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	<title>Hans-Ulrich Krüger &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Hans-Ulrich Krüger &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>tagesschau-Chatreihe zur Finanzkrise: SPD</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/tagesschau-chatreihe-zur-finanzkrise-spd-4152/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 15:35:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau.de]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau-Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Ulrich Krüger]]></category>
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					<description><![CDATA[Der letzte Teil der tagesschau-Chatreihe zur Finanzkrise: Am 14. November war  Hans-Ulrich Krüger (SPD) zu Gast im Chat von tagesschau.de in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag sprach sich für eine Einigung mit der Union über die Beschränkung der Managereinkünfte bis „zur Jahreswende“ aus. Und die Chatter dankten es ihm mit dem besten Umfrage-Ergebnis der Chat-Serie: 56 Prozent der Chatter trauen der SPD zu, die Finanzkrise zu lösen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der letzte Teil der tagesschau-Chatreihe zur Finanzkrise: Am 14. November war  Hans-Ulrich Krüger (SPD) zu Gast im Chat von tagesschau.de in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag sprach sich für eine Einigung mit der Union über die Beschränkung der Managereinkünfte bis „zur Jahreswende“ aus. Und die Chatter dankten es ihm mit dem besten Umfrage-Ergebnis der Chat-Serie: 56 Prozent der Chatter trauen der SPD zu, die Finanzkrise zu lösen.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Herzlich willkommen zu unserer<br />
tagesschau-Chat-Serie zur Finanzkrise. Nach Vertretern von<br />
Linkspartei, FDP, Grünen und Union begrüße ich heute den<br />
finanzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion: Hans-Ulrich<br />
Krüger stellt sich Ihren Fragen, liebe User. Herr Krüger, wir<br />
freuen uns sehr, dass Sie ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen sind.<br />
Können wir starten?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Wir können starten!
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Die Finanzexpertengruppe der<br />
Bundeskanzlerin empfiehlt unter anderem eine radikale Umstellung der<br />
Managerbezüge, die Einschränkung kurzfristiger Bonus-Zahlungen wird<br />
als ein Instrument genannt. Staatliche Vorschriften lehnt das Gremium<br />
um Otmar Issing aber ab. Was halten Sie von den Vorschlägen?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Es existiert bei der SPD ja<br />
schon seit Monaten eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel, Managergehälter<br />
so zu gestalten, dass der Manager ordentlich verdient, aber eben<br />
diese aberwitzigen Anreizsysteme nicht mehr existieren. Eine Ursache<br />
der Finanzmarktkrise war es, dass Manager nicht auf den Erfolg ihres<br />
Unternehmens geguckt haben. Sie haben geguckt, wo und wie sie<br />
kurzfristig den größten Bonus bekommen, um sich dann vielleicht<br />
noch im Fall des Scheiterns mit einer satten Abfindung aus den<br />
Unternehmen zu verabschieden. Das so geht nicht. Da muss ein Riegel<br />
vorgeschoben werden.
</p>
<p>
Wir als SPD denken an Änderungen im Aktiengesetz, insbesondere<br />
auch daran, Abfindungszahlungen nur noch in ganz engen Grenzen<br />
steuerlich absetzbar zu machen. Ferner denken wir daran, dass, wenn<br />
Bonusprogramme aufgelegt werden, die jeweiligen Manager diese Aktien<br />
etc. so lange halten müssen, dass sie auch den Erfolg oder<br />
Misserfolg ihres eigenen Tuns miterleben und damit auch die<br />
Verantwortung tragen. Daher geht die Vorstellung der SPD bei der<br />
Fragestellung über das hinaus, was in der Fragestellung angesprochen<br />
wurde.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Sie verhandeln in der Koalition<br />
darüber. Wann rechnen Sie mit einem konkreten Beschluss zur<br />
Beschränkung der Managergehälter?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ich denke zur Jahreswende.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Dazu Christine Scheel, vorgestern hier<br />
im tagesschau-Chat: &quot;Wir erwarten eine langjährige Diskussion<br />
in der Koalition zu diesem Thema. Bislang gibt es noch nicht einmal<br />
ein gemeinsames Eckpunktepapier, geschweige denn eine<br />
Gesetzesformulierung<b>.</b>&quot;
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Da muss ich Frau Scheel<br />
enttäuschen: Das wird kurzfristiger gehen.
