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		<title>Oxford Statement zum Schutz vor ausländischer Wahlbeeinträchtigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marvin Neukirch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2020 11:15:11 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Transparente und faire Wahlen sind der Grundpfeiler einer jeden Demokratie. Wenn ein Wahlausgang von externen Akteur*innen beeinflusst worden ist, stellt dies die Legitimation und Stabilität der gewählten Regierung infrage. Der demokratische Prozess kann nicht mehr als solcher bezeichnet werden. Die Wahlkämpfe haben sich aufgrund der Digitalisierung jedoch stark verändert. Kampagnen und Werbung finden nun vermehrt im Internet statt. Dies begünstigt die Reichweite der Kandidat*innen. Allerdings wird dadurch gleichzeitig die Einflussnahme von außen vereinfacht. Die Universität Oxford hat 158 der weltweit führenden internationalen Jurist*innen zusammengebracht, um Konsensschutzmaßnahmen zu formulieren, die nach geltendem Völkerrecht für ausländische Cyberoperationen mit nachteiligen Auswirkungen auf die Wahlen gelten. Dr. Henning Lahmann ist einer der 158 Unterzeichnenden dieser Erklärung und hat mit uns über mögliche Sanktionen, russische Einflussnahme, die Stabilität der Demokratie und die Bundestagswahl 2021 gesprochen.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-3 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="column-background background-element" style="opacity: 1;">
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										</div><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-left"><div class="single-wrapper" style="max-width: 100%;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-163603" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/11/dsi_lahmann5717x3811.jpg" width="500" height="640" alt="" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/11/dsi_lahmann5717x3811.jpg 500w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/11/dsi_lahmann5717x3811-234x300.jpg 234w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></div>
					</div>
				</div></div></div></div></div><div class="uncode_text_column text-small" ><p>Dr. Henning Lahmann ist Senior Researcher am Digital Society Institute der ESMT Berlin. Seine Arbeit konzentriert sich auf Cybersicherheit und transnationale Sicherheut, Desinformations- und Informationsoperationen, Menschen- und Bürgerrechte, Datenschutz und Privatsphäre und Internet Governance.</p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-9 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Herr Dr. Lahmann, die „Oxford-Erklärung zum völkerrechtlichen Schutz vor ausländischen Wahlbeeinträchtigungen durch digitale Mittel“ soll verdeutlichen, dass das Völkerrecht digitale Angriffe auf außerstaatliche Wahlen verbietet. Welche Bedeutung hat Wahlmanipulation in unserer heutigen Zeit?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Dr. Henning Lahmann:</strong> Wie eine Reihe von Wahlen und anderer demokratischer Entscheidungsprozesse in vielen – keineswegs nur westlichen – Ländern in den vergangenen Jahren gezeigt hat, sind solche Vorgänge unter den Bedingungen der digitalen Transformation, insbesondere durch die Nutzung informationstechnischer Infrastrukturen für die Durchführung, den relativen Bedeutungsverlust etablierter Medien und den Aufstieg von Social Media als leitendem Informationsmedium in einem nicht antizipiertem Maße verwundbar gegenüber Eingriffen durch ausländische Akteur*innen. Wahlbeeinflussung hat es schon immer gegeben, aber es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass das Problem durch die Digitalisierung eine neue Dimension angenommen hat.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-2"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Was waren Ihre Beweggründe dazu, diese Erklärung zu unterschreiben?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Ich habe mich schon länger mit den Phänomenen Cybersicherheit und Desinformation befasst und war auch an dem Workshop beteiligt, der die Erklärung ausgearbeitet hat. Das Thema wird uns in den nächsten Jahren weiter begleiten, insofern fand ich es wichtig, als Community der Völkerrechtler*innen ein Zeichen zu setzen, um zu signalisieren, dass dem Phänomen mit den Mitteln des Rechts begegnet werden muss.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Geltende Völkerrechtsbestimmungen sind in der Theorie für alle Staaten bindend. Dennoch gilt die Umsetzung vieler Bestimmungen als schwierig. In welcher Form können Staaten dazu motiviert werden, sich an diese Grundsätze zu halten?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Durchsetzung völkerrechtlicher Regeln war schon immer schwierig, da es keine übergeordnete Durchsetzungsinstanz gibt und sich Machtverhältnisse unmittelbar auf den Willen auswirken, sich an das Recht zu halten. Die Entwicklung digitaler Infrastrukturen hat das Problem verschärft, da Fehlverhalten im Netz nicht leicht bestimmten Akteur*innen, z.B. einem Staat, zugeordnet werden können und es deshalb oft nicht gelingt, Verantwortlichkeit zu etablieren. Aber wenn genug Staaten signalisieren, dass sie das im Statement als völkerrechtswidrig beschriebene Verhalten nicht tolerieren werden und entsprechend (kollektive oder unilaterale) Gegenmaßnahmen treffen werden, wenn es doch zu Wahlbeeinflussung von außen kommt, hat das zunächst einmal eine normstabilisierende Wirkung und kann auf diese Weise auch das Verhalten von Staaten beeinflussen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>In welcher Form können digitale Wahleingriffe von außen sanktioniert werden? </strong></p>
<p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Staaten kennen eine Reihe möglicher Maßnahmen; naheliegend sind Sanktionen entweder gegen einzelne verantwortliche Personen (z.B. Regierungsmitglieder*innen, Geheimdienstoffiziere) oder ganze Staaten, wie nach 2016 gegen Russland geschehen; die EU hat in dieser Hinsicht ihre offizielle Politik verschärft (EU Cyber Diplomacy Toolbox); natürlich können laufende Cyberangriffe auch direkt im Netz unterbunden werden, mit möglicherweise empfindlichen Folgen für die Angreifer*innen – auch wenn sich Staaten in dieser Hinsicht wegen der Gefahr weiterer Eskalation zurückhalten sollten. In Betracht käme theoretisch auch eine Sanktionierung in internationalen Foren wie der UN oder dem Internationalen Gerichtshof, aber das ist aus verschiedenen Gründen (z.B. Vetorecht USA, China, Russland im UN-Sicherheitsrat, fehlende Unterwerfung unter die Rechtsprechung des IGH) eher unwahrscheinlich.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Mit welchen Methoden versuchen Staaten heute, die Wahl in anderen Staaten zu beeinflussen?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Da gibt es viele verschiedene Methoden. Bekannt geworden ist natürlich in erster Linie die gezielte Verbreitung politischer Desinformation über Social Media, unterstützt durch Bots, Micro-Targeting und anderer Technologien, um das Wahlverhalten der Zielbevölkerung zu beeinflussen. Inwieweit dies aber überhaupt eine nennenswerte Auswirkung hat, ist bislang noch gar nicht ausgemacht. Darüber hinaus sind natürlich auch Cyberangriffe direkt gegen die digitale Wahlinfrastruktur denkbar, also das Verursachen von Ausfällen der IT-Systeme oder theoretisch sogar das direkte Verändern von Wahlergebnissen. Das ist überall dort ein Risiko, wo diese Infrastruktur an die globalen Netze angeschlossen ist und es keinen sogenannten „Paper-Trail“ gibt, anhand dessen Wahlergebnisse zur Not manuell überprüft und verifiziert werden können.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Wenn man an digitale Wahlbeeinflussung denkt, fällt schnell die US-Wahl aus dem Jahr 2016 in den Blickpunkt. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat im Anschluss der Wahl dazu ermittelt. Eine russische Einflussnahme wurde in dem daraus folgenden Bericht bestätigt. Auch im Zuge des Brexit-Referendums wurde gegen eine russische Einflussnahme ermittelt. Lässt sich hier eine Policy erkennen?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Russland verfolgt seit einigen Jahren im Rahmen seiner hybriden Konfliktführung eine Strategie der Informationsbeeinflussung. Dabei geht es weniger darum, bestimmte Kandidat*innen in westlichen Ländern an die Macht zu verhelfen, auch wenn das ein gewünschter Nebeneffekt sein kann. Wichtiger ist es dem Kreml, allgemein Verwirrung und Chaos zu stiften und dadurch das Vertrauen westlicher Bevölkerungen in die Institution der Demokratie zu unterminieren. Hierdurch erhofft man sich eine Schwächung des Westens insgesamt, insbesondere im Verhältnis zu strategischen Interessen Russlands.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Blickt man auf Belarus, sieht man ein Land in bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Die Wahl im August 2020 gilt als sicher manipuliert. Hier fand die Manipulation jedoch nicht von außen, sondern von innen durch die amtierende Regierung Aljaksandr Lukaschenkos statt. Befindet sich die Demokratie in einer Krise?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Belarus ist vielleicht nicht das beste Beispiel, um die Krise der Demokratie zu diagnostizieren, da die Wahlen in diesem Land noch nie frei oder fair waren und es immer zu Manipulationen durch das diktatorische Regime gekommen ist. Davon abgesehen lässt sich aber schon beobachten, dass das Vertrauen in die Demokratie in den letzten Jahren in vielen Ländern gelitten hat. Umfragen legen das recht konsistent nahe. Daran ist aber kaum die Beeinflussung von außen schuld – es ist wahrscheinlicher, dass ausländische Akteur*innen einfach Wege gefunden haben, diese Vertrauenskrise für ihre eigenen Zwecke auszunutzen und auf diese Weise zu verschärfen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Wie gefährdet sehen Sie die deutsche Demokratie hinsichtlich einer möglichen Wahlmanipulation?