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	<title>Gefängnis &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Gefängnis &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Rückkehr in eine digitalisierte Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Judith Alms]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2016 15:38:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzugang]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
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					<description><![CDATA[In den meisten deutschen Gefängnissen haben Inhaftierte keinen Zugang zum Internet und können sich nicht auf das zunehmend digitalisierte Leben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gefängnis-pixabay-CC0.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-148689 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gefängnis-pixabay-CC0.jpg" alt="" width="640" height="280" /></a>In den meisten deutschen Gefängnissen haben Inhaftierte keinen Zugang zum Internet und können sich nicht auf das zunehmend digitalisierte Leben in Freiheit vorbereiten. Ein Pilotprojekt des Landes Berlin soll das ändern.</p>
<p>Ein Leben ohne Internet ist für uns heutzutage kaum noch vorstellbar. Und doch haben viele Menschen auch in Deutschland keinen Zugang dazu. Man sieht sie selten, man kennt sie kaum, denn sie sitzen im Gefängnis. Offline.</p>
<p>Eigentlich lautet das Ziel des deutschen Strafvollzugs „Resozialisierung“, also Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Die Gefangenen sollen befähigt werden, nach der Haft ein normales Leben zu führen. Wie sieht solch ein normales Leben heute aus?</p>
<p>Der Handywecker klingelt, aufstehen. Duschen, frühstücken und sich auf dem Weg zur Arbeit per App in verschiedenen Tageszeitungen vergewissern, dass sich die Welt noch so dreht wie gestern. In der Familien-WhatsApp-Gruppe kommen wie jeden Tag etwa 5 lustige Bildchen und Videos an. Die Hälfte schaut man sich an, den Rest vergisst man. Am Arbeitsplatz angekommen, wird als erstes der Computer hochgefahren, es werden Mails gecheckt, beantwortet und weitergeleitet. Den Tag verbringt man tippend vor dem Bildschirm. In der Pause noch schnell ein paar interessante YouTube-Videos angeschaut und online die Reservierung bei der Bahn für die Fahrt ins Wochenende abgeschlossen. Mehrere Skype-Konferenzen lassen den Tag schneller vergehen. Kurz vor Schluss kommt noch die Erinnerung des Lebenspartners rein, das Geburtstagsgeschenk für die Mutter im Online-Buchhandel zu bestellen. Natürlich, es soll ja morgen da sein. Abends entspannt man dann endlich vor seinem Bildschirm, wo man sich drei Folgen seiner Lieblingsserien auf Netflix anschaut.</p>
<p>Der deutsche Strafvollzug kennt als höchstes Strafmaß den lebenslänglichen Freiheitsentzug. Dabei handelt es sich genauer gesagt um eine Haftstrafe auf unbestimmte Zeit, die mindestens 15 Jahre beträgt. Wie soll nun ein Mensch, der die letzten 15 Jahre im Gefängnis verbracht hat, sich nach der Entlassung in unserer Gesellschaft zurechtfinden? Sie ist längst von der Digitalisierung durchdrungen. Vor 15 Jahren waren Anwendungen wie Facebook, WhatsApp, Netflix oder YouTube noch nicht existent. Das Internet war noch dabei, sich auszubreiten: Erst etwa ein Drittel der deutschen Haushalte hatte Zugang dazu. Google.de gibt es erst seit 2001.</p>
<p>Kann man also von Resozialisierung sprechen, wenn man den Häftlingen während der Haft den Zugang zu einem so elementaren Teil unseres Alltags verwehrt? Die <a href="http://www.zeit.de/digital/mobil/2016-03/digitalisierung-big-data-soziale-netzwerke-ueberwachung-umgang-digital-denken" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZEIT</a> urteilte vor kurzen, wir seien alle Cyborgs, weil das Smartphone längst Teil unseres Selbst geworden ist. Nun, einige der Häftlinge sind es nicht. Sie leben in einer Welt ohne Smartphone und ohne Internet im Allgemeinen. Noch.</p>
<p>Im Land Berlin wurde vor kurzem einen Vorschlag zur „Resozialisierung durch Digitalisierung“ vorgebacht. Dieser wurde am letzten Mittwoch im Rechtsausschuss zusammen mit dem „<a href="http://www.parlament-berlin.de/ados/17/Recht/vorgang/r17-0258-v.pdf#search=%22Gesetz%20zur%20Weiterentwicklung%20des%20Berliner%20Strafvollzugs%22" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetz zur Weiterentwicklung des Berliner Strafvollzugs</a>“ besprochen. Die für uns relevanten gesetzlichen Bestimmungen sind §40 und §56 Abs.4. Ersterer befasst sich mit Telekommunikation. Hier erkennen die Politiker die Änderung des gesellschaftlichen Kommunikationsverhaltens an und möchten den Häftlingen somit neben dem Telefon auch die Möglichkeit für neue Formen der Telekommunikation eröffnen. Dabei sollen zuerst die Vollzugsanstalten darüber entscheiden, ob sie Kommunikation über E-Mail und ähnliches allgemein zulassen wollen. Danach wird dann noch im konkreten Einzelfall für jeden Häftling entschieden, ob ihm gestattet wird, diese Möglichkeiten zu nutzen. Der §56 befasst sich mit Rundfunk, Informations- und Unterhaltungselektronik. Dabei eröffnet der vierte Absatz die Möglichkeit, andere Geräte als die bereits vorhandenen Radios und Fernseher zum Empfang von Medien zu nutzen.</p>
