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	<title>Gewalt &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Hassplattform Internet: Tun Google &#038; Co genug dagegen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Mahler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2016 12:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn es genügend Gründe gibt, in diesen Tagen den 25. Geburtstag des Internet zu feiern: Das Netz hat die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hatespeech-sarinhars-CC0-Public-Domain-pixabay.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-150201 size-large alignnone" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/computer-rage-630x465.jpg" alt="computer-rage" width="630" height="465" /></a></p>
<p>Auch wenn es genügend Gründe gibt, in diesen Tagen den 25. Geburtstag des Internet zu feiern: Das Netz hat die Gesellschaft in den letzten Jahren auch das Fürchten gelehrt. Menschen radikalisieren sich in sozialen Netzwerken und nicht selten erwachsen daraus ganz reale Gewalttaten. Kurz: Das World Wide Web scheint nicht nur, aber auch zur Hass-Plattform zu verkommen. Doch wie lässt sich das verhindern? Das war eine der Fragen, der sich die Expertenrunde bei der telegraphen_lounge der Deutschen Telekom am vergangenen Mittwoch stellte. An der Rolle von Facebook, Google und Co schieden sich dabei besonders die Geister.</p>
<p>Bald zehn Monate ist es jetzt her, dass die vom Bundesjustizministerium initiierte Task Force erste Ergebnisse vorstellte, wie gegen Hassinhalte im Netz vorgegangen werden kann. Daran beteiligt waren nicht nur zivilgesellschaftliche Organisationen, sondern auch Vertreter von Facebook und Google. Mit ihnen wurden konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Hass-Inhalten vereinbart. Doch wie ist der Stand heute? Wurden die Zusagen eingehalten? Und wo reichen die Schritte noch nicht aus? Das war eine zentrale Streitfrage bei der Diskussionsrunde <a href="http://blog.telekom.com/2016/09/08/wir-alle-muessen-etwas-gegen-den-digitalen-extremismus-tun/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Digitaler Extremismus: Verkommt das Netz zur Hass-Plattform?“</a> in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG.</p>
<p>Simone Rafael von der Amadeu-Antonio-Stiftung, die an der Task Force des Justizministeriums teilgenommen hatte, forderte die sozialen Netzwerke dazu auf, noch stärker Verantwortung zu übernehmen: „Es ist ein guter Zwischenschritt, wenn Nazis und Terroristen nicht mehr dort sind, wo sie auf sehr, sehr viele Einfluss nehmen können.“ Und wenn man als Unternehmen in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen schreibe, dass man keinen Rassismus und Antisemitismus dulde, solle man das auch umsetzen.</p>
<h3>Hatespeech: Google verweist auf eigene Grenzen</h3>
<p>Lutz Mache, der sich im Google-Hauptstadtbüro mit Hate Speech befasst, wies solche Aufrufe nach einem noch stärkeren Engagement der Netzbetreiber indirekt zurück: „Es ist klar, dass wir gegen rechtswidrige Inhalte im Netz vorgehen.“ Google wolle schließlich vor allem den rechtmäßigen Meinungen eine Plattform bieten. Allerdings sei die Unterscheidung zwischen zulässiger und unzulässiger Äußerung schwierig. Das zeige schon das Gerichtsurteil zum umstrittenen Böhmermann-Schmähgedicht: „Das ist ein schmaler Grat, das zu entscheiden.“ Außerdem würden allein auf You Tube pro Minute 400 Stunden Video-Material hochgeladen. „Das ist für kein Unternehmen möglich, diese proaktiv zu durchsuchen. Deshalb bauen wir darauf, dass Nutzer uns diese melden“, so Mache. Und Google stelle dafür – wie in der Task Force vereinbart – die Produkt-Tools bereit. Eine technische Lösung von Seiten des Unternehmens zur Bekämpfung von Hass-Inhalten scheide allerdings aus – anders als bei Urheberrechtsverstößen mit vorab verfügbarem, klar überprüfbarem Material: „Die Rechtsverstöße sind da anders zu erkennen als bei Hassinhalten“, sagte Mache.</p>
<p>Der parlamentarische Staatssekretär im Justizministerium, Ulrich Kelber (SPD), widersprach Mache und berichtete von eigenen Erfahrungen mit Hasskommentaren. Bislang würden etwa Äußerungen, die mit Worten wie „Judenschwein“ und „Untermensch“ ganz klar diskriminierten, nach angemeldeter Prüfung bei Facebook durchgehen. Kelber: „Das hat nichts mit zweifelhaft zu tun, sondern da funktioniert der Prozess nicht.“ Er erwarte, dass bei den Betreibern angezeigte Inhalte von Leuten geprüft werden, die die Landessprache beherrschen und wissen, was rechtlich in Deutschland verboten ist.</p>
<h3>Zentrale Zusage der Internetbetreiber noch nicht eingehalten</h3>
<p>Überhaupt: „Die Zusage der Internetbetreiber, dass Inhalte innerhalb von 24 Stunden geprüft und auch im Falle einer Straftat gelöscht werden, wird noch nicht eingehalten“, so der SPD-Politiker. „Da ist noch deutlich Raum zur Verbesserung.“ Auch mit Blick auf die Technik sei das der Fall. Intelligente Systeme könnten etwa einen hochgeladenen und wahrscheinlich strafrechtlich relevanten Inhalt „in eine Art Zwischen-Quarantäne stecken, bis ihn sich jemand angeschaut hat“, schlug Kelber vor. „Das verletzt das Recht von niemandem, wenn der Inhalt erst nach einer Stunde online ist.“ Ferner könnten Filter-Bubbles durch Veränderung der Algorithmen durchbrochen werden. Es sei nicht in Ordnung, dass Menschen, die sich in ihrer Ansicht zu radikalisieren begännen, in eine laufende digitale Selbstbestätigung gebracht würden, so der Staatssekretär. Da stimmte auch Google-Vertreter Mache zu.</p>
<p>Susann Rüthrich, Sprecherin der Arbeitsgruppe „Strategien gegen Rechtsextremismus“ der SPD-Bundestagsfraktion, beschrieb die Chancen einer Algorithmus-Veränderung so: „Wenn jemand nach einschlägigen Begriffen sucht, soll er nicht nur auf Seiten kommen, die er eigentlich gesucht hat, sondern auch auf Seiten, die aufklären.“</p>
<h3>„Da braucht es klare Ansagen von Demokratinnen und Demokraten“</h3>
<p>Und was kann der Staat tun? In den Augen von Simone Rafael von der Amadeu-Antonio-Stiftung braucht es jedenfalls keine Gesetzesverschärfung. Allerdings seien bei Staatsanwaltschaften und Polizeistellen weitere Spezialisten nötig, die sich mit Hate Speech im Internet auskennen. Staatssekretär Kelber sah die Behörden schon personell gestärkt. Durchaus gälte es aber, die Justiz fit zu machen: „Manchmal ist es auch einfach nur notwendig, besonders eklatante Beispiele besonders schnell zu ahnden.“ Kelber erhofft sich davon eine Signalwirkung auf Internetnutzer. Die helfe mehr, als wenn nach zwölf Monaten langsam jeder einzelne Fall abgearbeitet werde. Es gehe um Bewusstseinsschaffung. Lutz Mache von Google hat bereits beobachtet, dass die Sensibilisierung im Netz gestiegen ist: „Die Zahl der Nutzer hat sich erhöht, die Inhalte bei uns melden und sich aktiv auf unseren Plattformen gegen Hass aussprechen.“ Sich für demokratische Werte einzusetzen, sei schließlich Aufgabe aller. Darin war sich die Runde einig.</p>
<p>Von allen Diskutanten wurde daher die eigenständige Rolle der Gesellschaft im Kampf gegen Hass-Inhalte hervorgehoben. Staatssekretär Kelber sieht die Nutzer etwa vor allem dann gefordert, wenn es sich bei Kommentaren zwar nicht um Straftaten, trotz allem aber um Hate Speech handelt: „Da kann man nichts verbieten oder Löschanträge stellen, da braucht es klare Ansagen von Demokratinnen und Demokraten.“ Die Abgeordnete Susann Rüthrich unterstrich dabei die Bedeutung der Medienkompetenz. Dazu gehöre nicht nur ein reflektierter Umgang mit Inhalten im Netz: „Man muss die Menschen auch kompetent machen, sich persönlich nicht komplett angreifbar zu machen.“ Das schließe ein Bewusstsein ein, was man von sich selbst online preisgeben will und was nicht: „Denn aus einer digitalen Auseinandersetzung kann sehr schnell etwas ganz reales werden.“</p>
