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	<title>Hausautomation &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Internet der Dinge &#8211; Teil 3: Smart Home</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 14:39:18 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>In den Medien findet das Thema Smart Home als Teil des „Internets der Dinge“ derzeit großen Widerhall. Es soll unkomplizierter in der Installation und erschwinglich für jedermann sein. Doch ist der Nutzen eines intelligenten Hauses tatsächlich so hoch? Im dritten Teil unserer Sommerreihe beleuchten wir diese Frage und weitere Themen wie Interoperabilität, Sicherheit und Datenschutz beim Smart Home. Außerdem erklären wir, wie Sie sich mit Open Source-Software und Minicomputern Ihr mitdenkendes Haus nach Ihren eigenen Vorstellungen zusammenstellen können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Phänomen Hausautomation ist schon seit Jahren ein Thema, doch war es bislang für die meisten Menschen zu kostspielig und mit aufwendigen Baumaßnahmen verbunden. Zu Beginn der Entwicklung bestand die Bedienungszentrale aus vielen Schaltern, deren Funktion sich nicht beliebig ändern ließ und deren Design nicht viel hermachten. Das soll sich alles ändern mit dem „Internet der Dinge“. Um beispielsweise Steckdosen den Saft abzudrehen, soll es nicht mehr nötig sein, einen <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-18759055.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„schlauen Schalter“</a> umzulegen, der 2001 als absolutes <em>Musthave</em> angepriesen wurde. Heutzutage wird das intelligente Haus über schicke Touchscreens gesteuert, die seinem Besitzer eine große Auswahl an Funktionen bieten.<br />
Mit neuen Funkstandards wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ZigBee" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zigbee</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Z-Wave" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Z-Wave</a>, dank derer man auf teure Leitungen verzichten kann, und mittels der Verknüpfung mit Smartphones und Tablets soll endlich der Durchbruch für das Smart Home in der Breite gelingen. Viele Unternehmen hoffen darauf, einen lukrativen Markt erschließen zu können, der bis 2025 laut Verband für Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) auf <a href="http://www.vde.com/de/Verband/Pressecenter/Pressemeldungen/Fach-und-Wirtschaftspresse/2013/Seiten/20-2013.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">19 Milliarden Euro</a> anwachsen soll. Solch rosige Aussichten wecken das Interesse einer Vielzahl von Unternehmen: Spätestens seitdem Google den Thermostathersteller Nest aufgekauft hat, ist klar, dass der US-Internetkonzern bereits mitmischt. Apple wird mit der achten Version des Betriebssystems iOS das iPhone und das iPad als Schaltzentrale für das Smart Home in Stellung bringen. Das Interesse der zwei Tech-Giganten steht stellvertretend für die großen Erwartungen zahlreicher Unternehmen an den Smart Home-Markt.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://vimeo.com/94031546" title="Welcome to Life With Revolv" src="https://player.vimeo.com/video/94031546?width=840&#038;height=1000&#038;discover=1?dnt=1&amp;app_id=122963" width="840" height="473" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen></iframe><br />
Das Werbevideo des amerikanischen Anbieters Revolv für sein Smart Home veranschaulicht nicht nur das Ziel des Herstellers, das intelligente Haus mit positiven Merkmalen wie „sexy“ und „cool“ zu versehen, sondern führt ebenso vor, was der letzte Stand der Technik hergibt. Ein Smart Home kann die Hausbeleuchtung anknipsen, sobald es anhand der GPS-Position unseres Smartphones feststellt, dass wir uns in einem vorher festgelegten Radius zum Haus befinden, und die Tür kann mit einem Wisch auf dem Smartphone geöffnet werden. Es lassen sich verschiedene Profile erstellen, die mit einer Berührung etwa das Licht und die Musik dem Anlass entsprechend anpassen. Das kann aber auch zu peinlichen Situationen führen, wenn man sich vertippt und die Schwiegereltern das Entertainmentprogramm für romantische Stunden zu zweit erleben.<br />
