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	<title>Günther Oettinger &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Günther Oettinger &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Union bestätigt Zielsetzung beim Breitbandausbau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Löser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2015 10:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Netzbetreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Kauder]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Dorothee Bär]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandausbau]]></category>
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					<description><![CDATA[An diesem Montag veranstaltete die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag eine Veranstaltung zum Thema Breitbandausbau in Deutschland. Geladen waren Redner aus Politik [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Breitbandausbau.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145985" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Breitbandausbau.jpg" alt="Breitbandausbau" width="640" height="280" /></a>An diesem Montag veranstaltete die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag eine Veranstaltung zum Thema Breitbandausbau in Deutschland. Geladen waren Redner aus Politik und Wirtschaft. Die Union ist zuversichtlich, die bis 2018 gesteckten Ziele zu erreichen. Uneinigkeit herrschte bei Vertretern der Netzbetreiber über die technische Umsetzung. Das Wichtigste im Überblick.</p>
<ul>
<li>Der EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Günter Oettinger setzt auf europäische Lösungen in allen Bereichen: Datenschutz, Urheberrecht, Clouddienste &#8211; „Europäisierung ist die Antwort.“</li>
<li>CSU-Politikerin Dorothee Bär verspricht: „Die Breitbandziele werden erreicht.“ Das sind laut Digitaler Agenda der Bundesregierung 50 Mbit/s in ganz Deutschland bis 2018.</li>
<li>Um das zu erreichen, wird das Verkehrsministerium im Juli eine Förderrichtlinie vorstellen, die von Finanzminister Wolfgang Schäuble mit 1,1 Mrd. € ausgestattet wird.</li>
<li>Vertreter der Netzbetreiber waren sich jedoch einig, dass eine Förderung nur „ultima ratio“ sein kann für die „weißen Gebiete“, in denen der Markt nicht funktioniert.</li>
<li>Uneinig waren sich die Netzbetreiber bei der technischen Umsetzung: die Telekom setzt weiterhin auf Vectoring, EWE Tel Geschäftsführer Norbert Westfal plädiert für die kombinierte Glasfaserlösung FTTC als Zwischenschritt zu ganzheitlichen Glasfaserlösungen. Für Unionsfraktionschef Kauder handelte es sich hier um eine Diskussion unter „Supernerds“.</li>
</ul>
<h3>Breitbandausbau – ein Überblick über die technische Umsetzung</h3>
<p>Das bestehende Netz der Telekom besteht zum großen Teil aus preiswerten Kupferkabeln. Für hohe Bandbreiten werden allerdings Glasfaserkabel für die sogenannte „letzte Meile“ von der Vermittlungsstelle bis zum Endverbraucher benötigt. Je näher die Glasfaserkabel an den Endverbraucher gelegt werden, desto höhere Surfgeschwindigkeiten sind möglich.</p>
<p>Diese Investition will die Telekom zumindest vorerst umgehen und setzt auf die preisgünstige Vectoring-Technik. Dabei wird auf den bestehenden Kupferkabeln das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbersprechen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Übersprechen</a> zwischen benachbarten Teilnehmeranschlussleitungen verringert, was laut Telekom zu einer höheren Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s führt.</p>
<p>Die EWE Tel GmbH ist Vorreiter im Ausbau von Glasfaserverkabelungen bis direkt zum Endverbraucher. In Fachkreisen spricht man von Fibre-to-the-Home (FTTH). Für den ländlichen Raum setzt man jedoch als Zwischenschritt auf Glasfaser bis zum Bordstein (FTTC), bei dem ähnliche Geschwindigkeiten wie beim Vectoring erreicht werden.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/firas1/1917985445/in/photolist-3Vubfz-9eERVs-8Pxocj-5if4ZZ-E2xzQ-fM7Mj1-8GKRq-5qYo75-5qYo9Q-h2X8-5ZPJqF-oXfXn5-JvHxX-x3xdW-oGN1X2-oZ2oDZ-a8vWpU-PPe86-7iKrbJ-p1umza-e6JXWw-e6DicT-e6Dita-9W1SXa-3WNDj-8LrVvn-8GKNU-9W1SSx-t3XidZ-dJFxr-7YaVKD-nJLEfJ-oX5PSS-8GKRM-8GKSn-8GKT1-9W1TaT-bopyK3-sEHhWN-sXiqzF-oEBF4M-e6JY6W-e6Di8i-e6DinD-bAiMkx-jd1AqH-bAiMpx-bnoUHh-2g5UF-dw5e3h" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Firas </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Dieser Beitrag ist in deinem Land leider nicht verfügbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2015 10:09:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Binnenmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Digitalstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Geoblocking]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Günther Oettinger]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang Mai hat die EU-Kommission ihre 16 Initiativen für die Schaffung eines europäischen digitalen Binnenmarktes vorgestellt. Dabei will sie das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dieses-plakat-ist-in-deinem-land_bearb.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145890" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/dieses-plakat-ist-in-deinem-land_bearb.jpg" alt="dieses plakat ist in deinem land_bearb" width="640" height="280" /></a>Anfang Mai hat die EU-Kommission ihre 16 Initiativen für die Schaffung eines europäischen digitalen Binnenmarktes vorgestellt. Dabei will sie das Urheberrecht vereinheitlichen und auch das von EU-Vizepräsident Andrus Ansip scharf kritisierte Geoblocking soll endlich reformiert werden. Es klingt alles sehr ambitioniert, doch die hehren Ziele werden wahrscheinlich vorerst nur schöne Träume bleiben.</p>
<p>Wir fühlen uns oft, als leben wir in einer zunehmend kleineren Welt. Dank billiger Flüge können wir jeden noch so weitentfernten Winkel bereisen und Orte entdecken, von denen unsere Urgroßeltern nicht einmal geträumt haben. Trotzdem sind wir dank Skype und Facebook immer mit der Heimat und Freunden im Kontakt. Über Nachrichtenseiten und soziale Medien wissen wir in Sekundenschnelle über Ereignisse auf der anderen Seite des Globus Bescheid, drücken bei Katastrophen unsere Anteilnahme aus und können Hilfe und Unterstützung organisieren. Wir gucken Serien im Original, weil wir keine Lust haben auf die deutsche Ausstrahlung in einem Jahr zu warten und auf den Geschmack der Originaltonspuren gekommen sind. Die früher exklusiv linear verfügbaren Inhalte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erreichen über die Mediatheken, zumindest für sieben Tage, neue Zielgruppen und finden eine größere Verbreitung als es das gute, alte Fernsehen heute noch ermöglichen kann. Und nicht zuletzt hat der Aufstieg von YouTube den Untergang des Musikfernsehens wie es die Neunziger Jahre geprägt hat, entscheidend beschleunigt. Das alles trifft zu. Bis man auf diese kleine, fiese Botschaft trifft, die einen unvermittelt zurück in die Realität holt: „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar“.</p>
<p>Filme, Musik, Sportübertragungen oder gleich ganze Services werden innerhalb der EU durch Anbieter geblockt. Ein Grund hierfür ist der Verkauf von Ausstrahlungslizenzen in jedem einzelnen Mitgliedsland, zum Beispiel für die Ausstrahlung von Sportereignissen wie der Champions League oder den Olympischen Spielen. Im Fall von YouTube liegen der regionalen Blockade von Inhalten zumeist Streitigkeiten über die Verwendung von urheberrechtlich geschützten Werken, vor allem Musik, zugrunde.</p>
<h3>Ein kleines bisschen Reform wagen</h3>