<p>Titelbild: Hatespeech von <a href="https://pixabay.com/de/laptop-computer-computer-pc-1155173/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sarinhars</a> und <a href="https://pixabay.com/pl/w%C5%9Bciek%C5%82o%C5%9B%C4%87-walki-faust-sp%C3%B3r-strony-1564031/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ToNic-Pics</a> via <a href="https://pixabay.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Für eine Politisierung des digitalen Diskurses! &#8211; Digitale Presseschau 9/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Schmitt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2014 15:26:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was bei den Themen Netzneutralität und NSA-Skandal ins Auge fällt, ist, dass es sich dabei prinzipiell um internationale Debatten handelt, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was bei den Themen Netzneutralität und NSA-Skandal ins Auge fällt, ist, dass es sich dabei prinzipiell um internationale Debatten handelt, die auf nationaler Ebene nicht allein gelöst werden können. Denn (noch) ist das Internet international angelegt. Wie kollektive Debatten im Internet auf kreative Art und Weise geführt werden können, zeigen etwa Initiativen wie die ausgerufene „Blogparade“ – wie Partizipationsprojekte international funktionieren können das Projekt Hatebase. Zum anderen wird deutlich, dass es sich bei den Debatten über Netzpolitik und Digitalisierung um gesellschaftliche Debatten handelt, die politisch geführt werden müssen. Der Internet-Aktivist Jens Best <a style="text-decoration: none" href="http://www.slideshare.net/michaelmanis"><font color="#555555">Michael Manis</font></a> fand dafür beim Digitalen Salon vor ein paar Tagen die polemischen, aber richtigen Worte: „Wenn Angela Merkel sich auf das Schengen-Netz einlässt, wird sie die Kanzlerin der Deutschen Telekom“.</p>
<h3 id="docs-internal-guid-4d69dcf0-5847-8592-3bf8-784861aa2cc8">Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=stm4bhjppM4" title="Open Data Aktivismus: ein Besuch bei der Open Knowledge Foundation" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/stm4bhjppM4?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
„Open Data Aktivismus“ ist das Thema des Videos der Woche. Die Bundeszentrale für politische Bildung war zu Besuch bei Stefan Wehrmeyer und der „Open Knowledge Foundation“, die sich verantwortlich zeichnet für Projekte wie Offenerhaushalt.de, Frag den Staat und Bundesgit.</p>
<h3><a href="http://www.freitag.de/autoren/christian-lehmann/netzneutralitaet-utopie-oder-verbrannte-erde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität in der EU</a></h3>
<p>Netzneutralität ist nach wie vor ein wichtiges Thema, das momentan u.a. in Bezug auf die USA (Stichwort: Netflix-Deal) diskutiert wird. Wichtiger erscheint aber die Diskussion auf europäischer Ebene, da dort die Weichen für die nationalen Politiken gestellt werden. Im Industrieausschuss des Europäischen Parlaments wurde die Entscheidung erneut verschoben – fällt vor der Europa-Wahl noch eine Entscheidung? Christian Lehmann stellt sich neben der Frage nach einer gesetzlichen Regelung dieder praktischen Umsetzbarkeit von Netzneutralität in der Praxis des Internets</p>
<h3><a href="http://www.heise.de/ct/artikel/NSA-Skandal-in-Europa-Zwischen-Fassungslosigkeit-Desinteresse-und-Resignation-2123804.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie der NSA-Skandal in anderen Ländern diskutiert wird</a></h3>
<p>Die Diskussionen über den NSA-Skandal reißen seit dem Erscheinen der Leaks von Edward Snowden nicht ab. Aber warum wird die Diksussion nicht länderübergreifend geführt? Martin Holland beschäftigt sich mit der internationalen Dimension der Debatte des NSA-Skandals.</p>
<h3><a href="http://www.socialmediarecht.de/2014/02/25/von-der-vorratsdatenspeicherung-vds-geheimdiensten-nsa-co-und-privaten-datenkraken-facebook-google/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ist ein Mindestmaß an Vorratsdatenspeicherung für uns alle sinnvoll?</a></h3>
<p>Die Rechtsanwältin und Mitbegründerin des „Social Media Recht“-Blogs Nina Diercks versucht juristische Klarheit in die Themenfelder Vorratsdatenspeicherung, Geheimdienste und Datensammeln durch soziale Netzwerke zu bringen. Vordergründig geht es ihr um die richtigen Differenzierungen im Gemengelage der Diskussion. In dem Artikel von dieser Woche geht es aber hauptsächlich um das Thema Vorratsdatenspeicherung und warum diese in einem Mindestmaß für uns alle sinnvoll sein kann: „Es lohnt sich durchaus anzugucken, was das Bundesverfassungsgericht im Einzelnen zur Vorratsdatenspeicherung gesagt hat und dann zu überlegen, ob diese wirklich durch und durch böse ist.“ Legen Sie also ihre Vorurteile ab und holen Sie die Lesebrille raus (oder machen Sie sich den Artikel einfach größer, dann könnte das Lesen leichter fallen)!</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2014/02/hatebase-org-ein-fruehwarnsystem-gegen-volksverhetzung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hatebase &#8211; Plattform gegen Hate Speech</a></h3>
<p>Laura Stresing stellt im Blog „Hyperland“ des ZDF eine Partizipationsplattform vor, die sich mit der Warnung vor Gewalt, Diskriminsierung und Volksverhetzung im Internet widmet: dem Crowdsourcing-Projekt <a href="http://www.hatebase.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hatebase.org</a> der kanadischen Friedensorganisation <a href="http://thesentinelproject.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The Sentinel Project For Genocide Prevention</em></a>. Jede_r kann über ein Wiki an der Plattform mitarbeiten, die durch weitere Tools, unter anderem <em>Hatebrain</em>, erweitert wird.</p>
<h3><a href="http://blog.karlshochschule.de/2014/02/09/aufruf-zur-blogparade-internetoptimismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogparade &#8211; der „neue“ Internetoptimismus</a></h3>
<p>Anfang Februar wiesen wir bereits auf die spektralartig geführte Debatte um den Internetpessimismus von Sascha Lobo hin. Patrick Breitenbach hatte als Reaktion darauf eine <a href="http://blog.karlshochschule.de/2014/02/09/aufruf-zur-blogparade-internetoptimismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Blogparade“</a> ausgerufen, bei der Blogger_innen über ihren affirmativen neuen Internetoptimismus schreiben konnten. Wir weisen auf die letzten beiden Artikel hin, die vor dem Ende der Blogparade am 01. März verlinkt wurden. Bei <a href="http://www.junaimnetz.de/neuer-internetoptimismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Juna im Netz“</a> wird die Parade zunächst inhaltlich zusammengefasst, bevor weiterhin für den „alten“ Internetoptimismus geworben wird. Im <a href="http://mediaculturablog.wordpress.com/2014/02/23/internetoptimismus-kulturoptimismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Mediacultureblog“</a> geht es um ein sogenanntes „Randthema“ in der Netzpolitik: um Kultur und digitale Museen.<br />
Bild: Screenshot Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>PC-Spiele: Jugendschutz verschärft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/pc-spiele-jugendschutz-verschaerft-3664/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 08:56:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesfamilienministerium]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Bundeskabinett hat beschlossen, den Katalog jugendgefährdender Computerspiele auszuweiten. Am Mittwoch, dem 19.12.2007, stimmte das Kabinett dem Entwurf (<a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Internetredaktion/Pdf-Anlagen/aenderungen-juschg,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF</a>) zur Änderung des <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/juschg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendschutzgesetzes</a> zu, den das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingereicht hatte. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundeskabinett hat beschlossen, den Katalog jugendgefährdender Computerspiele auszuweiten. Am Mittwoch, dem 19.12.2007, stimmte das Kabinett dem Entwurf (<a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Internetredaktion/Pdf-Anlagen/aenderungen-juschg,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF</a>) zur Änderung des <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/juschg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jugendschutzgesetzes</a> zu, den das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingereicht hatte. <!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Durch die Änderung sollen Kinder besser vor medialer Gewaltdarstellung geschützt werden, schreibt das Familienministerium in einer <a href="http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=104428.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a>. Bundestag und Bundesrat müssen den Änderungen noch zustimmen. Das Gesetzgebungsverfahren soll Mitte 2008 abgeschlossen sein. </p>
