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	<title>Greenpeace &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Greenpeace &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Expertenchat &#034;Der Blaue Engel&#034;: Kann modernes Telefonieren grün sein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2013 12:02:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Schick und multifunktional – kann modernes Telefonieren auch grün sein? Mobil- und Festnetztelefone bieten immer mehr Funktionen, aber wie sieht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/blauer-engel-1mb.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-134878" alt="blauer engel 1mb" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/blauer-engel-1mb-630x390.jpg" width="630" height="390" /></a>Schick und multifunktional – kann modernes Telefonieren auch grün sein?</h2>
<p>Mobil- und Festnetztelefone bieten immer mehr Funktionen, aber wie sieht die Umwelt-Performance aus? Antworten dazu gibt es in einem Live-Chat zum umweltfreundlichen Telefonieren mit Experten von Greenpeace, Deutsche Telekom, Verbraucherzentrale NRW, Olympia und dem Blauen Engel<br />
<strong>am Donnerstag, 5. Dezember, von 13-14 Uhr.</strong><br />
Weniger Strom – weniger Kosten: Wie finde ich energiesparende Telefone? Lohnt sich das?<br />
Verstecken sich Schadstoffe in Mobil- und Festnetztelefonen? Wie schütze ich mich und die Umwelt?<br />
Strahlenbelastung bei Mobil- oder Schnurlostelefonen – was ist hoch, was ist niedrig?<br />
Wie helfen Umweltzeichen wie der Blaue Engel beim Telefon-Kauf?<br />
Fixe Akkus und fehlende Ersatzteile – Worauf muss ich beim Kauf achten, damit ich Handy und Co. lange nutzen und umweltfreundlich entsorgen kann?<br />
Diskutieren Sie mit Greenpeace, Telekom Deutschland, Verbraucherzentrale NRW, Blauer Engel und Olympia und sichern Sie sich praktische Tipps für Ihren Kommunikationsalltag.<br />
<strong><span style="text-decoration: underline">Folgende Experten werden im Chat Rede und Antwort stehen:</span></strong><br />
<strong>Dr. Hans-Hermann Eggers</strong> leitet im <strong>Umweltbundesamt</strong> das Fachgebiet Ökodesign, Umweltkennzeichnung und umweltfreundliche Beschaffung. Dieses fungiert als Geschäftsstelle der Jury Umweltzeichen und entwickelt die fachlichen Kriterien der Vergabegrundlagen des Blauen Engel.<br />
<strong>Claudia Sprinz</strong> ist bei <strong>Greenpeace</strong> Konsumentensprecherin und Elektronikexpertin.<br />
Cornelia Szyszkowitz ist bei der Deutschen Telekom im Bereich Nachhaltigkeit tätig. Die Deutsche Telekom bietet die ersten und einzigen Blauer Engel-Festnetztelefone an.<br />
<strong>Ulrike Schell</strong> leitet in der <strong>Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen</strong> den Bereich Ernährung und Umwelt.<br />
<strong>Cornelia Szyszkowitz</strong> ist bei der <strong>Deutschen Telekom</strong> im Bereich Nachhaltigkeit tätig. Die Deutsche Telekom bietet die ersten und einzigen Blauer Engel-Festnetztelefone an.<br />
<strong>Sven Elvert </strong>ist Vertriebsleiter bei <strong>Olympia</strong>, dem ersten Zeichennehmer für Blauer Engel Mobiltelefone.<br />
Stellen Sie Ihre Fragen <strong><a href="http://www.blauer-engel.de/de/verbraucher/expertenchat/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vorab</a> </strong>oder im <strong><a href="http://www.blauer-engel.de/de/verbraucher/expertenchat/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Live-Chat</a></strong>.<br />
<em>Der Chat wird durchgeführt von politik-digital.de</em><br />
Bild: liew.cf  (CC BY-NC 2.0)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (KW20)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Melching]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 10:43:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Man darf sich kein Bild von Mohammed machen – auch nicht auf Facebook. Außerdem in der Linkliste diese Woche: Was Netzaktivisten wirklich wollen, Haue für Google und wir dürfen wieder Kit Kat essen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man darf sich kein Bild von Mohammed machen – auch nicht auf Facebook. Außerdem in der Linkliste diese Woche: Was Netzaktivisten wirklich wollen, Haue für Google und wir dürfen wieder Kit Kat essen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.welt.de/webwelt/article7684802/Der-naechste-Krieg-wird-im-Netz-gefuehrt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cyberwar – for real?</a>
</p>
<p>
Welt Online berichtet über die Gefahren, die von Internetattacken ausgehen. Der Cyber-Krieg habe schon begonnen, täglich würden in Deutschland Behörden angegriffen, so das Portal. Kaum jemand verfüge über eine adäquate Abwehrstrategie gegen die ernstzunehmende Bedrohung. 
</p>
<p>
<a href="http://www.independent.co.uk/news/world/asia/pakistan-bans-facebook-over-prophet-page-1977576.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pakistan vs. Facebook</a>
</p>
<p>
Nicht nur in Deutschland steht Facebook in der Kritik. In Pakistan wird jetzt zu einer drastischen Maßnahme gegriffen: Die Regierung in Islamabad hat nach einem Gerichtsurteil den Zugang zu dem sozialen Netzwerk bis Ende Mai blockiert. Der Grund dafür hat aber nichts mit Datenschutz zu tun. Auslöser war vielmehr eine Klage islamischer Anwälte: Eine Facebook-Gruppe hatte zu einem <a href="http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/Everybody-Draw-Mohammed-Day/121369914543425?ref=search&amp;sid=729315157.2743249721..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mohammed-Malwettbewerb</a> aufgerufen.
</p>
<p>
<a href="http://www.freitag.de/positionen/1019-freie-information-gehoert-begraben" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Die Menschen wollen frei sein“</a>
</p>
<p>
Der kanadische Autor Cory Doctorow glaubt nicht mehr, dass Informationen frei sein wollen. Der Slogan &quot;information wants to be free&quot; habe sich zu einem Scheinargument verwandelt, das mittlerweile eine Karikatur seiner selbst sei. Für den Freitag formuliert Doctorow, was für digitale Rechte Aktivisten wirklich wollen.
</p>
<p>
<a href="http://stueber.welt.de/2010/05/17/wenn-das-social-web-zum-politischen-faktor-wird/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Greenpeace bezwingt Nestlé per Twitterwall</a>
</p>
<p>
Wegen der Verarbeitung von Palmöl in Kit Kat-Schokoriegeln hatte Greenpeace vor dem Nestlé-Hauptsitz eine <a href="http://twitterwall.greenaction.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitterwall</a>-Großbildleinwand aufgebaut. Nachdem in Folge Tausende via Twitter und Facebook ihren Protest zum Ausdruck brachten, lenkte der Lebensmittelkonzern jetzt ein: Das Unternehmen versicherte, in Zukunft kein Palmöl mehr in seinen Produkten zu verwenden, für dessen Herstellung Regenwald vernichtet würde.
