<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>iRights.info &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/irights-info/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Wed, 27 Aug 2014 14:55:01 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>iRights.info &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Creative Commons – Die Lizenz zum Traum vom freien Wissen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-141637/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-141637/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2014 14:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-NC]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-ND]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-SA]]></category>
		<category><![CDATA[CC0]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Patent- und Markenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[GPL-Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[iRights.info]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Lizenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[C3S]]></category>
		<category><![CDATA[CC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=141637</guid>

					<description><![CDATA[Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141646" alt="Foto CC-Lizenzen 2 Crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt es offene Lizenzen für schöpferische Werke. Sie erlauben es den Urhebern, ihre Arbeiten schnell und unkompliziert im Internet zu verbreiten. „Creative Commons“ hat zu diesem Zweck Standardlizenzen entwickelt, die mittlerweile schon in der vierten Version existieren.<br />
„Creative Commons“ oder kurz „CC“ bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „kreative Allgemeinheit“ oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">„schöpferisches Gemeingut“</a> und nimmt Bezug auf die kreative Gestaltungskraft, die die vielen kleinen und großen Schöpfer, Autoren und Urheber von Werken in unserer Gesellschaft haben. Konkret bezeichnet CC aber auch eine gemeinnützige Organisation, die Schöpfern von Werken mit den sogenannten <a href="http://creativecommons.org/choose/?lang=de">CC-Lizenzen</a> ein einfaches Tool zur Verfügung gestellt haben, das es Urhebern wie Nutzern von Inhalten gleichermaßen ermöglicht, die vielfältigen Spielräume des Internets auszunutzen, ohne dabei miteinander in Konflikt zu geraten.<br />
Zu diesem Zweck stellen die US-Organisation und ihre nationalen Ableger sechs verschiedene Standardlizenzen zur Verfügung, inklusive Hilfsmitteln zur einfachen Kennzeichnung von Werken, die unter einer CC-Lizenz veröffentlich wurden. Die Erstellung der Lizenzen wurde bei der Gründung von Creative Commons im Jahr 2001 von der bekannten GPL-Lizenz (General Public License) inspiriert, die für freie Software eingesetzt wird. Die Lizenzen wurden nach und nach weiterentwickelt und sind mittlerweile in der <a href="http://de.creativecommons.org/2013/11/25/version-4-0-ist-da/">vierten Version</a> online.<br />
Diese Lizenzen erlauben es dem Urheber eines Werks, Inhalte seiner Wahl mit einem möglichst breiten Publikum zu teilen, und – je nach Lizenz – auch das Verändern und Weiterverbreiten explizit zu fördern und zuzulassen, ohne auf den Schutz des Urheberrechts zu verzichten. Für den Nutzer oder andere Urheber, die ein Werk bearbeiten oder weiterentwickeln wollen, hat die Lizenz in Verbindung mit einer klaren Kennzeichnung den Vorteil, dass sie sofort wissen, ob und zu welchem Zweck sie ein bestimmtes Werk verwenden dürfen.<br />
Die Lizenzen werden von Creative Commons in drei „Ebenen“ beschrieben. Diese bestehen aus einem klassischen juristischen Lizenzvertragstext, einem einfacheren, für Laien verständlichen Text, sowie einem maschinenlesbaren Code, der dann unter anderem von <a href="http://www.google.com/imghp?as_st=y&amp;tbm=isch&amp;as_q=&amp;as_epq=&amp;as_oq=&amp;as_eq=&amp;cr=&amp;as_sitesearch=&amp;safe=images&amp;tbs=sur:fmc">Suchmaschinen erkannt werden kann</a>. Diese sollen neben der rechtlichen Gültigkeit auch die einfache Verwendung sicherstellen.</p>
<h3>Sechs Standardlizenzen</h3>
