<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Hans-Olaf Henkel &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/hans-olaf-henkel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Tue, 29 Jun 2004 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Hans-Olaf Henkel &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Reformen und 40-Stunden-Woche</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/reformen_und_40stundenwoche-192/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/reformen_und_40stundenwoche-192/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[sfuhrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Olaf Henkel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/reformen_und_40stundenwoche-192/</guid>

					<description><![CDATA[<b>Hans-Olaf Henkel<!-- #EndEditable --> 
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->29.06.2004</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hans-Olaf Henkel<!-- #EndEditable --><br />
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->29.06.2004</b><!--break--><b><!-- #EndEditable --><br />
</b><br />
<!-- #BeginEditable "chat" --> </p>
<p>
<b><b>Moderator:</b></b> Liebe Politik-Interessierte, herzlich willkommen<br />
im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de<br />
und politik-digital.de und wird unterstützt von tagesspiegel.de<br />
und von sueddeutsche.de. Im ARD-Hauptstadtstudio begrüße<br />
ich Hans-Olaf Henkel, Präsident des Bundes der Wissenschaftsgemeinschaft<br />
Gottfried Wilhelm Leibniz und von 1995 bis 2001 Präsident des Bundes<br />
der Deutschen Industrie.
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/hohenkel3.jpg" align="left" height="136" width="140" />M.B.:</b><br />
Warum sollen in Zeiten zunehmender Arbeitslosigkeit die Menschen noch<br />
mehr arbeiten? Wird die Situation dadurch nicht verschärft?
</p>
<p>
<b><b>Hans-Olaf Henkel:</b></b> Im Gegenteil. Der Hauptgrund für<br />
die Misere am Arbeitsmarkt sind die Arbeitskosten pro Stunde. Es gibt<br />
zwei Möglichkeiten diese zu beeinflussen: Entweder sie senken die<br />
Löhne oder sie erhöhen die Anzahl der Stunden. Suchen sie<br />
sich aus, was sie wollen!
</p>
<p>
<b>Monsun:</b> Was halten Sie von einvernehmlichen Lösungen &#8211;<br />
wie z.B. das VW-Modell &quot;5000mal5000&quot;, um die wirtschaftlichen<br />
Probleme zu lösen? Entziehen solche Pauschallösungen wie die<br />
40-Stunden-Woche den Arbeitnehmern nicht ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten?
</p>
<p>
<b><b>Hans-Olaf Henkel:</b></b> Da ist was dran. Ich bin schon seit<br />
vielen Jahren davon überzeugt, dass wir das Monopol von Arbeitgeberverbänden<br />
und Gewerkschaften brechen müssen. So wie in anderen Ländern<br />
auch sollten Betriebsräte und Betriebsleitungen die Möglichkeit<br />
haben, selbst zu entscheiden wie lange gearbeitet und was gezahlt wird.
</p>
<p>
<b>Solon:</b> Einmal angenommen: Sie hätten heute Regierungsverantwortung,<br />
was wäre ihre erste Maßnahme?
</p>
<p>
<b><b>Hans-Olaf Henkel:</b></b> Das Betriebsverfassungsgesetz würde<br />
ich entsprechend der vorhergehenden Antwort ändern. Diese Reform<br />
bringt die nötige Flexibilität in die Betriebe und sie kostet<br />
nichts.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das heißt Ende des Flächentarifvertrags?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Nein. Die Möglichkeit, die nicht anwenden<br />
zu müssen.
</p>
<p>
<b>Studentsince2000:</b> Ich finde es irgendwie schwer verständlich,<br />
warum Manager ihre Löhne erhöhen, wir aber darauf verzichten<br />
sollen? Können wir die Manager nicht ins Ausland verlagern?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Wenn wir die Manager nicht marktgerecht bezahlen,<br />
dann gehen sie in der Tat ins Ausland.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Was ist marktgerecht? War Vodafone marktgerecht?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Schwer zu sagen. Ich bin der Meinung, dass<br />
in der letzten Zeit am Markt vorbei, also zu viel von Aufsichtsräten<br />
für ihre Vorstände genehmigt wurde.
</p>
<p>
<b>Attac:</b> Inwiefern spielt die Globalisierung eine Rolle? Müssen<br />
wir in den nächsten Jahren unseren Lebensstandard senken, da der<br />
dafür notwendige hohe Lohn nicht konkurrenzfähig ist?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Auch wenn das politisch völlig inkorrekt<br />
ist: So wie die Dinge stehen, werden wir zwar nicht die Löhne senken,<br />
aber Lebensstandard zumindest relativ im Vergleich zu anderen Ländern<br />
verlieren. War das deutsche Pro-Kopf-Einkommen vor 20 Jahren an der<br />
Spitze in Europa, ist es inzwischen auf dem viertletzten Platz der alten<br />
EU (15 Länder) gelandet. Es werden uns noch mehr Volkswirtschaften<br />
überholen, weil wir nicht auf die Globalisierung vorbereitet wurden.
</p>
<p>
<b>Hinz:</b> Im Prinzip stimme ich zu, dass der Flächentarifvertrag<br />
gelockert und das Arbeitsrecht generell stark dereguliert wird, kein<br />
Problem, das muss gemacht werden. Ich frage mich allerdings immer, wie<br />
es &quot;Top&quot;-Manager an ihre Top-Position mit Top-Gehalt geschafft<br />
haben, wenn vielen von ihnen offenbar jedes Gespür für symbolische<br />
Handlungen und Vorbildfunktion fehlt! Wie geht das? Das sind doch Eigenschaften,<br />
die jeder gute Chef oder Konzernleiter im Blut haben muss!