</p>
<p>
<a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article7669495/Der-Staat-muss-Google-Grenzen-setzen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google an die kurze Leine?</a>
</p>
<p>
Der Fortschritt sei kein Kindergeburtstag, verkündet WELT-Redakteur Ulrich Clauss. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass der Weltkonzern Google ständig an den Grenzen des Rechts operiere und diese auch gerne mal überschreite. Die Unverletzlichkeit der häuslichen Privatsphäre sei eines der höchsten Verfassungsgüter. Es sei nur dem Fortschrittsmythos zu verdanken, „dass noch kein Sondereinsatzkommando bei Google vorbeigeschaut“ habe, so Clauss. Er fordert „gezielte Schläge“ gegen das Unternehmen.
</p>
<p>
<a href="http://www.golem.de/1005/75206.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzaktivist im Visier der Behörden</a>
</p>
<p>
Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange musste bei der Einreise in sein Heimatland Australien seinen Pass abgeben. Der einzige namentlich bekannte Aktivist der Plattform wurde außerdem zu früheren Hackervergehen befragt. Assange ist in verschiedenen Staaten im Visier der Behörden: In Dubai, der Schweiz und auf den Cayman Islands wird wegen Verletzung des Bankgeheimnisses gegen ihn ermittelt. Auch das amerikanische Army Counterintelligence Center (ACIC) ist <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-03/wikileaks-acic" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht allzu gut auf ihn zu sprechen</a>.
</p>
<p>
<a href="http://www.independent.co.uk/life-style/gadgets-and-tech/news/chinas-web-firewall-should-be-wto-issue-1975287.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Große chinesische Firewall ein Fall für die WTO?</a>
</p>
<p>
Die EU-Kommissarin Neelie Kroes findet, dass Chinas große Firewall ein Thema für die Welthandelsorganisation (WTO) sei. Die Internetzensur stelle eine Handelsbarriere dar, die verhindere, dass Unternehmen unter fairen Wettbewerbsbedingungen arbeiten können, so die Niederländerin.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Blogs zeigen unsere menschliche Seite</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wie-greenpeace-und-co-das-internet-nutzen/blogs-zeigen-unsere-menschliche-seite-2429/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jmi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie Greenpeace und Co. das Internet nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Brian Fitzgerald]]></category>
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					<description><![CDATA[Greenpeace war schon lange vor der Green-My-Apple-Kampagne im Internet aktiv. Ob man mit dem Internet die Welt retten kann und welche Chancen Weblogs für die Nichtregierungsorganisation bieten, erklärt Brian Fitzgerald, Online-Chef bei Greenpeace International, im Interview.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Greenpeace war schon lange vor der Green-My-Apple-Kampagne im Internet aktiv. Ob man mit dem Internet die Welt retten kann und welche Chancen Weblogs für die Nichtregierungsorganisation bieten, erklärt Brian Fitzgerald, Online-Chef bei Greenpeace International, im Interview.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Wann habt ihr bei Greenpeace International zu bloggen angefangen?</b><br />
<br />
Das hängt ganz von der Definition von „Weblog“ ab. Movable Type installiert [System für die Veröffentlichung von Weblogs, das auf dem eigenen Rechner installiert werden muss, Anm. d. Red.] und unser erstes Weblog veröffentlicht, das wir auch Weblog nannten, „<br />
<a href="http://weblog.greenpeace.org/archives/2002_05.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Banners and us</a>“, haben wir am 28. Mai 2002.<br />
<br />
Aber wir hatten zuvor eine Reihe persönlicher Online-Tagebücher von Campaignern und Schiffs-Crews, sogar schon<br />
<a href="http://archive.greenpeace.org/comms/climate/polartour/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1997</a>. Nein, warte,<br />
<a href="http://archive.greenpeace.org/comms/nukes/ctbt/day27.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1996</a>. Nein,<br />
<a href="http://archive.greenpeace.org/comms/rw/diary.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1995</a>.
</p>
<p>
<b>Gab es Hindernisse oder Probleme und wie reagierten Leser und auch Kollegen? Gibt es z.B. „Corporate-Blogging-Richtlinien“ bei Greenpeace?</b><br />
<br />
Blogs sind was persönliches und befinden sich daher in fremdem Terrain, was unsere internen Prozesse angeht. Wir erklären alle Meinungen in Blogs als jene des jeweiligen Autoren, nicht als offizielle Greenpeace-Meinung, und wir streifen schon mal jenseits unserer Kernthemen umher. Das dient dem Ziel, die menschliche Seite unserer Crews, unseres Personal, der Ehrenamtlichen und Campaigner zu zeigen und sie persönlich völlig frei darin zu lassen, was sie sagen. Gelegentlich führt das zu erhobenen Augenbrauen und verursacht Reibungswärme bei den Kollegen, die enger mit der Kontrolle unserer Kommunikation mit klassischen Medien verbunden sind. Wir haben aber sehr, sehr oft die Erfahrung gemacht, dass wir dabei selbst noch viel sensibler sind als unsere Leserschaft.<br />
<br />
Zum Beispiel haben wir ja eine sehr aufmerksame Zielgruppe, die sich normalerweise nicht scheut, Einwände gegenüber Inhalten auch auszusprechen. Die Leute schreiben uns, wenn sie Schreibfehler auf der Website finden oder wenn sie mit einer Position nicht einverstanden sind oder etwas bedenklich finden. In einem Blog beklagte sich eine Campaignerin, die für einige Tage in einer Aktion in tief verschneiten Wäldern war, um Abholzungen zu stoppen, sie „friert sich den Arsch ab“. Wir hatten eine heftige interne Diskussion mit einigen Kollegen, die meinten, dass das ein absolut unakzeptables Statement von einem Greenpeace-Umwelthelden sei. Ich fand es menschlich und hatte persönlich kein Problem damit, aber ich wurde überstimmt. Aber was mich erschrak, war, dass eigentlich niemand in der Debatte danach gefragt hatte, ob unsere Leser sich beschwert hatten. Niemand hatte das.
