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	<title>Govdata &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Govdata &#8211; politik-digital</title>
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		<title>BODDY13: Mit viel Überzeugungsarbeit zum Kulturwandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2013 15:30:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf dem dritten Berlin Open Data Day ging es um rechtliche, organisatorische und menschliche Notwendigkeiten für die Implementierung von Open [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bild-boddy13.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129733" alt="Selection" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bild-boddy13.png" width="640" height="353" /></a>Auf dem dritten Berlin Open Data Day ging es um rechtliche, organisatorische und menschliche Notwendigkeiten für die Implementierung von Open Data. Viele Chancen tun sich auf, doch der Weg zu offenen Daten ist steinig und noch weit.<br />
„Open Data schafft Orientierung! Wir müssen Apps entwickeln, die allen Fremden dabei helfen, sich in Berlin schnell zuhause zu fühlen!“ Mit diesen Worten begrüßte Cornelia Yzer (CDU), Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, die etwa 200 Gäste und Teilnehmer des <a href="http://berlin.opendataday.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berlin Open Data Day 2013 (BODDY13),</a> und betonte damit zugleich die Bürgerfreundlichkeit des Open-Gedankens. Dieser Aspekt sollte sich als roter Faden durch den ganzen Tag ziehen; legten doch alle Redner besonderen Wert darauf, den Nutzen für Bürger und Gesellschaft zu betonen. Prof. Radu Popescu-Zeletin, Leiter des <a href="http://www.fokus.fraunhofer.de/de/fokus/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS)</a> in Berlin, in dessen Räumen der „BODDY“ stattfand, machte zudem explizit auf die die rasante technologische Entwicklung und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Möglichkeiten durch Open Data aufmerksam.<br />
Wolfgang Both aus der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung kündigte bis Ende des Jahres einen Entwurf für einen Senatsbeschluss für Open Data-Fragen an, um ab dem kommenden Jahr eine „rechtliche und organisatorische Grundlage für offene Verwaltung“ zu schaffen. Dennoch sei Open Data allein von Rechts wegen nicht einfach zu installieren, der Prozess müsse „erst in die 100.000 Köpfe der Verwaltung Einzug halten“ und funktioniere „nicht von jetzt auf gleich“. Mit der Entwicklung des Datenangebots des Berliner Portals <a href="http://daten.berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">daten-berlin.de</a> zeigte sich Both bislang zufrieden, jedoch sei Berlin „keine Dateninsel“, eine wichtige Aufgabe für die Zukunft sei daher die „Ausweitung der Datenveröffentlichung auf Europa“,entsprechend dem diesjährigen Motto „Offene Daten – Berlin – Deutschland – Europa“.<br />
Im internationalen Open-Data-Vergleich stehe Deutschland zwar relativ gut dar, bilanzierte Dr. Ute Dauke vom Bundesinnenministerium die Arbeit des deutschlandweitne Portals <a href="https://www.govdata.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GovDATA</a>. Sie mahnte jedoch an, dass eine bundesweite Entwicklung offener Verwaltungen in jedem Falle wünschenswerter sei als eine stückweise regionale Offenlegung öffentlichkeitsrelevanter Datensätze. Auch hält sie es für dringlich, die deutsche Datenlizenz zu überarbeiten; Passagen wie „Jede Nutzung ist zulässig.“ seien zu allgemein gehalten. Hier gelte es, Datenmissbrauch zu verhindern und klar festzulegen, was mit welchen Daten legal machbar sei.</p>
<h3>Nutzen fürs wahre Leben</h3>
<p>Um die konkrete Anwendung offener Daten ging es in verschiedenen Workshops. Die Themen reichten hier von Nahverkehrsdaten über die Nutzungsperspektiven von Geodaten bis hin zu der Frage, wie sich Fertigkeiten von Bürgern und Verwaltung sinnvoll kombinieren lassen.<br />
