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	<title>Guardian &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Netzpolitik-Affäre: Ein Appell an uns alle</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2015 11:30:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Reaktionen auf die Ermittlungen gegen Netzpolitik.org machen Mut. Denn sie zeigen, so Sascha Lobo im Spiegel, dass es „durchaus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span lang="de-DE"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/International-Monetary-Fund-CC-BY-NC-ND-2-0.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-146597 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/International-Monetary-Fund-CC-BY-NC-ND-2-0.jpg" alt="International Monetary Fund CC BY NC ND 2-0" width="640" height="280" /></a>Die Reaktionen auf die Ermittlungen gegen Netzpolitik.org machen Mut. Denn sie zeigen, </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netzpolitik-affaere-das-versagen-von-deutschlands-eliten-kolumne-a-1046824.html" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">so Sascha Lobo im Spiegel</span></a></span><span lang="de-DE">, dass es „durchaus möglich [ist], die Politik so unter Druck zu setzen, dass sie sich gezwungen fühlt zu handeln.“ Ein Blick nach Großbritannien macht deutlich, dass das nicht selbstverständlich ist. </span></p>
<p>„<span lang="de-DE">Die positive Erkenntnis der vergangenen Tage“, stellt der Journalist </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.deutschlandfunk.de/affaere-um-netzpolitik-org-ein-gewinn-fuer-den-journalismus.720.de.html?dram:article_id=327732" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">Benjamin Hammer fest</span></a></span><span lang="de-DE">, „ist&#8230; die Welle an Solidarität, die die Journalisten Beckedahl und Meister &#8211; aber auch der</span><span lang="de-DE"> </span><em><span lang="de-DE">Journalismus erfahren haben</span></em><span lang="de-DE">. Von Bürgern, Abgeordneten und sogar Ministern“.</span><span lang="de-DE"> </span><span lang="de-DE">Zum Glück. Denn wer weiß, was passiert wäre, wenn diese Solidarität ausgeblieben wäre? Vielleicht wären dann die Redaktionsräume von Netzpolitik.org durchsucht worden, wie die von Cicero 2005 und Konkret 1983. Vielleicht hätte es Verhaftungen gegeben, wie beim Spiegel im Jahr 1962. Vielleicht hätten die Journalisten ihr Material aushändigen, ihre Quellen preisgeben oder in einer Geheimaktion im eigenen Keller ihre Computer zerstören müssen.</span></p>
<h3>Großbritannien: Regierung vs. Guardian</h3>
<p><span lang="de-DE">Letztere Vorstellung mag besonders absurd klingen. Jedem, der im Zuge der Snowden-Veröffentlichungen einen Blick nach Großbritannien geworfen hat, sollte sie jedoch bekannt vorkommen. Dort wurden Journalisten des Guardian – immerhin eine traditionsreiche, international agierende Medienorganisation mit entsprechenden Ressourcen – von Vertretern des GCHQ unter Androhung einer einstweiligen Verfügung genötigt, entweder ihre Laptops mit den Snowden-Dokumenten auszuhändigen oder das Material zu zerstören. Das wäre in etwa so, als wäre der Verfassungsschutz unter Einverständnis der Regierung bei Netzpolitk.org einmarschiert und hätte die Herren Beckedahl und Meister vor die Wahl gestellt, entweder brisante Dokumente zurückzugeben, die Redaktionscomputer zu zertrümmern oder die Schließung ihrer Redaktion in Kauf zu nehmen. Es ist nicht so als seien </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.zeit.de/kultur/2015-08/netzpolitik-pressefreiheit-geheimnisverrat" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">juristische Schritte von Behörden gegen Journalisten</span></a></span><span lang="de-DE"> in Deutschland ungewöhnlich. Aber zumindest von exekutiven Maßnahmen hatte der Generalbundesanwalt abgesehen, ob nun in Reaktion auf die öffentlichen Proteste oder nicht. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Der Guardian entschied sich 2013 dafür, den Snowden-Laptops im eigenen Keller unter Aufsicht des GCHQ des Garaus zu machen, um dann seine Arbeit mithilfe der New York Times in den USA fortzusetzen – denn dort ist die Pressefreiheit, anders als in Großbritannien, durch den ersten Zusatzartikel der Verfassung geschützt. Hätten die verantwortlich Redakteure das nicht getan, hätte vermutlich Premierminister David Cameron seine kaum verhohlene Drohung wahrgemacht. Großbritannien habe eine freie Presse und er wolle dagegen ungern mit richterlichen Verfügungen oder „anderen, härteren“ Maßnahmen vorgehen, </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.theguardian.com/world/2013/oct/28/david-cameron-nsa-threat-newspapers-guardian-snowden" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">sagte Cameron damals</span></a></span><span lang="de-DE">, aber die Medien müssten schon eine gewisse soziale Verantwortung beweisen, sonst&#8230;</span></p>