<p>Hersteller und Händler dürfen demnach nicht für Computer- und Konsolenspiele werben oder diese vertreiben, wenn diese &quot;besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, die das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen&quot;.</p>
<p>Weiterhin sollen die Indizierungskriterien ausgeweitet werden: Als jugendgefährdend gelten demnach Medien, in denen &quot;Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden oder Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahe gelegt wird,&quot; heißt es in dem Entwurf.</p>
<p>Zudem sollen Käufer leichter erkennen können, für welche Altersgruppen die Spiele freigegeben sind. Dafür schreibt der Entwurf eine Mindestgröße vor, in der die Kennzeichnung von Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (<a href="http://www.usk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">USK</a>) und der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (<a href="http://www.spio.de/index.asp?SeitID=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FSK</a>) auf der Vorderseite der Spieleverpackung sowie auf dem Medienträger anzubringen ist.</p>
<p>Gleichzeitig möchte die Bundesregierung die deutschen Computerspielehersteller auch fördern. <a href="/bundestag-freigabe-fuer-computerspielaward" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie wir berichteten</a>, soll zukünftig ein eigener Preis pädagogisch wertvolle Spiele aus Deutschland auszeichnen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Eltern sollten unbedingt Computerspiele spielen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quoteltern_sollten_unbedingt_computerspiele_spielenquot-510/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alina Barenz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Apr 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Videospielkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Mertens]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span class="fett"> Der Computerspielexperte Mathias Mertens war
am 12. April 2007 zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit
politik-digital.de. Er diskutierte mit den Nutzern den Zusammenhang
zwischen virtueller und realer Gewalt und erklärte, warum elterliche
Zuwendung wichtiger ist als ein Killerspielverbot.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span class="fett"> Der Computerspielexperte Mathias Mertens war<br />
am 12. April 2007 zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit<br />
politik-digital.de. Er diskutierte mit den Nutzern den Zusammenhang<br />
zwischen virtueller und realer Gewalt und erklärte, warum elterliche<br />
Zuwendung wichtiger ist als ein Killerspielverbot.</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Freunde und Gegner von Ego-Shootern<br />
und Ballerspielen, willkommen im tagesschau-Chat . Unser Gast heute<br />
ist Dr. Mathias Mertens, <img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/mmertens85.jpg" alt="Mathias Mertens" align="right" height="104" width="85" />Computerspiel-Experte<br />
und Medienwissenschaftler an der Universität Hildesheim. Ihre<br />
Fragen können Sie wie immer jederzeit stellen, es geht nichts<br />
verloren. Mathias Mertens chattet aus Hildesheim, gleich die Frage<br />
dorthin, können wir beginnen?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ja, das können wir.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Erstmal persönlich:
</p>
<p>
<b>hanna:</b> Spielen Sie selbst auch Computerspiele?<br />
Welche, die auch Gewalt beinhalten?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ja, ich spiele sehr viele Computerspiele.<br />
Und weil fast jedes Computerspiel Darstellungen von Gewalt beinhaltet,<br />
spiele ich auch solche. Darstellungen von Gewalt, nicht Gewalt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ihr persönlicher Lieblings-&quot;Egoshooter&quot;?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> &quot;Doom2&quot;.
</p>
<p>
<b>fideidefensor:</b> Gibt es ein klassisches Computer-Freak-Profil?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Vielleicht gab es das mal irgendwann<br />
in der Frühzeit. Menschen, die sehr technikaffin waren und<br />
deshalb einen Computer hatten. Aber mit der massenhaften Verbreitung<br />
von Computern und damit einhergehenden Popularisierung sind Computerspieler<br />
heute genauso vielfältig wie jede andere Bevölkerungsgruppe.
</p>
<p>
<b>Hilli:</b> Ganz einfach: Gibt es statistische Belege<br />
für den Bezug zwischen Ballerspielen und Gewaltbereitschaft?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ganz einfach: Nein. Es gibt tausende<br />
Untersuchungen, die für ein bestimmtes Setting die Möglichkeit<br />
eines Zusammenhangs nicht ausschließen können. Aber das<br />
ist jenseits von Belegen.
</p>
<p>
<b>m0nstersin:</b> Wieso wird dann beides immer wieder<br />
in Zusammenhang gebracht und so publiziert?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Weil es Ausdruck eines Medienwandels<br />
ist. In dem Moment, in dem ein neues Medium sich so weit verbreitet<br />
hat, dass es als ernst zunehmende Kommunikationsform in Konkurrenz<br />
mit anderen, etablierten Kommunikationsformen tritt, entsteht dort<br />
ein Verteidigungsimpuls. Einfacher gesagt: Dem Fernsehen passt es<br />
nicht, dass Leute Computerspiele spielen und nicht fernsehen. Also<br />
muss die Kritik, die es selbst früher einstecken musste, jetzt<br />
an den Konkurrenten ausgeteilt werden.
</p>
<p>
<b>Keek:</b> Was halten Sie davon, dass immer wieder<br />
neue Wörter direkt mit einer Beurteilung von den Politikern<br />
zu einer Diskussion erfunden werden? Wie in diesem Fall &quot;Killerspiele&quot;?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zusatzfrage: Muss ich mich jetzt schuldig<br />
fühlen, weil ich für den Chat getextet habe: &quot;Machen<br />
Killerspiele aus Kindern Killer?&quot;?</p>
<p><b>Mathias Mertens:</b> Der Begriff &quot;Killerspiele&quot;<br />
folgt ganz einfachen politjournalistischen Mustern. Etwas muss so<br />
griffig benannt werden, dass man ganz viele Anschlussbeiträge<br />
zu dem Thema produzieren kann, weil sich alle sofort etwas unter<br />
dem Begriff vorstellen können und dann immer denken, sie wüssten<br />
Bescheid, wenn darüber berichtet wird. Man – der Journalist<br />
– unterschätzt aber oft das Wirkungspotential solcher<br />
Begriffe. &quot;Killerspiele&quot; ist ein ideologischer, nicht<br />
technischer Begriff. Wenn so etwas in Gesetzesentwürfen auftaucht,<br />
ist der Entwurf eigentlich schon diskreditiert. In Gesetzen zum<br />
Nichtraucherschutz werden Zigaretten ja auch nicht als &quot;Sargnägel&quot;<br />
oder &quot;Nikotinnuckel&quot; bezeichnet.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die Unterstellung von mastersin teile<br />
ich nicht. Ich kenne eine Menge Kollegen, die sich mit dem Thema<br />
ernsthaft auseinandersetzen, aber noch mal ein paar Fragen zur Medienproblematik:
</p>
<p>
<b>mastersin:</b> Wieso werden Beiträge auf ARD<br />
und ZDF nie objektiv gehalten, sondern sind immer auf einen bestimmten<br />
Punkt fixiert? Da wird nur noch subjektiv geschildert, wie schlecht<br />
&quot;Killerspiele&quot; doch sind.
</p>
<p>
<b>VAZZ:</b> Falls Sie die beiden Sendungen von Panorama<br />
verfolgt haben (&quot;Spiel ohne Grenzen &#8211; wenn Computersucht die<br />
Kindheit zerstört &quot; und &quot;Morden und Foltern als Freizeitspaß<br />
&#8211; Killerspiele im Internet &quot;) &#8211; könnten Sie die beiden<br />
Berichte kommentieren? Würden Sie sagen, dass das Thema PC<br />
&#8211; Spiele zu einseitig negativ in den Medien behandelt wird?
