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	<title>Gesundheit &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Gesundheit &#8211; politik-digital</title>
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		<title>DGB-Index Gute Arbeit &#8211; psychische Belastung durch Digitalisierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elisa Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2017 14:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[psychische Erkrankungen]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Gewerkschaften, bei der Präsentation der Studie vertreten durch Annelie Buntenbach, DGB, Lothar Schröder, ver.di, sowie Dr. Hans-Jürgen Urban, IG Metall, sehen massiven Handlungsbedarf, den Arbeits- und Gesundheitsschutz neu anzupassen und die neuen Belastungsfaktoren der Digitalisierung zu berücksichtigen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die zunehmende Digitalisierung im Beruf stellt eine Gefahr für die Gesundheit der Beschäftigten dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Mittwoch, dem 03. Mai 2017 in Berlin vorstellte.</p>
<p>Die allgemeine Annahme, dass Digitalisierung grundsätzlich der Modernisierung und Arbeitserleichterung dient, trifft laut der Sonderauswertung zum Thema &#8220;Digitalisierung und Arbeitsintensivierung&#8221; des jährlichen Reports &#8220;DGB-Index Gute Arbeit&#8221; nicht zu. Stattdessen zeigt die Datenauswertung einen starken Zusammenhang zwischen dem steigenden Grad der Digitalisierung und der Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschäftigten.</p>
<h3>Gewerkschaften vertreten gemeinsamen Standpunkt</h3>
<p>Die aus der Digitalisierung neu entstandenen Konsequenzen und Herausforderungen wie längere (passive) Arbeitszeiten, ständige Erreichbarkeit und ein erhöhter Arbeitsaufwand müssen langfristig durch neue Arbeits- und Gesundheitsstandards geregelt werden.</p>
<h3>Ursachen gesundheitlicher Defizite beheben</h3>
<p>Die IG Metall hat als Lösungsansatz den Entwurf einer Anti-Stress-Verordnung veröffentlicht. Diese soll ein konkretes Regelwerk schaffen, angepasst an die Arbeitsbedingungen digitaler Arbeit. So sollen unter anderem psychische Erkrankungen vermieden werden, deren Entstehen durch die neuen Herausforderungen des digitalisierten Arbeitens begünstigt wird. Die Befragung der knapp 10.000 Beschäftigten hat zudem ergeben, dass die aktive Einbeziehung der Arbeitnehmer in die Arbeitsplanung die Belastung reduziert.</p>
<p>Die ungleiche Gewichtung von Humanisierung und Rationalisierung muss zukünftig umgekehrt werden, fordern die Gewerkschaften. Um den neuen digitalisierten Arbeitsbedingungen und dem Arbeitnehmerschutz gerecht zu werden, sollen humanisierende Maßnahmen ergriffen werden, die den Menschen und soziale Standards zukünftig stärker in den Fokus rücken.</p>
<p>Titelbild: pixabay, <a href="http://https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons CCO </a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Digitale Unterstützung für Depressionspatienten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/digitale-unterstuetzung-fuer-depressionspatienten-151723/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Brinz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2017 15:02:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung der Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[STEADY]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Wearables]]></category>
		<category><![CDATA[BMBF]]></category>
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					<description><![CDATA[Mittels Smartphones und Wearables will das Forschungsprojekt STEADY Menschen mit Depressionen ein besseres Selbstmanagement ihrer Erkrankung ermöglichen. Jedes Jahr erkranken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/psychology-2001850_1280.png"><img decoding="async" class=" wp-image-151726 size-full aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/psychology-2001850_1280.png" alt="" width="1280" height="560" /></a>Mittels Smartphones und Wearables will das Forschungsprojekt STEADY Menschen mit Depressionen ein besseres Selbstmanagement ihrer Erkrankung ermöglichen.</p>
<p>Jedes Jahr erkranken alleine in Deutschland Millionen von Menschen an Depressionen. Trotzdem ist eine ausreichende Behandlung lange nicht in allen Fällen gewährleistet. Um die Versorgung von Depressionskranken zu verbessern, initiierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im November letzten Jahres ein Projekt zur Entwicklung eines Systems zur Betreuung mittels Smartphone.</p>
<p>Wie aus einer <a href="http://http://www.deutsche-depressionshilfe.de/stiftung/media/2017-03-15_PM_STEADY_final_Versand_Website.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a> der deutschen Depressionshilfe hervorgeht, soll das sogenannte STEADY-System, Biosensordaten wie Herzfrequenz oder Blutdruck sammeln, um dadurch das Befinden des Patienten zu erkennen. Diese Daten werden dann via Smartphone aufbereitet und dem Benutzer zur Verfügung gestellt. Dieser entscheidet jedoch selbst, ob er sie mit einem Arzt teilen möchte.</p>
<p>Eine digitale Lösung, die depressiv veranlagten Personen ein besseres Selbstmanagement ihrer Erkrankung ermöglicht, soll bis Ende 2019 zur Verfügung stehen. Das Projekt ist mit einem Volumen von ca. 2,4 Millionen Euro angesetzt.</p>
<p>Titelbild:<a href="https://pixabay.com/en/psychology-face-dialogue-mute-tree-2001850/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> psycology by geralt</a> via pixabay, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>eHealth: der wachsende Markt der mobilen Gesundheitslösungen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ehealth-der-wachsende-digitale-gesundheitsmarkt-150235/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2016 08:46:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Health]]></category>
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					<description><![CDATA[Der eHealth Markt boomt. Um 10% wachsen jährlich die Angebote für online und mobile Gesundheits- und Medizinangebote in Europa. Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14445634744_816f9db8b2_z.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150240" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/14445634744_816f9db8b2_z.jpg" alt="NEC-Medical-137" width="638" height="346" /></a>Der eHealth Markt boomt. Um 10% wachsen jährlich die Angebote für online und mobile Gesundheits- und Medizinangebote in Europa. Die Digitalisierung des Gesundheitsmarkts birgt rechtliche, finanzielle und praktische Herausforderungen. Investieren lohnt sich dennoch, denn am Ende profitieren alle.</p>
<p>Der Zukunftsmarkt des 21. Jahrhundert liegt weder in Aktien oder Immobilien, sondern in unserer Gesundheit. <a href="http://www.bmg.bund.de/themen/gesundheitssystem/gesundheitswirtschaft/gesundheitswirtschaft-im-ueberblick.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Laut Bundesministerium für Gesundheit</a> investiert kein anderer Sektor so viel in Forschung und Entwicklung (F&amp;E) wie die Gesundheitsbranche. Im Jahr 2014 führte die Branche der Medizintechnik die Rangliste aller europäischen Patentmeldungen an. Neben neuen Technologien im Praxen- und Krankenhausbetrieb geht es um Gesundheits-Apps, die durch verschiedene Angebote dem Nutzer auf seinem Weg zu einem gesünderen oder fitteren Leben assistieren sollen.</p>
<p>Die rasante Vergrößerung der eHealth Branche erklärt das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage: während auf der einen Seite neue Innovationen in Medizin und Technik und eine immer digitalisiertere Gesellschaft entstehen, gibt es durch demographische Alterung und einem erhöhten gesellschaftlichen Bewusstsein für Gesundheit gleichzeitig mehr Bedarf für ein digitales Gesundheitsangebot. Insbesondere die wachsende Nachfrage und Notwendigkeit für mobile Gesundheitslösungen lässt den eHealth Markt stetig wachsen.</p>
