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	<title>Haushalt &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Haushalt &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Österreich: Sparpaket als interaktive Grafik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/oesterreich-sparpaket-als-interaktive-grafik-5076/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Philipp Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 15:20:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sparpaket]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
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					<description><![CDATA[Das österreichische Netzwerk &#34;<a target="_blank" href="http://www.open3.at/" rel="noopener noreferrer">open3</a>&#34; hat eine <a target="_blank" href="http://www.open3.at/sparpaket" rel="noopener noreferrer">Visualisierung</a> veröffentlicht, auf der die Budgetkürzungen der Alpenrepublik von 2011 bis 2014 veranschaulicht werden. Durch die Darstellung wollen die Entwickler zeigen, welche Ressorts besonders vom Sparpaket der Regierung betroffen sind]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das österreichische Netzwerk &quot;<a target="_blank" href="http://www.open3.at/" rel="noopener noreferrer">open3</a>&quot; hat eine <a target="_blank" href="http://www.open3.at/sparpaket" rel="noopener noreferrer">Visualisierung</a> veröffentlicht, auf der die Budgetkürzungen der Alpenrepublik von 2011 bis 2014 veranschaulicht werden. Durch die Darstellung wollen die Entwickler zeigen, welche Ressorts besonders vom Sparpaket der Regierung betroffen sind<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&quot;open3&quot; ist ein gemeinnütziges Projekt, das u.a. Open Data in Österreich etablieren will. Am Mittwoch, 24. November 2011, hat das Netzwerk eine <a target="_blank" href="http://www.open3.at/sparpaket" rel="noopener noreferrer">Grafik</a> online gestellt, auf der die von der österreichischen Bundesregierung <a target="_blank" href="https://www.bmf.gv.at/Budget/Frderungsberichte/Bundesfinanzrahmen2_11088/Strategiebericht_2011_Internet.pdf" rel="noopener noreferrer">geplanten Einsparungen</a> einander gegenübergestellt werden.
</p>
<p align="center">
<a target="_blank" href="http://www.open3.at/sparpaket" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Sparpaket.jpg" alt="Grafik Sparpaket Österreich" title="interaktive Grafik Sparpaket" height="174" width="225" /></a>
</p>
<p>
Auf der interaktiven Grafik finden sich verschiedene Bereiche wie z. B. &quot;Familie und Jugend&quot; oder &quot;Unterricht&quot;. Je größer ein Feld ist, desto größer sind die vorgesehenen Budgetkürzungen in diesem Ressort. Fährt man mit der Maus über die einzelnen Felder, werden die jeweiligen Einsparungen eingeblendet &#8211; zumindest wenn man einen Firefox-, Chrome-, oder Safari-Browser verwendet.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Videochat zum Bundeshaushalt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/videochat-zum-bundeshaushalt-5008/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 16:49:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sparpaket]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
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					<description><![CDATA[Was möchten Sie von Gesine Lötzsch (Linkspartei) und
Otto Fricke (FDP) wissen? Die haushaltspolitischen Sprecher ihrer Fraktionen
diskutieren miteinander und mit Ihnen - am Dienstag ab 17.15 Uhr im tagesschau-Videochat.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was möchten Sie von Gesine Lötzsch (Linkspartei) und<br />
Otto Fricke (FDP) wissen? Die haushaltspolitischen Sprecher ihrer Fraktionen<br />
diskutieren miteinander und mit Ihnen &#8211; am Dienstag ab 17.15 Uhr im tagesschau-Videochat.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.tagesschau.de/zumchat100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier können Sie schon jetzt Ihre Frage stellen </a>
</p>
<p>
Haushaltswoche im<br />
Bundestag: Traditionell nutzt die Opposition die Debatten um den Etat<br />
der Bundesregierung zur einer Generalabrechnung mit Bundeskanzlerin<br />
Angela Merkel und ihren Ministern. Angesichts der geplanten Kürzungen<br />
bei Elterngeld, Rentenbeitrag und Heizkostenzuschuss von<br />
HartzIV-Empfängern im Haushaltsbegleitgesetz warf Gesine Lötzsch der<br />
Bundesregierung vor, die Gesellschaft zu spalten: Die Verursacher der<br />
Finanzkrise würden wieder „nicht zur Kasse gebeten“, zitiert das Magazin<br />
&quot;Focus&quot; die Haushaltsexpertin der Linksfraktion. Die Regierung wiederum<br />
verteidigt den Haushalt 2011 als Sparanstrengung aller Ressorts und mit<br />
Investitionen in Bildung und Forschung. Zum Sparpaket gebe es „keine<br />
Alternative“, sagte Otto Fricke der ARD.<span style="font-weight: bold"></span>
</p>
<p>
Diskutieren Sie mit Gesine Lötzsch und Otto Fricke.
