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	<title>Google-Dossier &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Google-Dossier &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Kurzer Lebenslauf eines Weltkonzerns</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:39:53 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Das Netz im Googlehagel]]></category>
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					<description><![CDATA[Die gerade einmal zehnjährige Geschichte der Firma Google ist voll von Legenden. Die Gründer Page und Brin erwähnen solche Anekdoten häufig in Interviews. So versuchen sie, dem Unternehmen mit einem Marktwert von 125 Milliarden Dollar weiterhin den Anstrich der kleinen, alternativen Garagenfirma zu geben - die es nie so richtig war.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die gerade einmal zehnjährige Geschichte der Firma Google ist voll von Legenden. Die Gründer Page und Brin erwähnen solche Anekdoten häufig in Interviews. So versuchen sie, dem Unternehmen mit einem Marktwert von 125 Milliarden Dollar weiterhin den Anstrich der kleinen, alternativen Garagenfirma zu geben &#8211; die es nie so richtig war.<!--break--></p>
<p>
Larry Page, Sohn eines Computerfachmanns, und Sergey Brin, gebürtiger Moskauer und seit dem siebten Lebensjahr in den USA lebend, lernten sich an der Stanford University kennen. Während ihrer Studienzeit experimentierten sie bereits mit linkbasierten Suchmaschinen. 1998 launchten sie dann die erste Testversion von Google. Hierfür gründeten sie im Silicon Valley in der Nähe von San Francisco mit einem Startkapital von gut 800.000 Dollar die Firma Google Inc. Der Name leitet sich vom Begriff Googol ab, der eine 1 mit 100 Nullen beschreibt.
</p>
<p>
Damals durchsuchte die Maschine bereits 60 Mio. Webseiten und wurde noch in der Alpha-Test-Phase in verschiedenen Quellen als beste Suchmaschine des Internets bezeichnet. Die Suchtechnik über Links auf anderen Seiten erwies sich als klar überlegen gegenüber anderen Ansätzen. Im Kontrast zu den damals üblichen Portalseiten wie Lycos oder Yahoo war Google auch aufgrund seines pragmatischen Designs beliebt.
</p>
<p><b>Rasanter Aufstieg<br />
</b></p>
<p>
So ging der Aufstieg sehr schnell. Laut der firmeneigenen Geschichtsschreibung war man anfangs in Pages Wohnheimzimmer, anschließend in „an eine Garage angeschlossenen“ Räumen beheimatet. Wie auch immer, nach wenigen Monaten hatte die Firma bereits ein Dutzend Angestellte und ein repräsentatives Büro. Zum späteren Erfolg des Unternehmens trug auch der Umstand bei, dass es sich weitgehend aus dem damaligen Dotcom-Hype heraus hielt. Man kaufte weder Anteile an anderen Unternehmen, noch ließ man sich selbst kaufen. So war Google vom Platzen der New Economy-Blase 2000 nicht betroffen.
</p>
<p>
Im Jahr 1999 vergrößerte sich das Unternehmen schnell, auch weil Yahoo und Netscape mit der Suchmaschine arbeiteten. Dem Umzug in ein richtiges Büro folgte recht bald ein zweiter Umzug nach Mountain View, wo der so genannte Googleplex entstand. Dieser ist bis heute Hauptsitz des Konzerns.
</p>
<p><b>Werbung taucht auf<br />
</b></p>
<p>
Nachdem man im Jahr 2000 Marktführer bei Suchanfragen geworden war, stellten Page und Brin 2001 mit Eric Schmidt einen erfahrenen Manager als CEO für den Geschäftsbetrieb ein. Ebenfalls ab 2000 wurde auf der Seite auch Werbung eingeblendet. Das innovative Konzept dahinter war, dass die Werbung auf die Suchanfrage zugeschnitten war. Somit konnte man weitaus gezielter werben als die Konkurrenz, die weiterhin dieselben Anzeigen für alle User einblendete. Allerdings blieb Google seinem Konzept treu und beschränkte sich auf textbasierte Werbung, die ins einfache Design der Seite passte. 2003 kam mit AdSense ein Angebot hinzu, mit dem fremde Webseitenbetreiber über Google personenbezogene Werbung auf ihrer Seite einblenden konnten. Etwa 20 Prozent der Einnahmen gehen dabei an Google.
</p>
<p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/Schmidt_Brin_Page.jpg" alt="Eric Schmidt, Lary Page und Sergei Brin" title="Eric Schmidt, Lary Page und Sergei Brin" width="450" height="338" />
</p>
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<i>Das Google-Dreigestirn Schmidt, Brin und Page (von links) Foto: cc by <a href="http://www.flickr.com/photos/joi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">joi</a></i>
</p>
<p>
Nachdem Google schon zuvor kleinere Anwendungen neben der Suchmaschine gekauft oder entwickelt hatte, kamen ab 2004 weitere große Standbeine hinzu. Der kostenlose Maildienst Gmail überraschte mit einem Gigabyte Speicherplatz. Google Earth, ebenfalls gratis, bot Luftbilder der gesamten Welt. Im selben Jahr ging Google an die Börse, wobei der Aktienkurs am ersten Tag von 85 auf über 100 Dollar stieg. Momentan (August 2008) steht er bei 473 US-Dollar. Page und Brin wurden damit zu zwei der reichsten Personen der Welt, laut Forbes-Liste von 2008 rangieren sie heute auf den Plätzen 32 und 33.
</p>
<p><b>Umstrittener Global Player<br />
</b></p>
<p>
In den letzten Jahren ist Google stetig gewachsen und ist heute eine der größten IT-Firmen weltweit. Mit Google.org hat der Konzern eine große karitative Organisation, die mit einer Finanzierung von einer Milliarde Dollar gestartet wurde und sich vor allem für ökologische Themen einsetzt. Zudem bemüht sich Google um ein gutes Firmenklima. So können Angestellte aus San Francisco mit einem kostenlosen Shuttle-Service mit WLAN anreisen und die Mahlzeiten im Googleplex sind kostenlos. Um ein unkonventionelles Bild zu bewahren, setzt der Konzern etwa auf bunte Sitzbälle und Gimmicks in den Büros.
