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	<title>Grüne &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Ironisch, unterhaltsam und ehrlich &#8211; wie SPD, Grüne, CDU und Linke Jugendliche auf Tiktok erreichen wollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Verda Can]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2024 10:01:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Einfache Lösungen für komplexe Probleme? Genau so präsentiert sich die AfD <span style="font-weight: 400;">auf Tiktok und scheint hierbei überaus erfolgreich zu sein, insbesondere bei Jugendlichen. </span></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei verzeichnet die höchste Follower-Anzahl und Likes im Vergleich zu allen anderen etablierten Parteien auf der Plattform. Expert*innen führen den Erfolg der AfD bei den vergangenen Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg auch auf die Social-Media-Präsenz zurück. Nun stellt sich die Frage, wie etablierte Parteien diesem Erfolg entgegentreten und junge Wähler*innen zukünftig besser erreichen können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Es ist bekannt, dass der TikTok-Algorithmus gezielt Inhalte auswählt und vorschlägt, die für die Nutzerinnen emotional ansprechend sind. Dabei lernt der Algorithmus aus dem Verhalten der Nutzer:innen. Jedes Video auf der <em>For You Page</em> (FYP) wird auf Grundlage der individuellen Interaktionen vorgeschlagen, also Likes, Kommentare, geteilte Inhalte und die Verweildauer bei bestimmten Videos. Emotional aufgeladene oder polarisierende Inhalte ziehen in der Regel mehr Interaktionen an, da sie oft starke Reaktionen hervorrufen – sei es Zustimmung oder Widerspruch. Das bevorzugt Inhalte, die populistische oder stark emotionale Botschaften vermitteln. Die AfD bedient genau diesen Mechanismus, mit ihrem populistischen Content.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Emotionale, politische Inhalte müssen aber nicht zwangsläufig auch populistisch sein. Die Linke-Abgeordnete Heidi Reichenick gestaltet auf ihrem <a href="https://www.tiktok.com/@heidireichinnek" target="_blank" rel="noopener">TikTok-Kanal</a> ihre Videos sehr abwechslungsreich und erzielt damit eine hohe Reichweite. Im Vergleich: Reichenick hat insgesamt über 222.000 Follower, während Maximilian Krah aus der AfD nur 66.000 Follower hat.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Reichenick startet ihre Videos oft mit Ausschnitten von AfD-Tiktok-Videos, um anschließend auf die dort gezeigten Pauschalisierungen oder auch Sündenbock-Argumentationen hinzuweisen. Die Linken-Politikerin hat dabei öfters eine große Portion Wut im Bauch und weist emotional daraufhin, dass die AfD gesellschaftliche Probleme unzulässig vereinfacht oder Randgruppen vorurteilsbehaftet an den Pranger stellt. Der Slogan der AfD “Sei schlau, wähl blau” wird ironisch mit dem Betrunkenen-Dasein gleichgesetzt. Somit wären diejenigen, die die AfD wählen, gewissermaßen nicht bei Sinnen. Zusätzlich integriert sie in einigen Videos Meme-Inhalte, wodurch der Content ironisch und humorvoll ein jüngeres Publikum durchaus anspricht.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger setzt sich ebenfalls auf seinem TikTok-Kanal mit AfD-Videos auseinander, um zu belegen, wie inkompetent die AfD sich mit politischen Themen beschäftigt. Einem Video von Maximilian Krah, der dort die Erfolgsbilanz des türkischen Präsidenten Erdogan lobt, entgegnet Steiniger, dass seit der Amtszeit Erdogans sowohl die Währung als auch die Wirtschaft in der Türkei eingebrochen sind und das Land unter einer hohen Arbeitslosenquote leidet. So versucht er aufzuzeigen, wie politisch inkompetent die AfD politische Sachverhalte beurteilt.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Die Tiktok-Videos des SPD-Bundesabgeordneten Robin Mesarosch sind hingegen länger und textlastiger. Das besondere an den Videos ist, er spricht in seinen Beiträgen in Metaphern und lässt seine Auftritte wie Poetry-Slams wirken. Mesarosch versucht seinen Zuschauer*innen durch emotionale Appelle und lebensnahen Erfahrungen auf Augenhöhe zu begegnen und gleichzeitig über zentrale politische Themen aufzuklären. Genauso wie Steiniger versucht er die Nähe der AfD zu rechtspopulistischen Parteien, die in nicht-liberalen Demokratien an der Macht sind und als das Vorbild der Partei dienen, aufzuzeigen und nennt hierfür z.B. Ungarn.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<p style="font-weight: 400;">Der 31jährige Tim Achtermeyer, Landesvorsitzender der Grünen in Nordrhein-Westfalen, integriert ebenso wie Reichenick und Steiniger Memes, Film- oder Interviewausschnitte, die zurzeit in den Sozialen Medien viral gehen, in seine Videos, um durch den kreativen Schnitt eine größere Reichweite zu erzielen. Dabei bedient er sich vieler Jungendwörter oder Anglizismen, um jüngere Wähler*innen anzusprechen. Humorvoll und ironisch hinterfragt er die Aussagen von AfD-Abgeordneten wie z.B. die Abschaffung von Regenbogenflaggen an Gebäuden und ob solche Aktionen wirklich ein Schritt zur Verbesserung des Landes seien. Sein Account enthält überdies auch einige seiner emotionalen Reden im NRW-Landtag . Dabei stellt er sich wütend gegen die Behauptung, dass ein Problem des Landes der Islam sei und erwähnt hierfür Leistungen muslimischer Einwanderer.</p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die hier aufgeführten Beispiele machen deutlich, dass es durchaus erfolgreiche TikTok-Kanäle gibt, die sich mit der AfD und ihren populistischen Argumentationen auseinandersetzen. Auch andere Abgeordnete der jeweiligen Parteien sollten zukünftig diesen Beispielen folgen. Eine wichtige Strategie könnte es sein, dass sich politisch demokratische Akteurinnen und Akteure stärker vernetzen, um diesen populistischen Aktionen der AfD und ihren Unterstützer*innen etwas entgegenzusetzen. Diese Strategie arbeiten Daniel Ziblatt und Steven Levitsky in Ihrem Buch <i>How Democracies Die </i>heraus, nämlich, dass die Zusammenarbeit unterschiedlicher politischer Lager eine zentrale Methode zur Bekämpfung von autokratischen Tendenzen ist. So könnte eine stärkere überparteiliche Zusammenarbeit von Parteien und Politiker*innen in Social Media Kanälen zukünftig helfen, die Reichweite gegenüber der AfD zu erhöhen, aber auch die Organisation von Events oder auch Demonstrationen gegen rechts zu optimieren.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das oft genannte Zusammenrücken in schweren Zeiten, Flagge zeigen gegen Hass und Hetze, sollte sich auch auf den Social Media Plattformen zeigen. Tim Achtermeyer, Robin Mesarosch, Johannes Steiniger und Heidi Reichenick sind momentan vielleicht nur Leuchttürme ihrer Parteien im Kampf auf TikTok gegen die AfD.Aber sie setzen konstruktiv etwas dem Populismus entgegen. Es braucht aber in Zukunft mehr als solche Einzelkämpfer*innen, nämlich eine Strategie aller politisch Engagierten für die Demokratie. Auch oder besonders auf den Social Media Plattformen dieser Welt.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div>
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		<title>Netzpolitik im Hamburger Koalitionsvertrag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2015 11:10:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gut zwei Monate liegt die Wahl in Hamburg zurück, jetzt haben sich SPD und Grüne endlich auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hh-rathaus_bearb1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145319" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hh-rathaus_bearb1.jpg" alt="hh rathaus_bearb" width="640" height="280" /></a>Gut zwei Monate liegt die Wahl in Hamburg zurück, jetzt haben sich SPD und Grüne endlich auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt. Nachdem wir uns vor der Senatswahl bereits die Wahlprogramme der Parteien genauer angesehen haben, werfen wir nun aus netzpolitischer Sicht einen Blick auf den Koalitionsvertrag.</p>
<p><a href="http://www.spd-hamburg.de/linkableblob/128150/data/koalitionsvertrag_download.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zusammen schaffen wir das moderne Hamburg“</a>. Ein bisschen sperrig kommt er daher, der Titel des Koalitionsvertrags zwischen SPD und Grünen für die gemeinsame Regierungsbildung in den kommenden fünf Jahren. Tatsächlich haben beide Parteien einen Großteil ihrer netzpolitischen Ankündigungen aus den <a title="Netzpolitik an der Waterkant: Die Wahlprogramme zur Hamburger Bürgerschaftswahl" href="http://politik-digital.de/netzpolitik-an-der-waterkant-die-wahlprogramme-zur-hamburger-buergerschaftswahl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogrammen</a> übernommen und so ein zeitgemäßes Programm geschnürt. Die wichtigsten Vorhaben im Überblick.</p>
<p><strong>Digitale Stadt</strong></p>
<p>Der Bereich eGovernment soll in den nächsten Jahren verstärkt ausgebaut werden und mehr niedrigschwellige und kundenfreundliche Verwaltungsangebote schaffen, ohne gleichzeitig persönliche Dienstleistungen der Verwaltung abzubauen. Diese sollen wenn möglich auch über entsprechende Apps zugänglich gemacht werden und so den Behördengang für Bürgerinnen und Bürger erleichtern.</p>
<p>Für die Hamburger Stadtverwaltung plant der neue Senat, verstärkt OpenSource-Lösungen zum Einsatz kommen zu lassen und externe IT-Dienstleister durch No-Spy-Klauseln zur Einhaltung von Datenschutz und Vertraulichkeit zu verpflichten. Beide Anliegen fanden sich bereits im Wahlprogramm der Grünen und haben nun Eingang in den gemeinsamen Koalitionsvertrag gefunden.</p>
<p>Der Landesdatenschutzbeauftragte Hamburgs soll in den kommenden Jahren mit seinem Amt vollständig vom Senat gelöst und dadurch in seiner Unabhängigkeit weiter bestärkt werden. Wie in den meisten Bundesländern ist der Datenschutzbeauftragte der Hansestadt für die datenschutzrechtliche Aufsicht und Beratung öffentlicher und nicht-öffentlicher Stellen sowie für die Informationsfreiheit und Akteineinsicht zuständig.</p>
<p><strong>Ausbau freier WLAN-Angebote</strong></p>
<p>Nachdem der Hamburger Senat bereits 2012 die Bundesratsinitiative zur Schaffung von Rechtssicherheit bei der Störerhaftung angestoßen hat, unterstreicht die künftige Regierungskoalition nun diesen Anspruch. Gewerbliche und private WLAN-Netze sollen noch in dieser Legislaturperiode ein möglichst flächendeckendes freies Angebot ermöglichen. Dafür muss jedoch auf Bundesebene endlich Rechtsklarheit für die Betreiber solcher Netze geschaffen werden.</p>
<p><strong>Urheberrecht – zwischen klassischen Geschäftsmodellen und neuen Vertriebswegen</strong></p>
<p>Der Senat will sich aktiv in die Diskussion um die künftige Ausgestaltung des Urheberrechts in Deutschland und Europa einbringen und für einen fairen Ausgleich der Interessen von Urhebern, Verwertern und Nutzern eintreten.</p>
<p><strong>Öffentlich-rechtliche Inhalte länger verfügbar</strong></p>
<p>Viele Beitragszahler des Rundfunkbeitrags ärgern sich regelmäßig, wenn eine verpasste Sendung nach sieben Tagen nicht mehr in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verfügbar ist. Auch der neue Hamburger Senat sieht hier Handlungsbedarf und will sich gemeinsam mit anderen Bundesländern für eine längere Verfügbarkeit öffentlich-rechtlicher Produktionen einsetzen. Die Rechtsgrundlagen hierfür sollen im Hinblick auf das sich wandelnde Seh- und Nutzungsverhalten der Beitragszahler geschaffen werden, und das unter Berücksichtigung der Interessen privater Anbieter.</p>
