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	<title>Gymnasiale Oberstufe &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Gymnasiale Oberstufe &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8221; Die Auswertung der neuen Oberstufe zeigt, dass es keine schlechteren Noten im ersten Halbjahr im Landesschnit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/die-auswertung-der-neuen-oberstufe-zeigt-dass-es-keine-schlechteren-noten-im-ersten-halbjahr-im-landesschnit-316/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hneymanns]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnasiale Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Annette Schavan]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="/salon/photos/aschavan1.gif" alt="Annette Schavan" align="left" height="58" width="100" />Chat 
des Kultusministeriums Baden-Württemberg und politik-digital.de mit 
der baden-württembergischen Kultusministerin Annette Schavan, am 19. März, 2003.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="/salon/photos/aschavan1.gif" alt="Annette Schavan" align="left" height="58" width="100" />Chat<br />
des Kultusministeriums Baden-Württemberg und politik-digital.de mit<br />
der baden-württembergischen Kultusministerin Annette Schavan, am 19. März, 2003.</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><br />
</b></p>
<p>
<b></b>
</p>
<p></span></p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b></b></span></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Herzlich<br />
willkommen im Chatraum des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport<br />
Baden-Württemberg und politik-digital.de! Gemeinsam mit dem Kultusministerium<br />
laden wir Sie in den folgenden 60 Minuten zum Live-Chat ein! Unser Gast<br />
ist Kultusministerin und Landtagsabgeordnete Dr. Annette Schavan. Thema<br />
heute: &quot;Die Neue gymnasiale Oberstufe&quot;. Sie können Ihre<br />
Fragen an die Moderatoren stellen, die sie sammeln und dann an Frau Schavan<br />
weiterleiten.<br />
<b> </b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Nun aber erst einmal: Guten Abend nach Stuttgart! Sind Sie bereit, Frau<br />
Schavan?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Ja, ich bin bereit und wünsche einen guten Abend nach Berlin.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Danke.<br />
Auf Grund der angespannten weltpolitischen Situation und einiger Fragen<br />
dazu wollen wir kurz auf die Frage der Kriegsgefahr im Irak eingehen.<br />
Danach kommen wir aber zum eigentlichen Thema des heutigen Chats: die<br />
neue gymnasiale Oberstufe. Der Protest gegen einen Krieg im Irak hat auch<br />
Stuttgart erreicht. Friedensorganisationen, Gewerkschaften, sogar Schüler<br />
haben Aktionen angekündigt. Bekommen die Schüler unterrichtsfrei<br />
oder müssen sie die versäumten Stunden nachholen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Ich bin der Meinung, dass Demonstrationen in der unterrichtsfreien Zeit<br />
stattfinden können und gehe auch davon aus, dass sie zeitlich so<br />
geplant werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>kultistufe:</b><br />
Schüler des Stuttgarter Heidehofgymnasiums wollen am Kriegstag um<br />
9.30 Uhr 300 blaue und weiße Luftballons vom Schulhof aufsteigen<br />
lassen. Wie finden Sie diese Aktion?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Ich finde, dass das ein gutes Zeichen ist, das dieses Schüler und<br />
Schülerinnen setzen, um ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>looser22:<br />
</b>Ich möchte gegen den Irakkrieg demonstrieren, wie viele<br />
meiner Klassenkameraden auch. Wird die Schule am Donnerstag oder wann<br />
auch immer ausfallen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Nein, die Schule wird nicht ausfallen. Demonstrationen sollten nach dem<br />
Unterricht stattfinden. Ansonsten wird es viel Unterrichtsausfall geben.<br />
Das finde ich nicht in Ordnung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>pepe:</b><br />
Warum nur in der unterrichtsfreien Zeit. Der Krieg ist doch kein Freizeitthema?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Ich gehe davon aus, dass im Unterricht das Thema behandelt wird<br />
und umgekehrt gefragt: Warum soll für eine Demonstration Unterricht<br />
ausfallen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Kirstin:</b><br />
Aber wie soll man dann gegen den Krieg demonstrieren, wenn die Schule<br />