</p>
<p>
<b>Kritik reißt nicht ab</b>
</p>
<p>
Trotz aller Bemühungen verstummen die Kritiker nicht. Zwei der Themen sind Datenschutzrechtsverletzungen und Monopolisierungsbestrebungen. Auch die Tatsache, dass der Konzern die Suchmaschine in China auf politischen Druck manipuliert hat und oppositionelle Inhalte ausblendet, stieß auf heftige Kritik.
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<p>
Trotz eines leicht rückläufigen Wachstumstrends hat Google weiter große Ziele. So ist noch für das Jahr 2008 ein Betriebssystem für Mobiltelefone angekündigt, auch im Bereich des Ökostroms soll der Einsatz verstärkt werden. Die rasante Entwicklung, die Google innerhalb von zwei Jahren zum Marktführer und in einer Dekade zur teuersten Marke der Welt gemacht hat, ist also noch nicht am Ende. Bislang hat die Geschichte Page und Brin recht gegeben.</p>
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		<title>Das Netz im Googlehagel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:39:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<title>Glossar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Wittig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:39:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Google-Bombe, -plex, -bot oder -whacking. Das Glossar erläutert das Googlsche Fachlatein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Google-Bombe, -plex, -bot oder -whacking. Das Glossar erläutert das Googlsche Fachlatein.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Don&#8217;t be evil!</b><br />
&quot;Tu nichts Böses!“ ist das Firmenmotto von Google. Damit will sich der Konzern eine strenge Verpflichtung geben. Aufgrund dieses Mottos stieß die Selbstzensur von Google in China auf erheblichen Protest.
</p>
<p>
<b>googeln</b><br />
Die populäre Suchmaschine hat es sogar zu einer Erwähnung im Duden geschafft. Bis 2006 war demnach mit dem Verb „googeln“ die Nutzung einer Suchmaschine im Allgemeinen gemeint, dann setzte Google die exklusive Verwendung des Wortes für die Googlesuche durch.
</p>
<p>
<b>Google-Bombe</b><br />
Durch die bekannteste Google-Bombe bekam man 2003 nach der Eingabe der Worte „miserable failure“ (erbärmliches Versagen, jämmerlicher Versager) die Biographie von George W. Bush als ersten Treffer angezeigt. Nutzer und Blogger hatten sich abgesprochen und die Wortgruppe in ihren Blogs und Forenbeiträgen so verlinkt, dass der PageRank überlistet wurde. Andere prominente Opfer waren Hillary Clinton oder der Schweizer Nationalrat Christoph Blocher.<b><br />
</b>
</p>
<p>
<b>Googlebot</b><br />
Der Googlebot ist eine Software, die das Internet durchkämmt und Inhalte kopiert. Dies ist notwendig, damit die Suchmaschine sie finden kann. Genau genommen gibt es zwei Googlebots; der Deepbot verfolgt alle auffindbaren Links, während der Freshbot neue Inhalte aufzuspüren versucht.
</p>
<p>
<br />
<b>Google-Doodle</b><br />
Als Doodle werden spezielle Google-Logos zu besonderen Anlässen bezeichnet. Beispiele gibt es <a href="http://www.google.com/holidaylogos.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.
</p>
<p>
<b>Googleplex</b><br />
Die Firmenzentrale in Mountain View im kalifornischen Silicon Valley wird Googleplex genannt. Seit 1998 beheimatet die nach ökologischen Prinzipien gebaute Anlage die Google Inc. Bekannt wurde das Googleplex für seine bunte und verspielte Einrichtung. Der Name leitet sich entsprechend dem Firmennamen von der Zahl Googolplex ab, die eine zehn hoch Googol bezeichnet.
</p>
<p>
<br />
<b>Google-Spiele</b><br />
Verschiedene Webseiten bieten mittlerweile <a href="http://www.googlebattle.com/index.php?domain=gerhard+schr%F6der&amp;domain2=atze+schr%F6der&amp;submit=Go!" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Fight-Anwendungen</a> (auch Google Battle oder Duell genannt) an, bei denen man zwei Begriffe gegeneinander ins Rennen schicken kann, von denen der mit der höheren Trefferzahl bei der Googlesuche gewinnt. Mitunter wird dies als Indikator für Popularität gewertet. Ein anderes Spiel ist die Suche nach Googlewhacks, wobei bei der Eingabe zweier Begriffe genau ein Google-Treffer erzielt werden muss.
</p>
<p>
<b>Googol</b><br />
Googol ist die Bezeichnung für die Zahl 10 hoch 100, also eine 1 mit 100 Nullen. Nach Firmeninformationen soll der Name Google das Ziel der Verarbeitung von großen Informationsmengen widerspiegeln.
</p>
<p>
<br />
<b>PageRank</b><br />
Der PageRank-Algorithmus wurde von Larry Page und Sergey Brin entwickelt und dient der Suchmaschine Google zur Bewertung der Suchergebnisse. Je mehr verschiedene Internetseiten die gesuchte Website verlinkt haben, desto höher steht sie in der Ergebnis-Liste.</p>
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		<title>Linkliste zum Google-Dossier</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/linkliste-zum-google-dossier-3997/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Wittig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:38:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was gibt es Neues vom Google-Konzern? Wie sieht ein Google-Doodle aus? Und wie kann man die Suchmaschine nutzen, ohne seine Daten preis zu geben? Unsere Linksammlung präsentiert Antworten zum Anklicken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was gibt es Neues vom Google-Konzern? Wie sieht ein Google-Doodle aus? Und wie kann man die Suchmaschine nutzen, ohne seine Daten preis zu geben? Unsere Linksammlung präsentiert Antworten zum Anklicken.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.googlewatchblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
http://www.googlewatchblog.de/</a>
</p>
<p>
Eine Google-Doodle zum peruanischen Nationalfeiertag? Ein Google-Restaurant in Spanien? Neue Funktionen bei YouTube? Der Google-Watch-Blog weiß es. Alles über Google und seine Tochterfirmen wird hier dokumentiert – auch wenn es nur entfernt damit zu tun hat. Neben dem täglich aktualisierten Meldungen gibt es auch ein umfassende Archiv, ein Forum und Dokumentationen zu wirklich allen Google-Services.
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<a href="http://www.youtube.com/google" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
http://www.youtube.com/google</a>
</p>
<p>
Der Google-Channel auf YouTube sammelt alle Videos von Google über Google. Mit dabei sind Videos von allen Konferenzen und Reden, Präsentationen sowie Anleitungen der eigenen Dienste. Die Videos sind alle in englischer Sprache.
