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	<title>Hamburg &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Hamburg &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Tag der Informationsfreiheit: Mehr Transparenz in Ländern gefordert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Livia Helbing]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2015 14:22:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Informationstransparenzgesetze]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 28. September ist Tag der Informationsfreiheit. Für ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen ist dies Anlass, die Einführung von Transparenzgesetzen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Transparenz.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146993" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Transparenz.jpg" alt="Transparenz" width="640" height="280" /></a>Am 28. September ist Tag der Informationsfreiheit. Für ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen ist dies Anlass, die Einführung von Transparenzgesetzen in ganz Deutschland zu fordern. Als Vorbild soll hier das Transparenzgesetz aus Hamburg dienen, das sich seit seiner Einführung bewährt hat. Für mehr Transparenz sorgt aber bereits jetzt die Internetseite <a href="https://fragdenstaat.de/">FragDenStaat.de</a>, auf der Bürger, Journalisten und NGOs ab sofort 10.000 Behörden aus allen Bundesländern befragen können.</p>
<h3>Über 11.500 Anfragen zeigen Bedarf nach Transparenz</h3>
<p>Zum jetzigen Zeitpunkt sind Behörden in elf Bundesländern durch Informationsgesetze (IFG) auskunftspflichtig. Nur Niedersachsen, Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern hinken hier noch hinter her. Sie haben weder IFGs noch weitergehende Transparenzgesetze. Dabei gibt es durchaus Bedarf: In den vergangenen vier Jahren wurden über 11.500 Anfragen auf <a href="https://fragdenstaat.de/">FragDenStaat.de</a> gestellt.</p>
<p>Ab Montag können Bürger neben den 6.000 Bundes- und Landesbehörden mit dem IFG nun auch 4.000 Behörden der fünf Bundesländer ohne IFG anfragen. Nach den Umwelt- und Verbraucherinformationsgesetzen (UIG und VIG) besteht auch hier Informationspflicht zu Umwelt- und Verbraucherfragen – ein enormer Fortschritt. Das sagt auch Heike Mayer vom <a href="http://informationsfreiheit.org/">Bündnis Informationsfreiheit für Bayern</a>: „Das erleichtert es künftig auch Fragestellern aus Bundesländern, in denen es kein Informationsfreiheitsgesetz gibt, bei Behörden Auskünfte anzufordern.“</p>
<h3>Hamburg als Vorbild</h3>
<p>Im nächsten Schritt sind die Bundesländer gefordert. Sie sollten Transparenzportale einrichten und Transparenzgesetze schaffen, um ihre Verwaltung zur aktiven Veröffentlichung von Informationen zu verpflichten. Open Data Portale sind nicht neu. Der Bund sowie Hamburg, Bremen und (demnächst) Rheinland-Pfalz bieten diese bereits an. Leider sind die bereitgestellten Informationen aber nicht sehr umfassend. „In Hamburg ist das Transparenzportal ein voller Erfolg, mit deutlich über einer Million Seitenaufrufen jeden Monat, vom Vertrag über die Elbphilharmonie, Stadtplanung im Zusammenhang mit der Olympia-Bewerbung bis hin zum örtlichen Baumkataster. Die hohen Zugriffszahlen zeigen, dass die Bürger ein einfaches, übersichtliches System intensiv nutzen“, betont Manfred Redelfs von der Journalistenorganisation Netzwerk Recherche.</p>
<p>Ralf-Uwe Beck, Vorstandssprecher von <a href="http://www.mehr-demokratie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Demokratie e. V.</a>, ergänzt: „Einfacher und kostenloser Zugang zu Informationen, die die Allgemeinheit betreffen, ist die Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Nur wer die Fakten kennt, kann sich sachkundig in öffentliche Belange einmischen oder ein Bürger- oder Volksbegehren anstoßen. Es ist nur konsequent, dass es die Bürgerinnen und Bürger selbst waren, die Hamburg mit einem Volksbegehren zur Transparenzhauptstadt gemacht haben.“</p>
<p>Christoph Partsch, <a href="http://www.dgif.de/index.php?id=102" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Gesellschaft für Informationsfreiheit</a>: „Ziel des Informationsfreiheitsgesetzes war es, das Verwaltungshandeln transparenter zu gestalten und die demokratischen Beteiligungsrechte der BürgerInnen zu stärken. Dies ist bisher nur in Ansätzen gelungen. Daher fordern wir eine Verbesserung des Informationszugangs sowie eine neue Transparenzkultur bei Verwaltung und Gerichten.“</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/blendenwerk2012/7610231892/in/photolist-cAuqNG-cAus5m-8GoAqD-6AupdJ-k7N6FV-741fki-cAut5s-cAupPE-cAunuU-cAukL1-cAuh1b-6bYCMv-j1jwxQ-svZg7t-poAyF3-6avWFD-8nYG63-duuVcg-6QQNPH-qHynp1-4ERb51-7WQ1Z3-7WPRDy-75rphY-5aYnuq-689kwj-8ci1mq-9whQK-65nnUr-5YqPtY-9cUCxR-4ERdJJ-96db7j-62X4rh-8n9cs9-6bEP7X-8trUwi-5pWgdj-6bEzSe-5xeQMZ-5BwcNu-5LtNHv-t8b9yw-covmo1-covk8o-covjoo-coviBW-79wqSB-6avZBa-qEhzrk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cornelia H. </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<div id="yui_3_16_0_1_1443091126297_764" class="view follow-view clear-float photo-attribution"> <img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-130752" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" alt="CC-BY-SA" width="305" height="53" /></div>
<div id="yui_3_16_0_1_1443091126297_763" class="view attribution-view requiredToShowOnServer clear-float photo-attribution"></div>
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		<title>Digitalisierung der Verwaltung: Ohne den Menschen geht&#8217;s nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Löser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2015 08:44:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftskongress Staat & Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsdigitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 23. und 24. Juni fand im Berliner Congress Center der 3. Zukunftskongress Staat &#38; Verwaltung statt. Unter Schirmherrschaft des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Zukunftskongress-bild.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-146375 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Zukunftskongress-bild.jpg" alt="Zukunftskongress bild" width="640" height="280" /></a>Am 23. und 24. Juni fand im Berliner Congress Center der 3. Zukunftskongress Staat &amp; Verwaltung statt. Unter Schirmherrschaft des Innenministers Thomas de Mazière diskutierten Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Politik frei nach dem diesjährigen Motto über „Staat &amp; Gesellschaft in der Digitalen Revolution“. Dabei wurde schnell deutlich: Innerhalb des deutschen Verwaltungsapparats gibt es tolle Digitalisierungsprojekte. Die überwiegende Mehrheit ist aber thematisch und regional stark eingegrenzt. Nur am Rande kam zur Sprache, dass Digitalisierungsprozesse zunächst mit Ausgaben und erhöhtem Personalaufwand verbunden sind.</p>
<p>Eine gute Übersicht über richtungsweisende Projekte bei der Verwaltungsdigitalisierung bot die Preisverleihung des eGovernment-Wettbewerbs, zu dem auch Behörden aus Österreich und der Schweiz zugelassen sind. Wer sich hierzulande schon mit dem Ausfüllen eines Antrags für Kindergeld beschäftigt hat, wird das <a href="http://egovernment-wettbewerb.de/praesentationen/2015/berlin_slides_alf_2015-04-27.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekt</a> des Bundesfinanzministeriums Österreichs zu schätzen wissen. Die mit dem Kindergeld in Deutschland vergleichbare Familienbeihilfe wird antraglos bei Geburt eines Kindes gewährt. „Nicht mehr die Bürger sollen laufen, sondern die Daten.“ Ein kluger Gedanke, der sich allerdings noch nicht überall herumgesprochen hat.</p>
<p>Mit dem besten digitalen Gesamtangebot einer Kommune kann Hamburg aufwarten. Dass die Umstellung auf digitalisierte Prozesse langfristig Einsparungen mit sich bringen kann, beweist die Hansestadt eindrucksvoll. Trotz 15.000 Neu-Hamburgern und 1400 Unternehmensansiedlungen pro Jahr konnten 250 Stellen in der Verwaltung abgebaut werden. Das sollte für viele andere Städte beispielgebend sein, doch mangele es laut der Beauftragten des Bundes für Informationstechnik Rogall-Grothe häufig an der notwendigen Breitenwirkung dieser Projekte.</p>