</p>
<p>
<b>Sind Blogs für NGOs eher ein „Nice to have“ oder ein Muss? Wie relevant sind Blogs und Podcasting für die politische Kommunikation, auch in Zukunft?</b><br />
<br />
Ich bin mir nicht sicher, ob Blogs für alle notwendig sind. Aber für uns sind sie es. Das Blog-Publikum, und besonders das Podcast-Publikum, ist noch sehr, sehr klein, verglichen zu vielen anderen Medien. Für einige NGOs sprechen Blogs kein großes Publikum an. Aber ein großes Publikum sollte auch nicht der Grund sein, ein Organisations-Blog zu starten. Wenn Blogs ein inhaltliches Bedürfnis für ein breites Blogger-Publikum erfüllen, fängt es an interessant zu sein. Oder wenn Blogs ein Mittel sind, außerhalb des Offiziellen zu sprechen und eine Gruppe menschlich in Erscheinung treten zu lassen, ist das ein guter Grund. Zum Beispiel wissen wir aus Umfragen, dass Leute ziemlich verrückte Gedanken haben, wie ein typischer „Greenpeacer“ ausschaut. Einige stellen ihn sich als gewalttätigen, rabiaten Freak vor, und es ist daher wichtig zu zeigen wie es wirklich ist. Die Leute, die auf unseren Schiffen fahren und ihr Leben bei Aktionen riskieren, passen in keine Schublade. Da gibt es Wissenschaftler und Motoren-Schrauber, Business-Typen und Cheerleader. Das sind Menschen, wie man sie jeden Tag trifft, mit dem Unterschied, dass sie sich entschlossen haben, etwas für die Zukunft des Planeten zu tun. Wir wollen wirklich gerne, dass diese Tatsache durchkommt, und am besten geht das, indem man die Kommunikationskanäle öffnet, damit Leute die Aktivisten über die Blogs treffen können. Die Leute sollen sich mit diesen Menschen identifizieren können, wenn wir wollen, dass sie diesen wichtigen ersten Schritt tun, persönliche Verantwortung für unseren Planeten und seine Zukunft zu übernehmen. Sie sollen wissen, dass es kein grimmiges Gesicht, kein High-Tech und auch keinen Spaßverbots-Ansatz erfordert, um die Welt zu retten. Es geht einfach um eine hoffnungsfrohe Einstellung, ob nun dabei, eine Lampe gegen eine Energiesparlampe auszuwechseln oder eine Regierung herauszufordern.
</p>
<p>
<b>Was für andere Social Software setzt Greenpeace ein, neben Flickr und YouTube? Gibt es da besondere Regeln, zum Beispiel keine Software von Unternehmen einzusetzen, die anderswo wegen ihres Handelns in der Kritik stehen?</b><br />
<br />
Wir wenden dieselben Regeln auf Dienste von Drittanbietern an wie auf Zusammenarbeit mit anderen NGOs: keine permanenten Bündnisse, keine permanenten Gegner. Wir mögen Flickr, wir mögen YouTube, wir mögen Technorati und Del.icio.us und Digg und all die anderen Dinge, die das Web gerade demokratisieren. Aber sie sind auch nur Werkzeuge – wir wollen mit dem Einsatz dieser Tools keine Werbung für sie machen. Wir denken nicht, dass die Tatsache, dass wir sie einsetzen, schon unsere Unterstützung ausdrückt. Wir hatten zum Beispiel Probleme damit, dass Leute unsere Bilder bei Flickr aus politischen Gründen als „bedenklich“ meldeten, und Flickr darauf antwortete, als würden wir Pornografie einstellen. Jedes Mal, wenn wir das angesprochen haben, ist es schnell und verantwortungsvoll behandelt worden. Aber Fakt ist, dass einige Demokratisierungstools knifflig sind, wenn sie auf sehr umstrittenem Gebiet eingesetzt werden. Wikipedia ist großartig für Einträge in der Art „wie funktioniert diese und jene Maschine“, aber wenn man jemals am Ping-Pong-Spiel beim Bearbeiten eines Eintrags zu Atomenergie teilgenommen hat, weiß man, wie subjektiv „Fakten“ sein können. Wir glauben, dass in völlig offener, vollkommen informierter Debatte der Planet im Allgemeinen gewinnt. Aber es sorgt uns auch, wenn wir von PR-Beratern von Unternehmen hören, die Armeen von Bloggern und Wikipedia-Autoren bezahlen, um eine Version der Wahrheit zu befördern, die sie sich leisten können.
</p>
<p>
<b>Stichwort Open Content: Greenpeace benutzt hier und da Creative-Commons-Lizenzen, zum Beispiel in manchen Flickr-Photostreams, aber das Creative-Commons-Label taucht nicht überall auf, etwa bei Texten auf der Website. Ist Creative Commons nicht eine enorme Chance für NGOs, ihre Botschaften mittels Bloggern besser verbreiten zu können? Plant Greenpeace damit?</b><br />
<br />
Wir haben begonnen, mit CC-Lizenzen in der<br />
<a href="http://www.greenpeace.org/apple/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Green-my-Apple-Kampagne</a> zu experimentieren, wo wir Bilder, Videos und anderes Material bereitstellen, damit Leute unter CC-Lizenzen so genannte Mash-Ups machen. Persönlich würde ich gerne alles auf unserer Site ohne einen Moment zu zögern unter CC stellen, und die Zahl derer in der Organisation, die genauso fühlen, wächst. Aber wir sind ein großes Schiff und manchmal langsam zu wenden. Ich denke, der größte Stolperstein zurzeit sind Fotos. Wir engagieren Top-Fotografen, die preisgekrönte Fotos für uns schießen, und sie sträuben sich verständlicherweise dagegen, dass an ihrem Mittel zum Broterwerb gezerrt wird. Ob das nun ein Gebiet ist, das wir einfach anders behandeln müssen, oder ob wir da eine Art von Vereinbarung erarbeiten – ich denke, man wird immer häufiger CC-Lizenzen bei Greenpeace sehen. Unser Büro in Großbritannien hat gerade darauf<br />
<a href="http://www.greenpeace.org.uk/help/copyright" target="_blank" rel="noopener noreferrer">umgestellt</a>, und wir schauen uns das Experiment mit Interesse an.
</p>
<p>
<b>Der letzte Schrei im Marketing von Unternehmen ist ja die virtuelle Welt Second Life. Einige Konzerne haben dort Präsenzen eröffnet. Sieht so auch die Zukunft des E-Campaignings aus oder ist das nur ein kurzer Hype?</b><br />
<br />
Ein faszinierender Ort ist das. Es gibt tolle Gelegenheiten, damit Aufmerksamkeit zu kriegen und Spenden zu werben. Aber „first Life first“. Wir sollten alle mal wieder mehr raus in die Natur. Digitale Neuschaffungen der echten Welt als Utopie sind wirklich anziehend. Aber ich ziehe es vor, die echte Welt mehr zu dem idealen Platz zum Leben zu machen, als eine Simulation davon in einer digitalen Landschaft zu erschaffen. Trotzdem gibt es eine Menge Leute – hauptberufliche Greenpeacer und freiwillige Unterstützer – die mit Aktivismus in dieser Umgebung experimentieren. Und alles, wodurch Leute aktiv werden, die Welt zu verändern, ist eine gute Sache.
