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	<title>Führungskraft &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Führungskraft &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Boy-groups versus spicy girls!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jnafziger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskraft]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wann, wenn nicht jetzt! Dies könnte, 
dies müsste das Zeitalter der Frauen sein. High Potentials mit soft skills sind 
als Arbeitskraft in der IT-Branche gefragt. Mit vernetzten Arbeitsplätzen und 
flexibleren Arbeitszeiten ließe sich das Problem der Kind-Karriere-Kreuzung locker 
in eine glänzende Laufbahn umwandeln. Doch die Internetwelt sieht anders aus: 
nur 15 % Frauen sitzen in den Führungsetagen deutscher Multimediaunternehmen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wann, wenn nicht jetzt! Dies könnte,<br />
dies müsste das Zeitalter der Frauen sein. High Potentials mit soft skills sind<br />
als Arbeitskraft in der IT-Branche gefragt. Mit vernetzten Arbeitsplätzen und<br />
flexibleren Arbeitszeiten ließe sich das Problem der Kind-Karriere-Kreuzung locker<br />
in eine glänzende Laufbahn umwandeln. Doch die Internetwelt sieht anders aus:<br />
nur 15 % Frauen sitzen in den Führungsetagen deutscher Multimediaunternehmen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Branche ist nur zu einem Viertel weiblich obwohl es mittlerweile fast genauso viele weibliche wie männliche User<br />
gibt &#8211; immerhin 42 %. Will frau in der IT-Branche überhaupt ihren Mann stehen?<br />
Oder müssen sich die Strukturen in der Netzwelt erst so verändern, damit frau<br />
sich einspannen lässt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Sie waren die ersten Helden und<br />
Heldinnen des Internetzeitalters. Jene Jungs und Mädels, die vor knapp zwei<br />
Jahren von ihren Hinterhofbüros aus virtuell in die Welt hinauszogen, um selbige<br />
zu erobern &#8211; mit wenig Gepäck, oftmals nur mit einer guten Idee. Der viel zitierte<br />
Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft hatte endlich ein Gesicht.<br />
Und das war häufig weiblich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Junge Frauen, hervorragend ausgebildet,<br />
strömten schwungvoll in die neu gegründeten &quot;Dot-com´s&quot; oder gründeten selber<br />
welche. Dort waren die Voraussetzungen auf den ersten Blick optimal: die Strukturen<br />
komplett neu, die Teams jung, die Hierarchien flach und die Vorurteile gegenüber<br />
Frauen klein. Doch wo sind sie geblieben, die erfolgreichen Unternehmerinnen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Marina Wetzel jedenfalls ist voll<br />
da! Sie ist Inhaberin einer kleinen, aber feinen Internetfirma in Berlin. Ihr<br />
Auftreten: robust und gewinnend. Man glaubt ihr, dass sie im täglichen Geschäft<br />
genau weiß, wo es langgeht. So wie damals, als alles anfing.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Als vor sechs Jahren das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, gründete<br />
sie gemeinsam mit vier Freunden die <a href="http://www.webdesigncompany.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WebDesignCompany</a>.<br />
Mittlerweile ist das Unternehmen, das sich auf die Erstellung von Websites spezialisiert<br />
hat, auf neun Mitarbeiter angewachsen. Und frau ist international &#8211; in der Schweiz<br />
gibt es eine Filiale.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Es läuft also Während sich ihre fast ausschließlich männlichen Kollegen um die technische Seite kümmern, leitet<br />
sie den gesamten geschäftlichen Bereich. Die klassische Rollenverteilung? &quot;Und<br />
wenn schon&quot;, kontert die Betriebswirtin, &quot;ich nutze meine Vorteile als Frau<br />
&#8211; beispielsweise bei Kundengesprächen. Wir Frauen können einfach besser kommunizieren<br />
und erklären. Meine Kunden suchen ganz normale Gespräche, ohne technische Kompliziertheiten<br />
und wollen gleich mit ihren Anliegen verstanden werden. Dann muss ich eben ran.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Dafür investiert sie viel, und nicht nur Zeit. Eine Sechs-Tage-Woche ist für sie total normal. &quot;Nur der Sonntag gehört<br />
