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	<title>Hochschulforum Digitalisierung &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Hochschulforum Digitalisierung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Zukunft der Hochschulen &#8211; Ziele, Voraussetzungen und Herausforderungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philip Matthiessen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Oct 2018 11:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitalisierung der Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulforum Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ist ein Projekt des Stifterverbandes, des Centrums für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz und versteht sich Impulsgeber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/FU.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-155404" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/FU.jpg" alt="FU" width="640" height="278" /></a>Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ist ein Projekt des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stifterverband_für_die_Deutsche_Wissenschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stifterverbandes</a>, des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Centrum_für_Hochschulentwicklung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Centrums für Hochschulentwicklung</a> und der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hochschulrektorenkonferenz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hochschulrektorenkonferenz</a> und versteht sich Impulsgeber zur Hochschulbildung im digitalen Zeitalter. Vom 21. – 28. September veranstaltete das HFD zusammen mit Partnern wie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, dem Verein Deutscher Ingenieure oder Wikimedia Deutschland zum zweiten Mal eine Themenwoche unter dem diesjährigen Titel „Shaping the Digital Turn“ in Berlin. Programmmanager Ronny Röwert erläutert die Arbeit und die Zielsetzungen des HFD und gibt Ausblick auf die zukünftigen Veränderungen unserer Hochschullandschaft.</p>
<h3>politik-digital.de: Das Hochschulforum Digitalisierung arbeitet als eine Art Thinktank auf nationaler Ebene, bietet Strategieberatung für Hochschulen an und will den Diskurs über die Digitalisierung an Hochschulen fördern. Was sind Ihre Kernziele, welche langfristigen und unmittelbaren Ziele haben Sie sich gesetzt?</h3>
<p>Ronny Röwert: Seit dem Start des <a href="https://hochschulforumdigitalisierung.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hochschulforums Digitalisierung</a> (HFD) im Jahr 2014 hat sich viel getan. Ganz allgemein hat sich der Diskurs um den Einsatz digitaler Medien in Studium und Lehre weiter bewegt, auch die Praxis an den Hochschulen schreitet weiter voran. Das HFD hat diese Bewegungen antizipiert und arbeitet mit allen Partnern nun fokussiert daran, die nächste Evolutionsstufe der Digitalisierung in der Hochschulbildung zu vollziehen: von der punktuellen Nutzung digitaler Medien in Lehrveranstaltungen einzelner Lehrende geht es nun darum, eine flächendeckende Ausschöpfung der Potenziale digitaler Technologien in der Hochschullehre, aber auch in anderen Leistungsbereichen wie Forschung und Verwaltung zu unterstützen.</p>
<p>Die Vorreiterinnen und Vorreiter sind bereits seit vielen Jahren gut vernetzt. Wir forcieren daher nun Formate, um breitenwirksam neue Akteure im Hochschulsystem dafür zu gewinnen, sich für innovative Lehr- und Lernformate einzusetzen. Eine zentrale Säule neben den Arbeitsgruppen und der Strategieberatung des HFD ist daher das Netzwerk für die Hochschullehre, das den fächer- und hochschulübergreifenden Austausch sowie den Kompetenzaufbau im Bereich des digitalen Lehrens und Lernens fördert. Hier finden sich Möglichkeiten, Handlungsfelder der hochschulischen Arbeitsebenen ganz konkret zu diskutieren. Ich denke da nicht nur an konkrete Themen wie den Datenschutz, sondern auch daran, generell Beispiele guter Praxis auszutauschen.</p>
<h3>Welche Themen sind neu auf die Agenda gekommen?</h3>