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<a href="http://www.golem.de/specials/google/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
http://www.golem.de/specials/google/</a>
</p>
<p>
Die immer aktuelle Artikelsammlung von golem.de zum Thema Google lässt sich bis zum Jahr 1999 zurückverfolgen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.scroogle.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
http://www.scroogle.org</a>
</p>
<p>
Wer seine Google-Suche über Scroogle laufen lässt, ist vor der Datenerfassung durch Google geschützt. Durch ein einfaches System schaltet sich Scroogle zwischen den Nutzer und Google und verhindert so die Erfassung von IP-Adresse, Browserart, Betriebssystem und Datum der Suchanfrage.
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<a href="http://googleblog.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a>
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<a href="http://googleblog.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
http://googleblog.blogspot.com/</a>
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Der offizielle Google-Blog gibt etwas informellere Informationen zu Google, seiner Technologie und Kultur.
</p>
<p>
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</p>
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<a href="http://www.thevacationeers.com/Googling_Videos_Live.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
http://www.thevacationeers.com/Googling_Videos_Live.html</a>
</p>
<p>
Satirische Kurzfilmreihe über die Macht von Google von einer kleinen kalifornischen Filmemachergruppe.</p>
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		<title>Die Google-Produktpalette</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-google-produktpalette-3995/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:38:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Längst ist Google nicht mehr nur die Suchmaschine. Zwanzig Prozent ihrer Arbeitszeit haben die Google-Mitarbeiter zur Verfügung, um sich Innovationen zu widmen. Fast wöchentlich bringt das Unternehmen mittlerweile neue Dienste auf den Markt oder verleibt sich bereits bestehende ein. Hier die wichtigsten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Längst ist Google nicht mehr nur die Suchmaschine. Zwanzig Prozent ihrer Arbeitszeit haben die Google-Mitarbeiter zur Verfügung, um sich Innovationen zu widmen. Fast wöchentlich bringt das Unternehmen mittlerweile neue Dienste auf den Markt oder verleibt sich bereits bestehende ein. Hier die wichtigsten.<!--break--></p>
<p>
<b>AdWords</b>: Der firmeneigene Werbedienst AdWords versteigert die Anzeigen, die bei den Treffern der Google-Suche auf der rechten Seite geschaltet werden. Bezahlt wird pro Klick auf die eigene Werbung. Die Reihenfolge, in der die Werbungen erscheinen, wird bestimmt durch die Höhe des Gebots, das der Werbende abgegeben hat, und nach Beliebtheit der Anzeige. Die Werbungen werden nach dem gesuchten Begriff ausgewählt.
</p>
<p>
<b>AdSense</b>: Adsense ist der zweite Werbedienst Googles. Er ermöglicht eine Vermittlung von Werbenden für Homepagebetreiber. Wie bei AdWords wird nur pro Klick auf die Banner bezahlt.
</p>
<p>
<b>Analytics</b>: Google Analytics ist ein Tool, mit dem eine Homepagebetreiber den Verkehr auf seiner Seite messen und nach verschiedenen Kriterien analysieren kann. Aus Datenschutzgründen ist dieses Angebot jedoch umstritten, da es auf dem Computer einen Cookie installiert und Daten des Internetverhaltens an Google sendet. Somit kann Google Nutzerprofile mit dem Onlineverhalten der User erstellen.
</p>
<p>
<a href="http://books.google.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Books</b>:</a> Ein relativ aufwändiges Projekt von Google ist die Buchsuche Google Books. Hierzu scannt Google im Rahmen des Books Library Projects mit einer geheimen Technik Bücher in großen Bibliotheken etwa in Harvard, Oxford, München und Lyon. Viele der Bücher sind nicht mit allen Seiten einsehbar.
</p>
<p>
<b>Desktop:</b> Diese Suchmaschine bietet eine Suche auf dem eigenen Computer oder dem eigenen Netzwerk. Allerdings werden bei der Suche über mehrere Computer Indexdaten auf Google-Servern gespeichert.
</p>
<p>
<b>Docs</b>: Google Docs ist webbasiertes Textverarbeitungsprogramm, mit dem Texte, Tabellen und Grafiken online erstellt und gespeichert werden können. Noch befindet sich das Produkt in der Betaphase.
</p>
<p>
<b>Earth</b>: Google Earth ist ein Dienst, der weltweite Luftbilder der Welt zur Verfügung stellt. Während abgelegene oder unbevölkerte Regionen nur in der groben Auflösung von Satellitenbildern zu betrachten sind, bestehen von vielen Stadtregionen scharfe Flugzeugaufnahmen. Google kaufte den Keyhole-Dienst, wie er vorher hieß, im Jahr 2004. In den vergangenen Jahren kamen interaktive Elemente wie die Möglichkeit zur Einstellung eigener Fotos und zur Kreation von Gebäuden in 3D hinzu. Während einerseits kritisiert wird, dass Google Earth zur Auswahl terroristischer Ziele genutzt werden könnte, wird andererseits bemängelt, dass bestimmte Objekte wie Militärbasen und Atomkraftwerke in den Bildern fehlen.
</p>
<p>
<b>Email</b>: Googles kostenloser Emaildienst Gmail, im manchen Ländern auch unter dem Namen Google Mail bekannt, ist vor allem aufgrund des ungewöhnlich großen Speicherplatzes beliebt. Aber auch andere Funktionen, wie etwa die Rechtschreibprüfung und die gute Kompatibilität mit anderen Programmen machen Gmail attraktiv. Datenschützer kritisieren, dass die Betreffzeilen verarbeitet werden, um beispielsweise passende Werbeanzeigen einzublenden.
</p>
<p>
<b>Groups</b>: Usenets, eine Art Dikussionsforum, sind im Internet ein schon recht altes Phänomen. Mit dem Kauf eines großen Usenet-Archivs, das bis ins Jahr 1981 zurückreicht, gründete das Unternehmen Google Groups. Weiterhin wird hier diskutiert, alte Artikel können zu Recherchezwecken aber auch gezielt durchsucht werden.