<h3>Verwaltungsdigitalisierung bedeutet zunächst Mehrinvestitionen</h3>
<p>Die vom Hamburger Finanzsenator genannten Zahlen lassen Kämmerer und Finanzminister bundesweit vermutlich mit den Zungen schnalzen. Derlei Rechenexempel lassen laut Alexander Haas, politischer Referent für E-Government beim DGB, zu häufig ein großes Missverständnis entstehen. Die Transformation zu einer digitalisierten Verwaltung koste zuerst einmal Geld. Um beispielsweise Mitarbeiter für Weiterbildungen abstellen zu können, brauche es ausreichend Personal. Die während des Kongresses immer wieder zitierten Widerstände bei Verwaltungsbeschäftigten hält Haas für ein Symptom mangelhaften Projektmanagements: „Da wird oft nicht erkannt, welch zentrale Rolle der Mensch im Modernisierungsprozess spielt und wie mittels umfassender Beteiligung der Beschäftigten auch der Projekterfolg gesichert werden kann.“</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/slider/netzpolitischer-einspruch-verwaltungsausbildung-digitalisierung-fehlanzeige-146059/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Langkabel von Microsoft schlug auf politik-digital.de</a> in die gleiche Kerbe. „Es ist zu wenig, was getan wird, um diesen Kompetenzträgern [den Verwaltungsmitarbeitern] das nötige Rüstzeug mit an die Hand zu geben.“ Schlecht geplante Modernisierungsprozesse hätten in der Vergangenheit das Vertrauen der Mitarbeiter beschädigt, weshalb es für Haas auch unabdingbar für weitere Modernisierungsprojekte ist, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Zwar verspricht die Bundesregierung im Regierungsprogramm „Digitale Verwaltung 2020“, „die Beschäftigten frühzeitig in den Kulturwandel ein[zu]beziehen, um ihn mitgestalten zu können“, doch ist das in der Realität selten zu sehen.</p>
<p>Der DGB fordert, in beratender Funktion in die Ressortarbeitsgruppe einbezogen zu werden, die die Umsetzung des Regierungsprogramms steuert. Noch ist dieser Bitte nicht entsprochen worden „Wir werden bisher zweimal im Jahr gesondert informiert und erfahrungsgemäß sind dann die wesentlichen Diskussionen gelaufen“, moniert Haas. In Hamburg sei man da schon ein ganzes Stück weiter. Dort handelt der DGB als Spitzenorganisation der Gewerkschaften mit der Landesregierung Vereinbarungen z. B. zu landesweiten IT-Modernisierungsprojekten aus. Nur durch Einbeziehung aller Beteiligten könne der von der Bundesregierung erstrebte Kulturwandel auch erreicht werden.</p>
<h3>Trotz Digitalisierung: Der Mensch ist der Schlüssel</h3>
<p>Der diesjährige Kongress war allerdings hauptsächlich von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltungsführung geprägt. Die Bedürfnisse der Bürger wurden nur am Rande angesprochen. So forderte der Institutsleiter im <a href="https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2014/September/manfred-hauswirth-wird-neuer-institutsleiter-am-fraunhofer-fokus.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frauenhofer FOKUS</a> Manfred Hauswirth, nach Vorbild Österreichs „Digital by Default“ einzuführen. Bürger können dann z. B. nicht mehr zwischen einem klassischen Behördengang und dem elektronischen Antragsformular auswählen, sondern bekämen die Technik aufoktroyiert. Der Ansatz erscheint finanziell äußerst attraktiv, übergeht er doch die Übergangsphase mit zwei nebeneinander existierenden Verfahren. Dabei wird gerne übersehen, dass viele Bürger mit den Entwicklungen nicht mehr mithalten können. Der Zugang zu diversen Bürgerservices wird so für einige zu einem Buch mit sieben Siegeln.</p>
<p>Um solchen Entwicklungen entgegenzutreten, will sich der DGB auf dem Zukunftskongress weiterhin stark als institutioneller Partner präsentieren. Für Alexander Haas besteht die Hauptaufgabe darin, den anwesenden IT-Gestaltern in Erinnerung zu rufen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, nicht die Technik. Lösungen, die an einer Stelle funktionieren, tun das an anderer Stelle nicht zwangsläufig. Ein Beispiel: Mobile Endgeräte in Behörden führen in einigen Fällen zu flexiblerem Zeitmanagement und damit einer erhöhten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In anderen Fällen wird es dadurch unmöglich, die Arbeit nach Feierabend auszublenden. Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, geriet auf dem diesjährigen Kongress zu oft in den Hintergrund. Trotzdem erfüllte die Veranstaltung ihren Auftrag als Ideengeber für Verwaltungsmitarbeiter aus ganz Deutschland. Sollten neue Modernisierungsprojekte dann auch alle Beteiligten mitnehmen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese auch gelingen und das Leben von Verwaltung und Bürgern deutlich erleichtern. Und sparen vermutlich irgendwann auch Geld.</p>
<p>Bild: <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Netzpolitik im Hamburger Koalitionsvertrag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julie Rothe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2015 11:10:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[rot-grüne Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburgische Bürgerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Störerhaftung]]></category>
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					<description><![CDATA[Gut zwei Monate liegt die Wahl in Hamburg zurück, jetzt haben sich SPD und Grüne endlich auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hh-rathaus_bearb1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145319" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hh-rathaus_bearb1.jpg" alt="hh rathaus_bearb" width="640" height="280" /></a>Gut zwei Monate liegt die Wahl in Hamburg zurück, jetzt haben sich SPD und Grüne endlich auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt. Nachdem wir uns vor der Senatswahl bereits die Wahlprogramme der Parteien genauer angesehen haben, werfen wir nun aus netzpolitischer Sicht einen Blick auf den Koalitionsvertrag.</p>
<p><a href="http://www.spd-hamburg.de/linkableblob/128150/data/koalitionsvertrag_download.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zusammen schaffen wir das moderne Hamburg“</a>. Ein bisschen sperrig kommt er daher, der Titel des Koalitionsvertrags zwischen SPD und Grünen für die gemeinsame Regierungsbildung in den kommenden fünf Jahren. Tatsächlich haben beide Parteien einen Großteil ihrer netzpolitischen Ankündigungen aus den <a title="Netzpolitik an der Waterkant: Die Wahlprogramme zur Hamburger Bürgerschaftswahl" href="http://politik-digital.de/netzpolitik-an-der-waterkant-die-wahlprogramme-zur-hamburger-buergerschaftswahl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogrammen</a> übernommen und so ein zeitgemäßes Programm geschnürt. Die wichtigsten Vorhaben im Überblick.</p>
<p><strong>Digitale Stadt</strong></p>
<p>Der Bereich eGovernment soll in den nächsten Jahren verstärkt ausgebaut werden und mehr niedrigschwellige und kundenfreundliche Verwaltungsangebote schaffen, ohne gleichzeitig persönliche Dienstleistungen der Verwaltung abzubauen. Diese sollen wenn möglich auch über entsprechende Apps zugänglich gemacht werden und so den Behördengang für Bürgerinnen und Bürger erleichtern.</p>
<p>Für die Hamburger Stadtverwaltung plant der neue Senat, verstärkt OpenSource-Lösungen zum Einsatz kommen zu lassen und externe IT-Dienstleister durch No-Spy-Klauseln zur Einhaltung von Datenschutz und Vertraulichkeit zu verpflichten. Beide Anliegen fanden sich bereits im Wahlprogramm der Grünen und haben nun Eingang in den gemeinsamen Koalitionsvertrag gefunden.</p>
<p>Der Landesdatenschutzbeauftragte Hamburgs soll in den kommenden Jahren mit seinem Amt vollständig vom Senat gelöst und dadurch in seiner Unabhängigkeit weiter bestärkt werden. Wie in den meisten Bundesländern ist der Datenschutzbeauftragte der Hansestadt für die datenschutzrechtliche Aufsicht und Beratung öffentlicher und nicht-öffentlicher Stellen sowie für die Informationsfreiheit und Akteineinsicht zuständig.</p>
<p><strong>Ausbau freier WLAN-Angebote</strong></p>
<p>Nachdem der Hamburger Senat bereits 2012 die Bundesratsinitiative zur Schaffung von Rechtssicherheit bei der Störerhaftung angestoßen hat, unterstreicht die künftige Regierungskoalition nun diesen Anspruch. Gewerbliche und private WLAN-Netze sollen noch in dieser Legislaturperiode ein möglichst flächendeckendes freies Angebot ermöglichen. Dafür muss jedoch auf Bundesebene endlich Rechtsklarheit für die Betreiber solcher Netze geschaffen werden.</p>