<p><span lang="de-DE">Als der Spiegel 1962 ins Visier der deutschen Behörden geriet, stellten Stern und Zeit den Journalisten Räume und Ressourcen zur Verfügung, damit das Magazin weiterhin erscheinen konnte. Der Guardian entging nur durch Zerstörung seiner Laptops, nicht aber durch öffentliche Proteste oder Solidarität anderer britischer Medien (die ihn wiederholt scharf angriffen) einer einstweiligen Verfügung, die weitere Publikationen der Snowden-Materialien weltweit unterbunden hätte. Chefredakteur Alan Rusbridger wurde vor einen parlamentarischen Sonderausschuss zitiert, wo er sich mit absurden Fragen konfrontiert sah, wie etwa </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.theguardian.com/media/2013/dec/03/keith-vaz-alan-rusbridger-love-country-nsa" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">ob er sein Land liebe</span></a></span><span lang="de-DE"> (und, implizit, nicht etwa ihm schaden wolle) oder ob er den Enigma-Code an die Nazis weitergegeben hätte, wäre dieser während des zweiten Weltkriegs in seinen Besitz gelangt. David Miranda, der Partner von Guardian-Journalist Glenn Greenwald, wurde am Flughafen Heathrow </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/aug/19/david-miranda-schedule7-danger-reporters" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">neun Stunden lang festgehalten</span></a></span><span lang="de-DE">, weil die Briten vermuteten, er hätte Snowden-Dokumente bei sich. Großbritannien, </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://dish.andrewsullivan.com/2013/08/18/cameron-proves-greenwald-right/" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">schrieb der Autor und Blogger Andrew Sullivan zu der Zeit</span></a></span><span lang="de-DE">, sei nun ein Polizeistaat. Ein britisches Gericht stellte später sogar fest, im Fall David Miranda habe die verantwortliche Behörde (die London Metropolitan Police) nach Recht und Gesetz gehandelt, auch wenn dabei „</span><span style="color: #0563c1"><a href="https://firstlook.org/theintercept/2014/02/19/uk-court-david-miranda-detention-legal-terrorism-law/" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">indirekt</span></a></span><span lang="de-DE">“ die Pressefreiheit beschnitten wurde. Und Ermittlungen gegen den Guardian wegen der Snowden-Veröffentlichungen </span><span style="color: #0563c1"><a href="https://firstlook.org/theintercept/2015/07/23/uk-met-police-snowden-investigation-journalists" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">dauern bis heute an</span></a></span><span lang="de-DE">. Begründet wird das alles mit dem Interesse der nationalen Sicherheit und der Gefährdung der Arbeitsfähigkeit der Geheimdienste durch die Veröffentlichung geheimer Details – Sachverhalte, auf die sich auch Hans-Georg Maassen bei seiner Anzeige gegen Netzpolitik.org </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-08/netzpolitik-org-hans-georg-maassen-verteidigt-strafanzeige" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">berief</span></a></span><span lang="de-DE">. </span></p>
<h3>Die Briten: Am Debattieren kein Interesse</h3>
<p><span lang="de-DE">Von einer „Guardian-Affäre“ spricht im Königreich niemand. Im Gegensatz zu Deutschland, <a href="https://netzpolitik.org/2015/bericht-von-der-demo-fuer-grundrechte-und-pressefreiheit-breite-solidaritaet-mit-netzpolitik-org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wo </a></span><span style="color: #0563c1"><span lang="de-DE"><a href="https://netzpolitik.org/2015/bericht-von-der-demo-fuer-grundrechte-und-pressefreiheit-breite-solidaritaet-mit-netzpolitik-org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein paar tausend Menschen auf die Straße gingen</a>, <a title="Markus Beckedahl nennt Spendensumme von 150.000 Euro" href="https://youtu.be/EOSRX_RhTeA?t=1h7m23s">150.000 Euro an Spenden für Netzpolitik.org</a></span></span><span lang="de-DE"> zusammenkamen und