was die Menschen bewegt – ein gesellschaftlicher „Seismograph“, so Machnig.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.fes.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Friedrich-Ebert-Stiftung</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></p>
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		<title>Links können auch rechts sein</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/links-koennen-auch-rechts-sein-124534/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Solinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 10:26:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Ebert-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Radke]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Thule-Netz]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihre rückwärts gewandte Ideologie hindert die ewig Gestrigen schon längst nicht mehr daran, moderne Kommunikationsmittel zu nutzen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung informierte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-124539" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/pfeil-1-630x472.jpg" width="630" height="472" /><br />
Ihre rückwärts gewandte Ideologie hindert die ewig Gestrigen schon längst nicht mehr daran, moderne Kommunikationsmittel zu nutzen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung informierte am 10. und 11. Dezember in Workshops und Vorträgen über die Methoden, Strukturen und Vorgehensweisen der extremen Rechten im Netz: Die Ausmaße sind alarmierend.</p>
<p>Bei Personen, die einen Laptop als „Klapprechner“ bezeichnen, würde man spontan wohl erst einmal kein sehr hohes Maß an Internetkompetenz vermuten. Aber der Eindruck täuscht: Extreme Rechte sind nicht nur seit Jahren sehr aktiv im Internet, sie gehörten sogar zu den Internetpionieren. Bereits zu Beginn der 1990er Jahre gründeten einige technisch Versierte das Thule-Netz, ein bundesweites Mailboxsystem. Noch vor dem Start des allgemein zugänglichen World Wide Web wurden dort unter dem Motto „Wach auf, wach auf du deutsches Land“ faschistische Propaganda verbreitet und Aufmärsche organisiert.</p>
<h3>Die braune Seite des Netzes</h3>
<p>Eine der ersten Parteien, die eine eigene Internetseite einrichteten, war die NPD. Das Facebookprofil der Partei verzeichnet heute fast 30.000 Fans – fünfmal mehr, als die Partei selbst Mitglieder hat. „Die Barriere ist im Internet einfach nicht mehr so hoch“, fasst <a href="http://politik-digital.de/der-nazi-melder/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Johannes Radke</a> das Problem zusammen. Der Journalist schreibt seit zehn Jahren speziell zum Thema Rechtsextremismus, betreut den ZEIT-online Blog „<a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">störungsmelder</a>“ und leitete auf der Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) einen Workshop mit dem Titel: „Sinnvolle Online-Recherche zur rechtsextremen Szene im Netz“. Seiner Beobachtung nach wurden Strukturen, Methoden und Symbole der Rechtsextremisten den neuen technischen Möglichkeiten mit beängstigendem Erfolg angepasst. Sie betreiben eigene Internetforen mit bis zu zehntausenden Mitgliedern. Es existiert sogar ein rechtsradikales Äquivalent zum Online-Lexikon Wikipedia &#8211; Holocaustleugnung und Führer-Kult in einem Design, das Wikipedia zum Verwechseln ähnlich sieht.</p>
<h3>Neue Nazis: Jenseits der deutschen Justiz</h3>
<p>Im Unterschied zu offline gemachten Äußerungen sind dem Rechtsstaat hier die Hände gebunden. Die Server vieler rechtsextremer Plattformen stehen im Ausland; meistens sind diese Domains in den USA oder Skandinavien registriert &#8211; und somit dem Zugriff deutscher Behörden entzogen. Deshalb können Videos mit rechtsradikalen Inhalten auf YouTube auch nicht einfach aus dem Netz genommen werden: Mit seinem Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien unterliegt das Unternehmen amerikanischem Gesetz, das solche Inhalte als Ausdruck der Meinungsfreiheit schützt.</p>
