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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>Die Rückkehr der Freiwilligen: Die steigende Bedeutung von GOTV in amerikanischen Kampagnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jungherr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 14:08:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wurde in den vergangenen Jahren über Innovationen im amerikanischen Wahlkampf gesprochen, war damit meist die kreative Nutzung des Internet gemeint. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-rueckkehr-der-freiwilligen-die-steigende-bedeutung-von-gotv-in-amerikanischen-kampagnen/gotv-ab/" rel="attachment wp-att-122374"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122374" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/GOTV-AB-630x472.jpg" alt="Quelle: flickr.com | Barack Obama | CC BY-NC-SA 2.0" width="630" height="472" /></a>Wurde in den vergangenen Jahren über Innovationen im amerikanischen Wahlkampf gesprochen, war damit meist die kreative Nutzung des Internet gemeint. Neben den viel diskutierten und immer wieder enthusiastisch diagnostizierten Internet-Grassrooots, Facebook-, Twitter- und App-Revolutionen kam es gleichzeitig auch offline zu interessanten Veränderung in der Kampagnenführung. Als Folge dieser Veränderungen erhält die Arbeit von Freiwilligen eine immer gewichtigere Rolle in der Umsetzung politischer Kampagnen in den USA.</p>
<p>In den vergangenen zehn Jahren kam es in den USA zu einer von Deutschland weitgehend unbeobachteten Veränderung in der praktischen Umsetzung von Wahlkämpfen. Neben den bekannten Wettkämpfen um Nachrichtenzyklen und Fernsehspots begannen die Kampagnenmacher, den potentiellen Wählern mithilfe von Telefonanrufen oder Hausbesuchen von Freiwilligen aus der Zielgruppe den Wahlkampf nahe zu bringen. In seiner Studie <a href="http://press.princeton.edu/titles/9616.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ground Wars: Personalized Communication in Political Campaigns&#8221;</a> benutzt der dänische Kommunikationswissenschaftler <a href="http://rasmuskleisnielsen.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rasmus Kleis Nielsen</a> hierfür den Begriff &#8220;personalisierte politische Kommunikation&#8221;.</p>
<h3>Wachsende Bedeutung von personalisierter Kommunikation</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/die-rueckkehr-der-freiwilligen-die-steigende-bedeutung-von-gotv-in-amerikanischen-kampagnen/volunteer/" rel="attachment wp-att-122354"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-122354" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Volunteer.jpg" alt="" width="320" height="213" /></a>&#8220;Get-Out-the-Vote&#8221; (GOTV), also der gezielte Kontakt zu potentiellen Wählern durch Freiwillige oder bezahlte Kampagnenhelfer, war zwar schon immer ein Element amerikanischer Wahlkämpfe &#8211; aber drei Entwicklungen führten zu der kontinuierlich steigenden Bedeutung von GOTV-Elementen in den Kampagnen. Einerseits müssen Wahlkämpfe in den USA in einem stark fragmentierten Medienumfeld kommunizieren. Seit den 1980er Jahren sehen sich Amerikaner einem vielfältigen und stetig wachsendem Medienangebot gegenüber. Dies führt zwangsläufig zu einer Aufsplitterung des Publikums, was es für Kampagnen immer schwieriger macht, potentielle Wähler über klassische Medienkanäle zu erreichen. Der amerikanische Politologe <a href="http://www.princeton.edu/~mprior/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Prior</a> zeigte 2007 in seinem Buch <a href="http://www.cambridge.org/de/knowledge/isbn/item1162668/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Post Broadcast Democracy&#8221;</a> eindrucksvoll, welche gesellschaftlichen Folgen diese Aufsplitterung des Publikums hat. Die von Prior aufgezeigten Prozesse werden durch die zunehmende Nutzung des Internet noch weiter verstärkt.</p>
<p>Parallel zu dieser Entwicklung zeigten Feldexperimente der Politologen <a href="https://sites.google.com/site/donaldpgreen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Donald P. Green </a>und <a href="http://pantheon.yale.edu/~agerber/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alan S. Gerber</a>, dass die persönliche Ansprache potentieller Wähler durch Kampagnenmitarbeiter eine deutlich höhere Mobilisierungswirkung hatte als der Kampagnenkontakt über automatisierte Anrufe wie &#8220;Robocalls&#8221; oder Postsendungen. Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse ihrer Experimente in ihrem Buch <a href="http://www.brookings.edu/research/books/2008/getoutthevotesecondedition" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Get Out the Vote! How to Increase Voter Turnout&#8221;</a> gehören Gerbers und Greens Erkenntnisse zu Grundelementen amerikanischer Wahlkämpfe.</p>
<h3>Kampagnen-Optimierung durch Online-offline-Verzahnung</h3>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div> Zusätzlich zu der wachsenden Zersplitterung der Mediennutzung und dem in amerikanischen Kampagnen steigenden Bewusstsein für die Bedeutung des persönlichen Kontakts mit potentiellen Wählern trugen auch das Internet und die zunehmende Digitalisierung zu einer neuen &#8220;personalisierten&#8221; Form der politischen Kommunikation bei. Die bereits auf politik-digital.de <a href="http://politik-digital.de/microtargeting-wahlkampf-mit-datensaetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschriebene</a> ansteigende Nutzung von Datenbanken und des &#8220;predictive modelling&#8221; ermöglicht US-Kampagnen eine immer präzisiere Auswahl potentieller Wähler, die erst den relativ ressourcenintensiven persönlichen Kontakt durch Freiwillige möglich macht. Die Rolle des Internet bei der Organisation dieser Offline-Kampagnenelemente darf also nicht unterschätzt werden. Allerdings liegt die Bedeutung des Netzes hierbei nicht im bunten, journalisten- und beraterfreundlichen Facebooken oder Twittern, sondern in der Stärkung und Optimierung der Infrastruktur politischer Kampagnen.</p>
<p>Einen detaillierteren Blick auf die Entwicklung des personalisierten GOTV bieten der Kommunikationswissenschaftler <a href="http://rasmuskleisnielsen.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rasmus Kleis Nielsen</a> in seinem Buch <a href="http://press.princeton.edu/titles/9616.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ground Wars: Personalized Communication in Political Campaigns&#8221;</a> und der Journalist Sasha Issenberg in seinem Buch <a href="http://www.thevictorylab.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;The Victory Lab: The Secret Science of Winning Campaigns&#8221;</a> sowie in seinen verschiedenen <a href="http://www.slate.com/authors.sasha_issenberg.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikeln</a> für die Webseite Slate.</p>
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