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	<title>Internet der Dinge &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Internet der Dinge &#8211; politik-digital</title>
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		<title>New Mobility, IoT &#038; Industrie 4.0: NKF-Summit Vol. 5</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karina Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2019 10:37:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Am 8. März 2019 findet in Dresden der fünfte NKF Summit zum Thema Digitale Transformation statt. In Vorträgen, Panels und Ausstellungen informiert die Konferenz über aktuelle Trends der Schwerpunktthemen Internet der Dinge und Industrie 4.0.</p>
<p>Auch bei dem Dresden-Summit steht die Möglichkeit zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch zwischen Corporates, Mittelständlern, Investoren und Startups im Mittelpunkt. Wie im vergangenen Jahr, begleitet politik-digital.de den Summit als Medienpartner.</p>
<p>Die Veranstaltung in der Gläsernen Manufaktur richtet sich an Unternehmen, die Impulse für die erfolgreiche Digitale Transformation suchen. Ziel ist die Verbindung von Corporates, Mittelständlern und Startups durch Vorträge, Best Practices und Matching Sessions. Panel-Diskussionen und Fallstudien zeigen Beispiele, wie Unternehmen zukunftsfähige Konzepte für die Digitale Transformation entwickeln. Zu den <a href="https://nkf-summit.com/vol5/speaker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Speakern</a> zählen unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Ökonom und Autor Benedikt Herles, Finn Händel von Movinga, Gunnar Froh von Wunder Mobility und Sebastian Signer von Urmo.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://nkf-summit.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NKF Media </a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div>
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		<title>Digitale Lösungen in Entwicklungsländern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Schwenk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Mar 2016 09:43:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Internet der Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungsländer]]></category>
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					<description><![CDATA[Neue Technologien steigern den Anbau von Nahrungsmitteln in afrikanischen Ländern. Eine immer größere Rolle neben Apps spielt hierbei das Internet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/BauermitHandy-Ken-Banks-Kiwanja.net-CC-BY-SA-2.0-via-flickr1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148738 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/BauermitHandy-Ken-Banks-Kiwanja.net-CC-BY-SA-2.0-via-flickr1.jpg" alt="BauermitHandy-Ken Banks, Kiwanja.net-CC-BY-SA 2.0-via flickr" width="640" height="280" /></a></p>
<p>Neue Technologien steigern den Anbau von Nahrungsmitteln in afrikanischen Ländern. Eine immer größere Rolle neben Apps spielt hierbei das Internet der Dinge.</p>
<p>Bis 2050 sollen laut Berechnungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen 9,1 Milliarden Menschen auf der Erde leben, allein für die Regionen der Subsahara wird ein Bevölkerungswachstum von 108% vorausgesagt. Diese Menschen gilt es dann auch zu ernähren, dabei können Technologien unterstützend wirken. Hierzu gibt es drei große Trends in Entwicklungsländern. Erstens: Wissen vermitteln, um den Anbau effizienter zu machen. Zweitens: Durch Crowdfunding Projekte die Finanzierung sichern. Und Drittens: Versicherungen, um Erträge zu sichern. Alle drei Trends basieren darauf, dass auch stark rurale Gebiete immer mehr Mobilfunknetze haben. Bis 2020 soll bereits knapp die Hälfte der Bevölkerung der Subsahara eine Mobilfunkverbindung haben.</p>
<h3>Trend #1: Wissen ist Macht</h3>
<p>Das einfachste Mittel zur Kommunikation in entlegenen Gegenden ist das Handy. Über das Handy bekommen die Bauern Informationen, wie zum Beispiel den aktuellen Marktpreis ihres Gutes. Oft sind die Bauern nicht in der Lage, selbst auf Märkten ihre Waren anzubieten, sondern verkaufen sie an einen Händler, der sie am Markt weiterverkauft. Dabei waren die Bauern lange auf die Ehrlichkeit und das Wissen der Händler angewiesen und konnten selbst nicht kontrollieren, für wie viel Geld ihr Produkt weiterverkauft wurde. Dank der Informationen über den Marktpreis können die Bauern in faire Verhandlungen treten. Unternehmen wie Esoko haben derzeit schon mehr als 350.000 Kunden in zehn Ländern und senden diesen nicht nur Informationen zum Marktpreis, sondern ermöglichen auch Planung durch Wettermeldungen. Die Meldungen kommen dabei ganz einfach per SMS. Aber auch ganz praktische Tools wie Tipps zum Anbau werden angeboten. Das Problem der hohen Analphabetenrate umgehen die Anbieter ganz pragmatisch: Die Tipps werden einfach per Sprachnachricht verschickt. In Indien ist man schon einen ganzen Schritt weiter, neben den Informationen zum Anbau bietet Nano Ganesh die Möglichkeit, Bewässerungsanlagen über Handy zu steuern.</p>
<h3>Trend #2: Sharing is caring – die Kuh gehört vielen</h3>
<p>Nicht nur Tipps zum Anbau finden ihren Weg zu den Bauern. Mit der App iCow können kenianische Bauern Daten zu ihren Herden eingeben und bekommen dafür personalisierte Informationen und Erinnerungen zum Melken und Impfen. Andere Anbieter gehen noch weiter: Farmable zum Beispiel bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, kleine Summen in eine Kuh zu investieren. Nach der Schlachtung der Kuh wird das Fleisch verkauft und die Investoren bekommen ihre Dividende. Diese Art des Crowdfundings ermöglicht Bauern die Anschaffung von Tieren, die sie sich sonst womöglich nicht leisten könnten. Um Diebstahl vorzubeugen, wird den Tieren ein RFID-Chip eingepflanzt. Dieser Chip ermöglicht es Bauern ihre Herden online zu verfolgen, so können auch verirrte Tiere wiedergefunden werden.</p>
<h3>Trend #3: Versicherungen stellen Lebensunterhalt sicher</h3>
<p>„Weil wir das Wetter nicht kontrollieren können“- damit wirbt die wohl bekannteste Versicherungsgesellschaft für Kleinbauern in Afrika, Kilimo Salama. Kilimo Salama, zu deutsch „Sichere Landwirtschaft“, versichert Bauern, deren Erträge für große Versicherungsgesellschaften nicht interessant sind. Abgesehen vom Vertragsabschluss läuft alles online ab. Die Bauern zahlen 10% ihres Aufwandes für Samen an Kilimo Salama als Versicherungsprämie und werden mit einer Wetterstation ausgestattet. Die Wetterstationen senden regelmäßig Daten an die Versicherung, die so schnell mitbekommt, wenn Dürren oder zu starker Regen die Ernte bedrohen. In diesem Falle werden automatisch Entschädigungen an die Bauern gezahlt. Auch das geschieht online, über ein mobiles Zahlungssystem. Für die Bauern ist damit der Lebensunterhalt gesichert, ohne dass in einem langwierigen Prozess zunächst ein Gutachter zu der Farm reisen muss.</p>
<p>Immer mehr Kleinbauern in Afrika versichern so ihre Ernte. Das Projekt, das es seit 2009 gibt, zählt derzeit mehr als 800.000 Kunden. Neben den afrikanischen Staaten Kenia, Ruanda, Tansania, Botswana und Zimbabwe soll die Versicherung auch bald im asiatischen Raum angeboten werden.</p>
<h3>Internet der Dinge – Chance für Entwicklungsländer</h3>
<p>Viele dieser Technologien, wie zum Beispiel die automatischen Erinnerungen an Impfungen und die Wetterdatenübertragung, basieren auf dem Internet der Dinge (IoT). Darunter versteht man in erster Linie alle Geräte, die als „intelligent“ bezeichnet werden, also mit anderen Geräten kommunizieren können. Bekannt sind hierzulande vor allem Anwendungsfelder wie die <a href="http://politik-digital.de/news/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0-141454/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Industrie 4.0</a> oder <a href="http://politik-digital.de/news/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars-141164/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">selbstfahrende</a> Autos. In Entwicklungsländern werden große Hoffnungen in das Internet der Dinge gesetzt und für viele akute Probleme enstehen durch das IoT neue Lösungsmöglichkeiten: So gibt es neben den Unterstützungen für Bauern <a href="http://www.betterplace-lab.org/de/das-internet-der-dinge/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projekte</a>, die die Kühlkette von Impfstoffen überwachen. Die oft sehr hitzeempfindlichen Stoffe werden in Kühlbehältern gelagert, die bei Überschreiten einer bestimmten Temperatur Alarm schlagen. Auch in der Katastrophenhilfe hat sich das Internet der Dinge bereits bewährt, durch Sensoren, die seismografische Veränderungen aufzeichnen, können Frühwarnsysteme Betroffene per Push-Benachrichtigung warnen. Nach Katastrophen können durch Ortungssysteme Opfer leichter gefunden und Hilfe organisiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/kiwanja/3170270786/in/gallery-140176341@N05-72157664059938159/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ken Banks, kiwanja.net</a><span class="licensetpl_attr">,</span> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Internet der Dinge – Teil 7: Industrie 4.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2014 11:13:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Neben dem „Internet der  Dinge“, das wir in unserer Sommerreihe schon in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen beleuchtet haben, gibt es noch ein weiteres Buzz-Word, das scheinbar irgendwie mit Innovation, Wirtschaft und dem Internet zu tun hat und von PolitikerInnen und ExpertInnen zielsicher in die Mikrofone gestreut wird: „Industrie 4.0“. Was hat es damit auf sich? Wir erklären den Begriff im siebten und letzten Teil unserer Reihe.<br />
Der Anspruch hinter dieser Bezeichnung ist durchaus ambitioniert: Er meint, dass die Vernetzung von Produktionsprozessen in der Wirtschaft nichts Geringeres auslösen soll, als die <a href="http://www.bmbf.de/de/9072.php">vierte industrielle Revolution</a>. Damit wird das Internet der Dinge in eine Reihe gestellt mit der Erfindung der Dampfmaschine, dem Aufkommen von Massenproduktion und der Automatisierung durch Informationstechnologie vor gerade einmal knapp 20 Jahren. Da kommt ja eine Revolution nach der anderen, möchte man meinen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Begriff ist zumindest in Deutschland eng verknüpft mit der Hightech-Strategie der Bundesregierung, die mit dem Projekt „SemProm -Produkte führen Tagebuch“ gemeinsam mit dem <a href="http://www.dfki.de/web">Deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz (DFKI)</a> schon im Jahr 2008 ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen hat. Die Ergebnisse wurden im Jahr 2013 an die Bundesforschungsministerin übergeben. Die Liste der namhaften Unterstützer ist dabei weitaus beeindruckender als die schlichte Aufmachung der <a href="http://www.semprom.de/index.html">Website</a>:  Mit Siemens, SAP, Globus, Deutsche Post und BMW waren viele dabei, die in der deutschen Wirtschaft Rang und Namen haben. Es geht darum, „Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle grundlegend zu verändern“, sie „von der physischen in die digitale Welt zu verlagern“.  Aber, mal ehrlich: Was soll das eigentlich genau heißen?</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p>Bisher haben wir in dieser <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/">Reihe</a> vor allem uns selbst beobachtet, als Menschen, die in naher Zukunft von einer Unzahl vernetzter Alltagsgegenstände umgeben sein könnten – oder schon sind. Und auf der anderen Seite standen diejenigen Firmen und Hersteller, die uns diese Ware anbieten. Bei Industrie 4.0 geht es um einen Aspekt, den man aus der Verbraucherperspektive leicht vergisst: die Produktion selbst. Und etwas weiter gedacht auch das große Ganze, den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft.<br />
Welches Prinzip steckt dahinter? Der Ausdruck „Produkte führen Tagebuch“ ist durchaus wörtlich zu nehmen: Waren sollen mit so genannten Smart Tags ausgestattet werden, auf Nahfunk basierenden Minichips, die sowohl in der Lage sind, Informationen zu speichern, als auch dazu, Informationen an ihre Umgebung zu senden. Das ist technisch nichts Neues, insbesondere <a href="http://www.sonymobile.com/de/support/accessories/xperia-smarttags/">Samsung-Galaxy</a>-NutzerInnen sind mit Smart Tags schon eine Weile vertraut. Möglich wird die Vision von der Industrie 4.0 einzig dadurch, dass Minichips immer günstiger und energieeffizienter werden.<br />
Durch die Vernetzung von mehreren solcher Smart Tags kann der ganze Lebenszyklus eines Produktes  „intelligenter“ gemacht werden. In der Sprache der Betriebswirtschaft heißt das: das Product-Lifecycle-Management optimieren.<br />
Ein Beispiel: Die im Auto verbauten Komponenten „wissen“ nicht nur, welcher Zulieferer sie an das Autowerk gebracht hat, sondern auch, wann, wo, von wem und unter welchen Bedingungen sie eingesetzt wurden und wie lange ihre Garantie noch gilt. Die Smart Tags auf diesen Produkten kann man sich also wie eine Miniaturausgabe von Black Boxes vorstellen, den automatischen Flugschreibern in Linienflugzeugen.  Mit dem Unterschied, dass diese „Flugschreiber“ Netzwerke bilden und ihre Daten miteinander abstimmen, vergleichen – und auch ganz ohne menschliches Zutun optimieren können.<br />
Der Begriff „Industrie 4.0“ ist ein deutscher, in den USA oder Asien taucht er nicht auf. Hier ist die Automatisierung der Industrie aber dennoch schon intensiver betrieben worden als in Deutschland. Die US-Regierung investiert jährlich 100 Millionen US-Dollar allein in die Forschung zu „cyberphysischen Systemen“. Hier heißt die Kampagne „<a href="http://www.automationworld.com/batch-manufacturing/obama-administration-supports-advanced-manufacturing">Advanced Manufacturing Program</a>“ und allein die Anschubfinanzierung betrug 500 Millionen Dollar.<br />
Deutschland hat also <a href="http://www.cio.de/news/wirtschaftsnachrichten/2953262/">Aufholbedarf</a>, wie durch die Wortschöpfung und die verbundene Image-Kampagne unmissverständlich deutlich wird. Das gilt umso mehr, da Deutschland im Vergleich zu anderen westlichen „Industrienationen“ noch tatsächlich über eine nennenswerte Industrie verfügt. In Großbritannien zum Beispiel stehen die vormals so charakteristischen Fabriken der Industrialisierung still, die Wirtschaftskraft des Landes ist längt in die Finanzwirtschaft abgewandert: Bentley und Rolls-Royce sind währenddessen schon keine britischen Marken mehr.<br />