seit Beginn der Snowden-Veröffentlichungen Widerstand gegen die Überwachung durch NSA und Co. nie ganz einschläft, ging innerhalb der britischen Bevölkerung das Interesse von Anfang an gegen Null. Darüber hatte ich </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://politik-digital.de/news/teepause-beendet-nsa-debatte-in-grossbritannien-ein-jahr-nach-snowden-140180/" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">hier</span></a></span><span lang="de-DE"> bereits letztes Jahr berichtet und seitdem hat sich wenig verändert. Einzig die Ankündigung, dass durch das Verbot verschlüsselter Kommunikation, das David Camerons Regierung mit Hilfe des sogenannten Schnüffelgesetzes anstrebt, beliebte Dienste wie WhatsApp bald Geschichte sein könnten, </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.huffingtonpost.co.uk/2015/07/10/snoopers-charter-bill-causes-social-outcry-as-government-looks-to-ban-whatsapp-and-others_n_7768768.html?1436531131" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">sorgte für etwas Irritation</span></a></span><span lang="de-DE"> unter britischen Nutzern der sozialen Medien. An der Regierung perlt die Kritik ab. Wenn überhaupt scheinen nur die Gerichte – </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.theguardian.com/world/2014/jul/22/drip-surveillance-law-legal-challenge-civil-liberties-campaigners" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">nach Klagen durch einzelne Abgeordnete</span></a></span><span lang="de-DE"> – dem Vorstoß der Tories noch Einhalt gebieten zu können. Kürzlich kippte der britische High Court in erster Instanz das im letzten Jahr eiligst eingeführte DRIPA (Data Retention and Investigatory Powers Act) Gesetz. Die darin angestrebte Überwachung sei mit europäischem Recht nicht zu vereinbaren, so die Richter. DRIPA wurde binnen acht Tagen im Parlament vorgelegt und verabschiedet, was den gewählten Volksvertretern, sofern sie überhaupt anwesend waren, keine Zeit ließ, die Vorlage zu debattieren. Das Fehlen jeglicher Debatte zu einem drakonischen Gesetz passt ins Bild: zum Dialog über die Befugnisse der Polizei und Geheimdienste war die britische Regierung zu keiner Zeit bereit.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Der Menschenrechtsaktivist </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/jan/15/british-press-freedom-international-scrutiny-guardian-snowden-leaks" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">Thomas Hughes schrieb 2014 im Guardian</span></a></span><span lang="de-DE">, dass Politiker sich mit den Fragen auseinander setzen sollten, die die Öffentlichkeit angehen und interessieren, anstatt diejenigen anzugreifen, die diese Fragen stellen. Dies trifft auf Netzpolitik.org ebenso zu, wie auf den Guardian oder den Spiegel 1962. Leider zeigt die deutsche Regierung kaum größere Dialogbereitschaft, als ihr britisches Pendant. Angesichts des Verhaltens der Politik im Falle Netzpolitik.org fragt man sich vielleicht, wie es Thomas Ammann </span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.stern.de/digital/thomas-ammann/netzpolitik--landesverrat-reloaded--planloses-herumeiern-und-feiges-wegducken-in-der-politik-6372894.html" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">im Spiegel</span></a></span><span lang="de-DE"> tut, „was passieren würde, wenn mal eine richtige, ernsthafte Krise eintritt, in der mutige Entscheidungen gefragt sind.“ Zumindest darauf gibt es eine Antwort: wir sehen sie seit Beginn der Snowden-Enthüllungen vor über zwei Jahren. Es wird munter vertuscht, gemauert und geduckmäusert. Im Zweifelsfalle weiß man schlicht von nichts.</span></p>
<h3>Handlungsaufruf</h3>
<p>„If government fails to lead, respect, and restrain, it is a call to action – an appeal to us all”, <a href="http://www.theguardian.com/technology/2014/jul/18/uk-drip-ripa-law-sceptical-misleading-democracy-martha-lane-fox" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schrieb die Juristin Julia Powles</a> kurz nach der Einführung des DRIPA-Gesetzes. <span lang="de-DE">Also: „Wenn die Regierung darin versagt, zu führen, respektvoll zu handeln, Grenzen aufzuzeigen und diese zu achten, dann ist das ein Handlungsaufruf – ein Appell an uns alle.