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die perfekt abgestimmte Heizungsregulierung. Jeder Heizkörper verfügt über ein Thermostat, mit dem sich die gewünschte Raumtemperatur einstellen lässt. Neubauten verfügen heute in der Regel über zentrale Kontrolleinheiten, mit der sich die gewünschte Raumtemperatur zu jeder beliebigen Uhrzeit einstellen lässt. Das Prinzip Smart Home soll weit darüber hinausgehen – es soll noch wesentlich mehr Komfort bieten und eine bessere Energieeffizienz ermöglichen. Mit Hilfe von Sensoren lässt sich beispielsweise erfassen, ob eine Person sich in einem Raum aufhält und ob dieser entsprechend geheizt werden muss. Die Wohnung kann ab dem Moment beheizt werden, ab dem wir uns ihr in einem bestimmten Radius nähern.<br />
Und es gibt weitere Vorteile: Die manuelle Regulierung per Thermostat ist oft ineffizient, viele Menschen stellen ihre Thermostate viel zu hoch ein oder drehen sie beim Verlassen des Hauses nicht herunter. Das Smart Home würde es uns abnehmen, an diese Dinge zu denken. Mit Sensoren ausgestattete Fenster könnten die Bewohner darauf aufmerksam machen, dass sie offen sind und es hereinregnet oder zum Fenster heraus geheizt wird. Richtig intelligent und autonom wird das Haus dann, wenn die Heizung an warmen Tagen automatisch gedrosselt wird oder die Rollläden bei Sonnenschein zur Kühlung heruntergelassen werden. Dazu kann es die aktuellen Wetterdaten aus dem Internet beziehen oder direkt vor Ort Temperatur und Sonneneinstrahlung messen.<br />
In den vergangenen Jahren sanken die Kosten für Mikrochips stark und es wurden Funktechnologien entwickelt, die es Gegenständen ermöglichen, mit Basisstationen zu kommunizieren. Dafür braucht es keine sperrigen Funkmodule mehr, manchmal nicht einmal Strom. Beide Faktoren bedeuten, dass der Fantasie der Bewohner eines Smart Homes bei der Ausgestaltung ihres Zuhauses aus technischer Sicht kaum Grenzen gesetzt sind. Außer den klassischen Anwendungsbereichen Sicherheit und Energieeffizienz gibt es allerlei weitere intelligente Gegenstände für den Hausgebrauch, wie <a href="http://www.quirky.com/shop/619" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eggtray</a>, ein Eierhalter, der darauf hinweist, wann die Haltbarkeit der Eier im Kühlschrank abläuft, oder <a href="http://www.hapi.com/products-hapifork.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HAPIfork</a>, eine Gabel die das eigene Essverhalten genauestens dokumentiert. Viele andere Gegenstände mit ähnlicher Funktion existieren bereits, und es ist fest damit zu rechnen, dass weitere Produkte dieser Art schon bald auf den Markt kommen werden.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Für Besitzer des Handyklassikers Nokia 3310 dürfte sich die Wandlung ihres Hauses in ein Smart Home nicht lohnen, weil sie mangels technischer Funktionen eines Smartphones nicht das volle Potenzial ausschöpfen könnten. Doch warum sollte jemand sein Zuhause überhaupt intelligenter machen? Bisher ging es doch auch ohne diesen Schnickschnack. Der Nutzen eines intelligenten Hauses ist an zwei Aspekten festzumachen: Einerseits ermöglicht es die<em><strong> Automatisierung von Prozessen</strong></em> nach dem Schema „Wenn dieses Ereignis eintritt, soll diese Aktion ausgelöst werden“. So lassen sich viele Smart Home-Lösungen mit dem Internetdienst „if this, then that“ (<a href="https://ifttt.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IFTTT</a>) verknüpfen. Dieses Prinzip ermöglicht es auf simple Weise, zwei Gegenstände miteinander zu verbinden: 15 Minuten bevor der Wecker klingelt, könnte die Kaffeemaschine schon den Morgenkaffee brühen. Oder das Licht wird automatisch gedimmt, wenn man einen Film im Fernsehen oder auf dem Rechner schaut. Andererseits ermöglicht die Verknüpfung mit dem Internet es uns, dass wir jederzeit auf dem Smartphone nachschauen können, ob wir die Herdplatte angelassen haben und ob zuhause alles in Ordnung ist.<br />