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Durch das Verhältniswahlsystem ist die Bundesrepublik grundsätzlich weniger anfällig für Manipulation von außen als das in Ländern mit Mehrheitswahlrecht (USA, UK, Präsidentschaftswahl in Frankreich) der Fall ist. Trotzdem ist natürlich frühzeitige Aufmerksamkeit geboten. Deutschland hat noch einen weiteren Vorteil, nämlich ein im Vergleich zu anderen westlichen Ländern relativ stabiles, weiterhin einflussreiches Mediensystem, das journalistischen Grundsätzen verpflichtet ist; dazu gehören die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, aber auch die großen Printmedien. Trotzdem hat die Polarisierung auch in Deutschland stark zugenommen, nicht zuletzt im Zuge der Pandemie, und Stimmen vom Rand gewinnen an Einfluss. Hier können ausländische Akteur*innen Anknüpfungspunkte für Desinformation und andere destabilisierende Operationen finden.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Im kommenden Jahr findet die Bundestagswahl 2021 statt. Mit den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit sind Eingriffe von außen zu erwarten. Was kann die Bundesregierung vorab tun, um eine transparente Wahl zu gewährleisten und sich gegen Angriffe von außen zu schützen?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Bundesregierung muss mithilfe der zuständigen Behörden (Polizei, BfV, BND) schadhafte Operationen früh erkennen und diese vor allem zum frühestmöglichen Zeitpunkt gegenüber der Bevölkerung publik machen, um Transparenz und Vertrauen herzustellen. Was Cyberangriffe gegen Wahlinfrastrukturen angeht, mache ich mir weniger Sorgen, weil in Deutschland das meiste noch immer im Kern analog stattfindet. Darüber hinaus muss möglichen ausländischen Akteur*innen frühzeitig unmissverständlich signalisiert werden, dass Versuche der Beeinflussung sanktioniert werden.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-2" data-row="script-row-unique-2" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-2"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Die vollständige Oxford-Erklärung zum völkerrechtlichen Schutz vor ausländischen Wahlbeeinträchtigungen durch digitale Mittel finden Sie <a href="https://www.elac.ox.ac.uk/the-oxford-statement-on-international-law-protections-against-foreign-electoral-interference-through">hier</a>.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-4"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@markuswinkler?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Markus Winkler</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Dr. Henning Lahmann Photo by privat/ESMT</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-4" data-row="script-row-unique-4" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-4"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-6"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Digitale Selbstverteidigung – Sichere Daten im Homeoffice und unterwegs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marvin Neukirch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2020 09:39:54 +0000</pubDate>
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</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-7" data-row="script-row-unique-7" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-7"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-8"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Herr Mey, wenn man sich die öffentliche Meinung zum Thema Datenschutz anschaut, stößt man auf unterschiedlichste Ansichten. Häufig fällt der Satz „Ich habe ja nichts zu verbergen“. Wie ist Ihre Haltung zu solchen Aussagen? </strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Stefan Mey:</strong> Natürlich sind die meisten Menschen nicht Ziel von individueller Überwachung. Sie sind zusammen mit Milliarden anderen Nutzer*innen Objekt von Massenüberwachung. Auch das ist politisch gefährlich. Macht über Daten ist Macht über Menschen, und Macht kann missbraucht werden. Insofern denke ich, dass Massenüberwachung dann doch jeden etwas angeht. Mithilfe der Daten, die bei großen IT-Konzernen anfallen und auf die Geheimdienste Zugriff haben, ist es möglich, sich potenziell in jede Einzelperson und Menschengruppe reinzuzoomen. Außerdem glaube ich nicht so richtig, dass irgendjemand nichts zu verbergen hat. Jeder hat Dinge, die er gern mit der Welt teilt, und Dinge, die er lieber für sich behält. Das Problem ist: aus den Daten, die durch Klicks, Freundschaftsanfragen, Online-Käufe und Suchanfragen entstehen, lassen sich so gut wie alle Aspekte eines Lebens rekonstruieren. Das gilt für Banales, aber auch für private und besonders schutzwürdige Informationen. Das kann etwa die politische Ausrichtung eines Menschen sein, die sexuelle Orientierung, die Religion, die individuelle wirtschaftliche Situation oder der körperliche oder mentale Gesundheitszustand.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Warum herrscht innerhalb der Bevölkerung ein vermeintlich geringer Widerstand gegen die offensichtliche Datenspeicherung der „Big 5“? </strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Problem der Datenballungen ist individuell schwer greifbar, sondern überwiegend ein abstraktes gesellschaftspolitisches Phänomen. Menschen tun sich allgemein schwer, auf abstrakte Probleme individuell zu reagieren. In der Bundesrepublik hat Datenschutz einen viel größeren Stellenwert als in anderen Ländern, aber auch hier ist digitale Selbstverteidigung überwiegend noch ein Nischenphänomen. Das ist leider so.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>In Ihrem Werk nennen Sie diverse Möglichkeiten, sich dem Datenklau und der Überwachung zu entziehen. Von gängigen Themen wie der Passwortsicherheit, über die Verschlüsselung von E-Mails, bis hin zum Surfen im Darknet. Glauben Sie, dass einige Maßnahmen die Bürger*innen nicht technisch überfordern? </strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Viele Maßnahmen der digitalen Selbstverteidigung sind gar nicht so kompliziert umzusetzen, wie manche vielleicht denken. Mithilfe des populären Mail-Programms Thunderbird kann man beispielsweise in weniger als einer Minute E-Mail-Verschlüsselung auf dem PC einrichten. Und selbst der Umstieg von Windows oder MacOS hin zu einem alternativen PC-Betriebssystem wie Linux Ubuntu oder Linux Mint ist längst keine Raketenwissenschaft mehr. Im Internet finden sich für alle Spielarten digitaler Selbstverteidigung gute und allgemein verständliche Anleitungen, die auch Laien ansprechen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Wenn ich mich also sicher im World Wide Web bewegen möchte, muss ich gänzlich auf Facebook, WhatsApp, Amazon und co. verzichten oder ist ein Spagat zwischen digitaler Selbstverteidigung und alltäglichem Konsum möglich? </strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Es ist eine individuelle Entscheidung, wie sehr einen die Datensammelei und die Überwachung im Netz stören. Und man muss sich fragen, inwiefern man vielleicht besonders interessant für Überwachung ist, weil man etwa im journalistischen Bereich arbeitet oder im Politik-Betrieb. Insofern sollte jeder selbst entscheiden, wie viel digitale Souveränität man will. Ein nahezu hundertprozentiger Schutz vor Überwachung und Cyberattacken ist nur mit extrem hohem Aufwand möglich. Wenn man sich tatsächlich mal in der Situation eines Edward Snowdens befindet, muss man sich über Dutzende Dinge Gedanken machen: nicht nur über die Software, die man verwendet, sondern auch über das Betriebssystem, die verwendete Hardware, die gewählten Netz-Zugänge usw. Für die meisten Menschen stellt es aber schon einen großen Sprung dar, wenn sie ein paar grundlegende Maßnahmen in ihr digitales Leben einbauen: wenn sie beispielsweise anfangen, ihre E-Mails zu verschlüsseln, wenn sie sichere Passwörter für wichtige Profile und Geräte wählen und wenn Sie Open-Source-Programme nutzen, etwa den nicht-kommerziellen Firefox-Browser oder das freie Office-Paket LibreOffice.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Einige Ihrer Handlungsempfehlungen richten sich vor allem an Journalist*innen oder Menschen, die im Allgemeinen im Homeoffice tätig sind. Wie ist Ihre persönliche Erfahrung im Umgang mit Ihren Kolleg*innen, sind sie sich der eigenen Gefahr der Überwachung bewusst? </strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Journalist*innen sind in puncto Datenschutz und IT-Sicherheit nicht Avantgarde. Ihre Herangehensweise ähnelt dem der meisten Menschen: Im Hinterkopf weiß man, dass es das Problem der Massenüberwachbarkeit gibt, dass das ziemlich unschön ist und dass man sich irgendwann einmal um den Schutz der eigenen Daten und Geräte kümmern sollte. Aber getan hat man bisher meist noch nicht viel.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Gerade in Zeiten von Corona arbeiten immer mehr Menschen aus dem Homeoffice. Müssen die einzelnen Unternehmen, oder gar der Staat, aktiv werden, um diese Menschen hinsichtlich des Datenschutzes zu sensibilisieren?