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	<title>Internetverbindung &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Internetverbindung &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Aufbruch im Netz</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Bilder aus Afrika, die uns in den Nachrichten regelmäßig gezeigt werden, 
lassen kaum glauben, dass sich auch dieser Kontinent aufgemacht hat, den Cyberspace 
zu erobern. Das Beispiel Mercy Wambuis zeigt, dass diese Eroberung schon weiter 
fortgeschritten ist, als viele denken. Die Kenianerin arbeitet für die <a href="http://www.uneca.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UNECA</a> 
(United Nations Economic Commission for Africa) und engagiert sich besonders für 
die Integration afrikanischer Frauen in die Netzgesellschaft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bilder aus Afrika, die uns in den Nachrichten regelmäßig gezeigt werden,<br />
lassen kaum glauben, dass sich auch dieser Kontinent aufgemacht hat, den Cyberspace<br />
zu erobern. Das Beispiel Mercy Wambuis zeigt, dass diese Eroberung schon weiter<br />
fortgeschritten ist, als viele denken. Die Kenianerin arbeitet für die <a href="http://www.uneca.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UNECA</a><br />
(United Nations Economic Commission for Africa) und engagiert sich besonders für<br />
die Integration afrikanischer Frauen in die Netzgesellschaft.<!--break--></p>
<p>
Afrika hat in den letzten Jahren trotz der eher ernüchternden politischen und<br />
wirtschaftlichen Entwicklung Fortschritte auf dem Gebiet der Internet-Anbindung<br />
gemacht. Waren 1996 erst 11 Länder an das Netz angeschlossen, so haben heute<br />
alle Staaten eine permanente Verbindung. Auch die Zahl der ständig angeschlossenen<br />
Computer ist steil angestiegen, von 1999 bis 2000 allein um 20-25%.
</p>
<p>
Dass das digitale Nord-Süd-Gefälle trotzdem noch lange nicht überwunden ist,<br />
zeigt ein relativierender Blick auf diese Zahlen: Während in Europa ca. 41%<br />
der Bevölkerung online gehen, sind es <a href="http://www.nua.ie/surveys/how_many_online/africa.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in<br />
Afrika nur etwa 0,5%</a>. Die Zahl der permanent verbundenen Computer entspricht<br />
trotz der starken Zunahme immer noch etwa dem Niveau eines kleinen Landes wie<br />
Lettland. Zudem hat sich das Wachstum der Internetzugänge vor allem auf die<br />
Hauptstädte konzentriert, weite Landesteile sind in der Regel von der Entwicklung<br />
ausgeschlossen.
</p>
<p>
Zum Teil lassen sich die Diskrepanzen zwischen der Nord- und Südhalbkugel auf<br />
die großen Kostenunterschiede zurückführen: Für 1 Stunde im Internet müssen<br />
Afrikaner im Durchschnitt umgerechnet <a href="http://demiurge.wn.apc.org/africa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">etwa<br />
7,50 DM</a> bezahlen. Zum Vergleich: In Deutschland zahlen Surfer nur noch selten<br />
mehr als 2 DM für die Stunde. Angesichts der verbreiteten Armut in Afrika wundert<br />
es nur wenig, dass diese Summe für die meisten eine unüberwindliche Hürde darstellt.
</p>
<p>
Andere gravierende Probleme bereiten die vielen verschiedenen Sprachen, der<br />
verbreitete Analphabetismus und der Mangel an technischem Know-How. Mercy Wambui<br />
sieht die Möglichkeit, wenigstens einige dieser Probleme zu lösen und fordert<br />
die Entwicklung nationaler Informations- und Kommunikationsstrukturen. Sie setzt<br />
sich dafür ein, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine gerechte<br />
und sinnvolle Nutzung der entsprechenden Technologien ermöglichen.
</p>
<p>Afrika wird bei der Implementierung dieser Technologien die Eigenheiten afrikanischer<br />
Kulturen berücksichtigen müssen. In der Vergangenheit wurde oft vorausgesetzt,<br />
dass sich westliche Werte und Interessen einfach übertragen lassen. Praktisch<br />
bedeutete dies auch, dass die Inhalte der Angebote kaum Bezug zum Alltag in<br />
afrikanischen Ländern hatten. Manche Kritiker der westlichen Dominanz befürchten<br />
zudem den Verlust kultureller Identitäten und die Entstehung einer kommerzialisierten<br />
Allerweltskultur. </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Gleichberechtigung im Internet</b>
</p>
<p>
Ein anderes Problem des afrikanischen Internetaufbruchs bewegt Mercy Wambui<br />
besonders: In Afrika sind Frauen bisher im Zugang zu den neuen Technologien<br />
stark unterrepräsentiert und profitieren kaum von der Entwicklung. Zu geringe<br />
finanzielle Mittel und eine ungenügende Ausbildung gehören auch hier zu den<br />
Hauptursachen für die Benachteiligung. Dazu kommen die immer noch weit verbreiteten<br />
Vorurteile einer von Männern dominierten Gesellschaft, die Frauen ein technisches<br />
Verständnis generell abspricht.
</p>
<p>
Dieser Zustand soll sich ändern. Neben der UNECA gehört vor allem die <a href="http://www.apc.org/english/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">APC</a><br />
(Association of Progressive Communication) zu den Organisationen, die sich hier<br />
besonders engagieren. Ihr <a href="http://www.apc.org/english/about/apcafrica/apcwomen.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Womens-Networking-Support-Program<br />
für die Region Afrika</a> versucht, die Netz-Gleichheit der Geschlechter auf<br />
dem Kontinent durch Forschung, Informationen und Bildungsangebote zu fördern.
</p>
<p>
Das APC-Programm steht in engem Kontakt zu <a href="http://www.womenaction.org/sectionj.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WomenAction</a>,<br />
einer anderen wichtigen Organisation zur Förderung der Frauenrechte. WomenAction<br />
möchte nicht nur den Internet-Zugang weiblicher Nutzer fördern, das Netzwerk<br />
aus vielen internationalen NGOs hat es sich auch zum Ziel gesetzt, das klischeebeladene<br />
Frauenbild im Netz zu überwinden.