<p><strong>Bildung im digitalen Zeitalter</strong></p>
<p>Die Kontroverse um die Herauslösung des Informatikunterrichts aus dem Pflichtfach Naturwissenschaft und Technik hatte 2013 zu hitzigen Diskussionen in der Hansestadt geführt. SPD und Grüne haben bei diesem Thema in der vergangenen Wahlperiode unterschiedliche Standpunkte vertreten. Die Einigung scheint jetzt ein Minimalkonsens zu sein. Im Koalitionsvertrag wird nun lediglich ein neuer Rahmenlehrplan für das Wahlpflichtfach Informatik angekündigt.</p>
<p>Die Nutzung digitaler Medien soll verstärkt in den Unterricht integriert und hierfür sollen auch das WLAN-Angebot an Schulen und der Einsatz freier Lernressourcen ausgebaut werden.</p>
<p>Eine positive Entwicklung wird im Bereich der Hochschulbildung und Lehre angekündigt. Die Urheberrechtsregelungen für die Produkte wissenschaftlicher Forschung will der Senat im Hinblick auf die Anforderungen und die heutige Praxis von wissenschaftlichem Arbeiten und Lehre auf den Prüfstand stellen. Der digitale Zugang zu Publikationen könnte für Studierende und Lehre so endlich ausgebaut und erleichtert werden. Studien, Analysen und Gutachten, die mit öffentlichen Geldern gefördert wurden, sollen der Öffentlichkeit in Zukunft nach Open Data-Prinzipien zugänglich gemacht werden.</p>
<p><strong>3-D-Print-Initiative</strong></p>
<p>Ein wenig überraschend kommt die 3-D-Druck-Strategie des Senats daher. Als vielversprechende Querschnittstechnologie, die einen Strukturwandel in Medizintechnik, Luftfahrt, Logistik und Handel befördern soll, erhofft sich die künftige Regierung Standortvorteile vom 3-D-Druck. Die bereits vorhandenen Kompetenzzentren sollen durch eine übergreifende Strategie weiter gefördert und unterstützt werden und Hamburg als Technologieführer etablieren. Was genau geplant ist und in welchem Umfang zum Beispiel Arbeitsplätze entstehen könnten, bleibt allerdings offen.</p>
<p><strong>Schaffung eines Start-up-Ökosystems</strong></p>
<p>Die Unterstützung von Start-up-Hubs und die gezielte Förderung von Start-ups soll auch in der nächsten Legislaturperiode fortgeführt werden. Besonders die Hochschulen und Universitäten rücken hier als Ausgangspunkt für wissensbasierte Gründungen in den Mittelpunkt.</p>
<p>Interessanterweise spielen <a title="Faktencheck Netzneutralität – gleiches Internet für alle?" href="http://politik-digital.de/faktencheck-netzneutralitaet-gleiches-internet-fuer-alle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität</a> und Vorratsdatenspeicherung, trotz vieler aktueller Diskussionen auf Bundes- und EU-Ebene, im Koalitionsvertrag keine Rolle. Andere Themen wie Störerhaftung, Urheberrecht oder die Verlängerung der Speicherfristen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kann Hamburg nicht alleine angehen. Gemeinsam mit gleichgesinnten Bundesländern wird viel Überzeugungsarbeit geleistet und gegen starke Lobbyinteressen Stand gehalten werden müssen. Der Koalitionsvertrag zeigt, dass SPD und Grüne den Anforderungen an die digitale Zukunft Hamburgs gerecht werden wollen und hier eine wichtige Querschnittsaufgabe erkannt haben. Wie ernst sie es damit meinen, wird sich daran messen lassen, welche Ankündigungen sie in den kommenden fünf auch umsetzen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/uranwolle/9067046118" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Daams</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Europawahlkampf 2.0 &#8211; Das Projekt Green Primary</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Krotz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2014 15:52:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Johannes Hillje]]></category>
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					<description><![CDATA[Die seit Jahrzehnten dramatisch sinkende Wahlbeteiligung bei den Europawahlen bereitet nicht nur den Europäischen Grünen Sorge. Mit ihrem Projekt „Green [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/e-voting.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-138183" alt="e-voting" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/e-voting.jpg" width="600" height="401" /></a><br />
Die seit Jahrzehnten dramatisch sinkende Wahlbeteiligung bei den Europawahlen bereitet nicht nur den Europäischen Grünen Sorge. Mit ihrem Projekt „Green Primary“ geht die Partei in die Offensive und versucht, das europäische Wahlvolk zu mobilisieren. In einer Online-Abstimmung sollen alle EU-Bürger, die sich den grünen Zielen verbunden fühlen, über das Spitzenduo der Europäischen Grünen Partei (EGP) für die Europawahlen 2014 abstimmen. Jetzt beginnt der Endspurt &#8211; die Wahlen laufen noch bis zum 28. Januar.<br />
Die beiden Gewinner der <a href="http://greenprimary.europeangreens.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorwahlen</a> werden das Gesicht der EGP im Europawahlkampf 2014 sein und die 36 nationalen Grünen Parteien bei diesem unterstützen. Außerdem sind sie die Kandidaten der EGP für die Wahl des Kommissionspräsidenten. Dass die EGP diesen stellen wird, kann indes als unwahrscheinlich gelten. Zur Wahl stehen ein Mann und drei Frauen: José Bové kommt aus Frankreich, Monica Frassoni aus Italien, Rebecca Harms und Ska Keller kommen aus Deutschland.</p>
<h3>Ungleiche Beteiligung &#8211; gute Reaktionen</h3>
<p>Über den bisherigen Verlauf des <a href="http://politik-digital.de/experiment-greenprimary-europa-gruene-lassen-online-ueber-spitzenduo-abstimmen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einzigartigen Projekts</a> zeigt sich Johannes Hillje, Campaign Manager der EGP im diesjährigen Wahlkampf, sehr zufrieden. Die Idee werde insgesamt gut aufgenommen, sowohl von den Bürgern als auch auf politischer Ebene in Brüssel. Dort gelte die EGP als Partei mit dem demokratischsten und innovativsten Prozess zur Kandidatenkür. Die Wahlbeteiligung liege bislang im fünfstelligen Bereich. Erwartet wird aber noch eine Steigerung, da die heiße Mobilisierungsphase erst in den kommenden Tagen beginnt. Die Wahlbeteiligung wie die Teilnahme an Chats und Hangouts fallen in den einzelnen Mitgliedsstaaten sehr ungleich aus. Auch die Besucherzahl der Offline-Debatten in europäischen Hauptstädten &#8211; die alle im Netz gestreamt werden &#8211; variiert nicht unerheblich. Hillje erklärt, dies hänge sowohl mit dem unterschiedlichen Einfluss der jeweiligen nationalen Partei als auch mit den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen zusammen.<br />
<figure id="attachment_136112" aria-describedby="caption-attachment-136112" style="width: 407px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/60474-1x2-orginal.gif"><img decoding="async" class="wp-image-136112         " alt="60474-1x2-orginal" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/60474-1x2-orginal.gif" width="407" height="338" /></a><figcaption id="caption-attachment-136112" class="wp-caption-text">Seit Jahrzehnten dramatisch am Fallen: Die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen.</figcaption></figure><br />
Anlass für dieses Projekt ist unter anderem die sinkende Wahlbeteiligung bei den Europawahlen. Lag sie 1979 noch bei durchschnittlich 63 Prozent, erreichte sie 2009 ihren neuen Tiefstand mit 43 Prozent. Die Europäer sehen die Verantwortung für diese Entwicklung auch bei den Parteien. Sie würden die Wahlen häufig für <a href="http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europawahl/60473/wahlbeteiligung-1979-2009" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nationale Themen instrumentalisieren, anstatt ihren europapolitischen Schwerpunkt zu kommunizieren</a>. Diesen Vorwurf jedoch kann man den Europäischen Grünen wohl kaum machen. Dementsprechend groß sind die Erwartungen an das gesamteuropäische Projekt Green Primary.</p>
<h3>Transnationalisierung und E-Democracy</h3>
<p>Die EGP eint das Ziel, die EU ökologischer, gerechter und solidarischer zu machen. Die Unterschiede zwischen den Programmen der einzelnen Kandidaten sind folglich nicht sehr groß. Das Interesse gilt meist Europa und seinen Bürgern, betont wird aber durchaus, dass die Herausforderungen dieses Jahrhunderts global sind. So macht sich Ska Keller stark für eine EU, die im Interesse der Menschen (und nicht dem der Banken) über die Grenzen Europas hinaus handelt. Auch ein „general interest“, wie es laut José Bové ins Herz Europäischer Politik zurückkehren muss, umfasst die globale Gesellschaft und ihre gemeinsame Zukunft.<br />
Und dies ist &#8211; neben dem Format der Online-Vorwahlen &#8211; das eigentlich Neue an diesem Projekt: Die Grünen unternehmen den Versuch, die EU verstärkt zu politisieren, indem sie plebiszitäre Verfahren ausbauen und dabei sogar auf Parteizugehörigkeit als Voraussetzung verzichten. Sie wissen, dass die Etablierung einer europäischen Identität eine <a href="http://www.gruene.de/partei/green-primary-endspurt-des-demokratie-experiments.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">transnationale, europäische Öffentlichkeit</a> verlangt, und das Green Primary-Experiment verdient aus diesem Grund schon jetzt Anerkennung.<br />
E-voting-Verfahren &#8211; Wahlen über das Internet &#8211; hingegen finden schon seit Jahren in Mitgliedsstaaten der EU statt, zum Beispiel in <a href="http://politik-digital.de/online-wahlen-vorbild-estland/">Estland</a>. Auch <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20110321STO15986/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei der EU überlegt</a> man schon länger, ob sich die Wahlbeteiligung durch solche Verfahren  erhöhen ließe, umgesetzt wurden derlei Verfahren jedoch bislang noch nicht.<br />
Das Projekt der Grünen besitzt Vorzeigecharakter für eine transnationale E-Democracy. Aber es fällt auf, dass eine aufgeklärte Netzpolitik nicht im Programm der Kandidaten zu finden ist. In ihren Vorstellungsvideos legen sie vor allem Wert auf die grünen Kernthemen. Die Kandidaten sollten die Gelegenheit nutzen, das Format zu stärken, indem sie mehr Partizipationsmöglichkeiten in Europa, insbesondere mithilfe neuer Medien, einfordern.<br />
Bilder: oben: (bearbeitet, Originalbild) <a href="http://www.flickr.com/photos/hughelectronic/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EFF</a> (CC BY 2.0 via Flickr) ; Grafik: <a href="http://www.bpb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bpb</a> (CC BY-NC-ND 3.0 DE)<br />
<img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>Beliebt und beliebig: Transparenz im Parteiprogramm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oskar Brabanski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2013 08:21:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Transparenz ist in diesem Wahlkampf eines der am meisten verwendeten politischen Modewörter und wird, quer durch fast alle Parteien und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TransparenteMüllgebühren.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132161" alt="TransparenteMüllgebühren" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TransparenteMüllgebühren.jpg" width="640" height="480" /></a>Transparenz ist in diesem Wahlkampf eines der am meisten verwendeten politischen Modewörter und wird, quer durch fast alle Parteien und Medien, mal stärker und mal schwächer eingefordert. Dennoch weisen Kurswechsel, wie der von Steinbrück, auf eine Unsicherheit hin – wie ist dieser politische Kampfbegriff eigentlich definiert? Und wie viel Transparenz ist überhaupt gut? Werfen wir dazu einen Blick die Programme der etablierten Parteien.<br />