Deutschland hingegen hat einen großen Teil seiner Arbeitsplätze noch immer in der Industrie verortet. Bundeskanzlerin Merkel hat das mit dem Satz „<a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/WissenschafftWohlstand/2008-01-01-hightech-verkehr-gute-ideen.html">Jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland hängt direkt oder indirekt mit der Automobilindustrie zusammen</a>“ anschaulich deutlich gemacht &#8211; ob er auch statistisch korrekt ist, ist eine andere Sache. Das Programm „Industrie 4.0“ versucht also gleich zwei Problemen zu begegnen: Die USA investieren sehr stark in „automated manufacturing“, sind aber nicht so sehr auf die Industrie als Wirtschaftssektor angewiesen und schließlich auch Standort einiger der wichtigsten IT-Unternehmen der Welt. Und die Konkurrenz aus Asien punktet schlicht damit, dass der Kostenfaktor Arbeit hier deutlich geringer ist. Die Bundesregierung steht also gewaltig unter Zugzwang.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Die Anwendungsmöglichkeiten von intelligenten Maschinen sind vielfältig. Beispielsweise im Einzelhandel: Luxusgüter wie Pralinen oder Champagner können sich bei der Kühlung im Lagerraum „beschweren“, wenn ihre Chips registrieren, dass es zu warm wird. Die Verheißung für EndverbraucherInnen lautet <b>Transparenz</b>: Mithilfe eines Empfängers (zum Beispiel eines Smartphones) kann man sich über Herstellung, Handhabung oder auch Gütesiegel von Produkten informieren.<br />
In der Industrie können ganze Arbeitsabläufe automatisiert werden. Wenn in der Großbäckerei XY die Milch knapp wird, dann bestellt sie sich einfach selbst nach. Nach dem „If this, then that“-Prinzip  (ITTT) soll die Interaktion per Minicomputer ganze Arbeitsabläufe automatisieren – ein Mensch ist noch maximal zur Kontrolle notwendig.<br />
Die Nachvollziehbarkeit ermöglicht aber auch zusätzliche <b>Individualisierung</b>: Bestellt einE KundIn ein Produkt, das von der Standardversion abweicht, wird diese Information einfach der herstellenden Maschine übermittelt, ohne dass dafür die ganze Herstellungskette verändert werden muss: Dann wird das Auto eben rot lackiert und alle anderen schwarz. Durch die Ausstattung mit Smart Tags kann das Produkt zudem auf seinem Weg vom Hersteller zur KundIn jederzeit exakt geortet werden – von beiden Parteien.<br />
Die Prinzipien Massenproduktion und individuelle Einzelstücke sollen also miteinander vereinbart werden, die Industrie dadurch flexibler werden. So drückt es jedenfalls dieses Erklärvideo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus, das die Industrie 4.0 im „Sendung mit der Maus“-Stil erklärt.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=fnSI9MRseR0" title="BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG - Fabrik von Morgen" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/fnSI9MRseR0?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Von Seiten der Hersteller ergeben sich noch weitere Vorteile: Wenn nachfragegerecht produziert wird, kann Energie eingespart werden – bekanntlich der Königsweg der Kostensenkung in der Industrie. Die exakte Erfassung von Daten macht auch die gefürchteten <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/gm-entschaedigungsfonds-in-einer-woche-63-antraege-wegen-toedlicher-unfaelle-/10311522.html">Rückrufaktionen</a>, denen sich Produzenten immer wieder ausgesetzt sahen, berechenbarer: Wenn eine genaue Aufzeichnung darüber existiert, welche Produkte aus einer fehlerhaften Produktionsphase stammen, muss nicht mehr mit der Schleppnetzmethode gearbeitet werden. Auch Kundenservice und -betreuung werden überschaubarer, wenn umfassende Informationen über jedes einzelne Produkt abgerufen werden können – möglicherweise auch aus der Ferne, ohne direkten Kontakt.<br />
Die vierte industrielle Revolution soll also, nach den Vorstellungen der deutschen Bundesregierung, durch zwei simple Funktionen der Marktwirtschaft ausgelöst werden: Datenverarbeitende Chips werden zunehmend Massenware und der Speicherplatz für diese Daten immer günstiger.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Mit dem Hinweis auf die Speicherung der Daten beginnt auch die Überlegung: Hat das alles nur Vorteile? Seit Edward Snowden vor einem Jahr in Hong Kong landete, muss mit der skeptischen Frage angefangen werden: Welche Daten werden erhoben und wem gehören sie? Sicher, wenn mein Techniker über jedes Haushaltsgerät sofort die Daten parat hat, indem er nur sein Telefon einschaltet, kann er mir besser helfen. Aber was weiß er dann eigentlich über mich? Und gehören diese Daten dann mir oder dem Hersteller? Wie so häufig bei Prozessen der digitalen Revolution ist zu befürchten, dass sich hier zunächst Maßstäbe etablieren und erst hinterher die Regeln dafür geschaffen werden.<br />
Ein zweiter Einwand betrifft die Frage nach der Arbeitsplatzverdrängung. Nach offiziellen Verlautbarungen soll mit Industrie 4.0 der demographische Wandel abgefedert werden: Facharbeiter, die ein Unternehmen in Richtung Ruhestand verlassen und für die es keine Nachfolger gibt, werden eingespart, wenn Produktionsprozesse sich automatisieren. Nur ist zu erwarten, dass die Entwicklung hier massiv über das Ziel hinaus schießt.<br />
Eine <a href="http://www.oxfordmartin.ox.ac.uk/downloads/academic/The_Future_of_Employment.pdf">Studie</a> aus dem britischen Oxford kommt zu dem Ergebnis, dass das Internet der Dinge etwa die Hälfte aller heute existierenden Jobs auf der Welt überflüssig machen könnte. Ähnliche <a href="http://de.statista.com/infografik/2574/anteil-der-jobs-die-in-den-naechsten-10-bis-20-jahren-in-ihrer-derzeitigen-form-durch-computer-ersetzt-werden-koennten/">Zahlen</a> werden für Deutschland errechnet. In ihrem <a href="http://www.washingtonpost.com/opinions/review-the-second-machine-age-by-erik-brynjolfsson-and-andrew-mcafee/2014/01/17/ace0611a-718c-11e3-8b3f-b1666705ca3b_story.html">Buch</a> „The Second Machine Age“ geben die Forscher Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) zu bedenken, dass durch die Digitalisierung zwar die Verfügbarkeit von Informationen und Diensten massiv zunehmen werde, der ökonomische Gewinn aus dieser Entwicklung aber nur von einer kleinen Minderheit abgeschöpft werden könne.<br />
Andererseits muss die Skepsis auch differenziert werden: So wird die Arbeitsplatzverdrängung nicht alle Berufsgruppen gleich stark treffen. Gering Qualifizierte, etwa Lager- und Transportangestellte, werden von einer solchen Form der Rationalisierung stärker betroffen sein. Gleichzeitig dürfte der Bedarf an TechnikerInnen und IT-ExpertInnen steigen, obgleich schon jetzt ein <a href="https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Fachkraeftebedarf-Stellen/Fachkraefte/BA-FK-Engpassanalyse-2014-06.pdf">Fachkräftemangel</a> in Deutschland herrscht. Das verschärft die gesellschaftliche Spaltung. Als Zeugnis hierfür kann auch der aktuelle Widerstand der europäischen Taxibranche gegen die App Uber gelten.<br />
Doch eine Kluft ist nicht nur auf gesellschaftlicher, sondern auch auf wirtschaftlicher Ebene zu erwarten. Die Aufrüstung auf Industrie 4.0 ist mit enormen Kosten verbunden, die insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe kaum zu leisten sein wird. Diese Unternehmen geraten zusätzlich durch die gesunkenen Herstellungskosten der „Großen“ unter Preisdruck. Hierdurch kann es zu einer Verringerung des Wettbewerbs in den Zielbranchen von Industrie 4.0 kommen.<br />
Hinzu kommt, dass eine echte Industrie 4.0 nur dann Realität werden kann, wenn es einen gemeinsamen Datenstandard gibt. Doch der ist durchaus noch nicht ausgemacht: So schließen sich große Technologiefirmen aktuell zu Konsortien zusammen, die miteinander konkurrieren. <a href="http://www.forbes.com/sites/amitchowdhry/2014/07/09/samsung-intel-and-dell-launch-internet-of-things-consortium/">Intel und Samsung</a> stehen hier beispielsweise IBM mit seinen Partnern gegenüber. Und sicherlich werden auch Apple und Microsoft auf ihre Weise mitspielen. Sollten verschiedene Anbieter aber in bester Apple-Manier geschlossene Systeme entwickeln, haben die AnwenderInnen das Nachsehen – und geraten in Abhängigkeit. Genau das könnte die Attraktivität dieser Anwendungen aber für größere Unternehmen wieder senken.<br />
Hier liegt, wie Daniel Kuhn auf <a href="http://www.netzpiloten.de/das-internet-der-dinge-braucht-eine-andere-berichterstattung/">netzpiloten.de</a> anmerkt, auch ein Problem der Medienberichterstattung: Statt sich auf smarte Eierkocher, also auf die Dinge, zu konzentrieren, sollte es vielmehr um das Internet im Begriff „Internet der Dinge“ gehen – und darum, wem es gehört, wer es steuert und wer davon profitiert.<br />
Zu guter Letzt fallen einem natürlich Cyberterrorismus und -kriminalität ein: Als Folge der allumfassenden Vernetzung müssen sich auf einmal Hersteller von bisher ganz Terrorismus-unverdächtigen Gegenständen wie Seifenspendern und Mikrowellen die Frage gefallen lassen, wie die eigene Produktion eigentlich gegen externe Manipulation geschützt ist. Denn man muss gar kein Anhänger Orwellscher Dystopien sein, um anzuerkennen, dass mittels solcher Manipulationen Sicherheitsrisiken entstehen können, die zumindest heute noch nicht abschätzbar sind.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Bedenken beim Aufkommen neuer Techniken sollten prinzipiell niemanden auf den Plan rufen, einen vermeintlichen Technikboykott zu fordern. So etwas ist in einer globalisierten Wirtschaft weder machbar noch zielführend. Allerdings sollte die Politik in Deutschland nicht nur vermeintlich großzügig in der Forschungsförderung aktiv sein, um eine solche Entwicklung überhaupt erst zu ermöglichen. Ebenso wichtig ist die politische Gestaltung und Regulierung, die damit einhergehen sollten: Nicht zuletzt die NSA-Affäre hat tief sitzende Ressentiments bei den Menschen ausgelöst, die sich nicht durch ein paar Ankündigungen in der <a href="http://politik-digital.de/digitale-agenda-hoch-drei/">Digitalen Agenda</a> und mit Förderung von Industrie 4.0 mal eben wieder auflösen lassen.<br />
Wenn die vierte industrielle Revolution nicht nur ein Gewinn  für einige wenige Profiteure sein soll, muss die Politik Antworten haben. Zum Beispiel auf die Frage, wer denn die vielen schönen Produkte Made in Germany eigentlich kaufen soll, wenn der demographische Wandel die Bevölkerung und die Digitalisierung deren Kaufkraft dezimieren.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a></strong><strong><em>Teil 4</em></strong>: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/"><strong>Smart Cars</strong></a><br />
<strong><em>Teil 5</em></strong>: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/"><strong>Smart Country<br />
</strong><em><strong>Teil 6: Smart City<br />
</strong></em></a><br />
Teasergrafik: <a href="http://pixabay.com/en/buildings-factory-old-large-48618/">Nemo </a></p>
<div id="stcpDiv"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></div>
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		<title>Internet der Dinge – Teil 6: Smart City</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Rieder]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2014 10:08:38 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Häuser, die selbst das Licht ausmachen, Mülltonnen, die der Stadtreinigung Bescheid geben, wenn sie geleert werden müssen, Elektroautos, die dem Fahrer den Weg zum nächsten freien Parkplatz zeigen, Straßenlaternen, die sich dimmen, wenn niemand in der Nähe ist &#8211; so könnte die Stadt der Zukunft aussehen, wenn man Visionären in der Debatte um Smart Cities glaubt.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der sechste Teil unserer Sommerreihe zum Internet der Dinge beleuchtet, wo Technologie bereits das urbane Leben regiert und fragt, ob schlaue Städte immer auch lebenswerte Städte sind.<br />
Was macht eine Stadt intelligent? Weltweit geistert der Begriff „Smart City“ durch Debatten um die Zukunft städtischen Zusammenlebens und bleibt dabei ähnlich konturlos wie das große Wort „Nachhaltigkeit“. Rio de Janeiro, Chicago, Singapur, Wien und London – sie alle wollen irgendwie smarter werden und verstecken dafür Sensoren in Asphalt und Straßenlaternen oder <a href="http://www.bbc.com/news/technology-22538561">entwickeln Wetterapps für Taxifahrer</a>. So zahlreich und vielfältig die Ideen zu Smart Cities auch sind, sie alle eint derselbe Leitgedanke: Vernetzung und Informationsaustausch im Namen von Effizienz und Klimaschutz. Im Grunde genommen sollen in einer intelligenten Stadt also mit technologischer Hilfe die Lebensqualität der Bewohner verbessert, Mobilität effizienter gestaltet und Ressourcen geschont werden. Die Bike- und Carsharing-Programme, die es mittlerweile in vielen deutschen Städten gibt, sind ein erster, kleiner Schritt in diese Richtung, Smart City will aber wesentlich mehr: ein ganzheitliches Konzept und die totale Vernetzung. Das bedeutet, von Abwasserkanälen über öffentlichen Nahverkehr und das Stromnetz bis hin zu Gebäuden und Autos, könnte bald alles über eine elektronische Schaltzentrale miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt sein.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p>Wie eine von Technologie komplett durchdrungene Stadt aussehen könnte, zeigt sich in Songdo in Südkorea. Etwa 65 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Seoul <a href="http://www.worldfinance.com/inward-investment/could-songdo-be-the-worlds-smartest-city">entsteht dort für 40 Milliarden US-Dollar ein „smarter“ Geschäftsbezirk</a>. Ein spannender Ort, denn in Songdo haben Architekten und Stadtplaner die Gelegenheit genutzt, neue Technologien zu implementieren, die in historisch gewachsenen Städten schwer umzusetzen wären, und alles auf Effizienz und Ressourcenschonung getrimmt. Überall in Gebäuden und Infrastruktur der Stadt sind Sensoren verbaut, die Temperatur, Energieverbrauch oder auch das Verkehrsaufkommen beobachten und regulieren können. Es sind keine Müllautos auf den Straßen zu sehen, stattdessen wird der Abfall durch ein ausgeklügeltes Röhrensystem aus den Gebäuden direkt in eine Sortiereinrichtung gesaugt, wo er aufbereitet, parfümiert und zur Energiegewinnung vorbereitet wird. Die Wasserrohre sind klug genug, noch nutzbares Wasser zurückzuhalten und die Toiletten der Stadt nicht mit Trinkwasser zu spülen. Smart Cards für die Bewohner dienen als Ausweis, Schlüssel und Zahlungsmittel zugleich.<br />
Alles gut durchdacht also und trotzdem bleibt ein Problem: Bisher ist Songdo weitgehend unbewohnt. Zwar scheint der Verkauf von Wohnungen mittlerweile in Gang gekommen zu sein, dennoch werden noch immer <a href="http://www.bbc.com/news/technology-23757738">nur ca. 20 Prozent der verfügbaren Geschäftsflächen genutzt</a>. Ähnlich sieht es in der ehemals hochgepriesenen Vorzeigestadt <a href="http://www.wired.co.uk/magazine/archive/2013/12/features/reality-hits-masdar">Masdar City</a> in Abu Dhabi aus, die ursprünglich für 40.000 Menschen geplant wurde, aber noch immer nahezu unbevölkert ist. Das wirft die Frage auf: Handelt es sich hier nur um Startschwierigkeiten oder sind Technologiekonzerne doch keine so guten Stadtplaner?<br />
