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	<title>Hermann-Josef Tenhagen &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Hermann-Josef Tenhagen &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>test.de-Expertenchat: 20 Jahre Finanztest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philipp Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 11:09:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann-Josef Tenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Warentest]]></category>
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		<category><![CDATA[Stephan Kühnlenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 16. Dezember 2010 beantworteten Hermann-Josef Tenhagen, Stephan Kühnlenz und Heinz Landwehr im test.de-Expertenchat von 13 bis 14 Uhr Fragen rund um das Thema „20 Jahre Finanztest“. Die Chatteilnehmer wollten unter anderem wissen, wie sich Themen und Recherchemethoden verändert haben und welche Versicherungen ratsam sind. Den Chat gibt es in voller Länge <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/Jubilaeums-Chat-20-Jahre-Finanztest-4175520-4175564/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> noch einmal zum Nachlesen.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16. Dezember 2010 beantworteten Hermann-Josef Tenhagen, Stephan Kühnlenz und Heinz Landwehr im test.de-Expertenchat von 13 bis 14 Uhr Fragen rund um das Thema „20 Jahre Finanztest“. Die Chatteilnehmer wollten unter anderem wissen, wie sich Themen und Recherchemethoden verändert haben und welche Versicherungen ratsam sind. Den Chat gibt es in voller Länge <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/Jubilaeums-Chat-20-Jahre-Finanztest-4175520-4175564/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> noch einmal zum Nachlesen.<br />
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<p>
&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Bürger nicht mit diesen Bankiers alleine lassen“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/tagesschau-chat-finanzkrise-tenhagen-4096/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 15:57:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann-Josef Tenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[FINANZtest]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau-Chat]]></category>
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					<description><![CDATA[Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest, war am 14. Oktober 2008  zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Er beantwortete live Fragen rund um die Finanzkrise. Welche Banken sicher sind, ob man jetzt Fonds kaufen sollte und was das Rettungspaket der Bundesregierung den Bürgern bringt: auf diese und zahlreiche andere Fragen wusste Hermann-Josef Tenhagen eine Antwort.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest, war am 14. Oktober 2008  zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Er beantwortete live Fragen rund um die Finanzkrise. Welche Banken sicher sind, ob man jetzt Fonds kaufen sollte und was das Rettungspaket der Bundesregierung den Bürgern bringt: auf diese und zahlreiche andere Fragen wusste Hermann-Josef Tenhagen eine Antwort.<!--break--></p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Herzlich willkommen im tagesschau-Chat. Heute unser Chatgast hier im ARD-Hauptstadtstudio: Hermann-Josef Tenhagen. Herr Tenhagen ist Chefredakteur der Zeitschrift „Finanztest“. In den kommenden 60 Minuten beantwortet er Ihre Fragen in Sachen: Wie sicher ist mein Geld in dieser unsicheren Zeit? Wo liegt es am sichersten, wo kann ich noch investieren, wie hoch ist mein Risiko? Vielen Dank, Herr Tenhagen, dass Sie zum Chat gekommen sind.
</p>
<p><b></b></p>
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Hier kommt die erste Frage: Diese Frage stellten die meisten unserer Leser im Vorfeld:
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<p>
<b>Aufgelöst:</b> 5,8 Billionen Euro binnen sieben Tagen &quot;vernichtet&quot;, titelte die &quot;Welt&quot;. Virtuelle Werte oder reale Verluste? Ist das internationale Finanzwesen ein gigantisches Phantasie- und Schneeballsystem
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das internationale Finanzsystem ist kein Schneeballsystem, aber ein Teil des Systems ist natürlich Phantasie, weil es beim Kurs von Aktien immer um Erwartungen für die Zukunft geht. Manche dieser Erwartungen erfüllen sich und manche nicht.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Gehen wir die Top Ten unserer User-Fragen durch. Platz 2:
</p>
<p>
<b>Anleger:</b> Ich möchte gespartes Geld sicher und möglichst hochverzinslich anlegen. Mich interessieren speziell Tagesgeldkonten von Banken wie ING Diba, Comdirect oder ähnliche Direktbanken. Gibt es hierbei ein Sicherheitsrisiko oder kann ich diesen Banken vertrauen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Punkt 1 ist: Alle Banken, die in der deutschen Einlagensicherung sind, das heißt, die über eine gesetzliche Einlagensicherung und die zusätzliche private Einlagensicherung von Volksbanken, Sparkassen verfügen, sind sicher. Dazu gehören alle genannten Banken. Wir machen in jedem Finanztest-Heft eine Liste mit den besten sicheren Tagesgeldkonditionen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Hier kommt die dritthäufigst gestellte Frage:
</p>
<p>
<b>Peo75:</b> Ist jetzt eigentlich ein guter Zeitpunkt, um Fonds etc. zu kaufen &#8211; man kriegt doch jetzt deutlich mehr fürs Geld?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das ist richtig, wenn sie in Aktienfonds investieren und eine Zehnjahresperspektive haben, ist ihr Investment sicher lohnender als im Jahr 2007. Ob der Kurs aber schon kurzfristig wieder steigt, weiß man nicht. Deswegen ist eine langfristigere Perspektive notwendig.
</p>
<p>
<b><br />
Moderatorin:</b> Nr. 4:
</p>
<p>
<b>ZUo:</b> Was bedeutet die Garantie der Bundesregierung? Hat der Bund überhaupt soviel Geld um einzuspringen, wenn mehrere Banken zusammenbrechen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Die Garantie der Bundesregierung ist zunächst einmal eine politische Absichtserklärung für die Spareinlagen. Sie bedeutet, dass Sie als Sparer Ihr Geld in jedem Fall zurückbekommen. Bevor die Bundesregierung hier aber überhaupt eintreten muss, müssten Banken, Sparkassen und Volksbanken schon völlig von der Rolle sein &#8211; das ist nicht zu erwarten. Wenn aber doch, kann der Staat natürlich sich weiter verschulden und Geld zur Verfügung stellen. Die Staatsverschuldung in Japan zum Beispiel ist doppelt so hoch wie in Deutschland.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Auf Platz 5 unserer Userfragen steht diese:
</p>
<p>
<b>Lawyer:</b> Sind Inhaberschuldverschreibungen einer Volksbank genauso sicher wie Tagesgelder und Festgelder und Spareinlagen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Weil für sie die Spareinlagengarantie nicht gilt. Da aber die Volksbanken sich gegenseitig als Institute sichern &#8211; das heißt, keine Volksbank darf pleite gehen &#8211; ist auch eine Inhaberschuldverschreibung dieser Volksbank eigentlich sehr sicher. Das ist der Unterschied zur Einlagensicherung bei privaten Banken. Dort sind die Einlagen sicher. Die Privatbanken garantieren aber nicht, dass keine von ihnen pleite geht.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Nächste Frage:
</p>
<p>
<b>Der Zuschauer:</b> Herr Tenhagen, wer Ihre Zeitschrift regelmäßig liest, fällt nicht auf Zertifikate und sonstige windige Anlageformen herein. Somit sind die Leute, die jetzt Geld verloren haben, doch an sich selbst Schuld, oder?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Nein. Wer zu seinem Bankangestellten geht und ihm sagt, ich will eine sichere Anlage tätigen und dann ein Zertifikat verkauft bekommt, ist nicht selbst schuld.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Und Frage Nummer 7:
</p>
<p>
<b>dank:</b> Woher nimmt der Staat das viele Geld? Er hat doch selbst mehr als 1.500.000.000.000 Euro Schulden.