Der <em><strong>Fernzugriff</strong></em> mittels Smartphone auf das eigene Haus ist die bedeutendste technische Entwicklung, von der sich viele Unternehmen eine große Attraktivität für Nutzer erhoffen. Dass Smartphones zur Schaltzentrale eines Smart Homes werden können, hat erst die großen Internetriesen auf den Plan gerufen, weil sie darin die Chance sehen, noch mehr über ihre Nutzer zu erfahren. Mit dem Internet der Dinge beschränken sich ihre Beobachtungen nicht mehr allein auf das Verhalten im Internet, sondern es ermöglicht ihnen darüber hinaus, unser Verhalten in der physischen Welt zu beobachten.<br />
Ob das Ganze für beide Seiten nützlich ist, hängt in hohem Maße davon ab, welche Ziele mit der Nutzung eines intelligenten Hauses erreicht werden sollen und wie das Vorhaben umgesetzt wird. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Smart Home-Anbietern, aber es hat sich bislang kein technischer Standard durchgesetzt. Die fehlende Interoperabilität macht einen Anbieterwechsel derzeit umständlich und äußerst kostspielig. Der Fragmentierung des Marktes – womit ebenfalls die Nutzenkalkulation für Anwender sinkt – möchte die Telekom mit dem Aufbau des zentralen Ökosystems <a href="https://www.qivicon.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Qivicon</a> entgegenwirken, unter dessen Schirm sich namhafte Marken von Vattenfall über Miele bis Samsung versammelt haben. Währenddessen wollen Bosch, ABB, Cisco und LG der Telekom-Initiative eine <a href="http://www.energie-und-technik.de/automatisierung-messen/artikel/102433/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eigene Plattform</a> entgegensetzen. Ein weiterer Grund, dass die Anwender sehr genau hinschauen müssen, ob das <em>Kosten-Nutzen-Verhältnis</em> des ins Auge gefassten Smart Homes stimmt, ob es <em>Interoperabilität</em> bietet und das System <em>sicher</em> ist.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p><a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">An anderer Stelle</a> haben wir darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf<em> Privatsphäre</em>, <em>Diskriminierung</em>, <em>Datenschutz</em> und das Risiko zum <em>Fremdzugriff</em> Einwände gegen das Internet der Dinge erhoben werden müssen. Sind die Einwände im Fall des Smart Homes gerechtfertigt?<br />
Nehmen wir die enge Definition der <em><strong>Privatsphäre</strong></em>, nach der ich im Privaten unabhängig von äußeren Einflüssen die Freiheiten habe soll, zu schalten und walten wie ich möchte, so ist diese derzeit in einem Smart Home nicht bedroht. Besitzer von Smart Homes entscheiden, welche Komponenten des Hauses intelligent werden sollen und können die Installation jederzeit wieder rückgängig machen. Ein Smart Home behindert die persönliche Entfaltung der Hausbewohner im Privaten nicht per se. Bis dato! Es ist nicht undenkbar, dass weitere Werkzeuge wie die HAPIFork entwickelt werden, die erwünschtes Verhalten an niedrigere Krankenversicherungsprämien koppeln lassen. Man stelle sich vor, dass Menschen, die sich gesünder ernähren, einen geringeren Versicherungsbeitrag bezahlen. Wäre das dann gerecht oder würde dies dem Solidaritätsprinzip der Versicherungen widersprechen?<br />
Während viele Smart Home-Systeme noch nach manuell gesteuerten Regeln funktionieren, arbeitet die Firma Alpha-EOS bereits an der nächsten Generation der Smart Homes, die unsere Vorlieben selbstständig erlernen, indem sie unser Verhalten beobachten. Welche Duschtemperatur mögen wir? Wann möchten wir das Licht im Wohnzimmer wie hell haben? Das alles kann dieses System sich merken und mithilfe von Algorithmen unser Zuhause regulieren. Wenngleich zu hoffen ist, dass im Notfall noch manuell in die Abläufe eingegriffen werden kann, so sieht das System dies zunächst nicht vor und nimmt uns damit ein Stück <em><strong>Entscheidungsfreiheit</strong></em>.<br />
Wenn unser Smartphone oder Computer gehackt werden, können wir Daten verlieren oder unsere Geräte unbrauchbar werden. Der angerichtete Schaden ist jedoch zumeist virtueller Natur und kann nicht physisch gegen uns eingesetzt werden. Doch sollte es Unbefugten gelingen, die Kontrolle über unser Smart Home zu übernehmen, dann sind gruselige Szenarien kein Hirngespinst mehr: von Musikterror bis Eingesperrtsein im eigenen Haus. Der Angreifer hätte selbstverständlich auch sämtliche Kommunikationskanäle lahmgelegt, über die wir Hilfe rufen könnten. Ein solch unerwünschter <em><strong>Fremdzugriff</strong> </em>wäre nicht schnell und einfach zu stoppen, wenn jede Faser des Hauses vernetzt wäre. Außerdem würde es Wissen erfordern, das die meisten Anwender nicht haben dürften – nämlich darüber, wie das eigene Smart Home-System funktioniert.</p>