</p>
<p>
<b>sauer:</b> Welche konkreten Vorschläge haben Sie, um<br />
den geschädigten Anlegern zu helfen?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Das hängt schlicht und<br />
ergreifend von der Form der Anlage und der Art und Weise des<br />
Instituts ab. Zum Beispiel sind die Anleger bei Kaupthing Teil des<br />
isländischen Sicherungsfonds, welcher von den gut 330 Millionen Euro<br />
Einlagen deutscher Anleger, 280 bis 290 Millionen übernehmen wird.<br />
Jeweils bis zur Größe von ca. 20.800 Euro. Über den Restbetrag<br />
muss und soll auch die isländische Regierung bewegt werden, sich<br />
großzügig gegenüber deutschen Anlegern zu verhalten.
</p>
<p>
Eine andere Situation ist die Sache bei Lehman Brothers, Amerika.<br />
Diejenigen deutschen Kreditinstitute, die derartige Papiere,<br />
sogenannte Inhaberschuldverschreibungen, an Kunden verkauft haben,<br />
müssen gefragt werden, ob sie im Einzelfall wirklich den Kunden<br />
ordnungsgemäß beraten und auf das Risiko hingewiesen haben. Das<br />
wäre dann eine Frage der zivilrechtlichen Auseinandersetzung eines<br />
jeden Kunden mit seinem Institut. Wie man sich da verhalten kann,<br />
zeigt ein Kölner Bankinstitut, welches zurzeit seinen<br />
Lehman-Brother-Geschädigten vollen Ersatz zugesagt hat.
</p>
<p>
Darüber hinaus ist natürlich auch das amerikanische<br />
Einlagensicherungssystem heranzuziehen. Zu Einzelheiten empfehle ich<br />
hierzu auf die Homepage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen<br />
zu schauen und sich hier die entsprechenden Einzelheiten<br />
herunterzuladen. Eine ganz andere Sache wiederum sind die Ansprüche<br />
bei der deutschen Tochter der Lehman Brothers. Da gilt das deutsche<br />
Recht, sprich der gesetzliche Einspruch und die Ansprüche gegenüber<br />
den Sparkassen und Banken auf der Basis der freiwilligen<br />
Sicherungssysteme und &#8211; last but not least &#8211; die Garantie des Bundes.
</p>
<p>
<b>JMeike:</b> Die Politik sagt, die Bürger müssen<br />
sich privat fürs Alter absichern. Wo ist dabei der Schutz, siehe<br />
Lehman-Brothers-Geschädigte?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Wir haben mit dem<br />
Alterseinkünftegesetz, sprich auch einschließlich der gesamten<br />
Riester-Maßnahmen, vielfältige Anlagemöglichkeiten &#8211; jetzt auch in<br />
Form von Bausparverträgen. Bei denen ist eines klar: Jeder Bürger,<br />
jeder Vertragspartner hat die Sicherheit bei diesen staatlich<br />
geförderten Maßnahmen, dass seine Einzahlungen und seine Zulage,<br />
die er vom Staat bekommen hat, immer sicher sind und ihm verbleiben.<br />
Der Staat kann allerdings nicht eine Garantie für jedes von ihm<br />
nicht kontrollierte und beaufsichtigte Finanzprodukt übernehmen. Von<br />
daher ja auch die Notwendigkeit, dass Riester-Verträge,<br />
einschließlich der Wohnriester-Verträge, zertifiziert sein müssen.
</p>
<p>
<b>koko:</b> Die Banken erhalten Geld aus dem Hilfspaket<br />
&#8211; warum nicht auch die falsch beratenen Kunden? Das würde das<br />
Vertrauen der Bürger in die Finanzwelt stärken. So sind sie alleine<br />
gelassen, werden das wenige Übriggebliebene &quot;sicher&quot; fürs<br />
Alter sparen und sich Investitionen verkneifen.