</p>
<p>
<a href="http://knol.google.com/k/knol#" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Knol</b>:</a> Im Juli 2008 hat Google mit Knol ein Gegenkonzept zu Wikipedia gestartet. Dabei soll die Enzyklopädie stark auf die Autoren fixiert sein, um ausgewiesene Fachleute anzuziehen. Bislang läuft das Projekt noch in der Betaphase.
</p>
<p>
<a href="http://maps.google.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Maps</b>:</a> Google Maps ist ein Kartenprogramm von Google, das auch als Routenplaner fungiert. Es stellt die Browser-Version von Google Earth dar. Außer der Karte kann man in der Funktion „Satellit“ Luftbilder der Orte betrachten. Momentan kommt in immer mehr Städten die Street View-Funtion hinzu, bei der von Autos aufgenommene 360 Grad-Bilder aus allen Straßen der Stadt geladen werden können. Momentan werden in Deutschland Berlin, Frankfurt und München erfasst.
</p>
<p>
<b>Orkut</b>: Ähnlich zu Facebook oder Myspace hat Google mit Orkut einen eigenen Social-Network-Dienst. Angemeldete User können eigene Profile erstellen, Gruppen gründen oder sich mit anderen Vernetzen. Während der eigentliche Zielmarkt in den USA kaum gewonnen werden konnte, ist das Netzwerk vor allem in Brasilien, aber auch in Indien beliebt. Im Iran hatte Orkut ebenfalls viele Nutzer, wurde aber aus politischen Gründen gesperrt.
</p>
<p>
<b>Picasa</b>: Die Fotosoftware Picasa ist ebenfalls kein Eigenprodukt Googles, sondern die im Jahr 2004 gekaufte und umbenannte Software LifeScape. Sie kann Bilder archivieren und bearbeiten. In der Weberweiterung Picasa Web-Alben lassen sich die Fotos auch, ähnlich dem Dienst Flickr, online stellen.
</p>
<p>
<a href="http://scholar.google.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Scholar</b>:</a> Suchmaschine speziell für wissenschaftliche Publikationen. Einige der Suchtreffer sind im Volltext einsehbar. Das Ranking der Treffer wird anhand der Zahl der Verweise in anderen wissenschaftlichen Texten erstellt.
</p>
<p>
<a href="http://www.google.com/intl/de/sky/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Sky</b>:</a> In jeweils einer Version für Google Maps und Google Earth kann mit Google Sky der Himmel von der Erde aus betrachtet werden. Weitere Projekte mit Weltraumbildern sind <a href="http://www.google.com/moon/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Moon</a> und <a href="http://www.google.com/mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Mars</a>, bei denen nach dem Vorbild von Earth bzw. Maps interaktive fotografische Landkarten dieser Planeten zu sehen sind.
</p>
<p>
<a href="http://www.google.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Suchmaschine</b>:</a> Die Suchmaschine ist Googles erste und wichtigste Funktion. Im Jahr 1998 mit 26 Mio. Seiten Suchumfang gestartet, durchsucht sie nach Unternehmensangaben heute mehr als acht Mrd. Seiten bei jeder Anfrage. Umstritten ist die weltweit bedeutendste Suchmaschine aufgrund ihrer nicht-öffentlichen Kriterien, die bestimmen, welche Treffer zuerst angezeigt werden. Über die Jahre kamen spezifische Suchangebote für<a href="http://images.google.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Bilder</a>, <a href="http://news.google.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachrichten</a>, <a href="http://video.google.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videos</a>, <a href="http://www.google.de/prdhp?hl=de&amp;tab=vf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Waren</a> und anderes dazu.
</p>
<p>
<b>Talk</b>: Über den Service Talk, Googles Pendant zum Online-Telefonanbieter Skype, können Gmail-Nutzer in Echtzeit Nachrichten austauschen und über das Internet telefonieren.
</p>
<p>
<a href="http://www.google.com/language_tools" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Übersetzer</b>:</a> Der Übersetzer ist ein Tool, das sowohl eingefügte Texte, als auch Websites automatisch übersetzen kann.
</p>
<p>
<b>Video</b>: Mit Google Video und YouTube besitzt Google gleich zwei große Videoplattformen, wobei YouTube mit über 80 Mio. Videos die weitaus Bedeutendere ist. Das Portal wurde 2005 gegründet und ein Jahr später für 1,65 Mrd. Dollar von Google gekauft. YouTube kommt regelmäßig in rechtliche Konflikte mit den Rechteinhabern von Videos, die User hochgeladen haben. Zuletzt sorgte im Juli 2008 der Prozess gegen den Medienkonzern Viacom für Aufsehen.</p>
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		<item>
		<title>Google und der Datenschutz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Wittig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:36:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Google und Datenkrake - zwei Begriffe, die häufig zusammen genannt werden. Gemeint ist damit die Datensammlung, die Google zu jedem Nutzer anlegen kann und die stetig wächst. Doch welche Daten werden überhaupt gesammelt? Ein Blick in die <a href="http://www.google.de/intl/de/privacy.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutzerklärung</a> bringt Licht ins Dunkel.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Google und Datenkrake &#8211; zwei Begriffe, die häufig zusammen genannt werden. Gemeint ist damit die Datensammlung, die Google zu jedem Nutzer anlegen kann und die stetig wächst. Doch welche Daten werden überhaupt gesammelt? Ein Blick in die <a href="http://www.google.de/intl/de/privacy.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutzerklärung</a> bringt Licht ins Dunkel.<!--break--></p>
<p>
Grundsätzlich speichert Google alle Daten für 18 Monate und garantiert, diese Daten auch nur zur eigenen Produktverbesserung zu nutzen. Dabei behält sich der Konzern vor, diese weiterzugeben. Welche Daten gespeichert werden, hängt davon ab, wie tief man in das Universum der Google-Dienste eintaucht.
</p>
<p>
<b>Was wird gespeichert?</b>
</p>
<p>
Von Nutzern der Suchmaschine werden  IP-Adresse, Browser-Typ, Betriebssystem und das Datum der Anfrage in einer speziellen Cookie-ID gespeichert. Diese Cookie-ID ist ein mehrstelliger Code, anhand dessen es theoretisch möglich ist, den Nutzer genau zu identifizieren. Bisher hat Google sich aber immer erfolgreich dagegen gewehrt, personifizierte Datensätze an Dritte weiterzugeben. Allerdings kann Google selbst über die gespeicherten Suchanfragen ein detailliertes Profil erstellen.