<p>Die Grundbausteine der sechs zur Verfügung gestellten Lizenzen sind identisch, sie unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf die Weiterverwendung der Inhalte. Die Lizenzen werden üblicherweise mit Kürzeln bezeichnet. Die einfachste Variante heißt <b>CC-BY</b>. Diese Lizenz erlaubt jegliche Verwendung, sofern der Name des Autors genannt wird. Ähnlich wie die GPL für quelloffene Software fügt <b>CC-BY-SA</b> („share alike“) die Bedingung hinzu, dass jegliche Benutzung erlaubt ist, sofern auf den Inhalten aufbauende Werke unter gleichen Bedingungen geteilt werden. Dies kann z.B. helfen, die Ergebnisse von Gemeinschaftsprojekten wie Wikipedia für alle zugänglich zu halten. Eine weitere Möglichkeit der Einschränkung ist die <b>CC-BY-ND</b> („no derivatives“), die zusätzlich zur Pflicht der Namensnennung das Verändern der Inhalte verbietet – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten (z.B. sind je nach Staat bestimmte Formen der Satire oder künstlerische Schöpfungen, die ein eigenständiges Werk bilden, durch das Recht auf freie Meinungsäußerung bzw. die Kunstfreiheit gedeckt und können nicht eingeschränkt werden). Eine ebenso beliebte wie umstrittene Lizenzvariante ist <b>CC-BY-NC</b> („non-commercial“), die die kommerzielle Verwendung von Daten verbietet und ursprünglich die Verbreitung freier Inhalte fördern bzw. deren kommerzielle Ausschlachtung verhindern sollte.<br />
Was zunächst gut klingt, ist in der Praxis jedoch problematisch, denn es ist unmöglich, in der Lizenz vollumfänglich festzulegen, was als „kommerziell“ gilt und was nicht. Dazu hat im Zweifel jeder Urheber und jeder Nutzer, aber letztendlich auch jedes Gericht eine andere Meinung. Verfolgt zum Beispiel ein privater Blogger, der ein paar Werbeanzeigen geschaltet hat, schon kommerzielle Zwecke? Diese Grenze ist sehr schwer zu ziehen und klar darzustellen, weswegen der Nutzen von CC-NC fraglich ist, was sich auch in der Bewertung durch <a href="https://wikimedia.de/wiki/Datei:IRights_CC-NC_Leitfaden_web.pdf">Wikimedia Deutschland</a> und die <a href="http://blog.okfn.org/2013/01/08/consequences-risks-and-side-effects-of-the-license-module-non-commercial-use-only-2/">Open Knowledge Foundation</a> niederschlägt und in einer von dem Informationsportal <a href="http://irights.info/webschau/creative-commons-landgericht-koeln-sieht-deutschlandradio-als-kommerziellen-nutzer/22162">irights.info</a> durchgeführten Studie näher ausgeführt wird.<br />
Damit werden die Lizenzen den freien Softwaredefinitionen immer ähnlicher, da diese und die mit ihnen verbundenen Projekte kommerzielle Nutzung explizit erlauben, solange die weiteren Lizenzbedingungen, wie die Möglichkeit der Weiterverbreitung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen, eingehalten werden. Ein etwaiger Benutzer wäre möglicherweise von der Verwendung der Daten abgeschreckt, wenn unklar ist, welche Verwendung erlaubt ist.<br />
Schließlich gibt es noch die zwei kombinierten Lizenzen <b>NC-SA</b> (keine kommerzielle Nutzung und Nutzung unter gleichen Bedingungen) sowie <b>NC-ND</b> (keine kommerzielle Benutzung und keine Veränderungen). Diese sind aus ähnlichen Gründen problematisch, da sie nicht viel mehr erlauben als die kostenlose Nutzung, während alle anderen Rechte beim Urheber bleiben.<br />
Eine weitere Option ist die seit 2009 verfügbare <b>CC0</b>-Lizenz, die es dem Autor eines Werkes erlaubt, dieses der Öffentlichkeit („public domain“) ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen, unabhängig vom Standort des Urhebers oder Benutzers. In diesem Fall werden so viele Rechte am Werk wie (juristisch) möglich abgegeben.<br />
Bis einschließlich Version 3.0 im Jahr 2008 gab es zusätzlich noch „portierte“ Versionen, die für jedes Land und die dort geltenden Gesetze entsprechend angepasst wurden. Mit der Version 4.0 wurde dies aber, gestützt durch Erfahrungen und mehr Selbstvertrauen der Autoren, weitestgehend aufgegeben, stattdessen wird eine internationale Lizenz (mit den verschiedenen oben genannten Varianten) zur Verfügung gestellt. Diese ist mit allen relevanten internationalen Verträgen, die das Urheberrecht betreffen, kompatibel und soll Urhebern wie Nutzern das Lizensieren von Werken so leicht wie möglich machen, ohne die Veröffentlichung von kreativen Werken durch zusätzliche Länderlizenzen zu verkomplizieren.</p>
<h3>Zugang zu Forschung und Kultur für jedermann</h3>
