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	<title>Fuckparade &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#8220;Es gibt auf der Love-Parade eine Revolution.&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Martin Kliehm im Chat am 12. Juli</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Martin Kliehm im Chat am 12. Juli</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Am Tag des Chats fiel die Entscheidung des Bundesverfassungs-<br />
gerichts: Die Fuckparade, die Gegenveranstaltung zur eine Woche später stattfindenden<br />
Love-Parade, bekommt bis zu einer Hauptverhandlung den Status als politische<br />
Demonstration abgesprochen. Martin Kliehm, Veranstalter der Fuckparade, äußerte<br />
sich im Chat zu dieser Entscheidung und ihren Konsequenzen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Kliehm kündigte eine &quot;Revolution&quot; auf der Love-Parade an: Aus Protest gegen<br />
die zunehmende Kommerzialisierung würden alle Wagen um 17 Uhr für 10 Minuten<br />
stehen bleiben und die Musik ausstellen, damit eine Protestrede gegen Planetkom<br />
verlesen werden könne. &quot;<i>Entweder es gibt *massive* Veränderungen, oder sie<br />
können ihre Parade nächstes Jahr ohne Wagen machen. </i>&quot; Eine Woche später<br />
solle dann eine eigene, authentischere und verantwortlichere Parade der Wagenmacher<br />
folgen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Zu dem &quot;Verbot&quot; der eigenen Veranstaltung Fuckparade durch das Bundesverfassungsgericht,<br />
die eine Woche vorher stattfinden wird, sagte Kliehm: Ein bisschen enttäuscht<br />
sei er schon, auch wenn nun endlich eine Entscheidung da sei. <i>&quot;Ich hätte<br />
mehr vom Bundesverfassunsgericht erwartet&quot; </i>. Das BverfG habe damit die Chance<br />
versäumt, das Demonstrationsrecht konkreter zu definieren und so auch neue Demo-Formen<br />
zu schützen. Dies bedeute nicht nur den Tod der Fuckparade, sondern könne auch<br />
Auswirkungen auf Veranstaltungen wie die Hanfparade oder den Christopher Street<br />
Day haben. &quot;<i>Jetzt haben die Ordnungsämter und Versammlungs-<br />
behörden einen Freibrief, alles zu untersagen, was ihnen nicht in den Kram paßt&#8230;<br />
für mich ist das ein Skandal! </i>&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die Fuckparade-Veranstalter kündigten direkt nach dem Beschluss für den 14.<br />
Juli eine neue, &quot;klassische&quot; Demonstration &quot;<i>für Demonstrationsfreiheit und<br />
die freie Wahl der Mittel einer Demo</i>&quot; auf der Karl-Marx-Allee an. Mit Megafonen<br />
und Transparenten sei dies eine &quot;<i>echte ‚old-school&#8217; Demo wie anno 1968</i>&quot;.<br />
Statt den Umzug mit Musikwagen zu machen, seien die Teilnehmer zu zivilem Ungehorsam<br />
aufgerufen: &quot;<i>Bringt Instrumente, Trommeln, Ghettoblaster mit, seid selbst<br />
das Soundsystem, das für die Fuckparade verboten wurde!</i>&quot; Unterstützt würden<br />
sie dabei von einem Radiosender, der für die Zeit der Demo seine Frequenz zur<br />
Verfügung stellt. Die Idee: Jeder solle ein Radio mitbringen und auf die gleiche<br />
Frequenz stellen. Dies sei nicht verboten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Das politische Anliegen der Fuckparade, eine &quot;<i>gesunde Sub- und Clubkultur<br />
in lebenswerten Städten</i>&quot; zu erhalten, sei auch weiterhin aktuell. Techno<br />
könne nicht unpolitisch sein, &quot;<i>wenn Clubs geschlossen werden &#8211; und sich die<br />
ganzen Viertel drumherum mit verändern, zum Negativen</i>&quot;. Die Love-Parade<br />
sei dagegen rein kommerziell und weigere sich stets, auch Verantwortung zu übernehmen.<br />
&quot;<i>Das fängt schon beim Müll an (wie wär&#8217;s mal mit Müllvermeidung?), geht über<br />
Toiletten zur Route durch die grüne Lunge Berlins. </i>&quot; Zudem &quot;<i>verarschen<br />
sie alle: Die Raver, die Wagenmacher &#8230; alle möchten die Parade, hassen aber<br />
Planetcom</i>&quot;, schrieb Kliehm.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_27183.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
</span> <!-- Content Ende -->  </p>
<p>
&nbsp;
</p>
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