</p>
<p>
Dieser Effekt verstärkt sich weiter, je mehr Google-Dienste man nutzt: So &quot;liest&quot; eine Software automatisch alle Mails mit, die über ein Gmail-Konto gesendet oder empfangen werden. Die Software erzeugt dann aus den Schlagworten der Mail passende Werbung für den Kleinanzeigenservice Google-Ads. Bei Google-Health ist es mittlerweile möglich, seine gesamte Krankengeschichte hochzuladen und Googles soziales Netzwerk Orkut lädt &#8211; wie alle ähnlichen Communities &#8211; dazu ein, ein möglichst detailliertes Profil zu erstellen.
</p>
<p>
<b>Prädikat: Datenschutzfeindlich</b>
</p>
<p>
All das funktioniert meistens über einen einzelnen Account, so dass es denkbar wäre, dass Google ein umfassendes Profil seiner Nutzer erstellen könnte. Google selbst gibt an, alle gesammelten Daten streng vertraulich zu behandeln. Allerdings kann kein Nutzer genau erfahren, was mit seinen Daten geschieht. Google hat deshalb von der Menschenrechtsorganisation Privacy International, die sich seit 1990 gegen Überwachung und für Privatssphäre einsetzt,  als einziges Unternehmen das <a href="http://www.privacyinternational.org/article.shtml?cmd[347]=x-347-553961" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Siegel &quot;Datenschutzfeindlich&quot;</a> bekommen.</p>
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		<title>&#8220;Google hat eine Monopolstellung&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Wittig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:35:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Netz im Googlehagel]]></category>
		<category><![CDATA[Google-Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Alexander Dix]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Dr. Alexander Dix ist der <a href="http://datenschutz-berlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Beauftragte für Datenschutz</a> und Informationsfreiheit. Im Interview mit politik-digital.de spricht er über Google, das Ministerium für Wahrheit und erklärt warum Jugendlichen doch etwas am Schutz ihrer Daten liegt. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Alexander Dix ist der <a href="http://datenschutz-berlin.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Beauftragte für Datenschutz</a> und Informationsfreiheit. Im Interview mit politik-digital.de spricht er über Google, das Ministerium für Wahrheit und erklärt warum Jugendlichen doch etwas am Schutz ihrer Daten liegt. <!--break--></p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Sie sind Datenschutzbeauftragter von Berlin; nutzen Sie Google zur Internetrecherche?
</p>
<p>
<b>Dr. Alexander Dix</b>: Natürlich. Das ist ein sehr nützliches Instrument. Ich nutze allerdings auch andere Suchmaschinen.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: &#8230;die wahrscheinlich vielen anderen Menschen nicht bekannt sein werden.
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Das ist richtig. Google hat de facto eine Monopolstellung in diesem Bereich. Es ist ein mächtiger Pilot im Internet. Viele Leute kennen nur Google als Suchwerkzeug. Das ist ein Problem, weil Google damit eine erhebliche Informationsmacht angesammelt hat. Zudem schließt sich das Problem der Datenspeicherungen an.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Am 23. Juli 2008 hat die letzte  deutsche Suchmaschine „Seekport“ Insolvenz angemeldet. Kommt man an Google noch vorbei?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Erfreulicherweise gibt es mittlerweile in Europa auch andere Suchmaschinen. Eine davon, die ich für sehr interessant halte, ist ixquick. Sie hat gerade das erste Europäische Datenschutzgütesiegel bekommen, weil sie die Speicherung von Nutzerdaten und Suchanfragen drastisch reduziert. Das hat Google bisher noch nicht zufriedenstellend gemacht.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Inwiefern?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Man muss auch einräumen, dass Google sich entwickelt hat. Google hatte zunächst die Politik,  Suchanfragen personenbezogen über die jeweilige IP-Adresse mit den Logfiles unbegrenzt zu speichern. Nachdem die Datenschutzbeauftragten öffentlich auf das Problem hingewiesen haben, hat man sich darauf verstanden, die Speicherfrist auf 18 Monate zu begrenzen. Das ist aber nach unserer Auffassung und vor allem nach deutschem Recht nach wie vor unzulässig lang.
</p>
<p>
&nbsp;
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<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/BildDix.jpg" alt="Dr. Alexander Dix" title="Dr. Alexander Dix" align="left" width="251" height="350" />
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Google bekräftigt immer wieder, mit der Speicherung nur die eigenen Programme verbessern zu wollen. Wo sehen Sie also die Gefahr, wenn Google die Daten speichert?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Diese Zusicherung von Google klingt lobenswert, aber man muss sich eben darauf verlassen, dass sich der Unternehmensvorstand auch in zwei oder drei Jahren noch daran gebunden fühlt. Google ist ein riesiger Konzern mit ganz unterschiedlichen Angeboten neben der Suchmaschine wie Gmail (Googles Email-Service Anm. d. Red.), Google Health (Service, der die Möglichkeit bietet, seine Krankenakten online zu speichern) und neuerdings auch einer Wissensenzyklopädie. Für die Optimierung aller dieser Dienste könnten die Daten der Nutzer der Suchmaschine auch verwendet werden, so dass ein umfassendes Profil entstehen würde. Den meisten Nutzern ist dies vermutlich nicht bewusst.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Wo könnte man ansetzen, um es den Nutzern bewusster zu machen?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Das ist zunächst auch eine Aufgabe der Datenschutzaufsichtsbehörden, die es in den USA in dieser Form allerdings nicht gibt. In Europa ist Google erstmals in der Situation, dass sie sich mit Datenschutzbeauftragten auseinander setzen müssen. Ich bin der Meinung, dass so etwas auf den Lehrplan der Schulen kommen muss. Etwa: Was machen Suchmaschinen? Wie lange bleiben Mails gespeichert? Das betrifft nicht nur Google, sondern auch andere Internet-basierte Maildienste. Google wirft aber mit dem Dienst Gmail noch zusätzliche Probleme auf, weil sie in einem bestimmten Verfahren die Betreffzeilen von Emails analysieren, um dann zielgerichtet Werbung in die Email einzublenden. Nach deutscher Vorstellung ist das nicht mit dem Fernmeldegeheimnis vereinbar, denn auch die Betreffzeile unterliegt der Vertraulichkeit. Das sind alles Fragen, bei denen der Nutzer gefordert ist zu überlegen, ob er einen solchen Dienst nutzen will.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Ist der Nutzer überhaupt noch daran interessiert, dass die Daten geheim bleiben? Bei Portalen wie Facebook oder StudiVZ werden viele Daten ja wissentlich zur Verfügung gestellt.
