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	<title>Geoblocking &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Geoblocking &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Vermehrt rechtsextreme Inhalte im Netz: Wo bleibt Eure Empörung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jun 2016 10:47:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Anfang Juni enthüllte „Report Mainz“ in einem Beitrag, dass auf der deutschen Seite der Videoplattform Youtube noch immer große Mengen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hakenkreuz-verboten-stop-feuer-1245945-by-geralt-via-pixabay-licensed-under-CC0-e1465900080607.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-149519" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hakenkreuz-verboten-stop-feuer-1245945-by-geralt-via-pixabay-licensed-under-CC0-e1465900080607-630x276.jpg" alt="hakenkreuz-verboten-stop-feuer-1245945 by geralt via pixabay licensed under CC0" width="630" height="276" /></a>Anfang Juni enthüllte „Report Mainz“ in einem Beitrag, dass auf der deutschen Seite der Videoplattform Youtube noch immer große Mengen an Nazi-Liedern mit gewaltverherrlichenden Texten abrufbar sind, viele davon indiziert und mit strafrechtlich relevanten Inhalten. Dies ist seit Jahren bekannt, doch geändert hat sich bisher wenig. Doch warum ist das so? Ein Aufruf zu mehr sozialer Verantwortung und Zivilgesellschaft im Internet.</p>
<p>Die <a href="https://www.tagesschau.de/inland/youtube-hassvideos-101.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Recherchen</a> von „Report Mainz“ enthüllten nicht nur das Ausmaß der Liederanzahl, sondern auch die langsame Reaktion von Youtube. Als Nutzer hat man die Möglichkeit, kritische Inhalte zu „flaggen“, das heißt den Inhalt zu melden. Dieser wird anschließend von der Betreiber der Plattform geprüft. Youtube, ein Tochterunternehmen von Google, spricht zwar davon, sie hätten &#8220;klare Richtlinien, die Hassbotschaften […] oder volksverhetzende Inhalte“ verbieten. Wo diese Linien jedoch gezogen werden und wie diese genau ausformuliert sind, bleibt unbekannt. Weiterhin stellt sich auch die Frage, wann diese zum Tragen kommen, wenn trotzdem weiterhin so viele indizierte Songs auf der Plattform anzuhören sind. Erst wenn ein großes journalistisches Magazin über die Missstände berichtet?</p>
<h3>Mehr Transparenz ist gefordert</h3>
<p>Nicht nur fehlen ersichtliche, klar definierte und objektive Sperr-Kriterien, auch gibt es keine Informationen, von wem die geflaggten Inhalte bei Youtube und in anderen Netzwerken überprüft werden. Wie groß ist das Team, das diesen Anliegen nachgeht und welche Ausbildung haben dessen Mitglieder durchlaufen? Youtube ist sehr schnell dabei Videos zu sperren, die das Urheberrecht verletzten und dem Konzern Probleme mit der GEMA in Deutschland bescheren könnten. Die Sperrung von rechten Liedern mit gewaltverherrlichenden und propagandistischen Inhalten scheint jedoch nur sehr zögerlich umgesetzt zu werden. Auch wenn diese eindeutig der rechtsextremen Szene zuordenbare Schlagworte enthalten.</p>
<p>Es mag sein, dass einige der Videos auf US-amerikanischen Servern liegen. Doch darf dies nicht als Grund vorgeschoben werden, weiterhin gewaltverherrlichende Songs ungehindert im Internet zu verbreiten. Obwohl die Daten im Ausland liegen, muss die Möglichkeit bestehen, die Videos auf den deutschen Seiten der Netzwerkbetreiber zu entfernen oder wenigstens unzugänglich zu machen, sofern sie justiziable Inhalte ohne entsprechenden Kontext reproduzieren oder den klar zu definierenden Richtlinien von Youtube widersprechen. Das ansonsten zu Recht stark kritisierte Geoblocking könnte sich so doch einmal von einer nützlichen Seite zeigen. Warum werden neben Musikvideos, für die Youtube keine GEMA-Abgaben zahlen möchte, nicht auch Videos für deutsche Nutzer geblockt, die zu Gewalt aufrufen und deshalb begründet auf dem deutschen Index stehen?</p>
<h3>Liebe Nutzer: Empört Euch!</h3>