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Es ist ein Irrtum zu<br />
glauben, die Banken erhielten Geld aus dem Sicherungspaket ohne<br />
Gegenleistung und ohne Rückzahlungsverpflichtungen. Zum Beispiel die<br />
Commerzbank, die &#8211; wie es auch der Presse zu entnehmen war &#8211; 8,2<br />
Milliarden Euro an Kapitalhilfe bekommen hat, verzinst diese 8,2<br />
Milliarden Euro mit 8,5 bzw. 5,5 Prozent und muss außerdem bei einer<br />
Rückzahlung dieser Beträge noch von etwaigen Gewinnen etwas<br />
abgeben. Von daher werden den Banken keine Gelder geschenkt. Sie<br />
müssen für Gelder, die ihnen zur Verfügung gestellt werden,<br />
zahlen. Sie müssen sogar dann zahlen, wenn der Staat keine Gelder<br />
zahlt, sondern eine Garantie erklärt, was landläufig so etwas<br />
ähnliches wie eine Bürgschaft abgibt. Von daher kostet dieses Paket<br />
auch nicht 400 oder 480 Milliarden Euro. Wir gehen also davon aus,<br />
dass bei einem ordentlichen Verlauf, am Ende die schwarze Null stehen<br />
wird.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Nochmal zu den Managergehältern&#8230;
</p>
<p>
<b>sauer:</b> Die Managergehälter sollen beschränkt<br />
werden, aber nicht die der Finanzberater, die die faulen Papiere an<br />
den Mann bringen. Die lachen sich tot. Wie wollen Sie die<br />
Provisionszahlungen einschränken, die zu dem Desaster bei den<br />
Lehman-Zertifikaten u.a. geführt haben?</p>
<p><b>Hans-Ulrich<br />
Krüger</b>: Wie Sie vielleicht wissen, gibt es seit ca. einem<br />
Jahr auch Schutzvorschriften für Anleger, wonach derjenige, der ein<br />
solches Papier verkauft, über die Höhe seiner Provision Auskunft<br />
geben muss. Das ist ein Schutz für den Verbraucher. Es muss sich ein<br />
jeder Verbraucher fragen, ob er dann ein solches Papier erwerben<br />
will. Auch muss jeder Verbraucher natürlich sich selbst die Frage<br />
stellen, in welchem Maße das Risiko eines Papiers im Zusammenhang<br />
mit der versprochenen Verzinsung steigt. Alte persönliche Faustregel<br />
für mich: Alles, was über fünf Prozent ist, ist in höherem Maße<br />
risikobehaftet und alles, was über acht, zehn oder zwölf Prozent in<br />
großem beziehungsweise extremen Maße risikobehaftet.
</p>
<p>
<b>Lehman_Opfer56:</b> Lieber Herr Krüger, ihre<br />
Einlassungen zu den Lehman-Opfern sind leider nur vage. Kann die<br />
Politik hier wirklich nicht handeln? Den Banken wird ja das Geld<br />
förmlich hinterhergetragen &#8230;.
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Die Politik kann sich nicht<br />
in die Vertragsbeziehungen zwischen dem Kunden und der Bank oder<br />
Sparkasse einmischen und zu Lasten der Allgemeinheit etwaige<br />
Fehlbeträge ausgleichen. Wenn Banken oder Sparkassen nicht<br />
ordnungsgemäß informiert haben, müssen sie für dieses Verschulden<br />
haften. Dementsprechend sind auch alle Anleger aufgefordert, sich<br />
zusammen mit einem Anwalt zu überlegen, inwieweit man gegen das<br />
Institut vorgehen kann und rechtliche Schritte einleitet.
</p>
<p>
<b>Lehman_Opfer56:</b> Also verweisen Sie die<br />
Lehman-Geschädigten nun an die Gerichte?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Der Staat kann nicht für<br />
jede Anlage außerhalb der deutschen Sicherungssysteme weltweit die<br />
Haftung übernehmen.