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Das ist richtig. Diese sozialen Netzwerke dokumentieren, dass eine kulturelle Veränderung zu beobachten ist. Gerade viele junge Menschen wollen sich bewusst im Internet darstellen. Das will ich überhaupt nicht kritisieren. Aber wenn ich meiner Freundin eine Liebesmail schreibe, dann will ich nicht, dass meine Ex-Freundin mit liest. Das ist ein grundlegender Unterschied. Die Erwartung, dass Email-Kommunikation auch vertraulich ist, die ist nach wie vor da und sie herrscht auch bei jungen Menschen vor, da bin ich sicher.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Kann der deutsche Gesetzgeber überhaupt bewirken, dass Google seine Datenschutzrichtlinien enger strickt?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Immer dann, wenn ein ausländisches Unternehmen in Deutschland Daten verarbeitet, etwa ein Rechenzentrum stehen oder Server platziert hat, dann muss es sich an deutsches Datenschutzrecht halten. Zeitweise hat Google bestritten, dass sie sich überhaupt an außeramerikanisches Datenschutzrecht halten müssen. Mittlerweile haben sie eingesehen, dass das durchaus der Fall ist. In Europa ist nicht alles erlaubt, was in den USA erlaubt ist. Das ist für Google nichts Neues, so waren sie z.B. auch bereit, in Indien bestimmte aus religiösen Gründen anstößige Begriffe wie Homosexualität aus ihrer Suchmaschine verschwinden zu lassen. Sie reagieren auf nationale, regionale oder kulturelle Besonderheiten. Warum soll das in Europa in Bezug auf den Datenschutz nicht auch möglich sein?
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Sie haben erwähnt, dass es in den USA keine vergleichbaren Datenschutzgesetze gibt. Gibt es denn eine ähnliche Debatte?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Ja. Die USA kennen zwar kein Bundesgesetz für den Datenschutz in der Wirtschaft, haben aber gleichwohl eine sehr kritische Debatte im Netz darüber, was Unternehmen eigentlich an Datensammlungen anlegen. Auch was die staatliche Datenverarbeitung nach dem 11. September angeht und inwiefern der Staat auf diese privaten Datensammlungen zugreift.
</p>
<p>
<b>Poldi</b>: Selbst wenn Google mit der eigenen enormen Datenspeichermenge nichts anfängt, wäre es denn denkbar, dass ein Dritter, etwa der amerikanische Staat, darauf zugreift?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Entsprechende Versuche hat es schon gegeben. Google ist aufgefordert worden, gespeicherte Nutzerdaten an das amerikanische Justizministerium heraus zu geben. Dagegen hat sich Google vor Gericht erfolgreich gewehrt. Aber solche Vorgänge zeigen, dass die riesigen Datenmengen bei Google Interessen und Begehrlichkeiten wecken. Sie wirken wie ein Honigtopf. Nach einem Terroranschlag wird es kein vernünftiges Argument geben, weshalb Google diese Daten nicht für Zwecke der Strafverfolgung herausrücken sollte. Das rechtfertigt aber nicht die Speicherung aller Nutzungsdaten auf Vorrat.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Sie haben sich einmal kritisch zu Google Analytics geäußert. Was genau stört sie daran? Es ist doch ein hilfreiches Tool für Webseitenbetreiber, den Verkehr auf der eigenen Seite zu analysieren.
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Das ist richtig. Wir haben Google Analytics auch noch nicht endgültig bewertet. Wir wollen nur jetzt gemeinsam mit anderen Datenschutzbehörden die Rechtmäßigkeit dieses Verfahrens überprüfen. Das Problem ist, dass bei einer bestimmten Einsatzweise von Google Analytics über Cookies Nutzungsdaten an Google übermittelt werden, ohne dass man überhaupt einen Dienst von Google benutzt. Solange das Setzen der Cookies unerkannt geschieht, hat der Nutzer keine Einflussmöglichkeit. Dann ist der Portalbetreiber gefragt, der die Übermittlung von Nutzerdaten, noch dazu in ein Drittland, nicht zulassen darf. Aber es geschieht teilweise auch, dass Google Analytics von dem Portalbetreiber in Lizenz verwendet wird, dann gehen keine Daten über die Grenze. Das ist datenschutzrechtlich unproblematischer. Wir sind gerade dabei, bei Berliner Portalbetreibern festzustellen, wer dieses Verfahren einsetzt und was für Datenflüsse da konkret ausgelöst werden.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Sie haben mehrmals den Begriff „Grenze“ benutzt. Das Internet als globales Medium kennt aber keine Staatsgrenzen. Ist es möglich, einen Ansatz für eine internationale Datenschutzregelung zu finden?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Es gibt bisher keinen weltweiten Datenschutz, etwa in Form eines UN-Abkommens. Aber es gibt Bestrebungen, weltweit zu einer Vereinheitlichung des Datenschutzniveaus zu kommen. Auf europäischer Ebene ist man da schon weiter. Die Harmonisierungsbestrebungen der EU sollen zu einem einheitlichen Datenschutzniveau führen, um innerhalb von Europa die Daten freier fließen lassen zu können. Zudem sollte aber auch sichergestellt werden, dass das Datenschutzniveau in Drittländern, in die europäische Daten fließen, mindestens angemessen ist. Diese Diskussion hat dazu geführt, dass amerikanische Unternehmen über Möglichkeiten des Datenschutzes nachgedacht haben. Da ist man zu Lösungen gekommen, auch wenn die noch nicht optimal sind. Der nächste Schritt könnte sein – aber da müssen wir vielleicht die Präsidentschaftswahlen abwarten – dass sich in den USA die Erkenntnis durchsetzt, dass auch dort ein Bundesgesetz zum Datenschutz in der Privatwirtschaft gemacht werden sollte, verschiedene Vorstöße gab es schon. Ich finde es bemerkenswert, dass inzwischen auf fast allen Erdteilen – Afrika ist da wiederum ein Sonderfall – über Datenschutz diskutiert wird, weil es eine Rolle spielt nicht nur für die Kommunikation zwischen den Menschen, sondern auch für Unternehmen, die ja auch mit ihren Produkten Daten mitschicken oder mit Daten Geld verdienen.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Ihr zweite Zuständigkeit ist die Informationsfreiheit. Google hat in einigen Ländern eine Monopolstellung bei der Internetsuche. Dabei gibt Google auf mathematischem Weg vor, welche Informationen an welcher Stelle stehen. Inwiefern sehen Sie ein Problem für die Informationsfreiheit?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Google ist so etwas wie ein Gatekeeper. Sie kontrollieren, welche Informationen besonders gut platziert werden. Der Algorithmus, nach dem dieses Ranking zustande kommt, wird als hochgeheim angesehen. Google ist ein Unternehmen, das starken Einfluss auf den Grad der Informationsfreiheit nimmt. Es macht z.B. im Bereich von Google Earth (der digitale Globus von Google) aus Sicherheitsgründen Militärbasen oder Atomkraftwerke unkenntlich. Diese Einschränkung der Informationsfreiheit ist u.U. gerechtfertigt, aber daran sieht man, dass Google an einer ganz entscheidenden Stelle sitzt, was den freien Fluss von Informationen betrifft. Um so wichtiger ist es, dass sie ihre Verfahren, nach denen sie das machen, nicht zum Betriebsgeheimnis erklären. Sie müssen natürlich gegenüber ihren Konkurrenten nicht die Technik offenlegen, aber sie müssen schon den Nutzern sagen, nach welchen Kriterien sie solche Sortierungen oder auch Einschränkungen der Informationsfreiheit vornehmen.