</p>
<p>
<a href="http://www.tagesschau.de/zumchat100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier können Sie schon jetzt Ihre Frage stellen</a>
</p>
<p>
Zu den Personen:
</p>
<p>
<b>Gesine Lötzsch</b>, <span>geboren 1961 in<br />
Berlin. Nach dem Abitur in Ostberlin studiert Lötzsch an der<br />
Humboldt-Universität Deutsch und Englisch. 1987 absolviert sie ein<br />
Forschungssemester in den Niederlanden, im folgenden Jahr promoviert sie<br />
in Berlin und wird wissenschaftliche Assistentin. Von 1989 an gehört<br />
Lötzsch, die in der DDR von 1984 an SED-Mitglied war, verschiedenen<br />
politischen Gremien der Stadt Berlin an. 1991 wird sie für die PDS ins<br />
Abgeordnetenhaus gewählt, wo sie zunächst Fraktionschefin ist. Durch ein<br />
Direktmandat in Berlin-Lichtenberg zieht Lötzsch 2002 als eine von<br />
zwei  PDS-Kandidaten in den Bundestag ein, 2005 und 2009 gelingt ihr<br />
dies  erneut. 2010 wurde sie gemeinsam mit Klaus Ernst zur Vorsitzenden<br />
der  Linkspartei gewählt. Gesine Lötzsch ist stellvertretende<br />
Vorsitzende und  haushaltspolitische Sprecherin der Linksfraktion. Gesine Lötzsch ist verheiratet und hat zwei Kinder.<br />
<b></b></span>
</p>
<p>
<span><b>Otto Fricke</b>, geboren 1965 in  Krefeld. Fricke<br />
studiert Rechtswissenschaften in Freiburg und arbeitet  von 1994 bis<br />
1995 als Referent der FDP-Landtagsfraktion  Nordrhein-Westfalen. Seit<br />
1995 ist er als Rechtsanwalt in Krefeld tätig.  Mit einer Unterbrechung<br />
von 2000 bis 2002 ist Fricke seit 1996 Mitglied  im Kreisvorstand der<br />
Krefelder FDP, dessen stellvertretender  Vorsitzender er von 1996 bis<br />
1998 und seit 2002 ist. Von 1996 bis 2002  war Fricke parlamentarischer<br />
Berater der FDP-Bundestagsfraktion und von  1997 bis 2002<br />
Geschäftsführer des Bundesfachausschusses für Innen- und  Rechtspolitik<br />
der FDP. Seit 2002 ist Fricke Abgeordneter im Deutschen  Bundestag.<br />
Während der Großen Koalition von 2005 bis 2009 hatte er den  Vorsitz des<br />
Haushaltsausschusses inne, der traditionell an die stärkste<br />
Oppositionsfraktion geht. Seit 2009 ist Fricke Parlamentarischer<br />
Geschäftsführer und haushaltspolitischer Sprecher der<br />
FDP-Bundestagsfraktion. Otto Fricke ist verheiratet und hat drei Kinder.</span>
</p>
<p><span><b></b></span></p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bürgerhaushalte: Sparen angesagt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/buergerhaushalte-sparen-angesagt-4990/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/buergerhaushalte-sparen-angesagt-4990/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 09:43:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalfinanzen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerhaushalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Positiv betrachtet: Wegen der klammen Kassen haben deutsche Bürger mehr Mitspracherecht – zumindest auf kommunaler Ebene. Negativ betrachtet wollen viele Kommunen durch Online-Bürgerhaushalte aber lediglich Sparvorhaben rechtfertigen. Ein Überblick über ePartizipation an kommunalen Haushalten.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Positiv betrachtet: Wegen der klammen Kassen haben deutsche Bürger mehr Mitspracherecht – zumindest auf kommunaler Ebene. Negativ betrachtet wollen viele Kommunen durch Online-Bürgerhaushalte aber lediglich Sparvorhaben rechtfertigen. Ein Überblick über ePartizipation an kommunalen Haushalten.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Die Zahl der aktiven Bürgerhaushalte wächst kontinuierlich. Laut Daniel Kraft waren es im Jahr 2007 rund 30 Kommunen, die ihre Einwohner um Mithilfe bei der Haushaltsplanung gebeten haben. Mittlerweile sind es 67 Städte und Gemeinden &#8211; nahezu alle mit begleitenden Online-Partizipationsverfahren, so der Sprecher der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).