</p>
<p>
<br />
<b>Das Gespräch führte Jan Michael Ihl. Er studiert Electronic Business an der Universität der Künste und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 2006 leitete er bei der Netzeitung das Citizen-Journalism-Projekt Readers Edition . Für Greenpeace führt er selbst ehrenamtlich Trainings durch.</b></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie Greenpeace und Co. das Internet nutzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Transparency International]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Monika Griefahn</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_monika_griefahn-483/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Monika Griefahn]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">Moderator:</th>
			<td>Sehr geehrte Frau Griefahn, im Namen von politik-digital begruessen 
			wir Sie ganz herzlich zu unserem heutigen Chat. Wir wuenschen Ihnen viel 
			Spass.<br />
			</td>
		</tr>
		<tr valign="top">
			<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
			<td>Dankeschön!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Sehr geehrte Frau Griefahn, im Namen von politik-digital begruessen<br />
			wir Sie ganz herzlich zu unserem heutigen Chat. Wir wuenschen Ihnen viel<br />
			Spass.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Dankeschön!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Kommen wir zur ersten Frage.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">PeterHansen:</th>
<td>Bisher haben Sie sich ja eher durch Engagement für Umweltthemen<br />
			hervorgetan. Was qualifiziert Sie für den Ausschuss Kultur und Medien,<br />
			speziell für Neue Medien?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Wir warten gerne auf Ihre Antwort;-)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich habe immer internationale Politik gemacht, und auswärtige<br />
			Kulturpolitik ist ein wesentlicher, auch finanziell großer Anteil davon.<br />
			Die Neuen Medien haben gerade in der Präsentation von Deutschland im<br />
			Ausland (Deutsche Welle, Deutschlandportal) und in der neuen<br />
			Sprachvermittlung, z.B. in den USA, eine große Rolle gespielt bzw. spielen<br />
			sie noch. Die Kollegen im Bundestag haben mich in die Funktion gewählt,<br />
			weil sie sich auch kämpferisches Engagement für die Kultur wünschen. In<br />
			den Neuen Medien gibt es allerdings auch Handlungs- und Regelungsbedarf<br />
			für die Politik, z.B. in Urhebeberrechtsfragen, aber auch in Verbraucher-<br />
			und Jugendschutz (Nazis und Pornografie).
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mareike:</th>
<td>Was sind die Neuen Medien überhaupt, können Sie mir das<br />
			erklären?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Neue Medien sind: Verbindungen über TElefon, Computer, Vernetzungen,<br />
			auch innerhalb von Betrieben&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>aber auch das Zusammenwachsen verschiedener MEdien wie Fernsehen,<br />
			Telefon und Computer, also alles was mit Elektronik zu tun hat und<br />
			Kommunikation.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">PeterHansen:</th>
<td>Was macht der Neue Medien-Ausschuss im Moment?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Er kümmert sich um die Umsetzung der E-Commerce-Richtlinie der<br />
			EU&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>und bereitet Möglichkeiten vor, mit der Konvergenz der Medien, auch im<br />
			Interesse von KünstlerInnen, z.B. in Fragen des Urheberrechtes oder in<br />
			Fragen des Jugendschutzes umzugehen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Mareike:</th>
<td>Welche Maßnahmen halten Sie für geeignet, um die Rechten im Netz zu<br />
			bekämpfen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich denke, technische Filter sind nicht ausreichend, wie sie in<br />
			Frankreich angewandt werden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Wir brauchen aktive Aufklärung und Bildungsarbeit in Schulen und<br />
			Freizeit für Jugendliche&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Wir brauchen Jobs und Perspektiven für Jugendliche&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>und wir müssen ganz klar auch auf Internetseiten ein attraktives<br />
			Programm &quot;dagegen setzen&quot;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">heldensaga:</th>
<td>denken sie, dass es überhaupt geeignete möglichkeiten gibt, die<br />
			rechten aus dem netz zu vertreiben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Nein, aber einen verantwortungsvollen Umgang von den nicht-rechten<br />
			Nutzern und&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>den fruchtbaren Boden zu entziehen, dass die rechte Ansprache im NEtz<br />
			überhaupt so viele Anhänger findet&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Aber das Netz ist frei für jeden, und die Nachteile sind mit<br />
			dabei.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jean:</th>
<td>Sollte man mit Rechtsradikalen diskutieren oder sie lieber gleich<br />
			wegsperren?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Wenn es möglich ist, sollte man mit jedem Menschen, der Fehler macht<br />
			oder falsche Handlungen begeht, diskutieren,&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Bei brutaler Gewalt muss allerdings das Strafrecht auch voll angewandt<br />
			werden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r234683:</th>
<td>was soll eine Rechten-Hotline, wie sie jetzt im Norden Deutschlands<br />
			eingeführt wurde, bewirken? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Es sollen Möglichkeiten für jeden, der etwas erfährt oder bedroht<br />
			wird, angeboten werden, u.a. auch, um schneller zu handeln, als es sonst<br />
			möglich ist.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jean:</th>
<td>Wie lange nach dem Sommerloch wird noch über Rechtsradikalismus<br />
			gesprochen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich hoffe, dass die Maßnahmen, die verschiedene Bundesländer und die<br />
			Bundesregierung jetzt angepackt haben, dann auch ihre Wirkung<br />
			zeigen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>neben der öffentlichen Diskussion ist es wichtig, im kleinen Kreis, in<br />
			der Familie, in der Nachbarschaft, unter Freunden &quot;Gesicht zu zeigen&quot;,<br />
			d.h. nicht versteckt zuzustimmen. Das wird das SChwierigste sein.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">sunny:</th>
<td>von wem werden die informationen, die man der hotline mitteilt,<br />
			ausgewertet und beurteilt?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich denke, es sind die Innenminister, die Polizeibehörden und die<br />
			Bereiche, die etwas mit Jugend zu tun haben, also Schule und<br />
			Jugendämter.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">freak-on-a-leash:</th>
<td>Mal was anderes. Was sagen sie zum &quot;Atomkonsens&quot; und zur Arbeit von<br />
			Bundesumweltminister Jürgen Trittin?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Nach acht Jahren als Umweltministerin in Niedersachsen und drei<br />
