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	<title>Internet-Kampagne &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Cory Booker &#8211; Mit Social Media zum Wahlsieg?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Oct 2013 08:52:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sechs Monate sind vergangen, seitdem politik-digital.de das letzte Mal über den “Social Media-König“ Cory Booker berichtet hat. Jetzt hat „Obama [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild-2-Tris-Hussey-CC-BY-NC.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-133747" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Titelbild-2-Tris-Hussey-CC-BY-NC-630x421.jpg" alt="Tris Hussey CC BY-NC" width="630" height="421" /></a>Sechs Monate sind vergangen, seitdem politik-digital.de das letzte Mal über den “Social Media-König“ Cory Booker <a href="http://politik-digital.de/cory-booker-leitlinien-fuer-die-erfolgreiche-twitternutzung-in-der-politik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet hat</a>. Jetzt hat „Obama Light“, wie der US-Demokrat medienwirksam genannt wird, sein nächstes Ziel erreicht: einen Sitz als Senator im nördlichen Flügel des Kapitols. Es ist ein Sieg, der vielleicht weniger seinem Online-Wahlkampf geschuldet ist, als viele vermutet haben. Eine Analyse.<br />
Betrachtet man lediglich die Präsenz der beiden Bewerber um den Senatorensitz, durfte man wohl keinen Zweifel am Wahlsieg des 44-jährigen demokratischen Kandidaten Cory Booker haben. Sein Sieg gegen den erzkonservativen Konkurrenten und Republikaner Steve Lonegan bei den außerordentlichen US-Senatswahlen („<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_Senate_special_election_in_New_Jersey,_2013" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Special Elections</a>“) im Bundesstaat New Jersey fiel aber weitaus weniger deutlich aus, als viele vorherzusehen geglaubt hatten. Hat der „Social Media-König“ schon seinen Glanz verloren oder hat Bookers Online-Kampagne eine geringere Rolle gespielt als etwa bei seinem Vorbild Barack Obama? Die Wahl war nötig geworden, nachdem Bookers Vorgänger im Senat, der Demokrat Frank Lautenberg, im Frühsommer verstorben ist.</p>
<h3>Heimspiel auf Twitter</h3>
<p>Bereits im Frühjahr, noch vor seiner unerwarteten Kandidatur für die außerordentliche Wahl am 16. Oktober, hatten wir Bookers erfolgreiche <a href="http://politik-digital.de/cory-booker-leitlinien-fuer-die-erfolgreiche-twitternutzung-in-der-politik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitternutzung beschrieben</a>. Über 1,4 Millionen Follower scharen sich um den einstigen Bürgermeister von Newark. Seine Anhänger kommen nicht nur aus Newark oder New Jersey, sondern aus allen US-Staaten. Ein bemerkenswerter Vorteil, sollte man meinen, für jemanden, der sich (nur) für ein Amt auf Bundesstaatsebene bewirbt. Allerdings konnte Booker im vergangen halben Jahr – bei seinem Aufstieg vom Bürgermeister zum Senatskandidaten – nicht viel mehr als 100.000 Follower hinzugewinnen, obwohl seine landesweite Medienpräsenz stark zugenommen hat.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Nicht-NJ-Cory-Booker1.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-133749 alignnone" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Nicht-NJ-Cory-Booker1.jpg" alt="Quelle: Twitter" width="472" height="195" /></a><br />
Booker ist auf Twitter seiner Linie treu geblieben. Die <a href="http://www.nbcnews.com/technology/5-twitter-tips-super-mayor-cory-booker-1C8780231" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fünf Twitter-Tipps</a>, die er im Frühjahr preisgegeben hatte, lassen sich auch im Wahlkampf aus seinem Profil herauslesen. Booker suchte den direkten Kontakt zu den Bürgern, scheute keine Diskussion und setzte laut <a href="http://twittercounter.com/CoryBooker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter Counter</a> 29 Tweets pro Tag ab, am letzten Tag vor der Wahl waren es sogar 76. An einem normalen Arbeitstag wären das mehr als ein Tweet alle zehn Minuten. Da sich selbst in der Tonlage der Tweets im letzten Jahr nichts geändert hat, nimmt man Booker ab, dass er sich auch im Wahlkampf selbst die Finger wund schrieb. Ganz im Stile seiner selbstformulierten Regel: „Twittern ist kein zusätzlicher Bonus. Es hat Priorität.”</p>
