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	<title>Irland &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Irland &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Facebook trifft größten Kritiker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Thielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 13:37:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>
		<category><![CDATA[europe-v-facebook.org]]></category>
		<category><![CDATA[Max Schrems]]></category>
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					<description><![CDATA[Während Facebook im Visier der Datenschützer bleibt, trafen sich Vertreter des Internetkonzerns am Montag mit Max Schrems, dem Gründer der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/facebook-trifft-groessten-kritiker/facebook_login/" rel="attachment wp-att-11053"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-11053" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Facebook_Login.png" alt="" width="195" height="119" /></a>Während Facebook im Visier der Datenschützer bleibt, trafen sich Vertreter des Internetkonzerns am Montag mit Max Schrems, dem Gründer der Initiative Europe vs. Facebook. Ein Zeichen für ein Entgegenkommen des US-Konzerns? Die meisten Bedenken bleiben auch nach dem &#8220;Informationsaustausch&#8221; bestehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im vergangenen Jahr forderte der Wiener Jurastudent und Facebook-Kritiker Max Schrems den US-Internetkonzern auf, ihm eine Kopie aller über ihn gespeicherten Daten auszuhändigen. Basierend auf den erhaltenen Informationen verfasste Schrems <a href="http://politik-digital.de/europa-gegen-facebook/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">22 Anzeigen</a> wegen diverser Datenschutzverletzungen gegen Facebook und legte diese bei dessen Europa-Zentrale in Irland vor. Irlands zuständige Datenschutzbehörde forderte Facebook daraufhin im <a href="http://politik-digital.de/facebook-kuenftig-mit-mehr-datenschutz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dezember </a>auf, zukünftig mehr Wert auf Transparenz und Datenschutz zu legen. Bei Verstößen drohen dem Internetkonzert nun Geldstrafen von rund 100.000 Euro. Die neuen Regelungen sind insbesondere im Bezug auf die Nutzung von Fotos zu Werbezwecken entgegen der ausdrücklichen Zustimmung des Urhebers anzuwenden. Darüber hinaus verpflichten sie Facebook dazu, auf Anforderung des Users eine Kopie aller personenbezogenen Daten auszugeben. Damit ist Irland das einzige europäische Land, das sich auf den EU-Datenschutz beruft und den Internetkonzern im Umgang mit User-Daten in die Schranken weist. Ein beachtlicher Erfolg für die von Schrems gegründete Kampagne <a href="http://europe-v-facebook.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europe vs. Facebook</a>, jedoch sind damit noch längst nicht alle Bedenken ausgeräumt.</p>
<p>Um zu demonstrieren, dass die von der Wiener Initiative aufgestellten Forderungen nach mehr Transparenz, Selbstentscheidungsrecht und Datensparsamkeit sowie die <a href="http://www.europe-v-facebook.org/DE/Anzeigen/anzeigen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">22 Anzeigen</a> ernst genommen werden, trafen sich am Montag Facebooks Europa-Chef Richard Allen und eine US-Vertreterin des Konzerns mit Max Schrems in Wien. Ziel sollte es sein, zu einer „einvernehmlichen Lösung“ zu kommen, denn auch das soziale Netzwerk selbst wolle endlich Rechtssicherheit haben. Der bei dem Treffen hauptsächlich diskutierte Kritikpunkt war der Umgang mit angeblich gelöschten Dateien. Dass längst gelöschte Daten noch Jahre später auffindbar sind, begründete Facebook teilweise mit „technischen Problemen“. Dem Vorwurf Schrems‘, bei der Nutzerzustimmung eine „Neuinterpretation“ europäischer Gesetze anzuwenden, begegnen die Facebook-Betreiber mit der Einstellung „Solange keiner nein sagt, ist es eine Zustimmung“.</p>
