<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>IBM &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/ibm/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 05 Jun 2020 07:53:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>IBM &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Internet der Dinge – Teil 6: Smart City</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internet-der-dinge-teil-6-smart-city-141395/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/internet-der-dinge-teil-6-smart-city-141395/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Rieder]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2014 10:08:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Das Internet der Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[IoT]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Cities]]></category>
		<category><![CDATA[Anthony Townsend]]></category>
		<category><![CDATA[Confluence]]></category>
		<category><![CDATA[IBM]]></category>
		<category><![CDATA[Masdar City]]></category>
		<category><![CDATA[Public Private Partnership]]></category>
		<category><![CDATA[Santander]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Grid]]></category>
		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Meters]]></category>
		<category><![CDATA[Evgeny Morozov]]></category>
		<category><![CDATA[Songdo]]></category>
		<category><![CDATA[Internet der Dinge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=141395</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Häuser, die selbst das Licht ausmachen, Mülltonnen, die der Stadtreinigung Bescheid geben, wenn sie geleert werden müssen, Elektroautos, die dem Fahrer den Weg zum nächsten freien Parkplatz zeigen, Straßenlaternen, die sich dimmen, wenn niemand in der Nähe ist &#8211; so könnte die Stadt der Zukunft aussehen, wenn man Visionären in der Debatte um Smart Cities glaubt.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der sechste Teil unserer Sommerreihe zum Internet der Dinge beleuchtet, wo Technologie bereits das urbane Leben regiert und fragt, ob schlaue Städte immer auch lebenswerte Städte sind.<br />
Was macht eine Stadt intelligent? Weltweit geistert der Begriff „Smart City“ durch Debatten um die Zukunft städtischen Zusammenlebens und bleibt dabei ähnlich konturlos wie das große Wort „Nachhaltigkeit“. Rio de Janeiro, Chicago, Singapur, Wien und London – sie alle wollen irgendwie smarter werden und verstecken dafür Sensoren in Asphalt und Straßenlaternen oder <a href="http://www.bbc.com/news/technology-22538561">entwickeln Wetterapps für Taxifahrer</a>. So zahlreich und vielfältig die Ideen zu Smart Cities auch sind, sie alle eint derselbe Leitgedanke: Vernetzung und Informationsaustausch im Namen von Effizienz und Klimaschutz. Im Grunde genommen sollen in einer intelligenten Stadt also mit technologischer Hilfe die Lebensqualität der Bewohner verbessert, Mobilität effizienter gestaltet und Ressourcen geschont werden. Die Bike- und Carsharing-Programme, die es mittlerweile in vielen deutschen Städten gibt, sind ein erster, kleiner Schritt in diese Richtung, Smart City will aber wesentlich mehr: ein ganzheitliches Konzept und die totale Vernetzung. Das bedeutet, von Abwasserkanälen über öffentlichen Nahverkehr und das Stromnetz bis hin zu Gebäuden und Autos, könnte bald alles über eine elektronische Schaltzentrale miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt sein.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p>Wie eine von Technologie komplett durchdrungene Stadt aussehen könnte, zeigt sich in Songdo in Südkorea. Etwa 65 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Seoul <a href="http://www.worldfinance.com/inward-investment/could-songdo-be-the-worlds-smartest-city">entsteht dort für 40 Milliarden US-Dollar ein „smarter“ Geschäftsbezirk</a>. Ein spannender Ort, denn in Songdo haben Architekten und Stadtplaner die Gelegenheit genutzt, neue Technologien zu implementieren, die in historisch gewachsenen Städten schwer umzusetzen wären, und alles auf Effizienz und Ressourcenschonung getrimmt. Überall in Gebäuden und Infrastruktur der Stadt sind Sensoren verbaut, die Temperatur, Energieverbrauch oder auch das Verkehrsaufkommen beobachten und regulieren können. Es sind keine Müllautos auf den Straßen zu sehen, stattdessen wird der Abfall durch ein ausgeklügeltes Röhrensystem aus den Gebäuden direkt in eine Sortiereinrichtung gesaugt, wo er aufbereitet, parfümiert und zur Energiegewinnung vorbereitet wird. Die Wasserrohre sind klug genug, noch nutzbares Wasser zurückzuhalten und die Toiletten der Stadt nicht mit Trinkwasser zu spülen. Smart Cards für die Bewohner dienen als Ausweis, Schlüssel und Zahlungsmittel zugleich.<br />
