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	<title>IT-Branche &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Jul 2001 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
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	<title>IT-Branche &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Boy-groups versus spicy girls!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/boy_groups_versus_spicy_girls-562/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jnafziger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskraft]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wann, wenn nicht jetzt! Dies könnte, 
dies müsste das Zeitalter der Frauen sein. High Potentials mit soft skills sind 
als Arbeitskraft in der IT-Branche gefragt. Mit vernetzten Arbeitsplätzen und 
flexibleren Arbeitszeiten ließe sich das Problem der Kind-Karriere-Kreuzung locker 
in eine glänzende Laufbahn umwandeln. Doch die Internetwelt sieht anders aus: 
nur 15 % Frauen sitzen in den Führungsetagen deutscher Multimediaunternehmen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Wann, wenn nicht jetzt! Dies könnte,<br />
dies müsste das Zeitalter der Frauen sein. High Potentials mit soft skills sind<br />
als Arbeitskraft in der IT-Branche gefragt. Mit vernetzten Arbeitsplätzen und<br />
flexibleren Arbeitszeiten ließe sich das Problem der Kind-Karriere-Kreuzung locker<br />
in eine glänzende Laufbahn umwandeln. Doch die Internetwelt sieht anders aus:<br />
nur 15 % Frauen sitzen in den Führungsetagen deutscher Multimediaunternehmen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Branche ist nur zu einem Viertel weiblich obwohl es mittlerweile fast genauso viele weibliche wie männliche User<br />
gibt &#8211; immerhin 42 %. Will frau in der IT-Branche überhaupt ihren Mann stehen?<br />
Oder müssen sich die Strukturen in der Netzwelt erst so verändern, damit frau<br />
sich einspannen lässt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Sie waren die ersten Helden und<br />
Heldinnen des Internetzeitalters. Jene Jungs und Mädels, die vor knapp zwei<br />
Jahren von ihren Hinterhofbüros aus virtuell in die Welt hinauszogen, um selbige<br />
zu erobern &#8211; mit wenig Gepäck, oftmals nur mit einer guten Idee. Der viel zitierte<br />
Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft hatte endlich ein Gesicht.<br />
Und das war häufig weiblich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Junge Frauen, hervorragend ausgebildet,<br />
strömten schwungvoll in die neu gegründeten &quot;Dot-com´s&quot; oder gründeten selber<br />
welche. Dort waren die Voraussetzungen auf den ersten Blick optimal: die Strukturen<br />
komplett neu, die Teams jung, die Hierarchien flach und die Vorurteile gegenüber<br />
Frauen klein. Doch wo sind sie geblieben, die erfolgreichen Unternehmerinnen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Marina Wetzel jedenfalls ist voll<br />
da! Sie ist Inhaberin einer kleinen, aber feinen Internetfirma in Berlin. Ihr<br />
Auftreten: robust und gewinnend. Man glaubt ihr, dass sie im täglichen Geschäft<br />
genau weiß, wo es langgeht. So wie damals, als alles anfing.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Als vor sechs Jahren das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, gründete<br />
sie gemeinsam mit vier Freunden die <a href="http://www.webdesigncompany.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WebDesignCompany</a>.<br />
Mittlerweile ist das Unternehmen, das sich auf die Erstellung von Websites spezialisiert<br />
hat, auf neun Mitarbeiter angewachsen. Und frau ist international &#8211; in der Schweiz<br />
gibt es eine Filiale.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Es läuft also Während sich ihre fast ausschließlich männlichen Kollegen um die technische Seite kümmern, leitet<br />
sie den gesamten geschäftlichen Bereich. Die klassische Rollenverteilung? &quot;Und<br />
wenn schon&quot;, kontert die Betriebswirtin, &quot;ich nutze meine Vorteile als Frau<br />
&#8211; beispielsweise bei Kundengesprächen. Wir Frauen können einfach besser kommunizieren<br />
und erklären. Meine Kunden suchen ganz normale Gespräche, ohne technische Kompliziertheiten<br />
und wollen gleich mit ihren Anliegen verstanden werden. Dann muss ich eben ran.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Dafür investiert sie viel, und nicht nur Zeit. Eine Sechs-Tage-Woche ist für sie total normal. &quot;Nur der Sonntag gehört<br />
meiner Familie&quot;, erklärt sie fast ohne Wehmut. Ihr Mann und die elfjährige Tochter<br />
haben Verständnis, sagt sie &#8211; es muss halt, damit es weiterläuft. Die Berliner<br />
Netzunternehmerin ist eine Ausnahmeerscheinung. Frauen, die sich in der IT-Branche<br />
selbständig gemacht haben, sind rar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Und das, obwohl die Stimmung bei den Internet/E-Commerce-Gründern in Deutschland<br />
laut einer Befragung der <a href="http://www.ebs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European<br />
Business School</a> (ebs) trotz Kurseinbrüchen und Firmenpleiten ungebrochen<br />
positiv ist. Es wird weiterhin in die neue Branche investiert, wenn auch das<br />
viel gepriesene Wagniskapital nicht mehr wie Honig aus goldenen Töpfen fließt.<br />
Es tropft aber noch, und gute Ideen sowie pfiffige Konzepte werden weiterhin<br />
finanziell angeschoben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Doch bereits hier spielen die in Deutschland tätigen Frauen nicht mit. Nur 4 % nutzen die durch Venture Capital<br />
Gesellschaften, Business Angel oder strategische Investoren bereitgestellten<br />
Finanzspritzen. Diese Zahl verwundert nicht, wenn man bei Beteiligungsgesellschaften<br />
nachfragt: &quot;Von den 600 Businessplänen, die wir in den letzten Monaten auf dem<br />
Tisch hatten, sind nicht einmal eine Hand voll von Frauen&quot;, sagt Barbara Altmeyer,<br />
Geschäftsführerin bei der Brockhaus Private Equity VerwaltungsGmbH.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Eine Problemdiagnose ist auf den ersten Blick leicht erstellt. Die meisten Studien und Umfragen zum Thema kommen<br />
zu einem einheitlichen Ergebnis: Frauen scheuen das Risiko, sind sicherheitsorientiert<br />
und technikfeindlich, trauen sich weniger zu, stellen weniger Ansprüche, definieren<br />
sich seltener über den Job und entscheiden sich deshalb häufiger gegen Karriere<br />
und für Familie. Na dann!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Aber: die gleichen Untersuchungen zeigen auch, dass weibliche Führungskräfte<br />
über höhere emotionale Kompetenz, bessere Teamfähigkeit, bessere Kommunikation<br />
und mehr Ausdauer beim Aufspüren von Lösungsansätzen verfügen. Hinzu kommt,<br />
dass Frauen häufig besser ausgebildet sind und höhere Abschlüsse haben als die<br />
männliche Konkurrenz. Dies kann Andera Gadeib, Gründerin des Online-Marktforschungsunternehmens<br />
<a href="http://www.dialego.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dialego</a> nur bestätigen:<br />
&quot;Es ist zwar nach wie vor eher ungewöhnlich, dass Frauen Unternehmen gründen,<br />
aber die Statistik belegt, dass von Frauen gegründete Unternehmen äußerst erfolgreich<br />
sind.&quot; Na also!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Warum schwappt die Gründungswelle dann nicht auf mehr Frauen über! Es scheint, dass sich das weibliche Geschlecht<br />
schwer tut, persönliche Lösungen zu finden, wenn es um die eigenen Belange geht.<br />
Sie wollen machen, doch die Frage ist, um welchen Preis? Frauen schätzen Lebensqualität<br />
mehr und anders. Deshalb drängt sich eine Frage förmlich auf: wollen sich Frauen<br />
unter den jetzigen Bedingungen überhaupt auf Positionen in Führungsetagen einlassen<br />
oder eigene Unternehmen gründen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Viele Frauen können und wollen die Flexibilität, die von der Branche verlangt<br />
wird, nicht ermöglichen. Aglaé von Schwertzell, selbst erfolgreiche Unternehmerin<br />
und Inhaberin der Münchener IT-Beratungsfirma <a href="http://www.upside-ventures.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Upside<br />
Ventures</a> bringt es auf den Punkt: &quot;Frauen tun sich schwerer mit ihrer Lebensplanung.<br />
Wenn man ein Unternehmen gründet, sollte man schon zwei bis drei Jahre Berufserfahrung<br />
mitbringen, vorher hat man studiert. Man ist also um die 30. Dann verzichtet<br />
man womöglich erst einmal auf Gehalt, spielt mit dem Risiko. In dieser Situation<br />
an Familie zu denken und dieser Herausforderung gerecht zu werden ist unmöglich.<br />
