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	<title>Gerhard Vowe &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Gerhard Vowe &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Veränderungen der politischen Kommunikation – Teil II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 13:58:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[„Man kann Wahlen nicht durch das Internet gewinnen, aber man kann sie durch das Internet verlieren“. Diese These vertritt Professor [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-ii/change/" rel="attachment wp-att-120787"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-120787" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Change-630x472.jpg" alt="" width="630" height="472" /></a>„Man kann Wahlen nicht durch das Internet gewinnen, aber man kann sie durch das Internet verlieren“. Diese These vertritt Professor Gerhard Vowe von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Im zweiten Teil des Interviews mit dem Kommunikationswissenschaftler geht es um die Wirkung des Internets auf die Politik, den Wandel der Massenmedien und den Trend für die Bundestagswahl 2013.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Herr Prof. Vowe, am Beispiel USA sieht man, welche Wirkung das Internet auf die Politik haben bzw. inwieweit die Politik zum Beispiel über soziale Netzwerke erfolgreich einen Wahlkampf führen kann. Wie hat sich die politische Kommunikation generell in den letzten Jahren entwickelt? Sind auch eindeutige Tendenzen für Deutschland erkennbar?</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-1/prof-vowe-2/" rel="attachment wp-att-120636"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-120636" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Prof-Vowe1-e1346318179820.jpg" alt="" width="162" height="200" /></a><strong>Gerhard Vowe:</strong> Generell verändert sich die politische Kommunikation vor allem dadurch, dass die traditionellen Grenzen zwischen Massenkommunikation, Gruppenkommunikation, interpersonaler Kommunikation und Computerkommunikation verschwimmen. Früher war das alles scharf getrennt. Heute haben sich große Überschneidungsflächen herausgebildet, die öffentliche Kommunikation prägen. Am anschaulichsten wird das an einem Smartphone. Ich lese einen Artikel auf Spiegel-Online, gebe ihn mit einem Kommentar von mir meinem Facebook-Freundeskreis bekannt, bekomme dann eine wütende Reaktion von jemanden, die ich beantworte, nachdem ich einige Fakten in einer wissenschaftlichen Datenbank recherchiert habe. Und das alles ohne Medienbruch und mit ganz niedrigen Schwellen!</p>
<p>Diese Veränderungen betreffen selbstverständlich nicht nur die politische, sondern auch die ökonomische und die wissenschaftliche und weitere Kommunikation. Sie stellt öffentliche Kommunikation auf eine völlig neue Basis. Darauf müssen alle reagieren, auch die traditionellen Massenmedien.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Sie befassen sich in Düsseldorf insbesondere mit dem Thema Online-Medien. Auch soziale Netzwerke, wie YouTube, Facebook &amp; Co gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung, zum Beispiel war YouTube Informationslieferant für ausländische Medien während des arabischen Frühlings. Welche Entwicklungen beobachten Sie?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Wir erleben derzeit, wie die Leitfunktion im Medienbereich in den Online-Bereich wandert. Die Online-Medien – von Nachrichtenseiten bis zu den sozialen Netzwerken – geben mittlerweile den Ton und den Takt an. Dies hat Auswirkungen auf die klassischen Medien: Auch die Tageszeitung wird hektischer, auch das Fernsehen wird hypertextueller. In einer Online-Welt verstärkt sich der Faktor der Kommunikation mit anderen medial vermittelt über soziale Netzwerke. Von daher werden die klassischen Massenmedien und auch ihre Netzableger an Bedeutung verlieren. Das bedeutet nicht, dass sie ohne Bedeutung sind; dies zeigt sich konkret daran, dass z.B. in Videoplattformen ein Großteil der politisch bedeutsamen Clips aus Schnipsel aus den klassischen Massenmedien beruht.