Alles gut durchdacht also und trotzdem bleibt ein Problem: Bisher ist Songdo weitgehend unbewohnt. Zwar scheint der Verkauf von Wohnungen mittlerweile in Gang gekommen zu sein, dennoch werden noch immer <a href="http://www.bbc.com/news/technology-23757738">nur ca. 20 Prozent der verfügbaren Geschäftsflächen genutzt</a>. Ähnlich sieht es in der ehemals hochgepriesenen Vorzeigestadt <a href="http://www.wired.co.uk/magazine/archive/2013/12/features/reality-hits-masdar">Masdar City</a> in Abu Dhabi aus, die ursprünglich für 40.000 Menschen geplant wurde, aber noch immer nahezu unbevölkert ist. Das wirft die Frage auf: Handelt es sich hier nur um Startschwierigkeiten oder sind Technologiekonzerne doch keine so guten Stadtplaner?<br />
Retortenstädte wie Songdo oder Masdar City mit ihrer omnipräsenten Technik sind und bleiben wahrscheinlich Extrembeispiele, doch auch Europa will innovativ sein und auf den Fortschrittszug aufspringen. In historisch gewachsenen Städten werden Smart City-Projekte meist zunächst auf begrenztem Raum getestet, wie beispielsweise <a href="http://www.economie.grandlyon.com/fileadmin/user_upload/fichiers/site_eco/20121121_gl_lyon_smart_community_dp_en.pdf">in Confluence</a>, dem alten Hafenviertel der südostfranzösischen Metropole Lyon. Dort bestimmt Energieeffizienz die Vision von der Smart City. Energieneutrale Gebäude mit Solarpanelen produzieren Strom und liefern ihn über ein Smart Grid dorthin, wo er gerade gebraucht wird. Eine Flotte von Elektroautos steht auf den Straßen bereit und über Smart Meter, also intelligente Zähler, wird der Energie- und Wasserverbrauch im Stadtteil erfasst und analysiert. So kann nicht nur die Stadtverwaltung den Energiekonsum besser prognostizieren, sondern auch jeder Bewohner seinen Ressourcenverbrauch selbst optimieren.<br />
Die nordspanische Hafenstadt Santander betreibt mit EU-Fördermitteln hingegen gleich einen großangelegten Smart City-Versuch. In der Stadt sind <a href="http://www.smartsantander.eu/index.php/testbeds/item/132-santander-summary">im Asphalt, an Straßenlaternen und auf Bussen und Taxis</a> 12.000 Sensoren verteilt, die Verkehrsaufkommen, Feinstaubbelastung und freie Parkplätze registrieren und an ein zentrales Kommandozentrum schicken. Dort kann dann die Straßenbeleuchtung gedimmt oder die Straßenreinigung zu vollen Mülleimern geschickt werden. Die Bewohner der Stadt können viele der Daten direkt über eine App abrufen und zudem selbst<a href="http://www.npr.org/blogs/parallels/2013/06/04/188370672/Sensors-Transform-Old-Spanish-Port-Into-New-Smart-City"> zur Verbesserung des Stadtbildes beitragen</a>, indem sie Schlaglöcher oder kaputte Straßenlaternen melden.<br />
Während das Prinzip der Smart City im Ausland bereits kräftig ausprobiert wird, sind deutsche Städte bisher eher zurückhaltend, was den Umbau von traditionellen zu intelligenten Städten angeht. In Stadtmarketingbroschüren und auf Diskussionsveranstaltungen ist „Smart City“ ein gern verwendeter Begriffe, generell scheint jedoch vorsichtiges Abwarten die Devise zu sein. Immerhin <a href="http://www.smartcity-cologne.de/">Köln</a> und <a href="http://www.hamburg.de/smart-city/">Hamburg </a>haben kürzlich erste Projekte zu dem Thema gestartet.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Die deutsche Skepsis in allen Ehren, aber es gibt gute Gründe, warum ein wenig Innovationsgeist in Stadtverwaltungen durchaus angebracht wäre. Seit 2008 leben <a href="http://www.der-deutsche-innovationspreis.de/das-aktuelle/einzelansicht/article/studie-die-smart-city-kommt-in-15-jahren.html">mehr als 50 Prozent der Menschheit in urbanen Ballungszentren</a>, in Europa sind es bereits zwei Drittel der Bevölkerung. Bevölkerungswachstum und Urbanisierung bringen viele Herausforderungen mit sich und zwingen uns langfristig zu einem verantwortungsvolleren Ressourcenmanagement. Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in die Infrastruktur einer Stadt kann dabei helfen, innovative Lösungen für Mobilität, Verwaltung und öffentliche Sicherheit zu finden und viele städtische Probleme effizienter und schneller zu lösen. Vor allem aber bietet der Einsatz neuer Technologien die Chance, Verwaltungsprozesse transparenter zu gestalten, behördliches Arbeiten besser zu koordinieren und interaktiv mit den Bürgern zu kommunizieren. Smart City-Technologien bergen also einiges Potential, das städtische Leben ein wenig leichter zu machen – und sei es nur, dass eine App uns sagt, wann der Bus Verspätung hat oder der Strom am günstigsten ist.