“ So kann auch die Causa Netzpolitik.org ein Appell an uns alle sein. Nämlich der, anders als die Briten, „</span><span style="color: #0563c1"><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netzpolitik-affaere-das-versagen-von-deutschlands-eliten-kolumne-a-1046824.html" target="_top" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE">den ganzen nervigen Politikkrempel</span></a></span><span lang="de-DE">” nicht mehr allein „der Bundesregierung zu überlassen“.</span></p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/imfphoto/13761117685/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Monetary Fund</a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-ND 2.0)</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Feste IP x Suchanfragen = Gedanken lesen – Digitale Presseschau KW 29</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2014 14:55:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit dem NSA-Ausschuss möchte Edward Snowden vorerst nicht reden, aber zumindest der Guardian konnte ihn diese Woche noch einmal interviewen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem NSA-Ausschuss möchte Edward Snowden vorerst nicht reden, aber zumindest der Guardian konnte ihn diese Woche noch einmal interviewen. Monopoly ist ein Spiel an dessen Ende einer alles besitzt: Für Astra Taylor herrscht Multipoly im Internet. Wer entscheidet jetzt, welche Links Google entfernen muss? Etwa Google selbst? Feste IP-Adresse und Suchanfragen können verraten was Ministerien, Behörden und Unternehmen denken. Woran denken Sie gerade? Wir an unserer Feierabendeis!</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=rego8Wwkdf8" title="NSA whistleblower Edward Snowden says UK surveillance law &quot;defies belief&quot; | Guardian Interview" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/rego8Wwkdf8?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Nun, über einem Jahr nach den ersten Überwachungsenthüllungen von Edward Snowden, hat der Guardian ein zweites Interview (<a href="http://www.theguardian.com/world/video/2014/jul/17/edward-snowden-video-interview" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video in voller Länge</a>) mit ihm geführt. Für Snowden liefert die US-Regierung selbst den größten Beweis, wieso er kein russischer Spion ist. Er geht darauf ein, wie seine Enthüllungen die Arbeit von Journalisten verändert hat, und wieso er sich vor einem Aufenthalt in Guantanamo nicht fürchtet. Das Interview dauert insgesamt 14 Minuten – die sollte jeder haben!</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-07/astra-taylor-internet-regulierung/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freier Markt ist nicht gleich freies Internet</a></h3>
<p>Die digitale Revolution frisst ihre Kinder, und Astra Taylor ist eines davon. Und darum wendet sich die Regisseurin und Occupy-Aktivistin in ihrem Buch „The People’s Platform“ mit harten Wahrheiten an ihr Publikum: Das Internet gehört einigen wenigen Monopolisten, die nicht nur mit unseren Daten Handel treiben, sondern auch unsere Realität formen und nach Belieben verändern können. Im Interview fordert sie eine „politische Ökonomie“ des Internet – einen staatlichen Ordnungsrahmen.<br />
<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2014-07/astra-taylor-internet-regulierung/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Zum Artikel auf Zeit.de</em></a></p>
<h3><a href="http://www.taz.de/Digitale-Imagepflege-mit-Google/!142391/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schöne neue Google-Welt</a></h3>
<p>Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat Google begonnen, auf Antrag Links zu löschen, deren Inhalte für bestimmte User unangenehm sind. Doch wo liegt eigentlich die Trennlinie zwischen Pressefreiheit und Schutz der Privatsphäre? Über diese durchaus heikle Frage entscheidet Google selber. Ein Privatkonzern, wie die taz treffend bemerkt.<br />
<a href="http://www.taz.de/Digitale-Imagepflege-mit-Google/!142391/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Zum Artikel auf taz.de</em></a></p>
<h3><a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/mobile-welt/apps-dealen-sie-mit-daten/10196706.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Willst du meine Daten kaufen?</a></h3>
<p>Man kann den Entwicklern der App „Citizen.Me“ nicht vorwerfen, sie würden die Zeichen der Zeit verkennen. Die Anwendung verspricht, dem Nutzer die Hoheit über seine eigenen Daten zurück zu geben. Nicht um sie zu schützen, sondern um sie interessierten Abnehmern zum Verkauf anzubieten. Dabei hat die App noch eine interessante Nebenfunktion: Oder haben sie jemals wirklich die AGBs von Twitter, Facebook oder Google gelesen?<br />