</p>
<p>
<b>Arno:</b> Mit welchen Gefühlen sehen Sie Berichte<br />
in den Medien, in denen zum Beispiel, wie jüngst geschehen,<br />
&quot;Final Fantasy 7&quot; als &quot;Killerspiel&quot; bezeichnet<br />
wird? Wo ist die Grenze?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Man könnte viel gegen die<br />
Sendungen von Panorama und Frontal21 sagen und das tut die Community<br />
ja auch sehr ausgiebig und mit sehr vielen, lang bewährten<br />
Argumenten. Ich würde mal umgekehrt den Vorwurf machen, dass<br />
die Community nur auf diese Beiträge reagiert und sich selbst<br />
das Gefühl gibt, es gäbe nur solche Berichte. Das erzeugt<br />
auch ein öffentliches Bewusstsein davon, dass Computerspiele<br />
vielleicht doch so sind, wie sie in diesen &quot;Aufreger-Beiträgen&quot;<br />
dargestellt sind. Es gibt aber keinen Jubel über gelungene,<br />
originelle, andere Berichte und Texte. Dafür sollte man eher<br />
eine Öffentlichkeit schaffen. Stattdessen verschanzt man sich<br />
hinter dem beschränkten Urteil, dass ein gelungener Bericht<br />
einer ist, der der Stiftung Warentest-Ästhetik der Games-Magazine<br />
folgt. Das finde ich, schlicht gesagt, sehr beschränkt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Aber in der Summe: Sie halten die Darstellung<br />
in den Medien für problematisch?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ich halte viele Darstellungen<br />
in den Medien für problematisch und zur selben Zeit auch nicht.<br />
Man muss sich auch auf die Produktionslogiken einlassen und etwas<br />
auch danach bewerten. Wenn man in die Geschichte geht, dann wird<br />
man feststellen, dass es identische öffentliche Diskussionen<br />
über Video in den siebziger Jahren gegeben hat. In den fünfziger<br />
Jahren über das Fernsehen. In den zehner Jahren über den<br />
Film. Und so weiter, und so fort. Irgendwann, wenn alle meinungsführenden<br />
Produzenten in Deutschland mit Computerspielen aufgewachsen sind,<br />
wird auch diese Diskussion vergessen sein. Und die Computerspielverteidiger<br />
von heute werden die schärfsten Kritiker des dann neuen Mediums<br />
sein. Das ist, glaube ich, fast ein Naturgesetz, mit dem wir leben<br />
müssen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Definitionsfrage:
</p>
<p>
<b>Running-Duck:</b><br />
Was ist in der landläufigen Meinung überhaupt ein &quot;Killerspiel&quot;? So wie<br />
Frau von der Leyen es in ihrem Entwurf beschrieben hat, würden selbst<br />
Spiele wie World of Warcraft darunter fallen, die eine<br />
Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle von 12 Jahren bekommen haben.
</p>
<p>
<b>marwin2901:</b> Ab wann bezeichnet man ein Spiel als<br />
&quot;Killerspiel &quot;?
</p>
<p>
<b>Cholostase: </b>Was sind denn eigentlich Killerspiele?<br />
Die Definition ist nicht klar. Oder werden mit &quot;Killerspielen&quot;<br />
alle Spiele mit gewalttätigem Inhalt bezeichnet? Dann müssten<br />
aber auch Spiele die eine Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle<br />
von 12 bekommen verboten werden, oder?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> An diesem Punkt offenbart sich<br />
der ideologische Gehalt des Begriffs. Denn man könnte niemals<br />
trennscharf definieren, was ein Killerspiel eigentlich ist. Letzten<br />
Endes ist ein Killerspiel immer das, was in diesem Moment für<br />
bestimmte Leute moralisch nicht einwandfrei ist. Das ist in fünf<br />
Jahren aber anders. Und das war vor fünf Jahren auch anders.<br />
Die Gefährlichkeit einer solchen Gesetzesinitiative wäre,<br />
dass hier eine Lizenz für permanente Einzelfallentscheidungen<br />
aus moralischen Gründen geschaffen würde. Und das wäre<br />
Zensur in ganz klassischer Form: Was den Mächtigen nicht passt,<br />
das wird verboten. So lange, bis es ihnen wieder passt. Oder auch<br />
nicht.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die ganze Diskussion hat ja einen Hintergrund,<br />
daher die Schlagzeilen-Frage:
</p>
<p>
<b>LyR:</b> Würde ein Verbot helfen Amokläufe<br />
zu verhindern?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ich bin ja fast versucht, zu<br />
sagen: Lasst es uns ausprobieren! Nur um dann beim nächsten<br />
Amoklauf trotz Killerspiel-Verbot schadenfroh sagen zu können:<br />
Hab ich es nicht gesagt! Wenn es nur nicht so schrecklich wäre.<br />
Amokläufe könnten dadurch verhindert werden, indem man<br />
Menschen verbietet. Denn es die menschliche Natur, die sich in solchen<br />
Taten offenbart.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Vielleicht kann man es mal von verschiedenen<br />
Seiten eingrenzen:
</p>
<p>
<b>Ezechielpitau:</b> Sicherlich sollten Fünfjährige<br />
nicht Doom spielen. Wie würden Sie sinnvolle Altersgrenzen<br />
setzen?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ich würde alle Eltern ermutigen,<br />
sich mit ihren Kindern und dem, was diese interessiert, zu beschäftigen<br />
und dann aus ihrer Erfahrung heraus persönliche Altersgrenzen<br />
zu setzen. Und diese Grenzen dann auch mit ihren Kindern zu diskutieren<br />
und zu erklären. Denn nur solche direkten Moralsysteme, in<br />
die man selbst eingebunden ist und die man nachvollziehen kann,<br />
sind auch sinnvoll. Ich finde das System mit der Selbstkontrolle<br />
der Wirtschaft und den Altersempfehlungen aber sehr sinnvoll, das<br />
sind sehr gute Orientierungen für individuelle Entscheidungen.
</p>
<p>
<b>Johanna:</b> Aber ist es nicht so, dass sich Jugendliche<br />
durch die so genannten &quot;Killerspiele&quot; isolieren und in<br />
eine sehr gewalttätige Welt flüchten können, in der<br />
sie mal Herrscher sind, was im Leben normal nicht vorkommt?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Na, Gott sei Dank können<br />
sie dann mal Herrscher sein. Das ist doch das Grundprinzip allen<br />
Spielens: die Regeln zu meistern und Herr über das Geschehen<br />
zu sein. Und dieses Isolationsargument hat für mich auch einen<br />
zweitausendfünfhundert Jahre alten Bart. Wie oft haben Leute<br />
denn schon gemeinsam ein Buch gelesen? Die sehe ich auch immer nur<br />
völlig paralysiert herumsitzen und keinen Kontakt haben. Und<br />
im Kino sitzen sie auch alle völlig gleichgeschaltet und starren<br />
auf eine Leinwand. Das ist eben so: Man richtet seine Aufmerksamkeit<br />
auf etwas. Und je interessanter das ist, desto mehr Aufmerksamkeit<br />
erhält es.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kommentare von:
</p>
<p>
<b>Dingsbums:</b> Erst wenn das letzte Killerspiel verboten<br />
ist, werden wir erkennen, dass man seine Kinder immer noch erziehen<br />
muss.
</p>
<p>
<b>andiebar: </b>Ich finde ihre Schreibe einseitig. Kann<br />
es sein, dass Sie selbst computerspielsüchtig sind und versuchen,<br />
ihre Leidenschaft zu rechtfertigen?
</p>
<p>
<b>Gerky:</b> Ist ihnen bekannt, ob die &quot;Killerspiel&quot;-Debatte<br />
auch in andern Ländern geführt wird? Wenn nein: Wieso<br />
geht Deutschland einen &quot;moralischen Alleingang&quot;?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ich will keine einzelnen Computerspiele<br />
verteidigen, ganz viele finde ich furchtbar langweilig und geschmacklos.<br />
Aber ich will die pauschale Verurteilung angreifen, die Folgen hat,<br />
die schlimm wären. Denn wir würden uns einer Kunstform<br />
mit großem Potential berauben, wenn wir das jetzt unterdrücken.<br />
Und was die Einseitigkeit angeht: Die sehe ich auf der anderen Seite<br />
genauso. Darauf kann man nur so reagieren. Ich habe das vorhin ja<br />
auch kritisch angemerkt: Dass nur auf dieses Thema abgezielt wird.<br />
Man sieht es doch auch hier im Chat, dass hier niemanden etwas anderes<br />
über Computerspiele interessiert, als ob die dargestellte Gewalt<br />
reale Gewalt auslöst. Darüber kann man nur einseitig diskutieren.<br />
Lieber wären mir aber andere Aspekte.
</p>
<p>
<b>Haber:</b> Ist die Killerspieldebatte zum großen<br />
Teil nicht einfach ein &quot;Kampf der Generationen?&quot;
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ja, diejenigen, die mit anderen<br />
Medien aufgewachsen sind, können mit der Weltsicht des neuen<br />
Mediums nichts anfangen und fürchten Ausgrenzung.
</p>
<p>
<b>Jottoj:</b> Ich habe mich schon dabei ertappt, nach<br />
einem Autorennspiel zu riskant im realen Leben gefahren zu sein.<br />
Gibt es wirklich gar keinen Zusammenhang zwischen &quot;Killerspielen<br />
&quot; und Gewalt?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wie schätzen Sie Grand Theft Auto<br />
ein? Meinen Sie auch, dass dieses Spiel ein großes Potenzial<br />
hat, Spielinhalte auf die Realität zu projizieren? Wird ja<br />
oft in Beiträgen genannt.