</p>
<p>
Berufen können sich diese Initiativen auf die <a href="http://www.undp.org/fwcw/fwcw2.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peking+5<br />
Konferenz</a>, die als ein Meilenstein für Frauen auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung<br />
und besseren Zugangsmöglichkeiten zu neuen Technologien gilt. Das von der UNO<br />
initiierte NGO-Treffen fand im Juni 2000 in New York statt und zog eine Bilanz<br />
des Erreichten seit dem ersten Treffen in <a href="http://www.un.org/esa/gopher-data/conf/fwcw/off/a--20.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peking<br />
1995</a>. Dort war eine <a href="http://www.un.org/womenwatch/daw/beijing/platform/declar.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grundsatzerklärung</a>
</p>
<p>
Dank solcher Initiativen und Organisationen wie der UNECA, WomanAction oder<br />
der APC beginnen die Regierungen auf dem Kontinent langsam zu verstehen, dass<br />
die technologische mit der gesellschaftlichen Entwicklung einher gehen muss.<br />
Mercy Wambui ist in dieser Hinsicht gleich in mehrerer Hinsicht Vorbild für<br />
andere.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Neue Technologien bieten Lösungen für unsere momentanen Entwicklungsprobleme.&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[irobbers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-size: x-small">Interview mit Mercy 
Wambui</span></b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-size: x-small">Interview mit Mercy<br />
Wambui</span></b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Auf der Konferenz ‚<a href="http://www.glow-boell.de/home/content/d/about_us/konferenz/Welcome/render_top" target="_blank" rel="noopener noreferrer">feminst_spaces</a>&#8216;<br />
der Heinrich-Böll-Stiftung hat politik-digital mit Mercy Wambui, Vertreterin<br />
der <a href="http://www.uneca.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Commission for Africa</a><br />
(ECA) ein Gespräch geführt. Die ECA berät Regierungen bei der<br />
Planung und Umsetzung neuer Informations- und Kommunikationsstrukturen. Frau<br />
Wambui spricht über den Entwicklungsstand Afrikas beim Ausbau der eigenen<br />
Informationhigways und der Rolle, die die afrikanischen Frauen im Modernisierungsprozess<br />
haben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b> Für wie realistisch halten sie die Behauptung, dass Länder<br />
der Dritten Welt mit Hilfe des Internet Entwicklungsschritte überspringen<br />
könnten? Also das sogenannte &#8216;Leapfrogging&#8217;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Wir<br />
haben heute einfach nicht die Zeit, alle Phasen der Technologie-Entwicklung<br />
zu durchlaufen. <br />
Die Informations- und Kommunikationstechnologien bieten tatsächlich die<br />
Möglichkeit, einige Stufen zu überspringen. Die Finanzierung von Computern<br />
ist im Vergleich zu den Maschinen in der Phase der Industrialisierung viel preiswerter.<br />
Wir wollen moderne Computertechnik einsetzen, um so Fortschritt zu erzielen.<br />
Der Schlüssel dazu ist die Schaffung politischer Rahmenbedingungen auf<br />
nationaler Ebene, die ermöglichen, neue Technologien schnell einsetzen<br />
zu können.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Zum Beispiel war es<br />
in Kenia lange Zeit illegal, Daten per Telefon zu übertragen oder herunterladen.<br />
Nach viel Überzeugungsarbeit haben wir die Regierung 1992 aber dazu bewegen<br />
können, das Verbot aufzuheben. Wir haben ihnen gezeigt, wie hilfreich und<br />
profitabel es sein kann, sich Dokumente aus dem Netz zu laden, an die man sonst<br />
nicht herankommt oder deren Beschaffung zu lange dauert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Wie konkret kann das Internet die Entwicklung beschleunigen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui:</b> Also,<br />
das Potential ist enorm! Beispiel Telemedizin: Es besteht ein Mangel an Ärzten<br />
und Experten besonders in ländlichen Regionen, um medizinische Situationen<br />
interpretieren zu können. Daher ist es eine großartige Errungenschaft,<br />
Ärzte an verschiedenen Orten über das Internet einsetzen zu können.<br />
Diese neue Methode der Online-Diagnose ist in einigen Länder wie Westafrika,<br />
Senegal und Mali schon eingeführt worden.<br />
Auch das ‚Distant-Learning&#8217; bietet viele Möglichkeiten. Kinder, die<br />
normalerweise keinen Zugang zu Schulen haben, können über die neuen<br />
Informationstechnologien ihren Horizont erweitern und der Abgeschiedenheit entkommen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Welche Rolle spielt die Economic Commission for Africa bei der Einführung<br />
von Kommunikations- und Informationsnetzen in Afrika?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui:</b> Die<br />
Aufgabe der ECA besteht darin, mit Regierungen zusammen die Potentiale der neuen<br />
Technologien auszuschöpfen und in die Tat umzusetzen.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Es ist wichtig, dass<br />
Projekte, Rahmenbedingungen, Regelungen transparent gemacht werden, da sie zur<br />
Orientierung anderer Länder dienen. Deren Regierungen sehen dann, was möglich<br />
ist, was sich bewährt hat und werden so selbst den Aufbau einer eigenen<br />
Infrastruktur für die neuen Technologien einleiten.<br />
Das ist unsere wichtigste Aufgabe: Länder und Leute zusammenzubringen,<br />
so dass sie voneinander lernen und gesammelte Erfahrungen zu Hause umsetzen<br />
zu können.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Ruanda geht mit gutem<br />
Beispiel voran. Im Entwicklungsplan der Regierung sind die neuen Informations-<br />
und Kommunikationstechnologien in großem Umfang integriert. Es wird also<br />
in der Bildung, Landwirtschaft, im Gesundheitswesen, Handel u.s.w. genau geprüft,<br />
wie man die neuen Technologien einsetzen kann, wie sie in den Alltag integriert<br />
werden können. Der Plan ist auf der Regierungs-Homepage unter <a href="http://www.rwanda1.com/government" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.rwanda1.com/government</a><br />
zu finden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Welche Bedeutung messen sie dem Internet neben den anderen Medien<br />
zu, zum Beispiel dem Radio, Zeitungen, Fax etc.?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Wie<br />
bemühen uns um ein holistischen Ansatz, bei dem das Internet zwar eine<br />
große Rolle spielt, andere Medien aber weiterhin dort eingesetzt werden,<br />
wo sie sinnvoll sind. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b> Wie weit fortgeschritten sind denn Webauftritte und Online-Angebote<br />
von afrikanischen Regierungen und Behörden? Ist es üblich, dass Politiker<br />
auch eine Homepage haben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Nein,<br />
so weit sind wir noch nicht. Aber in genau diesem Bereich berät die ECA<br />
die Regierungen. Durch den Prozeß des Dialogs mit dem privaten Sektor<br />
und anderen Akteuren kommen wir dann zu Beschlüssen, die einer nationalen<br />
Infrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnologien den Weg<br />
bahnen. <br />
Der nigerianische Präsident hat vor kurzem einen IT-Berater ernannt. Ruandas<br />
Parlament hatte mehrere Sitzungen, um den neuen Regierungsplan zu diskutieren.<br />
In Äthiopien fand eine mehrtägige Konferenz zum Thema &quot;Äthiopien<br />
im Informationszeitalter&quot; statt. Diese Beispiele zeigen, dass sich Afrika<br />