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wenn der Bundestag beschließt, dass der Staat für eine Aufgabe Geld ausgibt, dann kann er dies tun und die Steuerzahler künftiger Generationen werden in Zukunft für diese Schulden aufkommen müssen. Das sind unsere gewählten Volksvertreter, die dies beschließen.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Es geht weiter:
</p>
<p>
<b>Bilifontaine:</b> Ist Rürup eine auch in Zukunft noch relativ sichere Rentenversicherung vergleichbar mit Riester? Oder sollte man eine andere Rentenversicherung wählen? Wenn ja welche? Oder sollte man erst einmal abwarten bis sich die Finanzkrise stabilisiert hat?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Bei Rürup-Versicherungen muss man zwei Versicherungsformen unterscheiden: Es gibt klassische Rürup-Versicherungen. Dort ist das angelegte Geld sicher. Und es gibt fondsgestützte Rürup-Versicherungen. Dort entscheidet sich die Frage der Rendite am Aktienmarkt. Das heißt, die Rendite kann weit höher sein als bei klassischen Versicherungen. Man kann aber auch Geld verlieren. Wichtig bei Rürup ist noch: Die Verträge sind sehr steif, lassen dem Verbraucher wenig Möglichkeiten zu reagieren. Deswegen empfiehlt Finanztest, wenn möglich, mit einem Riestervertrag oder der betrieblichen Altersvorsorge zu beginnen.
</p>
<p>
<b>Matthias:</b> Sind Firmenbanken wie z.B. die Mercedes-Benz-Bank indirekt oder direkt von der Krise betroffen? Kann man pauschal sagen, dass bei diesen Banken das angelegte Geld sicher ist?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Firmenbanken sind, soweit sie Mitglied im Einlagensicherungsfonds sind, genauso sicher wie andere Privatbanken. Etwas überspitzt könnte man heute sogar sagen, dass das Geld auf dem Tagesgeldkonto einer Autobank sicherer ist, als der Arbeitsplatz bei dem Autokonzern.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Letzte Frage aus den &quot;Top Ten&quot;:
</p>
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<b>Manfred:</b> Sind Zertifikate bei Sparkassen sicher?
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<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Zertifikate bei Sparkassen sind nicht sicherer als Zertifikate anderswo. Ein Zertifikat ist eine Wette, bei der ich Geld gewinnen oder auch verlieren kann. Das zusätzliche Risiko ist, dass mein Wettpartner &#8211; der Immitent des Zertifikats &#8211; pleite gehen kann und mich dann nicht auszahlt, selbst wenn ich die Wette gewonnen hätte.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Viele Fragen drehen sich um das vom Bundeskabinett beschlossene 480 Milliarden schwere Rettungspaket:
</p>
<p>
<b>lara: </b>Was meinen Sie: Hat die Bundesregierung zu lange abgewartet? Hätte sie schon vor Monaten den Ernst der Lage erkannt, würde sie jetzt nicht so riesige Summen ausgeben, oder? Komischerweise hat sie ja scheinbar das Geld, aber wenn es um Kita-Plätze und Bildung geht ist, ist es auf einmal nicht da.
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das sind mindestens drei Fragen in einer. Erstmal konnte man vor Monaten das Ausmaß der Krise absehen? Nicht unbedingt. Zweitens: Wie viel kostet dieses Rettungspaket? Bis jetzt hat dieses Rettungspaket noch keinen Euro gekostet. Ob und wie viel es kostet wird, wird man erst am Ende dieses Rettungspaketes sehen können. Drittens: Das Rettungspaket ist notwendig, nicht weil man Geld für verrückt gewordene Bankiers ausgeben will, sondern weil wir alle das Bankensystem brauchen, um unseren wirtschaftlichen Alltag gut zu bewältigen.
</p>
<p>
<b>Kristoph:</b> Was passiert, wenn das Milliardenpaket nicht beschlossen wird?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Da kann man jetzt nur spekulieren. Das Erste, was sicher passieren wird, ist, dass die so genannten &quot;Profis&quot; an der Börse unglaublich nervös reagieren werden und wir Kursstürze erleben werden. Ob die von Dauer sind und wie schlimm sie sind, weiß heute keiner.
</p>
<p>
<b>Clarissa:</b> Was passiert, wenn das geplante 500-Milliarden-Euro-Bankenrettungspaket nicht zu Stande kommt? Beziehungsweise was ist, wenn es nicht die erwünschte Entspannung im Finanzmarkt bringt?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wenn das Rettungspaket nicht die erwünschte Entspannung bringt, hat die Politik die Aufgaben, weiter nach neuen Lösungen zu suchen. Man kann die Bürgerinnen und Bürger nicht mit diesen Bankiers alleine lassen.
</p>
<p>
<b>Rafael 43:</b> Werden wir Bürger als Steuerzahler von dem Milliardenpaket betroffen sein?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das weiß man nicht. Vielleicht profitieren wir Bürgerinnen und Bürger als Steuerzahler ja sogar davon. Die Schweden haben eine kleine &#8211; aber für das Land eine sehr große &#8211; Krise mit einem solchen Paket bestritten und unter dem Strich sogar ein Plus gemacht.
</p>
<p>
<b>Repodepo:</b> Der Staat will sich ja beim Geldgeben einmischen (Vorstandsbezüge etc.) &#8211; meinen Sie, das bringt etwas? Wenn ja, was muss sich bei den Banken ändern?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ich bin ja Verbraucherschützer. Aus Sicht eines Verbraucherschützers ist das erste Gebot Transparenz. Die Kundinnen und Kunden müssen erkennen können, wer an einem Produkt verdient und wie viel. Wer das schon einmal sieht, begreift, dass einem in der Bank nicht in erster Linie der Berater, sondern ein Verkäufer gegenüber sitzt. Das Zweite ist, dass auch die Einkommen der Bankiers auf den Tisch gehören. Bei dieser irischen Beinahe-Pleite &quot;DEPFA&quot; haben Journalisten schon in den vergangenen Jahren berichtet, dass die Bank aus zwei Gründen nach Irland umgezogen sei: Erstens um Steuern zu sparen und zweitens um die Vergütungssysteme für ihre Manager nicht offen legen zu müssen. Beim Verkauf der DEPFA an die HypoReal-Estate soll der letzte Vorstandsvorsitzende 100 Millionen Euro bekommen haben.
</p>
<p>
<b>Leopold 53:</b> Ist es ihrer Meinung nach richtig, dass sich die Länder sich mit 35 Prozent an dem Rettungspaket beteiligen sollen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Dazu muss man zwei Dinge sagen. Erstens: Der Staat handelt um die Bürgerinnen und Bürger vor weiterem Schaden zu schützen. Nach meinem Verständnis gehören die Länder zum Staat dazu. Zweitens kann man aber die Länder schon verstehen, dass sie, wenn sie mithaften sollen, auch mitreden wollen. Das ist legitim.
</p>
<p>
<b>sorge:</b> Können Ihrer Meinung nach die Länder das Rettungspaket noch kippen? Welche Motive haben die Ministerpräsidenten?
</p>
<p>
Hermann-Josef Tenhagen: Ich will über die Motive der Ministerpräsidenten nicht spekulieren. Klar ist: Mit Haftungspaket ist besser als ohne Haftungspaket.
</p>
<p>
<b>Markus:</b> Muss das Rettungspaket der Regierung nicht mit einem entsprechenden Konjunkturprogramm verknüpft werden?
</p>
<p>
Hermann-Josef Tenhagen: Ich bin kein Konjunkturforscher.
</p>
<p>
<b>Rokko:</b> Wie lange hält Ihrer Meinung nach die Finanzkrise an? Und was können wir als Bürger tun?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wie lange die Finanzkrise noch anhält, weiß heute eigentlich keiner. Klar ist aber, dass die Finanzkrise Folgen in der so genannten Realwirtschaft haben wird. Der BMW-Vorstand sagt schon heute, dass er 30 Prozent weniger Autos in den USA verkauft als im Vorjahr. Beim Softwarehersteller SAP haben offenbar zahlreiche Kunden Aufträge mindestens verschoben wenn nicht storniert. Das heißt, wir werden mit den Folgen der Finanzkrise in den nächsten &#8211; mindestens zwei &#8211; Jahren noch zu tun haben.
</p>
<p>
<b>Holger:</b> Teilen Sie eigentlich den Medientenor, der von epochalen Ereignissen und einer nie da gewesenen Krise spricht? Alle Menschen in meinem Umfeld sind relativ entspannt in Sachen Finanzmarktkrise und haben wenig Angst ums Ersparte.
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<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Zwei Dinge dazu. Erstens: Gott sei Dank, sind die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland vernünftig. Weit vernünftiger als die Bankiers und Profis an der Börse. Zweitens: Es ist in der Tat ein epochales Ereignis, weil das System eines Kapitalmarkts, der unabhängig von realwirtschaftlichen Vorgängen immer größer geworden ist, vorläufig gestoppt ist.
