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	<title>Gehörlose &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Inklusion und das Digitale: Ein Gespräch über barrierefreie Kommunikation</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Aug 2017 11:11:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#8220;Teilhabe für Alle ist eine utopische Vorstellung&#8221; &#8211; diesen Satz hört man häufiger, wenn es um Inklusion geht. Doch wie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2016_inklusion_tourismus_weiland_highres_225.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-152993 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2016_inklusion_tourismus_weiland_highres_225.jpg" alt="Mit Gebaerdensprache im Deutschen Historischen Museum" width="640" height="315" /></a>&#8220;Teilhabe für Alle ist eine utopische Vorstellung&#8221; &#8211; diesen Satz hört man häufiger, wenn es um Inklusion geht. Doch wie sehen Betroffene das? Wir haben uns mit Wille Felix Zante, Aktivist und Autor bei der Deutschen Gehörlosenzeitung getroffen, um über barrierefreie Kommunikation zu reden und die Möglichkeiten der digitalen Inklusion zu konkretisieren.</p>
<p>Inklusion ist ein häufig verwendetes und gleichermaßen unscharfes Konzept &#8211; oft wird es widersprüchlich und unterschiedlich verwendet. Der Begriff ist ebenso vielfältig und wandelbar wie die Gruppen, denen eine gleichberechtigte Teilhabe an allen gesellschaftlichen Bereichen ermöglicht werden soll. Hinzu kommen unter dem Stichwort digitale Inklusion neue Möglichkeiten, die durch die digitale Revolution entstanden sind. <strong><span style="font-weight: 400">Doch ist es überhaupt sinnvoll, Inklusion und digitale Inklusion zu unterscheiden? Wann ist Inklusion &#8220;digital&#8221; und wann nicht? Welche Akteure müssen zusammenkommen, damit Inklusion erfolgreich umgesetzt werden kann? Ein Gespräch über digitale Inklusion und barrierefreie Kommunikation.</span></strong></p>
<h3>Gehörlosenzeitung &#8211; Sprachrohr der Gehörlosen-Community</h3>
<p dir="ltr">Gebärdensprache als gemeinsamer Nenner: Seit 1950 publiziert <a href="http://gehoerlosenzeitung.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Zeitschrift unter dem heutigen Namen</a> rund um das Thema Gehörlosenkultur. Ob Geschichten über gehörlose Menschen, politische Aktionen oder die Aktivitäten des Deutschen Gehörlosenbunds: die Zeitschrift berichtet über Themen, die zur Zeit in der Community wichtig sind. „Die Gehörlosenzeitung richtet sich an alle, die sich für Gebärdensprache interessieren“, erläutert Zante die Zielgruppe. „Ich denke, wir werden hauptsächlich von Gehörlosen gelesen. Aber auch von Hörenden, die zum Beispiel Gebärdensprachpädagogik oder Gebärdensprachdolmetschen studieren. Oder von Leuten, die durch ihr Umfeld davon betroffen sind.“ Seit Januar diesen Jahres gibt es die Zeitschrift nun auch als e-paper. Die Überlegung, die Zeitschrift teilweise als Übersetzung in Gebärdensprache in Videoform sowie Teile der Zeitschrift in vereinfachter Sprache anzubieten, wurden intern diskutiert, so Zante. „Ideal wäre es gewesen, das Ganze im kompletten Heftumfang umzusetzen, aber das ist nicht möglich mit unserem Budget, höchstens mit Unterstützung von außen“. Die Ablehnung der Video-Idee hatte mehr praktische Gründe: für eine Seite Text werden ganze 5 Minuten Video benötigt. „Meine Erfahrung ist, dass sich Leute das Video für drei Minuten angucken, länger nicht. Man kriegt dann nicht den gleichen Tiefgang, es ist ein komplett anderes Medium.“. Das schlüge sich auch produktionstechnisch in einem viel höherem Aufwand nieder.</p>