Dann überlegt man es sich vielleicht eben doch noch mal.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Die erste Runde des Start-up-Roulette hat gezeigt, dass es so verkehrt gar nicht war, etwas vorsichtiger zu sein.<br />
Bisher gibt es zu viele Verlierer und zu wenig Gewinner. Der Höhenflug vieler<br />
neu gegründeter Dot-com´s endete mit Marktaustritten und Insolvenzen im Absturz.<br />
Kein Feld also, indem sich Frauen &#8211; sollten Studien und Umfragen zutreffen &#8211;<br />
wohlfühlen und Leistung bringen können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Doch Frauen haben Erfolg, wenn für sie das Koordinatensystem der Arbeitswelt geändert wird. Noch funktioniert alles<br />
nach den Regeln von Männern &#8211; volle Identifizierung mit dem Job bis hin zur<br />
Selbstaufgabe, wenn es drauf ankommt. Fakt ist aber, dass frau darauf offensichtlich<br />
nicht anspringt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Geändert worden ist hier nichts, trotz neuer Impulse. Teilzeitarbeitsmodelle, für Mann und Frau, Tele- bzw. Heimarbeit<br />
und Kinderbetreuung werden überall zur Schau getragen, an der Umsetzung hapert<br />
es aber. Dabei sind sich Unternehmen der Notwendigkeit durchaus bewusst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Der Technologiekonzern <a href="http://www.alcatel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alcatel</a><br />
beispielsweise gilt als vorbildlich auf diesem Sektor. Teilzeitarbeitsmodelle<br />
sind bereits betrieblich verankert, aber auch dort gibt sich die Pressesprecherin<br />
Veronika Hucke mit dem Erreichten noch nicht zufrieden: &quot;Wir haben mittlerweile<br />
eine gute Frauenquote in unserem Unternehmen. In meiner Abteilung gibt es einige<br />
Frauen, die eben weniger arbeiten &#8211; vier Tage fünf Stunden. Auch einige, die<br />
von zu Hause aus ihre Arbeit machen. Das geht ganz gut, wobei auch diejenigen<br />
sich auf gewisse Kompromisse einstellen müssen. Verlangt ein Kunde Erreichbarkeit<br />
von neun bis zwölf Uhr, dann kann ich den Frauen nicht zugestehen, lieber von<br />
13 bis 16 Uhr zu arbeiten.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> In manchen Bereichen haben Frauen  bereits heute die Nase vorn, verdienen mehr Geld und sind schwer ersetzbar,<br />
wenn es laufen soll: &quot;Frauen sind Meister der Kommunikation. Deshalb sind sie<br />
in den Bereichen Marketing, Strategie und Konzeption, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,<br />
Personalmanagement, Werbung einfach besser. Und dieses Wissen wird gerade im<br />
Internet gebraucht,&quot; resümiert Aglaé von Schwertzell ihre tägliche Arbeit als<br />
IT-Beraterin.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Wahrgenommen werden diese Qualitäten immer noch unzureichend. Fakt ist: die Zukunft sieht für Frauen nur dann rosig<br />
aus, wenn die Koordinaten, so wie sie sie brauchen, stimmen. Glück ist: der<br />
Wirtschaft wird gar nichts anderes übrig bleiben als Frauen in Positionen zu<br />
bringen, in denen sie effizient arbeiten können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Denn spätestens 2004 setzen die geburtenschwachen Jahrgänge ein. Experten der<br />
<a href="http://www.fgi.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">European Information Technology<br />
Observatory</a> wagen düstere Prognosen: &quot;Schon in zwei Jahren könnten 720 000<br />
offene Stellen in der deutschen IT-Branche nicht besetzt werden. Heute bereits<br />
führt Deutschland die Negativ-Statistik an&quot;. Der <a href="http://www.bitkom.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverband<br />
Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien</a> (Bitkom) beziffert<br />
den derzeitigen Fachkräftemangel auf 444 000.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Aber<br />
ist das weibliche Geschlecht bis dahin auf die Rettungsaktion<br />
vorbereitet? Zwar gibt es bereits viele hochqualifizierte Frauen, die<br />
ihr Potenzial in den gerade beschriebenen Bereichen gut einsetzen. Doch<br />
gerade in der IT-Branche gibt es bisher wenig Frauen, die im<br />
technischen Bereich spezialisiert sind. Auch dort wird Arbeitskraft<br />
gesucht werden. &quot;Doch momentan befinden sich lediglich 14% Mädchen in<br />
der Ausbildung für die IT-Branche&quot;, beklagt Ariane Alpmann von der<br />
Initiative D21.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Initiative ist ein schönes Beispiel für guten Willen. 200 Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam<br />
mit der Bundesregierung den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft<br />
in Deutschland zu beschleunigen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Ausreichend Projekte hat die Initiative auf Lager. &quot;Girlsday&quot; zum Beispiel, der Mädchentag. Firmen öffnen ihre Tore,<br />
präsentieren sich von ihrer besten Seite, damit Mädchen der Schritt in die technische<br />
Welt leichter gemacht wird. Das Modell läuft gut an &#8211; aber, so Ariane Alpmann<br />
nüchtern: &quot;Es braucht alles seine Zeit.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Zeit brauchen offensichtlich auch politische Bemühungen. In der Bildungspolitik wird seit Jahren versucht, mehr<br />
Frauen für technische Studiengänge zu begeistern. Die Quote ist gering und sinkt<br />
stetig. Die Euphorie der achtziger Jahre ist längst vorbei und setzt nicht wieder<br />
ein &#8211; trotz Internet. Der Schnitt an Studienanfängerinnen im Fach Informatik<br />
liegt momentan bei 17 %, lediglich 11 % legen Examina ab.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Die Familienpolitik sieht sich gleichermaßen in der Verantwortung. <a href="http://www.bmfsfj.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a>Damit künftig mehr Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft zu finden<br />
sind, wollte <a href="http://www.bmfsfj.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesfrauenministerin</a><br />
Christine Bergmann noch in dieser Legislaturperiode ein Gleichstellungsgesetz<br />
für die deutsche Privatwirtschaft erlassen. Es sollte den Frauenanteil in den<br />
Chefetagen erhöhen, Frauen in technischen und zukunftsorientierten Berufen fördern<br />
und die Vereinbarkeit von Familie und Job unterstützen. Ein Mann, der Kanzler,<br />
verhinderte dies.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Wirtschaft ist traditionell gegen eine Quote. Sie fürchtet eine Frauenförderbürokratie, die vor allem kleine<br />
Firmen überfordert. Folglich löste sich auch das Gleichstellungsbestreben letzte<br />
Woche in Wohlgefallen auf. Vom Gesetzt übriggeblieben ist nicht einmal eine<br />
verbindliche Selbstverpflichtung. Dennoch sagen die Verbände in einem Papier<br />
zu, &quot;ihren Mitgliedern betriebliche Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit<br />
von Frauen und Männern sowie der Familienfreundlichkeit zu empfehlen.&quot; Mit anderen<br />
Worten: von hier ist erst einmal keine Hilfe zu erwarten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Sollte<br />
der Markt das Problem tatsächlich von selbst aus dem Weg räumen, umso<br />
besser! Auf einem guten Pfad sind hier vor allem Unternehmerinnen. Sie<br />
haben in Sachen Unterstützung häufig ein offeneres Ohr. Nicht selten<br />
versuchen sie, eine Marschroute vorzugeben, mit der Frauen besser<br />
durchstarten können. Sie gründen Frauen-Netzwerke &#8211; in Anlehnung an die<br />
&quot;old boy networks&quot;. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Zugrunde liegt der Idee, dass auch Frauen sich zusammenraufen und sich gegenseitig<br />
helfen müssen. Marianne Pfister, Marketingleiterin der Münchener Computerfirma<br />
<a href="http://www.comet.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Comet Computer</a>, beschreibt<br />
dies so: &quot;Wir wollen Frauen dazu bewegen, sich im Internet zu engagieren. Der<br />
Abwärtstrend im IT-Bereich muss gestoppt werden. Auch wir müssen auf diesem<br />
Feld ernten.&quot; Allerdings, bekennt sie, habe dies bisher nicht wirklich gefruchtet.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> Und<br />
sie erzählt von Internet-Sommerakademien, die sie mit anderen Frauen an<br />
Universitäten organisiert habe. Alles sei perfekt gewesen &#8211; nur die<br />
Studentinnen hätten gefehlt.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>CeBIT 2001</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/cebit_2001-624/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/cebit_2001-624/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[smosdorf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Der Internettrend ist nicht aufzuhalten</b><br />
</span></span>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">
<b>Deutschlands Aufbruch in die Informationsgesellschaft des 21.