</p>
<p>
<b>Theophil:</b> Wie beurteilen Sie das Krisenmanagement der Bundesregierung?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ich finde das Krisenmanagement der Bundesregierung gut.
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<p>
<b>Rolamong:</b> Wenn sich der Staat jetzt stärker in den Finanzmarkt einmischt &#8211; müssen wir wieder so ein Versagen fürchten wie bei den Landesbanken?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wenn der Staat sich irgendwo einmischt, wenn er also handelt, kann er auch Fehler machen. Das Versagen bei den Landesbanken hat aber strukturelle Gründe. Da wollten Manager von Landesbanken riskante Spiele spielen, um auch viel Geld zu verdienen und auch zu zeigen, dass Landesbanken das können, das Spiel mit den Märkten beherrschen. Dass dieses Spiel per se schädlich sein könnte, haben die Landesbanken nicht erkannt oder nicht sehen wollen. Andererseits sind wir in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir Sparkassen und Volksbanken haben und damit ein deutlich ruhigeren Bankenmarkt als andere Länder. Das lobt heutzutage dann sogar das Wall Street Journal.
</p>
<p>
<b>Albers: </b>Gibt es bereits rechtliche Möglichkeiten, Manager wegen einer Vernachlässigung einer gewissen Sorgfaltspflicht zu belangen? Sehen bestehende Verträge nicht eine gewisse Rechenschaftspflicht vor?
</p>
<p>
Hermann-Josef Tenhagen: Die Manager einer Aktiengesellschaft müssen sich vor ihren Investoren verantworten. Und Investoren können darauf natürlich reagieren, wenn Manager nicht funktionieren. Sie müssen sich auch ihren Aufsichtsräten verantworten und auch Aufsichtsräte können darauf reagieren. Warum sie das bisher so wenig getan haben, dass ist eine sehr spannende Frage.
</p>
<p>
<b>schmitt:</b> Wäre eine Qualitätskontrolle und ein einheitlicher Code of Conduct für Berater eine Möglichkeit kommenden Verlusten vorzubeugen?
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<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Qualitätskontrolle ist immer gut. Ein Code of Conduct schadet sicher auch nicht. Im Kern aber muss es darum gehen, die Logik für den Berater zu ändern. Der Berater sollte verdienen, wenn der Kunde verdient und er sollte nicht am Kunden verdienen.
</p>
<p>
<b>Gewinnwarnnung:</b> Wird durch die Rettungspakete nicht künstlich eine neue Blase erstellt, die irgendwann wieder zerplatzen wird?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Man kann immer darüber reden, ob Rettungspakete Manager in Versuchung führen, weil schließlich dann doch nichts passiert ist. Darüber wird man auch in Zukunft reden müssen. Im Augenblick aber gibt es zum Rettungspaket keine Alternative.
</p>
<p>
<b>barbara:</b> Wir haben eine Hypothek über eine Lebensversicherung abgesichert. Der Rückkaufwert der Versicherung übersteigt schon den Hypothekenbetrag. Sollten wir die Hypothek durch die Versicherung jetzt vorzeitig ablösen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Nein. Das hört sich so an, als ob Sie Ihre Versicherung schon lange haben. Normalerweise verdient man in den letzten Jahren einer solchen Versicherung besonders. Ich würde den Versicherungsbeitrag so lange laufen lassen, wie vorgesehen und dann damit die Hypothek ablösen. Wenn was übrig ist, um so besser für Sie.
</p>
<p>
<b>Fridolin:</b> Was würde passieren, wenn meine Hausbank, bei der ich mein gesamtes Geld gehortet habe, pleite gehen würde?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wenn ihre Hausbank pleite geht, dann ist Ihr Geld zunächst mal nicht weg, wegen der Sicherungsmaßnahmen. Sie haben aber ein ganz praktisches Problem, wenn am Schalter und am Automaten kein Geld mehr zu ziehen ist. Das ist alles technisch geregelt. Woher bekommen Sie dann das Geld für die nächsten zwei oder drei Wochen? Im Zweifel benutzen Sie dann Ihre Kreditkarte, bis das Problem gelöst ist. Eröffnen Sie sofort ein anderes Konto auf das Ihr Arbeitgeber das Gehalt einzahlen kann.
</p>
<p>
<b>Ulf:</b> In meiner Sparkasse wurde mir auch schon einmal eine Investition in den argentinischen Peso angeboten &#8211; sind die Sparkassen und Volksbanken wirklich solider und konservativer aufgestellt als die Großbanken?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Konten bei Sparkassen und Volksbanken sind sicher, aber auch Sparkassen und Volksbanken empfehlen ihren Kunden riskante Anlagen. So wie Sie es empfohlen bekommen haben oder wie die Zertifikate der Lehman-Brothers, die die Sparkassen in Frankfurt und Hannover ihren Kunden verkauft haben.
</p>
<p>
<b>Nielebaer: </b>Was kann ich als Kaupthing Kunde jetzt tun, um mein Geld wieder zu bekommen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Als Kaupthing-Kunde können Sie nur abwarten im Augenblick. Die britische Regierung hat Island mit der Anwendung von Antiterrorgesetzen gedroht, um isländische Kunden in Großbritannien zu beschlagnahmen. Das hört sich an wie im 19. Jahrhundert, aber für deutsche Kunden bleibt im Augenblick nur abzuwarten.
</p>
<p>
<b>benutzer:</b> Lohnt sich noch ein Forward-Darlehen, wenn die Zinsbindung bei Hypothekendarlehen in einem Jahr ausläuft oder soll man nun auf fallende Hypothekenzinsen hoffen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Oh, Sie fragen mich nach einer Wette. Wetten müssen Sie selber.
</p>
<p>
<b>KarlKoch23:</b> Welche Schuld tragen die Medien Ihrer Meinung nach an der Massenhysterie, die teilweise zu Panikabhebungen an Banken führte und die Krise dadurch nur beschleunigt hat?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Erstens haben wir in Deutschland keine Massenhysterie gehabt, Gott sei Dank. Zweitens: Wenn wir ein Problem bei den Medien gehabt haben, dann, dass die Medien nicht erklärt haben, wie bestimmte Produkte funktionieren und welche Risiken sie beinhalten. Weniger dass die Medien die Frage gestellt haben, ob das System noch stabil ist. Das System hat sich als stabil erwiesen, Gott sei Dank. Lernen können wir an der Stelle, dass wir so viel wie möglich den Leuten erklären müssen, wie Produkte funktionieren. Das funktioniert nicht über die große Zertifikatbeilage der Tageszeitung.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Stichwort lernen und erklären:
</p>
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<b>Theophil:</b> Glauben Sie, dass die Banken aus der Krise etwas gelernt haben? Können Sie da Anzeichen für Konsequenzen sehen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Die Banken lernen eigentlich schon seit zwei Jahren aus der Krise. Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass etliche Banken sich seit zwei Jahren aus so manchem riskantem Geschäft verabschiedet haben. Was die Banken bislang nicht gelernt haben, ist, dass sie ihren Kunden reinen Wein einschenken müssen und ihnen nicht jeden renditeträchtigen Mist verkaufen dürfen. Sonst enden die Banker beim Image eines Gebrauchtwagenhändlers aus alten Hollywood-Filmen.
</p>
<p>
<b>Prof:</b> Wer hat eigentlich von der Krise profitiert (das heißt, ist z.B. short gegangen) und wer untersucht, ob das nicht genau die Personen/Institutionen waren, die Insiderinformationen hatten?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das sind wieder zwei Fragen. In der Krise haben, glaube ich, nur wenige profitiert. Vor der Krise haben ganz viele Leute sehr viel Geld verdient. In Deutschland wird man sich das nochmal genauer anschauen müssen, was Bankvorstände in den letzten Jahren verdient haben. In den USA gibt es jetzt die ersten Untersuchungen und Hinweise. So haben die führenden Mitarbeiter von Lehman noch in diesem Frühjahr fünf Milliarden Dollar an Boni auszahlen lassen, obwohl die Bank schon in Liquiditätsschwierigkeiten war.
