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	<title>Internet-Zensur &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Internet-Zensur &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Meinungs- und Internetfreiheit weltweit: immer öfter gesperrt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 10:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Massenüberwachung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der neue UNESCO-Bericht zur Meinungsfreiheit in der Welt zieht für das Jahr 2017 ein desaströses Fazit: Das Internet wird immer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/fdp-artikelbild.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-153662" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/global_voices_blocked-630x296.jpg" alt="Block Page by Global Voices Online, CC-BY 2.0" width="630" height="296" /><br />
</a>Der neue UNESCO-Bericht zur Meinungsfreiheit in der Welt zieht für das Jahr 2017 ein desaströses Fazit: Das Internet wird immer öfter von Staaten abgeschaltet. Aber auch die sozialen Netzwerke werden weltweit immer öfter Ziel von Blockaden. Doch welche Rolle spielen diese selbst dabei? Ein Einblick.</p>
<p>Anfang November stellte  die UNESCO ihren Bericht &#8220;<a href="https://www.unesco.de/fileadmin/medien/Dokumente/Kommunikation/EN_WTR_2017_Executive_Summary_web.pdf">Weltweite Trends – Meinungsfreiheit und Medienentwicklung</a>&#8221; vor. Die Erkenntnis: Im Jahr 2017 gab es weltweit bereits 61 Blockaden des Internets durch Regierungen. Das sind im laufenden Jahr drei Mal so viele „Shutdowns“ des Internets wie noch im Jahr 2015 mit 18. Die meistens Sperren wurden jedoch im vergangenen Jahr mit weltweit 116 Internetblockaden registriert. Die meisten davon wurden in asiatischen Ländern umgesetzt. Der Bericht führt als Spitzenreiter Indien mit 54 und Pakistan mit 11 Blockaden an. Eine Entspannung der Meinungs- und Medienfreiheit scheint in Bezug auf die globale Entwicklung nicht in Sicht. Die Autoren warnen vor der Einschränkung der Informations- und Kommunikationsfreiheit nicht nur durch Massenüberwachung, sondern auch durch die mangelnde Unabhängigkeit von Medien und der steigenden Algorithmus-basierten Gewichtung von Nachrichten in sozialen Netzwerken.</p>
<p>Ein Land, das in deutschen Medien in den letzten Jahren prominent mit dem Sperren, zwar nicht des gesamten Internets, dafür aber von Plattformen war, ist die Türkei. Dort waren beispielsweise <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-sperrt-zugang-zu-twitter-und-youtube-a-1027209.html">2015 Twitter und YouTube</a> zeitweise nicht erreichbar, vorgeblich um die Verbreitung von Bildern einer Geiselnahme zu verhindern, <a href="http://t3n.de/news/putschversuch-tuerkei-facebook-twitter-zensur-726637/">2016 im Zuge des Putschversuchs</a> zusätzlich noch Facebook. Erst vergangene Woche berichtete jedoch das Portal <a href="https://netzpolitik.org/2017/ziemlich-schnell-entfreundet-tuerkei-kritiker-verlieren-raetselhaft-viele-follower-auf-facebook/">netzpolitik.org</a> über den Verlust von Freunden und Followern bei Personen und Seiten bei Facebook, die sich kritisch über die Türkei äußerten. Die Antwort des Netzwerks auf Nachfrage: Man sei gegen Fake-Accounts unter den jeweiligen Followern vorgegangen. Auch wenn gegenteilige Berichte, viele als Menschen identifizierte. Auch wenn es nicht bewiesen werden kann, erweckt es den Anschein, dass das soziale Netzwerk in vorauseilendem Gehorsam Maßnahmen ergreift, um in autoritären Staaten, indem Fall der Türkei nicht weiter von staatlicher Seite reguliert zu werden.</p>
<p>Über die kritikwürdige und undurchsichtige Lösch- oder Sperrpraxis der sozialen Netzwerke, besonders von Facebook und Twitter, haben wir auch bei politik-digital in den letzten Jahren mehrfach (bspw. <a href="http://politik-digital.de/news/facebooks-politik-des-nicht-loeschens-145629/">2015</a> und <a href="http://politik-digital.de/news/netzdg-shadowban-und-facebook-loeschung-152762/">2017</a>) berichtet. Das <a href="http://t3n.de/news/facebook-newsfeed-algorithmus-2-577027/">Technik-Portal t3n</a> versuchte Mitte des Jahres, die Kennwerte aufzuschlüsseln, natürlich aus ihrer Beobachter-Perspektive. Über die Algorithmen der Netzwerke und somit die Kriterien nach denen diese Beiträge anzeigen oder eben verbergen, kann nur spekuliert werden. Somit entwickelt sich neben den Social Bots eine mögliche Gefahr für den demokratischen Diskurs im Internet. Während die <a href="http://politik-digital.de/news/der-social-bot-und-der-mensch-151610/">Maßnahmen zur Enttarnung von Social Bots</a> noch in den Kinderschuhen stecken, und auf der Arbeitsebene der Politik erste Schritte – wie beispielsweise eine <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Justizminister-Darknet-ausleuchten-Social-Bots-kennzeichnen-Whistleblower-schuetzen-3886949.html">Kennzeichnungspflicht für Social Bots</a> – anlaufen, ist das Phänomen der unbekannten Algorithmen der sozialen Medien zwar medial erkannt, in den Reihen von Politik und Verwaltung jedoch – aufgrund der  transnationalen Konzernen – noch keine umsetzbaren Lösungsvorschläge aufgekommen. Es bedarf deshalb der steten Begleitung und aufmerksamen Analyse, um die Gefahr für Meinungs- und Medienfreiheit weltweit zu zurückzuhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Block Page by Global Voices Online via <a href="https://www.flickr.com/photos/globalvoices/9939121124/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY 2.0</a>, bearbeitet</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Transparency-Report: Deutschland unter den Top 5</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/transparency-report-deutschland-unter-den-top-5-5467/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 15:43:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-ZDF-Online-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Löschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerdaten]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/google_report_1.jpg" align="left" height="98" width="145" />Mit Anfragen zur Löschung von Inhalten liegen deutsche Behörden im internationalen Vergleich auf den vorderen Plätzen. Auch das Interesse von Regierungsstellen an Nutzerdaten ist stark angestiegen und entspricht damit dem weltweiten Trend.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/google_report_1.jpg" align="left" height="98" width="145" />Mit Anfragen zur Löschung von Inhalten liegen deutsche Behörden im internationalen Vergleich auf den vorderen Plätzen. Auch das Interesse von Regierungsstellen an Nutzerdaten ist stark angestiegen und entspricht damit dem weltweiten Trend.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Laut dem heute veröffentlichten <a href="http://www.google.com/transparencyreport/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transparency-Bericht</a> des Google-Konzerns liegt Deutschland mit Behördenanfragen zu Nutzerdaten auf dem fünften Platz, nach Großbritannien, Frankreich, Indien und den USA. Insgesamt 1.060 Anfragen zu 1.759 Nutzerkonten sind hier aufgezeichnet worden. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2010 sei die Anzahl der Anfragen aus Deutschland damit um 38 Prozent gestiegen. Auf 67 Prozent der Anfragen erfolgte eine vollständige oder teilweise Freigabe der Daten. Immer häufiger betroffen seien YouTube-Profile. Angaben über Nachfragen zu E-Mail-Konten macht der Bericht nicht.