<p><strong>Urheberrecht – zwischen klassischen Geschäftsmodellen und neuen Vertriebswegen</strong></p>
<p>Der Senat will sich aktiv in die Diskussion um die künftige Ausgestaltung des Urheberrechts in Deutschland und Europa einbringen und für einen fairen Ausgleich der Interessen von Urhebern, Verwertern und Nutzern eintreten.</p>
<p><strong>Öffentlich-rechtliche Inhalte länger verfügbar</strong></p>
<p>Viele Beitragszahler des Rundfunkbeitrags ärgern sich regelmäßig, wenn eine verpasste Sendung nach sieben Tagen nicht mehr in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verfügbar ist. Auch der neue Hamburger Senat sieht hier Handlungsbedarf und will sich gemeinsam mit anderen Bundesländern für eine längere Verfügbarkeit öffentlich-rechtlicher Produktionen einsetzen. Die Rechtsgrundlagen hierfür sollen im Hinblick auf das sich wandelnde Seh- und Nutzungsverhalten der Beitragszahler geschaffen werden, und das unter Berücksichtigung der Interessen privater Anbieter.</p>
<p><strong>Bildung im digitalen Zeitalter</strong></p>
<p>Die Kontroverse um die Herauslösung des Informatikunterrichts aus dem Pflichtfach Naturwissenschaft und Technik hatte 2013 zu hitzigen Diskussionen in der Hansestadt geführt. SPD und Grüne haben bei diesem Thema in der vergangenen Wahlperiode unterschiedliche Standpunkte vertreten. Die Einigung scheint jetzt ein Minimalkonsens zu sein. Im Koalitionsvertrag wird nun lediglich ein neuer Rahmenlehrplan für das Wahlpflichtfach Informatik angekündigt.</p>
<p>Die Nutzung digitaler Medien soll verstärkt in den Unterricht integriert und hierfür sollen auch das WLAN-Angebot an Schulen und der Einsatz freier Lernressourcen ausgebaut werden.</p>
<p>Eine positive Entwicklung wird im Bereich der Hochschulbildung und Lehre angekündigt. Die Urheberrechtsregelungen für die Produkte wissenschaftlicher Forschung will der Senat im Hinblick auf die Anforderungen und die heutige Praxis von wissenschaftlichem Arbeiten und Lehre auf den Prüfstand stellen. Der digitale Zugang zu Publikationen könnte für Studierende und Lehre so endlich ausgebaut und erleichtert werden. Studien, Analysen und Gutachten, die mit öffentlichen Geldern gefördert wurden, sollen der Öffentlichkeit in Zukunft nach Open Data-Prinzipien zugänglich gemacht werden.</p>
<p><strong>3-D-Print-Initiative</strong></p>
<p>Ein wenig überraschend kommt die 3-D-Druck-Strategie des Senats daher. Als vielversprechende Querschnittstechnologie, die einen Strukturwandel in Medizintechnik, Luftfahrt, Logistik und Handel befördern soll, erhofft sich die künftige Regierung Standortvorteile vom 3-D-Druck. Die bereits vorhandenen Kompetenzzentren sollen durch eine übergreifende Strategie weiter gefördert und unterstützt werden und Hamburg als Technologieführer etablieren. Was genau geplant ist und in welchem Umfang zum Beispiel Arbeitsplätze entstehen könnten, bleibt allerdings offen.</p>
<p><strong>Schaffung eines Start-up-Ökosystems</strong></p>
<p>Die Unterstützung von Start-up-Hubs und die gezielte Förderung von Start-ups soll auch in der nächsten Legislaturperiode fortgeführt werden. Besonders die Hochschulen und Universitäten rücken hier als Ausgangspunkt für wissensbasierte Gründungen in den Mittelpunkt.</p>
<p>Interessanterweise spielen <a title="Faktencheck Netzneutralität – gleiches Internet für alle?" href="http://politik-digital.de/faktencheck-netzneutralitaet-gleiches-internet-fuer-alle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzneutralität</a> und Vorratsdatenspeicherung, trotz vieler aktueller Diskussionen auf Bundes- und EU-Ebene, im Koalitionsvertrag keine Rolle. Andere Themen wie Störerhaftung, Urheberrecht oder die Verlängerung der Speicherfristen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kann Hamburg nicht alleine angehen. Gemeinsam mit gleichgesinnten Bundesländern wird viel Überzeugungsarbeit geleistet und gegen starke Lobbyinteressen Stand gehalten werden müssen. Der Koalitionsvertrag zeigt, dass SPD und Grüne den Anforderungen an die digitale Zukunft Hamburgs gerecht werden wollen und hier eine wichtige Querschnittsaufgabe erkannt haben. Wie ernst sie es damit meinen, wird sich daran messen lassen, welche Ankündigungen sie in den kommenden fünf auch umsetzen.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/uranwolle/9067046118" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Daams</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Digitale Bürgersprechstunde mit Olaf Scholz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 10:06:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bürgersprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Scholz]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Freitag, den 23. Januar, diskutierte der Erste Bürgermeister von Hamburg Olaf Scholz in einer Spezialausgabe der Digitalen Bürgersprechstunde zur [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2001_scholzPoldi.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-144421" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/2001_scholzPoldi.jpg" alt="2001_scholzPoldi" width="640" height="280" /></a>Am Freitag, den 23. Januar, diskutierte der Erste Bürgermeister von Hamburg Olaf Scholz in einer Spezialausgabe der Digitalen Bürgersprechstunde zur Bürgerschaftswahl 2015 mit Schülerinnen und Schülern der Max-Brauer-Schule aus Hamburg-Altona. Ab 14 Uhr stellte sich der Spitzenkandidat der SPD den Fragen des Politikkurses der 12. Klasse.</p>
<p>Auf Augenhöhe, live und ungeschnitten, konnten dabei die Schülerinnen und Schüler die Fragen stellen, die ihnen unter den Nägeln brannten. Ob es dabei um die aktuelle Flüchtlingssituation in der Hansestadt ging, um Stadtentwicklung und wachsende Armut, um die Elbvertiefung oder das Freihandelsabkommen TTIP &#8211; Olaf Scholz beantwortete alle Fragen der Schülerinnen und Schüler live.</p>
<p>Fragen konnten über <a href="mailto:buergersprechstunde@politik-digital.de">buergersprechstunde@politik-digital.de</a>, das Fragetool des begleitenden Hangout-Chats oder die sozialen Medien  über den Hashtag #Bürgersprechstunde gestellt werden. Es wurde sich bemüht diese in die Diskussionsrunde einzubringen.</p>
<p>Die gesamte Digitale Bürgersprechstunde sehen Sie hier:</p>
<p>[youtube https://www.youtube.com/watch?v=6loaiFAGUvQ]</p>
<p>Bild: SPD-Hamburg</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Netzpolitik an der Waterkant: Die Wahlprogramme zur Hamburger Bürgerschaftswahl</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitik-an-der-waterkant-die-wahlprogramme-zur-hamburger-buergerschaftswahl-144494/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2015 09:59:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprogramme]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl 2015]]></category>
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					<description><![CDATA[Hamburg ist Spitzenreiter – zumindest bei der Zahl der InternetnutzerInnen. Bei der anstehenden Bürgerschaftswahl am 15. Februar kämpfen die Parteien um [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/river-building-storehouse-town-by-unsplash-via-pixabay-licensed-under-CC0-Public-Domain.png"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-148887" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/river-building-storehouse-town-by-unsplash-via-pixabay-licensed-under-CC0-Public-Domain-630x276.png" alt="river building storehouse-town by unsplash via pixabay licensed under CC0 Public Domain" width="630" height="276" /></a></p>
<p>Hamburg ist Spitzenreiter – zumindest bei der Zahl der InternetnutzerInnen. Bei der anstehenden Bürgerschaftswahl am 15. Februar kämpfen die Parteien um jede Wählerstimme. Ein wahlentscheidendes Thema für viele – vor allem junge &#8211; WählerInnen werden dabei die Pläne und Ideen der Parteien zur digitalen Zukunft der Hansestadt sein.</p>