</p>
<p>
<b>zeiss:</b> Stimmen Sie meiner Auffassung zu, dass der gestrige Kurssprung an den Aktienmärkten schon wieder auf das Hantieren von Spekulanten schließen lässt?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ja, sicher.
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<p>
<b>Gewinnwarnnung:</b> An den Börsen gab es gestern und heute Rekordsprünge nach oben. Wie ist es zu rechtfertigen, dass sich die Spekulanten jetzt an dem Geld bereichern, welches der Steuerzahler vielleicht in den nächsten Jahren und Jahrzehnten für die Reduzierung der etwaigen Staatsschulden durch diese Rettungspakete zahlen muss?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Also erstens, wenn die Börse sich tatsächlich weiter nach oben entwickeln sollte, wird das Rettungspaket gar nicht gebraucht und der Steuerzahler muss keinen Cent bezahlen. Zweitens, sollte es langsam gehen, muss sich der Staat an einzelnen Banken beteiligen. Geht es anschließend wieder bergauf, profitiert der Steuerzahler an seinen teurer gewordenen Bankanteilen.
</p>
<p>
<b>W. Mayer:</b> Wären denn die Folgen ohne Rettungspaket wirklich so katastrophal?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das wissen wir alle nicht, aber das Risiko kann man als Regierung nicht eingehen.
</p>
<p>
<b>Annette:</b> Welchen Einfluss haben diese Milliarden-Pakete auf die Inflation?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Im Augenblick gar keinen, weil es ja nicht so viel Geld auf dem Markt ist. Das ist ein Grund für die Milliardenpakete. Mittelfristig wird man das sehen müssen.
</p>
<p>
<b>Schekker:</b> Sollte man jetzt nicht lieber in &quot;feste&quot; Werte wie Häuser, Eigentumswohnung, Flachbildfernseher etc. investieren?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen: </b>Wenn die deutschen Fußballteams weiter kommen, ist die Investition in einen Flachbildfernseher sicher nützlich. Jenseits davon, kann die Investition in Immobilien zwei Gründe haben: Erstens, wenn ich in dem Haus leben will. Dann ist entscheiden, dass ich dort leben will und das ich es bezahlen kann. Zweitens, ich will mit dem Haus Geld anlegen und erhoffe mir eine Rendite. Dann ist entscheidend, dass ich das Haus später zu einem höheren Preis verkaufen kann. Welche Kriterien gelten? Die berühmten drei Kriterien: Lage, Lage, Lage. Zwanzig Kilometer hinter Eberswalde werden Sie Schwierigkeiten haben, ein Haus so teuer zu verkaufen, wie Sie es jetzt bauen.
</p>
<p>
<b>Schekker:</b> Ich bespare derzeit monatlich drei Aktienfonds. Diese haben einiges an Wert verloren. Soll ich diese weiter besparen, aussetzen oder mit erheblichen Verlust verkaufen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wenn Sie das Geld nicht brauchen, besparen Sie diese Aktienfonds ruhig weiter. Es sollten aber gute sein. Gute finden Sie bei www.test.de/fonds.
</p>
<p>
<b>schweinchen schlau:</b> Wie sicher sind Ihrer Meinung nach offene Immobilienfonds?
</p>
<p>
Hermann-Josef Tenhagen: Offene Immobilienfonds sind in der Vergangenheit sehr sicher gewesen. Man konnte kaum damit je auch nur ein Prozent verlieren. Ob sie renditestark sind, hängt immer von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Und in den nächsten Jahren wird es sicher schwer sein, bei seinen Gewerbemietern höhere Mieten durchzusetzen.
</p>
<p>
<b>ernst:</b> Herr Tenhagen, haben Sie vielen Dank für Ihre interessanten Antworten. Jetzt einmal etwas Persönliches. Haben Sie als Verbraucherschützer so etwas kommen sehen? Sind Menschen wie Sie vielleicht in der Lage, auch als Frühwarnsystem zu funktionieren?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wir haben die große Krise nicht kommen sehen. Wir haben aber kommen sehen, dass es mit dem US-Immobilienmarkt Verwerfungen geben würde und wir haben kommen sehen, dass der Verkauf von Zertifikaten oft nicht so erfolgt ist, dass die Kunden wussten, was sie da gekauft haben. Auf beide Dinge haben wir auch hingewiesen. Vielleicht noch ein Satz dazu: Bei Finanztest machen wir uns immer sehr viele Gedanken um die Chancen und Risiken einzelner Geldanlagen und schreiben diese auch auf. Wenn die Börsen boomen, werden wir gefragt warum wir die Risiken betonen. Wenn die Börsen fallen, werden wir gefragt, warum wir nicht schon lange gewarnt haben.
</p>
<p>
<b>Prokti:</b> Ist die Finanzkrise wirklich mit der Weltwirtschaftskrise Ende der Zwanziger Jahre vergleichbar?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Die Einbrüche am Finanzmarkt sind so gravierend, wie seither nicht. Hoffentlich bekommen wir keine vergleichbare Weltwirtschaftskrise.</p>
<p><b>Moderatorin:</b> Die führenden Wirtschaftsinstitute haben soeben auf einer Pressekonferenz ihre Prognosen deutlich nach unten korrigiert. Im Frühjahr waren ihre Erwartungen noch deutlich optimistischer. Deutschland stehe am Rande einer Rezession, heißt es nun. Wie viel sind solche Prognosen in diese Zeiten überhaupt noch wert?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ich paraphrasiere jetzt mal Mark Twain: Prognosen sind auf die Zukunft gerichtet, dass macht sie ungewiss. Und außerdem haben solche Prognosen immer auch den Charakter einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Deswegen sind sie mit Vorsicht zu genießen. Die Empirie, die Zahlen die dahinter stehen, sind dennoch spannend.
</p>
<p>
<b>sapereaude:</b> Für wie groß halten Sie persönlich die Gefahr einer Rezession in 2009?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ich bin ja kein Konjunkturforscher, aber wir werden deutliche Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft haben.
</p>
<p>
<b>enzoquack:</b> Die Staatsbürger stützen die Banken. Bekommt der Staatsbürger auch etwas, wenn die Banken Gewinne erzielen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen: </b>Also der Staatsbürger bekommt auf zwei Arten und Weisen etwas, wenn die Banken Gewinne erzielen. Erstens bezahlen die Banken die Gewinne und machen Steuern &#8211; und auch nicht so wenige. Zweitens sollte der Staat sich an einzelnen Banken beteiligen müssen. Weil die das Geld brauchen, bekommt der Staat nicht nur die Steuern sondern eventuelle Dividenden oder Kursgewinne, wenn er seine Aktien wieder verkauft. Ganz abgesehen davon, dass Bankangestellte, die einen Job haben, Steuern bezahlen und Bankangestellte, die keinen Job haben, Arbeitslosengeld beziehen.
</p>
<p>
<b>dietersaar:</b> Haben Sie sich gefreut, dass Frau Merkel gestern Abend auf die Stiftung Warentest, als &quot;seriöse&quot; Adresse hingewiesen hat ( Finanztest gehört ja dazu!)?&#8230;Ich fand es toll&#8230;
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ja. Natürlich.
</p>
<p>
<b>Dieter78:</b> Für wie wahrscheinlich halten Sie angesichts der Finanzkrise die Möglichkeit der Bundesregierung, einen ausgeglichenen Haushalt ohne Neuverschuldung bis 2011 zu erreichen?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Oh, ich weiß es bestimmt nicht besser als Minister Steinbrück. Und er hat ja schon gesagt: Erst Krise bewältigen, dann Haushalt ausgleichen.
</p>
<p>
<b>Howdy Howdy:</b> Was würden Sie denn jetzt dem Otto-Normalanleger empfehlen, wenn er keine riesigen Gewinne machen will, sondern einfach nur sein Geld besser anlegen als im Sparstrumpf?
</p>
<p>
<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Für sichere Anlagen bieten sich gute Tagesgeldkonten und die Tagesanleihe des Bundes an. Wer ein bisschen mehr Risiko vertragen kann und das Geld lange nicht braucht, darf auch weiterhin in guten Aktienfonds anlegen. Wir haben bei Finanztest mal ein Modelldepot vorgerechnet, mit dem man auf keinen Fall Geld verliert, selbst wenn es bei den Aktien rauf und runter geht. Mit denen man Gewinne machen kann.
