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	<title>Internet-Kommunikation &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Internet-Kommunikation &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>100 Tage @RegSprecher: Ein Rückblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 16:38:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Seibert]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 100 Tagen twittert Regierungssprecher Steffen Seibert als @RegSprecher – Zeit also für einen kleinen Rückblick und die Kurzanalyse seiner Aktivitäten bei Twitter.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 100 Tagen twittert Regierungssprecher Steffen Seibert als @RegSprecher – Zeit also für einen kleinen Rückblick und die Kurzanalyse seiner Aktivitäten bei Twitter.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Klassischerweise erfolgt in den Medien 100 Tage nach der Bildung einer neuen Regierung eine umfassende <a href="http://www.faz.net/artikel/S30923/hundert-tage-schwarz-gelb-voller-fehler-und-pannen-30082002.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bestandsaufnahme</a><br />
ihrer Arbeit. Was ist gut und was ist schlecht gelaufen, wofür stand<br />
die Regierung in der Startphase ihrer Amtszeit? Warum nicht also auch<br />
einen Blick auf die Aktivitäten von <a href="#%21/regsprecher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@RegSprecher</a> Steffen Seibert nach seinen ersten 100 Tagen bei Twitter werfen?
</p>
<p>
Es war fast schon eine kleine Sensation, als am 28. Februar 2011 ein Tweet, angeblich geschrieben von Steffen Seibert, die Runde machte. Nachdem auf ähnlichen Wegen in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Fakeprofile von Politikern (vgl. <a href="#!/muentefering" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@muentefering</a>) aufgetaucht und wieder verschwunden waren, hielten es die meisten mit einer ordentlichen Portion Skepsis. Doch bereits kurze Zeit später wurde der Fakeverdacht mit einer <a href="/bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2011/02/2011-02-28-twitter-start-reg-sprecher.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offiziellen Pressemitteilung</a> und der Einbindung eines Twittercontainers auf der Internetseite der Bundesregierung ausgeräumt. Das alleine sorgte noch vor 100 Tagen für ungläubige Gesichter.
</p>
<p>
Trotzdem wurde vielfach an der Ernsthaftigkeit Seiberts gezweifelt. So war er einige Zeit zuvor in einer Talkrunde bei <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article4596268/Kerners-Hasstirade-empoert-die-Twitter-Gemeinde.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Twitterhasser” Johannes B. Kerner</a> als Kritiker, des sich immer weiter ausbreitenden Kommunikationsinstruments, aufgefallen. Auch wir haben uns <a href="/steffen-seibert-twitter-regierungssprecher-neue-medien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an dieser Stelle</a> sehr verwundert über den Sinneswandel von Seibert gezeigt und an der Ernsthaftigkeit des Projektes gezweifelt. Doch obwohl die Kritik an manchen Stellen sehr harsch ausfiel, ließ sich Steffen Seibert nicht beirren und machte einfach weiter. Auch wir kamen deshalb wenig später zu einer <a href="/steffen-seibert-twitter-regierungssprecher-neue-medien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Korrektur unserer Meinung</a>.
</p>
<p>
<b>Statistik: 344 Tweets, 28.799 Follower<br />
<br />
</b>Inzwischen hat Seibert 28.799 Follower gesammelt, folgt selbst 15 Twitterern und hat 344 Tweets verschickt.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/regsprecher-krohn-grafik1.jpg" alt="RegSprecher-Account" title="RegSprecher´-Account" height="102" width="339" />
</p>
<p>
In der Monatsübersicht zeigt sich, dass Seibert insbesondere in seinen ersten Wochen (März 2011) sehr aktiv getwittert hat.
</p>
<p align="center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/Reg-Sprecher-Krohn-Artikel2.jpg" alt="Grafik 2 des Artikels zur RegSprecher 100-Tage-Bilanz" title="Grafik 2 des Artikels zur RegSprecher 100-Tage-Bilanz" height="244" width="480" />
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Krohn-Artikel3.jpg" alt="Grafik 3" title="Grafik 3" height="249" width="328" />
</p>
<p>
Besonders schön ist, dass Seibert Twitter glücklicherweise nicht als reine Einbahnkommunikation begriffen hat, sondern zusammen mit seinem Team – dies hat von Anfang an <a href="#!/RegSprecher/status/43655399618002944" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offen und ehrlich kommuniziert </a>– beantwortet. So sind 18,6 % seiner Tweets @replies, also Antworten auf Tweets anderer Nutzer. Seiberts Tweets haben im Durchschnitt übrigens eine Länge von 129 Zeichen.<br />
Thematisch hat sich Seibert vor allem mit den Themen Japan, Libyen, Ägypten und Barack Obama auseinandergesetzt, wie die Betrachtung seiner Hashtagcloud zeigt. Aber auch die Innenpolitik hat eine durchaus große Rolle gespielt.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Krohn-Artikell4.jpg" alt="Grafik 4" title="Grafik 4" height="95" width="480" />
</p>
<p>
Interessant ist auch die Betrachtung der Gewinne und Verluste von Followern. Während Seibert nach dem <a href="#!/RegSprecher/status/75571532444876800" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tweet</a> “Wunderbares Konzert mit dt. u. indischer klassischer Musik eröffnet das Deutschlandjahr in Indien. Beziehungen sind so viel mehr als Handel.” über 300 Follower verlor, konnte er mit dem <a href="#!/RegSprecher/status/76371116498751489" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tweet</a> “Kanzlerin u. span. Ministerpräs. Zapatero telefonieren zu #EHEC: gemeinsame Suche nach Infektionsquelle hat Priorität. http://t.co/l3i31lg” deutlich über 200 Follower auf einmal hinzugewinnen.
</p>
<p>
<b>Die Hauptstadt-Presse ausgespielt<br />
</b><br />
Dass man es als twitternder Regierungssprecher nicht leicht hat und sich sowohl online als auch offline rechtfertigen muss, erfuhr Seibert bereits wenige Wochen nach dem Beginn seiner Twitteraktivitäten. In einer fast schon monumentalen <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1516/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2011/03/2011-03-25-regpk.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundespressekonferenz</a> (Video von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hPr62GZ6jOw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carta</a>) versuchte die versammelte Journalistenprominenz in Berlin, Seiberts Stellvertreter <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/Bundespresseamt/StellvertretenderRegierungssprecher/stellvertretender-regierungssprecher.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Steegmans</a> rund zu machen. Die Angst der Journalisten: Ihnen würden zukünftig wichtige Informationen entgehen, da sie nicht Mitglieder “dieses Twitters” seien. Spätestens an dieser Stelle zeigte sich, dass sich Steffen Seibert und sein Team sehr genaue Gedanken vor dem Start des eigenen Profils gemacht hatten, da Steegmans die Kritik sachlich informiert ins leere Laufen ließ. Man war sich möglichen Problemen und Fragen scheinbar bereits im Vorfeld bewusst gewesen.