<p>Creative Commons und dessen nationale Ableger kümmern sich neben der Weiterentwicklung und Verbreitung der Lizenzen auch um technische <a href="http://creativecommons.org/choose/">Hilfen</a> und praktische Ratschläge, anhand derer sich digitale Güter besser teilen lassen. Das von Creative Commons selbst gesteckte Ziel, Innovation und Kreativität zu fördern, geht dabei sogar bis hin zu dem Wunsch, „das volle Potential des Internets zu erschließen“. Jedermann soll vollumfänglichen Zugang zu Forschung, Lehre und kultureller Partizipation erhalten, damit allerorten Wachstum, Entwicklung und Produktivität gefördert werden können. Deshalb ist auch definiert, dass Creative Commons zwar das bislang existierende Urheberrecht für die entwickelten Lizenzen als Grundlage nutzt, dabei verliert die Organisation aber nicht aus den Augen, dass sielangfristig eine grundlegende Reform des Urheberrechts vorziehen würde.<br />
Beispiele für die Verwendung offener Lizenzen, wozu die Creative Commons-Lizenzen zählen, sind zum Beispiel die Open Data-Portale des <a href="https://govdata.de/">Bundes</a> und der <a href="http://daten.berlin.de/">Länder</a>, freie Bildungsmaterialien sowie Plattformen, die <a href="http://www.jamendo.com/de">Musik</a>  unter einer CC-Lizenz veröffentlichen. <br />
Gerade in Verbindung mit dem System der Verwertungsgesellschaften gab und gibt es offene Fragen in Bezug auf CC-Lizenzen. So erlaubte die Verwertungsgesellschaft für Musikwerke Gema es den durch sie vertretenen Musikern bis vor Kurzem nicht, einzelne Stücke auch unter CC zu lizenzieren. Mittlerweile wurde sie zumindest für Inhalte unter NC („non-commercial“) durch eine europäische <a href="http://creativecommons.org/weblog/entry/40959">Richtlinie</a> dazu verpflichtet. Als Reaktion auf die Konflikte zwischen althergebrachten Verwaltungsgesellschaften und den Möglichkeiten der Digitalisierung hat sich die alternative Verwertungsgesellschaft <a href="https://www.c3s.cc/">C3S</a> mit mehr und gleichberechtigten Mitbestimmungsmöglichkeiten für alle Mitglieder gegründet. Zurzeit arbeitet man an der Infrastruktur für den Betrieb, um dann beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) die Zulassung als Verwertungsgesellschaft beantragen zu können.</p>
<h3>Urheberrechtsreform ist überfällig</h3>
<p>Unabhängig davon, ob sie wünschenswert und überfällig ist – eine wirkliche Reform des Urheberrechts wird mit dem Voranschreiten der Globalisierung und als Folge der Vielzahl internationaler Verträge immer schwieriger. Deswegen sind offene Lizenzen wie die von Creative Commons eine gute Möglichkeit, Inhalte einfach abrufbar, verteilbar und veränderbar oder einfach für eine größere Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Insbesondere in Bezug auf offene Daten, sei es von Verwaltungsorganisationen oder Kulturinstitutionen, sind solche Lizenzen der Weg der Wahl, da sie die rechtssichere Weiternutzung oder Verarbeitung erlauben. Aber auch für Künstler, die z.B. Samples oder Bildausschnitte in ihren Werken verarbeiten, machen offene Lizenzen das Arbeiten einfacher.<br />
Immer mehr wird dies auch von öffentlicher Seite mitgetragen: Offene Lizenzen und offene Standards werden bei Ausschreibungen vermehrt vorausgesetzt oder zumindest gefördert. Auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MGTLIfk-1BQ">Politiker</a> setzten sich immer mehr für die Öffnung von mit öffentlichen Geldern bezahlten Inhalten ein. In der Informationsgesellschaft werden Daten jeder Art immer wichtiger, deshalb ist es gut, dass erste Schritte getan sind, die jedem Bürger nach eigener Befähigung erlauben, auf öffentliche oder von ihm indirekt mitfinanzierte Daten zugreifen und diese nutzen zu können.<br />
<em>Praktische Informationen rund um Creative Commons-Lizenzen gibt es am 2.09. auf einer <a href="http://pb21.de/2014/08/cc-lizenztextlesung/">CC-Lizenztextlesung</a> in Berlin.</em><br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/kalexanderson/5996465579">Kristina Alexanderson</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-141637/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Creative Commons – Die Lizenz zum Traum vom freien Wissen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-2-141638/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-2-141638/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Idelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2014 14:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[GPL-Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[iRights.info]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Lizenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Open Knowledge Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Wikimedia Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[C3S]]></category>
		<category><![CDATA[CC]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-NC]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-ND]]></category>