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Ich gebe Ihnen völlig Recht, kann aber<br />
nicht erkennen, dass es heute in der Wirtschaft mehr schwarze Schafe<br />
gibt als früher, dass es in der Wirtschaft mehr schwarze Schafe<br />
gibt als in anderen Teilen der Gesellschaft und dass es in der deutschen<br />
Wirtschaft mehr schwarze Schafe gibt als in anderen Volkswirtschaften.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Dennoch, ich sehe hinter der Frage auch: Brauchen<br />
wir wieder mehr Unternehmer-Persönlichkeiten oder ist das mit der<br />
Globalisierung vorbei?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Wir brauchen eher mehr und es gibt massenhaft.<br />
Nur weiß niemand, welcher Unternehmensgründer der Grundig,<br />
der Borgward oder der Schliecker von morgen wird. Übrigens alle<br />
diese Firmen, &quot;klassische Unternehmerpersönlichkeiten&quot;<br />
haben sie mal gegründet, sind inzwischen pleite oder irrelevant<br />
geworden.
</p>
<p>
<b>SaoPaulo:</b> &quot;Lebensstandard zumindest relativ im Vergleich<br />
zu anderen Ländern verlieren&quot;, warum spricht das kein Politiker<br />
offen aus. Dann fängt jeder Bürger an zu rotieren! Wird aber<br />
immer nur von &quot;Strukturtralalals&quot; gesprochen, versteht das<br />
kein Mensch. Dementsprechend haben wir keine Reaktion sondern Stagnation.<br />
Muss die Politik offener sprechen?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Ich sehe zwei große Themenfelder: Erstens<br />
die Politik und meine Kollegen in der Wirtschaft vorneweg, aber auch<br />
andere gesellschaftliche Vorbilder müssen mehr für die Aufklärung<br />
wirtschaftspolitischer Zusammenhänge tun. Zweitens: wir müssen<br />
unser politisches Entscheidungssystem der Globalisierung anpassen. Unsere<br />
1948 unter alliierter Oberaufsicht entstandene Verfassung wimmelt voller<br />
Blockaden. Das war in den ersten Dekaden nach dem Krieg ein Vorteil,<br />
man nannte diesen &quot;Stabilität&quot;. In Zeiten des raschen<br />
technologischen Wandels, der zunehmenden Globalisierung, der demographischen<br />
Veränderung ist aus diesem Vorteil ein Nachteil geworden: &quot;Unbeweglichkeit&quot;.<br />
Deshalb müssen wir, so wie andere Länder auch, für eine<br />
&quot;Reform unserer Reformfähigkeit&quot; werben.
</p>
<p>
<b>Gibro34:</b> Wie sehen Sie die reale Machtverteilung in der BRD<br />
zwischen Politik und Wirtschaft (z.B. in Prozent)?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Auf diese Frage kann ich in Prozenten nicht<br />
antworten. Klar ist, dass die Politik die Standortbedingungen in Deutschland<br />
über die letzten Jahre zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit<br />
unserer Wirtschaft und damit unserer Gesellschaft dramatisch verschlechtert<br />
hat. Mit anderen Worten: Die Wirtschaft hat offensichtlich viel zu wenig<br />
Einfluss, denn hätte sie welchen gehabt, hätte das nicht passieren<br />
können. Die wahre Macht haben solche, die das Reformtempo der gesamten<br />
Gesellschaft bestimmen, und das sind ganz offensichtlich bis zu diesem<br />
Zeitpunkt die Gewerkschaften gewesen.
</p>
<p>
<b>Kapitalist:</b> Nach Darstellung des Instituts für Arbeitsmarkt-<br />
und Berufsforschung (IAB) ist in Deutschland die 40 Stunden Woche bereits<br />
Alltag. Passt dies zu ihren Beobachtungen?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Könnte sein. Ich kenne sehr viele Leute,<br />
die 50, 60 Stunden und mehr arbeiten. Und es gibt natürlich auch<br />
solche, die viel weniger arbeiten. Man muss volkswirtschaftlich die<br />
Arbeitslosen mit hinein rechnen. Wenn wir das tun, dann stellen wir<br />
fest, dass die 82 Millionen Deutschen bei nur 25 Millionen Beschäftigten<br />
ca. 600 Stunden im Durchschnitt im Jahr arbeiten. Und damit weitaus<br />
weniger als jedes andere OECD-Land.
</p>
<p>
<b>Gewerkschaft:</b> Wer wurde nicht auf die Globalisierung vorbereitet?<br />
Die Firmen oder der Bürger oder der Staat? Wenn es die Arbeitnehmer<br />
betrifft, hätten diese Ihrer Meinung nach schon seit 5 Jahren länger<br />
arbeiten sollen?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Die Wirtschaft ist im Prinzip auf die Globalisierung<br />
vorbereitet, nicht umsonst sind wir immer noch Export-Vizeweltmeister.<br />
Aber diese &quot;Vorbereitung&quot; findet oft zu Lasten der Gesellschaft<br />
statt: Durch die Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Was<br />
die Arbeitszeit betrifft, so liegt der Fehler länger als 5 Jahre<br />
zurück. Wir hätten damals nicht als einziges Land der Welt<br />
die 35-Stunden-Woche einführen dürfen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zu ihrer Rechnung in Sachen Beschäftigung:
</p>
<p>
<b>purzelzwerg:</b> Wäre es dann nicht besser, wenn alle nur 20<br />
Stunden arbeiten und damit Vollbeschäftigung herrscht?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Wie wär’s mit 10 Stunden, dann hätten<br />
wir eine noch vollere Beschäftigung! Nochmal: Arbeitskosten werden<br />
grundsätzlich als Kosten pro Stunde kalkuliert. Wenn sie nur noch<br />
20 Stunden pro Woche arbeiten, und niemand wäre bereit, nur noch<br />
die Hälfte dabei zu verdienen, würden sie die Arbeitskosten<br />
verdoppeln, und damit keinen einzigen Arbeitsplatz mehr einrichten können.<br />
Resultat: Alle wären arbeitslos. Es gibt einen empirisch nachweisbaren<br />
Zusammenhang zwischen der Höhe der Arbeitszeit und der Beschäftigung.