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter*innen ins Home Office schicken, bedeutet das oft, dass diese nicht mehr im gesicherten Unternehmens-IT-System und nicht mehr auf abgesicherten Unternehmensgeräten arbeiten. Stattdessen nutzen sie eigene, potenziell unsichere Hardware und Software. Insofern ist es eigentlich im Interesse der Unternehmen, dass sie Ihre Mitarbeiter*innen im sicheren Umgang mit IT schulen und ihnen vielleicht auch besonders sichere Hard- und Software zur Verfügung stellen. Der Staat sollte das Thema Datenschutz insgesamt ernster nehmen. Zum Beispiel könnte er mehr Fördermittel für datensparsame Open-Source-Projekte bereitstellen und Datenschutzverstöße der großen IT-Konzerne konsequenter verfolgen. Gut wäre es, wenn Behörden und Ministerien mit gutem Beispiel vorangehen und ihre eigene IT auf Open Source umstellen. Dass die öffentliche Verwaltung fast ausschließlich das Microsoft-Betriebssystem Windows nutzt, halte ich für ziemlich fahrlässig.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p><strong>Durch den technologischen Fortschritt haben sich unzählige neue Möglichkeiten für uns ergeben. Online-Banking, Online-Shopping, Telemedizin in Form von Online-Rezepten und Videosprechstunden viele (sensible) Dinge können heute einfach von zu Hause erledigt werden. Sehen Sie die Gesamtentwicklung als Chance oder Gefahr?</strong></p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Technologie ist immer beides: Gefahr und Chance. Die Entwicklungen des Internets haben viele großartige Dinge ermöglicht. Aber es ist leider so, dass mit jedem neuen Digitalisierungsschub mehr Daten entstehen, die für Überwachung missbraucht werden können. Für dieses Dilemma gibt es keine Lösung. Das Schöne an digitaler Selbstverteidigung ist, dass man in Eigenregie den Missbrauch der eigenen Daten begrenzen kann. Die Idee ist, dass man mit technischen Mitteln dafür sorgt, dass Daten gar nicht erst unnötigerweise entstehen oder übermitteln werden können. Dann kommen Unternehmen und Regierungen nicht in die Versuchung, sie für eigene Zwecke zu sammeln und auszuwerten.</p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-8" data-row="script-row-unique-8" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-8"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-9"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@neonbrand?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">NeONBRAND</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/digital-security?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-9" data-row="script-row-unique-9" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-9"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-11"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-11" data-row="script-row-unique-11" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-11"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Verführt durch das Internet, klug zu werden E-Demokratie und China &#8211; Teil 2</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzpolitik-im-reich-der-mitte/wissensgesellschaftex_wfang002-shtml-3025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzpolitik im Reich der Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Modernisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[Autoritäres Regime]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Im zweiten Teil beschreibt Weigui Fang die Krise der chinesischen Parteipropaganda und wie sich das Internet trotz Zensur und Abschottung zu einem offenen Medium mit Meinungsvielfalt wandelt. (
                              Teil 1)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im zweiten Teil beschreibt Weigui Fang die Krise der chinesischen Parteipropaganda und wie sich das Internet trotz Zensur und Abschottung zu einem offenen Medium mit Meinungsvielfalt wandelt. (<br />
                              <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/ex_wfang001.shtml">Teil 1</a>)<!--break-->
                            </p>
<p>Der Autor dieses Textes beabsichtigt nicht, die Internetzensur in China zu rechtfertigen, denn sie ist durch nichts zu rechtfertigen. Andererseits ist es jedoch eine Selbstverständlichkeit in einer Demokratie, dass man sich vielseitig informiert oder informieren kann. Die rasante Internetentwicklung in China bringt schon seit langem fast nur Artikel wie „<br />
                            <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/44065" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amnesty kritisiert hartes Vorgehen Chinas gegen Internet-Nutzer</a>“ mit unzähligen Links mit sich. Damit man das „<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,276167,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weltweit größte Gefängnis für Internet-Nutzer</a>“, wie die Organisation Reporter ohne Grenzen festgestellt haben will, kennenlernen kann? Oder aktuell plädierte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries für Meinungsfreiheit in China, berichtete<br />
                            <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/47496" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise Online</a>. Sonst nichts Neues im Osten? Mit anderen Worten: Kritik ist berechtigt und nötig. Aber genau so nötig ist auch, allseitig zu informieren – zur Meinungsbildung. Gerade in diesem Sinne – nicht mehr, nicht weniger – will dieser Text zeigen: Wie der Baum der Erkenntnis im Eden genannten Paradies der Bibel, verführt das Internet gerade jetzt die chinesischen Nutzer, „klug“ zu werden oder vielseitiger sich zu informieren.</p>
<p>
                            <strong>Krise der Parteipropaganda</strong><br />
                            <br />Lange Zeit, d.h. zwischen der Machtübernahme durch die KP Chinas 1949 und der Öffnung des Landes nach der Kulturrevolution 1976, waren die staatlich kontrollierten Medien die einzige Nachrichten- und Informationsquelle in China. Die Selektion und Verbreitung der Nachrichten haben starke politische Tendenz und sind von &#8216;Selbstschutz&#8217; geprägt. Nach der Öffnungspolitik hat die im Transformationsprozess befindliche Medienlandschaft mehr oder weniger die Stellung der alten monopolistischen Kulturhegemonie erschüttert. Insbesondere in den 90er Jahren sind die Veränderungen verschiedener Medien einschließlich der prominenten Organe unverkennbar. Und die Parteipropaganda ist längst schon in eine schwere Krise geraten.</p>
<p>Die Medien bestimmten (oder genauer: die Partei bestimmte), was in der Wahrnehmung der Massen auf die Tagesordnung kam; was man gerade als Bedrohung, als Hoffnung, als sozial oder politisch bedeutsam empfinden sollte. So gab es dann auch bis vor einigen Jahren noch ein merkwürdiges Phänomen in China: Verschiedene Medien hatten nur eine Stimme; Milliarden Menschen hatten in der Öffentlichkeit nur eine Meinung.</p>
<p>„Heutzutage erlangen immer mehr Chinesen über populäre, internationale, nicht dominante, lokale, kommerzialisierte, individualisierte alte und neue Medien ihre Informationen“, sagt Li Xiguang, Direktor des Zentrums für Internationale Kommunikation der Tsinghua Universität. „Immer weniger holen sie Informationen über zentrale, staatliche, traditionelle, vorherrschende und autoritäre Medien ein. Die Globalisierung und Diversifizierung der Informationen haben in puncto Informationsgewinnung der Chinesen Selektivität, Souveränität und Interaktivität ermöglicht.“ Es ist das Internet, das in hohem Grad die Art und Weise, wie man Informationen gewinnt, verändert hat: immer mehr Menschen scheinen in der Lage zu sein, vom passiven Nachrichten-Empfang zur aktiven Informationsgewinnung überzugehen. Die Zeit der Strategien von oben wird langsam vorbei sein, in der man bei Nachrichtensendungen Unterschiede zwischen fürs Inland und für Ausland bestimmte news machte, Nachrichten mit Verspätung oder gar nicht sendete.</p>
<p>
                            <strong>Heikle Fragen für China</strong><br />
                            <br />Chatroom, BBS, Cyber-Community – diese Neologismen sind schon längst nicht mehr neu in China. Vom Nichts zu einem imposanten Anblick, von einer Neuigkeit zu einer Selbstverständlichkeit – das ist die kurze und auf den ersten Blick triumphale, letztlich jedoch durchaus tiefgehende und bewusstseins- wie praxismäßig nicht ohne Konsequenzen bleibende Entwicklung einer Cyber-Öffentlichkeit in China. Die technischen und kommerziellen Pioniere, aber auch die normalen Nutzer sind insofern Träger des Ruhmes und Traums eines chinesischen Internet – und dies schon seit einigen Jahren. Gedanken und Gefühle, die man im realen Leben oder in den traditionellen Massenmedien schwer zum Ausdruck bringen konnte, sind nun im Netz keine Seltsamkeit mehr. Interessante Debatten werden dort ausgetragen – Debatten, die, gespeist aus ganz diversen Informationen, des öfteren selbst Informationen erschaffen. Gerade hier und in diesem Moment können wir Esther Dyson besser verstehen, wenn sie behauptet (Handelsblatt 30.10.2000): „Das eigentliche Internet interessiert mich überhaupt nicht.“ Viel wichtiger sei, was die Nutzer mit diesem technischen Mittel machen, meint die prominente Web-Pionierin und frühere Chefin der Internet-Verwaltungsorganisation Icann.</p>
<p>Es ist noch gar nicht lange her, als der Einsatz von BBS in China das erste Anzeichen einer verstärkten Internetnutzung erkennen ließ. Worüber man seinerzeit am meisten diskutierte, war per se das „Forum“ im Cyberspace – ein Thema, das auch etliche Kontrollbehörden mit großer Aufmerksamkeit verfolgten. Zugleich mit diesem Thema kam eine Frage nach der anderen auf die Tagesordnung: Soll das Internet nun gleichfalls wie die traditionellen Medien streng kontrolliert werden? Wie groß darf denn eigentlich die Redefreiheit der Diskussionsteilnehmer sein? Ist der aktuelle Nutzer oder der ISP-Inhaber dafür verantwortlich, wenn sogenannte „ungesunde“ oder auch „falsche“ Informationen oder sogar „staatsgefährdende Komponenten“ im jeweiligen Forum auftauchen? Inwieweit kann die „freie Meinungsäußerung“ als verletzt erachtet werden, wenn der Forum-Administrator manche Informationen aus dem Netz nimmt?</p>
<p>
                            <strong>Der Wandel hin zu &#8216;einem Medium viele Stimmen&#8217;</strong><br />