</p>
<blockquote>
<p align="justify">
	<i><b>Frage eines Journalisten:</b> “Diese Twitter-Nachrichten haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Mitteilungen aufgegangen. Der Nachrichtendienst Twitter ist nicht sicher. Ich habe vorhin im Internet nachgeschaut.”</i>
	</p>
</blockquote>
<p>
In einem Rückblick auftauchen muss jedoch auch der bislang weitreichendste Fehler Seiberts im Laufe seiner Twitterkarriere. Am Morgen des 2. Mai vertippte er sich beim Verfassen eines Tweets zum Tod von Osama bin Laden und brach damit einen wahren Sturm los, als er “Obama” dem Mord tausender Menschen beschuldigte. Insbesondere die klassischen Medien stürzten sich auf diesen Lapsus, obwohl sie sich teilweise selbst sehr schwer taten mit der Obama/Osama-Unterscheidung.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/krohn-obama-osama.jpg" title="Obama/Osama" alt="Obama/Osama" height="184" width="480" />
</p>
<p>
Als hätte Seibert selbst bereits seinen 100 Tage-Rückblick vorbereitet, hat er vor zwei Wochen einen sehr offenen und ehrlichen <a href="http://www.zeit.de/2011/22/Ideen-Seibert" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel im ZEIT-Magazin</a> veröffentlicht. Der Artikel gleichte einem Eingeständnis, ist in seiner Art und Weise aber so offen und ehrlich, dass Seibert deutlich an Sympathie gewonnen haben sollte. So verschweigt er auch nicht seine Aussagen bei Kerner und relativierte diese:
</p>
<blockquote>
<p align="justify">
	<i>“Um es vorwegzusagen: Ich habe über Twitter schon einmal anders gedacht. Als ich noch Fernsehjournalist war, habe ich bei Kerner behauptet, wenn Politiker twitterten, sei das Ranschmeiße ans junge Publikum. 272 eigene Tweets als »RegSprecher« später fühle ich mich nicht ranschmeißerisch, habe allerdings auch keine Ahnung, ob die über 26.000 Menschen, die mir »folgen«, jung, mittel oder alt sind. Twitter ist für mich heute ein Kommunikationskanal unter vielen, einer, den viele Regierungen weltweit schon nutzten, als ich ins Amt kam.”<br />
	</i>
	</p>
</blockquote>
<div align="justify">
<p>
<b>Fazit und Perspektive</b><br />
Steffen Seibert hat also alle überrascht. Die Planung für sein Twitter-Debüt müssen schon weit im Voraus begonnen worden sein und wurden gründlich durchgeführt. Doch es bleiben noch Herausforderungen für die Zukunft. Seibert hat zu Recht sein Twitter-Profil auf sich persönlich zugeschnitten. Aber gerade daraus resultieren Schwierigkeiten:
</p>
</div>
<div align="justify">
</div>
<div align="justify">
<ul>
<li>Beispielsweise ist der Twitter-Account @RegSprecher der direkteste Zugang für Fragen, Kritik und Anregungen, den die Bundesregierung bietet. Im Vergleich zu anonymen Kontakt-Formularen und Poststellen des Bundeskanzleramts ist das Kommunikationsangebot des @RegSprecher weit überlegen. Persönlicher Ansprechpartner, direkter Zugang zur Regierung und die recht hohe Chance, dass die eigenen Nachrichten tatsächlich gehört werden und nicht schon beim Pförtner versanden – das bieten die anderen Kontaktangebote nicht. Aber gerade diese neue, Twitter-vermittelte Kommunikation wird die Bundesregierung noch vor Probleme stellen. Weil ihre Twitter-Nutzung einen so hohen Anspruch erhebt, verblassen die anderen Angebote. Aber weder kann Twitter zum allgemeinen Zugang zur Bundesregierung werden, da schlicht nicht alle Bundesbürger bei Twitter aktiv sind, noch kann ein personalisierter Account des Regierungssprechers dem potenziellen Ansturm Herr werden. Die gekonnte Umsetzung des Twitter-Accounts kann also nur der Anfang sein; fordert die Bundesregierung indirekt auf, sich stärker für die Bevölkerung zu öffnen – auf leichte und für alle Bürger zugängliche Art.</li>
</ul>
</div>
<div align="justify">
</div>
<div align="justify">
<ul>
<li>2013 wird ein neuer Bundestag gewählt und die Chancen sind nicht klein, dass Angela Merkel ihre Kanzlerschaft verliert. Damit wird aber mit ziemlicher Sicherheit auch Steffen Seibert aus seinem Amt als Regierungssprecher ausscheiden. Und einen Twitter-Account zurück lassen, der so stark auf ihn selbst zugeschnitten ist, dass ein Anschluss schwer fallen wird. Was wird passieren, sobald es einen neuen Regierungssprecher gibt? Das Profil ist so stark auf die Person Seibert fixiert, dass es schwer fallen wird, die sich ohne ihn öffnende Lücke durch eine neue Person zu schließen. Worst Case wäre natürlich die Situation, dass Seiberts Nachfolger die Chancen des weiteren Kommunikationskanals nicht erkennt und das Profil dichtmachen oder irgendeinen x-Beliebigen Mitarbeiter für dieses abstellen wird. </li>
</ul>
<p>
Und nicht zuletzt ließe sich auch über die herausgehobene Stellung von Twitter diskutieren. Steffen Seibert hat nicht völlig zu unrecht vor seiner Amtszeit ein eher ambivalentes Verhältnis zu Twitter gehabt. Natürlich hat Twitter seine Vorteile, bietet Zugang zu einer großen Zahl von Bürgern, von Pressevertretern, anderen Politikern. Darüber hinaus ist Twitter-Kommunikation schnell und direkt, erfordert wenig Aufwand. Doch gibt es nicht mal <a href="http://webevangelisten.de/480-000-twitternutzende-im-maerz-2011/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">500.000 Twitter-Nutzer in Deutschland</a>, während Facebook mittlerweile fast <a href="http://www.thomashutter.com/index.php/2011/05/facebook-infografik-und-demographische-daten-deutschland-osterreich-und-schweiz-per-mai-2011/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">19 Millionen aktive Nutzer</a> hat.
</p>
<p>
Ein mutiger Schritt, gut geplant und ausgeführt: Die ersten 100 Tage @RegSprecher waren ein voller Erfolg. Aber sie legen auch die Messlatte hoch für eine dringend nötige Kommunikationsstrategie der Bundesregierung, die Wahlperioden und Plattformen überschreiten kann. Es bleibt viel zu tun, Herr Seibert.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<i><b>Zu diesen Artikel: </b>Malte Krohn hat diesen Beitrag dankenswerterweise zur Veröffentlichung auf politik-digital.de zur Verfügung gestellt. Die Erstveröffentlichung erfolgte auf <b><a href="http://www.homopoliticus.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.homopoliticus.de</a></b> <br />
Die Analysen wurden mit folgenden Twittertools durchgeführt: tweetstats.com, foller.me, stats.brandtweet.com, tweeteffect.com. Dabei muss jedoch beachtet werden, es gibt kein 100% perfektes Tool, Abweichungen oder Messfehler können immer wieder auftreten. Aus diesem Grund kann der Autor auch bei seiner “Erhebung” Fehler nicht vollständig ausschließen. Die Daten sollen in diesem Zusammenhang lediglich zur Einordnung dienen.<br />
</i>
</p>
</div>
<div align="justify">
</div>
<div align="justify">

</div>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Satellit für freien Informationszugang</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ein-satellit-fuer-freien-informationszugang-5138/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 15:32:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Satellit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Organisation <a target="_blank" href="http://www.blog.ahumanright.org/" rel="noopener noreferrer">ahumanright.org</a> will jedem Menschen rund um den Globus per Satellit einen freien Internetzugang ermöglichen. Im Fokus steht dabei der Teil der Weltbevölkerung, dem ein solcher Zugang derzeit noch verwehrt ist – immerhin etwa <a target="_blank" href="http://www.itu.int/ITU-D/ict/material/FactsFigures2010.pdf" rel="noopener noreferrer">fünf Milliarden Menschen</a>. Eine vielversprechende Idee.