meiner Familie&quot;, erklärt sie fast ohne Wehmut. Ihr Mann und die elfjährige Tochter<br />
haben Verständnis, sagt sie &#8211; es muss halt, damit es weiterläuft. Die Berliner<br />
Netzunternehmerin ist eine Ausnahmeerscheinung. Frauen, die sich in der IT-Branche<br />
selbständig gemacht haben, sind rar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Und das, obwohl die Stimmung bei den Internet/E-Commerce-Gründern in Deutschland<br />
laut einer Befragung der <a href="http://www.ebs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European<br />
Business School</a> (ebs) trotz Kurseinbrüchen und Firmenpleiten ungebrochen<br />
positiv ist. Es wird weiterhin in die neue Branche investiert, wenn auch das<br />
viel gepriesene Wagniskapital nicht mehr wie Honig aus goldenen Töpfen fließt.<br />
Es tropft aber noch, und gute Ideen sowie pfiffige Konzepte werden weiterhin<br />
finanziell angeschoben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Doch bereits hier spielen die in Deutschland tätigen Frauen nicht mit. Nur 4 % nutzen die durch Venture Capital<br />
Gesellschaften, Business Angel oder strategische Investoren bereitgestellten<br />
Finanzspritzen. Diese Zahl verwundert nicht, wenn man bei Beteiligungsgesellschaften<br />
nachfragt: &quot;Von den 600 Businessplänen, die wir in den letzten Monaten auf dem<br />
Tisch hatten, sind nicht einmal eine Hand voll von Frauen&quot;, sagt Barbara Altmeyer,<br />
Geschäftsführerin bei der Brockhaus Private Equity VerwaltungsGmbH.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Eine Problemdiagnose ist auf den ersten Blick leicht erstellt. Die meisten Studien und Umfragen zum Thema kommen<br />
zu einem einheitlichen Ergebnis: Frauen scheuen das Risiko, sind sicherheitsorientiert<br />
und technikfeindlich, trauen sich weniger zu, stellen weniger Ansprüche, definieren<br />
sich seltener über den Job und entscheiden sich deshalb häufiger gegen Karriere<br />
und für Familie. Na dann!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Aber: die gleichen Untersuchungen zeigen auch, dass weibliche Führungskräfte<br />
über höhere emotionale Kompetenz, bessere Teamfähigkeit, bessere Kommunikation<br />
und mehr Ausdauer beim Aufspüren von Lösungsansätzen verfügen. Hinzu kommt,<br />
dass Frauen häufig besser ausgebildet sind und höhere Abschlüsse haben als die<br />
männliche Konkurrenz. Dies kann Andera Gadeib, Gründerin des Online-Marktforschungsunternehmens<br />
<a href="http://www.dialego.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dialego</a> nur bestätigen:<br />
&quot;Es ist zwar nach wie vor eher ungewöhnlich, dass Frauen Unternehmen gründen,<br />
aber die Statistik belegt, dass von Frauen gegründete Unternehmen äußerst erfolgreich<br />
sind.&quot; Na also!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Warum schwappt die Gründungswelle dann nicht auf mehr Frauen über! Es scheint, dass sich das weibliche Geschlecht<br />
schwer tut, persönliche Lösungen zu finden, wenn es um die eigenen Belange geht.<br />
Sie wollen machen, doch die Frage ist, um welchen Preis? Frauen schätzen Lebensqualität<br />
mehr und anders. Deshalb drängt sich eine Frage förmlich auf: wollen sich Frauen<br />
unter den jetzigen Bedingungen überhaupt auf Positionen in Führungsetagen einlassen<br />
oder eigene Unternehmen gründen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Viele Frauen können und wollen die Flexibilität, die von der Branche verlangt<br />
wird, nicht ermöglichen. Aglaé von Schwertzell, selbst erfolgreiche Unternehmerin<br />
und Inhaberin der Münchener IT-Beratungsfirma <a href="http://www.upside-ventures.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Upside<br />
Ventures</a> bringt es auf den Punkt: &quot;Frauen tun sich schwerer mit ihrer Lebensplanung.<br />
Wenn man ein Unternehmen gründet, sollte man schon zwei bis drei Jahre Berufserfahrung<br />
mitbringen, vorher hat man studiert. Man ist also um die 30. Dann verzichtet<br />
man womöglich erst einmal auf Gehalt, spielt mit dem Risiko. In dieser Situation<br />
an Familie zu denken und dieser Herausforderung gerecht zu werden ist unmöglich.<br />