                            <br />Anders als die traditionellen Medien, die leichter zu kontrollieren sind, ist die Kontrolle des Informationsflusses im Internet ein kompliziertes und delikates Unterfangen. Man muss sagen, dass der in China erreichbare Grad der ‚Information Accessibility’ durch das Internet eine neue Qualität angenommen haben, wie es übrigens auch die neueren Umfragen von<br />
                            <a href="http://www.cnnic.com.cn/en/index/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CNNIC</a> oder die Berichterstattung während des<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/e-demokratie/netzkampagnen/irak2.shtml%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Irakkriegs</a> belegen. Dass ein enger Zusammenhang zwischen politischem Urteilsvermögen und jeweiligem Grad der Informiertheit der Bürger besteht, ist allgemein bekannt. Zweifelsohne haben Fernsehen, Rundfunk und Presse in China bei den News längst nicht mehr jene einheitliche Stimme, wie man sie früher kannte; unübersehbar ist, dass die „Meinungsfreiheit“ auch schon längst weit größer ist als es das Gesetz vorsieht. Verschiedene Meinungen sind alltäglich. Insbesondere das Internet ist in China zu einer wichtigen Nachrichtenquelle geworden. Der Wandel von &#8216;mehreren Medien eine Stimme’ zu &#8216;einem Medium viele Stimmen’ ist ein Phänomen unseres Internetzeitalters.</p>
<p>Das Internet verändert nicht nur die Form der Nachrichtensendungen und deren Wechselwirkungsprozesse, es beeinflusst auch die Meinungsbildung im politischen Leben Chinas. Denn es handelt sich bei dem neuen Medium zweifelsohne um ein Moment der Gewinnung eines Mitspracherechts. Dass in China die Foren und Chaträume besonders beliebt sind, ist sicherlich auf ein wahrgenommenes oder gefühltes Defizit zurückzuführen, welches die neuen Möglichkeiten kompensieren oder zu kompensieren scheinen. Die Interaktivität und enorme Kapazität des Internet sind letzten Endes nur technische Voraussetzung für Foren und Chaträume. Es steckt hinter ihrer zunehmenden Nutzung vor allem das dringliche Bedürfnis nach Meinungsaustausch und das Streben nach einem Mitspracherecht, und es ist dieses Begehren, es sind derartige Wünsche, welche die Antriebskraft und Basis für das Florieren der cyber communities darstellen. Selbst Jiang Yaping, Chef von<br />
                            <a href="www.peopledaily.com.cn" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.peopledaily.com.cn</a>, sagt: „Ein Online-Medium ohne Foren wäre wie ein Mensch, dem ein Bein fehlt.“</p>
</p>
<p>
                              <strong>Weiterführende Artikel:</strong>
                            </p>
<ul>
<li>
                                <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/ex_wfangbio.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zur Biographie</a>
                              </li>
<li>
                                <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/index.shtml#china">China-Dossier</a><br />
                                
                              </li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Das Internet als Demokratieverstärker</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/das-internet-als-demokratieverstaerker-5478/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 17:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Nutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[BITKOM]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internet wird von einer Mehrheit der Nutzer als ein Instrument zur Förderung der Demokratie wahrgenommen, so eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), die heute veröffentlicht wurde. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet wird von einer Mehrheit der Nutzer als ein Instrument zur Förderung der Demokratie wahrgenommen, so eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), die heute veröffentlicht wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Laut der Studie sehen zwei Drittel der Befragten einen positiven Effekt für „mehr Demokratie“ durch das Internet. Fast jeder zweite erkenne im Web Chancen zur Mitgestaltung von Politik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildungsstatus halten insgesamt 64 Prozent der Internetnutzer das Internet für ein wertvolles Instrument zur Bereicherung der Politik. Möglichkeiten zur politischen Mitgestaltung werden vor allem von der jungen Generation zwischen 14 und 29 Jahren gesehen. Die geringsten Chancen zur politischen Mitgestaltung über das Web sehen laut Studie die 50- bis 64-jährigen Nutzer.</p>
<p>Die Basis der Studie ist eine repräsentative Erhebung des Insituts Aris, bei der mehr als 1.000 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt wurden.</p>
<p>BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf kommentiert die Ergebnisse der Befragung mit einem Verweis auf die Informations- und Kommunikationspotenziale des Internet. „Politiker können das Internet einsetzen, um die Menschen zum Mitmachen bei politischen Aktionen zu bewegen und die zunehmende Distanz zwischen Staat und Gesellschaft zu verringern“, so Kempf. Zudem biete es auch der Kommunalpolitik zahlreiche Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung. So sei das Internet nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Gemeinden ein ausgezeichnetes Mittel gegen Politikverdrossenheit.</p>
<p>Warum die Einschätzung der eigenen politischen Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen eher gering ausfällt, lässt sich aus den veröffentlichten Daten nicht erkennen. Zu vermuten ist, dass die grundsätzlich niedrigere Internetpräsenz in dieser Altersgruppe eine entscheidende Rolle spielt.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie gespalten ist die Republik?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/wie_gespalten_ist_die_republik-113/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:48:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Großstadt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett"> (Buchbesprechung) In „Das Internet in Deutschland“        von Edgar Einemann liegt der Fokus auf digitalen Unterschieden in        deutschen Großstädten. Woran liegt es, dass das Internet im Ruhrgebiet        und im Osten der Republik weniger verbreitet ist? Sonja Domeyer        hat das Buch für politik-digital.de gelesen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Buchbesprechung) In „Das Internet in Deutschland“ von Edgar Einemann liegt der Fokus auf digitalen Unterschieden in deutschen Großstädten. Woran liegt es, dass das Internet im Ruhrgebiet und im Osten der Republik weniger verbreitet ist? Sonja Domeyer hat das Buch für politik-digital.de gelesen.<!--break--></p>
<p>Auf 172 Seiten stellt Einemann, Professor für Informatik und Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Bremerhaven, die Ergebnisse seiner Untersuchung der gegenwärtigen Internetlandschaft in der Bundesrepublik dar. Diese werden mit 93 Tabellen und 90 Schaubildern für den Leser umfangreich bebildert. Durch die Kooperation vieler großer Internetunternehmen gelang es Einemann, fundierte Daten für seine Analyse zu erhalten. Dabei stellten auch namhafte Unternehmen wie GMX und die zentrale Registrierungsstelle für Domains, DENIC eG, ihre Nutzerzahlen zur Verfügung. Kombiniert mit eigenen Erhebungen Einemanns bilden diese Daten die Grundlage für seine Betrachtungen.<br />
<strong>Netzwerkgesellschaft</strong><br />
Bevor Einemann mit der Analyse der Internet-Stärke der 50 größten deutschen Städte beginnt, erläutert er im ersten Kapitel seines Buches detailliert die Wichtigkeit und Auswirkung einer vernetzten Gesellschaft, insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht. Hierbei greift er auf die Leitsätze von Karl Marx, Max Weber, einem der Mitbegründer der Soziologie und Manuel Castells zurück. Viele verwendete Zitate des berühmten Soziologen Castells stammen aus seinem grundlegenden Werk „Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft“. Sie sollen dem Leser einen Einblick in die abstrakte Welt der Netzwerkgesellschaft (ein eigens von Castells geprägter Begriff) geben. Die Kernthese Castells dient Einemann zugleich als Basis seiner regionalen Untersuchung:Netzwerke stützen sich im heutigen Informationszeitalter auf Informations- und Kommunikationstechnologien, und dies hat Auswirkungen auf die soziale Morphologie der Gesellschaftsstruktur. In anderen Worten: Wir leben nicht mehr im Industrie- sondern im Informationszeitalter, begegnen uns in sozialen Netzwerken im Internet, was Auswirkungen auf die Hierarchien einer Gesellschaft, auf das Verhältnis zwischen Staat, Wirtschaft und Bürger hat.<br />
<strong>Ostdeutschland und Ruhrgebiet weit abgeschlagen</strong><br />
Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Analyse der deutschen Internetlandschaft im zweiten Kapitel. Anhand der ermittelten und zur Verfügung gestellten Nutzerzahlen und mit Hilfe einer großen Zahl von Untersuchungsfaktoren nahm Einemann die 50 größten deutschen Städte, in denen 26% der Bevölkerung leben, in Bezug auf ihre Internet-Stärke genauer unter die Lupe. Dabei wurden erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern festgestellt: Überdurchschnittlich stark ist die Internet-Dichte im Rheingebiet und im Süden Deutschlands, gefolgt von einem durchschnittlichen Niveau in Norddeutschland und sehr schwachen Werten im Osten und im Ruhrgebiet. Absoluter Spitzenreiter im City-Ranking ist die Stadt München, die 82% der Faktoren erfüllen konnte. Im Gegensatz rangiert Mülheim mit 19,6% am Ende der Rangliste. Einemann spricht von einer digitalen Dreiteilung der Bundesrepublik. Eine digitale Spaltung liege jedoch nicht vor &#8211; „digitale Differenzierung“ sei der zutreffendere Begriff, da sich zwischen den Extrempunkten ein ausgewogenes Gefälle abzeichnete. Auch innerhalb der Stadtteile einzelner Städte wurden Abstufungen festgestellt.<br />