<p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Organisation <a target="_blank" href="http://www.blog.ahumanright.org/" rel="noopener noreferrer">ahumanright.org</a> will jedem Menschen rund um den Globus per Satellit einen freien Internetzugang ermöglichen. Im Fokus steht dabei der Teil der Weltbevölkerung, dem ein solcher Zugang derzeit noch verwehrt ist – immerhin etwa <a target="_blank" href="http://www.itu.int/ITU-D/ict/material/FactsFigures2010.pdf" rel="noopener noreferrer">fünf Milliarden Menschen</a>. Eine vielversprechende Idee.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Ziel des Projekts &quot;<a target="_blank" href="http://buythissatellite.org" rel="noopener noreferrer">Buy This Satellite!</a>&quot; ist der Kauf des Kommunikationssatelliten <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/TerreStar-1" rel="noopener noreferrer">TerreStar-1</a> von der gleichnamigen <a target="_blank" href="http://www.terrestar.com/restructuring.php" rel="noopener noreferrer">Firma</a>, die Ende 2010 in Konkurs ging. Dieser <a target="_blank" href="http://www.time.com/time/health/article/0,8599,2045428,00.html" rel="noopener noreferrer">soll</a> als Mittel zum Zwecke der Förderung weltweiter <a href="http://www.time.com/time/health/article/0,8599,2045428,00.html">Rede- und Informationsfreiheit</a> durch die Bereitstellung eines freien Internetzugangs dienen. Für eine Anschubfinanzierung von 150.000 Dollar werden derzeit <a target="_blank" href="http://buythissatellite.org/donate.php" rel="noopener noreferrer">Spenden gesammelt</a>. 
</p>
<p align="center">
<br />
<iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/GHKBVDKGBek" height="390" width="480" title="YouTube video player"></iframe></p>
<p><strong>Video über das Projekt &quot;Buy This Satellite!&quot;</strong>
</p>
<p>
Die technische Umsetzung des ambitionierten Projekts wird das Hauptproblem sein. Die Initiatoren rechnen mit Gesamtkosten von <a target="_blank" href="http://buythissatellite.org/about.php" rel="noopener noreferrer">mehreren Millionen Dollar</a>. Darin inbegriffen ist die Produktion und der Verkauf von Open-Source-Modems. Diese müssen jedoch gerade für die Hauptzielgruppe, nämlich ärmere Menschen in Entwicklungsländern, erschwinglich sein. Offen ist auch, ob mit nur einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geostationärer_Satellit">geostationären Satelliten</a> alle gewünschten Regionen abgedeckt werden können.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier – KW 03</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-03-5117/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 21:30:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internet: Es zeigt sich von seiner sozialen Seite, wird kein Austragungsort von Cyberkriegen, bringt das Weiße Haus ins Gespräch mit einflussreichen chinesischen Bloggern und ist alles andere als frei - dies und mehr in der Linkliste.        
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet: Es zeigt sich von seiner sozialen Seite, wird kein Austragungsort von Cyberkriegen, bringt das Weiße Haus ins Gespräch mit einflussreichen chinesischen Bloggern und ist alles andere als frei &#8211; dies und mehr in der Linkliste.        </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<b><a target="_blank" href="http://www.pewinternet.org/Reports/2011/The-Social-Side-of-the-Internet.aspx" rel="noopener noreferrer">Studie I: Die soziale Seite des Internet</a></b><br />
Eine <a target="_blank" href="http://www.pewinternet.org/Reports/2011/The-Social-Side-of-the-Internet.aspx" rel="noopener noreferrer">Studie</a> des Pew Internet &amp; American Life Project ergab, dass Internetsurfer weitaus stärker sozial engagiert sind als Menschen, die dem Web 2.0 fernbleiben. 80 Prozent der Web-User wären im Rahmen von freiwilligen Gruppen oder Organisationen aktiv, aber nur 56 Prozent der Web-Abstinenzler. Auf Social-Media-Plattformen gibt es laut der Studie die meisten sozialen Aktivitäten. Ganze vorne: Twitter mit 85 Prozent. Von den Befragten gaben 46 Prozent an, dass das Internet ihnen die Teilnahme an sozialen Aktivitäten erleichtere.  
</p>
<p>
<b><a target="_blank" href="http://www.oecd.org/dataoecd/3/42/46894657.pdf" rel="noopener noreferrer">Studie II: Cyberkrieg adieu</a></b><br />
Die OECD veröffentlichte am Freitag, 14. Januar 2011, eine Studie zum Thema Internet-Sicherheit. Diese kommt zu dem Schluss, dass ein zukünftiger Cyberwar eher unwahrscheinlich ist. Einzig ein gezielter Angriff auf essentielle Teile der Internet-Infrastruktur oder eine starke Sonneneruption (Ausfall von Satelliten etc.) könnten zu einer Cyber-Katastrophe führen. Nichtsdestotrotz seien politisch oder ideologisch motivierte Cyber-Attacken auf dem Vormarsch.
</p>
<p>
<b><a target="_blank" href="http://www.freitag.de/politik/1102-201edie-diktatoren-der-welt-haben-gelernt201d" rel="noopener noreferrer">Interview: Das Trugbild vom freien Internet</a></b><br />
In einem Gespräch mit der Freitag beschreibt der Journalist und Blogger Evgeny Morozov, wie die Diktatoren der Welt gelernt hätten, kritische Inhalte im Internet zu  neutralisieren. Und zwar nicht primär durch die Zensur oder das Löschen von missliebigen Webseiten, sondern indem Kritiker verleumdet bzw. diskreditiert werden.  Dennoch seien auch DDoS-Attacken ein probates Mittel, um z. B. oppositionelle Webseiten lahmzulegen. Für Morozov ist das freie Internet eine Illusion.
</p>
<p>
<b><a target="_blank" href="http://www.whitehouse.gov/photos-and-video/video/2011/01/20/videoconference-chinese-bloggers" rel="noopener noreferrer">Videochat: Weißes Haus meets chinesische Blogger</a></b><br />
Am Rande eines mehrtägigen Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Hu Jintao in den USA veranstalteten Vertreter des Weißen Hauses einen Videochat mit einflussreichen chinesischen Bloggern. Dabei ging es jedoch weniger um die Erörterung von Menschenrechtsfragen, sondern vornehmlich um politische Fragen rund um die Beziehungen zwischen den USA und China. Beispielsweise wurde auch die Taiwan-Strategie der USA von den Bloggern kritisch hinterfragt.