<h3>Barrierefreiheit &#8211; Aufgabe der Gesellschaft oder der Politik?</h3>
<p dir="ltr">Bei dem Begriff Barrierefreiheit denken viele Leute an bauliche Maßnahmen, zum Beispiel Rollstuhlrampen oder Ampelschaltanlagen für blinde Menschen, aber weniger an Gehörlose, die auf sprachliche Inklusion angewiesen sind. Fehlende Untertitel bei Videos, Sprachnachrichten über WhatsApp: digitale Medien sind für Gehörlose nicht per se inklusiv. Zante erinnert sich an Pager, die ersten digitale Kommunikationsmittel noch vor dem Handy. Dann das Internet: „Ich hab ’96 meinen ersten Internetzugang gehabt, da war ich 13 Jahre alt und das hat mir die Welt geöffnet.“ Das vermehrte Auftauchen von Audio-und Videoinhalten im Internet war dann wieder eine starke Ausgrenzung. „Das Internet ist aber nach wie vor sehr schriftlich“ – das hat Vor-und Nachteile, denn für einige Gehörlose stellt Schriftsprache eine Barriere dar. Doch auf Youtube gibt es immer mehr Videos in Gebärdensprache. Film und Fernsehen haben heutzutage Untertitel, auch wenn diese oftmals von schlechter Qualität sind. Seitdem Instagram auch Videos zulässt, ist die App auch ein visuelles Medium für Gehörlose geworden. Das Internet ist also Raum des Austauschs und der Kommunikation für Gehörlose, auch wenn nicht jeder Bereich gleich zugänglich für alle ist.</p>
<p dir="ltr"><div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/foto-wille-felix-zante.jpg"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-152983" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/foto-wille-felix-zante.jpg" alt="foto-wille-felix-zante" width="152" height="179" /></a><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Matthias-Storath_Potrait_Interview1.jpg"><br />
</a>Wille Felix Zante, Jahrgang 1984, studierte Gebärdensprache und Amerikanistik. Heute arbeitet er als freier Autor für die Deutsche Gehörlosenzeitung und bietet Studienhilfe, Beratung und Workshops rund um die Themen Gehörlosigkeit, Behinderung und Gebärdensprache an.</p>
<p dir="ltr">Bild von Hannes Wiedemann</div></div>
<p dir="ltr">Wie kann man dieser Ungleichheit entgegenwirken? Entweder die Gesellschaft für digitale Barrierefreiheit sensibilisieren, oder mehr Regulierung vom Staat einfordern? „Ich glaube, am effektivsten wäre eine gesetzliche Verpflichtung. Beziehungsweise eine ganz harte Vorschrift.“ Zante verweist auf die USA, wo der gesamte öffentliche Bereich barrierefrei sein muss. Eine Behörde organisiert dort einen Dolmetscher oder stellt eine Art barrierefreier Kommunikation bereit und übernimmt die Kosten. In Deutschland hingegen lastet es auf der Einzelperson. „In Deutschland ist es so, dass ich ganz unterschiedliche Kostenträger habe und es an mir als Betroffener hängen bleibt, mich darum zu kümmern.“ Den Dolmetscher beim Arzt übernimmt die Krankenkasse, aber gegebenenfalls muss noch ein Antrag bei einer Behörde oder einem Kostenträger gestellt werden; ein großer Aufwand, der an den Individuen hängen bleibt. „Also einfach mal spontan Ausweis abholen geht nicht… also das geht in Berlin sowieso nicht“, lacht Zante. „Aber es ist einfach nochmal schwieriger.“ Es ist deshalb nicht überraschend, dass Zante im Bereich der digitalen Barrierefreiheit klare und strikte gesetzliche Vorschriften fordert. Zwar verpflichtet die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung die Behörden zur digitalen Barrierefreiheit, doch gilt dies nicht für private Internetseiten. Ansonsten gibt es nur Richtlinien, doch diese allein reichen ohne gesellschaftliches Bewusstsein nicht aus.</p>