<h3>Obama Light auf YouTube</h3>
<p>Doch Twittern allein führt ohnehin nicht zum Wahlsieg. Bookers Team nutzte auch Wahlwerbespots als audio-visuelle Wahlkampfhelfer, die eine große Reichweite erzielen (können). Längst produzieren Wahlkampfteams nicht mehr den einen Spot fürs Fernsehen, sondern eine Vielzahl kurzer Werbefilme, die sich in den sozialen Netzwerken teilen lassen und für Video-Portale wie geschaffen sind. Cory Bookers <a href="http://www.youtube.com/user/CoryBookerdotcom/videos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube-Kanal</a> bietet Spots, die ansprechend produziert sind und einen starken, offenen und charismatischen Politiker zeigen, der gemeinsam mit den Bürgern das Land verbessern will.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=WPhiNTbzVys" title="CoryBooker.com: &quot;People&quot;" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/WPhiNTbzVys?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Bookers Videos erinnern stark an die „Yes we can!“-Kampagne von Präsident Obama 2008. Auch Booker setzt auf das Konzept „Gemeinsam sind wir stark“, um den Patriotismus-Gedanken und den Zusammenhalt der Amerikaner für sich zu nutzen. Es fehlt jedoch das Innovative und Außergewöhnliche. Das schlägt sich auch auf die Klickzahlen der Videos nieder, die im Schnitt bei gerade mal ein bis zwei Tausend liegen. Da hilft auch keine prominente Unterstützung aus dem Weißen Haus.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=FmsjOn6Or8Q" title="President Obama: Vote for Cory" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/FmsjOn6Or8Q?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Aphorismen auf Facebook</h3>
<p>Eine ganz andere Strategie hat Booker auf <a href="https://www.facebook.com/corybooker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a> verfolgt. Zwar wirbt er auch hier für sein Projekt #Booker4Senate, allerdings nicht nur mit Fotos oder Veranstaltungshinweisen, sondern insbesondere mit Hilfe berühmter Zitate. Booker zitiert Persönlichkeiten wie den Dalai Lama, Martin Luther King Jr. oder Plato – Hauptsache, die Gemeinschaft steht im Fokus des Zitats. Ein kluger Schachzug, denn die universell gültigen Zitate bekommen nicht nur mehr Likes als „normale“ Beiträge, sondern können bei den Adressaten positive Gefühle auslösen, die dann entsprechend mit Booker bzw. seiner Kampagne in Verbindung gebracht werden.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Facebook-Cory-Booker.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-133750 alignnone" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Facebook-Cory-Booker.jpg" alt="Quelle: Facebook" width="487" height="197" /></a></p>
<h3>Soziale Medien: Erfolg oder Misserfolg?</h3>
<p>Gleich vorweg: Man kann nicht von einem Sieg Bookers oder einer Niederlage seines Widersachers Lonegan in den Sozialen Medien sprechen. Zu ungleich waren die Voraussetzungen für die Senatswahl in New Jersey. Nicht nur, dass in dem Bundesstaat südlich von New York in den vergangenen 40 Jahren kein Republikaner eine Senatswahl gewinnen konnte, Cory Booker zählt zu den Hoffnungsträgern der Demokraten und ist als Social Media-Experte landesweit in der Presse präsent gewesen. Lonegan auf der anderen Seite gilt als erzkonservativ und nicht sehr charismatisch. Zusätzlich hat Booker laut dem <a href="http://www.nj.com/politics/index.ssf/2013/10/booker_raises_eight_times_more_cash_than_lonegan_in_us_senate_race.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachrichtenportal NJ.com</a> achtmal so viele Spenden für seinen Wahlkampf gesammelt wie sein Konkurrent Lonegan. Es gibt also eine Menge Faktoren, die – abgesehen von seiner Social Media-Präsenz – für Booker sprachen.<br />
Bei einer vergleichbaren Beliebtheit (im Netz) ist es vielmehr verwunderlich, dass das Rennen am Ende relativ knapp ausfiel (55 zu 44 Prozent). Kritiker werfen Booker vor, dass er mit seinen Fundraising-Touren nach Hollywood und zum Silicon Valley mehr Zeit außerhalb des Bundesstaates verbracht hat, als in seinem Wahlbezirk. Der Online-Wahlkampf war solide und sicher nicht hinderlich für den Gewinn der Wahl. Für politische Kommunikatoren und Spin Doktoren gab es aber wenig Überraschendes und keinen Erkenntnisgewinn darüber, ob ein groß angelegter Online-Wahlkampf ein Erfolgsgarant ist.<br />