<p>Das sind also die Gesetzesänderungen, die voraussichtlich sehr bald im Bundesland Berlin kommen werden. Es wirkt nicht sehr eindrucksvoll. Durch das viele „können“ ist es auch sehr einfach für die Anstalten „Nein“ zu sagen. Man kann, man muss ja nicht. Es war auch weniger das Gesetz, das die Medien in Aufruhr gebracht hat, sondern viel mehr der dem Gesetz beigelegte <a href="http://www.parlament-berlin.de/ados/17/Recht/vorgang/r17-0274-v.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Antrag</a>, der von Abgeordneten der SPD und der CDU gemeinsam eingereicht wurde. Dabei war vor allem die SPD treibende Kraft. Die CDU sieht das Thema kritischer.</p>
<p>In dem Antrag wird das Pilotprojekt „Resozialisierung durch Digitalisierung“ vorgestellt. Auf Basis der obigen gesetzlichen Bestimmungen soll somit in einer Teilanstalt einer Justizvollzugsanstalt den Gefangenen beschränkter Zugang zum Internet gewährt werden. Laut Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) wird dies eine Teilanstalt der JVA Heidering sein. Dabei bekommen die Häftlinge die Möglichkeit, auf bestimmte Internetseiten zuzugreifen, wie News-Seiten, Wohnungssuchportale, Fortbildungsangebote, Arbeitsagenturseiten oder Wikipedia. Die Fähigkeit, mit Online-Diensten umzugehen, benötigt man ja nicht nur für Soziale Netze, auch die Jobbörse der Arbeitsagentur ist mittlerweile ein Online-Tool. Um wieder in der Gesellschaft anzukommen, ist es wichtig, dass der Häftling in der Lage ist, sich einen Arbeitsplatz zu suchen. Damit der Internetzugang nicht missbraucht wird, werden die entsprechenden Seiten regelmäßig auf die Anstaltsserver gespiegelt und dann mit leichter Verzögerung zur Nutzung bereitgestellt. Inwieweit auch Online-Kommunikation, etwa durch E-Mails, möglich sein soll, wird noch geprüft. Natürlich darf eine solche Möglichkeit unter keinen Umständen zum Begehen weiterer Straftaten genutzt werden und die Sicherheit Dritter ist zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten.</p>
<p>Der Start des Pilotprojekts ist ein sehr kleiner Schritt, aber es ist ein Schritt auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Resozialisierung. Bisher war es Häftlingen nur gestattet, im Vollzug Zugang zum Internet zu bekommen, wenn sie diesen zum Absolvieren eines Fernstudiums oder ähnlichen Ausbildungsmöglichkeiten benötigten. Nun wird diese strikte Vorgabe langsam gelockert. Verläuft der Versuch in der JVA Heidering erfolgreich, kann das Projekt auf andere Berliner Vollzugsanstalten ausgeweitet und in anderen Bundesländern aufgegriffen werden.</p>
<p>Bild: <a href="https://pixabay.com/en/users/ErikaWittlieb-427626/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erika Wittlieb</a><span class="licensetpl_attr">,</span> <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Planet–Tegel erhält einen Relaunch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkampagnen-tegel-shtml-2917/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[vgaeng]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
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					<description><![CDATA[
                      Internet hinter Mauern - im Berliner Gefängnis Tegel gründeten Gefangene das Internetprojekt "Planet-Tegel". Die neu gestaltete Seite will eine spezielle Form der Digitalen Spaltung überwinden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>                      <img decoding="async" height="117" alt="Grundriss JVA Tegel" hspace="10" src="tegel.jpg" width="150" align="left" vspace="5" border="0" />Internet hinter Mauern &#8211; im Berliner Gefängnis Tegel gründeten Gefangene das Internetprojekt &#8220;Planet-Tegel&#8221;. Die neu gestaltete Seite will eine spezielle Form der Digitalen Spaltung überwinden.<!--break-->
                    </p>
<p>Für einen Teil der Gefangenen in Deutschlands größtem Gefängnis ist das Internet nur etwas vom Hören sagen. Sie kamen erst 1998 durch das von einigen Gefangenen der Justizvollzugsanstalt<br />
                    <a href="http://www.berlin.de/jva-tegel/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berlin-Tegel</a> begründete Internetprojektes<br />