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Allerdings ist auch in der Smart City-Debatte nicht alles Gold, was glänzt. Kritiker des Konzepts wie <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/silicon-demokratie/evgeny-morozov-wir-brauchen-intelligente-doerfer-13030870.html">Evgeny Morozov</a> monieren, der Hype um schlaue Städte sei von internationalen Technologiekonzernen wie IBM, Cisco und Siemens geschaffen worden, die uns vorgaukelten, für jedes Problem im urbanen Raum gebe es eine technische Lösung, um teure Produkte an innovationshungrige Stadtverwaltungen zu verkaufen. Und tatsächlich fällt auf, dass die meisten Smart City Projekte im Rahmen einer Public Private Partnership mit großen Unternehmen umgesetzt werden. IBM beispielsweise ist nicht nur an mehr als 2.500 Smart City-Projekten weltweit beteiligt, sondern hat sich auch den <a href="http://www.ibm.com/legal/us/en/copytrade.shtml#section-S">Begriff „Smarter Cities“ schützen lassen</a>. Das ist insofern problematisch, als es, auch wenn IBM mit dem vermessen anmutenden Spruch „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Ct544iR9JJM">Let&#8217;s build a smarter planet, city by city“</a> wirbt, beim Smart City-Konzept eben nicht nur um verbesserten Nahverkehr oder nachhaltigeres Wohnen geht, sondern auch um das Sammeln riesiger Datenmengen.<br />
Die Möglichkeiten, die sich aus Big Data rund um Städte ergeben, kann man euphorisch feiern, wie <a href="http://www.theguardian.com/smarter-cities/transforming-tomorrow">Drew Hemmend</a>, Leiter des britischen Thinktanks FutureEverything. Er frohlockt, die Datenfülle ermögliche es in Echtzeit, alles über die Menschen und Dinge um uns herauszufinden, und könne nicht nur innovative Apps und Dienstleistungen inspirieren, sondern auch neue Wege des Zusammenlebens hervorbringen. Man kann die Bündelung riesiger Datenmengen in einer Hand aber auch kritischer betrachten, denn eine totale Vernetzung aller Bereiche städtischen Lebens bietet natürlich das Potential totaler Überwachung. Energieverbrauchsdaten aus Häusern und Wohnungen könnten verraten, wann wir zuhause sind und welche Geräte wir verwenden; mithilfe von Nutzerdaten aus Carsharing oder öffentlichem Nahverkehr lassen sich Bewegungsprofile erstellen; und SmartCards als personalisiertes Zahlungsmittel, Bahnticket und Haustürschlüssel würden unsere gesamten Konsum- und Lebensgewohnheiten offenbaren.<br />
In den USA rebellieren bereits zahlreiche Bürger <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/anti-smart-meter-bewegung-widerstand-gegen-intelligente-stromzaehler-a-984085.html">gegen den Zwangseinbau von Smart Meters</a><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;">,</span></span> und auch wir sollten darüber nachdenken, ob Big Data aus unseren Städten wirklich am besten bei Großkonzernen aufgehoben ist. Anthony Townsend, Zukunftsforscher und Autor des Buches „Smart Cities“, warnt davor, mit den Infrastrukturdaten<a href="http://www.npr.org/blogs/alltechconsidered/2013/07/18/200792512/DG-TOWNSEND"> das „Gehirn der Stadt“ an kommerzielle Unternehmen outzusourcen</a>, denn mit der Realisierung des Smart City-Prinzips könnten Städte und vor allem ihre Bürger nicht vor Missbrauch und der unkontrollierten Verwendung dieser Daten geschützt werden.<br />
In der Tat werfen die Public Private Partnerships, im Rahmen derer die meisten Smart City-Projekte durchgesetzt werden, zahlreiche Fragen auf &#8211; nicht nur danach, für welche Zwecke die Unternehmen die gesammelten Daten nutzen, sondern auch danach, was passiert, wenn der private Partner insolvent wird oder sich einer der Beteiligten aus dem Projekt zurückziehen will. Ist ein Betreiberwechsel einfach möglich, wenn die gesamte Smart City-Technologie einer Stadt von einer einzigen Firma stammt?<br />
Neben den berechtigten Sorgen um Datenschutz und Privatsphäre stellt sich in der Smart City-Debatte allerdings noch eine viel grundsätzlichere Frage: Ist eine smarte Stadt überhaupt wünschenswert, wenn intelligent gleichbedeutend mit effizienzoptimiert ist? Sind Perfektion und allgegenwärtige Kontrolle nicht der Tod urbanen Lebensgefühls? Wenn Effizienz und digitale Vernetzung zum alleinigen Leitmotiv im Städtebau werden, entscheiden Stadtplaner, was sich wo entwickeln darf. Das städtische Leben wird aus einer großen Kommandozentrale heraus gesteuert, jede Aktivität hat einen vorgesehen Ort, alles ist koordiniert und wohldurchdacht. Lebt eine lebendige Stadt aber nicht von Kreativität, persönlichen Freiheiten, Chaos und dem Versprechen, dass potentiell alles passieren kann? Anomalien und Effizienzlücken schaffen Raum für neue Ideen. Wenn aber alles in geregelten Bahnen fließt und Menschen nur aus einer festgelegten Reihe an möglichst effizienten Optionen auswählen können, regiert Passivität.<br />
Anthony Townsend beklagt, einige Menschen betrachteten Städte wie Rennautos, die man bis ins kleinste Detail justieren kann, und verlören dabei die Bürger aus den Augen. Und tatsächlich wird die Smart City-Debatte von Diskussionen über die neuesten, effizientesten und innovativsten Technologien regiert. Der Mensch und die sozialen Komponenten urbanen Lebens bleiben häufig außen vor. Dabei werden die drängendsten Probleme angesichts der stetig wachsenden städtischen Bevölkerung vermutlich nicht technischer, sondern vorwiegend sozialer Natur sein.<br />