<p>Als der für den digitalen Binnenmarkt zuständige EU-Vizepräsident Andrus Ansip Ende März verkündete, er hasse <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/eu-kommission-will-geoblocking-bei-youtube-aufheben-13505521.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geoblocking</a> und werde sich für eine Abschaffung innerhalb der EU einsetzen, hofften viele genervte Nutzer, die neue Digitalstrategie würde sich endlich diesem Problem annehmen und gegen die Ländersperren vorgehen. Tatsächlich sehen die Anfang Mai <a href="http://ec.europa.eu/priorities/digital-single-market/docs/dsm-communication_de.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vorgestellten Maßnahmen</a> für den digitalen Binnenmarkt vor, den Abbau von „ungerechtfertigtem Geoblocking“ voranzutreiben und noch bis zum ersten Halbjahr 2016 hierfür geeignete Vorschläge vorzustellen. Die Ausführungen zum Geoblocking in dem Papier beziehen sich allerdings ausschließlich auf den Onlinehandel, der in ganz Europa harmonisiert und kundenfreundlicher gestaltet werden soll. Eine Umleitung auf womöglich teurere Online-Shops und –Angebote eines Händlers im eigenen Land soll es dann nicht mehr geben. Den Abbau von Ländersperren für geschützte Inhalte will die Kommission durch eine europaweite Harmonisierung der Urheberrechtssysteme ermöglichen. Dadurch soll die Portabilität bereits erworbener Inhalte innerhalb der EU ermöglicht werden. Dann könnten deutsche Touristen beispielsweise auch im Urlaub ihren Netflix- oder Amazon Prime-Zugang innerhalb des EU-Auslands nutzen. Vorschläge für eine Richtlinie sollen noch vor Ende 2015 vorgelegt werden. Zunächst wird die EU-Kommission allerdings nur die Sperren für bezahlte Inhalte angehen, öffentlich- und werbefinanzierte Werke werden wohl zumindest vorerst <a href="https://twitter.com/Senficon/status/595893979968831488" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weiterhin geblockt</a>. Zwar erkennt die Kommission in der Strategie an, dass die Territorialität der Urheberrechts in Europa dem sich wandelnden Konsumverhalten der Bürger nicht mehr gerecht wird, konkrete Maßnahmen für die Schaffung eines europäischen Urheberrechts macht sie bislang aber nicht. Die Einführung eines <a href="https://juliareda.eu/reda-bericht-erklaert/#singletitle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">europäischen Urheberrechtstitels</a>, wie ihn die Europaabgeordnete Julia Reda in ihrem <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+COMPARL+PE-546.580+02+DOC+PDF+V0//DE&amp;language=DE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> vorgeschlagen hat, könnte ein entscheidender Schritt zu einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt sein. Auf diesem Wege wäre ein Interessenausgleich zwischen den Urhebern, die ihre Werke dann einheitlich unter europäischem Urheberrecht schützen könnten, und den Nutzern, die von einem grenzüberschreitenden Angebot profitieren, möglich. Die Kommission wagt sich aber offenbar nicht an ein derart großes Projekt heran und schafft zunächst nur geringe Erleichterungen für Europareisende.</p>
<h3>Ja, nein, vielleicht</h3>
<p>Ländersperren werden von ihren Verfechtern, wie dem deutschen EU-Digitalkommissar Günther Oettinger, häufig als Schutz der kulturellen Vielfalt in Europa und für kleine Nischenproduktionen im audiovisuellen Bereich verteidigt. Dabei hilft es vor allem den Verwertern englischsprachiger Großproduktionen, ihre Inhalte von <a href="https://netzpolitik.org/2015/geoblocking-in-der-eu-schwaecht-sprachvielfalt-und-kulturschaffende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Land zu Land zu lizenzieren</a>, solange es kein einheitliches System in Europa gibt. Produktionen in <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/republica-2015-interview-mit-julia-reda-zu-urheberrecht-13573534.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wenig verbreiteten Landessprachen</a> bleiben so auch für interessierte EU-Bürger aus anderen Ländern unzugänglich. Vor allem für linguistische Minderheiten schränkt sich der legale Zugang zu Programmen in der Muttersprache so stark ein. Oettinger hat bereits angekündigt, dass er <a href="http://www.hollywoodreporter.com/news/cannes-2015-european-commissioner-digital-796556" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausnahmen für die Filmindustrie</a> bei einer Einschränkung des Geoblockings sehr offen gegenübersteht und eine Abschaffung des Territorialprinzips bei der Rechtevergabe nicht geplant sei. Ein bemerkenswerter Sinneswandel: Noch Anfang des Jahres fand der Digitalkommissar <a href="https://netzpolitik.org/2015/oettinger-im-twitterview-geoblocking-in-eu-voellig-sinnlos-urheberrechtsreform-notwendig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ländersperren sinnlos</a> und forderte eine Urheberrechtsreform, um im Zeitalter der digitalen Revolution mitzuhalten.</p>
<p>Viel ist von der europäischen Digitalstrategie bei der Schaffung eines echten digitalen Binnenmarktes nicht zu erwarten. Bislang liegen noch keine konkreten Umsetzungsvorschläge vor, aber die Lobbygruppen vor allem aus der Filmverwertungsindustrie sind bereits von den spärlichen Ideen aufgeschreckt. Die Botschaft „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar“ wird also auch innerhalb Europas nicht so schnell verschwinden. Dafür sind die Interessen von Verwertern und Produzenten nach wie vor zu stark im Vergleich zu einer weniger lauten Gruppe von Nutzern, die freien Zugang zu Inhalten in ganz Europa einfordern.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/pierreee/6857179919/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pierre </a>(CC BY-SA 2.0)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Mobilfunkanbieter greifen Netzneutralität an</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mobilfunkanbieter-greifen-netzneutralitaet-an-145723/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2015 15:13:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit immer neuen Vorstößen versuchen Mobilfunkanbieter Diensten wie Netflix, Google und Co für die Nutzung ihrer Infrastruktur an den Kosten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet_bearb.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145728" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/internet_bearb.jpg" alt="internet_bearb" width="640" height="280" /></a>Mit immer neuen Vorstößen versuchen Mobilfunkanbieter Diensten wie Netflix, Google und Co für die Nutzung ihrer Infrastruktur an den Kosten des Netzausbaus zu beteiligen. In der Politik gibt es derweil Tendenzen, ein Zwei-Klassen-Internet für bestimmte Bereiche zu ermöglichen und die Netzneutralität zugunsten eines verstärkten Wettbewerbs zu opfern.</p>
<p>Vor einer Woche hat die Initiative „<a href="https://savetheinternet.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Save the Internet</a>“ auf der re:publica das Video „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=6JZNvhCwKRE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität tötet</a>“ vorgestellt, in dem die Debatte über das Thema Netzneutralität sehr anschaulich dargestellt und mit einigen Fehlinformationen aufgeräumt wird. Dass noch viele dicke Bretter zu bohren sind, zeigt auch ein heute in der Wirtschaftswoche veröffentlichtes <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen/it/vorfahrt-fuer-gesundheitsdienste-eu-digitalkommissar-oettinger-rueckt-von-der-netzneutralitaet-ab/11772792.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit „Digital“kommissar Günther Oettinger, der sich allem Anschein nach inzwischen vollkommen von der Idee der Netzneutralität abgewandt hat. Nachdem Oettinger Anfang März den Befürwortern einer gleichberechtigten Übertragung aller Daten noch <a href="https://netzpolitik.org/2015/guenther-oettinger-netzneutralitaet-toetet-befuerworter-sind-taliban-artig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Talibanartiges</a> Verhalten vorgeworfen hatte, unterstreicht er in dem Interview seine Forderung, bestimmten Diensten aus dem Gesundheits- und Mobilitätsbereich Vorrang bei der Datenübermittlung einzuräumen. Der Rat der EU und das Europäische Parlament sind, wie <a title="Faktencheck Netzneutralität – gleiches Internet für alle?" href="http://politik-digital.de/faktencheck-netzneutralitaet-gleiches-internet-fuer-alle">bereits berichtet</a>, in der Frage der gesetzlichen Verankerung der Netzneutralität gespalten. Das Parlament beharrt aber auch nach der Positionierung des Ministerates im März auf der <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Abgeordnete-wollen-an-Netzneutralitaet-festhalten-2649860.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Festschreibung der Netzneutralität</a>.</p>
<p>Während Europa in der Frage auf der Stelle tritt, zeigen die jüngsten Ankündigungen und Überlegungen von Telekommunikationsunternehmen, welche Entwicklungen ohne eine gesetzlich garantierte Netzneutralität in Aussicht stehen.</p>