                    <a href="http://www.planet-tegel.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Planet-Tegel“</a> mit dem Internet in Berührung. Damals war „Planet-Tegel“ weltweit der erste von Gefangenen verantwortete Internetauftritt. Nun findet ein Relaunch der Seite statt. Die Gefangenen wollen mit ihrem Projekt Einblicke in den Gefängnisalltag gewähren. Bilder von Gefängnisgängen und –zellen, teilweise im 360°-Rundumblick und Soundbeispiele unter anderem von sich schließenden Gefängnistüren, stellen das Leben hinter Mauern dar. In den Texten der Gefangenen wird das Leben vom Einkauf bis zum Arztbesuch, von der Arbeit bis zu den Stunden hinter der verschlossenen Zellentür beschrieben.„Wir wollen: Vorurteile abbauen. Die Mauer des Schweigens durchbrechen.“, heißt es in einer Selbstdarstellung der Internetgruppe.</p>
<p>
                    <strong>Der Planet erhält einen Trabanten</strong><br />
                    <br />Während es auf dem „Planeten“ eher darum geht, dem Besucher einen virtuellen Zugang zur Gefängniswelt zu bieten, setzt der im Jahr 2000 zusätzlich entstandene Trabant ganz auf Interaktivität Hier findet der eMail-Kontakt nach draußen statt und in einem Internetmagazin stehen die aktuellen Beiträge der Häftlinge. In einem Diskussionsforum, an dem sich auch die Gefangenen beteiligen, wird kontrovers diskutiert.</p>
<p>
                    <strong>Als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte</strong><br />
                    <br />Um einen 486er PC stand 1998 die Internet-Gruppe versammelt und betrachtete das Ergebnis des Designers<br />
                    <a href="http://www.sagmal.de/tegel.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Henning</a>, der das Projekt im Rahmen eines Stipendiums der Akademie Schloss Solitude in Zusammenarbeit mit dem Theaterregisseur Roland Brus (http://www.blutbank-benefiz.de/brus.html) und mit Unterstützung des Kunst- und Theaterprojekts<br />
                    <a href="http://www.kunstprojekt-aufbruch.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„aufBruch – Kunst, Gefängnis, Stadt“</a> zu verwirklichen half.</p>
<p>„Mich interessierte die Situation der Gefangenen, der fast völligen Isolation und Ausgeschlossenheit von der Gesellschaft (&#8230;) Die Idee war, das &#8220;grenzenlose&#8221; und &#8220;offene&#8221; Internet zu benutzen, um einen &#8220;Blick&#8221; in diese isolierte Welt zu werfen, es von zu Hause am Computer &#8220;erfahrbar&#8221; zu machen“, meint Michael Henning.</p>
<p>Damals wie heute haben die Gefangenen keine Möglichkeit, frei im Internet zu surfen und es ist noch nicht all zu lange her, da musste jede Antwort auf eine eMail an die Internetgruppe, erst auf einem Blatt Papier beantwortet werden und dann von einem externen Mitarbeiter (dies war der einzige legale Weg) außerhalb der Gefängnismauern versendet werden. Auch die von den Gefangenen angefertigten Texte für ihre Internetseite müssen diesen komplizierten Weg gehen. Der Grund dafür liegt in den Befürchtungen der Anstaltsleitung, die Projektteilnehmer könnten das Internet bei einem unbeschränkten Zugang für illegale Aktivitäten nutzen. Immerhin, der eMail-Kontakt mit den Gefangenen läuft mittlerweile problemlos. Denn bei der Anstaltsleitung hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine eMail nicht anders behandelt werden muss als ein normaler Brief oder ein Telefonat, deren im Normalfall unkontrollierte Nutzung jedem Gefangenen rechtlich zugesichert ist.</p>
<p>Die Anstaltsleitung hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten im Rahmen ihrer Möglichkeiten als kooperativ herausgestellt und inzwischen können die Texte der Gefangenen mittels eines Speichermediums auf legalen Wege aus der Anstalt herausgebracht werden, wo sie dann von externen Mitarbeitern ins Netz gestellt werden. Allerdings bleibt es das Ziel der Gefangenen, irgendwann einmal direkt und ohne Kontrolle an das Internet angeschlossen zu sein. Dann könnten die Texte direkt von den Gefangenen ins Netz gestellt werden. Auch wäre keine Hilfe mehr von außen notwendig, um die Website zu pflegen. Die Gefangenen könnten eigenverantwortlich agieren und hätten &#8211; zumindest einen virtuellen &#8211; Auftritt außerhalb der Gefängnismauern. Die Internetgruppe versucht, den direkten Anschluss an das WorldWideWeb der Anstaltsleitung schmackhaft zu machen, indem sie den einer Resozialisierung dienenden Charakter einer solchen Maßnahme betont.</p>
<p>
                    <strong>Tegel goes international</strong><br />
                    <br />Am 11.11.2003 findet nun ein Relaunch der Seite statt. Im Vordergrund<br />