<p>Und neben der Frage nach der Verantwortung der Netzwerkbetreiber muss auch die Zivilgesellschaft stärker darauf pochen, dass solche Inhalte im deutschsprachigen Teil des Internets nicht gewünscht und gewollt sind. Wenn Pop-Musik aufgrund von Lizenzstreitigkeiten mit der „bösen“ GEMA nicht auf Youtube abrufbar ist, ist die Empörung groß und die Kommentarspalten mit emotionsgeladenen Meinungen voll. Handelt es sich jedoch um rechtsextreme Musik, die zu Gewalt aufruft und ein problematisches Weltbild transportiert, empfängt man häufig nur Stille! Eine handlungsfähige Zivilgesellschaft auf Youtube könnte sich beispielsweise durch vermehrtes Melden von unter anderem menschenverachtenden Inhalten zeigen. Besonders wichtig ist darüber hinaus die öffentliche Positionierung gegen solche Inhalte, sei es durch öffentliches Kommentieren oder direkte Kontaktaufnahme mit den Unternehmen, die die Inhalte nicht entfernen. Nur durch öffentlichen Druck wird sich die Unternehmenspolitik ändern. Denn solche Öffentlichkeit wollen die Unternehmen nicht, da sie ihrem Ansehen als fröhliche, unpolitische Kommunikations- und Unterhaltungsplattformen entgegensteht. Empört Euch. Und nicht nur im Privaten!</p>
<p>Bild: <a class="external" href="https://pixabay.com/en/users/geralt-9301/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geralt</a> via <a class="external" href="https://pixabay.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a> licensed <a class="external" href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CCO</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Dieser Beitrag ist in deinem Land leider nicht verfügbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2015 10:09:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Digitalstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Geoblocking]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Günther Oettinger]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Binnenmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang Mai hat die EU-Kommission ihre 16 Initiativen für die Schaffung eines europäischen digitalen Binnenmarktes vorgestellt. Dabei will sie das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dieses-plakat-ist-in-deinem-land_bearb.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145890" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dieses-plakat-ist-in-deinem-land_bearb.jpg" alt="dieses plakat ist in deinem land_bearb" width="640" height="280" /></a>Anfang Mai hat die EU-Kommission ihre 16 Initiativen für die Schaffung eines europäischen digitalen Binnenmarktes vorgestellt. Dabei will sie das Urheberrecht vereinheitlichen und auch das von EU-Vizepräsident Andrus Ansip scharf kritisierte Geoblocking soll endlich reformiert werden. Es klingt alles sehr ambitioniert, doch die hehren Ziele werden wahrscheinlich vorerst nur schöne Träume bleiben.</p>
<p>Wir fühlen uns oft, als leben wir in einer zunehmend kleineren Welt. Dank billiger Flüge können wir jeden noch so weitentfernten Winkel bereisen und Orte entdecken, von denen unsere Urgroßeltern nicht einmal geträumt haben. Trotzdem sind wir dank Skype und Facebook immer mit der Heimat und Freunden im Kontakt. Über Nachrichtenseiten und soziale Medien wissen wir in Sekundenschnelle über Ereignisse auf der anderen Seite des Globus Bescheid, drücken bei Katastrophen unsere Anteilnahme aus und können Hilfe und Unterstützung organisieren. Wir gucken Serien im Original, weil wir keine Lust haben auf die deutsche Ausstrahlung in einem Jahr zu warten und auf den Geschmack der Originaltonspuren gekommen sind. Die früher exklusiv linear verfügbaren Inhalte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erreichen über die Mediatheken, zumindest für sieben Tage, neue Zielgruppen und finden eine größere Verbreitung als es das gute, alte Fernsehen heute noch ermöglichen kann. Und nicht zuletzt hat der Aufstieg von YouTube den Untergang des Musikfernsehens wie es die Neunziger Jahre geprägt hat, entscheidend beschleunigt. Das alles trifft zu. Bis man auf diese kleine, fiese Botschaft trifft, die einen unvermittelt zurück in die Realität holt: „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar“.</p>