neuen Entwicklungsmöglichkeiten öffnet. Es muß aber vor allem<br />
der politische Wille vorhanden sein, um neue Projekte in Gang setzen zu können.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b> Wer hat in Afrika den Startschuß gegeben für die Einführung<br />
neuer Technologien?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Oft<br />
waren es Nichtregierungsorganisationen, wie die ECA, die auf ihren Websites<br />
viele Informationen zu den Möglichkeiten neuer Technologien angeboten haben.<br />
Dann ist der private Sektor mitaufgesprungen. Die Regierungen waren zuerst misstrauisch<br />
gegenüber den neuen Technologien, weil sie unter so großem Einfluß<br />
der NGOs und der Wirtschaft standen. <br />
Erst seit jüngster Zeit beginnen die Regierungen, sich dem Thema ernsthaft<br />
zu widmen, es zu einer Priorität zu machen, weil sie merken, dass sie sonst<br />
mit der rasanten Entwicklung nicht Schritt halten können.<br />
Hinzu kommt, dass der private Sektor Druck macht und droht, abzuwandern, in<br />
ein Land, wo eine bessere Vernetzung und günstigere Bedingungen existieren.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Leider werden aber<br />
auch voreilige Schritte unternommen. 1996 in Kenia, zum Beispiel, sah ich eines<br />
Morgens in der Zeitung die Veröffentlichung eines Gesetzentwurfs zur Kommunikations-<br />
und Informationsinfrastruktur, der aber nie zuvor im Parlament diskutiert wurde.<br />
Er wurde nur schnell herausgegeben, weil die Weltbank die Regierung drängte,<br />
den Telekommunikations-Sektor zu regeln und die Wirtschaft weiter zu liberalisieren.<br />
<br />
Ich war damit nicht einverstanden und forderte, die breite Öffentlichkeit<br />
mit einzubeziehen und eine öffentliche Debatte zu Fragen nach der Bedeutung<br />
der neuen Technologien, ihren Einsatzzwecken u.s.w. anregen. Erst jetzt beginnt<br />
die Regierung tatsächlich einzusehen, dass diese Debatte notwendig ist<br />
und dass eine geplante, regulierte IT-Entwicklung von höchster Bedeutung<br />
ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Wie steht es um die Teilhabe der Frauen an den Möglichkeiten<br />
der neuen Technologien?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Es<br />
ist eine schreckliche Situation. Es ist ganz anders als in anderen Teilen der<br />
Welt &#8211; die afrikanischen Frauen sind von vornherein ausgegrenzt, zum Beispiel<br />
in der Bildung. Es wird ihnen außerdem vermittelt, dass Technik Männersache<br />
sei und sie sich dafür nicht interessieren sollten.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Teil meiner Arbeit<br />
mit dem <a href="http://www.apc.org/english/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Women&#8217;s<br />
Networking Support Programme</a> (APC) bestand darin, zu untersuchen, wie man<br />
Frauen mehr einbeziehen kann; wie man ihnen zeigen kann, dass sie, auch ohne<br />
ein Computer-Geek oder ein Programmierer zu sein, von den neuen Technologien<br />
als normale Endnutzer profitieren können.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">So gibt es beispielsweise<br />
ein Trainingsprogramm extra für Frauen an der Cisco Academy in Äthiopien,<br />
gefördert von Cisco und der Weltbank. Den Frauen werden technische Kenntnisse<br />
vermittelt, sie werden für Themen und Möglichkeiten der neuen Technologien<br />
sensibilisiert und ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und zu verfolgen. Mit<br />
ihren neuerworbenen Kenntnissen können sie dann in ihre Heimat zurückkehren<br />
und dort entweder für einen Internet-Anbieter arbeiten oder selbst ein<br />
eBusiness gründen. Mit technischem Know-how und der richtigen Ausstattung<br />
gelangen sie so an Märkte, zu denen sie zuvor nie Zugang hatten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b> Sind die Regierungen bestrebt, Weiterbildung vor allem für<br />
Frauen zu fördern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Nein,<br />
aber wir empfehlen den Regierungen, in das <a href="http://www.uneca.org/aisi/nici/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NICI</a>,<br />
das Programm für die Entwicklung nationaler Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen,<br />
Frauen mehr miteinzubeziehen. Wir wollen sichergehen, dass Frauen und Frauenthemen<br />
in den Diskussionen Gehör finden. <br />
Die digitale Spalte klafft in Afrika besonders weit auseinander; zum einen wegen<br />
der hohen Kosten, zum anderen wegen der Sprache und des weitverbreiteten Analphabetismus.<br />
Aber wir versuchen, Lösungen zu diesen Problemen zu finden. Sogar bei Analphabetismus<br />
&#8211; da setzen wir Touch-Screen-Computer ein. Und es gibt Beispiele, wo Frauen<br />
kein Englisch kennen müssen, um mit Touch-Screens zu arbeiten. Wenn sie<br />
diese Möglichkeiten sehen, dann wirkt das motivierend. Frauen sagen nicht,<br />
‚wir sind hier und Computer da drüben&#8217;.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Wie kann ihrer Meinung nach das Internet die Emanzipation fördern?<br />
Inwiefern stellt es traditionelle Geschlechterrollen in Frage und reformiert<br />
sie?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Es<br />
ist erstaunlich! In all den Trainingsprogrammen, insbesondere von der APC, werden<br />
Frauen für die Chancen, die sich aus der Nutzung neuer Technologien ergeben,<br />
sensibilisiert. Es wird ihnen gezeigt, wie man eine Maus benutzt, dass sie ihre<br />
eigene Emailadresse haben können, dass sie mit anderen Menschen kommunizieren<br />
oder dass sie sich Informationen zum Beispiel zu Gesundheitsthemen im Netz herunterladen<br />
können. Das alles trägt enorm zur Stärkung des Selbstbewußtseins<br />
bei. <br />
Interessanterweise ist die Reaktion auf das Internet bei Frauen ist auch ganz<br />
anders bei den Männern. Letztere interessieren sich vor allem für<br />
technischen Firlefanz, Frauen hingegen sind viel pragmatischer. Ihnen ist wichtiger,<br />
wieviel Nutzen ihnen das Netz bringt und ob sie die Informationen, die sie brauchen,<br />
auch bekommen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Existiert große Frustration oder Verärgerung darüber,<br />
dass das Netz so sehr von den westlichen Ländern dominiert ist?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Ja,<br />
es ist vor allem frustrierend, wenn da Leute sind, die dein eigenes Land nicht<br />
kennen und falsche Informationen verbreiten. Natürlich ist auch die Sprache<br />
immer ein großes Hindernis.<br />
Afrika braucht eine Identität im Netz. Zum Beispiel gibt es Yahoo! Japan<br />
oder Yahoo! Frankreich. Afrika ist aber nicht dabei.<br />
Aber es gibt Versuche, sprachbasierte Portale aufzubauen. Bei den vielen verschiedenen<br />
Sprachen in Afrika, ist Verallgemeinerung allerdings kaum möglich. Kenia<br />
allein hat um die vierzig verschiedenen Sprachen, Nigeria über 200 &#8211; sie<br />
sehen wir schwierig das wird. Aber man kann die meistverbreiteten Sprachen verwenden<br />
&#8211; was auch gemacht wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Wie stellen sie sich ihre Arbeit in Zukunft vor?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Mercy Wambui: </b>Weitermachen.<br />
Wir schauen uns die Beschränkungen an und denken darüber nach, was<br />
man tun kann. Wir wollen einfach innovativ sein.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:<br />
</span></b>Vielen Dank für das Interview. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Das Gespräch mit Mercy<br />