<p>Heute wurde bekannt, dass mehrere europäische Mobilfunkanbieter den Einsatz einer Software planen, die <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2015-05/adblocker-online-werbung-google-mobilfunk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Werbung auf Smartphones blockieren</a> soll. Das ist natürlich kein selbstloser Akt der zuvorkommenden Kundendienste, sondern soll in Form eines kostenpflichtigen Zusatzservices angeboten werden. Die Maßnahme richtet sich offensichtlich gegen Internetfirmen wie Google und Netflix, deren Services davon betroffen sein würden. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte dann „The Bomb“ gezündet werden, mit der auf einen Schlag die angezeigte Online-Werbung für alle Mobilkunden blockiert würde. Davon ausgenommen sein soll In-App-Werbung, zum Beispiel bei Facebook oder Twitter. Die Mobilfunkkonzerne begründen das Vorhaben mit den großen Datenmengen, die durch Online-Werbung anfallen und für die immer mehr Datenvolumen benötigt wird. Mit der Blockierung von Werbung sollen Firmen wie Google dazu gebracht werden, sich an den Kosten für die notwendige Infrastruktur zu beteiligen. Der Vorschlag wird als Angriff auf die Netzneutralität gewertet, da er eine Ungleichbehandlung von Datenpaketen vorsehen würde.</p>
<h3>Streit um die Kosten des Netzausbaus</h3>
<p>Am Rande der re:publica erteilte <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/video-on-demand-frisst-internet-kapazitaeten-netflix-chef-telekom-firmen-bekommen-kein-geld/11773138.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netflix-Chef Reed Hastings</a> den Telekommunikationsunternehmen in der vergangenen Woche bereits eine Absage. Diese hatten gefordert, Netflix solle sich künftig an den Kosten für den Ausbau der notwendigen Breitbandinfrastruktur beteiligen, die durch Video-on-Demand-Dienste immer stärker gefordert wären. Aktuell ist allein Netflix für ein Drittel des übertragenen Datenvolumens in den USA verantwortlich. Der Chef des beliebten Streamingdienstes lehnte die Forderung der Konzerne ab, da sie bereits vonseiten der Nutzer durch die Buchung größerer Daten- und schnellerer Internetpakete zusätzliche Einnahmen erzielen würden.</p>
<p>Die aktuell diskutierten Vorschläge zeigen einerseits, dass ohne eine gesetzliche Regelung der Netzneutralität dem Einfallsreichtum der Telekommunikationsunternehmen keine Grenzen gesetzt sind. Noch richten sich die Forderungen vor allem gegen die Anbieter von Online-Services und -produkten, doch eine stärkere Fokussierung auf den Verbraucher ist zu erwarten. Andererseits rückt wieder die Frage in den Mittelpunkt, wer die Kosten für den Ausbau der Breitbandnetze und den Erhalt der Infrastruktur tragen soll. Die eigentlich zuständigen Netzinhaber bringen mit ihren Forderungen nun auch die Onlinedienstleister wieder ins Spiel. Damit dieser Konflikt nicht bald schon zu Lasten der Verbraucher geht, wäre dringend die Regierungskoalition gefragt, die sich in diesem Punkt aber ebenfalls <a href="http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bundeswirtschaftsministerium-expertenkommission-will-netzneutralitaet-kippen/11661544.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">uneinig ist</a>.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/jeremybrooks/3200884583/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jeremy Brooks</a></p>
<div></div>
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<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Kommt jetzt endlich der europäische digitale Binnenmarkt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2015 13:27:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/world-the-andras-barta-cc0-via-pixabay.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148839 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/world-the-andras-barta-cc0-via-pixabay.jpg" alt="Europa vernetzt von the andreas barta cc0 via Bixabay" width="640" height="280" /></a>Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich im digitalen Bereich einen europäischen Binnenmarkt umzusetzen, hat die EU-Kommission nun ihre lang erwartete Digitalstrategie vorgestellt. Eine Übersicht über die geplanten Initiativen.</p>
<p>Der Europäische Binnenmarkt garantiert den Mitgliedsstaaten und ihren BürgerInnen den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen. Ausgenommen davon war bisher die Digitalwirtschaft. EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hat schon länger die Einführung eines „Europäischen Digitalen Binnenmarktes“ gefordert. Die Umsetzung dieser Forderung scheint nun mit der lang erwarteten <a href="http://europa.eu/rapid/press-release_IP-15-4919_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Strategie der EU-Kommission</a> zu erfolgen, die der Kommissar gestern gemeinsam mit dem Kommissions-Vizepräsidenten und -Kollegen Andrus Ansip in Brüssel vorgestellt hat.</p>
<h3>Ambitionierte Ziele: Reform des Urheberrechts, Verbraucherschutzes und Geoblockings</h3>
<p>Ziel der Strategie ist ein europaweit einheitlicher Markt ohne Schranken. Dies sollen 16 Initiativen ermöglichen, die bis Ende 2016 angestoßen werden sollen. Ein Schwerpunkt des vorgestellten Papiers bildet das Urheberrecht. Es soll bis Ende 2015 so harmonisiert werden, dass legal erworbene digitale Daten europaweit genutzt werden können. Auch das umstrittene Geoblocking, einer der Gründe für die bislang schwierige Reformierung des Urheberrechts, hat Einzug in das Strategiepapier gefunden. Beim Geoblocking handelt es sich um länderspezifische Inhaltssperren im Internet: So können etwa Videos oder Musik aus Lizenzgründen in anderen EU-Staaten nicht angeboten werden. Über dessen Abschaffung hatten sich die beiden Kommissare Ansip und Oettinger zuvor <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Digitalkommissar-Oettinger-gegen-rasche-Abschaffung-von-Geoblocking-2587481.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">noch heftig gestritten.</a> Nun wolle man nur noch gegen „ungerechtfertigtes“ Geoblocking vorgehen. Dies sei nicht nur häufig beim Urheberrecht anzutreffen, sondern auch beim E-Commerce.</p>
<p>Die Onlinewirtschaft soll durch eine europaweite Angleichung des Verbraucherschutzes unterstützt werden. Unterschiedliche Regeln in den einzelnen EU-Ländern gelten als ein Haupthindernis für den internationalen Onlinehandel. Darüber hinaus wolle man die Datenschutzrichtlinien kritisch begutachten und bis Ende 2015 an das Zeitgeschehen anpassen. Konkrete Maßnahmen werden jedoch nicht genannt. Weiterhin soll eine Reform der Telekommunikationsvorschriften mit Blick auf die Frequenzzuteilung vorangetrieben und ein zeitgemäßer Rechtsrahmen für audiovisuelle Medien gestaltet werden. Dies kann als <a href="http://politik-digital.de/eu-kommission-gegen-google-worum-gehts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampfansage</a> der Kommission an die großen Internetplattformen wie Google und Facebook gewertet werden. Denn man wolle die Rolle von Suchmaschinen und sozialen Medien im Markt kritisch beobachten und analysieren, ob deren Praxis von geltendem Wettbewerbsrecht gedeckt sei.</p>
<p>Weitere Vorstöße drängen auf mehr Cybersicherheit und den verstärkten Kampf gegen illegale Inhalte im Internet, andere auf die Bestrebungen, das E-Government mit einem neuen Aktionsplan voranzubringen. Auch die Bereiche E-Health und Umwelt sollen unter digitalen Aspekten weiterentwickelt werden. In diesen Punkten bleibt das Initiativenpapier jedoch sehr vage. Bisher gibt es dafür lediglich die Ankündigung. Auch wie man eine Reform des Urheberrechts, die zuvor bereits mehrmals gescheitert ist, umsetzen möchte, geht aus dem Strategiepapier nicht hervor.</p>
<h3>Kritik: Zu schwamming formuliert und kein Wort zur Massenüberwachung</h3>
<p>Kritik gibt es deshalb bereits aus Politik und Gesellschaft. Die <a href="https://edri.org/digital-single-market-will-citizens-be-at-the-centre-of-the-commissions-plans/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi)</a> beispielsweise kritisierte, dass von den großen Ankündigungen wenig übrig geblieben sei und es einige ernsthafte Bedenken gebe. Unmutsäußerungen gibt es auch aus dem Europaparlament. So hält <a href="http://www.tagesschau.de/inland/urheberrecht-101.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julia Reda</a>, Abgeordnete der Piratenpartei, das Urheberrecht für vollkommen veraltet, auch gehen ihr die vorgelegten Initiativen nicht weit genug. Beim Geoblocking seien nur bezahlte Dienste ins Visier genommen worden. Kostenlose Dienste wie YouTube würden gar nicht berücksichtigt. <a href="http://taz.de/Digitalwirtschaft-auf-der-republica/!159465/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Kritik</a> gibt es dafür, dass im gesamten Dokument kein einziges Mal auf die digitale Massenüberwachung von Geheimdiensten wie der NSA oder dem BND eingegangen wird.</p>