<p>Filme, Musik, Sportübertragungen oder gleich ganze Services werden innerhalb der EU durch Anbieter geblockt. Ein Grund hierfür ist der Verkauf von Ausstrahlungslizenzen in jedem einzelnen Mitgliedsland, zum Beispiel für die Ausstrahlung von Sportereignissen wie der Champions League oder den Olympischen Spielen. Im Fall von YouTube liegen der regionalen Blockade von Inhalten zumeist Streitigkeiten über die Verwendung von urheberrechtlich geschützten Werken, vor allem Musik, zugrunde.</p>
<h3>Ein kleines bisschen Reform wagen</h3>
<p>Als der für den digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Vizepräsident Andrus Ansip Ende März verkündete, er hasse <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eu-kommission-will-geoblocking-bei-youtube-aufheben-13505521.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geoblocking</a> und werde sich für eine Abschaffung innerhalb der EU einsetzen, hofften viele genervte Nutzer, die neue Digitalstrategie würde sich endlich diesem Problem annehmen und gegen die Ländersperren vorgehen. Tatsächlich sehen die Anfang Mai <a href="http://ec.europa.eu/priorities/digital-single-market/docs/dsm-communication_de.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vorgestellten Maßnahmen</a> für den digitalen Binnenmarkt vor, den Abbau von „ungerechtfertigtem Geoblocking“ voranzutreiben und noch bis zum ersten Halbjahr 2016 hierfür geeignete Vorschläge vorzustellen. Die Ausführungen zum Geoblocking in dem Papier beziehen sich allerdings ausschließlich auf den Onlinehandel, der in ganz Europa harmonisiert und kundenfreundlicher gestaltet werden soll. Eine Umleitung auf womöglich teurere Online-Shops und –Angebote eines Händlers im eigenen Land soll es dann nicht mehr geben. Den Abbau von Ländersperren für geschützte Inhalte will die Kommission durch eine europaweite Harmonisierung der Urheberrechtssysteme ermöglichen. Dadurch soll die Portabilität bereits erworbener Inhalte innerhalb der EU ermöglicht werden. Dann könnten deutsche Touristen beispielsweise auch im Urlaub ihren Netflix- oder Amazon Prime-Zugang innerhalb des EU-Auslands nutzen. Vorschläge für eine Richtlinie sollen noch vor Ende 2015 vorgelegt werden. Zunächst wird die EU-Kommission allerdings nur die Sperren für bezahlte Inhalte angehen, öffentlich- und werbefinanzierte Werke werden wohl zumindest vorerst <a href="https://twitter.com/Senficon/status/595893979968831488" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weiterhin geblockt</a>. Zwar erkennt die Kommission in der Strategie an, dass die Territorialität der Urheberrechts in Europa dem sich wandelnden Konsumverhalten der Bürger nicht mehr gerecht wird, konkrete Maßnahmen für die Schaffung eines europäischen Urheberrechts macht sie bislang aber nicht. Die Einführung eines <a href="https://juliareda.eu/reda-bericht-erklaert/#singletitle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">europäischen Urheberrechtstitels</a>, wie ihn die Europaabgeordnete Julia Reda in ihrem <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+COMPARL+PE-546.580+02+DOC+PDF+V0//DE&amp;language=DE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> vorgeschlagen hat, könnte ein entscheidender Schritt zu einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt sein. Auf diesem Wege wäre ein Interessenausgleich zwischen den Urhebern, die ihre Werke dann einheitlich unter europäischem Urheberrecht schützen könnten, und den Nutzern, die von einem grenzüberschreitenden Angebot profitieren, möglich. Die Kommission wagt sich aber offenbar nicht an ein derart großes Projekt heran und schafft zunächst nur geringe Erleichterungen für Europareisende.</p>
<h3>Ja, nein, vielleicht</h3>