<a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/mobile-welt/apps-dealen-sie-mit-daten/10196706.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Zum Artikel auf handelsblatt.com</em></a></p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ip-adressen-der-mensch-hinter-den-suchanfragen-13047373.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Haben manche Ministerien, Behörden und Unternehmen einen Bias?</a></h3>
<p>Hinter einer Suchanfrage steckt immer ein Mensch. Eine singuläre Suchanfrage sagt nicht viel aus, aber wenn sich eine Großanzahl an Suchanfragen einer Person zuordnen lassen, können wir viel über diese Person herausfinden. Auch in Ministerien, Behörden und Unternehmen arbeiten Menschen. Dort existieren zudem feste IP-Adressen, die es ermöglichen, Suchanfragen z.B. in das Außenministerium zurückzuverfolgen. Eine Suchmaschine kann demzufolge rekonstruieren, was das Ministerium plant, und kann die dort angezeigten Suchergebnisse manipulieren.<br />
<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ip-adressen-der-mensch-hinter-den-suchanfragen-13047373.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Zum Artikel auf faz.net</em></a></p>
<h3><a href="http://www.netzpiloten.de/haucap-ueber-monopole-facebook-ist-gefaehrlicher-als-google/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Streit ob Google ein Monopol hat</a></h3>
<p>Allen voran die FAZ und der Springerverlag haben sich seit geraumer Zeit auf Google eingeschossen. Sie beklagen, dass Google seine Marktmacht ausnutze. Doch stimmt das? Katharina Brunner hat für die Netzpiloten Justus Haucap, Mitglied der Kartellkommission, zum Streit über Googles Macht interviewt. Sie sprachen über die Folgen einer Zerschlagung von Google, woher die Anti-Google Stimmung kommt und wie Google effizient reguliert werden könnte.<br />
<a href="http://www.netzpiloten.de/haucap-ueber-monopole-facebook-ist-gefaehrlicher-als-google/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Zum Artikel auf netzpiloten.de</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Und übrigens:</strong> In den letzten Jahren ist es im Profisport Standard geworden, mit dem üblichen Laktattest, strengen Essensplänen und Videoanalysten möglichst wenig dem Zufall zu überlassen. Die deutsche Fußballnationalmannschaft, als frisch gekürter Weltmeister, hat bei der Fußball-WM neue Maßstäbe gesetzt mit <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Fussball-WM-Smarte-Textilien-und-iPads-unterstuetzten-deutsche-Mannschaft-2261217.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">intelligenter Kleidung</a>. Solche Kleidung gibt es nicht nur für Profisportler, das zeigt der <a title="Internet der Dinge – Teil 1: Smart Wearables" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">1. Teil Smart Wearables </a>unserer Sommerreihe „Internet der Dinge“.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Koautor:</em> Lukas Böhm</p>
<p style="text-align: left;"><em>Foto:</em> Screenshot vom Video</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Wikileaks-Aktivist Appelbaum wirft Guardian schwere Fehler vor</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wikileaks-aktivist-appelbaum-wirft-guardian-schwere-fehler-vor-133086/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wikileaks-aktivist-appelbaum-wirft-guardian-schwere-fehler-vor-133086/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2013 12:33:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Guardian-Redakteure Luke Harding und David Leigh wollten ihr Buch „WikiLeaks &#8211; Julian Assanges Krieg gegen Geheimhaltung&#8221; präsentieren, in dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/InsideWikileaks.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-133088" alt="InsideWikileaks" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/InsideWikileaks.jpg" width="640" height="426" /></a>Die Guardian-Redakteure Luke Harding und David Leigh wollten ihr Buch „WikiLeaks &#8211; Julian Assanges Krieg gegen Geheimhaltung&#8221; präsentieren, in dem sie sich auch kritisch mit WikiLeaks auseinandersetzen – aber schon bald stand die britische Zeitung selbst unter Beschuss. Überraschend meldete sich im Publikum der Hacker und Assange-Freund Jacob Appelbaum mit Vorwürfen zu Wort. Er kritisierte den Guardian u. a. dafür, Sicherheitsstandards missachtet zu haben – und weitere Enthüllungen über die NSA zurückzuhalten.<br />