		<category><![CDATA[CC-BY-SA]]></category>
		<category><![CDATA[CC0]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Patent- und Markenamt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=141637</guid>

					<description><![CDATA[Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141646" alt="Foto CC-Lizenzen 2 Crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto-CC-Lizenzen-2-Crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Eine globale Reform des Urheberrechts für die digitale Gesellschaft ist vonnöten, wird aber immer schwieriger zu realisieren. Zum Glück gibt es offene Lizenzen für schöpferische Werke. Sie erlauben es den Urhebern, ihre Arbeiten schnell und unkompliziert im Internet zu verbreiten. „Creative Commons“ hat zu diesem Zweck Standardlizenzen entwickelt, die mittlerweile schon in der vierten Version existieren.<br />
„Creative Commons“ oder kurz „CC“ bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „kreative Allgemeinheit“ oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">„schöpferisches Gemeingut“</a> und nimmt Bezug auf die kreative Gestaltungskraft, die die vielen kleinen und großen Schöpfer, Autoren und Urheber von Werken in unserer Gesellschaft haben. Konkret bezeichnet CC aber auch eine gemeinnützige Organisation, die Schöpfern von Werken mit den sogenannten <a href="http://creativecommons.org/choose/?lang=de">CC-Lizenzen</a> ein einfaches Tool zur Verfügung gestellt haben, das es Urhebern wie Nutzern von Inhalten gleichermaßen ermöglicht, die vielfältigen Spielräume des Internets auszunutzen, ohne dabei miteinander in Konflikt zu geraten.<br />
Zu diesem Zweck stellen die US-Organisation und ihre nationalen Ableger sechs verschiedene Standardlizenzen zur Verfügung, inklusive Hilfsmitteln zur einfachen Kennzeichnung von Werken, die unter einer CC-Lizenz veröffentlich wurden. Die Erstellung der Lizenzen wurde bei der Gründung von Creative Commons im Jahr 2001 von der bekannten GPL-Lizenz (General Public License) inspiriert, die für freie Software eingesetzt wird. Die Lizenzen wurden nach und nach weiterentwickelt und sind mittlerweile in der <a href="http://de.creativecommons.org/2013/11/25/version-4-0-ist-da/">vierten Version</a> online.<br />
Diese Lizenzen erlauben es dem Urheber eines Werks, Inhalte seiner Wahl mit einem möglichst breiten Publikum zu teilen, und – je nach Lizenz – auch das Verändern und Weiterverbreiten explizit zu fördern und zuzulassen, ohne auf den Schutz des Urheberrechts zu verzichten. Für den Nutzer oder andere Urheber, die ein Werk bearbeiten oder weiterentwickeln wollen, hat die Lizenz in Verbindung mit einer klaren Kennzeichnung den Vorteil, dass sie sofort wissen, ob und zu welchem Zweck sie ein bestimmtes Werk verwenden dürfen.<br />
Die Lizenzen werden von Creative Commons in drei „Ebenen“ beschrieben. Diese bestehen aus einem klassischen juristischen Lizenzvertragstext, einem einfacheren, für Laien verständlichen Text, sowie einem maschinenlesbaren Code, der dann unter anderem von <a href="http://www.google.com/imghp?as_st=y&amp;tbm=isch&amp;as_q=&amp;as_epq=&amp;as_oq=&amp;as_eq=&amp;cr=&amp;as_sitesearch=&amp;safe=images&amp;tbs=sur:fmc">Suchmaschinen erkannt werden kann</a>. Diese sollen neben der rechtlichen Gültigkeit auch die einfache Verwendung sicherstellen.</p>
<h3>Sechs Standardlizenzen</h3>
<p>Die Grundbausteine der sechs zur Verfügung gestellten Lizenzen sind identisch, sie unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf die Weiterverwendung der Inhalte. Die Lizenzen werden üblicherweise mit Kürzeln bezeichnet. Die einfachste Variante heißt <b>CC-BY</b>. Diese Lizenz erlaubt jegliche Verwendung, sofern der Name des Autors genannt wird. Ähnlich wie die GPL für quelloffene Software fügt <b>CC-BY-SA</b> („share alike“) die Bedingung hinzu, dass jegliche Benutzung erlaubt ist, sofern auf den Inhalten aufbauende Werke unter gleichen Bedingungen geteilt werden. Dies kann z.B. helfen, die Ergebnisse von Gemeinschaftsprojekten wie Wikipedia für alle zugänglich zu halten. Eine weitere Möglichkeit der Einschränkung ist die <b>CC-BY-ND</b> („no derivatives“), die zusätzlich zur Pflicht der Namensnennung das Verändern der Inhalte verbietet – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten (z.B. sind je nach Staat bestimmte Formen der Satire oder künstlerische Schöpfungen, die ein eigenständiges Werk bilden, durch das Recht auf freie Meinungsäußerung bzw. die Kunstfreiheit gedeckt und können nicht eingeschränkt werden). Eine ebenso beliebte wie umstrittene Lizenzvariante ist <b>CC-BY-NC</b> („non-commercial“), die die kommerzielle Verwendung von Daten verbietet und ursprünglich die Verbreitung freier Inhalte fördern bzw. deren kommerzielle Ausschlachtung verhindern sollte.<br />