<p>„<a href="http://www.spd-hamburg.de/scalableImageBlob/126100/data/spd-regierungsprogramm-2015-2020-data.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hamburg weiter vorn</a>“, betiteltet die <strong>SPD</strong> ihr Programm für den Wahlkampf. Die Partei, die in den vergangenen vier Jahren die Geschicke der Elbstadt unter dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz im Alleingang entscheiden konnte, sieht die Digitalisierung in Zukunft als Voraussetzung für wirtschaftliche Innovationen und als eine der vier Leitlinien für ihre Wirtschaftspolitik. In einem eigenen Unterpunkt behauptet die SPD kühn, Hamburg werde zu einem „Standort der Industrie 4.0“. Auch soll der grundlegende Zugang der HamburgerInnen zu Breitband-Netzangeboten und öffentlichen WLAN-Angeboten weiter ausgebaut werden. Bislang hat die SPD es in vier Jahren Alleinregierung anscheinend nicht geschafft, die Verwaltungsangebote stärker zu digitalisieren. Das soll nun in der nächsten Wahlperiode geschehen. Als Beispiel für ein funktionierendes digitales Angebot wird die Online-Kfz-Anmeldung angeführt.</p>
<p>Für den Themenbereich digitales Lernen bringt die SPD ebenfalls konkrete Vorschläge. Als Beispiel führt sie dabei sogenannte MOOCs („Massive Open Online Courses“) an und will die Hochschulen in der Entwicklung von Digitalem Lernen und Lehren unterstützen. Die Sozialdemokraten versprechen, für alle SchülerInnen verständlichen Informatikunterricht einrichten zu wollen. Zudem wollen sie den Datenschutzbeauftragten stärken und in Sachen Unabhängigkeit mit RichterInnen gleichstellen. Die Datenschutzrichtlinien sollen auf allen Ebenen so ausgestaltet werden, dass alte und neue digitale Geschäftsmodelle nebeneinander betrieben werden können. Konkrete Vorschläge zur Umsetzung bleibt die Partei jedoch schuldig.</p>
<p>Die SPD hat in ihrem Wahlprogramm zu vielen netzpolitischen Themen Stellung bezogen, aber auch vieles unbeachtet gelassen. Keine Position findet sie zu den Themen Netzneutralität und Vorratsdatenspeicherung, die in den vergangenen Monaten heftig diskutiert wurden und weiterhin werden.</p>
<h3>Bei der CDU sieht es schwarz aus für die Digitalisierung</h3>
<p>Unter dem Titel „<a href="http://cduhamburg.de/pdf/Wahlprogramm_2015%20CDU%20Hamburg.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hamburg kann mehr</a>“ versucht die <strong>CDU</strong> zu überzeugen. Doch nach Lektüre des Wahlprogramms fragt man sich, was die Partei, die die Geschicke der Hansestadt von 2001 bis 2011 ein Jahrzehnt lang leiten durfte, in Sachen Netzpolitik kann. „Ein neuer Schwerpunkt wird die Digitalisierung und Online-Wirtschaft, die gerade alle Lebensbereiche revolutioniert.“ Mehr fällt der „Partei der Mitte“ zur seit Jahren voranschreitenden digitalen Entwicklung nicht ein. Auch Datenschutz ist für sie kein Thema – schlimmstenfalls soll „in Verdachtsfällen […] der Datenschutz ausgesetzt“ werden.</p>
<h3>Grüne alternative Wahlmöglichkeit für die Netzpolitik</h3>
<p>Die <strong>Grünen</strong> haben mit einem über 200 Seiten langen Dokument das mit Abstand ausführlichste <a href="http://hamburg.gruene.de/sites/default/files/Wahlprogramm_Buescha2015_WEB.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramm</a>. Und schon in der Präambel stellen sie sich hinter die Bürgerrechte der HanseatInnen und wollen diese „gegen die NSA, private Großkonzerne im Netz oder vor ihrer eigenen Politik“ schützen. Die Grünen verstehen Hamburg als digitale Metropole und fordern stärkeren Schutz und Sparsamkeit im Umgang mit Daten der BürgerInnen sowie mehr Mittel für den Landesdatenschutzbeauftragten. Weiterhin fordern sie einen Ausbau der digitalen Dienste der Stadt, mehr mobile Web- und App-Angebote und explizit Open Source-Software statt Microsoft in den Behörden.</p>
<p>Der Ausbau von Open Government-Maßnahmen soll die Teilhabe der BürgerInnen am politischen Geschehen erhöhen und gemeinsam mit einem entsprechenden Transparenzgesetz „einer digitalen Spaltung“ der Stadt entgegenwirken. Auch wird der Ausbau von stadtgebietsweitem offenem WLAN als Partizipationsgrundlage für mündige BürgerInnen gefordert. Die grüne Partei bekennt sich klar zur Netzneutralität und lehnt die Vorratsdatenspeicherung genauso ab wie den Einsatz sogenannter Staatstrojaner sowie die Störerhaftung.</p>
<h3>FDP legt bei digitalen Themen vor</h3>
<p>Um die <strong>FDP</strong> – nicht zu verwechseln mit „Die Liberalen“ – ist es in den letzten Monaten stiller geworden, doch in ihrem Wahlprogramm „<a href="http://www.fdphamburg.de/wp-content/uploads/Wahlprogramm-FDP-Hamburg-2015.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hamburg gibt die Richtung vor</a>“ möchten die Freien Demokraten zeigen, wohin es ihrer Meinung nach gehen sollte. In Sachen Digitalisierung hat die Partei sich mit verschiedenen Themen beschäftigt hat – und ein besonderes Augenmerk auf die netzpolitischen gerichtet. Die Digitalisierung wird als große Chance für Hamburgs innovative und kreative Branchen gesehen, und den damit einhergehenden Wandel will die FDP mitgestalten. Sie sieht in der voranschreitenden Digitalisierung Chancen für mehr Partizipation der BürgerInnen am politischen und sozialen Leben.</p>
<p>Als Voraussetzungen dafür fordert die FDP flächendeckend schnellere Internetzugänge und die strikte Wahrung der Netzneutralität. Auch spricht sich die Partei gegen Zensur und Vorratsdatenspeicherung auch durch Unternehmen aus. Im Bereich der Datensicherheit sieht sie eine Bedrohung durch das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP gegeben und fordert eine bessere Ausstattung des Landesdatenschutzbeauftragten sowie eine Reform des hamburgischen Datenschutzgesetzes. Das Wahlprogramm setzt den Schwerpunkt auch bei den digitalen Themen eindeutig auf die Freiheit (umgesetzt im Datenschutz). Schuldig bleiben die Freien Demokraten dabei Antworten zur digitalen Bildung und zum eGovernment.</p>
<h3>Die Piratenpartei zeigt, was geht</h3>
<p>Die ursprünglich als Internetpartei angetretenen <strong>Piraten</strong> haben sich weiterentwickelt und in den vergangenen Jahren Standpunkte zu verschiedenen Themenbereichen bezogen. Doch das Digitale bildet immer noch eine wichtige Säule ihres Parteiverständnisses und ist prominent in ihrem <a href="https://hamburgwahl.piratenpartei.de/wp-content/uploads/sites/7/2015/01/BWahlProgramm2015.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Programm</a> vertreten. Die Piratenpartei erachtet die „individuellen Freiheiten“ als Menschenrechte und findet, dass „Infrastruktur, die zum Leben und der sozialen Teilhabe notwendig ist“, „allen Bürgern zugänglich sein“ soll. Dazu zählt sie das Internet und fordert dementsprechend registrierungsfreies, flächendeckendes und kostenloses WLAN in ihrem aktuellen Wahlprogramm.</p>
<p>Die Piratenpartei verwebt in ihren Standpunkten digitale Aspekte mit weiteren Themenkomplexen. Für sie ist beispielsweise Software ein Kulturgut und ebenso schützenswert wie Bücher und Kunst. Auch fordert sie die Digitalisierung von Buchbeständen und den Ausbau von digitaler Lehre und Informationen auf allen Ebenen, um Chancengleichheit unabhängig von Herkunft und sozialem Hintergrund herzustellen. Um die Partizipationshürden auch im politischen Bereich zu senken, fordern die Piraten, Bürgerbefragungen oder die Einführung einer offenen Online-Partizipationsplattform.</p>
<p>Wie auch die anderen Parteien wollen die Piraten den Datenschutzbeauftragten finanziell besser ausstatten. Sie lehnen die Vorratsdatenspeicherung ab und weiten ihre Kritik am aktuellen Zustand des Datenschutzes auf weitere Beispiele aus, u.a. auf die fragwürdige Einführung von sogenannten „Nacktscannern“ am Hamburger Flughafen oder die anlasslose und pauschale Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Damit zeigt die Piratenpartei auch zur Bürgerschaftswahl 2015, dass Netzpolitik immer noch eines ihrer Steckenpferde ist, denn auf diesem Gebiet deckt sie alle relevanten Themengebiete ab.</p>
<h3>Die Linke bleibt netzpolitisch schmallippig</h3>
<p><strong>Die Linke</strong> will mit ihrem Parteiprogramm „<a href="http://www.die-linke-hamburg.de/fileadmin/Wahlen_2015/Dokumente/DIE_LINKE_Hamburg_Wahlprogramm_2015.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Für eine Politikwende</a>“ eintreten. Beim Thema Digitalisierung scheint davon aber nicht viel angekommen zu sein. Die Partei stellt lediglich fest, dass „die Medien […] zunehmend miteinander verzahnt“ seien. Sie spricht sich gegen Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung und „andere unkontrollierte Überwachungsinstrumente“ aus und fordert, dass diese zurückgebaut und der Datenschutz gestärkt werden müssen. Konkreter wird sie dabei aber nicht und bleibt schmallippig. Unberücksichtigt bleiben Themenfelder wie eGovernment, offenes WLAN oder konkrete Ideen für die zukünftige Digitalisierung Hamburgs.</p>