			vergeblichen Konsensbemühungen des damaligen Ministerpräsidenten Schröder<br />
			bin ich froh, dass wir überhaupt zu einem Ergebnis gekommen<br />
			sind&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Auch, wenn für mich viele Wünsche offen sind&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich setze jetzt auf eine aktive Politik für alternative Energien, für<br />
			Energieeinsparungen, Brennstoffzelle, Wasserstoff&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Trittin fängt langsam an, sich für das Thema zu<br />
			interessieren.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Harry:</th>
<td>Unterstützen Sie den Trittin-Pfand? Also das auch auf Dosen Pfand<br />
			erhoben werden soll?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Wenn die MEhrwegquoten so dramatisch sinken, dass wir wieder mehr Müll<br />
			bekommen statt weniger, ist das Pfand ein finanzieller Anreiz, Dosen<br />
			zurückzubringen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Es funktioniert im Übrigen in allen skandinavischen Ländern und den<br />
			USA.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">heldensaga:</th>
<td>alternative energien sind teuer und deutschland ist verschuldet.<br />
			solten wir uns nicht mit billiger und verhältnismäßig sicherer atomkraft<br />
			behelfen, bis deutschland schuldenfrei ist?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>NEin, die Atomkraft ist nicht billig. Wenn man die Folgekosten aus<br />
			Unfällen und den unendlich langen Zeitraum der Überwachung in der<br />
			Entsorgung anschaut, &#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Atomkraft ist de facto immer subventioniert worden, und aus<br />
			wirtschaftlichen Gründen würde kein Energieversorgungsunternehmen in<br />
			Deutschland ein Atomkraftwerk bauen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Alternative Energien werden durch Massenproduktion billiger, wie wir<br />
			bei der Windenergie sehen und bei der Solarenergie inzwischen auch in den<br />
			Kosten Sprünge nach unten haben&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Außerdem müssen wir in 50 Jahren im Solarzeitalter sein, denn die<br />
			fossilen Energien sind in 40-60 Jahren zu Ende und die nuklearen Rohstoffe<br />
			ohne Wiederaufarbeitung und ohne schnellen Brüter haben eine ähnlich lange<br />
			Ressourcenzeit.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">cora:</th>
<td>wie kann man die Neuen Medien für aktuelle Umweltbelange<br />
			nutzen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Z.B. durch Videokonferenzschaltungen, das spart Treibstoff für lange<br />
			Flugreisen für kurze Konferenzen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Durch Prozessorenschaltung und Vernetzung von STromsystemen z.B. bei<br />
			Heizung und GEbäudebeleuchtung, um Energie einzusparen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">dirkschmelz:</th>
<td>Mich würde interessieren, ob sie auch einen persönlichen Spartipp<br />
			haben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Fahren Sie öfter mit dem Fahrrad, das spart das Fitnesscenter und<br />
			Benzin, z.B. zum Bäcker. Ich kenne Leute, die fahren die 300 Meter zum<br />
			Bäcker mit dem Auto.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Wo wir gerade bei persoenlichen Fragen sind&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jean:</th>
<td>Was bedeutet Ihnen die Zeit bei Greenpeace?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Die Zeit war für mich eine persönliche Entwicklung und hat sicherlich<br />
			auch meine weitere Entwicklung geprägt. Ich stehe heute noch den Ideen und<br />
			Zielen von Greenpeace verbunden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Im Übrigen konnte ich auch einige Initiativen als Ministerin oder im<br />
			Bundestag umsetzen, die Greenpeace-Kampagnen waren&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>So z.B. eine Resolution gegen weitere Kredite für Atomkraftwerke in<br />
			der Ukraine (K2R4)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">freak-on-a-leash:</th>
<td>Glauben sie dass die Zeiten in denen junge Leute bei gemeinnützigen<br />
			Organisationen und Initiativen mitgemacht haben vorbei sind?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>JA und Nein. Ich kenne viele, die sich aktiv engagieren und die nach<br />
			dem gesamten Konsumrausch der letzten Jahre eine sinnvolle Tätigkeit<br />
			suchen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Es gibt aber auch andere, die nur an sich und an möglichst gut<br />
			bezahlte Jobs denken und jeden für einen Spinner halten, der sich<br />
			ehrenamtlich engagiert.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">starman:</th>
<td>Warum sind Sie als ehemalige Greenpeace-Aktivistin bei der SPD und<br />
			nicht bei den Gruenen eingetreten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Greenpeace und die Grünen sind ungefähr gleichzeitig gegründet worden,<br />
			ich war eine der Mitbegründerinnen von Greenpeace in Deutschland, weil ich<br />
			erstens fand, dass die Grünen zu viel diskutiert und zu wenig gehandelt<br />
			haben, und zweitens es sich sehr häufig um gut betuchte Töchter und Söhne<br />
			handelte, die auch noch ein bisschen saubere Umwelt haben<br />
			wollten&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>MEine Herkunft als Kind aus dem Ruhrgebiet hat mich immer eher mit der<br />
			SPD verbunden. Als ich das Wahlalter erreichte, war ich auch immer<br />
			fasziniert von Willy Brandt und seinen Ideen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">muffin:</th>
<td>Sie gelten als Frau, die offen Ihre Meinung sagt. Macht man sich damit<br />
			nicht viele politische Feinde?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ja, ich habe auch schon oft genug Ärger gehabt dadurch. Aber<br />
			letztendlich ist Rückgrat ein wichtiger Pfeiler für die<br />
			Demokratie&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Und wenn Sie sich anschauen, wer tatsächlich hinterher Zukunft<br />
			mitbestimmt, dann sind das nicht die Angepassten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Georg:</th>
<td>Warum sind Sie überhaupt in den Bundestag gewechselt? Hätten Sie nicht<br />
			als Umweltministerin im Landtag von Niedersachsen bleiben<br />
			können?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Nach acht Jahren in einem Bundesland und vorheriger internationaler<br />
			Arbeit bei Greenpeace wollte ich meine internationalen Kenntnisse wieder<br />
			aktiv einsetzen, und das geht im Bundestag besser als im<br />
			Landtag.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Harry:</th>
<td>Wären Sie gerne Bundesumweltministerin?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Na klar! Denn als Ministerin kann man immer gestalten, aber ich bin<br />
			auch froh, nicht ausschließlich au Umwelt reduziert zu werden&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Und viele Umweltprobleme sind de facto kulturelle Probleme,<br />
			insbesondere der westlichen Zivilisation, die z.B. durch einen kulturellen<br />
			Dialog der verschiedenen Bevölkerungen auf der Erde (wozu wir dann auch<br />