Jahrhunderts ist heute nicht mehr zu übersehen. Trotz fallender
Aktienkurse hat die Internet-Wirtschaft im letzten Jahr eine
eindrucksvolle Dynamik entwickelt.</b></span></span></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Der Internettrend ist nicht aufzuhalten</b><br />
</span></span></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><br />
<b>Deutschlands Aufbruch in die Informationsgesellschaft des 21.<br />
Jahrhunderts ist heute nicht mehr zu übersehen. Trotz fallender<br />
Aktienkurse hat die Internet-Wirtschaft im letzten Jahr eine<br />
eindrucksvolle Dynamik entwickelt.</b></span></span></span></span><!--break-->
</p>
<p><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Der<br />
gesamte Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien in<br />
Deutschland wuchs in 2000 um 10,4 Prozent auf 238 Milliarden DM und hat<br />
sich damit zu einem der größten Wirtschaftszweige in Deutschland<br />
entwickelt. Weltweit liegen wir damit hinter den USA und Japan an<br />
dritter Stelle. Die Zahl der Erwerbstätigen in dem Sektor nahm im<br />
gleichen Zeitraum um vier Prozent zu und liegt nunmehr bei knapp 800<br />
000. Eine aktuelle Studie der Wirtschaftswoche und die jüngsten Angaben<br />
des Spitzenverbandes <a href="http://www.bitkom.org/" target="_new" rel="noopener noreferrer">BITKOM</a><br />
belegen, dass die IT-Branche erstmals den Automobilsektor als größte<br />
Jobmaschine mit über 21 000 neuen Stellen im Jahr 2000 abgelöst hat.<br />
Nach einer Studie des <a href="http://www.rwi-essen.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">RWI</a><br />
können wir bis 2010 sogar 750 000 neue Arbeitsplätze netto<br />
dazugewinnen, wenn wir die Weichen richtig stellen. Das Internet nutzen<br />
bereits fast 40 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren. Die<br />
Zugangspreise zum Internet sind in Deutschland innerhalb eines Jahres<br />
um bis zu 60 Prozent gesunken; bei den Preisen für Breitband-Flatrates<br />
haben wir weltweit mit die günstigsten Anbieter. In der<br />
Zukunftstechnologie des Mobilen Geschäftsverkehrs hat sich Deutschland<br />
mit einem Umsatz von 483 Millionen DM im letzten Jahr europaweit an die<br />
Spitze gesetzt. Das ist besonders wichtig, da hier bis 2003 von<br />
jährlichen Wachstumsraten von ca. 200 Prozent ausgegangen wird.<br />
</span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Diese<br />
Zahlen zeigen: Der Trend in die Internet-Wirtschaft kann nicht<br />
aufgehalten werden. Die Bundesregierung wird deshalb diesen Prozess<br />
weiterhin durch eine konsequente Politik begleiten, die im Wesentlichen<br />
auf drei strategischen Politikprogrammen beruht:<br />
</span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Dem<br />
nationalen &quot;Aktionsprogramm für Innovation und Arbeitplätze in der<br />
Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts&quot; vom Herbst 1999, dem<br />
10-Punkte-Programm des Bundeskanzlers und der <a href="http://www.initiatived21.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">D-21-Initiative</a><br />
von Wirtschaft und Bundesregierung sowie dem europäischen Aktionsplan<br />
&quot;eEurope 2002: Eine Informationsgesellschaft für alle&quot; vom Sommer 2000.<br />
</span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Ein<br />
wesentlicher Punkt in all diesen Programmen ist für uns die Schaffung<br />
eines modernen Ordnungsrahmens durch Selbstregulierung und wo nötig<br />
durch Gesetze. Das neue Signaturgesetz, das voraussichtlich schon im<br />
April in Kraft treten wird, leistet einen wichtigen Beitrag für einen<br />
europäischen Binnenmarkt des sicheren E-Commerce. Sicherheit schafft<br />
Vertrauen und Vertrauen schafft einen stabilen Markt. Mit dem neuen<br />
Signaturgesetz setzen wir die EG-Signaturrichtlinie um. Zentrales Ziel<br />
der Richtlinie ist es, einen Binnenmarkt für elektronische Signaturen<br />
zu schaffen. Die Bundesregierung unterstützt dieses Ziel ausdrücklich,<br />
denn wir brauchen eine breite Basis für die elektronischen Signaturen<br />
im Rechts- und Geschäftsverkehr in Europa. Durch parallel laufende<br />
Gesetzgebungsverfahren im öffentlichen und im Zivilrecht legt die<br />
Bundesregierung die Grundlagen für die Gleichstellung der<br />
handschriftlichen mit der elektronischen Unterschrift für weite<br />
Bereiche des Rechtsgeschäftsverkehrs.<br />
</span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Das <a href="http://www.bmwi.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie</a> fördert darüber hinaus die praktische Anwendung von digitalen Signaturen im Rahmen des Projekts <a href="http://www%2Emedia@komm.de/" target="new" rel="noopener noreferrer">MEDIA@Komm</a>.<br />
Hier werden in drei Pilotregionen (Bremen, Nürnberg-Fürth, Esslingen)<br />
sichere Transaktionen zwischen Bürgern, Unternehmen und Verwaltungen<br />
auf virtuellen Marktplätzen und in virtuellen Rathäusern durchgeführt<br />
und Investitionen für innovative Sicherheitskonzepte und<br />
Infrastrukturen für den elektronischen Geschäftsverkehr von ca. 75<br />
Millionen DM angeschoben.<br />
</span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Ein<br />
weiterer Schwerpunkt unserer Politik liegt bei der Förderung des<br />
Mittelstandes auf seinem Weg in die Informationsgesellschaft. Der<br />
Mittelstand liegt gegenüber großen Unternehmen noch deutlich zurück.<br />
Besonders deutsche mittelständische Unternehmen haben gegenüber den<br />
Vorreitern Finnland, Großbritannien und Niederlande ein deutliches<br />
Defizit. Zwar verfügen rund zwei Drittel der Unternehmen über einen<br />
Internetzugang und etwa die Hälfte präsentiert sich mit eigener<br />
Webseite im Netz. Doch für den elektronischen Einkauf und Vertrieb wird<br />
es erst von einem kleinen Teil eingesetzt. Viele Mittelständler<br />
verkennen den Nutzen von e-Business-Lösungen und meinen, sie seien<br />
davon nicht betroffen, weil sie zu klein seien. Deswegen wurden mit<br />
Förderung des BMWi 24 Kompetenzzentren für den elektronischen<br />
Geschäftsverkehr in ganz Deutschland eingerichtet, deren Aufgabe die<br />
Vermittlung von Informationen und die Durchführung von Schulungen als<br />
Einstiegshilfe in die elektronische Geschäftswelt sind.<br />
</span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Schließlich<br />
sehe ich eine der Hauptaufgaben moderner Wirtschaftspolitik darin, die<br />
Innovationsfähigkeit der Wirtschaft weiter zu stärken. Innovation geht<br />
heut sehr oft von kleinen und mittleren Unternehmen aus, insbesondere<br />
im IT-Bereich, wobei vor allem innovative Unternehmensgründungen die<br />
Entwicklung der Technik vorantreiben. Die Gründung solcher &quot;Start Ups&quot;<br />
fördern wir unter anderem mit dem Deutschen Internetpreis, der jetzt<br />
wieder zur CeBIT vergeben wird und dem &quot;Gründerwettbewerb Multimedia&quot;<br />
von dessen Gewinnern seit 1998 ca. 4000 neue Arbeitsplätze geschaffen<br />
wurden.<br />
</span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Die<br />
Erfolge dieser Politik zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.<br />
Durch die Kooperation von Politik, Wirtschaft und Sozialpartnern im<br />
Rahmen von Innovations-Partnerschaften wie D21 oder dem Bündnis für<br />
Arbeit wird es uns auch in Zukunft gelingen, die richtigen<br />
Rahmenbedingungen für die weiterhin dynamischen IT-Märkte zu setzen.<br />
</span></span></span></span><br />
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Siegmar Mosdorf ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie<br />
</span></span></span></span></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Dieser Artikel erschien zuerst im<a href="http://www.tagesspiegel.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Tagesspiegel</a> vom 18. März 2001.<br />
</span></span></span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Frisörin oder IT-Spezialistin?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/frisoerin_oder_it_spezialistin-568/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative D21]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&#34;Der Einzug in eine
Männerdomäne ist eine Herausforderung! Aber warum sollen Frauen nicht
schaffen, was durchschnittlich begabte junge Männer hinkriegen?&#34; So
Anja Warich, 33 Jahre, Mutter von zwei Kindern - und Forscherin bei
Alcatel.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;Der Einzug in eine<br />
Männerdomäne ist eine Herausforderung! Aber warum sollen Frauen nicht<br />
schaffen, was durchschnittlich begabte junge Männer hinkriegen?&quot; So<br />
Anja Warich, 33 Jahre, Mutter von zwei Kindern &#8211; und Forscherin bei<br />
Alcatel.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Rahmen der von der deutschen Wirtschaft ins Leben gerufenen <a href="http://www.initiatived21.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Initiative D21</a><br />
setzt sich die Arbeitsgruppe<br />
<http: //www.initiatived21.de/home.php3?nav="arbeitsgruppen/4frauen&amp;teaser=arbeitsgruppen&amp;text=arbeitsgruppen/4frauen/ziele.html">&quot;Frauen<br />
und IT&quot; dafür ein, jungen Frauen dieses Berufsfeld schmackhaft zu machen.<br />
Wie die Einführung der &quot;Greencard&quot; zeigt: Die Branche lechzt nach Fachkräften!<br />
An mangelndem Bedarf kann es also nicht liegen, dass sich nur jede siebte Schul- und Studienabgängerin für einen<br />
IT-Beruf entscheidet &#8211; das mangelnde Interesse der jungen Frauen sorgt für die niedrige Quote.<br />
</http:></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Kooperation zwischen dem Bundesfrauenministerium und der Initiative D21 soll das Projekt<br />