<h3>Keine Alternative (Netzpolitik) bei der AfD</h3>
<p>Die selbsternannte <strong>Alternative für Deutschland</strong> (AfD) tritt zum ersten Mal in Hamburg zur Bürgerschaftswahl an. Ihr <a href="https://alternative-hamburg.de/wp-content/uploads/2014/12/B%C3%BCrgerschaftswahl-Programm-D.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramm</a> bietet im Bereich der Digitalisierung wenig Alternativen. Klare Kante zeigt sie lediglich beim Thema Vorratsdatenspeicherung: Sie befürwortet „die sogenannte Verbindungsdatenspeicherung zur Verhinderung und besseren Aufklärung [von] Straftaten“ sowie die Nutzung von Daten nur auf richterliche Anordnung. Eigene netzpolitische Ideen für die Hansestadt hat die Partei nicht.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die aktuell regierende SPD ist bislang einige Antworten in Sachen Digitalisierung schuldig geblieben, stellt sich nun netzpolitisch aber gut auf und zeigt anhand vieler Beispiele, wie sie die digitale Zukunft der Hansestadt gestalten möchte. Bei der CDU hingegen sind Netzpolitik und Datenschutz keine relevanten Themen und werden in wenigen Sätzen abgehandelt. Konkrete Ideen und Konzepte für die digitale Zukunft bringen die Grünen und die FDP in ihren Wahlprogrammen vor. Sie zeigen genauso wie die Piratenpartei, was in Sachen Netzpolitik alles möglich ist und wo noch Nachholbedarf besteht. Netzpolitisch abgeschlagen und sehr schmallippig zeigt sich die Linke. Schlusslicht ist jedoch die Alternative für Deutschland, die lediglich die Vorratsdatenspeicherung befürwortet, ansonsten das Themenfeld der Netzpolitik mit keinem Wort in ihrem Programm erwähnt.</p>
<p>Bild: <a href="https://pixabay.com/en/river-buildings-storehouse-town-690374/">River-Building Store House</a> by  <a href="https://pixabay.com/en/users/Unsplash-242387/">Unsplash</a> via <a href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed by <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en">CCOPublic Domain</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Hamburgs Umgang mit Social-Media</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hamburgs-umgang-mit-social-media-5240/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone Schiedchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 May 2011 13:06:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie können Behörden soziale Netzwerke effizient für ihre Arbeit nutzen? Die Stadt Hamburg hat jetzt einen Social Media-<a target="_blank" href="http://www.hamburg.de/contentblob/2882174/data/social-media-in-der-hamburgischen-verwaltung.pdf" rel="noopener noreferrer">Leitfaden</a> für ihre öffentliche Verwaltung herausgegeben. <br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie können Behörden soziale Netzwerke effizient für ihre Arbeit nutzen? Die Stadt Hamburg hat jetzt einen Social Media-<a target="_blank" href="http://www.hamburg.de/contentblob/2882174/data/social-media-in-der-hamburgischen-verwaltung.pdf" rel="noopener noreferrer">Leitfaden</a> für ihre öffentliche Verwaltung herausgegeben. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Der Leitfaden für Behördenmitarbeiter ist seit einigen Tagen zugänglich und soll eine erste Orientierung für die Möglichkeiten und den Umgang mit sozialen Medien geben. Empfohlen wird, dass jede Behörde den für sie geeigneten Zugang findet, um sich der Öffentlichkeit zu öffnen. Hilfreich ist beispielsweise der im Anhang befindliche Social-Media-Steckbrief, mit dessen Hilfe sich die einzelnen Behörden über die Zielsetzung und den Nutzen des Vorhabens bewusst machen sollen, um daraus konkrete und zielgerichtete Handlungsanweisungen für die Mitarbeiter abzuleiten. 
</p>
<div style="text-align: center">
<a target="_blank" href="http://www.hamburg.de/contentblob/2882174/data/social-media-in-der-hamburgischen-verwaltung.pdf" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" height="182" width="390" src="/wp-content/uploads/e-partizipation-logo.jpg" /></a>
</div>
<p>
<br />
In welchen Fällen lassen sich soziale Medien sinnvoll für die Behördenbelange einsetzen?  „Wir würden gerne die Impftermine unseres Bezirksamtes auf Twitter und<br />
Facebook verbreiten.“ &#8211; „Wir möchten interaktive Seiten für Kinder und<br />
Jugendliche aufbauen, damit sie sich auch im Internet an der<br />
Stadtplanung beteiligen können.“ &#8211; „Wir machen eine Online-Umfrage zur<br />
Verbesserung von Fahrradhäuschen.“ Auf Bedürfnisse wie diese will der Leitfaden nun reagieren und gibt Handlungsempfehlungen für die Informationsweitergabe und Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. 
</p>
<p>
Die Chancen von Facebook, Twitter und Co. werden ebenso aufgezeigt  wie mögliche Risiken: So müsse dem kurzfristigen Reiz des „Dabeiseins“ eine konsequente Weiterführung des Auftritts folgen, ansonsten könne ein Imageverlust drohen. Es bestehe zudem die Gefahr, dass angemeldete Nutzer Inhalte veröffentlichen, die den Interessen der Verwaltung entgegen stehen etc. Als großer Vorteil wird jedoch die Erleichterung der Verwaltungsarbeit genannt. Im wohl nützlichsten dritten Kapitel des Leitfadens wird mit praktischen Beispielen für unterschiedliche Kommunikationskanäle gearbeitet und es werden entsprechende Anwendungsprozesse  vorgeschlagen. Das  ebenso wichtige vierte Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen anhand konkreter Fragestellungen.
</p>
<p>
Diese erste Version des Leitfadens soll aber im Sinne einer offenen Diskussion kein starres Dokument bleiben, sondern Anregungen und Erfahrungen mit aufnehmen und ständig erweitert werden, betont in einem Grußwort die Verantwortliche Renate Mitterhuber, Leiterin des Referats E-Government- und IT-Strategie der Finanzbehörde Hamburg. Bei erfolgreicher Durchführung könnten die Hamburger Behörden ein Best-practice-Beispiel und nachahmenswertes Vorbild für Deutschland sein.</p>
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		<title>Fünf Wahlen – Fünf Thesen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fuenf-wahlen-fuenf-thesen-5182/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 16:22:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Superwahljahr 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Campaigning]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon fünf Wahlen im „Superwahljahr 2011“ sind gelaufen, Zeit für ein erstes Zwischenfazit aus netzpolitischer Perspektive. politik-digital.de hat sich das eCampaigning der vergangenen Monate genauer angesehen.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon fünf Wahlen im „Superwahljahr 2011“ sind gelaufen, Zeit für ein erstes Zwischenfazit aus netzpolitischer Perspektive. politik-digital.de hat sich das eCampaigning der vergangenen Monate genauer angesehen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Fünf Wahlen? Ja: neben den Landtagswahlen in<br />
Hamburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg standen<br />
am Sonntag auch noch die Kommunalwahlen in Hessen samt Volksentscheid<br />
zur verfassungsrechtlich verankerten „Schuldenbremse“ auf dem<br />
Wahlkalender.
</p>
<p>
<b>Fünf Thesen (und ein Post Scriptum) aus netzpolitischer Perspektive:</b>
</p>
<p>
<b>1. eCampaigning ist eine Selbstverständlichkeit geworden. </b>Quer durch die Republik, quer durch das Parteienspektrum haben sich die wesentlichen Techniken der digitalen Wahlkampfführung etabliert. Das gilt nicht nur für die Formate des Web 1.0 (Homepage, Kandidaten- und Kampagnenseite), sondern auch für den Wahlkampf im „sozialen Web“ auf Facebook, bei Twitter oder mit viralen Videos. Natürlich gibt es dabei graduelle Unterschiede zwischen den Parteien und so mancher Kandidat tritt auch noch zielsicher in die medienspezifischen Fettnäpfe, aber das gehört nun mal dazu: Die Nutzung des Mitmach-Web lernt man nur durch das Mitmachen und nicht jeder kann von Beginn alles richtig machen. Gefordert sind hier vor allem die Kampagnen-Strategen, die Parteien und Politiker beraten und jenes Know-How liefern müssen, das Amts- und Mandatsträger sich nicht aneignen können.