Wambui führte Ines Robbers.</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Internet-Minister</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/der_internet_minister-639/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pbecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Olli-Pekka Heinonen]]></category>
		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">
Der finnische Internet-Minister Olli-Pekka Heinonen hat sein Volk
ins Netz gebracht.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Der finnische Internet-Minister Olli-Pekka Heinonen hat sein Volk<br />
ins Netz gebracht.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Wie der finnische Politiker Olli-Pekka Heinonen<br />
sein Volk ins Netz brachte </b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Daran, einmal Politiker oder gar Minister zu werden,<br />
hatte der 35 Jahre alte, stets ruhig wirkende, blonde<br />
Lehrer und Jurist eigentlich nie gedacht. Nun ist er es<br />
schon mehr als fünf Jahre. Und Olli-Pekka Heinonen,<br />
zuständig für Bildung und Wissenschaft hat beste<br />
Aussichten, auch nach den Wahlen am kommenden<br />
Wochenende wieder Regierungsverantwortung zu<br />
übernehmen. Umfragen zufolge ist der<br />
&quot;Internet-Minister&quot; nämlich Finnlands beliebtester<br />
Politiker. Heinonen gelang das Kunststück innerhalb<br />
kurzer Zeit, fast eine ganze Nation ins Internet zu<br />
bringen. &quot;Wir wollten nicht, daß eine neue Technik die<br />
Gesellschaft in zwei Klassen teilt&quot;, sagte der rührige<br />
Politiker im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt.<br />
Heute gehören in Finnland E-Mail-Adresse und<br />
Mobilfunknummer so selbstverständlich auf die<br />
Visitenkarte wie hierzulande Straße und Postleitzahl.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/heinonen/images/heinonen.jpg" alt="Olli-Pekka Heinonen" border="1" height="143" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Olli-Pekka Heinonen</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um die Nation Ende der 80er Jahre aus tiefer<br />
Rezession und hoher Arbeitslosigkeit herauszuführen<br />
und in eine hochtechnisierte Industrie-Gesellschaft zu<br />
verwandeln, machte das Land mit seinen 4,5 Millionen<br />
Einwohnern enorme Geldmittel locker. &quot;Allein seit 1996<br />
investierte die Regierung rund 80 Millionen Mark in den<br />
Aufbau von Netzwerken und Internet-Zugängen.&quot; Die<br />
Regionen legten noch einmal die gleiche Summe<br />
obendrauf und tragen auch die Folgekosten. &quot;Das ist<br />
eine Menge Geld für unser kleines Land.&quot; Während<br />
Industrienationen wie Deutschland ihre Aufwendungen<br />
für Forschung und Entwicklung zurückschraubten,<br />
investiert Finnland knapp drei Prozent vom<br />
Bruttosozialprodukt (Deutschland 2,3 Prozent). &quot;Wir<br />
bieten jedem Bürger ein Joint Venture für seine<br />
berufliche Zukunft an. Der Umgang mit dem PC ist<br />
genauso wichtig wie das Lesen und Schreiben.&quot; Das<br />
ehrgeizige Programm läuft jetzt seit knapp drei Jahren,<br />
und 90 Prozent der 4000 finnischen Schulen sind<br />
schon vernetzt. Der Computer-Unterricht beginnt<br />
bereits in der ersten Klasse. &quot;Um die Schüler für die<br />
neue Technik zu begeistern, mußten wir zunächst die<br />
Lehrer animieren, &#8216;alte Inhalte&#8217; mit modernen<br />
Hilfsmitteln zu vermitteln&quot;, sagt der Minister mit eigener<br />
Lehrerfahrung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><i>&quot;Um mehr in der Nähe meiner Frau und unserer<br />
beiden Kinder sein zu können, arbeite ich<br />
montags als Telejobber vom heimischen PC aus.&quot;</i><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Heute sind Finnlands Lehrer &quot;Moderatoren des<br />
technischen Fortschritts&quot;. Für die Pädagogen in den<br />
zumeist kleinen Schulen ist es nämlich ungeheuer<br />
hilfreich, sich Unterrichtsmaterial übers Netz besorgen<br />
zu können. Die Zwergschulen im dünnbesiedelten<br />
Norden des Landes sind mit ihren fünf bis sechs<br />
Schülern nicht vom technischen Fortschritt<br />
abgekoppelt. Über Video-Konferenzsysteme werden sie<br />
in einem Projekt von Helsinki aus recht erfolgreich<br />
unterrichtet. &quot;Über solche Systeme können wir selbst<br />
auf den kleinen Inseln im Süden Wahlmöglichkeiten<br />
beim Fremdsprachenunterricht anbieten&quot;, sagt<br />
Finnlands Bildungsminister Heinonen, für den das<br />
Internet nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern ein<br />
Kultur- und Bildungsmittel ist. &quot;Als kleines Land haben<br />
wir im globalen Wettbewerb nämlich nur eine Chance,<br />
wenn unsere Bevölkerung sprachlich und technologisch<br />
hochqualifiziert ist.&quot; In der Telekommunikation<br />
beispielsweise nimmt Finnland vor USA, Japan und den<br />
anderen industrialisierten Nationen schon eine<br />
Spitzenstellung ein. Da es in jeder Klasse Schüler gibt,<br />
die besonders talentiert mit Computern umgehen,<br />
machte man sie zu &quot;Co-Teachern&quot;. &quot;Das erwies sich<br />
als ein sehr praktikables Mittel adäquater<br />
Wissensvermittlung.&quot; Nach Schulschluß laden die<br />
Schüler Lehrer und Eltern in ihre Schulen ein, um ihnen<br />
den Umgang mit Internet und Computer zu zeigen. &quot;Ein<br />
großartiger Erfolg&quot;, freut sich &quot;Internet-Minister&quot;<br />
Heinonen. &quot;Es bildeten sich lokale, von Eltern oder<br />
Lehrern betreute Clubs und Vereine, die die<br />
Bildungsarbeit eigenständig fortsetzen.&quot; Das frühzeitige<br />
Heranführen an die digitale Technik zahlt sich aus. In<br />
den allgemeinbildenden Schulen wurde die<br />
Stundenzahl naturwissenschaftlicher Fächer erhöht.<br />
Die Studentenzahlen in diesen Fachbereichen<br />
verdoppelte sich. &quot;Deshalb schichten wir<br />
Haushaltsmittel um und richten jetzt eine neue<br />
Universität und mehrere polytechnische Hochschulen<br />
ein, die Inhalte vermitteln, die für eine Karriere in der<br />
High-Tech-Industrie notwendig sind. So finanzierten<br />
Staat und Industrie erst kürzlich den ersten Lehrstuhl<br />
für den elektronischen Handel (E-Commerce).<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Obwohl er zugibt, nicht viel von den Hintergründen der<br />
Computer-Technik zu verstehen, ist Finnlands<br />
Bildungsminister doch der größte Werbeträger für neue<br />
Technologien. &quot;Um mehr in der Nähe von meiner Frau<br />
und den beiden Kindern sein zu können, arbeite ich<br />
montags als Telejobber von zu Hause aus über meinen<br />
vernetzten PC. Um ein neues Medium einzuführen und<br />
dem Vorurteil zu begegnen, man müßte leibhaftig im<br />
Büro anwesend sein, um zu arbeiten, halte ich auch<br />
viele Parlamentsreden über ein<br />
Video-Konferenzsystem.&quot; Für Redner des Deutschen<br />
Bundestages ein geradezu revolutionärer Gedanke.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Championsleague und Kreisklasse&#8230;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/multimediapolitk/zwischen_championsleague_und_kreisklasse-712/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffen Wenzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimediapolitk]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>... irgendwo dort wird wohl
die Wahrheit liegen, versucht man den Weg Deutschlands in die
Informationsgesellschaft zu beschreiben. Während
Bundeswirtschaftsminister Müller behauptet, dass Deutschland bereit für