Bilder: Tris Hussey (CC BY-NC 3.0), Twitter, Facebook</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" alt="Buch-Cover von Marina Weisband " width="403" height="70" /></div>
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		<title>Cory Booker: Leitlinien für die erfolgreiche Twitternutzung in der Politik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 13:13:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ist er der nächste Social Media-König in den USA? Die Rede ist von Cory Booker, Bürgermeister der Stadt Newark und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TechCrunch-cc-by.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-128116" alt="TechCrunch CC BY 3.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/TechCrunch-cc-by-630x417.jpg" width="630" height="417" /></a>Ist er der nächste Social Media-König in den USA? Die Rede ist von Cory Booker, Bürgermeister der Stadt Newark und Twitter-Experte . Ein Mann, der die Potenziale von Twitter verstanden hat und dank seiner Kommunikationsstärke zum neuen Stern am demokratischen Himmel aufgestiegen ist. Was deutsche Politiker von ihm lernen können? Einiges, vor allem im Umgang mit den Bürgern.<br />
Twitter ist eigentlich ganz simpel: Ein Tweet besteht aus maximal 140 Zeichen, Hashtags und vielleicht noch einem weiterführenden Link. Allerdings fahren viele Twitter-Nutzer – gerade Unternehmen, Medien und Politiker – oft nur eingleisig mit ihren Konten. Auf Retweets oder Kommentare wird kaum oder gar nicht reagiert. Aber warum? Twitter ist das perfekte Tool, um einen Dialog zu starten – ein eigener Kommunikationskanal ohne großen technischen Aufwand. Insbesondere für (angehende) Politiker bietet das soziale Netzwerk die Möglichkeit, direkt mit den Bürgern in Kontakt zu treten. Dabei kann mit einem Twitter-Accoount viel mehr verbunden sein als nur ein Imagegewinn, sondern zum Beispiel die Erkenntnis, wie „der Bürger“ tickt. Ein Mann, der das verstanden hat, ist der US-Politiker Cory Booker, Bürgermeister von Newark und neuer Hoffnungsträger der Demokraten.</p>
<h3>Ein Mann geht seinen (eigenen) Weg</h3>
<p>Der 43-jährige Jurist Booker ist seit 2006 demokratischer Bürgermeister von Newark und begeisterter Twitter-Nutzer. Zu Twitter habe ihn Ashton Kutcher gebracht, erzählte Booker auf der <a href="http://politik-digital.de/rueckblick-auf-die-sxsw/">Technologie-Messe South by Southwest</a> im März. Aber zu welchem Zweck nutzt der sogenannte New Media-Politiker Twitter? In einem <a href="http://pandodaily.com/2013/03/11/how-cory-bookers-twitter-account-cuts-through-the-political-bs/">Interview</a> mit dem Online-Magazin <a href="http://pandodaily.com/">PandoDaily</a> antwortete Booker auf die Frage, ob sein Umgang mit sozialen Medien auf andere Politiker übertragbar sei: „Kurz gesagt: ja. Aber ich habe kein Erfolgsparameter. Social Media haben es mir ermöglicht, nicht nur Einfluss auf meine eigenen Medienkanäle zu nehmen, sondern sie sogar zu kontrollieren. Vor fünf Jahren hätte ich eine Pressekonferenz einberufen müssen, um der Bevölkerung etwas mitzuteilen, und die Nachricht wäre dann noch durch die Medien gefiltert worden. Heute kann ich eine Reihe von Bürgerversammlungen abhalten, aber letztlich kann ich damit nicht mehr als ein paar Tausend Menschen am Tag erreichen. [Mit Twitter] kann ich innerhalb eines Tages mit Millionen kommunizieren.“<br />
Über 1,3 Millionen Follower hat Booker bereits <a href="https://twitter.com/CoryBooker">auf Twitter gesammelt</a> – Tendenz steigend. Das sind mehr als der beliebte italienische Politiker Beppe Grillo hat und fast so viele wie der amerikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney. Der Unterschied zu diesen zwei großen Namen: Booker ist (nur) Bürgermeister von Newark, einer eher unrühmlichen Stadt mit gerade einmal 270.000 Einwohnern vor den Toren New York Citys. Wie ist es Booker also gelungen, eine so große „Followerschaft“ um sich zu scharen? Der Schlüssel seines Erfolgs liegt nicht etwa im Ankauf von Fake-Profilen, wie dies jüngst mutmaßlich bei CDU und FDP geschehen ist, sondern in der wechselseitigen Interaktion mit seinen Anhängern.</p>
<h3>Hierarchie, nein danke!</h3>