<a href="http://www.idee-it.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">IDEE-IT</a> &#8211; das größte im Bereich &quot;Frauen und IT&quot; &#8211; junge Frauen<br />
für die Zukunftsberufe gewinnen, Spaß an den neuen Medien vermitteln und die IT-Ausbildungen interessanter gestalten.<br />
Ein zentrales Ziel ist es, bis 2005 den Frauenanteil in IT-Ausbildungen von 14 auf 40 Prozent zu steigern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Bemühungen der Arbeitsgruppe zielen auf Schulabsolventinnen, die vor der Berufswahl stehen. Hier dominieren immer noch<br />
Studiengänge und Ausbildungsberufe, die in traditionelle Frauenberufe wie Sozialpädagogin oder Verkäuferin münden.<br />
Jobs mit häufig begrenzten Karrierechancen und schlechten Verdienstmöglichkeiten. Dabei finden sich in der IT-Branche viele<br />
hoch qualifizierte und attraktive Berufsbilder.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Warum werden diese Chancen noch so wenig genutzt? Nach Ergebnissen der Arbeitsgruppe gibt es hier zum einen ein Imageproblem,<br />
zum anderen ein gravierendes Informationsdefizit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während die jungen<br />
Frauen sich unter traditionellen Berufen wie Erzieherin oder<br />
Verkäuferin etwas vorstellen können, ist das bei den IT-Berufen<br />
schwieriger. Wie sieht der Alltag in so einem Beruf aus? Was macht ein<br />
Mann oder eine Frau als Fachinformatiker/-in,<br />
IT-Systemelektroniker/-in, Informatikkauffrau/-mann oder<br />
IT-System-Kauffrau/-mann? Das sind die vier Berufe, für die man sich<br />
seit 1997 nach der Schule ausbilden lassen kann. Selbstverständlich<br />
gibt es auch andere Wege in dieses Berufsfeld, wie z. B. das Studium an<br />
einer <a href="http://www.urbanizer.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Berufsakademie</a> oder ein Studium an<br />
einer Universität oder Fachhochschule in den Bereichen Mathematik, Physik oder Informatik.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um auf die enormen<br />
Möglichkeiten in der Informations- und Telekommunikationsindustrie<br />
hinzuweisen und die Schulabsolventinnen dafür zu begeistern, müssen<br />
nach Auffassung der Arbeitsgruppe die Bemühungen in die Schulen<br />
getragen werden. So können sich Schülerinnen zu IT-Mentorinnen<br />
ausbilden lassen, um dann direkt an ihren Schulen aktiv zu werden. In<br />
dieser Ausbildung erhalten sie Einblick in alle Tätigkeitsbereiche der<br />
IT-Experten von der Softwareentwicklung bis zum Projektmanagement und<br />
Kundenkontakt. So können sie frühzeitig an Technik und<br />
Zukunftsperspektiven herangeführt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Schwerpunkt der<br />
Arbeit im nächsten Jahr ist eine Image- und Aufklärungskampagne. Denn<br />
trotz der Vorstellung von einer schönen neuen Medienwelt leiden<br />
IT-Berufe unter einem schlechten Image. &quot;In vielen Köpfen herrscht noch<br />
immer das Bild vom Informatiker als weltfremden Hacker vor, der die<br />
Nächte allein vorm Rechner verbringt,&quot; so Dr. Gottfried Dutiné,<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung der Alcatel Deutschland GmbH und<br />
Leiter der D21-Arbeitsgruppe.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trockene<br />
Mathematik, endloses Programmieren, lange Nächte vor dem Computer.<br />
Diese Aussichten wirken natürlich nicht gerade ermutigend. Aber sind<br />
sie wahr? &quot;Nein!&quot;, ist die deutliche Antwort der Arbeitsgruppe. Eine<br />
gewisse Aufgeschlossenheit der Technik gegenüber, ein Interesse an<br />
Mathematik, Sprachen und Medien ist sicher erforderlich, ansonsten<br />
jedoch sind die Fähigkeit zu logischem und analytischem Denken die<br />
wichtigsten Voraussetzungen. Und dies wird den Frauen im 21.<br />
Jahrhundert ja wohl niemand mehr absprechen wollen! Neben technischem<br />
Wissen und Spaß an den neuen Medien sind insbesondere soziale<br />
Schlüsselkompetenzen wie die Fähigkeit zur Teamarbeit, Kommunikation,<br />
Einfühlungsvermögen, Dienstleistungsorientierung unerlässlich. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um diese<br />
Botschaft zu verbreiten und kräftig die Werbetrommel für IT-Berufe zu<br />
rühren, sollen so genannte Ambassadors, IT-Botschafter, in die Schulen<br />
gehen. Bei den Botschaftern handelt es sich um junge Menschen aus der<br />
Berufspraxis, die aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz berichten und mit<br />
einigen Vorurteilen aufräumen können. Ein wichtiger Baustein in dem<br />
Versuch, das Image der Branche bei den Schulabgängerinnen zu<br />
korrigieren und Begeisterung zu wecken.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein weiteres Schlüsselthema, das bei der stärkeren Integration von Frauen in Vollzeitberufe thematisiert werden muss: die<br />
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie Anja Warich aus eigener Erfahrung berichtet, durchaus ein Problem, dass schon<br />
Schulabgängerinnen beschäftigt. Gerade auch Frauen mit Kindern bieten Jobs in der IT-Branche ein zusätzliches Maß<br />
an Flexibilität &#8211; zeitlich, räumlich und finanziell. So kann es gelingen, beide Elternteile in die Kindeserziehung<br />
einzubeziehen, zum Beispiel indem beide nacheinander Erziehungsurlaub nehmen oder Teilzeitarbeit gewählt wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nichtsdestotrotz ist Deutschland in Hinsicht auf neue Arbeitsmodelle, die die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf<br />
ermöglichen, ein Entwicklungsland. Firmeneigene Kindergärten z.B. oder die ganztätige Betreuung von Kindern seien<br />
nicht bzw. nicht in dem Maße und immer zum richtigen Zeitpunkt verfügbar. Firmen würden jedoch zunehmend auf diese<br />
Problematik aufmerksam und würden an entsprechenden Angeboten arbeiten, so Dr. Dutiné. Hier gibt es noch einiges zu tun.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Frauen müssen ohne<br />
Frage auch in anderen Arbeitsfeldern und sozialen Bereichen gestärkt<br />
werden, aber Dr. Dutiné erhofft sich von der IT-Branche mit ihren<br />
enormen Potentialen Synergieeffekte und eine Motorfunktion, die auf<br />
andere Bereiche übergeht. Um noch einmal Anja Warich zu Wort kommen zu<br />
lassen: &quot;Die IT-Branche ist weder gefährlich noch schmutzig. Geht ran<br />
an den Speck, Mädchen. Holt Euch Euren Teil.&quot;<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>IT Inside</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/it_inside-558/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländer]]></category>
		<category><![CDATA[Green Card]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">
Die Welt hinter dem Gesetzesentwurf 
</p>
<p>
<b> Während die Politiker noch über eine Zuwanderungsregelung für ausländische 
Fachkräfte in der Informationstechnik-Branche nachdenken, findet die Realität 
bereits statt.</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">
Die Welt hinter dem Gesetzesentwurf
</p>
<p>
<b> Während die Politiker noch über eine Zuwanderungsregelung für ausländische<br />
Fachkräfte in der Informationstechnik-Branche nachdenken, findet die Realität<br />
bereits statt.</b><!--break-->
</p>
<p>
Es gibt sie nämlich schon in den hiesigen Büros von IT- und Multimediaunternehmern,<br />
die Mitarbeiter aus Nicht-EU-Ländern. Unternehmen beschreiten bereits neue<br />
Wege, um die begehrten Fachleute zu finden und Menschen am Karriereknick wittern<br />
in einer Weiterbildung die erhoffte Chance. Die Diskussion um die Green Card,<br />
zeitweise auf populistischem &quot;Wolle mer se rei`lasse&quot;-Niveau geführt, zielt<br />
jedoch an den Beteiligten und Betroffenen vorbei.
</p>
<p>
<b>Die Firma</b>
</p>
<p>
Multinationale Konzerne wie beispielsweise IBM oder SAP können vergleichsweise<br />
einfach Mitarbeiter aus ausländischen Filialen nach Deutschland holen. Kleinere<br />
Unternehmen müssen erfinderischer sein, um die starren deutschen Bestimmungen<br />
zu umlaufen. Bei bvm, einer Berliner Multimediaunternehmung, die sich erfolgreich<br />
auf die Konzeption und Gestaltung von Computerspielen konzentriert, sitzen<br />
bereits seit einigen Jahren Mitarbeiter aus Bulgarien an den Computern. Hauptsächlich<br />
sind es Studenten, die rechtlich noch vergleichsweise einfach zu beschäftigen<br />
sind. In manchem Fall mussten allerdings abenteuerliche Umwege begangen werden,<br />
um die bulgarischen Mitarbeiter zu bezahlen: &quot;Wir haben eine Zeitlang&quot; grinst<br />
Axel von Maydell, Geschäftsführer bei bvm, &quot;jede Menge Kunst in Bulgarien<br />
gekauft &#8230;&quot;
</p>
<p>
Irgendwann war jedoch klar, dass solche Praktiken auf Dauer nicht tragbar<br />
sein würden. So gründete bvm, die zur Zeit ungefähr 100 Mitarbeiter beschäftigen,<br />
kurzerhand eine Dependance in Bulgarien. Nachdem im Berliner Büro bereits<br />
einige IT-ler aus Bulgarien mit großem Erfolg tätig waren, lag es für Maydell<br />
nahe, die hier bestehenden Kontakte zu nutzen und nach Bulgarien zu expandieren.<br />
Maydell kritisiert an der Green Card-Regelung, die er auf Grund der eklatanten<br />
Unterschiede zur echten Green Card gar nicht so nennen möchte, vor allem die<br />
Bürokratisierung: &quot;Könnte man bei der Suche nach neuen Mitarbeitern frei auf<br />
dem Weltmarkt operieren, würde so eine Green Card tatsächlich helfen.&quot; Den<br />
deutschen Weg, der immer über die Bundesanstalt für Arbeit führen muss, hält<br />
er für zu langatmig und zu wenig effizient. Versäumnisse sieht er auch im<br />
bildungspolitischen Bereich. Medientechnik und Mediengestaltung sind Lehrberufe,<br />
die erst seit rund einem Jahr existieren. Viel zu spät wurden sie ins Arbeits-Leben<br />
gerufen, um der aktuellen Nachfrage zu begegnen.