die Spitzenliga ist, sieht das die Opposition ganz anders.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#8230; irgendwo dort wird wohl<br />
die Wahrheit liegen, versucht man den Weg Deutschlands in die<br />
Informationsgesellschaft zu beschreiben. Während<br />
Bundeswirtschaftsminister Müller behauptet, dass Deutschland bereit für<br />
die Spitzenliga ist, sieht das die Opposition ganz anders.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als &quot;schockierend&quot; bezeichnete<br />
der medienpolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Daniel<br />
Walther, die Aussagen des Bundesministers für Wirtschaft und<br />
Technologie, Müller, hinsichtlich der Internet-Verbreitung in<br />
Deutschland. Müller wolle die Anzahl der Internet-Anschlüsse in der<br />
Bevölkerung bis 2005 auf lediglich 40 Prozent steigern. &quot;Das ist ein<br />
medienpolitisches Armutszeugnis für diese Bundesregierung. Die<br />
Internet-Verbreitung liegt in Staaten wie den USA und Finnland aber<br />
schon heute auf diesem Niveau. Damit läßt der Minister kein Interesse<br />
erkennen, innerhalb kürzester Zeit diesen eklatanten Vorsprung anderer<br />
Länder aufzuholen&quot;, so Walther. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bereits im Aktionsprogramm der<br />
Bundesregierung zu &quot;Innovation und Arbeitsplätze in der<br />
Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts&quot; vom September 1999 habe<br />
die Bundesregierung ihre Ziele zu niedrig gesteckt. Danach sei die <a href="http://www.bmwi.de/news/10954.html#1">&quot;Vision der Bundesregierung&quot;</a>,<br />
Deutschland in der Informationswirtschaft lediglich &quot;in eine<br />
europaweite Spitzenposition zu bringen&quot;. &quot;Nach den Zahlen der<br />
ARD/ZDF-Offline-Studie 1999 sind es für 52 Prozent der Befragten ab 14<br />
Jahren aber die Online-Kosten, die schlicht zu hoch sind und von den<br />
Online-Nutzern sind nur zwei Prozent bereit, monatlich mehr als 50 Mark<br />
für die Internet-Nutzung auszugeben. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Wie in den USA, Schweden oder Österreich müßten auch auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt<br />
deshalb möglichst bald Monatspauschalen für den <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/forschung/taktlos.shtml">ungetakteten<br />
Internet-Zugang</a> (Flatrates) von deutlich unter 100 Mark angeboten werden.<br />
Die marktbeherrschende Position der Telekom AG im Telefonnahbereich verhindere<br />
bisher solche Angebote, die die Internet-Verbreitung und -Nutzung jedoch schlagartig<br />
erhöhen könnten meint Walther.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Hans-Joachim Otto, der kultur-<br />
und medienpolitischer Sprecher der F.D.P.-Bundestagsfraktion sieht die<br />
Problematik nicht nur bei den zu hohen Einstiegsbarrieren, sondern auch<br />
darin, dass Deutschland mit der jetzigen Politik Gefahr läuft ein<br />
&quot;Jobwunder zu verschlafen&quot;. Denn &quot;weltweit&quot; so Otto weiter &quot;ist die<br />
Medien- und Informationswirtschaft der am schnellsten wachsende Bereich<br />
und allein in Deutschland sind es bald 2 Millionen Menschen, die in<br />
diesem Bereich ihre Arbeit finden.&quot; Doch das Problem besteht<br />
anscheinend in dem hohen Regulierungsbedarf, dass der F.D.P.-Experte<br />
als anachronistisch bezeichnet, da kein freier Wettbewerb herrscht und<br />
gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit &quot;protektionistischen<br />
Schutzräumen alimentiert wird&quot;. Damit hält diese Bundesregierung laut<br />
Otto an einer Medienordnung fest, &quot;die von der Tatsache unbeleckt ist,<br />
dass die klassischen und die elektronischen Medien im Zuge der<br />
Konvergenz weltweit zusammenwachsen&quot;. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch die Bundesregierung sieht<br />
dieser Kritik relativ gelassen entgegen, zeigte sich die letzte<br />
Regierung auch nicht gerade als Förderer bzw. Initiator der<br />
Informationsgesellschaft. Eher realistisch sind deswegen die<br />
Zielmarken, die man sich in dem Aktionspapier gesetzt hat:<br />
</p>
<li>Steigerung des Anteils der Internetabonnenten an der Gesamtbevölkerung von derzeit 9% auf 40% im Jahr 2005 </li>
<li>Ausstattung aller Schulen, beruflichen Ausbildungsstätten,<br />
Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung mit PCs und<br />
Internetanschlüssen bis zum Jahr 2001 </li>
<li>Verdoppelung der Zahl der Multimedia-Unternehmen von heute rd. 1.500 Firmen bis zum Jahr 2001.
<p>
Ob das ausreicht, werden auch die zahlreichen Initiativen beweisen<br />
müssen, die u.a. vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützt werden,<br />
so z.B. die <a href="http://www.initiatived21.de%22/">Initiative &quot;D 21&quot;</a>,<br />
ein Zusammenschluss führender Unternehmen und<br />
Unternehmerpersönlichkeiten aller Branchen in Deutschland. Ihr Ziel ist<br />
es, gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Gesellschaft optimale<br />
Rahmenbedingungen für den Wandel in das digitale Jahrhundert zu<br />
schaffen. Erste Ergebnisse werden von seiten des Ministeriums Mitte<br />
2000 erwartet. Dann wird man sehen, ob die Massnahmen wirklich<br />
gefruchtet haben.
</p>
<p>
Trotz dieser partiellen Kooperationen zwischen Unternehmen und der Regierung sind viele &quot;start-ups&quot; nicht gerade<br />
begeistert von den politischen Rahmenbedingungen mit denen sie sich bei der Gründung eines innovativen<br />
Unternehmens auseinandersetzen müssen. Bereits Anfang 1999 zeigten sich viele Experten in Deutschland<br />
enttäuscht von den Multimedia-Plänen der Schröder-Regierung (<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/test/weihnachten/">politik-digital berichtete</a>).<br />
Dennoch werden es aber gerade diese Unternehmen sein, die von seiten der verantwortlichen Politiker genannt<br />
werden, wenn sie von einer &quot;innovationsfreundlichen Politik&quot; sprechen.<br />
Bis diese Früchte geerntet werden können &#8211; und da sind sich ausnahmsweise alle Beteiligten einig &#8211; gibt es noch<br />
eine Menge zu tun.
</p>
</li>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Großhandelsflatrate beschlossene Sache &#8211; Schwere Schlappe für die Telekom</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/grosshandelsflatrate_beschlossene_sache_schwere_schlappe_fuer_die_telekom-915/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/grosshandelsflatrate_beschlossene_sache_schwere_schlappe_fuer_die_telekom-915/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mbornkessel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/grosshandelsflatrate_beschlossene_sache_schwere_schlappe_fuer_die_telekom-915/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ron Sommers schlimmste
Befürchtungen werden Realität, spätestens ab Februar 2001 muss der
Ex-Monopolist seinen Konkurrenten die hartnäckig verweigerte
Großhandelsflatrate anbieten.<!-- Auch die bisher gültigen zeitabhängigen Verbindungspreise (Unterteilung in Haupt- und Nebenzeit) werden von der Regulierungsbehörde kassiert.-->
Nach dem 15. Dezember können andere Internet-Provider die Leitungen der
Telekom ganztägig ab 1,5 Pfennige die Minute nutzen. Eine bislang
geltende - und besonders für Telekom-Tochter T-Online günstige - <a href="http://www.ftd.de/tm/tk/FTDVT8BZLFC.html?nv=rs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mengenrabatt-Regelung</a> wurde ebenfalls untersagt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ron Sommers schlimmste<br />