Retortenstädte wie Songdo oder Masdar City mit ihrer omnipräsenten Technik sind und bleiben wahrscheinlich Extrembeispiele, doch auch Europa will innovativ sein und auf den Fortschrittszug aufspringen. In historisch gewachsenen Städten werden Smart City-Projekte meist zunächst auf begrenztem Raum getestet, wie beispielsweise <a href="http://www.economie.grandlyon.com/fileadmin/user_upload/fichiers/site_eco/20121121_gl_lyon_smart_community_dp_en.pdf">in Confluence</a>, dem alten Hafenviertel der südostfranzösischen Metropole Lyon. Dort bestimmt Energieeffizienz die Vision von der Smart City. Energieneutrale Gebäude mit Solarpanelen produzieren Strom und liefern ihn über ein Smart Grid dorthin, wo er gerade gebraucht wird. Eine Flotte von Elektroautos steht auf den Straßen bereit und über Smart Meter, also intelligente Zähler, wird der Energie- und Wasserverbrauch im Stadtteil erfasst und analysiert. So kann nicht nur die Stadtverwaltung den Energiekonsum besser prognostizieren, sondern auch jeder Bewohner seinen Ressourcenverbrauch selbst optimieren.<br />
Die nordspanische Hafenstadt Santander betreibt mit EU-Fördermitteln hingegen gleich einen großangelegten Smart City-Versuch. In der Stadt sind <a href="http://www.smartsantander.eu/index.php/testbeds/item/132-santander-summary">im Asphalt, an Straßenlaternen und auf Bussen und Taxis</a> 12.000 Sensoren verteilt, die Verkehrsaufkommen, Feinstaubbelastung und freie Parkplätze registrieren und an ein zentrales Kommandozentrum schicken. Dort kann dann die Straßenbeleuchtung gedimmt oder die Straßenreinigung zu vollen Mülleimern geschickt werden. Die Bewohner der Stadt können viele der Daten direkt über eine App abrufen und zudem selbst<a href="http://www.npr.org/blogs/parallels/2013/06/04/188370672/Sensors-Transform-Old-Spanish-Port-Into-New-Smart-City"> zur Verbesserung des Stadtbildes beitragen</a>, indem sie Schlaglöcher oder kaputte Straßenlaternen melden.<br />
Während das Prinzip der Smart City im Ausland bereits kräftig ausprobiert wird, sind deutsche Städte bisher eher zurückhaltend, was den Umbau von traditionellen zu intelligenten Städten angeht. In Stadtmarketingbroschüren und auf Diskussionsveranstaltungen ist „Smart City“ ein gern verwendeter Begriffe, generell scheint jedoch vorsichtiges Abwarten die Devise zu sein. Immerhin <a href="http://www.smartcity-cologne.de/">Köln</a> und <a href="http://www.hamburg.de/smart-city/">Hamburg </a>haben kürzlich erste Projekte zu dem Thema gestartet.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Die deutsche Skepsis in allen Ehren, aber es gibt gute Gründe, warum ein wenig Innovationsgeist in Stadtverwaltungen durchaus angebracht wäre. Seit 2008 leben <a href="http://www.der-deutsche-innovationspreis.de/das-aktuelle/einzelansicht/article/studie-die-smart-city-kommt-in-15-jahren.html">mehr als 50 Prozent der Menschheit in urbanen Ballungszentren</a>, in Europa sind es bereits zwei Drittel der Bevölkerung. Bevölkerungswachstum und Urbanisierung bringen viele Herausforderungen mit sich und zwingen uns langfristig zu einem verantwortungsvolleren Ressourcenmanagement. Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in die Infrastruktur einer Stadt kann dabei helfen, innovative Lösungen für Mobilität, Verwaltung und öffentliche Sicherheit zu finden und viele städtische Probleme effizienter und schneller zu lösen. Vor allem aber bietet der Einsatz neuer Technologien die Chance, Verwaltungsprozesse transparenter zu gestalten, behördliches Arbeiten besser zu koordinieren und interaktiv mit den Bürgern zu kommunizieren. Smart City-Technologien bergen also einiges Potential, das städtische Leben ein wenig leichter zu machen – und sei es nur, dass eine App uns sagt, wann der Bus Verspätung hat oder der Strom am günstigsten ist.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Allerdings ist auch in der Smart City-Debatte nicht alles Gold, was glänzt. Kritiker des Konzepts wie <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/silicon-demokratie/evgeny-morozov-wir-brauchen-intelligente-doerfer-13030870.html">Evgeny Morozov</a> monieren, der Hype um schlaue Städte sei von internationalen Technologiekonzernen wie IBM, Cisco und Siemens geschaffen worden, die uns vorgaukelten, für jedes Problem im urbanen Raum gebe es eine technische Lösung, um teure Produkte an innovationshungrige Stadtverwaltungen zu verkaufen. Und tatsächlich fällt auf, dass die meisten Smart City Projekte im Rahmen einer Public Private Partnership mit großen Unternehmen umgesetzt werden. IBM beispielsweise ist nicht nur an mehr als 2.500 Smart City-Projekten weltweit beteiligt, sondern hat sich auch den <a href="http://www.ibm.com/legal/us/en/copytrade.shtml#section-S">Begriff „Smarter Cities“ schützen lassen</a>. Das ist insofern problematisch, als es, auch wenn IBM mit dem vermessen anmutenden Spruch „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Ct544iR9JJM">Let&#8217;s build a smarter planet, city by city“</a> wirbt, beim Smart City-Konzept eben nicht nur um verbesserten Nahverkehr oder nachhaltigeres Wohnen geht, sondern auch um das Sammeln riesiger Datenmengen.<br />
Die Möglichkeiten, die sich aus Big Data rund um Städte ergeben, kann man euphorisch feiern, wie <a href="http://www.theguardian.com/smarter-cities/transforming-tomorrow">Drew Hemmend</a>, Leiter des britischen Thinktanks FutureEverything. Er frohlockt, die Datenfülle ermögliche es in Echtzeit, alles über die Menschen und Dinge um uns herauszufinden, und könne nicht nur innovative Apps und Dienstleistungen inspirieren, sondern auch neue Wege des Zusammenlebens hervorbringen. Man kann die Bündelung riesiger Datenmengen in einer Hand aber auch kritischer betrachten, denn eine totale Vernetzung aller Bereiche städtischen Lebens bietet natürlich das Potential totaler Überwachung. Energieverbrauchsdaten aus Häusern und Wohnungen könnten verraten, wann wir zuhause sind und welche Geräte wir verwenden; mithilfe von Nutzerdaten aus Carsharing oder öffentlichem Nahverkehr lassen sich Bewegungsprofile erstellen; und SmartCards als personalisiertes Zahlungsmittel, Bahnticket und Haustürschlüssel würden unsere gesamten Konsum- und Lebensgewohnheiten offenbaren.<br />
In den USA rebellieren bereits zahlreiche Bürger <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/anti-smart-meter-bewegung-widerstand-gegen-intelligente-stromzaehler-a-984085.html">gegen den Zwangseinbau von Smart Meters</a><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;">,</span></span> und auch wir sollten darüber nachdenken, ob Big Data aus unseren Städten wirklich am besten bei Großkonzernen aufgehoben ist. Anthony Townsend, Zukunftsforscher und Autor des Buches „Smart Cities“, warnt davor, mit den Infrastrukturdaten<a href="http://www.npr.org/blogs/alltechconsidered/2013/07/18/200792512/DG-TOWNSEND"> das „Gehirn der Stadt“ an kommerzielle Unternehmen outzusourcen</a>, denn mit der Realisierung des Smart City-Prinzips könnten Städte und vor allem ihre Bürger nicht vor Missbrauch und der unkontrollierten Verwendung dieser Daten geschützt werden.<br />
In der Tat werfen die Public Private Partnerships, im Rahmen derer die meisten Smart City-Projekte durchgesetzt werden, zahlreiche Fragen auf &#8211; nicht nur danach, für welche Zwecke die Unternehmen die gesammelten Daten nutzen, sondern auch danach, was passiert, wenn der private Partner insolvent wird oder sich einer der Beteiligten aus dem Projekt zurückziehen will. Ist ein Betreiberwechsel einfach möglich, wenn die gesamte Smart City-Technologie einer Stadt von einer einzigen Firma stammt?<br />
Neben den berechtigten Sorgen um Datenschutz und Privatsphäre stellt sich in der Smart City-Debatte allerdings noch eine viel grundsätzlichere Frage: Ist eine smarte Stadt überhaupt wünschenswert, wenn intelligent gleichbedeutend mit effizienzoptimiert ist? Sind Perfektion und allgegenwärtige Kontrolle nicht der Tod urbanen Lebensgefühls? Wenn Effizienz und digitale Vernetzung zum alleinigen Leitmotiv im Städtebau werden, entscheiden Stadtplaner, was sich wo entwickeln darf. Das städtische Leben wird aus einer großen Kommandozentrale heraus gesteuert, jede Aktivität hat einen vorgesehen Ort, alles ist koordiniert und wohldurchdacht. Lebt eine lebendige Stadt aber nicht von Kreativität, persönlichen Freiheiten, Chaos und dem Versprechen, dass potentiell alles passieren kann? Anomalien und Effizienzlücken schaffen Raum für neue Ideen. Wenn aber alles in geregelten Bahnen fließt und Menschen nur aus einer festgelegten Reihe an möglichst effizienten Optionen auswählen können, regiert Passivität.<br />
Anthony Townsend beklagt, einige Menschen betrachteten Städte wie Rennautos, die man bis ins kleinste Detail justieren kann, und verlören dabei die Bürger aus den Augen. Und tatsächlich wird die Smart City-Debatte von Diskussionen über die neuesten, effizientesten und innovativsten Technologien regiert. Der Mensch und die sozialen Komponenten urbanen Lebens bleiben häufig außen vor. Dabei werden die drängendsten Probleme angesichts der stetig wachsenden städtischen Bevölkerung vermutlich nicht technischer, sondern vorwiegend sozialer Natur sein.<br />
Deshalb muss uns bei aller Euphorie über Smart Cities bewusst werden, dass intelligente Städte kein Abbild der Technologieportfolios großer Unternehmen sein sollten. Eine smarte Stadt ist eine Stadt, die Menschen eine hohe Lebensqualität bietet und dabei ökologisch verantwortungsvoll ist. Für die Entwicklung intelligenter Städte braucht es deshalb individuelle Konzepte, die die Bürger mit einbinden, und keine Marketingbegriffe. Stadtplaner und Politiker dürfen sich nicht auf technische Universallösungen verlassen, sondern müssen moderne Wege für ein faires gesellschaftliches Zusammenleben im urbanen Raum suchen. Nicht ohne Grund stehen viele der smarten Retortenstädte leer. Denn schlaue Städte sind gut, aber niemand mag Streber.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a></strong><strong><em>Teil 4</em></strong>: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/"><strong>Smart Cars</strong></a><br />
<strong><em>Teil 5</em></strong>: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/"><strong>Smart Country</strong><br />
</a><em><strong>Teil 6: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/"><em><strong>Smart City</strong></em></a><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em><br />
Teasergrafik: <a href="https://www.flickr.com/photos/34547181@N00/13433043214">Philippe Put</a></p>
<div id="stcpDiv"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></div>
<!-- &#091;if gte mso 9&#093;&gt;-->
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div>
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		<title>Internet der Dinge – Teil 5: Smart Country</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerald Swarat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Aug 2014 08:49:55 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-5"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>In der aktuellen Debatte um „Smart Cities“ wird zu Unrecht ausgeklammert, dass der Großteil der deutschen Bevölkerung außerhalb von Metropolen und Ballungsräumen lebt. Es gilt also mehr denn je, die dringenden gesellschaftlichen Probleme, denen sich die Regionen stellen müssen, auf die Tagesordnung einer Digitalen Agenda zu setzen. Im fünften Teil unserer Reihe zum Internet der Dinge geht es um die Herausforderungen des demographischen Wandels und der Landflucht sowie um die Notwendigkeit, digitale Strategien und Anwendungen zu entwickeln, die einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität ausüben können oder neue Wertschöpfungsketten in dezentralen ländlichen Strukturen ermöglichen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Der Begriff „Smart City“ ist momentan in aller Munde. Jede Megacity und auch deutsche Landeshauptstadt, die etwas auf sich hält, will irgendwie „smart“ werden, doch mittlerweile  wird  die Debatte auch von kritischen Stimmen begleitet. Kürzlich veröffentlichte Evgeny Morozov, ein ausgewiesener Experte zum Thema <a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Smarte-neue-Welt-Digitale-Technik-und-die-Freiheit-des-Menschen/Evgeny-Morozov/e397287.rhd">smarte neue Welt</a>, einen Artikel in der FAZ mit der titelgebenden Forderung: „<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/silicon-demokratie/evgeny-morozov-wir-brauchen-intelligente-doerfer-13030870.html">Wir brauchen mehr intelligente Dörfer“</a>, in dem er neben einer Kritik am Smart-City-Konzept einen Gegenentwurf postuliert: das intelligente Dorf als attraktive Option – Smart Country.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p>Erstaunlicherweise wird somit ein bemerkenswerter Aspekt einer digitalen Transformation bislang stiefmütterlich behandelt, wenn nicht sogar ausgeklammert: Welche Ansätze existieren neben dem Smart-City-Hype, den digitalen Wandel in Deutschland für die gesamte Bevölkerung gewinnbringend zu nutzen? Kann es das gewesen sein? Für Deutschland muss die Frage ganz klar mit „Nein“ beantwortet werden, denn es wird außer Acht gelassen, dass nahezu 70 Prozent der Deutschen außerhalb von Großstädten leben, wodurch die Debatte an den eigentlichen Adressaten vorbeiläuft.<br />
Smarte Städte sind nur Leuchttürme in der sie umschließenden Region. Was fehlt, ist der Blick auf die kleineren Städte, die Dörfer hinter dem Speckgürtel der Vorstädte, abseits von Clustern, Ballungsräumen oder des weiteren Pendelbereichs größerer Städte. Wie  begegnet die Politik den Problemen der ländlichen Regionen, wie Arbeitslosigkeit, Abwanderung der hochqualifizierten jungen Menschen oder der Infrastrukturerhaltung? Was lässt sich vom Smart-City-Konzept übertragen, wo sind die Grenzen zwischen Land und Stadt?<br />
Ist der Prozess in Gang gebracht, ergeben sich unzählige Möglichkeiten, die z.B. von der Verbindung von Personen- und Güterverkehr über automatisiertes Fahren bis hin zu einer <a href="https://www.uber.com/">App und Online-Plattform</a> reichen, auf der Fahrer Transportdienste anbieten. Der angesprochene Bereich von Mobilität und Logistik greift unmittelbar in die Sicherstellung von Gesundheits- und Pflegediensten und die damit zusammenhängende Versorgung hinein. Hier existieren Beispiele wie die App <a href="https://goderma.com/de">Goderma</a>, die einen Online-Service zum Hautarzt bietet; die Webseite <a href="https://washabich.de/">Was hab ich</a>, die medizinische Befunde in eine leicht verständliche Sprache übersetzt; oder die Nutzung des Smartphones für die Erfassung und Weiterleitung tagesaktueller Patientendaten an den mobilen Hausarzt, das zudem den Überblick über die Medikamente behält.<br />