Dann überlegt man es sich vielleicht eben doch noch mal.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Die erste Runde des Start-up-Roulette hat gezeigt, dass es so verkehrt gar nicht war, etwas vorsichtiger zu sein.<br />
Bisher gibt es zu viele Verlierer und zu wenig Gewinner. Der Höhenflug vieler<br />
neu gegründeter Dot-com´s endete mit Marktaustritten und Insolvenzen im Absturz.<br />
Kein Feld also, indem sich Frauen &#8211; sollten Studien und Umfragen zutreffen &#8211;<br />
wohlfühlen und Leistung bringen können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Doch Frauen haben Erfolg, wenn für sie das Koordinatensystem der Arbeitswelt geändert wird. Noch funktioniert alles<br />
nach den Regeln von Männern &#8211; volle Identifizierung mit dem Job bis hin zur<br />
Selbstaufgabe, wenn es drauf ankommt. Fakt ist aber, dass frau darauf offensichtlich<br />
nicht anspringt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Geändert worden ist hier nichts, trotz neuer Impulse. Teilzeitarbeitsmodelle, für Mann und Frau, Tele- bzw. Heimarbeit<br />
und Kinderbetreuung werden überall zur Schau getragen, an der Umsetzung hapert<br />
es aber. Dabei sind sich Unternehmen der Notwendigkeit durchaus bewusst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Der Technologiekonzern <a href="http://www.alcatel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alcatel</a><br />
beispielsweise gilt als vorbildlich auf diesem Sektor. Teilzeitarbeitsmodelle<br />
sind bereits betrieblich verankert, aber auch dort gibt sich die Pressesprecherin<br />
Veronika Hucke mit dem Erreichten noch nicht zufrieden: &quot;Wir haben mittlerweile<br />
eine gute Frauenquote in unserem Unternehmen. In meiner Abteilung gibt es einige<br />
Frauen, die eben weniger arbeiten &#8211; vier Tage fünf Stunden. Auch einige, die<br />
von zu Hause aus ihre Arbeit machen. Das geht ganz gut, wobei auch diejenigen<br />
sich auf gewisse Kompromisse einstellen müssen. Verlangt ein Kunde Erreichbarkeit<br />
von neun bis zwölf Uhr, dann kann ich den Frauen nicht zugestehen, lieber von<br />
13 bis 16 Uhr zu arbeiten.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> In manchen Bereichen haben Frauen  bereits heute die Nase vorn, verdienen mehr Geld und sind schwer ersetzbar,<br />
wenn es laufen soll: &quot;Frauen sind Meister der Kommunikation. Deshalb sind sie<br />
in den Bereichen Marketing, Strategie und Konzeption, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,<br />
Personalmanagement, Werbung einfach besser. Und dieses Wissen wird gerade im<br />
Internet gebraucht,&quot; resümiert Aglaé von Schwertzell ihre tägliche Arbeit als<br />
IT-Beraterin.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Wahrgenommen werden diese Qualitäten immer noch unzureichend. Fakt ist: die Zukunft sieht für Frauen nur dann rosig<br />
aus, wenn die Koordinaten, so wie sie sie brauchen, stimmen. Glück ist: der<br />
Wirtschaft wird gar nichts anderes übrig bleiben als Frauen in Positionen zu<br />
bringen, in denen sie effizient arbeiten können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Denn spätestens 2004 setzen die geburtenschwachen Jahrgänge ein. Experten der<br />
<a href="http://www.fgi.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Information Technology<br />
Observatory</a> wagen düstere Prognosen: &quot;Schon in zwei Jahren könnten 720 000<br />
offene Stellen in der deutschen IT-Branche nicht besetzt werden. Heute bereits<br />
führt Deutschland die Negativ-Statistik an&quot;. Der <a href="http://www.bitkom.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverband<br />
Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien</a> (Bitkom) beziffert<br />
den derzeitigen Fachkräftemangel auf 444 000.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Aber<br />
ist das weibliche Geschlecht bis dahin auf die Rettungsaktion<br />
vorbereitet? Zwar gibt es bereits viele hochqualifizierte Frauen, die<br />
ihr Potenzial in den gerade beschriebenen Bereichen gut einsetzen. Doch<br />
gerade in der IT-Branche gibt es bisher wenig Frauen, die im<br />
technischen Bereich spezialisiert sind. Auch dort wird Arbeitskraft<br />