</p>
<p>
<b>Online-Partizipation wegen Schuldenberg</b>
</p>
<p>
Die Zahlen stammen von der Online-Plattform <a href="http://www.buergerhaushalt.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buergerhaushalt.org</a>, betrieben von der bpb und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/InWEnt. Auf der Seite ebenfalls ersichtlich: Die Zahl der Stadtverwaltungen, die über einen Bürgerhaushalt nachdenken, wächst noch stärker. 2008 waren es 13, inzwischen sind es ganze 69 Kommunen. Laut buergerhaushalt.org ein deutliches Anzeichen dafür, dass „das Thema Bürgerhaushalt besonders in Zeiten knapper Kassen in immer mehr Kommunen zum Thema wird.“
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.buergerhaushalt.org/karte/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/b__rgerhaushalte_karte.jpg" alt="Karte buergerhaushalt.org" title="Karte buergerhaushalt.org" height="280" width="420" /></a>
</p>
<p>
Ein Blick auf die <a href="http://www.buergerhaushalt.org/karte/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karte der Bürgerhaushalte</a> zeigt, dass  besonders Kommunen im notorisch klammen Nordrhein-Westfalen (NRW) aktiv sind. Knapp ein Drittel aller aktiven Bürgerhaushalte werden von Städten im bevölkerungsreichsten Bundesland durchgeführt. In NRW fordern Kommunen ihre Bürger auch explizit zur Mitarbeit bei Sparhaushalten auf.
</p>
<p>
Allen voran die Städte Solingen, Essen und neuerdings auch Bonn. Der ehemaligen Bundeshauptstadt drohen massive Einnahmeverluste aufgrund der Finanzkrise. Als Kommune sei man „auf Gedeih und Verderb auf die Gewerbesteuer angewiesen“, so Dirk Lahmann, Projektleiter für Bürgerbeteiligung in Bonn. In Zeiten, in denen die Unternehmen keine Gewinne machen, falle diese Steuer entsprechend gering aus. Lahmann betont, die geplante Bürgerbeteiligung samt eKonsultation sei deswegen zunächst nur auf Konsolidierungsmaßnahmen ausgerichtet &#8211; also auf Sparen.
</p>
<p>
<b>Bonn auf den Spuren von Solingen und Essen</b>
</p>
<p>
Konzeptuell orientiere man sich in Bonn sehr an den Modelle von <a href="http://www.solingen-spart.de/dito/web?action=content&amp;journal=223&amp;view=cnt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Solingen</a> und <a href="http://www.essen-kriegt-die-kurve.de/dito/web?action=content&amp;journal=22&amp;view=cnt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Essen</a>, so der Mitarbeiter der Stadtverwaltung weiter. Konkret können Bürger Sparvorschläge der Stadtverwaltung kommentieren und bewerten, aber auch eigene Einsparideen einbringen. Diese werden dann veröffentlicht und den Sparvorschlägen aus der Stadtverwaltung gleichgestellt.
</p>
<p>
Ein positiver Nebeneffekt sei, dass die Bürgerschaft für die Sparmaßnahmen senisbilisiert werde, so Lahmann weiter. Durch die aktive Beteiligung werde das Bewusstsein geschaffen und die Akzeptanz erhöht für die teils drastischen Einschnitte in die Lebenswelt der Einwohner. Voraussetzung ist deswegen laut Bonner Verwaltung immer, dass die Ergebnisse transparent und nachvollziehbar gestaltet seien. „Jeder Bürger muss wissen, was aus seinen Ideen geworden ist“, so Lahmann.
</p>
<p>
<b>Vorbildliches Berlin</b>
</p>
<p>
Allerdings sollte sich Bonn in Sachen Sparen nicht Solingen zum Vorbild<br />
nehmen. Dort fertigte die Stadtverwaltung einen ersten Rechenschaftsbericht innerhalb von zwei Tagen im Schnellverfahren an. In<br />
dem immerhin 240 Seiten langen Bericht ist deswegen zu lesen, dass die<br />
Bürgervorschläge (<a href="http://www.solingen-spart.de/dito/web/Bürgervorschläge-www.solingen-spart.de_240-Seiten.pdf?action=openattachment&amp;id=235&amp;attachmentid=66&amp;rootid=14" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pdf 1,8 MB zum Download</a>) ein Einsparpotential von nur 85.000 Euro hätten. Viele der Ideen sind<br />
aber noch nicht bearbeitet, sondern wurden nur weitergeleitet an die<br />
Fraktionen im Rat. Was die aus den Vorschlägen machen, bleibt offen –<br />
seit dem 6. Mai 2010.
