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	<title>Internet-Sicherheit &#8211; politik-digital</title>
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		<title>5 Gründe warum die Digitale Agenda nur ungenügend umgesetzt ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hubertus Porschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2016 09:04:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="empty-space empty-single" ><span class="empty-space-inner"></span></div>
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					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="vc_custom_heading_wrap "><div class="heading-text el-text" ><h4 class="h4 font-weight-600" ><span>Standpunkt Hubertus Porschen</span></h4></div><div class="clear"></div></div><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DSC07439.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-150062 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DSC07439.jpg" alt="Bundestag" width="640" height="427" /></a></p>
<p>Vor zwei Jahren, am 20. August 2014, verabschiedete das Bundeskabinett die Digitale Agenda. Netzausbau, Innovativer Staat, Cybersicherheit und die Förderung der digitalen Wirtschaft &#8211; das waren die zentralen Themen des auf drei Jahre angelegten Programms, das im schwarz-roten Koalitionsvertag 2013 angekündigt wurde. „Ziel ist es, Deutschland eine Führungsrolle bei der konsequenten, sozialverträglichen und vertrauenswürdigen Digitalisierung von Leben, Arbeiten und Wirtschaften zu ermöglichen“, so Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Digitalen Agenda.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Doch das Programm ist gescheitert &#8211; die Zwischenbilanz des Wirtschaftsverbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER zeigt, dass Deutschland nur ungenügend für die Digitalisierung aufgestellt ist. Die Anforderungen der deutschen Wirtschaft haben die Ziele der Agenda längst überholt – es läuft zu langsam und wenig effizient.</p>
<ol>
<li>Der Glasfaserausbau dauert zu lang</li>
</ol>
<p>Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, „dass alle Bürgerinnen und Bürger die Vorteile der Digitalisierung nutzen können. Deshalb braucht Deutschland flächendeckend Hochgeschwindigkeitsnetze.“ Doch wann wird es so weit sein? Wenn der Glasfaserausbau mit der Geschwindigkeit der letzten beiden Jahre fortgeführt wird, dauert es bis 2057 bis Deutschland flächendeckend versorgt ist. Das ist für den Wirtschaftsstandort entschieden zu langsam und muss vorangetrieben werden. Zur Finanzierung eines möglichst flächendeckenden Glasfaserausbaus schlagen DIE JUNGEN UNTERNEHMER vor, dass der Bund seine Telekomanteile verkauft und die Erlöse von 10 bis 20 Milliarden Euro in den Ausbau investiert.</p>
<ol start="2">
<li>Die Digitale Wirtschaft ist der falsche Ansatz</li>
</ol>
<p>Es wird in Zukunft keinen Unterschied zwischen digitaler und nicht digitaler Wirtschaft geben, die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche. Dafür muss die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, insbesondere den Ausbau der Netzinfrastruktur vorantreiben. Start-Ups, denen in der Digitalen Agenda besondere Unterstützung zugesagt wird, warten weiterhin auf Erleichterungen.</p>
<ol start="3">
<li>Arbeit 4.0 und digitale Bildung lassen auf sich warten</li>
</ol>
<p>Die in der Digitalen Agenda angekündigte Umsetzung von Arbeit 4.0 und die Digitalisierung der Bildung lassen weiter auf sich warten. Das deutsche Arbeitsrecht befindet sich noch im Zeitalter der Industrialisierung. Mobiles Arbeiten sollte künftig unbürokratisch ermöglicht und dafür die althergebrachte ‚Telearbeit‘ abgeschafft werden. Bei der Bildung hört die digitale Welt mit der Schwelle zu den Klassenzimmern auf. Noch immer gibt es nicht flächendeckend Informatik als Wahlpflichtfach. Dabei braucht unsere Wirtschaft Digital Natives, Programmierer und Kreativdenker.</p>
<ol start="4">
<li>Der innovative Staat liegt brach</li>
</ol>