gesucht werden. &quot;Doch momentan befinden sich lediglich 14% Mädchen in<br />
der Ausbildung für die IT-Branche&quot;, beklagt Ariane Alpmann von der<br />
Initiative D21.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Initiative ist ein schönes Beispiel für guten Willen. 200 Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam<br />
mit der Bundesregierung den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft<br />
in Deutschland zu beschleunigen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Ausreichend Projekte hat die Initiative auf Lager. &quot;Girlsday&quot; zum Beispiel, der Mädchentag. Firmen öffnen ihre Tore,<br />
präsentieren sich von ihrer besten Seite, damit Mädchen der Schritt in die technische<br />
Welt leichter gemacht wird. Das Modell läuft gut an &#8211; aber, so Ariane Alpmann<br />
nüchtern: &quot;Es braucht alles seine Zeit.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Zeit brauchen offensichtlich auch politische Bemühungen. In der Bildungspolitik wird seit Jahren versucht, mehr<br />
Frauen für technische Studiengänge zu begeistern. Die Quote ist gering und sinkt<br />
stetig. Die Euphorie der achtziger Jahre ist längst vorbei und setzt nicht wieder<br />
ein &#8211; trotz Internet. Der Schnitt an Studienanfängerinnen im Fach Informatik<br />
liegt momentan bei 17 %, lediglich 11 % legen Examina ab.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Die Familienpolitik sieht sich gleichermaßen in der Verantwortung. <a href="http://www.bmfsfj.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a>Damit künftig mehr Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft zu finden<br />
sind, wollte <a href="http://www.bmfsfj.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesfrauenministerin</a><br />
Christine Bergmann noch in dieser Legislaturperiode ein Gleichstellungsgesetz<br />
für die deutsche Privatwirtschaft erlassen. Es sollte den Frauenanteil in den<br />
Chefetagen erhöhen, Frauen in technischen und zukunftsorientierten Berufen fördern<br />
und die Vereinbarkeit von Familie und Job unterstützen. Ein Mann, der Kanzler,<br />
verhinderte dies.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Wirtschaft ist traditionell gegen eine Quote. Sie fürchtet eine Frauenförderbürokratie, die vor allem kleine<br />
Firmen überfordert. Folglich löste sich auch das Gleichstellungsbestreben letzte<br />
Woche in Wohlgefallen auf. Vom Gesetzt übriggeblieben ist nicht einmal eine<br />
verbindliche Selbstverpflichtung. Dennoch sagen die Verbände in einem Papier<br />
zu, &quot;ihren Mitgliedern betriebliche Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit<br />
von Frauen und Männern sowie der Familienfreundlichkeit zu empfehlen.&quot; Mit anderen<br />
Worten: von hier ist erst einmal keine Hilfe zu erwarten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Sollte<br />
der Markt das Problem tatsächlich von selbst aus dem Weg räumen, umso<br />
besser! Auf einem guten Pfad sind hier vor allem Unternehmerinnen. Sie<br />
haben in Sachen Unterstützung häufig ein offeneres Ohr. Nicht selten<br />
versuchen sie, eine Marschroute vorzugeben, mit der Frauen besser<br />
durchstarten können. Sie gründen Frauen-Netzwerke &#8211; in Anlehnung an die<br />
&quot;old boy networks&quot;. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Zugrunde liegt der Idee, dass auch Frauen sich zusammenraufen und sich gegenseitig<br />
helfen müssen. Marianne Pfister, Marketingleiterin der Münchener Computerfirma<br />
<a href="http://www.comet.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Comet Computer</a>, beschreibt<br />
dies so: &quot;Wir wollen Frauen dazu bewegen, sich im Internet zu engagieren. Der<br />
Abwärtstrend im IT-Bereich muss gestoppt werden. Auch wir müssen auf diesem<br />
Feld ernten.&quot; Allerdings, bekennt sie, habe dies bisher nicht wirklich gefruchtet.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Und<br />
sie erzählt von Internet-Sommerakademien, die sie mit anderen Frauen an<br />
Universitäten organisiert habe. Alles sei perfekt gewesen &#8211; nur die<br />
Studentinnen hätten gefehlt.</span></p>
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