<p>Bei Booker ist garantiert, dass er nicht im Stile eines typischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Top-down_und_Bottom-up">„Top-Down“-Verhältnisses</a> mit den Bürgern seiner Stadt kommuniziert, sondern dass sich Bevölkerung und Bürgermeister auf Augenhöhe (hier: Twitter) treffen, um gemeinsam an Problemen zu arbeiten oder einfach nur Gedanken auszutauschen. So benutzt Booker sein Twitter-Profil nicht nur für (Image-)Kampagnen oder um Informationen zu streuen, nein, er redet buchstäblichen mit den Bürgern. Ein Beispiel: Als ein Bürger sich bei Booker wütend über Schlaglöcher in seiner Straße beschwerte, forderte der Bürgermeister seine Follower auf, weitere Schlaglöcher zu melden.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-@CoryBooker-Frage-an-Bürger.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-128117 aligncenter" alt="Quelle: Twitter" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-@CoryBooker-Frage-an-Bürger-305x147.jpg" width="305" height="147" /></a><br />
Und als eine Frau beklagte, dass ihre Tante die Polizei von Newark nicht erreichen könne, schickte Booker ihr seine Telefonnummer, um persönlich mit ihr über das Problem zu sprechen. Booker will für seine Bürger da sein, deshalb wird er auch des Öfteren zur (Online-)Beratungsstelle, bei der er Bürgeranfragen beantwortet und Kontaktdaten zu öffentlichen Stellen vermittelt. Auch wenn fast illusorisch klingt, Booker bekräftigt, dass nur er selbst für seinen Twitter-Account zuständig ist. Bei seinem Enthusiasmus kann man ihm das sogar abnehmen.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-@CoryBooker-Retweet-who-do-i-speak.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-128118 aligncenter" alt="Twitter @CoryBooker Retweet who do i speak" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Twitter-@CoryBooker-Retweet-who-do-i-speak-305x143.jpg" width="305" height="143" /></a><br />
Was kann man lernen vom Social Media-Politiker? Erst einmal den Umgang mit den Menschen. Es gibt nicht viele, die so glaubwürdig, geschickt und dazu erfolgreich Twitter nutzen. Selbst seine Kritiker lässt Booker zu Wort kommen. Außerdem ist die Nutzung von Twitter als <a href="http://thecaucus.blogs.nytimes.com/2013/03/10/cory-booker-twitter-visionary/">lokales Beteiligungstool</a> hervorzuheben. Der Bürgermeister hat das Potenzial von Twitter und anderen Social Media-Kanälen erkannt und nutzt sie für sich. Einfacher konnte man nie mit seinem Bürgermeister in Kontakt treten. Hierarchie, nein danke.<br />
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=2lYwczs5O6o&#038;w=480&#038;h=270]<br />
</p>
<h3>Hilfe vom Experten</h3>
<p>Seine Begeisterung für Twitter und auch andere Social Media-Kanäle hat Cory Booker in diesem Jahr die Auszeichnung <a href="http://techland.time.com/2013/03/12/cory-booker-sxsw/">SXSW Speaker of the Year</a> und eine Menge Sympathie in der digitalen Welt eingebracht. Aber wie wird man nun der deutsche Cory Booker? NBC News hat <a href="http://www.nbcnews.com/technology/technolog/5-twitter-tips-super-mayor-cory-booker-1C8780231" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fünf Twitter-Tipps</a> von Booker aufgeführt, die auch für deutsche Politiker interessant sein könnten:<br />
<strong>1. „Löschen Sie nie einen Tweet“</strong><br />
<strong> 2. „Ich versuche immer meine Kritiker zu retweeten“</strong><br />
<strong> 3. „Twittern ist kein zusätzlicher Bonus. Es hat Priorität.“</strong><br />
<strong> 4. „Man weiß nie, was man mit einem freundlichen Wort erreichen kann“</strong><br />
<strong> 5. „Beeinflussen Sie die Diskussion“</strong><br />
Ob Booker es schafft, auch die älteren (Offline-)Bürger auf seine Seite zu ziehen, wird sich zeigen müssen. Sein nächstes Ziel hat er bereits verkündet: die Senatswahl 2014. Wir dürfen also gespannt sein, ob es nach einem Social Media-Bürgermeister im kommenden Jahr vielleicht auch einen Social Media-Senator geben wird.<br />