</p>
<p>
<b><a target="_blank" href="http://mashable.com/2011/01/20/us-army-social-media-handbook" rel="noopener noreferrer">US-Armee goes Social Media</a></b><br />
Radhika Marya von mashable.com berichtet von der Veröffentlichung des 2011 Army Social Media Handbook, das Sicherheitstipps und -anweisungen für US-Soldaten, Militärpersonal und deren Familien im Umgang mit sozialen Medien enthält. So sei es z. B. Kommandeuren möglich, den Zugang zu bestimmten Webseiten zu blockieren. Nichtsdestotrotz hätten einige Streitkräfte wie die US-Marine ihre Online-Politik gelockert. So dürften soziale Medien wie Facebook, Twitter und Youtube auch während der Arbeit genutzt werden. </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>E-Parlament: Ein Schritt vor, zwei zurück</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/e-parlament-ein-schritt-vor-zwei-zurueck-5045/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 15:01:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[MdB]]></category>
		<category><![CDATA[Politik2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Geschäftsordnungsausschuss des Deutschen Bundestags hat beschlossen, Tablet-PC´s und &#34;ähnliche Geräte, die nicht aufgeklappt werden müssen&#34;, für die Verwendung im Plenarsaal des Parlaments zuzulassen. Die Benutzung von Mobiltelefonen und Laptops bleibt jedoch weiterhin untersagt. Andere Länder sind hier schon weiter, wie eine Umfrage von politik-digital.de zeigt.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Geschäftsordnungsausschuss des Deutschen Bundestags hat beschlossen, Tablet-PC´s und &quot;ähnliche Geräte, die nicht aufgeklappt werden müssen&quot;, für die Verwendung im Plenarsaal des Parlaments zuzulassen. Die Benutzung von Mobiltelefonen und Laptops bleibt jedoch weiterhin untersagt. Andere Länder sind hier schon weiter, wie eine Umfrage von politik-digital.de zeigt.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Der Ausschuss musste sich mit dem Thema beschäftigen, nachdem der FDP-Abgeordnete Jimmy Schulz im Juni diesen Jahres <strike>ein I-Pad </strike>einen sogenannten Tablet-PC mit an das Rednerpult brachte. Einer der Bundestagspräsidenten hatte Schulz damals darauf hingewiesen, dass die Benutzung von Computern im Plenarsaal verboten sei. In der Tat gibt es Entscheidungen des Bundestages aus den Jahren 1995 und 2003, wonach das Telefonieren mit Mobiltelefonen und der Gebrauch von Laptops im Plenarsaal nicht gestattet sind.
</p>
<p>
<b>Handys verboten</b>
</p>
<p>
Nun ist es leicht nachvollziehbar, dass mehrere ins Mobiltelefon plappernde Abgeordnete einer konstruktiven Debatte nicht unbedingt zuträglich sind &#8211; von den unterschiedlichen Klingeltönen ganz zu schweigen. Warum aber das Lesen und Umblättern solch unhandlicher Zeitungsgrößen wie dem nordischen (z.B. FAZ) oder dem rheinischen Format (z.B. Oberbayerisches Volksblatt) für den Sitznachbarn angenehmer sein soll als Lüfter- und Tastaturgeräusche eines Laptops, bleibt unklar. Denn das, so war aus dem Ausschuss zu hören, sei einer der Hauptgründe für das weiterhin bestehende Verbot von Notebook-Computern.
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<p>
<b>Österreich ganz vorne </b>
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Ein Blick auf zwei Nachbarländer Deutschlands zeigt, dass diese schon einen Schritt weiter sind als der Deutsche Bundestag. So ist es nach Aussagen der Presseabteilung des Österreichischen Nationalrats in der Alpenrebublik sogar erwünscht, Notebooks zu verwenden. Die Abgeordneten könnten so &quot;effektiver ihrer Arbeit nachgehen, Verhandlungsgegenstände nachlesen und E-Mails schreiben&quot;. Ein begrüßenswerter Nebeneffekt sei die überdurchschnittliche Anwesenheit während der Sitzungen. Auch im Schweizer Nationalratssaal ist alles erlaubt, d.h. die Benutzung von Mobiltelefonen (keine Gesprächskommunikation), Laptops und Smartphones stehen der Würde des Hohen Hauses nicht entgegen.
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<p>
&nbsp;
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<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/20101008_schulz_ipad.jpg" alt="Jimmy Schulz und sein Tablet-PC" title="Jimmy Schulz und sein Tablet-PC" height="284" width="400" />
</div>
<div style="text-align: center">
<b>MdB Jimmy Schulz freut sich über den Beschluss <br />
(Foto: FDP-Fraktion im Bundestag)</b> 
</div>
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&nbsp;
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<p>
Eher praktische Gründe für ein Verbot von Laptops führt das House of Commons (Britsches Parlament) an: Nach Aussage der Pressestelle wäre eine Nutzung aufgrund der äußerst engen Platzverhältnisse und der fehlenden Steckdosen schwer möglich. Hier geht Tradition noch vor Moderne. Smartphones stellen allerdings auch in Westminster kein Problem dar.
</p>
<p>
<b>Aufmerksamkeit leidet gelegentlich</b>
</p>
<p>
Dass es auch in Deutschland anders gehen kann, zeigt die Enquete-Kommission &quot;Internet und digitale Gesellschaft&quot;. Wer eine Sitzung dieses Gremiums verfolgt stellt fest, dass kaum einer der 34 Mitglieder ohne Notebook, Tablet-PC oder Smartphone auskommt. Dass diese auch ausgiebig genutzt werden, zeigt sich an den Einträgen der Kommissionsmitglieder u.a. auf Facebook oder Blogs. Warum die Geräte hier und nicht im Plenarsaal genutzt werden dürfen, ist auch Mitgliedern der Kommission nicht ganz klar. &quot;Wir haben es einfach gemacht&quot;, ist zu hören. Die gleiche Quelle berichtet allerdings auch von gelegentlichen Aufmerksamkeitsschwächen einiger elektronisch besonders aktiver Mitglieder.
</p>
<p>
<b>Chance vertan</b>
</p>
<p>
Die Entscheidung des Deutschen Bundestags bedeutet trotz dieses Schritts nach vorne jedoch auch zwei zurück. Der moderne Abgeordnete (und davon gibt es immer mehr) arbeitet elektronisch vernetzt und muss immer erreichbar sein. Kann er dies nicht, bleibt er eher einer Sitzung fern und arbeitet aus seinem Büro oder der Lobby. Das Parlamentsfernsehen wird ja schließlich auch dorthin übertragen. Kommt es zu einer wichtigen Abstimmung, springt er rüber in das Plenum, hebt die Hand und zieht sich wieder zurück. Der überwiegend leere Plenarsaal, über den sich auch Bundestagspräsident Norbert Lammert beklagt, ist ein deutliches Zeichen für diesen Umstand. Der Bundestag ist ein Arbeitsparlament und sollte die Zeichen der Zeit erkennen. Oder einmal in einem Technikmarkt vorbeischauen, denn laut klickende Tastaturen und rauschende Lüfter sind seit geraumer Zeit nicht mehr Up-to-date.