Die Rufe nach Transparenz im Vorfeld der Bundestagswahl erscheinen allgegenwärtig. Plagiatsjäger, die wissenschaftliches Fehlverhalten in Dissertationen von Spitzenpolitikern nachweisen wollen, tun dies unter dem Banner einer ominösen Transparenz, die zwar Plagiatsvorwürfe, nicht aber zwingend ihre Identität einschließt. Im Zuge der Überwachungsaffäre durch die NSA versprach Obama mehr Offenheit in der Geheimdienstarbeit – und wurde von deutschen Politikern prompt für seine „Transparenzinitiative“ gelobt. Peer Steinbrück, wegen hoher Nebeneinkünfte in der Kritik, ließ sich zu der Aussage hinreißen, Transparenz gäbe es nur in Diktaturen. Wenig später lenkte er ein und forderte eine Transparenzoffensive, um Nebeneinkünfte von Abgeordneten &#8220;bis auf den letzten Cent&#8221; offenzulegen. Und dass die Piratenpartei unter anderem aus einem Transparenzgedanken heraus gegründet wurde, ist zwar weithin bekannt, interessiert aber kaum noch.<br />
Es scheint eine Dialektik der Transparenz zu geben: Bis zu einem gewissen Grad ist Transparenz unbedingt wünschenswert, damit Bürgerinnen und Bürger wieder Vertrauen in die Politik – und vor allem in Politiker! – aufbauen können. Ganz im Sinne von abgeordnetenwatch.de („Weil Transparenz Vertrauen schafft!“) oder dem Hamburgischen Transparenzgesetz („Transparenz schafft Vertrauen“). Allerdings ist diese Transparenz zu begrenzen: Der gläserne Politiker ist, analog zum gläsernen Bürger, das Sinnbild einer entfesselten Transparenz. Dazu kommt die Ambivalenz der Transparenz: Politik und Politiker sollen transparenter werden &#8211; E-Mails, Telefonate und die Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern jedoch sollen unter besonderem Schutz stehen. Bei so vielen Irrungen und Wirrungen ist Unsicherheit bezüglich des Begriffs vorprogrammiert.<br />
Trotz der Spannung zwischen Relevanz und Transparenzforderungen auf der einen, aber deutlicher Unsicherheit bei der Verwendung des Begriffs auf der anderen Seite, gibt es keinen systematischen Transparenzvergleich zwischen den Parteien. Transparenz spielt in der Analyse von Wahlprogrammen kaum eine Rolle, und wenn, dann wird sie nur als ein kleiner Teil der Netzpolitik gesehen – dabei ist sie bei weitem nicht auf diese beschränkt. Schauen wir genauer, wie die Parteien Transparenz definieren, ob sie diese einfordern und wenn ja, in welchen Bereichen.</p>
<h3>Transparenz-Bingo</h3>
<p>Zu Beginn eine rein quantitative Betrachtung: Umgerechnet auf 100 Seiten Parteiprogramm kommt das Wort Transparenz (auch in Abwandlungen: Intransparenz, transparent…) erwartungsgemäß bei den Piraten mit 36 Erwähnungen am häufigsten vor. Mit kleinem Abstand folgen die Grünen mit 28 und die SPD mit 27 Erwähnungen. Wiederum mit Abstand folgen die FDP mit 21 und Die Linke mit 16 Erwähnungen pro 100 Seiten. Das Schlusslicht bildet die CDU: In ihrem kompletten Parteiprogramm kommt Transparenz 8 Mal vor, auf 100 Seiten gerechnet nur 6 Mal. In Worten: Sechs.<br />
Doch wie wird der Begriff Transparenz verwendet? Wie stehen die Bundestagsparteien zur Transparenz? Darüber sagt eine rein quantitative Analyse wenig aus. Betrachten wir einmal die Parteiprogramme der Bundestagsparteien SPD, CDU, Grünen, Linke und FDP.</p>
<h3>Der Transparenzbegriff ist intransparent</h3>
<p>Wirklich definiert wird der Transparenzbegriff in keinem Parteiprogramm. Eine Annäherung an den Begriff ist möglich, indem man die Begriffe, die gemeinsam mit Transparenz oder auch synonym verwendet werden, betrachtet. Bei der SPD wird Transparenz häufig zusammen mit „Offenheit“, „Nachvollziehbarkeit“ oder „einfach“ benutzt. Auch „klar“ und „leicht verständlich“ werden dem Begriff Transparenz zur Seite gestellt. Anders verhält es sich bei der CDU, welche den Begriff meistens alleinstehend verwendet. Nur einmal bildet er ein Trikolon mit „verständlich“ und „vergleichbar“. Die Linke hingegen verwendet den Begriff fast immer zusammen mit „demokratisch“ oder „Demokratie“ sowie „Partizipation“. Breit gestreut wird bei der FDP, in der Transparenz häufig mit „effektiv“, „nachvollziehbar“, „demokratisch“, „Beteiligung“ und „Partizipation“ korreliert. Die Grünen, mit fast 100 absoluten Erwähnungen Spitzenreiter (jedoch haben sie auch das mit Abstand längste Parteiprogramm), koppeln den Transparenzbegriff häufig an „demokratisch“ und „Partizipation“.<br />
Zusammenfassend kann man festhalten, dass die CDU Transparenz semantisch alleinstehend verwendet, während SPD, Linke und Grüne Transparenz in einem eher demokratisch orientierten, politischen Kontext verwenden. Die FDP verwendet den Begriff hauptsächlich als Marktfaktor („Effizienz“).<br />
Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass von den drei Parteien, die ein Stichwortverzeichnis am Ende des Wahlprogramms haben (Linke, Grüne und FDP), die Linke die einzige Partei ist, welche Transparenz als nicht wichtig genug erachtet, um den Begriff &#8211; zwischen transgender und Troika &#8211; in ihr Stichwortverzeichnis zu setzen. Dafür würdigt die SPD als einzige Partei die Transparenz durch Aufnahme in die Präambel eines Kapitels: „Voraussetzung für eine demokratische und offene Gesellschaft sind demokratische Kultur und Öffentlichkeit genauso wie Transparenz und Partizipation.“ Dies legt nahe, dass Transparenz nicht immer als eigenständige Kategorie Verwendung findet, auch wenn der Begriff häufig und durchaus affirmativ benutzt wird. Dieser Befund deutet weiter auf eine deutliche Unsicherheit und auf ein mangelndes parteiübergreifendes kohärentes Verständnis des Begriffs hin.</p>
<h3>Welche Bereiche sollen transparent werden?</h3>
<p>Die Antwort ist einfach: So ziemlich alle, nimmt man sämtliche Parteiprogramme zusammen. Einzeln betrachtet werden aber Unterschiede deutlich. Im Wesentlichen lässt sich erkennen, dass verstärkt in den Themenbereichen Transparenz gefordert wird, die ohnehin den Fokus der Parteien bilden. Einig sind sich alle Parteien beim Verbraucherschutz: Herkunft, Produktionsbedingungen und Inhalte sollen transparent werden. Hier liegt insbesondere ein Schwerpunkt der CDU, bei der damit die Transparenzforderung schon fast erschöpft ist.<br />
SPD, Grüne, Linke und FDP fordern vermehrt Transparenz bei Vergabeverfahren – zum Beispiel, wenn es um Forschungs- und Fördergelder, aber auch um geplante Flugrouten (Linke) oder Bauvorhaben geht. Diese inflationäre Verwendung zeigt eine gewisse Beliebigkeit in der Verwendung des Begriffs &#8211; wieder ein Anzeichen der mangelnden Definition von Transparenz im politischen Diskurs.<br />
Im politischen Bereich fordern zudem alle Parteien Transparenz in der öffentlichen Verwaltung (Stichwort „Open Data“), wobei hier die Reichweite der Forderung von Partei zu Partei schwankt: Die CDU will die Verwaltung bürgerfreundlicher und einfacher gestalten, während die Linke gar das Informationsfreiheitsgesetz zu einem Transparenzgesetz ausbauen und alle Daten zugänglich machen will. Hier alterniert das Verständnis des Begriffs zwischen einem reinen Verwaltungsinstrument und einem Wert – offene Daten seien begrüßenswert. Dies ist zu einem gewissen Teil den bisher zögerlich umgesetzten „Open Data“-Initiativen und der mangelnden Erfahrung mit ihnen geschuldet.</p>
<h3>Rhetorische Differenzen</h3>
<p>Unterschiede, die auf einen politischen Willen hindeuten, Transparenz wirklich durchzusetzen, finden sich bereits in der Rhetorik der Wahlprogramme. Der Transparenz vorangestellt sind bei der Linken häufig Begriffe wie „brauchen“, „müssen“ und „wollen“. Dies verdeutlicht, dass die Linke sich nicht nur bewusst ist, häufig Transparenz einzufordern, sondern sie auch die Notwendigkeit dazu sieht und sie diese tatsächlich auch durchzusetzen gewillt ist. Die SPD „fordert“ ebenfalls Transparenz. Sie ist sich im Klaren darüber, dass Transparenz „von der Zivilgesellschaft zu Recht eingefordert“ wird. Jedoch schränkt sie die Transparenz auch ein: „Transparenz bedeutet dabei nicht gläserne Politiker (S. 97).“<br />
Wesentlich zurückhaltender ist hingegen die CDU: „Ebenso werden wir prüfen, gesetzliche Transparenzpflichten einzuführen“, heißt es im Parteiprogramm. Deutlich affirmativer, wenn auch nicht so deutlich wie bei der Linken und der SPD, ist die FDP. Sie spricht wiederholt von „wollen“ und analysiert als einzige Partei im Rückblick, dass „(…) dank der Liberalen transparenter und attraktiver geworden“ sei. Viel euphorischer und normativer verwenden die Grünen den Begriff: Transparenz sei eine „Grundlage“, die wir „brauchen“ &#8211; und dementsprechend „fordern“ die Grünen Transparenz.<br />
Fazit: Es lässt sich feststellen, dass Transparenz eine unterschiedliche Relevanz bei den Parteien einnimmt. Die Unterschiede sind relativ gering &#8211; deutlich hingegen wird, dass die CDU absolutes Schlusslicht ist. Viel entscheidender jedoch ist, dass einheitliche Definitionen von Transparenz fehlen. Transparenz scheint, als politisches Modewort, inflationär benutzt zu werden, obwohl eine Unsicherheit bei der Verwendung durchaus spürbar ist. Transparenz wird meistens in den Bereichen eingefordert, die ohnehin den thematischen Schwerpunkt der Parteien bilden – bei den Grünen im Umweltschutz und erneuerbaren Energien, bei der CDU beim Verbraucherschutz, bei der FDP als Marktfaktor für einen fairen Wettbewerb und bei SPD und Linke als essenzieller Wert für Demokratie. Dies ist nicht unerheblich für zukünftige Koalitionsverhandlungen, wenn sich zwei (oder mehr) Parteien auf mehr Transparenz verständigen sollen, aber vollkommen unterschiedliche Auffassungen des Begriffs haben. Wir dürfen gespannt sein.</p>
<div id="stcpDiv">
&nbsp;<br />
Bild: gruene_sachsen (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-ND 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a>
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		<title>Experiment #greenprimary: Europa-Grüne lassen online über Spitzenduo abstimmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jun 2013 14:14:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Bütikofer]]></category>
		<category><![CDATA[EGP]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl 2014]]></category>
		<category><![CDATA[greenprimary]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Abstimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Vorfeld der Europawahl 2014 lässt die Europäische Grüne Partei online über ihre Spitzenkandidaten abstimmen. Dabei haben interessierte Bürgerinnen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelbildGrueneOnlineAbstimmung.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129625" alt="ArtikelbildGrueneOnlineAbstimmung" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelbildGrueneOnlineAbstimmung.jpg" width="640" height="427" /></a>Im Vorfeld der Europawahl 2014 lässt die Europäische Grüne Partei online über ihre Spitzenkandidaten abstimmen. Dabei haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, im Internet eine Vorauswahl des Spitzenpersonals zu treffen. Der Parteichef der Europäischen Grünen Partei, Reinhard Bütikofer, spricht von einer „noch nie dagewesenen Aktion“.<br />