<p>Ländersperren werden von ihren Verfechtern, wie dem deutschen EU-Digitalkommissar Günther Oettinger, häufig als Schutz der kulturellen Vielfalt in Europa und für kleine Nischenproduktionen im audiovisuellen Bereich verteidigt. Dabei hilft es vor allem den Verwertern englischsprachiger Großproduktionen, ihre Inhalte von <a href="https://netzpolitik.org/2015/geoblocking-in-der-eu-schwaecht-sprachvielfalt-und-kulturschaffende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Land zu Land zu lizenzieren</a>, solange es kein einheitliches System in Europa gibt. Produktionen in <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/republica-2015-interview-mit-julia-reda-zu-urheberrecht-13573534.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wenig verbreiteten Landessprachen</a> bleiben so auch für interessierte EU-Bürger aus anderen Ländern unzugänglich. Vor allem für linguistische Minderheiten schränkt sich der legale Zugang zu Programmen in der Muttersprache so stark ein. Oettinger hat bereits angekündigt, dass er <a href="http://www.hollywoodreporter.com/news/cannes-2015-european-commissioner-digital-796556" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausnahmen für die Filmindustrie</a> bei einer Einschränkung des Geoblockings sehr offen gegenübersteht und eine Abschaffung des Territorialprinzips bei der Rechtevergabe nicht geplant sei. Ein bemerkenswerter Sinneswandel: Noch Anfang des Jahres fand der Digitalkommissar <a href="https://netzpolitik.org/2015/oettinger-im-twitterview-geoblocking-in-eu-voellig-sinnlos-urheberrechtsreform-notwendig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ländersperren sinnlos</a> und forderte eine Urheberrechtsreform, um im Zeitalter der digitalen Revolution mitzuhalten.</p>
<p>Viel ist von der europäischen Digitalstrategie bei der Schaffung eines echten digitalen Binnenmarktes nicht zu erwarten. Bislang liegen noch keine konkreten Umsetzungsvorschläge vor, aber die Lobbygruppen vor allem aus der Filmverwertungsindustrie sind bereits von den spärlichen Ideen aufgeschreckt. Die Botschaft „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar“ wird also auch innerhalb Europas nicht so schnell verschwinden. Dafür sind die Interessen von Verwertern und Produzenten nach wie vor zu stark im Vergleich zu einer weniger lauten Gruppe von Nutzern, die freien Zugang zu Inhalten in ganz Europa einfordern.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/pierreee/6857179919/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pierre </a>(CC BY-SA 2.0)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Kommt jetzt endlich der europäische digitale Binnenmarkt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2015 13:27:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Reda]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Binnenmartk]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Digitalstrategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/world-the-andras-barta-cc0-via-pixabay.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148839 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/world-the-andras-barta-cc0-via-pixabay.jpg" alt="Europa vernetzt von the andreas barta cc0 via Bixabay" width="640" height="280" /></a>Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich im digitalen Bereich einen europäischen Binnenmarkt umzusetzen, hat die EU-Kommission nun ihre lang erwartete Digitalstrategie vorgestellt. Eine Übersicht über die geplanten Initiativen.</p>
<p>Der Europäische Binnenmarkt garantiert den Mitgliedsstaaten und ihren BürgerInnen den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen. Ausgenommen davon war bisher die Digitalwirtschaft. EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hat schon länger die Einführung eines „Europäischen Digitalen Binnenmarktes“ gefordert. Die Umsetzung dieser Forderung scheint nun mit der lang erwarteten <a href="http://europa.eu/rapid/press-release_IP-15-4919_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Strategie der EU-Kommission</a> zu erfolgen, die der Kommissar gestern gemeinsam mit dem Kommissions-Vizepräsidenten und -Kollegen Andrus Ansip in Brüssel vorgestellt hat.</p>
<h3>Ambitionierte Ziele: Reform des Urheberrechts, Verbraucherschutzes und Geoblockings</h3>