</p>
<p>
<i>Unter Mitarbeit von Janek Reimann.</i></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Volle Kraft zurück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jasmin Reitzig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 15:39:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Wahlkampf drehten Parteien und Politiker online auf. Inzwischen fristen viele Seiten ein tristes, ungepflegtes Dasein. Bei Hubertus Heil, einem fleißigen Online-Wahlkämpfer, werden nur noch die <a href="http://www.hubertus-heil.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilungen auf der Homepage</a> aktualisiert. Immerhin. <a href="http://www.facebook.com/home.php#/juergen.trittin?ref=search&#38;sid=508079616.4179114661..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen Trittin befindet sich laut Facebook</a> weiterhin auf Wahlkampftour. Und <a href="http://www.facebook.com/home.php#/pages/Franz-Muntefering/44326764258?ref=search&#38;sid=508079616.3553120937..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franz Müntefering</a><a href="http://www.facebook.com/home.php#/pages/Franz-Muntefering/44326764258?ref=search&#38;sid=508079616.3553120937..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a>lädt zur Wahlkampfkundgebung nach Berlin ein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Wahlkampf drehten Parteien und Politiker online auf. Inzwischen fristen viele Seiten ein tristes, ungepflegtes Dasein. Bei Hubertus Heil, einem fleißigen Online-Wahlkämpfer, werden nur noch die <a href="http://www.hubertus-heil.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilungen auf der Homepage</a> aktualisiert. Immerhin. <a href="http://www.facebook.com/home.php#/juergen.trittin?ref=search&amp;sid=508079616.4179114661..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen Trittin befindet sich laut Facebook</a> weiterhin auf Wahlkampftour. Und <a href="http://www.facebook.com/home.php#/pages/Franz-Muntefering/44326764258?ref=search&amp;sid=508079616.3553120937..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franz Müntefering</a><a href="http://www.facebook.com/home.php#/pages/Franz-Muntefering/44326764258?ref=search&amp;sid=508079616.3553120937..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a>lädt zur Wahlkampfkundgebung nach Berlin ein.<!--break--></p>
<p>
Vielen Politikern scheint nach der Bundestagswahl das Interesse am Internet und insbesondere am Dialog mit den Wählern verloren gegangen zu sein. Dies ist das Ergebnis einer Stichprobe von politik-digital.de auf den Parteiseiten, Politiker-Homepages und Profilen in Sozialen Netzwerken wie studiVZ und Facebook oder Plattformen wie Twitter, Flickr und Youtube. Zudem werden die Personalressourcen für Online in den meisten Parteizentralen derzeit zurückgefahren.
</p>
<p>
Die Flickr-Seiten mit aktuellen Fotos aller Parteien kamen exakt am 27. September 2009 zum Stillstand. &quot;Das wirft das Bild auf: &#8216;Vielen Dank, dass Sie uns gewählt haben, aber jetzt machen wir erst mal wieder Unseres&#8217;,“ <a href="http://www.sputnik.de/popkultur/zusammenleben/nach-der-wahl-politik-geht-offline" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kritisiert </a><a href="http://www.sputnik.de/popkultur/zusammenleben/nach-der-wahl-politik-geht-offline" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Patrick Brauckmann</a>, Experte für Online-Wahlkampf und Autor bei politik-digital.de, dieses Verhalten der Parteien.
</p>
<p>
<b>So nicht</b>
</p>
<p>
Genau solch ein Verhalten demonstriert der Ex-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in seinem <a href="http://www.wahlkampf09.de/2009/10/die-spd-wird-gebraucht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a>. Im Oktober schrieb er, wie sehr er den Austausch mit den Bürgern und seine täglichen Reflektionen im Wahlkampf genossen habe. Weiterschreiben will er dennoch nicht. Er dankt seinen Lesern und verabschiedet sich: „Der Wahlkampf ist zu Ende. Deshalb muss auch der Wahlkampf-Blog seinen Schlusspunkt finden.“ In den <a href="http://www.wahlkampf09.de/2009/10/die-spd-wird-gebraucht#comments" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentaren</a> wünschen sich Steinmeiers Leser jedoch eine Fortsetzung.
</p>
<p>
Inspiration für neue Themen könnte Frank-Walter Steinmeier sich bei der FDP holen. Denn die <a href="http://fdpbundestagsfraktion.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">93 liberalen Bundestagsabgeordneten schreiben</a>  mehrmals in der Woche aus persönlicher Sicht über Themen wie Demokratieverständnis und die Finanzkrise. Die User werden zum Diskutieren angeregt. Nicht alle, aber einige Kommentare werden beantwortet.
</p>
<p>
<b>Schwarz</b><b>e Schafe </b>
</p>
<p>
Außer Steinmeier gibt es auch andere schwarze Schafe, besonders unter den prominenten Politikern. Jürgen Trittin sei seit der <a href="http://www.trittin.de/termine/index.shtml?navanchor=1010002" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Trittin_Terminkalender3.jpg" alt="Trittin Terminkalender" title="Trittin Terminkalender" align="left" width="219" height="127" /></a>Bundestagswahl einfach zu beschäftigt gewesen, um seine <a href="http://www.facebook.com/home.php#/juergen.trittin?ref=search&amp;sid=508079616.4179114661..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Seite zu </a><a href="http://www.facebook.com/home.php#/juergen.trittin?ref=search&amp;sid=508079616.4179114661..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktualisieren</a>, sagt sein Berliner Büroleiter. Die pflege er nämlich selbst, nicht die Mitarbeiter. Aus Termingründen hat er seit dem 28. September 2009 wahrscheinlich auch mit dem Twittern aufgehört. Obwohl, laut <a href="http://www.trittin.de/termine/index.shtml?navanchor=1010002" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Terminkalender</a><a href="http://www.trittin.de/termine/index.shtml?navanchor=1010002" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> seiner offiziellen Webseite</a>, hat er seit dem 20. April nichts mehr zu tun. 
</p>
<p>
Bei Franz Müntefering ist nach der Wahl jegliche Internetkommunikation zum Erliegen gekommen. Nicht nur der <a href="http://www.facebook.com/home.php#/pages/Franz-Muntefering/44326764258?ref=search&amp;sid=508079616.3553120937..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">echte Müntefering hat </a><a href="http://www.facebook.com/home.php#/pages/Franz-Muntefering/44326764258?ref=search&amp;sid=508079616.3553120937..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook </a>und <a href="http://www.flickr.com/photos/spdde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a><a href="http://www.flickr.com/photos/spdde" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> aufgegeben</a>,  sogar sein unter falschem Namen <a href="http://twitter.com/muentefering" target="_blank" rel="noopener noreferrer">twitterndes </a><a href="http://twitter.com/muentefering" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Alter-Ego </a> lässt seit Oktober das Zwitschern. SPD-Kollege Hubertus Heil war in der Wahlkampfzeit in vielen sozialen Netzwerken unterwegs. Seit dem 27. September 2009 hat er es nur vier Mal geschafft, seinen über 4000 Followern bei <a href="http://twitter.com/hubertus_heil" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter </a><a href="http://twitter.com/hubertus_heil" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Nachricht zu twittern</a>. Die regelmäßigen <a href="http://www.facebook.com/pages/Hubertus-Heil/63215533503?v=box_3#/pages/Hubertus-Heil/63215533503?v=wall" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Statusmeldungen samt Smileys auf Facebook </a>sind den <a href="http://www.hubertus-heil.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">trockenen Nachrichten seiner Webseite</a> gewichen.