Was zunächst gut klingt, ist in der Praxis jedoch problematisch, denn es ist unmöglich, in der Lizenz vollumfänglich festzulegen, was als „kommerziell“ gilt und was nicht. Dazu hat im Zweifel jeder Urheber und jeder Nutzer, aber letztendlich auch jedes Gericht eine andere Meinung. Verfolgt zum Beispiel ein privater Blogger, der ein paar Werbeanzeigen geschaltet hat, schon kommerzielle Zwecke? Diese Grenze ist sehr schwer zu ziehen und klar darzustellen, weswegen der Nutzen von CC-NC fraglich ist, was sich auch in der Bewertung durch <a href="https://wikimedia.de/wiki/Datei:IRights_CC-NC_Leitfaden_web.pdf">Wikimedia Deutschland</a> und die <a href="http://blog.okfn.org/2013/01/08/consequences-risks-and-side-effects-of-the-license-module-non-commercial-use-only-2/">Open Knowledge Foundation</a> niederschlägt und in einer von dem Informationsportal <a href="http://irights.info/webschau/creative-commons-landgericht-koeln-sieht-deutschlandradio-als-kommerziellen-nutzer/22162">irights.info</a> durchgeführten Studie näher ausgeführt wird.<br />
Damit werden die Lizenzen den freien Softwaredefinitionen immer ähnlicher, da diese und die mit ihnen verbundenen Projekte kommerzielle Nutzung explizit erlauben, solange die weiteren Lizenzbedingungen, wie die Möglichkeit der Weiterverbreitung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen, eingehalten werden. Ein etwaiger Benutzer wäre möglicherweise von der Verwendung der Daten abgeschreckt, wenn unklar ist, welche Verwendung erlaubt ist.<br />
Schließlich gibt es noch die zwei kombinierten Lizenzen <b>NC-SA</b> (keine kommerzielle Nutzung und Nutzung unter gleichen Bedingungen) sowie <b>NC-ND</b> (keine kommerzielle Benutzung und keine Veränderungen). Diese sind aus ähnlichen Gründen problematisch, da sie nicht viel mehr erlauben als die kostenlose Nutzung, während alle anderen Rechte beim Urheber bleiben.<br />
Eine weitere Option ist die seit 2009 verfügbare <b>CC0</b>-Lizenz, die es dem Autor eines Werkes erlaubt, dieses der Öffentlichkeit („public domain“) ohne Einschränkung zur Verfügung zu stellen, unabhängig vom Standort des Urhebers oder Benutzers. In diesem Fall werden so viele Rechte am Werk wie (juristisch) möglich abgegeben.<br />
Bis einschließlich Version 3.0 im Jahr 2008 gab es zusätzlich noch „portierte“ Versionen, die für jedes Land und die dort geltenden Gesetze entsprechend angepasst wurden. Mit der Version 4.0 wurde dies aber, gestützt durch Erfahrungen und mehr Selbstvertrauen der Autoren, weitestgehend aufgegeben, stattdessen wird eine internationale Lizenz (mit den verschiedenen oben genannten Varianten) zur Verfügung gestellt. Diese ist mit allen relevanten internationalen Verträgen, die das Urheberrecht betreffen, kompatibel und soll Urhebern wie Nutzern das Lizensieren von Werken so leicht wie möglich machen, ohne die Veröffentlichung von kreativen Werken durch zusätzliche Länderlizenzen zu verkomplizieren.</p>
<h3>Zugang zu Forschung und Kultur für jedermann</h3>
<p>Creative Commons und dessen nationale Ableger kümmern sich neben der Weiterentwicklung und Verbreitung der Lizenzen auch um technische <a href="http://creativecommons.org/choose/">Hilfen</a> und praktische Ratschläge, anhand derer sich digitale Güter besser teilen lassen. Das von Creative Commons selbst gesteckte Ziel, Innovation und Kreativität zu fördern, geht dabei sogar bis hin zu dem Wunsch, „das volle Potential des Internets zu erschließen“. Jedermann soll vollumfänglichen Zugang zu Forschung, Lehre und kultureller Partizipation erhalten, damit allerorten Wachstum, Entwicklung und Produktivität gefördert werden können. Deshalb ist auch definiert, dass Creative Commons zwar das bislang existierende Urheberrecht für die entwickelten Lizenzen als Grundlage nutzt, dabei verliert die Organisation aber nicht aus den Augen, dass sielangfristig eine grundlegende Reform des Urheberrechts vorziehen würde.<br />
Beispiele für die Verwendung offener Lizenzen, wozu die Creative Commons-Lizenzen zählen, sind zum Beispiel die Open Data-Portale des <a href="https://govdata.de/">Bundes</a> und der <a href="http://daten.berlin.de/">Länder</a>, freie Bildungsmaterialien sowie Plattformen, die <a href="http://www.jamendo.com/de">Musik</a>  unter einer CC-Lizenz veröffentlichen. <br />