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Das waren 60 Minuten tagesschau-Chat. Herzlichen Dank, Herr Tenhagen, dass Sie sich die Zeit für die Diskussion mit unseren Lesern genommen haben, und vielen Dank, liebe Leser, für Ihre Fragen und Anmerkungen. Das Protokoll des Chats gibt’s wie immer in Kürze auf den Websites von tagesschau.de und politik-digital.de. Das tagesschau-Chat-Team wünscht allen noch einen schönen Tag!
</p>
<p>
Den Chat moderierte Nicole Diekmann, tagesschau.de.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;So verheerend wie vor 80 Jahren sollte es nicht werden&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 16:33:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 25. September 2008 war Hermann-Josef Tenhagen live im Stiftung Warentest-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Thema war die Finanzkrise in den USA. Welche Auswirkungen das für Deutschland hat, wie sicher die Renten noch sind und welchen Anlageformen man weiterhin vertrauen kann, darüber <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/-Chat-Finanzkrise/1718822/1718822/?campaign=themen-topbox-alle-meldung-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wusste der Finanztest-Chefredakteur Bescheid</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. September 2008 war Hermann-Josef Tenhagen live im Stiftung Warentest-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Thema war die Finanzkrise in den USA. Welche Auswirkungen das für Deutschland hat, wie sicher die Renten noch sind und welchen Anlageformen man weiterhin vertrauen kann, darüber <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/-Chat-Finanzkrise/1718822/1718822/?campaign=themen-topbox-alle-meldung-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wusste der Finanztest-Chefredakteur Bescheid</a>.<!--break--></p>
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		<title>test.de-Expertenchat: Wie Sie den Neuwagen finanzieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 10:36:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch den 26.03.2008 war Hermann-Josef Tenhagen zu Gast im
test.de-Expertenchat. Der Chefredakteur von FINANZtest stand eine
Stunde lang Rede und Antwort zum Thema Finanzierung beim Autokauf. Mit der richtigen Finanzierungsstrategie lässt sich eine Menge Geld sparen. Das
komplette Chat-Transkript finden sie <a href="http://www.test.de/themen/auto-verkehr/meldung/-Expertenchat-zum-Thema-Autokauf/1662748/1662748/" target="_blank" title="Chat-Transkript" rel="noopener noreferrer">hier</a>.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch den 26.03.2008 war Hermann-Josef Tenhagen zu Gast im<br />
test.de-Expertenchat. Der Chefredakteur von FINANZtest stand eine<br />
Stunde lang Rede und Antwort zum Thema Finanzierung beim Autokauf. Mit der richtigen Finanzierungsstrategie lässt sich eine Menge Geld sparen. Das<br />
komplette Chat-Transkript finden sie <a href="http://www.test.de/themen/auto-verkehr/meldung/-Expertenchat-zum-Thema-Autokauf/1662748/1662748/" target="_blank" title="Chat-Transkript" rel="noopener noreferrer">hier</a>.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>test.de-Expertenchat: Riestern ist die beste Möglichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 10:02:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch den 23.01.2008 war Hermann-Josef Tenhagen zu Gast im test.de-Expertenchat. Der Chefredakteur von FINANZtest stand eine Stunde lang Rede und Antwort zum Thema Risesterrente. Fazit des Chats: Riestern ist immernoch die beste Möglichkeit zur Altersvorsorge. Das komplette Chat-Transkript finden sie <a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/-FINANZtest-Chefredakteur-im-Chat/1619538/1619538/" target="_blank" title="Chat-Transkript" rel="noopener noreferrer">hier</a>.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch den 23.01.2008 war Hermann-Josef Tenhagen zu Gast im test.de-Expertenchat. Der Chefredakteur von FINANZtest stand eine Stunde lang Rede und Antwort zum Thema Risesterrente. Fazit des Chats: Riestern ist immernoch die beste Möglichkeit zur Altersvorsorge. Das komplette Chat-Transkript finden sie <a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/-FINANZtest-Chefredakteur-im-Chat/1619538/1619538/" target="_blank" title="Chat-Transkript" rel="noopener noreferrer">hier</a>.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Für Jüngere ist es preiswerter, für Ältere teurer&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann-Josef Tenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Warentest]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnzusatzversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
	<tbody>
		<tr>
			<td class="orange-gross" align="left">„Für
			Jüngere ist es preiswerter, für Ältere teurer“<!-- #EndEditable --></td>
		</tr>
		<tr>
			<td class="normal"><!-- #BeginEditable "Text" --><span class="fett">
			Am 21 . März 2007 war Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der
			Zeitschrift FINANZtest, zu Gast im Stiftung-Warentest-Chat in Kooperation
			mit politik-digital.de. Er sprach über die Testergebnisse von
			Zahnzusatzversicherungen und erklärte, wie die Stiftung einen
			solchen Test durchführt.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td class="orange-gross" align="left">„Für<br />
			Jüngere ist es preiswerter, für Ältere teurer“<!-- #EndEditable --></td>
</tr>
<tr>
<td class="normal"><!-- #BeginEditable "Text" --><span class="fett"><br />
			Am 21 . März 2007 war Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der<br />
			Zeitschrift FINANZtest, zu Gast im Stiftung-Warentest-Chat in Kooperation<br />
			mit politik-digital.de. Er sprach über die Testergebnisse von<br />
			Zahnzusatzversicherungen und erklärte, wie die Stiftung einen<br />
			solchen Test durchführt.</span><!--break--></p>
<p class="normal">
			&nbsp;
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Herzlich willkommen<br />
			zum Live-Chat mit FINANZtest-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen.<br />
			Wir werden gleich um 17.00 Uhr mit dem Chat starten. Wir nehmen<br />
			bereits jetzt Ihre Fragen entgegen!
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> So, 17.00 Uhr: Herr Tenhagen, können<br />
			wir starten?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ja, sicher doch.
			</p>
<p>
			<b>Martin:</b> Ist es sinnvoll, schon in jungen Jahren<br />
			eine Zusatzversicherung abzuschließen, um so Kosten zu sparen?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Man muss eine solche Versicherung<br />
			in jedem Fall abschließen, deutlich bevor das erste Zahnweh<br />
			auftritt. Die Versicherung zahlt nämlich erst nach Monaten<br />
			überhaupt und nach Jahren erst voll.
			</p>
<p>
			<b>baktus:</b> Welche Alternativen gibt es zu Zahnzusatzversicherungen,<br />
			wenn schnell eine Behandlung ansteht?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wenn schnell eine Behandlung<br />
			ansteht, können Sie Ihr Erspartes nehmen oder beim Zahnarzt<br />
			einen Kredit aufnehmen. Die Kreditkonditionen sind durchaus günstig,<br />
			wenn Sie das innerhalb von maximal zwei Jahren zurückzahlen<br />
			können.
			</p>
<p>
			<b>schmerznachlass:</b> Ich bin 65 und Rentner &#8211; wie<br />
			kann ich mich versichern?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wir haben auch spezielle<br />
			Rentnertarife getestet. Günstiger ist allerdings, wenn Sie<br />
			schauen, ob Sie noch bei einem unserer leistungsstarken Tarife im<br />
			Test abschließen können. Der Testsieger Barmenia hat<br />
			zum Beispiel kein Höchstalter.
			</p>
<p>
			<b>rügen:</b> Hallo Herr Tenhagen, was muss denn<br />
			eine Zahnzusatzversicherung leisten? Worauf muss ich achten?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Es gibt im Grunde zwei<br />
			Arten von Tarifen. Die einen Tarife sollen Ihnen den wesentlichen<br />
			Teil auch einer hohen Zahnarztrechnung mit vielen Extras bezahlen.<br />
			Hier müssen Sie mit 20 Euro Monatsbeitrag rechnen. Es gibt<br />
			auch Tarife, die Ihnen helfen, den Eigenanteil bei der Basisbehandlung<br />
			durch den Zahnarzt zu bezahlen. Diese Tarife kosten meist unter<br />
			10 Euro im Monat.
			</p>
<p>
			<b>toothie:</b> Wofür braucht man überhaupt<br />
			eine Zusatzversicherung? In welchen Fällen wird sie nötig?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wer das Geld übrig<br />
			hat, braucht natürlich nicht unbedingt auf eine Zahnzusatzversicherung<br />
			zurückgreifen. Viele Leute können aber eine teure Zahnbehandlung<br />
			in dem Augenblick, in dem sie anfällt, nicht so einfach bezahlen.