</p>
<p>
Auch andere Firmen der Branche haben sich der Einfachheit halber ins nicht-europäische<br />
Ausland begeben. Ausschlaggebend sind hierbei nicht die niedrigeren Löhne,<br />
sondern die Möglichkeit relativ unbürokratisch motivierte Mitarbeiter beschäftigen<br />
zu können. WWL, ein Internet-Dienstleister mit gegenwärtig 140 offenen Stellen<br />
hat eine Niederlassung in Prag eröffnet. Bei IBM begrüßt man den Schritt hin<br />
zu einer Green Card. Christina Hinze, Pressesprecherin, betont jedoch, dass<br />
es sich um eine kurzfristige Regelung handeln sollte. &quot;Die Einführung einer<br />
Green Card bedeutet nicht, dass wir uns in Schulen und Universitäten zurücklehnen<br />
können.&quot; IBM selber, so Frau Hinze, kann seinen Bedarf an Fachkräften zur<br />
Zeit noch decken. Der Zuzug von ausländischen Fachkräften wird den Markt jedoch<br />
insgesamt stimulieren, hofft man bei IBM. Die Konkurrenz um die hochqualifizierten<br />
Arbeitnehmer ist bekanntermaßen groß.
</p>
<p>
<b>Das Amt</b>
</p>
<p>
Ähnlich sehen die Arbeitsämter die Green Card mittlerweile als Möglichkeit,<br />
den deutschen Arbeitsmarkt anzuregen. &quot;Wir begrüßen die Green Card als vorübergehende<br />
Maßname, denn es gibt nicht ausreichend studierte Fachkräfte. Ein solcher<br />
hochqualifizierter Mitarbeiter schafft unter sich gleich mehrere Stellen für<br />
deutsche IT-ler&quot; erklärt Klaus Pohl, Pressesprecher des <a href="http://www.arbeitsamt.de/hst/dienststellen/laaberlinbrandenburg/index.html"><br />
Landesarbeitsamtes Berlin/Brandenburg</a> Damit im Mittelbau auch genügend<br />
Arbeitskräfte nachwachsen, fördert das Landesarbeitsamt derzeit rund 200 Maßnahmen<br />
zur Weiterbildung, 80% der Teilnehmer, so Pohl, können danach vermittelt werden.<br />
Tatsächlich gibt es potentielle IT-Kräfte, die beim Landesarbeitsamt Berlin<br />
gemeldet sind, Ende März waren es gut 2100. Der Umschlag ist in diesem Bereich<br />
jedoch sehr hoch: Von 11 arbeitslosen Systemprogrammieren konnten 10 vermittelt<br />
werden, unter den 216 arbeitsuchenden Anwendungsprogrammieren sind noch 25<br />
ohne Job. Bei anderen Jobprofilen könne sogar mehr vermittelt werden, als<br />
gemeldet sind, meint Klaus Pohl.
</p>
<p>
<b>Die Arbeitnehmer</b>
</p>
<p>
&quot;5 Jahre deines Lebens und dann wirst du wieder heimgeschickt&quot; Boril Boschnakov<br />
aus Sofia, Bulgarien, sieht die Green Card kritisch. Der 28jährige arbeitet<br />
neben seinem Studium an der Hochschule der Künste in Berlin bei bvm. Auch<br />
sein Kollege Dimitre findet die 5 Jahres-Regelung für beide Seiten ungünstig.<br />
Davon abgesehen meint er, hat die Green Card ihren Namen nicht verdient. Beide<br />
können zwar verstehen, dass die Deutschen nach einer Regelung für die Zuwanderung<br />
suchen, aber so wie die Diskussion geführt wird, meint Dimitre, gibt sie auch<br />
Anlass für Ausländerfeindlichkeit.
</p>
<p>
Ihr argentinischer Kollege Diego ist seit 11 Jahren in Deutschland. Er ist<br />
seit letztem Jahr bei bvm als Programmierer und Projektleiter tätig. Mit der<br />
Aufenthaltsgenehmigung hat er inzwischen keine Schwierigkeiten mehr. Trotzdem<br />
begrüßt er die Diskussion um die Zuwanderung. Abgesehen von den ausländerfeindlichen<br />
Parolen, ist viel zu lange nicht über den Status hier arbeitender Ausländer<br />
gesprochen worden, meint Diego. In Berlin leben alle gerne und gerne auch<br />
noch länger. Boril, Dimitre und die Bulgarin Diana, ebenfalls neben ihrem<br />
Studium bei bvm beschäftigt, erleben Deutschland als aufregenden Arbeitsplatz.<br />
In Bulgarien existieren Studiengänge wie Multi-Media Design oder Visuelle<br />
Kommunikation nicht. Dort, so erzählen sie, bringen sich die Leute die Sachen<br />
selber bei. Umso mehr können sie hier -nicht nur an der Uni- lernen. Alle<br />
vier haben nichts dagegen in Deutschland zu bleiben. &quot;Allerdings, fügt Dimitre<br />
hinzu, fühlt sich die deutsche Bürokratie manchmal feindselig an &#8230;&quot;
</p>
<p>
<b>Der Weiterbilder</b>
</p>
<p>
Frank Ringwald von der CIMdata GmbH für Weiterbildung sieht der Green Card<br />
gelassen entgegen. Seinen Schüler, so glaubt er, werde durch den Zuzug von<br />
Fachkräften aus dem Ausland nicht das Wasser abgegraben: &quot;Ich denke nicht,<br />
dass der Bedarf an Arbeitskräften durch die Green Card auch nur ansatzweise<br />
gedeckt werden kann. Daher sehe ich auch keine Konkurrenz für unsere Teilnehmer&quot;.<br />
Auch hier herrscht also die Hoffnung vor, der Markt werde durch den Zuzug<br />
stimuliert.
</p>
<p>
Bei CIMdata, einem der größten privaten Weiterbilder in Berlin werden Hochschulabsolventen,<br />
oftmals mit geisteswissenschaftlichen Abschlüssen, in den Bereichen Multimedia,<br />
Informatik und Maschinenbau fit gemacht. Aber auch Drucker oder Fotografen<br />
können hier den Sprung in die neuen Berufsfelder vorbereiten. Über mangelnde<br />
Nachfrage jedenfalls kann sich Herr Ringwald nicht beklagen. Und da die klassischen<br />
deutschen Bildungsinstitutionen meist nur langsam dem Trend hinterher stolpern,<br />
wird die Weiterbildung im IT-Bereich nach dem Motto &quot;lebenslanges Lernen&quot;<br />
auch weiterhin aktuell bleiben. Die Chancen nach einer ca. einjährigen Weiterbildung<br />
auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein, sind nach Aussage von Frank Ringwald,<br />
gut. Die Green Card wird letztlich überbewertet: &quot;Laut meinem Informationsstand<br />
werden ohnehin schon Spezialisten im Ausland akquiriert, so dass diese ganze<br />
Green Card-Aktion im Grunde eine Vereinfachung einer ohnehin schon herrschenden<br />
Praxis ist.&quot;
</p>
<p>
Angesichts der allgemeinen Gelassenheit, mit der offizielle Stellen, Betriebe<br />
und auch Arbeitnehmer der Grünen Karte begegnen, werden die Panik-Parolen<br />
vom Rhein noch peinlicher als sie es ohnehin schon sind. Viel Lärm um eine<br />
Notwenigkeit, um eine Selbstverständlichkeit. Es bleibt nun abzuwarten, ob<br />
sie auch wirklich kommen werden, die Software-Maharadschas und IT-Zaren.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Pränatales Geschrei</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/praenatales_geschrei-566/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/praenatales_geschrei-566/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2000 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Verdi]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/praenatales_geschrei-566/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gewerkschaftliche Anpassungsstrategien in der Neuen Ökonomie
<br />
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Noch ist das Kind nicht geboren, aber es schreit schon: Die fünf Begründer der geplanten Vereinten 
Dienstleistungsgewerkschaft (<a href="http://www.verdi-net.de/">ver.di</a>) zeigten sich auf ihrer Konferenz zur 
Mitbestimmung in Hamburg entschlossen, Mitglieder und Einfluß zurück zu gewinnen. Das ist auch nötig, denn 
besonders in der IT-Branche laufen sie der Entwicklung bisher hinterher.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gewerkschaftliche Anpassungsstrategien in der Neuen Ökonomie<br />
<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Noch ist das Kind nicht geboren, aber es schreit schon: Die fünf Begründer der geplanten Vereinten<br />
Dienstleistungsgewerkschaft (<a href="http://www.verdi-net.de/">ver.di</a>) zeigten sich auf ihrer Konferenz zur<br />
Mitbestimmung in Hamburg entschlossen, Mitglieder und Einfluß zurück zu gewinnen. Das ist auch nötig, denn<br />
besonders in der IT-Branche laufen sie der Entwicklung bisher hinterher.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine gute Analyse ist bekanntlich Grundbedingung einer erfolgreichen Strategie. Und die Analyse, die die<br />
zukünftigen ver.di-Mitglieder in Hamburg vorgetragen haben, legt zumindest reichlich Handlungsbedarf nahe:<br />
Veränderungen in Betrieben und Verwaltungen schwächten das System der Mitbestimmung zunehmend.<br />
(Groß-)Betriebsstrukturen lösten sich auf. In mittleren und kleinen Betrieben würden Mitbestimmungsrechte der<br />
Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertretungen eingeschränkt oder entfielen ganz. Als Folge genügten<br />
die geltenden gesetzlichen Regelungen zur Mitbestimmung nicht mehr den veränderten betrieblichen<br />
Anforderungen, etwa zur Beschäftigungssicherung oder bei der Anwendung moderner Technologien.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Heute werden nur knapp 40 Prozent der Beschäftigten durch Betriebsräte vertreten.&quot; schreiben die Gewerkschafter<br />