Interessant für die Nutzer wurde es vor allem am Nachmittag: Hier hatten Entwickler und Programmierer Gelegenheit, ihre Apps und Anwendungen zu präsentieren, die auf Grundlage veröffentlichter Daten entwickelt wurden. So etwa die Berliner Denkmalliste, in der mehr als 8.000 Denkmäler verschiedener Kategorien aufgeführt sind. Thomas Hoppe, der mit der Aufbereitung dieser Liste beauftragt ist, erläuterte, wie komplex die Handhabung solcher Datenmassen ist. Strukturierte Datensätze, die über das Format eines einfachen Textdokuments hinausgehen, sollen hier künftig Abhilfe schaffen.<br />
Hochkonjunktur hatten beim BODDY13 vor allem Verkehrs-Apps verschiedener Art. So stellte Dominik Moritz <a href="http://okfn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(Open Knowledge Foundation Deutschland)</a> Anwendungen vor, mit denen sich anhand von Echtzeitdaten wahlweise die Positionen von S-Bahnen, die allgemeine Versorgung mit Öffentlichem Personennahverkehr oder die nächstgelegene Haltestelle von einem beliebigen Punkt der Stadt aus ermitteln lassen.<br />
Henning Hollburg zeigte seine Entwicklung SONA, mit der sich der kürzeste Weg von einem Ort zu einem anderen in Berlin innerhalb einer definierten Zeitspanne ermitteln und mit weiteren Parametern wie etwa der Wohnungssuche kombinieren lässt. Dirk Schumacher hat für die Universität Paderborn eine Kommunikations- und Informationsplattform für Dozenten und Studierende entworfen, die mehrere Datenquellen miteinander verbindet und etwa eine optimale Gebäudeauslastung gewährleistet oder das Zeitmanagement erleichtert, wenn Vorlesungen ausfallen oder verlegt werden.</p>
<h3>Vertrauen erarbeiten</h3>
<p>In der abschließenden Podiumsdiskussion ging es um „Internationale Orientierungsstrategien im Datenschungel“. Katalin Gallyas, Angestellte der Wirtschaftsbehörde der Stadt Amsterdam, berichtete über ihre Erfahrungen mit Open Data in den Niederlanden. Als Kernaussage stellte sie die Notwendigkeit heraus, Behörden im Umgang mit Open Data zu schulen, damit diese die eindeutigen Vorteile solcher Vorgänge erkennen könnten. Hartmut Bömermann vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg empfahl den Bürgern, durchaus kritisch mit den Datensätzen umzugehen. Cornelius Everding vertrat als Beauftragter für<a href="http://www.egovernment-computing.de/Minsterium-de-Inneren-des-Landes-Brandenburg/firma/257040" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> E-Government im Innenministerium des Landes Brandenburg</a> die These, dass Open-Data gegen die deutsche Tradition „Verwaltung = geheim“ arbeiten müsse, dies jedoch auf längere Zeit ein “Kampf“ bliebe. Er betonte die Bedeutung und den volkswirtschaftlichen Nutzen durch die Einbeziehung der Bürger in Verwaltungsprozesse, wie es etwa in Großbritannien geschehe. Prof. Dr. Ina Schieferdecker, Abteilungsleiterin im Fraunhofer Institut, zweifelte an der Sinnhaftigkeit von Gesetzen, da man das Verständnis für Open Data nicht durch Zwang erreiche, vielmehr komme es darauf an, Akzeptanz durch Überzeugung zu schaffen.<br />
Einig waren sich die Diskutanten darin, dass nicht weniger als ein Kulturwandel nötig sei, um Open Data in allen Verwaltungseinheiten in Deutschland und darüber hinaus zu etablieren.<br />
Für weniger technikaffine Zuhörer war es teilweise schwierig, den Vorträgen ohne Programmierkenntnisse zu folgen. Doch die an den Endnutzer gerichtete Werkschau, in der konkret nutzbare Vorteile durch offene Datentransparenz und -bereitstellung aufgezeigt wurden, entschädigte den weniger bewanderten Gast und machten Hoffnung auf kreative Nutzungsideen in einer noch fernen Zukunft. Denn zunächst gilt es, bei Bürgern und Verwaltungen weiter für Akzeptanz zu sorgen. Der BODDY13 hat einen Beitrag dazu geleistet.<br />
&nbsp;<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/mikecogh/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Goghlan</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC-BY-SA 2.0)</a></p>