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Grand Theft Auto ist eines der<br />
interessantesten Spiele der letzten Jahre. Nicht, weil sein Grundprinzip<br />
originell wäre, das ist so wie tausend andere Spiele auch:<br />
Beseitige alle Feinde, überlebe. Sondern wegen seines Zugriffs<br />
auf eine Welt, die mit der Welt in unseren Köpfen zusammengeschlossen<br />
wird. Wenn ich durch San Andreas oder Vice City fahre, dann fahre<br />
ich eigentlich durch die achtziger oder neunziger Jahre, in denen<br />
ich aufgewachsen bin und kann meine eigenen medialen Erfahrungen<br />
darauf projizieren. Nicht GTA wird auf die Welt projiziert, sondern<br />
die Medien meiner Kindheit werden auf das Spiel GTA projiziert.<br />
Das ist, glaube ich, der Grund für seinen Erfolg.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen stellvertretend für<br />
viele andere:
</p>
<p>
<b>coyo:</b> Welche positiven Aspekte haben Computerspiele<br />
im Allgemeinen und auch &quot;Gewalt-Spiele&quot; im Speziellen?
</p>
<p>
<b>Karsten Schick:</b> Lässt sich auch Positives<br />
über diverse Taktik-Shooter im Internet sagen? Man könnte<br />
doch meinen, dass diese, sofern im Team gespielt, die Fähigkeit<br />
mit diesem umzugehen um ein Vielfaches steigern.
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Das Taktikelement stimmt wohl,<br />
klingt aber wirklich wie eine blöde Rechtfertigung nach außen.<br />
Sie meinen aber, dass der Umgang mit dem Internet geschult wird,<br />
und das ist das viel interessantere Argument. In Spielen lernen<br />
wir Spielstrukturen und die Ähnlichkeit dieser Strukturen mit<br />
Strukturen im &quot;First Life&quot; ist der wichtigste Effekt von<br />
Computerspielen. Wir würden viele Interfacelogiken &#8211; zum Beispiel<br />
die von diesem Chat &#8211; nicht verstehen, wenn wir nicht Spiele gespielt<br />
hätten, deren Navigationsanforderungen und Informationsordnungen<br />
ähnlich waren. Nicht nur, dass Spiele die Hardwareentwicklung<br />
befördert haben, sie haben dann auch die Softwaremöglichkeiten<br />
ausprobiert und weitergetrieben.
</p>
<p>
<b>egospieler:</b> Kann man überhaupt Spiele ohne<br />
Gewalt produzieren?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Gewalt ist der plakative Ausdruck<br />
für Konflikt. Konflikt ist das Grundmuster für jede künstlerische<br />
Betätigung. Insofern wird es wohl schwierig sein, in einem<br />
Medium, das keine sprachliche Auseinandersetzung bietet, sondern<br />
nur handlungsorientiert ist, ohne irgendwelche Gewalt auszukommen.
</p>
<p>
<b>nikakoi:</b> Gibt es signifikante nationale Unterschiede<br />
hinsichtlich des Bedürfnisses nach Spielen, die Gewalt beinhalten?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Das wird manchmal behauptet und<br />
mit Verkaufszahlen belegt: Amerikaner spielen Egoshooter, Deutsche<br />
spielen Aufbauspiele, Japaner spielen seltsame Simulationen. Aber<br />
das liegt vielleicht weniger in irgendwelchen genetischen Programmen,<br />
sondern schlicht und einfach daran, dass sich Vorlieben immer in<br />
Gruppen ausbreiten und deshalb dort auch immer bestätigt werden.<br />
Sobald sie dann aber die Grenze dieser Gruppe überschreiten,<br />
finden die anderen das auch gut. Wenn es denn gut ist. Wir spielen<br />
doch auch Wario Ware Inc. und Katamari Damacy, obwohl das schon<br />
sehr seltsam ist</p>
<p><b>Thorsten:</b> Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede<br />
sind bei der Nutzung von Computerspielen bekannt? Von wem wurden<br />
dazu in letzter Zeit Studien veröffentlicht (bestenfalls im<br />
Internet)? Weiß man inzwischen schon genauer, welche Spiele<br />
Frauen und Mädchen gerne spielen?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ich kann ihnen keine Studie nennen.<br />
Die gibt es aber wohl. Man kann aber sagen, dass die enormen Verkaufszahlen<br />
von &quot;Die Sims &quot; oder &quot;Nintendogs &quot; darauf beruhen,<br />
dass diese Spiele von Frauen und Mädchen gekauft werden. Wie<br />
bei anderen Medien auch bewahrheitet sich, dass man eigentlich für<br />
Frauen schreiben, filmen oder programmieren muss, wenn man einen<br />
Bestseller haben möchte.</p>
<p><b>Calvin2k7: </b>Ich habe mich mit meinen Freunden gefragt,<br />
ob dargestellte Gewalt in Computerspielen &#8211; aber auch in Filmen<br />
und im Fernsehen &#8211; vielleicht ein Produkt von einer Generation ist,<br />
die reale Gewalt, als höchste Form den Krieg, nicht mehr kennt.<br />
Würden Kinder aus Afghanistan, wenn sie die Möglichkeit<br />
hätten, solche Filme schauen und solche Spiele spielen?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Das ist ein interessanter Gedanke.<br />
Man muss sich ja tatsächlich fragen, warum wir diese Bilder<br />
als realistisch ansehen, obwohl wir niemals eine solche Erfahrung<br />
real gemacht haben und damit vergleichen könnten. Womit wir<br />
es &#8211; und die Programmierer – aber vergleichen, sind Darstellungen<br />
von Gewalt in Medien. Die Gewaltbilder der Computerspiele sind die<br />
Gewaltbilder der Vietnamfilme aus den Achtzigern und der Fernsehkriegsberichte<br />
aus den neunziger Jahren. Das ist unser Erfahrungshintergrund und<br />
darauf verweisen die Bilder. Und realistisch ist es immer nur in<br />
Differenz zu der vorherigen, minderwertigeren Darstellung. Insofern<br />
würden Kinder aus Afghanistan diese Spiele wohl nur spielen,<br />
wenn sie Berichte über den Krieg in Afghanistan gesehen hätten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kommentar-Nachtrag zum Thema &quot;Wer<br />
spielt was?&quot;:
</p>
<p>
<b>cybersnake-killerspieler:</b> Thema Mädchen:<br />
Ich habe viel Erfahrung in ESL (Electronic Sport League) und da<br />
spielen viele Mädchen / junge Frauen so genannte &quot;Killerspiele&quot;.
</p>
<p>
<b>Jungeradler:</b> Halten sie den zunehmenden &quot;Realismusgrad&quot;<br />
in modernen Spielen für problematisch? Könnte dadurch<br />
ein Risiko entstehen, dass Menschen nicht mehr zwischen Realität<br />
und Spiel unterscheiden können?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Sie sind nicht realistisch. Sie<br />
folgen nur einer bestimmten Vorstellung von Realismus. Man vergleiche<br />
einfach mal die Möglichkeiten eines Spiels mit der Realität<br />
und man wird feststellen, dass man in der Realität schon daran<br />
scheitert, dass man keinen Controller in der Hand hat.</p>
<p><b>Moderator:</b> Kommentar-Nachtrag zum Thema Krieg und<br />
Gewaltspiele:
</p>
<p>
<b>malte G.:</b> Dazu möchte ich gerne etwas sagen.<br />
Ich selber bin Bundeswehrsoldat und war vor drei Monaten das letzte<br />
Mal in Afghanistan. Ich habe vorher auch schon Egoshooter gespielt<br />
wie CS 1.6 und Battlefield 2, allerdings spiele ich jetzt kein Battle<br />
Field 2 mehr und gucke weniger Kriegsfilme, da für mich der<br />
Anreiz verschwunden ist, da ich die Bilder aus dem richtigen Leben<br />
kenne.