<h3>Apple erobert den digitalen Gesundheitsmarkt</h3>
<p>Laut einer <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Gemeinsame-Presseinfo-von-Bitkom-und-BMJV-Fast-ein-Drittel-nutzt-Fitness-Tracker.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie der BITKOM</a> nutzen bereits 30% aller Smartphone-Besitzer Gesundheits-Apps. Die Funktion der Anwendungen variiert stark: Informationsquelle, Schmerztagebuch, Messgerät für Vitalwerte. Die Selbstvermessung von Körperfunktionen wie Atemfrequenz, Blutdruck oder Körpertemperatur funktioniert über sogenannte „Wearables“, also tragbare Sensoren in Kleidung oder Smartphone, die verschiedene Vitalwerte aufzeichnen können. Inzwischen gibt es mehr als 100.000 dieser Anwendungen. Viele Start-Ups und Webdienste haben das Potenzial erkannt und investieren in die digitalen Gesundheitsangebote.</p>
<p>Zu den prominentesten Anbietern und Investoren in diesen Markt gehört Apple. Das Unternehmen spricht auf seiner <a href="http://www.apple.com/lae/ios/health/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> von einer „Gesundheitsrevolution“. Mit seinem Team für digitale Gesundheit entwickelte Apple bereits „Health“, „ResearchKit“ und „CareKit“. Mit der eigenen Gesundheits-App „Health“ kann jeder iPhone-Nutzer beispielsweise seine Fitness per Schritt- und Kilometerzähler überprüfen, Körpermesswerte eintragen oder den eigenen Schlaf analysieren lassen. Die Open Source-Frameworks „ResearchKit“ und „CareKit“ erlauben hingegen das Sammeln und Zusammentragen von Daten, mit deren Hilfe Apps entwickelt werden, die die Erkenntnisse über Krankheiten und deren Bekämpfung voranbringen. Seit 2015 ermöglicht „ResearchKit“ die einfache Erstellung und Teilnahme an medizinischen Tests und Studien. Seit diesem Jahr gibt es „CareKit“, eine Software mit der der eigene Gesundheitszustand verwaltet werden kann: der Nutzer kann seine Körperwerte, Symptome oder Auswirkungen der Medikation dokumentieren und überwachen und gegebenenfalls die Informationen an seinen Arzt oder Klinikum weiterschicken.</p>
<p>Die bisherige Resonanz auf Apple’s Gesundheitsinnovationen ist sowohl von Verbraucher– als auch von Ärzteseite sehr positiv: <a href="http://www.golem.de/news/healthkit-immer-mehr-krankenhaeuser-nutzen-apples-gesundheits-app-1502-112175.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In den USA wird die App &#8220;Health&#8221; schon von vielen Krankenhäuser verwendet</a>, um den Gesundheitszustand von Patienten aus der Distanz zu kontrollieren und gegebenenfalls präventiv Komplikationen zu verhindern. Mit Hilfe des „CareKit“ <a href="http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Erste-Gesundheits-Apps-setzen-auf-Apples-CareKit-3192272.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">entstanden bereits zahlreiche Apps</a> wie „One Drop“ für Diabetiker oder „Start“ gegen Depressionen.</p>
<h3>Zukunftsmarkt eHealth: Wer profitiert?</h3>
<p>Lautet das Allheilmittel gegen zukünftige Erkrankungen also Big Data? Wie wir bereits berichteten, eröffnet der digitale Gesundheitsmarkt große Chancen für eine effizientere und kostengünstigere Gesundheitsversorgung, die auch eine Lösung für den demographischen Wandel und Ärztemangel auf dem Land darstellen können. Das Interesse an neuen Online-Angeboten und Apps liegt sowohl bei Patienten als auch bei Anbietern – Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen und Unternehmen.</p>
<p>Im Idealfall profitieren von dieser Revolution des Gesundheitssystems also alle Beteiligten. Der Patient, der schneller, besser und individualisierter versorgt und therapiert werden kann. Das Krankenhaus, das digitalisierte und zentralisierte Patientendaten und Möglichkeiten der Telemedizin nutzt. Der Staat und die Privatwirtschaft selbst, die durch Innovation neue Jobmöglichkeiten schaffen und Investitionen generieren. Weltweit könnten so bis 2018 <a href="http://www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de/2015/02/04/konsumenten-treiben-entwicklung-des-e-health-marktes-voran/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">200 Milliarden Euro gespart</a> werden, berichten die „Deutsche Gesundheitsnachrichten“.</p>
<h3>eHealth und Datenschutz in Deutschland</h3>
<p>Neben all den Vorzügen einer digitalen Gesundheitswelt sind aber vor allem Datenschützer alarmiert. Gesundheitsdaten sind besonders sensibel und bedürfen hoher Sicherheitsstandards, um nicht in den falschen Händen zu landen. Anwendungen, die den Gesundheitszustand einer Person regelmäßig vermessen und dokumentieren, sind wertvolle Daten, an denen insbesondere Krankenkassen und Pharmaunternehmen interessiert sind. Krankenkassen locken bereits mit Prämien für besonders gesunde Lebensweisen ihrer Kunden.</p>
<p>In Deutschland trifft der elektronische Gesundheitssektor auf eine hoffnungsvolle Ausgangssituation. Laut der diesjährigen Veröffentlichung des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen nutzen in Deutschland etwa 45 Millionen Menschen Smartphones. Auch bedienen sich fast alle Krankenhäuser und Arztpraxen einer digitalen Datenverarbeitung. Trotz wachsenden Markts blieb der große Boom von eHealth in Deutschland bisher aus. Das liegt einerseits daran, dass die Digitalisierung in Krankenhäusern und Arztpraxen im internationalen Vergleich weiterhin Verbesserungspotenzial hat, also beispielsweise im elektronischen Datenaustausch zwischen Krankenhäusern oder der Digitalisierung von internen Abläufen. Ein zweiter <a href="https://ehealthblog.de/linktipps/deutschland-nutzt-e-health-potenzial-nicht-aus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grund</a> liegt darin, dass viele Start-Ups und innovative Unternehmen durch die unsicheren rechtlichen Rahmenbedingungen abgeschreckt werden. Insbesondere beim Thema Datenschutz werden Sachverhalte teilweise in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich ausgelegt und stellen so eine Unsicherheit für Unternehmen dar.</p>
<h3>Rechtlicher Rahmen in Deutschland und der EU</h3>
<p>Um in seiner medizinischen Digitalisierung nicht von Ländern wie den USA abgehängt zu werden, rüstete Deutschland letztes Jahr mit dem <a href="http://www.bmg.bund.de/themen/krankenversicherung/e-health-gesetz/e-health.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Health Gesetz</a> auf: Bis 2018 sollen alle Arztpraxen und Krankenhäuser mit einer Telematik-Infrastruktur verbunden sein und jeder Patient über eine elektronische Patientenakte verfügen. Einfacher Datenverkehr zwischen Krankenhäusern, Fachaustausch über Videokonferenzen und Televisiten von Patienten würden so zum Alltag jedes Arztes und Pflegekraft gehören. Im Zentrum des Gesetzes steht der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die für eine bessere Vernetzung und Vereinfachung des Datenaustausches notwendig ist.</p>
<p>Auch auf europäischer Ebene bildet eHealth ein zentrales Element der Digitalen Agenda, die 2010 von der Europäischen Kommission vorgestellt wurde. Eine verstärkte und effizientere Nutzung von Technologien soll zu höheren Gesundheitsleistungen beitragen, deren Kosten senken und gleichzeitig neue Jobs schaffen.</p>
<h3>Herausforderung der Finanzierung</h3>
<p>Viele Bereiche des eHealth Sektors wie Gesundheits-Apps oder -Software werden sich in den nächsten Jahren weiter vergrößern. Die Finanzierung der Telematik-Infrastruktur bleibt wohl die größte Herausforderung. Denn die Umstellung von analog auf digital ist teuer und auf große Investitionen angewiesen – Geld, das viele Krankenhäuser nicht haben. Langfristig werden sich die Investitionen auszahlen, denn das Einsparpotenzial von eHealth ist groß: eine bessere digitale Verwaltung und Vernetzung von Daten bedeutet unter anderem weniger Arztbesuche, individueller zugeschnittene Therapien, weniger Verdopplung von Arbeit und Untersuchungen. Die gesteigerte Effizienz des Krankensystems, beispielsweise durch Ferndiagnosen oder Online-Rezeptausstellungen, würde die Gesamtkosten der pro-Kopf-Krankenkassenbeiträge senken.</p>