Deshalb muss uns bei aller Euphorie über Smart Cities bewusst werden, dass intelligente Städte kein Abbild der Technologieportfolios großer Unternehmen sein sollten. Eine smarte Stadt ist eine Stadt, die Menschen eine hohe Lebensqualität bietet und dabei ökologisch verantwortungsvoll ist. Für die Entwicklung intelligenter Städte braucht es deshalb individuelle Konzepte, die die Bürger mit einbinden, und keine Marketingbegriffe. Stadtplaner und Politiker dürfen sich nicht auf technische Universallösungen verlassen, sondern müssen moderne Wege für ein faires gesellschaftliches Zusammenleben im urbanen Raum suchen. Nicht ohne Grund stehen viele der smarten Retortenstädte leer. Denn schlaue Städte sind gut, aber niemand mag Streber.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a></strong><strong><em>Teil 4</em></strong>: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/"><strong>Smart Cars</strong></a><br />
<strong><em>Teil 5</em></strong>: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/"><strong>Smart Country</strong><br />
</a><em><strong>Teil 6: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/"><em><strong>Smart City</strong></em></a><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em><br />
Teasergrafik: <a href="https://www.flickr.com/photos/34547181@N00/13433043214">Philippe Put</a></p>
<div id="stcpDiv"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></div>
<!-- &#091;if gte mso 9&#093;&gt;-->
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/internet-der-dinge-teil-6-smart-city-141395/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf dem Linux-Weg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-open_source-linux-shtml-2401/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-open_source-linux-shtml-2401/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[rfuchs]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium des Innern]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schwäbisch Hall]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[IBM]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Software]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Monopol]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/egovernment-open_source-linux-shtml-2401/</guid>

					<description><![CDATA[
                    Bundesinnenministerium und IBM bereiten deutsche Behörden auf die Linux-Welt vor. Deutschland solle zur führenden Linux-Nation werden. München macht es vor, wer zieht nach? Freie Software in der Verwaltung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesinnenministerium und IBM bereiten deutsche Behörden auf die Linux-Welt vor. Deutschland solle zur führenden Linux-Nation werden. München macht es vor, wer zieht nach? Freie Software in der Verwaltung.<!--break-->
                  </p>
<p>Auf dem LinuxTag, dem größten Branchen-Treffen in Europa, haben das Bundesministerium des Innern und IBM Deutschland nach einjähriger Partnerschaft einen Migrationsleitfaden herausgebracht, der die öffentlichen Verwaltungen des Bundes, der Länder und Gemeinden ins Linux-Zeitalter bringen soll. Das 440 Seiten starke Werk will jene Behörden unterstützen, die ihre Betriebssysteme von der „Monokultur“ Microsoft auf das quelloffene Betriebssystem Linux umstellen wollen.</p>
<p>
                  <strong>Linux-Nation Deutschland</strong><br />
                  <br />Das Vorhaben &#8220;Open-Source-Software für die Verwaltung&#8221; sei sehr gut angelaufen. Ein Jahr nach Abschluss des Kooperationsabkommens zwischen dem Bundesinnenministerium (BMI) und IBM zur Förderung von Open-Source-Software in der Verwaltung hätten bereits über 500 Behörden aus Bund, Ländern und Gemeinden einen Antrag gestellt, dem Rahmenvertrag beizutreten. Diese positive Bilanz zogen Bundesinnenminister Otto Schily anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin Ende Juni 2003 mit dem IBM-Aufsichtsratsvorsitzenden Erwin Staudt.</p>
<p>„Wir sind drauf und dran, Deutschland zur führenden Linux-Nation zu machen“, sagte Erwin Staudt. Und geht es nach dem Willen von Staudt und Innenminister Schily, den Schirmherren des Kooperationsabkommens, sollen die öffentlichen Verwaltungen bei diesem Prozess eine Schlüsselrolle einnehmen. Beide teilen dabei die Überzeugung, dass die „IT Großmacht“ Deutschland weder in der Erstellung von Hardware, noch in der Programmierung von Software eine Chance gegen die internationale Konkurrenz habe. Nur auf dem Gebiet der Anwendung gäbe es großes Potential für Entwicklungen „Made in Germany“. In einem breiten Anwendungsbereich wie den Verwaltungsstrukturen der öffentlichen Hand sollen deshalb wichtige Lernerfolge erzielt werden, um Linux auch für andere Nutzerkreise im Privatbereich attraktiver zu machen.</p>
<p>
                  <strong>Linux-Vorteile</strong><br />