<p dir="ltr">Einen wesentlichen Grund für dieses mangelnde Bewusstsein sieht Zante in der Schule. „Das Schulsystem ist ja von Natur aus selektiv… es gibt auch Berührungsängste, die nur durch Begegnungen abgebaut werden können.“ Ein inklusiver Ansatz für Gehörlose sieht vor, dass Gehörlose an ‚reguläre‘ Schulen gehen und dort ein Dolmetscher bereitgestellt wird. Das ist ein hoher Kostenaufwand, doch könnte dies sehr effektiv sein: wenn Menschen mit Gebärdensprache in Kontakt kommen, kann das ein Anreiz sein, die Sprache zu lernen, für Schüler, sowohl auch für Lehrer.</p>
<p dir="ltr">Hinzu kommt ein Mangel an Dolmetschern. Auf einen Dolmetscher fallen heute fast 100 Gehörlose, mehr Ausbildungsstellen werden benötigt. Die Inklusion von Gehörlosen an Schulen und Universitäten kann nur gelingen, wenn sich auch das Handeln politischer Institutionen ändert. Dazu muss die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein. Zum Beispiel die Videotelefonie, die gehörlosen Menschen die digitale Kommunikation durch Gebärdensprache ermöglicht. Auch Video-Dolmetschdienste existieren schon. Leider sind mobile Daten und Internet sehr teuer in Deutschland. „Jetzt gibt es die Möglichkeit. Da muss die Infrastruktur gelegt werden und die Kostenfrage geklärt werden“, fordert Zante. Auch hier zeigt sich: Ohne das entsprechende Handeln politischer Institutionen kann das inklusive Potenzial digitaler Medien nicht voll ausgeschöpft werden.</p>
<h3>Neue (Digitale) Räume</h3>
<p dir="ltr">Durch neue, digitale und nicht-digitale Inklusionskonzepte fällt auch der Raum der Gehörlosenschule als Ort der Begegnung für Gehörlose weg. Dies sehen einige sehr kritisch, Zante vertritt eine andere Position: es gehe auch darum, in der Mehrheitsgesellschaft zu leben und Strategien zu entwickeln, damit umzugehen. Gerade die Inklusion in ‚reguläre‘ Schulen ist ein wichtiger Aspekt. „Ich glaube, es wird eine sehr selbstbewusste Generation heranreifen in den nächsten 10 Jahren, die sich darüber bewusst sind, was sie sind, was sie brauchen.“ Ob das Digitale in diesem Prozess helfen könne? Sie können vieles vereinfachen, man kann mehr Leute erreichen, aber digitale Medien sind keine Zaubertricks, betont Zante. Allem geht ein Bewusstsein und die Bereitschaft voraus, dass man sich für Barrieren sensibilisiert und dann barrierefreie Kommunikationswege schafft. Das Digitale ist ein Tool hierfür, kein Garant. So könne eine WhatsApp Gruppe hilfreich sein, wenn sich alle in der Schriftsprache sicher und wohl fühlen und keine Sprachnachrichten verwendet werden. Allerdings ist ein Medium nicht per se inklusiv &#8211; es ist die Art und Weise, wie es angewandt wird. So fühlen sich viele Gehörlose in der Gebärdensprache wohler. Ähnliches gilt für die Zusammenführung von gehörlosen Schülern und hörenden Schülern: Inklusion beschreibt keine abstrakte Idee, sondern eine Praxis, die sowohl strukturell als auch zwischenmenschlich umgesetzt werden muss. Die Frage, ob gemeinschaftliches und kollektives Denken in einem Schulsystem möglich ist, das auf Selektion und Leistungsdenken aufbaut, ist eine andere. Klar ist aber auf jeden Fall, dass wenn Inklusion erfolgreich umgesetzt werden will, ein kollektiver Wandel stattfinden muss. Dieser muss in der Schule, aber auch in der gesamten Gesellschaft stattfinden.</p>
<p dir="ltr">Inklusion und digitale Medien verändern die Gehörlosen-Community genauso tiefgreifend wie die den hörenden Teil der Gesellschaft. Die Räume, die existieren, verändern sich, ebenso die Art der Kommunikation. So seien Zante zufolge rückläufige Zahlen beim Treffen im Gehörlosen-Clubheim zu beobachten, weil Leute nun über digitale Medien kommunizieren. „Dadurch geht auch der politische Aspekt ein bisschen verloren. Weil das Gehörlosen-Clubheim auch immer eine Interessenvertretung ist.“ Die Gehörlosen-Community organisiert sich im Rahmen der digitalen Revolution neu. Es ist Aufgabe von politischen Entscheidungsträgern, diese Organisation zu unterstützen und mit Gehörlosen neue inklusive Lösungsansätze zu entwickeln und sie mit neuen technischen Entwicklungen zu verbinden.</p>