<p>Um das ganze Potenzial von eHealth auszuschöpfen, müssen Nutzer bereitwillig ihre Daten an Ärzte und Krankenhäuser weitergeben. Im Krankheitsfall sind dazu sogar 75% aller Deutschen bereit, berichtet die <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Gemeinsame-Presseinfo-von-Bitkom-und-BMJV-Fast-ein-Drittel-nutzt-Fitness-Tracker.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BITKOM</a>. Um das Vertrauen weiter zu steigern, braucht es mehr Sicherheit und Transparenz bezüglich der Speicherung und Verwendung von Daten der digitalen Apps oder Programme. Außerdem verlangt es nach entsprechenden Rahmenbedingungen, um den Standort Deutschland für Investoren attraktiver zu machen. Das eHealth-Gesetz bildet eine gute Grundlage für Deutschlands digitalen Gesundheitsmarkt; aber nur bei konsequenter Umsetzung der neuen Richtlinien hat Deutschland eine Chance, im internationalen Vergleich aufzuholen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/neccorp/14445634744/in/photolist-o1vDW1-qY4yxc-9biVkj-751pp6-dx9hXw-d52ED3-98TizC-e3vXtG-7dFXR9-fGGWse-xmtLD-7x6SsM-xXe7P-pc7k2u-9HUs18-aYPRFc-e6ozvb-nJ7P9M-7JekWW-8NV3hH-fGZyeE-hRLTUV-pxCj6J-kzwq5P-cp4c1Q-iR1sAE-giLQdY-5Efiwa-7p8CH1-pcuLz-d2TmHm-6LyK5M-aiqKtD-jnppze-fGZAY3-e19V5J-fGH3uD-q6bu3C-hL15ix-ctvCkC-nB5JZn-8VENMy-bv4Mv6-6y5h3e-cc59Sw-53RKPh-aexHoJ-dzXg3D-8uKeGF-aBnCE3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NEC-Medical-137</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/neccorp/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NEC Corporation of America</a> via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Beipackzettel: Electronic Health (eHealth)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Donat]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2016 13:56:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Fragen Sie noch Ihren Arzt oder Apotheker? Lesen Sie sich diese Packungsbeilage zu eHealth sorgfältig durch. Sie enthält einen Überblick [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild_eHealth.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150178" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild_eHealth.jpg" alt="titelbild_ehealth" width="640" height="310" /></a>Fragen Sie noch Ihren Arzt oder Apotheker? Lesen Sie sich diese Packungsbeilage zu eHealth sorgfältig durch. Sie enthält einen Überblick rund um Chancen und Risiken des digitalen Gesundheitswesens für Sie. Aktuelle digitale Produkte aus der Reihe eHealth sind ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss eHealth jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.</p>
<h3>1. Was ist eHealth und wofür wird es angewendet?</h3>
<p>Zur mehr oder minder akuten medizinischen Versorgung und allgemeinen Hilfe im Gesundheitswesen kann die Anwendung elektronischer Geräte dienen– kurz: eHealth. Mobile eHealth Lösungen, wie Gesundheitsapps, werden auch unter dem digitalen Tochterpräparat mHealth (Mobile Health) vermarktet. Die Angebotspalette eHealth ist unglaublich groß: die pure Informationssuche online zu Gesundheitsthemen, die Nutzung von Gesundheitsportalen sowie der Erfahrungsaustausch mit anderen und der gesundheitsbezogene E-Commerce spielen darin zentrale Rollen. Über elektronische Patientenakten, medizinische Vermessungen per App und Sensoren, Wearables (bspw. Fitnessarmbänder oder Smart Watches) sowie gesundheitlich- therapeutische Coaching-Apps bis zur schnellen online Bestellung bei der Apotheke und der Videosprechstunde mit dem Hausarzt reicht die Vorteilswelt des eHealth.</p>
<p>Eine verstärkte Wirkung von eHealth ist zu erwarten, wenn Sie zu den Leuten gehören, die immer eine gefühlte Ewigkeit in Wartezimmern von Ärzten verbringen. Ressourceneinsparung bei Zeit und Geld: die Digitalisierung des Gesundheitssektors kann helfen, analoge Probleme zu lösen. Den Mangel an Beratungs- und Gesprächszeit bei Ihrem Arzt können Sie nun durch Eigenrecherche und verbesserter Mitwirkung in Form von Selbstvermessung oder des Führens eines digitalen Schmerztagebuchs kompensieren. Digital Health erreicht aber auch eine zwischenmenschliche Ebene: vielleicht reicht eine kurze Online-Kommunikation mit Ihrem Arzt oder digital übermittelte Daten ihrerseits, um eine Ferndiagnose zu stellen oder im Notfall einen Termin mit Ihnen zu vereinbaren. Kosteneinsparungen und Effizienz auf Seiten der Medizin sind vor allem im Bereich der Forschung, aber auch durch die Vermeidung von Doppeluntersuchungen denkbar. Big Data bieten das große Potenzial, Betrugsfälle systematisch zu identifizieren, neue medizinische Erkenntnisse zu erlangen und diagnostisch präziser zu arbeiten. Denn: gesellschaftliche Krankheitsentwicklungen können durch eHealth in einer höheren Quantität verfolgt und verglichen werden.</p>
<h3>2. Was müssen Sie vor der Einnahme von eHealth beachten?</h3>
<p>Besondere Vorsicht bei der Einnahme von eHealth ist bei technischen Sicherheitslücken und der Weitergabe von Daten an Dritte erforderlich. Das mögliche Missbrauchspotenzial, dem Sie sich durch die Anwendung von eHealth-Produkten aussetzen, ist jedoch nicht klar erkennbar. Prozesse laufen hinter verschlossenen Türen ab und lassen die Stärke der Nebenwirkungen in der Welt der Big Data nicht genau bestimmen. Verschiedene eHealth-Präparate zeigen unterschiedlich starke Risiken: per App Blutzucker messen in Eigenregie, elektronisch die täglichen Kalorien und Schritte zählen sowie Erinnerungen für Medikamente und regelmäßige Workouts. Warum wollen manche Apps dafür Zugriff auf Ihren Standort, Medien, Kamera, Geräte-ID und und und?</p>
<p>Die Datensammlung geht meistens an die Urheber der Anwendungen zurück und wird dort gespeichert. Nicht selten landen Big Data aber auch bei Dritten, da Daten weiterverkauft werden. Zu diesem Zeitpunkt verlieren Sie als VerbraucherIn nun endgültig den Überblick über die Nutzung Ihrer eigenen Informationen in der großen weiten Datenökonomie. Fest steht: Um überhaupt theoretisch von eHealth profitieren zu können, müssen Ihre Messwerte zuverlässig erhoben werden. Auch die Aussagekraft dahinter muss im entsprechenden Kontext verstanden werden. Denn nur zu oft führt präventives Verhalten oder die Recherche der eigenen Symptome zu unnötiger Angst und Fehldiagnosen.</p>
<h3>3. Wie ist eHealth einzunehmen?</h3>
<p>Eine vorschriftsmäßige Nutzung von – was das genau bedeutet, hat auch der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (<a href="http://www.svr-verbraucherfragen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SVRV</a>) in einer <a href="https://www.bmjv.de/DE/Ministerium/Veranstaltungen/SaferInternetDay/01192016_Digitale_Welt_und_Gesundheit.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesjährigen Veröffentlichung</a> diskutiert und gibt dafür zwei Handlungsratschläge:  Die volle Wirkkraft von eHealth komme demnach nur zur Geltung, sobald einerseits transparente und verlässliche (evidenzbasierte) Verbraucherinformationen und andererseits, eine Stärkung der Alltagskompetenzen der VerbraucherInnen vorliegen. Die Einnahme von eHealth ist also je nach angemessenem Level an Transparenz auf Angebots- sowie Kompetenz auf Nachfrageseite zu dosieren. Falls Sie zu viel kommerzielles eHealth eingenommen haben, ist ein rückwirkender Entzug Ihrer Daten leider nicht möglich.</p>
<p>Bei der Einnahme von eHealth mit analog eingeholten Gesundheitstipps können Wechselwirkungen entstehen: Viel öfter müssen heutzutage Ärzte ihre eigenen Entscheidungen und Handlungen vor Patienten rechtfertigen. Digitale Patienten werden gerne mal selbst zum Arzt und haben sich vorab schon eine eigene Meinung über Diagnose und Zusammenstellung der Medikamente gemacht. So konstatiert der SVRV-Bericht, dass im EPatient Survey 2015 bereits 10% der Befragten angaben, die Dosis oder Zusammenstellung ihrer Medikamente selbst verändert zu haben. Die gesundheitlichen Risiken bei einer Selbstdiagnose sind bedenklich hoch.</p>
<h3>4. Zukunftsdiagnose eHealth?</h3>