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> Eine Nachfrage:
			</p>
<p>
			<b>Gustl:</b> Was heißt es dann konkret, wenn Versicherungen<br />
			damit werben, keine Wartezeit zu haben?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Konkret heißt es,<br />
			wenn Sie die Versicherung abschließen und noch keine Behandlung<br />
			ansteht, Sie sich aber beim Rugby im nächsten Monat einen Zahn<br />
			ausschlagen, dass die Versicherung zahlt.
			</p>
<p>
			<b>Seinele:</b> Sollte die Politik vermehrt einschreiten?<br />
			Zahnarztrechnungen et cetera sind ja super hoch!
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Politik ist nicht Sache<br />
			der Stiftung Warentest. Aber in der Tat sind die Zahnarztrechnungen<br />
			in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Deswegen ist für<br />
			mehr Leute als früher eine solche Zusatzversicherung sinnvoll.
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> Wir haben relativ viele Frage zum Thema<br />
			Privatversicherte:
			</p>
<p>
			<b>oNKEL:</b> Brauchen auch Privatversicherte eine Zahnzusatzversicherung?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Privatversicherte müssen<br />
			zunächst in ihrem Vertrag sehen, was der denn zum Thema Zahnbehandlung<br />
			und -ersatz sagt. Erst dann können sie entscheiden, ob sie<br />
			eine Zusatzversicherung brauchen.
			</p>
<p>
			<b>weld_dr:</b> In ZDF-Wiso wurde von den Testergebnissen<br />
			berichtet. Der Kern scheint zu sein, wie viel Geld ich für<br />
			eine Zusatzversicherung ausgeben will. Teuer ist aber nicht auch<br />
			besser, sagen ihre Testergebnisse. Bin also immer noch verwirrt.
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Sie brauchen nicht verwirrt<br />
			zu sein, Sie können es bei uns im Heft nachlesen. Der leistungsstärkste<br />
			Tarif ist der Tarif ZG von der Barmenia, leistungsstark sind auch<br />
			die Tarife Z100 von der ARAG und DentPlus vom Deutschen Ring, beide<br />
			sind allerdings etwas teurer.
			</p>
<p>
			<b>bosi:</b> Hallo, ich möchte eine Versicherung<br />
			bei der Continentalen abschließen. Hier werden Zähne<br />
			(Kronen) ausgenommen, die vor mehr als 10 Jahren behandelt/ erstellt<br />
			wurden. Sind solche Ausschlüsse üblich?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ausschlüsse gibt<br />
			es bei der Zahnzusatzversicherung durchaus, Sie können aber<br />
			nach einem Tarif fahnden, der keine Ausschlüsse für Sie<br />
			vorsieht.
			</p>
<p>
			<b>hugo:</b> Wieso fahren so viele Leute nach Polen oder<br />
			so, um sich neue Zähne machen zu lassen? Nur wegen des Geldes?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> An der polnisch-deutschen<br />
			Grenze gibt es eine Reihe von Zahnärzten, die inzwischen mit<br />
			deutschen Sprachkenntnissen Zahnbehandlungen anbieten. Es gibt auch<br />
			bereits Krankenkassen, die ihre Kunden darauf verweisen. Wenn Ihr<br />
			Zahnarzt günstig gelegen ist, Sie also bei Nachbehandlungen<br />
			wieder hin können, spricht nichts dagegen.
			</p>
<p>
			<b>danman2:</b> Teure Versicherung = gute Versicherung?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wie gesagt gibt es zwei<br />
			Gruppen von Versicherungen für die Zähne: Die teureren,<br />
			die das höhere Leistungsniveau mit absichern und die einfachen.<br />
			Aber auch innerhalb der Gruppen gibt es deutliche Leistungs- und<br />
			Preisunterschiede.
			</p>
<p>
			<b>Gustl:</b> Mich würde auch noch interessieren,<br />
			ob es sinnvoll ist, bereits mit jungen Jahren mit einer Zusatzversicherung<br />
			zu beginnen. Meine Söhne sind 18 und 20 Jahre alt.
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Bevor man eine Zahnzusatzversicherung<br />
			abschließt, gibt es diverse andere Versicherungen, die wichtiger<br />
			sind. Dazu gehört sicher eine private Haftpflicht und eine<br />
			Berufsunfähigkeitsversicherung.
			</p>
<p>
			<b>warentester:</b> Ist Zahnversicherung für jüngere<br />
			Menschen billiger? Immerhin hat sich die Zahngesundheit in den letzten<br />
			Generationen doch erheblich verbessert.
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Die Versicherungstarife<br />
			sind generell für junge Leute billiger als für ältere,<br />
			weil die Versicherer so kalkulieren, dass sie für spätere<br />
			Jahre Rückstellungen bilden. Je früher man also eintritt,<br />
			desto günstiger ist der Tarif, man bezahlt aber längere<br />
			Jahre.
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> Wir haben einige Fragen, wie FINANZtest<br />
			die Zahnzusatzversicherungen getestet hat:
			</p>
<p>
			<b>HvB:</b> Gibt es bei Zahnbehandlungen eine Art Gewährleistung,<br />
			wenn sich später herausstellt, dass die Qualität der Behandlungen<br />
			minderwertig ist?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Bei jeder Zahnarztbehandlung,<br />
			die von der Kasse oder Versicherung unterstützt ist, gibt es<br />
			eine Gewährleistung. Normalerweise mindestens zwei Jahre. Das<br />
			gilt übrigens auch für einige der polnischen Zahnärzte,<br />
			die Verträge mit deutschen Kassen haben.
			</p>
<p>
			<b>Helmut:</b> Wie wurde denn die Qualität der Prothesen<br />
			getestet? Haben sie Freiwillige, die sich für eine Behandlung<br />
			im Ausland bereitstellen?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wir haben keine Prothesen<br />
			getestet, sondern wir haben die Leistungen der Versicherungen getestet<br />
			&#8211; nicht die der Zahnärzte.
			</p>
<p>
			<b>bosi:</b> Eine Frage zu Ihrem aktuell veröffentlichten<br />
			Test: Wie wurden die zu vergleichenden Produkte ausgesucht? Warum<br />
			war zum Beispiel die Continentale nicht beim Vergleich dabei? (Ich<br />
			wurde von meinem Zahnarzt auf diese Versicherung hingewiesen.)
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> FINANZtest hat die Zahnzusatztarife<br />
			aller Zahnzusatzversicherer untersucht, die jedem Kunden offen stehen.<br />
			Nicht aufgenommen wurden jedoch die Tarife der Continentalen und<br />
			der LKH, da diese Gesellschaften nicht bereit waren, uns die erforderlichen<br />
			Daten zur Verfügung zu stellen.
			</p>
<p>
			<b>dobermän:</b> Sie haben 43-Jährige als Modellfälle<br />
			genommen. Ändert sich die Situation für Senioren oder<br />
			Jüngere stark?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Für Jüngere<br />
			ist es preiswerter, für Ältere teurer. Im Prinzip aber<br />
			ist es sehr wahrscheinlich, dass die gleichen Versicherer ein gutes<br />
			Preis-Leistungsverhältnis anbieten. Wenn Sie es für sich<br />
			probieren wollen, holen Sie sich von unseren drei leistungsstärksten<br />
			Versicherern ein Angebot ein, die habe ich oben schon genannt.
			</p>
<p>
			<b>Phil:</b> Fragt oder kontrolliert die Versicherung<br />
			vor Vertragsabschluss, in welchem Zustand die Zähne sind?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ja, das tut sie.