                    <img decoding="async" height="118" alt="Der virtuelle Knacki" hspace="10" src="tegel2.jpg" width="150" align="right" vspace="5" border="0" />stehen dabei zum einen eine größere Übersichtlichkeit und zum anderen die komplette Übertragung der Seiten ins Englische. Die Übersetzung gelang, dank des Engagements von Greg Bond, Mitbegründer der Gesellschaft freier Übersetzer<br />
                    <a href="http://tradukas.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Tradukas“</a>, die diese umfangreiche Arbeit finanziert hat. Zeitgleich mit der englischen Übersetzung geht der „virtuelle Knacki“ ins Netz, ein Collage aus verschiedenen übereinandergelegten Fotos von Inhaftierten garniert mit statistischen Daten aus der JVA-Tegel.</p>
<p>
                    <strong>A</strong><br />
                    <strong>rb</strong><br />
                    <strong>eiten wie in einer „echten“ Redaktion</strong><br />
                    <br />Bis zu zwölf Gefangene beteiligen sich an dem Projekt. Sechs davon sind für die redaktionelle Tätigkeit zuständig. Beraten werden sie dabei von einem externen Journalisten, der unter anderem die Texte der Gefangenen redigiert. Der Rest der Gruppe kümmert sich um das „Forum“. Hier werden eMails von draußen diskutiert und dann beantwortet. Beraten werden die Gefangenen dabei von einer Juristin und einem „Ehemaligen“, der selber dreizehn Jahre in Tegel inhaftiert war. Einmal im Monat treffen sich alle und besprechen Gegenwart und Zukunft des gesamten Projekts.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 05.11.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="390" border="0">
<tbody>
<tr>
<td align="middle">
                            <em><br />
                              <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
                            </em></p>
<p>                            <em><br />
                              <a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
                            </em><br />
                            
                          </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-3" width="390" noshade="noshade" size="1" />
                    <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Christean Wagner, dem Justizminister in Hessen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_christean_wagner_dem_justizminister_in_hessen-331/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cberghahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Christean Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
		<category><![CDATA[Strafvollzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/cwagner2.jpg" alt="Christian Wagner" align="left" height="113" width="87" /></b> 
</span> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean 
Wagner:</b> Wir sind bereit.</span>
</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/cwagner2.jpg" alt="Christian Wagner" align="left" height="113" width="87" /></b><br />
</span> <span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Wir sind bereit.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Wunderbar, dann fangen wir an, Herr Wagner, sehr geehrte Damen und Herren!<br />
Herzlich Willkommen im <b>tacheles.02 Live-Chat</b>. tacheles.02<br />
ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von Der Tagesspiegel. Unser heutiger Gast in Wiesbaden ist Christean Wagner,<br />
Justizminister in Hessen, CDU. Herr Minister Wagner, sind Sie bereit für<br />
sechzig Minuten Diskussion mit unseren Nutzern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Herr Wagner, eine erste Frage von uns. Sie gelten als „law-and-order“-Hardliner.<br />
Haben Sie in der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode Ihre Ziele erreicht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ja, Hessens Gefängnisse sind sicherer geworden.<br />
Die Überbelegung der Gefängnisse ist massiv abgebaut worden,<br />
und zwar von 25 Prozent auf Prozent. Das ist auch ein Beitrag zur Sicherheit<br />
unserer Bürger.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Wir haben hier bereits mehrere Fragen, die sich mit der Verschärfung<br />
von Haftbedingungen etc beschäftigen. Ich greife als erstes die Frage<br />
des Nutzers Joei auf:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Herr Wagner hat bei Amtsantritt den „härtesten Strafvollzug<br />
Deutschlands“ für Hessen angekündigt. Trotzdem ist die<br />
Kriminalität im vergangenen Jahr gestiegen. Schrecken hohe Strafen<br />
und ein scharfer Strafvollzug potentielle Straftäter wirklich ab?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Das ist so nicht richtig. Die Kriminalität in Hessen<br />
hat zum Beispiel bei den Einbruchsdiebstählen um 10 Prozent bei den<br />