</p>
<p>
<b>Poldi</b>: Google stellt mit Book Search gerade eine riesige Bibliothek online. Am 23.7.2008 interessierte sicht Google für den Social-Bookmarking Dienst Digg. Am 24.7.2008 startete es mit dem Wikipedia-Konkurrenten Knol einen weiteren Wissensvermittler, und all dies ist kostenlos. Kann Google nicht dazu betragen, dass auch gerade in abgelegeneren Gegenden der Welt sehr viel mehr Informationen zugänglich sind?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Das ist sicherlich ein positives Merkmal. Allerdings müssten etwa in Afrika sehr viel mehr Internetzugänge vorhanden sein, da Google diesen ja voraussetzt. Wenn dies gegeben ist, kann Google mit seinen kostenlosen Diensten einen Beitrag zu mehr Informationsfreiheit leisten. Umso größer ist aber auch die Verantwortung, den Nutzern zu erklären, wie sie etwa ihre Seite finanzieren. Diese Angebote setzen nämlich doch eine Gegenleistung voraus, indem man sein Nutzungsverhalten registrieren lässt. Es ist illusorisch zu meinen, dass es kostenlose Internetangebote gibt.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Was könnten denn die negativen Folgen einer solchen Wissenskonzentration sein? Wenn Google die Bücher, die Suchanfragen, die persönlichen Profile, etwa durch das eigene soziale Netzwerk Orkut hat, was wäre der Worst Case?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Das will man sich gar nicht vorstellen. Dass es eine einheitliche Wissensverwaltung wie bei George Orwell, ein Ministerium für Wahrheit, gibt, das entscheidet, was an Informationen verteilt wird. Das will Google nicht und das will ich ihnen auch gar nicht unterstellen. Aber de facto kann diese Machtkonzentration erhebliche negative Folgen haben. Umso wichtiger ist es, dass auf allen diesen Gebieten auch andere Anbieter genutzt werden. Gerade im Bereich der sozialen Netzwerke habe ich den Eindruck, dass das Google-Netzwerk in Europa nicht besonders erfolgreich ist. Da gibt es andere Konkurrenten, die ihrerseits auch sicherlich Probleme aufwerfen. Aber es wäre schon wichtig, dass man sich nicht einem einzigen Unternehmen verschreibt.
</p>
<p>
<b>Poldi</b>: Zum Schluss: Wie kann man denn das Internet nutzen, ohne seine Daten zu entblößen?
</p>
<p>
<b>Dix</b>: Das Internet ist ein tolles Medium, das ich selber gerne und täglich nutze. Der Benutzer sollte sich nur zunächst möglichst gut darüber informieren, was man machen kann, um bestimmte Risiken auszuschließen oder zumindest zu begrenzen. Es gibt auf dem eigenen Computer bestimmte Möglichkeiten, durch Konfiguration des eigenen Browsers Cookies nicht zu akzeptieren. Des weiteren sollte man sich, etwa wenn man sich bei sozialen Netzwerken registriert, die Mühe machen auch einmal die Geschäftsbedingungen durchzulesen und Fragen zu stellen, auch wenn das öde und langweilig klingt. Bei jedem dieser Portale muss man danach schauen, wo die Datenschutzerklärung ist. Taucht das Wort Datenschutz überhaupt auf? Ist die Erklärung präzise, ist sie glaubwürdig?Und wenn man Fragen hat, sollte man sich nicht scheuen, den zuständigen Datenschutzbeauftragten zu befragen.
</p>
<p>
<b>politik-digital.de</b>: Herr Dix, wir danken für dieses Gespräch.
</p>
<p>
<b>Das Interview führten Florian Wittig und Finn Kirchner. </b></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wissen ist Google</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 17:33:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein nahezu endloses Angebot an Informationen bietet das Internet, und das meist kostenlos. Wer früher noch dicke Bände wälzen musste, kann heute in kürzester Zeit Unmengen an Informationen generieren. Um das online verfügbare Wissen zu ordnen, muss jedoch ein dritter her; und der heißt immer häufiger Google.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein nahezu endloses Angebot an Informationen bietet das Internet, und das meist kostenlos. Wer früher noch dicke Bände wälzen musste, kann heute in kürzester Zeit Unmengen an Informationen generieren. Um das online verfügbare Wissen zu ordnen, muss jedoch ein dritter her; und der heißt immer häufiger Google.<!--break--></p>
<p>
„Haben wir heutzutage die Mittel, um gleichen und universellen Zugang zu Wissen zu bekommen?“ fragt die UNESCO in ihrem Report zur Wissensgesellschaft. Die schnelle und beinahe weltweite Verbreitung des Internets gibt berechtigte Hoffnung, dass Wissen über das Internet überall und jederzeit verfügbar wird. Doch was ist dies für ein Wissen? Wie wird es bezogen und wer organisiert die Datenfluten?