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Könnten Online-Medien wie soziale Netzwerke klassische Massenmedien wie Zeitung und Fernsehen irgendwann ablösen?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Die traditionellen Medienanbieter müssen doppelt fahren: Ökonomisch und publizistisch sind die klassischen Angebote nach wie vor von großer Bedeutung. Denken Sie an die Reichweite der großen TV-Vollprogramme oder an die Auflagen der großen Zeitungen – nicht zuletzt der BILD-Zeitung. Und nach wie vor werden hier Themen gesetzt und Meinungen beeinflusst. Aber ein großer Teil des Geschäfts und des publizistischen Einflusses wandert ins Netz und evtl. dann zu anderen Anbietern. Auch hier gilt es also, ein Zugleich von Flexibilität und Stabilität zu sichern, wie es ja z.B. zum Ausdruck kommt in einer Dachmarke wie „Spiegel“ oder „Tagesschau“, die dann sowohl im klassischen Medienbereich präsent ist wie auch (mit Namenszusätzen) im Online-Bereich. Dies ist in vielen Fällen durchaus von Erfolg gekrönt, selbst wenn sich dies über lange Strecken nicht rechnet und hier viel Lehrgeld bezahlt werden muss. Aber noch werfen die klassischen Angebote genug ab, um auch einige Experimente im Online-Bereich wagen zu können.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Immer mehr Politiker richten sich Twitter- und Facebook-Accounts ein. Könnte dieser Trend hinsichtlich der Bundestagswahl 2013 explodieren oder ist damit  nicht zu rechnen? Was halten Sie davon, wie soziale Medien in der politischen Kommunikation in Deutschland eingesetzt werden?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Man kann Wahlen nicht durch das Internet gewinnen, aber man kann sie durch das Internet verlieren. Es geht darum, im Netz präsent zu sein und da die zwei bis drei Prozent zu erreichen, die am Ende eventuell die entscheidenden Prozent sind, um in den Bundestag zu kommen oder um an der Regierung beteiligt zu werden. Das ist das Zünglein an der Waage. Natürlich kriegt man durch das Netz nicht die Reichweiten, die erforderlich sind, um allgemein und nachdrücklich seine Botschaften zu verbreiten. Aber wenn man im Netz nicht präsent ist, bekommt man bestimmte Wählergruppen gar nicht mehr zu fassen, die man fast nur noch über soziale Netzwerke erreicht. Wenn eine Partei oder ein Politiker im virtuellen Raum nicht greifbar ist, dann ist das so, als wenn man in ganzen Städten nicht plakatiert hätte. Dann fragen sich alle: Was ist denn mit denen los?</p>
<p>Hinzu kommt: Von einer professionellen Netzpräsenz geht das Signal von Dynamik und Modernität aus – das strahlt auch auf den ganzen Wahlkampf aus. Das alles wissen die Parteien und deshalb ist mit einer weiteren Verstärkung des Online-Wahlkampfs 2013 zu rechnen. Auch weil jetzt alle in den USA sind und den dortigen (Online-)Wahlkampf studieren.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Info:</strong> Dr. Gerhard Vowe ist Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit der Gründung 2011 ist er außerdem Sprecher der Forschergruppe „Politische Kommunikation in der Online-Welt“.<br />