			wieder das Netz brauchen) verstärkt werden kann.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Gizmo:</th>
<td>Was macht Ihnen mehr Spaß: die Arbeit als Landesministerin oder die<br />
			als MdB? Wo liegt der Unterschied zwischen der Landtagsarbeit und den<br />
			Aufgaben als Bundestagsabgeordnete?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>sorry, natürlich gelöst und nicht verstärkt werden können.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>war mir gar nicht aufgefallen&#8230;;-)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Zu Gizmo: Jede meiner beruflichen Tätigkeiten in den letzten zwanzig<br />
			Jahren hat Herausforderungen gebracht, z.T. Spaß gemacht und z.T. Ärger<br />
			gebracht, insofern genieße ich immer die aktuellen Tätigkeiten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">starman:</th>
<td>Sie kennen Gerhard Schröder ja schon vom Kabinettstisch des<br />
			niedersächsischen Landtags. Können Sie gut mit ihm<br />
			zusammenarbeiten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Wir hatten immer ein sachliches, fachliches Arbeitsverhältnis das mal<br />
			besser und mal schlechter ist, je nach Thema&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Manchmal setzt er sich für Dinge ein, die ich nicht unterstütze,<br />
			manchmal unterstützt er meine Projekte.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">freak-on-a-leash:</th>
<td>Ist es nicht problematisch vom Idealismus eines Greenpeace-Aktivisten<br />
			zum Pragmatismus eines Bundestagspolitikers wechseln zu müssen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ohne Idealismus kann man auch keine Ziele in der Politik, ob auf<br />
			kommunaler, auf Landes- oder auf Bundesebene verfolgen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Denn Politiker werden grundsätzlich, egal wo sie sind, beschimpft,<br />
			obwohl sie sich fürs Gemeinwesen einsetzen und in der Regel weniger<br />
			verdienen als in Jobs außerhalb der Politik.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>zurueck zum Internet:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">sunny:</th>
<td>Das Hamburger Magazin Stern, die Volkshochschulen und die Bertelsmann<br />
			Stiftung starteten heute das Projekt &quot;Internet fuer Einsteiger&quot; unter der<br />
			Schirmherrschaft von Rita Suessmuth. Bekleiden auch Sie so einen<br />
			Posten?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Schirmherrschaften sind immer projektabhängig, ich begleite z.B.<br />
			Solarenergieprojekte in Schulen, bin in der Jury vom alternativen<br />
			Nobelpreis und habe mich für die Verbindung zwischen Neuen Medien und<br />
			Nachhaltigkeit engagiert&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>So habe ich bereits 1993 mit HP Kriterien für Computer entwickelt, die<br />
			nur aus einem Material bestehen, leicht montierbar sind und somit in<br />
			gleicher Weise wiederverwendet werden können.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">r234683:</th>
<td>Frau Griefahn, koennen Sie sich (Bundestags-) Wahl uebers Internet<br />
			vorstellen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Dazu müssten erst mehr BürgerInnen das Medium als Alltagsmedium<br />
			benutzen. Im Moment haben viele gar keine Lust, sich damit<br />
			auseinanderzusetzen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Im Übrigen brauchen wir ja auch noch Orte, wo man sich nicht nur<br />
			virtuell trifft. Für viele ältere Leute auf dem Lande ist das Treffen im<br />
			Wahllokal eine Möglichkeit.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jean:</th>
<td>Haben Sie ein persönliches Lieblings-Web-Angebot, dass Sie öfter<br />
			nutzen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Zwangsläufig das Angebot des Bundestages und der Ministerien, weil ich<br />
			dann immer die aktuellsten Pressemitteilungen, Gesetzesentwürfe etc. zur<br />
			Hand habe, ohne sie mit mir herumschleppen zu müssen. Das ist wirklich<br />
			hilfreich, deshalb nutze ich das am meisten&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Und mein eigenes natürlich, weil ich da Adressen aus meinem Landkreis/<br />
			WAhlkreis finde.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>noch eine Nachfrage zur Internetwahl:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">heldensaga:</th>
<td>sie wissen, dass die elektronische wahl nicht den regeln entspricht<br />
			(wer garantiert denn, dass sie geheim ist) und ausserdem sehr unsicher<br />
			ist?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Die elektronische Signatur ist auch auf der Tagesordnung des<br />
			Ausschusses Neue Medien&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich halte nicht die technischen, sondern die sozialen Probleme für die<br />
			größten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">JenniferMarkin:</th>
<td>man könnte die wahlen ja aus dem althergebrachten Urnen-Gang und der<br />
			Internetwahl kombinieren! Soweit ich weiss, hat eine Bundesausschuss den<br />
			Startschuss für eine digitale Signatur gegeben!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Der Gesetzentwurf darüber wird zur Zeit diskutiert.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>jetzt eine Frage, die momentan alle bewegt&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jean:</th>
<td>Wenn Sie das Geld verteilen könnten, was würden Sie mit dem UMTS-Erlös<br />
			anfangen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Erstens Schuldenabbau, zweitens Bildungsausgaben verstärken, drittens<br />
			Verkehrsinfrastruktur Schiene verbessern.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">freak-on-a-leash:</th>
<td>Ist das Leben als Politikerin nicht manchmal ziemlich nervig? So<br />
			Ortsvereinsfest hier, Händeschütteln da&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Man kann sich die Termine ja zum großen Teil aussuchen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Aber natürlich muss man Freude an Menschen haben, wenn man solch einen<br />
			Job macht&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich finde es als gelernte Soziologin immer spannend zu lernen, was<br />
			Menschen in unterschiedlichen Zusammenhängen, Wohnorten, ARbeitsbereichen,<br />
			Bildungsschichten bewegt&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich glaube, diese Freude ist aber die Voraussetzung, dass man<br />
			Politikerin sein kann.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>kommen wir zu einer kritischen Anmerkung:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Andreas:</th>
<td>Frau Griefahn, wie stehen Sie zu Helmut Kohls Spendenaffäre und Ihren<br />
			Machenschaften in Niedersachsen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Welche Machenschaften?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>wir warten auf die Gegenfrage&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Andreas:</th>
<td>Die mit Ihrem Mann und den Auftragsvergaben an seine Firma
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>ERstmal zu Kohl: Ich halte es für ein Unding, dass Herr Kohl als<br />
			Bundeskanzler mit für ein Parteiengesetz gestimmt hat, das alle<br />