<p>Bei einer ihrer Kernaufgaben versagt die Politik auf ganzer Linie. Die Digitalisierung der Verwaltung kommt nicht voran, obwohl die Bundesregierung „eine digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung“ in der Agenda verspricht.</p>
<p>Wir brauchen einen Treiber, ein Start-Up im Kanzleramt! Vergleichbar mit Initiativen von Unternehmen, die ihre eigenen Innovationsprozesse beschleunigen, soll das Zukunftslab Trends analysieren, Experten vernetzen und Innovationen entwickeln. Neu einzurichtende Digitalisierungsbeauftragte im Kanzleramt sowie in den Ministerien sollen Initiativen koordinieren und Tempo machen.“</p>
<ol start="5">
<li>Mehr Kontrolle als Sicherheit im Netz</li>
</ol>
<p>In der Sicherheitspolitik geht es vielen Innenpolitikern vor allem um Kontrolle und Überwachung der Bürger (siehe Vorratsdatenspeicherung, neues BND-Gesetz). Das ist genau der falsche Ansatz: Der Staat sollte stattdessen auch im Cyberspace für die Sicherheit seiner Bürger sorgen, kompetenter Ansprechpartner bei der Kriminalitätsprävention sein und Vergehen konsequent verfolgen. Leider ist aber die Ausbildung und Ausstattung der Polizei mangelhaft.</p>
<p>Unser wirtschaftlicher Erfolg wird in Zukunft entscheidend davon abhängen ob es uns gelingt, den Rückstand aufzuholen. Dafür brauchen wir den Breitbandausbau, ein angepasstes Arbeitsrecht, die Modernisierung der Verwaltung und Veränderungen in der Bildungspolitik.</p>
<p>Titelbild: Bundestag von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a> / <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a class="external" href="http://i0.wp.com/politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="378" height="66" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-top pos-center align_center column_child col-lg-4 styleptrl--sidebar single-internal-gutter"><div class="uncol style-light sticky-element sticky-sidebar shift_y_neg_single" ><div class="uncoltable"><div class="uncell single-block-padding style-color-182705-bg  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-center"><div class="single-wrapper" style="max-width: 40%;"><div class="tmb tmb-light  img-circle tmb-bordered tmb-img-ratio tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper img-circle img-thumbnail"><div class="dummy" style="padding-top: 100%;"></div><img decoding="async" class="wp-image-157971" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/03/hporschen-304-uai-150x150.jpg" width="150" height="150" alt=""></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Hubertus Porschen</strong></p>
<p>Dr. Hubertus Porschen (33) ist Geschäftsführer des Social-Media Unternehmens App-Arena GmbH in Köln. Er ist seit September 2015 Bundesvorsitzender des Wirtschaftsverbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER. Seine Motivation ist, jungen Unternehmern eine starke Stimme in Wirtschaft und Politik zu geben. Dafür sucht er partei- und branchenübergreifend den Dialog mit der Politik, Unternehmern, Verbänden und Zivilgesellschaft, insbesondere zu den Themen Digitalisierung, wettbewerbsorientierte Reformen der EU, Arbeitsmarktpolitik, Generationengerechtigkeit und der Verbesserung des Unternehmerbilds in Politik und Öffentlichkeit.</p>
</div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Verhaltenskodex für Internetsicherheit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/verhaltenskodex-fuer-internetsicherheit-5431/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Drescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 10:49:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenskodex]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="130" height="109" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/teaser_uno.png" />China, Russland, Tadschikistan und Usbekistan haben einen gemeinsamen Vorschlag für einen Internet-Verhaltenskodex bei den Vereinten Nationen eingereicht. Der Kodex ruft zu mehr internationaler Kooperation im Bereich Internet- und Informationssicherheit auf –  erklärt das Internet aber zugleich zum staatlichen Hoheitsgebiet.