Gleiches gilt für Projekte der Regionalentwicklung wie der brandenburgische <a href="http://www.oderbruchpavillon.de/">Oderbruch Pavillon</a>; die Verbindung von Produzenten und Konsumenten aus der Region im deutschlandweiten Projekt <a href="https://ernte-teilen.org/">Ernte teilen</a>; oder etwa die Idee von <a href="http://mundraub.org/">Mundraub</a>, in der User „Fundorte“ markieren, wo Früchte eigentumsfrei zur Ernte bereit stehen. Die transparente Nutzung regionaler und dezentraler Ressourcen ist insbesondere im Komplex von Energie und Umwelt ein bedeutendes Thema: Hier ergeben sich neue Ideen und Unternehmen, die <a href="http://www.lumenaza.de/">Erzeuger und Verbraucher von regionalem Ökostrom</a> vernetzen. Aber auch der Bildungsbereich ist in Zeiten von „Braindrain“ und Fachkräftemangel von immenser Bedeutung, weshalb neue Formen von Online-Lernumgebungen und digitaler Leseförderung vorangetrieben werden müssen, oder z.B. Fortbildungen für Mitarbeiter über mobile Endgeräte in einer sicheren Cloud, um so der Dezentralität Rechnung zu tragen.<br />
Komplettiert werden diese Ansätze durch die dem Bereich Politik und Verwaltung zugehörigen Komponenten von kommunalem E-Government, wie das <a href="http://www.kommune21.de/meldung_19261_r">Projekt Rathaus 2.0</a>, das den Aspekt „Social Media“ in den Vordergrund rückt, oder E-Partizipation, Open Government und Open Data.</p>
<h3>Nötige Voraussetzungen schaffen</h3>
<p>Allein<b> </b>die Voraussetzung einer zukunftsorientierten Digitalen Agenda ist zuallererst die Gewährleistung einer flächendeckenden digitalen Infrastruktur. Am 18. Juli 2014 ist die <a href="http://www.eco.de/2014/pressemeldungen/netzpolitische-halbjahresbilanz-aktionismus-statt-digitaler-masterplan.html">Halbjahresbilanz</a> von <i>eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.</i> erschienen, und sie fällt ernüchternd aus: „Es gibt aktuell vielleicht kein anderes Politikfeld mit einem so großen Gestaltungsspielraum wie die Internet- und Netzpolitik. Diesen Gestaltungsspielraum füllt der Gesetzgeber derzeit nicht aus. Ich vermisse eine ganzheitliche Perspektive darauf, wie die Bundesregierung den vielfältigen Herausforderungen der Digitalisierung künftig begegnen will“, so das Fazit von Oliver Süme, <i>eco</i>-Vorstand für den Bereich Politik und Recht.<br />
Der umfassende Breitbandausbau darf dieser Tage nicht mehr zur Diskussion stehen, er ist schlicht obligatorisch und deshalb Grundvoraussetzung für die digitale Aufwertung strukturschwacher Räume. Auch hier ist die Einschätzung von <i>eco </i>wenig optimistisch: „Vielversprechend gestartet, dann in der Versenkung verschwunden – so lassen sich die Erfolge der Bundesregierung beim Thema Breitbandausbau zusammenfassen.“ Doch was, wenn wir am Ende flächendeckende Internetversorgung haben? Letztendlich wird in jedem Winkel des Landes nutzbare Internet-Konnektivität verfügbar sein. Welche Chancen eröffnen sich dadurch? Welche Folgeeffekte sind zu erwarten?</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Bislang fehlt es an konkreten Maßnahmen, und das ist bei der Bedeutung der digitalen Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht nachvollziehbar. Um es zu verdeutlichen: Durch umfassende Breitbandversorgung erreicht der digitale Wandel auch kleine und mittlere Städte sowie die ländlichen Regionen. Damit eröffnen sich dort ebenfalls neue Chancen für soziale und wirtschaftliche Entwicklungen, sei es z.B. durch <ins cite="mailto:Anonymous" datetime="2014-08-04T12:40">i</ins><del datetime="2014-08-04T12:40"></del>nternet<del datetime="2014-08-04T12:41"></del>basierte Anwendungen, die zur Transparenz und Vereinfachung einer kommunalen Verwaltung beitragen, oder mobile Technologien, die ihren Nutzen in den Bereichen Mobilität oder Gesundheit und Pflege entfalten. Denn die fortschreitenden Veränderungen in der Altersstruktur, im quantitativen Verhältnis von Männern und Frauen, beim Verhältnis von Geburten- und Sterberaten sowie bei Zuzügen und Fortzügen haben teils gravierende Auswirkungen auf die Lebensqualität vor Ort und lassen kein weiteres Zögern zu.<br />
Eine wirklich <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/42/42227/1.html?utm_medium=twitter&amp;utm_source=twitterfeed">düstere Zukunftsprognose</a> zeichnet der Journalist Tomasz Konicz in einem aktuellen Artikel über die Entvölkerung der deutschen Peripherie. Ein Raum ohne Volk, inmitten einer „Ödnis der europaweit um sich greifenden Monokulturen für Energiepflanzen wie Mais und Raps“ und stinkenden Hühner- und Schweinemastanlagen riesigen Ausmaßes. Er vergleicht die Situation einiger Landstriche mit der Pestepidemie des 14. Jahrhunderts, nach der sich die „aufgegebenen Siedlungen (&#8230;) in Wüstungen“ wandelten, „in denen die gesamte Bausubstanz und Infrastruktur verfiel und letztendlich von der Natur ‘zurückerobert’ wurde &#8211; bis nur noch Ruinen, alte Urkunden oder lokale Überlieferungen an diese inzwischen größtenteils vergessenen Ortschaften erinnern.“</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Risiken existieren keine, nur Chancen, die es zu nutzen gilt. Durch eine transparent geführte, direkte und offene Kommunikationsstrategie in Richtung der Adressaten, der Bürger in der Region, muss eine breite Akzeptanz der zur Verfügung gestellten Möglichkeiten sichergestellt werden. Die Lösungen müssen sich an den Anwendern orientieren und praktikabel sein, dann werden die Nebenwirkungen nur in der Hinzugewinnung von Lebensqualität liegen.<br />
Die Debatte richtet nicht von ungefähr ihr Brennglas auf die Region, wie eine aktuelle Allensbach-Umfrage deutlich zeigt: Die Region bleibt nicht nur attraktiv, sie gewinnt sogar an Sehnsuchtspotential: <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/allensbach-analyse-die-sehnsucht-der-staedter-nach-dem-land-13047459.html">Die Sehnsucht der Städter nach dem Land</a>! Es gilt nun, die aktuelle Resonanz und mediale Aufmerksamkeit für die Entwicklung einer Strategie zu nutzen und mit der Produktion praktischer Handlungsempfehlungen den bereits eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen, um eine nachhaltig positive Entwicklung dezentraler, ländlicher Regionen in Deutschland sicherzustellen.<br />
Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang ein multiperspektivischer und ganzheitlicher Ansatz in der Analyse. Es ist unbedingt notwendig, im weiteren Prozess Akteure zu vernetzen und Bemühungen zu bündeln, denn nur so wird eine breite Akzeptanz sichergestellt. Welche internetbasierten Innovationen können verschiedenste Lebensbereiche außerhalb der Großstädte positiv beeinflussen, sei es Umwelt, Energie, Bildung, Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Kultur, Landwirtschaft, Logistik und Mobilität? Wie sehen ganzheitliche Strategien für Innovationspolitik in den Regionen aus? Weshalb ist z.B. nur eine geringe Anzahl deutscher Regionen Mitglied in der <a href="http://s3platform.jrc.ec.europa.eu/de">Smart Specialisation Platform</a> der EU? Wer bringt all diese Insellösungen und partikularen Pilotprojekte zusammen, damit diese voneinander lernen können? Wer bringt (noch) exotische Themen wie Big Data in der Landwirtschaft, MOOCs in der Dorfschule, Telemedizin per LTE usw. auf die Agenda? Das sind die drängenden Fragen, wenn es um die Entwicklung von „<a href="http://smartcountry.collaboratory.de">Smart Country</a>“ geht.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>„Smart City“ ist nur die eine Seite der Medaille – wenngleich die momentan glänzende. Die Renaissance der Region als bewusste Abgrenzung zum „Siegeszug der Städte“ würde jedoch für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Lebensqualität der Menschen langfristige Vorteile bringen. Nicht zu vergessen: Die Autobahn, die so viele qualifizierte junge Menschen aus den ländlichen Regionen in die Städte führt, ist keine Einbahnstraße. Damit sich der Trend umkehrt, darf die Debatte nicht im luftleeren Raum verlaufen, sie muss anwendbare Resultate hervorbringen. Doch nicht nur als Leitfaden für Entscheider, sondern auch als gesellschaftspolitischer Beitrag zur Aufwertung strukturschwacher Regionen, deren Zukunft durch Landflucht und demographischen Wandel gefährdet ist. Die Bundesregierung hat mit der <a href="http://politik-digital.de/digitale-agenda-hoch-drei/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Agenda</a> einen ersten Impuls ausgesandt und nun sind im Speziellen die Länder in der Pflicht, die sich bietenden Möglichkeiten von Vernetzung und Digitalisierung aufzugreifen, die ihnen durch Experten aufgezeigt werden sollten, um die vorhandenen Potentiale ihrer Regionen zu nutzen.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a></strong><strong><em>Teil 4</em></strong>: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/"><strong>Smart Cars</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em><br />
Teasergrafik: <a href="http://pixabay.com/en/users/Nemo/">Nemo</a></p>
<div id="stcpDiv"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></div>
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		<item>
		<title>Internet der Dinge – Teil 4: Smart Cars</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2014 09:31:19 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-6"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Nicht nur die Autoindustrie tüftelt eifrig an Smart Cars – schlauen Autos, die sich selbst fahren, Pannen diagnostizieren und nicht nur den Fahrer, sondern möglicherweise auch Staat, Versicherer und Industrie über Fahrverhalten, Standort und Zustand von Wagen und Fahrer auf dem Laufenden halten. Aber was genau hat es damit auf sich, welche Möglichkeiten sind in Planung und was könnte die Einführung von Smart Cars für uns als Fahrer bedeuten? Im vierten Teil unserer Reihe zum Internet der Dinge gehen wir diesen Fragen auf den Grund.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Vor allem Kinder der 1980er und frühen 90er Jahre werden sich erinnern: an K.I.T.T, das sich selbst steuernde und sprechende Auto aus der US-Kultserie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Knight_Rider#K.I.T.T." target="_blank" rel="noopener noreferrer">Knight Rider</a>. Unkaputtbar und ausgestattet mit Turbo Boost und rotem Lauflicht, war K.I.T.T. viel mehr als nur ein futuristisches Gefährt, es war Gefährte und Beschützer – das Auto als bester Freund.<br />
Ein Auto, das sich selbst steuert, sich ganz auf den Fahrer einstellt, mit ihm auf „<a href="http://www.moj.io/#whatismojio" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freundliche und bedeutungsvolle Weise</a>“ kommuniziert, ihn sogar beschützt. Neben <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smartphones und Smart Wearables</a> sind Lösungen für Smart Cars längst in Planung. Diese reichen vom selbstfahrenden Auto über eCall für effiziente Unfallmeldungen bis hin zu Geräten, die jedes Auto smarter – also schlauer – machen. K.I.T.T. für alle oder doch zu schlau? Was sollen unsere Autos, Hersteller, Versicherungen oder der Staat noch alles über uns wissen?</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p>Google ist mit seinem 2010 vorgestellten „Driverless Car Project“ nicht der <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article126577949/Autos-fahren-schon-bald-wie-von-Geisterhand.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einzige Konzern</a>, der auf Hochtouren am fahrerlosen Auto arbeitet. Nach dem <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article129695289/Apple-kaempft-mit-Google-um-Gunst-der-Autofahrer.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einzug von Android- und iOS-Technologien ins Cockpit</a> wird nun gleich das ganze Fahrzeug vernetzt, damit wir sicherer fahren – oder am Ende gar nicht mehr. Das Auto steuert sich dann selbst und sammelt dazu <a href="http://www.theguardian.com/technology/2014/jul/16/google-fbi-driverless-cars-leathal-weapons-autonomous?CMP=EMCNEWEML6619I2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ständig Unmengen von Daten per Radar, Video und GPS</a>, um eine dreidimensionale Karte der Umgebung zu erstellen. Auf diese Weise – oder mithilfe von <a href="http://www.zeit.de/auto/2012-06/autotechnik-assistenz-unfallvermeidung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Car-to-Car-Kommunikation</a> – <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/googles-self-driving-car-wohin-fahren-wir-13002612-p2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bremst das Smart Car Fahrzeuge auf Kollisionskurs automatisch aus</a>, verhindert Zusammenstöße, schützt neben uns auch Radfahrer und Fußgänger.<br />
Überhaupt, die Sache mit den Unfällen. Zur rascheren Reaktion darauf besteht die EU ab 2015 auf Emergency Call – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ECall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kurz: eCall</a>. Das automatische Notrufsystem wird Pflicht für alle Neufahrzeuge. Es soll Verkehrsunfälle automatisch an die Euro-Notrufnummer 112 melden, um so unter anderem die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren. eCall versendet einen Minimaldatensatz mit Unfallzeitpunkt, den genauen Koordinaten des Unfallorts, der Fahrtrichtung, Fahrzeug-ID, Service Provider-ID sowie Informationen darüber, ob der eCall automatisch oder manuell ausgelöst wurde. Als sogenanntes „schlafendes“ System soll eCall <a href="http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-13-547_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">laut der Europäischen Kommission</a> nur im Falle eines Unfalles aktiv werden, aber ansonsten keinerlei Daten sammeln oder weiterleiten. Die Sorge darüber, dass die Privatsphäre durch ständige Überwachung eingeschränkt werden könnte, sei damit unbegründet.<br />
Wem es nach NSA-Affäre und CIA-Bespitzelung schwer fällt, Zusicherungen aus Regierungskreisen zu glauben, der wird sicher auch Schwierigkeiten mit den Angeboten kommerzieller Anbieter haben.<br />