Befürchtungen werden Realität, spätestens ab Februar 2001 muss der<br />
Ex-Monopolist seinen Konkurrenten die hartnäckig verweigerte<br />
Großhandelsflatrate anbieten.<!-- Auch die bisher gültigen zeitabhängigen Verbindungspreise (Unterteilung in Haupt- und Nebenzeit) werden von der Regulierungsbehörde kassiert.--><br />
Nach dem 15. Dezember können andere Internet-Provider die Leitungen der<br />
Telekom ganztägig ab 1,5 Pfennige die Minute nutzen. Eine bislang<br />
geltende &#8211; und besonders für Telekom-Tochter T-Online günstige &#8211; <a href="http://www.ftd.de/tm/tk/FTDVT8BZLFC.html?nv=rs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mengenrabatt-Regelung</a> wurde ebenfalls untersagt.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Entscheidung, die Telekom-Chef <a href="http://www.telekom.de/untern/inv_relations/kurzprofil/manage/management.htm#sommer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ron Sommer</a><br />
als &quot;krassen Fehler&quot; bezeichnete, sorgt für neue Bewegung auf dem ins<br />
Trudeln geratenen Flatrate-Markt. Nachdem in den letzen Monaten bereits<br />
zahlreiche Telekom-Mitbewerber aufgrund des bisherig gültigen<br />
Abrechnungsmodells die Segel streichen mussten &#8211; <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/econsumer/flatrate2.shtml">politik-digital berichtete</a> &#8211; kann die Konkurrenz nun wieder härter am Wind segeln.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Deutsche Telekom AG (DT AG)<br />
sprach von einer klaren Fehlentscheidung und will eventuell gegen die<br />
Anordnung klagen. Sie befürchtet ernsthafte Probleme für das<br />
Telefonnetz. Schon jetzt gebe es, insbesondere in den Abendstunden,<br />
regional massive Probleme, eine freie Leitung zu erwischen. Durch den<br />
zu erwartenden zusätzlichen Internet-Verkehr könne es in dem<br />
schmalbandigen Telefonetz zu kritischen Engpässen kommen, so ein<br />
Sprecher des Ex-Monopolisten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Regulierungsbehörde folgte in<br />
ihrer Entscheidung aber nicht den Telekom-Ängsten vor einem<br />
hoffnungslos überlasteten Telefonnetz, sondern entschied aufgrund von<br />
Wettbewerbsgründen und Verbraucherinteressen. Das jüngste<br />
Flatrate-Sterben zeige, dass das bisherige Abrechnungsystem nicht<br />
funktioniere und lediglich der Telekom zu Gute komme, so<br />
RegTP-Präsident <a href="http://www.regtp.de/behoerde/start/in_01-01-01-00-00_m/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klaus-Dieter Scheurle</a>.<br />
Da es hier um einen der &quot;aussichtsreichen Wachstumsbereiche der<br />
Telekommunikation&quot; gehe, will die Regulierungsbehörde durch ihr<br />
Vorgehen die solide Basis für die weitere &quot;wirtschaftliche,<br />
beschäftigungspolitische und verbraucherfreundliche Entwicklung des<br />
deutschen Internetmarktes&quot; legen, so Scheurle weiter. Im übrigen müsse<br />
die Telekom für einen wirtschaftlich sinnvollen Ausbau des<br />
schmalbandigen Netzes sorgen solange der breitbandige Zugriff per<br />
Digital Subscriber Line (<a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/Telekom/Misc/TK_Abk.html#DSL" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DSL</a>)<br />
noch nicht flächendeckend gewährleistet sei. Konkrete Preisvorgaben<br />
machte die Regulierungsbehörde aber nicht, der Deutschen Telekom AG<br />
bleibe so genügend &quot;Freiraum zur Gestaltung der Konditionen einer<br />
Flatrate&quot;. Der &quot;unternehmerische Spielraum&quot; des Unternehmens würde<br />
entgegen deren Befürchtungen nicht eingeengt werden, begründet Scheurle<br />
diese Vorgehensweise in seiner <a href="http://www.regtp.de/aktuelles/00283/01/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rede</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Telekom-Konkurrenz zeigt sich erfreut</b><br />
Zwar knallten beim Haupt-Wettbewerber America Online (AOL) noch keine Sektkorken, doch Sprecher Jens Nordlohne betonte in einem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/telekommunikation/0,1518,102985,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gespräch mit Spiegel Online</a>,<br />
dass die Großhandelsflatrate ein &quot;Schritt in die richtige Richtung&quot;<br />
sei. Nur so könne man &#8211; ähnlich wie bereits in Großbritannien &#8211; dem<br />
Kunden eine Flatrate unter der von der Politik geforderten magischen<br />
50,&#8211; Mark-Grenze anbieten. Zugleich bot er der Telekom an, bei<br />
Problemen mit Leitungsenpässen oder Investitionskosten gemeinsam eine<br />
Lösung zu finden und sich nicht mehr &quot;gegenseitig vors Schienbein&quot; zu<br />
treten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Politik und Wirtschaft begrüßen Entscheidung &#8211; 400.000 neue Arbeitsplätze?</b><br />
Vertreter aus Politik und Wirtschaft begrüßten die RegTP-Entscheidung einhellig. Staatsminister <a href="http://www.bundesregierung.de/dokumente/Pressemitteilung/ix_24215.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hans Martin Bury</a><br />
sprach dabei von einem &quot;wichtigen Schritt in Richtung<br />
Informationsgesellschaft&quot; und kündigte zugleich an, die Bundesregierung<br />
werde &quot;mit gutem Beispiel vorangehen und internetfähige<br />
Dienstleistungen in den nächsten Jahren online bereit stellen&quot;. Auch<br />
die Opposition findet Worte der Zustimmung. Die CDU/CSU-Fraktion im<br />
Bundestag betont in einer <a href="http://www.cducsu.bundestag.de/texte/muell32i.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemitteilung</a>,<br />
die bisherige Preispolitik der Telekom sei eine &quot;ausschließlich<br />
strategische Preisfestsetzung&quot; gewesen, durch welche man die<br />
&quot;Wettbewerber vom Internet-Markt fernzuhalten&quot; versucht habe. Der<br />
Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) rechnet mit einem &quot;weiteren<br />
Auftrieb&quot; welcher der elektronische Handel durch den Pauschalpreis<br />
erfahren werde und außerdem mit deutlich günstigeren Online-Gebühren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Experten erwarten nun ein <a href="http://www.ftd.de/tm/eb/FTDBRATENFC.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">massives Wachstum</a><br />
des bundesrepublikanischen eCommerce bis 2005 und sprechen in diesem<br />
Zusammenhang von bis zu 400.000 neuen Arbeitsplätzen. Paul Welfens von<br />
der Universität Potsdam bemerkt in einem <a href="http://www.net-business.de/politik/news.html?id=974560060.1&amp;ssid=ba44641d4bc05a54a0a7ffbd209735" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit Net-Business</a>,<br />
dass die Halbierung der Internetkosten auf 40 Mark innerhalb der<br />
nächsten drei bis vier Jahren zwischen 300.000 und 400.000 neue<br />
Arbeitsplätze nach Deutschland bringen könne.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>RegTP will DSL-Angebot überprüfen</b><br />
Damit aber nicht genug der schlechten Nachrichten für das Team Telekom. In einem <a href="http://www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/wirtschaft/.html/18artik07.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit der Berliner Zeitung</a><br />
kündigt Chefregulierer Scheurle eine Entscheidung hinsichtlich des<br />
immer stärker in den Mittelpunkt rückenden Internet-Zugangs per DSL an.<br />
Es lägen zwei Anträge von Telekom-Mitbewerber vor, die nicht mehr &#8211; wie<br />
bislang üblich &#8211; die kompletten Teilnehmeranschlüsse mieten, sondern<br />