Keine 100 Tage sind es mehr bis zur Bundestagswahl, der Wahlkampf kommt langsam ins Laufen, die Parteien und Kandidaten positionieren sich. Doch auch die kommende Wahl zum Europaparlament im Mai 2014 wirft schon ihre Schatten voraus. Die Europäische Grüne Partei (EGP) möchte neue Akzente in Sachen Bürgerbeteiligung und direkter Demokratie setzen und veranstaltet erstmals eine Online-Vorauswahl, um zwei gesamteuropäische Spitzenkandidaten zu bestimmen. Ähnliche Vorhaben gab und gibt es zwar immer wieder einmal, auf gesamteuropäischer Ebene ist dies aber eine Neuheit. Erstmals soll es demnach möglich sein, aus ganz Europa, also aus allen 33 nationalen Grünen Mitgliedsparteien der EGP, Bewerberinnen und Bewerber direkt als Spitzenkandidaten zu nominieren.<br />
Reinhard Bütikofer, der Vorsitzende der Europäischen Grünen Partei, begründet das Vorhaben so: „In der Europapolitik wird immer wieder der zu große Abstand zwischen Bürgern und politischen Entscheidungsträgern kritisiert. Es wird häufig geklagt, Europa sei nur eine Addition nationaler politischer Räume ohne gemeinsame europäische Öffentlichkeit. Darauf wollen wir antworten und mit einer europaweiten elektronischen Urwahl einen Schritt nach vorne gehen.“</p>
<h3>Keine nationale Bindung</h3>
<p>Die Besonderheit: Die Abstimmung ist nicht an eine Mitgliedschaft in einer Grünen Partei gebunden, sondern auch Sympathisanten grüner Ziele und Ideen sind explizit dazu aufgefordert, sich zu beteiligen. Auch besteht keine nationale Bindung, jeder, egal aus welchem EU-Mitgliedsstaat, kann für jeden aufgestellten Kandidaten votieren. Die Registrierung erfolgt über die <a href="http://europeangreens.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website </a>der europäischen Grünen, die Software selber wird durch eine externe spezialisierte Firma in enger Abstimmung mit der EGP technisch betreut und auch die Datensicherheit gewährleistet.<br />
Und wer kann kandidieren und letztlich um Stimmen der geneigten Grünen buhlen? „Prinzipiell jeder. Es gibt keine formalen Voraussetzungen, um Kandidat zu werden, nicht einmal eine Mitgliedschaft in einer unserer Grünen Parteien ist nötig“. Man brauche aber eine gewisse Mindestunterstützung. Um kandidieren zu können, ist die Unterstützung fünf nationaler Grüner Parteien aus EU-Mitgliedsländern notwendig. „Da jede Mitgliedspartei nur einen Bewerber unterstützen darf, ist die Anzahl an Kandidaten von vorneherein sehr begrenzt“, erklärt Bütikofer, der deshalb auch keine Manipulation der Abstimmung, etwa eine Torpedierung durch politische Gegner, fürchtet: „Alle Kandidaten, die letztlich zur Wahl stehen werden, werden die Grünen in Europa sehr gut repräsentieren. Außerdem garantieren wir ein Höchstmaß an Sicherheit und Datenschutz.“<br />
Da es bei der EU-Wahl keine gesamteuropäischen Listen gibt, sondern nur nationale Listen für jedes Land, muss jeder Kandidat in seinem Heimatland antreten. Die Ergebnisse der internetbasierten Vorauswahl werden dennoch soweit verbindlich und gültig sein, dass diejenigen zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen als Spitzenkandidaten für die gesamteuropäische Grüne Parteifamilie im Frühjahr 2014 in den Europawahlkampf ziehen werden. Eine Einschränkung gibt es aber doch bei der Kandidatenauswahl, „Gemäß unserer grünen Tradition gibt es eine Mindestquotierung für Frauen. Die Frau mit den meisten Stimmen wird auf jeden Fall zu den beiden Kampagnenführern gehören, auch, wenn sie insgesamt weniger als die zweitmeisten Stimmen erhält“, ergänzt der Kovorsitzende der europäischen Grünen.<br />
Eine Mindestanzahl an Teilnehmern ist für die Online-Wahl übrigens nicht zwingend, jedoch peilt man – sehr ambitioniert &#8211; eine sechsstellige Teilnehmerzahl an. Dazu erklärt Reinhard Bütikofer, solch ein Experiment sei „völlig neu in Europa“ daher wolle man auf Mindestanforderungen bei den Stimmzahlen verzichten.<br />
Eine wichtige Rolle spielt diese Urwahl übrigens auch auf einer weiteren Ebene: Da der Spitzenkandidat der Parteienfamilie, die bei der Europawahl am besten abschneidet, Präsident der Europäischen Kommission werden soll, wollen die europäischen Grünen die Wahl zu diesem Schlüsselposten politisieren und näher ans Volk bringen.</p>
<h3>Online und offline mobilisieren</h3>
<p>Damit eine anständige Mitmachzahl erreicht wird, muss die Online-Primary aber beim Wahlvolk noch bekannter gemacht werden. Da seien, so Bütokofer, „vor allem die nationalen Grünen Mitgliedsparteien gefragt, die das in den Heimatländern bewerben müssen“. So soll – wie bei einer Online-Kampagne nicht anders zu erwarten – Online-Werbung geschaltet werden, zudem wird die Wahl von Online-Debatten begleitet. Aber auch offline soll etwas passieren: „In verschiedenen europäischen Hauptstädten sind Diskussionsrunden geplant, an denen jeder teilnehmen kann. Und auch die Grüne Jugend wird für die Aktion mobilisieren. Ich denke, dass man von der Aktion hören wird!“, zeigt sich der geborene Mannheimer zuversichtlich.<br />
Überhaupt hofft Bütikofer, mit einer solchen Aktion ein Zeichen für mehr direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung setzen zu können und ist schon seit Langem von der Idee überzeugt: „Ich glaube, derlei Instrumenten gehört die Zukunft der politischen Personalauswahl. Wenn unsere Aktion ein Erfolg wird, dann werden vielleicht auch andere Parteien diese Idee der bürgernahen Beteiligung aufgreifen,“ hofft Bütikofer auf einen Erfolg der Grünen Europa-Urwahl, und fügt hinzu: „Ganz wichtig ist aber, dass man die Bürgerinnen und Bürger nicht nur über Alternativen abstimmen lässt, sondern sie auch an einer entsprechenden Diskussion beteiligt und sie so voll in den Entscheidungsprozess einbindet. Für eine lebendige Demokratie ist die Debatte unerlässlich! Die Erörterung von Alternativen und das Vergleichen verschiedener Lösungen müssen in solche Formate direkter Beteiligung unbedingt integriert werden!“<br />
Man darf gespannt sein, auf welches Interesse das Vorhaben stoßen wird. Im Sinne der Bürgerbeteiligung wäre es ohne Frage essentiell, wenn sich solcherlei Modelle längerfristig in allen Parteien national wie international durchsetzen könnten.<br />
&nbsp;<br />
<strong><strong></strong></strong>Bilder: Ernesto Ruge (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-SA 2.0</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Austrian Web Campaigning</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-oewahl4-shtml-2404/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[alederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Professionalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
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					<description><![CDATA[Durch die vorgezogenen Neuwahlen hatten die Kampagnenmacher wenig Zeit zur Strategieentwicklung. Welches Medium eignet sich in solch einer besonderen Situation am besten? Das Internet, dass für seine Schnelligkeit bekannt ist? Der folgende Artikel berichtet über die Aktivitäten der Parteien im Netz.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die vorgezogenen Neuwahlen hatten die Kampagnenmacher wenig Zeit zur Strategieentwicklung. Welches Medium eignet sich in solch einer besonderen Situation am besten? Das Internet, dass für seine Schnelligkeit bekannt ist? Der folgende Artikel berichtet über die Aktivitäten der Parteien im Netz.<!--break-->
                  </p>
<p>Nach dem Scheitern der österreichischen Regierungskoalition am 9. September sahen sich von einem Tag auf den anderen Parteizentralen, Medien und die Bevölkerung mit einem Wahlkampf konfrontiert. Die Kampagnenmaschinerie lief problemlos an: die Medien starteten wahlspezifische Sonderberichterstattung, Meinungsforschungsinstitute publizierten wöchentlich neue Umfragen und gaben gleichzeitig Pressekonferenzen, auf denen sie praktisch die Nichtigkeit ihrer Umfragen erklärten. Die Parteien verstärkten ihre Medienarbeit und plakatierten mehr Plakate als irgendjemand ertragen kann.<br />
                  <br />Der Wahlkampf im Internet startete jedoch erst wenige Wochen vor der Wahl. Der Grund dafür ist in der Kurzfristigkeit der Wahl zu sehen. Der Ernst der Situation wurde erst Ende August sichtbar und für den Anfang September startenden Wahlkampf war die Zeit zu kurz, für die Parteien, die Medien als auch die „Zivilgesellschaft“, umfassende wahlkampfbegleitende Internetaktivitäten fristgerecht umzusetzen.</p>
<p>
                  <strong>Die Parteien</strong><br />
                  <br />Die Parteien sind naturgemäß die Hauptakteure bei Wahlkämpfen im Netz. Um sie dreht sich alles. Auf den Webseiten der vier im Parlament vertretenen Parteien war lange Zeit vom Wahlkampf nur wenig zu spüren, mit Ausnahme der einschlägigen Presseaussendungen, die bei allen Parteien übers Netz abzurufen waren.<br />
                  <br />Die Koalitionskrise war bei der<br />
                  <a href="http://www.fpoe.at/bundneu/index.jhtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FPÖ</a> als erste Partei im Netz zu spüren. Wer sich über den Machtkampf innerhalb der Partei auf deren Webpage aus erster Hand informieren wollte, musste über drei Wochen hinweg bemerken, dass die Seite der Freiheitlichen fast nie zu erreichen war. Dass die Partei im Internet zu dieser Zeit nicht in der Lage war, mit einer Stimme zu sprechen, war durchaus bezeichnend.<br />
                  <br />Erst einen Monat vor der Wahl relaunchten<br />
                  <a href="http://www.spoe.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPÖ</a> und<br />
                  <a href="http://www.oevp.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ÖVP</a> ihre Seiten und richteten sie funktional auf den Wahlkampf ein. Etwas später folgten die Freiheitlichen, deren Seite zwar im neuen Design erstrahlte, aber der man funktional ihren Zweck, nämlich die Verwendung im Wahlkampf, nicht ansieht. Als letzte Partei stellten die Grünen, in Österreich traditionell die innovativen Vorreiter in Sachen Web- Campaigning, ihre neue Seite ins Netz.</p>
<p>
                  <strong>Austrian Web Campaigning 2002 – Was ist neu?</strong><br />
                  <br />Gleich zu Beginn ist zu sagen: viel aufregend Neues oder Innovatives bietet der österreichische Netzwahlkampf 2002 nicht.<br />
                  <br />Die internationalen Trends lassen sich jedoch auch hierzulande ausmachen: die Seiten werden immer professioneller und im Internet lässt sich verstärkt eine Personalisierungstendenz ausmachen. Bei der SPÖ, den<br />
                  <a href="http://www.gruene.at/wahl/alexander.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grünen</a> und dem Liberalen Forum mehr als bei ÖVP und FPÖ, doch auch hier führen alle Wege früher oder später zum Spitzenkandidaten. Die internationalen Standards finden sich auch in Österreich: E- Cards, Programmatisches in allen Formen, der ausführliche multimediale Presseservice, Wahlkampftagebücher, Rekrutierungstools und die Möglichkeit, der Partei Spenden zukommen zu lassen.<br />
                  <br />Das ist alles so weit aus anderen Ländern bekannt. Neues lässt sich nur in Bezug auf Österreich feststellen.</p>
<p>Was im Wahlkampf auffällig und für Österreich in dieser Konzentration durchaus neu ist, ist der ausgiebige Gebrauch von Film- und Tondokumenten auf den Homepages der Parteien. Das dürfte zum Teil damit zusammenhängen, dass die Parteien dieses Jahr erstmals massiv mit Fernsehspots werben, die alle im Netz zu sehen sind. Außerdem sind bei den meisten Parteien die Radiospots abrufbar. Massiv wird mit Video- und Audioclips der Kandidaten gearbeitet, die ihre Positionen und Visionen für Österreich vorstellen. Vor allem bei der Volkspartei, die die Verwendung von Sound- und Videoclips auf die Spitze treibt, werden zahlreiche Testimonials für Kanzler Schüssel verwendet, also audiovisuelle Unterstützungserklärungen von namenhaften Politikern aus Österreich (konservative Ministerpräsidenten etc.), aber auch aus anderen Ländern Europas.</p>