Innerhalb der Forschergruppe betreut er mit Dr. Marco Dohle die Projektgruppe <strong>„Ursachen und Konsequenzen der Wahrnehmung politischer Einflüsse von Online-Medien“</strong></div></div><strong>politik-digital.de:</strong> Inwieweit sehen Sie Chancen für die etablierten Parteien, mithilfe des Internets ihre interne Kommunikation zu organisieren, also das Verhältnis von Spitze und Basis anders zu gestalten?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Auch Parteimitglieder haben sich stark geändert. Die Erwartungen an die organisationsinterne Kommunikation sind hoch gesteckt. Mitglieder wollen gefragt und gehört werden, sie wollen mit-entscheiden, mit-gestalten. Interne Gruppen wollen sich schnell und ohne großen Aufwand abstimmen und innerhalb der Partei Unterstützer mobilisieren. Und Sympathisanten müssen bei der Stange gehalten werden. Für alles das bietet das Internet enorm leistungsfähige Möglichkeiten. Die Piratenpartei hat mit Liquid Feedback Zeichen gesetzt, da müssen die anderen mithalten. Und dann findet man eben auch bei SPD-Versammlungen eine Twitter-Wall, auf der die Anwesenden ihrem Unmut Luft machen. Auch hier wird viel geklingelt und zum Fenster raus gepredigt, aber auch dadurch verschieben sich die Erwartungen.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Es wird viel diskutiert über die Sinnhaftigkeit von politischen Online-Formaten. Dabei soll gerade die Jugend damit für politische Inhalte begeistert werden. Aber kann man über das Netz Jugendliche wirklich für Politik begeistern? Wen kann man überhaupt erreichen? Und wen nicht?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Die Möglichkeiten, über das Internet politisches Interesse zu wecken, sind sehr begrenzt. Denn das Internet ist ja noch viel mehr als andere Medien auf die Eigenaktivität der Nutzer ausgerichtet. Da entscheidet jeder sehr viel mehr selbst, was er macht und was er nicht macht mit dem jeweiligen Medienangebot. Das politische Interesse spielt also eine entscheidende Rolle dabei, ob jemand politische Inhalte im Netz nutzt. Und politisches Interesse ist bei einem großen Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbstverständlich vorhanden. Das hängt eng mit der Bildung zusammen und je höhere Bildungsabschlüsse die Leute haben, desto größer wird auch das politische Interesse. Vielleicht nicht Interesse an der Politik der Parteien und Verbände – aber Interesse an bestimmten politischen Themen und an politischen Entscheidungen. Dabei zeigen sich in Befragungen deutliche Unterschiede.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Wen kann man überhaupt erreichen? Und wen nicht?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Wir finden eine gut erkennbare Gruppe von etwa 15 Prozent der Bevölkerung, die Digital Citizens. Die haben in ihrer politischen Kommunikation ein markant anderes Nutzungsmuster entwickelt: Sie wickeln ihre gesamte politische Information, Diskussion und Partizipation über das Netz ab. Das sind im Wesentlichen jüngere Jahrgänge, und sie haben ein bestimmtes Muster an Einstellungen: Sie sind parteipolitisch ungebunden, sie haben keine traditionelle Orientierung. Sie entscheiden sich flüchtiger, sie entscheiden sich von Wahl zu Wahl. Sie sind politisch interessiert und sie sind davon überzeugt, dass sie mit ihrer politischen Aktivität etwas erreichen.</p>
<p><em><strong><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier geht es zum ersten Teil des Interviews.</a></strong></em></p>
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		<title>Veränderungen der politischen Kommunikation &#8211; Teil I</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Aug 2012 08:37:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Forschergruppe Politische Kommunikation in der Online-Welt]]></category>
		<category><![CDATA[politische Komunnikation]]></category>
		<category><![CDATA[politischer Wandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Politik erfährt einen enormen Wandel in der digitalisierten Gesellschaft, der für Politiker und Kampagnenmacher Chancen aber auch Risiken birgt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-1/be-part-of-it/" rel="attachment wp-att-120610"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-120610" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/be-part-of-it-630x420.jpg" width="630" height="420" /></a><br />
