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	<title>Gegenrede &#8211; politik-digital</title>
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		<title>„Hass im Netz“: Von Trollen und Glaubenskriegern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2016 16:00:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ob in sozialen Medien oder den Kommentarspalten von Zeitungen: Der Ton zwischen den Nutzern wird immer rauer. Über den Zustand [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet-stop-crime-fight_alexas-photos_pixabay.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149621 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet-stop-crime-fight_alexas-photos_pixabay.jpg" alt="" width="640" height="367" /></a>Ob in sozialen Medien oder den Kommentarspalten von Zeitungen: Der Ton zwischen den Nutzern wird immer rauer. Über den Zustand des Umgangs im Internet und was man dagegen unternehmen kann, gibt die österreichische Journalistin Ingrid Brodnig in ihrem neuen Buch „Hass im Netz“ einen guten Überblick.</p>
<p>Brodnig identifiziert zu Beginn zwei Arten von problematischen Internetnutzern, die stellvertretend und extrem für das raue Klima stehen: Den Troll und den Glaubenskrieger. Ersteren erkennt man daran, dass er bewusst provozierende Äußerungen postet, es dabei oft an richtiger Rechtschreibung mangeln lässt und auch mit Beleidigungen nicht spart. Das alles nur, weil die Person Spaß daran hat, andere User zu provozieren, bewusst aufzustacheln, um sich an den wütenden oder richtigstellenden Antworten zu ergötzen. Anders dagegen ist der sogenannte Glaubenskrieger. Ihm geht es nicht um Spaß, sondern um die „Wahrheit“. Und es ist seine Pflicht, diese möglichst laut weiterzuverbreiten, ob es die anderen Nutzer hören wollen oder nicht. Nicht nur glauben die Glaubenskrieger, die einzigen zu sein, die über diese Wahrheit Bescheid wüssten. Sie sind auch immun gegen Fakten oder Argumente und sehen ihre Position durch ein unliebsames Argument nur untermauert. Zu guter Letzt nutzen die Glaubenskrieger eine sehr aggressive Tonalität, werden schnell sehr unfreundlich und haben dabei wenig Empathie gegenüber ihren Mitdiskutanten.</p>
<p>Diese beiden problematischen Nutzergruppen sind dabei nur die Spitze des Eisberges. Sie stehen symptomatisch für die Problematik des Internet, das ihre extreme Form hervorgebracht und unterstützt hat. Ein Grund, den Brodnig für die „verrohenden“ Umgangsformen im Internet identifiziert, ist die fehlende Empathie. Man sieht sein Gegenüber nicht, hat keine non-verbalen Faktoren und kann auch nicht persönlich für seine Äußerungen bewertet werden. Dies verstärke sich durch die sogenannten Filterblasen: Die Algorithmen der sozialen Netzwerke und Suchmaschinen zeigen dem Nutzer vorwiegend Inhalte, die dessen Weltanschauung entsprechen.</p>
<h3>„Es gibt kein Grundrecht darauf, andere Menschen zu beleidigen.“</h3>
<p>Brodnig, selbst Zeitungsjournalistin, geht auch auf das Löschen von ausfallenden und beleidigenden Kommentaren in Foren und sozialen Netzwerken ein. Wenn diese aufgrund unhöflicher, unsachlicher oder beleidigender Inhalte von den Redaktionen oder Seitenbetreibern gesperrt werden, würde oft der Vorwurf der Zensur vorgebracht. Brodnig betont: „Es gibt kein Grundrecht darauf, andere Menschen zu beleidigen.“</p>
<figure id="attachment_147195" aria-describedby="caption-attachment-147195" style="width: 198px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hass_im_internet_cover_0.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-147195" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hass_im_internet_cover_0.jpg" alt="" width="198" height="301" /></a><figcaption id="caption-attachment-147195" class="wp-caption-text">Brodnig, Ingrid: Hass im Netz &#8211; Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können. Verlag: Brandstätter, 179 Seiten, 17,90 Euro (D), 2016, ISBN: 978-3-7106-0035-7</figcaption></figure>
<p>Denn es ist eindeutig keine Zensur, wenn Zeitungsredaktionen nicht jeden Kommentar freischalten oder ihn im Nachhinein löschen.</p>
<p>Das Buch geht auch auf die Bedeutung von Worten im Internet ein. Denn hinter jedem Wort – beispielsweise „Flüchtlingtsunami“ – stehe eine ein gewisser Frame, ein Gedankenkonstrukt. Und durch Verwendung gewisser Frames würde auch eine gewisse Ansicht übermittelt. Für weitere Informationen empfiehlt sich auf jeden Fall Brodnigs Buch oder unser <a href="http://politik-digital.de/news/sprache-im-internet-die-macht-der-worte-148759/">Artikel zu dem Thema</a>. Die Autorin führt weiter aus: Worte haben eine beeindruckende Macht über das menschliche Denken. Deshalb bietet Brodnig Argumentationsstrategien an und gibt praktische Tipps, die gegen unfreundliche oder provozierende User anwendbar sind – und das nicht nur im Internet.</p>
<h3>Der größte Gatekeeper im Internet: Facebook</h3>