Eines dieser Angebote ist <a href="http://www.moj.io/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mojio</a> (sprich mo-dschi-o) eines kanadischen Entwicklers, das aus „dummen“ Autos „schlaue“ Autos machen soll. Mojio bietet ein eigenes Ökosystem von Apps an. Es kann an die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/On-Board-Diagnose" target="_blank" rel="noopener noreferrer">On-Board-Diagnosebuchse</a> eines Autos – also die Schnittstelle, an der Hersteller oder Autowerkstätten Daten über Schäden an Steuergeräten und Abgassystemen auslesen können – angeschlossen werden und verbindet Auto und Internet. Mojio sendet und empfängt Daten ans und vom Fahrzeug in Echtzeit. Diese Daten werden dann an die entsprechende Smartphone-App weitergeleitet und diagnostizieren dort frühzeitig mögliche Schäden, während der Fahrer, so verspricht der Hersteller, gleichzeitig immer und überall Zugriff auf die allerliebsten Daten hat und zugleich stets mit seinen Lieben verbunden ist.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=e6gYHgGC3BE" title="What is Mojio?" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/e6gYHgGC3BE?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Naja, wer’s mag. Die Resonanz innerhalb der Gesellschaft, zumindest auf sich selbst fahrende Autos, ist grundsätzlich positiv: <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article126577949/Autos-fahren-schon-bald-wie-von-Geisterhand.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jeder dritte Deutsche</a> kann sich vorstellen, in Zukunft ein solches Fahrzeug zu nutzen. Immerhin, zusätzlich zur schnelleren Reaktion auf einen Aufprall und zur Vermeidung von Unfällen, fährt beispielsweise Googles Driverless Car effizienter, sucht sich selbst einen Parkplatz und ermöglicht laut Google sogar Menschen das Autofahren, denen dies bisher verwehrt blieb, wie Menschen mit Behinderungen. Zudem macht es Pendlern das Leben leichter: Anstatt sich mit dem Berufsverkehr zu stressen, konzentriert man schon mal auf die auf dem Smartphone eingegangenen E-Mails.<br />
Mojio wiederum wäre zudem als Gedankenstütze nützlich: Mithilfe einer App kann der Fahrer sein Auto wiederfinden, wenn er sich nicht mehr erinnern kann, wo er es abgestellt hat. Sobald man sich dem Wagen nähert, <a href="http://www.techvibes.com/blog/open-platform-car-app-mojio-2012-12-12" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erkennt Mojio das Smartphone des Fahrers</a> und öffnet automatisch die Tür. Und es macht nicht nur das Leben im Auto leichter, sondern das Leben überhaupt: Mojio schließt nach dem Wegfahren die Haustür ab, erinnert daran, der besseren Hälfte das Geschenk zum Jahrestag mitzubringen und bezahlt die Parkgebühr. Anzunehmen wäre auch, dass es sich als Droge gegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fomo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FOMO (Fear of Missing Out – die Angst, etwas zu verpassen)</a> ganz ausgezeichnet eignet.<br />
Dass die Technik nicht zum Wohle der Menschheit entwickelt wurde, dürfte jedoch jedem klar sein. Der Vorteil des fahrerlosen Autos für Google ist offenkundig: „<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/googles-self-driving-car-wohin-fahren-wir-13002612-p2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wenn man die Autofahrer vom Lenkrad wegbekäme, würde sich ein Milliardenmarkt eröffnen</a>“, mutmaßte kürzlich der FAZ-Redakteur Niklas Maak im Hinblick auf die gewonnene Zeit, die man stattdessen mit z. B. Googeln verbringen könnte. Zumal individualisierte Werbung im Stile der iBeacons auch für das Auto möglich würde.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Die Deutschen fühlen sich mit dem Smart Car <a href="http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-12/auto-datenschutz-elektronik/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht so recht wohl</a>. Was auf den ersten Blick verheißungsvoll klingt, wirkt bei genauerem Blick auf die „geschwätzige“ Elektronik dann doch unheimlich.<br />
Zudem ist die Frage, ob der ganze Schnickschnack wirklich nötig ist, damit wir getrost noch fauler werden können, nicht die einzige, die sich im Zusammenhang mit den schlauen, den Behörden diagnostische Daten verratenden Autos stellt.<br />
Das Google-Auto hat, wie <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/googles-self-driving-car-wohin-fahren-wir-13002612.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Niklas Maak kritisiert</a>, kein Lenkrad. Vorbei ist es mit dem autonomen Autofahrer. Wie ein Zug bleibt das Driverless Car stets auf bekannten Straßen – <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article126577949/Autos-fahren-schon-bald-wie-von-Geisterhand.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das von Volvo erdachte Modell führe gar auf unsichtbaren Magnetschienen</a>. Eigentlich könnte man sich also auch einen Chauffeur anschaffen, ein Taxi rufen oder sich eben in den Zug setzen – das wäre besser für die Umwelt, denn die Straßen sind ohnehin schon voll genug.<br />
Den sonst so datensammelwütigen Spionen des FBI ist das Google-Auto <a href="http://www.theguardian.com/technology/2014/jul/16/google-fbi-driverless-cars-leathal-weapons-autonomous?CMP=EMCNEWEML6619I2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">übrigens auch nicht ganz geheuer</a>. Man könne es zu einer selbstfahrenden Bombe umfunktionieren oder hätte die Hände frei, um Schusswaffen abzufeuern, während sich das Fluchtauto nach einem Banküberfall selbst lenken könnte. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, dass die computergesteuerten Autos schlicht von Cyberkriminellen gekapert werden könnten.<br />
Oder der Haken an Mojio: Die Internet-Verbindung ist immer aktiviert. Verschlüsselt und damit hundertprozentig sicher, behauptet der Hersteller. Aber glaubt daran in Zeiten der NSA und des kommerziellen Datensammelwettbewerbs wirklich noch jemand? Sicherlich lassen sich mit den vom Auto oder eben auch von Applikationen wie Mojio gesammelten Daten leicht Persönlichkeits- und Verhaltensprofile erstellen. Profitieren würden davon zum Beispiel <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-11/versicherung-telematik-ueberwachung-kfz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versicherer</a> – und das auf <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-11/versicherung-telematik-ueberwachung-kfz/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kosten der Versicherten</a>. eCall wird mit einer SIM-Karte ausgestattet sein, die Mobilfunkbetreibern neue Geschäftsfelder eröffnet, und steht in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ECall#Datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik</a>, nicht zuletzt durch nötige GPS- und GSM-Module „möglicherweise die technische Grundlage für eine EU-weite Überwachungsinfrastruktur zu schaffen“.<br />
Auch sind noch nicht alle rechtlichen Fragen geklärt: Wenn ein fahrerloses Auto einen Unfall baut – wer hat dann Schuld? Was, wenn ein Beschuldigter „<a href="http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-12/auto-datenschutz-elektronik/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht sagen möchte, wie schnell er gefahren ist, die Daten jedoch jederzeit ausgelesen werden können?</a>”, fragt Heiko Haupt in der Zeit.<br />
Nicht zu Unrecht <a href="http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-12/auto-datenschutz-elektronik/seite-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">forderte der Ex-Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar</a> die Aufnahme des folgenden Satzes in das <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/ivsg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetz über intelligente Verkehrssysteme im Straßenverkehr</a>:</p>
<blockquote>
<p>&#8220;Personenbezogene Daten dürfen nur erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, soweit dies durch eine bundesgesetzliche Regelung ausdrücklich zugelassen oder angeordnet wird.&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Das mag auf den Staat ja anwendbar sein. Aber wollen wir wirklich noch mehr persönliche Daten unserer Bequemlichkeit opfern? Viel zu häufig geben wir jetzt schon das Datensteuer im übertragenen Sinn aus der Hand. Da mag der Schritt dazu, dies auch im wahren Wortsinn zu tun, wenig bedeutend erscheinen. Wenn wir uns da mal nicht verfahren.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Clipart: Mazeo/<a href="http://openclipart.org/detail/87055/c-is-for-car-by-mazeo">openclipart.com</a></p>
<div id="stcpDiv"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></div>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-6" data-row="script-row-unique-6" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-6"));</script></div></div></div>
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		<title>Internet der Dinge &#8211; Teil 3: Smart Home</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2-141035/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 14:39:18 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-7"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>In den Medien findet das Thema Smart Home als Teil des „Internets der Dinge“ derzeit großen Widerhall. Es soll unkomplizierter in der Installation und erschwinglich für jedermann sein. Doch ist der Nutzen eines intelligenten Hauses tatsächlich so hoch? Im dritten Teil unserer Sommerreihe beleuchten wir diese Frage und weitere Themen wie Interoperabilität, Sicherheit und Datenschutz beim Smart Home. Außerdem erklären wir, wie Sie sich mit Open Source-Software und Minicomputern Ihr mitdenkendes Haus nach Ihren eigenen Vorstellungen zusammenstellen können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Phänomen Hausautomation ist schon seit Jahren ein Thema, doch war es bislang für die meisten Menschen zu kostspielig und mit aufwendigen Baumaßnahmen verbunden. Zu Beginn der Entwicklung bestand die Bedienungszentrale aus vielen Schaltern, deren Funktion sich nicht beliebig ändern ließ und deren Design nicht viel hermachten. Das soll sich alles ändern mit dem „Internet der Dinge“. Um beispielsweise Steckdosen den Saft abzudrehen, soll es nicht mehr nötig sein, einen <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-18759055.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„schlauen Schalter“</a> umzulegen, der 2001 als absolutes <em>Musthave</em> angepriesen wurde. Heutzutage wird das intelligente Haus über schicke Touchscreens gesteuert, die seinem Besitzer eine große Auswahl an Funktionen bieten.<br />
Mit neuen Funkstandards wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ZigBee" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zigbee</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Z-Wave" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Z-Wave</a>, dank derer man auf teure Leitungen verzichten kann, und mittels der Verknüpfung mit Smartphones und Tablets soll endlich der Durchbruch für das Smart Home in der Breite gelingen. Viele Unternehmen hoffen darauf, einen lukrativen Markt erschließen zu können, der bis 2025 laut Verband für Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) auf <a href="http://www.vde.com/de/Verband/Pressecenter/Pressemeldungen/Fach-und-Wirtschaftspresse/2013/Seiten/20-2013.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">19 Milliarden Euro</a> anwachsen soll. Solch rosige Aussichten wecken das Interesse einer Vielzahl von Unternehmen: Spätestens seitdem Google den Thermostathersteller Nest aufgekauft hat, ist klar, dass der US-Internetkonzern bereits mitmischt. Apple wird mit der achten Version des Betriebssystems iOS das iPhone und das iPad als Schaltzentrale für das Smart Home in Stellung bringen. Das Interesse der zwei Tech-Giganten steht stellvertretend für die großen Erwartungen zahlreicher Unternehmen an den Smart Home-Markt.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://vimeo.com/94031546" title="Welcome to Life With Revolv" src="https://player.vimeo.com/video/94031546?width=840&#038;height=1000&#038;discover=1?dnt=1&amp;app_id=122963" width="840" height="473" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen></iframe><br />
Das Werbevideo des amerikanischen Anbieters Revolv für sein Smart Home veranschaulicht nicht nur das Ziel des Herstellers, das intelligente Haus mit positiven Merkmalen wie „sexy“ und „cool“ zu versehen, sondern führt ebenso vor, was der letzte Stand der Technik hergibt. Ein Smart Home kann die Hausbeleuchtung anknipsen, sobald es anhand der GPS-Position unseres Smartphones feststellt, dass wir uns in einem vorher festgelegten Radius zum Haus befinden, und die Tür kann mit einem Wisch auf dem Smartphone geöffnet werden. Es lassen sich verschiedene Profile erstellen, die mit einer Berührung etwa das Licht und die Musik dem Anlass entsprechend anpassen. Das kann aber auch zu peinlichen Situationen führen, wenn man sich vertippt und die Schwiegereltern das Entertainmentprogramm für romantische Stunden zu zweit erleben.<br />
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die perfekt abgestimmte Heizungsregulierung. Jeder Heizkörper verfügt über ein Thermostat, mit dem sich die gewünschte Raumtemperatur einstellen lässt. Neubauten verfügen heute in der Regel über zentrale Kontrolleinheiten, mit der sich die gewünschte Raumtemperatur zu jeder beliebigen Uhrzeit einstellen lässt. Das Prinzip Smart Home soll weit darüber hinausgehen – es soll noch wesentlich mehr Komfort bieten und eine bessere Energieeffizienz ermöglichen. Mit Hilfe von Sensoren lässt sich beispielsweise erfassen, ob eine Person sich in einem Raum aufhält und ob dieser entsprechend geheizt werden muss. Die Wohnung kann ab dem Moment beheizt werden, ab dem wir uns ihr in einem bestimmten Radius nähern.<br />
Und es gibt weitere Vorteile: Die manuelle Regulierung per Thermostat ist oft ineffizient, viele Menschen stellen ihre Thermostate viel zu hoch ein oder drehen sie beim Verlassen des Hauses nicht herunter. Das Smart Home würde es uns abnehmen, an diese Dinge zu denken. Mit Sensoren ausgestattete Fenster könnten die Bewohner darauf aufmerksam machen, dass sie offen sind und es hereinregnet oder zum Fenster heraus geheizt wird. Richtig intelligent und autonom wird das Haus dann, wenn die Heizung an warmen Tagen automatisch gedrosselt wird oder die Rollläden bei Sonnenschein zur Kühlung heruntergelassen werden. Dazu kann es die aktuellen Wetterdaten aus dem Internet beziehen oder direkt vor Ort Temperatur und Sonneneinstrahlung messen.<br />