<p>Bild<a href="https://pixabay.com/en/world-europe-map-connections-1264062/">:TheAndrasBarta CC0 via Pixabay</a></p>
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		<title>Faktencheck Netzneutralität – gleiches Internet für alle?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2015 15:07:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pro Contra]]></category>
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					<description><![CDATA[In den USA wird sie festgeschrieben, in Europa steht sie auf der Kippe – die Netzneutralität ist derzeit ein viel diskutiertes [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/netneutrality_crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145135" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/netneutrality_crop.jpg" alt="netneutrality_crop" width="1572" height="688" /></a>In den USA wird sie festgeschrieben, in Europa steht sie auf der Kippe – die Netzneutralität ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Doch worum geht es bei der Debatte um das freie Internet eigentlich genau und was spricht für und gegen die Priorisierung von Daten im Netz? Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengetragen.</p>
<h3>Worum geht&#8217;s?</h3>
<p>Internationale Geschäftsmodelle, Musik und Videos, die über Nacht die Welt erobern, ein den Globus umspannendes Netzwerk: Der weltweite Siegeszug des Internets wäre ohne den freien und unabhängigen Zugang und die wertneutrale Übertragung von Daten niemals möglich gewesen – sie sorgen für eine gleichberechtigte Teilhabe am digitalen Informationsaustausch. Unabhängig von der Herkunft kann im World Wide Web jeder Inhalte generieren und abrufen – eine demokratische Errungenschaft, ohne die sich die kreativen und ökonomischen Innovationspotentiale des Internets nicht hätten entfalten können. Um diesen egalitären Charakter zu erhalten, wird seit jeher Netzneutralität gefordert: In einem neutralen Netz werden alle Daten gleich schnell und mit gleicher Qualität übermittelt, unabhängig davon, welcher Kunde welche Inhalte von welchem Anbieter anfordert. Eine Nachricht von Merkel an Obama würde dann genauso schnell transportiert werden wie eine beliebige Spam-Mail. Nach diesem „Best-Effort-Prinzip” werden alle Daten im Rahmen der verfügbaren Ressourcen immer schnellstmöglich übertragen – oder eben alle gleich langsam, wenn die Kapazitäten ausgeschöpft sind.</p>
<p>Befürwortern der Netzneutralität fassen das Internet als öffentliches Gut auf, ähnlich der Versorgung mit Strom und Wasser. Da interessiert es schließlich auch niemanden, wer den Strom abzapft und ob er damit einen Fernseher oder ein Rührgerät zum Laufen bringt.</p>
<p>Seitdem im Internet jedoch immer mehr Daten übertragen werden, kommt es vermehrt zu Staus. Deshalb bieten schon jetzt einige Dienstanbieter die Möglichkeit an, Daten zu priorisieren, also kostenpflichtige Überholspuren zu nutzen. Sollte dagegen die Netzneutralität gesetzlich verankert werden, wird es Internetanbietern verbotens sein, Daten zurückzuhalten oder gegen Zuzahlung schneller zu transportieren. Denn ein <a href="https://netzpolitik.org/2014/wir-muessen-ueber-peering-reden-sieben-thesen-zur-netzneutralitaet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Inhalteanbieter</a> kann zwar über viele Netze ausliefern, auf dem letzten Abschnitt jedoch werden die Daten im Netz des Endkunden-Providers übertragen – hier herrscht kein Wettbewerb alternativer Routen mehr.</p>
<p>Bin ich beispielsweise Vodafone-Kunde und möchte über Netflix die Serie „Game of Thrones” streamen, dann kann Netflix die Daten zunächst auf beliebigem Weg zu mir senden – kommt aber nicht darum herum, sie mir im letzten Abschnitt in meinem Vodafone-Netz zu übermitteln. Ohne festgeschriebene Netzneutralität könnte Vodafone dazwischengrätschen und von Netflix für die störungsfreie und schnelle Übermittlung der Daten zusätzliche Gebühren verlangen. Netflix könnte sich das vermutlich leisten – so mancher kleinere Anbieter aber wohl kaum. Auf die Spitze getrieben wird diese Praxis durch sogenannte Zero-Dienste: Beim Kauf der Sim-Card eines bestimmten Providers ist das Surfen auf einzelnen Websites, meist Facebook, gratis. Vor allem in Entwicklungsländern, wo sich nur wenige Nutzer einen Internetanschluss leisten können, ist Facebook somit oft die einzige Informationsquelle und der exklusive Draht in die digitale Welt.</p>
<p>Der Provider nimmt damit eine Schlüsselposition ein, die durch die Netzneutralität vermieden werden soll. Auch bei der Zusammenschaltung von Providernetzwerken haben Inhalteanbieter keine Alternative zu Endkunden-Providern, Kunden sind folglich also immer nur über ein einziges Netz erreichbar.</p>
<h3>Die Argumente der Gegner</h3>
<p>Das Hauptargument der <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/argumente-gegen-netzneutralitaet-fairness-gesucht-1.2283335" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegner</a> der Netzneutralität: Der Platz im Internet ist begrenzt, wie auf einer vollen Straße kommt es auch auf den Datenautobahnen zu Staus. Kostenpflichtige Überholspuren sollen den teuren Ausbau der Netze finanzieren; wer möchte, dass seine Inhalte schneller übermittelt werden, soll dafür extra zahlen können. Bestimmte Daten müssten auch bevorzugt werden können, weil etwa Spezialdienste wie die Telemedizin oder der Katastrophenschutz darauf angewiesen seien, störungsfreie Hochgeschwindigkeitsleitungen zu nutzen.</p>
<p>Den Neutralitätsgegnern geht es aber auch um Gerechtigkeit. Schließlich sei es nicht fair, dass eine Minderheit einen Großteil der Bandbreite durch das regelmäßige Streamen großer Datenmengen beanspruche und dass die dadurch entstehenden Kosten von den Gelegenheitsnutzern mitfinanziert würden. Wer mit dem Angebot seines Anbieters nicht zufrieden sei, solle wechseln, empfehlen sie. Denn Netzbetreiber würden letztlich auf unverhältnismäßig hohe Kosten für schnelle Verbindungen verzichten und ihre Macht im eigenen Interesse nicht ausnutzen – dafür sorge schließlich der freie Markt. Und nur weil man nach neuen Wegen suche, Kosten und Gewinne zu verteilen, sei nicht automatisch die Freiheit des Internets bedroht. Ein Mehrklassen-Internet verstoße auch gar nicht gegen die Netzneutralität, solange der <a href="http://www.heise.de/ct/artikel/Klartext-1965046.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunde die Wahl</a> hat und nicht der Provider. Betreiber hätten dann lediglich die Möglichkeit, auf ein und derselben Plattform optimierte Netze für unterschiedliche Verkehrsarten anzubieten – aus denen der Nutzer das am besten geeignete Netz für die jeweiligen Aktivitäten wählen könne. Vergleichbar sei das mit dem Nebeneinander von Autobahnen, Bundes- und Landstraßen – dort sei die Neutralität der Fahrzeuge im Straßenverkehr ebensowenig gefährdet.</p>
<p>Gegner der geplanten Netzneutralität sind vor allem die Netzbetreiber. Das überrascht nicht, beklagen sie doch immer wieder das fehlende Geld für den Breitbandausbau, der von ihnen vorangetrieben werden soll. Um das Loch in den Kassen zu stopfen, erhoffen sie sich nicht nur Geld für Zusatzdienste vom Endkunden, sondern auch von globalen Webdiensten wie Google oder YouTube, die große Datenmengen benötigen. „<a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/netzpolitik-der-bundesregierung-merkel-stellt-netzneutralitaet-infrage-1.2252640" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wir brauchen</a> sozusagen Verkehrsregeln, weil Produkte unterschiedliche Anforderungen haben&#8221;, sagte Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum der Nachrichtenagentur dpa. Er begründete das damit, dass zum Beispiel Echtzeit-Angebote eine gesicherte Übertragungsqualität benötigten.</p>
<h3>Und was spricht für die Netzneutralität?</h3>