                  <br />Dabei sind die Vorteile, die für eine Migration von Microsoft auf LINUX sprechen, für Schily und Staudt bestechend. Linux habe sich innerhalb weniger Jahre zu einer der vertrauenswürdigsten Open-Source Softwareprodukte entwickelt. Wenn heute sogar die New Yorker Börse auf das nicht patentierte Betriebssystem umsteige, so zeige das nach Schily eindeutig die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung des Projekts. Das Linux die mit Abstand größten Zuwachsraten unter Betriebssystemen weltweit verzeichne, könne diese Aussage noch bekräftigen, meinte Staudt. Darüber hinaus stehen die finanziellen Anreize im Vordergrund: Schily erhofft sich nach einer Umstellung großer Teile der deutschen Verwaltungen ungeahnte Einsparungspotentiale, weil teure Lizenz-Abkommen mit dem bisherigen Monopolisten Microsoft der Vergangenheit angehören würden. Ein übergeordnetes Ziel der Politik sei es dabei, „Monopolstrukturen aufzubrechen“ und Wettbewerb in die Betriebssystem-Landschaft zu bringen. Auf die Frage, ob Microsoft aus den Amtsstuben gänzlich verdrängt werden solle, antwortete Schily aber diplomatisch: „Es geht um die Freiheit des Wählen könnens“.</p>
<p>In jedem Falle aber verbessert Linux die Verhandlungsposition von Bund, Länder und Gemeinden und verleiht mehr Spielraum um den Software-Giganten Microsoft zu finanziellen Zugeständnissen zu bewegen. Erstes Anzeichen der Nervosität von Microsoft war deshalb der Besuch von Microsoft-Chef Steve Ballmer, der kurz vor der Entscheidung in München, mit welchem Betriebssystem die 14 000 kommunalen Computer künftig laufen sollen, versuchte, das Stadtoberhaupt Christian Ude zum Umdenken zu bewegen. Vergeblich, denn medienwirksam wurde die Entscheidung Münchens für Linux zu einer weltweit beachteten Niederlage für Microsoft. Ein weiterer Erfolg für die Linux Befürworter war die Entscheidung der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall, sich gänzlich auf Linux im Bereich der Verwaltung zu verlassen. „Die Entscheidung von Schwäbisch Hall, als erste Stadt Europas und im Rahmen dieser Vereinbarung (dem Kooperationsabkommen zwischen BMI und IBM, Anm. der Redaktion) auf eine vollständig Linux-basierte IT-Infrastrukur zu setzen, sowie das ‚Ja’ von München zur freien Software setzen Zeichen, die den Erfolg der Vereinbarung weiter beflügeln“, sagte Staudt.</p>
<p>Doch ist sich „Linux-Land“ Deutschland in keinem Fall einig. Frankfurt am Main verlängerte demonstrativ seinen Rahmenvertrag mit Microsoft, um auch für die nächsten Jahre garantierte Preise und Vergünstigungen vom Software-Giganten zu erhalten. Für Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) stand bei dieser Entscheidung vor allem der Gedanke der Planungssicherheit Pate. Microsoft garantiere Fixpreise pro PC sowie feste Jahresraten und würde so die Verwaltung von Preisschwankungen unabhängiger machen. Ebenso argumentiert auch Microsoft Deutschland, die vor den versteckten Mehrkosten einer Linux gestützten EDV warnen. &#8220;Die Anbieter werden sich das zusätzliche Geschäft nicht entgehen lassen, das sie mit dem Verkauf von Systemen und Services erzielen, die es ihren Kunden ermöglichen, ihr Linux-System in die bestehenden Anwendungen zu integrieren&#8221;, warnt<br />
                  <a href="http://www.microsoft.com/germany/ms/business/retail/linux.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mary Hubley</a>, Analystin bei Gartner.</p>
<p>
                  <strong>Linux Geburtshelfer</strong><br />
                  <br />Gegen diese Bedenken soll der vorgestellte Migrationsleitfaden Geburtshelfer für mehr Open-Source-Software in den Verwaltungen sein, gibt er doch einen detaillierten Überblick, welche verschiedenen Migrationspfade Behörden wählen können, um Windows NT-gestützte Netzwerke reibungslos auf Linux umzustellen. 500 Behörden aus Bund, Länder und Gemeinden haben diesen Schritt bereits angedacht oder verwirklicht und haben einen Antrag auf Beitritt zum Kooperations-Rahmenvertrag gestellt, berichtet das Innenministerium. Das BMI und IBM Deutschland bieten den willigen Behörden dabei besonders gute Umstiegskonditionen beim Bezug von PCs und Servern und gezielte Schulungen des Verwaltungs-Personals durch IBM an. Viel diskutiert wird seit der Münchener Pro-Linux-Entscheidung von Experten eine mögliche Signalwirkung. Denn bereits kurz nach dem Fall München scheint auch Stuttgart als zweite deutsche Großstadt den Linux-Schritt zu wagen. Weitere Nachahmungstäter dürften in Kürze folgen. Das Rennen um die Erneuerung der IT-Infrastruktur der Verwaltungen und für die Einführung von E-Government hat begonnen.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 21.08.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-open_source-linux-shtml-2401/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Das Internet ist keine Modeerscheinung&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotdas_internet_ist_keine_modeerscheinungquot-392/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotdas_internet_ist_keine_modeerscheinungquot-392/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin Staudt]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[IBM]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/quotdas_internet_ist_keine_modeerscheinungquot-392/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Erwin Staudt im Chat mit politik-digital und stern.de am 21. Dezember 2000</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Erwin Staudt im Chat mit politik-digital und stern.de am 21. Dezember 2000</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Mann muss es wissen: als Vorsitzender der Initiative D21 und Chef von IBM Deutschland kennt Erwin Staudt die Bedeutung und<br />