Die Politik erfährt einen enormen Wandel in der digitalisierten Gesellschaft, der für Politiker und Kampagnenmacher Chancen aber auch Risiken birgt. Gemeinsam mit Gerhard Vowe von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat politik-digital.de die Frage erörtert, wie das Internet die politische Kommunikation verändert hat. Im ersten Teil des Interview geht es um die Forschergruppe&#8221;Politische Kommunikation in der Online-Welt&#8221;, die Professor Vowe mit initiiert hat.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Herr Prof. Vowe, welche Themen stehen im Fokus Ihrer Arbeit?</p>
<p><strong><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-1/prof-vowe-2/" rel="attachment wp-att-120636"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-120636" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Prof-Vowe1-e1346318179820.jpg" width="162" height="200" /></a></strong></p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Unser Interesse gilt dem Wandel der politischen Kommunikation – getrieben vom Medienwandel und mit der Folge politischen Wandels. Dieser Wandel äußert sich zum Beispiel darin, dass sich das politische Weltbild von Jugendlichen verändert weil sie ganz andere Informationsquellen nutzen. Oder dass sogenannte Public Interest Groups, z.B. im Ernährungsbereich, die Online-Medien als Sprungbrett in die etablierten Medien nutzen, um dort ihre Themen zu setzen.</p>
<p>Dahinter steht die Frage für uns, was denn das Gemeinsame an den vielen einzelnen Phänomenen ist – wer treibt hier wen? Welche Rolle haben technische Innovationen, welche der sozio-kulturelle Wandel, welchen Gestaltungsspielraum haben politische Organisationen? Um diese Frage zu beantworten, überprüfen wir, in welchem Maße sich etablierte kommunikationswissenschaftliche Ansätze unter den Bedingungen der Online-Welt bewähren.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Die Forschergruppe beschäftigt sich u.a. mit der öffentlichen Kommunikation zwischen Bürgern, politischen Organisationen und (Online-)Medien. Was hat sich hier in den letzten Jahren verändert? Können Sie Beispiele nennen?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Wir erleben es ja am eigenen Leibe! Gerade die öffentliche politische Kommunikation hat sich zusehends beschleunigt in letzter Zeit: die Themen, die Positionen, die Bewertungen – alles das wechselt in viel schnellerer Folge als früher. Die öffentliche politische Kommunikation ist viel pluraler geworden. Die Rolle von Gatekeepern und Meinungsführern ist geschwächt worden. Es sind sehr viel mehr unterschiedliche Stimmen zu hören. Die öffentliche politische Kommunikation ist aber nicht nur pluraler, sondern auch komplexer geworden.Man sieht sich bei einem politischen Problem wesentlich mehr Aspekten gegenüber, die man zu einem Gesamtbild zusammensetzen muss. Nehmen sie die Eurokrise: Wie schnell wechselt hier der Fokus, wie viele unterschiedliche Akteure äußern sich mehr oder weniger lautstark, mit wie vielen Aspekten werden wir konfrontiert? Diese Veränderungen sind zu einem guten Teil auf die Durchsetzung von Online-Medien zurückzuführen – am deutlichsten bei der Beschleunigung. Und dabei sind die Potenziale, die der Medienwandel in sich birgt, bislang bei Weitem nicht ausgeschöpft.</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Ende Mai hat Ihre Forschungsgruppe die <a href="http://politik-digital.de/online-kommunikation-veraendert-die-politische-einstellung/">ICA-Preconference „Political Communication in the Online World&#8221;</a> in Phoenix, Arizona initiiert. Über 50 internationale Forscher diskutierten über die Veränderungen der politischen Kommunikation durch Online-Medien. Welche Erkenntnisse oder Ergebnisse hat der Dialog gebracht? Gibt es nationale Unterschiede?</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><strong>Info:</strong> Die Forschergruppe <a title="zur Homepage der Forschergruppe" href="http://www.fgpk.de/">&#8220;Politische Kommunikation in der Online-Welt&#8221;</a> ist im April 2011 entstanden. Seitdem erforschen zehn Kommunikationswissenschaftler aus Deutschland und der Schweiz in sieben Teilprojekten die Grundlagen der politischen Kommunikation in der Online-Welt.<br />