</p>
<p>
<b>Tina M.:</b> Erhöhung der Arbeitszeit bei gleichzeitiger Erhöhung<br />
der Barriere einen Kita-Platz während der Arbeitslosigkeit zu bekommen<br />
wirft die Frauen aus dem Arbeitsmarkt wieder raus. Ich finde die reformierten<br />
Tendenzen in Deutschland mehr als fragwürdig und heiße sie<br />
in den Kontexten, in denen sie vorgenommen werden, nicht gut.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Tun wir zuwenig für die Frauen?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Ja.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Was wäre das wichtigste, was da getan werden<br />
müsste &#8211; ein Beispiel?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass<br />
schon die Eltern darauf achten müssen, ihre Mädchen genauso<br />
zu fordern und zu fördern wie die Jungen.
</p>
<p>
<b>Doha:</b> Damit es im Osten vorangeht, muss der Kurs geändert<br />
werden. Das meint der Leiter des &quot;Gesprächskreises Ost&quot;,<br />
von Dohnanyi. Ihre Meinung?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Ich habe mit Herrn von Dohnanyi in den letzten<br />
Wochen oft darüber gesprochen. Wir sind einer Meinung. Allerdings<br />
hätte ich mir gewünscht, dass er meinen Vorschlag, das Tarifkartell<br />
im Osten auf 10 Jahre begrenzt außer Kraft zu setzen, stärker<br />
unterstützt hätte. Und was die traurige Tatsache betrifft,<br />
dass wir im Osten von 1000 Beschäftigten nur einen Wissenschaftler<br />
haben (im Westen 4, in Japan 8), so hätte ich mir ein deutlicheres<br />
Eintreten für eine Forschungsförderung der mittelständischen<br />
Industrie gewünscht.
</p>
<p>
<b>Frodo2:</b> Warum verlagern Unternehmen ihre Produktion beispielsweise<br />
nach Ungarn und nicht nach Ostdeutschland, wo de facto bereits ähnlich<br />
günstige Bedingungen vorhanden sind. Sind die Ostdeutschen nicht<br />
qualifiziert genug?
</p>
<p>
<b>Mr. Willpower:</b> In Ostdeutschen Bundesländern (z.B. Sachsen)<br />
leben mehr Menschen von staatlichen Transferleistungen als von Eigenleistungen.<br />
Wie lange können wir uns das noch leisten? Ihr Vorschlag zur Beendung<br />
der Stillstandskrise?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Zum ersten Teil: Die Bedingungen sind völlig<br />
unterschiedlich. Ein Investor in Ungarn ist nicht mit der Tatsache konfrontiert,<br />
dass bald die ostdeutschen Löhne dasselbe Niveau wie die westdeutschen<br />
bekommen sollen. Die Lohnzusatzkosten sind ein Bruchteil derjenigen<br />
von Ost- und Westdeutschland, die Unternehmensteuern ebenfalls. Also:<br />
An der Qualifikation liegt es gar nicht, sondern nur an den Standortbedingungen.<br />
Zum zweiten Teil: Wir müssen den ostdeutschen Bundesländern<br />
mehr Freiheiten geben, ihre eigenen Geschicke in die Hände nehmen<br />
zu können, z.B. soll jedes Bundesland entscheiden, ob es am westdeutschen<br />
Tarifkartell festhalten will, soll jedes Bundesland entscheiden wie<br />
hoch es seine Unternehmen besteuern möchte, wie lange seine Läden<br />
geöffnet werden dürfen, mit welcher Bürokratie man die<br />
Wirtschaft belastet. Ähnliches gibt es auch in anderen föderal<br />
organisierten Ländern, wie z.B. der Schweiz oder den USA. Mit anderen<br />
Worten: Der Wettbewerb zwischen kleineren Einheiten führt immer<br />
zu einem stärkeren Ganzen.
</p>
<p>
<b>GE:</b> Der US-Technologiekonzern General Electric (GE) sieht Deutschland<br />
als Wachstumsmarkt an und eröffnet ein Forschungszentrum in München.<br />
Ist Deutschland besser als wir meinen?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Oder Bayern?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Ich bin selbst im internationalen Beirat von<br />
GE und habe mich intensiv beim Firmenchef in Deutschland und USA für<br />
diese Ansiedlung eingesetzt. Mit Sicherheit ist Deutschland ein attraktiver<br />
Markt, hat immer noch attraktive Universitäten, wie z.B. die Münchner<br />
Universität, auf deren Gelände dieses Forschungszentrum gebaut<br />
wurde. Aber leider handelt es sich bei dieser Entscheidung um eine Ausnahmeentscheidung,<br />
denn ich sehe andererseits wie deutsche Unternehmen dazu gezwungen werden,<br />
ihre Forschungsabteilungen zum Thema Gentechnik, Pflanzenzüchtung,<br />
Stammzellentechnik, Kerntechnik, ins Ausland verlagern. Eine spezifisch<br />
deutsche Ideologie treibt wieder einmal wertvolle Arbeitsplätze<br />
und Existenzen aus dem Lande.
</p>
<p>
<b>Gewerkschaft:</b> Wie viele Zuschüsse oder Steuererleichterungen<br />
hat GE bekommen? Und von wem?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> So weit ich weiß, keine.