			</p>
<p>
			<b>danman2:</b> Wenn ich jetzt festgestellt habe, dass<br />
			meine Zusatzversicherung zu den Verlierern gehört &#8211; wie werde<br />
			ich sie kurzfristig los?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Normalerweise sind das<br />
			häufig Jahresverträge, die können Sie zum Ende des<br />
			Jahres kündigen und sich einen neuen Versicherer suchen. Bei<br />
			Mehrjahresverträgen müssen Sie nachsehen, wann Sie kündigen<br />
			können. Es kann allerdings sein, dass der neue Tarif wegen<br />
			Ihres höheren Alters teurer ist.
			</p>
<p>
			<b>Ingolf:</b> Wieso wollen Patienten eigentlich so viele<br />
			Zusätze haben, wenn es um die Zähne geht? Es gibt ja billigere<br />
			Möglichkeiten!
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Na ja, manche Leute wollen<br />
			halt ihre Zähne nach ästhetischen Kriterien schöner<br />
			gemacht haben. Das wird teurer und die Zahnärzte schüren<br />
			diesen Trend.
			</p>
<p>
			<b>blaueaue:</b> Wie sieht es mit der Kostenübernahme<br />
			von Medikamenten aus, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung<br />
			übernommen werden, wie zum Beispiel Antibiotikum und Spüllosung<br />
			nach Implantation (private Leistung)?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wenn Sie eine Implantation<br />
			vornehmen lassen wollen, bekommen Sie vorher einen Heil- und Kostenplan.<br />
			Mit dem sollten Sie in jedem Fall Kontakt mit Ihrem Krankenversicher<br />
			aufnehmen.
			</p>
<p>
			<b>danman2:</b> Welche Fallstricke gibt es in Versicherungsverträgen,<br />
			die in der Werbung nicht sichtbar sind?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Der wichtigste Fallstrick<br />
			bei der privaten Zahnzusatzversicherung ist die Wartezeit. Sie müssen<br />
			sich klar sein, dass Sie normalerweise nicht sofort Geld bekommen,<br />
			wenn Sie den Vertrag abgeschlossen haben.
			</p>
<p>
			<b>glamour:</b> Was war der erfolgreichste Test in der<br />
			Geschichte der Stiftung Warentest?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Der erfolgreichste Test<br />
			von FINANZtest war der Test der Riester-Versicherungsprodukte. Der<br />
			erfolgreichste Test von „test&quot; war der Test über<br />
			Olivenöl.
			</p>
<p>
			<b>dobermän:</b> Mit Ihren Tests greifen Sie ja<br />
			auch direkt in den Markt ein, denn die Verbraucher folgen Ihren<br />
			Ratschlägen ja gerne und in Massen. Führt das nicht auch<br />
			zu rechtlichen Problemen, Hass und Missgunst? Siehe Uschi Glas?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Normalerweise finden viele<br />
			Anbieter unsere Tests in Ordnung und nutzen sie sogar für die<br />
			Werbung. Immer wieder mal ist aber auch ein Anbieter unzufrieden<br />
			und geht vor Gericht. Die Erfolgsaussichten der Anbieter sind gering.
			</p>
<p>
			<b>graubrot:</b> Wie aufwändig sind Ihre Tests so<br />
			im Durchschnitt? Ein Test muss sich ja auch wirtschaftlich für<br />
			Sie lohnen, wie berechnet sich das denn für Sie?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Die Stiftung Warentest<br />
			hat einen Etat von etwa 50 Millionen Euro. Wir bekommen 6,5 Millionen<br />
			Euro Bundeszuschuss, den Rest müssen wir durch den Verkauf<br />
			unserer Zeitschriften test und FINANZtest, unserer Bücher und<br />
			unseres Onlineauftritts selbst erwirtschaften.
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> Wie gehen Sie denn bei den Tests vor?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Die getesteten Produkte<br />
			werden anonym im Laden gekauft, die Dienstleistungen werden häufig<br />
			anonym in Anspruch genommen und die Tarife bei uns im Computer ausgerechnet,<br />
			so wie sie auf dem Markt zu finden sind.
			</p>
<p>
			<b>rwetv erw:</b> Welche Auflage hat die Zeitschrift<br />
			eigentlich?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> FINANZtest verkauft sich<br />
			im Monat circa 275.000 mal, davon werden im Schnitt 65.000 am Kiosk<br />
			verkauft. Der Rest geht an Abonnenten.
			</p>
<p>
			<b>Marianne:</b> Wer sind eigentlich die wirklichen Tester?<br />
			Hat die Stiftung Warentest für jeden Bereich eigene unabhängige<br />
			Berater oder müssen sie auch Experten von außen hinzuziehen?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Zum einen haben wir unabhängige<br />
			Testinstitute, die wir zum Testen heranziehen, zum anderen haben<br />
			wir für unsere Tests auch Freiwillige, die sich als anonyme<br />
			Testkunden zur Verfügung stellen und von uns geschult werden.
			</p>
<p>
			<b>Zahnder:</b> Wie lange halten Testergebnisse? Wer<br />
			verhindert, dass die Versicherungen mit dem guten Ergebnis sofort<br />
			ihre Konditionen zum Nachteil ändern?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Testergebnisse halten<br />
			unterschiedlich lang. Wenn allerdings eine Versicherung einen Schaufenstertarif<br />
			anbietet und ihn nach dem Test sofort ändert, dann fällt<br />
			uns das immer auf und es gibt einen Satz heiße Ohren!
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> Kommen wir einmal zurück zu den<br />
			Zahnzusatzversicherungen:
			</p>
<p>
			<b>Lurchi:</b> Sind Zahnzusatzversicherung für Versicherungen<br />
			sehr lukrativ, oder warum gibt es plötzlich so viele?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Weil die Kunden ja immer<br />
			häufiger solche Zahnarztleistungen in Anspruch nehmen und die<br />
			Zahnärzte das auch vorantreiben, gibt es mehr Nachfrage und<br />
			die Versicherungen reagieren darauf. Zudem werben inzwischen auch<br />
			viele Krankenkassen für Zahnzusatzversicherungen von Partnerunternehmen.
			</p>
<p>
			<b>Gooooglif:</b> Braucht man auch eine Zahnzusatzversicherung,<br />
			wenn man die normalen Zwei-Mal-pro-Jahr-Zahnarztbesuche absolviert?<br />
			Oder ist die in dem Bereich noch überflüssig?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Brauchen tut man eine<br />
			Zahnzusatzversicherung ohnehin nicht unbedingt. Es ist eine Frage,<br />
			welche Zahnarztleistungen man im Fall der Fälle haben möchte<br />
			und wie man diese bezahlen kann und will. Der regelmäßige<br />
			Zahnarztbesuch sorgt allerdings schon dafür, dass Sie von der<br />
			Krankenkasse mehr Geld bekommen.
			</p>
<p>
			<b>Lurchi:</b> Hat die Zahnzusatzversicherung auch etwas<br />
			mit dem sagenumwobenen Bonusheft zu tun?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das Bonusheft sagt ja,<br />
			wie viel die Krankenkasse von einer Zahnarztbehandlung bezahlt.<br />
			Das, was der Kunde insgesamt bekommt, setzt sich aus dem, was die<br />
			Kasse und die Zusatzversicherung zahlen zusammen. Einen Rest muss<br />
			der Kunde immer selbst tragen.
			</p>
<p>
			<b>EMMI:</b> Soweit ich sehe, ist die Zahnzusatzpolice<br />
			der Victoria Krankenversicherung nicht getestet worden. Ist es sinnvoll,<br />
			bei Bestehen einer Zusatzkrankenversicherung beim gleichen Versicherer<br />
			eine Zahnpolice abzuschließen?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Sie müssen nicht<br />
			beim gleichen Versicherer eine Zahnzusatzpolice und beispielsweise<br />
			eine Krankenhauszusatzversicherung abschließen. Orientieren<br />
			Sie sich immer am Leistungsniveau. Krankenhauszusatzversicherungen<br />
			testen wir in der nächsten Ausgabe.