nicht ausfällt, und nur dann Demonstrationen sind? Irgendwie muss<br />
man doch seinen Gefühlen Platz machen, und das geht am besten durch<br />
friedliche Demonstrationen, finden Sie nicht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Seinen Gefühlen Platz zu machen, ist doch keine Frage der Tageszeit.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>alisa5:</b><br />
Ich habe gehört, dass es für Schüler, die an Kundgebungen<br />
teilnehmen, Schulausschluss geben kann?!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Zunächst finde ich, dass in der Schule Spielregeln vereinbart<br />
werden sollten, an die sich alle halten. Über die Frage, wie reagiert<br />
wird, wenn sich jemand an die Spielregeln nicht hält, entscheidet<br />
die Schule vor Ort. Aber noch einmal: Eine Demonstration ist nicht weniger<br />
wirksam, wenn sie in der unterrichtsfreien Zeit liegt. Zumal doch sonst<br />
immer zu Recht so viel Wert darauf gelegt wird, dass der Unterricht immer<br />
stattfindet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Letzte Frage zu diesem Thema, dann zur „Neuen gymnasialen<br />
Oberstufe“:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Gorgeus:</b><br />
Ich finde Unterrichtsausfall in diesem Fall sehr vertretbar um zu zeigen,<br />
dass die Schule dahinter steht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Demonstrationen und damit verbundene Gefühle sind immer eine Sache<br />
von Menschen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Eine Frage von einer Schülergruppe vermutlich:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Klasse 12:</b><br />
Wieso habe ich praktisch 5 LKs?! Da bleibt nur noch sehr wenig Zeit für<br />
andere Sachen! Und dazu noch Hausaufgaben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Die fünf vierstündigen Fächer sind keine Leistungskurse.<br />
Deshalb sind ja auch die Lehrpläne schlanker geworden. Spezialisierung<br />
wurde abgebaut und die fachliche Grundbildung soll gestärkt werden.<br />
Diese Regelung gibt es, weil der Stundenanteil in den Naturwissenschaften<br />
insgesamt gestärkt wurde, während der Ersatz der Gesellschaftswissenschaften<br />
zum Wegfall führen würde.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>lisa:</b><br />
Warum muss man fünf vierstündige Kurse belegen, wenn doch nur<br />
vier davon geprüft werden? Warum kann die zweite Naturwissenschaft<br />
entfallen, wenn man einen naturwissenschaftlichen Seminarkurs belegt,<br />
während durch einen Gesellschaftswissenschaftlichen nichts wegfällt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Das 5. Fach ist eingeführt worden, um den Schülern<br />
die Möglichkeit zu geben, individuelle Schwerpunkte zu setzen und<br />
ihre Abiturfächer partiell selbst auszuwählen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Klasse 12:<br />
</b>Ich wollte nur mal loswerden, dass hier in meiner Stadt an Gymnasien<br />
mit verschiedenen Büchern gearbeitet wird. Manchmal sind es LK-Mathebücher<br />
und in einer anderen Schule nur GK, wie kann das sein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Beide Bücher sind vermutlich geeignet für den Stoff im Mathematik-Kurs.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Eine Nachfrage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Volker KGW:</b><br />
Warum aber müssen gerade die Naturwissenschaften gestärkt werden<br />
und nicht der gesellschaftswissenschaftliche Teil?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Der gesellschaftswissenschaftliche Fachbereich wird künftig bereits<br />
in der Mittelstufe gestärkt durch den neuen Fachbereich, Geographie,<br />
Wirtschaft, Gemeinschaftskunde. Außerdem ist immer wieder von Naturwissenschaftlern<br />
darauf hingewiesen worden, dass zum Abitur die Grundlagen in zwei Naturwissenschaften<br />
gehören. In der Abiturprüfung sind die Gesellschaftswissenschaften<br />
insofern gestärkt worden, dass im Unterschied zu früher nun<br />
zwei Gesellschaftswissenschaften gewählt werden können.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Benjamin Lenz:</b><br />
Wieso müssen ALLE Mathe vierstündig haben, obwohl jeder weiß,<br />
dass die Begabten frustriert werden und die weniger Guten nicht mitkommen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Mathematik ist die Sprache der Naturwissenschaften, die unverzichtbar<br />
zu einer vertieften Allgemeinbildung gehört. Es gehört deshalb<br />
zu den Kernfächern. Außerdem gehört Mathematik zu den<br />