<h3>Noch immer unter europäischem Datenschutzlevel</h3>
<p>Seit 2011 sind die irischen Behörden nun verpflichtet, die Datenschutzvorkehrungen des sozialen Netzwerks regelmäßig zu überprüfen und einen dementsprechenden Bericht zu verfassen. So wurde im Dezember 2011 bereits ein erster 149-seitiger <a href="http://www.europe-v-facebook.org/Facebook_Ireland_Audit_Report_Final.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> veröffentlicht, der zwar diverse Nachbesserungen fordert, jedoch keine gröberen Verstöße von Seiten Facebook aufführt. Nach Ansicht der Initiatoren von Europe vs. Facebook ist dieses Protokoll jedoch nicht ausreichend, da nur „maximal zehn Prozent“ ihrer Forderungen umgesetzt seien. Darüber hinaus beinhalte die Untersuchung „keine stringente rechtliche Analyse“ des Netzwerks, mehr noch, der Bericht befinde sich „unter dem europäischen Datenschutz-Level&#8221;, so Schrems.</p>
<p>Zwar war der allgemeine Eindruck nach dem Treffen auf beiden Seiten durchaus positiv, jedoch ist die Arbeit damit noch lange nicht getan. Denn zu einer einvernehmlichen Lösung ist man nicht gekommen. Laut Max Schrems sei dennoch deutlich geworden, dass Facebook ein starkes Interesse habe, „ernsthaft den europäischen Gesetzen zu entsprechen“. Jedoch sei man sich auch bewusst, dass dies noch einen langen Prozess zur Folge haben werde, wie die Vertreter des sozialen Netzwerks betonten. Eine Ausräumung der vermerkten Mängel und die damit verbundenen Verbesserungsvorschläge sollen größtenteils bis Ende März realisiert werden, bevor die irische Datenschutzbehörde im Juli eine erneute Überprüfung vornehmen wird. Als nächsten Schritt plant Europe-vs-Facebook unterdessen, einen Antrag auf eine formelle Entscheidung in Irland zu stellen. Falls dieser nicht umgesetzt werde, werde sich die Kampagne an die EU-Kommission wenden, mit der Aufforderung, sich mit dem Fall zu befassen und ein Vertragsverletzungsverfahren anzuregen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Europa gegen Facebook</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/europa-gegen-facebook-5417/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 16:36:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[europe-v-facebook.org]]></category>
		<category><![CDATA[Max Schrems]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="220" align="left" height="47" src="/sites/politik-digital.de/files/eu-versus-facebook.png" />Der Druck auf Facebook zur Verbesserung des Datenschutzes für seine Nutzer wächst weiter. Eine Gruppe von Wiener Jura-Studenten zeigte das Unternehmen erfolgreich bei der irischen Datenschutzkommission an.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/eu-versus-facebook.png" width="220" height="47" align="left" />Der Druck auf Facebook zur Verbesserung des Datenschutzes für seine Nutzer wächst weiter. Eine Gruppe von Wiener Jura-Studenten zeigte das Unternehmen erfolgreich bei der irischen Datenschutzkommission an.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Am 18. August reichte die <a href="http://www.europe-v-facebook.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative “Europe versus Facebook”</a> erfolgreich einen <a href="http://www.europe-v-facebook.org/DE/Anzeigen/anzeigen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Katalog von 16 Anzeigen</a> bei der irischen Datenschutzkommission gegen den Internetgiganten Facebook ein. Die Behörde nahm mittlerweile Ermittlungen auf und geht den Vorwürfen nach. Wir führten dazu ein Interview mit Max Schrems (23) von www.europe-v-facebook.org. Darin kommt er zu dem Schluss, dass Facebook im schlimmsten Fall bis zu 100.000 Euro Strafe, vor allem aber ein riesiger Imageschaden drohen könne. Zuletzt war Facebook im April 2011 für seine Datensammelwut mit dem BigBrotherAward <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2011/.comm1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ausgezeichnet worden</a>.</p>