</p>
<p>
Auch auf internationaler Ebene macht sich diese Entwicklung bemerkbar. Google kommentierte diesen Anstieg als wenig überraschend und begründete ihn mit dem gewachsenen Produkt- und Serviceangebot des Konzerns sowie der wachsenden Anzahl der Nutzer. Die USA liegen mit fast 6.000 Nutzeranfragen im ersten Halbjahr 2010 weit vorn. Anfragen aus Russland und der Türkei fanden laut Google keine Berücksichtigung. Auch Angaben zu <a href="http://www.google.com/transparencyreport/governmentrequests/CN/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nutzeranfragen aus China</a>, den arabischen Ländern sowie Pakistan wurden nicht gemacht.
</p>
<p>
Mit 125 Anfragen zur Löschung von Inhalten belegte Deutschland nach Brasilien (224) sogar den zweiten Platz. Hauptsächlich betroffen waren Googles Websuche und YouTube-Videos mit vorwiegend jugendgefährdenden Inhalten, Gewaltdarstellungen und Pornographie sowie Nazi-Gedenkseiten. In 86 Prozent der Fälle wurden von Google Löschungen tatsächlich vorgenommen. Im internationalen Vergleich liegt die Berücksichtigung der deutschen Anträge damit im oberen Drittel. Im Vergleich zum vergangenen Halbjahr sind die Anfragen leicht gestiegen, die von Google vorgenommen Löschungen jedoch um 10 Prozent gesunken. Nach Brasilien und Deutschland belegen die USA mit 97 Löschanfragen den dritten Platz. Google verweist in diesem Zusammenhang explizit auf die Anfragen zweier amerikanischer Behörden, bei denen es um die Beseitigung verschiedener YouTube-Videos ging, in denen Polizeigewalt zu sehen war. Laut Transparency-Report wurden diese Gesuche jedoch abgelehnt.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 38</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-38-5432/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 14:27:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Open Government]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-38"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="66" width="57" /></a>Porträt des Piraten-Phänomens, Gläserner Staat mit Open Government, Internet-Zensur in Ukraine und Türkei - dies und mehr in der Digitalen Presseschau.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Porträt des Piraten-Phänomens, Gläserner Staat mit Open Government, Internet-Zensur in Ukraine und Türkei &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>Die digitale Medienlandschaft wurde in dieser Woche sehr stark von den Piraten dominiert, die am vergangenen Sonntag mit dem Berliner Abgeordnetenhaus erstmals in ihrer fünfjährigen Historie ein Landesparlament enterten. Auch in unserer Digitalen Presseschau erreichte das Top-Thema der Woche mit einem Artikel die Spitzenposition, der dem Piraten-Phänomen auf der Spur ist.</p>
<p><a href="http://www.freitag.de/politik/1138-update-f-r-die-politik" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Demokratie Ahoi</strong></a></p>
<p>In einem kenntnisreichen Beitrag für den „Freitag“ beschreibt Steffen Kraft das Piraten-Phänomen. Dabei kristallisiert sich heraus, dass die Piraten weitaus mehr sind als eine Chaostruppe, Protestpartei oder ein Haufen Nerds. Zu Wort kommen auch neue Berliner Abgeordnete der Piraten wie Pavel Mayer, der kritisiert, wie hierzulande politische Entscheidungen getroffen werden: „Fernab von den Bürgern, ausgehandelt zwischen Abgeordneten, Lobbyisten und so genannten Sachverständigen, unter faktischem Ausschluss der Öffentlichkeit.“ Hier wollen die Piraten für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung sorgen.</p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1560989/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gläserner Staat</a></strong></p>
<p>Auf Platz zwei unserer Presseschau schaffte es ein Gespräch von Dieter Kassel mit der Open-Government-Aktivistin Anke Domscheit-Berg auf dradio.de, in dem es u.a. um die Grenzen und Chancen der öffentlichen Politikbeteiligung geht. Im Zentrum stehen auch hier die Piraten, von denen sich Domscheit-Berg erhofft, dass sie in punkto Open Government eine neue Dynamik ins Berliner Abgeordnetenhaus bringen. Zudem bezeichnet sie es zwar als visionär, dass die Piraten nicht zwischen den Geschlechtern unterscheiden wollen, kritisiert aber zugleich, dass es nicht funktioniere, zu ignorieren, „dass die ganze Gesellschaft nicht postgender ist.“</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/meinung-im-internet-vom-elend-der-nutzerkommentare-1.1147168" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vom Elend der Nutzerkommentare</a></strong></p>
<p>Der ehemalige Chefredakteur des schwedischen Internet-Magazins „Newsmill“ Leo Lagercrantz plädiert in einem Gastbeitrag bei sueddeutsche.de für eine moderierte Meinungsfreiheit bei Nutzerkommentaren zu Online-Artikeln. Ihn hätten der geballte Hass und die Dummheit vieler Kommentare sogenannter Trolle zunächst zur Verzweiflung und schließlich sogar zur Aufgabe seines Jobs gebracht.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/09/ukraine-die-social-media-legasthenie-der-politiker/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet-Zensur in Ukraine</a></strong></p>
<p>Im Hyperland-Blog von heute.de berichtet Roman Horbyk vom vermeintlichen Unverständnis vieler ukrainischer Politiker angesichts der gesellschaftlichen Online-Emanzipation im eigenen Land und der damit verbundenen Zensur kritischer Meinungsäußerung. Seit der Rückkehr Janukowytschs ins Präsidentenamt würden auch wieder ungeliebte und regierungskritische Journalisten verschwinden.</p>
<p><strong><a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/internet/tuerkei255.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Türkei beschränkt Internet</a></strong></p>
<p>Das ZAPP-Medienmagazin des NDR berichtete diesen Mittwoch über Maßnahmen der Internet-Zensur in der Türkei. Demnach sind bereits geschätzte 20.000 Seiten für Internetnutzer nicht frei zugänglich, darunter auch die Seite des „Playboy“. Die türkischen Behörden hätten beschlossen, dass sich jeder Türke für ein Internetpaket entscheiden müsse, beispielsweise für ein Familien- oder Kinderpaket. Das hätte zur Folge, dass Hunderttausende Internetseiten für die Nutzer gesperrt und gleichzeitig Tür und Tor für staatliche Zensur geöffnet würden.</p>
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		<title>Verhaltenskodex für Internetsicherheit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/verhaltenskodex-fuer-internetsicherheit-5431/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Drescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 10:49:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rußland]]></category>