drei Fächern für die Hochschuleingangsprüfung, die dort<br />
geprüft werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Beni:</b><br />
Wenn ein Schüler zwei Fremdsprachen wählen möchte, hat<br />
er mehr Wochenstunden als andere. Warum werden sprachbegabte Schüler<br />
benachteiligt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Das Sprachenprofil in Gymnasien hat auch früher schon mehr Stunden<br />
gehabt. Das ist eigentlich bislang eher als Benachteiligung für die<br />
Naturwissenschaften gesehen worden. Im Übrigen können jetzt<br />
drei Fremdsprachen gewählt werden, das konnte man früher nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Neues Thema:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Hauser: </b>Sehr<br />
geehrte Frau Schavan! Ich habe die Diskussionen über die NRO in den<br />
letzten Jahren verfolgt &#8211; war auch oft im Landtag. Finden Sie nicht, dass<br />
Sie die Anregungen der Schüler &#8211; durch den Landesschülerbeirat<br />
optimal gesammelt und ausgearbeitet zu wenig / überhaupt nicht beachtet<br />
haben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Ich habe mit dem Landesschülerbeirat mehrfach über die neue<br />
Oberstufe beraten. Wir sind uns in einigen Punkten einig geworden, in<br />
anderen nicht. Im Übrigen ist interessant, dass die Schüler<br />
in den 70er Jahren auch große Vorbehalte gegen die damalige neue<br />
Oberstufe hatten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Smooth:</b><br />
Ich finde die neue Regelung gar nicht schlecht, jedoch muss ich bemängeln,<br />
dass durch den Verlust von LK und GK das Bildungsniveau nicht besser wird,<br />
sondern dass die Guten gut bleiben und die Schlechten schlecht bleiben.<br />
Wie sehen Sie das?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Das glaube ich nicht. Vielmehr werden für alle die fachlichen Grundlagen<br />
gestärkt. Die Auswertung der neuen Oberstufe zeigt, dass es keine<br />
schlechteren Noten im ersten Halbjahr im Landesschnitt gibt. Die Guten<br />
können auch den Schwächeren helfen, besser zu werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>LimpNora22:</b><br />
Ich gehe in die 12. Klasse eines Gymnasiums. Wenn ich heute meinen Stundenplan<br />
mit dem von den vorherigen 12ern vergleiche, fällt mir auf, dass<br />
ich im Durchschnitt 5-7 Stunden mehr habe! Dazu habe ich mehrmals die<br />
Woche bis 18 Uhr Unterricht. Wieso gibt es eine solch starke Veränderung?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Wenn jemand 5-7 Stunden mehr hat, dann hat das damit zu tun, dass er besonders<br />
viele Angebote gewählt hat. Das ist eine große Chance. Im Schnitt<br />
führt die neue Oberstufe aber zu weniger Stunden als fünf bis<br />
sieben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Unterrichtszeit ist ein heißes Thema: 2 Fragen dazu:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>12er: </b>Das<br />
kann ich leider nur bestätigen mit den vielen Wochenstunden! Ich<br />
habe jeden Mittag Mittagsschule und insgesamt 35 Stunden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>solo:</b><br />
Finden sie nicht , damit kommen zu viele Stunden zusammen? Schließlich<br />
muss man noch lernen und bekommt HA&#8217;s (die meisten in unserer Klasse haben<br />
dann 40 Schulstunden).</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Ein Jugendlicher im gleichen Alter, der in einer beruflichen Schule ist,<br />
hat zeitlich eine sehr viel höhere Belastung. Die Auswertung der<br />
neuen Oberstufe hat gezeigt, dass die meisten Schüler 32 Stunden<br />
haben. Nur 12,6 % der Schüler haben 34 Stunden, 6,8% haben 35 Stunden,<br />
3,8 % der Schüler haben 36, 37 oder mehr Stunden. Ich finde also,<br />
dass die große Mehrheit der Schüler zeitlich eher weniger belastet<br />
ist, als diejenigen in der beruflichen Schule.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>henry: </b>Sie<br />
können den Anspruch einer beruflichen Schule nicht mit dem Gymnasium<br />
vergleichen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Umgekehrt kann ein Gymnasiast in der 12. Klasse aber auch nicht erwarten,<br />
deutlich weniger belastet zu sein. Das Abitur ist ein hoher Anspruch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>heizer:</b><br />
In der beruflichen Schule haben die Schüler aber mehr Praxisstunden<br />
und nicht, wie auf dem Gymnasium, nur trockene Theorie!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Das wäre schade, wenn im Gymnasium nur trockene Theorie vermittelt<br />