<p>Auf Seiten der Netzneutralitäts-<a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/argumente-fuer-netzneutralitaet-alle-daten-sind-gleich-1.2283313" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Befürworter</a> stehen unter anderem Netzaktivisten im Ring. Sie fordern einen diskriminierungsfreien Zugang aller Nutzer zum Internet und wollen vor allem eines verhindern: das „Zwei-Klassen-Internet”. Die Anhänger befürchten, dass ohne die gesetzlich verankerte Netzneutralität nur wenige Firmen ihre Inhalte bevorzugt behandeln lassen könnten. Insbesondere große, bereits etablierte Anbieter wie YouTube oder Netlfix könnten es sich dann leisten, ihre Videos störungsfrei in HD-Qualität laufen zu lassen, während kleinere Unternehmen oder gar Start-Ups keine Chance dagegen hätten. Innovation und echte Konkurrenz gäbe es dann kaum noch, denn das hieße, dass sich nicht der Beste langfristig auf dem Markt durchsetzt, sondern der mit der dicksten Geldbörse. Damit wäre auch die Meinungs- und Pressefreiheit in Gefahr, befürchten die Befürworter der Netzneutralität. Denn der Zugang zum Internet gehöre mittlerweile zur Grundversorgung, der Breitbandausbau sei deshalb vor allem Aufgabe der Politik – sie müsse in eine bedarfsgerechte Versorgung investieren, fordern sie. In einer Marktwirtschaft müsse der Staat eine Infrastruktur schaffen, von der alle Unternehmen gleichermaßen profitieren können. Außerdem werde Bandbreite nicht unwiederbringlich verbraucht wie Wasser, alleine zu viel gleichzeitige Nutzung könnte zu Datenstaus führen. Wenn man hier wirklich Gerechtigkeit schaffen wollte, müsste man die Tarife also dynamisch in Abhängigkeit von der aktuellen Belastung berechnen – äußerst schwierig.</p>
<p>Auch Datenschützer liefern Argumente pro Netzneutralität: Damit sie Inhalte unterschiedlich behandeln können, müssten Netzbetreiber alle Daten im Detail analysieren. Nur so könnten sie herausfinden, ob es sich um die Daten eines digitalen Herzschrittmachers (wichtig) oder um das Video eines tanzenden Babys (unwichtig) handelt. Diese so genannte Deep Packet Inspection (DPI) werten Datenschützer als einen Verstoß gegen das Kommunikationsgeheimnis und sehen die Privatsphäre der Kunden bedroht.</p>
<p>Wenn Zuzahlungen vermieden werden, profitieren auch Online-Anbieter von der Netzneutralität, insbesondere kleinere Unternehmen und gemeinnützige Anbieter, die nur dann mit größeren Playern konkurrieren können, wenn diese nicht die Möglichkeit haben, ihre Kunden mit Luxusleitungen zu locken. Zudem ist Medienvielfalt im Netz allein schon aus <a href="https://netzpolitik.org/2014/wir-muessen-ueber-peering-reden-sieben-thesen-zur-netzneutralitaet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzarchitektonischer</a> Sicht eine Notwendigkeit: Das neutrale Ende-zu-Ende-Prinzip macht es Übermittlern von Daten bislang unmöglich, vereinzelte Anwendungen an den Endpunkten des Netzes auszuschließen – jeder Empfänger kann auch Anbieter sein, jeder Anbieter kann jeden Empfänger erreichen – zumindest bislang, denn zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine zentrale Kontrollinstanz.</p>
<h3>Wie hält Europa es mit der Netzneutralität?</h3>
<p>Die Europäische Union hatte vor, den gesamten Telekommunikationsmarkt zu regulieren: Neben der Verankerung der Netzneutralität sollten bis Ende dieses Jahres auch die <a href="http://www.golem.de/news/erfolgreicher-protest-eu-parlament-stimmt-gegen-zwei-klassen-internet-1404-105591-2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roaming-Gebühren</a> wegfallen – eigentlich. Damit wollte das EU-Parlament ursprünglich erreichen, dass alle Daten im Netz gleich behandelt werden: Im April 2014 <a href="http://www.golem.de/news/erfolgreicher-protest-eu-parlament-stimmt-gegen-zwei-klassen-internet-1404-105591.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stimmte es deshalb einem entsprechenden Vorschlag der Kommission zu </a>– allerdings schon damals mit vielen Änderungen und erst nach <a href="https://www.campact.de/netzneutralitaet/appell/beendet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">massiven Protesten</a> aus der Bevölkerung.</p>
<p>Die europäischen Trilog-Verhandlungen von Kommission, Rat und Parlament über den Entwurf konnten jedoch zunächst nicht beginnen, da keine Einigung der Mitgliedsstaaten auf einen gemeinsamen Standpunkt in Sicht war, Einwände kamen beispielsweise von Italien. Die deutsche Bundesregierung hingegen wollte im EU-Rat eine <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article136384922/EU-Kommissar-Oettinger-will-Netzneutralitaet-light.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehrheit</a> für ihre „Netzneutralität Plus” erreichen, die Sonderregelungen zulässt. Wie es scheint, ist ihr das geglückt – und die Netzneutralität in der Europäischen Union gefährdet. Denn Anfang März 2015 <a href="http://www.theguardian.com/technology/2015/mar/05/freedom-campaigners-warn-against-dangers-of-two-speed-internet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kippten die europäischen Minister</a> im EU-Rat nicht nur die vollständige Abschaffung der Roaming-Gebühren, sondern verwässerten auf Betreiben der Provider-Lobbyisten zudem den Beschluss zur Netzneutralität. Sie einigten sich darauf, bestimmten Diensten die Nutzung von Überholspuren zu gestatten und Netzsperren möglich zu machen. Konkret wurde beschlossen, dass es öffentlichen Telekommunikationsanbietern gestattet sein soll, entsprechende Vereinbarungen mit „Endnutzern” zu treffen.</p>
<p>Mit dieser Position wird der Rat nun in die Trilog-Verhandlungen eintreten – <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Staaten-untergraben-die-Netzneutralitaet-2570514.html?from-mobi=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Experten</a> sehen die Verantwortung hierfür vor allem bei Deutschland, das die Debatte stark in die Richtung der Industrie gedrängt und eine sinnvolle Einigung blockiert habe. Angesichts der vagen Formulierungen schrillen bei der Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi) die <a href="https://edri.org/open_internet_clownwars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alarmglocken </a>– sie glaubt, dass der Text absichtlich unklar gehalten wurde, um Eingriffe in Datenpakete zu ermöglichen.</p>
<p>Und was sagt unser EU-Digitalkommissar Günther <a href="http://politik-digital.de/eu-gemeinsamer-digitaler-binnenmarkt-aufholjagd-hat-begonnen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oettinger</a> zur Netzneutralität? Der sprach sich noch im Januar für einen diskriminierungsfreien Qualitätsstandard für alle aus, Ausnahmeregelungen hielt er für denkbar. Im <a href="https://netzpolitik.org/2015/netzneutralitaet-eu-kommissar-oettinger-ist-dagegen-und-fordert-kompromissbereitschaft-vom-parlament/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Industrie-Ausschuss </a>des Europäischen Parlaments Ende Februar hatte Oettinger dann doch „noch keine abschließende Meinung” zur Netzneutralität, und nur eine Woche später meinte er bei strikten Befürwortern der Netzneutralität gar „<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Staaten-untergraben-die-Netzneutralitaet-2570514.html?from-mobi=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Taliban-artige” Züge</a> zu erkennen. Sollten sich EU-Rat und EU-Parlament nun einig werden, so würden die Beschlüsse das bestehende nationale Recht ersetzen. Für eine einheitliche Netzneutralität in Europa wäre das der Todesstoß. Dabei gibt es bereits jetzt in <a href="https://netzpolitik.org/2015/unser-report-deckt-auf-verletzungen-der-netzneutralitaet-sind-in-deutschland-schon-jetzt-eher-die-regel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland </a>und Europa zahltreiche Verstöße. Es wird davon ausgegangen, dass europaweit 35 Prozent der Internetanbieter die <a href="http://t.co/hJad1ct83o" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität einschränken</a>. Und Mobilfunkverträge für das Smartphone haben fast alle <a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2015/03/spezialdienste_und_freies_inte.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Volumenbegrenzungen</a> – Apps mit hohem Datenaufkommen werden dadurch schon heute benachteiligt.</p>