nur noch ein gewisses Frequenspektrum für den DSL-Zugang kaufen wollen.<br />
Dadurch könnte man Telefonkunde bei der Telekom bleiben, seinen<br />
DSL-Anschluss aber von einem Mitbewerber zur Verfügung stellen lassen.<br />
Eine <a href="http://www.europa.eu.int/eur-lex/de/lif/dat/2000/de_300X0417.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Verordnung</a> sehe dies ab 1. Januar 2001 vor, so dass ein Eingreifen der Regulierungsbehörde ohnehin unumgänglich sei.<br />
</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Geplatzte &#034;always online&#034;-Träume</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/geplatzte_always_online_traeume-918/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mbornkessel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Poweruser]]></category>
		<category><![CDATA[Provider]]></category>
		<category><![CDATA[Surf1]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/geplatzte_always_online_traeume-918/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Katerstimmung beim deutschen
Flatrate-Pionier. Surf1 ist pleite! Andere Anbieter stellen ihr Angebot
zwangsweise ein, erlassen einen Anmeldestopp oder kündigen unliebsamen
Dauersurfern. Endet die Flatrate-Zukunft bevor sie richtig beginnen
konnte?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Katerstimmung beim deutschen<br />
Flatrate-Pionier. Surf1 ist pleite! Andere Anbieter stellen ihr Angebot<br />
zwangsweise ein, erlassen einen Anmeldestopp oder kündigen unliebsamen<br />
Dauersurfern. Endet die Flatrate-Zukunft bevor sie richtig beginnen<br />
konnte?</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Noch am 28. August versprach das<br />
Bitburger Unternehmen seinen Kunden im 4. Quartal 2000 eine<br />
&quot;interaktive Flatrate für nur 19 Euro monatlich&quot; anzubieten. Leider<br />
zeige es sich, dass das bisherige Konzept &#8211; für 139 Mark unbegrenzt<br />
surfen &#8211; doch nicht finanzierbar sei, wie Surf1 Geschäftsführer Nylis<br />
G. Renschler <a href="http://www0.surf1.de/default.asp?lang=de&amp;m=5&amp;i=5">gestehen musste</a>.<br />
Bereits zu diesem Zeitpunkt geisterten die ersten Gerüchte über den<br />
bevorstehenden Konkurs des ersten deutschen Flatrate-Anbieters durch<br />
diverse Foren, bevor schließlich am 31. August die Eröffnung des<br />
Insolvenzverfahrens offiziell beantragt wurde. Mittlerweile wurden alle<br />
Zugangsmöglichkeiten gesperrt. Fraglich bleibt, ob die Surf1-Kunden das<br />
für ein Jahr im voraus zu zahlende Nutzungsentgelt überhaupt zurück<br />
bekommen werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Surf1 ist nur ein Beispiel für<br />
fehlgeschlagene Kalkulationen und einer gehörigen Portion Blauäugigkeit<br />
mancher Provider. Auch andere Flatrate-Anbieter geraten mehr und mehr<br />
unter Finanzierungsdruck. Schuld an der ganzen Misere seien, so<br />
einhelliger Tenor der betroffenen Unternehmen, die sogenannten<br />
&quot;Poweruser&quot;. Diese seien zum Teil 24 Stunden am Tag online und<br />
blockieren dadurch nicht nur die Einwahlports, sondern würden dadurch<br />
auch die gesamte Kalkulation der Flatrate-Anbieter über den Haufen<br />
schmeißen.<br />
<br />
Insbesondere die Firma Sonnet hatte in letzter Zeit große<br />
Zugangsprobleme. Verärgerte Nutzer äußern in Diskussionsforen die<br />
Vermutung, diese Probleme seien absichtlich herbeigeführt um die Kosten<br />
zu senken. Mittlerweile sind die technischen Schwierigkeiten nach<br />
Angaben von Sonnet zwar behoben, doch trennt sich das Unternehmen nun<br />
von den &quot;Powerusern&quot; und <a href="http://www.sonnet.de/news.html">kündigt die Verträge</a>.<br />
<br />
Da mit dem griffigen Slogan &quot;<i>Für sagenhafte 79,- DM (Festpreis) im Monat kannst du mit Sonne surfen ohne Limit</i>&quot;<br />
geworben wurde und &#8211; obwohl momentan auch bei Sonnet keine Neuanmeldung<br />
möglich ist &#8211; immer noch wird, regt sich dagegen heftiger <a href="http://www.telepolis.de/newsticker/forum/go.shtml?list=1&amp;g=20000904pmo002">Widerstand</a><br />
der betroffenen Nutzer. Es wurde der Ansturm auf das Angebot einfach<br />
grob unterschätzt. Sonnet kalkulierte lediglich mit einer<br />
Durchschnittsnutzung von drei bis vier Stunden täglich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch die erst am 18. August<br />
eingerichtete Flatrate der Düsseldorfer Firma DUSnet wird nach nur<br />
einem Monat wieder eingestellt &#8211; erneut seien die &quot;Poweruser&quot;, &quot;die das<br />
Angebot als günstige Standleitung nutzen&quot; der Grund, so eine <a href="http://www.dusnet.de/presse.phtml">Pressemitteilung</a><br />
des Unternehmens. Eine &quot;gesunde&quot; Mischkalkulation sei aufgrund der<br />
enorm hohen Nutzungszeit nicht möglich. Die momentan geltenden<br />
rechtlichen Bedingungen und Inter-Connection-Vereinbarungen würden ein<br />
nicht querfinanziertes Flatrate-Angebot unmöglich machen,<br />
schlussfolgert man.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit haben die Düsseldorfer den<br />
Punkt getroffen. Die meisten der nun betroffenen Unternehmen nutzen<br />
zwangsweise die Netz-Dienstleistungen der Telekom. Zur Zeit fallen<br />
alleine für jede Online-Minute Inter-Connectiongebühren von 1,72 Mark<br />
an, weitere Entgelte für Datenvolumen und Internetnutzung kommen noch<br />
dazu. So sind die Kalkulationsgrenzen auf dem heiß umkämpften Markt eng<br />
gesteckt. Zusätzlichen Preisdruck übt die Telekom durch ihr seit April<br />
eingeführtes <a href="http://www.t-versand.de/cgi-bin/tversand.filereader?1246975870+DE/products/5005">Flatrate-Angebot</a><br />
aus. Befreit von den eigenen Gebühren und mit der Finanzkraft eines<br />
Ex-Monopolisten in der Hinterhand, setzte sie dadurch die Preisspirale<br />
nach unten in Bewegung. Mittlerweile bewirbt sie intensiv ihr <a href="http://www.t-versand.de/cgi-bin/tversand.filereader?1246975870+DE/products/5006">T-DSL Flatrate-Angebot</a>, das die magische 50 Mark-Grenze unterschreitet. Dabei setzt die Telekom erstmals auf einen Breitband-Zugang (<a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/Telekom/Misc/TK_Abk.html#DSL">DSL</a>), der nach dem übertragenen Datenvolumen und nicht nach der Online-Zeit abgerechnet wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Kritiker sehen in der<br />
Preispolitik des Ex-Monopolisten den Versuch, unliebsame Konkurrenten<br />
aus dem Weg zu schaffen und rufen daher zum Protest auf. Sie<br />
befürchten, dass längerfristig nur noch große Anbieter wie die Telekom<br />
oder auch AOL den Preiskampf durchstehen können und kleinere<br />
Unternehmen mit günstigeren Angeboten keine Chance mehr hätten.<br />
<br />
Insbesondere von Verbraucherseite wird die Forderungen nach einem<br />
Einschreiten der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation<br />
immer lauter, doch die Regulierer fühlen sich nach Angaben von <a href="http://www.heise.de/newsticker/data/pmo-04.09.00-002/">Heise online</a> nicht für Internetzugangsgebühren zuständig. Andererseits antwortete die Regulierungsbehörde dem Initiator einer <a href="http://www.geocities.com/s_feige/telekom/telekom.html">Telekom-Protest-Seite</a>,<br />
dass sie &quot;Abhilfemöglichkeiten&quot; prüfen werde. Es bleibt wieder einmal<br />
abzuwarten, ob und wie sich die Politik &#8211; schließlich fordert man dort<br />
schon länger die 50 Mark Flatrate &#8211; des Problems annimmt.<br />
</span></p>
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			</item>