in ihrer <a href="http://www.verdi-net.de/infopool/hherkl.html">Hamburger Erklärung</a> und liefern die Lösung gleich<br />
mit: &quot;Die ver.di-Gewerkschaften <a href="http://www.dag.de/">DAG</a>,<br />
<a href="http://www.dpg-hv.de/index_dat.html">DPG</a>, <a href="http://www.hbv.org/hbv.nsf">HBV</a>, die<br />
<a href="http://www.igmedien.de/">IG Medien</a> und die <a href="http://www.oetv.de/">ÖTV</a> sehen in der<br />
Sicherung und im Ausbau der Mitbestimmung eine herausragende Aufgabe für die zukünftige Arbeit der neuen<br />
Dienstleistungsgewerkschaft.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nun stellt die Hamburger Erklärung natürlich nur einen Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen<br />
(Erfolgs-)Strategie dar. Aber ein wenig Eigenwerbung in Sachen Daseinsberechtigung kann ver.di momentan gut<br />
gebrauchen. Zum einen ist die Fusion noch nicht beschlossene Sache, und die Basis, die den Zusammenschluß<br />
absegnen muß, zögert. Im März 2001 werden die Mitglieder der ÖTV über ver.di abstimmen, 80 Prozent<br />
Zustimmung sind erforderlich. Bisher haben sich aber lediglich zwei Drittel für den Zusammenschluß<br />
ausgesprochen. Das Plädoyer für mehr Mitbestimung in den Betrieben soll sicherlich auch die Akzeptanz der<br />
neuen Mega-Gewerkschaft fördern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum anderen haben die Gewerkschaften seit Jahren mit Mitgliederschwund und sinkendem politischen Einfluß zu<br />
kämpfen. Durch Frühverrentung und Entlassungen sind viele alteingesessene Mitglieder verloren gegangen, das<br />
Interesse der Jüngeren ist gering. Am extremsten ist die Situation in den Betrieben der &quot;neuen Ökonomie&quot;, also<br />
der IT-Branche. Die gewerkschaftliche Organisierung ist hier besonders in den &quot;Start-Up-Unternehmen&quot; nur<br />
schwach ausgeprägt &#8211; und diese Formulierung ist eigentlich schon der pure Euphemismus.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Organisationsweise der Gewerkschaften wirkt hier oft anachronistisch, denn die Branchengrenzen in den<br />
Bereichen Neue Kommunikationstechnologien, Informationstechnologie, Telekommunikation und Datenverarbeitung<br />
verschwimmen und verändern sich genauso sehr wie die Formen der Arbeit. Damit stehen die in der Branche<br />
auftretenden Strukturveränderungen in wachsendem Widerspruch zu den Prinzipien der herkömmlichen Tarifpolitik.<br />
Diese geht von einer branchenorientierten, betriebsgebundenen Arbeitsweise aus, die weitgehend mittel- bis<br />
langfristig in (flächendeckenden) tariflichen Rahmenbestimmungen festgelegt wird. Zuständig ist immer genau eine<br />
Gewerkschaft. Es gibt keine grenzüberschreitenden Geltungsbereiche.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.forum-arbeit.de/history/AG1.html#Glissmann">Reinhard Bispinck</a> vom Wirtschafts- und<br />
Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung (<a href="http://www.wsi.de/">WSI</a>) beschreibt die<br />
Probleme, die für die Gewerkschaften erwachsen: &quot;Auf dem Weg zur Informationsgesellschaft entstehen immer<br />
mehr &quot;weiße Flecken&quot; auf der tarifpolitischen Landkarte. D.h.: Zahl und Umfang der Bereiche ohne tarifliche<br />
Regelung von Arbeits- und Einkommensbedingungen nehmen zu. Nimmt man die Erosion der bestehenden<br />
(Flächen-)Tarifverträge hinzu, droht die Gefahr einer tarifpolitischen Segmentierung und Spaltung mit<br />
problematischen Langfristwirkungen.&quot; Die Tarifpolitik bedürfe daher einer systematischen<br />
zwischengewerkschaftlichen Koordinierung. Die vielfach zu beobachtende Tarifkonkurrenz müsse<br />
einer zielgerichteten Tarifkooperation weichen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Pläne wecken aber bei vielen Mitgliedern auch Zweifel. Die Basis befürchtet besonders, durch die<br />
Zentralisierung an Einfluß zu verlieren. Der <a href="http://www.oetv.de/og/og_u.htm">Vorstand der ÖTV</a><br />
forderte daher Ende März, &quot;dass die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeiterinnen und Arbeiter und Beamtinnen<br />
und Beamten in den Ebenenvorständen ein Stimmrecht erhalten und wie eine Personengruppe behandelt werden.&quot;<br />
Hauptstreitpunkt ist in diesem Zusammenhang die Aufteilung der Bezirke. Weigern sich die anderen vier<br />
Gewerkschaften, die von der ÖTV geforderten Strukturen zu akzeptieren, droht ein Scheitern des gesamten<br />
Unterfangens.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wohl auch deshalb setzen die fünf, die gemeinsam gut 3,3 Millionen Mitglieder aufbringen, auch auf eine größere<br />
Differenzierung. Eine mögliche Lösung sei unter anderem eine stärkere Prozeßorientierung der Bestimmungen,<br />
argumentiert etwa Reinhard Bispinck. Projekttarifverträge, Erprobungsklauseln, und Vereinbarungen unterhalb der<br />
Ebene harter tariflicher Regelungen seien ebenfalls zu erwägen. So oder so würden neben den Flächentarifvertrag<br />
in stärkerem Umfang Firmentarifverträge treten. Da ist es konsequent, die betriebliche Mitbestimmung zu stärken.<br />
Denn nur so kann aus der Analyse auch eine erfolgreiche Strategie erwachsen.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Fallstricke für Dotcoms</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fallstricke_fuer_dotcoms-920/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulrich Hottelet]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[New Economy]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerreform]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Steuerreform benachteiligt die New Economy gegenüber der Old Economy</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Steuerreform benachteiligt die New Economy gegenüber der Old Economy<br />
Keine Gelegenheit lässt die Bundesregierung aus, sich in den Medien als politische<br />
Speerspitze des Internet-Booms zu präsentieren. Schröder &#038; Co. tun alles, um die New<br />
Economy zu fördern, lautet die Botschaft. Doch die Realität sieht anders aus. Die vom<br />
Bundesrat abgesegnete Steuerreform hält einige Fallstricke für die vorwärts stürmenden<br />
Dotcoms bereit.<br />
Größte Stolperfalle ist die Benachteiligung von Personengesellschaften gegenüber<br />
Kapitalgesellschaften bei der Betriebsveräußerung. Gerade mittelständische Firmen, die<br />
in der New Economy weitaus stärker den Ton angeben als in der Old Economy, sind häufig<br />
Personengesellschaften (OHG, KG oder GbR). Die eindeutigen Gewinner der Steuerreform sind<br />
dagegen die großen Aktiengesellschaften der Old Economy. Sie können ihre zahlreichen<br />
Beteiligungen an Unternehmen künftig steuerfrei veräußern. Kein Wunder, dass die<br />
Sektkorken bei den Großbanken in Frankfurt knallten. Der Bundeskanzler hatte sich erneut<br />
als &#8220;Genosse der Bosse&#8221; erwiesen.<br />
Die Regelung für Betriebsveräußerungen sieht nach der Steuerreform für<br />
Anteilseigner so aus: Die Steuerfreiheit von Teilhabern wurde von zehn auf ein Prozent<br />
gesenkt. Das heißt, wer mehr als ein Prozent Eigentum an einem Unternehmen hält,<br />
muss seinen Veräußerungsgewinn versteuern. Bereits 1999 wurde die Steuerfreiheit von<br />
25 auf zehn Prozent herabgesetzt. Für Internet-Start-Ups, häufig Drei-Mann-Betriebe,<br />
sind steuerfreie Veräußerungsgewinne damit in unerreichbare Ferne gerückt. Gerade in<br />
der jetzigen Phase der Übernahme junger IT-Firmen durch die arrivierten Großen wirkt<br />
sich die Steuerreform für erfolgreiche Gründer fatal aus. Sie müssen einen Teil ihres<br />
Verkaufsgewinns nach ihrem persönlichen Einkommensteuersatz an den Fiskus abführen,<br />
während die Großbanken ihre zahlreichen Beteiligungen lukrativ abstoßen können,<br />
ohne dass der Finanzminister davon eine Mark sieht.<br />
Die auf Druck der Opposition versprochene Nachbesserung der Reform nützt der<br />
Internet-Branche nichts. Denn nur wer älter als 55 Jahre ist, darf nach der<br />
Gesetzesvorlage ein einziges Mal für den Verkauf seines Betriebs einen ermäßigten<br />
Steuersatz, nämlich den halben durchschnittlichen persönlichen Steuersatz, in Anspruch<br />
nehmen. Interessant für mittelständische Handwerker, aber nicht für die Dotcom-Szene,<br />
bei der man mit 35 Jahren schon fast zum alten Eisen gehört.<br />
Kein Wunder, dass Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer von Bitkom<br />
(Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien), an der<br />
rot-grünen Steuerreform einiges auszusetzen hat: &#8220;Wir hätten uns natürlich die<br />