<p>Lediglich in zwei europäischen Ländern ist aktuell ein neutrales Netz gesetzlich verankert: In den <a href="http://www.newsweek.com/how-net-neutrality-working-countries-have-it-269632" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Niederlanden</a> ist es Mobilfunkanbietern seit 2011 verboten, Kunden die Nutzung von internetbasierten Kommunikationsservices extra zu berechnen, <a href="https://netzpolitik.org/2013/netzneutralitat-in-slowenien-zweiter-eu-staat-verbietet-diskriminierung-von-internet-diensten-zu-kommerziellen-zwecken/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Slowenien </a>folgte diesem Beispiel 2013. Erst vor Kurzem wurden die Netzbetreiber Vodafone und KPN wegen Verstößen gegen das Gesetz der Netzneutralität verurteilt. Vodafone bot mit einem Abonnement drei Monate kostenfreien Zugang zu Online-TV-Angeboten. Dieses Angebot schränkt Internetnutzer in ihrer Wahlfreiheit und Innovation ein, wurde geurteilt – Vodafone muss <a href="http://www.onlinehaendler-news.de/handel/internationales/13575-eu-parlament-netzneutralitaet.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">200. 000 Euro </a>Strafe zahlen. Dass sich die Niederlande und Slowenien nun auf europäischer Ebene im Alleingang für die Netzneutralität und somit gegen die Position des Rates dauerhaft durchsetzen werden, ist äußerst fraglich. Nur in sehr engen Grenzen können <a href="http://www.europa-digital.de/dschungelbuch/gesetzgebung/uebersicht_EU_gesetzgebungsverfahren.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nationale Parlamente</a> versuchen, EU-Gesetzesinitiativen zu kontrollieren oder zu Fall zu bringen, und für das ablehnende Votum eines Gesetzesentwurfs sind unterschiedliche <a href="http://www.europa-digital.de/dschungelbuch/gesetzgebung/gesetzgebungsverfahren.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schwellenwerte notwendig</a>.</p>
<h3>Netzneutralität – ein amerikanischer Traum?</h3>
<p>Eine klare Ansage wurde dagegen in den USA gemacht: Ende Februar 2015 stimmte die FCC, die oberste Aufsichtsbehörde für Telekommunikation, für die Netzneutralität in den Staaten. Der Vorschlag von FCC-Chef Tom Wheeler erhielt eine knappe Mehrheit, Internetanbieter dürfen in den USA in Zukunft also weder Daten zurückhalten, noch diese gegen eine Gebühr schneller durchstellen. Wheeler möchte, dass das Internet „heute und künftig für alle Amerikaner&#8221; offen zugänglich bleibt.</p>
<p>Es ist nicht verwunderlich, dass gerade die Amerikaner diesen Schritt gehen, denn in den Vereinigten Staaten gibt es weniger als ein Dutzend Provider, über die Hälfte der Bevölkerung kann ihren Internetanbieter nicht frei wählen. Folglich herrscht keine Konkurrenz auf dem Markt – und Anbieter können den Verbrauchern ihre Spielregeln diktieren. Große Konzerne wie Facebook oder Netflix wollen zudem kein Geld in den allgemeinen Netzausbau stecken und bauen lieber ihre eigenen Netze auf. Wheeler befürchtete, dass sich das für die Unternehmen abseits der Ballungsräume nicht lohnt und ländliche Regionen so vom Netz abgeschnitten werden. Durch die Netzneutralität soll sich all das nun ändern. Allerdings wird erwartet, dass die Internetprovider die Entscheidung der FCC <a href="http://futurezone.at/netzpolitik/fcc-gibt-regeln-fuer-netzneutralitaet-bekannt/119.203.884" target="_blank" rel="noopener noreferrer">anfechten</a> – vor allem aufgrund einiger sehr allgemein gehaltener Passagen, die der FCC im Zweifelsfall viel Ermessenspielraum einräumen.</p>
<h3>EU <b> ≠</b> USA</h3>
<p>Europäische Netzaktivisten träumen nach Wheelers Vorstoß von amerikanischen Verhältnissen, was in Sachen Digitalpolitik durchaus Seltenheitswert hat. EU-Politiker zeigen sich dagegen distanziert. Worin sich aber alle einig sind: dass man den deutschen und den US-amerikanischen Markt kaum miteinander vergleichen kann. In Deutschland und Europa gibt es eine Vielzahl verschiedener und frei wählbarer Kommunikationsunternehmen, in den USA dagegen ist das Angebot stark begrenzt und extrem von den großen Kabelnetzbetreibern dominiert.</p>
<p>Hinzu kommt, dass viele europäische Internetprovider ehemalige Staatskonzerne sind, die vergleichsweise stark <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/entscheidung-der-us-aufsichtsbehoerde-fcc-was-sie-ueber-netzneutralitaet-wissen-sollten-1.2368744-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">reguliert </a>werden. Dennoch: Anbieter wie Google und Netflix werden auch hierzulande genutzt, demnach hat der amerikanische Beschluss auch Einfluss auf europäische Märkte. Ob die USA ein Vorbild in Sachen Netzpolitik für die EU sein können, bleibt bislang offen. Auf beiden Seiten des Ozeans änderte sich die Position zur Netzneutralität in den vergangenen Jahren mehrfach.</p>
<p><em>Sehen Sie zum selben Thema auch unser<strong> <a href="“Netzneutralität%20– ein amerikanischer Traum oder bald europäische Realität?”" target="_blank" rel="noopener noreferrer">18. Berliner Hinterfhofgespräch</a> </strong>mit Katharina Nocun, Hubertus Gersdorf und Jürgen Brautmeier unter der Leitfrage: <strong>“Netzneutralität – ein amerikanischer Traum oder bald europäische Realität?”</strong></em></p>
<p>Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/backbone_campaign/16446576687/in/photolist-9TiRCS-qqE2Z3-rkmuJW-rnwh9i-rnyeku-r6cj3k-r4k1g2-rnDpsM-qqE1ro-r4k4sx-4kBeSd-r659tU-qqE3JQ-qqE2x1-r658Ku-qqSpgr-rnwht6-rkmzsJ-qqE2aY-rnwiYv-8rzwtQ-rnyeLj-rnwfLZ-pd4MpE-5mRLBd-4uvTJb-fzX8y-nC7vHJ-fzWxb-qXMzhK-6tLmw5-c1A3yo-c1zZuU-c1zYyS-c1AoWm-c1ApSq-c1AnXw-c1AsKS-c1ArHY-c1AqK3-c1A2B1-q1CyqZ-83cuRm-fzWMN-5UsmGb-4NFbGK-5irmsb-93DqpW-6vw85h-nGm24N" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Backbone Campaign </a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>#AskOettinger: Twitterchat zum Urheberrecht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2015 12:02:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Urheberrecht in Europa soll modernisiert werden. EU-Digitalkommisar Günther Oettinger hat deshalb zum Twitterview geladen, um auch unsere Sicht der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/oettinger_crop.jpeg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-144939" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/oettinger_crop.jpeg" alt="oettinger_crop" width="1023" height="447" /></a>Das Urheberrecht in Europa soll modernisiert werden. EU-Digitalkommisar Günther Oettinger hat deshalb zum Twitterview geladen, um auch unsere Sicht der Dinge zu hören. Toll! Wie viel die digitale Frage- und Antwortstunde tatsächlich gebracht hat, darüber sind die Meinungen geteilt.</p>
<div class="storify"><iframe src="//storify.com/politikdigital/askoettinger-twitterchat-zum-urheberrecht/embed?header=false&#038;border=false" width="100%" height="750" frameborder="no" allowtransparency="true"></iframe><script src="//storify.com/politikdigital/askoettinger-twitterchat-zum-urheberrecht.js?header=false&#038;border=false"></script><noscript>[<a href="//storify.com/politikdigital/askoettinger-twitterchat-zum-urheberrecht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">View the story &#8220;#AskOettinger: Twitterchat zum Urheberrecht&#8221; on Storify</a>]</noscript></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>EU: Gemeinsamer digitaler Binnenmarkt &#8211; “Aufholjagd hat begonnen”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Türk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2015 14:15:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Günther Oettinger]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Breitbandausbau]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Dobrindt]]></category>
		<category><![CDATA[Netzallianz]]></category>
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					<description><![CDATA[Austausch zwischen Brüssel und Berlin: EU-Kommissar Günther Oettinger forderte bei einem Treffen mit Infrastrukturminister Alexander Dobrindt und Vertretern der Netzallianz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Oetti-1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-144311" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Oetti-1.jpg" alt="Oetti 1" width="640" height="280" /></a>Austausch zwischen Brüssel und Berlin: EU-Kommissar Günther Oettinger forderte bei einem Treffen mit Infrastrukturminister Alexander Dobrindt und Vertretern der Netzallianz die Schaffung eines gemeinsamen digitalen Binnenmarkts in Europa und die schnellere Verwirklichung von  Investitionen in die digitale Infrastruktur.</p>
<p>Der Fahrplan beim Breitbandausbau, die Arbeit der neuen EU-Kommission und die Bedeutung der Digitalisierung für Wohlstand und Arbeitsplätze &#8211; das waren die Themen, die Infrastrukturminister Alexander Dobrindt und Vertreter der <a href="http://www.bmvi.de/DE/Digitales/DigitaleInfrastrukturen/Netzallianz/netzallianz_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzallianz </a>am 14. Januar mit dem für digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständigen EU-Kommissar Günther Oettinger diskutierten. Dobrindt sicherte Oettinger bei dieser Gelegenheit die Unterstützung der Netzallianz bei dessen gesamteuropäischer Digitalisierungsstrategie zu.</p>