</p>
<p>
<b>2. Die Unterschiede zwischen den Kampagnen sind nur graduell.</b> Offenbar hat sich eine Art Standardkatalog für den digitalen Wahlkampfauftritt durchgesetzt, die Online-Präsenzen wirken bisweilen recht austauschbar. Nur selten fügen besondere Aktionen (die „Drei Tage wach“-Marke der Grünen) oder Formate („PersBECKtive“ als Unterstützerkampagne zwischen Web 1.0 und 2.0) neue Facetten hinzu. Selbst die Piraten gestalten ihre Online-Präsenzen immer öfter nach dem Muster der etablierten Parteien, wohl auch um potenzielle Wähler außerhalb ihrer „nerdigen“  Kernzielgruppe erreichen zu können. Interessant ist, dass junge Kandidaten keineswegs in Serie als große Innovatoren daher kommen – einen „digital native“-Automatismus, der von ganz alleine zu webaffinen Kandidaten und Kampagnen führt, gibt es offenbar nicht.
</p>
<p>
<b>3. Wenn´s mal wieder schmutzig wird</b> – Negativkampagnen sind Sache der Jugendorganisationen. Das Internet wird ja schon länger als Experimentierfeld für ein aggressiveres &quot;negative campaigning&quot; genutzt, und stets werden dafür die Jugendorganisationen der Parteien in die Wahlschlacht geschickt. Die schwierige Technik des Negativwahlkampfs wird dort jedoch nur selten beherrscht, oft haben die Scharmützel (wie zuletzt in Rheinland-Pfalz zu besichtigen) den Charakter eines digitalen Sandkastenstreits. Die schärfsten und besten Negativkampagnen kommen ohnehin von außen (oder sind als Guerilla-Aktivitäten getarnt). Ein simples, aber funktionierendes Werkzeug wie der Countdown zu Mappus´ Restlaufzeit oder die süffisanten Textplakate der Facebook-Gruppe „Tschüss Schwarz-Gelb“ erfüllen die Kriterien des Negativwahlkampfs weit besser als die offiziellen Gemeinheiten.
</p>
<p>
<b>4. Die Themen wechseln schneller, als es die Kampagnenplanung erlaubt.</b> Stuttgart 21, die „Social Media-Revolutionen“ in Nordafrika, die Affäre zu Guttenberg, das E10-Debakel und schließlich die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan – ganz gleich ob mit lokalem, regionalem, nationalem oder internationalem Anker versehen: Die Vielfalt der Themen, die Impulse für Wahlkampagnen geben können (oder auch gleich das Hauptthema der Vorwahl-Debatten setzen), wird immer größer. Zugleich erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der diese Themen die öffentliche Agenda erreichen und wieder verlassen. Im Grunde sind dies optimale Bedingungen für digitale Kampagnen, denn der Nach- und Neudruck von Plakaten oder der Dreh von Wahlspots ist nicht nur teuer, sondern auch langwierig. Insofern sind Online-Kampagnen der einzige Ort, der diesen veränderten Themenkonjunkturen ansatzweise gewachsen ist – davon war bisher noch nicht viel zu sehen, außer in der eiligen Produktion neuer Banner oder Textanzeigen. Anspruchsvollere Formate einer reaktiven Kommunikation sind bislang Mangelware.
</p>
<p>
<b>5. Das eCampaigning der Parteien erhält ein immer stärkeres Gegenüber aus dem Netz.</b> Die Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg hat gezeigt, dass sich einfache Online-Nutzer (man könnte auch sagen: „Bürger“) durch die geschickte Nutzung und Verzahnung unterschiedlicher Werkzeuge und Plattformen der Online-Kommunikation öffentlich Gehör verschaffen können. Immer mehr Menschen sind in der Lage, das vorhandene Kampagnenmaterial der Parteien zu absorbieren, digital zu bearbeiten und neu abzumischen. Aus diesem kreativen Umgang mit Texten, Bildern und Tönen entstehen gelegentlich wirkmächtige Collagen und Mash-Ups, die den offiziellen Kampagnen im Netz den Rang ablaufen können und der offiziellen Kommunikation einen Spiegel vorhalten. Der kreative Umgang mit „Medien zum Selbermachen“ scheint dabei durchaus in der Lage zu sein, motivierend und mobilisierend zu wirken – die „Vergrößerung der Wählermärkte“ könnte auch mit einem gesteigerten Grundrauschen politischer bzw. politiknaher Netzkommunikation zu tun haben. Genaueres müssen hier jedoch die statistischen Auswertungen zu Wahlbeteiligung und Wahlverhalten erst noch zeigen.
</p>
<p>
An diesem letzten Punkt liegt vielleicht auch der Ansatzpunkt für die Fortführung professioneller Kampagnen in der zweiten Hälfte des Superwahljahres 2011: Wem wird es am besten gelingen, sich auf die zunehmend dialogische Kommunikation zwischen Parteien und Bürgern (nicht zwingend immer auch: Wählern) einzulassen und daraus positive Energie für die eigene Wahlkampagne zu gewinnen?
</p>
<p>
<b>Post Scriptum:</b> </p>
<p>Die Piratenpartei segelt noch. Allerdings durch schwere See – insbesondere auf der Landesebene scheint es für die Piraten bislang nicht möglich, auch nur näherungsweise an die Fünf-Prozent-Hürde heranzukommen. Ein wichtiger Grund ist dafür nicht nur der noch immer geringe Organisationsgrad der Partei und die intern nicht geklärten Fragen bezüglich Programmatik sowie innerparteilicher Kommunikation und Struktur. Zudem ist das Thema „Netzpolitik“ vor allem auf der Bundesebene verankert, die wesentlichen Player finden sich auf der Ebene der Bundesministerien oder der Enquete-Kommission beim Bundestag. Die kommunale Ebene scheint dagegen bessere Perspektiven zu bieten, wie auch wieder einige Sitze in hessischen Stadtparlamenten zeigen – dieser Weg in die „große Politik“ ist jedoch lang und steinig, und möglicherweise muss sich die Piratenpartei auf lange Sicht eher an der Geschichte der Freien Wählerorganisationen orientieren als an den Kindertagen der Grünen. Schließlich erhält für die Piratenpartei nun die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus den Charakter einer Schlüsselwahl – gelingt auch hier nicht mehr als ein „Achtungserfolg“ im Zwei-Prozent-Bereich, dürfte es eine Zerreißprobe geben: Segeln ambitionierte Piraten dann weiter unter eigener Flagge oder stellen sie sich in die Dienste anderer (roter, grüner, vielleicht auch gelber) Polit-Flotten?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Modernisierung des Zählens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 15:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Stream]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburgische Bürgerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Hamburger Drei-Farben-Woche ist vorbei. Auf St. Pauli-Braun (Mittwoch) und HSV-Blau (Samstag) folgte schließlich ein sattes SPD-Rot. Der durchaus mit Spannung erwartete Online-Wahlkampf brachte dabei nicht viel Neues hervor. Immerhin bestätigten sich einige Vermutungen der Verschiebung in Richtung Social Web.  
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hamburger Drei-Farben-Woche ist vorbei. Auf St. Pauli-Braun (Mittwoch) und HSV-Blau (Samstag) folgte schließlich ein sattes SPD-Rot. Der durchaus mit Spannung erwartete Online-Wahlkampf brachte dabei nicht viel Neues hervor. Immerhin bestätigten sich einige Vermutungen der Verschiebung in Richtung Social Web.  </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Das personalisierte Wahlrecht führte nicht zu einem digitalen Personen-Wahlkampf, Netzpolitik ist auch in der Medienstadt Hamburg ein Fremdwort. Für einen Lichtblick sorgte dagegen ein Live-Stream aus dem Wahllokal.
</p>
<p>
Sieben Anmerkungen zur Bürgerschaftswahl in Hamburg:<b></p>
<p>1. Der Online-Wahlkampf ist im Web 2.0 angekommen</b> </p>
<p>Die vergleichsweise langweiligen Online-Wahlkampagnen in der Hansestadt haben sich bis zum Wahltag systematisch an das Web 2.0 und die &quot;sozialen Medien&quot; angenähert. Augenfälligste Beispiele waren die Marathon-Aktionen von Grünen (3 Tage wach), Julis (50 Stunden nonstop) und vor allem Twitter und Facebook am Wahlsonntag. Tagsüber dominierten die 140-Zeichen-Nachrichten aus den Wahllokalen und von unterwegs, nach 18 Uhr übernahm bei der arbeitsteiligen Echtzeitkommunikation dann Facebook.