<p>Ziel der Strategie ist ein europaweit einheitlicher Markt ohne Schranken. Dies sollen 16 Initiativen ermöglichen, die bis Ende 2016 angestoßen werden sollen. Ein Schwerpunkt des vorgestellten Papiers bildet das Urheberrecht. Es soll bis Ende 2015 so harmonisiert werden, dass legal erworbene digitale Daten europaweit genutzt werden können. Auch das umstrittene Geoblocking, einer der Gründe für die bislang schwierige Reformierung des Urheberrechts, hat Einzug in das Strategiepapier gefunden. Beim Geoblocking handelt es sich um länderspezifische Inhaltssperren im Internet: So können etwa Videos oder Musik aus Lizenzgründen in anderen EU-Staaten nicht angeboten werden. Über dessen Abschaffung hatten sich die beiden Kommissare Ansip und Oettinger zuvor <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Digitalkommissar-Oettinger-gegen-rasche-Abschaffung-von-Geoblocking-2587481.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">noch heftig gestritten.</a> Nun wolle man nur noch gegen „ungerechtfertigtes“ Geoblocking vorgehen. Dies sei nicht nur häufig beim Urheberrecht anzutreffen, sondern auch beim E-Commerce.</p>
<p>Die Onlinewirtschaft soll durch eine europaweite Angleichung des Verbraucherschutzes unterstützt werden. Unterschiedliche Regeln in den einzelnen EU-Ländern gelten als ein Haupthindernis für den internationalen Onlinehandel. Darüber hinaus wolle man die Datenschutzrichtlinien kritisch begutachten und bis Ende 2015 an das Zeitgeschehen anpassen. Konkrete Maßnahmen werden jedoch nicht genannt. Weiterhin soll eine Reform der Telekommunikationsvorschriften mit Blick auf die Frequenzzuteilung vorangetrieben und ein zeitgemäßer Rechtsrahmen für audiovisuelle Medien gestaltet werden. Dies kann als <a href="http://politik-digital.de/eu-kommission-gegen-google-worum-gehts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampfansage</a> der Kommission an die großen Internetplattformen wie Google und Facebook gewertet werden. Denn man wolle die Rolle von Suchmaschinen und sozialen Medien im Markt kritisch beobachten und analysieren, ob deren Praxis von geltendem Wettbewerbsrecht gedeckt sei.</p>
<p>Weitere Vorstöße drängen auf mehr Cybersicherheit und den verstärkten Kampf gegen illegale Inhalte im Internet, andere auf die Bestrebungen, das E-Government mit einem neuen Aktionsplan voranzubringen. Auch die Bereiche E-Health und Umwelt sollen unter digitalen Aspekten weiterentwickelt werden. In diesen Punkten bleibt das Initiativenpapier jedoch sehr vage. Bisher gibt es dafür lediglich die Ankündigung. Auch wie man eine Reform des Urheberrechts, die zuvor bereits mehrmals gescheitert ist, umsetzen möchte, geht aus dem Strategiepapier nicht hervor.</p>
<h3>Kritik: Zu schwamming formuliert und kein Wort zur Massenüberwachung</h3>
<p>Kritik gibt es deshalb bereits aus Politik und Gesellschaft. Die <a href="https://edri.org/digital-single-market-will-citizens-be-at-the-centre-of-the-commissions-plans/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi)</a> beispielsweise kritisierte, dass von den großen Ankündigungen wenig übrig geblieben sei und es einige ernsthafte Bedenken gebe. Unmutsäußerungen gibt es auch aus dem Europaparlament. So hält <a href="http://www.tagesschau.de/inland/urheberrecht-101.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julia Reda</a>, Abgeordnete der Piratenpartei, das Urheberrecht für vollkommen veraltet, auch gehen ihr die vorgelegten Initiativen nicht weit genug. Beim Geoblocking seien nur bezahlte Dienste ins Visier genommen worden. Kostenlose Dienste wie YouTube würden gar nicht berücksichtigt. <a href="http://taz.de/Digitalwirtschaft-auf-der-republica/!159465/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Kritik</a> gibt es dafür, dass im gesamten Dokument kein einziges Mal auf die digitale Massenüberwachung von Geheimdiensten wie der NSA oder dem BND eingegangen wird.</p>
<p>Bild<a href="https://pixabay.com/en/world-europe-map-connections-1264062/">:TheAndrasBarta CC0 via Pixabay</a></p>
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<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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