<p>Der EU-Kommissar betonte insbesondere die Notwendigkeit, die bislang fragmentierten 28 europäischen Teilmärkte zu einem gemeinsamen digitalen Binnenmarkt zu verbinden. Investitionen in die digitale Infrastruktur müssten außerdem schneller realisiert werden. Das sei vor allem die Aufgabe der Privatwirtschaft, bislang gebe es hier aber eine Investitionslücke. Deshalb sei es nun Zeit, zu überlegen, wie öffentliche Mittel unterstützend eingebracht werden könnten. Auf europäischer Ebene soll hier vor allem das 315-Milliarden-Investitionspaket der EU-Kommission seinen Beitrag leisten, zudem sollen verbindliche Regelungen zur Finanzierung durch öffentlich-rechtliche Kassen getroffen werden. “Die Aufholjagd hat begonnen”, so Oettinger. Ziel ist eine flächendeckende Breitbandversorgung in ganz Europa.</p>
<p>Um die Digitalisierung auch in Deutschland zügig voranzutreiben, sollen im Laufe dieses Jahres weitere Weichen gestellt werden. Minister Dobrindt verkündete, dass noch im ersten Halbjahr die 700-MHz-Frequenzen vergeben werden sollen.  Aus dem 10-Milliarden-Investitionspaket des Bundesfinanzministeriums möchte er außerdem einen Anteil für den Netzausbau erkämpfen, schließlich sei es die gemeinsame Aufgabe der Bundesregierung, das gesteckte Ziel von flächendeckendem Breitbandausbau mit 50 MBit/s bis 2018 auch zu erreichen. Wie groß der Anteil für die Digitalisierung aus dem Finanzpaket sein soll, ließ der Minister noch offen &#8211; im Laufe der nächsten Wochen komme es zu Konkretisierungen mit dem Finanzministerium.</p>
<p>In Sachen Netzneutralität in Europa forderte Oettinger einen “Qualitätsstandard für alle”, der “diskriminierungsfrei” angeboten wird. Ausnahmen kann sich der Kommissar in den Bereichen Katastrophenschutz und Gesundheit vorstellen. Auch hier werde es im Laufe des Jahres einen Formulierungsvorschlag geben. Beim Roaming dagegen sei die Interessenlage nicht in allen Ländern gleich, deshalb sei ein Übergangsprozess von drei bis fünf Jahren möglich, bevor eine Mehrheit im Parlament erreicht ist. Laut Oettinger soll es in diesem Jahr zudem Richtlinien zum digitalen Urheberrecht geben, das bislang national geregelt ist. Man arbeite daran, eine Balance zwischen den Interessen von Nutzern und Produzenten von geistigem Eigentum zu finden.</p>
<p>“Die Arbeit der Netzallianz ist beachtlich und sollte europaweit Schule machen”, resümierte Oettinger nach dem Treffen. Die Kollegen aus Berlin hat der EU-Kommissar nach Brüssel eingeladen &#8211; in Zukunft soll ein jährlicher Austausch zwischen den Vertretern aus Deutschland und der EU stattfinden.</p>
<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/european_parliament/4274179584/in/photolist-7vGhFs-7vGhEm-7vGhCA-9r1p8M-pax1YF-prJEtM-prZi93-hTew5L-hTf2Fr-hTeBTs-hTf3Ng-hTeBMf-hTezNq-hTe1Ja-hTewNj-hTeztC-hTetUd-hTeCLj-hTeZex-hTf1Ki-hTf2fB-hTe45T-hTe4Ui-hTeC4C-hTf1qk-hTe2Ug-hTewFL-hTf2oT-hTeuew-hTeZrX-hTf4Hn-hTeAXj-hTevoL-hTe2Aa-hTewcj-hTeCTJ-9r1p7t-929wSy-6pjhtS-7zAoxT-bz5A51-bz5zm1-bz5zds-bz5AkE-bMZfH6-bMZfnv-bz5zG5-bz5A9f-7zAfD2-9WmddK/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Parliament</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Junckers digitales Projekt und seine Internet-Kommissare</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2014 09:42:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[„DG DIGIT"]]></category>
		<category><![CDATA[Pierre Moscovici]]></category>
		<category><![CDATA[Andrus Ansip]]></category>
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		<category><![CDATA[digitale Netzinfrastruktur]]></category>
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		<category><![CDATA[Europa 2020-Strategie]]></category>
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		<category><![CDATA[„DG CONNECT“]]></category>
		<category><![CDATA[Phil Hogan]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch präsentierte der designierte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seine Idee der zukünftigen Europäischen Kommission. Neben Unmut und Verwunderung über Personalia [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jucker-Commission.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141832" alt="Jucker Commission" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jucker-Commission.jpg" width="640" height="373" /></a>Am Mittwoch präsentierte der designierte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seine Idee der zukünftigen Europäischen Kommission. Neben Unmut und Verwunderung über Personalia und seine Pläne zur Neustrukturierung werfen die Entscheidungen des Luxemburgers auch Fragen hinsichtlich der europäischen Digitalpolitik auf.<br />
Dass er dem Thema Digitales eine hohe Priorität einräumen würde, <a href="http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/pg_en.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hatte Jean-Claude Juncker bereits im Juli verkündet</a>, nachdem sich der Europäischen Rat auf seine Person als neuen Kommissionspräsidenten geeinigt hatte. Dass er jedoch auch die inhärente Struktur der Europäischen Kommission insoweit umkrempeln würde, dass sie gleich einen ganzen Kompetenzstrang digitaler Themen beinhalten würde, hielt er – soweit möglich – bis zur endgültigen Bekanntmachung am Mittwoch zurück. So lohnt es, zwei Eigenheiten der neuen Kommission, die im November ihr Amt antreten wird, näher zu beleuchten.<br />
Erstens: Es wird neben dem ersten Vizepräsidenten und der Außenbeauftragten fünf Vizepräsidenten geben, die mit einem spezifischen Projekt befasst sein werden, das sich aus einigen der Dossiers der übrigen 20 Kommissare speist. Im vorliegenden Fall wird der Este Andrus Ansip für den Digitalen Binnenmarkt zuständig sein. In dieser Funktion wird er zwischen den jeweiligen Kommissaren und dem Kommissionspräsidenten koordinieren und gleichzeitig eine entsprechende Veto-Position im Hinblick auf die politische Agenda der Kommission vorhalten.</p>
<h3>Oettinger ist kein Kommissar zweiter Klasse</h3>
<p>Junckers starker Fokus auf den <a href="http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/priorities/02/index_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„<i>Connected Digital Single Market“</i> </a>bemühte bereits vor Monaten das immerwährende europäische Wachstumsnarrativ, womit er die Arbeit der zukünftigen Kommission bereits auf die Erfüllung der <a href="http://ec.europa.eu/europe2020/europe-2020-in-a-nutshell/index_de.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Europa 2020“-Strategie</a> einnordete. Die Kombination aus dem Maßnahmenpaket zum „<i>Connected Continent“</i> sowie zum „<i>Digital Single Market“</i> führt uns zum zweiten Punkt: Günther Oettinger. Der vormalige Energiekommissar wird nach dem Festhalten der Bundesregierung an seiner Person in der neuen Kommission für das Thema Digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständig sein. Wer nun mit Verdruss auf den Stellenwert dieses Postens in einer ex-ante kritisierten Zwei-Klassen-Kommission schaut, sollte nicht außer Acht lassen, dass insbesondere digitale Themen wie Industrie 4.0 und Breitbandausbau eine spezifisch deutsche Relevanz besitzen. Die Besetzung dieses Themas muss Deutschland also nicht zum Nachteil gereichen, zumal die Kommissare formell der Europäischen Union und nicht den Mitgliedstaaten verpflichtet sind. Von daher bleibt abzuwarten, wie Oettinger sein Amt und die Förderung der digitalen Wirtschaft mit Leben füllen wird. An Aufgaben mangelt es in seinem <a href="http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/oettinger_en.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Portfolio</a> nicht. Dort ist unter anderem von einer Modernisierung des Urheberrechts, dem Ausbau einer qualitativ hochwertigen, digitalen Netzinfrastruktur, Meinungsfreiheit, eGovernment, Cyber Security, Datenschutz und einer Internet Governance Agenda die Rede. Mithilfe der beiden Gremien „European Commission Directorate General for Communications Networks, Content &amp; Technology“, kurz „DG CONNECT“, sowie der Generaldirektion Informatik, kurz „DG DIGIT“, sollen noch in den ersten sechs Monaten der neu eingesetzten Kommission erste legislative Schritte in Richtung Digitaler Binnenmarkt vorbereitet werden.</p>