<p>Im <a href="http://politik-digital.de/news/inklusion-und-das-digitale-auf-der-suche-nach-zeitgemaesser-teilhabe-152998/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ersten</a> Teil der Serie &#8220;Inklusion und das Digitale&#8221; haben wir uns gefragt, was zeitgemäße Teilhabe bedeutet. Im <a href="http://politik-digital.de/news/inklusion-und-das-digitale-das-piksl-projekt-als-beispiel-digitaler-inklusion-2-153078/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dritten</a> Teil haben wir das PIKSL-Projekt vorgestellt.</p>
<p dir="ltr">
<p>Titelbild, &#8216;<a href="http://gesellschaftsbilder.de/photo/1349/Mit-Gebaerdensprache-im-Deutschen-Historischen-Museum.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mit Gebaerdensprache im Deutschen Historischen Museum</a>&#8216; by Andi Weiland on <a href="http://gesellschaftsbilder.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gesellschaftsbilder.de</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/legalcode" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p><img decoding="async" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/b76402208ee9466fb38ce67c7c48ef44" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><span style="color: #000000;font-family: HelveticaNeue"> </span></p>
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		<title>Zwischen neuen Chancen und alten Grenzen: Gehörlose im Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2016 08:34:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sprechen, sich austauschen, Kontakt haben: Für Gehörlose ist die Kommunikation der hörenden Mehrheitsgesellschaft praktisch eine unerreichbare Welt. Eigene Schulen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-150387 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/barrier-gates-280628_640x314_CC0_by_Ben_Kerckxvia_pixabay.jpg" alt="Schranke auf einem Weg im Wald, barrier gates by Ben_Kerckx CC0 via Flickr" width="640" height="314" />Sprechen, sich austauschen, Kontakt haben: Für Gehörlose ist die Kommunikation der hörenden Mehrheitsgesellschaft praktisch eine unerreichbare Welt. Eigene Schulen und Vereine waren deshalb für sie lange Zeit die einzigen Orte, in denen sich ihnen diese Welt auftat. Mit dem Internet hat sich das geändert: Das Netz beeinflusst nicht nur die Kultur der Gehörlosen. Dass deren Herzstück, die Gebärdensprache, auch beim Videochat eingesetzt werden kann, ist für taube Menschen inzwischen sogar der Hauptgrund, online zu gehen. Doch bei allem Fortschritt: Taube Menschen treffen auch online immer noch auf alte Barrieren.</p>
<p>Inzwischen klingen die Buchstaben schon fast banal: WWW, weltweites Netz. Dabei schafft das Internet manchmal sogar weit mehr, als die eine Welt zu verbinden: Manchmal eröffnet es regelrecht neue Welten. Zum Beispiel für Gehörlose.</p>