<strong>Innovations- und Entwicklungszentren liegen vorn</strong><br />
Der Zusammenhang von Wohlstandsverteilung und Internet-Stärke wird überraschend deutlich. Alle Städte mit einem hohen Anteil an Akademikern oder Studenten lagen in der Untersuchung über dem Durchschnitt. Auch Städte mit wirtschaftlichen Innovations- und Entwicklungspotential schnitten besonders gut ab. Hierbei führt wiederum die Stadt München das Ranking an. Anscheinend wird wirtschaftliche und soziale Stärke also durch das Internet weiter gefördert. Es folgen der Raum Stuttgart, Karlsruhe und Heidelberg sowie Frankfurt am Main, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt. Interessanterweise liegt Berlin als Bundeshauptstadt mit 47,9% leicht unter dem Durchschnitt und gehört nicht zu den Spitzenreitern.<br />
<strong>Bremen als Beispiel</strong><br />
Neben der gesamtdeutschen Analyse hat Edgar Einemann auch einzelnen <a href="http://www2.bremen.de/info/statistik/hbkleinraeumig/ortsteilatlas.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stadtbezirke</a> und Ortsteile seiner Heimatstadt Bremen untersucht. Er fand so heraus, dass es in der Tat einen Zusammenhang gibt zwischen dem Akademiker-Anteil und der Stärke des Internets in einem Bezirk – und das gilt nicht nur für die Hansestadt. Die soziökonomischen Unterschiede innerhalb Bremens zeichneten sich klar in den Ergebnissen ab. Bemerkenswert ist, dass einzelne Personen in internet-schwachen Ortsteilen ähnlich große Mengen an abgerufenen und verschickten Daten aufweisen können wie Personen aus internet-starken Bezirken. Das legt die Vermutung nahe, dass es Internet-Junkies überall gibt.<br />
&#8220;Das Internet in Deutschland&#8221; ist ziemlich reich an Daten und Tabellen. Letztere dienen oft dazu, die umfangreiche Datenmasse zu visualisieren und verständlicher zu machen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, hat einen echten Schatz im Schrank. Denn bei aller Fachsimpelei ist Einemanns Buch zum Glück so geschrieben, dass jeder Internet-Interessierte etwas davon hat.<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Internet und Philosophie</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/internet_und_philosophie-75/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/buecherreport/internet_und_philosophie-75/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Felix Weyh]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mal was anderes, ein Buch über das Internet, das wirklich jeder lesen kann, der der deutschen Sprache mächtig ist und Spaß an verschrobenen Gedankengängen hat. Und nicht vollgepackt ist mit komplizierten technischen Abhandlungen und Fachausdrücken, mit denen nur die Maniacs des Fachs etwas anfangen können. <br />Sein Titel ist schlicht "Internet". </p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mal was anderes, ein Buch über das Internet, das wirklich jeder lesen kann, der der deutschen Sprache mächtig ist und Spaß an verschrobenen Gedankengängen hat. Und nicht vollgepackt ist mit komplizierten technischen Abhandlungen und Fachausdrücken, mit denen nur die Maniacs des Fachs etwas anfangen können.<br />
Sein Titel ist schlicht &#8220;Internet&#8221;.<br />
Der Schriftsteller, Publizist und Journalist Florian Felix Weyh hat es geschrieben, der damit sein Wissen und die Leidenschaft für das Internet in eine literarische Form gebracht hat. Auf 130 Seiten und in 21 kurzen Kapiteln nimmt der Autor den Leser mit auf eine Odyssee durch die unendlichen Weiten des virtuellen Raums, gespickt mit autobiografischen Anekdoten und ironischen Charakterisierungen der Spezies Internet-User, die auch vor der eigenen Person nicht halt machen. &#8220;Auch wenn es mir an praktischen Qualifikationen mangelte, brachte ich einige entscheidende Attribute für ein künftiges Nerd-Dasein mit: Das Talent, sich abstruses Wissen anzueignen, die Verweigerung jeglicher sportlicher Betätigung, sowie die obligate Brille und Zahnspange&#8221;.<br />
Was Herrn Weyh davor bewahrte, als IT-Freak zu enden, war allerdings sein früh aufkeimendes Interesse für das weibliche Geschlecht, und er macht nicht den Eindruck, als hätte er dies bereut. Dennoch, die Faszination ist geblieben und so erfährt der Leser nützliches im alltäglichen Umgang mit dem Medium. Beispielsweise, was mit allzu unbedacht ins Netz eingespeisten Informationen passiert. &#8220;Inhalte liegen nicht nur auf dem Ausgangsserver, sondern werden bei entsprechender Nachfrage ziemlich schnell von anderen Servern gespiegelt. Man nennt diese Klone Proxies oder Cache und gute Suchmaschinen bieten auch dann noch Zugriff auf die gesuchten Seiten, wenn die Originale schon aus dem Netz verschwunden sind. Sie rufen den kompletten Datensatz aus einem noch vorhandenen Cache ab. Was aber macht man, wenn man etwas vorschnell ins virtuelle Universum entließ und wieder einfangen möchte? Nun &#8211; beten Sie!&#8221;, lautet der Rat, der vielleicht einigen Unvorsichtigen peinliche Pannen erspart.</p>
<table width="162" border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" align="left">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" bgcolor="#FFCC00" width="133"><strong>Buch-Info</strong><br />
Florian Felix Weyh: Internet<br />
Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2001<br />
133 Seiten, 8 Euro</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>An anderer Stelle erfährt man Intereressantes über die sogenannte BCC-Funktion oder dass ein Wissenschaftler des Massachussets Institut for Technology (MIT) errechnet hat, dass &#8220;wir in 250 Jahren einen Computer besitzen werden, der einhundert Sextillionen schneller agiert als unsere heutigen Spitzengeräte&#8221;. Trotzdem ist der kleine Band, der bei dtv in der Reihe Kleine Philosophie der Passionen erschienen ist, weit davon entfernt, ein laienfreundliches Nachschlagewerk zu sein. Vielmehr beschreibt es in essayistischer Form die Erkenntnisse eines Selbstversuchs des Autors, der ihn zu philosophischen und selbstironischen Erklärungen über das Wesen des Internets geführt hat.<br />
Hier noch eine letzte Kostprobe: &#8220;Meistens sind virtuelle Begegnungen jedoch weniger frugale als fragile Gebilde, auch wenn die Werbeagentur Saatchi&amp;Saatchi für eine Internet-Kampagne zynisch-genial textete: \&#8217;Meine Online-Verbindungen halten länger als meine Beziehungen\'&#8221; Hätte man gerne! Manche glimmen nur für einen kurzen Moment auf, andere schleppen sich über ein paar Monate hin, wobei die Pausen zwischen den Treffen immer größer werden, und manche &#8211; die besten, tiefsten, nährreichsten &#8211; explodieren wie ein Vulkan, um dann rasch auszukühlen.&#8221;<br />
Diese philosophischen Abhandlungen sind nicht immer brilliant, doch meistens amüsant und eignen sich bestens als Bettlektüre.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Digitale Spaltung. Informationsgesellschaft im neuen Jahrtausend – Trends und Entwicklungen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/digitale_spaltung_informationsgesellschaft_im_neuen_jahrtausend_trends_und_entwicklungen-63/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[Wird die Digitalisierung unsere Gesellschaftsstruktur komplett verändern? Ist das Internet ein demokratisches oder ein totalitäres Medium? Wer profitiert vom globalen Datennetz? &#8222;Solche technischen Fragen sind gegenwärtig die politisch interessanten&#8220;, meinte der Philosoph Vilém Flusser bereits vor nahezu 20 Jahren. </strong></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wird die Digitalisierung unsere Gesellschaftsstruktur komplett verändern? Ist das Internet ein demokratisches oder ein totalitäres Medium? Wer profitiert vom globalen Datennetz? „Solche technischen Fragen sind gegenwärtig die politisch interessanten“, meinte der Philosoph Vilém Flusser bereits vor nahezu 20 Jahren.<br />
Bis heute bleibt Flussers These aktuell: Beispielhaft dafür steht die nur scheinbar nebensächliche Teilung der Gesellschaft in „Onliner“ und „Offliner“, die sich mittlerweile zu einer höchst problematischen sozialen Spaltung auszuwachsen droht. Mit den Ursachen und Folgen dieser Problemlage beschäftigte sich die Baden-Badener Sommerakademie 2002, die von der SWR-Medienforschung, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg sowie der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung ausgerichtet wurde. Nun ist bei VISTAS unter dem Titel „Digitale Spaltung“ der zugehörige Sammelband erschienen. Die zumeist lesenswerten 80 Seiten liefern kritische Analysen, normative Konzepte, Fallbeispiele aus der Praxis und empirisch erhobene Daten rund um die Internet-Nutzung der Deutschen.<br />
<strong>Der &#8220;klassische&#8221; User ist männlich, finanziell gut situiert und gebildet</strong><br />
Diese wissenschaftlichen Befunde machen schnell klar: Das Internet ist noch immer ein Elite-Medium. Weite Teile der Gesellschaft wollen oder können das Datenuniversum nicht für ihre Zwecke nutzen &#8211; typische User sind (nicht nur) in Deutschland männlich, finanziell gut situiert und gebildet. Die sozialen bzw. ökonomischen Vorteile dieser ohnehin schon privilegierten Minderheit wachsen durch die „digitale Spaltung“ weiter.<br />
Allerdings sind einige der ausführlichen Grafiken und Zahlenkolonnen, die insbesondere Walter Klingler und seine Kolleginnen von der SWR-Medienforschung im längsten Beitrag des Bandes aufführen, unterdessen schon ziemlich veraltet. So wird etwa die Medien-Bindung der Deutschen nur für das Jahr 2000 angegeben. Die meisten Erhebungen sind jedoch auf den Zeitraum 1997 bis 2002 bezogen und damit auch im Sommer 2003 noch einigermaßen aufschlussreich.<br />
