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	<title>Herbert Kircher &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Herbert Kircher &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#034;Durch diese Gesellschaft muss ein Ruck gehen&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 1970 00:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Kircher]]></category>
		<category><![CDATA[IBM]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
&#34;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&#34; - meint Herbert Kircher,
Entwicklungschef der <a href="http://www.de.ibm.com/">IBM Deutschland</a>. Doch er und seine Firma möchten diesen Zustand ändern: IBM ist eines der
Gründungsunternehmen der <a href="http://www.initiatived21.de/">
Initiative D21</a>, der mittlerweile etwa hundert namhafte Unternehmen angehören.
politik-digital sprach mit Herbert Kircher über die Ziele dieser Initiative, seine Erwartungen
an die Politik und seine Vision von Demokratie im Informationszeitalter.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
&quot;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&quot; &#8211; meint Herbert Kircher,<br />
Entwicklungschef der <a href="http://www.de.ibm.com/">IBM Deutschland</a>. Doch er und seine Firma möchten diesen Zustand ändern: IBM ist eines der<br />
Gründungsunternehmen der <a href="http://www.initiatived21.de/"><br />
Initiative D21</a>, der mittlerweile etwa hundert namhafte Unternehmen angehören.<br />
politik-digital sprach mit Herbert Kircher über die Ziele dieser Initiative, seine Erwartungen<br />
an die Politik und seine Vision von Demokratie im Informationszeitalter.</span><!--break--></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/kircher/images/kircher_kl2.jpg" alt="Initiative D21" border="1" height="158" hspace="0" vspace="0" width="117" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Herbert Kircher</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Herr Kircher, im Interview mit online today sagten Sie:<br />
&quot;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&quot;. Welche Gründe<br />
sprechen Ihrer Meinung<br />
nach dafür, dass die Politik sich stärker mit diesem Thema auseinandersetzen sollte?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Ich möchte hier nicht einseitig die Politiker auf der Anklagebank sehen.<br />
Die zum Teil heute noch geringe Akzeptanz der modernen Informations- und<br />
Kommunikationstechnologie ist in unserem Land ein gesellschaftliches Phänomen,an<br />
dem auch die Hochgebildeten unserer Gesellschaft nicht unschuldig sind.<br />
Gerade die Hochgebildeten stehen hierzulande der Technik als solcher mit besonders<br />
großen Vorbehalten gegenüber. Diese Gruppe tritt nicht selten eher als Bremser auf.<br />
Wer über etwas lamentiert, braucht sich schließlich nicht zu ändern. Doch Änderung<br />
tut not. Denn die weltweite informationstechnologische Vernetzung gibt dem sogenannten<br />
info age eine globale Dimension. Die aktive Nutzung von moderner Informations- und<br />
Kommunikationstechnologie in allen Bereichen unserer Gesellschaft entscheidet in Zukunft<br />
über viele neue und sichere Arbeitsplätze. Im internationalen Vergleich ist offensichtlich,<br />
daß Deutschland beim Übergang in die Informationsgesellschaft nicht zu den führenden Nationen<br />
zählt und sogar weiter an Boden verliert. Das zeigen einige wichtige Kennzahlen:<br />
Laut Fachverband Informationstechnik betrugen die Pro-Kopf-Ausgaben für Informations- und<br />
Telekommunikations-Technik (IuK) 1998 in der Schweiz 3.985 DM, in Dänemark 3.061 DM,<br />
in Schweden 2.994 DM, in Großbritannien 2.463 DM, in Frankreich 2.134 DM, in Deutschland<br />
nur 2.096 DM. Ein anderes Beispiel ist die Zahl der Internet-Nutzer. Nach Angaben des<br />
Fachverbandes Informationstechnik wird die Zahl der Internet-Nutzer in Westeuropa von 24<br />
Millionen in 1997 auf über 66 Millionen im Jahre 2001 steigen. Aussagekräftiger sind<br />
entsprechende Prozentwerte im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen: 1998 lag Deutschland<br />
bei 9 %. Im Vergleich dazu lagen Frankreich bei 13 %, Großbritannien bei 14 % und die<br />
USA bei 27 %. Diese Zahlen sollen bis 2001 auf ca. 20 % für Deutschland, 21 % für<br />
Großbritannien, 21,5 % für Frankreich und knapp 40 % für die USA steigen. Einer Steigerung<br />
in Deutschland 1998 gegenüber 1997 um drei Prozentpunkte stehen Zahlen für Großbritannien<br />
um sechs Punkte und für die USA um neun Punkte gegenüber.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Was erwarten Sie konkret von der Politik?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Deutschland fehlt eine übergreifende Strategie für den Übergang<br />
ins Informationszeitalter. Es gibt seitens der deutschen Politik heute keine<br />
passende Antwort auf die Frage, wie wir die Chancen der Informationstechnologie nutzen<br />
oder wie wir mit den Risiken umgehen. Eine andere Frage ist, was auf der Grundlage von<br />
demokratischer Grundordnung und sozialer Marktwirtschaft wünschenswert ist. Was müssen<br />
welche gesellschaftlichen Gruppen eigeninitiativ unternehmen, um möglichst viele Chancen<br />
zu realisieren? Welche politischen, gesellschaftlichen und legislativen Rahmenbedingungen<br />
sind gefordert?<br />
Wir brauchen einen Plan für den Aufbau der Informationsgesellschaft in Deutschland.<br />