</p>
<p>
<b>Schlauer:</b> Siemens verlagert Forschung und Entwicklung ins Ausland<br />
(Asien), weil es billiger ist. Macht das Schule und wo bleibt die soziale<br />
Verantwortung.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Über soziale Verantwortung haben wir schon geredet,<br />
aber in der Tat: Macht Siemens mit dem Beispiel Handy-Werken (längere<br />
Arbeitszeit für Standorterhaltung) den Vorreiter?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Siemens bleibt gar nichts anderes übrig.<br />
Oder sind Sie als Konsument bereit, für ein Handy gleicher Qualität<br />
nur deshalb mehr zu bezahlen, weil es aus Deutschland ist? Ich könnte<br />
den Spieß umdrehen: Wo bleibt die soziale Verantwortung des Konsumenten?<br />
Aber im Ernst: Diese Entscheidung der Unternehmen oder der Konsumenten<br />
haben mit &quot;sozialer Verantwortung&quot; nichts zu tun. Sozial verantwortlich<br />
handelt die Regierung nur dann, wenn sie Bedingungen schafft, die eine<br />
Verlagerung von Arbeitsplätzen unnötig macht.
</p>
<p>
<b>Wuppertal:</b> Wäre nicht mehr Teilzeit für alle ein besseres<br />
Modell? Gerade z.B. bei Wissensarbeit in High-Tech-Unternehmen. Umfragen<br />
haben gezeigt, dass die Mitarbeiter häufig mehr Freizeit wünschen.
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Ich habe ein ganz andere Beobachtung, dass<br />
gerade in diesen neuen Branchen der Wunsch besteht, wesentlich länger<br />
zu arbeiten als nur 35 Stunden pro Woche. Und vor allem zu Zeitpunkten,<br />
die man sich selbst aussuchen möchte. Also: Warum arbeiten wir<br />
am PC nicht mal um 8 Uhr abends zu Hause und stehen dafür später<br />
auf? Moderne Unternehmen müssen ein Umfeld schaffen, wo so etwas<br />
möglich ist. Im Übrigen: Wenn sie einem Amerikaner erzählen,<br />
dass in Deutschland die 35-Stunden-Woche eingeführt wurde, kommt<br />
der zu dem Schluss, ganz Deutschland arbeitet schon auf Teilzeit.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die 35-Stunden-Woche gilt allerdings für die<br />
meisten Branchen nicht. Nachfrage von:
</p>
<p>
<b>purzelzwerg:</b> Sollen alle Beschränkungen für den Wissenschaftsstandort<br />
Deutschland aufgehoben werden? Sollte beispielsweise die Genforschung<br />
ohne Schranken möglich sein? Auch wenn dies gegen die breite Meinung<br />
der Bevölkerung ist?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Natürlich nicht. Wieso glauben Sie, dass<br />
es keine Beschränkungen in Belgien, der Schweiz oder in den USA<br />
gibt? Die Frage ist, ob man zunächst die Chancen neuer Techniken<br />
sieht oder von Anfang an nur die Risiken.
</p>
<p>
<b>Humbol:</b> Das neue Zuwanderungsgesetz verbessert nach Ansicht<br />
von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn die internationale Wettbewerbsfähigkeit<br />
Deutschlands. Stimmen sie dem zu?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Ich war selbst in der Zuwanderungskommission<br />
und habe mich sehr darüber geärgert, dass es drei Jahre brauchte,<br />
um so ein Gesetz zu verabschieden. Wir hätten das Punktesystem,<br />
was in unseren Vorschlag noch enthalten war, drin lassen sollen. Leider<br />
hat die CDU/CSU es wohl aus rein populistischen Gründen heraus<br />
verhandelt. Wenn das noch drin gewesen wäre, könnte ich der<br />
Ministerin vorbehaltlos zustimmen.
</p>
<p>
<b>AusSpasswurdeErnst:</b> Sie sprechen über das Versagen der<br />
Politik und der Gewerkschaften. Was ist mit der restriktiven Kreditpolitik<br />
deutscher Banken, die mittelstandsfeindlich ist?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Ich bin bzw. war noch nie verantwortlich für<br />
den Bankensektor in Deutschland, kenne die Kritik des Mittelstandes,<br />
teile sie aber nicht. Durch &quot;Basel II&quot; sind auch deutsche<br />
Kreditinstitute gezwungen, ihre Kredite nach der Bonität ihrer<br />
Kunden zu vergeben und nicht wie früher nach einem Durchschnitt<br />
aller Kunden.
</p>
<p>
<b>Pierer:</b> Am Mittwoch könnte die US-Notenbank Fed die Leitzinsen<br />
erhöhen. Gut für Deutschland?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Langfristig ja, weil die letzten Hoffnungen<br />
auf eine laxe Kreditpolitik der EZB schwinden werden. Das heißt,<br />
wir müssen weiterhin an den strukturellen Reformen arbeiten, anstatt<br />
einen kurzfristigen Ausweg über billige Kredite zu suchen. Kurzfristig,<br />
und ich frage mich ob er das wohl schon ahnt, wird das den Haushalt<br />
von Finanzminister Eichel weiter unter Druck setzen. Denn angesichts<br />
der hohen Schulden, die wir haben, wird er mehr für Zinsen aufwenden<br />
müssen, als er heute plant.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Frage an den ehemaligen IBM-Manager, der sie viele<br />
Jahre waren:
</p>
<p>
<b>Eftimin:</b> Herr Henkel, glauben Sie mittelfristig an einen erneuten<br />
Boom in der IT-Wirtschaft?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Nicht an einen Boom, aber ich bin davon überzeugt,<br />
dass die Informations- und Kommunikations-Industrie ca. doppelt so schnell<br />
wachsen wird, wie das Bruttosozialprodukt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Was bleibt davon in Deutschland hängen?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Zu wenig, denn wir haben seit vielen Jahren<br />
in dieser Branche ein wachsendes Leistungsbilanzdefizit, d.h. im Gegensatz<br />
zum Gesamtbild der deutschen Wirtschaft, importieren wir viel mehr als<br />
wir exportieren.