Beispielsweise hat sich in den analysierten Jahren die Zahl der Online-NutzerInnen in Deutschland von 4,1 Millionen auf 28,3 Millionen erhöht. Anzumerken ist, dass dies trotz der gewaltigen Steigerung gerade einmal 44,1 Prozent der mindestens 14-Jährigen waren. Auf der anderen Seite der „digitalen Kluft“ standen noch immer mehr als die Hälfte der Deutschen.<br />
<strong>Die staatliche Internet-Politik sollte engagierter sein</strong><br />
Der Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis, Florian Rötzer, wird in seinem einleitenden Essay nicht müde zu betonen, dass das „Internet für alle“ (wie Herbert Kubicek es in seinem Beitrag anpeilt) ohnehin noch längst nicht die automatische Lösung aller weltweiten Web-Probleme nach sich zöge: „Die drei primären Kulturtechniken, nämlich Lesen, Schreiben und Rechnen, und vermutlich noch die überaus entscheidenden Kulturtechniken der kognitiven Neugier und Wachheit, einer einigermaßen andauernden Konzentrationsfähigkeit und einer gewissen Frustrationstoleranz, sind unabdingbare Voraussetzungen dafür, die neuen Informations- und Kommunikationstechniken wirklich ausnutzen zu können.&#8221; Rötzers Urteil über die staatliche Internet-Politik fällt dabei ebenso vernichtend aus wie das von Dieter Klumpp, seines Zeichens Geschäftsführer der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung.<br />
Klumpp hält die Einrichtung temporärer Public-Private-Agenturen zum Vorantreiben digitaler Innovationen für sinnvoll. Zugleich merkt er resignativ an: „Beim Stichwort Agenturen’ denkt der schlanke Staat’ wegen seiner leeren Kassen derzeit eher an Werbe-Agenturen, die das bisher Erreichte in Hochglanzbroschüren unter die Leute bringen.“<br />
<strong>Praktische Ansätze zur Überwindung der &#8220;digitalen Spaltung&#8221; verheißen Positiveres</strong><br />
Solch düsteren Analysen stehen die praktischen Ansätze zur Überwindung der „digitalen Spaltung“ gegenüber, von denen Herbert Kubicek oder auch Claus Hoffmann berichten. Kubicek ist Professor für Angewandte Informatik mit dem Schwerpunkt Informationsmanagement und Telekommunikation an der Universität Bremen. In seinem Aufsatz beschreibt er die Bemühungen des Netzwerks „Digitale Chancen“, das beispielsweise eine Datenbank der Internetzugänge- und Lernorte in Deutschland aufgebaut hat.<br />
Hoffmann wiederum arbeitet für die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Dort leitet er den Bereich „Bildung/Veranstaltungen“. In seinem kurzen Beitrag erläutert er das „start und klick!“-Programm der Landesstiftung Baden-Württemberg, das seit September 2001 Computer- und Internetkenntnisse unter das Volk bringt. Jährlich finden Tausende Kurse statt, bis zu 130.000 Personen lernen dabei den Umgang mit den Neuen Medien.<br />
Gleich, ob sie sich nun mit „eGovernment“, mit „Info-Channeling“ oder mit den zu erwartenden Auswirkungen der technischen Entwicklung auf das Bildungs-System beschäftigen – insgesamt vermitteln alle acht Beiträge des Sammelbandes den Eindruck, dass die Frage nach dem Internet-Zugang „für alle“ enormen gesellschaftlichen Sprengstoff in sich birgt.<br />
Um es noch einmal mit Vilém Flusser zu sagen: „Wer […] ´politisch’ im Sinne der hergebrachten Kategorien denkt und etwa meint, daß Technik politisch neutral sei, geht an der gegenwärtigen Kulturrevolution vorbei.“</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Internetnutzer in Schubladen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkultur-mulrich_blogstudie_070314-shtml-2739/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) In einer aktuellen Studie versuchen Kölner Marktforscher, Internetnutzer in Kategorien einzuteilen und zahlenmäßig zu erfassen. Internetnutzer lassen sich jedoch nicht so einfach in Schubladen stecken, findet Meike Ullrich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) In einer aktuellen Studie versuchen Kölner Marktforscher, Internetnutzer in Kategorien einzuteilen und zahlenmäßig zu erfassen. Internetnutzer lassen sich jedoch nicht so einfach in Schubladen stecken, findet Meike Ullrich.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Der Begriff „Web 2.0“ für das Mitmach-Internet hat mittlerweile nicht nur den Einzug in traditionelle Medien gefunden, sondern beschäftigt auch zunehmend die Wissenschaft. Das Kölner Markt- und Meinungsforschungsinstitut<br />
                            <a href="http://www.result.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">result research</a> hat einen Versuch gestartet, das Phänomen „Web 2.0“ und seine Nutzer zahlenmäßig zu erfassen und zu kategorisieren. Die Ergebnisse in einer neuen<br />
                            <a href="http://www.result.de/studien/web-20-studie/uebersicht-der-studie.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> mit dem Titel „Web 2.0 – Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten“ veröffentlicht.</p>
<p>Auch diese Studie beginnt mit der entscheidenden Frage: Was versteht man eigentlich unter Web 2.0? &#8211; Web 2.0 ist Mitgestaltung im Netz und öffentliche Kommunikation, so die einfache Antwort. Web 2.0 Angebote zeichnen sich typischerweise durch einen hohen Gestaltungsgrad bei der die Produktion von Inhalten sowie einen erheblichen Kommunikationsgrad mit öffentlichen Informationsaustausch aus. Diese zwei Dimensionen, Gestaltungs- und Kommunikationsgrad, prägen den Begriff und seine Erscheinungsformen. Aber am Anfang stehen zunächst immer die Fakten.</p>
<p>
                              <strong>Zahlen, bitte!</strong>
                            </p>
<p>Wie viele Leute nutzen das Web 2.0? Auf Grundlage der<br />
                            <a href="http://www.daserste.de/service/studie.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ARD/ZDF-Onlinestudie 2006</a> enthält die Studie reichlich Zahlen zum Gebrauch der Angebote: 80% der Onliner nutzen innerhalb einer Woche keine Web 2.0 Anwendungen, 11% nutzen diese ein- oder mehrmals pro Woche und immerhin 9% fast täglich. Darunter sind überdurchschnittlich viele Männer und die Altersgruppe der 14-29-Jährigen ist am stärksten vertreten. Das formale Bildungslevel der Web 2.0 -Nutzer ist überdurchschnittlich hoch und der größte Teil der Nutzer befindet sich noch in der Ausbildung.</p>
<p>Die Web 2.0-Nutzer werden einer aktiven und einer passiven Nutzergruppe zugeordnet. Zu der Gruppe der Aktiven zählen Nutzer, die mehr als einen Beitrag oder mehr als fünf Kommentare und Diskussionsbeiträge pro Monat in Videocommunities, Fotocommunities, Social-Networking-Sites, Weblogs, Podcast-Angeboten oder Wikis veröffentlichen.<br />
                            <br />Zu den passiven Nutzern zählen solche, die seltener oder auch nie Beiträge auf den entsprechenden Seiten veröffentlichen oder auf den Websites kommunizieren. Das Ganze wird wieder mit Zahlen untermauert: 20% der Onliner nutzen Web 2.0 Angebote. Das sind 12% der Gesamtbevölkerung. 57% der Nutzer sind aktiv, 43% nutzen die Angebote nur passiv.</p>
<p>
                              <strong>Von Produzenten und Unterhaltungssuchern</strong>
                            </p>
<p>Wer steckt nun hinter diesen ganzen Zahlen und den vielen Begriffen wie Onliner oder aktive und passive Nutzer? Um diesem Rätsel auf die Schliche zu kommen, versucht die Studie Web-2.0-Nutzer zu kategorisieren und acht verschiedenen Typen heraus zu arbeiten. Dabei spielen erneut die Dimensionen Gestaltungsgrad und Kommunikationsgrad eine wichtige Rolle.</p>
<p>Den Anfang machen die Produzenten. Sie nutzen die Möglichkeiten des Web 2.0 in erster Linie dazu, Inhalte zu veröffentlichen. Oft gehen sie einer freischaffenden Tätigkeit nach und sehen das Internet als Plattform ihre Werke zu verbreiten. Der Community- und Kommunikationsaspekt steht dabei im Hintergrund. Den Selbstdarstellern liegt in erster Linie die Präsentation der eigenen Person am Herzen. Beispiele dafür sind Blogger oder MySpace-Nutzer. Eine weitere Gruppe bilden die spezifisch Interessierten, die einem ganz bestimmten Interesse oder Hobby nachgehen oder Gleichgesinnte treffen. Für die Netzwerker steht die Kommunikation im Vordergrund. Der Austausch mit Anderen ist für sie von großer Bedeutung. Beispiele dafür sind Social Networking Plattformen oder Foto- und Videocommunities wie Flickr oder YouTube.</p>
<p>Die Schnittmenge der ersten vier Typen bilden die Profilierten. Sie nutzen die Möglichkeit der Kommunikation und Mitgestaltung in gleichem Maße. Die übrigen drei Typen gehören zur Gruppe der passiv partizipierenden Web 2.0 &#8211; Nutzer. Darunter fallen die Kommunikatoren, die kein Interesse daran haben, gestaltend tätig zu werden oder eigene Produkte zu veröffentlichen. Auch die Infosucher beschränken sich darauf, die Angebote rein betrachtend zu nutzen. Als klassisches Beispiel gehören hierzu die Wikipedia-Leser. Außerdem sind auch die Unterhaltungssucher, die sich beispielsweise Videos auf YouTube anschauen, passive Nutzer des Web 2.0.</p>
<p>Auf Grundlage einer Onlinebefragung kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich die meisten Web 2.0 &#8211; Nutzer zu den Gruppen der Kommunikatoren, Unterhaltungssucher und Infosucher zählen lassen. Dadurch wird deutlich, dass immer noch ein großer Teil der Nutzer zu den passiv Partizipierenden gehört. Anzumerken ist aber, dass es auch viele Überschneidungen zwischen den einzelnen Typen gibt und Nutzer mehreren Kategorien zugeordnet werden konnten. Gerade diese Überschneidungen werfen einige Probleme auf. Ist es wirklich möglich, Nutzer in diese Gruppen einzuteilen? Sicherlich gibt es viele Nutzer, die ihre Online-Aktivitäten in jede dieser Kategorien einordnen könnten. Auch Blogger lesen in Wikipedia-Einträge und auch Videofilmer schauen nicht nur ihre eigenen Videos auf entsprechenden Plattformen an. Gerade bei sehr aktiven Nutzern wird man Gemeinsamkeiten mit jeder Kategorie der Typologie erkennen können. An dieser Stelle der Studie gibt es sicherlich noch Forschungsbedarf.</p>