<p>Wir haben die Freude und gleichzeitig den eigenen Anspruch, der Dynamik der digitalen Transformation im Allgemeinen sowie der Hochschulbildung als Kernauftrag des HFD im Speziellen möglichst zeitgemäß gerecht zu werden. Im Vergleich zur ersten Phase des Projektes, in der dreijährige Themengruppen übergeordnete inhaltliche Schwerpunkte bearbeiteten, sind wir nun dazu übergegangen, die Fragen der Zeit durch zeitlich auf ein Jahr und thematisch auf kleinere Themenfelder begrenztere agile Arbeitsgruppen mit renommierten Expertinnen und Experten zu beleuchten.</p>
<p>Im letzten Jahr haben sich die Arbeitsgruppen jeweils mit dem digitalen Wandel in der Lehrkräftebildung, den mit veränderten Kompetenzanforderungen verbundenen Reformen der Curricula sowie Anforderungen und Wege der Anrechnung und Anerkennung digitaler Lehrformate beschäftigt. Aktuell starten drei neue Arbeitsgruppen mit ganz anderen inhaltlichen Fokussen: Die Arbeit dreht sich dabei um Fragen der Gestaltung von Lernarchitekturen und dem Bildungsbegriff für das digitale Zeitalter im europäischen Kontext. Darüber hinaus wollen wir stärker die Perspektive der Studierenden bei der Hochschulentwicklung in den Blick nehmen. Eine Arbeitsgruppe von 13 engagierten Studierenden aus ganz Deutschland wird sich als #DigitaleChangeMaker mit der Hochschule der Zukunft befassen.</p>
<p>Darüber hinaus starten aktuell viele weitere inhaltliche Initiativen aus dem HFD heraus, deren Umfang ich hier nur grob umreißen kann. So räumen wir der internationalen Sichtbarkeit und Vernetzung eine besondere Bedeutung unter dem Stichwort “Bologna Digital” ein, unter anderem im Rahmen einer Delegationsreise in die Niederlande sowie entstehenden Arbeitspapieren. Außerdem entwickelt das HFD mit dem HFDcert eine Online-Plattform, auf der Lehrende und Mitarbeitende von Didaktik- und Supporteinrichtungen alle ihre Aktivitäten im Bereich der digital gestützten Lehre durch einen Peer-Review-Prozess bescheinigen lassen und in Form eines Online-Portfolios dokumentieren können. Des Weiteren wollen wir mit der Entwicklung eines Kompetenzrahmens für 21st century skills am Beispiel von Data Literacy einen konkreten Beitrag zu diesem sehr aktuellen Diskurs leisten. Und all dies sind nur einige wenige Ausschnitte aus aktuellen Themen und Fragestellungen. Hier empfehle ich allen die Anmeldung für den HFD Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.</p>
<h3>Viele Lebenswelten werden digital transformiert, so auch die Bildung. Was hat sich in Zeiten der Digitalität an den Universitäten, die ja auf lange Traditionen zurückblicken können, verändert und was wird sich demnächst verändern?</h3>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-155368 aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Ronny_Roewert_Web-195x119.jpg" alt="Ronny_Roewert_Web" width="195" height="119" /></p>
<p>Ronny Röwert ist Programmmanager beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Im Hochschulforum Digitalisierung unterstützt er Beratungsprogramme für Hochschulen zur Entwicklung von Strategien für das digitale Zeitalter. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, University of Auckland und Albert-Ludwigs-Universität Freiburg war Ronny Röwert Referent für Projekte der Hochschulforschung und -beratung bei CHE Consult und koordinierte u.a. die Themengruppe Change Management und Organisationsentwicklung im Hochschulforum Digitalisierung. In seiner letzten Tätigkeit verantwortete er die akademischen Beziehungen bei der digitalen Bildungsplattform für Geflüchtete. Kiron Open Higher Education.</p>
<p></div></div>