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		<title>Der Traum von &#034;always online&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ahissen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Provider]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#34;Flatrate&#34; heißt das Zauberwort, von dem sich Internetunternehmer den
endgültigen Durchbruch des Internets zum Massenmedium versprechen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Flatrate&quot; heißt das Zauberwort, von dem sich Internetunternehmer den<br />
endgültigen Durchbruch des Internets zum Massenmedium versprechen.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In allen Farben, Formen und Größen wird der Pauschalpreis für unbegrenztes Surfen angepriesen.<br />
Kleine Schönheitsfehler bei vielen &quot;supergünstigen&quot; Angeboten: Vertragsbindung, Beschränkung auf bestimmte<br />
Zeiten oder eine komplette Ummeldung des Telefonanschlusses auf die jeweilige Firma, die dann bei<br />
Telefongesprächen kräftig abkassiert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den Anfang machte 1999 die Firma Mobilcom, die versuchte eine Flatrate deutschlandweit zu etablieren. Erfolglos<br />
leider, denn die übergroße Zahl von Anmeldungen und bekannt gewordene Sicherheitsmängel führten dazu, dass<br />
das Projekt ziemlich rasch wieder eingestellt wurde. Die Idee, mit günstigen Pauschalangeboten neue<br />
Kundenkreise zu erschließen, war jedoch geboren. Bald versuchten einige Provider über die 01804-Service-Nummer<br />
eine Flatrate aufzuziehen, weil bei diesen Nummern nur einmalig 48 Pf pro Einwahl für den Anrufer berechnet<br />
werden. Doch auch dieses Projekt war nur von kurzer Dauer. Eine Tarifänderung der DTAG brachte das Aus.<br />
Trotzdem reißt der Strom der Anbieter nicht ab, die mit immer neuen Flatrate-Versionen auf den Markt drängen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aktuelle Beispiele gibt es zur genüge. Callando bietet seit Juli den Tarif Fun-flat 66 an, bei dem der User für<br />
66 Mark im Monat unbegrenzt surfen kann. Allerdings muss er sich dafür vertraglich binden, mindestens<br />
10 Monate. Wer das nicht will, kann ab dem ersten August die Privatnutzer-Flatrate von AddCom AG in Anspruch<br />
nehmen. Die kostet sogar nur 59 Mark und ist jeweils zum Monatsende kündbar. Allerdings gilt sie nur in den<br />
Abendstunden (18.00-9.00 Uhr) und am Wochenende. Auch regionale Telekommunikationsfirmen versuchen auf<br />
den Zug aufzuspringen. In Berlin ist &quot;always online&quot; mit der BerliKOMM für 49 Mark oder 99 Mark (je nach<br />
Übertragungsgeschwindigkeit des heimischen PC) möglich, theoretisch zumindest. Praktisch häufen sich die<br />
Beschwerden über mangelnde technische Kapazitäten des kleinen Unternehmens, Wartezeiten von 1,5 Monaten<br />
bis der entsprechende Anschluss gelegt ist, sind keine Seltenheit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Firma <a href="http://www.flatrateinfos.de/">HostFactory</a> will ab September sogar kostenloses Surfen<br />
anbieten. Anstatt einen festgesetzten Betrag zu bezahlen, soll der User seine Flatrate einfach &quot;abarbeiten&quot;. Bei<br />
der Einwahl ins Internet wird er automatisch auf eine Startseite geleitet, wo eine &quot;Aufgabe&quot;, zum Beispiel<br />
Eintragungen in ein Meinungsforum, auf ihn wartet, die er erledigen muss. Dafür kann er dann 24 Stunden gratis<br />
online gehen. Ob sich dieses Konzept trägt, ist allerdings nicht nur in Expertenkreisen umstritten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So versuchen sich die Großen und die Kleinen im Kampf um die User gegenseitig zu über- oder besser gesagt zu<br />
unterbieten, freilich ohne jemals das vielzitierte US-Vorbild zu erreichen. Im &quot;Paradies für Quasselstrippen&quot;<br />
(Berliner Zeitung) ist die Flatrate bereits Alltag, ebenso wie das Internet. Für 15-30$ (ca. 21 &#8211; 43 DM) im Monat<br />
telefoniert und surft der Amerikaner ohne auf die Uhr zu gucken. Experten sehen hierin einen der Hauptgründe,<br />
warum das Internet in den USA bereits ein Massenmedium ist, das ganz selbstverständlich genutzt wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Davon sind deutsche User noch meilenweit entfernt. Zwar sind laut einer Studie der MediaGruppe Digital<br />
<a href="http://www.mgd.de/frames.html">@-facts</a> 21,1% der Deutschen online, aber im internationalen<br />
Vergleich ist das nicht gerade berauschend (<a href="http://www.nua.ie/surveys/how_many_online/europe.html">Rang 11</a> ).<br />
So stellt denn auch eine kürzlich veröffentlichte Studie der <a href="http://www.digital-law.net/welfens/">Universität Potsdam</a><br />
fest, dass die &quot;Internet-Nutzung in Deutschland bei Haushalten und Unternehmen deutlich unterhalb des<br />
Optimums&quot; bleibe.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und alles wegen der Flatrate? Ja, sagt die Studie. Und Umfragen in verschiedenen Zeitschriften geben ihr recht.<br />
In einer Forsa-Umfrage der <a href="http://www.it-news.de/9911/5315.html">Online Today</a> gaben 38% der Befragten den<br />
Preis als entscheidendes Kriterium für die Auswahl eines Online-Dienstes an. Dieser ist also weit wichtiger als<br />
Service (24%) oder übersichtliche Tarifstrukturen (20%). Laut der Zeitschrift <a href="http://www.gnn.de/0002/6250.html">Connect</a><br />
würde jeder dritte Deutsche einen Internet-Anschluss anmelden, wenn es eine Flatrate von 20 Mark geben würde.<br />
In der Altersgruppe der 14 bis 29 Jährigen wäre es sogar beinahe die Hälfte. Alles in allem würde das einen<br />
Zuwachs von 13,3 Millionen neuen Usern bedeuten. Mit 10 Millionen neuen Anschlüssen rechnet die<br />
@-facts-Studie allerdings ohnehin im nächsten halben Jahr &#8211; Flatrate hin oder her.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Also vielleicht doch alles nur halb so wild? Auf keinen Fall, meinen die Gründer der Internet-Koalition, die sich für<br />
eine bundesweite Flatrate um die 40 Mark stark macht. In allen OECD-Ländern zeige sich ein<br />
&quot;deutlich negativer Zusammenhang&quot; zwischen teuren Tarifen und geringer Internetnutzung. Das bestätigt auch die<br />
neueste  <a href="http://www.oecd.org/dsti/sti/it/index.htm">OECD-Studie</a>. Der Trend zur Flatrate sei in<br />
sämtlichen untersuchten Ländern spürbar, die Preise fürs Onlinesurfen sinken permanent. Die Kosten für<br />
20 Stunden im Netz sind heute bereits 15% geringer als im letzten Jahr.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die <a href="http://www.warentest.de/wtest/plsql/sw_test.anzeige_beitrag?kontaktnr=0&amp;tmp_inh_id=16282&amp;tmp_zeitschrift=t&amp;tmp_ausgabe=10&amp;tmp_jahr=1999">Stiftung Warentest</a><br />
jedenfalls rät den Verbrauchern, momentan keine längerfristigen Verträge abzuschließen. Die Tarife, die zur Zeit<br />
unter dem Namen &quot;Flatrate&quot; firmieren, seien im Bestfall für Vielsurfer interessant. Die geplanten Pauschalpreisen<br />
der in Deutschland führenden Provider T-Online (78 Mark) und AOL (79 Mark) rechnen sich nur für Unternehmen<br />
und Surfer, die mehr als 50 Stunden monatlich im Netz sind. Für die anderen heißt es abwarten und Schnäppchen<br />
machen. Unter <a href="http://www.billiger-surfen.de/">billiger-surfen</a> findet man eine ständig aktualisierte<br />
Auflistung von Anbietern und ihren Tarifen / Flatrates. Der Markt ist in Bewegung, die 50 Mark-Grenze fällt<br />
bestimmt.</span></p>
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