das Potential des Internets ganz genau. Deshalb hat er auch die <a href="http://www.initiatived21.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Initiative<br />
D21</a><br />
ins Leben gerufen: &quot;Vor rund 2 Jahren, als ich in den Statistiken<br />
gesehen habe, dass Deutschland am Schwanz der Internet-Entwicklung<br />
hängt&quot; beschloß<br />
der Top-Manager, dass etwas passieren muss.&quot;Die Langsamkeit der<br />
Deutschen im Internet ist bedingt durch die Stärke unserer<br />
traditionellen Wirtschaft&quot; erklärte Staudt<br />
den Usern und verwies auf die Rolle von Wirtschaft und Politik als<br />
Impulsgeber für die Entwicklung des Netzes.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Erwin Staudt wurde im Chat mit<br />
Fragen zu Wirtschaft, Politik und Internet regelrecht bombadiert.<br />
Auch Grundlegendes kam zur Sprache. Staudt erklärte, wofür IBM steht<br />
und nannte bereitwillig den Erfinder des Internets:&quot;Al Gore. ;-)&quot;.<br />
Auf die digitale Innovationsfreude der Bundesregierung angesprochen,<br />
äußerte Staudt sich lobend: &quot;inzwischen arbeitet die Regierung massiv<br />
mit D21 zusammen und das Thema ist ganz oben auf der Agenda&quot;. Und<br />
obwohl Staudt weiterhin Aufholbedarf<br />
für die Deutschen im Internet sieht, fand er auch lobende Worte:&quot;In der<br />
Übertragungstechnik gehören wir in der Tat zu den Besseren. Auch beim<br />
Mobile Business.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Optimistisch sieht der<br />
IBM-Manager die Zukunft des eCommerce: Die Aussichten seien<br />
&quot;sagenhaft&quot;,<br />
so Staudt &quot;Ich rechne damit, dass sich der e-commerce-Umsatz in den<br />
nächsten 3 Jahren um Faktor 400 vermehren wird&quot;. Aufholbedarf bestehe<br />
vor allem in der &quot;gesellschaftlichen Akzeptanz, Schulen und in der<br />
öffentliche Verwaltung&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den im Chat anwesenden Skeptikern des digitalen Zeitalters hatte Staudt gute Argumente entgegenzusetzten.<br />
Das Internet sei nicht nur ein Spaßmedium: &quot;es geht doch hier nicht nur um Unterhaltung sondern<br />
darum, dass Internet als Informations- und Qualifizierungsinstrument zu nutzen.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zahlreiche User wollten von<br />
Staudt wissen, wann das Internet endlich schneller und billiger werden<br />
wird.<br />
Staudt riet zur Geduld: &quot;Nicht aufgeben. Wir sind auf dem richtigen<br />
Weg.&quot; Der Internetzugang habe sich im<br />
letzten Jahr stark vergünstigt und die Flatrates werden weiter dazu<br />
beitragen.&quot;<br />
Für die Software-Zukunft fand Staudt klare Worte:&quot;Wir haben alle unsere<br />
Server linuxfähig gemacht&quot;. Und auf die<br />
Frage, ob er im Internetumfeld auf &quot;Bill oder Linux&quot; setzen würde, gab<br />
Staudt seinen Tipp unumwunden ab: &quot;Linux. Ist doch klar!&quot;. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/news/chat/2000/12/15/chat_staudt.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">hier</a></b>.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotdas_internet_ist_keine_modeerscheinungquot-392/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#034;Durch diese Gesellschaft muss ein Ruck gehen&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/durch_diese_gesellschaft_muss_ein_ruck_gehen-634/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/durch_diese_gesellschaft_muss_ein_ruck_gehen-634/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jschroeder]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 1970 00:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Kircher]]></category>
		<category><![CDATA[IBM]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/durch_diese_gesellschaft_muss_ein_ruck_gehen-634/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
&#34;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&#34; - meint Herbert Kircher,
Entwicklungschef der <a href="http://www.de.ibm.com/">IBM Deutschland</a>. Doch er und seine Firma möchten diesen Zustand ändern: IBM ist eines der
Gründungsunternehmen der <a href="http://www.initiatived21.de/">
Initiative D21</a>, der mittlerweile etwa hundert namhafte Unternehmen angehören.