		<category><![CDATA[ICANN]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenskodex]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="130" height="109" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/teaser_uno.png" />China, Russland, Tadschikistan und Usbekistan haben einen gemeinsamen Vorschlag für einen Internet-Verhaltenskodex bei den Vereinten Nationen eingereicht. Der Kodex ruft zu mehr internationaler Kooperation im Bereich Internet- und Informationssicherheit auf –  erklärt das Internet aber zugleich zum staatlichen Hoheitsgebiet.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="130" height="109" align="left" src="/wp-content/uploads/teaser_uno.png" />China, Russland, Tadschikistan und Usbekistan haben einen gemeinsamen Vorschlag für einen Internet-Verhaltenskodex bei den Vereinten Nationen eingereicht. Der Kodex ruft zu mehr internationaler Kooperation im Bereich Internet- und Informationssicherheit auf –  erklärt das Internet aber zugleich zum staatlichen Hoheitsgebiet.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Eingereicht wurde das Dokument mit dem Namen &quot;International code of conduct for information security&quot; (<a target="_blank" href="http://blog.internetgovernance.org/pdf/UN-infosec-code.pdf" rel="noopener noreferrer">PDF in Englisch</a>) bereits am 12. September beim Generalsekretär der Vereinten Nationen zur Vorlage in der 69. Sitzung der UNO-Generalversammlung vergangene Woche in New York. Der Kodex soll nach dem Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung implementiert werden und steht allen Ländern offen. Ausgesprochenes Ziel der Initiative ist die Bewahrung internationaler Stabilität und Sicherheit angesichts zunehmender Internetkriminalität und der Bedrohung durch Cyberkriege. Der Kodex will teilnehmende Länder unter anderem dazu verpflichten, Informationen und Kommunikationstechnologien nicht für feindselige Aktivitäten zu nutzen und bei der Bekämpfung krimineller und terroristischer Aktivitäten im Internet zu kooperieren. &quot;China ist der Überzeugung, dass Informations- und Internetsicherheit ein Herausforderung sind, die alle betreffen und nur durch internationale Kooperation bewältigt werden kann&quot;, wird Jiang Yu, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, in der Tageszeitung China Daily <a target="_blank" href="http://www.chinadaily.com.cn/china/2011-09/13/content_13679089.htm" rel="noopener noreferrer">zitiert</a>.
</p>
<p>
Andernorts wird der Vorschlag mit weniger wohlwollenden Worten bedacht. Vor allem der Umstand, dass gerade die &quot;Internetfeinde&quot; <a target="_blank" href="http://en.rsf.org/internet-enemie-china,39741.html" rel="noopener noreferrer">China</a> und <a target="_blank" href="http://en.rsf.org/internet-enemie-uzbekistan,39765.html" rel="noopener noreferrer">Usbekistan</a> zu mehr internationaler Kooperation und der Achtung von &quot;Menschenrechten und fundamentalen Freiheiten&quot; aufrufen, <a target="_blank" href="http://www.uproxx.com/technology/2011/09/russia-china-others-propose-u-n-enforced-internet-code-of-conduct/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=russia-china-others-propose-u-n-enforced-internet-code-of-conduct" rel="noopener noreferrer">erntet Spott.</a>
</p>
<p>
Milton Mueller von der Syracuse Universität <a target="_blank" href="http://blog.internetgovernance.org/blog/_archives/2011/9/20/4903371.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+IGPBlog+%28IGP+Blog+Main%29" rel="noopener noreferrer">kritisert</a>, der Kodex wolle vor allem die Souveränität der Staaten über nationale Informations- und Kommunikationsräume schützen und bewahren. Hinter der Sprachregelung verberge sich die Bestrebung, &quot;das globale Internet in nationale Boxen zu stopfen&quot;, so <a target="_blank" href="http://www.internetgovernance.org/people-mueller.html" rel="noopener noreferrer">Milton Mueller</a>, der unter anderem die zivilgesellschaftliche Vertretung innerhalb der Internet-Verwaltung <a target="_blank" href="http://www.icann.org/" rel="noopener noreferrer">ICANN</a> koordiniert. Mueller sieht in dem Vorschlag sogar die Rechtfertigung für die Zensur internationaler Kommunikation impliziert verankert. So fordert der  Kodex die &quot;Einschränkung der Verbreitung von Informationen, die die politische, ökonomische und soziale Stabilität anderer Länder sowie deren spirituelle und kulturelle Lebensumstände unterminieren&quot;. Dieser Abschnitt würde es jedem Staat allzu leicht machen, die Zensur internationaler Informationsflüsse zu rechtfertigen, befürchtet Mueller. Zum Beispiel im Fall einer Mobilisierung gegen diktatorische Regimes auf Facebook. Eine tatsächliche Anwendung des Verhaltenskodex innerhalb der UNO hält Müller für unwahrscheinlich.  </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 30</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-30-5349/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 16:39:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Anders Breivik]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-30"><img width="60" height="66" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Vergessenes Land Irak, der Hassblog PI-News, E-Protest als Mittel politischer Veränderung - dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vergessenes Land Irak, der Hassblog PI-News, E-Protest als Mittel politischer Veränderung &#8211; dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau.</p>
<p>Auch diese Woche gingen wir auf die Suche nach lesenswerten Artikeln. Einstimmig fiel unsere Wahl auf den Top 1–Artikel aus. Darin wird über die Rolle des Internet für den politischen und gesellschaftlichen Wandel in einem arabischen Land berichtet, das in den vergangenen Monaten und während des Arabischen Frühlings nicht im Fokus der medialen und öffentlichen Aufmerksamkeit stand: der Irak.</p>
<p><a href="http://berlinergazette.de/kein-arabischer-fruehling-im-irak" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Das vergessene Land?</strong></a></p>
<p>Der irakische Journalist Dana Asaad berichtet seit 2009 als Redakteur des Blogs niqash.org aus dem Irak und dem kurdischen Autonomiegebiet. Er schildert in der &#8220;Berliner Gazette&#8221; aus eigener Erfahrung die aktuelle Situation der Presse- und Meinungsfreiheit in seinem Heimatland, um die es nicht gut bestellt zu sein scheint. Dies ist wohl insbesondere dem Umstand geschuldet, dass das Land auch acht Jahre nach dem Sturz Saddam Husseins politisch höchst instabil ist. Außerdem erklärt Asaad, inwieweit soziale Medien und Blogs einen Einfluss auf die öffentliche Meinung und die Bereitschaft der Iraker zum Demonstrieren haben und warum ihre Bedeutung kritisch zu hinterfragen ist. Mit Dana Asaad spricht hier offensichtlich ein sehr guter Kenner der Situation vor Ort. Prädikat: sehr lesenswert!</p>