</p>
<p>
<b>Gunther:</b> Ich bin in der Ausbildung zum Kinder-<br />
und Jugendpsychotherapeuten (Psychiatrie Uni-Klinik). Bei uns ist<br />
die Meinung verbreitet, dass es inzwischen als neuropsychologisch<br />
bewiesen gilt, dass auch Killerspiele (neben anderen Quellen) die<br />
Hemmschwelle, andere schwer zu verletzen oder gar zu töten,<br />
herabsetzt, indem die Empathie (&#8230;der Gegner leidet so, wie ich<br />
an seiner Stelle leiden würde&#8230;) langsam aber sicher desensibilisiert<br />
wird. Wie sehen Sie das?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> @malte: Genau das meinte ich<br />
in Bezug auf die Kinder in Afghanistan. <br />
@Gunther: Wenn man Menschen in genau dieselben Bedingungen setzt,<br />
die von den Spielen vorgegeben werden, dann glaube ich, dass sie<br />
das tun. Und genau so funktioniert jede behavioristische Versuchsanordnung:<br />
Zeige Kindern Videos von Kindern, die auf Puppen eindreschen, und<br />
dann sperre sie in Räume, in denen nichts anderes möglich<br />
ist, als auf Puppen einzudreschen, dann werden sie es auch tun.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachtrag:
</p>
<p>
<b>malte G.:</b> Ich gebe Ihnen in gewisser Weise schon<br />
Recht. Man &quot;vermisst&quot; die Maus und die Tastatur, allerdings<br />
ist Battlefield 2 recht realistisch gehalten und weckt in mir persönlich<br />
bestimmte Erinnerungen.
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> An was erinnert sie Battlefield?
</p>
<p>
<b>Atlan:</b> Das mit den Puppen finde ich etwas überzogen:<br />
Wir sind alle in einer Welt voller Gewalt eingesperrt. Also können<br />
wir nichts mehr tun?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> @Atlan: Nein, das war ein klassisches<br />
Experiment von Bandura. Ich will nur fragen, ob die Spiele nicht<br />
eher Ausdruck von bestimmten Bedingungen sind und nicht ihre Ursache.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Frage an Dr. Mertens, können wir<br />
ein paar Minuten überziehen?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ja, können wir.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Prima. Stimmen Sie shadow zu?
</p>
<p>
<b>shadow:</b> Nachtrag: Wenn Kinder aus den viel zitierten<br />
zerrütteten Verhältnissen kommen und eventuell sogar häusliche<br />
Gewalt oder Gewalt in der Schule erlebt haben, ist ihre Motivation<br />
für derartige Spiele eine völlig andere und sie schaffen<br />
in dieser Parallelwelt etwas, was im normalen Leben nicht möglich<br />
ist.
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Der Inhalt der Spiele ist völlig<br />
egal. Wichtig ist, dass sie Kontrolle und Erfolg erleben. Das war<br />
ihnen wohl versagt. Insofern kompensieren Spiele auch Enttäuschungen,<br />
die sich in einer Wettbewerbsgesellschaft ergeben, in der man oft<br />
nicht mehr die Chance erhält, in Wettbewerb zu treten. So wie<br />
der Film vor hundert Jahren ein Sinnangebot gegeben hat in einer<br />
Welt, die gerade durch die Fabrik völlig zerstückelt wurde.
</p>
<p>
<b>Steppenwolf3:</b> Solange Eltern ihren Minderjährigen<br />
Kinder Spiele ab 18 kaufen, wird sich das nicht ändern. Sollte<br />
man nicht lieber bei den Eltern im Sinne der Bildung von Medienkompetenz<br />
beginnen?
</p>
<p>
<b>Ferris:</b> Sind Sie der Meinung, dass die Eltern<br />
mehr gefordert werden müssten? Dass zuviel und zu schnell auf<br />
Gesetze und Regelungen abgeschoben wird?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ja, ich finde es fatal, dass<br />
wir alles durch Gesetze regeln wollen und damit immer mehr Verantwortung<br />
für unsere Situation auf ominöse, ungreifbare Andere schieben<br />
wollen. Und Eltern sollten unbedingt Computerspiele spielen. Nicht<br />
nur, weil es ihnen vielleicht Spaß machen könnte. Sondern<br />
auch, weil sie dann einen weiteren Bezug zu ihren Kindern aufbauen<br />
können. Man hat doch auch Jahrhunderte lang vorgelesen und<br />
diese Medienerfahrung geteilt. Warum nicht auch spielen?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal ganz konkret:
</p>
<p>
<b>The Killers:</b> Wie ist es zu bewerten, dass bei<br />
Spielen wie Counterstrike real existierende Schulen so realistisch<br />
wie möglich als Maps umgesetzt werden. Sind Jugendliche, die<br />
solche Maps entwickeln, prädestiniert dazu, selber zu Amokläufern<br />
zu werden?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Ich behaupte mal, dass Amokläufer<br />
nicht so kreativ sind. Der Nachbau von Schulen zeigt, dass die Spiele<br />
ganz anders begriffen worden sind: Nämlich als 3D-Umgebungen,<br />
in denen man sich bewegt und die man auch gestalten kann. Die Gestaltung<br />
greift dann auf eigene Erfahrungen zurück &#8211; und das sind für<br />
Kinder meistens Schulen. Und, sehr wichtig: Das ist eine sehr reizvolle<br />
Grenzüberschreitung, die da gemacht wird, indem das hierarchische<br />
Modell der Schule mit so sozialdarwinistischen Ideologien wie dem<br />
des Shooters gleichgesetzt wird. Es ist fast Kulturkritik, die dadurch<br />
betrieben wird.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Und noch eine Prognose:
</p>
<p>
<b>LyR:</b> Wie sieht die Zukunft der &quot;Killerspiele&quot;<br />
Ihrer Meinung aus?
</p>
<p>
<b>Mathias Mertens:</b> Man sollte keine Prognosen abgeben.<br />
Dann wird man später immer zitiert und alle lachen drüber.<br />
Wie mit den drei Computern, die die Welt braucht. Das sagte der<br />
IBM-Chef in den fünfziger Jahren.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das waren 75 Minuten tagesschau-Chat<br />
bei tagesschau.de und politik-digital.de. Vielen Dank Herr Mertens,<br />
dass Sie sich Zeit für den Chat genommen haben. Und vor allem,<br />
dass Sie mit fliegenden Fingern auch noch so schnell geantwortet<br />
haben. Vielen Dank an alle User für Ihr Interesse und die vielen<br />
interessanten Fragen. Sorry, dass so viele nicht zum Zuge gekommen<br />
sind. Das Protokoll des tagesschau-Chat ist wie immer in Kürze<br />
zum Nachlesen auf den Seiten von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
zu finden. tagesschau.de und politik-digital.de wünschen allen<br />
noch einen angenehmen Tag.