Sie hatten sich den Abend sicher entspannter vorgestellt. Luke Harding und David Leigh nutzten einen Berlin-Aufenthalt für die Präsentation ihres Buches „Wikileaks &#8211; Julian Assanges Krieg gegen Geheimhaltung&#8221;, das dieser Tage auf Deutsch erscheint. Thema der Monographie ist der als „Cablegate“ bekannt gewordene Leak einer Viertelmillion geheimer Dokumente aus den Botschaften und dem Außenministerium der USA. „Inside Wikileaks“, ein Ende Oktober startender Thriller mit Daniel Brühl und Benedict Cumberbatch, basiert zum Teil auf der Vorlage der renommierten Guardian-Journalisten. Die setzten gestern Abend in der Buchhandlung Hundt Hammer Stein in Berlin Mitte zunächst ebenfalls auf Unterhaltung. Leigh erzählte eine Anekdote von seinem ersten Zusammentreffen mit Julian Assange, bei dem der berühmte Hacker erst bis tief in die Nacht gearbeitet habe und danach einfach im Anzug auf dem Fußboden eingeschlafen sei. Doch mit den amüsanten Anekdoten war Schluss, als WikiLeaks-Unterstützer Jacob Appelbaum aus den Zuhörerreihen heraus eine Diskussion über angebliches Fehlverhalten des Guardian anstachelte. Sie ließ erahnen, welch tiefer Riss heute die einstigen Kooperationspartner trennt. Eine amorphe Internet-Enthüllungsplattform kämpft gegen ein klassisches Medium – wobei es natürlich auch um die Deutungshoheit über das Bild Julian Assanges geht.</p>
<h3>Wikileaks vs. Guardian: Alter Streit</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/buchrezension-julian-assanges-cypherpunks/">Jacob Appelbaum</a> ist Teil der Hackerszene, die ihr Elitenwissen einsetzen will, den Staaten weltweit Transparenz aufzuzwingen, allen voran seinem Heimatland USA. Appelbaum, der mehrfach dem Zugriff von Geheimdienstmitarbeitern ausgesetzt war, arbeitete für WikiLeaks und hat Kontakt zu Whistleblower Edward Snowden. Seine gestern vorgebrachte Kritik am Guardian steht in Verbindung mit beidem.<br />
Einer der Vorwürfe ist bereits älter und berührt den Streit zwischen WikiLeaks und dem Guardian:<br />
Leigh hat in der englischen Originalfassung seiner Monographie über die Enthüllungsplattform ein Passwort veröffentlicht, das Zugang ermöglichte zu über 250.000 redaktionell nicht bearbeiteten Telegrammen des US-Außenministeriums. Weltweit seien Informanten durch den Leak in Gefahr geraten, einige tatsächlich bedroht worden – ob das aufgrund des öffentlich gewordenen Passwortes geschah, ist umstritten. Auf den Vorfall angesprochen, verteidigte sich Leigh gestern erneut damit, dass ihm Assange zugesichert habe, das Passwort zu ändern. Bereits im September 2011 hatte der Guardian zudem erklärt, WikiLeaks habe bei Erscheinen des Buches keine Sicherheitsbedenken geäußert.</p>
<h3>Snowden und die Folgen</h3>
<p>Ein anderer Vorwurf ist aktueller, er betrifft den Fall „Snowden“. Appelbaum monierte, dass der Guardian Snowden keinen ausreichenden Quellenschutz geboten habe. Leighs Kollege Harding betonte daraufhin die komplizierte rechtliche Situation – und den Fakt, dass seine Zeitung sich immerhin mit einer engagierten Berichterstattung über die Geheimdienstüberwachung verdient gemacht habe.<br />
Die Behauptung Appelbaums, dass der Guardian seinen derzeit wohl bekanntesten Mitarbeiter – den Whistleblower-Kontaktmann Glenn Greenwald – nicht ausreichend gegen staatliche Repression abschirme, fand Leigh schlicht „verrückt“.<br />
Eine weitere Anschuldigung seitens Appelbaums: Der Guardian halte belastendes Material in der andauernden NSA-Affäre zurück, z. B. eine Liste aller Agenten des britischen Geheimdienstes, die im großen Stil Menschenrechte verletzten. Dieser Kritikpunkt trifft einen sensiblen Bereich, das Spannungsfeld zwischen Staat und Presse. Bekanntlich hatte der britische Nachrichtendienst GCHQ einige Guardian-Mitarbeiter im August dazu gezwungen, Festplatten zu zerstören, auf denen die von Snowden übermittelten Dokumente gelagert waren. Wohl auch deswegen verwies Harding – neben der Tatsache, dass eine Veröffentlichung der Liste Menschenleben gefährden würde – auf die strengen britischen Gesetze, die den Guardian fesseln würden.<br />