Gleichstellung der Personengesellschaften bei der Betriebsveräußerung gewünscht.<br />
Es gibt ja nicht nur die berühmten Start-Ups; wir haben in der IT-Branche einen<br />
soliden Mittelstand von 10.000 Unternehmen, die seit Jahren als Personengesellschaften<br />
existieren. Das ist der größte Teil unseres Verbandes.&#8221; Auch dauere es zu lange, bis<br />
die Entlastung der Unternehmen greife, nämlich erst im Jahre 2005. Bis dahin müssten<br />
Unternehmer einen Spitzensteuersatz von 45 Prozent bezahlen, wenn man den<br />
Solidaritätszuschlag einberechne.<br />
Damit nicht genug: &#8220;Ein weiterer gravierender<br />
Schwachpunkt aus unserer Sicht ist es, dass es wiederum versäumt wurde, das komplizierte<br />
Steuerrecht zu vereinfachen. Gerade für den Mittelstand stellt die ausufernde<br />
Steuergesetzgebung ein großes Problem dar.&#8221; Der Klage einiger Unternehmen und Verbände<br />
gegen die Steuerreform vor dem Bundesverfassungsgericht wolle man sich aber nicht<br />
abschließen. Rohleder: &#8220;Das dauert Jahre. Unsere Branche denkt dagegen in Drei-Monats-<br />
Zyklen.&#8221; Derzeit klopft Bitkom an die Türen des Bundeskanzleramts und der Ministerien,<br />
um weitere Nachbesserungen der Reform zu erreichen. Allerdings mit mageren Aussichten:<br />
&#8220;Momentan herrscht Jubelstimmung in Berlin, dass die Steuerreform den Bundesrat passiert<br />
hat. Da herrscht wenig Neigung zu Änderungen&#8221;, sagt Rohleder.<br />
Doch nicht nur das Eichelsche Gesamtkunstwerk, auch die Abgabenlast bereitet der<br />
IT-Branche Kopfzerbrechen. &#8220;Allein durch die Änderung des Urheberrechts-Gesetzes,<br />
wonach für Faxgeräte und Scanner künftig höhere GEMA-Abgaben anfallen, kommen Kosten in<br />
Höhe von 100 Millionen Mark auf uns zu&#8221;, so Rohleder. Darüber hinaus werde die von<br />
Brüssel forcierte Elektroaltgeräte-Verordnung die Unternehmen stark belasten.<br />
&#8220;In der Außendarstellung setzt sich die Bundesregierung vehement für uns ein. Aber<br />
wenn es budgetäre Zwänge gibt, sieht die Praxis häufig anders aus&#8221;, lautet Rohleders<br />
Fazit.<br />
Ähnlich kritisch fällt die Einschätzung der Steuerreform bei dem<br />
Deutschen Multimedia Verband (dmmv) aus. Der dmmv zählt 1100 Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche<br />
zu seinen Mitgliedern. &#8220;Wir befürworten eine Nachbesserung. Die Regelung bei<br />
Betriebsveräußerungen behindert gerade die Internet-Start-Ups&#8221;, sagt Burkard Luhmer,<br />
der im dmmv für rechtliche Fragen und e-Commerce zuständig ist. &#8220;Der Missmut in der<br />
Branche kann dazu führen, dass sich Business Angels künftig mit Engagements zurückhalten.<br />
Dadurch ginge den Gründern wertvolles Know-how verloren.&#8221; Die Befürchtung: Wenn<br />
Kapitalgeber ihr riskantes Engagement in Start-Ups durch den späteren Verkauf ihrer<br />
Anteile nicht versilbern können, profitieren sie lieber bequem von Aktienkursgewinnen<br />
der etablierten Unternehmen.<br />
Das Bundesfinanzministerium reagiert auf die Kritik mit Achselzucken:<br />
&#8220;Die Steuerfreiheit von Betriebsveräußerungen für Kapitalgesellschaften ist Ergebnis der<br />
Umstellung auf das Halbeinkünfteverfahren. Danach wird erst dann besteuert,<br />
wenn Kapital das Unternehmen verlässt. Und das ist nicht der Fall bei einem<br />
Beteiligungsverkauf&#8221;, sagt Ministeriumssprecherin Andrea Herrmannsen. &#8220;Die Regelung ist<br />
also in sich logisch. Außerdem erhalten die Personengesellschaften eine Verbesserung bei<br />
der Einkommensteuer und können künftig die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer<br />
anrechnen. Wir sehen daher keinen Anlass für eine Nachbesserung. Man kann nicht Äpfel<br />
mit Birnen vergleichen.&#8221;<br />
Etwas konzilianter gibt sich Jörg Tauss, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für<br />
Neue Medien: &#8220;Ich hätte mir gewünscht, wenn man mehr für die Start-Ups getan hätte.<br />
Eine Diskussion darüber wäre sinnvoller gewesen als der Streit über das<br />
Halbeinkünfteverfahren und den Spitzensteuersatz. Aber die Linie in Bund und Ländern<br />
war einhellig, man wollte keine Ausnahmen machen.&#8221; Wer kein Geld zur Gründung einer<br />
GmbH habe und stattdessen eine Personengesellschaft gründe, würde ohnehin nicht hoch<br />
besteuert. &#8220;Und wer sehr schnell mit seinem Start-Up Geld gemacht habe, soll auch<br />
ordentlich Steuern zahlen&#8221;, meint Tauss. Den Vorwurf, die Steuerreform führe nicht zur<br />
Vereinfachung des Steuerrechts, kontert der Bundestags-Abgeordnete so: &#8220;Einerseits<br />
will die New Economy ein einfacheres Steuersystem, andererseits ruft sie nach<br />
Sonderregelungen für die Internet-Branche. Das ist ein Widerspruch.&#8221; Letzten Endes, so<br />
Tauss, sei das Problem aber grundsätzlicher Natur: &#8220;Steuern und Internet &#8211; das sind<br />
immer noch zwei Welten.&#8221;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Don&#039;t cry, work?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/dont_cry_work-565/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fniedlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitnehmer]]></category>
		<category><![CDATA[Flexibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Branche]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diskussion mit drei jungen Arbeitnehmern in der IT-Branche
<br />
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Artikel
<a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitik/arbeitswandel/flexibel">&#34;Flexibel in die Neue Ökonomie&#34;</a>
beleuchtet die Arbeitsverhältnisse in der Wissensgesellschaft. politik-digital fragte drei junge Arbeitnehmer
aus der IT-Branche, ob die im Artikel dargelegte Sichtweise ihren persönlichen Erfahrungen entspricht.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diskussion mit drei jungen Arbeitnehmern in der IT-Branche<br />
<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Der Artikel<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitik/arbeitswandel/flexibel">&quot;Flexibel in die Neue Ökonomie&quot;</a><br />
beleuchtet die Arbeitsverhältnisse in der Wissensgesellschaft. politik-digital fragte drei junge Arbeitnehmer<br />
aus der IT-Branche, ob die im Artikel dargelegte Sichtweise ihren persönlichen Erfahrungen entspricht.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
M.S. arbeitet als Screendesignerin in einer grossen Multi- media-Agentur, die sich hauptsächlich mit der Konzeption<br />
und Erstellung von (kommerziellen) Websites befasst. Ihre Tätigkeit umfasst das Design von Websites, sowie<br />
teilweise Konzeption und Technik.<br />
S.B. ist Media Consultant in einer Unternehmensberatung für digitale Kommunikation, deren Dienstleistungen<br />
neben der Beratung den Aufbau von E-Commerce-Plattformen, die Optimierung von inner- und<br />
zwischenbetrieblichen Geschäfts- prozessen, den Aufbau von Start-up-Unternehmen und die Planung und<br />
Abwicklung von internationalen Roll-Out-Vorhaben umfassen. S.B. ist zuständig für die Konzeption von Web-Sites<br />
(Dramaturgie, Informationsgestaltung) und für den Markenaufbau und die Markenführung.<br />
M.P. arbeitet bei einem großen internationalen Software- Hersteller, der primär Programme entwickelt, die die<br />
Arbeits- und Produktionsprozesse innerhalb und zwischen Unternehmen optimieren sollen. Seine Aufgabe besteht<br />
vor allem in der Anwendung der Firmenprodukte innerhalb des eigenen Betriebs.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Inwiefern passt die im Artikel &quot;Flexibel in die Neue Ökonomie&quot;<br />
beschriebene Situation auf ihre persönlichen Erfahrungen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>M.S.:</b> Die Situation passt, von aussen betrachtet, auf jeden fall auf meine Situation. Auch aus meiner<br />
persönlichen Erfahrung kann man die Sachlage so sehen. Insgesamt finde ich diese allerdings zu wissenschaftlich,<br />
zu soziologisch betrachtet. Der Artikel sagt wenig über die tatsächlichen Auswirkungen für den einzelnen aus, das<br />
heißt darüber, was das eigentlich für die betroffenen bedeutet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>M.P.:</b> Es trifft zu, dass das Arbeitspensum sehr hoch ist, wenn in einem Projekt gearbeitet wird. Arbeitet<br />
man dagegen in Entwicklungszyklen, kann es aber auch deutlich niedriger sein. In beiden Fällen sind die<br />
Arbeitszeiten sehr schwankend. Kleine Gruppen sind sehr förderlich für einen guten Info-Fluss und werden auch<br />