</p>
<p>
<b>buh79:</b> Wird die SPD kurzfristiges Spekulieren<br />
(Leerverkäufe, Intradayhandel) an den Börsen beschränken? Wenn Ja,<br />
welche Maßnahmen werden dazu umgesetzt?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Das Verbot von Leerverkäufen<br />
ist schon in Gesetzen aus dem Jahr 2004, damals noch unter Rot-Grün,<br />
enthalten gewesen. Die Union hat das damals nicht mitgemacht. Aktuell<br />
gehört das Verbot von Leerverkäufen zu den Punkten, die die SPD als<br />
erforderlich ansieht, um wieder Vertrauen in die Kapitalmärkte<br />
hineinzubringen. Wir werden uns dafür einsetzen und hier in den<br />
nächsten Monaten versuchen, eine Lösung gemeinsam mit dem<br />
Koalitionspartner zu finden. Aber unsere Zielrichtung ist klar<b>.</b>
</p>
<p>
<b>dersprecher:</b> Gerade die SPD steht doch für die<br />
Interessen der kleinen und mittleren Einkommensschicht. Weshalb<br />
werden für diese Personen nicht die Lohn- bzw. Einkommenssteuer<br />
gesenkt, damit die Kaufkraft steigt?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Als die SPD 1998 zusammen<br />
mit den Grünen die Bundesregierung gebildet hat, betrug der<br />
Eingangssteuersatz 25,9 Prozent. Jetzt beträgt er 15 Prozent. Ferner<br />
ist der Grundfreibetrag auf ca. 7.660 Euro erhöht worden. Das hat<br />
zur Folge, dass bis zu einem Einkommen von 37.500 Euro in der Familie<br />
(verheiratet, zwei Kinder) die Steuerzahlung geringer ist als das<br />
Kindergeld, welches an die Familie ausgezahlt wird. Nicht die<br />
Steuerlast ist bei normal und durchschnittlich Verdienenden das<br />
Entscheidende, sondern das, was sie an Abgaben,<br />
Sozialversicherungsbeiträgen, Rentenversicherungsbeiträgen,<br />
Krankenversicherungsbeiträgen und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen<br />
zu zahlen haben. Da ist es, das Programm der SPD. Wir müssen diese<br />
Abgabenlast weiter senken. Zum Vergleich: Jahreseinkommen 20.000 Euro<br />
ledig, 2.000 Euro an Steuern, 4.000 Euro an Abgaben. Das ist ein<br />
Missverhältnis, da müssen wir bei den Abgaben etwas tun, nicht so<br />
sehr bei den Steuern.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wollen Sie so die Kaufkraft der Bürger<br />
stärken?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Die Kaufkraft der Bürger<br />
muss erstmal dadurch gestärkt werden, dass wir wieder zu<br />
vernünftigen Lohnabschlüssen kommen. Nämlich Lohnabschlüssen, die<br />
die Menschen auch an den Unternehmensgewinnen der letzten Jahre<br />
teilhaben lassen. Die Aufgaben des Staates sind gerade für<br />
diejenigen, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, besonders<br />
bedeutsam. Der Millionär kann sich vielleicht einen<br />
Privatkindergarten leisten, der Normalverdiener nicht. Der Millionär<br />
kann sich eine Privatklinik leisten, der Normalverdiener nicht. Von<br />
daher braucht der Staat ein gewisses Maß an Einkünften, um gerade<br />
auch im Bereich der Daseinsvorsorge tätig zu sein. Deswegen:<br />
Abgabensenkung Ja. Beispielsweise die Senkung des<br />
Arbeitslosenversicherungsbeitrages von über 6,2  Prozent auf<br />
2,8 Prozent hat den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 15 Milliarden<br />
Euro an Kaufkraft gegeben.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Die Koalition hat nun ein<br />
Konjunkturpaket beschlossen, hätten Sie sich eines mit größerem<br />
Volumen gewünscht?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Dieses Paket, um Wachstum zu<br />
erzeugen, setzt meines Erachtens punktuell richtig an. Sowohl im<br />
Bereich der Gebäudesanierung und im Bereich der Vergabe von<br />
Aufträgen an das Handwerk werden hier Akzente gesetzt. Sodass ich<br />
sage, es ist erforderlich, dieses Paket zu machen. Darüber<br />
hinausgehende Spekulationen &#8211; wir verschulden uns beispielsweise<br />
durch ein 25-, 30- oder 40-Milliarden-Programm oder darüber hinaus &#8211;<br />
hätten im Wesentlichen aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre<br />
nur Strohfeuereffekte mit höheren Zinslasten für uns alle bedeutet.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Akzente Ja, aber reichen diese<br />
angesichts der Finanzkrise wirklich aus?