<p align="center">
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/fbrDUzxaRNw" width="480" height="345" frameborder="0"></iframe></p>
<p align="center"><b>(Aktueller Bericht vom ORF zur Initiative)</b></p>
<p>Zu den Vorwürfen der Initiative zählt beispielsweise, dass Facebook bestimmte Daten dauerhaft speichert, obwohl der Nutzer sie vermeintlich gelöscht hat, oder dass die Verwendung von Daten faktisch nach dem Prinzip “Opt-Out” statt “Opt-In” abläuft. Die Datenschutzbestimmungen als Ganzes seien vage, unklar und widersprüchlich, eine Zustimmung dazu sei nach europäischen Standards ungültig. Die 16 Beschwerden umfassen letztlich all die Datenschutzlücken, die auch schon von anderer Stelle kritisiert wurden – wie in Deutschland zuletzt von dem <a href="/thilo-weichert„uns-geht-es-nicht-um-zoff-sondern-um-ueberzeugung“" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschützer Thilo Weichert</a>. Die Frage ist dabei aber immer auch, welche Mittel die größte Aussicht auf Erfolg haben, um Facebook einen verbesserten Datenschutz für seine Nutzer abzuringen. In diesem Zusammenhang scheint die Initiative „Europe versus Facebok“ auf dem richtigen Weg zu sein.</p>
<p><b>Aus welcher Motivation heraus hat Ihre Gruppe <a href="http://www.europe-v-facebook.org/DE/Anzeigen/anzeigen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die 16 Beschwerden</a> gegen Facebook bei der irischen Datenschutzkommission eingereicht? Welche Vorwürfe stehen im Mittelpunkt?<br />
</b></p>
<p>Ich habe im Silicon Valley (USA) ein Semester Datenschutzrecht studiert. Dabei hatten wir auch Gastreferenten von großen IT-Unternehmen &#8211; unter anderem von Facebook. Deren Gedankenwelt ist in etwa so: Die Europäer sind zwar ganz süß mit ihrem Datenschutz, aber passieren tut eh nichts, daher macht man als US-Unternehmen einfach, was man will. Genau das ist auch der Vorwurf an Facebook: Es werden unserer Meinung nach schlichtweg die europäischen Gesetze ignoriert. Dazu haben wir 16 Einzelfälle exemplarisch herausgegriffen. Das reicht von entfernten Daten, die weiter gespeichert wurden, bis hin zu der von Facebook eingesetzten Datenschutzrichtlinie, die vollkommen vage, widersprüchlich und unverständlich ist.</p>
<p><b>Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass die irische Behörde auf Basis Ihrer Vorwürfe nun Ermittlungen eingeleitet hat? Und was könnte diese konkret unternehmen?<br />
</b></p>
<p>Wir sind sehr positiv überrascht. Die Behörde wird sogar eine Betriebsprüfung im Hauptquartier von Facebook in Irland machen &#8211; das ist schon sehr intensiv. Die Behörde kann nach irischem Recht eine „Enforcement Notice“, also einen Bescheid ausstellen, der vorgibt, was Facebook ändern muss. Wird dieser nicht befolgt, gibt es bis zu 100.000 Euro Strafe und vor allem einen riesigen Imageschaden. Facebook kann so einen Bescheid nur noch vor Gericht anfechten und würde dann der irischen Behörde gegenüberstehen.</p>
<p><b>Was könnte der Grund dafür sein, dass erst eine Gruppe von Jura-Studenten aktiv werden muss, um Datenschutzänderungen bei Facebook im Sinne der Nutzer einzufordern? Sollte dies nicht eigentlich die Aufgabe der zuständigen staatlichen Behörden sein?<br />
</b></p>
<p>Ja, ich habe das schon mit dem zotteligen Grünen verglichen, der in den 1960ern im Fluss die Abwässer herausfischen musste, damit die Behörden etwas gegen so manche Fabrik unternehmen. Im Datenschutz gibt es leider keine wirklich flächendeckende und aktive Kontrolle durch die Behörden. Am ehesten gibt es so etwas in Deutschland, aber selbst dort sind die Budgets zu klein, um wirklich Beamte zu den Firmen zu schicken. In den anderen EU-Ländern schaut es noch trister aus. Auch die US-amerikanischen IT-Unternehmen haben daher hauptsächlich Angst vor den Deutschen &#8211; aber auch die ist begrenzt.</p>