Finanziert wird die Forschergruppe von der <strong>Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)</strong>. Die Federführung hat Gerhard Vowe von der Universität Düsseldorf. Das Projekt untersucht die Veränderungen der politischen Kommunikation durch das Internet aus mehreren Perspektiven und bringt diese zusammen.</div></div>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Auch bei einer globalen Medieninfrastruktur, wie sie das Internet bereitstellt, bilden sich nationale Unterschiede heraus, die stark geprägt sind von der jeweiligen politischen Kultur. So war es durchaus erstaunlich, in welchem Maße die US-Amerikaner von der Sorge bestimmt sind, dass die Gesellschaft zerfällt in feindliche Lager, die einander unversöhnlich gegenüberstehen und zwischen denen keine gemeinsame Normen vermitteln („incivilities“). Dies wird zu einem großen Teil auf die Medien und gerade auch auf die Online-Medien zurückgeführt. Interessant ist auch, in welchem Maße mit herkömmlichen Theorien zu Kommunikation und Medien gebrochen wird; und interessant ist zum dritten, welche methodischen Innovationen sich andeuten, insbesondere durch die Nutzung der durch das Internet produzierten Daten (z.B. <a title="Wikipedia Logdateianalyse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Logdateianalyse">Logfile-Analysen</a>).</p>
<p><strong>politik-digital.de:</strong> Und zum Abschluss: Woran arbeiten Sie aktuell? Welche Themen bzw. Projekte stehen als nächste an?</p>
<p><strong>Gerhard Vowe:</strong> Gegenwärtig treiben mich drei Fragen um. Die erste Frage zielt auf den Forschungsverbund selbst: Wie können der notwendige Freiraum für die einzelnen Teilprojekte und das erforderliche Maß an Koordination vernünftig ausbalanciert werden? Die zweite Frage zielt auf das Teilprojekt, das ich mit Marco Dohle zusammen durchführe: Welche Folgen haben denn eigentlich die unterschiedlichen Einschätzungen dazu, welcher politischer Einfluss den Online-Medien zuzuschreiben ist? Verändert eine solche Einschätzung überhaupt das Verhalten, z.B. von Politikern oder von Bürgern? Und die dritte Frage ist die ganz generelle Frage, wie sich die verschiedenen Mosaiksteinchen zu einem theoretischen Gesamtbild zusammensetzen lassen. Welche Art von Theorie ist also geeignet, die Veränderungen der politischen Kommunikation hinreichend zu erfassen, plausibel zu erklären und vielleicht sogar in einem gewissen Maße vorauszusagen?</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/veraenderungen-der-politischen-kommunikation-teil-ii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em><strong>Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews.</strong></em></a></p>
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		<title>&#8220;Ein Meilenstein in der politischen Kommunikationsforschung&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ein-meilenstein-in-der-politischen-kommunikationsforschung-5471/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 18:20:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Vowe]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/B__rger_Online.jpg" alt="Buerger_online" align="left" title="Buerger_online" height="125" width="125" />Es ist ein international wohl einmaliges Projekt: Fast ein Jahrzehnt lang haben Wissenschaftler die Entwicklung der politischen Online-Kommunikation deutscher Bürger untersucht. Jetzt ziehen die Forscher Bilanz - und enttäuschen manch hoffnungsfrohe Vision einer politischen Internetrevolution.