</p>
<p><!-- #EndEditable --></p>
<p>
<!-- Content --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die Machtverhältnisse sind strukturell ungleich verteilt.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotdie_machtverhaeltnisse_sind_strukturell_ungleich_verteiltquot-383/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhelm Hengsbach]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Prof. Friedhelm Hengsbach, Theologe 
und Sozialwissenschaftler,<br />
im Chat am 15. Juni 2001</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Prof. Friedhelm Hengsbach, Theologe<br />
und Sozialwissenschaftler,<br />
im Chat am 15. Juni 2001</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/termine/logos/bpb.gif" height="45" width="92" />
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Herzlich<br />
Willkommen beim Chat der Bundeszentrale für politische Bildung und von<br />
politik-digital.de! Unser heutiger Gast befindet sich mitten im<br />
Getümmel des Evangelischen Kirchentages in Frankfurt am Main: Professor<br />
Friedhelm Hengsbach, Theologe und Sozialwissenschaftler. Die These des<br />
führenden Vertreters der Christlichen Soziallehre und des Leiters des<br />
Oswald-von-Nell-Breuning-Instituts für Wirtschafts- und<br />
Gesellschaftsethik an der Hochschule Sankt Georgen: Gewalt von<br />
Jugendlichen hat Ihre Ursachen in der versteckten Gewalt des<br />
ökonomischen und politischen Systems. Also: Trifft die Täter keine<br />
Schuld? In der kommenden Stunde haben Sie die Gelegenheit, mit<br />
Professor Hengsbach seine These zu diskutieren. Erst einmal: Herzlich<br />
Wilkommen, Herr Hengsbach! Habe ich Ihre These so verkürzt richtig<br />
wiedergegeben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Die<br />
Täter sind schon verantwortlich für ihr persönliches Tun. Ihr Handeln<br />
ist allerdings auch verständlich durch die strukturelle Gewalt, der sie<br />
ausgesetzt sind.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Zur strukturellen Gewalt haben wir bereits einige Fragen&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>digitalist: </b>Gut,<br />
das System trifft vielleicht Mitschuld. Aber muss man deshalb nicht<br />
trotzdem mit harten Strafen gegen jugendliche Skinheads vorgehen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Die<br />
Strafe bemisst sich immer auch nach den mittelbaren und unmitelbaren<br />
Umständen der Tat. Bestraft werden müssen sie für ihr Handeln und die<br />
vorraussehbaren und beabsichtigten Folgen. Strafmildernd ist ihre<br />
Situation der Ohnmacht und der Aussichtslosigkeit daheim und in der<br />
Berufswelt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>baseballbat: </b>Sie prangern strukurelle Gewalt des Systems als (Mit-)Ursache für rechte Gewalt an, was meinen Sie genau damit?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Jugendliche,<br />
die beispielsweise keinen Ausbildungsplatz finden oder arbeitslos sind,<br />
empfinden sich als persönliche Versager. Sie fühlen sich wertlos, an<br />
den Rand gedrängt und deshalb versuchen sie, ihre empfundene<br />
Minderwertigkeit an Schwächeren abzuladen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>kubus: </b>Findet das Programm der Regierung für aussteigewillige rechte Kader Ihre Zustimmung?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Ja, wenn dadurch nicht Unehrlichkeit und Scheinheiligkeit gefördert werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>irene: </b>Persönliche Versager ? Ich arbeite mit jungen Neonazis (Kurse&#8230;)- sie sind beruflich eher etabliert &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Ich<br />
gebe zu, dass die Erklährung des Rechtsextremisums durch soziale<br />
Benachteiligung keine erschöpfende Erklährung ist. Regionale<br />
Diskriminierungen (Ostdeutschland) spielen auch eine Rolle und außerdem<br />
die Benachteiligung durch die Erwachsenen im Nahbereich und die Skepsis<br />
gegenüber der politischen Elite.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Noch einmal zum gleichen Thema:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>baseballbat: </b>Was<br />
hat Armut mit rechter Gewalt zu tun, die &quot;Schläger&quot; kommen meines<br />
Wissens oft aus gefestigten und mittelständischen Verhältnissen &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Es gibt im Einzelfall sehr verschiedene Ursachen.<br />
Nur wenn man typische Erklärungsmuster sucht, kann man nicht an der Frage der<br />
sozialen Ausgrenzung vorbeigehen, die ich für schwergewichtig halte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Meschach: </b>Ich bitte um eine Erläuterung der Theorie des Professors: Inwiefern steckt in unserem ökonomischen System Gewalt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Unsere Marktwirtschaft ist eine kapitalistische<br />
Marktwirtschaft. Die Machtverhältnisse sind strukturell ungleich verteilt. Diejenigen,<br />
die über das Eigentum an Produktionsmitteln verfügen, haben gegenüber den abhängig<br />
Beschäftigten eine stärkere Machtposition. Diejenigen, die über die Geldschöpfungsmacht<br />
verfügen (Banken) haben gegenüber den Kreditnehmern und Verschuldeten eine strukturell<br />
stärkere Position. Die Industrieländer haben gegenüber den Entwicklungsländern&#8230;.<br />
diese neutrale Schieflage wird tendenziell zu struktureller Gewalt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Noch einmal zur Ursachenforschung rechter Gewalt. Zwei Bemerkungen zum Thema, die kommentiert werden wollen &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>irene: </b>Meine Erfahrung: Langeweile, fehlende Infrastruktur für Jugendaktivitäten, Gruppendruck und Alkohol&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>geradeaus: </b>National befreite Zonen nähren sich doch eher aus &quot;Mitläufertum&quot; als aus Armut, sozialen Missständen oder sowas!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Zu<br />
Irene: die Phänomene der Langweile, des Gefühls der Minderwertigkeit<br />
haben strukturelle Ursachen, nämlich die fehlende Infrastruktur.<br />
Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die keine Identität herstellen. Auch<br />
das Mitläufertum ist verursacht durch fehlende Identität, fehlende<br />
Interessen und eine jugendgemässe Form, diesen Interessen gerecht zu<br />
werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>noch kurz: Irene, in welcher Region und in welchem Umfeld arbeiten Sie?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>irene: </b>in Österreich, an der Linzer Universität.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach:</b> Linz ist für mich vergleichbar mit dem Ruhrgebiet in Deutschland.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>richter: </b>Wenn<br />
man Interviews mit jungen Rechten sieht, hat man das Gefühl, die<br />
plappern Thesen wie die ihre dankbar nach und fühlen sich erst recht<br />
gerechtfertigt<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Wenn<br />
diese Thesen richtig sind und die auf die Situation der Jugendlichen<br />
zutreffen, muss die Reaktion der Erwachsenen dem entsprechend sein.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>irene: </b>Also<br />
die Sache mit Kapital und Arbeit ist aber auch schon &quot;kalter<br />
Kaffee&quot;.Entstehen nicht u.a. durch Bildungsdifferenzen<br />
(=Zugangschancen) eher neue &quot;Klassen! ? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Bildung<br />
ist zweifellos neben der Beteiligung an der Erwerbsarbeit ein wichtiger<br />
Faktor der Identitätsbildung. Allerdings ist der Zusammenhang zwischen<br />
dem einen und dem anderen nicht von der Hand zu weisen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>linksruck-nein: </b>Sind sie Kommunist?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Kommunist bin ich nicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>graubraun: </b>Österreich ist doch voll von Rechten, die haben doch keine Armutsprobleme wie im Osten!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Ich<br />
will nicht darüber urteilen, wer oder was wovon voll ist. Die Probleme<br />
ungeleicher Verteilung der Einkommen u. Vermögen, der soz. Ausgrenzung<br />
und gesellschaftlichen Spaltung gelten für alle reifen Industrieländer<br />
zu. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Meschach: </b>Wie<br />
aber vollzieht sich der ideologische Schluss in einem solchen<br />
Unterdrücken des Kapitalismus zum Nationalsozialistischen? Müsste hier<br />
nicht Anarchie oder Sozialismus die Wiederstandsideologie gegen den<br />
Unternehmer sein?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Es<br />
gibt ein rechtes Potential auch unter konservativen Akademikern, im<br />
bürgerlichen Millieu. Gesellslchaftlich gefährlich ist erst die<br />
Kombination der kulturellen Rechtsorientierung mit dem Protest sozial<br />
benachteiligter gegen linke Regierungen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Eine nähere Erläuterung wäre vielleicht sinnvoll&#8230;?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Eine<br />
demokratische Regierung, die unter dem Druck der rechtskonservativen<br />
und sozialer Unterschichten steht, befindet sich unter starkem<br />
Rechtfertigungszwang. Dem doppelten Rechtfertigungszwang ist sie in der<br />
Regel nicht gewachsen und damit ist die Stabilität der Demokratie in<br />
Gefahr.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Stephano: </b>Soll das (überspitzt gesagt) heißen: die armen Ossis werden erst durch konservative (aber reiche) Wessis zu Rechten?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Soziale<br />
Schieflage zwischen Osten und Westen kann durch radikale soziale<br />
Reformen und Investitionen in die Infrastruktur vor allem durch<br />
zukunftsfähige Arbeitsplätze überwunden werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>moritz99: </b>Wieso reden eigentlich alle von rechter Gewalt? Was ist denn der Unterschied zu prügelnden Linken?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Die gewalttätigen Ausschreitungen gegen ausländische Mitbürger sind im linken Millieu nicht beobachtbar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Stephano: </b>Natürlich<br />