<p>Eine weitere kleine demokratische Innovation im Internet für Österreich ist auf der<br />
                  <a href="http://www.oevp.at/">Homepage der ÖVP</a> zu finden. Alle Kandidaten, die auf einem wählbaren Platz auf der Bundes-, Landes- oder Bezirksliste sind, haben eine eigene Seite auf der ÖVP-Page. Über jeden realistischerweise wählbaren Kandidaten ist mindestens ein Lebenslauf, seine politischen Schwerpunkthemen und natürlich Kontaktsadressen (Email, Telefon, Post) verfügbar.In Österreich, das über ein Listenwahlrecht verfügt und die Wähler dadurch die Kandidaten, die sie ins Parlament wählen, nicht kennen, hat das hoffentlich für die anderen Parteien Vorbildwirkung für die Zukunft, um den politischen Prozess im Parlament anhand seiner Mitglieder den Bürgern näher zu bringen.<br />
                  <br />&#8216;<br />
                  <br />Das Innovationsdefizit muss natürlich im Zusammenhang mit der schon oben betonten Kurzfristigkeit des Wahlkampfes gesehen werden. Man muss jedoch allen Parteien zugute halten, dass ihre Kampagnenseiten vom Design, der Benutzerfreundlichkeit und dem Inhalt durchgehend den Seiten, die die Parteien vor dem Wahlkampf im Netz präsentierten, deutlich überlegen sind.<br />
                  <br />Wenn Österreich dieses Mal zwar international nichts zur Erweiterung des Kanons an Webcampaigning Tools und Ideen beiträgt, ist doch angenehm festzustellen, dass alle Parteien auch kurzfristig in der Lage sind, professionelle Angebote ins Netz zu stellen.</p>
<p>
                  <strong>Sind die Österreichischen Parteien schon im Internetzeitalter angekommen?</strong><br />
                  <br />Aber wie sieht es mit der Internettauglichkeit der Parteien aus? Eine schön designte Webpage bedeutet noch nicht, dass die Parteien tatsächlich schon im digitalen Zeitalter angekommen sind. Nach einem verdeckten Praxistest der „Salzburger Nachrichten“ müssen sich die österreichischen Parteien nicht verstecken. Ein Ergebnis war, dass Kleinparteien das Netz offensichtlich besser nutzen: Eine inhaltliche Anfrage an alle Parteien wurde vom Liberalem Form innerhalb von vier Minuten beantwortet. Die Kleinpartei „<br />
                  <a href="http://www.diedemokraten.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Demokraten</a>“, die nur in zwei von neun österreichischen Bundesländern zur Wahl antreten, antworteten innerhalb von 15 Minuten. Zwischen 60 und 90 Minuten benötigten die „Altparteien“ SPÖ und ÖVP. Die Freiheitlichen benötigten drei Stunden und die Kommunisten 24 Stunden. Die Grünen brauchten, und das ist die unerwartete Überraschung, da sie sonst als Vorreiter im Netz gelten, eine zweite Anfrage und danach noch einmal 48 Stunden. Im Wahlkampf 1999 endeten einige verdeckte Mailtests an Parteien noch mit dem Hinweis, dass man von den restlichen zwei Parteien trotz mehrmaliger Nachfrage leider nichts mehr gehört hat. Dagegen stellt das beantworten einer Anfrage in weniger als 24 Stunden eine gewaltige Verbesserung dar.</p>
<p>
                    
                  </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 21.11.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-oewahl4-shtml-2404/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Cyberpeace statt Cyberwar</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/rustungskontrolle-im-cyberspace/cyberwarcyberpeace-shtml-2452/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sdalferth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 1998 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rüstungskontrolle im Cyberspace]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Friedenspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 21. Juni 2001 stellten die medienpolitische Sprecherin der
                    Grünen, Grietje Bettin, und Winfried Nachtwei, Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestages, die Position der Grünen zum Thema Cyberwar vor. Ebenfalls vor Ort war Ralf Bendrath von der
                    Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik. Diese richtet Ende Juni mit der
                    Böllstiftung eine Tagung zu diesem Thema aus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 21. Juni 2001 stellten die medienpolitische Sprecherin der<br />
                    <a href="http://www.gruene.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grünen</a>, Grietje Bettin, und Winfried Nachtwei, Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestages, die Position der Grünen zum Thema Cyberwar vor. Ebenfalls vor Ort war Ralf Bendrath von der<br />
                    <a href="http://www.fogis.de" target="new" rel="noopener noreferrer">Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik</a>. Diese richtet Ende Juni mit der<br />
                    <a href="http://www.boell.de/cyberpeace" target="new" rel="noopener noreferrer">Böllstiftung</a> eine Tagung zu diesem Thema aus.<!--break-->
                  </p>
<p>Bei Cyberwar geht es um den gezielten Einsatz von Informationstechnologie zur Bekämpfung feindlicher Ziele. Darunter fallen Abhöraktivitäten (siehe Echolon oder Carnivore), Spionage mit informationstechnischen Mitteln und vor allem das unbemerkte Eindringen in die Informationsnetzwerke des Gegners. Auch der Einsatz von Viren, Würmern oder ähnlichem wird mit dem Begriff des Cyberwars abgedeckt. In den Vereinigten Staaten wird diese Art der Kriegsführung in den Bedrohungsszenarien schon an zweiter Stelle genannt. Der erste Platz wird noch immer von der biologischen Kriegsführung eingenommen.</p>
<p>Hierzulande ist diese Form der Kriegsführung noch verhältnis-<br />
                  <br />mäßig unbekannt. In der Öffentlichkeit und den Medien ließ sich jedoch in der vergangenen Zeit eine verstärkte Berichterstattung insbesondere zum Thema Viren beobachten. Allerdings werden die amerikanischen Bedrohungsszenarien meist unreflektiert übernommen.</p>
<p>Dabei sind nach übereinstimmender Meinung der Anwesenden die Bedrohungsszenarien, die in den USA artikuliert werden, in den meisten Fällen zwar prinzipiell technologisch möglich, allerdings kaum realistisch. Die technologischen Voraussetzungen für einen großangelegten Cyberangriff gegen militärische Ziele seien nur in den USA gegeben; das Ausmaß der amerikanischen Szenarien sei interessengesteuert und basiere oft auf Spekulation, so Bendrath. Daher müsse eine Panikmache vermieden und eine konstruktive Diskussion ermöglicht werden.</p>
<p>Die Grünen sehen die Gefahren des Cyberwars eher in der Entwicklung offensiver Maßnahmen. Bei der Durchführung von Cyberattacken sei eine Unterscheidung von militärischen und zivilen Zielen nicht möglich, was die Funktionsfähigkeit der Datennetze bedrohe. Außerdem verschwämmen die Unterschiede zwischen Krieg und Nichtkrieg, denn erfolgreiches Eindringen in fremde Netzwerke setze die Installation von Hintertüren, logischen Bomben und ähnlichem schon in Friedenszeiten voraus.</p>
<p>Eine parlamentarische Kontrolle derartiger Netzaktivitäten ist derzeit nicht gegeben. In Deutschland läuft die Entwicklung im Bereich Cyberwar im Gegensatz zu den USA hinter verschlossenen Türen ab. Nachtwie sprach von einer ergebnisorientierten Informationspolitik des Verteidigungsministeriums, die es unmöglich mache, die Richtung der Entwicklung zu erkennen.</p>
<p>Die Grünen fordern einen prinzipiellen Verzicht auf den Ersteinsatz von Cyberwaffen. Die defensive Nutzung und die weitere Entwicklung derartiger Kriegsmittel müsse öffentlich diskutiert werden. Mit einer Förderung von Open-Source-Software und dem Aufbau dezentraler Infrastruktursysteme soll die Notwendigkeit zur Entwicklung dieser Kriegsmittel verringert werden. Die Parole, die ausgegeben wurde, lautet Vorsorge statt Entwicklung offensiver Mittel.</p>
<p>Des weiteren wurde ein Umlenken der Politik vom Cyberwar hin zu einer Cyberfriedenspolitik gefordert. Der Cyberspace solle auch in Zukunft friedlich genutzt werden. Das bedeute den Verzicht auf den Einsatz von Cyberwaffen und ein internationales Moratorium bei ihrer Entwicklung.</p>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Berlinwahl 2001 &#8211; sind wir schon drin?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/berlinwahl_2001_sind_wir_schon_drin-679/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/berlinwahl_2001_sind_wir_schon_drin-679/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[hscharfenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[PDS]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Die Berliner Parteien
machen mobil: Die Kandidaten sind nominiert, die Wahlkampfbüros eingerichtet,
erste Programmentwürfe stehen und die Spitzenkandidaten haben ihre Reise durch
die Talk-Shows angetreten. Dort kann sie jeder sehen, aber wie ist die Situation
im WorldWideWeb? Wir haben uns durchgeklickt und eine Bestandsaufnahme gemacht.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Die Berliner Parteien<br />
machen mobil: Die Kandidaten sind nominiert, die Wahlkampfbüros eingerichtet,<br />
erste Programmentwürfe stehen und die Spitzenkandidaten haben ihre Reise durch<br />
die Talk-Shows angetreten. Dort kann sie jeder sehen, aber wie ist die Situation<br />
im WorldWideWeb? Wir haben uns durchgeklickt und eine Bestandsaufnahme gemacht.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Ob der knappen Zeit und der noch knapperen Budgets scheint sich in Berlin<br />
eher ein Personen- als ein Themenwahlkampf abzuzeichnen. Strahlemann Klaus Wowereit,<br />
Entertainer Gregor Gysi und der dynamische Frank Steffel stehen bereit, um wieder<br />
einmal auszutesten, inwieweit die Mediendemokratie in Deutschland schon Fuß<br />
gefasst hat. Sybill Klotz von den Grünen und FDP-Kandidat Günter Rexrodt bleiben<br />
zunächst noch etwas im Hintergrund. Und was für die persönlichen Auftritte gilt,<br />
scheint sich auch auf den Internetseiten der Parteien fortzusetzen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Begrenztes Engagement auf nationaler Ebene</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die zentralen Portale der großen Parteien SPD und CDU befassen sich immerhin<br />
am Rande mit der Berlinwahl. Die <a href="http://www.cdu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a><br />
stellt Frank Steffel &#8211; übrigens auf einer Seite, die auch unter www.frank-steffel.de<br />
abrufbar ist &#8211; in mehreren Meldungen vor und berichtet über den Wahlkampfauftakt<br />
mit Unterstützung von Bundespolitikern. Wer mehr wissen will, kann über einen<br />
Link zur CDU Berlin weitersurfen und dort nach Informationen suchen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die <a href="http://www.spd.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD</a> hat es sich leichter<br />
gemacht: Zuoberst auf ihrer Seite weist sie auf den Wahlkampf in Berlin hin<br />
und verlinkt gleich zu den entsprechenden Seiten der Landespartei. Dies erspart<br />
den Machern der Seite viel Arbeit und ist auch effizient für die Nutzer.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die kleineren Parteien hingegen üben größtenteils noch vornehme Zurückhaltung.<br />
Bei der <a href="http://www.pds-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDS</a> springt dem<br />