<p>Abschließend erinnert die Autorin an die Macht der Konsumenten im Internet. Auch wenn diese scheinbar dem Willen der Unternehmen unterworfen seien, bestimmten sie letztlich durch ihr Nutzungsverhalten, welches Unternehmen Gewinn mache und welches nicht. Zwar würde das die Konzerne nicht sofort zum Umdenken bringen, aber in gewissen Punkten kann eine andere Unternehmenspolitik erreicht werden. Und alle Menschen, die über die „Lügenpresse“ schimpften, sollten sich in Erinnerung rufen: Facebook ist der größte Gatekeeper für Informationen im Internet – nicht die Nachrichtenportale!</p>
<p>In ihrem Buch zeichnet die Autorin auch für nicht-netzaffine Menschen ein aktuelles Bild über das Ausmaß von Hass, Hetze und Lügen im Internet. Sie führt viele aktuelle Beispiele auf, die sie verständlich darlegt. Definitionen der wichtigsten Schlagworte können in Ruhe im angehängten Glossar nachgelesen werden. Darüber hinaus gibt Brodnig einen verständlichen Einblick, was man sich an Äußerungen im Internet gefallen lassen muss und wo die Grenzen der Meinungsfreiheit liegen. Die Meinungsfreiheit endet beispielsweise dort, wo die Ehre eines anderen angegriffen wird. Im Buch finden sich hilfreiche Tipps und Hilfestellungen zum Verhalten in gereizten und aufgeladenen Situationen, die auch außerhalb des Internet von großem Nutzen sind. Deshalb ist „Hass im Netz“ besonders auch Personen empfohlen, die nicht heimisch im Internet sind, damit diese nicht große Teile  des „öffentlichen“ Internet den Trollen und Glaubenskriegern überlassen.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/en/internet-stop-crime-fight-1315920/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">internet-stop-crime-fight</a> by <a href="https://pixabay.com/en/users/Alexas_Fotos-686414/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexas_Fotos</a> via <a href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a> licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Engagierte Gegenrede gegen Hetze und Propaganda im Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2015 09:06:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ist das Web 2.0 tot?]]></category>
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		<category><![CDATA[Islamischer Staat]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Immer hochwertiger und komplexer werden Werbung und Propaganda im Internet. Das zeigen sowohl der sogenannte Islamische Staat wie auch rechtsradikale Hetzkampagnen. Bisher wurde noch keine wirklich funktionierenden Gegenmaßnahmen gefunden. Wie reagieren staatliche Institutionen und Unternehmen, deren Plattformen zur Distribution genutzt werden? Ein Überblick über &#8220;Counter Narratives&#8221; und &#8220;Flaggen&#8221;.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Ob Hinrichtungen von Geiseln oder Zerstörungen kultureller Stätten. Fast täglich berichten die Nachrichtendienste über die Gräueltäten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS). In einem ähnlichen Ausmaß verbreitet der IS selbst Videos seiner Taten im Internet. Dort tobt schon seit einigen Monaten ein Stellvertreterkrieg: Die Dschihadisten gegen ihre Gegner. Die Propagandavideos des IS erinnern an Trailer neuerer Computerspiele und lassen den Krieg wie ein cooles Abenteuer aussehen. Dem gegenüber stehen staatliche Institutionen, private Unternehmen, Initiativen und Einzelpersonen. Sie versuchen, den Einfluss der Islamisten einzudämmen und diesem entgegenzuwirken.</p>
<p>Daher besteht der Bedarf nach einer richtigen Strategie. Mit ihr soll den qualitativ hochwertig produzierten Videos und vielfältigen Auftritten in den sozialen Medien entgegengewirkt werden. Eine solche Strategie wurde und wird bisher heftig in der westlichen Welt diskutiert. Anfang diesen Jahres setzten die <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.youtube.com/user/ThinkAgainTurnAway/videos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vereinigten Staaten</a></span> und <span style="text-decoration: underline;">Frankreich</span> noch auf Abschreckung: Mit Videos von realen Kriegsopfern- und folgen sollten interessierte Jugendliche aufgeklärt werden. Sehr erfolgreich war die Gegenpropaganda jedoch nicht. Ein Grund könnte sein, dass die Videos dem IS-Bildmaterial zu sehr ähneln.</p>
<h3>Propaganda nicht unkommentiert stehen lassen</h3>