<p>                            <strong>Medien 2.0 – ohne Fernseher, Zeitung und Radio?</p>
<p></strong>Die zunehmende Nutzung von diesen Angeboten wirft die interessante Frage auf, ob dadurch neue Formen der Mediennutzung auftreten und inwiefern bereits bestehende Angebote beeinflusst werden. Als Vorteile des Internets werden bei der durchgeführten Umfrage vor allem die 24-stündige Erreichbarkeit und die hohe Kommunikationsdichte genannt. Die freie Wahl des Angebotes und die aktuellen Informationen werden als weitere Vorzüge des Mediums genannt. Das Fernsehen hingegen verliert als Informationsdienst an Boden. Vielmehr dient es häufig als Entspannungshilfe und zur Unterhaltung.</p>
<p>Die Tageszeitung genießt hingegen weiterhin einen hohen Stellenwert und wird in erster Linie für ihre vertiefenden Hintergrundinformationen geschätzt. 54% aller Web 2.0 &#8211; Nutzer lesen mindestens fünf Mal pro Woche eine Tageszeitung und verbinden damit auch eine ruhige, ritualisierte Nutzungssituation. Das Radio dient weiterhin als Begleitmedium und wird häufig auch über das Internet per Webradio gehört. Das Internetradio bietet vor allem auch viele zielgruppenspezifische Programme, die verstärkt nachgefragt werden. Auch andere Angebote wie MP3, Videos oder DVD werden immer häufiger genutzt. Die gesteigerte Nachfrage der neuen Medien heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass klassische Medien verdrängt werden. Auch, wenn das Internet als Medium und auch als Transportweg von Medien immer mehr an Bedeutung gewinnt, haben klassische Medien weiterhin inhaltliche oder situative Stärken. Leider kommt der Aspekt der Mediennutzung in der Studie etwas zu kurz. An vielen Stellen würde man gerne noch mehr erfahren und Thesen untermauert sehen. Im Großen und Ganzen ist die Studie aber ein erster Versuch, das Web 2.0 und seine Nutzer quantitativ zu erfassen und daraus entsprechende Schlüsse über Nutzertypen und Auswirkungen aufzustellen.</p>
<p>
                              <em>„Web 2.0“ Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten.<br />
                              <a href="http://www.result.de/studien/web-20-studie/uebersicht-der-studie.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grundlagenstudie</a> des Markt- und Meinungsforschungsinstituts result in Zusammenarbeit mit der Medienforschung des Südwestrundfunks.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Planlose Selbstdarsteller im Blogkosmos</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkultur-chartmann_blogstudie_070214-shtml-2918/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Feb 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzerverhalten]]></category>
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		<category><![CDATA[Meinungsbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Die meisten Blogger sind Selbstdarsteller und Weblogs haben einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung - warum trotzdem nur wenige Internetnutzer die für sie relevanten Blogs im Internet finden, untersuchten Ansgar Zerfaß und Janine Bogosyan von der Uni Leipzig in der „Blogstudie 2007“.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) Die meisten Blogger sind Selbstdarsteller und Weblogs haben einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung &#8211; warum trotzdem nur wenige Internetnutzer die für sie relevanten Blogs im Internet finden, untersuchten Ansgar Zerfaß und Janine Bogosyan von der Uni Leipzig in der „Blogstudie 2007“.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Für ihre<br />
                            <a href="http://www.blogstudie2007.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> befragten die<br />
                            <a href="http://www.communicationmanagement.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forscher</a> von der<br />
                            <a href="http://www.uni-leipzig.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universität Leipzig</a> in Kooperation mit der Suchmaschine „<br />
                            <a href="http://www.ask.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ask.com</a>“ mehr als 600 Internetsurfer zu ihrem Leben in der Blogosphäre. Das bemerkenswerteste Ergebnis: Blognutzer sind vor allem „investigative Multiplikatoren“. Sie schätzen sich als gut vernetzt ein, wollen mehr Wissen sammeln und Informationen aktiv weitergeben. Aus dieser Erkenntnis leiten die Macher der Blogstudie fünf verschiedene Typen von Blognutzern ab: Ein Viertel aller Blognutzer zählt zu den „Wissensdurstigen“. Sie gebrauchen Blogs, „um etwas zu lesen, das ich aus anderen Medien nicht erfahre“. Je ein Fünftel ist „Informationssucher“ oder „aktiver Konsument“. Sie wollen vor allem Empfehlungen und Tipps bekommen, oder Hintergründe zu aktuellen Themen erfahren. In diesen Kategorien findet sich der Großteil der Blogleser wieder. Aktive Blogger sind dagegen oft „<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/index.shtml#social_networks">Social Networker</a>“. Sie nutzen Weblogs, um sich mit anderen auszutauschen. Genau so viele passen auf den Typ „<br />
                            <a href="http://www.whudat.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbstdarsteller</a>“– ein Fünftel der Befragten bloggt, „weil ich etwas zu sagen habe und selbst gern schreibe“.</p>
<p>
                              <strong>Blogger vertrauen Fachblogs</strong>
                            </p>
<p>Die Bedeutung von Blogs für die Meinungsbildung halten die Befragten für groß: Gut die Hälfte aller Internetnutzer denkt, dass Blogs öffentliche Diskussionen beeinflussen und gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen. „Drei von vier Blognutzern sagen, dass sie in Blogs Informationen finden, die man sonst nirgendwo findet.“ Acht von zehn Befragten behaupten sogar, dass Blogger Insiderwissen an die Öffentlichkeit tragen. Ihrer Meinung nach setzen besonders Fachblogs von Experten, wie das<br />
                            <a href="http://www.lawblog.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">law blog,</a> und Journalistenblogs, wie<br />
                            <a href="http://www.sixtus.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mario Sixtus</a>, wichtige Anstöße für neue Ideen und Themen. Die Befragten bringen speziell den Expertenblogs viel Vertrauen entgegen. Nur zwei Prozent der Befragten bezeichnen Fachweblogs als unglaubwürdig. Die Blogs von Unternehmen, sogenannte<br />
                            <a href="http://www.fixing-blog.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Corporate</a><br />
                            <a href="http://www.blog-frosta.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogs</a>, müssen sich dagegen in Acht nehmen: Fast ein Drittel der Befragten glaubt, dass die Inhalte in solchen Blogs nicht wahr und korrekt sind.</p>
<p>Laut der Studie herrscht außerdem eine große Orientierungslosigkeit in der Blogosphäre, was aber mit der Kooperation mit der Suchmaschine „ask.com“ zusammenhängen kann: Den meisten Befragten scheinen Web 2.0-Werkzeuge wie die Blogsuchmaschine<br />
                            <a href="http://technorati.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Technorati</a> oder das Linktipp-Netzwerk<br />
                            <a href="http://del.icio.us/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">del.icio.us</a> nicht auszureichen, um neue Weblogs zu entdecken. 70 Prozent wünschen sich, dass die gängigen Suchmaschinen Blogs leichter finden. Bislang finden die meisten befragten User die für sie interessanten Blogs nur zufällig: Sieben von zehn Befragten entdecken über die Blogrolls bekannter Weblogs auf neue Angebote und fünf von zehn stoßen durch Hinweise von Freunden oder per Zufall auf fremde Blogs.</p>
<p>
                              <strong>Blogstudie als Wegweiser</strong>
                            </p>
<p>Die Ergebnisse der Blogstudie 2007 lassen sich nur schwer auf alle Internetnutzer in Deutschland anwenden. An der Studie nahmen meist „Heavy User“ und „Trendsetter“ teil – also Menschen, die mindestens einmal täglich im Internet surfen. Die Autoren zogen keine eigene Stichprobe, sondern luden die Internetuser zum Mitmachen ein. Ein Achtel aller Befragten konnte mit dem Begriff „Weblog“ nichts anfangen. Insgesamt schreiben 35 Prozent der Befragten ein eigenes Blog – was stark über dem Bundesdurchschnitt liegt. Nach dem<br />
                            <a href="http://www.tns-infratest.com/03_presse/Presse/20060920_TNS_Infratest_Weblog_Lifereport.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Live Report 2006</a> sind nur sieben Prozent der Internetnutzer, denen der Begriff Weblog geläufig ist, aktive Blogger.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Web Mobs: Internetnutzer machen sich bemerkbar</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/digitale-stellvertreter-im-netz/web-mobs-internetnutzer-machen-sich-bemerkbar-3102/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitale Stellvertreter im Netz]]></category>
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Millionen Internetnutzer sind täglich im Netz unterwegs. Oft zur selben Zeit und auf denselben Webseiten. Dennoch trifft man meist niemanden auf einem Streifzug durchs Netz. Mit der Software LLuna ändert sich das.