<p><a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/07/25/der-berwachungs-und-ausgrenzungsstaat" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die Proklamation des Überwachungsstaates</strong></a></p>
<p>Auf Platz 2 unserer dieswöchigen Presseschau schaffte es ein Beitrag des Anwalts Udo Vetter in seinem preisgekrönten „law blog“. Vetter weist darauf hin, wie deutsche Politiker die schrecklichen Ereignisse in Norwegen als Steilvorlage nutzen, um bestimmte Überwachungsmaßnahmen zu legitimieren – so wie Hans-Peter Uhl (CSU) in punkto Vorratsdatenspeicherung. Sehr treffend legt der Jurist Vetter dar, wie hanebüchen die aufgestellten Forderungen sind und wohin sie letztlich führen würden – zum Überwachungs- und Ausgrenzungsstaat. Orwells &#8220;1984&#8221; lässt grüßen!</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/07/27/pi-news-der-hassblog-der-rechtspopulisten_6714" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Der Hassblog PI-News</strong></a></p>
<p>Ario Ebrahimpour Mirzaie widmet sich in dem Blog „Störungsmelder“ auf Zeit Online dem islamfeindlichen Weltbild des modernen europäischen Rechtspopulismus, das sich auch in der Gedankenwelt des Osloer Attentäters Anders Breivik wiederfindet. Dabei setzt der Autor sich mit dem Blog „Politically Incorrect“ (PI) auseinander, das er als die wichtigste Online-Plattform der Islamhasser in Deutschland bezeichnet, und schlägt einen Bogen zu bekannten europäischen Rechtspopulisten wie dem niederländischen Politiker und Islamkritiker Geert Wilders.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/artikel/C30833/soziale-netzwerke-ich-weiss-was-du-bald-moegen-wirst-30473778.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Droht uns die Verbiederung?</strong></a></p>
<p>Auf Rang 4 unserer Presseschau schaffte es Jörg Wittkewitz auf faz.net. Er schreibt über die vermeintlich wichtige Rolle sozialer Netzwerke für die Erkundung der Vorlieben und Interessen von Nutzern durch die Internetwirtschaft. Unser Verhalten in den sozialen Medien soll als Indikator für die maßgerechte Zuschneidung von Produkten herhalten. Wittkewitz beleuchtet dabei auch die kulturelle Dimension der „Pseudofamiliarisierung“ über „Gefällt mir“-Optionen – eine Welt, in der Nähe und Distanz künstlich aufgehoben würden.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/Debatte-Politische-Teilhabe-im-Netz/!75269/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>E-Protest als Mittel politischer Veränderung</strong></a></p>
<p>Günter Metzges zeigt sich in seinem Kommentar auf taz.de davon überzeugt, dass Netzpolitik über soziale Medien oder Online-Kampagnen wie Campact Auswirkungen auf die parlamentarische Debatte haben und widerspricht damit Franziska Heine. Die durch ihre Petition gegen Netzsperren bekannt gewordene Internetaktivistin meine, dass ausschließlich die Bundestagsplattform “epetitionen.bundestag.de“ die richtige Anlaufstelle für wirksame Online-Appelle sei. Metzges versucht zu belegen, dass es auch andere und sogar effektivere Wege im Netz gäbe, um politische Veränderungen herbeizuführen.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,777073,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Zerstören Profitgier und Furcht das Netz?</strong></a></p>
<p>Der deutsche Journalist und Verleger Jakob Augstein zeichnet in der Spiegel Online-Kolumne „Im Zweifel links“ ein düsteres Bild von der Zukunft des Internet. Dieses großartige Experiment würde durch Profitgier und Furcht zerfleddert werden, wenn es in Zukunft weiter beschränkt würde. Übrig bliebe dann ein Gefängnis, in dem die Internetnutzer der Kontrolle und der Verwertbarkeit durch Unternehmen und Institutionen hilflos ausgeliefert wären. Augstein bezweifelt, dass die Bürger sich der Kontrolle entziehen und sich für ein freies Netz entscheiden werden.</p>
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		<title>Internet &#8211; ein Menschenrecht?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Wilde]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 11:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Redefreiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[OSZE]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/osze.png" height="82" width="300" /><br />
Gestern <a href="http://www.osce.org/home/80718" target="_blank" rel="noopener noreferrer">veröffentlichte die Organisation</a> für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) einen Bericht über Meinungsfreiheit und den freien Informationsfluss im Internet. Demnach soll jeder Bürger ein Recht darauf haben, an der „Informationsgesellschaft teilzunehmen“. Das Papier nimmt direkten Bezug <a href="/un-bericht-klare-kritik-an-netz-zensur" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf den UN-Bericht</a> über die Förderung und den Schutz der Meinungs- und Redefreiheit im Netz. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/osze.png" height="82" width="300" /><br />
Gestern <a href="http://www.osce.org/home/80718" target="_blank" rel="noopener noreferrer">veröffentlichte die Organisation</a> für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) einen Bericht über Meinungsfreiheit und den freien Informationsfluss im Internet. Demnach soll jeder Bürger ein Recht darauf haben, an der „Informationsgesellschaft teilzunehmen“. Das Papier nimmt direkten Bezug <a href="/un-bericht-klare-kritik-an-netz-zensur" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf den UN-Bericht</a> über die Förderung und den Schutz der Meinungs- und Redefreiheit im Netz. </p>
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Die OSZE bestätigt zunächst, dass das Internet im alltäglichen Leben der Weltbürger zunehmend an Bedeutung gewinnt. In ihrem Bericht geht die Organisation davon aus, dass in zehn Jahren etwa sechs Milliarden Menschen weltweit das Internet nutzen werden. Bis heute nutzen laut OSZE etwa 60 Prozent der Menschen in den OSZE-Ländern das Internet. Weiter wird dargelegt, dass 30 Prozent dieser Staaten den Zugang zum Internet als ein Menschenrecht ansehen oder der Ansicht sind, dass das Grundrecht auf Meinungsfreiheit im Internet gesetzlich festgelegt sein sollte. In Finnland und Estland ist dies bereits Realität: Hier ist der Zugang zum Internet als Menschenrecht in den Gesetzbüchern verankert.