<p>Denn dass im Analogen oft Welten zwischen Hörenden und Gehörlosen liegen, erfahren taube Menschen alltäglich: Anders als für Hörende ist es für Gehörlose ohne Dolmetscher alles andere als einfach, jemanden auf der Straße mal kurz anzusprechen und nach dem Weg zu fragen oder einkaufen zu gehen. Verständnisprobleme sind immer vorprogrammiert. Eigentlich besitzen taube Menschen mit der Gebärdensprache eine perfekte Möglichkeit sich mitzuteilen und zu verständigen. Aufgrund eines von der hörenden Mehrheitsgesellschaft bestimmten Kommunikationssystems sind Gehörlose jedoch de facto immer auf andere Mitglieder der eigenen Minderheit angewiesen, um sich austauschen zu können. Lange Zeit waren deshalb Gehörlosenschulen und eigene Vereine praktisch <a href="http://fzgresearch.org/PDF_VUGS/(41)%20Hohl%202004.pdf%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die einzigen Örtlichkeiten der Gehörlosengemeinschaft</a>, in denen sich ihnen die weithin unerreichbare Welt der Alltagskommunikation erschloss.</p>
<p>Mit dem Internet ist ein neuer Ort dazugekommen, der – wie bei Hörenden auch – die menschliche Kommunikation teilweise sogar überflüssig gemacht hat: Wer nach einer Straße sucht, fragt einfach schnell Google-Maps. Und wer shoppen oder eine Reise buchen will, kann dies mit wenigen Klicks auch zuhause online erledigen. Für Gehörlose ist das nicht nur genauso bequem wie für Hörende. Es bedeutet für sie auch, im Alltag ohne Dolmetscher weniger mit Verständigungsschwierigkeiten konfrontiert zu sein. „Das Internet ermöglicht Gehörlosen also eine stärkere Individualisierung. Es schafft Unabhängigkeit“, erklärt Andreas Bittner. Bittner ist nicht nur selbst taub, sondern auch Dozent am <a href="https://www.reha.hu-berlin.de/lehrgebiete/gsd/lehre-und-studium/ds" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deaf-Studies-Lehrstuhl der Humboldt-Universität in Berlin</a>. Für ihn steht fest: „Es hat durch das Internet einen großen Wandel für Gehörlose gegeben.“</p>
<h3>Das Internet prägt die Kultur der Gehörlosen mit</h3>
<p>Seit den 1990er Jahren gibt es etwa eigene Webseiten für die sprachliche Minderheit. Der spätertaubte Bernd Rehling gehört dabei zu den „Dinosauriern“ des Deaf Internet (Gehörlosen-Internet), wie er sich selbst nennt. Er hat 1997 das Portal <a href="http://taubenschlag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">taubenschlag.de</a> mitgegründet, das Informationen aus der Deaf World bündelt. Seine Motivation beschreibt er so: „Im Internet habe ich gerade für Hörgeschädigte eine große Chance gesehen, um Informationen zu bekommen, zu kommunizieren und zu lernen.“ Und der 73-Jährige sieht die Chancen auch zu einem guten Stück erfüllt, nicht zuletzt auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die eigenständige Kultur der Gehörlosen: „Es gibt kulturelle Angebote für Gehörlose wie nie zuvor. Die wären überregional ohne das Internet kaum zugänglich, ja, viele gäbe es gar nicht.“ Erst durch das Internet seien ausländische Impulse wie die Deaf Poetry Slams in Deutschland schnell verbreitet worden. Auch das Entstehen einer selbstbewussten Jugendkultur habe das Netz beschleunigt. Und durch Online-Veröffentlichungen finden lokale Angebote wie Museumsführungen für Gehörlose überhaupt erst ein breites Publikum, so Rehling.</p>
<p>Um ein vielfaches verbessert habe sich auch der Informationserwerb, sagt der pensionierte Lehrer. So würden zumindest einige öffentlich-rechtlichen Sender inzwischen 90 Prozent ihres Angebots untertiteln. Und über das Live-Streaming kämen Gehörlose nun sofort an aktuelle Informationen. Zum Medium schlechthin sei für Gehörlose der Video-on-demand-Dienst Netflix geworden: Dort werden alle Filme und Serien ausnahmslos untertitelt. Und selbst Facebook ermöglicht jetzt Werbetreibenden – wenn auch primär aus Rücksicht auf mobile Nutzer und deren Klickzahlen – <a href="https://www.facebook.com/business/news/updated-features-for-video-ads" target="_blank" rel="noopener noreferrer">automatisch Untertitel in Videos einzubauen</a>. Eine wichtige Entwicklung, schließlich nimmt dort die Zahl der Videos im Newsfeed rasant zu. Und Andreas Bittner vom Berliner Deaf-Studies-Lehrstuhl bestätigt, dass durch das Internet Gehörlosen so grundsätzlich mehr Informationen zugänglich gemacht werden: „Man bekommt stärker mit, was in der hörenden Gesellschaft passiert.“</p>