Bilder: TechCrunch (CC BY 3.0), Twitter</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Kleinparteien im digitalen Zeitalter &#8211; durch das Internet ins öffentliche Bewusstsein?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kleinparteien-im-digitalen-zeitalter-durch-das-internet-ins-oeffentliche-bewusstsein-117514/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hendrik Behnisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2012 13:34:49 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kleinpartei]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Wahlerfolge der Piraten sind historisch, die deutsche Parteienlandschaft ist erstmals seit drei Dekaden wieder signifikant erweitert worden. Neben dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/kleinparteien-im-digitalen-zeitalter-durch-das-internet-ins-oeffentliche-bewusstsein/bundestagswahl2009/" rel="attachment wp-att-117515"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-117515" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bundestagswahl2009.jpg" alt="" width="594" height="391" /></a><br />
<strong></strong>Die Wahlerfolge der Piraten sind historisch, die deutsche Parteienlandschaft ist erstmals seit drei Dekaden wieder signifikant erweitert worden. Neben dem Zeitgeist-Thema Netzpolitik ist vor allem die Art und Weise, wie die Partei das Internet nutzt, ausschlaggebend für ihren Erfolg – doch haben sie damit Vorbildcharakter für andere Kleinparteien? politik-digital.de sucht nach Antworten.</p>
<p>Bei der Bundestagswahl 2009 entfielen sechs Prozent der abgegebenen Stimmen auf sie. Jene kleinen Parteien, die in der Statistik unter dem undankbaren Label „sonstige“ zusammengefasst werden. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Deutschland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">63 von ihnen gibt es aktuell deutschlandweit</a> – und die wenigsten sind der breiten Öffentlichkeit bekannt. In Gesprächen mit dem Politologen und Kleinparteien-Experten <a href="http://www.politik-soziologie.uni-bonn.de/institut/lehrkoerper/marcel-solar-m.a" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marcel Solar</a> von der Universität Bonn sowie drei Vertretern von Kleinparteien erörterte politik-digital.de die obige Fragestellung. <a href="http://www.sebastian-frankenberger.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Frankenberger</a> von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96dp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP)</a>, Michael Stürzenberger von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Freiheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie (DIE FREIHEIT)</a> sowie Michael Maercks von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kommunistische_Partei" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) </a>haben zu dem Thema Stellung bezogen.</p>
<p><strong>Niedergang der Parteiendemokratie?</strong></p>
<p>Aktuell vertreten nicht nur Experten die Auffassung, <a href="http://www.bpb.de/apuz/30270/abstieg-der-parteiendemokratie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass Parteien immer weiter an Bedeutung verlieren werden</a> und dass am Ende von ihrem im Grundgesetz verankerten Auftrag zur politischen Willensbildung des Volkes in der Realität nicht mehr viel übrig bleiben wird. Zu schwerfällig und altbacken kämen sie bei der politischen Kommunikation im digitalen Zeitalter daher, zu wenig zeitgemäß und bürgernah präsentierten sie sich. Erleben wir eine politische Zeitenwende, in der Parteien für politische Prozesse entbehrlich werden?</p>
<p>Der Bonner Politologe Solar widerspricht: „Deutschland ist nach wie vor eine Parteiendemokratie und es spricht wenig dafür, dass sich dies grundsätzlich ändern wird“. Bürgerbewegungen, Demonstrationen und Diskussionen im Netz seien eher als Ergänzung zur Rolle der Parteien zu sehen und nicht als Konkurrenz. Wenn Parteien also mittelfristig nicht obsolet werden und sie sich weiterhin in ihrer Rolle als politischer Willensbilder behaupten, kann das Internet ein effizientes Werkzeug der politischen Selbstdarstellung und auch Mitglieder- bzw. Bürgerbeteiligung sein. Die Piraten haben es vorgemacht – und sich bekanntermaßen in den fünf Jahren ihrer Existenz zu einer neuen Größe in der deutschen Politiklandschaft gemausert.</p>
<p><strong>Kleinparteien und die Medien: Oft ein ambivalentes Verhältnis </strong></p>
<figure id="attachment_117519" aria-describedby="caption-attachment-117519" style="width: 138px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/kleinparteien-im-digitalen-zeitalter-durch-das-internet-ins-oeffentliche-bewusstsein/michael-stuerzenberger/" rel="attachment wp-att-117519"><img decoding="async" class=" wp-image-117519 " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Michael-Stuerzenberger.jpg" alt="" width="138" height="169" /></a><figcaption id="caption-attachment-117519" class="wp-caption-text">Michael Stürzenberger / © Roland Heinrich</figcaption></figure>