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.buergerhaushalt-lichtenberg.de/index.php?page=viewcompiler_aktuelles&amp;id_view=157&amp;menucontext=32&amp;submenucontext=157" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/tracking-nummer.jpg" alt="Eingebrachter Vorschlag mit &quot;Tracking-Nummer&quot;" title="Eingebrachter Vorschlag mit &quot;Tracking-Nummer&quot;" height="121" width="420" /></a>
</p>
<p>
Besser macht es ein Bezirk der Hauptstadt. Der Berliner Stadtbezirk Lichtenberg startet am 1. September 2010 die zweite Phase seines mittlerweile <a href="http://www.buergerhaushalt-lichtenberg.de/index.php?page=viewcompiler_aktuelles&amp;id_view=157&amp;menucontext=32&amp;submenucontext=157" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fünften Bürgerhaushaltes</a>. Bis zum 16. September 2010 kann man über die bisher gesammelten Vorschläge zum Haushalt abstimmen. Die Vorschläge selbst konnten die Bürger von April bis Juni 2010 online einbringen. Eine detaillierte Dokumentation des Ablaufs ist dabei stets online. Für die Zukunft soll jeder Bürgervorschlag eine Nummer erhalten, mit der jederzeit nachvollziehbar sein soll, was aus der Idee wurde.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Homburger: &#034;Es muss querbeet gespart werden&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/homburger-es-muss-querbeet-gespart-werden-4878/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Melching]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 08:03:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Bankenabgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Homburger]]></category>
		<category><![CDATA[Fraktionsvorsitzende]]></category>
		<category><![CDATA[Homburger]]></category>
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					<description><![CDATA[Birgit Homburger, Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, stellte sich im <a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll568.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau-Videochat</a> in Zusammenarbeit mit politik-digital.de den Fragen der User. Diskutiert wurde unter anderem über die Steuerbelastung der Bürger, Sparmaßnahmen und die Regulierung der Finanzmärkte.
<p>
&#160;
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll568.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img src="/sites/politik-digital.de/files/homburger_320xX.jpg" alt="tagesschau-Videochat mit Birgit Homburger (FDP)" title="tagesschau-Videochat mit Birgit Homburger (FDP)" width="320" height="191" /></a>
</p>
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Birgit Homburger, Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, stellte sich im <a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll568.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau-Videochat</a> in Zusammenarbeit mit politik-digital.de den Fragen der User. Diskutiert wurde unter anderem über die Steuerbelastung der Bürger, Sparmaßnahmen und die Regulierung der Finanzmärkte.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll568.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/homburger_320xX.jpg" alt="tagesschau-Videochat mit Birgit Homburger (FDP)" title="tagesschau-Videochat mit Birgit Homburger (FDP)" width="320" height="191" /></a>
</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<i>Wenn Sie den Chat noch einmal sehen möchten, klicken Sie bitte auf das Bild.</i></p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Du bist Finanzsenator</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/du-bist-finanzsenator-4415/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sruff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 11:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Saniereren oder investieren? In Hamburg kann jetzt jeder in die Rolle des obersten Kassenwarts schlüpfen. Die virtuelle Plattform „<a href="http://www.buergerhaushalt-hamburg.de/discoursemachine.php" target="_blank" title="buergerhaushalt-hamburg.de" rel="noopener noreferrer">buergerhaushalt-hamburg.de</a>“ macht's möglich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Saniereren oder investieren? In Hamburg kann jetzt jeder in die Rolle des obersten Kassenwarts schlüpfen. Die virtuelle Plattform „<a href="http://www.buergerhaushalt-hamburg.de/discoursemachine.php" target="_blank" title="buergerhaushalt-hamburg.de" rel="noopener noreferrer">buergerhaushalt-hamburg.de</a>“ macht&#8217;s möglich.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Das Webprojekt der Hamburger Bürgerschaft versucht Bürger konkret in die Finanzplanung und Budgetierung einzubinden. So kann jeder registrierte Nutzer per &quot;Haushaltsrechner&quot; eigene Finanzierungsmodelle durchspielen und in moderierten Foren Begründungen zu seinen Sparentscheidungen diskutieren. In thematischen Wikis werden die individuellen Einsparungsideen eingebracht und Diskussionsergebnisse fixiert.