Surfer bei Aufruf der Seite ein Gysi-Plakat entgegen, und seit kurzem ist auch<br />
ein Interview mit Gregor Gysi und der Entwurf des Wahlkampfprogramms abrufbar.<br />
Weiterführende Informationen bekommt man hier jedoch nicht, auch ein direkter<br />
Link zur Landespartei und deren Wahlkampfseiten wird nicht angeboten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <a href="http://www.fdp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP</a> und <a href="http://www.gruene.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grüne</a><br />
zeigen noch weniger Web-Engagement &#8211; es scheint, als ob bei diesen Parteien<br />
der Berliner Wahlkampf auf Bundesebene einfach kein Interesse hervorruft.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Landesparteien in den Startlöchern</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Auf den Webseiten der Landesparteien ist eine ähnliche Gewichtung erkennbar.<br />
Angesichts der Tatsache, dass für den Wahlkampf nur etwa 3 Monate verbleiben,<br />
sind die Internetaktivitäten noch bescheiden, aber wer regelmäßig nachsieht,<br />
kann in den letzten Tagen Veränderungen beobachten. Bei der <a href="http://www.cduberlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU<br />
Berlin</a> erscheint das Werbeplakat mit Frank Steffel groß auf der Indexseite<br />
und verlinkt zu den bereits erwähnten Steffel-Seiten der Bundespartei. Darüber<br />
hinaus ist jedoch nicht viel los auf den Seiten der Berliner CDU. Sucht man<br />
in der seitlichen Leiste unter &quot;Politik aktuell&quot; nach Themen, wird man zur Wahlkampfplattform<br />
für den 10. Oktober 1999 geleitet. Beim gleichnamigen Link innerhalb des Textes<br />
erscheinen zwar Erneuerungsparolen, allerdings mit dem Namen von Eberhard Diepgen<br />
überschrieben und nicht mit Datum versehen, was nahelegt, dass auch diese Aussagen<br />
nicht ganz aktuell sind. Die Erneuerung bei den Christdemokraten scheint doch<br />
noch etwas Zeit zu brauchen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Mehr Aufmerksamkeit widmet die <a href="http://www.spd-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner<br />
SPD</a> dem Wahlkampf auf ihrem Internetauftritt. Die wichtigsten Themen inklusive<br />
einer Presseschau zum Wahlkampf erscheinen großformatig auf der Indexseite;<br />
ein eigener Link führt zu allen relevanten Artikeln. Seit dem 3. Juli kann hier<br />
auch ein 10-Punkte-Wahlprogramm abgerufen werden, in dem die Ziele der SPD konkretisiert<br />
werden. In einem eigenen Diskussionforum zur Abgeordnetenhauswahl wird eifrig<br />
ermutigt, diskutiert und auch kritisiert. Für weiterführende Informationen ist<br />
eine eigene <a href="http://www.spd-und-das-ist-gut-so.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlkampfseite</a><br />
eingerichtet worden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Bei der <a href="http://www.fdp-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner FDP</a><br />
steht an oberster Stelle auf der Startseite das Geständnis, dass sie keine ausreichende<br />
finanzielle Grundlage für den Wahlkampf hat, gleichzeitig erfolgt ein Spendenaufruf.<br />
An zweiter Stelle wird Günter Rexrodt als Spitzenkandidat vorgestellt und im<br />
selben Atemzug auch seine Wahlkampfthemen Konsolidierung der Finanzen, Verkehrspolitik<br />
und Schulsystem genannt. Mehr haben die Hauptstadt-Liberalen zu ihrem Wahlprogramm<br />
leider (noch) nicht zu sagen &#8211; bei der Suche nach zusätzlichen Informationen<br />
unter dem Button &quot;Programm&quot; stößt man auch hier auf Aussagen aus dem Herbst<br />
1999.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Auch die PDS ist auf ihren <a href="http://www.pds-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berlin-Seiten</a><br />
sehr zurückhaltend mit Informationen zur Wahl. Optimistisch klickt der Surfer<br />
auf den Button &quot;Neuwahlen 2001&quot;, landet aber nur bei einem leicht erweiterten<br />
Terminkalender. Der Titel der Seite (&quot;geplant&quot;) wie auch an die noch nicht verlinkten<br />
Verweise auf Kandidaten und Programm lassen hoffen, dass diese leere Hülle nach<br />
dem Wahlparteitag der PDS Mitte Juli noch gefüllt wird. Bis dahin muss man sich<br />
auch hier mit dem Entwurf des Wahlprogramms begnügen, den man bereits bei der<br />
Bundespartei einsehen konnte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Der derzeitige Auftritt der <a href="http://www.gruene-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner<br />
Grünen</a> macht nicht besonders viel Lust zum Weitersurfen, eine Neufassung<br />
der Seiten soll jedoch in der nächsten Woche abrufbar sein. Bis dahin muss man<br />
sich mit einer einfachen Kandidatenliste, einer Pressemitteilung und drei Papieren<br />
zum Download begnügen. Positiv fallen jedoch die ausführlichen Informationen<br />
zur Briefwahl auf, die die Grünen als einzige der Berliner Parteien im Internet<br />
zur Verfügung stellen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Einzelinitiativen im Netz</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Interessant wird es bei Gruppierungen außerhalb der Bundes- und Landesparteien.<br />
Die <a href="http://www.neuwahlen2001.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FDP Charlottenburg-Wilmersdorf</a><br />
möchte die Bürger mitreden lassen. Programmdiskussionen sowohl zum Landes- als<br />
auch Bezirkswahlprogramm ermöglichen eine breite Partizipation aller Interessierten.<br />
Ein interaktives Angebot, dass ruhig Schule machen darf.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Auch die <a href="http://www.frischer-wind-in-berlin-und-das-ist-gut-so.de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Wähler-Initiative</a><br />
für Klaus Wowereit bietet neben den aktuellen Informationen über den Kandidaten<br />
und die Partei die Möglichkeit, sich an Umfragen zu beteiligen, in verschiedenen<br />
Foren zu diskutieren oder den eigenen Standpunkt im Gästebuch zu verewigen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Einen Frank-Steffel-Fanclub kann man unter <a href="http://www.steffel-fanclub.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.steffel-fanclub.de</a><br />
im Internet besuchen. Dort wird ein Newsletter mit Informationen über die neuesten<br />
Entwicklungen im CDU-Wahlkampf angeboten, und wer sich besonders engagieren<br />
möchte, kann sich Steffel-T-Shirt und -Tasse bestellen sind und so offen seine<br />
Sympathien kundtun. Interaktion sucht man hier bisher vergebens.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Mit Spannung bleibt zu erwarten, was mit den zahlreichen Domains passiert,<br />
die zwar reserviert, aber noch nicht mit Inhalten gefüllt sind. Ein Beispiel<br />
gibt es schon: Die <a href="http://www.und-das-ist-auch-gut-so.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Junge<br />
Union Nettetal</a> hat sich Klaus Wowereits geflügeltes Wort &quot;und das ist auch<br />
gut so&quot; für eine eigene &#8211; natürlich in die Irre führende &#8211; Domain unter diesem<br />
Namen zu nutze gemacht. Die Grünen kämpfen nach eigenen Angaben noch um die<br />
Rückgewinnung der Domain für Sibyll Klotz. Unter <a href="http://www.berlinwahl2001.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.berlinwahl2001.de</a><br />
wird noch gebaut &#8211; wer dort seine Wahlkampfplattform errichtet, bleibt vorerst<br />
ein Geheimnis. Mit Sicherheit ist noch einiges an Kreativität zu erwarten. Der<br />
Wahlkampf ist eröffnet. Let&#8217;s wait and surf.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Tour de Kiel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/tour_de_kiel-854/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[afischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>
		<category><![CDATA[SSW]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
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		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[PDS]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Der Wahlkampf in Schleswig-Holstein geht in diesen Tagen in die &#34;heiße&#34; Phase. Landesweit tourt Politikerprominenz durch
das Land und auch digital haben die norddeutschen Landesverbände sich für den Wahlkampf gerüstet.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Der Wahlkampf in Schleswig-Holstein geht in diesen Tagen in die &quot;heiße&quot; Phase. Landesweit tourt Politikerprominenz durch<br />
das Land und auch digital haben die norddeutschen Landesverbände sich für den Wahlkampf gerüstet.</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In den letzten Tagen vor der Wahl<br />
geht es nicht allein darum, welche Landesregierung Schleswig-Holstein<br />
bekommt,<br />
sondern auch um den Parteivorsitz der CDU. Würde der Spitzenakandidat<br />
der CDU, Volker Rühe, gewinnen &#8211; und er glaubt an Wunder,<br />
wie er mehrmals versicherte -oder einen hohen Anteil der Stimmen<br />
bekommen, so könnte er ebenfalls der Nachfolger Schäubles werden und<br />
Angela Merkel noch zur Gefahr werden. Doch während die CDU noch<br />
debattiert und über Personalfragen streitet, hat<br />
die große Regierungspartei wieder Rückenwind im stürmischen<br />
Schleswig-Holstein: Letzten Umfragen zufolge, nach denen die<br />
Sozialdemokraten mit 44% klar der CDU liegen, hat sich die Stimmung<br />
unter den nördlichen Genossen gebessert, und der Sieg bei den<br />
Landtagswahlen ist schon fast sicher. Erst recht, nachdem mit Bernd<br />
Saxe ein SPD-Mann die Bürgermeisterwahl in Lübeck gewinnen konnte. &quot;Die<br />
Stimmung ist hervorragend&quot;, verkündet stolz der SPD-Geschäftsführer<br />
Christian Kröning und ist der Meinung, dass seine Partei auch ohne die<br />
Spendenaffäre der CDU, die mit 34% klar hinter der SPD liegt, gute<br />
Chancen hätte. Rühe hätte sich überschätzt und lege nun<br />
&quot;Überheblichkeit&quot; an den Tag. Jedoch kämen keine inhaltlichen<br />
Perspektiven und Neuerung vom CDU-Spitzenkandidaten. Das unterstützt<br />
auch Landesvorsitzender Franz Thönnes, der die Stimmung unter seinen<br />
Genossen beschreibt: &quot;Wir sind siegesgewiss, aber nicht übermütig&quot;.<br />
Nun, in der &quot;heißen&quot; Wahlkampfphase, erwarten jedoch auch die anderen<br />
Parteien im nördlichsten Bundesland &quot;Stimmungsmacher&quot; aus Berlin:<br />
Während der Kanzler fünf Tage lang durch Schleswig-Holstein tourt, die<br />
HDW-Werft besucht und sich mit Bundes- und Landesregierung zu einer<br />
gemeinsamen Sitzung trifft, sind auch Volker Rühe und die norddeutsche<br />
Union laut Generalsekretär Johann Wadephul &quot;gut gerüstet für einen<br />
engagierten Wahlkampf&quot;: Anfangs hat Rühe Generalsekretärin Angela<br />
Merkel und Parteivorsitzenden Wolfgang Schäuble an seiner Seite. Aber<br />
auch ehemalige Minister wie Claudia Nolte und Norbert Blüm werden den<br />
Spitzenkandidat der Union auf seiner Wahlkampftour unterstützen. Die<br />
Grünen, die mit 5,5% in den Umfragen um ihren Einzug in den Landtag<br />
bangen müssen, holen den zur Zeit beliebtesten Politiker Joschka<br />
Fischer in den hohen Norden, so dass er sich für die Spitzenkandidaten<br />
Irene Fröhlich und Rainder Steenblock persönlich einsetzen kann. Andere<br />
grüne Bundesminister werden dem Außenminister folgen, und so sind auch<br />
Andrea Fischer und Jürgen Trittin bald in Schleswig-Holstein<br />