würde. Der Seminarkurs ist ein gutes Beispiel für neue Arbeitsformen<br />
und praxisbezogenes Lernen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Noch eine Fragen zu Unterrichtszeit und Freizeit:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Valley:</b><br />
Ich persönliche habe 36 Wochenstunden, o.k., vier gehen für<br />
Sonderkurse drauf, jedoch füllen diese nur Hohlstunden. Jedoch gibt<br />
es jeden Tag Hausaufgaben und fast wöchentlich Klausuren. Freizeit<br />
bleibt da keine. Braucht ein junger Mensch überhaupt Freizeit?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Selbstverständlich braucht ein junger Mensch Freizeit. Dafür<br />
sorgen zum Beispiel die regelmäßigen Ferien.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Tobias2:</b><br />
Außerdem wird Bildung nicht nur in der Schule vermittelt. Von uns<br />
Schülern wird heute immer mehr &#8216;social skills’ verlangt, dazu<br />
sollte auch außerschulisches Engagement beitragen können, für<br />
das häufig keine Zeit bleibt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Es kann durchaus Zeiten in der Schule geben, in denen die Schule die erste<br />
Priorität ist. Aber es ist doch wirklich so, dass mindestens 14 Wochen<br />
Ferien viele Möglichkeiten für außerschulisches Engagement<br />
und übrigens auch für Jobs geben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Noch andere Sorgen beschäftigen unsere sehr zahlreichen Chatterinnen<br />
und Chatter:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>arbeitslos:</b><br />
Wieso sind in meiner Schule noch keine Bücher für den neuen<br />
Lehrplan verfügbar? Wir bekommen 1000 Blätter oder müssen<br />
die Bücher aus eigener Tasche bezahlen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Auch die bisherigen Schulbücher sind durchaus geeignet für den<br />
neuen Lehrplan.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Thema Noten:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Lechpre:</b><br />
Die Statistik hinkt. Wenn behauptet wird, dass die Noten nicht schlechter<br />
geworden sind, steht nicht dabei, dass die Schüler mit einem wesentlich<br />
größeren Arbeitspensum die Noten zwar halten, aber trotz mehr<br />
Arbeit keine besseren Noten erzielen. Das ist frustrierend. Deshalb finde<br />
ich es unfair, solche Vergleiche heranzuziehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Der Vorwurf war doch aber, die Noten würden gravierend schlechter.<br />
Ich gebe zu, dass z.B. durch mehr Naturwissenschaften ein höheres<br />
Arbeitspensum entsteht. Dafür ist es aber eine gute Vorbereitung<br />
auf das Studium.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sebastian2701:</b><br />
Sie behaupten, eine Verschlechterung des Landesschnitts wäre nicht<br />
schlimm, da nur Landesschnitte bei der ZVS verglichen werden. Viele Unis<br />
haben aber bei der Studienzulassung lokale NCs und da werde ich als BWler<br />
mit einem z.B. niedersächsischen Gesamtschüler verglichen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Die Kultusministerkonferenz hat gerade beschlossen, dass die Studienplätze<br />
künftig im wesentlichen durch Hochschuleingangsprüfungen vergeben<br />
werden. Da haben die Baden-Württemberger einen klaren Vorteil. Denn<br />
dadurch wird der lokale NC ersetzt und andere Kriterien, auf die unsere<br />
Schüler besonders vorbereitet sind, kommen zum Tragen, z.B. die Prüfung<br />
der fachlichen Grundbildung in den Kernfächern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Smooth:</b><br />
Wieso werden eigentlich solche Reformen nicht in Bundesländern durchgeführt,<br />
die in der Pisa-Studie schlecht abgeschnitten haben? Warum wird ein bildungsstärkeres<br />
Land eher reformiert wie ein anderes? Wird hier die Kluft zwischen den<br />
einzelnen Ländern unüberbrückbar groß?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Mir wäre auch lieber gewesen, alle Länder hätten<br />
eine solche Reform durchgeführt. Manche Länder tun das jetzt<br />
auch. Aber es gilt auch, dass wir im internationalen Vergleich besser<br />
werden müssen. Das ist z.B. wichtig, wenn man sich um ein Studium<br />
im Ausland bewirbt. Nicht jedes Abitur in Deutschland wird im Ausland<br />
anerkannt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>murkser: </b>Warum<br />