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/buergerhaushalthamburg.jpg" alt="buergerhaushalt-hamburg.de" title="buergerhaushalt-hamburg.de" width="327" align="left" height="290" />Das in drei zeitliche Phasen eingeteilte Projekt läuft noch bis zum 10.7.2009. Der Clou: Die Ergebnisse der Netzdiskussion werden vom Haushaltsausschuss des Hamburger Stadtparlaments in die mittelfristige Budgetplanung einbezogen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Metzgers Parteiaustritt ist konsequent&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/metzgers-parteiaustritt-ist-konsequent-3594/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/metzgers-parteiaustritt-ist-konsequent-3594/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Georg Babing]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Partei]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau.de]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Hajduk]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, dem 27. November, war Anja Hajduk, haushaltspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Sie sprach über den Schuldenabbau des Bundes, die Haushaltdebatte und den Parteiaustritt Oswald Metzgers.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, dem 27. November, war Anja Hajduk, haushaltspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Sie sprach über den Schuldenabbau des Bundes, die Haushaltdebatte und den Parteiaustritt Oswald Metzgers.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Herzlich willkommen im tagesschau-Chat.<br />
In dieser Woche wird im Bundestag der Haushalt 2008 verabschiedet.<br />
283 Milliarden Euro will der Bund ausgeben. Und trotz sprudelnder<br />
Steuereinnahmen reicht es immer noch nicht zu einem ausgeglichenen<br />
Haushalt. Zwölf Milliarden Euro neue Schulden kommen damit<br />
auf den Schuldenberg noch drauf – der liegt inzwischen bei<br />
deutlich über 900 Milliarden Euro. Im ARD-Hauptstadtstudio<br />
begrüße ich jetzt Anja Hajduk, haushaltspolitische Sprecherin<br />
der Grünen. Als Oppositionsvertreterin hat sie den Haushalt<br />
kritisch im Blick. Vielen Dank Frau Hajduk, dass sie zum tagesschau-Chat<br />
gekommen sind. Die erste Frage:
</p>
<p>
<b>Ferdy</b>: Warum immer sparen? Ist es nicht dringend<br />
Zeit für einen &quot;Schluck aus der Pulle &quot;?
</p>
<p></p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ahajduk85x.jpg" alt="Anja Hajduk" height="120" width="85" /><br />
<i>Anja Hajduk<br />
Haushaltspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen</i>
</p>
<p align="left">
<b>Anja Hajduk</b>: In Zeiten einer guten<br />
Konjunktur &#8211; so wie im Moment &#8211; ist man gut beraten, Vorsorge zu<br />
treffen für schlechtere Zeiten. Deswegen sind wir dafür,<br />
die jetzige Situation zu nutzen und weniger neue Schulden zu machen.<br />
Zukunftsinvestitionen, die wichtig und richtig sind, können<br />
viel stärker durch Subventionsabbau finanziert werden.
</p>
<p align="left">
<b>dondolo006</b>: Weniger neue Schulden&#8230;<br />
Und unter welchen Bedingungen kann man anfangen, Schulden abzubauen?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Schuldenabbau gelingt insgesamt erst,<br />
wenn man einen ausgeglichenen Haushalt erreicht hat, wenn man also<br />
keine Nettokreditaufnahmen mehr braucht. Ich halte es für realistisch,<br />
dies für den Bund bis 2009 zu erreichen. Dann kann man beginnen,<br />
Schulden abzubauen.<br />
Meine Heimatstadt Hamburg hat dies schon jetzt angepackt. Wollen<br />
wir hoffen, dass es der Bund auch bald schafft.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wenn der ausgeglichene Haushalt kommt,<br />
in welcher Größenordnung müssten dann jährlich<br />
Schulden getilgt werden, damit man von dem Schuldenberg herunterkommt?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Das kann man erst seriös festlegen,<br />
wenn man die dann aktuellen Rahmenbedingungen kennt, z.B. die dann<br />
aktuelle Konjunktur oder Arbeitslosigkeit. Umgekehrt -bei starkem<br />
Wirtschaftswachstum ist eine Schuldenrückführung leichter<br />
möglich. Klug ist, die Rückführung der Neuverschuldung<br />
konjunkturreagibel zu gestalten. In guten Zeiten sind Überschüsse<br />
für den Schuldenabbau möglich, aber in schlechten Zeiten<br />
wird das dann wohl auch mal aussetzen müssen.
</p>
<p>
<b>Zülpich</b>: Kann Steinbrück mit seiner<br />
Bilanz zufrieden sein?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Steinbrück kann mit den wirtschaftlichen<br />
Rahmenbedingungen, unter denen die große Koalition arbeitet,<br />
zufrieden sein. Das hilft ihm, dass seine Bilanz auf den ersten<br />
Blick gut aussieht. Aber Herr Steinbrück ist klug genug zu<br />
wissen, dass er auch einige Niederlagen hat einstecken müssen.<br />
Zum Beispiel hat er sich erfolglos dagegen gewehrt, dass der Bund<br />
in den nächsten Jahren 14 Milliarden Euro an die Krankenversicherungen<br />
überweisen muss, ohne dass die große Koalition hierfür<br />
eine Gegenfinanzierung geschaffen hat. Ebenso gibt es Ausgaben im<br />
Arbeitsmarktbereich für die Kosten der Unterkunft, wo er Zahlungen<br />
an die Gemeinden leisten muss, die er in dem Ausmaß nie wollte.