Raubüberfällen um 17 Prozent abgenommen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Nun, insgesamt kam aber offensichtlich eine andere Bilanz heraus?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Berti:</b><br />
Die Kriminalität ist im letzten Jahr in Hessen um über 5 Prozent<br />
gestiegen. Das ist doch ein schlechtes Zeugnis für Sie und Herrn<br />
Koch, oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Das ist pure Wahlkampfpropaganda der hessischen Opposition.<br />
Endgültige und verlässliche Zahlen für das Jahr 2002 gibt<br />
es noch in keinem Bundesland und auch nicht auf Bundesebene. Jedenfalls<br />
ist richtig, dass in den letzten vier Jahren in Hessen die Kriminalität<br />
zurückgegangen ist und dass Hessen auch im Vergleich zum Bundestrend<br />
eine deutlich geringere Kriminalitätsquote aufweist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Die Zahlen sind also regelrecht von der Opposition erlogen worden? Oder<br />
ist das nur ein Streit unter Statistikern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Beides ist richtig.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oliver Pohland:</b><br />
Herr Wagner, Sie behaupten immer Hessen sei sicherer geworden. Geben sie<br />
mir doch mal drei nachvollziehbare Beispiele.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Der Innenminister Volker Bouffier hat im letzten Jahr<br />
1.300 neue Polizeiautos angeschafft damit die Polizei mindestens so schnell<br />
ist wie die Verbrecher, die sie jagt.<br />
Zweitens hat Bouffier außerdem an jedem Arbeitsplatz der Polizeibeamten<br />
einen PC mit modernen Kommunikationsprogrammen gestellt, damit die Nachricht<br />
von dem Diebstahl eines Autos z.B. in Wiesbaden schneller an der deutsch-polnischen<br />
Grenze ist als der Dieb mit seinem Auto die Grenze erreicht hat. <br />
Drittens: die Anzahl der Haftmissbräuche in Hessen ist in den letzten<br />
vier Jahren um 95Prozent (!) zurückgegangen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Wir bleiben noch eine Weile beim Strafvollzug:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Meisterkoch:</b><br />
Wieso wollen Sie privates Haftpersonal einführen, wo ist der Sinn<br />
und Zweck?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Der hoheitliche Bereich des Strafvollzugs bleibt in der<br />
Hand von Beamten. Aber Gebäudemanagement, Ausbildung, Fortbildung,<br />
Bereitstellung von Arbeitsplätzen, Essen und Verpflegung, Bekleidung<br />
und Gesundheitsvorsorge können ohne weiteres &#8211; möglicherweise<br />
kostengünstiger &#8211; von Privaten übernommen werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Was ist besser: Ein harter Strafvollzug zur Abschreckung Krimineller oder<br />
eine gute Betreuung Gefangener zur Vorbereitung auf ein Leben nach dem<br />
Knast?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Beides schließt sich nicht aus, sondern ergänzt<br />
sich notwendig. Deshalb betreibt das Hessische Justizministerium mit großem<br />
Einsatz beides.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Warum wurde trotz der immer wieder betonten Dringlichkeit immer noch kein<br />
neues Gefängnis in Hessen gebaut?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Zunächst ist richtig: Die rot-grüne Vorgängerregierung<br />
hat in acht Jahren kein neues Gefängnis zustandegebracht. Die Regierung<br />
Koch/Wagner hat die Voraussetzungen für die Errichtung eines neuen<br />
Gefängnisses mit 500 Haftplätzen, Standort Hünfeld, geschaffen.<br />
Das Gefängnis wird im Jahre 2005 bezogen werden. Außerdem hat<br />
diese Landesregierung bereits 525 neue Haftplätze im geschlossenen<br />
Männervollzug geschaffen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Sie wurden von der Opposition kritisiert, weil lediglich der Baubeginn<br />
einer Zufahrt für den Gefängnisneubau in Hünsfeld gefeiert<br />
wurde; ist das legitime Wahlkampfmittel „Spatenstich“ hier<br />
gut eingesetzt worden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Der Bauauftrag wird im nächsten Monat vergeben.<br />
Der besagte Spatenstich war der demonstrative Beginn der Maßnahme.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>StefanH:</b><br />
Wie wird dieses neue Gefängnis eigentlich aussehen &#8211; ähnlich<br />
luxuriös wie damals Weiterstadt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Nein. Während in Weiterstadt ein Haftplatz 250..000<br />
€ kostete, wird er in Hünfeld nur etwa 50.000,&#8211; € kosten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Eine Frage zum Sexualstrafrecht. Soll Kinderschändern auch mit der<br />