</p>
<p>
<br />
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ich denke Ja. Wir müssen<br />
ja diese Akzente auch nicht nur im Kontext dieses einen<br />
Maßnahmenpaketes sehen, sondern im Zusammenhang mit allen anderen<br />
verabredeten Änderungen. Ob das nun die Erhöhung des Wohngeldes ist<br />
oder aber Maßnahmen und Kosten aufgrund des<br />
Familienleistungsgesetzes. Ob es nun im CO2-Sanierungsbereich<br />
stattfindet, ob da nun auch verbesserte Absatzmöglichkeiten für<br />
Krankenversicherungsbeiträge oder Sozialversicherungsbeiträge eine<br />
Rolle spielen &#8211; all dieses sind Anreize, welche punktuell wirken,<br />
aber in ihrer Summe auch eine entsprechende Breitenwirkung erzeugen<br />
können. Ein Vergleich: Die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen<br />
hat zu Steuervergütungen in Höhe von zwei Milliarden Euro jährlich<br />
geführt. Das betrifft dann eben Lohnkosten in einer Größenordnung<br />
von bundesweit zehn Milliarden Euro. Wenn hier jetzt ein weiterer<br />
Anreiz gegeben wird, bedeutet das eine nachhaltige Stärkung des<br />
lokalen Handwerks vor Ort und trägt damit auch zur Stabilisierung<br />
der Arbeitsplätze bei.
</p>
<p>
<b>arni:</b> Warum tun sich die Politiker der EU nicht<br />
zusammen und verabschieden ein Konjunkturprogramm, so wie die<br />
Chinesen?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ich denke, dass innerhalb<br />
der EU die unterschiedlichen Ausgangssituationen viel zu stark sind,<br />
als dass man hier nun ein europäisches Konjunkturprogramm bewirken<br />
könnte.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Der Bundesaußenminister schlägt ja<br />
ein europäisches Konjunkturprogramm vor, bisher hat man von<br />
Frank-Walter Steinmeier in Sachen Finanzkrise/Konjunkturmaßnahmen<br />
wenig gehört.
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Sicherlich kann man und muss<br />
man in Europa nach den gemeinsamen und verbindenden Nöten suchen.<br />
Aber man wird natürlich nicht in der Lage sein, beispielsweise die<br />
Sondereffekte der britischen Finanzmarktkrise, der spanischen<br />
Immobilienkrise, nun mit Hilfe eines europäischen<br />
Konjunkturprogrammes lösen zu können. Richtig ist, dass Europa in<br />
Gänze von der Finanzmarktkrise betroffen ist. Ja, wenn wir hier ein<br />
Programm hin bekommen, das allen hilft und keinem schadet, okay,<br />
aber Details oder nationale Befindlichkeiten kann dieses Programm<br />
nicht aufnehmen. Ansonsten wäre es auch keinem deutschen<br />
Steuerzahler zu vermitteln, dass für Fehlentwicklungen in Spanien<br />
nun seine Gelder gelassen werden.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Begrüßen Sie den<br />
Steinmeier-Vorschlag denn?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ja. Außerdem möchte ich<br />
der Tatsache widersprechen, dass Frank-Walter Steinmeier sich bislang<br />
zurückgehalten habe. Richtig ist vielmehr, dass er als Außenminister<br />
natürlich auch die Stränge nach Außen gehalten hat, die Peer<br />
Steinbrück als Finanzminister nun mit dem<br />
Finanzmarktstabilisierungsgesetz im Inneren kreiert hat.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Aber er ist ja nicht nur<br />
Außenminister, sondern auch Kanzlerkandidat.