			</p>
<p>
			<b>Lurchi:</b> Man muss eine Versicherung ja beantragen,<br />
			der Antrag kann auch abgelehnt werden &#8211; nehmen Versicherungen nur<br />
			lohnende Mitglieder?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Die Versicherer versuchen<br />
			bei der Auswahl ihrer Kunden, für sie schlechte Risiken auszusieben.<br />
			Die Kunden versuchen, für das wenigste Geld die beste Leistung<br />
			zu bekommen. Ob jemand später eine hohe Zahnarztrechnung verursacht,<br />
			weiß man in vielen Fällen zu diesem Zeitpunkt nicht.
			</p>
<p>
			<b>Thomas:</b> Welche Versicherung würden Sie wählen,<br />
			wenn Sie eine bräuchten?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ich orientiere mich an<br />
			unseren Testsiegern und würde deshalb eine Barmenia ZG wählen.
			</p>
<p>
			<b>hpolh:</b> Wie sichern Sie eigentlich die Unabhängigkeit<br />
			von Stiftung Warentest? Wenn zum Beispiel Kosmetikkonzerne die Testergebnisse<br />
			in die Werbung einbringen, könnte man denken, die hätten<br />
			den Test gesponsert.
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Jeder Anbieter hat die<br />
			Möglichkeit, mit Testergebnissen zu werben. Daran verdient<br />
			die Stiftung Warentest nichts. Darüber hinaus sind alle Publikationen<br />
			der Stiftung Warentest werbefrei, so dass auch auf diesem Wege kein<br />
			Einfluss genommen werden kann.
			</p>
<p>
			<b>Zahnder:</b> Wie oft werden Sie von Herstellern verklagt<br />
			oder bedroht?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Es kommt regelmäßig<br />
			vor, führt aber allermeistens nicht zum Erfolg.
			</p>
<p>
			<b>roland_D:</b> Wenn ich irgendwann meine Krankenkasse<br />
			wechseln will und deshalb auch den Sondertarif meiner Zusatzversicherung<br />
			verliere, beginnt dann bei einer neuen Zusatzversicherung die Wartezeit<br />
			auch erneut? Oder wird sie angerechnet, wenn der Übergang lückenlos<br />
			ist?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Normalerweise haben Sie<br />
			dann eine erneute Wartezeit. Sie können allerdings mit dem<br />
			Versicherer sprechen, ob der Ihnen die Wartezeit erlässt. Vor<br />
			allem aber können Sie meistens beim Versicherer bleiben, selbst<br />
			wenn Sie die Krankenkasse wechseln. Es wird dann etwas teurer.
			</p>
<p>
			<b>Zahnder:</b> Testen Sie auch persönlich oder<br />
			sind Sie reiner Redakteur?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Ich bin reiner Redakteur<br />
			und teste jedenfalls nicht im Rahmen unserer Tests mit.
			</p>
<p>
			<b>Zahnfee:</b> Kostet die Nutzung des Logos auf den<br />
			Produkten für die Hersteller etwas?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Die Hersteller bezahlen<br />
			für die Nutzung des Logos eine Schutzgebühr, die derzeit<br />
			50 Euro beträgt.
			</p>
<p>
			<b>Johannes:</b> Eine Frage zum Bonusheft: Mir fehlt<br />
			aus meiner Jugend in einem Jahr ein Stempel. Habe ich damit schon<br />
			meine Ansprüche verloren?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das Bonusheft reicht ja<br />
			etliche Jahre zurück. Irgendwann müssten Sie die letzten<br />
			Jahre mit allen Vorsorgeuntersuchungen voll haben.
			</p>
<p>
			<b>gnagna:</b> Wie kommt die Auswahl der Zahnzusatzversicherer<br />
			eigentlich zustande? Es sind ja nicht alle dabei gewesen.
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> In diesem Fall haben wir<br />
			die Zahnzusatztarife aller privaten Krankenversicherer untersucht,<br />
			die jedem Kunden offen stehen. Nur zwei Verweigerer sind nicht im<br />
			Test.
			</p>
<p>
			<b>Osiris:</b> Wie werden eigentlich die zu testenden<br />
			Bereiche bei Ihnen ausgewählt? Hat man als Leser die Möglichkeit,<br />
			Vorschläge einzureichen?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Sicher können Leser<br />
			Vorschläge einreichen, sie tun das auch. Wenn Sie einen Vorschlag<br />
			haben, können Sie in der Navigation oben links unter Kontakt<br />
			an unseren Leserservice schreiben.
			</p>
<p>
			<b>geraumezeit:</b> Wie schützt man sich eigentlich<br />
			davor, dass einem Leistungen untergejubelt werden, die man nicht<br />
			braucht?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Wenn der Zahnarzt Ihnen<br />
			eine Behandlung vorschlägt, bekommen Sie einen Heil- und Kostenplan.<br />
			Mit diesem Plan können Sie sich an ihre Kasse oder auch Ihren<br />
			Zusatzversicherer wenden. Sie können auch einen zweiten Zahnarzt<br />
			um einen weiteren Heil- und Kostenplan bitten, um sicher zu gehen.
			</p>
<p>
			<b>laias:</b> Hat ein Teilnehmer, der schlecht abgeschnitten<br />
			hat, die Möglichkeit, auf eine Wiederholung zu drängen?<br />
			Bis zum nächsten Test hat der doch wirklich einen Nachteil,<br />
			oder? Und da können Jahre vergehen. Gibt es eine Art Selbstverpflichtung,<br />
			wie oft Sie Tests wiederholen müssen, um fair zu bleiben?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Nein, die Stiftung Warentest<br />
			entscheidet selbstständig, wann sie was testet. Wenn der Markt<br />
			allerdings sehr in Bewegung ist und es viel Interesse von unseren<br />
			LeserInnen gibt, testen wir häufiger, bei weniger Bewegung<br />
			und Interesse testen wir seltener. Die beste Werbung sind natürlich<br />
			immer gute Produkte und gute Qualitätsurteile.
			</p>
<p>
			<b>Pringel:</b> Worauf muss man aufpassen, wenn man eine<br />
			Zahnzusatzversicherung abschließen will?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Das Wichtigste ist erstens<br />
			zu entscheiden, ob man einen eher teureren Tarif möchte, der<br />
			ein breites Leistungsspektrum hat, oder ob man nur die Zahnarztrechnung<br />
			des klassischen Kassenprogramms teilweise bezahlt haben möchte.<br />
			Der zweite wichtige Punkt ist, dass Zahnzusatzversicherungen erst<br />
			nach Monaten oder Jahren wirklich voll zahlen. Es nützt also<br />
			nichts, eine Versicherung abzuschließen, wenn der Zahn schon<br />
			weh tut.
			</p>
<p>
			<b>Kassenpatient:</b> Warum benötigt man eigentlich<br />
			teuren Zahnersatz, die Kasse zahlt doch das Nötigste?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Richtig, die Kasse zahlt<br />
			das Nötigste. Aber wenn Sie eine teure Verblendung für<br />
			Ihren Backenzahn möchten oder ein Implantat, zahlt die Kasse<br />
			eben bei Weitem nicht alles.
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> So, die Zeit ist schon fast um. Eine<br />
			letzte Frage vielleicht noch:
			</p>
<p>
			<b>Horus:</b> Im Internet gibt es ja viele Foren und<br />
			Blogs, bei denen über private Erfahrungen berichtet oder kleine<br />
			Tests durchgeführt werden. Was halten Sie von solchen Informationen?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Unsere RedakteurInnen<br />
			schauen für Anregungen auch in solche Blogs, Informationen<br />
			werden bei uns allerdings immer drei- bis viermal geprüft.
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> Ein Schlusswort vielleicht noch?
			</p>
<p>
			<b>Hermann-Josef Tenhagen:</b> Vielen Dank für die<br />
			vielen interessanten Fragen. Wir werden einige davon als Anregungen<br />
			für unseren nächsten Test mitnehmen. Einen schönen<br />
			Abend noch.
			</p>
<p>
			<b>Moderator:</b> So, die Chatzeit ist auch schon um.<br />
			Vielen Dank für die Teilnahme und auch vielen Dank an Herrn<br />
			Tenhagen für die informativen Antworten.
			</p>
<p class="normal">
			
			</p>
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			<span class="fett">Weiterführende Links:</span>
			</p>
<ul class="normal">
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</ul>
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