<h3>Das barrierefreie Netz gibt es noch nicht</h3>
<p>Trotzdem gibt es auch online immer noch starke Einschränkungen für Gehörlose. <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">So rufen schon jetzt 53 Prozent der Mehrheitsgesellschaft mindestens einmal wöchentlich audiovisuelle Inhalte im Netz auf, um sich zu informieren. </a>Werden diese in Zukunft nicht überall barrierefrei angeboten, wird die Kluft zwischen Hörenden und Gehörlosen bei der Informationsbeschaffung wieder zunehmen, die sich durch die <a href="http://www.deutsche-gesellschaft.de/fokus/tagesspiegel-inklusion-im-fernsehen-untertitel-ersetzen-keine-gebaerden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gestiegene Zahl an Untertiteln im Fernsehen</a> gerade langsam vermindert. Momentan sehen sich laut einer aktuellen Studie der Rheinischen Fachhochschule Köln 76 Prozent der Gehörlosen ausgebremst, wenn es um audiobasierte Inhalte im Netz geht.</p>
<p>Andreas Bittner von der HU Berlin sieht aber auch unabhängig davon noch lange kein barrierefreies Netz. Zu tun habe das mit der Schriftsprache, von der es natürlich im Internet ebenfalls nur so wimmelt. So wie sie von der Mehrheitsgesellschaft gebraucht wird, unterscheidet sich die Schriftsprache von der Gebärdensprache nicht nur durch die fehlende visuelle Ausdrucksweise. Für taube Menschen ist sie auch deshalb nur mit Mühe zu verstehen, weil ihr eine andere Grammatik zugrunde liegt. Bittner: „Deutsche Schriftsprache ist wie eine Fremdsprache für deutsche taube Menschen.“ Eine entscheidende Rolle für Gehörlose spiele daher auch im Internet ihre Schriftsprachkompetenz. Und die brauche es oft schon zum Verstehen von Untertiteln, so der Deaf-Studies-Experte. „Erst die Gebärdensprache wäre ein wirklicher Vorteil“, findet Bittner. „Doch die ist im Internet noch die absolute Ausnahme.“ Das gilt auch für die <a href="http://www.bpb.de/apuz/179341/leichte-und-einfache-sprache-versuch-einer-definition" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Leichte Sprache“</a>. Gehörlose profitieren also bislang – abhängig von ihrer Schriftsprachkompetenz – unterschiedlich stark von den Vorzügen des Internet.</p>
<h3>Deaf World: Gehörlose können jetzt auch in die Ferne mittels Gebärdensprache kommunizieren</h3>
<p>Von unschätzbarem Wert für alle tauben Menschen sind dagegen die Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten, die das Netz bietet. Welche große Rolle die Vernetzung für sie spielt, beweist allein schon Achim Feldmann: Er hat lange vor Facebook und Co 1995 mit gehoerlos.de das erste Diskussionsforum für taube Menschen in Deutschland gegründet: „Ich wollte, dass die Gehörlosen weniger isoliert sind. Zuvor mussten sie erst in die nächste Großstadt fahren, um sich mit anderen Gehörlosen zu unterhalten. Das hat Zeit und Geld gekostet.“ Zwar nutzten Gehörlose damals auch Faxgeräte oder seit 1975 schon Schreibtelefone, um in die Ferne zu kommunizieren. Mit einem schnellen Chat vermögen diese Geräte aber freilich nicht mitzuhalten. Mehr noch: Heute können auf Skype, Whatsapp oder per Email auch Videos verschickt werden. Und damit wird der Austausch in Gebärdensprache über Entfernungen hinweg möglich. „Das ist ein Quantensprung in der Entwicklung“, findet auch taubenschlag.de-Gründer Rehling. „Gehörlose können jetzt weltweit Kontakte pflegen, sogar in ihrer Muttersprache.“</p>