</p>
<p>
<b>Gruscheln ja – Dialog nein</b>
</p>
<p>
Zum gelegentlichen Anstupsen und Gruscheln in den Sozialen Netzwerken ließen sich viele Politiker in der Stichprobe von politik-digital.de noch animieren. Ein wahres Interesse an ihren Freunden aus dem Wahlkampf zeigen sie bei Facebook und StudiVZ aber nicht. Dialog findet selten statt. Oft diskutieren die Anhänger untereinander, beispielsweise über den Mindestlohn und Atompolitik.
</p>
<p>
<a href="http://www.facebook.com/AngelaMerkel" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Merkel_fbook_neu.jpg" alt="Merkel fbook" title="Merkel fbook" align="left" width="209" height="139" /></a>Einen guten Willen demonstrieren einige Politiker durch regelmäßige Status-Updates. Mit 420 Zeichen gewährt zum Beispiel Bundeskanzlerin <a href="http://www.facebook.com/home.php#/AngelaMerkel?ref=search&amp;sid=508079616.108676919..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Angela Merkel</a><a href="http://www.facebook.com/home.php#/AngelaMerkel?ref=search&amp;sid=508079616.108676919..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> auf ihrer Profilseite bei Facebook</a> einen kleinen Einblick in ihre Arbeitswelt. Und der neue <a href="http://www.facebook.com/home.php#/westerwelle?ref=search&amp;sid=508079616.3287854522..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Außenminister </a><a href="http://www.facebook.com/home.php#/westerwelle?ref=search&amp;sid=508079616.3287854522..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Guido Westerwelle</a><a href="http://www.facebook.com/home.php#/westerwelle?ref=search&amp;sid=508079616.3287854522..1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> zeigt</a>, wie sehr ihm die neue Rolle des Außenministers gefällt. Er veröffentlicht ein Video nach dem anderen, mit ihm und anderen hochrangigen Volksvertretern in der Hauptrolle.
</p>
<p>
<b>Erschlaffender Youtube-Elan</b>
</p>
<p>
Immerhin: Alle Parteien und die meisten Politiker haben ihre Webseiten und Profile während der vergangenen sieben Wochen seit der Bundestagswahl aktualisiert. Etwas verschlafen wirken viele im Vergleich zum Wahlkampf dennoch. In der <a href="http://www.bilder.cdu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Multimedia-Datenbank</a><a href="http://www.bilder.cdu.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> der CDU</a>, die mit aktuellen Fotos, Audio-Dateien und Videos zum Downloaden wirbt, ist der neueste Eintrag bereits zwei Wochen alt. Die Highlights des <a href="http://www.youtube.com/user/SPDvision" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Youtube-Kanals</a><a href="http://www.youtube.com/user/SPDvision" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> der SPD </a>beschränken sich auf historische Wahlwerbespots, das Angebot für Gehörlose verwaiste schon im August.
</p>
<p>
Anders sieht es bei den Grünen aus. <a href="http://www.youtube.com/user/GRUENE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kanal Grün</a> stellte allein am 9. November 2009, passend zum Mauerfall-Jubiläum, zwei neue Videos ins Netz. Dabei handelt es sich um Interviews mit Renate Künast und Steffi Lemke. Das Gegenbeispiel bildet <a href="http://www.youtube.com/user/linksfraktion" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Linkspartei</a>: Sieben Wochen brauchte die Partei, um drei neue Videos hochzuladen.
</p>
<p>
<b>Plätscherndes Gezwitscher</b>
</p>
<p>
Bei Twitter sind viele Politiker und Parteien weiterhin mehr oder weniger aktiv. Es scheint, den meisten fehlt eine konkrete Informations- oder Mobilisierungsstrategie sowie ein Gespür für spannende Inhalte. <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/auch_zwitschern_muss_man_ueben_1.3994226.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Miriam Meckel und Katarina Stanoevska-Slabeva</a><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/auch_zwitschern_muss_man_ueben_1.3994226.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">, Professorinnen für Medienmanagement an der Universität St. Gallen, fordern</a> „gezielte Informationen mit Vertiefungshinweisen oder Mobilisierungscharakter zu senden, die einen Nutzwert für die Bürger haben.“
</p>
<p>
Um eine treue Mitgliedergemeinde aufzubauen, müsse regelmäßig getwittert und mit den Menschen kommuniziert werden, meinen die Professorinnen. Dazu gehören auch gezielte persönliche Ansprachen und konkrete Aufrufe genauso wie das Interesse an den eigenen Followern.<b></b>
</p>
<p>
<b>Aktive Kleinparteien</b>
</p>
<p>
Die FDP macht es richtig. Während der Koalitionsverhandlungen konnten die Liberalen einen sprunghaften Anstieg an Followern <a href="http://twitter.com/FDP_fraktion" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei </a><a href="http://twitter.com/FDP_fraktion" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter registrieren</a>. Die Partei informierte Interessierte kontinuierlich über den Verlauf der Gespräche.
</p>
<p>
<a href="http://twitter.com/sven_kindler" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/twitter_kindler_neu.jpg" alt="Kindler Twitter" title="Kindler Twitter" align="left" width="221" height="143" /></a>Auf <a href="http://twitter.com/sven_kindler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Grünen wirft Sven Kindler</a>, jüngster grüner Oppositionsabgeordneter, ein gutes Licht. Er twittert mehrmals täglich über sein Leben als Abgeordneter. „Jetzt bis halb elf Konstituierung des Arbeitskreises I. Ab elf dann Regierungserklärung und Aussprache dazu“ beginnt sein stündliches Gezwitscher-Update am 10. November.
</p>
<p>
Sie kennen noch ein besonders gutes oder schlechtes Beispiel für Online-Elan von Politikern? Schreiben Sie uns gerne in den Kommentaren!</p>
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		<title>Studie: Wähler wollen kommunizieren</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/studie-waehler-wollen-kommunizieren-4318/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 18:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Pro Dialog]]></category>
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					<description><![CDATA[Politiker und Parteien hinterfragen zunehmend die klassischen Wahlkampfmittel. Webseiten werden umgebaut, Profile in Sozialen Netzwerken eingerichtet und Youtube-Kanäle mit Videos bestückt. Doch will der Wähler das überhaupt? Eine aktuelle Studie zeigt: Parteiwebseiten interessieren nur drei Prozent der Wähler.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Politiker und Parteien hinterfragen zunehmend die klassischen Wahlkampfmittel. Webseiten werden umgebaut, Profile in Sozialen Netzwerken eingerichtet und Youtube-Kanäle mit Videos bestückt. Doch will der Wähler das überhaupt? Eine aktuelle Studie zeigt: Parteiwebseiten interessieren nur drei Prozent der Wähler.<!--break--></p>
<p>
Welche sind die richtigen Wege, um Stammwähler zu mobilisieren, Wechselwähler zu überzeugen und Nichtwähler zu bewegen?