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		<title>Rückblick SXSW 2013: Techniktrends und Politik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 10:24:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wilkommen bei der SXSW – der größten und bedeutendsten Technologie-Messe. Wo Startups und neue Spielereien das Licht der Welt erblicken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Al-Gore-auf-dem-SXSW-Gui-Ambros-cc-by-nc-sa-3.0.jpg"><img decoding="async" alt="&quot;Al" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Al-Gore-auf-dem-SXSW-Gui-Ambros-cc-by-nc-sa-3.0-630x389.jpg" /></a>Wilkommen bei der SXSW – der größten und bedeutendsten Technologie-Messe. Wo Startups und neue Spielereien das Licht der Welt erblicken und alte Haudegen vor einer „hacked democracy“ warnen. Adrian Rosenthal und Lucas Mohr waren auf der South by Southwest (SXSW) und haben sich die aktuellen Trends im Bereich der politischen Kommunikation angeschaut. Ein Bericht aus Tausend und einer App.<br />
Die vielleicht wichtigste Veranstaltung im Bereich digitaler Kommunikation, die South by Southwest (kurz SXSW), findet jedes Jahr Anfang März in Austin, Texas statt. Was ursprünglich als Festival zur Förderung lokaler Bands und Filmemacher begann, ist heute als Geburtsstunde bekannter Startups wie Twitter und Foursquare bekannt und hat dieses Jahr mehr als 25.000 Besucher angezogen. Das Besondere an der <a href="http://sxsw.com">SXSW</a> ist dabei sicherlich der weltweit einzigartige Mix aus klassischer Konferenz, vielen Sessions mit großer Themenbreite und unzähligen Networking-Gelegenheiten mit Leuten aus der ganzen Welt. Für uns ein Grund, um uns auf die Suche nach neuen Trends, Startups und interessanten Diskussionen und Akteuren zu begeben – natürlich auch aus dem Bereich politischer Kommunikation.<br />
Wer war da, was gab es zu sehen? Ex-Vizepräsident Al Gore gab sich die Ehre, Data-Guru Nate Silver hielt eine der Keynotes, und auch Cory Booker, der Bürgermeister von Newark und aktuell einer der größten Hoffnungsträger der US-Demokraten, ließ sich in einer Podiumsdiskussion zu seiner Rolle als <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP16125">„New Media Politician“</a> befragen. Zac Moffatt, der Digitalchef der Romney-Kampagne, sprach auf einem Panel unter anderem mit dem Chef-Datenanalysten der Obama-Kampagne Dan Wagner über die Bedeutung von Big Data mit Blick auf Wähleransprache im letzten US-Wahlkampf. Den Gründer des <a href="http://personaldemocracy.com/">Personal Democracy Forums</a> Andrew Rasiej, trifft man dann abends nach den Workshops entspannt auf ein Bier auf einer der zahlreichen Networking-Partys. Daneben gab es weitere Veranstaltungen, auf denen Vertreter von NGOs, Regierungen oder Agenturen über Themen wie <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP12986">Digital Diplomacy</a> oder <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP3470">Crowdsourcing für kommunale Haushalte</a> sprachen und dabei zumeist auch das Publikum mit einbezogen.<br />
Im Fokus der SXSW standen aber natürlich – zum Teil wiederkehrende – Trends. Von der <a href="http://www.google.com/glass/start/">Google-Brille</a> über <a href="http://www.engadget.com/2013/01/08/samsungs-evernote-ready-t9000-smart-fridge-hands-on/">smarte Kühlschränke</a> bis zu dem Gerücht von einer <a href="http://www.theverge.com/2013/3/4/4062448/apple-watch-will-run-ios-and-arrive-later-this-year-say-sources">Apple-Uhr</a> – neue Technologien zeigen, dass auch der Alltag immer mehr von der digitalen Welt durchdrungen wird – und das zu jeder Zeit und an jedem Ort.<br />
Aber konzentrieren wir uns hier lieber auf Trends und Persönlichkeiten, die auch für die politische Kommunikation im Social Web von Bedeutung sind, denn hier hatte die SXSW einiges zu bieten.</p>
<h3>Alles wird Mobil und lokal – auch für die Politik</h3>