<p><b>Denken Sie, dass es kurzfristig realistische Chancen gibt, dass Facebook die angemahnten Verstöße gegen den Datenschutz ausräumen wird? Oder wird Ihre Initiative eher dazu beitragen, das öffentliche Problembewusstsein zu schärfen und mittel- bis längerfristig den Druck auf den Weltkonzern zu erhöhen?<br />
</b></p>
<p>Ich denke, dass das öffentliche Problembewusstsein schon da ist. Vielleicht nicht im vollen Umfang. Aber im Prinzip weiß jeder, dass Facebook eine Datenkrake ist. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass es klare Gesetze gibt und die Behörden trotzdem mit Facebook „verhandeln“. Stellen Sie sich vor, jeder Falschparker könnte mit den Behörden erst mal verhandeln und hätte noch die Chance, woanders zu parken. Ich glaube nicht, dass sich irgendwer noch an Parkverbote halten würde. Daher würde ich sagen, dass wir das Problembewusstsein bei der Durchsetzung der Gesetze schärfen müssen. Zum Glück hat der irische Datenschutzkommissar nun wirklich sehr offensiv den Fall aufgenommen und räumt den Anzeigen gegen Facebook höchste Priorität ein. Zudem ist hier nun die tatsächlich zuständige Behörde am Werk und nicht irgendeine. Ich schätze die Chancen derzeit daher weitaus besser ein als noch vor einem Monat.</p>
<p><b>Sie konzentrieren sich mit Ihren Beschwerden auf Facebook. Sehen Sie auch bei Konkurrenzangeboten wie Google+ einen Handlungsbedarf ? Oder ist Facebook der böse Feind und alleinige Zielscheibe?<br />
</b></p>
<p>Ich habe mir Google+ bisher nur grob angesehen. Auf den ersten Blick scheint es, dass es das gleiche in Grün ist wie Facebook. Datenschutzrechtlich kommt hinzu, dass Google nicht nur die Daten aus dem sozialen Netzwerk hat, sondern diese z.B. auch mit den Daten aus Suchanfragen, YouTube oder der Google-Werbung verknüpfen kann. Das ist noch mal viel intensiver. Der Nutzer geht einen Vertrag mit Google USA ein, weshalb das Unternehmen in Europa eher nicht greifbar ist.</p>
<p><b>Und wie sieht das bei Facebook aus? Schließlich befindet sich deren Firmenzentrale auch in den USA. Und wenn es zu Verbesserungen beim Datenschutz kommen sollte: Wird Facebook diese auf Europa beschränken?<br />
</b></p>
<p>Alle Nutzer außerhalb der USA und Kanada haben einen Vertrag mit „Facebook Ireland Ltd“ mit Sitz in Dublin (Irland). Das bedeutet, dass uns die Konzernmutter in den USA vollkommen egal sein kann. Die deutschen Behörden sehen das leider anders, weil damit alle Befugnisse in Irland liegen, was für sie einen Machtverlust bei einem wichtigen Thema bedeutet. Aber Facebook und auch die irische Behörde haben diese rechtliche Einschätzung bereits geteilt. Die meisten IT-Unternehmen wollen weltweit einheitliche Systeme, daher wird eine Verbesserung vermutlich auch Bürgern in den USA und Kanada zugutekommen.</p>
<p><b>Das Management von Facebook hat angeblich mit Ihnen Kontakt aufgenommen und will persönlich mit Ihnen über die Vorwürfe sprechen. Gibt es schon einen konkreten Termin für ein Gespräch? Was erwarten Sie sich davon?<br />
</b></p>
<p>Ich erwarte mir nichts davon, daher habe ich auch gesagt, dass sie gerne auf einen Kaffee nach Wien kommen können. Mir wurde mitgeteilt, dass sie in den kommenden Wochen nach Wien fliegen wollen. Ich gehe davon aus, dass das nur ein Austausch von beiderseits bekannten Argumenten wird. Lustig könnte es trotzdem werden.</p>
<p><b>In Schleswig-Holstein hatte zuletzt Thilo Weichert vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) mit der Forderung für Wirbel gesorgt, den „Like-Button“ von Facebook auf Webseiten zu verbieten. Ab Oktober sollen gar Bußgelder von bis zu 50.000 Euro gegen Webseitenbetreiber verhängt werden. Was halten Sie davon?<br />
</b></p>