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Das ist richtig. Und<br />
demnächst Kanzler.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kommen wir zur Kanzlerin. Sie ist ja<br />
auf dem Weg nach Washington.
</p>
<p>
<b>affenkatze:</b> Was kann Deutschland auf dem<br />
Finanzgipfel in Washington bewirken? Welche Grenzen sollen und können<br />
den Finanzmärkten gesetzt werden?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Auf dem Gipfel in Washington<br />
wird Eines &#8211; denke ich &#8211; nochmal klar werden: Das, was Deutschland<br />
seit Anfang 2007 vorgeschlagen hat und im letzten Jahr immer noch<br />
leicht belächelt wurde, das wird heute ernst genommen und wie ich<br />
auch hoffe, angepackt werden. Punkte dieses Anpackens sind: Erstens:<br />
Es muss eine verbesserte Aufsicht über Rating-Agenturen geben.<br />
Zweitens: Zu glauben, der Markt werde es schon richten, ist ein<br />
Irrglaube. Drittens: Bei der Weitergabe der sogenannten Verbriefung<br />
von Forderungen müssen Lösungen gefunden werden, dass der Emittent<br />
selbst ein Restrisiko dieser Forderungen behält. Es muss über eine<br />
Verbesserung der Aufsichtsstruktur und eine Vereinheitlichung &#8211;<br />
gerade in den Vereinigten Staaten &#8211; nachgedacht werden. Es muss eine<br />
noch stärkere Verbindlichkeit bei den Bilanzierungsregeln<br />
hergestellt werden und last but not least darf es keine Restrisiken<br />
der Unternehmen mehr in sogenannten  Zweckgesellschaften geben.<br />
Ich könnte natürlich hier auch auf die 14 Eckpunkte der SPD zur<br />
Regulierung der Finanzmärkte verweisen&#8230;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Das können Sie!
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: &#8230;die dieses Thema zum<br />
Gegenstand haben und umfassend bearbeiten. Meine Oma pflegte immer zu<br />
sagen: Not lehrt beten.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Sind Sie denn genauso optimistisch wie<br />
die Bundeskanzlerin, dass in Washington konkrete Vereinbarungen<br />
erzielt werden?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ich denke, solange der<br />
angelsächsische Raum glaubte, mit Hilfe seiner Finanzindustrie einen<br />
Vorteil zu haben, waren die Chancen auf eine Einigung nicht besonders<br />
groß. Nach den Konkursen in Amerika von Bear Stearns über die<br />
Schieflage beim weltgrößten Versicherer bis hin zu Lehman Brothers<br />
hat auch Amerika begriffen, dass unregulierte Märkte nicht<br />
zielführend sind. Von daher gehe ich mit einem gewissen Schuss<br />
Optimismus an die Tagung in Washington heran. Ähnliches gilt auch<br />
für Großbritannien, welches erfahren hat, dass allein mit dem<br />
Setzen auf die Karte &quot;Finanzindustrie&quot; auch kein<br />
nachhaltiges, sicheres Wachstum möglich ist.
</p>
<p>
<b>Semjon:</b> Wie kann bzw. sollte ein neues<br />
&quot;weltweites&quot; Finanzsystem aussehen?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ein weltweites Finanzsystem<br />
ist natürlich etwas, was ganz fern im Horizont steht. Ich wäre<br />
schon froh, wenn wir europaweit eine so zentrale Aufsichtsklammer<br />
hätten. Dann könnten wir sagen, dass wir innerhalb von Europa nach<br />
denselben Spielregeln und mit denselben Qualitätsmaßstäben<br />
arbeiten. Man muss heute sagen, dass wir noch in einer Zeit leben, in<br />
der Unternehmen mit ihren Banktöchtern  deshalb in andere<br />
Staaten gegangen sind, also aus Deutschland heraus, weil die dortige<br />
Aufsicht des Drittstaates als weniger streng angesehen wurde, als es<br />
die deutsche war.  Vor diesem Hintergrund wäre ich schon froh,<br />
wenn wir europaweit zu einer Lösung kämen. Jedoch ohne zu glauben,<br />
die unterschiedlichen Interessen auf der ganzen Welt könnten in<br />
einem überprüfbaren, verbindlichen System gebündelt werden. Da bin<br />
ich aus heutiger Sicht schon froh, wenn in Europa ein Umdenken<br />
einsetzt.