<p>Ein Trend, der vielleicht schon keiner mehr ist, aber insbesondere im Ausstellungsbereich der SXSW sehr präsent war, kann unter dem Stichwort SoLoMo (SocialMobileLocal) zusammengefasst werden. Die große Mehrheit der dort vorgestellten Produkte waren Mobile-Apps oder zumindest auf den mobilen Bereich ausgelegte Websites. Die Palette an Angeboten reichte von interaktiven <a href="http://www.aurasma.com/#/whats-your-aura">Augmented Reality Apps</a> über Kontaktvermittlungen im unmittelbaren Umfeld bis hin zu spielerischen Apps. Der mobile Bereich wird immer mehr zum Hauptspielplatz des Internets und verknüpft die virtuelle Welt mit der realen. Obwohl die gezeigten Apps kaum bis wenig Bezug zu politischer Kommunikation hatten, sind die anwesenden Strategen und Politikberater sicher sehr aufmerksam über die Fachmesse gegangen. Denn bereits im letzten US-Präsidentschaftswahlkampf spielte der mobile Sektor eine wichtige Rolle. Nicht nur für das Fundraising, sondern auch mit Blick auf das <a href="http://politik-digital.de/praesidentschaftswahl-2012-konferenz-zu-us-kampagnentrends/">Targeting</a>. Die Inspiration für neue Wahlkampf-Apps kommt von den taktangebenden Startups, die jedes Jahr auf der SXSW ausstellen.</p>
<h3>Big und Open Data &#8211; Die Amerikaner machen den nächsten Schritt</h3>
<p>Erst jüngst ist in Deutschland mit <a href="https://www.govdata.de/">GovData</a> ein Portal gestartet, das offene Regierungsdatendatensätze frei zugänglich macht. In den USA ist dies mit <a href="http://www.data.gov/">data.gov</a> bereits seit einigen Jahren möglich. Hier beschäftigt man sich aktuell eher mit der Frage, was man tun kann und muss, um die Beteiligung der Bürger weiter zu intensivieren. Zum einem sind <a href="http://challenge.gov/search?cat=155">Wettbewerbe</a> hilfreich, zum anderen gibt es Überlegungen, einen finanziellen Anreiz zu schaffen. Unternehmen und Startups, aber auch NGOs oder Einzelpersonen können sich künftig als Dienstleister bei der amerikanischen Regierung bewerben und werden bei Bedarf mit einzelnen Projekten beauftragt.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lucas-Mohr-und-Adrian-Rosenthal-21.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-127882" alt="Lucas Mohr und Adrian Rosenthal 2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lucas-Mohr-und-Adrian-Rosenthal-21-195x119.jpg" width="195" height="119" /></a><strong>Lucas Mohr</strong> leitet im Berliner Büro von <a href="http://www.ketchum.com/de/ketchum-pleon-germany">Ketchum Pleo</a>n die Digital-Unit.<br />
<strong>Adrian Rosenthal</strong> ist Head of Digital and Social Media bei<a href="http://www.mslgroup.de/"> MSL Germany</a>.<br />
Zusammen besuchten beide dieses jahr die SXSW in Austin. Zudem bloggen sie auf <a href="http://www.amerikawaehlt.de/">amerikawaehlt.de</a> über digitale Trends und aktuelle Entwicklungen im Online-Campaigning mit einem Fokus auf US-Wahlkämpfe.</div></div><br />
Der größere Anteil der Sessions und Keynotes auf der SXSW beschäftigte sich aber mit dem Thema Big Data. Natürlich versuchen Unternehmen, mit den von ihnen gesammelten Daten weitreichende Erkenntnisse über ihre Zielgruppen und Konsumenten zu bekommen, um so zum Beispiel ihren Social Media-Content zu optimieren. Für die Politik sind die Daten und die Analyse dieser aber mindestens ebenso wichtig. Während Romneys Big Data Project Orca floppte, hatte Obamas Programm mit dem Namen <a href="http://www.slate.com/articles/news_and_politics/victory_lab/2012/02/project_narwhal_how_a_top_secret_obama_campaign_program_could_change_the_2012_race_.html">Narwhal</a> eine wichtige Bedeutung. Daher wurde die <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP15588">„Big Data Democracy: The Rise of Analytics“</a> vielfach auf der SXSW diskutiert und immer wieder wurde die bedeutende Rolle von Big Data vor allem für zukünftige Wahlkämpfe hervorgehoben. Das hat auch der allseits geschätzte Ober-Data-Nerd Nate Silver in seiner <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP15875">Keynote</a> noch einmal betont, wobei er vor allem darauf einging, wie man Umfragen richtig deutet bzw. akkumuliert und damit das Verhalten der Wählerschaft einigermaßen verlässlich voraussagen kann. Hier müssen die Republikaner deutlich aufholen in kommenden Wahlkämpfen, und es wird spannend zu beobachten sein, wie sie das anstellen wollen.</p>
<h3>Crowdfunding als Chance für öffentliche Einrichtungen</h3>