Keine gesellschaftliche Gruppe kann dies alleine leisten. Der Bundesregierung kommt<br />
die herausragende Rolle zu, wenn es darum geht, diesen Wandel zu moderieren und aktiv zu<br />
gestalten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Was genau tut IBM, um Einfluß auf die Politik zu nehmen,<br />
damit sich die Verhältnisse in Deutschland verbessern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Die IBM Deutschland hat die branchenübergreifende Initiative D21<br />
ins Leben gerufen. Unserem Gründungsaufruf haben sich inzwischen mehr als 100<br />
Chefs namhafter Unternehmen angeschlossen.<br />
Am 27. Juli 1999 wurde in Stuttgart von 27 Gründungsmitgliedern die &quot;Initiative D21 e.V.&quot;<br />
ins Leben gerufen. Neben IBM gehören zu den Gründungsmitgliedern unter anderem Alcatel SEL,<br />
AOK Baden-Württemberg, Arthur D. Little, Canto Software AG, debis, Dresdner Bank,<br />
Hewlett-Packard, Siemens und Preussag. Zum Vorsitzenden der Initiative wurde Erwin Staudt,<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, gewählt. Sitz des Fördervereins<br />
Initiative D21 ist Berlin. Der Ehrenvorsitz soll dem früheren Bundespräsidenten Roman Herzog<br />
angetragen werden. Zur Übernahme des Beiratsvorsitz hat sich Bundeskanzler Schröder (SPD)<br />
bereiterklärt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> IBM ist Teil der Initiative D21. Welche Ziele hat diese Initiative,<br />
und wie sollen diese Ziele erreicht werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Wir, die Mitglieder der Initiative D21 fordern die Bundesregierung auf,<br />
dem Thema Informationsgesellschaft  höchste Priorität einzuräumen. Wir fordern die<br />
Bundesregierung auf, mit wegweisenden Projekten selbst eine Vorreiterrolle einzunehmen.<br />
Wir fordern die Bundesregierung auf, die gesetzlich-regulatorischen  Rahmenbedingungen<br />
so zu gestalten, daß sie sich vorteilhaft auswirken. Die Initiative D21 ist bereit, die<br />
Bundesregierung bei diesen Vorhaben zu unterstützen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Worum geht es bei den Gesprächen der Initiative D21 mit dem Kanzleramt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Als Leitfaden für die Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft hat sich D21 vier zentrale Ziele gesetzt:<br />
</span>
</p>
<ol>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entwickeln optimale<br />
	Rahmenbedingungen für den Wandel ins Informationszeitalter.</li>
<li>Der Staat und seine Einrichtungen sind Vorbild bei der Nutzung moderner<br />
	Technologien.</li>
<li>Bildung und Qualifikation sind Grundlage für Leben, Arbeiten und die<br />
	Wertschöpfung in der Wissensgesellschaft.</li>
<li>Staat und Wirtschaft fördern die Akzeptanz von Technik und den neuen<br />
	Informations- und Kommunikationstechnologien.<br />
	In den Gesprächen mit dem Kanzleramt geht es um die Umsetzung dieser Ziele.
	</li>
<p></span>
</ol>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Die USA haben Al Gore, Deutschland hat&#8230;? Welche Politiker machen sich<br />
Ihrer Meinung nach in Deutschland für die Neuen Medien stark, bzw.<br />
gibt es bestimmte Politiker, von denen Sie diesbezüglich besonders enttäuscht sind?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Es geht nicht darum, ob einzelne Politiker mehr oder weniger viel<br />
für die Informationsgesellschaft tun. Durch diese Gesellschaft muß ein Ruck gehen.<br />
Noch einmal: Auch viele von den sogenannten Multiplikatoren, Hochgebildete, selbst<br />
Journalisten, stehen den neuen Medien immer noch reserviert gegenüber. Dabei müssen<br />
vor allem diese Gruppen eine Vorreiterrolle übernehmen, wenn es darum geht, die Chancen<br />
der Informations- und Kommunikationstechnologie zu erkennen und zu kommunizieren, nur so<br />
lassen sich breite Bevölkerungsschichten gewinnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Beschreiben Sie Ihre Vision von Deutschland im 21. Jahrhundert, und wie stellen<br />
Sie sich zum Beispiel die Demokratie in 5 Jahren vor?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Ich sehe vor allem die Chancen, die das Internet einer Demokratie bietet.<br />
Diktaturen haben es im Informationszeitalter immer schwerer, zu überleben. Vor fünfzig<br />
Jahren konnten in Deutschland Printmedien, aber auch der Rundfunk, leicht kontrolliert<br />
werden, kritische Blätter wurden verboten und der Bevölkerung vorenthalten.<br />
Heute und in Zukunft kann über das World Wide Web jeder mit jedem kommunizieren und<br />
interagieren. Die Welt wird zum globalen Dorf, auf dessen Marktplatz Menschen aus den<br />
verschiedensten Kulturen und Völkern zusammenarbeiten, Güter und Dienstleistungen produzieren,<br />
Handel treiben, und nicht zuletzt Informationen und Wissen austauschen und verarbeiten.<br />
Dazu kommen Mobiltelefone, die Möglichkeit via Satellitenantenne Fernsehsendungen aus<br />
der ganzen Welt zu empfangen. Eine Diktatur ist dank der modernen Informationstechnologie<br />
schon heute kaum noch in der Lage zu verhindern, daß sich die Bevölkerung aus den<br />
verschiedensten Quellen informiert und diese Informationen untereinander oder weltweit<br />
austauscht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Vielen Dank für das Gespräch.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führte Jana Schröder.</span></p>
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