<p>Wir sehen bisher in den Hochschulen vor allem, dass der digitale Wandel im Sinne eines technologischen Modernisierungsschritts – ähnlich wie auch in unserem Alltag außerhalb der Hochschule – gewirkt hat und unsere Art der Zusammenarbeit sowie Kommunikation verändert hat und weiter verändern wird, beispielsweise durch elektronisches Buchausleihen, E-Mail-Kommunikation oder digital gestütztes Prüfen. Für einen solchen Modernisierungsschritt bedarf es keiner besonderen Begeisterung an der Institution Hochschule, keiner in langwierigen Prozessen abgestimmten differenzierten Strategie mit in Maßnahmen übersetzten Handlungsrahmen sowie völlig neuer Einrichtungen und Infrastrukturen zur Begleitung des Unterfangens. Noch wenig antizipiert werden jedoch Möglichkeiten der Hochschulen, digitale Technologien für die eigene Profilbildung einzusetzen und so im Sinne einer wettbewerblichen Verbesserung im Wissenschaftssystem zu nutzen.</p>
<p>Im Bereich der Hochschullehre wäre die Weiterentwicklung des hochschulischen Lernmanagementsystems ein Modernisierungsschritt. Die Etablierung von Online-Weiterbildungsstudiengängen oder digital gestützte Studienvorbereitungskurse bzw. mit digitalen Medien individualisierte Studieneingangsphasen können hingegen das eigene Profil schärfen und die wettbewerbliche Position verbessern. Diese Beobachtung zeigt die wissenschaftspolitische Brisanz des Handlungsfeldes der digital gestützten Innovationen in der Lehre für die Zukunft der Hochschulbildung an. Gleichzeitig wird klar, dass für diese Entwicklungsschritte keine gewöhnlichen Entwicklungspläne reichen, sondern die Hochschulen neue Strategien für das digitale Zeitalter zu entwickeln haben. Den Anforderungen der aktuellen Zeit an eine entsprechende zukunftsfähige Lehre können Hochschulen durch eher kosmetische und kleinteilige Digitalisierungsstrategien nicht mehr gerecht werden.</p>
<h3>Können Sie uns an ein, zwei konkrete Beispiele veranschaulichen, wie sich das Studium in Deutschland gewandelt hat? Und wie stark ändern sich neben den Lernmethoden auch die Lerninhalte?</h3>
<p>Leuchtturmprojekte gibt es dank der letzten beiden Jahrzehnte an Projektförderung für den Einsatz von digitalen Medien in Studium und Lehre viele. Wenn es um die Übertragbarkeit von Beispielen guter Praxis geht, so kann man beispielsweise zur RWTH Aachen schauen. Im Rahmen einer für viele Einführungsveranstaltungen stellvertretenden Vorlesung „Einführung in die Betriebswirtschaftslehre“ mit über 700 Studierenden wurde durch den Einsatz digitaler Medien die begrenzte gemeinsame Zeit der Studierenden mit dem Lehrenden Prof. Piller dadurch strukturell anders genutzt, dass den Studierenden vorab eigens produzierte Lernvideos zur Vorbereitung zur Verfügung gestellt wurden. Während der gemeinsamen Präsenzveranstaltung hat der Professor so mehr Zeit für die Reflektion sowie Diskussion der Inhalte und die Interaktion mit den Studierenden. Die sonst durch die zeitliche und räumliche Begrenzung zentralisierte Wissensvermittlung wurde somit mit Hilfe digitaler Medien flexibilisiert. Studierende bewerteten genau diese Flexibilisierung der Inhaltsvermittlung durch das mediendidaktische Konzept des Flipped Classroom als großen Mehrwert.</p>
<p>Gleichzeitig wird deutlich, wie der Einsatz digitaler Medien neben den Lernmethoden auch die Lerninhalte beziehungsweise vermittelten Kompetenzen verändert, indem bei der Bereitstellung der Lerninhalte als Videos beispielsweise auf unterschiedliche Wissensquellen zugegriffen werden kann oder generell andere Kompetenzprofile (Stichwort 21st century skills) gestärkt werden. In den Wirtschaftswissenschaften ist so beispielsweise denkbar, dass die Inhalte unterschiedlicher Denkschulen für die Stoffvermittlung nutzbar gemacht werden können und auch internationale Beispiele der Aufbereitung der Inhalte möglich sind, beispielsweise durch Nutzung von MOOCs.</p>
<h3>Welche politischen, juristischen und infrastrukturellen Maßnahmen sind erforderlich, um die Digitalisierung der Hochschulen vertiefen zu können?</h3>
<p>Die Aufmerksamkeit für das Thema der Digitalisierung in der Hochschullehre ist mittlerweile bei den Entscheidungsträgerinnen und -trägern in den Hochschulleitungen sowie auf politischer Verantwortungsebene gestiegen. Das ist zunächst einmal zu begrüßen, denn so stellt sich nun für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Lehre, die die Potenziale der Digitalisierung bestmöglich ausschöpft, nicht mehr die Frage des Ob sondern des Wie. Handlungsempfehlungen, die auf Umsetzung warten, gibt es auch genug. Da politische Agenden und Ressourcen gerade in der Hochschulbildung begrenzt sind, möchte ich daher nur wenige übergeordnete Maßnahmen hervorheben.</p>