<p>Crowdfunding ist derzeit in aller Munde und bislang vor allem aus dem <a href="http://www.kickstarter.com/projects/597507018/pebble-e-paper-watch-for-iphone-and-android">Kreativ- und Produktbereich</a> bekannt. Einen interessanten Ansatz, wie auch staatliche Einrichtungen Crowdfunding für sich nutzen können, zeigte die Veranstaltung &#8220;<a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP984">Can Crowdfunding Save Local Government Budgets?</a>&#8220;. Die Idee ist relativ simpel: Staatliche Einrichtungen oder die Bürger stellen auf einer Plattform wie <a href="http://citizinvestor.com/">Citizinvestor</a> oder <a href="http://spacehive.com/">Spacehive</a> ein Projekt ein und rufen zur Spendenbeteiligung auf. Bei den Projekten handelt es sich meist um kleine lokale Initiativen wie den <a href="http://www.publicservice.co.uk/news_story.asp?id=19279">Bau eines Gemeindezentrums</a> oder das Pflanzen von Bäumen. Eine Chance, nicht nur Geld einzusammeln, sondern auch für Aufmerksamkeit und Transparenz beim Verbleib von Geldern zu sorgen. Einige offene Fragen bleiben allerdings, zum Beispiel die der Legitimation. Denn warum sollten Bürger noch zusätzliches Geld zur Verfügung stellen, wenn sie doch bereits Steuern zahlen? Weiterführende Informationen zum Thema gibt es auf der Webseite von <a href="http://www.ethanzuckerman.com/blog/2012/08/10/how-do-we-make-civic-crowdfunding-awesome/">Ethan Zuckerman</a>.</p>
<h3>Cory Booker &#8211; Der New Media-Politiker</h3>
<p>Obwohl die Keynote-Unterhaltung zwischen Al Gore und <a href="http://allthingsd.com/author/walt/">Walter Mossberg</a> über Gores neues Buch „The Future: Six Drivers of Global Change“ interessant war, hat Newarks Bürgermeister Cory Booker ihm doch die Schau gestohlen. Während Gore vor einer „hacked democracy“ warnte, in der zu viel Macht in den Händen einiger Mächtiger konzentriert sei, sprach der demokratische Hoffnungsträger Cory Booker sehr persönlich und anschaulich über seine Nutzung sozialer Medien. Booker, der übrigens auch als <a href="http://techland.time.com/2013/03/12/cory-booker-sxsw/">SXSW Speaker of the Year</a> ausgezeichnet wurde, nutzt vor allem Twitter (auf das ihn tatsächlich erst Ashton Kutcher brachte), um mit seinen Wählern in direktem Kontakt zu bleiben. Für ihn ist Twitter in erster Linie keine nationale Diskussionsplattform, um mit anderen Politikern zu streiten, sondern dezidiert ein lokales Beteiligungstool, bei dem vor allem Transparenz und Authentizität zählen würden.</p>
<h3>Startups und Politik</h3>
<p>Dass sich auch Tech-Firmen und Startups immer stärker in Wahlkämpfe einbringen, konnte man bereits im jüngsten US-Wahlkampf gesehen, bei dem sowohl Google als auch Facebook sowie ihre Mitarbeiter wichtige Wahlspender waren. Zudem haben diese Unternehmen unter dem Damoklesschwert von SOPA, PIPA und Co. ihr Lobbying extrem professionalisiert, da sie mehr und mehr von politischen Entscheidungen mit Hinblick auf Themen wie Datenschutz betroffen sind. Auf der SXSW bot der republikanische Senator Jerry Moran auf seinem Panel „Why Public Policy Should Matter to Your Startup“ eine Plattform, um mit Vertretern von Startups über deren Herausforderungen für die Politik zu diskutieren. Dabei sprachen Moran und seine Gesprächspartner über ein breites Themenspektrum von Datenschutz bis hin zur Reform des Einwanderungsrechts speziell für Fachkräfte, die dringend von Startups benötigt werden. Moran ist zudem einer der Sponsoren des <a href="http://www.techdirt.com/blog/innovation/articles/20130213/01150321959/third-times-charm-startup-act-30-introduced-this-time-with-infographic.shtml">Startup Act 3.0</a>, einem Gesetzesentwurf, der Startups unter anderem bei der Anwerbung von Fachkräften helfen soll.<br />
Politische Kommunikation im Social Web ist mittlerweile auf jeden Fall ein fester Bestandteil der SXSW geworden und zieht daher auch immer <a href="http://pandodaily.com/2013/03/11/republicans-and-keg-stands-at-this-years-sxsw-tech-and-politics-collide/">mehr Politiker an.</a> Wir sind gespannt auf das kommende Jahr – und überlegen mittlerweile, wie wir die Reise zum <a href="http://personaldemocracy.com/">Personal Democracy Forum</a> Anfang Juni in New York organisieren können.<br />