Gerade in Verbindung mit dem System der Verwertungsgesellschaften gab und gibt es offene Fragen in Bezug auf CC-Lizenzen. So erlaubte die Verwertungsgesellschaft für Musikwerke Gema es den durch sie vertretenen Musikern bis vor Kurzem nicht, einzelne Stücke auch unter CC zu lizenzieren. Mittlerweile wurde sie zumindest für Inhalte unter NC („non-commercial“) durch eine europäische <a href="http://creativecommons.org/weblog/entry/40959">Richtlinie</a> dazu verpflichtet. Als Reaktion auf die Konflikte zwischen althergebrachten Verwaltungsgesellschaften und den Möglichkeiten der Digitalisierung hat sich die alternative Verwertungsgesellschaft <a href="https://www.c3s.cc/">C3S</a> mit mehr und gleichberechtigten Mitbestimmungsmöglichkeiten für alle Mitglieder gegründet. Zurzeit arbeitet man an der Infrastruktur für den Betrieb, um dann beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) die Zulassung als Verwertungsgesellschaft beantragen zu können.</p>
<h3>Urheberrechtsreform ist überfällig</h3>
<p>Unabhängig davon, ob sie wünschenswert und überfällig ist – eine wirkliche Reform des Urheberrechts wird mit dem Voranschreiten der Globalisierung und als Folge der Vielzahl internationaler Verträge immer schwieriger. Deswegen sind offene Lizenzen wie die von Creative Commons eine gute Möglichkeit, Inhalte einfach abrufbar, verteilbar und veränderbar oder einfach für eine größere Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Insbesondere in Bezug auf offene Daten, sei es von Verwaltungsorganisationen oder Kulturinstitutionen, sind solche Lizenzen der Weg der Wahl, da sie die rechtssichere Weiternutzung oder Verarbeitung erlauben. Aber auch für Künstler, die z.B. Samples oder Bildausschnitte in ihren Werken verarbeiten, machen offene Lizenzen das Arbeiten einfacher.<br />
Immer mehr wird dies auch von öffentlicher Seite mitgetragen: Offene Lizenzen und offene Standards werden bei Ausschreibungen vermehrt vorausgesetzt oder zumindest gefördert. Auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MGTLIfk-1BQ">Politiker</a> setzten sich immer mehr für die Öffnung von mit öffentlichen Geldern bezahlten Inhalten ein. In der Informationsgesellschaft werden Daten jeder Art immer wichtiger, deshalb ist es gut, dass erste Schritte getan sind, die jedem Bürger nach eigener Befähigung erlauben, auf öffentliche oder von ihm indirekt mitfinanzierte Daten zugreifen und diese nutzen zu können.<br />
<em>Praktische Informationen rund um Creative Commons-Lizenzen gibt es am 2.09. auf einer <a href="http://pb21.de/2014/08/cc-lizenztextlesung/">CC-Lizenztextlesung</a> in Berlin.</em><br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/kalexanderson/5996465579">Kristina Alexanderson</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/creative-commons-die-lizenz-zum-traum-vom-freien-wissen-2-141638/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Copyright-Kämpfer</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/kopfe/der-copyright-kaempfer-5466/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/kopfe/der-copyright-kaempfer-5466/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 15:26:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Spielkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[iRights.info]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/der-copyright-kaempfer-5466/</guid>

					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/Spielkamp1.jpg" alt="Matthias_Spielkamp" title="Matthias_Spielkamp" height="125" align="left" width="130" />Weder Lobbyist noch Aktivist – der Berliner Journalist Matthias Spielkamp befasst sich seit Jahren mit digitalen Urheberrechten. Und möchte einen unabhängigen und neutralen Beitrag leisten. Der Mitbegründer des Informationsportals iRights.info im Porträt. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-6715" title="Matthias Spielkamp" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/matthias_spielkamp1.png" alt="" width="185" height="217" />Weder Lobbyist noch Aktivist – der Berliner Journalist Matthias Spielkamp befasst sich seit Jahren mit digitalen Urheberrechten. Und möchte einen unabhängigen und neutralen Beitrag leisten. Der Mitbegründer des Informationsportals iRights.info im Porträt.</p>