<p>Wo drückt also der Schuh? Thema Kooperationen: Die Zusammenarbeit über Hochschulgrenzen hinweg sowie mit außerhochschulischen Akteuren ist im digitalen Zeitalter mehr denn je ein Schlüssel für Erfolg! Hochschulen müssen einerseits noch stärker untereinander zusammenarbeiten, um gemeinsam Breitenwirksamkeit zu erreichen. Andererseits sollten sie verstärkt über den eigenen Tellerrand schauen und mit innovativen außerhochschulischen Akteuren (z. B. aus der freien Wirtschaft) zusammenarbeiten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Förderprogramme sollten diese Prozesse unterstützen.</p>
<p>Punkt zwei: die Mehrwerte des Einsatzes digitaler Medien für alle Leistungsbereiche müssen erkannt und gefördert werden. Nur wenn die Digitalisierung der Hochschulbildung als Querschnittsthema im Dienst der übergreifenden Hochschulstrategie und zentralen Handlungsfeldern wie dem Lebenslangen Lernen gestellt wird, kann eine Breitenwirksamkeit erzielt werden. Es geht also zukünftig weniger um eine Digitalisierungsstrategie, die als Selbstzweck entwickelt wird, weil man das nun so macht. Viel eher gilt es differenziert zu schauen, wie eine zeitgemäße Hochschullehre in der digitalen Welt jeweils zweckmäßig durch den Einsatz digitale Medien angereichert werden kann, abhängig von Kontextbedingungen wie dem Hochschulprofil, Anforderungen der jeweiligen Fachdisziplinen und der Heterogenität der Studierendenschaft.</p>
<p>Und drittens ein besonderes persönliches Anliegen von mir: Digitale Technologien haben immer auch internationalen Charakter und sind insbesondere europäisch zu verstehen und zu denken. Hochschulen haben vor allem eine besondere Verantwortung für den europäischen Zusammenhalt. Im Sinne von einem “Bologna Digital” sollten sie etwa verstärkt auch Möglichkeiten von digitalen Medien für die Internationalisierung der Hochschulbildung nutzen, beispielsweise durch virtuelle Austauschformate. Hier hat die Europäische Kommission mit dem “Digital Education Action Plan” bereits eine Idee entsprechender Leitlinien der Politik vorgegeben. Sie sehen: es gibt viel zu tun, packen wir&#8217;s gemeinsam an!</p>
<p>Titelbild: <a title="Freie Universität Berlin" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Freie_Universit%C3%A4t_Berlin">Freie Universität Berlin</a> (Free University of Berlin, Germany): Rost- und Silberlaube, by torinberl via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Freie_Universitaet_Berlin_-_Gebaeudekomplex_Rost-_und_Silberlaube.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wikicommons</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 3.0</a></p>
<p>Bild des Interviewpartners: © Ronny Röwert</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>HFD-Themenwoche 2018 &#8211; Shaping the Digital Turn</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hfd-themenwoche-2018-155246/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Philip Matthiessen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2018 14:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulforum Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ist ein Projekt des Stifterverbandes, des Centrums für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz und versteht sich Impulsgeber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Banner_HFD_Themenwoche_Livestream_2-800x316-e1537532684747.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-155243" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Banner_HFD_Themenwoche_Livestream_2-800x316-630x249.jpg" alt="Banner_HFD_Themenwoche_Livestream_2-800x316" width="630" height="249" /></a></p>