<p>Ich sehe das rechtlich genauso wie Herr Weichert. Er dürfte die Gesetze nach dem Wortlaut auslegen und nicht so lange biegen, bis die Konzerne tun können, was sie wollen. Leider ist das nur bei wenigen Behörden die Praxis. Ich hätte wohl etwas diplomatischer agiert und auf die (alte) „Sharer“-Funktion von Facebook verwiesen, die auf Link-Basis funktioniert und daher datenschutzfreundlich ist. Dabei wird der Nutzer erst nach dem Klick auf einen Button auf facebook.com weitergeleitet. Facebook hat leider die Dokumentation dafür vom Netz genommen. Aber man findet die Dokumentation auf vielen Webseiten. Auf unserer Webseite haben wir auch diese alte Funktion verwendet.</p>
<p><b>Ihre Initiative hat eines in jedem Fall schon erreicht: mediale Aufmerksamkeit. So wird über Sie beispielsweise am kommenden Donnerstag in der ARD-Sendung Monitor berichtet. Planen Sie über öffentliche Auftritte hinaus auch weitere Aktionen bzw. Maßnahmen, um Facebook eine Verbesserung des Datenschutzes abzuringen?<br />
</b></p>
<p>Ich bin Jurist und daher eher an einer handfesten rechtlichen Lösung als an viel Tumult interessiert. Natürlich hilft mediale Aufmerksamkeit aber auch dabei, die Behörden zum Hinsehen zu ermutigen. Leider ist aber wegen der „Like-Button“-Diskussion das Thema in Deutschland derzeit besetzt und wir sind im Vergleich zu Österreich nur wenig in den Medien präsent, obwohl unsere Aktion ein Vielfaches tiefer geht als dieser eine Knopf.</p>
<p><b>Nutzen Sie selbst Facebook?<br />
</b></p>
<p>Ich nutze es gerne und folge hier der Devise „verbessern statt verweigern“. Warum sollen wir als Nutzer uns gute Tools wie soziale Netzwerke von Konzernen zerstören lassen? Ich teile Informationen nur mit Freunden und bin schwer zu finden. Außerdem habe ich mit ein paar Scripts, die man im Netz leicht findet, meine Pinnwand und alle Daten gelöscht, die nicht wirklich notwendig sind. Mehr kann man als einzelner Nutzer vermutlich nicht tun. Leider hat sich nach unserem Auskunftsersuchen herausgestellt, dass Facebook viele Daten weiter aufbewahrt &#8211; selbst nach dem Löschen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>InfoMonitor Juni 2008: Fußball-EM war eindeutiges Topthema</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/infomonitor-juni-2008-fussball-em-war-eindeutiges-topthema-4091/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[InfoMonitor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 11:55:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahl 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
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		<category><![CDATA[Fußball-Europameisterschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit großem Vorsprung platzierte sich im Juni die Fußball-Europameisterschaft an der Spitze der Topthemen in den Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und SAT.1. Zusammen über neun Stunden (563 Minuten) betrug die EM-Berichterstattung in „Tagesschau“, „heute“, „RTL aktuell“ und „Sat.1 Nachrichten“, wie vom InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, ermittelt wurde.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit großem Vorsprung platzierte sich im Juni die Fußball-Europameisterschaft an der Spitze der Topthemen in den Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und SAT.1. Zusammen über neun Stunden (563 Minuten) betrug die EM-Berichterstattung in „Tagesschau“, „heute“, „RTL aktuell“ und „Sat.1 Nachrichten“, wie vom InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, ermittelt wurde.<br />
<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Allerdings entfielen dabei mehr als zwei Drittel der Fußballberichterstattung auf die Nachrichten in den beiden Privatsendern. Weitere Themen unter den Top-10 im Juni waren: die steigenden Öl-, Benzin und Gaspreise (50 Minuten), die Abstimmung in Irland über den EU-Reformvertrag (44 Minuten), der Lieferstopp der Milchbauern (40 Minuten), das Hochwasser in den USA (36 Minuten) sowie der Machtkampf in Simbabwe (35 Minuten).