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="130" height="109" align="left" src="/wp-content/uploads/teaser_uno.png" />China, Russland, Tadschikistan und Usbekistan haben einen gemeinsamen Vorschlag für einen Internet-Verhaltenskodex bei den Vereinten Nationen eingereicht. Der Kodex ruft zu mehr internationaler Kooperation im Bereich Internet- und Informationssicherheit auf –  erklärt das Internet aber zugleich zum staatlichen Hoheitsgebiet.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Eingereicht wurde das Dokument mit dem Namen &quot;International code of conduct for information security&quot; (<a target="_blank" href="http://blog.internetgovernance.org/pdf/UN-infosec-code.pdf" rel="noopener noreferrer">PDF in Englisch</a>) bereits am 12. September beim Generalsekretär der Vereinten Nationen zur Vorlage in der 69. Sitzung der UNO-Generalversammlung vergangene Woche in New York. Der Kodex soll nach dem Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung implementiert werden und steht allen Ländern offen. Ausgesprochenes Ziel der Initiative ist die Bewahrung internationaler Stabilität und Sicherheit angesichts zunehmender Internetkriminalität und der Bedrohung durch Cyberkriege. Der Kodex will teilnehmende Länder unter anderem dazu verpflichten, Informationen und Kommunikationstechnologien nicht für feindselige Aktivitäten zu nutzen und bei der Bekämpfung krimineller und terroristischer Aktivitäten im Internet zu kooperieren. &quot;China ist der Überzeugung, dass Informations- und Internetsicherheit ein Herausforderung sind, die alle betreffen und nur durch internationale Kooperation bewältigt werden kann&quot;, wird Jiang Yu, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, in der Tageszeitung China Daily <a target="_blank" href="http://www.chinadaily.com.cn/china/2011-09/13/content_13679089.htm" rel="noopener noreferrer">zitiert</a>.
</p>
<p>
Andernorts wird der Vorschlag mit weniger wohlwollenden Worten bedacht. Vor allem der Umstand, dass gerade die &quot;Internetfeinde&quot; <a target="_blank" href="http://en.rsf.org/internet-enemie-china,39741.html" rel="noopener noreferrer">China</a> und <a target="_blank" href="http://en.rsf.org/internet-enemie-uzbekistan,39765.html" rel="noopener noreferrer">Usbekistan</a> zu mehr internationaler Kooperation und der Achtung von &quot;Menschenrechten und fundamentalen Freiheiten&quot; aufrufen, <a target="_blank" href="http://www.uproxx.com/technology/2011/09/russia-china-others-propose-u-n-enforced-internet-code-of-conduct/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=russia-china-others-propose-u-n-enforced-internet-code-of-conduct" rel="noopener noreferrer">erntet Spott.</a>
</p>
<p>
Milton Mueller von der Syracuse Universität <a target="_blank" href="http://blog.internetgovernance.org/blog/_archives/2011/9/20/4903371.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+IGPBlog+%28IGP+Blog+Main%29" rel="noopener noreferrer">kritisert</a>, der Kodex wolle vor allem die Souveränität der Staaten über nationale Informations- und Kommunikationsräume schützen und bewahren. Hinter der Sprachregelung verberge sich die Bestrebung, &quot;das globale Internet in nationale Boxen zu stopfen&quot;, so <a target="_blank" href="http://www.internetgovernance.org/people-mueller.html" rel="noopener noreferrer">Milton Mueller</a>, der unter anderem die zivilgesellschaftliche Vertretung innerhalb der Internet-Verwaltung <a target="_blank" href="http://www.icann.org/" rel="noopener noreferrer">ICANN</a> koordiniert. Mueller sieht in dem Vorschlag sogar die Rechtfertigung für die Zensur internationaler Kommunikation impliziert verankert. So fordert der  Kodex die &quot;Einschränkung der Verbreitung von Informationen, die die politische, ökonomische und soziale Stabilität anderer Länder sowie deren spirituelle und kulturelle Lebensumstände unterminieren&quot;. Dieser Abschnitt würde es jedem Staat allzu leicht machen, die Zensur internationaler Informationsflüsse zu rechtfertigen, befürchtet Mueller. Zum Beispiel im Fall einer Mobilisierung gegen diktatorische Regimes auf Facebook. Eine tatsächliche Anwendung des Verhaltenskodex innerhalb der UNO hält Müller für unwahrscheinlich.  </p>
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