</p>
<p>
Doch 12 Prozent der an der Studie teilnehmenden Länder, unter anderem Aserbaidschan, behalten sich das Recht vor, den Zugang zum Internet einschränken zu dürfen, „um die nationale Sicherheit oder die öffentliche Gesundheit zu schützen, oder &quot;wenn Gefahren für den Staat bestehen“. Einige Länder können einzelnen Nutzern den Zugang zum Medium Internet verwehren. Laut dem in dem Bericht benannten &quot;three-strikes“-Prinzip können Nutzer, die mehrere Male kriminelle Handlungen im Internet begangen haben, nach Verwarnungen rechtlich belangt werden. Die OSZE erachtet das &quot;three-strikes&quot;-Prinzip, das unter anderem in Frankreich praktiziert wird, als einen Verstoß gegen die „<a href="http://www.fas.org/nuke/control/osce/text/charter_for_european_security.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Charter for European Security</a>“, welche 1999 die besondere Bedeutung der Unabhängigkeit von Medien  bestätigte. Des Weiteren stünden die Länder in der Pflicht, ihren Bürgern den freien Zugang zu sämtlichen Informationen zu gewährleisten. Einer der ältesten EU-Mitgliedsstaaten, Italien, hält bis heute noch eine Rechtsvorschrift, die den freien Zugang zum Web 2.0 teilweise einschränkt.
</p>
<p>
Dass laut OSZE-Bericht heute vier von fünf Bürgern weltweit den Zugang zum Internet als ein Menschenrecht ansehen, ist eine sehr positive Entwicklung. Es bleibt dennoch fragwürdig, wie realistisch die Umsetzung der Forderungen sein kann, solange nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung in Entwicklungsländern Zugang zum Internet hat.</p>
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		<title>41 Staaten unterstützen UN-Bericht zur Meinungsfreiheit im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/41-staaten-unterstuetzen-un-bericht-zur-meinungsfreiheit-im-netz-5283/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 12:15:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Redefreiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[UN-Bericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor knapp zwei Wochen wurde in einem UN-Bericht deutliche Kritik an staatlichen Maßnahmen zur Netz-Zensur zum Ausdruck gebracht. Nun erklärten 41 Regierungen ihre grundsätzliche Zustimmung zu den Konklusionen des Papiers.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor knapp zwei Wochen wurde in einem UN-Bericht deutliche Kritik an staatlichen Maßnahmen zur Netz-Zensur zum Ausdruck gebracht. Nun erklärten 41 Regierungen ihre grundsätzliche Zustimmung zu den Konklusionen des Papiers.</p>
<p>Vergangene Woche <a href="/un-bericht-klare-kritik-an-netz-zensur" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichteten wir bereits</a> über den Inhalt des <a href="http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/docs/17session/A.HRC.17.27_en.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UN-Berichts</a> zur Förderung und den Schutz der Meinungs- und Redefreiheit im Internet. Zu diesem gab nun der schwedische Außenminister Carl Bildt im Namen von 41 Staaten <a href="http://www.sweden.gov.se/sb/d/14194/a/170566" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Erklärung</a> vor dem UN-Menschenrechtsrat ab. Darin heißt es u.a., dass Internet, Soziale Medien und Mobilfunk-Technologien eine entscheidende Rolle als Instrument zur Partizipation, Transparenz und zum Engagement in der sozio-ökonomischen, kulturellen und politischen Entwicklung spielen.</p>
<p>Als essentiell bezeichnen die Unterzeichner der Erklärung, dass die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, also freie Meinungsäußerung einschließlich der Freiheit, Informationen zu suchen, die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit usw., auch online geschützt werden müssen. Nicht verwunderlich ist wohl, dass Länder wie Großbritannien und Frankreich, die in dem Bericht für potenzielle Zensurmaßnahmen getadelt wurden, die Erklärung nicht unterschrieben haben.</p>
<p>Doch auch Deutschland oder das in puncto Schutz von Presse- und Meinungsfreiheit <a href="/trauminsel-der-pressefreiheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sehr vorbildliche Island</a> sind nicht mit von der Partie. Wobei derlei Erklärungen ja auch nicht zwangsläufig mehr als Lippenbekenntnisse sein müssen. Beispielsweise zählen Unterzeichnerländer wie USA, Schweiz, Kanada, Japan, Mexiko, Jordanien oder Neuseeland auch zu den Unterstützern des im UN-Bericht kritisch beäugten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ACTA-Abkommens</a>. Unabhängig davon ist die Tür für andere Staaten weiter offen, die Erklärung zu unterzeichnen.</p>
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		<title>UN-Bericht: Klare Kritik an Netz-Zensur</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/un-bericht-klare-kritik-an-netz-zensur-5270/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 17:54:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Redefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/unitednations.png" align="left" height="157" width="180" />Am vergangenen Freitag legte Frank La Rue, UN-Sonderbeauftragter für Meinungs- und Pressefreiheit, dem UN-Menschenrechtsrat seinen Bericht über die Förderung und den Schutz der Meinungs- und Redefreiheit im Internet vor. Darin wird eine ganze Palette von Maßnahmen staatlicher Netzzensur kritisiert – auch der An-/Ausschalter für das Netz. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/unitednations.png" alt="" width="180" height="157" align="left" />Am vergangenen Freitag legte Frank La Rue, UN-Sonderbeauftragter für Meinungs- und Pressefreiheit, dem UN-Menschenrechtsrat seinen Bericht über die Förderung und den Schutz der Meinungs- und Redefreiheit im Internet vor. Darin wird eine ganze Palette von Maßnahmen staatlicher Netzzensur kritisiert – auch der An-/Ausschalter für das Netz.</p>
<p>In dem <a href="http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/docs/17session/A.HRC.17.27_en.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">22-seitigen UN-Bericht</a> wird festgestellt, dass das Internet, anders als jedes andere Medium, dem Einzelnen ermöglicht, Informationen und Ideen aller Art sofort und kostengünstig über nationale Grenzen hinweg auszutauschen. Dadurch werde die Fähigkeit des Einzelnen erheblich erweitert, von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch zu machen, das die Ausübung anderer Menschenrechte ermöglicht. Das Internet verstärke die wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung und trage zum Fortschritt der Menschheit als Ganzes bei.</p>