</p>
<p>
Hier nimmt Google eine zentrale Rolle ein. Weltweit kann die Suchmaschine einen Marktanteil von über 55 Prozent vorweisen. In vielen Ländern hat sie beinahe ein Monopol, so etwa in Deutschland mit knapp 90 Prozent. Niederländer suchen sogar zu 95 Prozent mit Google. Doch die Suchmaschine findet die Informationen nicht nur, sie präsentiert sie auch. Welcher der Treffer dabei die ersten Ränge einnimmt, ist von entscheidender Bedeutung.
</p>
<p><b>Der Algorithmus bestimmt</b></p>
<p>
Der Suchalgorithmus von Google, der vor allem die Vernetzung der Seiten untereinander betrachtet, bestimmt, welches Wissen wie einfach oder schwer zugänglich ist. Dieser mathematische Vorgang kann jedoch nicht den Wahrheitsgehalt in den gefundenen Texten messen. Daher bleibt die Ordnung darauf reduziert, wie prominent eine Seite dasteht. So kann zum Beispiel eine Verschwörungstheorie bei Google weitaus höher gerankt werden als die wissenschaftlich gängige Meinung zum Thema, da die Verschwörungstheorie stärker diskutiert und somit auch häufiger verlinkt wird.
</p>
<p>
Ein Beispiel: Suchte man im August 2008 nach dem Begriff „Partei“, erschien als erste politische Vereinigung die Spaßpartei namens „Die PARTEI“ aus dem Umfeld des Satiremagazins Titanic, gefolgt von SPD, DKP und FDP. Hinter dem Bruch, also nur durch Scrollen erreichbar, kamen Grüne und Linkspartei. Die CDU finden Google-Nutzer noch weiter hinten. Vorher kam man bereits an so einigen kleinen oder extremen Parteien vorbei, die aber eben das Wort „Partei“ und nicht „Union“ im Namen tragen. Nun stelle man sich vor, der User besitze keinerlei Vorwissen. Was nicht auf den ersten Seiten erscheint, wird kaum wahrgenommen.
</p>
<p><b>Ausweitung des Wissensangebots</b></p>
<p>
Sehr häufig ist es jedoch das Mitmach-Lexikon Wikipedia, das den ersten Treffer erzeugt. Somit werden die Regeln über den Inhalt nicht von Google, sondern von der Enzyklopädie gemacht. Google greift dieses Modell nun aber an. Seit Ende Juli 2008 ist mit Google Knol eine eigene Enzyklopädie online. Im Gegensatz zu Wikipedia stehen die Artikel dabei stark im Zusammenhang mit dem Autor, der klar hervorgehoben und mit Bild präsentiert wird. Jeder Autor kann zu jedem Thema einen Eintrag verfassen, so dass es viele Artikel mit verschiedenem Inhalt zu demselben Thema geben wird. Wieder bestimmen von Google festgelegte Kriterien die Reihenfolge, in der die Artikel gefunden werden.
</p>
<p>
<b>Weltwissen eingescannt</b>
</p>
<p>
Ein weiteres Wissensangebot ist eines der größten momentanen Projekte der Google Inc., nämlich Google Books. Hier will der Konzern eine riesige Online-Bibliothek erschaffen. Als das Projekt im Jahr 2004 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war es zunächst noch eine Art Online-Verlag, der über Verträge mit anderen Verlagen und Autoren arbeitete. Zwei Monate später ging Google jedoch mit dem Library Project an die Öffentlichkeit, bei dem Bücher in Großbibliotheken eingescannt und digitalisiert werden. Unter den Partnerbibliotheken sind prominente Namen wie die Stanford University, Harvard oder Oxford.
</p>
<p>
Dieses Projekt löste starke Kontroversen aus, da die Besitzrechte vieler eingescannter Bücher noch nicht abgelaufen waren. Online sind viele der Bücher in der Book Search kostenlos einzusehen, wenn auch oft nicht in vollem Umfang. Bei der Benutzung dieser Suche ist es aber wiederum ein Google-Algorithmus, der die Auswahl und Sortierung der Treffer vornimmt.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Google_Library_Project.jpg" title="Google Libary Project" width="350" height="263" />
</p>
<p>
<i>Foto: Joseph Hardin, cc by <a href="http://www.flickr.com/photos/sixteenmilesofstring/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tvol</a></i>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>„Problem der Informationsfreiheit“</b>
</p>
<p><b></b></p>
<p>
Momentan weist wenig darauf hin, dass Google in der westlichen Welt Zensur betreibt oder sonst etwas Böses im Schilde führt. Dies scheint auch überhaupt nicht im Interesse des Konzerns zu liegen. Dennoch hat Google sich eine Stellung erarbeitet, die der Berliner Beauftragte für Informationsfreiheit Dix „ein Problem aus Sicht der Informationsfreiheit in Bezug auf die allgemeine Zugänglichkeit von Informationen“ nennt.
</p>
<p>
Wenn der Konzern wollte, könnte er schwerwiegende Beschränkungen der Informationsfreiheit vornehmen. In China sei dies bereits geschehen, indem Google auf Wunsch der Regierungen zu bestimmten Suchanfragen oder auf bestimmten Seiten keine Treffer angab. Von Indien <a href="/Interview-dix">berichtet Dix</a> ähnliches. Studien haben zwar nachgewiesen, dass Google unter den in China tätigen Suchmaschinen noch am wenigsten Zensur betreibt. Doch diese Entwicklung zeigt, dass die Manipulation des Algorithmus von außen möglich ist.
</p>
<p>
Es könnte aber auch Google selbst sein, das ein Interesse an der Zensur der eigenen Seiten entdeckt. Das naiv klingende Firmenmotto „Tu nichts Böses“ stammt aus Zeiten, als Google noch ein kleines Start-Up war. Als rapide wachsender Konzern, der schon zu den größten der Welt gehört, wird Google selbst zum politischen Akteur. Ob man dann der Verlockung widerstehen kann, die eigenen Mittel zu nutzen, um Interessen durchzusetzten, ist noch nicht geklärt. Die Erfahrungen aus China und Indien weisen darauf hin, dass man es nicht kann.</p>
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