<p>Unter dem Begriff &#8220;Counter Narratives&#8221; werden im englischsprachigen Raum bereits neue Strategie der Gegenpropaganda entwickelt. Im Deutschen gibt es bislang keine adäquate Übersetzung. Am ehesten trifft es vielleicht &#8220;Couragierte Gegenrede&#8221; oder &#8220;Gegenerzählung&#8221;. Dafür finden sich jedoch im deutschsprachigen Raum viele Beispiele. Insbesondere werden solche Strategie gegen Neonazis und Rechtspopulisten eingesetzt, wie die Plattform <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/neues-aus-dem-monitoring-counter-narratives-10086" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netz-gegen-nazis.de</a></span> zeigt. Unabhängig davon, ob es sich um Nazis oder Dschihadisten handelt. Wichtig ist es, die emotional mitreißenden und wenig korrigierbaren Rekrutierungs- und Ideologie-Videos und Facebookseiten nicht unkommentiert stehen zu lassen. Gegenrede kann dabei vielfältig und von verschiedenen Seiten kommen. Ein ehemaliger britischer Islamist will zum Beispiel mit seiner Comicvideoserie <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.youtube.com/user/abdullahx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Abdullah X&#8221;</a></span>, über Dschihadisten aufklären und Zweifel an deren Versprechungen wecken.</p>
<p>Auch auf europäischer Ebene handeln die staatlichen Institutionen. Sie haben das <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://netzpolitik.org/2015/strategische-kommunikation-mit-lefloid-und-mrwissen2go-eu-regierungen-fuellen-das-internet-mit-gegenerzaehlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Beratungsteam für strategische Kommunikation in Bezug auf Syrien“ (SSCAT)</a></span> ins Leben gerufen. Das SSCAT soll die EU-Mitgliedsstaaten sowie europäische Institutionen bei der Ausarbeitung von Kampagnen unterstützen. Ziel ist die Aufklärung und Information von jungen und jugendlichen Menschen. Gerade bei ihnen handelt es sich um die potenziellen Rekruten des IS. In Deutschland wurden die Maßnahmen von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) umgesetzt. Gemeinsam mit drei bekannten Youtubern hat die bpb eine <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dradiowissen.de/beitrag/aufklaerungskampagne-youtuber-erklaeren-kernbegriffe-des-islam" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videoreihe produziert</a></span>, die über die Kernbegriffe des Islam aufklärt und dabei die Sprache der Jugendlichen trifft. In einer zweiten Reihe gibt es Interviews mit Wissenschaftlern und Experten. In Frankreich wird eine härtere Gangart eingelegt: Um junge Franzosen vom Kampf für den IS abzuhalten, werden in kurzen Videoclips unter anderem die Geschichten von Jugendlichen erzählt, die im Kampf umgekommen sind.</p>
<h3>Ansichten von IS-Gegnern &#8220;bei weitem nicht stark genug&#8221; im Netzwerk</h3>
<p>Die verstärkte Nutzung der sozialen Netzwerke zu Propaganda- und Rekrutrierungszwecken erkennen auch die Vereinten Nationen in einem <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.theguardian.com/technology/2015/jun/25/internet-companies-being-misused-as-extremist-mouthpiece-say-un-experts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht</a></span> an. Eine geeignete Reaktion der Unternehmen, auch durch bessere Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen, wird angemahnt. Counter Narratives alleine reichten nicht zum effektiven Kampf gegen den IS, wie <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.wired.de/collection/latest/facebook-youtube-vimeo-und-co-kampfen-gegen-terror-propaganda" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google-Managerin Victoria Grand</a></span> mahnte.</p>
<p>Facebook, Youtube und Co. haben jedoch zum Teil bereits schon reagiert und Sicherheitsteams aufgebaut. Die Videoplattform Vimeo beispielswiese hat ein Team von vier Mitgliedern. Facebook vier Teams in den USA, Indien und Europa. Die Facebook-Teams durchsuchen das Netzwerk nach möglicher Propaganda.</p>
<h3>&#8220;Flaggen&#8221; gegen den IS und Hetze</h3>
<p>Die wichtigste Waffe der Sicherheitsteams ist dabei die sogenannte &#8220;Flag&#8221;-Funktion. Dort kann jeder Nutzer Posts oder Videos mit fragwürdigem Inhalt markieren. Anschließend werden die entsprechenden Beiträge in den internen Prüf-Apparat weitergeleitet. Dort wird dann entschieden, ob ein Beitrag gelöscht wird oder nicht. Über die kritikwürdigen Löschpraktiken der Sozialen Netzwerke haben wir bei <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://politik-digital.de/news/facebooks-politik-des-nicht-loeschens-145629/">politik-digital.de</a></span> berichtet. Die sozialen Netzwerke rechtfertigen ihre Geheimhaltung der Lösch-Richtlinien. So geben sie an, dass ihre Gegner die eigenen Vorgehensweisen nicht kennen sollen, um sich diesen anzupassen.</p>
<p>Aber auch die Gegenseite schläft nicht. Wenn ein Profil oder eine Seite gesperrt oder gelöscht wird, erscheint diese unter anderem Namen nach kurzer Zeit wieder. Zwar setzen die sozialen Netzwerke auf regelmäßige Social Media Trainings von NGOs. Doch trotzdem benötigt es neben der Arbeit der Sicherheitsteams der Unternehmen und NGOs weiterhin die aktive und engagierte Arbeit von Einzelnen, um der Propaganda vielseitig und großflächig mit Gegenpositionen und aufklärenden Inhalten entgegenzutreten.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/balleyne/">balleyne</a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/"> (CC BY-NC 2.0)</a></p>
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