<p>Dass er Journalist werden will, stand für Matthias Spielkamp früh fest &#8211; bereits zu Paderborner Schulzeiten gründete er mit Freunden eine unabhängige Schülerzeitung und nach dem Abitur folgten die ersten von vielen redaktionellen Praktika. Der &#8220;Erstkontakt&#8221; mit dem damals noch in den Kinderschuhen steckenden Medium Internet erlebte er 1993. Nicht in Deutschland, denn dort hatte zu diesem Zeitpunkt noch kaum jemand von dem neuen Medium gehört. Erst 1993 kam der erste grafikfähige Webbrowser namens Mosaic in den USA auf den Markt. Spielkamp hielt sich zu diesem Zeitpunkt für sein Journalistikstudium in Boulder an der University of Colorado auf. &#8220;Wir haben dort damals schon das Internet zur Recherche genutzt &#8211; mit Tools wie Gopher, die heute kein Mensch mehr kennt,&#8221; erklärt der heute 41-Jährige.</p>
<p>Zurück in Deutschland hatte er im Jahr 2000 sein Schlüsselerlebnis mit dem Urheberrecht, das ihn dazu bewog, sich intensiv mit dem bis dahin kaum behandelten Thema auseinanderzusetzen. Der freiberuflich tätige Journalist hatte die Buyout-Geschäftsbedingungen des Süddeutschen Verlags zugeschickt bekommen, mit denen sich die Süddeutsche Zeitung alle Rechte an seinen Artikeln sichern wollte. Für eine marginale Honorarerhöhung von fünf Prozent, was ungefähr sechs Cent pro Zeile ergeben hätte, wollte der Verlag seine Beiträge auch für die eigene Webseite nutzen und sie in kostenpflichtige Archive einstellen. &#8220;Das war ein unverschämtes Angebot, aber was ich zu der Zeit noch nicht ahnen konnte war, dass es das beste war, das ich je in dieser Hinsicht bekommen würde.&#8221; Andere Verlage wollten für die weitere Nutzung keinen einzigen Cent bezahlen. Von da an sei es nur ein kurzer Weg zu der Erkenntniss gewesen, wie wichtig, umkämpft und politisch relevant das Thema Urheberrecht im digitalen Zeitalter sei, berichtet Spielkamp.</p>
<p>Heute ist Matthias Spielkamp in Sachen Urheberrecht ein fundierter Experte und viel gefragter Gesprächspartner. Seine Essays und Expertisen erscheinen in Büchern und Fachzeitschriften, aber ebenso in Tages- und Wochenzeitungen wie die Zeit, FAZ, Spiegel Online oder in der taz. Spielkamp gelingt es, das sperrige und trockene Thema für jedermann verständlich aufzubereiten. Zuletzt war er Sachverständiger der <a href="https://enquetebeteiligung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft</a> des Deutschen Bundestags. Spielkamp engagiert sich aber auch in der Aus- und Fortbildung von Nachwuchsjournalisten – er vermittelt das Handwerkszeug des Online-Journalismus an verschiedenen Akademien und Journalistenschulen. Seine große Leidenschaft ist und bleibt aber das Urheberrecht. Als Gründungsredakteur war er 2005 entscheidend an der Entstehung des mehrfach prämierten Urheberrechtsportals &#8220;<a href="http://irights.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iRights.info</a> – Urheberrecht in der digitalen Welt&#8221; beteiligt, seit 2009 ist er dessen Projektleiter. Trotz klarer Positionierung möchte Spielkamp das Portal keinesfalls als Lobbyinstrument verstanden wissen, iRights.info sei vielmehr ein Informationsangebot, das über die wichtigsten und jeweils aktuellen Aspekte des Urheberrechts berichten soll. &#8220;Das tun wir unabhängig und neutral. Beim Lesen unserer Artikel wird jedem schnell klar werden, dass wir einer Ausweitung des Urheberrechts zugunsten der Verwertungsindustrie sehr kritisch gegenüberstehen. Diese Einschätzung beruht aber auf unabhängiger Analyse der Situation.&#8221;</p>
<p>Die derzeitigen Entwicklungen beim Urheberrecht begleitet Spielkamp als kritischer Beobachter, wobei ihm insbesondere das kürzlich verabschiedete <a href="http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2010/december/tradoc_147079.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ACTA-Abkommen</a> ein Dorn im Auge ist. Nicht nur der überbordende Einfluss von Verlagen sowie Musik- und Filmindustrie, sondern auch das intransparente Zustandekommen des Abkommens stößt bei ihm auf Unverständnis: &#8220;Das alles war in einem so unfassbaren Ausmaß intransparent, undemokratisch und von Partikularinteressen gesteuert. Jeder, der den ACTA-Prozess nur entfernt verfolgt hat, muss diesen Eindruck bekommen&#8221;. Und er ergänzt: &#8220;Allen, die sich jahrelang unermüdlich um Transparenz bemüht haben, gebührt größter Respekt, denn sie sind von der EU-Kommission und den Regierungen der beteiligten Staaten mit unglaublicher Unverfrorenheit behandelt worden&#8221;. Ob sich seiner Einschätzung nach durch den Erfolg der Piratenpartei die Einstellung der Politik zum Urheberrecht und zur Netzpolitik allgemein ändern wird? Davon ist Spielkamp überzeugt und glaubt, dass die etablierten Parteien lernen werden müssen, mit dem Thema Netzpolitik auf Wählerfang zu gehen. Bei den Inhalten selbst ist er sich nicht so sicher: &#8220;Was sich ändern wird und ob mir gefallen wird, wie es sich ändert, kann man aber jetzt noch nicht voraussagen.&#8221;</p>