<p>Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ist ein Projekt des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stifterverband_für_die_Deutsche_Wissenschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stifterverbandes</a>, des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Centrum_für_Hochschulentwicklung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Centrums für Hochschulentwicklung</a> und der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hochschulrektorenkonferenz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hochschulrektorenkonferenz</a> und versteht sich Impulsgeber zur Hochschulbildung im digitalen Zeitalter. Vom 21. – 28. September veranstaltet das HFD zusammen mit Partnern wie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, dem Verein Deutscher Ingenieure oder Wikimedia Deutschland zum zweiten Mal eine Themenwoche unter dem diesjährigen Titel „Shaping the Digital Turn“ in Berlin. Im Vorfeld erklärt Programmmanager Sebastian Horndasch das Konzept und die Ziele der Themenwoche.</p>
<h3>politik-digital.de: Herr Horndasch, welche Themen werden dieses Jahr im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen?</h3>
<p>Sebastian Horndasch: Im Mittelpunkt der Themenwoche werden dieses Jahr vor allem die Strategien für Hochschulen im Umgang mit dem digitalen Zeitalter, didaktische Fragen zu neuen Lern- und Lehrmethoden sowie die Studierendenbeteiligung stehen. Einige Veranstaltungen werden aber auch zu konkreten Themen wie Open Science, Data Literacy und der internationalen Zusammenarbeit von Hochschulen im digitalen Bereich stattfinden.</p>
<hr />
<p><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Bei der Befragung der Studierendenschaft, durchgeführt von univativ im November 2017, gaben nur 79% der Befragten an, dass es eine Download-Möglichkeit der Skripte ihrer Vorlesungen gibt und nur 65% gaben an, dass Lernplattformen wie Moodle genutzt werden. Immerhin haben schon 46% der Teilnehmer der Umfrage die Möglichkeit Prüfungsleistungen hochzuladen und 50% können Hochschulzugänge zu Online-Bibliotheken nutzen. Ihre Vorlesungen streamen können  bisher aber nur 14% der Befragten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (</span><a href="https://www.bmbf.de/de/hochschulen-im-digitalen-zeitalter-4436.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">BMBF</span></a><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">) hält zwar fest, dass ausschließlich digitales Lernen ohne Präsenz und Austausch langfristig bei den Wenigsten zur Verbesserung der Leistung führt, jedoch wird vor allem für nicht-traditionell Studierende, die aufgrund familiärer oder beruflicher Pflichten stärker in ihrer zeitlichen und räumlichen Flexibilität eingeschränkt sind, das ortsungebundene Lernen immer wichtiger.</span></p>
<hr />
<h3>Laut einer <a href="https://univativ.com/ch/site/unicensus_details/?id=14&amp;isCompact=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> digitalisieren deutsche Hochschulen nur schleppend. Nur 79% der befragten Studierenden gaben an, dass es eine Download-Möglichkeit der Skripte ihrer Vorlesungen gibt und nur 65% gaben an, dass Lernplattformen wie Moodle genutzt werden. Warum ist es so wichtig, dass sich unsere Hochschulen weiter digitalisieren?</h3>
<p>Digitalisierung ist für sich genommen kein Mehrwert. Wir denken nicht, dass „digital“ unbedingt besser ist. Ein schlechtes Präsenzformat wird digitalisiert im Zweifel sogar noch schlechter.</p>
<p>Unser Punkt: Arbeitswelt und Gesellschaft ändern sich und darauf müssen Hochschulen reagieren. Nur ein Beispiel: Es wird immer weniger wichtig, Fakten auswendig zu lernen – das können Computer viel besser. Wissen auch kreativ schaffen und anwenden zu können, ist dagegen in Zukunft wichtiger denn je. Es ändern sich im Zuge des digitalen Wandels auch die Kompetenzen, die man braucht, um auch in Zukunft noch selbstwirksam leben und arbeiten zu können.</p>
<p>Zudem haben wir heute schlichtweg neue Tools. Wir können heute Menschen, die neben dem Beruf, in Teilzeit oder aus der Distanz lernen wollen, viel bessere Angebote machen. Und wir können Präsenzlehre viel interaktiver und damit motivierender gestalten. Im Inverted Classroom wird zum Beispiel die Vorlesung ins Netz verlagert und in Präsenz arbeiten Lehrende direkt mit Studierenden. Es wäre fahrlässig, diese Möglichkeiten zu ignorieren.</p>