<p>Der UN-Sonderberichterstatter betont, dass es so wenige Einschränkungen des Informationsflusses im Internet wie möglich geben dürfe &#8211; außer in wenigen begrenzten Ausnahmefällen, in denen es internationale Menschenrechtsgesetze so verlangten. Frank La Rue spricht sich klar gegen Internetsperren aus und zeigt sich sehr beunruhigt über die Einführung <a href="http://www.gulli.com/news/un-internettrennungen-verstossen-gegen-menschenrechte-2011-06-04" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sogenannter „Three Strikes“–Gesetze</a>.</p>
<p>Hier die fünf Schwerpunkte des UN-Berichts zur Beschränkung von Netz-Inhalten:</p>
<ul>
<li><strong>Willkürliche Sperrung oder Filterung von Netz-Inhalten</strong><br />
Hier wird u.a. <a href="http://en.rsf.org/IMG/pdf/Internet_enemies.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf einen Bericht</a> verwiesen, wonach China über eines der modernsten und umfangreichsten Systeme für die Kontrolle von Informationen im Internet verfügen soll und umfangreiche Filter-Systeme eingeführt habe, die den Zugriff auf Webseiten mit wichtigen Begriffen wie Demokratie und Menschenrechte unterbinden. Kritisiert wird auch die Methodik der zeitweiligen Sperrung von regimekritischen und oppositionellen Webseiten und sozialen Netzwerken wie im Zuge der Arabischen Revolution.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Kriminalisierung legitimer Meinungsäußerungen im Internet<br />
</strong>Diese Thematik beinhaltet z.B. die Inhaftierung von Bloggern. <a href="http://en.rsf.org/press-freedom-barometer-journalists-killed.html?annee=2010" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Laut Reporter ohne Grenzen</a> wurden im Jahre 2010 weltweit über 100 Blogger wegen bestimmter politischer Meinungsäußerungen im Gefängnis festgehalten.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Einführung der Vermittler-Haftung: danach haften Service Provider (ISPs) oder auch Betreiber von Suchmaschinen, Blog-Diensten und Plattformen für Online Communities für etwaige kriminelle Handlungen durch Nutzer bzw. Dritte</strong><br />
Als eines von vielen Beispielen, bei denen die Vermittler-Haftung als Teil staatlicher Zensur bereits Anwendung findet, wird Süd-Korea genannt, wo die Communications Standards Commission gegründet wurde, um Online-Inhalte zu regulieren. Begrüßt werden dagegen Maßnahmen zum Schutz solcher Vermittler, wie durch ein Gesetz in Chile. Dieses sieht vor, dass Vermittler solange nicht dazu verpflichtet sind, den Zugriff auf Copyright-Gesetze verletzende nutzergenerierte Inhalte zu verhindern oder diese zu entfernen, bis Verstöße durch richterliche Anordnung festgestellt werden.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Nutzer vom Internet-Zugang trennen, auch auf Grundlage<br />
von Verstößen gegen das Recht des geistigen Eigentums</strong><br />
Besorgt zeigt sich der Bericht zur Diskussion über einen <a href="http://www.economist.com/node/18112043" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein-/Ausschalter für das Internet</a>, wie es sie beispielsweise <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,742717,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in den USA gibt</a>. Kritisiert werden ebenfalls Vorschriften über das Konzept der &#8220;abgestuften Erwiderung&#8221;, das eine Reihe von Sanktionen gegen Verletzer von Urheberrechten vorsieht bis hin zur Aussetzung von Internet-Diensten, wie im Falle des <a href="http://www.conseil-constitutionnel.fr/conseil-constitutionnel/root/bank_mm/anglais/2009_580dc.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Three Strikes“- bzw. „Hadopi“-Gesetzes</a> in Frankreich und des <a href="http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2010/24/contents" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Economy Act 2010</a> in Großbritannien. Auf internationaler Ebene müssten insbesondere die Entwicklungen rund um das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ACTA-Abkommen</a> mit Blick auf negative Konsequenzen bezüglich Vermittler-Haftung und dem Recht auf freie Meinungsäußerung beobachtet werden.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Cyber-Attacken</strong><br />
Der Bericht weist darauf hin, dass DDoS-Attacken, die zeitweilig eine Webseite lahmzulegen vermögen, bisweilen von Regierungen für politische Zwecke missbraucht werden (z.B. bei Angriffen auf Webseiten des politischen Gegners). Darüber hinaus seien auch Webseiten von Dissidenten und Menschenrechtsorganisationen häufig und zunehmend Ziele solcher Angriffe.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Unzureichender Schutz des Rechts auf Privatsphäre und Datenschutz</strong><br />
Das Recht auf Privatsphäre sei essenziell für den Einzelnen, um sich frei äußern zu können. Zwar gebe es im Netz bei Bedarf einige Möglichkeiten, sich anonym zu bewegen. Zugleich existieren jedoch neue Tools und Mechanismen, mit deren Hilfe sowohl staatliche als auch private Akteure Informationen über die Kommunikation und Aktivitäten von Personen überwachen und sammeln können. Es müsse klare Regelungen dafür geben, auf welche Art und wie lange private Daten von Nutzern bei Internet-Dienstleistern gelagert werden. Im Zuge der zunehmenden Verbreitung von Cloud-Computing-Diensten, bei denen Informationen auf rund um den Globus verteilten Servern gespeichert werden, sei es beispielsweise von größter Bedeutung, dass auch Dritte strenge datenschutzrechtliche Garantien zu leisten haben.</li>
</ul>
<p>Der UN-Bericht zeigt einmal mehr auf, dass nicht nur Diktaturen und Regime wie in der Arabischen Welt zum Mittel der Internet-Zensur greifen, sondern auch westliche Demokratien wie beispielsweise Großbritannien oder Frankreich bedenkliche Schritte in diese Richtung unternehmen. Der UN-Berichterstatter fordert daher konsequenterweise, dass jeder Staat eine konkrete und wirksame Politik in Absprache mit Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft, einschließlich des privaten Sektors und der einschlägigen Ministerien, entwickeln solle, um das Internet allgemein verfügbar, zugänglich und erschwinglich für alle Schichten der Bevölkerung zu machen. Die Gewährleistung eines universellen Internet-Zugangs für jeden Einzelnen solle eine Priorität für alle Staaten sein.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier – KW 13</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-13-2-5187/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 17:44:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Enquete]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblower]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/links-zwo-drei-vier-–-kw-13"><img align="left" height="60" width="55" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Netz-Zensur mit westlicher Hilfe, Facebook und die Geheimdienste, Hacken für Japan und die Schlacht um die Netzneutralität - Dies und mehr in der Linkliste.   