wurde die Notenskala in Mathe und Physik verschärft?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Das ist keine spezifische baden-württembergische Regelung,<br />
sondern hängt zusammen mit einer Vereinbarung der Kultusministerkonferenz<br />
(KMK) für alle Länder.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>annabell:</b><br />
Zur neuen Oberstufe: Warum ist es nicht möglich, den Seminarkurs<br />
im Abschnitt mit anzurechnen? Es steckt immerhin sehr viel Zeit und Arbeit<br />
drin.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Das Gesamtergebnis aus allen Kursen, auch aus dem Seminarkurs,<br />
geht in die Abiturbewertung ein, wenn die Schüler es wollen. Sogar<br />
mit vierfacher Berechnung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>LimpNora22:</b><br />
Wozu ist diese Reform denn nötig? Sollten Sie nicht lieber mal unsere<br />
Haupt- und Realschulen reformieren, die durch solche Studien eher heruntergezogen<br />
werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Die Haupt- und Realschulen haben die internationalen Studien nicht heruntergezogen.<br />
Es hat sich sogar gezeigt, dass 30% der Realschüler auf Gymnasialniveau<br />
sind. Im Übrigen gibt es aber auch Reformen an den Haupt- und Realschulen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>marc: </b>Es<br />
heißt immer, dass nach euren landesweiten Erhebungen die Notenschnitte<br />
sich nicht verschlechtert haben, das mag schon sein, allerdings haben<br />
sie sich bei uns an der Schule sehr wohl verschlechtert (Schnitt der ersten<br />
beiden Matheklausuren: 4,8 Punkte).</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Die Reform war nötig, um zu einer besseren fachlichen Grundbildung<br />
für alle zu kommen, zu einer Stärkung der Naturwissenschaften<br />
und zur Einführung neuer Arbeitsformen und zur Wegnahme überflüssiger<br />
Spezialisierungen. In die Statistik sind alle Gymnasien und 20.000 Schüle<br />
rund Schülerinnen mit einbezogen worden. Natürlich schließt<br />
das nicht aus, dass im ein oder anderen Fall auch schlechtere Ergebnisse<br />
erreicht wurden. Das war in der bisherigen Oberstufe genauso. Im Übrigen<br />
gibt es auch Fächer, in denen im Durchschnitt bessere Ergebnisse<br />
erzielt werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sarah:</b><br />
Sollte Sport nicht ein Wahlfach werden? Oder zumindest nicht benotet werden?<br />
Gerade unsportliche Schüler fühlen sich durch die harte Notengebung<br />
zusätzlich gegängelt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Die Sportverbände legen großen Wert darauf, dass alle Schüler<br />
Sportunterricht haben, weil sich Kinder und Jugendliche in Deutschland<br />
immer weniger bewegen und das gesundheitliche Konsequenzen hat. Im Übrigen<br />
muss die Note in Sport nicht angerechnet werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b><br />
Weiteres Thema:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>DarkBlue:</b><br />
Warum werden nicht wie in Finnland mehr Lehrer eingestellt, um die Klassen<br />
klein zu halten? Dadurch wäre der Unterricht doch viel intensiver.<br />
Vielleicht wäre dann eine solche extreme Reform nicht nötig<br />
gewesen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
In Finnland sind die Klassengrößen ab Klasse 9 eher höher<br />
als in der gymnasialen Oberstufe. Die Statistik zeigt: 34% der Kurse umfassen<br />
17-20 Schüler, 24% 21-24, 21% 13-16, 13% 9-12, 7% der Kurse umfassen<br />
8 und weniger und nur 1% der Kurse mehr als 25 Schüler. Ich finde<br />
nicht, dass das große Kurse sind. Im Übrigen ist Baden-Württemberg<br />
das Land mit den meisten Lehrereinstellungen in Deutschland und den höchsten<br />
Bildungsausgaben im Landeshaushalt. Über 41 % werden nur für<br />
Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgegeben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Benni:</b><br />
In Mathematik ist inzwischen auch der Einsatz eines neuen Graphiktaschenrechners<br />
erlaubt. Meinen Sie nicht, dass die Schüler davon zu technikabhängig<br />
werden? An meiner Universität ist bei Klausuren teilweise gar kein<br />
Taschenrechner gestattet!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Der Grafiktaschenrechner bietet neue Chancen, sich auf interessante mathematische<br />
Fragen zu konzentrieren, deshalb sagen uns die Fachleute, dass das für<br />
einen modernen Mathematik-Unterricht eine wichtige Hilfestellung ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sarah:</b><br />