<h3>Und sonst? Open Source und Raspberry Pi</h3>
<p>Wem das zu viele Unwägbarkeiten sind oder wer den Versprechungen von Sicherheit und Datenschutz der großen Unternehmen nicht traut, kann Open Source-Alternativen wie <a href="http://www.fhem.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fhem</a>, <a href="http://mknx.github.io/smarthome/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">smarthome.py</a> oder <a href="http://www.openhab.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">openHAB</a> einsetzen. Open Source-Systeme bedeuten nicht zwangsläufig, dass man sich das Smart Home selbst installieren und warten muss. Wie Linux und WordPress beweisen, hat sich das übliche Open Source-Geschäftsmodell bewährt, nicht mit der Software selbst, sondern mit dem Support Geld zu verdienen. Offene Smart Home-Systeme haben für den Anwender den Vorteil, dass sie auf offene Standards setzen, d.h. dass ein Wechsel des Smart Home-Systems wesentlich einfacher zu bewerkstelligen wäre, und teuer gekaufte Hardware müsste nicht ersetzt werden. AVM, ein Hersteller von Routern, erlaubt es beispielsweise, fhem-Software auf der in Deutschland weit verbreiteten Fritzbox zu installieren, das macht die Anschaffung eines weiteren Geräts als Schaltzentrale überflüssig.<br />
Das wäre allein durch die Kombination eines Open Source-Systems mit einem Minicomputer à la Raspberry Pi oder Arduino zu toppen. Eine Option, die nur für versierte Anwender, Do-it yourself-Anhänger und Bastlerfreunde realistisch ist. Dafür kann aus dem Wissen der jeweiligen Communities geschöpft werden – ein großer Pluspunkt gegenüber geschlossenen Systemen.<br />
Ob jetzt das Komplettpaket von einem großen Unternehmen oder das Open Source-System mitsamt Minicomputer das nützlichere System ist, bleibt letztendlich schlichtweg eine Prioritätenfrage, die jeder für sich beantworten muss. Der eine legt mehr Wert auf Sicherheit, der andere darauf, alles aus einer Hand zu bekommen. Der künftige Smart Home-Markt wird geschlossenen wie offenen Systemen gleichermaßen Platz bieten. Bevor man sich jedoch die Systemfrage stellt, muss man für sich entscheiden, ob man überhaupt ein intelligentes Haus braucht. Ohne die Technik verteufeln zu wollen, aber es kann auch ein besonderer Genuss sein, das Mokkakännchen morgens auf den Herd zu stellen und in den Minuten bis zum fertigen Kaffee langsam wach zu werden. Überlegen Sie sich also vor einer Anschaffung, worauf Sie in einem Smart Home möglicherweise verzichten müssten.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping</strong></a><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Foto: Reubot (File:Haus LennartHell.png) [<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en">CC0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHaus_LennartHell.svg">via Wikimedia Commons</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Architektur, Kommunikation und Multimedia &#8211; wohnen und arbeiten in der Zukunft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/architektur_kommunikation_und_multimedia_wohnen_und_arbeiten_in_der_zukunft-399/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Fromm]]></category>
		<category><![CDATA[Lydia Keune]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplanung]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Prof. Ludwig Fromm und Lydia Keune im Chat am 18. April 2001</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Prof. Ludwig Fromm und Lydia Keune im Chat am 18. April 2001</b></span><!--break--></p>
<table cellspacing="12" width="350">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!--- 


<table BORDER="0" WIDTH="99%">
	

<tr>
		

<td VALIGN=TOP ALIGN=RIGHT> ---><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
		<b>Moderator:</b> Sehr geehrte Frau Keune, sehr geehrter Herr Professor<br />