<p>In netzpolitischen Themen hinkt Deutschland oftmals den Entwicklungen in Übersee hinterher. Nicht so in der Diskussion um die überfällige Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter : &#8220;Deutschland hat mit der Idee der Pauschalabgaben vor langer Zeit schon einmal eine sehr pragmatische Idee in die Welt gesetzt, die von unzähligen Ländern übernommen worden ist&#8221;, erläutert Spielkamp. An diese Tradition möchte er anknüpfen – ihm schwebt eine Kulturflaterate für einzelne Felder wie die Musiknutzung vor. Dabei liegt ihm ein fairer Ausgleich zwischen Urhebern, Rechteverwertern und Nutzern besonders am Herzen. Nach den Chancen eines Ausgleich der verschiedenen Interessen gefragt, gibt Spielkamp zu bedenken: &#8220;Wir dürfen uns nicht immer von den Profiteuren des bestehenden Systems einreden lassen, dass es wegen internationaler Verträge gar nicht möglich sei, eine Lösung zu finden, die alle Beteiligten zufrieden stellen würde &#8211; oder zumindest viel zufriedener als bisher&#8221;. Bis dahin werden wir sicher noch einige interessante und lesenswerte Beiträge von ihm lesen. (Zeichnung: Kat Menschik)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/kopfe/der-copyright-kaempfer-5466/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ratgeber Urheberrecht</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ratgeber-urheberrecht-3700/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ratgeber-urheberrecht-3700/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 09:45:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[iRights.info]]></category>
		<category><![CDATA[klicksafe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/ratgeber-urheberrecht-3700/</guid>

					<description><![CDATA[Texte, Fotos und Videos im Internet zu veröffentlichen, ist einfach geworden. Umso schwieriger ist es, herauszufinden, was man denn überhaupt veröffentlichen darf. Denn: Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt. So lautet auch der Titel einer <a href="http://irights.info/fileadmin/texte/material/broschuere_klicksafe_irights_urheberrecht_internet.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Broschüre</a>, die einen Überblick über Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Mitmach-Web geben will.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Texte, Fotos und Videos im Internet zu veröffentlichen, ist einfach geworden. Umso schwieriger ist es, herauszufinden, was man denn überhaupt veröffentlichen darf. Denn: Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt. So lautet auch der Titel einer <a href="http://irights.info/fileadmin/texte/material/broschuere_klicksafe_irights_urheberrecht_internet.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Broschüre</a>, die einen Überblick über Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Mitmach-Web geben will.<!--break--></p>
<p>
Herausgeber des sechs Seiten umfassenden Leitfadens sind die Initiative <a href="http://www.klicksafe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">klicksafe </a>und <a href="http://www.irights.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iRights.info</a>, ein Info-Portal zum Urheberrecht im Internet. Der Autor Dr. Till Kreutzer, Redakteur bei iRights.info, erklärt, welche Inhalte rechtlich unbedenklich sind. Dazu gehören natürlich vor allem Inhalte, die man selbst erstellt hat. Ausnahmen gibt es jedoch auch hier: Fotografiert oder filmt man andere Personen, braucht man deren Einwilligung, bevor man die Bilder online stellt. Bei Inhalten von Dritten fragt man lieber einmal nach, bevor man sie übernimmt. Sonst kann es teuer werden.
</p>
<p>
Der Ratgeber geht auch auf die unklare Gesetzeslage in Deutschland ein. Bis jetzt gibt es nämlich kaum einheitliche Gerichtsurteile, wer bei Urheberrechtsverletzungen im Internet haftet. Zusätzlich bietet die Broschüre eine kleine Einführung in Freie Inhalte und Creative Commons Lizenzen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/ratgeber-urheberrecht-3700/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