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" title="Buerger_online" src="/wp-content/uploads/B__rger_Online.jpg" alt="Buerger_online" width="125" height="125" align="left" />Es ist ein international wohl einmaliges Projekt: Fast ein Jahrzehnt lang haben Wissenschaftler die Entwicklung der politischen Online-Kommunikation deutscher Bürger untersucht. Jetzt ziehen die Forscher Bilanz &#8211; und enttäuschen manch hoffnungsfrohe Vision einer politischen Internetrevolution.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von den Anfängen der massenhaften Verbreitung des Netzes am Beginn des neues Jahrtausends bis zum Siegeszug der sozialen Netzwerke: Die Autoren des im September erschienenen <a href="http://www.politische-online-kommunikation.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abschlusswerkes</a> &#8220;Bürger Online – Die Entwicklung der politischen Online-Kommunikation in Deutschland&#8221; Martin Emmer, Gerhard Vowe und Jens Wolling konstatieren einen relativ geringen Effekt des Netzes auf die politische Kommunikation der Bürger. Aus der Fülle an Daten leiten die Forscher vier zentrale Befunde ab:</p>
<p>1. Eine generelle Abkehr von politischer Kommunikation und politischen Inhalten lässt sich NICHT feststellen. Was oftmals als Abkehr der Jugend von politischen Themen interpretiert wird, erklären die Autoren mit dem Verweis auf die verschobene Gewichtung in der Mediennutzung. Die von Anfang an online sozialisierte und direkt in die &#8220;vom Internet geprägte persönliche Medienwelt&#8221; hineingeborene Generation bilde neue Kommunikationsmuster aus, die langfristig auch die politische Kommunikation gesamtgesellschaftlich verändern könnten. Für den Großteil der Bürger jedoch gilt: &#8220;Sie bleiben bei ihren Gewohnheiten, auch in ihrer politischen Kommunikation&#8221;, berichtet Gerhard Vowe im Interview mit Zeit Online.</p>
<p>2. In Sachen Partizipation bleiben mobilisierende Effekte durch das Netz weitgehend aus. Online-Partizipationsmöglichkeiten werden von weniger als fünf Prozent der Bürger genutzt. Das Internet müsse daher eher als Erweiterung der Bandbreite des Zugangs zu Politik begriffen werden. Politisch interessierte Gruppen nutzen die Möglichkeiten des Netzes, während politikferne Schichten durch das Internet nicht zu verstärkter Beteiligung animiert werden können.</p>
<p>3. Die Ergebnisse deuten auf eine Fortsetzung der digitalen Spaltung hin. Dabei offenbart sich eine zunehmende Kluft zwischen Jung und Alt und eine Fortführung der Unterschiede zwischen &#8220;Offline-&#8221; und &#8220;Online-Welt&#8221;. Zudem stellen die Forscher fest, dass die Bürger innherhalb einer Altersgruppe in ihrem Kommunikationsverhalten über die Jahre hinweg relativ stabil bleiben.</p>
<p>4. &#8220;Die anhaltend rasche Veränderung der Online-Welt hat nicht zu entsprechenden dramatischen Veränderungen der politischen Kommunikation der einzelnen Bürger geführt, wie es spekulative Annahmen über die Wirkungsmächtigkeit des Internet vor allem zu Beginn der Internetdiffusion nahegelegt hatten.&#8221; Häufig hätten vielmehr situative Ereignisse wie der 11. September 2001 oder die Hartz IV-Reformen als Katalysatoren für eine vorübergehende Mobilisierung der Bürger gedient.</p>
<p>Ihren Ausgang hatte die Langzeitstudie mit einer Skizze auf einer Serviette in einem Erfurter Café genommen. Martin Emmer von der TU Ilmenau konnte den Düsseldorfer Medienwissenschaftler Gerhard Vowe von der einmaligen Chance einer Langzeitstudie zur Nutzung des Internet überzeugen. &#8220;Ab der Jahrtausendwende [&#8230;] bot sich die Gelegenheit, Wirkungsvermutungen in einem quasi-experimentellen Design durch Feldforschung zu prüfen,&#8221; erläutern die Autoren ihre Beweggründe. 2002 lag der Anteil der Internetnutzer in Deutschland bei rund einem Drittel der Gesamtbevölkerung, zum Ende des Untersuchungszeitraumes im Jahr 2009 hingegen bei zwei Dritteln aller Bürger. Durch die Langzeitbeobachtung konnten Onliner und Offliner in ihrem politischen Kommunikationsverhalten verglichen und der Einfluss des Internet auf einen möglichen Wandel der politischen Kommunikation analysiert werden.</p>