		Fromm, liebe Chatgemeinde &#8211; herzlich willkommen zum Expertenchat von<br />
		politik-digital und nadiv &#8211; dem Netzwerk Arbeit durch Innovation. Unser<br />
		Thema ist die Verknüpfung von Architektur, Kommunikation und<br />
		Multimedia, also das Leben im vernetzten Haus oder Wohnquartier der<br />
		Zukunft. Frau Keune, ist das vernetzte Wohnen denn noch Zukunftsmusik<br />
		oder schon Realität?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Guten Abend, Moderator!<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Guten Abend, das ist ein Gruß an den Moderator!<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Ja, in<br />
		einigen wenigen Projekten gibt es die vernetzte Realität schon. Zum<br />
		Beispiel in Itzehoe bei Hamburg oder demnächst auch in Norderstedt.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Sind das Projekte oder leben dort schon Menschen?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> In beiden<br />
		Projekten leben natürlich Menschen. Im Stadtteil Klosterforst in<br />
		Itzehoe sind es insgesamt rund 500, die dort leben und über 700, die<br />
		dort arbeiten.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bauhaus:</b> Wie sieht es aus,<br />
		kann man in der Zukunft seiner &quot;Telearbeit&quot; vom Bett aus nachgehen? Ist<br />
		es nicht auch gefährlich, Beruf und Privates so wenig zu trennen?<br />
		Werden die Menschen dann nicht zu absoluten Arbeitstieren und Sklaven<br />
		der Technik?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Gute Frage.<br />
		Das Problem wird sich nur lösen lassen, wenn die Technik im Dienst des<br />
		Menschen bleibt, manche würden sagen: in den Dienst der Menschen<br />
		gestellt wird.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Clara:</b> Inwiefern soll die Technik im Dienst des Menschen stehen? Bitte erläutern Sie das?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Herr Fromm?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>LudwigFromm:</b> Ja, Technik,<br />
		besonders die so genannte Kommunikationstechnik ist dann im Sinne der<br />
		Frage positiv zu bewerten, wenn sie ein kommunikatives Umfeld schafft,<br />
		also dem Verständnis der Menschen untereinander dient.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Es gibt<br />
		darüber hinaus ja auch immer die Möglichkeit, Beruf und Arbeit anders<br />
		zu verbinden &#8211; z.b. durch alternierende Telearbeit, wo die Menschen<br />
		teilweise zuhause und teilweise in der Arbeitsstätte tätig sind.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Clara:</b> Warum beschäftigt sich eigentlich ein Architekt mit &quot;Kommunikations-Architektur&quot;? Was steckt dahinter?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Architektur<br />
		hat mit Qualität des Lebens ganz direkt etwas zu tum. Wir Architektem<br />
		gestalten Umwelt, die das Zusammenleben der Menschen möglichst positiv<br />
		beeinflussen soll. Hier ist ein Ansatz, sich mit<br />
		Kommunikationstechniken zu beschäftigen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Wenn der<br />
		Architekt, die Architektin nicht mitdenkt, kommt der multimediale<br />
		Dienst (z.B.) nicht zum Endkunden bzw.. Mitarbeiter nachhause. Im<br />
		Klosterforst haben wir 1,8 Mio. DM in Grünflächen und Spielplätze<br />
		investiert.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Clara:</b> Was meinen Sie, Herr Fromm? Wie sehen die Städte der Zukunft aus? Rund, eckig, überall Internetzugänge? keine Grünflächen?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Ich hoffe<br />
		nicht! Die konkrete Form einer Stadt, ihre Gestalt ist übrigens von den<br />
		Kommunikationstechniken nur bedingt abhängig. Die Architektur und die<br />
		Stadtplanung haben ihre eigenen Gesetze. Internetzugänge wird es in<br />
		Zukunft sicher mehr geben als im Moment, und sie werden unser tägliches<br />
		Leben auch stärker bestimmen als heute, aber, ich sage es nocheinmal,<br />
		die Form der Stadt der Zukunft wird sich anders bestimmen. Stichwort:<br />
		Umweltproblematik.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Das<br />
		Multimedianetz spürt man nur, wenn man dort am Computer oder Fernseher<br />