<p>Zukünftige Aufbewahrungsbedingungen von eHealth korrelieren mit vielen gesellschaftlichen Entwicklungen: die Land-Stadt-Migration, der demographische Wandel, damit einhergehende steigende Kosten im Gesundheitssektor und Ärztemangel sowie geplante Gütesiegel auf Seiten der Wissenschaft und Politik. All diese Facetten beeinflussen die Chancen und Risiken des digitalen Gesundheitssystems. Für Menschen aus ländlichen Gegenden mit aufwändiger Anreise zum Arzt könnte eHealth zukünftig großes Potenzial bieten. Auch führen steigende Lebenserwartungen und die gesellschaftliche Alterung kurz- oder langfristig zu medizinischen Engpässen: Während aktuell schon jede fünfte Person mindestens 65 Jahre alt ist, prognostiziert das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (<a href="http://www.bib-demografie.de/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BiB</a>) im <a href="http://www.bib-demografie.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Broschueren/bevoelkerung_2016.pdf;jsessionid=8B448FDC54BF17CE9759B20F9563943F.2_cid321?__blob=publicationFile&amp;v=5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesjährigen Bevölkerungsentwicklungsbericht</a> einen Anstieg auf jede dritte Person in Deutschland bis 2060.</p>
<p>Dennoch gilt es vor allem aus ethischer Perspektive den wissenschaftlichen Nutzen des eHealth-Angebots zu bezweifeln. Denn wir befinden uns in einer rechtlichen Grauzone des eHealth – einem ungeschützten Markt, in dem Sie zwischen spielerischen digitalen Gesundheitsangeboten und der kommerziellen Datenverwertung abwägen müssen. Mit dem Ziel, sich selbst besser unter Kontrolle zu haben, wird man eventuell umso mehr von außen kontrolliert. Der Bereich des Gesundheitssektors hat sich ausgedehnt: auch Themen aus Ernährung und Fitness finden großen Anklang in digitalen Gesundheitsangeboten. Die große Empfehlung zum Präparat eHealth heißt daher: keine unüberlegten Einnahmen und im Zweifel fragen Sie lieber Ihren analogen Arzt oder Apotheker – zumindest per E-Mail, Chat oder Videoanruf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: eHealth von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a> / <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a href="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>test.de-Expertenchat: Online-Diäten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/testde-expertenchat-online-diaeten-5103/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 15:35:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Warentest]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nicole Merbach]]></category>
		<category><![CDATA[Anke Scheiber]]></category>
		<category><![CDATA[Diaet]]></category>
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					<description><![CDATA[Im test.de-Expertenchat standen Anke Scheiber und Nicole Merbach am 5.Januar 2011 von 13-14 Uhr zum Thema &#34;Online-Diäten: Für die gute Figur&#34; den Teilnehmern Rede und Antwort. Unter anderem äußerten sie sich zu unterschiedlichen Online-Diät-Programmen und wiesen darauf hin, welche Maßnahmen und Kriterien zu beachten sind, um diese erfolgreich zu bewältigen. Der vollständige Chat kann <a href="http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Chat-Online-Diaeten-Fuer-die-gute-Figur-4187546-4187549/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> nachgelesen werden. 
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im test.de-Expertenchat standen Anke Scheiber und Nicole Merbach am 5.Januar 2011 von 13-14 Uhr zum Thema &quot;Online-Diäten: Für die gute Figur&quot; den Teilnehmern Rede und Antwort. Unter anderem äußerten sie sich zu unterschiedlichen Online-Diät-Programmen und wiesen darauf hin, welche Maßnahmen und Kriterien zu beachten sind, um diese erfolgreich zu bewältigen. Der vollständige Chat kann <a href="http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Chat-Online-Diaeten-Fuer-die-gute-Figur-4187546-4187549/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> nachgelesen werden.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Video-Chat zur Gesundheitspolitik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/video-chat-zur-gesundheitspolitik-4962/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 09:43:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Video-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfpauschale]]></category>
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					<description><![CDATA[Was möchten Sie von Ulrike Flach und
Karl Lauterbach wissen? Die gesundheitspolitischen Sprecher von FDP und
SPD diskutieren miteinander und mit Ihnen - am Mittwoch ab 17.15 Uhr im
tagesschau-Videochat.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was möchten Sie von Ulrike Flach und<br />
Karl Lauterbach wissen? Die gesundheitspolitischen Sprecher von FDP und<br />
SPD diskutieren miteinander und mit Ihnen &#8211; am Mittwoch ab 17.15 Uhr im<br />
tagesschau-Videochat.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.tagesschau.de/zumchat100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier können Sie schon jetzt Ihre Fragen stellen</a>
</p>
<p>
Nach monatelangem Dauerzoff hat sich die schwarz-gelbe Regierungskoalition<br />
auf einen Kompromiss in der Gesundheitspolitik verständigt: Angesichts<br />
eines zu erwartenden Defizits bei den Krankenkassen von elf Milliarden<br />
Euro im Jahr 2011 sollen die Krankenkassensätze auf 15,5 Prozent erhöht<br />
werden, die Kassen erhalten freie Hand bei der Erhebung von<br />
Zusatzbeiträgen. Für die gesundheitspolitische Sprecherin der<br />
FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach, sind die Pläne der Einstieg in<br />
eine langfristige Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen mit<br />
„Sozialausgleich und einkommensunabhängigen Prämien“. Durch<br />
Steuerzuschüsse für Geringverdiener und die wiedergewonnene<br />
Finanzautonomie der Kassen durch die Zusatzbeiträge werde „eine<br />
Gerechtigkeitslücke der Zeit von Ulla Schmidt geschlossen“, so Flach.
</p>
<p>
Die<br />
Partei der ehemaligen Gesundheitsministerin wiederum forderte als<br />
Reaktion auf die Pläne von Union und FDP den Rücktritt von Amtsinhaber<br />
Rösler (FDP) und kritisierte den Kompromiss heftig.<br />
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schrieb in einem Gastbeitrag im<br />
„Handelsblatt“: „Somit werden die mittleren Einkommen, die bei der<br />
Steuer entlastet werden sollten, mit steigenden Beitragssätzen und einer<br />
steigenden Zusatzprämie doppelt belastet.“
</p>
<p><span style="font-weight: bold"></span></p>
<p>
Hat die<br />
Bundesregierung den ersten Schritt für eine langfristige Finanzierung<br />
der Gesundheit geschafft? Oder kostet die gleiche Versorgung jetzt<br />
einfach mehr Geld? Diskutieren Sie mit Ulrike Flach und Karl Lauterbach.
</p>
<p>
<a href="http://www.tagesschau.de/zumchat100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier können Sie schon jetzt Ihre Fragen stellen</a>
</p>
<p>
Zu den Personen:
</p>
<p>
<b>Ulrike Flach</b>, geboren 1951 in Oberhausen. Flach studierte Angewandte<br />
Sprachwissenschaften an der Universität Mainz und dem Ealing Technical<br />
College in London und schloss ihre Hochschulausbildung als<br />
Diplomübersetzerin ab. Zwischen 1974 und 2005 arbeitete sie als<br />
Übersetzerin bei Siemens PG/Mülheim. Flach trat 1975 in die FDP ein.<br />
1998 zog sie in den Bundestag ein und wurde in den Bundesvorstand ihrer<br />
Partei gewählt. Von 2005 bis 2009 war sie Sprecherin für<br />
Technologiepolitik ihrer Fraktion und Obfrau der FDP im<br />
Haushaltsausschuss. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der<br />
Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt und Mitglied des Gesundheits- sowie<br />
des Haushaltsausschusses. Im Oktober 2009 wurde Flach von ihrer<br />
Fraktion zur stellvertretenden Vorsitzenden und gesundheitspolitischen<br />
Sprecherin gewählt.