</p>
<p>
<b>Carina:</b> Was bedeutet für Sie Gerechtigkeit?
</p>
<p>
<b>Hans-Olaf Henkel:</b> Für mich ist Gerechtigkeit genauso wichtig<br />
wie Freiheit. Aber ich habe etwas gegen die deutsche Definition der<br />
&quot;sozialen Gerechtigkeit&quot;. Diese bedeutet ein ewiges Umverteilen<br />
innerhalb der heutigen Wählergeneration, also sozusagen auf der<br />
horizontalen Achse. Die deutsche &quot;soziale Gerechtigkeit&quot; ist<br />
aber höchst ungerecht auf der vertikalen Achse: D.h. wir bereichern<br />
uns schamlos zu Lasten zukünftiger Generationen. Während wir<br />
Nachhaltigkeit im Umweltschutz auf überzeugende Art und Weise praktizieren<br />
(wir hinterlassen unseren Kindern sauberere Flüsse, klarere Seen<br />
und mehr Wälder), sind wir überhaupt nicht nachhaltig, wenn<br />
unsere Sozialpolitiker gar nichts dabei finden, wenn wir neue Kredite<br />
aufnehmen müssen, die unsere Kinder abzahlen sollen. Wenn wir immer<br />
mehr für das &quot;Soziale&quot; ausgeben und damit unseren Kindern<br />
marode Sozialversicherungssysteme hinterlassen. Wenn wir viel zu wenig<br />
für Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung ausgeben,<br />
von denen unsere Kinder mal leben sollen. Deshalb meine These: Ein viel<br />
zu viel an &quot;sozialer Gerechtigkeit&quot; hat ein viel zu wenig<br />
an Generationengerechtigkeit produziert. Unsere Generation sollte sich<br />
dafür schämen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere 60 Minuten Chat sind vorbei, vielen Dank für<br />
das große Interesse. Herzlichen Dank, Herr Henkel, dass Sie sich<br />
die Zeit zum chatten genommen haben. Das Transkript dieses Chats finden<br />
Sie wie gewohnt auf den Seiten der Veranstalter. Der nächste Chat<br />
findet am Mittwoch, 07. Juli um dreizehn Uhr statt. Chat-Gast ist dann<br />
der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Peter Heesen. Das tacheles.02-Team<br />
wünscht allen Beteiligten einen schönen Tag.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/reformen_und_40stundenwoche-192/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Hans-Olaf Henkel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_hansolaf_henkel-472/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_hansolaf_henkel-472/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[BDI]]></category>
		<category><![CDATA[Greencard]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Olaf Henkel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/chat_mit_hansolaf_henkel-472/</guid>

					<description><![CDATA[<table border="0">
	<tbody>
		<tr valign="top">
			<th align="right">Selektor:</th>
			<td>Sehr geehrter Herr Henkel, wir moechten Sie ganz herzlich im Namen von 
			politik-digital und dem Liberalen Netzwerk zu unserer heutigen digitalen 
			Diskussionsrunde begruessen und danken Symmedia für die Unterstuetzung!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr valign="top">
<th align="right">Selektor:</th>
<td>Sehr geehrter Herr Henkel, wir moechten Sie ganz herzlich im Namen von<br />
			politik-digital und dem Liberalen Netzwerk zu unserer heutigen digitalen<br />
			Diskussionsrunde begruessen und danken Symmedia für die Unterstuetzung!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>ok, nun mal los!&quot;!!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">muffin:</th>
<td>Herr Henkel, was genau ist Ihre Aufgabe als Präsident des BDI?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich helfe mit, die wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu sichern.<br />
			SO einfach sich das anhört, so schwer ist das!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ilpresidente:</th>
<td>Herr Henkel, was leistet der BDI für die E-Transformation der deutschen<br />
			Industrie?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Viel! Seit dem 1.1.2000 haben wir einen neuen verband (&quot;Bitkom&quot;). In diesem<br />
			sind praktisch alle Branchen der IuK welt zusammengefasst. 700.000 Beschäftige,<br />
			200 Mrd. Dm Umsatz.h
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Was ist IuK?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Informations- und Kommunikationstechnik
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">muffin:</th>
<td>Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Herrn Riester aus? Gibt<br />
			es denn überhaupt eine ständige Auseinandersetzung?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Au weia! Muss das sein? Herr Minister Riester ist ja Minister für Arbeit<br />
			und Soziales. Ich treffe ihn natürlich ab und zu &#8211; auch bei den Bündnis<br />
			für Arbeitgesprächen. Vor ein paar Wochen waren wir mal in der Paris-Bar<br />
			in Berlin (erhlich: essen!). Leider scheint er sich mehr für Renten und<br />
			weniger für Arbeit zu interessieren.s
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SvenBlaschek:</th>
<td>Herr Henkel was sagen sie zu den Arbeitsamtszahlen vom April
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Na ja, also die allgemeine Schulterklopferei kann ich nicht teilen. Erstens:<br />
			saisonbereinigt sind die zahlen nur wenig mehr als sonst &#8216;runtergegangen.<br />
			Zweitens: wir bekommen R&gt;üpckenwind von der Demografie Drittens schaffen<br />
			wir immer zu wenig n e u e und z u s ä t z l i c h e Arbeitsplätze.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Rückenwind sollte das heissen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Müller:</th>
<td>Wie beurteilen Sie die Green-Card-Initiative, Herr Henkel?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Gut, besser als gar nichts. War übrigens die Idee unseres Präsidenten<br />
			des Bitkomverbandes Dr. Volker Jung der das in seiner Rede vor dem Bundeskanzler<br />
			auf der Cebiteröffnung vorschlug-
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SvenBlaschek:</th>
<td>Herr Henkel wie sehen sie die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt? Wie<br />
			denken Sie bekommt man die Wirtschaft dazu mehr auszubilden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Sie tut Jahr für Jahr mehr. Berücksichtigen Sie auch, dass die deutsche<br />
			Industrie in den letzten 20 Jahren über 1,4 Millionen Arbeitsplätze abbauen<br />
			musste, Dass dabei auch Ausbildungsplätze sind, ist doch klar. Wir brauchen<br />
			vor allem n e u e Berufsbilder bei unserem dualen System (&quot;Lehrlinge&quot;).