Todesstrafe gedroht werden, will &quot;penalty&quot; wissen&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Als engagierter Christ bin ich entschiedener Gegner der<br />
Todesstrafe. Das Grundgesetz lässt sie auch nicht zu.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Claas:</b><br />
Warum sollen die Gesetze gegen Sexualtäter verschärft werden?<br />
Genügt es nicht, die jetzigen auszureizen???</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ich verspreche mir von einer Verschärfung eine höhere<br />
Abschreckung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Hart:</b><br />
Behindern die harten Gesetze und Vorschriften nicht die Freiheitsrechte<br />
der Bürger?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Nein, wer sich strafbar macht, hat nach unseren Gesetzen<br />
aufgrund richterlicher Entscheidung für einen bestimmten Zeitraum<br />
sein Recht auf Freizügigkeit verwirkt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oliver Pohland:</b><br />
Sind Sie denn der Meinung, die jetzige Gesetzeslage wird nicht genügend<br />
ausgereizt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Höhere Strafrahmen führen zu höheren Strafen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bild:</b><br />
Wie stehen Sie zu Ihren eigenen kleinen Sünden? Sie mussten schon<br />
mal den Führerschein abgeben. Und aufgrund ihrer Weigerung auf die<br />
Zigarette zu verzichten, musste die Feuerwehr ausrücken. Sollten<br />
Sie nicht eigentlich auch eine Vorbildfunktion haben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
passend dazu:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>curtis_newton:</b><br />
Was für Verbrechen meinen Sie denn? Sie haben sich doch auch schon<br />
mal strafbar gemacht&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Strafbar habe ich mich nicht gemacht: Für meine<br />
beiden Sünden habe ich ausreichend gebüßt: für das<br />
zu schnelle Fahren habe ich einen Monat Fahrverbot erhalten, und den Einsatz<br />
der Feuerwehr bezahlt. Auch ein Justizminister ist Mensch und daher nicht<br />
völlig fehlerfrei.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Eine Nachfrage von &quot;Bild&quot;:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Bild:</b><br />
Hardliner einerseits, Temposünder andererseits. Herr Wagner, hegen<br />
sie Sympathie für Kavaliersdelikte oder wollen Sie auch hier einen<br />
strikten Kurs?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Auch hier bin ich für strikte und konsequente Reaktion<br />
des Staates.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Liane:</b><br />
Soll es auch schärfere Gesetze für Geschwindigkeitsüberschreitungen<br />
geben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die gegenwärtige Rechtslage reicht aus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Zu einem weiteren Thema:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael W.:</b><br />
Was hat aber nun die Landesregierung vor, um gegen Internetkriminalität<br />
vorzugehen? Raubkopiererei und Kinderpornographie ist dort ja keine Seltenheit!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Für das Strafrecht ist der Bundestag zuständig.<br />
Wir Hessen statten die Polizei und die Staatsanwaltschaft für die<br />
diesbezügliche Verbrechensbekämpfung ausreichend aus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Zum Wahlkampf &#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei: </b>Angesichts<br />
der aktuellen Umfragewerte für ihre Partei: ist ihnen eine Alleinregierung<br />
der CDU mit absoluter Mehrheit nicht lieber? Könnten Sie dann nicht<br />
endlich viel härter durchgreifen, wie Sie das so oft fordern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Wir haben mit der FDP hervorragende Regierungsarbeit<br />
auch im Bereich der Strafverfolgung geleistet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Falls die CDU am 2. Februar gewinnt, werden sie auch danach noch Justizminister<br />
sein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Das entscheidet der Ministerpräsident.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>d.penalty:</b><br />
Es gab im Vorfeld Kritik über die Größe der Wahlkreise,<br />
ist das berechtigt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die Gültigkeit der Wahl wird von niemandem ernsthaft<br />
in Frage gestellt, weil die Zusammensetzung des Landtages von der Wahlkreisgröße<br />
unabhängig ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Landor:</b><br />
Zur FDP: diese haben den Slogan &quot;Zuviel Koch verdirbt den Brei&quot;.<br />
Was halten Sie davon?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Nichts.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael W.:</b><br />