<p>Herzstück der Untersuchung war ein repräsentatives Panel von Untersuchungsteilnehmern, die jährlich telefonisch zu ihrer Internetnutzung befragt wurden. Dabei wurde ein breites Spektrum vom Lesen des Politikteils der Tageszeitung bis zur Teilnahme an Demonstrationen und dem Schreiben von Leserbriefen erhoben. Diese in ihrer zeitlichen Länge einmalige Längsschnittanalyse hebt sich damit von den bisher veröffentlichten punktuell erhobenen Datensätzen und Einzelfallstudien ab.</p>
<p>Das nun beim UVK-Verlag erschienene Buch bilanziert in 14 Kapiteln das 2010 abgeschlossene Forschungsprogramm. Dabei bildet die deskriptive Darstellung der Ergebnisse den zentralen Teil. Vorangestellt wurden folgende Fragestellungen: Wie wird das Internet für die politische Kommunikation genutzt? Verändert es die politische Kommunikation und wie sind potenzielle Veränderungen zu erklären? Ändert sich die generelle Einstellung zur Politik? Welche Personengruppen können die Veränderungen am ehesten für sich nutzen? Die Untersuchung bewegt sich dabei stets auf der Mikroebene der einzelnen Bürger und blendet die Wirkung des Internet auf Parteien, Verbände oder die gesellschaftlichen Strukturen aus. Die Informationskommunikation umfasst rezeptive Aktivitäten wie das Sehen von Nachrichtensendungen oder die Suche nach politischen Informationen im Netz. Daneben werden interpersonale Kommunikationsmuster wie die Teilnahme an politischen Chats oder &#8220;herkömmlichen&#8221; Gesprächen mit Freunden und Bekannten über Politik erfasst. Die Partizipationskommunikation wird schließlich durch die Teilnahme an Demonstrationen und öffentlichen Veranstaltungen oder das Schreiben von Online-Leserbriefen definiert.</p>
<p>Die Auswertung der Daten offenbart die über den Zeitverlauf erhalten gebliebene soziale Spaltung in der Nutzung des Netzes. Nach wie vor gelten junge, männliche Nutzer mit hohem Bildungsgrad und überdurchschnittlichem Einkommen als digitale Avantgarde. Kaum mehr als fünf Prozent nutzen das Internet regelmäßig als Diskussionsplattform, und der Anteil derjenigen, die ausschließlich online diskutieren, liegt bei unter einem Prozent aller Befragten – das Internet wird hier demnach mehr als zusätzliche Möglichkeit und weniger als Alternative betrachtet. Auch das partizipative Potenzial des Netzes bleibt demnach nach wie vor weitestgehend ungenutzt. Die zentrale Frage, ob es eine direkte Kausalbeziehung zwischen der Internutzung und einer sich ändernden politischen Kommunikation der Bürger gibt, beantworten die Forscher mit einem unentschiedenen  &#8220;jein&#8221;. In der jüngsten Gruppe der unter 35-Jährigen zeigte sich insbesondere im Bereich der Informationskommunikation der stärkste Einfluss des Internet. Bei allen anderen Altersgruppen konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen Onlinezugang, politischer Kommunikation und politischen Einstellungen festgestellt werden. Auf Basis der gesamten statistischen Befunde prognostizieren die Autoren deshalb lediglich für die jungen Altersgruppen einen Wandel in den politischen Kommunikationsmustern.</p>
<p>Angelika Füting nutzte die Daten der Langzeitstudie, um einen Wandel der Nutzertypologien im Zeitverlauf zu überprüfen. Ihr Fazit: Trotz der massenhaften Verbreitung des Internet bleiben die Typologien und die Anteile der Bürger, die diesen zuzuordnen sind, sehr stabil. Insbesondere die Gegenüberstellung des stabil bleibenden Anteils an internetaffinen &#8220;bequemen Modernen&#8221; mit der sinkenden Zahl an kommunikationsfreudigen, aber eher in &#8220;Offline-Kanälen&#8221; kommunizierenden &#8220;organisierten Extrovertierten&#8221; symbolisiere jedoch den partiellen Wandel politischer Kommunikationsmuster: Klassische Partizipationsformen wie Wahlen, Mitgliedschaften in Organisationen oder Teilnahme an Versammlungen verlören zunehmend an Bedeutung und würden teilweise duch individuellere und häufig auch internetbasierte Beteiligungsformen abgelöst.