</p>
<p>
Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Dimap im Auftrag der <a href="http://www.prodialog.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative ProDialog</a> hat nun ergeben, dass der deutsche Wähler weit weniger expertimentierfreudig ist als die Wahlkämpfer vermuten. So informieren sich zwei Drittel aller Wahlberechtigten politisch hauptsächlich über Tageszeitungen und Fernsehen.
</p>
<p>
Das Internet liegt mit 29 Prozent auf dem vierten Platz, knapp vor dem öffentlich-rechtlichen Radio. Die Nutzung des Internet hängt allerdings stark vom Alter der &quot;User&quot; ab. Unter den 18 bis 29-Jährigen sind es 60 Prozent, die online nach politischen Informationen suchen, bei den über 60-jährigen lediglich sieben Prozent.
</p>
<p>
<b>Kaum Interesse an Parteien im Web</b> 
</p>
<p>
Dabei muss es für die Parteien ernüchternd sein, welche Internetangebote die Onliner nutzen. Die zur Zeit eifrig überarbeiteten Webseiten der Parteien sind es nämlich nicht. Diese werden nur von drei Prozent besucht. Führend sind mit 60 Prozent die Nachrichtenportale von Printmedien und die Internetauftritte der Fernsehsender. Spiegel und Tagesschau sind also offensichtlich auch im Netz die Meinungsbildner. Mit zwölf Prozent unter den 18 bis 29-jährigen Wählern stellen soziale Netzwerkseiten wie Studi-VZ, wer-kennt-wen und Facebook mittlerweile eine zunehmende Quelle für politische Informationen dar.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/als_politische_Informationsquelle_-_Angebote.jpg" title="Internet als politische Informationsquelle - Angebote" alt="Internet als politische Informationsquelle - Angebote" height="362" width="467" /> 
</p>
<p>
<b>FDP-Wähler sind Onliner</b> 
</p>
<p>
Unter den Parteien hat die FDP die internetaffinsten Anhänger: 40 Prozent ihrer Sympatisanten nutzen das Internet, um an politische Informationen zu kommen. Knapp gefolgt werden sie von grünen Parteifreunden mit 36 Prozent. Weit zurück sind CDU/CSU (29 %), Linke (28 %) sowie die SPD mit 27 Prozent. Nicht überraschend ist, dass unter den Nichtwählern nur ein Viertel politische Informationen im Netz suchen.
</p>
<p>
Der jetzige amerikanische Präsident Obama sprach seine Wähler auf allen verfügbaren medialen Kanälen an. Als besonders innovativ und effektiv wurde hier immer wieder der Kontakt per E-Mail und SMS genannt. Die deutschen Wähler sind nach den Umfrageergebnissen jedoch offenbar noch nicht so weit.
</p>
<p>
Sie wünschen zwar auch eine individuelle Ansprache durch den Politiker, fühlen sich aber eher  angesprochen vom klassischen Infostand (40 Prozent) oder durch Interviews mit Politikern (57 Prozent). E-Mail und Wahlplakate (beide 80 Prozent Ablehnung) sind weniger geschätzte Medien. Dabei wird der persönlich adressierte Brief als weitaus attraktiver eingeschätzt als die elektronische Post.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Ansprache.jpg" alt="Wege zum Wähler - Ansprache" title="Wege zum Wähler - Ansprache" height="384" width="468" />
</p>
<p>
<span style="font-weight: bold" class="Apple-style-span">Brief beliebter als E-Mail</span> 
</p>
<p>
Vergleicht man die Ergebnisse der Studie mit den bereits im Jahr 2007 erhobenen Zahlen, lässt sich der Wandel in der Beliebtheit verschiedener Kanäle in der Wahlkampfkommunikation noch deutlicher darstellen. Die klassischen Formate wie Plakate (-6 Prozent), TV-Spots (-5) und Wahlwerbung im Radio (-1) verlieren an Resonanz. Die persönliche, direkte und lebensnahe Ansprache über unterschiedlichste Medien gewinnt hinzu. Insbesondere das persönliche Gespräch und der persönlich adressierte Brief werden deutlich häufiger gewünscht als noch im Jahr 2007.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Resonanz_auf_Ansprache_im_Wandel.jpg" title="Resonanz auf Ansprache im Wandel" alt="Resonanz auf Ansprache im Wandel" height="462" width="468" /> 
</p>
<p>
<b>Dialog nicht Monolog</b> 
</p>
<p>
Welche Schlussfolgerungen können und sollten Politiker und Parteien nun aus den Ergebnissen dieser Studie ziehen? Der Ausbau der Online-Aktivitäten und die Nutzung von neuen, innovativen  Kommunikationkanälen ist sinnvoll, sollte aber nicht überschätzt werden.
</p>
<p>
Die Zielgruppe bleibt eher die digital gut vernetzte Klientel &#8211; und diese wählt am häufigsten FDP oder Grün. Der klassische, gerne als altmodisch belächelte Infostand auf dem Marktplatz hat weiterhin seine Berechtigung, insbesondere, wenn sich dort der Kandidat dem persönlichen Gespräch stellt.
</p>
<p>
Das Wichtigste aber: der Wähler sucht den Dialog, nicht den Monolog. Ganz gleich, ob der Politiker am Infostand Fähnchen verteilt, oder per Twitter und Facebook seine Botschaften verbreitet: den Wähler erreicht er nur, wenn er ernsthaft mit diesem kommunizieren möchte.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Soft Skills im US-Außenministerium</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/soft-skills-im-us-aussenministerium-4116/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 09:34:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[US-Außenministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Mahmud Ahmadinedschad]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Department of Public Diplomacy im US-Außenministerium nennt es den Ideenkrieg: Ein Programm, das im fremdsprachigen Internet potenziell gefährliche, antiamerikanische Meinungen auffindet und (Achtung!) kritisiert. Wie der Vorsitzende des Departments, James Glassman, am 28. Oktober 2008 in einem Briefing bekannt gab, geschieht dies seit neuestem auch auf russisch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Department of Public Diplomacy im US-Außenministerium nennt es den Ideenkrieg: Ein Programm, das im fremdsprachigen Internet potenziell gefährliche, antiamerikanische Meinungen auffindet und (Achtung!) kritisiert. Wie der Vorsitzende des Departments, James Glassman, am 28. Oktober 2008 in einem Briefing bekannt gab, geschieht dies seit neuestem auch auf russisch.<!--break--></p>
<p>
Im <a href="http://www.state.gov/r/us/2008/111372.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ideenkrieg</a> geht es dem <a href="http://www.state.gov/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ministerium</a> jedoch weniger darum, die Einstellungen der User gegenüber den USA zu verbessern. Vielmehr versucht man, Gewalt verherrlichende Meinungen von den Übrigen zu isolieren. Dabei wird mit offenem Visier argumentiert: Jeder Mitarbeiter gebe sich als solcher zu erkennen. Einer habe sogar einmal eine Online-Diskussion mit Ahmadinedschads Presseberater geführt. Nach Arabisch, Farsi und Urdu wird der „War of Ideas“ nun <a href="http://de.rian.ru/world/20081029/118008079.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auch auf russisch</a> geführt. Ausdrückliches Ziel ist „eine Welt, in der Gewalt zur Durchsetzung politischer, religiöser oder sozialer Ziele nicht länger akzeptiert wird.“ Sounds good.</p>
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		<title>Das Internet als Stütze sozialer Bindungen</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jul 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">
(7. Juli 2006) Die Frage nach dem Einfluss des Internets auf soziale Beziehungen innerhalb der Gesellschaft wurde und wird häufig pessimistisch beantwortet. Hat die Kommunikation via Internet zur Folge, dass sich die sozialen Bindungen zwischen Menschen oberflächlicher entwickeln? Führen die modernen Formen der Kontaktaufnahme letztlich sogar zu einer Isolation der Individuen?