Bild: Gui Ambros (cc by-nc-sa 3.0)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Alles falsch und ungerecht &#8211; Digitale Presseschau KW 10</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 16:52:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Welt am Abgrund? Könnte man fast meinen. Da bleibt nur noch zu sagen: Ade klassische Medien, lebewohl Digitalisierung, goodbye [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt am Abgrund? Könnte man fast meinen. Da bleibt nur noch zu sagen: Ade klassische Medien, lebewohl Digitalisierung, goodbye Anonymous und danke Leistungsschutzrecht. Vielleicht sollte man sich lieber anschauen, was aus dem Hype um Kony geworden ist.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=frlbDMY6fjs<br />
Joseph Kony – dieser Name jagt dem einen oder anderen immer noch eine Gänsehaut ein. Ein Jahr nach der Veröffentlichung des Youtube-Hits hat die TagesWEBschau sich die Frage gestellt, was die Online-Protestwelle um Kony bewirkt hat.</p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/blog/christian-jakubetz-unhipster/2013-03-04/ueberangebot-ist-der-medien-tod">Überangebot ist der Medien Tod</a></h3>
<p>Eigentlich wollte das Leistungsschutzrecht uns nur verdeutlichen, dass das Internet schuld am Untergang der klassischen Medien ist. „Falsch“, meint Christian Jakubetz aka unhipster, der im Online Magazin Cicero den Verfall der Medienlandschaft schon viel früher einordnet. Das Internet als Brandbeschleuniger eines medialen Kartenhauses.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/imho-freie-daten-fuer-freie-buerger-1303-97994.html">Politik öffne dich</a></h3>
<p>Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) präsentierte am Dienstag auf der Cebit 2013 das offene Datenportal <a href="https://www.govdata.de/">Govdata.de</a>. Eigentlich ein freudiges Ereignis, wären da nicht die ersten Kommunen, die die Freigabe ihrer Daten verweigern. Problem: Das allseits beliebte Geld. Auf golem.de legt Jörg Thoma Widerspruch ein und erklärt wie der Umgang mit offen Daten wirklich aussieht.</p>
<h3><a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/journalistik-professor-ueber-leistungsschutzrecht-jeff-jarvis-ich-mache-mir-sorgen-um-deutschland/7878526.html">Goodbye Deutschland</a></h3>
<p>Man muss sich um Deutschland sorgen machen, nur warum? Diese Frage beantwortet der Internetaktivist Jeff Jarvis in seinem Artikel im Tagesspiegel. Jarvis geht dabei mit den Verlagen hart ins Gericht: „Statt durch Innovation und das Erkennen von Chancen sich selbst und andere zu beeindrucken, rennen die Verlage lieber zu ihrer Kanzlerin und der dazugehörigen Partei, um ein Leistungsschutzrecht durchzusetzen.“</p>
<h3><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/14488-anonymous-hat-das-gebaeude-verlassen.php">Anonymous auf der Flucht?</a></h3>
<p>Anonymous ist Geschichte! Bei dieser Aussage, hört man bereits tausende Regierungsbeamte klatschen und feiern. Leider zu früh gefreut denn eigentlich ist nur das Kapitel von @AnonyOps vorbei. Im Interview mit der Journalistin Asher Wolf verrät der Betreiber eines der prominentesten Anonymous-Accounts, warum er die USA verlassen muss.</p>
<h3><a href="https://www.taz.de/Twitter-und-die-oeffentliche-Meinung/!112238/">Doch nicht ganz Mainstream </a></h3>
<p>Wie stimmen Meinungsbilder auf Twitter mit tatsächlichen Meinungsbildern überein? Das amerikanische Pew Research Center hat ein Jahr lang digitale sowie klassische Meinungsbilder analysiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Twitter vielleicht nicht ganz als Spiegelbild der öffentlichen Meinung herhält.</p>
<h3><a href="http://berlinergazette.de/digitalisierung-reflektion-relevanz/">Digitalisierung – ist das eigentlich wichtig?</a></h3>
<p>„Die Digitalisierung gilt als die große Revolution unserer Epoche. Vergleichbar mit der Industrialisierung vor zweihundert Jahren.“ Krystian Woznicki, Herausgeber der Berliner Gazette, hat das Leistungsschutzrecht zum Anlass genommen sich zu fragen, ob die Digitalisierung eigentlich wichtig war/ist und wie wir damit umgehen können bzw. müssen.</p>
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