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Millionen Internetnutzer sind täglich im Netz unterwegs. Oft zur selben Zeit und auf denselben Webseiten. Dennoch trifft man meist niemanden auf einem Streifzug durchs Netz. Mit der Software LLuna ändert sich das.
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Dank Lluna werden Internetnutzer zu sichtbaren Besuchern auf Webseiten, zu so genannten Web Mobs. Sie können die Nutzer, die ihnen auf ihrem Surftrip begegnen, sehen und ansprechen. Auch auf Seiten ohne Chatraum oder Forum.
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Web Mobs sind virtuelle Präsenzen von Menschen. Sie sind auf der Webseite, die sie gerade besuchen, als Avatare (Figuren) für alle anderen anwesenden Web Mobs sichtbar. Die Avatare werden dabei im unteren Teil des Webbrowsers angezeigt. Sie können aufeinander zugehen und sich mittels Sprechblasen oder Chatfenster miteinander unterhalten.
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Jede Webseite wird dadurch zu einem virtuellen Ort an dem sich Leute treffen, die alle am Inhalt der Seite interessiert sind. Eben dies war auch die Vision des LLuna-Entwicklers Dr. Heiner Wolf. Er geht davon aus, „dass Menschen, die ein gemeinsames Interesse haben, auch manchmal miteinander sprechen wollen“. Und im Internet zeigt sich dieses Interesse eben am Inhalt der Webseite, die der Nutzer gerade betrachtet.
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Der erste Aufenthalt als Web Mob im Netz ist allerdings doch etwas ungewohnt. Plötzlich stolpert jemand auf die gleiche Webseite, auf der man sich eben befindet, und schon können wir uns sehen. Die Entwickler versprechen aber, dass kein anderer Web Mob verfolgen kann, von welcher Seite man kommt oder wohin man geht. Die Privatsphäre soll zudem durch Ausschlusslisten gewahrt werden, in die man Nutzer, URLs oder Chaträume eintragen kann.
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Eigentlich soll das System der virtuellen Präsenz lediglich das Verhalten der Menschen in der realen Welt auf den virtuellen Raum des Internets übertragen: Täglich treffen wir eine Vielzahl an Menschen. Die meisten beachten wir gar nicht, doch manchmal kommen wir ins Gespräch, weil wir zur selben Zeit am selben Ort sind und ein gemeinsames Interesse verfolgen. Also warum nicht auch mal jemanden online nach dem Weg fragen? Oder seine Freunde beim morgendlichen Lesen der Online-Zeitung treffen?
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Auch die politische Kommunikation im Netz könnte sich durch Web Mobs verändern. Als „nächste Generation“ der sozialen Software unterstützt LLuna die Interaktion und Zusammenarbeit von Webnutzern. Die Web Mobs können zusammen selbst organisiert soziale Netzwerke aufbauen. Online-Demonstrationen &#8211; bisher durch die Lahmlegung von Seiten durch übermäßig viele Aufrufe gekennzeichnet &#8211; könnten so künftig den Demonstrationen in der realen Welt immer ähnlicher werden. Dr. Heiner Wolf stellt sich unter einer „Web Mobs-Demo viele Leute auf einer Seite (vor), die ein gemeinsames Anliegen haben und ihren politischen Willen visuell ausdrücken“. Dazu könnten sie Transparente benutzen und Reden halten wie im wirklichen Leben. Trotzdem wird das Hausrecht der Webseitenbetreiber gewahrt. Sie behalten ein Mitspracherecht, so dass Hetzkampagnen auf der eigenen Seite unterbunden werden können.
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Denkbar wäre auch, dass Parteien zukünftig ihre potentiellen Wähler mit Hilfe eines „Partei-Web-Mobs“ begrüßen, der ihnen das Programm für die nächste Wahl näher bringt. Da die Web Mobs Technik auf dem offenen Instant Messaging Protokoll Jabber basiert und unter der Open Source Lizenz angeboten wird, kann sie nämlich auch als Programmierplattform verwendet werden. Online-Shops könnten beispielsweise davon profitieren und Berater als Web Mobs ins Netz schicken, die ihre Besucher empfangen und während dem Einkauf begleiten.
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Web Mobs bringen sowohl als soziale Software als auch als neue Web-Technologie die Transformation des Internets mit dem Ziel Web 2.0 voran. Das Web 2.0-Modell beschreibt das Internet als eine Plattform, die durch Interaktivität und soziale Netzwerke gekennzeichnet und nicht mehr nur eine Ansammlung von Webseiten ist. Web Mobs interagieren dabei über die Grenzen von Webseiten hinaus, ohne dass der Nutzer – wie es bei den bisherigen Communities nötig ist – ein Profil oder persönliches Netzwerk vorstrecken muss.
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Um ein Web Mob zu werden muss der Internetnutzer lediglich die freie Software LLuna (<br />
<a href="http://www.webmobs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.webmobs.de</a>) besitzen und sich mit Hilfe des leider noch nicht sehr benutzerfreundlichen Einstellungsdialogs bei einem von tausenden öffentlichen Servern anmelden. Die Web Mobs werden nicht zentral verwaltet. Deshalb ist es auch schwer, einen Überblick darüber zu haben, wie viele Web Mobs zurzeit schon im Netz unterwegs sind. Dr. Wolf schätzt, dass es einige hundert permanente User gibt.
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Diese verteilen sich allerdings über Millionen Webseiten, so dass man bisher eher selten auf Special Interest Seiten einen anderen Web Mob mit dem gleichen Interesse trifft. Trotzdem gab es schon Web Mobs, die bei eBay die ersteigerten Artikel anderer Web Mobs begutachtet oder anderen Nutzern den Weg zum Livestream von GIGA gezeigt haben. Die Web Mobs Technik erlaubt es auch, auf Internetseiten für die anderen sichtbar zu zeichnen (Whiteboard) oder einen anderen Web Mob auf dem eigenen Surftrip mitzunehmen (Cobrowsing). Anstrengend kann es werden, sollten mal zu viele Web Mobs auf einer Seite auftauchen. In dem Fall kann man die anderen Web Mobs auch minimieren. Oder mit Hilfe der Ausschlussliste einzelne nervende oder mobbende Web Mobs „wegfiltern“. Allerdings brauchen sich diese Nutzer lediglich ein neues Konto zuzulegen, um der Verbannung zu entkommen. Wer im Internet dann doch mal wieder ganz alleine sein möchte, der kann LLuna aber auch einfach abschalten.
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