Nun hat aber die FDP in Hessen verlauten lassen, dass sie, sollte die<br />
CDU eine Absolute Mehrheit erreichen, nicht mitregieren will!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Wir wollen die Fortsetzung der Koalition mit der FDP.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Ingrid:</b><br />
Glauben Sie denn, dass Roland Koch die ganzen vier Jahre bleibt, oder<br />
wird er zum Kanzlerkandidat gekürt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Roland Koch ist angetreten, um weitere fünf Jahre<br />
Ministerpräsident in Hessen zu bleiben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael W.:</b><br />
Wie sieht es mit der Gültigkeit der Bundestagswahl letzen Jahres<br />
aus, die wurde von der CDU schon in Frage gestellt, wird man da von der<br />
CDU noch was hören, oder verläuft sich das?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Das Problem besteht darin, dass es bei Überhangmandaten<br />
keine Ausgleichsmandate gibt. Deshalb hat die SPD mehr Abgeordnete, als<br />
ihr prozentual zustehen. Dies wird verfassungsrechtlich geprüft.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Berti:</b><br />
Wie stehen sie zu den Unterschriftenlisten gegen die doppelte Staatsbürgerschaft,<br />
die Herr Koch 1999 für den Wahlkampf benutzte?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ich war von Anfang an dafür.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>d.penalty:</b><br />
Wieso klopft die CDU in diesem Wahlkampf nicht auf die Ausländer<br />
ein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die CDU hat noch nie &quot;auf die Ausländer eingeklopft&quot;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Müller:</b><br />
Was spricht für die Unterschriftenkampagne?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Sie meinen den Wahlkampf 1999: Wer bei uns die vollen<br />
Bürgerrechte erlangen will und dauerhaft in Deutschland bleiben will,<br />
soll sich ungeteilt zu unserem Land bekennen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>bökels_neue:</b><br />
Was machen Sie, wenn Koch der neue Kanzlerkandidat wird? Wer könnte<br />
sein Nachfolger werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Diese Frage stellt sich derzeit nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>christean_anders:</b><br />
Was halten Sie vom Herausforderer Gerhard Bökel?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Um höflich zu bleiben: verhältnismäßig<br />
wenig.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sträfling:</b><br />
Gewinnen Sie diesmal ihren Wahlkreis?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Ich hoffe es.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Und eine weitere Frage zu Ihrem Wahlkreis:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oliver Pohland:</b><br />
Dr. Wagner, was tun Sie in Ihrer Doppelfunktion als Landtagsabgeordneter<br />
und Justizminister eigentlich für Ihren Wahlkreis, ist da Arbeit<br />
vor Ort überhaupt noch drin? Ich kenne die Region dort und mich würde<br />
interessieren, wie Sie sich einbringen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Gerade mit meinen Möglichkeiten als Kabinettsmitglied<br />
habe ich für meinen Wahlkreis sehr viel tun können: Förderung<br />
durch das Land für Ortsdurchfahrten, für die Ausweisung von<br />
Interkommunalen Gewerbegebieten, für Ortsumgehungen und bei der Förderung<br />
von Vereinen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
1999 haben CDU und FDP entgegen den Prognosen die Wahl gewonnen. Halten<br />
sie diesmal eine Wählerentscheidung entgegen den Prognosen auch für<br />
möglich?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Gezählt wird erst am Sonntag um 18.00 Uhr.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Michael W.:</b><br />
Herr Wagner, wie soll eigentlich ihre eigene persönlich Karriere<br />
politisch weiter gehen? Streben sie nach Höherem oder sind sie als<br />
Justizminister zufrieden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Mir macht meine Arbeit als Justizminister sehr viel Freude.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Oliver Pohland:</b><br />
Warum mag die Hessen CDU Frau Merkel nicht?? Weil sie aus dem Osten ist??</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die Unterstellung ist falsch. Die CDU Hessen steht geschlossen<br />
hinter unserer Bundesvorsitzenden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Hier sind noch einige Fragen zum Strafvollzug (in Hessen und insgesamt)<br />
eingegangen, die ich gerne weiterleiten möchte:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Blandsan:</b><br />
Frage zum Sexualstrafrecht: Geht es nur um die Strafhöhe oder auch<br />