<p>Für Michael Stürzenberger von der Partei DIE FREIHEIT hat dieser Erfolg auch viel mit der Berichterstattung zu tun: „A<span style="color: #000000">uch dank einer umfangreichen und wohlwollenden Medienberichterstattung“ stünden die Piraten nun dort, wo sie sich gerade befinden: laut aktuellen Umfragen bundesweit bei etwa zehn Prozent der Wählerstimmen. Gleichfalls ist der Pressesprecher von DIE FREIHEIT überzeugt: „Die Medien weigern sich momentan, auf die Fakten unserer Politik einzugehen (&#8230;) L</span><span style="color: #000000">inksgrüne Medienkonzerne wollen die völlig gerechtfertigte sachliche Kritik am Islam gesellschaftlich ächten, und das gelingt eben am besten mit der Nazikeule“. </span></p>
<p><span style="color: #000000">Die Partei selbst versteht sich als bürgerlich-liberale Partei, Kritiker sehen sie hingegen als nationalliberal bis rechtspopulistisch. Ob Kampfbegriffe wie „linksgrün“ und „Nazikeule“ eine konstruktive Debatte über die Themen Multikulturalismus und speziell den Islam in Deutschland voranbringen, ist fraglich. Doch spricht Stürzenberger damit einen für alle kleinen Parteien entscheidenden Punkt an: die Abhängigkeit von der medialen Berichterstattung. </span></p>
<p><span style="color: #000000">Auch Sebastian Frankenberger von der ÖDP, deren selbst formulierte Schwerpunkte Demokratie-, Umwelt- und Familienpolitik sind, räumt ein: „Da wir weder in einem Landtag, noch dem Bundestag oder dem Europäischen Parlament Mandate haben, ist es zugegebenermaßen schwierig, bundesweit von der Presse wahrgenommen zu werden“. Ist die Tatsache, dass kleine Parteien regelmäßig durch die Berichterstattungsraster der klassischen Leitmedien fallen, also ein Demokratiedefizit? </span></p>
<p><span style="color: #000000"><strong>Abgestufte Chancengleichheit für alle zugelassenen Parteien</strong></span></p>
<figure id="attachment_117516" aria-describedby="caption-attachment-117516" style="width: 156px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/kleinparteien-im-digitalen-zeitalter-durch-das-internet-ins-oeffentliche-bewusstsein/marcel-solar/" rel="attachment wp-att-117516"><img decoding="async" class=" wp-image-117516" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Marcel-Solar.jpg" alt="" width="156" height="207" /></a><figcaption id="caption-attachment-117516" class="wp-caption-text">Marcel Solar / © Andreas Sartor</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000000">Man kann argumentieren, dass das Internet und die sozialen Medien eine historisch bislang einmalige Chance für Kleinparteien mit sich bringen. Ohne große Materialschlachten und teure Kampagnen können sie nun über das Netz auf sich aufmerksam machen und so zumindest ins Bewusstsein Internet-affiner Bürger vordringen. Marcel Solar pflichtet dieser These in der Theorie zwar bei, gibt aber zu bedenken: „Eine Kleinpartei muss trotz aller verfügbaren Kommunikationskanäle im Netz dieselben Anforderungen erfüllen, wie auch vor 40 Jahren: Sie braucht eine ansprechende Thematik, glaubwürdige Repräsentanten, engagierte Mitglieder und Ressourcen, um eine Chance zu haben“. Ein professioneller Internet-Auftritt und eine starke Präsenz bei Facebook und Twitter sind also noch kein Erfolgsgarant. </span></p>
<p><span style="color: #000000"><strong>Die Schattenseiten von Internet und sozialen Medien</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000">Während der ÖDP-Chef und der Pressesprecher der FREIHEIT einhellig angeben, mit ihren Parteien auf Facebook präsent zu sein und dort „intensiv zu kommunizieren“ (Stürzenberger), räumt Frankenberger von der ÖDP jedoch ein: „Es </span><span style="color: #000000">besteht auch die Gefahr, dass sich vieles verläuft, weil es mittlerweile Millionen Seiten gibt“. Das große Rauschen des Internet, in dem viele um die Aufmerksamkeit der User buhlen – und nur wenige sie erlangen. </span></p>