In den vergangenen Jahren sanken die Kosten für Mikrochips stark und es wurden Funktechnologien entwickelt, die es Gegenständen ermöglichen, mit Basisstationen zu kommunizieren. Dafür braucht es keine sperrigen Funkmodule mehr, manchmal nicht einmal Strom. Beide Faktoren bedeuten, dass der Fantasie der Bewohner eines Smart Homes bei der Ausgestaltung ihres Zuhauses aus technischer Sicht kaum Grenzen gesetzt sind. Außer den klassischen Anwendungsbereichen Sicherheit und Energieeffizienz gibt es allerlei weitere intelligente Gegenstände für den Hausgebrauch, wie <a href="http://www.quirky.com/shop/619" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eggtray</a>, ein Eierhalter, der darauf hinweist, wann die Haltbarkeit der Eier im Kühlschrank abläuft, oder <a href="http://www.hapi.com/products-hapifork.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HAPIfork</a>, eine Gabel die das eigene Essverhalten genauestens dokumentiert. Viele andere Gegenstände mit ähnlicher Funktion existieren bereits, und es ist fest damit zu rechnen, dass weitere Produkte dieser Art schon bald auf den Markt kommen werden.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Für Besitzer des Handyklassikers Nokia 3310 dürfte sich die Wandlung ihres Hauses in ein Smart Home nicht lohnen, weil sie mangels technischer Funktionen eines Smartphones nicht das volle Potenzial ausschöpfen könnten. Doch warum sollte jemand sein Zuhause überhaupt intelligenter machen? Bisher ging es doch auch ohne diesen Schnickschnack. Der Nutzen eines intelligenten Hauses ist an zwei Aspekten festzumachen: Einerseits ermöglicht es die<em><strong> Automatisierung von Prozessen</strong></em> nach dem Schema „Wenn dieses Ereignis eintritt, soll diese Aktion ausgelöst werden“. So lassen sich viele Smart Home-Lösungen mit dem Internetdienst „if this, then that“ (<a href="https://ifttt.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IFTTT</a>) verknüpfen. Dieses Prinzip ermöglicht es auf simple Weise, zwei Gegenstände miteinander zu verbinden: 15 Minuten bevor der Wecker klingelt, könnte die Kaffeemaschine schon den Morgenkaffee brühen. Oder das Licht wird automatisch gedimmt, wenn man einen Film im Fernsehen oder auf dem Rechner schaut. Andererseits ermöglicht die Verknüpfung mit dem Internet es uns, dass wir jederzeit auf dem Smartphone nachschauen können, ob wir die Herdplatte angelassen haben und ob zuhause alles in Ordnung ist.<br />
Der <em><strong>Fernzugriff</strong></em> mittels Smartphone auf das eigene Haus ist die bedeutendste technische Entwicklung, von der sich viele Unternehmen eine große Attraktivität für Nutzer erhoffen. Dass Smartphones zur Schaltzentrale eines Smart Homes werden können, hat erst die großen Internetriesen auf den Plan gerufen, weil sie darin die Chance sehen, noch mehr über ihre Nutzer zu erfahren. Mit dem Internet der Dinge beschränken sich ihre Beobachtungen nicht mehr allein auf das Verhalten im Internet, sondern es ermöglicht ihnen darüber hinaus, unser Verhalten in der physischen Welt zu beobachten.<br />
Ob das Ganze für beide Seiten nützlich ist, hängt in hohem Maße davon ab, welche Ziele mit der Nutzung eines intelligenten Hauses erreicht werden sollen und wie das Vorhaben umgesetzt wird. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Smart Home-Anbietern, aber es hat sich bislang kein technischer Standard durchgesetzt. Die fehlende Interoperabilität macht einen Anbieterwechsel derzeit umständlich und äußerst kostspielig. Der Fragmentierung des Marktes – womit ebenfalls die Nutzenkalkulation für Anwender sinkt – möchte die Telekom mit dem Aufbau des zentralen Ökosystems <a href="https://www.qivicon.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Qivicon</a> entgegenwirken, unter dessen Schirm sich namhafte Marken von Vattenfall über Miele bis Samsung versammelt haben. Währenddessen wollen Bosch, ABB, Cisco und LG der Telekom-Initiative eine <a href="http://www.energie-und-technik.de/automatisierung-messen/artikel/102433/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eigene Plattform</a> entgegensetzen. Ein weiterer Grund, dass die Anwender sehr genau hinschauen müssen, ob das <em>Kosten-Nutzen-Verhältnis</em> des ins Auge gefassten Smart Homes stimmt, ob es <em>Interoperabilität</em> bietet und das System <em>sicher</em> ist.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p><a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">An anderer Stelle</a> haben wir darauf hingewiesen, dass im Hinblick auf<em> Privatsphäre</em>, <em>Diskriminierung</em>, <em>Datenschutz</em> und das Risiko zum <em>Fremdzugriff</em> Einwände gegen das Internet der Dinge erhoben werden müssen. Sind die Einwände im Fall des Smart Homes gerechtfertigt?<br />
Nehmen wir die enge Definition der <em><strong>Privatsphäre</strong></em>, nach der ich im Privaten unabhängig von äußeren Einflüssen die Freiheiten habe soll, zu schalten und walten wie ich möchte, so ist diese derzeit in einem Smart Home nicht bedroht. Besitzer von Smart Homes entscheiden, welche Komponenten des Hauses intelligent werden sollen und können die Installation jederzeit wieder rückgängig machen. Ein Smart Home behindert die persönliche Entfaltung der Hausbewohner im Privaten nicht per se. Bis dato! Es ist nicht undenkbar, dass weitere Werkzeuge wie die HAPIFork entwickelt werden, die erwünschtes Verhalten an niedrigere Krankenversicherungsprämien koppeln lassen. Man stelle sich vor, dass Menschen, die sich gesünder ernähren, einen geringeren Versicherungsbeitrag bezahlen. Wäre das dann gerecht oder würde dies dem Solidaritätsprinzip der Versicherungen widersprechen?<br />
Während viele Smart Home-Systeme noch nach manuell gesteuerten Regeln funktionieren, arbeitet die Firma Alpha-EOS bereits an der nächsten Generation der Smart Homes, die unsere Vorlieben selbstständig erlernen, indem sie unser Verhalten beobachten. Welche Duschtemperatur mögen wir? Wann möchten wir das Licht im Wohnzimmer wie hell haben? Das alles kann dieses System sich merken und mithilfe von Algorithmen unser Zuhause regulieren. Wenngleich zu hoffen ist, dass im Notfall noch manuell in die Abläufe eingegriffen werden kann, so sieht das System dies zunächst nicht vor und nimmt uns damit ein Stück <em><strong>Entscheidungsfreiheit</strong></em>.<br />
Wenn unser Smartphone oder Computer gehackt werden, können wir Daten verlieren oder unsere Geräte unbrauchbar werden. Der angerichtete Schaden ist jedoch zumeist virtueller Natur und kann nicht physisch gegen uns eingesetzt werden. Doch sollte es Unbefugten gelingen, die Kontrolle über unser Smart Home zu übernehmen, dann sind gruselige Szenarien kein Hirngespinst mehr: von Musikterror bis Eingesperrtsein im eigenen Haus. Der Angreifer hätte selbstverständlich auch sämtliche Kommunikationskanäle lahmgelegt, über die wir Hilfe rufen könnten. Ein solch unerwünschter <em><strong>Fremdzugriff</strong> </em>wäre nicht schnell und einfach zu stoppen, wenn jede Faser des Hauses vernetzt wäre. Außerdem würde es Wissen erfordern, das die meisten Anwender nicht haben dürften – nämlich darüber, wie das eigene Smart Home-System funktioniert.</p>
<h3>Und sonst? Open Source und Raspberry Pi</h3>
<p>Wem das zu viele Unwägbarkeiten sind oder wer den Versprechungen von Sicherheit und Datenschutz der großen Unternehmen nicht traut, kann Open Source-Alternativen wie <a href="http://www.fhem.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fhem</a>, <a href="http://mknx.github.io/smarthome/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">smarthome.py</a> oder <a href="http://www.openhab.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">openHAB</a> einsetzen. Open Source-Systeme bedeuten nicht zwangsläufig, dass man sich das Smart Home selbst installieren und warten muss. Wie Linux und WordPress beweisen, hat sich das übliche Open Source-Geschäftsmodell bewährt, nicht mit der Software selbst, sondern mit dem Support Geld zu verdienen. Offene Smart Home-Systeme haben für den Anwender den Vorteil, dass sie auf offene Standards setzen, d.h. dass ein Wechsel des Smart Home-Systems wesentlich einfacher zu bewerkstelligen wäre, und teuer gekaufte Hardware müsste nicht ersetzt werden. AVM, ein Hersteller von Routern, erlaubt es beispielsweise, fhem-Software auf der in Deutschland weit verbreiteten Fritzbox zu installieren, das macht die Anschaffung eines weiteren Geräts als Schaltzentrale überflüssig.<br />
Das wäre allein durch die Kombination eines Open Source-Systems mit einem Minicomputer à la Raspberry Pi oder Arduino zu toppen. Eine Option, die nur für versierte Anwender, Do-it yourself-Anhänger und Bastlerfreunde realistisch ist. Dafür kann aus dem Wissen der jeweiligen Communities geschöpft werden – ein großer Pluspunkt gegenüber geschlossenen Systemen.<br />
Ob jetzt das Komplettpaket von einem großen Unternehmen oder das Open Source-System mitsamt Minicomputer das nützlichere System ist, bleibt letztendlich schlichtweg eine Prioritätenfrage, die jeder für sich beantworten muss. Der eine legt mehr Wert auf Sicherheit, der andere darauf, alles aus einer Hand zu bekommen. Der künftige Smart Home-Markt wird geschlossenen wie offenen Systemen gleichermaßen Platz bieten. Bevor man sich jedoch die Systemfrage stellt, muss man für sich entscheiden, ob man überhaupt ein intelligentes Haus braucht. Ohne die Technik verteufeln zu wollen, aber es kann auch ein besonderer Genuss sein, das Mokkakännchen morgens auf den Herd zu stellen und in den Minuten bis zum fertigen Kaffee langsam wach zu werden. Überlegen Sie sich also vor einer Anschaffung, worauf Sie in einem Smart Home möglicherweise verzichten müssten.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping</strong></a><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Foto: Reubot (File:Haus LennartHell.png) [<a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en">CC0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHaus_LennartHell.svg">via Wikimedia Commons</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-7" data-row="script-row-unique-7" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-7"));</script></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Internet der Dinge – Teil 2: Intelligentes Shopping</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Böhm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2014 14:33:13 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-8"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Haben Sie sich schon mal bei Starbucks so richtig verloren gefühlt? Bei McDonald&#8217;s, Karstadt? Die Rettung naht! Punktgenaue Ortung durch Navigationsanker ist ein weiterer Baustein im Internet der Dinge. Und darum auch in unserer Sommerreihe. Die Frage bleibt nur: Wer steuert hier eigentlich wen?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Entwicklung technischer Geräte hat seit jeher  vor allem immer auf eines abgezielt: das tägliche Leben bequemer, effizienter und schneller zu machen. Konsequent zu beobachten ist das am Smartphone, das inzwischen zum täglichen Begleiter der Mehrheit aller Deutschen geworden ist: Es ersetzt nicht nur Karte, Kompass, Computer und Kontoauszug, sondern längst auch Fotoapparat und MP3-Player.<br />
Immer weniger Alltagsgegenstände scheinen eine eigene Daseinsberechtigung zu haben, wenn das, was früher einmal nicht mehr als ein Handy war, doch letztlich alles in einem ist. Viel scheint es nicht mehr zu integrieren zu geben, und spätestens mit Apples iBeacon-Technologie verschafft sich ein neuer Trend Raum: die Effizienzsteigerung des eigenen Verhaltens.<br />
Man könnte auch sagen: Wenn keine Mühen mehr übrig bleiben, die uns durch unsere vernetzten Begleiter abgenommen werden können, dann müssen eben neue Erleichterungen erfunden werden:  Mein Handy hilft mir einkaufen. Aber was kommt da noch, mit einer Technik, die in der Lage ist, mich bis auf Zentimeter genau zu orten?<br />
Die Firma Apple genießt einen geteilten Ruf: innovativ, schick, teuer und sehr verschlossen in puncto Interna und neue Produkte. Doch obwohl Apple-Nutzer schon seit drei Jahren mit kompatiblen Geräten ausgestattet werden, hat der Konzern die iBeacons-Technologie besonders erfolgreich aus dem öffentlichen Fokus rausgehalten – aus gutem Grund.</p>
<h3>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?<b>    </b></h3>
<p>Weder die Idee noch die Technik ist grundlegend neu, es wird nur feiner: Es geht darum, Menschen auch in geschlossenen Räumen exakt zu orten – und zu steuern.<br />
In der Apple-Version ist die Technik als „iBeacon“ registriert, zu Deutsch „Leuchtfeuer“. Sie basiert auf der <a href="http://www.heise.de/mac-and-i/artikel/iBeacons-statt-NFC-2140159.html?artikelseite=1">Bluetooth Low Energy (BLE) Technologie</a>, die das Problem der „indoor navigation“ löst: GPS verliert in geschlossenen Räumen schnell die Verbindung und kann den Nutzer schon mal zwei Meter weiter links positionieren als geplant. Die Alternative über W-LAN belastet die Smartphone-Batterie. Und die konkurrierenden Hersteller von Android-Geräten haben mit ihrem <a href="http://t3n.de/news/apple-ibeacon-nfc-499992/">Versuch</a> auf dem Gebiet mittels NFC nicht unbedingt glanzvoll vorgelegt.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jonathan-Nalder-4.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-140964 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Jonathan-Nalder-4-630x421.jpg" alt="Jonathan Nalder 4" width="315" height="210" /></a>In diese Lücke stößt nun Apple und verspricht Abhilfe: Festinstallierte Sender (Beacons), klein, günstig, schlichtes Design, funken ein monotones Bluetooth-Signal, das von kompatiblen Apple-Geräten empfangen werden kann, vorausgesetzt die entsprechende App ist installiert und aktiv. Das Smartphone kombiniert die Signalstärke aller Beacons, in deren Reichweite es sich befindet, und ist so in der Lage, die Position des Nutzers zu bestimmen. Beacons dienen also als Navigationsanker, die die Position eines Endgeräts bestimmen helfen – oder genauer: die seines Benutzers. Auf Zentimeter genau.<br />
Alle Apple-Produkte seit 2011 sind mit Bluetooth 4.0 ausgestattet und somit prinzipiell in der Lage, diese Technik zu nutzen. Mit seinem aktuellen Betriebssystem (iOS 7) hat Apple zwar eine ganze Palette kompatibler Geräte. Die Sender allerdings werden aktuell noch von Drittherstellern bezogen, erst in den letzten Wochen wurden <a href="http://www.techradar.com/news/computing/apple/apple-is-working-on-its-first-ibeacon-hardware-but-what-could-it-be--1257095">Gerüchte</a> laut, Apple steige selber in die Hardware-Produktion ein.</p>
<h3>Wozu das Ganze?</h3>
<p>Für bestimmte Personengruppen kann die Technik natürlich sehr sinnvoll sein: Wenn der Aufenthaltsort von Menschen exakt bestimmt werden kann, sind Navigationssysteme für blinde oder sehbehinderte Menschen denkbar, der Blindenhund würde überflüssig.<br />
Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten, die aktuell diskutiert werden, ist jedoch ungleich größer: im Museum zielgenau zum Bild des Lieblingsmalers navigiert werden, dazugehörige Informationen können mit dem Smartphone gleich mit abgerufen werden. Auf der Business-Messe ohne Umwege die Gesprächspartnerin finden. Im Flughafen vom eigenen Handy zum Gate gebracht werden, mitsamt dem Hinweis: „Jetzt Bordkarte und Reisepass bereit halten!“.<br />