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Netz-Zensur mit westlicher Hilfe, Facebook und die Geheimdienste, Hacken für Japan und die Schlacht um die Netzneutralität &#8211; Dies und mehr in der Linkliste.</p>
<p><a href="http://www.theeuropean.de/constanze-kurz/6207-partizipation-im-netz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Partizipation im Netz</strong></a></p>
<p>Im Gespräch mit Martin Eiermann vom TheEuropean erläutert Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, dass für sie die Internet-Enquête in punkto Öffnung zum Bürger eine Vorbildfunktion einnehme. Bindende Entscheidungen durch Online-Tools sieht sie unter den gegebenen Rahmenbedingungen allerdings kritisch, da diese nicht repräsentativ und datenschutztechnisch noch zu unsicher seien. Darüber hinaus kritisiert sie, dass es gerade beim Thema Netzpolitik in der Vergangenheit viel Aktionismus gegeben habe. Die Politik solle sich in punkto gesetzgeberischer Prozesse weniger vom beschleunigten Informationskarussell mitreißen lassen und sich mehr Zeit zur Reflexion nehmen.</p>
<p><a href="http://www.bmj.de/SharedDocs/Videos/DE/20110329_Themenvideo_L%C3%B6schen_statt_Sperren.html?nn=1356288" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;Löschen statt Sperren&#8221; &#8211; Video</strong></a></p>
<p>Das Bundesjustizministerium hat mit Blick auf die Entfernung von kinderpornografischen Inhalten im Netz ein Video veröffentlicht, das darlegen soll, warum das Prinzip des &#8220;Löschen statt Sperren&#8221; der richtige Weg ist.</p>
<p><a href="http://opennet.net/west-censoring-east-the-use-western-technologies-middle-east-censors-2010-2011" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Netz-Zensur mit westlicher Technik</strong></a></p>
<p>Die The OpenNet Initiative veröffentlichte den von Helmi Noman and Jillian C. York verfassten <a href="http://opennet.net/sites/opennet.net/files/ONI_WestCensoringEast.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Report</a> &#8220;West Censoring East &#8211; The Use of Western Technologies by<br />
Middle East Censors 2010-2011&#8221;. Darin wurde die Internet-Filterung in über 40 Ländern dokumentiert. Demnach erfreuen sich westliche Tools zur Filterung des Internet einer großen Popularität bei autoritären Regimen des Mittleren Ostens. So wurde z.B. der McAfee’s SmartFilter von Ländern wie Iran und Saudi Arabien dazu benutzt, verschiedene Arten von Netzinhalten zu blockieren. (Siehe auch ein darauf Bezug nehmender deutschsprachiger <a href="http://www.gulli.com/news/netzzensur-bericht-ber-die-rolle-westlicher-unternehmen-2011-03-30" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel von gulli</a>.)</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34323/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Facebook &amp; die Geheimdienste</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Reinhard Jellen von Telepolis zu seinem kürzlich erschienenen Buch &#8220;Die Facebook-Falle&#8221; kommt Sascha Adamek auf die potenziellen Risiken und Nebenwirkungen des sozialen Netzwerkes zu sprechen. Darin äußert er nicht nur die Sorge, dass Geheimdienste wie der CIA die Facebook-Plattform relativ mühelos ausspionieren könnten, sondern weist auch auf personelle Verstrickungen im Facebook-Aufsichtsrat mit der Neocon-Bewegung und der CIA-Cyberfirma In-Q-Tel hin. Zudem zeige die Revolte in der arabischen Welt zwar, dass Facebook zur Massenmobilisierung beitragen könne, zugleich würden aber die kritisierten Regime selbst davon profitieren, wenn sie dort Nutzerprofile ausspionierten. Für Adamek trägt Facebook daher einen janusköpfigen Charakter.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tr/artikel/Hacken-fuer-Japan-1217623.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hacken für Japan</strong></a></p>
<p>Gordon Bolduan vom Technology Review stellt in seinem Artikel einige Plattformen vor, die der desolaten Informationslage über Strahlenwerte in Japan begegnen wollen. Das Projekt <a href="http://www.geigercrowd.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geigerCrowd</a> ermöglicht in Japan lebenden Menschen, die mit einem mobilen Geigerzähler erfasste Strahlung und Messresultate zusammen mit der Position einzugeben. Diese werden dann auf einer Karte übersichtlich dargestellt. Als weitere Plattformen, die über Strahlenwerte aufklären sollen, nennt Bolduan <a href="http://www.pachube.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pachube.com</a>, <a href="http://rdtn.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RDTN.org</a> und <a href="http://radiocial.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">radiocial.org</a>.</p>
<p><a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/mar/30/wikileaks-secrets-whistleblowers-new-rules?cat=commentisfree&amp;type=article" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Der Mittelweg zwischen Transparenz und Geheimhaltung</strong></a></p>
<p>Beim Guardian versucht der britische Historiker Timothy Garton Ash in einem Kommentar einige Handlungsleitlinien für Whistleblower, Regierungen und Presse im Zeitalter digitaler Enthüllungen zu entwickeln. Dabei ist für ihn die Fragestellung wichtig, wie bei einschlägigen Sachverhalten ein Mittelweg zwischen Transparenz und Geheimhaltung gefunden werden kann. Regierungen sollten sich darauf beschränken, nur die ganz wichtigen Daten zu schützen, dies aber besser als bisher. Whistleblower, Presse und NGOs dagegen müssten transparent ihre Kriterien und Ziele bei der Veröffentlichung von bis dato unter Verschluss gehaltenen Papieren darlegen und genau prüfen, was von öffentlichem Interesse ist und was nicht. Garton Ash sprach dazu u.a. mit Daniel Domscheit-Berg.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/ct/artikel/Schmalspur-1216729.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die Schlacht um die Netzneutralität</strong></a></p>
<p>Im c’t magazin setzt sich Richard Sietmann mit der Debatte zur Netzneutralität auseinander. Sein Fokus liegt auf der klassischen Telekommunikationsbranche, die den Abschied von der Netzneutralität herunterspiele. Diese sei nur dann gegeben, wenn das Netz eine direkte Beziehung zwischen den kommunikationswilligen Teilnehmern herstellt, ohne dass der Netzbetreiber seine Plattform dazu benutzt, auf die Konnektivität zugunsten oder zulasten bestimmter Endkunden, Inhalte oder Dienste Einfluss zu nehmen. Jegliche Einschränkung der Konnektivität tangiere das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, so Sietmann. Er kritisiert, dass es die Politik unterlasse, darauf hinzuwirken, dass die Konnektivität der Internetnutzer nicht zum Spielball strategischer Geschäftsinteressen wird.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 07</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-07-5143/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 17:50:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Digitaler Aufholbedarf in deutscher Politik, JMStV reloaded, das trojanische Pferd des Leistungsschutzrechts, das Netz als Massenvergewisserungswaffe, Übergriffe auf Online-Journalisten und  das GuttenPlag-Wiki – dies und mehr in der Linkliste.    