<h3>Gebündelte Kompetenz für digitale Themen</h3>
<p>Daneben stellt sich die Frage, welche weiteren Kommissare zum Portfolio Digitaler Binnenmarkt beitragen werden. Die Polin Elzbieta Bienkowska, zukünftige Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und Mittelstand, ist zumindest mit einem Teil ihres Themenspektrums ebenso vorgesehen wie die für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten zuständige Belgierin Marianne Thyssen und die für Justiz und Verbraucher eingesetzte Tschechin Vĕra Jourová. Weitere Kommissare, die dieses Portfolio unterstützen, sind der Franzose Pierre Moscovici (Wirtschaft und Finanzen), die Rumänin Corina Cretu (Regionalpolitik) und Phil Hogan aus Irland (Landwirtschaft).<br />
Der für Forschung, Wissenschaft und Innovation zuständige Portugiese Carlos Moedas ist nicht explizit genannt, wird aber aufgrund des Themas „eSkills“ nicht außen vor bleiben können. Trotz dieser personellen Vielfalt werden insbesondere die Kommissare Oettinger und Ansip eng zusammenarbeiten müssen: <a href="http://ec.europa.eu/about/juncker-commission/docs/ansip_en.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oettinger, um seine (digitale) Agenda durchzusetzen, und Ansip, um die administrativen Ressourcen zur Umsetzung des Digitalen Binnenmarktes in Anspruch zu nehmen</a>. Dazu gehören neben der Neubewertung des Safe Harbour-Abkommens und der Durchsetzung der europäischen Datenschutzrichtlinie insbesondere die Stärkung eines harmonisierten europäischen Regulierungsrahmens für digitale Inhalte, Dienstleistungen und Infrastrukturen. Zusätzlich zur Förderung von Innovation und Forschung sowie der Digitalisierung analogen Rechts muss daher auch der Wettbewerb auf dem europäischen Telekommunikationsmarkt überdacht werden. Im Angesicht globaler Entwicklungen und der Performanz anderer Märkte in Ost und West muss die Europäische Kommission Europa offensiv als digitalen Wachstumsmarkt etablieren und dabei auch global digitale Champions hervorbringen.<br />
Als Teil der Digitalen Agenda ist der Digitale Binnenmarkt nur ein Element zur Erreichung der „Europa 2020“-Ziele. Die Frage ist also auch, wie die Digitale Agenda für Europa in den neuen Strukturen der Europäischen Kommission weiterentwickelt wird und welche Kompetenzen und Ressourcen hierbei mobilisiert werden können. Im Einklang mit den Bedürfnissen zunehmend digitalisierter Gesellschaften sollten die Potenziale, die Europas Digitalwirtschaft zu bieten haben, auch europäisch gebündelt und gefördert werden. Die Priorität, die Juncker durch ein entsprechendes Vizepräsidenten-Ressort hierauf gesetzt hat, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Kooperation der zuständigen Kommissare zugunsten eines kompetenten und umfassenden Konzepts wäre der erste Schritt auf dem richtigen Weg.<br />
Foto: <a href="http://ec.europa.eu/avservices/photo/photoDetails.cfm?sitelang=en&amp;ref=026201#1">European Commission Audiovisual Services</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Der &#8220;Kronprinz&#8221; gibt sich siegessicher</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/der-kronprinz-gibt-sich-siegessicher-406/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Günther Oettinger]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Günther H. Oettinger]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Günther H. Oettinger im Chat am 7. März 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Günther H. Oettinger im Chat am 7. März 2001</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>&quot;Hallo, hier ist Günther<br />
Oettinger. Ich freue mich im Chat von stern.de und politik-digital auf<br />
Ihre Fragen und auf Ihre Kritik. Bitte legen Sie los&quot; </i>. Gesagt &#8211;<br />
getan: Der Fraktionsvorsitzende der baden-württembergischen CDU wurde<br />
von den Chattern mit unbequemen Fakten konfrontiert: Trotz tadelloser<br />
Bilanz verliere der amtierende Ministerpräsident Teufel (CDU) den<br />
neusten Umfragen zufolge an Punkten. Oettinger räumte ein: <i>&quot;Die<br />
Debatte um die Partei und Fraktionsführung in Berlin hat auch zu<br />
Umfragen in Baden-Württemberg geführt, die die CDU nur noch bei 40%<br />
sehen&quot;</i>. Doch er sei sicher: <i>&quot;Die letzten zwei Wochen bis zum Wahltag gehören der CDU&quot;</i>.<br />
Denn die Wirtschaftsentwicklung und der Arbeitsmarkt in Baden<br />
Württemberg seien vor Bayern und weit vor allen anderen (westlichen)<br />
Bundesländern auf Platz 1. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Viele Fragen drehten sich auch um<br />
Oettingers Beziehung zu Erwin Teufel &#8211; ob und wann er als ewiger<br />
Kronprinz den Landesherrn beerben wolle. Doch der Fraktionsvorsitzende<br />
wehrte ab: <i>&quot;Wir werden in der CDU Baden-Württemberg alles dafür<br />
tun, daß nicht Streit und Demontage, sondern Zusammenarbeit und<br />
Offenheit unsere Partei prägt. Wir haben mit Erwin Teufel eine<br />
kompetente Nr. 1, alle anderen Überlegungen sind nicht aktuell&quot; </i>. Ganz ausschließen wollte er eine zukünftige Kandidatur aber nicht: <i>&quot;Dafür bin ich mit einem Lebensalter von 47 Jahren &#8211; wenn es die Wähler einmal so wollen &#8211; noch lange nicht zu alt&quot;.</i> </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf die Fragen zu seinen Koalitionswünschen zeigte Oettinger dezidierte Wünsche: <i>&quot;Wenn<br />
man die Wahlprogramme vergleicht, dann spricht alles für die<br />
Fortführung der jetzigen Regierungskoalition von CDU und FDP&quot; </i>.<br />
Eine Koalition von CDU und SPD sei immer nur eine Notlösung, schon aus<br />
Gründen des Parlamentarismus. Entschieden wandte sich Oettinger gegen<br />
eine Zusammenarbeit mit den Republikanern, die er als &quot;rechtsradikale<br />
Partei mit verfassungsfeindlichen, populistischen und zum Teil<br />
menschenverachtenden Zügen&quot; bezeichnete.<br />
Sogleich musste sich der<br />
Christdemokrat rechtfertigen. Ein Chatter erinerte ihn daran, dass er<br />
im vergangenen Jahr bei einer Feier die erste Strophe des<br />
Deutschlandliedes gesungen habe. Oettinger argumentierte, dass die<br />
erste Strophe schließlich nicht verboten sei: <i>&quot;Ich stehe zum<br />
Gedankengut, wie es für den Dichter und Verfasser des Deutschlandlieds<br />
in allen Strophen die demokratische und europabezogene Grundlage war&quot;</i>. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch konkrete Wahlkampfthemen<br />
kamen während des Chats zur Sprache. In der Bildungspolitik etwa gäbe<br />
es zentrale Unterschiede zwischen CDU und SPD zu den Stichworten<br />
Leistungsprinzip, Oberstufenreform und Gesamtschule. Einvernehmen mit<br />
den Sozialdemokraten herrsche jedoch, was die Eindämmung der<br />
Unterrichtsausfälle in Baden-Württemberg anginge.<br />
Ganz andere Vorstellungen habe er dagegen hinsichtlich der Ökosteuer: <i>&quot;Wir<br />
müssen den Verbrauch von Ressourcen, insbesondere den Verbrauch von<br />
fossilen Brennstoffen, national und global verteuern. Aber: Die<br />
einseitige Erhöhung der Mineralölsteuer um insgesamt 35 Pfennig ist<br />
weder intelligent noch sozial gerecht&quot;</i>.<br />
Neue Wege forderte er für die Medienpolitik. Der Vorsitzende des<br />
Bundesfachausschusses Medienpolitik der CDU sprach sich gegen die<br />
Zahlung von GEZ-Gebühren aus. <i>&quot;Da<br />
die künftigen Empfangsgeräte nicht mehr nur Rundfunkgeräte im<br />
klassischen Sinne sein werden, da vor allem der PC Fernsehbilder<br />
empfangen kann und eine Rundfunkgebühr auf dem PC Schwachsinn wäre,<br />
plädiere ich für die Abschaffung der Rundfunkgebühr und für eine andere<br />
Form der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks&quot;</i>.<br />
Unkonventionell zeigte sich Oettinger auch als Privatmann. Gerne besuche er Rock-Konzerte. <i>&quot;Entweder in der Schleyerhalle in Stuttgart oder bei Elton John in Künzelsau. Ab und zu auch in Dallas oder Atlanta&quot;.</i><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_7617.html#transkript" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
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			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
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