		sitzt und mit hoher Performance arbeitet oder surfen kann. Es ist<br />
		meiner Ansicht nach wichtig, dass wir die Möglichkeiten der Zukunft<br />
		einplanen, also beispielsweise durch Leerrohre bei der Erschliessung<br />
		und multimediale Gebäudevernetzung. Dazu müssen Städteplaner und<br />
		Architekten &quot;ins Boot&quot;, die sich mit den Technologien von morgen<br />
		beschäftigen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Herr Fromm, ändert sich tatsächlich vor allem die Technik oder auch die Gestalt der Architektur?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Die Technik<br />
		wird sich sehr ändern! Die Architektur ist statischer und folgt ihren<br />
		eigenen Regeln. Wenn wir heute Häuser bauen rechnen wir damit, daß ein<br />
		Haus 50 bis100 Jahre bestehen wird. Das ist weniger schnellebig als die<br />
		Technik. Das heißt nicht, daß sich der technische Standard eines Hauses<br />
		im Leben des Gebäudes den technischen Neuerungen anpassen kann.<br />
		Stichwort: Verkabelung.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Daemen:</b> Frau Keune, warum<br />
		müssen ganze hochvernetzte Stadtteile gebaut werden, mit<br />
		high-speed-Netzzugang etc. &#8211; wo doch der Vorteil des Internets in der<br />
		Dezentralität liegen soll, es also keinen Unterschied macht, ob man von<br />
		Wanneeikel oder Kairo aus arbeitet?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Einer muss<br />
		doch anfangen., denn von Wanneeickel nach Kairo kommt man mit grossen<br />
		Datenmengen nur dann, wenn die Übertragungstechnologie auch<br />
		leistungsfähig ist. Wir wissen heute noch nicht, was UMTS wirklich<br />
		leisten wird und in einem kleineren Zusammenhang kann bei der<br />
		Erschliessung gleich ein Hochleistungsnetz mitverlegt werden, um grosse<br />
		Datenraten zu garantieren.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Globo:</b> Aber es gibt doch ganze Stadtteile, die hochvernetzt gebaut werden; wo sind da die Synergieeffekte?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> das Problem<br />
		ist, dass die Infrastruktur für Multimedia nur sehr vereinzelt<br />
		existiert. Diese Basis muss verbreitert werden, damit alle die gleichen<br />
		Zugangsraten nutzen können. Welche Technologie das Rennen macht, ist<br />
		noch nicht endgültig entschieden. Sollte es UMTS sein, werden<br />
		irgendwann große Funktstationen ausreichen, um die Entfernungen zu<br />
		kompensieren.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Beuss:</b> Architektur wird<br />
		immer funktionaler, wo bleiben die ästhetischen und künstlerischen<br />
		Aspekte? Kann man sich in den neuen Gebäuden auch wohlfühlen?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Diese Frage<br />
		hat mit unserem Kommunikationsthema nichts zu tun, trifft aber die<br />
		Krise, in der sich die Architektur immer noch befindet. Das Wohlfühlen,<br />
		eine berechtigte Forderung aller Menschen an die Architektur, wird von<br />
		der Fachwelt nicht ernst genug genommen. Sachzwänge, ökonomische,<br />
		funktionale, bautechnische, werden immer noch höher bewertet als der<br />
		banale und doch so berechtigte Wunsch eines Menschen, sich in einem<br />
		Hause wohlfühlen zu können.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Miller:</b> Gibt es eine frauenspezifische Architektur?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Es gibt<br />
		viele frauenspezifische Fragestellungen in der Architektur, viele<br />
		Belange, die Frauen direkt betreffen. Beispiele: Mutter und<br />
		Kind-Ausstattungen, Arbeiten in der eigenen Wohnung, Probleme der<br />
		Kindererziehung, Probleme der Sicherheit (Angsträume z.B. in<br />
		Tiefgaragen, in unübersichtlichen Treppenhausanlagen, etc.) Die<br />
		traditionelle Architektur wird diesen Belangen leider nicht immer<br />
		gerecht. Seit den 60ger Jahren gibt es eine starke Bewegung unter den<br />
		Architektinnen, frauengerechte Architektur zu schaffen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gope:</b> Herr Fromm: Aus welchen Materialien bestehen die neuen Häuser?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Stahl, Glas<br />