Während viele dieser Einsatzmöglichkeiten das Leben tatsächlich im oben genannten Sinne erleichtern könnten, hat Apple als großen Abnehmer aber ganz andere Branchen ausgemacht: den <a href="http://www.ibeaconsblog.com/">Einzelhandel und die Werbeindustrie</a>. In einer unselig scheinenden Verbindung.<br />
In den USA lassen sich hierfür schon Beispiele finden. Das Edelkaufhaus Macy’s in New York hat die Einsatzgebiete bereits getestet: Beim Betreten des Ladens wird der potentielle Kunde auf das Sonderangebot hinten links aufmerksam gemacht. Und darauf, dass zu diesen Schuhen der Schal aus dem Erdgeschoss besonders gut passt. Die Anprobe wird überflüssig: Mein Handy hat schon mal für mich ausgerechnet, wie ich in diesem Hemd aussehe. Und bezahlen? Das wird im Vorbeigehen erledigt, weil mein Smartphone registriert, dass ich in mich in der „Sale Zone“ befinde, die mit der profan analogen Kreditkarte verbunden ist. So werden auch gleich heiß begehrte Bonuspunkte addiert. Vielen Dank für ihren Einkauf, bis zum nächsten Mal.<br />
Apple probiert diese Version der  Kundenbindung seit einiger Zeit auch in den eigenen Verkaufsstellen: „<a href="http://www.idownloadblog.com/2013/12/06/a-mixed-experience-with-ibeacon-at-the-apple-store/">Welcome to the Apple Store. Find out how to make the most of your visit today.</a>” erscheint auf dem Display des gewillten Kunden.<br />
Es zeigt sich, dass die Frage nach der Zukunft dieser Technik zwischen den Polen „Blindennavigation“ und „Push-Werbung“ wohl eher damit zu beantworten sein wird, wer am meisten Geld in ihre Weiterentwicklung investiert. Das US-amerikanische Marktforschungsinstitut <a href="https://www.abiresearch.com/press/ibeaconble-beacon-shipments-to-break-60-million-by">ABI Research</a> wagt hier einen Ausblick, der skeptisch stimmt: Als größter Markt werden die Werbung, das vernetzte Haus und „asset tracking“ genannt. Was bitte? Was mit der umschreibenden englischen Phrase (übersetzt etwa: Güternachverfolgung) gemeint ist, erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Denn wer könnte sich dafür interessieren, von wo nach wo ich mich bewege, in welchem Laden ich einkaufe, vor welchen Produkten ich am längsten stehen bleibe, wie schnell ich mich bewege? Selbst für alle, bei denen die NSA-Affäre keine nachhaltige Überwachungsparanoia hinterlassen hat, ist die Antwort so einleuchtend wie besorgniserregend: Es interessiert genau dieselben Produzenten, die die Technik momentan anwendbar machen – alle, die etwas zu verkaufen haben.</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Wenn das Reizwort „NSA“ schon gefallen ist, lautet der erste Einwand natürlich: Datenschutz. Produzenten und Anwender (Apple fällt wie erwähnt gleich in beide Kategorien) werden nicht müde zu <a href="http://radar.oreilly.com/2014/04/ibeacons-privacy-and-security.html?cmp=tw-na-confreg-home-sld14_solid_twitter_posts">betonen</a>, dass iBeacons und vergleichbare Geräte nur in der Lage seien zu senden, nicht aber zu empfangen. Dieser Einwand kann allerdings kaum überzeugen: Denn wenn der Sender meine Position nicht kennt, so errechnet mein Smartphone sie einfach anhand der empfangenen Signale. Und den Standort muss das Smartphone natürlich mit einem App-Händler in Echtzeit abgleichen – sonst erhalte ich die Benachrichtigung über das heutige Sonderangebot zu spät.<br />
Die Nutzung der so generierten Daten ist wie so oft ungewiss und von vielen Interessen geleitet. Für Optimisten hat der gläserne Kunde allerdings auch einen Vorteil: Wenn Bedürfnisse und Konsumgewohnheiten exakt vermessen werden können, so lautet das Argument, dann wird auch nur produziert, was gebraucht wird. Das klingt besonders gut mit dem Hinweis auf die Tonnen von Backwaren, die täglich weggeworfen werden, weil sie nicht gekauft werden. Ein wenig Nachdenken hilft aber auch hier: In den hochtechnisierten und -entwickelten Gesellschaften des Westens zielt Volkswirtschaft schon lange nicht mehr darauf ab, Bedürfnisse zu befriedigen, sondern diese in einer übersättigten Masse <i>überhaupt erst zu erzeugen</i>. Auch deswegen werden Werbeindustrie und Marktforschung Hauptinteressenten dieser Innovation sein.<br />
Und als Einschub muss hier erwähnt werden, dass die weggeworfenen Backwaren auch nicht  die Folge davon sind, dass Bäckereien nicht wüssten, dass das gesamte Sortiment nach 17 Uhr nicht mehr weggeht. Sondern davon, dass eben jene Werbeindustrie errechnet hat, dass Kunden keine halb leeren Regale mögen. Und kein Brot vom Vortag.</p>
<h3>Wohin geht der Trend?</h3>
<p>Der psychologisch vermessene Kunde wird also punktgenau mit Werbung versorgt, um ihn zu Käufen zu bewegen, die er andernfalls vielleicht nicht tätigen würde. Doch auch an anderer Stelle ist Freiwilligkeit ein heikles Thema: Kunden des Herstellers Apple wissen schon seit einiger Zeit, dass sich bestimmte Anwendungen auf ihren Geräten nicht löschen lassen. Umwerfende Technologie hat ihren Preis und zu dem gehört der App-Store eben dazu. Aber wohin geht hier der Trend? Wie viele Kunden könnte Apple wiederum verlieren, wenn die Nutzung von punktgenauen Ortungsdiensten nicht mehr Option, sondern Zubehör ist? Oder wenn Geräte überhaupt nicht mehr dazu gedacht sind, sie auch einmal auszuschalten?</p>
<h3>Je vernetzter das Leben, desto angreifbarer</h3>
<p>Hinzu kommt die Frage nach der Fälschungs- und Manipulationssicherheit. Der Charme von iBeacons liegt in Preis und Einfachheit: Das Einstiegsangebot „<a href="http://estimote.com/?gclid=CLrqtuTnxL8CFQ2WtAod_CUAiw">Developer Preview Kit</a>“ des Herstellers estimote verspricht drei Sender zum Preis von 99 Dollar. Die Batterien halten lange, es wird lediglich ein einziges Signal gesendet. Dieses wäre theoretisch aber auch per Hackerangriff einfach zu kopieren – und der Nutzer somit in die Irre zu leiten. Das wird besonders heikel, wenn mittels indoor navigation auch bargeldlose Bezahlvorgänge abgewickelt werden.<br />
Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen, den Apple mit dieser Innovation ebenso vorantreibt, wird vielfach unter dem Aspekt diskutiert, dass er Sicherheit und Diebstahlschutz verspricht – Stichwort: bezahlen mit dem <a href="http://techcrunch.com/2014/07/12/money-at-our-fingertips/">Fingerabdruck</a>. Hier jedoch schließt sich der Kreis wieder zum Datenschutz: Denn wenn es für jeden Einkauf eine eindeutige persönliche Identifizierung braucht, dann „weiß“ jede Kasse am Ende des Tages nicht nur, wann etwas eingekauft worden ist, sondern auch von wem.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Das Fazit zur indoor navigation im Allgemeinen und der iBeacons-Technologie im Speziellen ist also ein geteiltes: Auch wenn jede Technik neue, faszinierende Möglichkeiten mit sich bringt und potentiell in der Lage ist, das Leben vieler Menschen positiv zu verändern, muss der Einsatz auch für den Hersteller immer rentabel sein: Hier können wir uns darauf einstellen, auf die bekannten Gesichter der Global Player zu treffen. Und dann muss immer die größte Sorge sein, was die Bloggerin Sarah Perez auf <a href="http://techcrunch.com/2014/07/08/in-five-years-ibeaconbluetooth-low-energy-device-market-to-reach-60-million-devices/">techcrunch</a> anspricht: Kann schwerfällige, analoge und vor allem nationale Gesetzgebung in der Lage sein, mit der Hochgeschwindigkeit von technischer Entwicklung mitzuhalten?</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt<br />
</a><em>Teil 1</em></strong>: <strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables/">Smart Wearables</a></strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Titelbild: <a href="http://pixabay.com/en/black-icon-food-outline-symbol-29647/">Nemo</a><br />
Bild iBeacon Baum: <a href="https://www.flickr.com/photos/jnxyz/13570805343/in/photolist-i8sNUr-kZBpkM-mFdfkZ-mFdgDa-mFepFS-mFcVCt-mFdbBr-mFeuAG-o9xzAK-mFf7vN-nvbSKG-nfKb2c-nwYSE9-mFeQRS-mFcWH6-mFdd6R-mFdjxB-mFeVab-mFeS65-mFerd9">Jonathan Nalder </a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="378" height="66" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-8" data-row="script-row-unique-8" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-8"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Manipuliert und vorgeführt – Digitale Presseschau 28/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jul 2014 15:41:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die einen wollen unbedingt und können nicht so richtig, die anderen könnten zwar vielleicht, haben aber eigentlich gar keine Lust [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die einen wollen unbedingt und können nicht so richtig, die anderen könnten zwar vielleicht, haben aber eigentlich gar keine Lust dazu – die Netzpolitik in Deutschland ist zum Davonlaufen. Gutes Stichwort für den CIA-Vertreter der US-Botschaft. Der muss nämlich erst einmal seine Koffer packen. Tschüss und auf Wiedersehen! Auch wir Nutzer könnten uns verabschieden und dem experimentierfreudigen sozialen Netzwerk unseres Vertrauens zumindest für 99 Tage die kalte Schulter zeigen. Doch Vorsicht, auch in der analogen Welt nistet sich das Internet peu à peu ein.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&#038;v=-c8s2pC8Gw8#t=519<br />
Juhu juhu, was hatten wir uns gefreut! Endlich ein eigenständiger Ausschuss, endlich unsere Themen! Mit dem Bundestagsausschuss für die digitale Agenda (BTADA) hatte die Netzpolitik ihre eigene kleine Bühne im Bundestag bekommen. Doch Skepsis und Kritik ließen nicht lange auf sich warten: zu viel Gerede, zu wenig Einfluss, reiner „Debattierklub“. Klingt ja nicht sehr motivierend. Beim ZDF Info-Netzmagazin „Elektrischer Reporter“ (<a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&amp;v=-c8s2pC8Gw8#t=519" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ab Minute 08:39</a>) kommen die „Betroffenen“ selbst zu Wort, mit unterschiedlichen Einschätzungen: die Mitglieder des Ausschusses.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/nsa-ausschuss-die-sprengkraft-der-geheimen-akten-1407-107752.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufklärung mit Hindernissen</a></h3>
<p>Vorsicht, Déjà vu-Gefahr! Auch der NSA-Untersuchungsausschuss steht unter akutem Zahnloser-Tiger-Verdacht. Das Gremium, dessen Aufgabe es ist, die Spionageaffäre aufzuarbeiten, tritt in vielen Bereichen auf der Stelle. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Mitglieder des Ausschusses relevante Dokumente gar nicht oder nur in Teilen einsehen dürfen. Dafür gibt es zwar Gründe, doch die so verhinderten Aufklärer wollen sich damit nicht abfinden.<br />
<em><a href="http://www.golem.de/news/nsa-ausschuss-die-sprengkraft-der-geheimen-akten-1407-107752.html">golem.de</a></em></p>
<h3><a href="http://berlinergazette.de/open-the-snowden-files/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Öffnet den Datenberg!</a></h3>
<p>Inakzeptabel und nicht im Sinne der Aufklärung ist auch, dass die von Whistleblower Edward Snowden enthüllten Dokumente nur einer kleinen Insidergruppe zur Verfügung stehen. Immerhin handelt es sich bei der Spionageaufklärung um ein öffentliches Interesse, und dem könnte doch auch öffentlich nachgegangen werden. Viel zu gefährlich, heißt es, kaum umzusetzen und so weiter. Berliner Gazette-Herausgeber Krystian Woznicki meint: Doch, es geht, und es muss auch gehen – Open the Snowden Files!<br />
<em><a href="http://berlinergazette.de/open-the-snowden-files/">berlinergazette.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/nsa-botschaft-resident-ausweisung" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Geradezu niedlich“ </a></h3>
<p>Kaum auszumalen, was Im Fall der Veröffentlichung passieren würde. Sehr gut ausmalen kann sich hingegen der CIA-Vertreter der US-Botschaft nun, was passiert, wenn seine Behörde einen Maulwurf in deutschen Regierungskreisen bezahlt: Er fliegt aus dem Land. So geschehen am gestrigen Tag. Hier werde jedoch eine Mücke zum Elefanten gemacht, während der eigentlich Elefant immer noch mitten im Raum stehe: die Massenüberwachung unschuldiger Bürger. Kai Biermann von Zeit Online weiß, wieso das so ist.<br />
<em><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/nsa-botschaft-resident-ausweisung">zeit.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-07/google-urteil-eugh-link-loeschen-streisand-effekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Ungewollte Aufmerksamkeit</a></h3>
<p>Kommen wir vom Elefanten zum nächsten Schwergewicht: Internet-Gigant Google. Der muss nach einem EuGH-Urteil bestimmte Seiten aus seinen Suchergebnissen löschen. In Deutschland läuft das Vergessen-Werden auf Hochtouren. Emsig wird beantragt und gelöscht. Google selbst spielt brav mit und streicht kompromisslos. Doch was, wenn das alles gar nichts bringt? Und was, wenn es sogar kontraproduktiv wäre? Der Streisand-Effekt lehrt die „Vergessenen“ das Fürchten.<br />
<em><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-07/google-urteil-eugh-link-loeschen-streisand-effekt">zeit.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.friedemannkarig.de/blog/2014/07/09/das-experiment/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der ganz normale Wahnsinn</a></h3>
<p>Einzelne Ergebnisse streichen ist eine Sache; sämtliche positiven oder negativen Posts aus dem Feed zu nehmen, eine andere. Die heimliche Facebook-Studie an hunderttausenden Nutzern erregte auch in dieser Woche die Gemüter. Doch wenigstens in einer Hinsicht ist das Ganze gut: Es erinnert uns daran, dass ein Unternehmen nun mal ein Unternehmen und Manipulation im Netz schon fast alltäglich ist. Darüber sollten wir mal sprechen, meint Friedmann Karig. Oder wir lassen es einfach mal bleiben, sagen unseren digitalen Freunden adieu und suchen das Glück im Analogen – zumindest für 99 Tage. Das ist die Idee der <a href="http://readwrite.com/2014/07/08/facebook-mood-emotion-quit-99-days" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktion „99 Days of Freedom“</a>.<br />
<em><a href="http://www.friedemannkarig.de/blog/2014/07/09/das-experiment/">friedemannkarig.de</a></em></p>
<h3><a href="http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/hacker224_page-2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicht nur smart, sondern auch sicher muss es sein.</a></h3>
<p>Während Facebook munter an unserem Seelenleben herumdoktert, wollen andere die Kontrolle über unsere Gegenstände erlangen. Das Internet der Dinge öffnet der Manipulation durch Hacker wortwörtlich Tür und Tor, es sei denn… tja, es sei denn, wir lernen aus den Fehlern der Vergangenheit und sorgen bei den Technologien für entsprechende Sicherheitsstandards. Das wäre doch mal was. Sebastian Zimmer vom Chaos Computer Club sieht das ganz genauso.<br />