<figure id="attachment_117751" aria-describedby="caption-attachment-117751" style="width: 166px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/kleinparteien-im-digitalen-zeitalter-durch-das-internet-ins-oeffentliche-bewusstsein/michael_maercks_privat/" rel="attachment wp-att-117751"><img decoding="async" class=" wp-image-117751" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Michael_Maercks_privat.jpg" alt="" width="166" height="158" /></a><figcaption id="caption-attachment-117751" class="wp-caption-text">Michael Maercks (KPD) - Foto: privat</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000000">Eine allzu große Fokussierung auf das Internet – das zentrale Medium der viel zitierten </span><span style="color: #000000">Demokratisierung der Informationsgesellschaft – </span><span style="color: #000000">lässt sich allerdings ohnehin bei keinem der drei Parteienvertreter feststellen. Michael Maercks von der DKP begründet das aus seiner Sicht wie folgt: „</span><span style="color: #000000">Von einer Demokratisierung der Informationsgesellschaft zu sprechen, geht an den Realitäten vorbei. Im Gegenteil, wir beobachten einen immensen Abbau demokratischer Rechte. Die wirtschaftlichen und politischen Machtstrukturen der Realwirtschaft machen keinen Halt vor dem Internet“. Auch in den sozialen Medien sieht der Kommunist bei weitem nicht nur Gutes: „Soziale Netzwerke werden immer mehr zu Marketingzwecken missbraucht, das Schufa-Projekt, gezielt Daten über die Verbraucher zu sammeln, zeigt die Gefahr“. </span></p>
<p><span style="color: #000000"><strong>Bekenntnis zur Präsenz auf der Straße<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000">Einig sind sich die drei Parteienvertreter bei aller Unterschiedlichkeit der politischen Agenda jedoch darin, dass Internet-basierte politische Kommunikation „</span><span style="color: #000000">die Präsenz auf der Straße niemals komplett </span><span style="color: #000000">ersetzen kann“ (Stürzenberger). Michael Maercks ergänzt: „Massenproteste, die wirklich politische Bedeutung erlangen, können nicht in die virtuelle Welt ausgelagert werden. Internet, Facebook und Twitter sind dann Mittel zur Unterstützung wie das Plakat, die Kleinzeitung, das persönliche Gespräch“. Und der ÖDP-Chef erinnert an die „breite Masse an Bürgern, gerade älteren, die nicht so Internet-affin sind und deshalb auf der Straße angesprochen werden möchten“. Stürzenberger geht sogar noch einen Schritt weiter und warnt davor, sich durch die vielen Kommunikationsmöglichkeiten des Internet völlig vereinnahmen zu lassen “ wie beispielsweise der neue Geschäftsführer der </span><span style="color: #000000">Piraten</span><span style="color: #000000">, Johannes Ponader, der während der TV-Sendung „Jauch“ ständig twitterte. Das hat schon etwas von Suchtcharakter“. </span></p>
<p><span style="color: #000000">Sind die Kernthemen der Piraten – (Internet-basierte) „Teilhabe“ und „Transparenz“ &#8211; dennoch nachahmenswert für die drei Kleinparteien? Der Kommunist Maercks dazu: „Partizipation und Transparenz, das gilt auch für die DKP. Wir versuchen, alle Mitglieder über die Mitgliederversammlungen zu erreichen, um eine politische Willensbildung von unten nach oben zu gewährleisten“. Zwar räumt er ein, dass dazu auch „immer mehr die moderne Informationstechnik“ gehöre, doch von Partizipations-Software wie „Liquid Feedback“ oder „Adhocracy“ ist dabei nicht die Rede. Auch FREIHEIT-Pressesprecher Stürzenberger wiegelt ab: „Unsere Partei legt insgesamt mehr Wert auf den direkten persönlichen Kontakt, sowohl bei Kundgebungen, Infoständen und Demonstrationen als auch bei Mitgliedertreffen. Das Internet nutzen wir als Informationsplattform, zur Berichterstattung, zu Telefonkonferenzen und zur innerparteilichen Diskussionsmöglichkeit in Foren“. </span></p>
<p><span style="color: #000000"><strong>Kampfansage an die Piraten</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000">Doch hat DIE FREIHEIT laut Stürzenberger bereits einen Achtungserfolg im Hinblick auf Netz-basierte Kampagnen vorzuweisen: „Während des Berliner Wahlkampfes hatten wir im Internet mit der ‘Money-Bomb</span><span style="color: #000000"><sub>‘</sub></span><span style="color: #000000">‚-Spendeninitiative großen Erfolg und konnten innerhalb von 24 Stunden 58.000 Euro an Spendengeldern einsammeln“. Zwar bietet seine Partei zu dem von ihr initiierten Bürgerbegehren gegen das in München geplante „Zentrum für Islam in Europa&#8221; Unterschriftenlisten zum Herunterladen an, doch Stürzenberger betont: „Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass man für eine solche Aktion die Menschen auf der Straße ansprechen und überzeugen muss“. </span></p>