		und Verbundwerkstoffe. Aber: Wir erinnern uns immer mehr und wieder an<br />
		traditionelle und ökologische Baustoffe. Zum Beispiel wurde im<br />
		Klosterforst Itzehoe Altbeton recykelt. Dadurch wurde die<br />
		Abfallproblematik verringert und Energie gespart, die sonst für neue<br />
		Werkstoffe verbraucht worden wäre.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Blume:</b> Herr Fromm: Gibt es<br />
		spezielle Vorgaben für politische Architektur? Ich meine<br />
		Regierungsgebäude, die haben doch eine spezielle Architektur! Ändert<br />
		sich auch diese?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>LudwigFromm:</b><br />
		Regierungsarchitektur meint in diesem Sinne wohl Architektur, in der<br />
		politische Entscheidungen gefällt werden. Sie steht also somit im<br />
		Mittelpunkt demokratischer Entscheidungsprozesse und sollte diese<br />
		Aufgabe durch ihre Gestalt verkörpern. Wie ist es möglich: Sie hat eine<br />
		besondere Lage innerhalb der Stadt (siehe Berlin) und sollte<br />
		Prozeßhaftigkeit darstellen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gope:</b> Frau Keune: Wird die technische Infrastruktur in Klosterforst auch von den Bewohnern genutzt?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>LydiaKeune:</b> Natürlich<br />
		nutzen die Bewohner die Infrastruktur, z.b. können alle auf einen 2MB<br />
		Internetzugang zugreifen und auch add-ons wie netmeetings, Intranet und<br />
		Gratis-Telefonate im Stadtteilnetz nutzen. Auch können alle über<br />
		Breitband ca. 35 Fernsehprogramme empfangen und sogar Video-on-demand<br />
		benutzen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Blume:</b> Frau Keune: Was werden Sie bei einer künftigen Quartiersentwicklung anders machen, als in Klosterforst?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Bisher haben<br />
		wir wenig zu meckern und viel richtig gemacht. Vielleicht oder ganz<br />
		sicher, würden wir heute architektonisch &quot;bunter&quot; bauen. Als ehemaliges<br />
		Kasernengelände könnte der Klosterforst heute baulich facettenreicher<br />
		sein.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Miller:</b> Umwelt: Ist es<br />
		ökologisch, Stadtteile auf der grünen Wiese hochzuziehen, anstatt<br />
		innerhalb von bestehenden Quartieren die Technikanbildung zu<br />
		verbessern?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Nein.<br />
		Bestimmt nicht! Verdichtung innerhalb bestehender Stadtstrukturen ist<br />
		der einzige vertretbare Weg, mehr Wohnraum und mehr Arbeitsraum zu<br />
		schaffen. Die Schonung der Ressource &quot;Fläche&quot; muß in Zukunft sehr viel<br />
		ernster genommen werden. Unsere Städte wachsen und vernichten immer<br />
		mehr Naturraum.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Hubert:</b> Sind die neuen<br />
		Bauweisen eher für den ländlichen oder den urbanen Bereich geeignet?<br />
		Wird es in Zukunft keine Pendler mehr geben?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Wenn Sie auf<br />
		die Verknüpfung von Bauen und Kommunikationstehnik abziehlen: Die neuen<br />
		Bauweisen gelten dann für beide Bereiche und können bei intelligentem<br />
		Einsatz tatsächlich Verkehrsprobleme mindern helfen, es können weniger<br />
		Pendler entstehen wodurch auch Emissionswerte reduziert werden könnten.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Klinkhart:</b> Guten Abend,<br />
		wenn ich das alles sehe frage ich mich nach der Finanzierbarkeit<br />
		zukunftsorientierter Wohnquartiere. Einerseits frauenfreundlich,<br />
		kinderfreundlich oder als politische Architektur &quot;beamtenfreundlich&quot;,<br />
		mit Highspeedanschluß und allem, was ein Telearbeiter/IT-Beamter<br />
		benötigt. Das ganze möglichst ökologisch und schick soll es auch noch<br />
		dehrkommen. Hat einmal jemand den Quadratmeterpreis für eine<br />
		wirtschaftliche Vermietung errechnet ? Gibt es erfolgreiche Beispiele ?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Trotzdem, im<br />
		Klosterforst ist uns das gelungen. Wir haben im Quadratmeter-Preis in<br />
		der Erstellung niemals den Höchstsatz im sozialen Wohnungsbau<br />