</p>
<p>
<b>awa</b>: Stichwort Konjunktur: Es kommt ja oft der<br />
Vorwurf, ein Aufschwung käme nur bei großen Unternehmen<br />
an. Wie sehen Sie das?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Ich glaube schon, dass das sehr<br />
differenziert zu sehen ist. Es gibt auch kleine und mittlere Unternehmer,<br />
die eine bessere Auftragslage haben und es gibt große Unternehmen,<br />
die wegen der Dollarschwäche auch Probleme haben, z.B. Airbus.<br />
Wichtig ist, dass die Politik sich ein realistisches Bild macht,<br />
wo die größten Probleme liegen. Hier, glaube ich, ist<br />
immer noch die Langzeitarbeitslosigkeit zu nennen.
</p>
<p>
<b>Rollbrett</b>: Die Haushaltsdebatte gilt ja eigentlich<br />
als Königsdisziplin im Bundestag. Wie haben Sie den Tag heute<br />
erlebt? Ist das mit der Großen Koalition vorbei?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Die Haushaltsdebatte und gerade der<br />
Auftakt der Finanzdebatte am Dienstag ist schon eine besondere Debatte,<br />
weil sie ebenso wie die so genannte Elefantenrunde die Möglichkeit<br />
eröffnet, über die grundsätzliche Linie der Regierungspolitik<br />
zu diskutieren Haushaltspolitik erfordert ein gewisses Generalistentum.<br />
Ich finde diese Debatte persönlich immer eine große Herausforderung,<br />
weil es mein Anspruch ist, oppositionelle Kritik sowohl pointiert<br />
als auch in der Sache begründet darzustellen. Heute musste<br />
ich als Grüne auch zum Haushalt Stellung nehmen mit Blick auf<br />
unsere eigenen Parteitagsbeschlüsse am Wochenende.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Darauf, zum Thema Grundsicherung und<br />
Oswald Metzger kommen wir gleich: Wir haben vor dem Chat wie immer<br />
bereits die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Das war die Nummer<br />
zwei, eine einfache Frage:
</p>
<p>
<b>meier</b>: Warum wird soviel Geld für Rüstung<br />
ausgegeben?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Die Rüstungsausgaben liegen<br />
so hoch, weil der Verteidigungsminister seine Hausaufgaben nicht<br />
ausreichend gemacht hat. Es werden jährlich noch vier bis sechs<br />
Milliarden. Euro für Projekte ausgegeben, die nicht mehr mit<br />
heutigen Einsatzszenarien vereinbar sind, oder die überdimensioniert<br />
sind. Zum Beispiel beschaffen wir zu viele Eurofighter oder U-Boote<br />
oder zu teure Fregatten. Wir haben von grüner Seite allein<br />
für den Haushalt 2008 Einsparungen von 1,4 Milliarden vorgeschlagen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Das Problem sind ja häufig langfristige<br />
Verträge für Rüstungsvorhaben &#8211; zum Beispiel beim<br />
Eurofighter. Gibt es wirklich keine Möglichkeit, aus den Verträgen<br />
herauszukommen?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Ich glaube, dass bei der Entscheidung<br />
für solcherlei Finanzierungen eine größere Flexibilität<br />
notwendig ist. Häufig sind es ja immer wieder dieselben Firmen,<br />
die hier Aufträge erhalten, sodass man sagen kann, dass bei<br />
vielen Beschaffungen auch industriepolitische Gründe unter<br />
dem Stichwort Arbeitsplatzsicherung eine starke Rolle spielen, ohne<br />
dass der tatsächliche Auftrag bzw. das Projekt aus rein verteidigungspolitischen<br />
Gründen erforderlich ist.<br />
Im Interesse des Steuerzahlers und der Sache wäre es gut, auch<br />
Ausstiegsklauseln in Verträgen möglich zu machen, da man<br />
vielleicht ein &quot;veraltetes Projekt&quot; durch neue Aufgaben<br />
oder Herausforderungen ersetzen könnte.