			Spendenfragen regelt, aber selber dieses Gesetz nicht einhält&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Wie sollen wir jemals andere Gesetzesbrecher verfolgen, wenn jemand<br />
			mit einer solchen Beispielsfunktion wie als Kanzler a.D. so etwas<br />
			vormacht. Es untergräbt Spielregeln und das Miteinander in der<br />
			Demokratie&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Zur zweiten Frage: Die hat es nicht gegeben, das hat ein<br />
			Untersuchungsausschuss und der Sonderermittler Verfassungsrichter a.D.<br />
			Simon eindeutig festgestellt&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>DAs war eine Kampagne der CDU nach dem Motto &quot;Wird schon etwas hängen<br />
			bleiben&quot;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Und das tuts ja offensichtlich auch.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Die CDU scheinen Sie ja echt zu moegen;-)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Ren_:</th>
<td>fühlen Sie sich berufen als Politikerin,oder denken Sie manchmal das<br />
			Sie in der Freien Marktwirtschaft wesentlich mehr Geld verdienen<br />
			würden
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich bin ja auch in der SPD.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich finde die Doppelmoral, die häufig eingesetzt wird, sehr<br />
			heuchlerisch&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Dennoch kenne ich natürlich auch Kollegen in der CDU, die in Ordnung<br />
			und integer sind.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Zu Ren_: Ich habe meine Berufskarriere nicht mit dem Ziel angefangen,<br />
			möglichst viel Geld zu verdienen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Es gab vielleicht dort auch einen anderen Zeitgeist&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Und ich kann nicht sagen, dass es mir heute schlecht<br />
			geht,&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Im Zweifelsfall schaffe ich es auch nur, ein Steak am Tag zu<br />
			essen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jean:</th>
<td>Wenn Sie nicht Politikerin geworden wären, welchen Beruf würden Sie<br />
			dann heute ausüben?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ich bin erst seit 10 Jahren Politikerin, vorher habe ich in der<br />
			Erwachsenenbildung und in der Wissenschaft und bei Greenpeace<br />
			gearbeitet&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Wahrscheinlich wäre ich heute entweder immer noch bei Greenpeace oder<br />
			in einer internationalen Organisation, bei der UNO oder<br />
			Ähnliches.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>noch ein persoenliches Anliegen von tom:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">tom:</th>
<td>Ich schule gerade um zum IT-Systemkaufmann. Nach Berichten der letzten<br />
			Prüfung sieht man das die Handelskammern immer noch nicht weiß wie sie die<br />
			einzelnen Berufe einzuordnen hat und zum Nachteil der Umschüler immer noch<br />
			nach den alten EDV-Kaufmann-Berufen prüft. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Frau Ministerin Bulmahn hat gerade mit den Wirtschaftsverbänden und<br />
			Kammern am Tisch gesessen, um die Berufsbilder, Prüfung etc. zu updaten.<br />
			Ich hoffe, dass da für Sie was bei rauskommt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>und dann noch etwas Allgemeinpolitisches:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Georg:</th>
<td>Sehen Sie die FDP als echte Koalitionsalternative zu den<br />
			Gruenen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Nein. Die reine Besinnung auf die eigenen Kräfte und die absolute<br />
			Wirtschaftsliberalität entspricht nicht meinem GEfühl von sozialer<br />
			Marktwirtschaft, mit der wir in der Bundesrepublik über fünfzig Jahre<br />
			relative STabilität und soziale Sicherheit erreicht haben&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Deshalb wünsche ich mir, dass auch die FDP, die immerhin 29 Jahre mit<br />
			an Bundesregierungen beteiligt war, ihre Auszeit noch etwas<br />
			verlängert.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">speedy:</th>
<td>Verfolgen Sie den Präsidentschaftswahlkampf in den USA mit Interesse?<br />
			Und wenn ja, wem drücken Sie die Daumen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ja, natürlich verfolge ich diese Wahl mit Interesse und drücke Al Gore<br />
			die Daumen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Wenn Bush die Wahl gewinnt, was gar nicht so unwahrscheinlich ist,<br />
			weil auch noch der Verbraucherschützer Ralph Nader im Prinzip gegen Al<br />
			Gore kandidiert, dann wird sich insgesamt die WEltstruktur stark<br />
			verändern&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Das Raketenabwehrsystem wird gebaut, die Todesstrafe wird wieder<br />
			hoffähig gemacht und vieles andere&#8230; Mir graut davor.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">hihi:</th>
<td>Wie denken Sie über die zunehmende Gewaltbereitschaft von Jugendlichen<br />
			und den Zusammenhang der Medien? Sollte für Erziehung und Bildung der<br />
			Jugend nicht mehr getan werden, im Osten wie im Westen? Ist die<br />
			Rechtsorientierung nicht auch ein Zeichen von zu wenig Bildung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Zwei Dinge. Erstens: Natürlich muss Gewaltbereitschaft und<br />
			rechtsextremes Tun sowohl in der Schule wie auch außerhalb angesprochen<br />
			werden, aber&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>es gibt auch eine Verantwortung von Eltern. Wer sein Kind<br />
			ausschließlich mit Fernsehen, Computerspielen und Hamburgern groß werden<br />
			lässt, hat auch eine Mitverantwortung&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Mein Sohn, begeisterter Internetsurfer, sagte neulich zu mir, als ich<br />
			auf eine Telekom-Veranstaltung ging, und ich ihn fragte, was er denn für<br />
			Anliegen hätte: &quot;Die sollen mal wieder ein Buch lesen&quot;, was er im Übrigen<br />
			auch oft tut&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Auch das gehört zu einer vielseitigen Bildung dazu.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>kommen wir zu den letzten Fragen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Jean:</th>
<td>Fahren Sie privat mit dem Fahrrad? Durch Berlin?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ja, denn von meiner Wohnung im Prenzlauer Berg zum REichstag und<br />
			meinem Büro ist das der absolut schnellste Weg, und ich bin flexibel, zu<br />
			den vielen Terminen rechtzeitig da zu sein und nicht im STau zu<br />
			sitzen&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Im Übrigen hat Berlin auch ein hervorragendes öffentliches<br />
			Verkehrsnetz, das ich aber weniger nutze, weil ich gleichzeitig auch die<br />
			BEwegung und die frische Luft beim Fahrrad fahren schätze.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>und nun die abschließende Frage:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">muffin:</th>
<td>Sie sind ja in sehr vielen verschiedenen Aemtern aktiv. Bleibt da<br />