<figure id="attachment_117517" aria-describedby="caption-attachment-117517" style="width: 161px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/kleinparteien-im-digitalen-zeitalter-durch-das-internet-ins-oeffentliche-bewusstsein/sebastian-frankenberger/" rel="attachment wp-att-117517"><img decoding="async" class=" wp-image-117517" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Sebastian-Frankenberger.jpg" alt="" width="161" height="200" /></a><figcaption id="caption-attachment-117517" class="wp-caption-text">Sebastian Frankenberger (ÖDP)</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000000">Als Beispiele für die eingangs erwähnte These von der historisch günstigen Möglichkeit einer „Netz-Offensive der Kleinparteien“ taugen also wohl weder ÖDP, DIE FREIHEIT noch DKP in besonderem Maße. Auch wenn dies laut eigenem Bekundungen vorrangig mit den Erfahrungen zu tun hat, die man mit der eigenen Wählerschaft bislang gesammelt habe. </span></p>
<p><span style="color: #000000">Die Frage nach der Nutzung des Internets und der sozialen Medien durch Kleinparteien dürfte als Forschungskomplex zusehends interessant werden – gerade vor dem Hintergrund der voranschreitenden Ausdifferenzierung des Parteiensystems.</span></p>
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		<title>Yes Men kapern die New York Times</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 17:47:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Yes Men]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kampagne]]></category>
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					<description><![CDATA[Die New York Times schreibt den 4. Juli 2009: Die Kriege im Irak und in Afghanistan sind vorbei, Guantanamo Bay geschlossen und George W. Bush wird wegen Hochverrats angeklagt. Die Aktivisten von Yes Men verteilten in den USA 1,2 Millionen Exemplare einer gefälschten Sonderausgabe der New York Times und bauten orginalgetreu die <a href="http://www.nytimes-se.com/2009/07/04/todays-paper" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetseite </a>der Zeitung nach. Internet-Scoops sind Teil des Programms der Yes Men. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die New York Times schreibt den 4. Juli 2009: Die Kriege im Irak und in Afghanistan sind vorbei, Guantanamo Bay geschlossen und George W. Bush wird wegen Hochverrats angeklagt. Die Aktivisten von Yes Men verteilten in den USA 1,2 Millionen Exemplare einer gefälschten Sonderausgabe der New York Times und bauten orginalgetreu die <a href="http://www.nytimes-se.com/2009/07/04/todays-paper" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetseite </a>der Zeitung nach. Internet-Scoops sind Teil des Programms der Yes Men. <!--break--></p>
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Das Original reagierte trocken auf den Ableger: „Das ist eindeutig eine gefälschte Ausgabe der &#8216;Times&#8217;“, kommentiert die Sprecherin Catherine J. Mathis im <a href="http://cityroom.blogs.nytimes.com/2008/11/12/pranksters-spoof-the-times/?scp=1&amp;sq=alex%20jones&amp;st=cse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog der New York Times</a>. Es reicht meist eine Seite und eine URL, die dem Original ähnelt. Die Yes Men  nutzen für ihre Coups vor allem das Internet, denn das „hat vieles für Aktivisten verändert“, <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/die-antipreneure;1214205" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erklärt deren Sprecher Bichlbaum.</a>
</p>
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&nbsp;
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<b>Konferenzen hacken </b>
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Ist die Seite online, kommen die ersten Anfragen nach Auftritten. Dadurch landeten die <a href="http://www.theyesmen.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yes Men</a> schon bei einigen Konferenzen, bei denen man sie für offizielle Sprecher hielt. So trat ein Aktivist 2006 als vermeintlicher WTO-Sprecher auf, der sich für ein formalisiertes Sklaverei-System für Afrika aussprach.</p>
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