		überschritten. Dabei haben wir natürlich alle Förderungsmöglichkeiten<br />
		im öffentlichen Bereich genutzt und über exakte Planung und effizientes<br />
		Projektmanagement versucht, kosten zu sparen. Zum Beispiel haben wir<br />
		über 80% des gesamten Kasernenbetons recycelt und wieder im Hochbau<br />
		verwendet.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mgiel:</b> Bitte noch mal Frau<br />
		Keune: Wie nutzen die Bewohner die Angebote tatsächlich? Nicht was sie<br />
		können, sondern ob und wie sie es tatsächlich tun interessiert mich!<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Ja, sie<br />
		werden sehr rege genutzt und selbst die Senioren im klosterforst<br />
		besuchen IT-Kurse, die unser unternehmen anbietet. Zur Zeit nehmen z.b.<br />
		rund 100 Haushalte auch an einem Pilotversuch für eine neue<br />
		Internet-TV-Plattform über Set-Top-Boxen teil.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Zum Abschluss einen Ausblick, jetzt können beide noch mal in die Tasten greifen. Zum vernetzten Wohnen:<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Walze:</b> Födert das ihre Kommunikation, ihre Produktivität und ihren Lebensstandard wirklich?<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> das können<br />
		wir heute noch nicht absehen. In Schweden gibt es gute Beispiele, dass<br />
		sozial schwächere Quartiere durch Multimedia-Anbindung Arbeit und<br />
		&quot;besseres&quot; Freizeitverhalten &quot;produziert&quot; haben.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Das kann<br />
		nicht eindeutig beantwortet werden. Es wird davon abhängen, wie die<br />
		Technik wo und für wen zur Anwendung kommt. Das ist kein technisches<br />
		Problem sondern ein soziales bzw. ein politische Problem oder besser:<br />
		eine politische Aufgabe. Das Know How haben wir, um das Know Why<br />
		streiten wir.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune:</b> Ich denke, es<br />
		wird in dieser Frage der Entwicklung wie immer nicht ohne breite<br />
		Diskussion auf allen gesellschaftlichen Ebenen gehen.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Moderator:</b> Vielen Dank für<br />
		den spannenden Chat! Das nächste Mal sollten wir dann live aus<br />
		Klosterforst mit streaming chatten, dann können wir auch die übrigen<br />
		Fragen beantworten! Bis zum nächsten Mal: Am Freitag, den 20. April von<br />
		15 bis 16 Uhr mit Professor Konradt zum Thema &quot;Virtuelle Teamarbeit&quot;.<br />
		Einen Gruss an alle und bis dann! : Vielen DAnk für den spannenden<br />
		Chat! Das nächste Mal sollten wir dann live aus Klosterforst mit<br />
		streaming chatten, dann können wFragen beantworten! Bis zum nächsten<br />
		Mal: Am Freitag, den 20. April von 15 bis 16 Uhr&#8230;.<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Lydia Keune</b>: Tschüss !<br />
		</span><br />
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ludwig Fromm:</b> Danke für die Fragen!<br />
		</span></p>
<p>
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
		</span>
		</p>
<p>
		&nbsp;
		</p>
<p>
		<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_11480.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b> </span><br />
		<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
					&nbsp;
					</p>
<p>					<center><br />
					<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
					Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
					</center><br />
					<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
					</span><br />
					<center><br />
					<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
					Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
					</center>
					</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr align="left" noshade="noshade" size="1" width="390" />
		<!-- Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="540">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#000000" height="1" width="120"><spacer type="block" height="1"></spacer></td>
<td bgcolor="#000000" height="1" width="420"><spacer type="block" height="1"></spacer></td>
</tr>
</tbody>
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