&#8221; Auf der Basis der Typen individueller politischer Kommunikation lässt sich prognostizieren, dass es keine neue Form der elektronischen Demokratie mit Einbeziehung aller in die politische Willensbildung geben wird, sondern einen Wandel in der Kommunikation von – auch neu entstehenden &#8211; politischen Kommunikationseliten&#8221;, resümiert Füting abschließend. Die Gesellschaft werde zwar internetaffiner, aber auch in Zukunft werde es Unterschiede in der Intensität und Vielfalt der politischen Kommunikation geben. Zumal der Anteil der &#8220;passiven Mainstreamer&#8221;, die von generellem Desinteresse an politischen Inhalten geprägt sind und sich kaum engagieren, mit den Jahren auf 53 Prozent gestiegen ist.</p>
<p>Getestet haben die Autoren auch akteurszentrierte Theorien zur Erklärung des Kommunikationsverhaltens der Bürger. Dabei wird die &#8220;persönliche Wichtigkeit einzelner politikbezogener Motive&#8221; erfragt, die für die Nutzung von Online-Angeboten relevant sein könnten. Dieser Ansatz würde sich aufgund des &#8220;pull-Medium&#8221;-Charakters des Internet, das zielgerichtet genutzt würde, besonders für die Erklärung der individuellen Nutzung der Bürger eignen. Die Forscher entwickelten ein statistisches Messverfahren zur Überprüfung von Kosten-Nutzen-Theorien. Nach Auswertung der Daten konnte jedoch keine klare Aussage über die Erklärungskraft der Theorien getroffen werden. Es sei festzuhalten, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielten. &#8220;So bleiben etwa das politische Interesse oder der Bildungsstand nach wie vor dominante Erklärungsfaktoren für individuelles politisches Handeln,&#8221; erklären die Autoren.</p>
<p>Mit der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl soll zudem ein Erklärungsansatz für die Auswahl politischer Informationsangebote gefunden werden. Damit beschränken die Autoren sich jedoch auf der rezeptiven Kommunikationsebene, womit die Erkenntnisse aus demokratietheoretischer Perspektive weitestgehend irrelevant bleiben. Ferner scheint der Kosten-Nutzen- Ansatz der Forscher überholt. Auch wenn in ihrem erweiterten Modell altruistische Motive berücksichtigt werden, bleibt der Ansatz auf die Akteursperspektive verengt. Neuere Mediennutzungs- und Medienwirkungsansätze berücksichtigen hingegen akteurszentrierte und medienzentrierte Ansätze in einen zusammenhängenden Kommunikationskreislauf. Medienzentrierte Ansätze fragen nach dem Einfluss des Mediums auf den Nutzer. Denn der Nutzer wird auch im Internet durch das vorhandene Medienangebot in seinem Nutzungsverhalten beeinflusst. Allerdings betonen die Autoren auch mehrfach, dass sie sich in ihrer Untersuchung auf die Mikroebene der Individuen beschränken, weshalb die Auswahl der theoretischen Ansätze legitim ist. Zudem wollen sie mit diesen Ansätzen lediglich erste Anregungen für die weitere theoretische Auseinandersetzung mit dem politischen Kommunikationsverhalten der Bürger liefern. Die Stärke des Buches liegt demnach weniger im theoretischen Teil, als in der ausführlichen analytischen Aufbereitung der erhobenen Daten. Winfried Schulz von der Universität Erlangen-Nürnberg prognostiziert daher zu Recht, dass die Langzeitstudie &#8220;als Meilenstein in die Geschichte der politischen Kommunikationsforschung eingehen wird&#8221;. Das Buch selbst leistet hingegen einen weitaus geringeren Beitrag zur politischen Kommunikationsforschung. Allerdings ist es aufgrund seiner guten Lesbarkeit auch für ein breiteres Publikum geeignet und Vertretern aus Politik und Medien zu empfehlen.</p>
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