			ueberhaupt noch Zeit fuer die eigene Familie?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Die muss ich mir manchmal wirklich nehmen, und die Familie ist auch<br />
			ein starker Rückhalt und macht auch Spaß neben dem Stress, den man im<br />
			Alltag so hat&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Obwohl Kinder natürlich auch STress machen, das will ich gar nicht<br />
			verhehlen. Aber der ist eben anders.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Sehr geehrte Frau Griefahn, wir bedanken uns bei Ihnen fuer diese<br />
			interessante Diskussion und hoffen, dass es Ihnen Spass gemacht<br />
			hat.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">MonikaGriefahn:</th>
<td>Ja, prima, sehr viel.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Das hoeren wir gerne&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Das Chat-Transcript gibt es wie immer in den naechsten Tagen bei<br />
			politik-digital nachzulesen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_monika_griefahn-483/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Internet-Protest gegen Gen-Food</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internet-protest-gegen-gen-food-655/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/internet-protest-gegen-gen-food-655/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[pstradtmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 1998 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Genfood]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Mit einer Internet-Kampagne gegen Genfood geht die Umweltschutzorganisation
Greenpeace neue Wege. Unter der Adresse www.genetiXproject.org
werden Hintergrundinformationen zum Thema präsentiert
und in der &#34;Gallery&#34; können sich Unterstützer
als &#34;Hero&#34; (Foto) verewigen. Höhepunkt der
virtuellen Kampagne: bundesweit werden in 13 Internet-Cafés
Jugendliche in einem vierstündigen Live-Chat über
die Gefahren und Risiken von Genfood diskutieren.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Mit einer Internet-Kampagne gegen Genfood geht die Umweltschutzorganisation<br />
Greenpeace neue Wege. Unter der Adresse www.genetiXproject.org<br />
werden Hintergrundinformationen zum Thema präsentiert<br />
und in der &quot;Gallery&quot; können sich Unterstützer<br />
als &quot;Hero&quot; (Foto) verewigen. Höhepunkt der<br />
virtuellen Kampagne: bundesweit werden in 13 Internet-Cafés<br />
Jugendliche in einem vierstündigen Live-Chat über<br />
die Gefahren und Risiken von Genfood diskutieren.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Greenpeace organisiert genetiXproject</b><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit einer Internet-Kampagne gegen Genfood geht die Umweltschutzorganisation<br />
<a href="http://www.greenpeace.de/">Greenpeace</a> neue Wege. Auf der Kampagnen-Website:<br />
<a href="http://www.genetixproject.org/"> genetiXproject</a> findet der User Hintergrund-Informationen zum Thema<br />
Genfood und kann Aktions-Vorschläge abrufen. Unter dem Motto &quot;be a hero for one day&quot; kann man sich außerdem<br />
in der <a href="http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/GENETIX/SCRIPT/archiv.cgi"> &quot;Gallery&quot;<br />
</a> mit seinem Konterfei und einem Statement als Unterstützer der Kampagne verewigen. Im<br />
<a href="http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/GENETIX/SEITEN/XBOARD.HTM">Board </a> von genetiXproject tobt bereits<br />
seit einigen Tagen eine leidenschaftliche Debatte über die Vor- und Nachteile von gentechnisch<br />
behandelten Lebensmitteln. So erklärt Christian Platner:&quot; Auch wenn es mir als ehemals regelmäßigem<br />
Trinker von &quot;CARO&quot;-Kaffee nicht leicht fällt, werde ich keine Produkte von Nestle und seinen<br />
Tochterunternehmen mehr kaufen, solange der<br />
Konzern seinen Profit vor die Interessen der Allgemeinheit stellt.&quot; Skeptisch ist dagegen ein Benni:&quot;<br />
Tja liebe Freunde, nennt doch einmal dokumentierte Fälle, in denen es tatsächlich<br />
Allergien durch genmanipulierte Lebensmittel gekommen ist &#8211; die  wissenschaftliche Literatur (z.B. MEDLINE)<br />
gibt leider nichts her&quot;. <br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für die professionelle Umsetzung<br />
der Internet-Kampagne im modernen Look sorgten die Hamburger<br />
Multimedia-Kreativen Cornelia Eberhardt und Aaron Koenig. In der<br />
Hamburger Greenpeace-Zentrale ist man mit dem Start der<br />
Internet-Kampagne zufrieden. Jochen Vorfelder, Leiter der<br />
Online-Redaktion: &quot;Bereits in der ersten Woche ist die Aktionsseite<br />
über 47.000 Mal abgerufen worden.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der digitale Protest richtet sich vor allem gegen den aus gentechnisch behandelten Mais<br />
hergestellten Riegel <a href="http://www.butterfinger.de/">Butterfinger</a> sowie die Einführung<br />
von weiteren gentechnisch manipulierten Lebensmittel. Butterfinger-Produzent <a href="http://www.nestle.de/">Nestlé</a> hat bereits auf die Internet-Aktion der Umweltschützer mit <a href="http://www.butterfinger.de/Gentechnik/Gentechnik.html">eigenen Internet-Informationen<br />
zur Gentechnik</a> reagiert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Höhepunkt der Kampagne wird am kommenden Samstag ein vierstündiger Live-Chat zum Thema Genfood sein.<br />
In bundesweit 13 Internet-Cafés von Hamburg bis Esslingen können Jugendliche kostenlos über Gefahren<br />
und Risiken von Genfood  am PC diskutieren. Gleichzeitig wird in der Hamburger Zentrale ein<br />
Greenpeace-Expertenteam online Rede und Antwort stehen. &quot;Da werden ganz bestimmt viele von Nestlé<br />
mitchatten, um das Meinungsklima zu beeinflussen&quot;, ist sich<br />
Chat-Organisator Vorfelder sicher. &quot;Wir zielen mit genetiXproject vor allem auf die Jugendlichen,<br />
weil diese auch die Werbezielgruppe von Butterfinger und anderen genmanipulierten Nestlé-Produkten<br />
sind&quot;, erläutert Vorfelder das Ziel der Kampagne.<br />
Über eine Fortsetzung der Internet-Aktion wird bereits nachgedacht: &quot;Da baut sich jetzt ein<br />
Netzwerk auf, das wir weiter mit Informationen in Form eines Newsletters und action-packs für<br />
Anti-Genfood-Aktionen versorgen wollen&quot;, erläutert Vorfelder.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit 68,8 Millionen Mark Spenden im vergangen Jahr und ca. 520.000 Förderern ist Greenpeace die<br />
größte Umweltschutzorganisation in Deutschland. Im Internet ist Greenpeace seit zwei Jahren.<br />
Mit derzeit 400.000 Seitenabrufen wächst die Resonanz auf das Online-Angebot der Umweltschützer<br />
kontinuierlich.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Bei Greenpeace wird jetzt intensiv darüber nachgedacht, welche Kampagnen künftig<br />
digital organisiert werden können. &quot;Unser Aktionsradius ist damit größer als bei vielen<br />
Aktionen vor Ort und außerdem erreichen wir mit geringen Kosten ein großen Kreis von Interessierten&quot;,<br />
begründet Vorfelder gegenüber politik-digital die Attraktivität des digital-campaignings gegenüber<br />
den tradionellen Formen des Protests.</span></p>
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