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Ruettgers:</th>
<td>Wie sieht Ihre Meinung zur Aussage des Herrn Ruettgers &quot;Lieber Kinder<br />
			statt Inder&quot; aus?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Das nächste wäre Kinder d u r c h Inder!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">medclin:</th>
<td>wer gewinnt in nrw am kommenden sonntag mehr als 8%?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich hoffe die F.D.P. und wünsche ebenso, dass die grünen die 5% Marke<br />
			um ungefähr 0,00001% verpassen!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">hinkel:</th>
<td>Vertritt der BDI die Deutsche Industrie auch im Ausland, und wenn ja,<br />
			was sind ihre wesentlichen Botschaften jenseits der Bundesgrenzen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ja, die Botschaften sind natürlich die gleichen. man kann schlecht in<br />
			Berlin sagen, dass wir hier zu hohe Steuern haben und in London das Gegenteil.<br />
			Aber wir bemühen uns, den ausländischen Investoren Deutschland, übrigens<br />
			besonders Ostdeutschland, schmackhaft zu machen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Larsandl:</th>
<td>Viele Junge Dot COM StartUps versuchen Prominenz in den Beirat/Aufsichtsrat<br />
			zu bekommen. Sind Sie auch schon gefragt worden? Bzw. sind Sie in Beiräten<br />
			oder Aufsichtsräten von jungen Dot Coms?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich bin ein sogenannter &quot;business angle&quot; der econia.AG und deshalb auch<br />
			im Aufsichtsrat.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>angle = agel
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>agel = angel
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Ein Geschäftsengel, nicht Geschäftswinkel.. 🙂
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">dpa:</th>
<td>Kinder durch Inder, sehr gut. Dürfen wir das verwenden?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Wenn es in einem Zusammenhang bringen, der es klarmacht, dass ich damit<br />
			die Unmöglichkeit des ursprünglichen statements aufspiessen soll: ok.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Wenn es = Wenn SIE es
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">hallo76:</th>
<td>Herr Henkel, manche Leute sind der Ansicht, die chronische Schwäche der<br />
			europäischen Wirtschaft im Vergleich zur amerikanischen sei auf den Rückstand<br />
			in der Ausbreitung des Internets zurückzuführen. Hielten Sie in diesem Sinne<br />
			eine Zerschlagung der Telekom in Deutschland und die Abschaffung der Orts-Telefongebühren<br />
			für nützlich?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">pinkelmann:</th>
<td>gute Frage!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Mit Sicherheit hat die verspätete Trennung der alten Post und die ebenfalls<br />
			verspätete Privatisierung der Telekom dazu beigetragen, dass wir hinter<br />
			den Amerikanern hinterherhinken. Aber ich glaube nicht, dass die Telekom<br />
			heute &quot;zu gross&quot; ist. Kartellrechtlich ist sie überhaupt nicht zu beanstanden.<br />
			Im übrigen braucht man eine gewissen kritische Grösse, um koalitionsfähig<br />
			mit anderen &quot;global players&quot; zu werden.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">hinkel:</th>
<td>Wie beurteilen Sie die angekündigten Maßnahmen zur Zerschlagung Microsofts?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>gewissen = gewisse
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Tja, schwer zu sagen. man könnte auch der Meinung sein, dass drei kleine<br />
			Tiger wettbewerbsfähiger und aggressiver sind als ein grosser fetter.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Wenn der grosse Tiger dem freien Wettbewerb ausgesetzt wäre.. was er nicht<br />
			ist.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FrankRieger:</th>
<td>HAllo Herr Henkel, ich war schon bei Ihrem letzten politik-digital chat<br />
			dabei&#8230; haben Sie immernoch die Unterhosengröße 5? 🙂 Toller Artikel in<br />
			der Woche. Hoffentlich war es ihnen nicht peinlich. Gruss aus Frankfurt,<br />
			Frank Rieger
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ja schon richtig. Die frage ist, was die anderen Hasen davon haben, dass<br />
			statt eines fetten grossen nun drei dynamische und agile kleine wildern!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Na ja, auf so eine Frage falle ich inzwischen nicht mehr rein!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">ilpresidente:</th>
<td>Herr Henkel, was sind Ihrer Meinung nach die Kernprobleme der Deutschen<br />
			Wirtschaft?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Wieviel zeit haben Sie? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Aber im Ernst: die Wirtschafts bewegt sich schnell genug. Der rest der<br />
			gesellschaft kommt oft nicht hinterher. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">nilles:</th>
<td>Heute Abend halten Sie beim Liberalen Netzwerk ein &quot;Plaedoyer für Nachhaltigkeit<br />
			in der Politik&quot;. Geben Sie uns ein paar Stichworte?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Gern! Hauptidee, mit der ich nun schon seit einigen Monaten herumlaufe,<br />
			ist diese: Wir haben das prinzip der Nachhaltigkeit im Umweltschutz akzeptiert.<br />
			Ich frage: warum eigentlich nur im Umweltschutz? Warum hinterlassen wir<br />
			unseren Kindern zwar sauberere FLüsse aber Jahr für Jahr steigende Zinszahlungen<br />
			und marodere Sozailversicherungssystem?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>&#8230;systeme
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FrankRieger:</th>
<td>Wenn Sie einen Tag lang Bundeskanzler wären, was würden Sie als erstes<br />
			tun?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Mich um 4 Jahre verlängern lassen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>und dann?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>um weitere 4 Jahre
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>lustig. Gibt es auch Inhalte bei Ihnen? 🙂