</p>
<p>
<b>Karl Lauterbach</b>, geboren 1963 in Düren. Lauterbach studierte Medizin in<br />
Aachen, Düsseldorf und Texas, USA. Außerdem studierte er<br />
Gesundheitsökonomie und Epidemiologie an der Harvard School of Public<br />
Health in Boston, USA, an der er seit 1996 auch als Gastdozent tätig<br />
ist. Von 1998 bis 2005 war Lauterbach Direktor des Instituts für<br />
Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) der Universität<br />
zu Köln. Seit 2005 ist Lauterbach Mitglied des Bundestages, wo er dem<br />
Ausschuss für Gesundheit und als stellvertretendes Mitglied dem<br />
Finanzausschuss angehört. In der SPD-Bundestagsfraktion ist er seit<br />
November 2009 Sprecher der Arbeitsgruppe Gesundheit. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Höhere Sozialabgaben &#8211; oder Pflegeroboter</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/hoehere-sozialabgaben-oder-pflegeroboter-3598/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Georg Babing]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2007 15:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegeversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Breitscheidel]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Donnerstag, 29. November, war Markus Breitscheidel, Autor von &#34;Abgezockt und totgepflegt&#34;, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über die Missstände in Altersheimen und prangerte die Passivität der Politik an.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag, 29. November, war Markus Breitscheidel, Autor von &quot;Abgezockt und totgepflegt&quot;, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Er sprach über die Missstände in Altersheimen und prangerte die Passivität der Politik an.<br />
<!--break--> <b></b></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Herzlich willkommen im tagesschau-Chat!<br />
Heute bei uns hier im ARD-Hauptstadtstudio zu Gast: Markus Breitscheidel.<br />
Der Journalist ist Autor des Bestsellers &quot;Abgezockt und totgepflegt&quot;.<br />
In diesem Buch schildert er die teils entsetzlichen Zustände<br />
in Pflege- und Altenheimen, in denen er mehr als ein Jahr lang undercover<br />
gearbeitet und recherchiert hat. Vielen Dank Herr Breitscheidel,<br />
dass Sie sich Zeit genommen haben! Können wir beginnen?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel:</b> Wir können.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/mbreitscheidel85x.jpg" alt="Markus Breitscheidel" height="120" width="85" /><br />
<i>Markus Breitscheidel<br />
Investigativer Journalist und Autor</i>
</p>
<p align="left">
<b>Moderatorin:</b> Folgende Frage hat<br />
die meisten unserer User am meisten interessiert:</p>
<p><b>Gero: </b>Wie erkenne ich ein gutes Pflegeheim?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Wenig Fluktuation unter<br />
den Mitarbeitern und sehr viel Öffentlichkeit, also Zusammenarbeit<br />
mit ehrenamtlichen Besuchsdiensten usw., denn diese Öffentlichkeit<br />
bringt natürlich das Leben und Informanten / Beobachter in<br />
das Heim. Das ist die schwierigste Frage, die man in diesem Bereich<br />
stellen kann, denn es gibt keine Qualitätsmerkmale zur Unterscheidung,<br />
und somit ist es für einen Angehörigen die schwierigste<br />
Aufgabe, ein gutes Heim zu finden.
</p>
<p>
<b>Karlchen:</b> Wie kommt es denn überhaupt zu<br />
einer Lage, wie in Ihrem Buch beschrieben? Fehlt es &quot;nur&quot;<br />
an Geld, fehlen ausgebildete Fachkräfte, aufmerksame Angehörige&#8230;?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Es fehlen zunächst<br />
einmal aufmerksame Angehörige, die sich nicht von dem hohen<br />
Pflegepreis blenden lassen und aufmerksam beobachten. Dann fehlt<br />
es an gut ausgebildetem Pflegepersonal und letztendlich ist die<br />
Philosophie der Heimleitung das Wichtigste. Ist diese Philosophie<br />
an Menschen orientiert, dann funktioniert es. Ist sie allerdings<br />
am Kapital orientiert, gibt es meist Probleme.</p>
<p><b>Nico: </b>Warum wird Ihrer Meinung nach bekannten Missständen<br />
von Seiten der Politik nicht nachgegangen?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ein ehrlicher Umgang mit<br />
diesem Thema würde bedeuten, dass wir mehr Geld in die Pflege<br />
investieren müssten, dass sich die Lohnnebenkosten dadurch<br />
erhöhen würden.<br />
Und Sie finden keinen Politiker, der den Mut hat, in der Öffentlichkeit<br />
eine nochmalige Erhöhung der Lohnnebenkosten zu fordern.</p>
<p><b>Maria:</b> Warum wehren sich die Pflegekräfte<br />
nicht gegen die Missstände und auch ihre schlechten Arbeitsbedingungen?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel:</b> 87 Prozent der Pflegekräfte<br />
sind Frauen, meist alleinerziehende Mütter, die direkt abhängig<br />
sind von ihrem Arbeitsplatz. Ich habe insgesamt mit Menschen aus<br />
25 Nationen zusammen gearbeitet, deren Aufenthaltsgenehmigung meist<br />
an den Arbeitsplatz gebunden war, und somit fehlte ihnen natürlich<br />
auch der Mut, gegen deutsche Missstände vorzugehen. Letztendlich<br />
ist es die Angst vor dem Verlust der eigenen Existenz.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Hier die Frage eines &quot;Insiders&quot;:</p>
<p>i<b>ch25ms</b>: Ich arbeite in einem Heim und kenne die<br />
Missstände, aber was soll ich als Pflegende noch tun &#8211; außer<br />
meine private Zeit dafür herzugeben, um mal ein nettes Gespräch<br />
mit dem Bewohner führen zu können (das tue ich täglich<br />
nach meinem Dienst)?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ganz wichtig für Pflegekräfte<br />
ist es, Überlastungsanzeigen zu schreiben und die an die staatliche<br />
Heimaufsicht weiterzuleiten. Tut dies eine Pflegekraft nicht, ist<br />
sie rechtlich für die Pflegebedürftigen verantwortlich<br />
und wird gerichtlich für diese Pflegefehler dann auch belangt.<br />
Zudem würde ich heimintern den Kontakt zum Heimbeirat suchen,<br />
um denen dann meine Sorgen kundzutun. Das wären eigentlich<br />
die wichtigsten Punkte.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Das war die am dritthäufigsten<br />
gestellte Frage unserer Leser. Nun folgt Platz zwei:</p>
<p><b>Karlchen:</b> Worauf sollten Angehörige achten,<br />
wenn Verwandte in ein Pflegeheim müssen? Wie kann man reagieren,<br />
wenn man Missstände feststellt, um nicht nur die eigenen Verwandten<br />
zu schützen, sondern alle Bewohner?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Zunächst einmal den<br />
Heimbeirat einschalten. Sollte das zu keinem Ergebnis führen,<br />
würde ich den Fall an den medizinischen Dienst der Krankenkasse<br />
oder die staatliche Heimaufsicht melden. Diese sind dann verpflichtet,<br />
das Ganze anonym aufzunehmen und gegen das Heim vorzugehen.</p>
<p><b>Quarantäne:</b> Was würden Sie nach ihren<br />
Erlebnissen empfehlen: Angehörige lieber zu Hause pflegen,<br />
einen ambulanten Pflegedienst verpflichten oder doch ein Pflegeheim?