anzutreffen. Mit Politikprominenz rechnen auch die norddeutschen<br />
Liberalen in den letzten Wochen vor der Wahl, die stärker als die<br />
Grünen bei 8 Prozentpunkten liegen: Neben Generalsekretär Guido<br />
Westerwelle und Parteivorsitzenden Wolfgang Gerhard sind ebenfalls<br />
Klaus Kinkel und Jürgen Möllemann als Wahlkämpfer für Spitzenkandidat<br />
Wolfgang Kubicki in Schleswig-Holstein. Auch Gregor Gysi, Vorsitzender<br />
der PDS-<br />
Fraktion im Bundestag kommt im Februar für fünf Veranstaltungen in den<br />
hohen Norden, obgleich die<br />
Sozialisten aller Voraussicht nach nicht in den Landtag einziehen<br />
werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Pünktlich zu diesem Programm haben die Landesverbände der norddeutschen Partein auch im Netz aufgerüstet und präsentieren<br />
Kandidaten, Programme und Slogans auf ihren Websites. Schließlich ist dies die erste Wahl im Jahr 2000, und die Parteien<br />
wollen den Kampf um die Wähler dementsprechend zeitgemäß führen.<br />
Besonders die beiden prominenten Spitzenkandidaten sollten digital ins rechte Licht gerückt werden und haben neben den<br />
Wahlkampfseiten ihrer Partei zusätzlich eine eigene Homepage. Unter<br />
<a href="http://www.heide-simonis.de/">heide-simonis.de</a> sind Informationen zur Ministerpräsidentin zu<br />
finden und dem prominenten Herausforderer Volker Rühe wurde die Domain <a href="http://www.ruehe.de/">ruehe.de</a><br />
gesichert. Diese Homepage wurde erst kürzlich aktualisiert. Doch trotz dieser Bemühungen wirkt die Homepage des ehemaligen<br />
Verteidigungsministers eher mager, denn mit der Darstellung eines knappen Lebenslaufs, einer Liste mit Terminen und der<br />
e-mail Adresse Volker Rühes, wird das Potential des World Wide Webs nicht genutzt. So gibt es zum Beispiel kein Forum<br />
oder Gästebuch, in das die Besucher des Websites ihre Kommentare, Anregungen oder Bitten schreiben könnten.<br />
Die Kandidaten für die Landtagswahl im Februar werden zwar aufgeführt, jedoch fehlen sowohl jegliche Informationen<br />
zu ihnen wie auch die e-mail-Kontakte. Dafür gibt es eine Bildergalerie, die Volker Rühes Wahlkampftournee dokumentiert,<br />
jedoch nicht über die Qualität normaler Wahlkampfplakate herausragt. Im Lager der SPD sieht es jedoch nicht anders aus:<br />
Zwar gibt es auf heide-simonis.de eine Online-Versteigerung, deren Gewinn der &quot;Kieler Tafel&quot; zugute kommt und auch ein<br />
Gästebuch, doch nach einer direkten e-mail-Adresse von Heide Simonis sucht der User vergeblich, und auch die anderen<br />
Kandidaten sind digital nicht zu erreichen. Positiv ist jedoch, dass es eine Kurz- und eine Langfassung des Programms<br />
zum Download gibt. Einzig und allein das Layout des Internetangebots ist herausragend und verspricht inhaltlich leider<br />
mehr, als es nach einer näheren Betrachtung halten kann. <br />
Da sieht es bei dem kleinen Regierungspartner anders aus: Hier stimmt das Layout und die inhaltliche Qualität des grünen<br />
Angebotes <a href="http://www.dranbleiben.de/">www.dranbleiben.de</a>. Pünktlich zum Jahreswechsel stellt der Landesverband<br />
e-mail Grußkarten zur Verfügung, die User können sich einen Bildschirmschoner herunterladen und die Links sind originell<br />
bezeichnet. Außerdem gibt es hier ein echtes Diskussionsforum mit einer detaillierten Anleitung für jeden<br />
diskussionsfreudigen Leser. Leider hat Keiner der Kandidaten eine persönliche e-mail Adresse, sondern ist nur über den<br />
account des Landesverbands oder den der Fraktion erreichbar. Dies ist jedoch der einzige Punkt, den die Webmaster von<br />
dranbleiben.de in dem ansonsten hervorragenden Angebot vergessen haben.<br />
Die <a href="http://www.fdp-sh.de/">FDP in Schleswig-Holstein</a> gibt sich Mühe, sich im Netz nicht so unprofessionell zu präsentieren wie die Liberalen<br />
in anderen Bundesländern. Dennoch bietet die norddeutsche FDP auch im Wahlkampf 2000 nichts Neues. Die Kandidaten werden<br />
in einer Liste aufgeführt und einige geben auch ihre private e-mail-Adresse an, doch ist die Site keineswegs einladend<br />
gestaltet, und hat auch nicht mehr als das &quot;digitale Standardprogramm&quot; zu bieten. <br />
Der <a href="http://www.ssw-landesverband.de/">Südschleswigsche Wählerverband<br />
(SSW)</a>, für den die 5%-Hürde nicht gilt, und der voraussichtlich mit 2% wieder<br />
mit 4% in den Landtag einziehen wird, hat zwar sehr ansprechende Wahlkampfseiten<br />
im Netz, jedoch bietet auch er nicht mehr als die FDP: Kandidaten, Programm<br />
und die Geschichte des SSW werden vorgestellt. Doch fehlt es hier ebenfalls<br />
an der Interaktivität, so hat zum Beispiel keiner der Kandidaten eine eigene<br />
e-mail-Adresse. Ähnlich sieht es bei der <a href="http://www.pds-sh.de/">PDS</a><br />
aus, die sich zwar sehr gut strukturiert im Netz präsentiert, doch inhaltlich<br />
auch nichts Neues bietet. Außerdem sind die angegeben Links zu den Pressmitteilungen<br />
und Materialien fünf Wochen vor der Wahl nicht anklickbar. Sehr positiv ist<br />
jedoch, dass alle Kandidaten persönlich per e-mail zu erreichen sind und für<br />
digitale Fragen zur Verfügung stehen.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Insgesamt haben sich die Netzaktivitäten (fast) aller Parteien gegenüber dem alten Angebot nur geringfügig verbessert und<br />
noch immer versuchen sie, das Netz als digitales Glanzpapier bzw. als Wahlkampfbroschüre zu gebrauchen.<br />
Die Möglichkeiten, die ein gut gestalteter, aber auch funktional ausgereifter Online-Auftritt hinsichtlich des Meinungs-<br />
und Informationsaustausches für Mitglieder und interessierte Wähler bietet, nutzen die norddeutschen Landesverbände<br />
deshalb noch nicht genügend.<br />
So setzen wohl die meisten Parteien noch auf die &quot;analogen&quot; Wahlkampfveranstaltungen, denn zum Wahlkampfabschluss steht<br />
eine ganze Riege von bedeutenden Politikern auf dem Programm. Die FDP bietet dementsprechend am 23 Februar alte Größen<br />
wie den ehemaligen Außenminister Genscher und Lambsdorff, die SPD lässt Generalsekretär Müntefering in den Ring, und die<br />
Grünen schicken noch einmal Joschka Fischer ins Rennen. Die Union um Spitzenkandidat Volker Rühe hat alle<br />
CDU-Ministerpräsidenten der Bundesrepublik am 25. Februar zu einem Treffen in Lübeck eingeladen.<br />
Ob dies alles dann den erhofften Erfolg bringen wird, werden die Wähler am 27. Februar mit ihren Stimmen entscheiden.<br />
Und trotz aller Umfragen und Voraussichten, haben uns die letzten Monate eins gelehrt: Das Wählerverhalten schwankt zur<br />
Zeit sehr in dieser Republik und bereits in wenigen Tagen kann ein neuer Skandal den alten überholt haben, so dass sich<br />
bis zur Stimmenauszählung keine der Parteien zu sicher fühlen kann.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Rezzonanz im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Rezzo Schlauch]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Gut ist ihm nicht gut
genug: der Internetauftritt des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Rezzo Schlauch,
war eigentlich hochgelobt und auch <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/test/mdbtest2001/sieger.shtml">prämiert</a>.
Trotzdem stellt der &#34;große Grüne&#34; aus Schwaben nun seine rundumerneuerte Website
vor und kann sich selbst noch übertreffen. Neben den reichhaltigen politischen
Informationen zur günen Politik bietet <a href="http://www.rezzo.de/">www.rezzo.de</a>
einige echte Netzneuerungen an.</span></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Gut ist ihm nicht gut<br />
genug: der Internetauftritt des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Rezzo Schlauch,<br />
war eigentlich hochgelobt und auch <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/test/mdbtest2001/sieger.shtml">prämiert</a>.<br />
Trotzdem stellt der &quot;große Grüne&quot; aus Schwaben nun seine rundumerneuerte Website<br />
vor und kann sich selbst noch übertreffen. Neben den reichhaltigen politischen<br />
Informationen zur günen Politik bietet <a href="http://www.rezzo.de/">www.rezzo.de</a><br />
einige echte Netzneuerungen an.</span></b><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Ein<br />
Spendentool soll es Spendierwilligen erleichtern, die grüne Partei zu unterstützen,<br />
unter &quot;Rezzonanz&quot; werden Umfragen zu aktuellen Themen durchgeführt und die Rubrik<br />
&quot;EUROpa&quot; wartet mit Verbraucherinformationen zur Währungsumstellung auf. Den<br />
größten Coup landet Rezzo Schlauch jedoch mit einem Wettbewerb, der Engagement<br />
für die grüne Sache belohnt. Auch ohne Parteibuch können die User sich durch<br />
gute Ideen und kleine oder große Aufgaben je nach persönlichem Interesse engagieren.<br />
Politik-digital erzählte Rezzo Schlauch einen Tag vor dem Launch, welche Bedeutung<br />
sein neuer &quot;Marktplatz&quot; für ihn hat.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/rschlauch_pc.jpg" align="left" height="200" width="272" />politik-digital:<br />
</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Herr Schlauch,<br />
ist ihre Seite fit für den Wahlkampf 2002? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Die<br />
war eigentlich schon vorher fit. Ich denke dass diese Seite jetzt ein umfassendes<br />
Angebot hat, sowohl ein aktuelles Informationsangebot, wie auch ein interaktives<br />
Angebot. Die Interaktion auf der Seite ist mir ganz besonders wichtig. Die neuen<br />
Medien werden ja lauthals von Vielen gepriesen, das Entscheidende an der Kommunikation<br />
im Netz ist aber die Interaktion. In diesem ganzen Bereich habe ich den Eindruck,<br />
dass es Defizite gibt. Wir haben da mit der neuen Seite an entscheidenden Stellen<br />
aufgeschlossen, das ist nicht nur eine technische Frage, das ist auch eine hochpolitische<br />
Frage. Viele behaupten, dass die Politik, so wie sie sich insbesondere bei jungen<br />
Leuten darstellt, abtörnt. Mit dieser Seite machen wir den Versuch, Politik<br />
und Lebensfreude zu verbinden. Last but not least schaffen wir mit Anwendungen<br />
wie dem Spendentool einen Mehrwert, der für eine kleine Partei wie die Grünen<br />
wichtig ist. Aber wegen des Wahlkampfes habe ich das nicht primär gemacht. Wir<br />
wollten einfach endlich die Möglichkeiten einer Website ausschöpfen und nicht<br />
nur darüber reden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:<br />
</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Das Mitmach-Tool,<br />
das ein Engagement ohne Parteimitgliedschaft fördert, könnte ja für den Wahlkampf<br />
interessant werden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/rezzo_screenshot_01.jpg" align="left" height="194" width="266" />Rezzo<br />
Schlauch:</b> Ja, Partizipation ist ein ganz wichtiges Element, das auf der<br />
Seite angeboten wird, auch ausserhalb der klassischen Parteimitgliedschaft.<br />
Ich selber war bis zu dem Zeitpunkt zu dem ich in die Partei eingetreten bin,<br />
ein Skeptiker Parteien gegenüber. In meinem eigenen Kreisverband in Stuttgart<br />
war ich maßgeblich daran beteiligt, jungen Leuten, die sich im Wahlkampf beteiligt<br />
haben, einen Platz und auch Mittel zu geben und gleichzeitig deutlich zu machen:<br />
Leute, ihr mühst nicht Parteimitglied werden. Das Internet bietet für solche<br />
Formen des Engagements spielerische Varianten, die ich mit meiner Seite testen<br />