<h3>Wunde Punkte treffen</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/links-koennen-auch-rechts-sein/pfeile3/" rel="attachment wp-att-124557"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-124557 alignleft" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/pfeile3-305x386.jpg" width="305" height="386" /></a> Die Transparenz des Netzes wiederum macht die rechte Szene angreifbar. Mit einem falschen Facebookprofil und etwas Zeit kann jeder am Informationsstrom andocken und so beispielsweise rechtzeitig über unangemeldete Aufmärsche informieren –man nimmt damit allerdings in Kauf, zu den Unterstützern gezählt zu werden. Die Anonymität in den Foren kann durch kontinuierliche Beobachtung der Gespräche durchdrungen werden, berichtet Johannes Radke. Mit Hilfe kostenloser Onlinedienste kann man die <a href="http://denic.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Betreiber einer Internetseite ausfindig machen</a> oder <a href="http://www.utrace.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IP-Adressen zurückverfolgen</a>. Durch die Recherche eines von Rechten verwendeten <a href="http://tineye.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fotos</a> oder einer <a href="http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marke</a> lassen sich Urheberrechtsverletzungen aufspüren, die viel sicherer für Sanktionen sorgen als jede Beschwerde oder Klage.</p>
<p>Während die Rechtsextremen also bereits frühzeitig die Vorteile des Internets erkannt haben, birgt die exzessive Verlagerung der Kommunikation in den digitalen Raum für sie auch Nachteile. Doch für welche Seite auch immer das Internet  den größeren Vorteil darstellen mag: Fest steht, dass es sich bereits als Bühne der Rechtsradikalen etabliert hat und die übrigen Teile der Gesellschaft sich nun gezwungen sehen, darauf zu reagieren. Veranstaltungen wie die der FES, an der eine bunte Mischung aus Journalisten, Lehrern, Angestellten in der Jugendbildung und anderen Stiftungen sowie ein Beamter der Kriminalpolizei teilnahmen, werden wir in Zukunft noch öfters brauchen.</p>
<p><em>Mehr zum Thema erfahren Sie in dem neuen Buch von Johannes Radke und Toralf Staud: „Neue Nazis: Jenseits der NPD: Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von rechts“; erschienen bei KiWi-Paperback, zu haben für 9,99 €.</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-121978 alignleft" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Brücke zwischen analoger und digitaler Demokratie“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/brucke-zwischen-analoger-und-digitaler-demokratie-9703/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 12:07:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Ebert-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Alvar Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Lars Klingbeil]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Domscheit-Berg]]></category>
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					<description><![CDATA[Soeben ist die Zusammenfassung einer Vortragsreihe des norddeutschen „Julius-Leber Forums“ erschienen. In dem Dokument versammeln unter anderem Lars Klingbeil, Daniel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://politik-digital.de/%e2%80%9ebrucke-zwischen-analoger-und-digitaler-demokratie/fes_195x119_1-3/" rel="attachment wp-att-9707"><img decoding="async" class="size-full wp-image-9707 alignleft" title="Friedrich-Ebert-Stiftung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/FES_195x119_12.jpg" alt="" width="195" height="119" /></a>Soeben ist die Zusammenfassung einer Vortragsreihe des norddeutschen „Julius-Leber Forums“ erschienen. In dem Dokument versammeln unter anderem Lars Klingbeil, Daniel Domscheit-Berg und Alvar C. H. Freude ihre Positionen zu verschiedenen Teilaspekten der „digitalen Öffentlichkeit“.</strong></p>