</p>
<p>
<b>konzhel:</b> Kann man eigentlich einen Unterschied<br />
machen zwischen privaten Heimen und solchen von karitativen Organisationen?<br />
Oder gibt es die Probleme überall?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ich bin natürlich<br />
ein Freund davon, einen alten Baum, der Wurzeln geschlagen hat,<br />
nicht mehr umzupflanzen. Das heißt natürlich, so lange<br />
wie es geht, dem pflegebedürftigen Menschen sein Zuhause zu<br />
lassen. Der Unterschied liegt in der Philosophie des Pflegeunternehmers.<br />
Die Wohlfahrtsverbände haben ihre Philosophie am Menschen orientiert,<br />
die Privaten am Gewinn.</p>
<p><b>konzhel: </b>Betreff: Arbeitsplatz und Arbeitskräfte:<br />
Pennen da die Gewerkschaften total? Man sollte meinen, auch in solchen<br />
Betrieben gibt es ein paar Gewerkschaftler.
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Zwei Prozent der Pflegekräfte<br />
sind gewerkschaftlich organisiert. Somit fehlt den Gewerkschaften<br />
der Einfluss in den Heimen.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Warum nur zwei Prozent?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ich denke, aus der Problematik,<br />
die wir eben besprochen haben. 87 Prozent der Pflegekräfte<br />
sind Frauen und intensiv mit den eigenen Problemen im Leben beschäftigt.<br />
Es fehlt die Zeit, sich neben dem zeitintensiven Pflegeberuf auch<br />
noch für die eigenen Rechte zu engagieren.</p>
<p><b>Jungling:</b> Glauben Sie, dass Patienten in Krankenhäusern<br />
ähnlich schlimm behandelt werden?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel</b>: Nach der Privatisierung der<br />
Altenpflege folgte die Privatisierung der Kranken- und Behindertenpflege.<br />
Seither erreichen mich vermehrt auch Briefe von Pflegepersonal aus<br />
Krankenhäusern und Behindertenheimen.
</p>
<p>
<b>konzhel:</b> Es gibt ja jetzt eine Reform der Pflegeversicherung.<br />
Was ist ihre Meinung: Hilft die, die Alterspflege zu verbessern?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ich denke, dass diese Reform<br />
ein Pflaster auf den Dekubitus ist und lediglich kurzfristig die<br />
Probleme beheben wird. Nachhaltig fehlt jedoch ein Gesamtkonzept<br />
zum Thema Pflegebedürftigkeit und zum Umgang mit Menschen in<br />
einer Leistungsgesellschaft, die nicht mehr in der Lage sind, zu<br />
leisten.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Nun ein paar persönliche Fragen:</p>
<p><b>ttt:</b> Was für Reaktionen gab es aus den Pflegeheimen<br />
auf Ihr Buch? Gab es überhaupt welche?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel:</b> Zwei der Pflegeheime haben<br />
ihr komplettes Führungspersonal ausgetauscht, sind offensiv<br />
mit den Vorwürfen umgegangen, auf mich zugekommen und haben<br />
zugegeben, dass es diese Missstände zu diesem Zeitpunkt gab<br />
und alles getan, um diese für die Zukunft abzuschaffen. Von<br />
den anderen drei Heimbetreibern habe ich bis heute leider nichts<br />
gehört.</p>
<p><b>Barbara:</b> Wie sind Sie bei Ihren Recherchen mit<br />
den alten Leuten im Heim umgegangen: persönlich oder distanziert?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Da die soziale Vernachlässigung<br />
der alten Menschen mich natürlich auch nach dem Dienst beschäftigt<br />
hat, war es für mich schon fast ein zu persönliches Verhältnis.<br />
Die seelische und körperliche Belastung während meines<br />
Einsatzes führte dazu, dass ich 15 Kilo Lebendgewicht verloren<br />
habe.<br />
Der Kontakt zu einigen Angehörigen und Bewohnern steht heute<br />
noch, da ich mich in dieser Zeit intensiv für diese Menschen<br />
eingesetzt habe und alles getan habe, dass sie dieses Heim verlassen<br />
und in eine vernünftige Einrichtung können.</p>
<p><b>Nico:</b> Hand aufs Herz &#8211; hat Sie Ihre Arbeit und<br />
die gewonnenen Erkenntnisse persönlich verändert?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Sicherlich haben mich diese<br />
Erfahrungen persönlich verändert, denn ich konnte mir<br />
niemals vorstellen, dass wir in einem reichen Industriestaat so<br />
menschenunwürdig mit pflegebedürftigen Menschen umgehen.<br />
Es hat bis heute noch Auswirkungen auf mein Leben, besonders im<br />
Bezug auf Paragraph 1 Grundgesetz &#8211; &quot;Die Würde des Menschen<br />
ist unantastbar.&quot;
</p>
<p>
<b>Kastanie:</b> Was würden Sie persönlich<br />
tun, wenn Ihre Eltern oder andere Verwandte pflegebedürftig<br />
sind?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ich würde alle meine<br />
Kraft dafür einsetzen, dass sie zu Hause bis zu ihrem Tode<br />
versorgt werden. Bis vor einer Woche, also bis zum Tod meiner 91-jährigen<br />
Großmutter, konnte ich ihr zum Glück eine menschenwürdige<br />
Pflege bis zur letzten Sekunde ihres Lebens zukommen lassen.
</p>
<p>
<b>Martha: </b>Was müsste sofort zur Verbesserung<br />
der Pflegeprobleme getan werden?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel:</b> Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche<br />
Diskussion über die Thematik der Pflege. Doch da diese Thematik<br />
Pflege und Tod von uns Menschen verdrängt wird, halte ich es<br />
für äußerst schwierig, dass sich eine Mehrheit der<br />
Gesellschaft Gedanken darüber macht, was mit ihnen passieren<br />
soll, wenn sie pflegebedürftig werden. Ich betrachte dies allerdings<br />
als Grundvoraussetzung, um ein nachhaltiges System für die<br />
Zukunft zu schaffen. Ich bin überzeugt davon, dass auf Grund<br />
der demographischen Entwicklung wir diese Problematik mit Geld allein<br />
nicht lösen werden.</p>
<p><b>Maria: </b>Würden Sie nicht auch sagen, dass diese<br />
schrecklichen Missstände mit dem Werteverlust in unserer Gesellschaft<br />
zusammenhängen und also dort eine Veränderung eintreten<br />
muss?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel: </b>Ich denke, mit dem Satz,<br />
dass wir diese Problematik mit Geld allein nicht lösen werden,<br />
ist für mich diese Frage schon nahezu beantwortet. Denn ich<br />
bin überzeugt davon, dass unsere Gesellschaft sich zu intensiv<br />
mit dem Kapital und dessen Mehrung beschäftigt und immer weniger<br />
mit dem Wohl der Menschen.</p>
<p><b>nereide:</b> Was kann oder muss die Politik denn unternehmen?<br />
Muss es regelmäßige Überprüfungen für<br />
alle Heime geben?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel:</b> Zunächst einmal benötigen<br />
wir einheitliche Qualitätsmerkmale, so dass es für Angehörige<br />
auch möglich ist, einen Unterschied von außen zu erkennen.<br />
Weiterhin halte ich es für unabdingbar, dass sämtliche<br />
Kontrollen unangemeldet durchgeführt werden und die Prüfergebnisse<br />
dann auch wie in anderen Ländern veröffentlicht werden.</p>
<p><b>thomas esch:</b> Halten Sie staatlich geführte<br />
Altenpflege für sinnvoller?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel:</b> Gemäß dem Grundgesetz<br />
hat der Staat die Verpflichtung, diese Aufgabe zu übernehmen.<br />
Durch die Privatisierung hat er sich mehr und mehr von dieser Verantwortung<br />
verabschiedet. Ich halte es allerdings für unabdingbar, dass<br />
der Staat in einer Leistungsgesellschaft sich um die verdienten<br />
Menschen kümmert, die ihre Leistung erbracht haben und dann<br />
irgendwann nicht mehr in der Lage sind, zu leisten.</p>