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FrankRieger:</th>
<td>Sie kriegen meine Stimme! 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Das hängt von der Qualität der Fragen ab. Im ernst: ich würde auch wenn<br />
			es nur ein einziger Tag wäre, mich darum bemühen, dass die entscheidungen<br />
			nicht nur dem heutigen Wähler schmecken sondern auch noch nachfolgenden<br />
			Generationen nützen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SvenBlaschek:</th>
<td>Herr Henkel wie stehen sie zum Tarifabschluss der Metall und Elektro Industrie<br />
			in Baden Wuerttemberg? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Entspricht nicht meinen Vorstellungen eines Tarifvertrages, der neue Arbeitsplätze<br />
			schaffen kann. wir haben wieder einmal die produktivitätszuwächse verteilt,<br />
			anstatt einiges davon für neue Arbeitsplätze zurückzuhalten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">FrankRieger:</th>
<td>Wie sehen sie die Zukunft der betrieblichen Altersversorge? (Pensionsfonds)
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich halte das für eine ganz wichtige von insgesamt drei Säulen: 1.: Gesetzliche<br />
			rentenversicherung, 2. Private Vorsorge und 3. betriebliche Altersvorsorge,<br />
			möglichst ausgegliedert in unabhängig agierenden Pensionkassen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Powder:</th>
<td>Herr Henkel, ist die Euro-Schwäche wirklich so bedrohlich, wie uns in<br />
			den Medien mitgeteilt wird? Mit der D-Mark hatten wir ebenfalls Schwankungen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Stimmt. In den 80er Jahren kaufte ein $ sogar mal 3.40 DM, nicht allzulange<br />
			musste man warten, dann waren es nur noch 1.35 Mark. Trotzdem, wir dürfen<br />
			nicht vergessen, dass die Euroschwäche uns einen Exportboom beschert, der<br />
			uns das trügerische Gefühl gibt, wir seien wieder die Grössten. Ein schwacher<br />
			Euro wirkt wie &quot;süsses Gift&quot;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Larsandl:</th>
<td>Mich würde interessieren Herr Henkel, wie ob der BDI an Branchenübergreifenden<br />
			Business 2 Business Projekten arbeitet?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ja, das ist die Rolle des neuen Verbandes (&quot;Bitkom&quot;). Ich halte gerade<br />
			die Querschnittswirkung von e-business für wichtig.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Zu Microsoft:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">hallo76:</th>
<td>Herr Henkel, der grosse Tiger hat der Weltwirtschaft möglicherweise Schaden<br />
			in Höhe von Dollarmilliarden zugefügt, denn das Eindringen von Viren wie<br />
			Iloveyou ist doch nur durch die schlechte Programmierung des Windows-Systems<br />
			möglich geworden. Wie sieht die Wirtschaft ihre Abhängigkeit von einem höchst<br />
			anfälligen Kommunikationssystem?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich weiss nicht, ob diese Unterstellung gerechtfertigt ist. Meinen Sie<br />
			das &quot;Iloveyou&quot; bei anderen programmen und Software herstellern nicht vorkommen<br />
			könnte? Ich nicht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Bei Linux kann man keine Programme einfach per Email verschicken, Tür<br />
			und Tor aller trojanischen Pferde
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich höre gerade, dass bei McIntosh das nicht passiert sei. Nun vielleicht<br />
			hatte man es beidenen nur nicht richtig versucht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>beidenen = bei denen
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Sprachwart:</th>
<td>Ich bin arbeitslos und ohne Ideen. Was kann ich tun?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich vermute, dass das letztere mit dem ersteren zusammenhängt.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SvenBlaschek:</th>
<td>Herr Henkel was halten sie von feindlichen Übernahmen, insbesondere auf<br />
			die Rover-Geschichte bezogen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Versuchen Sie es doch mal irgendwo in der E-economy. Sie haben es doch<br />
			offensichtlich drauf.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Rover wurde damals nicht feindlich übernommen. man sieht daran, dass der<br />
			Erfolg kaum davon abhängt, ob der Übernommene damit einverstanden war, übernommen<br />
			zu werden, oder nicht.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SvenBlaschek:</th>
<td>Wie stehen sie zur Entscheidung dinige Thomy Werke z.B. Karlsruhe zu schliessen<br />
			obwohl sie laut Gutachten schwarze Zahlen schreiben? Hat dieser Konzern<br />
			der jährlich Millionen Gewinne macht das nötig?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich kenne den fall im Einzelnen nicht. Nur, wenn man ein Ganzes retten<br />
			will, dann muss man sich auch einmal von einem Teil trennen können. Oft<br />
			ist die Entscheidung, sich von etwas zu trennen, gerade dann besonders weitsichtig<br />
			und in die Zukunftgerichtet, wenn sich die roten Zahlen noch nicht eingestellt<br />
			haben. Ich finde, man sollte im zweifel immer versuchen zu reagieren, bevor<br />
			sich rote zahlen einstellen. Denken Sie an den Bremer Vulkan. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Benson:</th>
<td>Was soll Eichel denn nun mit den 100 UMTS-Milliarden machen? Löcher stopfen?<br />
			Oder Steuern senken?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Er soll den Rat befolgen, den ich ihm schon gegeben habe: Schulden abbauen.<br />
			Wie ich schon oben anführte: eine nachhaltige Finanzpolitik darf nicht jedes<br />
			Jahr höhere SAchuldenberge und mehr Zinszahlungen hinterlassen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>SAchschuldenberg = Schuldenberge
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Larsandl:</th>
<td>Lieber Herr Henkel, auf welche Werte des neuen Marktes setzen Sie derzeit<br />
			als PrivatInvestor?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Auf die inneren!!