</p>
<p>
<b>spd_region_hannover:</b> Woher beziehen die<br />
Abgeordneten des Bundestages ihre Informationen zu den komplexen<br />
Zusammenhängen der Finanzkrise? Die wenigsten Abgeordneten haben ja<br />
die nötige ökonomische Ausbildung, um die Auswirkungen<br />
verschiedener Entscheidungen kompetent bewerten zu können.
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Da sind natürlich in einem<br />
solchen Fall die Mitglieder des Haushalts- und des Finanzausschusses<br />
in besonderer Weise gefragt. Das heißt, sie machen sich den<br />
Sachverstand von Gutachtern, den Sachverstand der Bundesregierung,<br />
den Sachverstand des Finanzministeriums, den Sachverstand der BaFin<br />
nutzbar und ziehen auch &#8211; wenn es um internationale Zusammenhänge<br />
geht &#8211; Expertise aus dem Umfeld der OECD oder des IWF hinzu.
</p>
<p>
<b>joachim_89:</b> Während der letzten Chats war die<br />
Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft ja immer ein Thema: Was<br />
halten Sie davon? Bekleiden Sie selbst irgendeinen Posten in der<br />
Wirtschaft?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ich bekleide keinerlei<br />
Posten in der Wirtschaft. Ich bin Vorsitzender eines<br />
Denkmalpflegevereins.
</p>
<p>
<b>Ihr Benutzername:</b> Guten Tag, es gibt ein<br />
Ungleichgewicht zwischen Staat und Wirtschaft. Wie kann dies behoben<br />
werden, ihrer Meinung nach?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Die Frage ist natürlich<br />
sehr allgemein. Ich denke aber, die letzten Wochen und Monate haben<br />
gezeigt: Ohne einen Staat, der reguliert, der die Spielregeln<br />
vorgibt, kann Wirtschaft nicht allein, aus sich heraus,<br />
funktionieren. Dies ist für viele aufgrund der Erfahrungen der<br />
letzten Jahre sicherlich ein Umdenkprozess. Aber ich muss sagen, ich<br />
begrüße, dass dieser Umdenkprozess eingesetzt hat. Und wir nicht<br />
mehr dem Marktradikalismus nach dem Motto &quot;Privat nach Staat&quot;<br />
nachhängen, sondern dass wir sagen: Jawohl, die Wirtschaft hat sich<br />
den Vorgaben der Politik im Interesse des Gemeinwohls zu fügen. Das<br />
geschieht ja auch zurzeit auf der Basis beispielsweise des<br />
Finanzmarktstabilisierungsgesetzes. Wenn Manager anerkennen, dass<br />
Staatsleistungen mit einer drastischen Verringerung ihrer Bezüge zu<br />
erhalten sind, dann ist das gut so und denke ich auch, ein Weg zu<br />
mehr Vernunft.
</p>
<p>
<b>felix:</b> Sehr geehrter Herr Krüger, die<br />
Bundesregierung kündigte weitere Investitionen in der Infrastruktur<br />
an. Ist das jetzt die Kehrtwende zum Neo-Keynesianismus?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Nein. Es ist schlicht und<br />
ergreifend die Reaktion darauf, dass wir einen Schutzschirm über die<br />
Arbeitsplätze halten und bilden wollen. Wir wollen, dass Kommunen<br />
oder überhaupt Gebietskörperschaften oder Länder, Projekte nicht<br />
aufschieben sollen oder müssen, weil sie möglicherweise über keine<br />
Eigenmittel verfügen. Wir wollen, dass jetzt in dieser Situation<br />
Aufträge platziert werden, die ansonsten in drei oder vier Jahren<br />
platziert worden wären, die sind jetzt aber dringend notwendig.