möchte. Es gibt übrigens nicht nur fürs Plakate-kleben Punkte, originelle Ideen<br />
werden noch höher eingestuft. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:<br />
</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Es gibt also ein<br />
Punktesystem für Engagement? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Ja,<br />
für Engagement in jeder Hinsicht gibt es Punkte, für kreatives, gedankliches<br />
und handwerkliches. Es gibt dann ein Benotungssystem und entsprechende Belohnungen,<br />
beispielsweise Buchgeschenke, T-Shirts oder ein Abendessen mit mir oder anderen<br />
Grünen. Das ganze ist zwar um meine Person herum angeordnet, soll aber auf die<br />
ganze Partei hinführen und über die Arbeit informieren. Alle reden davon, dass<br />
der Einstieg in die Politik vereinfacht werden soll, aber es gibt kaum seriösen<br />
Angebote. Ich denke, nun gibt es eins. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Ihre Seite schlägt auch persönliche Töne an. Haben sie Sorge, dass man Ihnen<br />
vorwirft, zu wenig sachliche Inhalte zu liefern? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Ich<br />
habe bewusst gesagt, dass ich ein bißchen Entertainment und Lockerheit auf der<br />
Seite möchte. Ich bin mit Leidenschaft Politiker, doch ich lebe auch mit Leidenschaft.<br />
Auf meiner Seite soll beides rüberkommen. Wenn man in die Tiefe gehen will,<br />
kann man das auf meiner Seite auf verschiedene Weise. Es gibt Informationen<br />
zur Partei und zur Fraktion, zur grünen Idee, zu meiner politischen Einstellung.<br />
Dazu gibt es die Dialogangebote im Forum, im Gästebuch und gerne würde ich auch<br />
öfter einen eigenen Chat anbieten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Sie haben ja auch eine Rubrik &quot;Europa&quot; auf der Seite eingerichtet. Was erwartet<br />
den User da? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Das<br />
ist eine ganz praktische Seite: Hier biete ich Information zu den Fragen, die<br />
ich zum Thema EUROpa häufig gestellt bekomme. Die unter &quot;EUROpa&quot; verfügbaren<br />
Informationen rund um die Einführung des Euro sind ja nicht stramm politisch<br />
oder stramm grün, sondern ich biete da einen Verbraucherservice mit Hinweisen<br />
zur Währungsumstellung. Für die Detailinformationen habe ich eine differenzierte<br />
Linksammlung zusammengestellt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Wie lief die Planung zu der Seite ab? Wie eng waren Sie an der Entwicklung beteiligt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Wir<br />
hatten mit der bisherigen Seite eine gute Resonanz, bekamen aber auch Rückmeldungen<br />
was wir besser machen können. Wir haben uns also am Anfang alle zusammengesetzt<br />
und ein Brainstorming gemacht und überlegt, was auf der Seite alles passieren<br />
soll. Dabei war die entscheidende Frage, wie wir ein Mehr an Beteiligung, an<br />
Möglichkeiten zum Mitmachen hinbekommen. In der Folgezeit hat unser Webmaster,<br />
Rüdiger Puntke, ein junger und offensichtlich sehr talentierter Grafiker sehr<br />
sehr viel Zeit in die Entwicklung gesteckt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Beteiligung muss gewollt werden. Grade bei politischen Fragen gehen die Vorstellungen<br />
davon, wieviel Mitbestimmung gut ist, ja auseinander. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Das<br />
stimmt. Interaktion und Mitbestimmung kann natürlich auch mühsam sein. Wenn<br />
die Angebote gut angenommen werden, dann macht die Pflege und Betreuung sehr<br />
viel Arbeit. Mein Politikstil war aber schon immer ein kommunikativer Stil.<br />
Ich bin immer dahin gegangen, wo die Leute sind: auf den Marktplatz oder in<br />
die Kneipe. Meine Seite ist auch ein Ort für Kommunikation, das ist nur eine<br />
andere Form von Marktplatz. Ich möchte Kommunikation auf meinem Marktplatz im<br />
Netz befördern. Das ist eine Übertragung meines Politikstils. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Wie wollen Sie den Marktplatz bevölkern? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Wenn<br />
wir gut bleiben und es weiterhin gelingt, schnell auf Anfragen zu reagieren,<br />
dann spricht sich das Angebot rum. Als kleinen Einführungsgag bieten wir ja<br />
jetzt auch T-Shirts unter der Überschrift &quot;green-me-up.de&quot; sowie &quot;forevergreen&quot;<br />
an. Man könnte sagen: Die beste Qualität ist uns nicht nur in unserer Politik<br />
wichtig, sondern auch auf der Haut. Deshalb kooperieren wir mit der Kampagne<br />
Öko-Fair-tragen, die ökologisch nachhaltige und fair gehandelte Textilien anbietet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
War das Mailaufkommen bisher zu bewältigen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Wir<br />
haben gut damit zu tun, aber bisher musste noch niemand dafür eingestellt werden.<br />
Allerdings verändern die Anforderungen des Internet auch den Büroalltag und<br />
im Grunde sind unsere Strukturen darauf bisher zu wenig ausgerichtet. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:<br />
</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Das Design ihrer<br />
Seite ist ungewöhnlich. Geben sie mit dem schwarz/grünen Layout eine Zukunftsvision<br />
vor? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Ich<br />
bin eigentlich in der Farbenlehre offen, auch in der politischen Farbenlehre.<br />
Aber eine aktuelle Relevanz hat die Kombination schwarz-grün nicht. Die CDU<br />
ist zur Zeit in einem tiefgreifenden Umbruchsprozess, von dem keiner richtig<br />
weiß, wohin er die Partei führt. Das ist zur Zeit also politisch für die Grünen<br />
keine Perspektive. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Wie hoch war das Budget für die Seite? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Wir<br />
sind ohne Agentur und mit wenig Geld ausgekommen, dies gilt selbst für so schwierige<br />
Fragen wie die sichere und vertrauenswürdige Abwicklung der Spenden. An der<br />
Danksagung im Impressum können sie ablesen, dass am Ende eine Vielzahl von Bekannten<br />
und Freunden zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Cem Özdemir hat ja seit einigen Wochen auch eine <a href="http://www.oezdemir.de/">neue<br />
Website</a>. Gibt es eine neue grüne Netzrenaissance? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Ich<br />
hoffe, dass die Grünen kapieren, dass mit dem Internet ein optimales Kommunikationsmittel<br />
bereitsteht. Unter den Wählerinnen und Wählern der Grünen sind ja die höchsten<br />
Zahlen von Internetusern. Da wären wir dumm, das Netz nicht weiter in den Mittelpunkt<br />
zu rücken. Cem und ich machen uns ein kleines Vergnügen daraus, uns gegenseitig<br />
anzuspornen &#8211; von den anderen Parteien bekommen wir in der Frage ja keinen Druck.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Haben die Grünen als Regierungspartei genug getan, um die Digitalisierung der<br />
Gesellschaft voran zu treiben? Reichen die Projekte aus, um den notwendigen<br />
technologischen Fortschritt anzuregen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Wir<br />
Grünen differenzieren ja zwischen dem Nutzen der verschiedenen neuen Technologien,<br />
den Neuen Medien stehen wir äußerst positiv gegenüber. Diese Regierung hat die<br />
Defizite der alten Regierung in weiten Teilen aufgeholt. Die Initiative D21<br />
hat beispielsweise viel für die Vernetzung der Bildungsinitiativen getan, ein<br />
wichtiger Punkt. Aber ich sehe ein Defizit im Bereich der Partizipation. Die<br />
Angebote, bei denen dem Bürger Bürokratie und Kommunikation erleichtert werden,<br />
sind viel zu selten. Aber das ist nicht nur eine Frage der Bundesregierung als<br />
oberster Ebene. Das muss auch in den Kommunen und Ländern stattfinden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Deutschland ist beispielsweise bei der Digitalisierung der Verwaltung nur Mittelfeld.<br />
Liegt das am Geld oder am Enthusiasmus? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Dass<br />
das Internet auch Ängste schürt und nicht nur Neugierde hervorruft, dass ist<br />
ja nicht zuletzt in Verwaltungen zu spüren. In Stuttgart z.B. höre ich, dass<br />
die Einführung von einem erneuerten stuttgart.de zu vielen gruppendynamischen<br />
Konflikten führt. Wir sind auch deshalb also im Mittelfeld, weil wir in der<br />
Verwaltungserneuerung nicht mit der Digitalisierung ansetzt, sondern viel früher.<br />
Außerdem müssen wir auch die Menschen der mittleren und älteren Generation an<br />
die Medien heranführen. Dies ist wichtig, damit wir nicht eine Spaltung in der<br />
Gesellschaft haben. Der wichtige Begriff ist hier die Zugangsgerechtigkeit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Wie stehen sie zum Dauerthema &quot;Wahlen per Mausclick&quot;? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch:</b> Man<br />
sollte sich davor hüten, Erwartungen zu wecken, die keinen realen Bezug haben.<br />
Die Beteiligung, die Partizipation wurde auch ganz weit gedacht und bisher so<br />
mangelhaft umgesetzt. Das Thema Wahlen ist doch auch symbolisch: Das Kreuzchen<br />
setzen und Wahlzettel einwerfen ist ein symbolischer Vorgang. Gleichzeitig wird<br />
das Thema Internetwahlen auch symbolisch für den Grad der Digitalisierung behandelt.<br />
Ich denke, dass es zunehmend schwierig ist, eine Briefwahl zu ermöglichen, eine<br />
Wahl im Internet aber nicht. Wir grünen haben da ja in Baden-Württemberg mit<br />
dem ersten Internet-Parteitag, der Wahl von Delegierten, dem Abstimmen von Resolutionen<br />
etc. die Richtung aufgezeigt &#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Kommen wir noch mal zu Ihrer Seite. Wieviel Raum werden Sie für aktuelle Themen<br />
haben. Wird beispielsweise mit dem Launch der Seite auch die Gelegenheit sein,<br />
zu aktuellen Themen wie dem Mazedonien-Einsatz der Bundeswehr zu diskutieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Das<br />
ist ein ganz wichtiger Punkt. Ohne zu hohe Erwartungen zu wecken, will ich versuchen,<br />
regelmäßig aktuelle Themen aufzupicken und meine Position dazu darlegen. Das<br />
Forum kann ja zudem schon jetzt von allen genutzt werden, um aktuelle Fragen<br />
zu diskutieren; dass muss ja nicht von mir kommen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Könnte es dann unter &quot;Rezzonanz&quot; auch zu einer Abstimmung kommen z.B.: Soll<br />
sich die Bundesregierung an einem Einsatz beteiligen? Würden Sie sich danach<br />
richten? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Onlinevoting<br />
wird auf der Startseite seinen Platz haben. Allerdings wird es kein imperatives<br />
Mandat geben. Wenn meine Entscheidung stark von der &quot;Rezzonanz&quot; abweicht, dann<br />
sehe ich das als Zeichen für mehr Kommunikationsbedarf und Nachdenken meiner<br />
eigenen Position. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b>politik-digital:</b></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Herr Schlauch, das Abendessen, das man bei Ihnen auf der Seite gewinnen kann,<br />
kochen Sie das selber? </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Rezzo Schlauch: </b>Das<br />
können wir aushandeln. Vor einem Essen stehen ja eine Reihe von Aktivitäten&#8230;<br />
Wenn jemand jedoch gute Spaghetti essen will, dann koche ich. Den Wein suche<br />
ich in jedem Fall aus.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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