Die unerwartete Diskussion im Buchladen hat erneut gezeigt, dass die Gräben beim Thema „Leak“ längst nicht mehr nur zwischen Enthüllern und Staaten verlaufen. Mit WikiLeaks und dem Guardian kämpfen zwei in den Zielen verbundene, aber organisatorisch völlig unterschiedliche Wächter gegeneinander – jeder auch für seine eigene Reputation. Den Geheimdiensten dürfte das gefallen.<br />
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Bild: Cover „Wikileaks. Julian Assanges Krieg gegen Geheimhaltung“</p>
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		<title>Offene Regierungsdaten: Der Wettbewerb hat begonnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Dörfler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 12:04:27 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
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		<category><![CDATA[Guardian]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Berners-Lee]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Start von <a href="http://www.data.gov.uk/" target="_blank" title="http://www.data.gov.uk/" rel="noopener noreferrer">data.gov.uk</a> ist vergangene Woche die weltweit umfangreichste Datenbank mit öffentlichen Regierungsdaten online gegangen. Großbritannien macht damit fast 3000 Datensätze aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung frei zugänglich — und folgt dabei dem Rat des Internet-Erfinders Tim Berners-Lee.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Start von <a href="http://www.data.gov.uk/" target="_blank" title="http://www.data.gov.uk/" rel="noopener noreferrer">data.gov.uk</a> ist vergangene Woche die weltweit umfangreichste Datenbank mit öffentlichen Regierungsdaten online gegangen. Großbritannien macht damit fast 3000 Datensätze aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung frei zugänglich — und folgt dabei dem Rat des Internet-Erfinders Tim Berners-Lee.</p>
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Als der britische Premier Gordon Brown den WWW-Begründer Tim Berners-Lee fragte, wie England am besten mit dem Internet umgehen solle, antwortete dieser: „Stellen sie einfach alle Regierungsdaten rein.“ Sehr zum Erstaunen von Berners-Lee antwortete Brown: „OK, machen wir.“, so der <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2010/jan/21/how-official-data-freed" target="_blank" title="Guardian-Artikel" rel="noopener noreferrer">Guardian</a> über ein Gespräch mit weitreichenden Folgen. Ab sofort kann man unter data.gov.uk rund 2900 Dokumente per Volltext- oder Schlagwortsuche durchstöbern. Von der Veröffentlichung versprechen sich die Verantwortlichen mehr Transparenz und Informationsmöglichkeiten für Bürger und Unternehmen.
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<b>Großbritannien vs. USA</b>
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Die englische Version sticht dabei das US-amerikanische Pendant <a href="http://www.data.gov/" target="_blank" title="http://www.data.gov/" rel="noopener noreferrer">data.gov</a> aus. Dieses umfasst nach einem halben Jahr Laufzeit nur knapp 1000 Datensätze, ein Großteil davon könnte man als politisch harmlos einstufen. Ein Beispiel aus dem traditionell kritischen Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik: Gelangt man auf der Suche nach brisanten Studien auf data.gov vor allem an Verweise zu Podcasts der US-Army, so finden sich auf data.gov.uk unter dem Schlagwort „military“ sofort Berichte wie z.B. „<a href="http://data.gov.uk/dataset/deaths_in_the_uk_regular_armed_forces" target="_blank" title="Deaths in the Armed Forces" rel="noopener noreferrer">Deaths in the UK Regular Armed Forces</a>“, oder ein <a href="http://data.gov.uk/dataset/suicide_and_open_verdict_deaths_in_the_uk_regular_armed_forces" target="_blank" title="Suicides in the Armed Forces" rel="noopener noreferrer">Report</a> über die Entwicklung der Suizid-Quote in den britischen Streitkräften von 1984 bis 2008. Über  die Verschlagwortung geht es weiter zum vierteljährlichen „Psychiatric Morbidity Report“, der am 14.1.2010 veröffentlicht wurde.
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Außerdem können Nutzer ihre eigenen Anwendungen und „Mash-Ups“ erstellen. Unter „Most recent Apps“ finden sich bereits fertige und bewertbare Nutzerprojekte, wie zum Beispiel eine <a href="http://www.banjax.com/sandbox/crime/2008/" target="_blank" title="Verbrechen in Nord-Irland" rel="noopener noreferrer">Karte Nord-Irlands</a>, kombiniert mit der aktuellen Verbrechensstatistik für die jeweilige Gegend. Ein Forum zum Austausch ist ebenfalls mit dabei.