</p>
<p>
Die Pinnwände der Facebook-Profile sind dabei die Neuauflagen der Gästebücher. Neue Freunde, Glückwünsche und Schulterklopfer (bzw. &quot;Gefällt mir&quot;-Daumen) gab es für die <a href="http://www.facebook.com/home.php?#!/photo.php?fbid=10150104225184311&amp;set=a.116598989310.95419.104145414310&amp;comments" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlsieger</a>, <a href="http://www.facebook.com/home.php?#!/cduhamburg/posts/191739927514379" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Beileid</a> und Spott für die Verlierer. Gut zu erkennen war hier auch, dass manchen politischen Akteuren längst noch nicht klar ist, mit welcher Öffentlichkeit sie es hier zu tun haben &#8211; vermutlich <a href="http://www.facebook.com/cduhamburg/posts/191789917509380" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eher für die Wahlparty geeignete Beiträge</a> via Facebook zu äußern, dürfte insbesondere bei der CDU Hamburg für einigen Gesprächsbedarf sorgen. <br />
<b><br />
2. Hamburg ist ein &quot;Altmedien-Standort&quot;</b></p>
<p>Theoretisch hätte es in der Hansestadt einen lebhaften Online-Wahlkampf geben müssen, der (N)Onliner-Atlas listet Hamburg mit 75 Prozent Onlinern auf <a href="http://www.initiatived21.de/category/nonliner-atlas/nonliner-atlas-2010#Entwicklung%20Bundesl%C3%A4nder" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rang vier im Bundesländervergleich</a>, außerdem rühmt man sich als Medienstandort mit renommierten Unternehmen und zahlreichen Ausbildungsstätten. Davon war vor der Wahl wenig zu spüren:<br />
keine innovativen Angebote zur Berichterstattung, keine Experimente mit neuen Formaten (z. B. im Bereich der Hyperlokal-Berichterstattung) und auch keine Adressierung des Themas im Wahlkampf. Immerhin residieren in Hamburg mit Facebook und Google zwei Firmen, die Barack Obama in seiner &quot;State of the Union&quot;-Ansprache in einem Atemzug mit den Gebrüdern Wright und Thomas A.<br />
Edison genannt hat. Natürlich sind Elbvertiefung und Hafenausbau wichtige Wirtschaftsthemen, aber die Neuen Medien sind es eben auch. Beziehungsweise, sie könnten es sein.<br />
<b><br />
3. Personalisiertes Wahlrecht und Social Media</b></p>
<p>Die 20 zu vergebenden Stimmen des &quot;neuen&quot; Hamburger Wahlrechts verschieben die Wahl in Richtung Persönlichkeitsorientierung. Warum haben die Kandidaten diesen Ansatz nicht aufgegriffen und die potenzielle Wahlverwandschaft mit personalisierter Kommunikation in den sozialen Medien nicht deutlich gemacht? Bis zu fünf Stimmen, die <i>ad personam</i> vergeben werden können, bieten die Möglichkeit, die parteiintern gebildeten Listen durcheinanderzuwürfeln. Noch scheinen die Kandidaten sich mit der Partei-Hackordnung zufrieden zu geben. Außerdem: warum wurde die Form der Stimmabgabe (kumulieren, panaschieren) nicht stärker in die digitalen Kampagnen integriert?
</p>
<p>
Musterstimmzettel, die mittels Mauszeiger das Abstimmen an der richtigen Stelle einüben, wären ein Erfolg versprechendes Feature auf Kandidatenseiten gewesen. Leider Fehlanzeige.<br />
Genauer ansehen muss man sich offenbar auch den parteiinternen Umgang mit dem persönlichen Wahlrecht, wie <a href="http://blog.abgeordnetenwatch.de/2011/02/08/ehrenkodex-verpflichtungserklarungen-farinessregeln-wie-parteistrategen-das-wahlrecht-untergraben-wollen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser</a> Beitrag zu Fairnessregeln nahelegt. Eine substanzielle, länderübergreifende <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2011/02/22/hamburger-wahlrecht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Debatte um die Modernisierung des Wahlrechts</a> sollte folgen.<br />
<b></p>
<p>4. Netzpolitik findet nicht statt</b></p>
<p>Inhaltlich ist mit netzpolitischen Themen wie Datenschutz, Open Data/Open Government, Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralität etc. kein (Stadt)Staat zu machen. Punkt, Aus, Ende.<br />
<b><br />
5. Es gibt keine NetzpolitikerInnen</b></p>
<p>Das Thema Netzpolitik wird nicht als persönliches Alleinstellungsmerkmal genutzt. Bindestrich-Politiker ist man nach wie vor mit Themen wie Finanzen, Wirtschaft, Integration, Bildung oder Sicherheit. Ohne die explizite Verbindung mit einer Person lassen sich die nicht ganz trivialen Themen (vgl. Punkt 4) jedoch nicht vermitteln. Von einem <a href="http://www.google.com/search?q=datensenator&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a#hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=eUD&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;&amp;sa=X&amp;ei=gbVjTf6KKMXNswatlci1CA&amp;ved=0CBUQBSgA&amp;q=daten+senator&amp;spell=1&amp;fp=400c42ec294833b9" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datensenator/einer<br />
Datensenatorin</a> als CIO der Bürgerschaft wollen wir erst gar nicht reden (vgl. dazu auch Punkt 2).<br />
<b><br />
6. Die Piraten sind auch nur noch eine Partei</b></p>
<p>Der &quot;Normalisierungsprozess&quot; der Piratenpartei führt die Schwierigkeit deutscher Online-Wahlkämpfe vor Augen. Natürlich sind die Piraten online noch immer eine Macht, daran ändern auch die Besserungsversuche der &quot;Etablierten&quot; nichts. Dennoch ist es bemerkenswert, wie sehr die &quot;Professionalisierung&quot; der Piraten (also: der Aufbau von formalen Strukturen, die Differenzierung und Delegation von Arbeitsaufgaben, die Orientierung an konkreten Wahlzielen wie Stimmenmaximierung) gleichzeitig als &quot;Verlangweiligung&quot; verstanden werden kann. Natürlich ist es rational und konsequent, die Aufmerksamkeit von online nach offline zu verschieben &#8211; die Piraten müssen das Netz verlassen, um eine größere Klientel zu erreichen und zumindest in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. Die damit verbundene &quot;Analogisierung&quot; der Themen ist ein Effekt. 
</p>
<p>
Die sehr viel weitreichendere Überlegung ist aber: kann es sein, dass die formale Organisation von Interessen im Rahmen klassischer Parteistrukturen das innovative Potenzial der offenen, dezentralen Unterstützerkommunikation unter sich begräbt? Das wäre insofern nicht nur interessant für eine künftige Einschätzung der Piratenaktivität &#8211; sondern es hieße auch, dass die besondere Ausprägung der &quot;Parteiendemokratie&quot; der eigentliche Hemmschuh für die Entwicklung einer digitalen Demokratiekultur in Deutschland ist.<br />
<b><br />
7. Die Modernisierung des Zählens</b></p>
<p>Und dennoch passieren Dinge, die sind einfach so gut, dass man sie nicht besser erfinden könnte. Aus der fixen (und ziemlich nerdigen) Idee, die <a href="http://www.joeran.de/livestream-der-auszahlung-der-wahlen-in-hamburg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auszählung der Stimmen per Live-Stream</a> einer breiteren Öffentlichkeit<br />
(oder überhaupt einer Öffentlichkeit) zugänglich zu machen, entwickelte sich die heimliche Erfolgsgeschichte des Wahltags (Disclaimer: ich kenne die &quot;Auszählungsöffentlichkeitshersteller&quot; persönlich und habe bereits mehrfach mit ihnen zusammengearbeitet).<br />
Die Crew des Wahllokals 105.02 schaltete am Sonntag ab ca. 18:20 Uhr via make.tv einen Livestream, der Außenstehenden einen Blick auf die demokratisch wertvolle Tätigkeit des &quot;Wahlhelfens&quot; vermittelte.