Warum sind Sie so begeistert von der neuen Oberstufe, wo doch Schüler,<br />
Lehrer, Eltern, Schulleitung und GEW das Gegenteil behaupten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Das stimmt ja gar nicht. Die GEW ist dagegen. Sie ist fast gegen jede<br />
Reform. Aber im Übrigen gibt es viele, die diese Reform gewollt haben<br />
und sie auch richtig finden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>abischreck:</b><br />
Warum hält Baden-Württemberg mit Bayern als einziges Bundesland<br />
am Zentralabitur fest? Was sind die Vorteile was die Nachteile?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Die Pisa-Studie hat gezeigt, dass es in der Schule die Gefahr zu sehr<br />
unterschiedlichen Leistungsbewertungen bei gleichen Leistungen gibt. Das<br />
ist ungerecht. Dagegen helfen zentrale Klassenarbeiten und zentrale Abschlussprüfungen.<br />
Das Zentralabitur gibt es übrigens auch im Saarland, Thüringen<br />
und Sachsen. Andere Länder haben erkannt, dass das Zentralabitur<br />
besser ist und stellen jetzt um, z.B. Niedersachsen, Bremen, Hamburg und<br />
Berlin.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Zwei Fragen zur Beteiligung der Schüler an der Reform:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>HollerBe:</b><br />
Die Schüler haben diese Reform nicht gewollt. Wieso fragt die keiner?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Lender:</b><br />
An unserer Schule wurden die Schüler nur schlecht bis gar nicht informiert<br />
über das neue System. Die Eltern hingegen mussten sich an mehreren<br />
Elternabenden alles anhören und verstanden nur wenig. Wäre es<br />
nicht sinnvoller die Schüler besser zu informieren? Zum Beispiel<br />
mit einem etwas ausführlicheren Leitfaden, der auch verständlich<br />
geschrieben ist?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:<br />
</b>Der Landesschülerbeirat als die Vertretung der Schüler<br />
war beteiligt. Er hat einigen Punkten zugestimmt, anderen nicht. Es ist<br />
aber sicher gewagt, zu sagen, dass alle Schüler die Reform nicht<br />
gewollt haben. Es ist schade, wenn an Ihrer Schule schlecht informiert<br />
wurde, denn die Reform ist über mehrere Jahre mit den Schulen gemeinsam<br />
vorbereitet worden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>per-aspera-ad-Abi:</b><br />
Wenn so viele für die Reform sind, wieso hat dann Reform so einen<br />
großen Zulauf und Schüler, Eltern und Lehrer schließen<br />
sich zusammen, um etwas dagegen zu unternehmen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
Als in den 70er Jahren das Kurssystem eingeführt wurde, haben auch<br />
sehr viele dagegen protestiert. Am Anfang sind manche verunsichert, das<br />
kann ich gut verstehen, aber ich bin ganz sicher, dass die Vorzüge<br />
der neuen Oberstufe sich bald herumsprechen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Wir kommen leider zur letzten Frage, trotz der vielen Fragen<br />
(vielen Dank):</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Swen Hekers:</b><br />
Was halten Sie vom finnischen Helfersystem, in dem schwächere Schüler<br />
von zusätzlichen Lehrkräften parallel zum Unterrichtsgeschehen<br />
begleitet werden? Wäre das nicht auch in BW denkbar?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Annette Schavan:</b><br />
In Finnland sind die Personalkosten für Lehrer sehr viel geringer<br />
als in Deutschland. Deshalb kann mit einem Anteil der Bildungsausgaben<br />
von 13% des Landes dennoch ein Helfersystem eingerichtet werden, das aber<br />
im Wesentlichen von den Kommunen bezahlt wird. Unsere Personalkosten lassen<br />
das leider nicht zu.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:<br />
</b>Liebe Chat-Freunde, unsere Gesprächsrunde ist leider vorbei.<br />
Herzlichen Dank Frau Schavan, dass Sie am Chat teilgenommen haben und<br />
vielen Dank an alle UserInnen für Ihr großes Interesse. Wir<br />
konnten leider nicht alle Fragen weiterleiten. &#8211; es waren sehr viele &#8211;<br />
danke. Ich hoffe, Ihnen allen hat der Chat Spaß gemacht. Das Transkript<br />
des Chats finden Sie auf den Webseiten der Veranstalter www.kultusministerium.baden-wuerttemberg.de<br />
und politik-digital.de. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf<br />
den Internetseiten des Kultusministeriums http://www.kultusministerium.baden-wuerttemberg.de/.<br />
Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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