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitaler Aufholbedarf in deutscher Politik, JMStV reloaded, das trojanische Pferd des Leistungsschutzrechts, das Netz als Massenvergewisserungswaffe, Übergriffe auf Online-Journalisten und das GuttenPlag-Wiki – dies und mehr in der Linkliste.</p>
<p><a href="http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/5698-technologierevolution-ohne-deutschland?utm_source=owly&amp;utm_campaign=TE-Postings" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Digitaler Aufholbedarf in deutscher Politik</strong></a></p>
<p>Im Online-Debattenmagazin The European fordert Gunnar Sohn die Einführung eines Informationsministeriums. Er befürchtet, dass Deutschland den Anschluss an die Zukunft des Internet verpasse. Die Datenautobahn müsse ebenso umfangreich wie das Autobahnnetz in den 60er Jahren (Stichwort: Wirtschaftswunder) ausgebaut werden. Die Altherrenriege in den Ministerien agiere viel zu statisch.</p>
<p><a href="http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/02/15/jmstv-reloaded-–-strategien-fur-einen-akzeptablen-jugendmedienschutz-teil-3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>JMStV reloaded</strong></a></p>
<p>Der Sozial- und Medienpädagoge Jürgen Ertelt setzt sich im Blog Medienpädagogik mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) auseinander. Dabei entwickelt er Perspektiven und Strategien für den nächsten Anlauf zur Neufassung des JMStV. Konkret fordert Ertelt u.a. mehr Lobbyarbeit für demokratische Netzinteressen und eine frühzeitige Einbindung aller Interessensgruppen in den Novellierungsprozess. Auch re:publica und Politcamp sollten sich des Themas verstärkt annehmen.</p>
<p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/noch_ein_gebuehrenmodell_1.9528929.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Das trojanische Pferd des Leistungsschutzrechts</strong></a></p>
<p>In NZZ Online setzt sich Philipp Otto kritisch mit dem von deutschen Pressehäusern geforderten Leistungsschutzrecht auseinander. Die Verlage fordern darin eine staatlich sanktionierte Abgabe für die gewerbliche Nutzung ihrer gratis zur Verfügung gestellten Online-Texte. Auch der Dienst &#8220;Google News&#8221; sei ihnen ein Dorn im Auge. Dabei werde über &#8220;Google-News&#8221; ein Großteil des Traffics auf Verlagsseiten generiert und die Verlage könnten durch Paid-Content-Modelle oder Werbung beachtliche Einnahmen erzielen. Statt auf ein Leistungsschutzrecht zu pochen, sollten die Verlage vielmehr auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle setzen.</p>
<p><a href="http://www.thegap.at/rubriken/stories/artikel/open-data-agenda/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Interview: Open Data in der EU</strong></a></p>
<p>In einem Interview mit Werner Reiter von thegap bekennt sich Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, klar zu eGovernment und OpenData. Sie legt dar, dass beiden Themen viel Raum in der Digitalen Agenda der EU gegeben wurde. OpenData werde laut Kroes bereits praktiziert: z. B. in punkto statistischer Daten via Eurostat oder einer Online-Datenbank mit allen EU-Gesetzen. Entsprechende Datenkataloge und Portale würden aufgebaut und erweitert werden.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34191/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Das Netz als Massenvergewisserungswaffe</strong></a></p>
<p>Die Aufstände in Ägypten und Tunesien zeigen das Internet als Massenvergewisserungswaffe, meint Jörg Wittkewitz im Magazin Telepolis. In diesem Zusammenhang fragt er sich, ob Journalisten damit überfordert seien, das Netz und seine politische Sprengkraft richtig einzuschätzen oder sich vor allzu trivialen und reduzierenden Modellen scheuen würden. Wittkewitz nimmt vor allem Bezug auf Theorien von Clay Shirky (= funktionale Betrachtung) und Peter Kruse (= Systemtheorie). Das Volk nehme sich im Netz als eigenständige Realität wahr, die neben den offiziellen Wahrheiten zumeist ein ganz anderes Leben führe.</p>
<p><a href="http://www.egovernment-computing.de/index.cfm?pid=7272&amp;pk=303344&amp;cmp=rss-bep" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>E-Partizipation in Politik &amp; Verwaltung</strong></a></p>
<p>In einem Beitrag bei eGovernment Computing sprechen sich Giordano Koch und Maximillian Rapp für einen verstärkten Einsatz von E-Partizipation in Politik und Verwaltung aus. Die zunehmende Verbreitung von Internet, Social-Media- und Web-2.0-Anwendungen eröffne neue Möglichkeiten der Interaktion zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern. Diese Online-Instrumente müssten von staatlicher Seite weitaus mehr als bisher genutzt werden, um Bürger in politische Entscheidungen einzubinden. Der Einbezug der &#8220;Wisdom of the Crowd&#8221;, der Intelligenz der breiten Masse, ermögliche neue Wege, die zuvor versperrt gewesen wären.</p>
<p><a href="http://cpj.org/2011/02/attacks-on-the-press-2010-internet-analysis-danny-obrien.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Attacken auf Online-Journalisten anno 2010</strong></a></p>
<p>Danny O&#8217;Brien analysiert in einem Artikel bei CPJ die Übergriffe auf Online-Journalisten im Jahre 2010. Dabei nimmt er auch bestimmte Länder in den Fokus, in denen Zensur und Schikane gegen den Online-Journalismus besonders ausgeprägt seien. So würden z. B. in China Journalisten traditionell von der Regierung beobachtet, sei es bezüglich ihrer elektronischen Aktivitäten, Telefonate oder Bewegungen. Die staatliche Praxis landesweiter Sperrungen von Medien-Websites, wie in Iran oder China, greife laut O&#8217;Brien nun auch auf Länder wie Ruanda über, in denen die Internetnutzung noch nicht sonderlich verbreitet sei.</p>
<p><a href="http://www.focus.de/digital/internet/guttenbergs-doktorarbeit-das-netz-sucht-nach-plagiaten_aid_600940.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Plagiatsuche im Netz</strong></a></p>
<p>Bei Focus Online stellt Claudia Frickel das GuttenPlag-Wiki vor. Die Plagiatsverdachtsfälle in Guttenbers Doktorarbeit nahmen bisher unbekannte Internetnutzer zum Anlass, eine Wiki-Seite zu erstellen. Im Stile der Kollaboration kann dort jeder Interessierte vermeintliche Plagiate aus der Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg veröffentlichen. Frickel verweist darauf, dass diese Aktion ein Vorbild in Großbritannien habe, wo der Guardian britische Leser darum bat, bei der Auswertung von 400.000 Spendenquittungen britischer Parlamentarier mitzuhelfen.</p>
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