<p>Tatsächlich bietet das Internet die Chance, dass der Bedeutung der Gebärdensprache für taube Menschen auch bei der Kommunikation in die Ferne noch Rechnung getragen wird: Weil die Gebärdensprache die Gehörlosengemeinschaft überhaupt erst stiftet, gilt sie als <a href="http://fzgresearch.org/PDF_VUGS/(41)%20Hohl%202004.pdf%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Herzstück der Gehörlosenkultur“</a>. Das bedeutet, dass sogar Gehörlose die Gebärdensprache lernen oder weiter pflegen, denen ein Cochlea-Implantat das Hören und Verstehen der Lautsprache ermöglicht. Sie wollen damit ihrer Gemeinschaft treu bleiben. Florian Lothmann, Leiter der erwähnten Studie aus Köln, hat in seiner Umfrage von 2015 sogar folgendes festgestellt: Die gebärdensprachliche Kommunikation räumlich unabhängig einsetzen zu können, ist für Gehörlose inzwischen sogar der Hauptgrund, das Internet zu nutzen und nicht die erleichterte Informationsbeschaffung. Doch überraschenderweise war das nicht immer so.</p>
<h3>Neue Möglichkeiten im Netz trafen zunächst auf alte Nutzungsgewohnheiten</h3>
<p>Eine Studie der HU Berlin aus dem Jahr 2012 zur Nutzung sozialer Medien durch Gehörlose zeigt, dass der Trend, die Gebärdensprache zu pflegen, online erst verzögert eingesetzt hat. So ergab die Studie damals folgendes Bild: Von 106 befragten Gehörlosen und einigen wenigen Schwerhörigen setzte nur eine Person ausschließlich auf Video-Chats. Dagegen gaben umgekehrt mehr als 61 Prozent der Befragten an, sich dort nur schriftlich mit anderen auszutauschen und damit sogar ganz auf das Gebärden zu verzichten. Die Übrigen nutzten beide Möglichkeiten. Studienleiterin Laura Schulze hatte ferner festgestellt, dass es bei der Wahl des Netzwerks keinen Unterschied zur Mehrheitsgesellschaft gibt: Auch bei den befragten Gehörlosen waren die meisten bei Facebook angemeldet. Und das, obwohl es seit 2007 ein visuell orientiertes Netzwerk gegeben hatte, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit einer Hörschädigung abgestimmt war.</p>
<p>Andreas Bittner vom Deaf-Studies-Lehrstuhl erklärt diese Ergebnisse mit ausgeprägten alten Nutzungsgewohnheiten, die erst mit der Zeit zurückgegangen sind. Noch heute kommunizierten ältere Gehörlose teils immer noch lieber per Fax als sich etwa via Skype in ihrer Muttersprache mit anderen auszutauschen – „weil sie es so gewohnt sind.“ Technikaffinität und digitale Nutzungsgewohnheiten sind also offenbar ausschlaggebender als die Nähe zur eigenen Muttersprache. „Und ich denke: Wenn man die Gebärdensprache über Video und Webcam einsetzt, zeigt man gleichzeitig sehr viel von sich persönlich, der ganze Mensch in seiner Verfassung ist dann sichtbar“, so Bittner. Wenn Gehörlose also im Internet ihre Muttersprache einsetzen wollen, ist das – anders als bei Hörenden – zwangsläufig mit Sichtbarkeit verbunden. Und setzt damit – genau umgekehrt zu den Hörenden, die problemlos auch unsichtbar kommunizieren können – immer die Überwindung einer gewissen Hemmschwelle voraus.</p>
<h3>Die Muttersprache liegt bei tauben Menschen inzwischen auch online  im Trend</h3>
<p>Dass Video-Nachrichten inzwischen im Trend liegen, hängt für Deaf-Studies-Experte Andreas Bittner auch damit zusammen, dass die technischen Voraussetzungen dazu immer besser geworden sind: Videonachrichten setzen geeignete Endgeräte, schnelles Internet, gute Videoqualität und ausreichendes Datenvolumen voraus. Bittner: „Ist das alles erfüllt, schafft das zusätzliche Anreize, die Gebärdensprache auch digital einzusetzen.“ Gerade bei gehörlosen Jugendlichen führen die neuen Videochatmöglichkeiten nach Angaben der <a href="http://www.gehoerlosen-jugend.de/allesueberdgj/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Deutschen Gehörlosen Jugend e.V.“</a> dazu, dass diese sich ihrer Muttersprache stärker bewusst werden.</p>