um Sicherheitsverwahrung von Sexualstraftätern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Natürlich geht es auch um die Sicherungsverwahrung:<br />
Sexualstraftäter können &quot;tickende Zeitbomben&quot; sein,<br />
daher muss ein Richter auch nachträglich eine Sicherungsverwahrung<br />
anordnen können.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>d.penalty:</b><br />
Ab wann sollte ein Sexualtäter denn für immer weggeschlossen<br />
werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Wenn er weiterhin eine mögliche Gefahr für<br />
potentielle Opfer ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Joei:</b><br />
Der Staat macht stets nur Strafverfolgung? Welche Möglichkeiten haben<br />
Justiz und Polizei, um auch vorbeugend aktiv zu werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> In Hessen gibt es &#8211; bundesweit gesehen &#8211; das dichteste<br />
Netz von örtlichen Präventionsräten, an denen Polizei,<br />
Staatsanwaltschaft, Soziale Dienste und andere Bürgervertretungen<br />
mitarbeiten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>HarterHund:</b><br />
Sie fordern, dass ausländische Gefangene ins Ausland geschoben werden,<br />
um ihre Haftstrafe dort abzusitzen. Dabei sind diese doch in aller Regel<br />
erst in Deutschland kriminell geworden. Deutschland produziert diese Kriminellen,<br />
und schiebt sie dann ab?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Nicht Deutschland &quot;produziert Kriminelle&quot;,<br />
sondern Straftäter produzieren Kriminalität. Ein Haftplatz kostet<br />
den Steuerzahler 30.000 Euro pro Jahr. Es ist nicht mehr als recht und<br />
billig, dass straffällig gewordene Ausländer in ihrem Heimatland<br />
die Strafhaft verbüßen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>d.penalty:</b><br />
Die Polizeigewerkschaft sagt zurecht, es fehlen 700 Stellen. Wieso hat<br />
die CDU ihre vollmundigen Versprechungen aus dem Wahlkampf nicht wahr<br />
gemacht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner:</b> Die Zahlen der Polizeigewerkschaft sind nicht zutreffend.<br />
Es gibt jetzt mehr Polizeibeamte auf Streife als früher.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Zur letzten Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Lula:</b><br />
Wie stehen Sie eigentlich zum Irak Konflikt und den damit einherrschreitenden<br />
Anti-Terror Gesetze?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner: </b>Internationaler Terror muss auf allen Ebenen bekämpft<br />
werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Liebe Gäste! Unsere Zeit ist leider bereits abgelaufen. Im Namen<br />
der Veranstalter tagesschau.de und politik-digital.de sowie des Unterstützers<br />
tagesspiegel.de wünschen wir allen Beteiligten einen schönen<br />
Abend. Vielen Dank besonders an Sie, Herr Wagner in Wiesbaden! Wir würden<br />
uns freuen, Sie bei unseren nächsten Chats begrüßen zu<br />
dürfen. Es folgen noch die Termine der tacheles.02-Chats der nächsten<br />
Tage&#8230;<br />
30.1. (Do) 17.00-18.00 Uhr: Wolfgang Jüttner, SPD-Umweltminister<br />
Niedersachsen<br />
03.2. (Mo) 17.00-18.00 Uhr: Christian Ströbele, stellv. Fraktionsvorsitzender,<br />
Grüne<br />
05.2. (Mi) 17.00-18.00 Uhr: Angela Merkel, Vorsitzende der CDU/CSU<br />
12.2. (Mi) 17.30-18.30 Uhr: Friedbert Pflüger,außenpol. Sprecher<br />
der CDU/CSU</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Christean<br />
Wagner: </b>Herzliche Grüße zurück. Der Internet-Chat<br />
&#8211; mein erster &#8211; hat mir viel Freude bereitet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">M<b>oderator:</b><br />
Das freut uns! Hoffentlich auf ein nächstes Mal, Herr Wagner und<br />
einen schönen Rest-Tag!</span>
</p>
<p>
<b>Mehr Informationen zu </b>
</p>
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="650">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="545">
<li><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><a href="http://www.christean-wagner.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christean<br />
			Wagner</a></span></li>
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			tacheles.02 ist ein Format von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a><br />
			und <a href="http://www.politik-digital.de/index.shtml">politik-digital.de</a> und<br />
			wird unterstützt von <a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesspiegel.de</a>.</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_christean_wagner_dem_justizminister_in_hessen-331/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
	</channel>
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