</p>
<p>
<b>Hd2</b>: Was sagen Sie zum Parteiaustritt von Oswald<br />
Metzger?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Ich habe seit vergangener Woche damit<br />
gerechnet. Einerseits finde ich es als haushaltspolitische Kollegin<br />
schade, aber andererseits hatte ich auch den Eindruck, dass Oswald<br />
Metzger nicht mehr richtig interessiert war, innerhalb der Grünen<br />
für eine seriöse und nachhaltige Haushaltspolitik zu streiten.<br />
Aber man kann wohl Reisende nicht aufhalten.
</p>
<p>
<b>Gruenschnabel</b>: Was bedeutet der Weggang von Oswald<br />
Metzger für die Finanzpolitik der Grünen?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Oswald Metzger hat seit Mitte der<br />
90er Jahre bis 2002 die Haushaltspolitik der Grünen stark mitgeprägt.<br />
Wir haben in der Bundestagsfraktion auch in den wirtschaftlich schwierigen<br />
Jahren ab 2002 eine nachhaltige haushaltspolitische Linie weitergeführt,<br />
in den letzten Jahren auch ohne ihn. Da wird es im grünen Grundverständnis,<br />
eine generationengerechte Politik zu vertreten, keine Änderung<br />
geben.
</p>
<p>
<b>brian</b>: Halten sie den Parteiaustritt von Oswald<br />
Metzger für konsequent?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Ja, ich empfinde ihn schon als konsequent<br />
in dem Sinne, dass er sich mit seiner viel zu undifferenzierten<br />
Kritik z.B. an Sozialhilfeempfängern von einem grünen<br />
Grundkonsens verabschiedet hat. Der Anspruch, eine realistische<br />
Politik zu machen, die Prioritäten für Bildung aber auch<br />
soziale Integration setzt und dabei den Haushalt im Blick behält,<br />
bleibt für uns weiter wichtig.
</p>
<p>
<b> Pommes rotweiß</b>: Was meinen Sie, in welche<br />
Partei Herr Metzger wechselt?
</p>
<p>
<b> Anja Hajduk</b>: Wenn er es noch nicht weiß,<br />
woher soll ich das wissen? Die FDP hat ja anscheinend die größere<br />
Werbung betrieben.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Noch einmal zu den inhaltlichen Differenzen<br />
zu Metzger:
</p>
<p>
<b>Gründiger33</b>: Aber hat Metzger nicht letztlich<br />
nur mal offen ausgesprochen, was viele insgeheim denken?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Falls Sie Ihre Frage auf sein Urteil<br />
über Sozialhilfeempfänger beziehen, möchte ich deutlich<br />
sagen, dass ich diese Pauschalkritik anmaßend finde und ein<br />
Politiker sehr selbstkritisch sein sollte, ob er sich da nicht auf<br />
Kosten anderer medial profiliert. Darüber hinaus war ich bei<br />
Oswald Metzgers Kritik z.B. auch gegenüber unserem Parteitagsbeschluss<br />
erstaunt, wie wenig kenntnisreich er über den immensen Bildungsinvestitionsanteil<br />
war.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wie ist Ihr persönliches Verhältnis<br />
zu Oswald Metzger?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Wir haben uns persönlich immer<br />
sehr gut verstanden. Ich habe als seine Nachfolgerin im Bundestag<br />
z.B. einen ausgezeichneten Mitarbeiter übernommen. Wir hatten<br />
durchaus immer mal wieder Kontakt, weil ich sein haushaltspolitisches<br />
Urteil interessant fand. Deswegen bin ich persönlich auch ein<br />
bisschen enttäuscht, dass er nicht mehr inhaltlich in unsere<br />
Sozialdebatte eingestiegen ist, sondern im Wesentlichen abwesend<br />
war oder auf uns geschimpft hat.
</p>
<p>
<b>Cujo</b>: Kommt Metzgers Rücktritt nicht zu einem<br />
ungünstigen Zeitpunkt, wo der Parteitag so auf Harmonie getrimmt<br />
war?
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Der Parteitag war gar nicht mal auf<br />
Harmonie getrimmt, sondern in der Sache sehr anspruchsvoll. Die<br />
Diskussion um ein Grundeinkommen versus eine bedarfsgerechte Grundsicherung<br />
ist politisch sehr komplex. Die Kontroverse war in der Sache insofern<br />
richtig zugespitzt, in der Form allerdings sind wir alle fair miteinander<br />
umgegangen. Das fand ich positiv und angemessen. Insofern ist es<br />
schade, dass einer an der Sache orientierte Entscheidung des Parteitags<br />
in einem gesellschaftspolitisch wichtigen Thema jetzt von Oswald<br />
Metzgers Abgang überlagert wird.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Aus der Fragensammlung vor dem Chat<br />
die Nummer eins:
</p>
<p>
<b>n.o.w</b>.: Sie beschuldigen die aktuellen Koalition,<br />
nicht konsequent genug zu sparen, weil für den Haushalt 2008<br />
zwölf Milliarden. Neuschulden aufgenommen werden. Gleichzeitig<br />
möchte Ihre Partei im Falle der Regierungsbeteiligung 60 Milliarden<br />
Euro mehr in soziale Belange investieren! Die Frage nach der Finanzierung<br />
wurde hinreichend gestellt und immer nur vage beantwortet. Bitte<br />
erklären Sie im Detail, wie diese 60 Mrd. erwirtschaftet werden<br />
sollen. Was halten Sie Oswald Metzger entgegen, der den Grünen<br />
Illusionismus vorwirft?