<p>An öffentlichen Stellungnahmen zur wachsenden Bedeutung, zu Gefahren und Chancen der Digitalisierung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft besteht wahrlich kein Mangel. Die in ihrer Qualität recht unterschiedlichen Beiträge finden sich tagtäglich in den bekannten Blogs, Kommentarspalten und zunehmend auch auf den Feuilletonseiten der Printmedien. Die Klammer der netzpolitischen Debatte ist jedoch die Kurzatmigkeit, eine auf tagespolitische Entwicklungen oder aktuelle Internet-Skandale bezogene Debattenkultur, die dem Medium inhärent ist. Eher spärlich gesäht waren hingegen bisher längerfristig angelegte, multiperspektivische Diskussionsreihen und schriftlich fixierte Ergebnisse solcher Veranstaltungen. Das für die norddeutschen Bundesländer zuständige „<a href="http://www.julius-leber-forum.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julius Leber-Forum</a>“ der Friedrich-Ebert-Stiftung lässt den Wandel der digitalen Öffentlichkeit bereits seit dem Jahr 2010 in einer Veranstaltungsreihe diskutieren und hat nun einen ersten Zwischenbericht vorgelegt.</p>
<p>Die beiden Herausgeber Birthe Kretschmer und Frederic Werner haben eine überaus lesenswerte Zusammenstellung mit Beiträgen von insgesamt 13 Autorinnen und Autoren zu der Frage veröffentlicht, wie das Internet die Demokratie verändert. Unter den Verfassern der knapp 60-seitigen Publikation, die auf der Homepage der Friedrich-Ebert-Stiftung zum <a href="http://www.julius-leber-forum.de/projekte/digitale-oeffentlichkeit/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kostenlosen Download</a> zur Verfügung steht, finden sich zu der recht globalen Fragestellung vielfältige und kenntnisreiche Beiträge zu Themen wie beispielsweise Medienkompetenz, Demokratietheorie, Datenschutz, Kognitionsforschung.</p>
<p>Neben erwartbaren Beiträgen von bekannten SPD-Politikern wie Bundesvorstands- und Enquete-Mitglied Aydan Özoguz und dem niedersächsischen Bundestagsabgeordneten und <a href="http://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">D64</a>-Mitbegründer Lars Klingbeil kommen auch Praktiker aus Wissenschaft, Medienbranche oder Datenschutzszene zu Wort. So warnt Johannes Casper, Datenschutzbeauftragter der Hansestadt Hamburg, in einem Interview vor den Praktiken von Google, Facbook &amp; Co. Daten seien als „Rohstoff der digitalen Gesellschaft“ inzwischen auf den Schulhöfen und an Börsen handelbar, so Caspers pointierte Analyse. Während Lars Klingbeil, einer der profiliertesten Netzpolitiker in den Reihen der Sozialdemokratie, in seinem Beitrag vor allem die aktuelle Debatte nachzeichnet und hierbei unverkennbar durch seine eigene Arbeit in der <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquete-Kommission</a> geprägt ist, überzeugt vor allem ein Beitrag in der zweiten Hälfte der Veröffentlichung. Der frühere Assange-Gefährte und jetzige „OpenLeaks“-Aktivist Daniel Domscheit-Berg setzt sich historisch fundiert und abwägend („Das Recht auf Geheimnisverrat ist ebenso wichtig wie das Recht auf Geheimnisse an sich“) mit  der im Zuge der WikiLeaks-Debatte diskutierten Frage über die Hintergründe des Whistleblowing im digitalen Zeitalter auseinander. Die Notwendigkeit zum Geheimnisverrat steige, so Domscheit-Bergs Urteil, „in dem Maße, in dem Systeme Macht ausüben können.“</p>
<p>Besonders begrüßenswert ist, dass die Herausgeber neben der Verschriftlichung verschiedener Vorträge und zusätzlichen Interviews jüngeren Datums auch eine umfangreiche Linkliste mit weiterführenden Lesehinweisen für Interessierte zusammengestellt haben. Da der nun vorliegende Band nur ein Zwischenbericht, keineswegs eine finale Zusammenfassung darstellen soll, besteht die Hoffnung, dass die Vortragsreihe fortgesetzt und durch ähnlich vielschichtige Publikationen ergänzt werden wird. Informationen über zukünftige Veranstaltungen bietet das Hamburger Büro unter <a href="http://www.julius-leber-forum.de/veranstaltungen/termine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesem Link</a> an.</p>
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		<title>NPD-vernetzt?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone Schiedchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 16:31:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Ebert-Stiftung]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern veranstaltete die  Friedrich-Ebert-Stiftung eine Konferenz zum Thema „Virtuelle Vernetzung des Rechtsextremismus - Was tun?“ in Berlin. Es konnten aufschlussreiche Einblicke in rechtsextreme Netzwelten gegeben werden.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern veranstaltete die  Friedrich-Ebert-Stiftung eine Konferenz zum Thema „Virtuelle Vernetzung des Rechtsextremismus &#8211; Was tun?“ in Berlin. Es konnten aufschlussreiche Einblicke in rechtsextreme Netzwelten gegeben werden.</p>