<p>Trotzdem kann Andreas Bittner der Schriftform nach wie vor etwas abgewinnen. Und zwar was das Verhältnis zu Hörenden angeht: „Wenn man nur schreibt, merkt man nicht zwangsläufig, ob jemand hörend ist oder nicht. Und auch wenn Gehörlose in der Schriftform nicht immer grammatisch perfekt sind: Der Kontakt zu Hörenden wird erleichtert.“ So gaben von den 241 Gehörlosen, die in der bereits genannten Studie der Rheinischen Fachhochschule befragt wurden, zwei Drittel an, durch das Internet sogar häufiger mit Hörenden zu kommunizieren. Den digitalen Austausch in Schriftform hält der taube Softwareentwickler Achim Feldmann dabei vor allem in der Arbeitswelt für wichtig: „Die Selbstständigkeit von Gehörlosen am Arbeitsplatz hat dadurch zugenommen. Und damit auch die Verantwortung und das Selbstbewusstsein.“ Aufgrund der Unabhängigkeit von Dolmetschern zieht Feldmann im Kontakt mit hörenden Arbeitskollegen Emails sogar <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Relay-Dienst" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Relay-Diensten</a> vor.</p>
<h3>Filter Bubble: Auch online trennen Gehörlose und Hörende oft noch Welten</h3>
<p>Doch konnte das Internet auch insgesamt dabei helfen, die Welten zwischen Gehörlosen und Hörenden wegzuräumen? Führen die neuen digitalen Kontaktmöglichkeiten beide Seiten stärker zusammen? Bernd Rehling bringt es mit Blick auf die sozialen Netzwerken so auf den Punkt: „Wie alle Nutzer schmoren auch Gehörlose dort im eigenen Saft, gründen also Gruppen zu ihren Interessengebieten und tauschen Informationen aus der Gehörlosenwelt aus.“ Die taube Lippenleserin und Inklusionsaktivistin Julia Probst hält Rehling dabei für eine Ausnahme: <a href="https://twitter.com/einaugenschmaus?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Probst hat auf Twitter mehr als 34.000 Follower</a>, hauptsächlich Hörende. Doch bei allen sprachlichen Barrieren und, in ihren Augen, nach wie vor ungenügender Inklusion im Netz, sieht die 34-Jährige selbst die Lage weniger pessimistisch: „Das Internet spielt eine wichtige Rolle, das Verständnis von Gehörlosen und Hörenden zu verbessern – auch wenn es nicht immer gelingt. Und es hat sich auch schon etwas verändert, aber eher bei Menschen, die schon immer offener waren.“</p>
<p>Denn bei allem technischen Fortschritt bleiben zwischen Hörenden und Gehörlosen in der Regel unterschiedliche Interessen und Denkweisen bestehen. Schon allein aufgrund ihrer visuellen Ausrichtung nähmen Gehörlose manches ganz anders wahr als Hörende, so Bernd Rehling. Das beginne schon bei Witzen und höre längst noch nicht bei einem unterschiedlichen Zugang zu Musik und Literatur auf. Rehling: „Nach anfänglicher Begeisterung brechen Kontakte zwischen hörenden und gehörlosen Jugendlichen daher meistens schnell ab – es sei denn, die Hörenden erlernen die Gebärdensprache und begeben sich in die deaf world. Solche Kontakte lassen sich dann aber besser real als im Internet pflegen.“</p>
<p>So viel das Internet also auch für Gehörlose verbessert haben mag: Mentalitätsunterschiede lassen sich eben dann doch nicht mal eben schnell wegdigitalisieren.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://pixabay.com/de/barrier-gates-walking-pfad-natur-280628/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Barrier Gates von Ben Kerckx via Pixabay</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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