politik-digital sprach mit Herbert Kircher über die Ziele dieser Initiative, seine Erwartungen
an die Politik und seine Vision von Demokratie im Informationszeitalter.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
&quot;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&quot; &#8211; meint Herbert Kircher,<br />
Entwicklungschef der <a href="http://www.de.ibm.com/">IBM Deutschland</a>. Doch er und seine Firma möchten diesen Zustand ändern: IBM ist eines der<br />
Gründungsunternehmen der <a href="http://www.initiatived21.de/"><br />
Initiative D21</a>, der mittlerweile etwa hundert namhafte Unternehmen angehören.<br />
politik-digital sprach mit Herbert Kircher über die Ziele dieser Initiative, seine Erwartungen<br />
an die Politik und seine Vision von Demokratie im Informationszeitalter.</span><!--break--></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/kircher/images/kircher_kl2.jpg" alt="Initiative D21" border="1" height="158" hspace="0" vspace="0" width="117" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Herbert Kircher</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Herr Kircher, im Interview mit online today sagten Sie:<br />
&quot;Die Politiker sehen keine Notwendigkeit, sich um das Internet zu kümmern&quot;. Welche Gründe<br />
sprechen Ihrer Meinung<br />
nach dafür, dass die Politik sich stärker mit diesem Thema auseinandersetzen sollte?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Ich möchte hier nicht einseitig die Politiker auf der Anklagebank sehen.<br />
Die zum Teil heute noch geringe Akzeptanz der modernen Informations- und<br />
Kommunikationstechnologie ist in unserem Land ein gesellschaftliches Phänomen,an<br />
dem auch die Hochgebildeten unserer Gesellschaft nicht unschuldig sind.<br />
Gerade die Hochgebildeten stehen hierzulande der Technik als solcher mit besonders<br />
großen Vorbehalten gegenüber. Diese Gruppe tritt nicht selten eher als Bremser auf.<br />
Wer über etwas lamentiert, braucht sich schließlich nicht zu ändern. Doch Änderung<br />
tut not. Denn die weltweite informationstechnologische Vernetzung gibt dem sogenannten<br />
info age eine globale Dimension. Die aktive Nutzung von moderner Informations- und<br />
Kommunikationstechnologie in allen Bereichen unserer Gesellschaft entscheidet in Zukunft<br />
über viele neue und sichere Arbeitsplätze. Im internationalen Vergleich ist offensichtlich,<br />
daß Deutschland beim Übergang in die Informationsgesellschaft nicht zu den führenden Nationen<br />
zählt und sogar weiter an Boden verliert. Das zeigen einige wichtige Kennzahlen:<br />
Laut Fachverband Informationstechnik betrugen die Pro-Kopf-Ausgaben für Informations- und<br />
Telekommunikations-Technik (IuK) 1998 in der Schweiz 3.985 DM, in Dänemark 3.061 DM,<br />
in Schweden 2.994 DM, in Großbritannien 2.463 DM, in Frankreich 2.134 DM, in Deutschland<br />
nur 2.096 DM. Ein anderes Beispiel ist die Zahl der Internet-Nutzer. Nach Angaben des<br />
Fachverbandes Informationstechnik wird die Zahl der Internet-Nutzer in Westeuropa von 24<br />
Millionen in 1997 auf über 66 Millionen im Jahre 2001 steigen. Aussagekräftiger sind<br />
entsprechende Prozentwerte im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen: 1998 lag Deutschland<br />
bei 9 %. Im Vergleich dazu lagen Frankreich bei 13 %, Großbritannien bei 14 % und die<br />
USA bei 27 %. Diese Zahlen sollen bis 2001 auf ca. 20 % für Deutschland, 21 % für<br />
Großbritannien, 21,5 % für Frankreich und knapp 40 % für die USA steigen. Einer Steigerung<br />
in Deutschland 1998 gegenüber 1997 um drei Prozentpunkte stehen Zahlen für Großbritannien<br />
um sechs Punkte und für die USA um neun Punkte gegenüber.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Was erwarten Sie konkret von der Politik?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Deutschland fehlt eine übergreifende Strategie für den Übergang<br />
ins Informationszeitalter. Es gibt seitens der deutschen Politik heute keine<br />
passende Antwort auf die Frage, wie wir die Chancen der Informationstechnologie nutzen<br />
oder wie wir mit den Risiken umgehen. Eine andere Frage ist, was auf der Grundlage von<br />
demokratischer Grundordnung und sozialer Marktwirtschaft wünschenswert ist. Was müssen<br />
welche gesellschaftlichen Gruppen eigeninitiativ unternehmen, um möglichst viele Chancen<br />
zu realisieren? Welche politischen, gesellschaftlichen und legislativen Rahmenbedingungen<br />
sind gefordert?<br />
Wir brauchen einen Plan für den Aufbau der Informationsgesellschaft in Deutschland.<br />
Keine gesellschaftliche Gruppe kann dies alleine leisten. Der Bundesregierung kommt<br />
die herausragende Rolle zu, wenn es darum geht, diesen Wandel zu moderieren und aktiv zu<br />
gestalten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Was genau tut IBM, um Einfluß auf die Politik zu nehmen,<br />
damit sich die Verhältnisse in Deutschland verbessern?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Die IBM Deutschland hat die branchenübergreifende Initiative D21<br />