prügeln Linke nicht gegen Ausländer, die prügeln mit der Polizei oder<br />
mit Rechten, aber das ist doch auch Gewalt. Welche Gründe hat die denn?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Es macht einen Unterschied ob gegen Gewalt der staatlichen Ordnungskräfte oder gegen einzelne Ausländer vorgegangen wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Meschach: </b>Mir<br />
ist der Kern der Theorie noch immer nicht ganz begreiflich: Angenommen,<br />
ich sei ein unter Leistungsdruck stehender, einer strengen<br />
Unternehmenshierarchie unterworfener Arbeitnehmer. Wie komme ich jetzt<br />
dazu, Gewalt gegenüber (ausländischen) Bürgeren auszuüben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Da<br />
ginge es um strukturelle Gewalt, die auch nur mit Strukturreformen<br />
überwunden werden kann. Die Gewalt gegen Ausländer ist individuelle<br />
Gewalttätigkeit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sunny: </b>Aber das widerspricht doch Ihrer Theorie der strukturellen Gewalt als Ursache rechter Gewalt!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Ich<br />
bezeichne eine langanhaltende Massenarbeitslosigkeit, die für den<br />
Einzelnen, der davon betroffen ist, strukturelle Gewalt darstellt, in<br />
sofern dieser Zustand politisch verändert werden könnte, als eine<br />
Ursache, dass ein Einzelner nicht mehr politisch reagiert, sondern<br />
durch individuelle Gewaltanwendung gegenüber Schwächeren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>alexandra73: </b>Herr Hengsbach, mich würde ihr Standpunkt aus einer eher theologischen Sichtweise interessieren<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>dazu passt &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mart: </b>Hat Gewaltbereitschaft etwas mit Atheismus zu tun ?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Sowohl<br />
Atheismus als auch religöser Fantatismus kann unmenschlich und<br />
gewalttätig machen. Ich kenne Atheisten und Christen, die zu<br />
ausserordentlicher Toleranz fähig sind. In der Gewaltlosigkeit Jesu<br />
liegt eine Inspiration der Toleranz.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>&#8230; der Glaube schützt also vor Gewalt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>&#8230; vor der Entwicklumg zur Gewalttätigkeit, meine ich&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Der<br />
Glaube, wenn er als die Orientierung des Lebens auf Gott hin verstanden<br />
wird, relativiert alles und jeden in der Welt. D.h. das Verständnis und<br />
die Verständigung werden so angeregt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>alexandra73: </b>&#8230; wie sieht es mit der Gewalt des alten Testaments aus?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>In<br />
der Bibel des AT wird das tatsächliche Leben beschrieben. Das Leben der<br />
Menschen ist mit Gewalt durchsetzt. Gleichzeitig findet sich wie ein<br />
roter Faden insbesondere in der Botschaft der Propheten der Apell an<br />
Barmherzigkeit, Solidarität und Liebe.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Gibt es denn so etwas wie &quot;gerechte Kriege&quot;?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Es<br />
gibt eine Lehre vom &quot;gerechten Krieg&quot;, die aussieht als wollte sie den<br />
Krieg rechtfertigen.. In Wirklichkeit werden Bedingungen genannt, die<br />
erfüllt sein müssen, damit ein Krieg gerechtfertigt werden kann. 1. nur<br />
eine rechtmässige Autorität darf Krieg führen. 2. es muss eine<br />
gerechten Grund geben. 3. der Krieg muss das letzte Mittel sein 4. der<br />
Krieg muss den Frieden zum Ziel haben!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>alexandra73: </b>Aber<br />
das Judentum &quot;kennt&quot; das Neue Testament und Jesus nicht; ist das also<br />
eine potenzielle Gefahr für die Zukunft, im Sinne der<br />
Gewaltbereitschaft?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>&#8230; das betrifft natürlich auch andere Religionen &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Auch<br />
im AT finden sich immer wieder Aufrufe zur Barmherzigkeit gegenüber den<br />
Mitmenschen, z.B. Witwen Waisen und Fremden gegenüber: &quot;&#8230; denn du<br />
weisst, wie den Fremden zu mute ist. Du selbst, Israel warst Fremder in<br />
Ägypten&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>nun wieder weg von der Theologie &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Lisa: </b>Wie<br />
erklären Sie sich, dass die Diskussion um latente Gewalt in unserer<br />
Gesellschaft heute in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle spielt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Meiner<br />
Meinung nach &#8211; und ich erlebe dies auf dem Kirchtag &#8211; sind Fragen der<br />
sozialen Gerechtigkeit und der strukturellen Ausgrenzung in den<br />
Hintergrund getreten. Dafür werden Fragen der kulturellen Identität,<br />
des Stils und des Sinnes stärker gewichtet, wie einzelen Menschen ihr<br />
Leben in dieser bedrohlichen Welt in den Griff bekommen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Eine ältere Frage, die sich noch auf die möglichen Aktivitäten gegen rechte Gewalt bezieht&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>kubus: </b>Was sollte die Regierung tun?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>1.<br />
eine zutreffende Diagnose der strukturellen Gründe treffen. 2. den<br />
Jugendlichen strukturelle und persönliche Zukunftschancen anbieten,<br />
also Arbeitsplätze, Kommuniktionsmöglichkeiten, Freizeitangebote.<br />
Wichtig ist, dass Eltern Zeit haben für ihre Kinder und nicht unter dem<br />
Druck stehen, entweder Kinder zu erziehen oder erwerbstätig zu sein.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>irene: </b>Was sollte jeder Einzelne in seinem Umfeld tun ?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Über den engen Horizont seiner persönlichen Freundschaften, Nachbarschaften hinaus sehen und Freunde gewinnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>irene: </b>He: sind jetzt also die Mütter Schuld (um die gehts ja wohl meist, wenn von Zeit für die Kinder die Rede ist&#8230;)<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Mir<br />
geht es gerade um das Aufbrechen dieser sexistischen Arbeitsteilung,<br />
die den Männern die Erwerbsarbeit und den Frauen die &quot;Kinderarbeit&quot; zu<br />
teilt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>lisa: </b>Spielt nicht auch die Frage nach dem nicht erlebten Sinn im Leben eine Rolle?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Das ist richtig. Dass die Frage der sozialen Gerechtigkeit<br />
nur die eine, für mich eine sehr entscheidende Dimension ist. Sie schafft den<br />
Mindeststandard. Die Frage nach dem Sinn ist damit noch nicht beantwortet. Deshalb<br />
finde ich das Angebot des Kirchentages so spannend. An jedem Morgen in der Bibelarbeit<br />
die Frage nach dem Sinn unseres Lebens beantworten helfen. Auch die Foren über<br />
Arbeit, Wissensgesellschaft und umweltgerechte Ernährung suchen eine Antwort<br />
auf die Frage, wie wir in Europa leben wollen und sollen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>alexandra73: </b>Aber<br />
gerade im Osten ist sie doch über Jahrzente aufgebrochen worden, die<br />
sexistische Arbeitsteilung, trotzdem gibt es gerade da Probleme.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>In<br />
der Erwerbsarbeit wohl, aber nicht zu Hause. Auch die sozialistischen<br />
Männer sind daheim Patriarchen geblieben. Die Doppelbelastung der<br />
Frauen ist geblieben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Eine Nachfrage zu der von Ihnen festgestellten Ausrichtung des Kirchentags (zunehmende Individualisierung) :<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>lisa: </b>Wie bewerten Sie diese Entwicklung?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>&#8230; (dies als letzte Frage)<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>1.<br />
Es muss keine Individualisierung sein, sondern kann auch eine<br />
gemeinsame Frage nach dem Sinn einer Gruppe sein 2. Ich beurteile diese<br />
Entwicklung zunächst sehr kritisch. 3. Die Diskussion über Fragen der<br />
gerechten Strukturen scheint für viele nichts Neues mehr zu bringen und<br />
hilft ihnen nicht in ihrem persönlichen Leben. 4. Deshalb ist die Frage<br />
berechtigt, wie jeder einzelne Arbeits- und Lebenswelt miteinander<br />
verbindet. Wie er fair mit seiner Partnerin umgeht. Wie umweltbewusst<br />
man sich kleidet und ernährt und mobil ist. Ob man ethische Geldanlagen<br />
tätigen soll.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Die Stunde ist schon wieder um; wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen Herr Hengsbach, dass Sie zum Chat bereitstanden &#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>FriedhelmHengsbach: </b>Ich habe mich gefreut, weil es für mich das erste<br />
mal war so mit anderen menschen zu kommunizieren. Ihnen danke ich für das Interesse!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>die Bundeszentrale für politische Bildung und politik-digital<br />
bedanken sich auch bei den Chatteilnehmern und wir wünschen Ihnen eine gute<br />
Heimreise und viel Spass auf der &quot;Party des heiligen Geistes&quot; in Frankfurt &#8230;<br />
ein Zitat aus der Eröffnungsfeier des Kirchentages&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Leider<br />
konnten wir wieder einmal nicht alle Fragen weiterleiten, es waren<br />
derer einfach zu viele, aber wir bedanken uns dennoch für das hohe<br />
Niveau der Fragen. Unser nächster Chat mit der Bundeszentrale für<br />
politsche Bildung ist bereits am Montag, 18. Juni zwischen 12 Uhr und<br />
1245: Bischöfin Margot Käßmann wird eine Bilanz des Kirchentages ziehen<br />
und ebenfalls zu Themen wie Zivilcourage und Gewaltbereitschaft mit der<br />
Chatgemeinde reden. Einen schönen Freitag wünsche ich noch!<br />
</span></p>
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