<h3>Das Auftaktthema der Themenwoche widmet sich unter anderem Open Access, also dem freien Zugang zu wissenschaftlichen Materialien. Wie optimistisch sind Sie, das Urheberrecht in diese Richtung verändern zu können? Und worum geht es beim Open Access allgemein?</h3>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"></p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-155250 aligncenter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sebastian-Horndaschcut-195x119.jpeg" alt="Sebastian Horndaschcut" width="164" height="100" /></p>
<p>Sebastian Horndasch arbeitet als Programmmanager für das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und leitet dort die Themenwoche „Shaping the Digital Turn“. Er ist im HFD unter anderem für Themen wie Lebenslanges Lernen, Curriculumentwicklung und Open Science zuständig. Vorher war er bei Wikimedia Deutschland tätig und verantwortete dort die Arbeit zu Open Edcuation Ressources. Sebastian Horndasch hat Bildungsmanagement in Kairo und Ludwigsburg sowie Volkswirtschaftslehre in Nottingham und Erfurt studiert.</p>
<p></div></div>
<p>Dabei geht es um die Frage, wie Hochschulen wissenschaftliche Publikationen für ihre Studierenden bereitstellen, ohne dabei das Urheberrecht zu verletzen. Ich glaube daran, dass sich Open Access auch ohne weitere Reformen des Urheberrechtes ermöglichen lässt, da der Politik, den Hochschulen, aber eben auch den Verlagen klar wird, dass die aktuellen Bezahlformate für wissenschaftliche Publikationen nicht zukunftsgewandt sind. Teilweise wurden sogar schon Fonds gebildet und staatliche Gelder zur Verfügung gestellt, um offenen Zugriff auf wissenschaftliche Arbeiten zu ermöglichen.</p>
<h3>Am Mittwoch, den 26.09, wird unter dem Namen „Bologna goes Digital“ über Möglichkeiten der Internationalisierung bzw. Europäisierung von Fragen der digitalen Entwicklung an Hochschulen diskutiert. Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?</h3>
<p>Wir hoffen, politische Debatten anzustoßen. Es geht um internationale Kooperationsbeziehungen, Studierendenmobilität, aber auch Anerkennungs- und Anrechnungsfragen von Bildungsabschlüssen/-zertifikaten. Nur ein Beispiel: Das Transfer und der Nachweis von Studienleistungen ist heute noch schwierig. Ziel muss sein, dass Unternehmen und Hochschulen europaweit nachvollziehen können, was bisher geleistet wurde. Hierfür gibt es viele gute Lösungsansätze und wir wollen unsere Ideen mit einbringen.</p>
<h3>Eine weitere Veranstaltung wird zum Thema Data Literacy stattfinden. Worum geht es da?</h3>
<p>Dabei geht es um die Fähigkeit, Daten als Information verstehen und einsetzen zu können. Data Literacy ist ein Thema, für das wir ein größeres Bewusstsein schaffen wollen. Wir glauben, dass es in Zukunft kein Fachdisziplin geben wird, in der es nicht notwendig ist, produktiv mit Daten umzugehen. Darauf müssen wir unsere Studierenden jetzt schon vorbereiten. Dabei geht es z.B. um den oder die MedizinerIn, die Daten von Tracking-Armbändern, die Patienten tragen, auswertet oder den oder die GermanistIn, der/die Textmining in der Forschung verwendet. Die Fähigkeit zum produktiven Umgang mit Daten wird unseres Erachtens in Zukunft zu den Grundfertigkeiten in fast allen akademischen Berufen gehören.</p>
<h3>An wen richtet sich die Themenwoche und wer wird daran teilnehmen?</h3>
<p>Dazu zählen vor allem Hochschulangehörige, das heißt Leitungspersonen, Lehrende und Studierende, aber auch EntscheiderInnen in der Bildungspolitik sowie Interessierte aus der Zivilgesellschaft.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/themenwoche-2018" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hochschulforum Digitalisierung</a></p>
<p>Bild des Interviewpartners: © Sebastian Horndasch</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-305x53.png" alt="CC-BY-NC 2.0" width="305" height="53" /></a></p>
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