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Wozu nutzen Rechtsextreme das Internet? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Konferenz. Andreas Speit, freier Journalist und Publizist, stellte klar heraus, dass selbstverständlich auch bei der NPD und den Freien Kameradschaften eine Generation Netzaffiner nachwächst und die Qualität der Beiträge aus der rechtsextremen Szene auffällig gestiegen ist, wie am Beispiel des bildstarken Videos „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=-ghmXTFHO28" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Unsterblichen</a>“ deutlich wird. Die &quot;Unsterbli&quot; sind ein <a href="http://werde-unsterblich.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zusammenschluss junger Deutscher</a>, die sich, wie sie es selbst beschreiben, „bundesweit auf öffentlichen Plätzen zusammenfinden, um auf das Schandwerk der Demokraten aufmerksam zu machen.“
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Gleichzeitig wurde mehrfach hervorgehoben, dass nicht alles, was im Netz zu finden ist, eine reale Entsprechung hat, in diesem Zusammenhang also die Notwendigkeit bestehe, Jugendliche für die Thematik und den Umgang mit Rechtsextremismus zu sensibilisieren. Nicht neu, aber dennoch ein wichtiger Aspekt: Viele, insbesondere Junge, kommen über die Musik zum Rechtsextremismus. An Relevanz gewinnt das Thema durch die Tatsache, dass die Hemmschwelle zum Hören durch den einfachen Weg über das Internet in den vergangenen Jahren extrem gesunken ist.
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Interessant war der Beitrag von Ralf Wiederer, der zum Thema „Die virtuelle Vernetzung des internationalen Rechtsextremismus“ promoviert hat. Wiederer hat in dieser Arbeit mittels Hyperlinks und semantischer Netzwerke Cluster zur Visualisierung erstellt, um die unterschiedlichen Verbindungen zwischen den Gruppen zu verdeutlichen.
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Insgesamt wurden in den beiden von mir besuchten Workshops viele aufschlussreiche Webseiten, Videos und andere Informationen gezeigt. Deutlich wurde die Bandbreite der Nutzung des Web 2.0 durch Rechtsextremisten. Das geht weit über die eigene Website und Online-Wahlvideos der einzelnen Gruppen hinaus. Auch Schüler- und Partnerbörsen sowie <a href="http://wntube.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videoplattformen</a> werden für eigene Zwecke instrumentalisiert.
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Im Rahmen der Workshop-Diskussionen wurden als besonders charakteristisch für die Wahlvideos rechtsextremer Formationen zwei Aspekte herausgestellt: einerseits die relativ klaren Aussagen, andererseits aber auch die versteckten Botschaften. So wurde in einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WLfhIdYbPCE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlwerbespot</a> für Sachsen-Anhalt auf fehlende Arbeitsplätze und die immer größer werdenden Entfernungen zwischen Arbeits- und Wohnort hingewiesen Ein Großteil der Menschen muss hier zur Arbeit pendeln und viele junge Menschen verlassen Sachsen-Anhalt. Dieses Ungleichgewicht will die NPD beseitigen, damit der Familienvater künftig mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz fahren kann &#8211; während die Frau und die Kinder mit dem Essen zuhause warten.
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Einig war man sich zum Abschluss in der Podiumsdiskussion, dass die Medienpädagogik in diesem Bereich sehr stark gefordert ist, um Jugendliche fit fürs Internet zu machen. Damit junge Menschen mit offenen Augen durchs Netz gehen, so Winfriede Schreiber, Verfassungsschutzpräsidentin in Brandenburg, sollte Medienkompetenz, gekoppelt mit einer Debatten- und Dialogbereitschaft, neben einer weiterführenden Forschung einer der wichtigsten Schritte für die Zukunft sein.</p>
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