</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
(7. Juli 2006) Die Frage nach dem Einfluss des Internets auf soziale Beziehungen innerhalb der Gesellschaft wurde und wird häufig pessimistisch beantwortet. Hat die Kommunikation via Internet zur Folge, dass sich die sozialen Bindungen zwischen Menschen oberflächlicher entwickeln? Führen die modernen Formen der Kontaktaufnahme letztlich sogar zu einer Isolation der Individuen?
</p>
<p><!--break--></p>
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Die Ergebnisse einer<br />
<a href="http://pewresearch.org/reports/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> lassen zumindest für die US-Gesellschaft auf das Gegenteil schließen: Das Internet verstärkt soziale Bindungen in einer modernen Gesellschaft und unterstützt die Bildung von „social capital“.
</p>
<p class="fett">
Von der gruppen- zur netzwerkbasierten Gesellschaft
</p>
<p>
Die Untersuchung des<br />
<a href="http://www.pewinternet.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pew Internet &amp; American Life Projects</a> kommt zu dem Ergebnis, dass sich menschliche Gemeinschaften im Internet-Zeitalter keineswegs auflösen, sondern wandeln. Die amerikanische Gesellschaft zeichnet sich demnach zunehmend durch Gemeinschaften aus, die sich an geographisch verstreuten sozialen Netzwerken orientieren. Die traditionelle (Gruppen-)Orientierung an physischer Nähe, wie beispielsweide Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft, verliert hingegen an Relevanz. Die neuen Netzwerke enthalten neben Freunden und Arbeitskollegen gleichwohl eine solide Anzahl an Nachbarn und Verwandten, der traditionellen Basis von Gemeinschaft.
</p>
<p class="normal">
<b>„networked individualism“</b>
</p>
<p>
Moderne Kommunikationsmittel wie eMail oder Mobiltelefone verändern die Art der Kommunikation und schaffen eine neue Basis für menschliche Gemeinschaften, die der Co-Autor der Studie, Barry Wellman, als „networked individualism“ bezeichnet: Der einzelne Mensch versucht in seinem Netzwerk für bestimmte Probleme oder Situationen die jeweils geeignete(n) Person(en) zu kontaktieren. Die einseitige Orientierung an (s)einer (traditionellen) Gemeinschaft wird aufgegeben.
</p>
<p>
Dieser Bedeutungswandel geht laut Studie aber nicht mit einem Qualitätsverlust sozialer Bindungen einher. Der direkte Kontakt oder die Anzahl der Gespräche über das herkömmliche Telefon mit Personen im direkten Umfeld verringern sich nicht. eMail und Mobiltelefone ergänzen demnach die Kommunikation, die ein Individuum mit Menschen in seinem unmittelbaren Umfeld pflegt. Die modernen Kommunikationsmittel, so die Autoren der Studie, tragen sogar dazu bei, soziale Bindungen zu erhalten und gelegentlich auch zu stärken. In diesem Zusammenhang wird der Begriff „glocalization“ eingebracht: Die Nutzung von eMails verbindet sowohl entfernte Freunde und Verwandte als auch solche, die in der Nachbarschaft leben. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Studie ist, dass der Zeitaufwand für den Umgang mit dem Internet auf Kosten verhältnismäßig unsozialer Aktivitäten, wie Schlafen oder Fernsehen, geht.
</p>
<p>
<b>Das Internet unterstützt soziale Netzwerke</b>
</p>
<p>
Die Besonderheiten des Internets unterstützen vor allem die Kommunikation in großen Netzwerken. Dieses Ergebnis der Studie liegt auf Hand: Es ist zeitaufwendiger und schwieriger, den Kontakt zu 30 Personen aufrecht zu halten als zu 5 Personen. Eine erhebliche Vereinfachung bietet hier der Kontakt durch eMail. Ihre asynchrone Natur erlaubt es den Mitgliedern eines Netzwerks etwa, zu unterschiedlichen Zeiten zu kommunizieren. Zudem macht es, was den Aufwand betrifft, kaum einen Unterschied, ob man eine eMail an eine oder mehrere Personen versendet.</p>
<p>Interessanter ist ein anderes Ergebnis der Studie: Internet-Nutzer in den USA haben mehr soziale Bindungen als Nicht-Nutzer. Die Autoren unterscheiden zwischen sehr engen Bindungen („core ties“) und verhältnismäßig engen Bindungen („significant ties“). Während die Ersten bei beiden im Mittel den gleichen Wert aufweisen, haben Internet-Nutzer durchschnittlich drei Kontakte der Kategorie „significant ties“ mehr als Nicht-Nutzer. Dabei sind „significant-ties“ keineswegs lose Bekanntschaften. Die Autoren definieren sie als potentiell wichtige Kontakte, deren Hilfe und Ratschlag Menschen in ihren Netzwerken nachfragen.</p>
<p>Bei der Suche nach Unterstützung oder Hilfe in wichtigen Lebensfragen spielt die soziale Kommunikation über das Internet der Untersuchung zufolge eine bedeutende Rolle. US-Bürger nutzen das Internet, um ihre sozialen Netzwerke zu aktivieren. Und diese Aktivierung hat praktischen Nutzen. Die Studie weist nach, dass Internet-Nutzer im Vergleich zu Nicht-Nutzern mit größerer Wahrscheinlichkeit Hilfe bei der Bewältigung ihrer Anliegen bekommen. Im Vorteil sind dabei insbesondere diejenigen, die über viele „significant ties“ verfügen und Kontakt zu Personen aus einer großen Bandbreite von Berufsfeldern haben. Menschen, die es verstehen, mit den Bedingungen des „networked individualism“ umzugehen, scheinen also den größten sozialen Nutzen von der Internet-Kommunikation zu haben.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass laut Studie etwa ¼ der US-Bevölkerung (60 Mio.) angaben, das Internet habe in den letzten zwei Jahren (2004/05) beim Treffen mindestens einer bedeutenden Lebensentscheidung Hilfestellung gegeben. Zudem ist die Zahl derjenigen, die sich bei wichtigen Entscheidungen auf die Unterstützung durch bzw. über das Internet verlassen seit 2002 um 1/3 gestiegen.
</p>
<p>
Die Studie speist sich aus zwei Untersuchungen aus den Jahren 2004 und 2005: Beide dauerten einen Monat, befragt wurden jeweils 2200 volljährige US-Amerikaner telefonisch nach dem Zufallsprinzip.<br />
</p>
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