<em><a href="http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/hacker224_page-2.html">ndr.de</a></em><br />
Bild: Screenshot aus dem Video<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="378" height="66" /></a></p>
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		<title>Internet der Dinge – Teil 1: Smart Wearables</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/internet-der-dinge-teil-1-smart-wearables-2-140870/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2014 10:38:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-9"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Hardware, mit der wir ins Netz gehen und unser digitales Leben navigieren, wird immer kleiner. Doch das ist erst der Anfang. Die Technik ist auf dem Weg in jeden erdenklichen Gegenstand, den wir mit uns tragen. „Wearables“ sind der nächste konsequente Schritt und die Einstiegsdroge ins Internet der Dinge. Grund genug, unsere Sommerreihe damit zu beginnen, ein Produkt vorzustellen, das vielleicht schon in naher Zukunft nicht mehr aus unserem Kleiderschrank wegzudenken ist: das Smart Shirt. Was kann es, was will es und wo soll das noch alles hinführen?</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Beginnen wir also unsere Reise durchs Internet der Dinge bei uns selbst, unserem Körper. Er ist eine bedeutende Datenquelle, an deren Erschließung bereits tüchtig gebastelt wird. Hinter dem Schlagwort „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quantified_Self" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quantified Self</a>“ verbergen sich zahlreiche Konzepte, Anwendungen und Technologien, die die Generierung personenbezogener Daten be- und vorantreiben. Der Bereich der so genannten „Wearables“ (dt. Tragbares) ist dabei nicht nur ein sehr greifbares Beispiel, entsprechende Produkte sind auch bereits weit fortentwickelt. Für das kommende Jahr <a href="http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303491404579389270527635840.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">prognostizieren</a> Studien und Experten den kommerziellen Durchbruch der smarten Begleiter. Die meisten davon zielen darauf ab, in unsere ohnehin schon bestehende Gegenstandswelt integriert zu werden. Ob Armband  oder T-Shirt, alles kann mit der entsprechenden Technologie smart gemacht werden.<br />
Shooting Star unter den „Smart Wearables“ ist mit Sicherheit die digitale Brille „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Glass" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Glas</a>“, mit der der Suchmaschinenanbieter in den vergangenen Jahren viel Aufsehen erregte. Doch auch Fitness-Armbänder und Smart-Watches haben in letzter Zeit die Produktangebote erobert und können durchaus als Vorreiter der Entwicklung betrachtet werden. Größen wie <a href="https://www.apple.com/ios/ios8/health/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Apple</a> oder <a href="http://www.nike.com/us/en_us/c/nikeplus-fuelband#1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nike</a>, aber auch Startups wie <a href="https://jawbone.com/up" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jawbone</a> oder <a href="http://www.golem.de/news/smartwatch-pebble-jetzt-auch-offiziell-in-deutschland-bestellbar-1407-107660.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pebble</a> bieten entsprechende Produkte an, die uns zunehmend und oft unbemerkt im Alltag begleiten. Doch auch diese Innovationen werden letztlich nur einen Übergangsschritt darstellen. Mit so genannten E-Textiles oder Smart Fabrics hat die Industrie bereits den nächsten Schritt vorweggenommen. Die Verarbeitung von Sensorik in Kleidungsstücken eröffnet ganz neue Möglichkeiten der automatisierten Datenerfassung, und das ohne dass der Konsument ein eigenes Gerät dazu bräuchte.<br />
<b>Zur Sache: Was passiert da eigentlich genau?</b><br />
Führende IT-Unternehmen wie der Chip-Hersteller <a href="http://recode.net/2014/05/28/intel-bets-its-smart-shirt-on-the-future-of-wearables-video/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Intel</a> arbeiten bereits seit Jahren an entsprechenden Lösungen, und die ersten Produkte können schon im Vorverkauf erworben werden. So zum Beispiel das „<a href="http://www.omsignal.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Biometric Sweatwear</a>“ von OMSignal. Das Shirt ist noch kein Massenprodukt, kostet stolze 200 Dollar und ist bis dato vor allem als Sportbekleidung konzipiert. In einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hMiOmJHXyC4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Werbevideo</a> zeigen die Macher allerdings auch Menschen, die das Shirt wie selbstverständlich unter ihrer  Alltagsgarderobe tragen. Aber was kann es denn nun? Es misst biometrische Daten wie die Herz- und Atemfrequenz, weiß, wie weit ich gelaufen bin und wie viel Stress mir das bereitet hat. Auch der Kalorienverbrauch pro Bewegungs-Session kann dem figurbewussten Nutzer angezeigt werden.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cityzen-smart-shirt-sensing-fabric-health-monitoring.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-140890 alignnone" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cityzen-smart-shirt-sensing-fabric-health-monitoring.jpg" alt="cityzen-smart-shirt-sensing-fabric-health-monitoring" width="476" height="268" /></a><br />
Um dies zu ermöglichen, ist das Hightech-Shirt aus leitfähigen Textilien hergestellt, die die Signale der  zahlreichen Mikrosensoren aufnehmen können. Eine kleine schwarze Box von der Größe einer Streichholzschachtel, das Datenmodul, sammelt und sendet kontinuierlich die so gemessenen Daten. Wifi und Bluetooth sei Dank, ist das Shirt auch schnell mit Smartphone und Laptop verbunden oder speichert die Körperdaten einfach direkt in der Cloud. Die Informationen werden von entsprechenden Apps dann nutzerfreundlich aufbereitet und miteinander verglichen, um Erfolgserlebnisse oder Trainingsrückschritte sichtbar zu machen. So entsteht ein kleines Universum aus Hard- und Software, das die eigenen Daten automatisch aktualisiert, auswertet und Hilfestellungen generiert.<br />
<b>Wozu das Ganze?</b><br />
Womit wir beim Nutzen angekommen wären. „Know yourself. Live better“, mit diesem Spruch bewirbt das Startup Jawbone sein Armband „<a href="https://jawbone.com/up" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UP</a>“, das es bereits für 150 Dollar zu erwerben gibt. Das Unternehmen zeigt damit auf, welche Vision hinter den Tech-Klamotten steckt: Mehr Wissen, mehr Lebensqualität? In diesem Sinne ist die Innovation zunächst für Sportler interessant. Dank der fortlaufenden Vermessung der Vitalfunktionen können Trainingseinheiten optimiert werden. Selbstverständlich würden außerdem Informationen über Fortschritte und Trainingserfolge den gewünschten Effekt nicht verfehlen, wirbt der Hersteller, und auch in den sozialen Medien könne man nach Belieben mit den Ergebnissen prahlen. Ein solches Belohnungssystem würde Anreize schaffen, weiter und härter zu trainieren.</p>
<figure id="attachment_140870" aria-describedby="caption-attachment-140870" style="width: 244px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smartshirt1.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-140870 " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Smartshirt1.png" alt="Smartshirt1" width="244" height="250" /></a><figcaption id="caption-attachment-140870" class="wp-caption-text">Bald auch auf Ihrem Smartphone: Herzfrequenzmessung über das T-Shirt.</figcaption></figure>
<p>Doch Nutzungsmöglichkeiten lassen sich auch im Alltag erschließen. Ist mit meinem Herz alles in Ordnung? Welche Situationen setzen mich besonders unter Druck und welche Maßnahmen helfen mir zur Entspannung? Wie lang und wann sind meine Tiefschlafphasen? Auf diese und ähnliche Fragen versprechen die Anbieter der Wearables eindeutige Antworten.<br />
Spezielles Augenmerk liegt außerdem auf Menschen, die besonderer Fürsorge und Aufsicht bedürfen, wie Kinder und Menschen hohen Alters oder mit Gesundheitsproblemen. Hier kann vor allem im Hinblick auf die Früherkennung von Gesundheitsrisiken ein großes Potenzial der Technologien erschlossen werden. Allerdings sind auch praktische Anwendungen wie der <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Eltern-sollen-ihre-Kinder-mit-Wearable-LG-KizON-ueberwachen-2252571.html?wt_mc=sm.feed.tw.ho" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kindertracker von LG</a> denkbar, mit dem Eltern ihre Zöglinge nicht mehr aus den Augen oder besser dem Radar verlieren können.<br />
Langfristig ist auch hier Vernetzung der Schlüssel zu einer intensiveren Nutzung der Dienste. Ein Musikplayer, der die Songauswahl meinem Puls anpasst; Rezeptempfehlungen, die auf meinen Energieverbrauch und mein Training abgestimmt sind; oder eben ein intelligentes System, das beim Arzt Alarm schlägt, wenn mit meinen Vitalwerten etwas nicht in Ordnung ist. Komfort und Sicherheit, Belohnungsanreize und medizinische Früherkennung, das sind die offenkundigen Vorteile. Im öffentlichen Bereich ist darüber hinaus denkbar, dass Berufsgruppen im Nah- und Fernverkehr oder im Rettungswesen mit entsprechender Funktionskleidung ausgestattet sind, um neue Sicherheitsmechanismen zu implementieren. Der unternehmerische Erfindungsgeist kennt kaum Grenzen: <a href="http://www.blacksocks.com/de-de/smartersocks.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Socken</a>, die sich selbst sortieren? Oder besser <a href="http://www.fitbark.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das Wearable</a> für den Begleiter auf vier Beinen?<br />
<b>Risiken und Nebenwirkungen</b><br />
Doch Spaß beiseite! Mal ganz abgesehen davon, dass unser Körper durchaus über ein eigenes Alarmsystem verfügt, um Verbrauch von Sauerstoff, Wasser und Nahrung zu kontrollieren, und der Fitnesswahn auch seine fragwürdigen Aspekte mit sich bringt: Wohin wird der Trend zur Selbstvermessung noch führen?<br />
Zunächst mal klingen Wörter wie Herzfrequenz, Puls, Sauerstoffsättigung, Blutwerte und Lungenfunktion nicht nur verdächtig nach Hausarztpraxis, sondern sie gehören letztlich auch genau dorthin. Biometrische Daten sind sehr intim und gleichzeitig erfordern ihre Einordnung und Interpretation mehr als eine App auf dem Smartphone. Darüber hinaus lässt sich bezweifeln, wie entsprechenden Messungen ohne Hinterfragen zu vertrauen ist. Spätestens das Versprechen des Armbandes <a href="https://jawbone.com/up" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UP</a>, die Stimmung des Trägers erkennen zu können, sollte Zweifel hervorrufen.<br />
Hinterfragen sollten wir außerdem den gesellschaftlichen Umgang mit dieser neuen Quantität und Qualität an personenbezogenen Daten. Aus dem individuellen Drang zur Selbstoptimierung kann schnell ein sozialer Zwang zur rationalen Lebensführung erwachsen, der bestimmte Verhaltensmuster in Konsum, Gesundheitsvorsorge, Arbeitsalltag oder Freizeitgestaltung stigmatisiert. Gesunde oder ökologische Lebensweisen werden hingegen zur gesellschaftlichen Norm erhoben. Selbstverständlich wissen wir bereits jetzt schon, dass zu viel Kaffee ungesund ist und die meisten von uns mehr Sport treiben sollten. Doch nun sehen wir es schwarz auf weiß: Die Verfehlung wird konkret und ebenso ihre Häufigkeit. Verdrängung unmöglich, Konsequenz unausweichlich. Die Freiheit, sich dem zu entziehen, schwindet mit den Möglichkeiten der Aufzeichnung, und deren Verbreitung könnte schneller vonstatten gehen als erwartet.<br />
Zugegeben, die Shirts, die von den Herstellern bislang vorgestellt wurden, muten noch ein wenig futuristisch an und lassen nicht erwarten, dass bald jeder Mensch in entsprechender Mode herumlaufen wird. Früher oder später könnte die Technologie jedoch den Sprung in unsere Alltagsgarderobe schaffen. Auch OMSignal-Mitgründer Stéphane Marceau <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2014/05/25/my-t-shirt-told-me-to-take-a-chill-pill/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">prognostiziert</a>: „In a decade, every piece of apparel you buy will have some sort of biofeedback sensors built in it.” Welche Produkte und Technologien dabei am Ende die Nase vorn haben und ob tatsächlich unsere gesamte Umwelt „versmartet“ werden wird, sollte hinterfragt werden. Klar ist: Die Wege, auf denen unsere Körperdaten in die Geräte und von dort ins Netz gelangen, sind vorgezeichnet, und wir werden einen immensen Anstieg entsprechender, sehr intimer Datenschätze erleben. Eine Debatte darüber, wie es an dieser Stelle damit weiter geht und wie viele und welche Daten es letztlich sein sollen, ist nicht zu vermeiden.</p>
<h3>Alle Teile der Sommerreihe Internet der Dinge:</h3>
<p><strong><em>Einführung:</em> <a title="Internet der Dinge – Leben in der smarten Welt" href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-leben-in-der-smarten-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leben in der smarten Welt</a></strong><br />
<strong><em>Teil 2:</em></strong> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-2-intelligentes-shopping/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Intelligentes Shopping<br />
</strong></a><em><strong>Teil 3: </strong></em><strong><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-3-smart-home-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart Home<br />
</a><em>Teil 4:</em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-4-smart-cars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Smart Cars</a></strong><br />
<em><strong>Teil 5: </strong></em><a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-5-smart-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Smart Country</strong></a><br />
<strong><em>Teil 6:</em> <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-6-smart-city/">Smart City</a></strong><br />
<em><strong>Teil 7: <a href="http://politik-digital.de/internet-der-dinge-teil-7-industrie-4-0/">Industrie 4.0 </a></strong></em></p>
<p>Titelbild: <a href="http://openclipart.org/detail/1693/various-clothing-by-jicjac" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Clipart/Jic Jac</a> (Public Domain)<br />
Bild &#8211; Display: Screenshot aus <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MDa_af2pAdo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Video</a><br />
Bild &#8211; T-Shirt:  <a href="http://www.cityzensciences.fr/en#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cityzen Sciences</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="378" height="66" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-9" data-row="script-row-unique-9" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-9"));</script></div></div></div>
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