</p>
<p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/06_top-10_themen_tv_hauptnachrichten.jpg" height="270" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.6.-30.6.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i>
</p>
<p>
Zwischen den Nachrichtensendungen zeigten sich auch in diesem Monat wieder charakteristische Unterschiede bei der Gewichtung einzelner Themen. So erreichte der Machtkampf in Simbabwe als wichtiges Thema der internationalen Politik bei „Tagesschau“ und „heute“ die Ränge 3 bzw. 2, bei RTL und Sat.1 kam das Thema nicht unter die ersten zehn. Der Prozess gegen U-Bahn-Schläger in München rangierte dagegen bei RTL und Sat.1 auf den Plätzen 9 bzw. 11, spielte bei ARD und ZDF allerdings kaum eine Rolle.
</p>
<p>
Auch bei den beiden Nachrichtenmagazinen „Tagesthemen“ und „heute-journal“ nahm die Fußball-EM im Juni Platz 1 unter den Topthemen ein. Doch erreichten auch eine ganze Reihe politischer Ereignisse hohe Aufmerksamkeit in der Berichterstattung. Besonders umfangreich im Vergleich zu den anderen Nachrichtensendungen berichteten „Tagesthemen“ und „heute-journal“ unter anderem über den Sieg von Barack Obama in den Vorwahlen der Demokraten in den USA sowie über die Lage in Afghanistan und den Bundeswehreinsatz dort.
</p>
<p>
<b>Sat.1 reduziert Politik-Themen wegen Fußball um mehr als ein Drittel</b>
</p>
<p>
Die umfangreiche EM-Berichterstattung im Juni wirkte sich unterschiedlich auf die Themenstruktur der Nachrichtensendungen aus. Während RTL den deutlich erhöhten Sportanteil u.a. durch niedrigere Anteile in den Bereichen Kriminalität und Unfall/Katastrophe kompensierte, sank bei den „Sat.1 Nachrichten“ der Politikanteil um mehr als ein Drittel auf 18 Prozent (2 Minuten). In „heute“ blieb der Anteil politischer Themen mit 36 Prozent (6 Minuten) stabil; die „Tagesschau“ erreichte sogar einen höheren Politikanteil (48 Prozent, 8 Minuten) als im Monat Mai. In den Nachrichtenmagazinen lag der Politikanteil wegen des Fußballs etwas niedriger als im Vormonat, die „Tagesthemen“ erreichten 39 Prozent (entspricht 7 Minuten pro Ausgabe) und das „heute-journal“ 42 Prozent (9 Minuten).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/NEU_06_themenstruktur_tv_nachrichten_prozent.jpg" alt="Themenstruktur TV-Nachrichten (in Prozent)" height="404" width="472" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.6.-30.6.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/06_themenstruktur_tv_nachrichten_minuten_0.jpg" height="420" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.6.-30.6.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de  </i>
</p>
<p>
Nachdem im Mai die Partei Die Linke erstmals einen vierten Platz im Ranking der Parteienauftritte in den Fernsehnachrichten erreichen konnte, zeigt sich im Juni wieder das gewohnte Bild: Die CDU führt mit insgesamt 300 Auftritten ihrer Politiker knapp vor der SPD mit 297, gefolgt von CSU (64 Auftritte), FDP (49 Auftritte) und den Grünen (45 Auftritte). Die Linke erzielte dieses Mal lediglich 16 Auftritte.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/06_parteienpr_tv_nachrichten.jpg" height="320" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.6.-30.6.2008<br />
Insgesamt 775 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i><i>  </i>
</p>
<p>
In der Liste der am häufigsten präsenten deutschen Politiker führt weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel (134 Auftritte) mit Abstand vor Frank-Walter Steinmeier (54 Auftritte) und Sigmar Gabriel (47 Auftritte). Einziger Vertreter der Bundestagsopposition unter den Top-20 ist Guido Westerwelle von der FDP mit 17 Auftritten.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/06_top-20_politiker_nachrichten.jpg" height="460" width="468" /><i>Untersuchungszeitraum: 1.6.-30.6.2008<br />
Insgesamt 775 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 Nachrichten; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i></p>
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