</p>
<p>
Außer stapelweise Papier und konzentriert arbeitenden Menschen sah man gelegentlich Wahlvorsteher <a href="http://www.twitter.com/jmm_hamburg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jöran Muuß-Merholz</a> in die Kamera sprechen und das Geschehen erklären.<br />
Bereits im Laufe des Tages hatten Hinweise auf die Aktion im Netz für Aufmerksamkeit gesorgt, und folgerichtig geriet der Stream schnell an die Kapazitätsgrenzen &#8211; vor allem auch deshalb, weil die so genannten Massenmedien über die Aktion berichtet haben. Ein Link aus dem Spiegel Online-Ticker und die Erwähnung in der Wahlsondersendung des ZDF gegen 19:15 Uhr brachten den Stream ins Wanken.<br />
Was aber ist nun so spektakulär daran? Im Grunde nicht viel, denn &quot;Öffentlichkeit&quot; gehört schließlich zum Standard der Auszählungspraxis in Deutschland &#8211; jeder Bürger hat grundsätzlich die Möglichkeit, nach 18 Uhr in (s)ein Wahllokal zu gehen und sich dort von der Richtigkeit des Verfahrens zu überzeugen. Nur: wer macht so etwas?<br />
Das demokratische Ritual des Wählens erschöpft sich für die Allermeisten in der Stimmabgabe an der Urne (oder zunehmend zu Hause, in der mehr oder weniger individuellen Briefwahl-Variante). Die wertvolle Kultur des &quot;Wahlhelfens&quot; ist vom Aussterben bedroht und wird zunehmend zu einem Kostenfaktor (bei der Bürgerschaftswahl 2008 war &quot;Erfrischungsgeld&quot; mit 6,3 Millionen Euro der mit Abstand größte Posten in der damaligen <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/668722/data/erfahrungsbericht.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Endabrechnung des Landeswahlleiters</a>).
</p>
<p>
Die Live-Übertragung dieser für demokratische Gemeinwesen eigentlich selbstverständlichen Tätigkeit ist eine &quot;Werbung in eigener Sache&quot;, die zugleich Anschauungsmaterial für politische Bildungsveranstaltungen hervor gebracht hat.<br />
Es bleibt zu hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht und wir bei den kommenden Landtagswahlen ähnliches zu sehen bekommen. Bis zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt (20. März), Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg (jeweils 27. März) ist auf jeden Fall noch genügend Zeit, die Vorbereitungen für solche Nachweise von <i>Democracy in Action</i> zu treffen. Die &quot;Modernisierung des Wählens&quot; ist in Deutschland ja ein schwieriges Thema, immerhin ist nun bei der &quot;Modernisierung des Zählens&quot; ein deutliches Signal gesetzt worden. Weiter so!</p>
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		<title>Live-Stream zum Thema Wahlmodernisierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 09:27:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlcomputer]]></category>
		<category><![CDATA[Internetwahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurz vor der Hamburg-Wahl überträgt heute die Friedrich-Naumann-Stiftung per Live-Stream eine <a target="_blank" href="http://www.la.fnst-freiheit.org/uploads/1273/1269/HH_11_02_17_Wie_modernisiert_man_das_Waehlen.pdf" rel="noopener noreferrer">Veranstaltung zum Thema</a>: Wie modernisiert man das Wählen? Dazu steht Dr. Christoph Bieber, Politikwissenschaftler und stellvertretender Vorsitzender von pol-di.net e.V., Rede und Antwort.     
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor der Hamburg-Wahl überträgt heute die Friedrich-Naumann-Stiftung per Live-Stream eine <a target="_blank" href="http://www.la.fnst-freiheit.org/uploads/1273/1269/HH_11_02_17_Wie_modernisiert_man_das_Waehlen.pdf" rel="noopener noreferrer">Veranstaltung zum Thema</a>: Wie modernisiert man das Wählen? Dazu steht Dr. Christoph Bieber, Politikwissenschaftler und stellvertretender Vorsitzender von pol-di.net e.V., Rede und Antwort.     </p>
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Heute (17.2.) um 19:30 Uhr diskutieren Dr. Christoph Bieber und Jöran Muuß-Merholz im Steigenberger Hotel in Hamburg u.a. folgende Fragen: Sind bei einem Wahlzettel mit 20 Kreuzen Papier und Kugelschreiber noch die optimalen Werkzeuge für das Wählen – und für das Auszählen, für das in Hamburg 3,5 Tage eingeplant sind? Die Brasilianer nutzen Wahlcomputer und die Esten stimmen per Internet ab – warum bleiben die Deutschen beim Papier? 
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<p>
Laut Christoph Bieber bietet die &quot;Bürgerschaftswahl in Hamburg einen guten Hintergrund, um sich wieder einmal mit dem Thema zu befassen. 2008 sollte mit einem <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitaler_Wahlstift" rel="noopener noreferrer">digitalen Wahlstift</a> gewählt werden, was nach heftiger Kritik, u.a. durch den <a target="_blank" href="http://www.ccc.de/updates/2007/wahlstift-hack" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club</a>, verhindert wurde. Eine Folge: die Bürgerschaftswahl von 2008 war acht Mal so teuer wie 2004.&quot;
</p>
<p>
Jeder Interessierte kann via <a target="_blank" href="http://waehlen-live-stream.virtuelle-akademie.fnst.org/webcom/show_websiteprog.php?wc_c=34339&amp;wc_lkm=13698" rel="noopener noreferrer">Anmeldung</a> per Live-Stream das Event verfolgen und über einen Chat mit den Podiumsteilnehmern diskutieren.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier – KW 06</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 11:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Potenziale Hamburgs als digitale Wahlkampfarena, Geschlechter-Unterschied bei Web-Nutzung, der ägyptische Kampf im Netz für eine neue politische Ordnung und das Buch von Daniel Domscheit-Berg – dies und mehr in der Linkliste.   
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Potenziale Hamburgs als digitale Wahlkampfarena, Geschlechter-Unterschied bei Web-Nutzung, der ägyptische Kampf im Netz für eine neue politische Ordnung und das Buch von Daniel Domscheit-Berg – dies und mehr in der Linkliste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://wahl.de/blog/110209/hamburg-die-digitale-perle" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ePartizipation an der Elbe<br />
</strong></a>In gut einer Woche wird über die neue Zusammensetzung der hamburgischen Bürgerschaft entschieden. Grund genug für wahl.de, die Strukturen des dortigen Internet-Wahlkampfs zu untersuchen. Ergebnis: In kaum einer anderen Region Deutschlands sind die Voraussetzungen besser als in der Hansestadt.</p>
<p><a href="http://www.forschungsgruppewahlen.de/Umfragen_und_Publikationen/Internet-Strukturdaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Frauen surfen anders als Männer<br />
</strong></a>Die in dieser Woche veröffentlichten Internet-Strukturdaten der Forschungsgruppe Wahlen e.V. zeigen: Auch weiterhin besteht ein &#8220;gender-gap&#8221; bei der täglichen Nutzung von Web-Inhalten. Die Mannheimer Forscher verdeutlichen dies in ihrer repräsentativen Erhebung mit aktuellen Fakten zur geschlechter- und altersspezifischen Nutzung von Web-Inhalten.</p>
<p><a href="http://techpresident.com/blog-entry/whyd-battle-ready-mubarak-turn-egypts-internet-back" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Netzabschaltung beim ägyptischen Volksaufstand<br />
</strong></a>In einem Blog-Beitrag auf techpresident.com beschäftigt sich Nancy Scola u.a. mit der Frage, warum das ägyptische Regime das Netz kurzzeitig abschaltete und es dann wieder frei gab. Vielleicht, um die Netz-Aktivisten zu beobachten?</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/aegpyten-internet-aktivist-wael-ghonim-freiheitskaempfer-aus-dem-netz-1.1057563" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Der Freiheitskämpfer im Internet<br />
</strong></a>Nach seiner Haftentlassung versucht der ägyptische Internet-Aktivist Wael Ghonim der dortigen Protestbewegung neuen Schwung zu verleihen, so Kathrin Haimerl bei sueddeutsche.de. Sie stellt zudem fest, dass es eine Neuorganisation der Opposition im Internet gibt. Dass sich Mubaraks Regierung der Macht der Netzbewegung bewusst ist, zeige das rigorose Vorgehen in den vergangenen Wochen.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-02/domscheit-berg-inside-wikileaks-interview" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;Inside Wikileaks&#8221; erschienen<br />
</strong></a>Karsten Polke-Majewski von Zeit Online führte ein Interview mit dem Ex-WikiLeaks-Mitarbeiter Daniel Domscheit-Berg rund um sein heute erschienenes Buch &#8220;Inside WikiLeaks&#8221;. Bereits in der letzten Woche hatte die Enthüllungswebsite &#8220;Cryptome&#8221; erste Passagen des vieldiskutierten Buchs veröffentlicht.</p>
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