</p>
<p>
<b>Dagobert:</b> Herr Krüger, was ist für Sie<br />
persönlich die schlimmste Krise: die Finanzkrise, die Umweltkrise<br />
oder die der SPD&#8230;
</p>
<p>
<br />
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ich denke, das sind drei<br />
vollkommen unterschiedliche Sachen. Erstens müssen und hätten wir<br />
ohne Finanzmarktkrise, ohne nun die SPD zu betrachten, die<br />
ökologische Herausforderung als die Herausforderung unseres<br />
Jahrhunderts in jedem Falle auf unsere Fahne geschrieben und tun dies<br />
auch. Zweitens: Die Finanzmarktkrise ist etwas, was uns aus den<br />
Vereinigten Staaten initiativ erreicht hat und welche wir meistern<br />
werden. Drittens: Die Krise der SPD &#8211; da muss ich sagen, mit einem<br />
Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, einem Parteivorsitzenden<br />
Franz Müntefering, sind wir ordentlich aufgestellt. Wir werden den<br />
Menschen im nächsten Jahr auch genau sagen, wo wir stehen. Ich<br />
denke, da werden wir auch erklären können, dass es gerade in dieser<br />
Zeit unabdingbar ist, dass Menschen füreinander einstehen und dass<br />
dieses auf der Basis demokratischer, gleichberechtigter Strukturen<br />
steht. Anders gesagt, die aktuelle Politik ist voller<br />
sozialdemokratischer Ideen und Ansätze. Das werden wir den Menschen<br />
klar machen, dass wir als Sozialdemokraten die modernen und<br />
vertrauenserzeugenden Antworten haben. Von daher sehe ich keine Krise<br />
in der SPD.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Zwischenfrage: Und wie ist die SPD in<br />
Hessen aufgestellt? Ihre Einschätzung.
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Dazu bin ich viel zu weit<br />
von Hessen entfernt, um dazu etwas zu sagen. Diese Frage müsste<br />
einem hessischen Landtags- oder Bundestagsabgeordneten gestellt<br />
werden. Ich denke aber auch dort in Hessen werden Themen von den<br />
dortigen Genossinnen und Genossen behandelt werden, die eines zeigen:<br />
Die SPD ist auf der Höhe der Zeit.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wir haben unter den Chattern eine<br />
Umfrage durchgeführt. Trauen Sie der SPD zu, die Finanzkrise zu<br />
lösen? Wie ist Ihre Prognose?
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Da ich ja gerade auch in der<br />
Welt der Finanzmarktkrise als finanzpolitischer Sprecher eingebunden<br />
bin, weiß ich, was wir getan haben und weiß, dass es das Richtige<br />
war. Deshalb bin ich auch der Befangenste, um dazu eine Prognose<br />
abzugeben. Ich hoffe natürlich, dass es möglichst viele sind. Das,<br />
was wir in den letzten Wochen getan haben, stellt kein Schutzschild<br />
für Manager oder Banken dar, sondern einen Schutzschirm für<br />
Arbeitsplätze, über den wir uns alle freuen und auf den wir stolz<br />
sein können.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Sie haben viele Fans: 56 Prozent haben<br />
Ja gesagt, 43 Prozent Nein. Ich weise vorsorglich darauf hin: Die<br />
Umfrage ist nicht repräsentativ.
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Dann habe ich ja die<br />
Aufgabe, mich mit den 43 Prozent auseinanderzusetzen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Das war die <a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatarchiv2.html">tagesschau-Chat-Serie</a><br />
zum Thema Finanzkrise. Herr Krüger, vielen Dank, dass Sie bei uns<br />
waren. Herzlichen Dank an alle User für die die intensive<br />
Beteiligung! <a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatarchiv2.html">Die<br />
Chatprotokolle zum Nachlesen finden Sie hier.</a> Das Team von<br />
tagesschau.de wünscht allen noch einen schönen Tag!
</p>
<p>
<b>Hans-Ulrich Krüger</b>: Ich danke Ihnen!
</p>
<p>
<i>Der Chat wurde moderiert von Thomas Querengässer,<br />
tagesschau.de.</i></p>
]]></content:encoded>
					
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