<p><b>ich25ms:</b> Ist ein &quot;Betreutes Wohnen“,<br />
also eine Senioren-WG, eine Alternative?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Die Konzepte für die<br />
Altenpflege müssen für die Stadt-, aber auch für<br />
die Landbevölkerung verschiedenartig entwickelt werden. Die<br />
Alten-WG ist mehr ein Konzept für die Stadt, da die Menschen<br />
hier in ihrem Denken nicht so konservativ sind wie die Dorfbevölkerung.<br />
Für die Menschen auf dem Land benötigen wir ein intensives<br />
Netz der sozialen Betreuung für die Pflege zu Hause.</p>
<p><b>specator:</b> Was raten Sie den Familien, die quasi<br />
illegal Pflegerinnen (meist aus dem Ausland) beschäftigen?<br />
Ist das nicht auch Ausbeutung?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ich bin der festen Meinung,<br />
dass man einer Arbeitskraft, egal aus welchem Lande dieser Welt<br />
sie kommt, nicht zumuten darf, für eine Arbeit, die 24 Stunden<br />
am Tag beansprucht, mit 800-1000 Euro pro Monat abzuspeisen. <br />
Allerdings ergeben sich aus den geringen Renten, die gerade pflegebedürftige<br />
Frauen erhalten, meist keine andere Möglichkeit der Finanzierung,<br />
so dass auch hier die Politik gefragt ist, um diese illegalen Pflegekräfte<br />
in die Legalität zu führen.</p>
<p><b>Tom Bom:</b> Ich finde Ihre Vorschläge gut, doch<br />
die Finanzierung ist mir schleierhaft &#8211; Lohnnebenkosten hin oder<br />
her, gibt es noch alternative Finanzierungswege?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ich halte die neun Prozent<br />
Kirchensteuer, die für Kirchenmitglieder erhoben werden &#8211; die<br />
allerdings für Menschen, die denken, sich den Glauben nicht<br />
mehr leisten zu können und austreten, nicht mehr anfallen &#8211;<br />
für eine Finanzierungsmöglichkeit. Man könnte einen<br />
Sozialfonds gründen, in den dann Menschen, die aus der Kirche<br />
ausgetreten sind, diese neun Prozent einzahlen.</p>
<p><b>bxta</b>: Laut Studien wird die Überalterung in<br />
Deutschland sich schon sehr bald drastisch auswirken. Können<br />
so viele Menschen überhaupt noch vernünftig gepflegt werden?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ohne einen enormen ehrenamtlichen<br />
Einsatz der gesamten Gesellschaft wird dies in Zukunft unmöglich<br />
sein. Es sei denn, wir können uns damit abfinden, irgendwann<br />
von einem Pflegeroboter gepflegt zu werden.</p>
<p><b>paul-armin: </b>Gibt es momentan Ihrer Meinung nach<br />
eine Partei, die sich besser für alte Menschen einsetzen würde<br />
(Nicht unbedingt die Grauen Panther&#8230;)?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Es fällt mir nicht<br />
eine Partei ein, die ein ernsthaftes Engagement in dieser Richtung<br />
betreibt.</p>
<p><b>promenz</b>: Welche Politiker wissen von ihren Erkenntnissen?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Nahezu alle Politiker, die<br />
sich in den verschiedenen Parteien mit der Thematik Pflege befassen.<br />
Ich versuche allerdings seit mehr als zwei Jahren, diese Menschen<br />
für das Thema zu interessieren und muss feststellen, dass das<br />
Engagement der Politik für diesen Bereich nahezu gegen Null<br />
tendiert.</p>
<p><b>Kastanie:</b> Aus welchem Anlass haben Sie damals eigentlich<br />
Ihre Recherche gestartet? Haben Sie mit derartig schockierenden<br />
Ergebnissen gerechnet?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Der Anlass waren Berichte<br />
in TV- und Printmedien über Missstände und Unterversorgung<br />
in Pflegeheimen. Ich konnte mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen,<br />
dass man in unserem Land so mit Menschen umgeht.
</p>
<p>
<b>trecker:</b> Es muss Angehörigen doch auffallen,<br />
wenn Ihre Verwandten in Pflegeheimen misshandelt oder vernachlässigt<br />
werden. Warum unternehmen die nichts oder nur wenig?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Das Thema &quot;Besuch der<br />
Angehörigen&quot; wird meiner Erachtens in der Öffentlichkeit<br />
überschätzt. Wir leben heute in einer Gesellschaft, wo<br />
jeder flexibel dem Arbeitsplatz nachreisen muss und Familien verstreut<br />
über ganz Deutschland leben. Somit beschränkt sich der<br />
Besuch meist auf die Feiertage, und hier fehlt dann die Zeit, Missstände<br />
zu erkennen und ihnen dann auch intensiv nachzugehen.</p>
<p><b>Maria:</b> Gibt es denn genug Personal, all die nötigen<br />
Heimüberprüfungen durchzuführen?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel: </b>Da die staatliche Heimaufsicht<br />
eine Kommunalbehörde ist, hängt die personelle Besetzung<br />
natürlich direkt mit der finanziellen Situation zusammen. Hat<br />
man also das Glück, dass die Kommune eine der wenigen in Deutschland<br />
ist, die finanziell noch gut ausgestattet ist, steht genügend<br />
Personal zur Verfügung. In den meisten Städten wird auch<br />
hier intensiv beim Personal gespart.</p>
<p><b>Maria:</b> Was glauben Sie, woran dieses Desinteresse<br />
liegt? Jeder Politiker weiß doch, dass er morgen auch alt<br />
und pflegebedürftig sein kann. Ist das nur Verdrängung<br />
und Hilflosigkeit, oder stehen da andere Interessen im Vordergrund?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> In erster Linie denke ich,<br />
dass das Thema Verdrängung im Vordergrund steht. Und in zweiter<br />
Linie, dass sich ein Politiker bei der Absicherung im Alter keine<br />
größeren Gedanken machen muss, nicht menschenwürdig<br />
versorgt zu werden.</p>
<p><b>ludewig: </b>Gibt es Ihres Wissens Länder, in<br />
denen die Altenpflege sehr gut funktioniert?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Das Vorzeigeland weltweit<br />
ist für mich Dänemark, das 1989 beschlossen hat, keine<br />
neuen Heime mehr zu bauen und die Heime sukzessive abzuschaffen.<br />
Dieses Konzept wurde äußerst erfolgreich umgesetzt und<br />
erlaubt Dänemark heute den Luxus, die Menschen zu Hause versorgen<br />
zu können. Finanziert wird das Ganze aus den gesparten Investitionen<br />
für den Bau der Altenheime.</p>
<p><b>Blume:</b> Gibt es regionale Kriterien für Heime?<br />
Also sind durchschnittlich z.B. Heime im reichen Süden besser<br />
als in Rostock?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Es gibt regionale Unterschiede,<br />
ich sehe sie allerdings jetzt nicht festgehalten an einer Nord-Süd-Problematik,<br />
sondern eher in der Versorgung der Menschen auf dem Land im Unterschied<br />
zur Stadt. Da auf dem Land der Besuch der Angehörigen und Freunde<br />
viel intensiver ist als in der Stadt, sind die Missstände dementsprechend<br />
weniger gravierend.</p>
<p><b>klasssss:</b> Wie wird das in Dänemark gemacht?<br />
Die Pfleger kommen nach Hause?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Man hat in Dänemark<br />
das Konzept einer so genannten Tagespflegestätte entwickelt.<br />
Es ist im Vergleich zu Deutschland wie eine Kindertagesstätte<br />
organisiert und entlastet damit die Menschen zu Hause. Man kann<br />
den Pflegebedürftigen morgens um 6 Uhr von einem Fahrdienst<br />
abholen lassen, er wird dann in einer Tagesstätte von professionellem<br />
Pflegepersonal versorgt und gegen 19 Uhr wieder nach Hause gebracht.<br />
Somit hat man die physisch wie psychisch anstrengende Arbeit der<br />
Pflege zu Hause endgültig mal entlastet &#8211; eine Thematik, die<br />