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">SvenBlaschek:</th>
<td>Herr Henkel ist es gestattet diesen Chat auf einer Internetseite zu veroeffentlichen??
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Einfach auf politik-digital verlinken.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">hinkel:</th>
<td>Herr Henkel, sagen Sie uns doch, auf welcher Site bzw. durch welche Maillisten<br />
			Sie sich vorzugsweise auf dem Laufenden halten&#8230;
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>1. Nix dagegen, dass das veröffentlicht wird, bitte meine Tippfehler ausmerzen.n
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>2. Ehrlich gesagt, ich lese am tag immer noch so um die 4-5 Zeitungen.<br />
			Die kann mir keine Mailliste oder Website ersetzen.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">thetruenik:</th>
<td>besitzen sie noch ibm papiere?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich habe noch alte Visitenkarten.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">schmidt:</th>
<td>Herr Henkel, wer war Ihnen als Bundeskanzler lieber, Helmut Kohl oder<br />
			Gerhard Schröder? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Wie Sie wissen, haben mir beide genug Gründe gegeben, sie zu kritisieren.<br />
			G.S. ist aber weniger nachtragend.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Steinmetz:</th>
<td>Sie sind jetzt schon mehrfach beim Liberalen Netzwerk aufgetreten. Irgendeine<br />
			besondere Affinität? 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Klar! Ich bin davon überzeugt, dass die &quot;Freiheit&quot; bei beiden grossen<br />
			Volksparteien unter die Räder gekommen ist. Wir erleben zur Zeit eine Renaissance<br />
			der Gleichheit, dabei haben wir davon längst zu viel.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">hallo76:</th>
<td>Herr Henkel, die Europäische Union und die Politiker haben sich vor Wochen<br />
			entschlossen gegen Jörg Haider und die österreichische Regierung gestellt.<br />
			Jetzt bröckelt die Front. Welchen Rat gäben Sie Kanzler Schröder?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Ich finde die Isolierung Österreichs inakzeoptabel. Er muss sich auch<br />
			darüber im Klaren sein, dass diese die östereicher nur immer mehr in Haiders<br />
			Arme treibt. Das besagen jedenfalls die derzeitigen Umfragen in Österreich.<br />
			Mit anderen Worten: diese Isolationspolitik ist absolut kontraproduktiv.<br />
			ich halte von Haider und seinen Ansichten nichtgs, gar nichts. Aber so gewinnt<br />
			er an Einfluss. Und dafür trägt auch die isolierung Östereichs ene Mitverantwortung.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Benson:</th>
<td>Noch mehr IBM: Lang ist&#8217;S ja her &#8211; was sgen sie denn zu den aktuellen<br />
			Management-Fehlern und den schlechten Zahlen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Das kann ich nicht beurteilen. Allerdings ist mir aufgefallen, dass auch<br />
			beim letzten Quartalsergebnis die erwartungen der Analysten (beim Ergebnis)<br />
			übertroffen wurden. 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Kordhose:</th>
<td>Herr Henkel, ist Big brother eine Signal für den Verfall der Medienkultur?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>ich habe das nich nie gesehen. Aber hand aufs Herz: wir hatten doch immer<br />
			schon solche oder ähnliche Sendungen. Denken Sie an die Elefantenrunden&#8230;.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>oder das &quot;ideale Brautpaar&quot; usw.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Kordhose:</th>
<td>die bei Sabine?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Nein, sagen Sie mal sind Cordhosen bei diesem Wetter nicht viel zu warm?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Kordhose:</th>
<td>doch
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Eine verspätete Nachfrage zu Eichels Geldeinnahmen:
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Benson:</th>
<td>sollte Eichel deswegen auch den T-Mobile-Börsengang verschieben? Dann<br />
			hätte er nächstes Jahr auch noch frisches Pulver&#8230;?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>Er muss natürlich aufpassen, dass er nicht alles auf einmal auf den Markt<br />
			wirft. Dann werden sich die Preisvorstellungen nicht realisieren lassen.<br />
			Konkret empfehle ich ihm auch, die &quot;Börsengänge&quot; ähnlicher Grossunternehmen<br />
			aus dem Ausland etwas mit seinen Vorhaben zu koordinieren.
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Zum Abschluß..
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Staatsoberhaupt:</th>
<td>Herr Henkel, woher bekommen Sie all die Kraft, die Sie als ewiger Prangermann<br />
			bestimmt sehr dringend brauchen?
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Hans-OlafHenkel:</th>
<td>So, das wars. ich danke Ihnen für Ihre interessanten Fragen. Was die letzte<br />
			Frage betrifft (&quot;Prangermann&quot;): die Überzeugung, was für die Gesellschaft<br />
			zu tun, was sonst kaum jemand macht. Ihr Hans-Olaf Henkel
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Selektor:</th>
<td>Sehr geehrter Herr Henkel, wir möchten uns ganz herzlich für die durchaus<br />
			amüsante und interessante Runde bedanken! 
			</td>
</tr>
<tr valign="top">
<th align="right">Moderator:</th>
<td>Ja in der Tat, dankeschön. 🙂</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat_mit_hansolaf_henkel-472/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