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<b>Wettbewerb um offene Daten</b>
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Tim Berners-Lee glaubt mit dem Projekt einen Stein ins Rollen gebracht zu haben und sagte auf der <a href="http://www.telegraph.co.uk/technology/news/7052785/Data.gov.uk-Sir-Tim-Berners-Lee-QandA.html" target="_blank" title="Pressekonferenz" rel="noopener noreferrer">Pressekonferenz</a> zum Start vom data.gov.uk: „Als das Netz startete, wollte zunächst keine Buchhandlung ihre Kataloge öffentlich machen, sondern nur die eigene Adresse. Als dann ein Laden begann, zogen alle anderen nach. Zuerst ohne die Preise, bis einer auch damit anfing. Noch wollte niemand seine Lagerbestände offen legen, bis das auch jemand getan hat. Es gibt also einen Wettbewerb um die Offenlegung von Daten, sobald sich die Leute einmal daran gewöhnt haben.“
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Der Guardian setzt sich dabei besonders für <a href="/offene-daten-auf-der-insel" title="Offene Daten auf der Insel">offene Daten auf der Insel</a> ein und hat parallel eine <a href="http://www.guardian.co.uk/world-government-data" target="_blank" title="World-Government-Data" rel="noopener noreferrer">Seite</a> gestartet, auf der die öffentlichen Regierungsdaten aus der ganzen Welt durchsucht werden können. Neben den Daten aus den USA und Großbritannien, kann man dort bisher auf Dokumente aus Neuseeland und Australien zugreifen.
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<b>Data.gov.de?</b>
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Nach Angaben des Guardian läuft der Ein-Jahres Vertrag zwischen Berners-Lee und der britischen Regierung noch bis Juni 2010. Danach soll es mit der Veröffentlichung der Daten auf lokaler Ebene weitergehen, was bei der Vielzahl von Behörden, Zuständigkeiten und unterschiedlichen Kompetenzen eine weitaus größere Herausforderung sei.</p>
<p>Das deutsche „Open Data Network“ <a href="http://opendata-network.org/2010/01/open-government-datastore/" target="_blank" title="Open-Data-Network" rel="noopener noreferrer">bezeichnete</a> den Start von data.gov.uk als „großen Tag für die Opendata Bewegung“. Für ein künftiges data.gov.de benötige es neben einer kleinen Software-Anpassung „eigentlich nur noch den politischen Willen.“</p>
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		<title>Handy-Software für den Widerstand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jknocha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 11:51:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Autoritäre Regime und ihre Gegner befinden sich bei digitalen Kommunikationskanälen in einem ständigen Wettrüsten, so der Programmierer Nathan Freitas. Nun soll seine <a href="http://www.huffingtonpost.com/rebecca-novick/technology-of-liberation_b_385294.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kostenlose Handy-Software &#34;Guardian&#34;</a> die Arbeit von Regimegegnern sicherer machen. <center>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Autoritäre Regime und ihre Gegner befinden sich bei digitalen Kommunikationskanälen in einem ständigen Wettrüsten, so der Programmierer Nathan Freitas. Nun soll seine <a href="http://www.huffingtonpost.com/rebecca-novick/technology-of-liberation_b_385294.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kostenlose Handy-Software &quot;Guardian&quot;</a> die Arbeit von Regimegegnern sicherer machen. <center><br />
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</center></p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p><center><br />
<i>Video von <a href="http://openideals.com/guardian" target="_blank" rel="noopener noreferrer">openideals.com/guardian</a></i><br />
</center><br />
</p>
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Bei Verhaftungen von Oppositionellen in autoritären Regimen wird das Handy schnell zum Beweisstück für deren Aktivitäten. Bilder, Videos und Textnachrichten können so leicht zu potentiellen Gefahrenquellen für Regimegegner werden. Die neue Handy-Software &quot;Guardian&quot; will dem entgegenwirken. Mit Hilfe der von Programmierer <a href="http://openideals.com/guardian/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nathan Freitas</a> entwickelten Applikation soll die Benutzung des Mobiltelefons für oppositionelle sicherer werden.
</p>
<p>
Geplante Anwendungen sind zum Beispiel die Verschlüsselung von Kurzmitteilungen oder Gesprächen. Besonders interessant auch: Mit einem einzigen Tastendruck können bestimmte Daten schnell gelöscht werden.
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<p>
&quot;Guardian&quot; ist nur mit dem Betriebssystem Android kompatibel. Die Open-Source-Software soll die Technologie besonders für Aktivisten in Entwicklungsländern interessant machen. Wann genau die Software zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht bekannt.</p>
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