hier in Deutschland noch gar nicht besprochen wurde.</p>
<p><b>promenz: </b>Ich weiß, Sie haben nicht alle Heime<br />
gesehen, aber ungefähr: In wieviel Prozent herrschen schlechte<br />
Verhältnisse?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel</b>: Laut des letzten Prüfberichtes<br />
der staatlichen Heimaufsicht, wobei hier alle Überprüfungen<br />
vorher angemeldet wurden, herrscht in über 30 Prozent der Heime<br />
gefährliche Pflege. Das bedeutet, knapp 200.000 pflegebedürftige<br />
Menschen sind tagtäglich unterversorgt.</p>
<p><b>demaim:</b> Was sollte es Ihrer Meinung nach für<br />
Prüfungen und Qualitätskriterien geben, die ein Heim erfüllen<br />
muss, bevor es überhaupt öffnen darf?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel:</b> Es gibt bis heute keine Kriterien,<br />
die festlegen, welcher Unternehmer ein Heim eröffnen kann oder<br />
darf. Es ist also jedem erlaubt, Altenheime zu eröffnen und<br />
ein Geschäft mit der Pflegebedürftigkeit zu betreiben.<br />
Ich denke, es ist unabdingbar und wichtig, solche Kriterien aufzustellen.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Wie sollten die aussehen?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ich denke, dass es unbedingt<br />
notwendig ist, dass der Heimunternehmer zumindest eine Ausbildung<br />
im sozialen Bereich hat und nachweisen kann, in der Pflege mal gearbeitet<br />
zu haben. Zudem ist es unabdingbar, auch Kriterien für die<br />
Philosophie zum Betreiben eines Heimes zu entwickeln.</p>
<p><b>Maria: </b>Wer sollte diese Kriterien aufstellen?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Es gibt den so genannten<br />
&quot;Deutschen Pflegerat&quot;, der zusammengesetzt ist mit den<br />
wenigen Pflegeexperten, die wir in unserem Land haben. Ich denke,<br />
dass hier genügend Kompetenz vorliegt, um solche Kriterien<br />
aufzustellen.</p>
<p><b>Pfisterer:</b> Was haben Sie für Erfahrungen gemacht,<br />
wie die alten Leute auf die schlechte Pflege reagieren? Nehmen die<br />
es zwangsläufig hin oder wehren sich auch manche?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Wir haben es heute noch<br />
mit pflegebedürftigen alten Menschen zu tun, die noch eine<br />
gewisse Obrigkeit anerkennen. Ich habe bei vielen alten Menschen<br />
festgestellt, dass sie nicht den Mut haben, ihre Unzufriedenheit<br />
gegenüber Menschen in weißen Kitteln zu äußern.<br />
Selbst gegenüber Angehörigen sind sie in dem Konflikt,<br />
dass sie sich stetig vorwerfen lassen müssen, dass die Pflegekosten<br />
monatlich höher sind als eine Hotelunterbringung und man sich<br />
mit den Verhältnissen doch zufrieden geben sollte.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Wir erhalten gerade das Ergebnis<br />
unserer Umfrage: 58 Prozent unserer User würden ihre Verwandten<br />
nicht in einem Pflegeheim betreuen lassen; 41 Prozent würden<br />
es tun. Herr Breitscheidel, wundern Sie diese Zahlen?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel:</b> Ja, diese Zahl 58 Prozent<br />
wundert mich schon, da ich sehr viele Erhebungen über diese<br />
Thematik gelesen habe, die nahezu immer bei 90 Prozent lagen. Selbst<br />
ein Versuch von mir, auf Altenpflegeschulen zuzugehen und eine Arbeit<br />
unter dem Titel &quot;I have a Dream &#8211; Wie stelle ich mir die Altenpflege<br />
in der Zukunft vor&quot; hat erbracht, dass von 150 Aufsätzen<br />
nicht eine der Pflegekräfte das Heim bevorzugt hat. Ergänzend<br />
dazu eine Umfrage der Malteser, die ihre Pflegekräfte befragt<br />
haben, ob sie sich vorstellen könnten, in einem Heim der Malteser<br />
in Zukunft gepflegt zu werden. Hier haben überraschenderweise<br />
75 Prozent des Personals es sich nicht vorstellen können.
</p>
<p>
<b>Ventura:</b> Wie sorgen Sie persönlich vor, dass<br />
sie später nicht in ein Heim geraten, wo Sie menschenunwürdig<br />
behandelt werden?
</p>
<p>
<b>Markus Breitscheidel: </b>Es gibt in unserem Land<br />
die Möglichkeit, in Form einer Vorsorgevollmacht festzuhalten,<br />
wie man sich die eigene Pflege vorstellt. Dies habe ich bereits<br />
mit 38 Jahren ausgefüllt und erledigt. Somit ist sichergestellt,<br />
dass meine Wünsche dann auch erfüllt werden und ich bis<br />
zum Ende meines Lebens ein selbstbestimmtes Leben führen kann.
</p>
<p>
<b>Maria:</b> Was kann ich jetzt nach diesem Chat aktiv<br />
tun, um etwas für die Pflege zu bewegen?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel</b>: Sich ehrenamtlich engagieren,<br />
sei es bei einem Besuchsdienst, sei es bei einem Vorlesedienst.<br />
Seien sie sich sicher, dass ihr Einsatz unbedingt benötigt<br />
wird.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Das war es auch schon wieder, 60<br />
Minuten tagesschau-Chat sind rum. Vielen Dank, liebe Leser, für<br />
Ihr Interesse und für Ihre Fragen. Herr Breitscheidel, möchten<br />
Sie noch ein letztes Wort an unsere User richten?</p>
<p><b>Markus Breitscheidel:</b> Vielen Dank für das<br />
Interesse und alles Gute für die Zukunft.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Vielen Dank auch Ihnen, Herr Breitscheidel!<br />
Einen schönen Tag Ihnen und unseren Lesern wünscht Ihnen<br />
tagesschau.de! Diesen Chat können Sie in Kürze auf unserer<br />
Seite nachlesen &#8211; allerdings ausnahmsweise ohne Fotos: Herr Breischeidel<br />
recherchiert derzeit inkognito für sein nächstes Buch.<br />
Erscheinen soll es im September 2008.</p>
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		<title>UPDATE (Transkript): Im Chat: Ellis Huber, prominenter Kritiker des Gesundheitssystems</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 May 2007 14:41:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie steht es um das Gesundheitswesen? Während am Dienstag der Ärztetag in Münster startet, beklagt sich Bundesärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe über die &#34;öffentliche Hetze&#34; gegen Mediziner.
Gleichzeitig teilt die Lobby in Sachen Gesundheitsreform kräftig aus.
Die Rede ist von Wartelisten für Operationen oder von einem Boykott der elektronischen Gesundheitskarte.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie steht es um das Gesundheitswesen? Während am Dienstag der Ärztetag in Münster startet, beklagt sich Bundesärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe über die &quot;öffentliche Hetze&quot; gegen Mediziner.<br />
Gleichzeitig teilt die Lobby in Sachen Gesundheitsreform kräftig aus.<br />
Die Rede ist von Wartelisten für Operationen oder von einem Boykott der elektronischen Gesundheitskarte.<br />
<!--break--><br />
Beide Seiten der Konfliktlinien im Gesundheitswesen kennt und kritisiert Dr. Ellis Huber. Der Mediziner war Präsident der Berliner Ärztekammer und Vorstand einer Krankenkasse. Der 58-Jährige geht mit Krankenkassen, Ärztefunktionären, Lobbyisten und Politikern gleichermaßen hart ins Gericht: Das Honorarsystem belohne nicht den guten Arzt, sondern den gewissenlosen Ausnutzer, findet Huber.<br />
Wie krank ist die Medizin? Wie kann man das deutsche Gesundheitssystem kurieren?<br />
UPDATE: Das Transkript des tagesschau-Chats in Kooperation mit politik-digital.de gibt es <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/ehuber_070515.shtml">hier </a>zum Nachlesen.</p>
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