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Vielleicht kann man ein Beispiel machen,<br />
wo es durchgerechnet wurde.
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Wir haben für den Haushalt 2008<br />
ein Finanztableau vorgelegt mit unseren Einsparungen und neuen Prioritätensetzungen.<br />
Sie können das ganz genau in unserem Entschließungsantrag<br />
zum Haushalt 2008 nachlesen. Da landen wir bei einer Halbierung<br />
der Neuverschuldung.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: <a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/default/dokbin/207/207763.entschliessungsantrag_gesamthaushalt_200.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier<br />
der Link dazu</a>.
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Zu dem 60 Milliarden-Programm, das<br />
wir auf dem Parteitag beschlossen haben, ist erst mal grundsätzlich<br />
anzumerken, dass dies ein Beschluss ist, der ausdrücklich nur<br />
über mehrere Jahre umgesetzt werden kann. Dies ist darin auch<br />
ausdrücklich festgehalten worden. Richtig und wichtig an diesem<br />
Beschluss ist, dass er im Bereich der Bildungsinfrastruktur &#8211; dies<br />
betrifft insbesondere die Länder und Gemeinden &#8211; Ausgabensteigerungen<br />
von 30 bis 35 Milliarden Euro vorsieht. Dies ist gerade vor dem<br />
Hintergrund unserer demographischen Entwicklung eine wichtige Prioritätensetzung<br />
bei den öffentlichen Ausgaben. Eine Gegenfinanzierung in dieser<br />
Dimension kann und muss zwischen Bund, Ländern und Gemeinden<br />
entwickelt werden. Hier fordere ich, dass wir in der Föderalismuskommission<br />
II den Weg frei machen für eine Bundessteuerverwaltung, die<br />
laut Bundesrechnungshof 14 Milliarden Euro erwirtschaften kann &#8211;<br />
das soll eine konservative Schätzung sein. Wir Grünen<br />
sind auch bereit, für weitere Kosten im Bildungsbereich die<br />
Erbschaftssteuer zu erhöhen. Eine verfassungsgemäße<br />
Reform des Ehegattensplitting würde weitere fünf Milliarden<br />
Euro ermöglichen. Sie sehen also, es gibt Potential, auch solche<br />
großen Herausforderungen zu stemmen. Einen Teil unseres Parteitagsbeschlusses,<br />
zum Beispiel die Anhebung der Regelsätze beim ALG II, haben<br />
wir schon in unserem Finanztableau des Haushalts 2008 gegenfinanziert.<br />
Zugegeben, ein präzises Finanzierungsprogramm der Beschlüsse<br />
vom Wochenende wird noch weiter zu leisten sein, das ist im Übrigen<br />
ganz normal bei Parteitagsbeschlüssen. Einige Dinge, z.B. die<br />
konzeptionelle Gestaltung einer Kindergrundsicherung und der Familienförderung,<br />
müssen auch noch präziser gefasst werden. Von daher &#8211;<br />
mein letzter Satz hierzu: Für uns Grüne gilt das Prinzip<br />
der Gegenfinanzierung. Wir werden unsere sozial- und bildungspolitischen<br />
Ziele nicht gegen eine nachhaltige Haushaltspolitik ausspielen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Noch eine Information: Während<br />
des Chats haben wir einen kleine Umfrage gemacht: &quot;Hat die<br />
Große Koalition den Sparkurs aufgegeben?&quot; Da ist das<br />
Chat-Publikum doch gespalten: 46 Prozent meinen ja, 54 Prozent nein.<br />
60 Minuten tagesschau-Chat sind vorbei – vielen Dank an Frau<br />
Hajduk, dass Sie ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen sind. Das tagesschau-Chat-Team<br />
freut sich, wenn Sie wieder dabei sind. Einen schönen Tag noch<br />
wünschen tagesschau.de und politik-digital.de.
</p>
<p>
<b>Anja Hajduk</b>: Es hat viel Spaß gemacht!</p>
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