ins Leben gerufen. Unserem Gründungsaufruf haben sich inzwischen mehr als 100<br />
Chefs namhafter Unternehmen angeschlossen.<br />
Am 27. Juli 1999 wurde in Stuttgart von 27 Gründungsmitgliedern die &quot;Initiative D21 e.V.&quot;<br />
ins Leben gerufen. Neben IBM gehören zu den Gründungsmitgliedern unter anderem Alcatel SEL,<br />
AOK Baden-Württemberg, Arthur D. Little, Canto Software AG, debis, Dresdner Bank,<br />
Hewlett-Packard, Siemens und Preussag. Zum Vorsitzenden der Initiative wurde Erwin Staudt,<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, gewählt. Sitz des Fördervereins<br />
Initiative D21 ist Berlin. Der Ehrenvorsitz soll dem früheren Bundespräsidenten Roman Herzog<br />
angetragen werden. Zur Übernahme des Beiratsvorsitz hat sich Bundeskanzler Schröder (SPD)<br />
bereiterklärt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> IBM ist Teil der Initiative D21. Welche Ziele hat diese Initiative,<br />
und wie sollen diese Ziele erreicht werden?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Wir, die Mitglieder der Initiative D21 fordern die Bundesregierung auf,<br />
dem Thema Informationsgesellschaft  höchste Priorität einzuräumen. Wir fordern die<br />
Bundesregierung auf, mit wegweisenden Projekten selbst eine Vorreiterrolle einzunehmen.<br />
Wir fordern die Bundesregierung auf, die gesetzlich-regulatorischen  Rahmenbedingungen<br />
so zu gestalten, daß sie sich vorteilhaft auswirken. Die Initiative D21 ist bereit, die<br />
Bundesregierung bei diesen Vorhaben zu unterstützen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Worum geht es bei den Gesprächen der Initiative D21 mit dem Kanzleramt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Als Leitfaden für die Kooperation zwischen Politik und Wirtschaft hat sich D21 vier zentrale Ziele gesetzt:<br />
</span>
</p>
<ol>
	<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<li>Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entwickeln optimale<br />
	Rahmenbedingungen für den Wandel ins Informationszeitalter.</li>
<li>Der Staat und seine Einrichtungen sind Vorbild bei der Nutzung moderner<br />
	Technologien.</li>
<li>Bildung und Qualifikation sind Grundlage für Leben, Arbeiten und die<br />
	Wertschöpfung in der Wissensgesellschaft.</li>
<li>Staat und Wirtschaft fördern die Akzeptanz von Technik und den neuen<br />
	Informations- und Kommunikationstechnologien.<br />
	In den Gesprächen mit dem Kanzleramt geht es um die Umsetzung dieser Ziele.
	</li>
<p></span>
</ol>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Die USA haben Al Gore, Deutschland hat&#8230;? Welche Politiker machen sich<br />
Ihrer Meinung nach in Deutschland für die Neuen Medien stark, bzw.<br />
gibt es bestimmte Politiker, von denen Sie diesbezüglich besonders enttäuscht sind?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Es geht nicht darum, ob einzelne Politiker mehr oder weniger viel<br />
für die Informationsgesellschaft tun. Durch diese Gesellschaft muß ein Ruck gehen.<br />
Noch einmal: Auch viele von den sogenannten Multiplikatoren, Hochgebildete, selbst<br />
Journalisten, stehen den neuen Medien immer noch reserviert gegenüber. Dabei müssen<br />
vor allem diese Gruppen eine Vorreiterrolle übernehmen, wenn es darum geht, die Chancen<br />
der Informations- und Kommunikationstechnologie zu erkennen und zu kommunizieren, nur so<br />
lassen sich breite Bevölkerungsschichten gewinnen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Beschreiben Sie Ihre Vision von Deutschland im 21. Jahrhundert, und wie stellen<br />
Sie sich zum Beispiel die Demokratie in 5 Jahren vor?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Herbert Kircher</b>: Ich sehe vor allem die Chancen, die das Internet einer Demokratie bietet.<br />
Diktaturen haben es im Informationszeitalter immer schwerer, zu überleben. Vor fünfzig<br />
Jahren konnten in Deutschland Printmedien, aber auch der Rundfunk, leicht kontrolliert<br />
werden, kritische Blätter wurden verboten und der Bevölkerung vorenthalten.<br />
Heute und in Zukunft kann über das World Wide Web jeder mit jedem kommunizieren und<br />
interagieren. Die Welt wird zum globalen Dorf, auf dessen Marktplatz Menschen aus den<br />
verschiedensten Kulturen und Völkern zusammenarbeiten, Güter und Dienstleistungen produzieren,<br />
Handel treiben, und nicht zuletzt Informationen und Wissen austauschen und verarbeiten.<br />
Dazu kommen Mobiltelefone, die Möglichkeit via Satellitenantenne Fernsehsendungen aus<br />
der ganzen Welt zu empfangen. Eine Diktatur ist dank der modernen Informationstechnologie<br />
schon heute kaum noch in der Lage zu verhindern, daß sich die Bevölkerung aus den<br />
verschiedensten Quellen informiert und diese Informationen untereinander oder weltweit<br />
austauscht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Vielen Dank für das Gespräch.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führte Jana Schröder.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/uncategorized/durch_diese_gesellschaft_muss_ein_ruck_gehen-634/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