sehr gefördert. Die Verantwortung liegt auch in der Gruppe, aber in der letzten Instanz beim Chef. Dieser trägt auch<br />
alle Entscheidungen nach oben. Ich sehe die Verantwortung also nicht direkt bei der Gruppe. Das halte ich<br />
eindeutig für einen Management-Fehler.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>S.B.:</b> Trotz aller Widrigkeiten (lange Diskussionen, die zu Überstunden werden, immer wieder ins kalte<br />
Wasser springen, etc.) ziehe ich eine gewisse Selbstbestimmtheit beim Arbeiten den Organisationsformen<br />
der sogenannten &quot;alten Wirtschaft&quot; vor. Die selbstbestimmte Arbeit in den Unternehmen der &quot;neuen<br />
Wirtschaft&quot; hat sicher Vor- und Nachteile. Letztendlich wollen wir doch alle in einem Umfeld arbeiten, wo sich<br />
Autorität nicht aus Hierarchien sondern aus Kompetenz ergibt, wo festgefügte Arbeitsstrukturen durch<br />
Eigenverantwortlichkeit ersetzt werden. Wir wollen alle Raum für eigene Gestaltungsvorschläge, wollen nicht ein<br />
kleines Rädchen sein, dass nur mit der notwendigen Information versorgt wird, sondern den Überblick über das<br />
gesamte Firmengeschehen haben und sich auch für diese verantwortlich fühlen. Dazu braucht man natürlich auch<br />
Mitarbeiter, die bereit sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Und Teamarbeit ist erst<br />
einmal eine Frage von gegenseitigem Respekt. Dazu gehört auch, dass ein Projektmanager die Bedürfnisse und<br />
Belastung seines Teams und nicht nur die Dollarzeichen im Auge behält. Dazu gehört der Geschäftsführer, den<br />
nicht nur die Börse, sondern auch die Stimmung seiner Mannschaft interessiert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Überwiegen positive oder negative Aspekte in ihren jeweiligen<br />
Jobs?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>S.B.:</b> Schwer zu sagen. Ich fühle mich sehr wohl, da ich meine, sehr viel zu lernen. Sicher arbeite ich vor<br />
allem in den Endphasen der Projekte meist sehr viel. Ich habe aber auch das Gefühl, dass es meine eigenen<br />
Projekte sind und das kann sehr befriedigend sein.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>M.S.:</b> Im Prinzip stimme ich dem zu. Trotz der angesprochenen Probleme oder Schwierigkeiten<br />
überwiegen die Vorteile, beispielsweise freie Zeiteinteilung bei Projekten, Abwechslung, bereichsübergreifendes,<br />
kreatives Arbeiten, relativ lockerer Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten. Jedes Projekt stellt eine neue<br />
Herausforderung dar. Man ist als Screendesigner auch an der Konzeption und an der Produktion (Technik) beteiligt<br />
und eingebunden. Dadurch hat man unter anderem die Chance, innovative Projekt- Umsetzungen zu entwickeln.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>M.P.:</b> Auch für mich überwiegen die positiven Aspekte, aber ich denke das ist recht individuell. Wenn man<br />
einen &quot;9 to 5 Job&quot; möchte, ist man dort an der falschen Stelle. Will man einen abwechslungsreicehn Job mit jungen<br />
Kollegen und hoher Flexibilität, sieht die Sache anders aus: viel Arbeit, viel Spass, viel Freiheit, viel Verantwortung &#8211;<br />
mit den ganzen Nachteilen die dadurch entstehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Unabhängig von Ihrer eigenen Person, finden Sie, dass der<br />
Artikel die Zustände in ihrer Firma allgemein widerspiegelt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>M.S.:</b>Ich sehe meine und die Situation im allgemeinen klar und tiefgreifend wiedergegeben. Trotzdem<br />
empfinde ich die Herangehensweise als zu wissenschaftlich und wenig spezifisch. Beispiele wären<br />
vielleicht sinnvoll. Man kann sich nicht so recht vorstellen, was das auf die Praxis bezogen genau bedeutet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>M.P.:</b> Ich stimme der Darstellung des Artikels nur zum Teil zu. Kleine Gruppen sind keine Erfindungen der<br />
IT-Branche, es gab sie schon viel früher in der klassischen Industrie. Meine Firma ist keine Firma, die im<br />
klassischen Sinne Infos bearbeitet, wie etwa Call Center dies tun. Aber sie gehört wohl zu der Branche. Dass die<br />
innerbetrieblichen Einheiten ständig neu zusammengesetzt werden, trifft voll zu. Alle werden nach Belieben<br />
umstrukturiert ohne Rücksicht auf Verluste. Das liegt natürlich auch an der schnellebigen Welt der IT.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>S.B.:</b> Uns fehlt es vor allem an erfahrenen Projektmanagern, die Projekte so gut planen, dass jeder in<br />
Ruhe arbeiten kann (ohne Feiertage und Wochenenden in der Firma zu verbringen). Dazu kommt das über allem<br />
schwebende Damoklesschwert &quot;speed to market&quot;. Alle wollen, das ein Projekt möglichst gestern fertig wird.<br />
Schließlich hat man es den Investoren versprochen. Dazu braucht man eine Geschäftsführung (oder<br />
Projektmanager) die genügend Rückgrat haben, die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter auch bei den Kunden nicht zu<br />
vergessen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Sind die Arbeitnehmer in ihren Firmen (gewerkschaftlich)<br />
organisiert?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>M.S.:</b> Bei uns gibt es keine Gewerkschaften. Die Arbeitnehmer sind dazu angehalten, mit jedem noch<br />
so schwerwiegenden Problem auf die entsprechende Instanz direkt zuzugehen. Das ist in der Regel durch den<br />
lockeren Umgang auch gut möglich, birgt aber auch Probleme. Man muss genug Mut aufbringen und ist auf sich<br />
allein gestellt. Der Arbeitgeber oder die Vorgesetzten bemühen sich aber, durch regelmässige Meetings mit den<br />
Arbeitnehmern, in Gruppen oder einzeln, deren Zufriedenheit mit ihrem Job herauszufinden und gegebenenfalls<br />
Probleme zu lösen. Das funktioniert meistens gut. Darüber hinaus gibt es viele Freizeitorganisationen (Chor,<br />
Fussballverein, Squash, etc.). Insgesamt kann man sagen, dass man stark auf die eigene Initiative angewiesen ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>M.P.:</b> Auch in meiner Firma sind die Mitarbeiter nicht gewerkschaftlich organisiert. Ich glaube, dass<br />
erhebliche Unterschiede zwischen Betrieben bestehen, in denen die Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert<br />
sind, und denen ohne solche Strukturen. In den letzteren dürfte es der Betriebsleitung wesentlich leichter fallen,<br />
Umstrukturierungen vorzunehmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>S.B.:</b> Gewerkschaften sollten sich überlegen, was sie den Arbeitern der neuen Wirtschaft noch an<br />
Mehrwert anbieten können. Im Moment erleben wir in diesem Bereich einen umgekehrten Arbeitsmarkt. Alle<br />
Firmen suchen Hände ringend Leute. Die Fluktuation ist hoch. Eine Firma, die Ihre Mitarbeiter schlecht behandelt<br />
oder nicht genügend Entfaltungsmöglichkeiten bietet, sieht sich bald einem Massenexodus gegenüber.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Wie sehen sich die Arbeitnehmer selbst in ihren Firmen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>S.B.:</b> Natürlich nörgeln alle. Ich glaube, dass im Moment viele verwöhnt sind, da sie tagtäglich spüren, wie<br />
viele Angebote es da draussen am Markt für sie gibt. Viele sehen gar nicht mehr, wie gut es uns heutzutage geht.<br />
Wenn da eine Firma ihren Mitarbeitern noch nicht einmal regelmäßige Massage anbietet und rauschende Parties<br />
feiert, ist das natürlich ein Grund sich woanders umzuschauen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>M.S.:</b> Ich denke, viele nehmen die angesprochenen Probleme in Kauf, weil ihnen ihre Arbeit<br />
Spass macht und meist ihren Vorstellungen von einem Job entspricht, der mehr als nur Arbeit für sie bedeutet.<br />
Darüber hinaus spielt sicherlich die Chance auf kreative und abwechslungsreiche Projekte, sowie die guten Berufs-<br />
und Karriereaussichten eine Rolle. Gerade in der Internetbranche bergen (fast) alle Tätigkeiten zusätzlich die<br />
Chance, innovative Lösungen zu finden, zu erlernen und anzuwenden. Die überwiegende Zahl der Arbeitnehmer ist<br />
stolz auf ihren Job, bildet sich was drauf ein und will den Zustand, trotz vieler Klagen darüber, im Grunde nicht<br />
anders haben. Sicherlich haben viele Arbeitnehmer aber auch große, psychische Probleme mit dieser Art Job. Man<br />
hat sehr wenig Zeit und Muße fürs Privatleben, arbeitet fast permanent unter Stress und Erfolgsdruck und verdient<br />
nicht besonders gut, vor allem, weil keine der vielen Überstunden bezahlt wird. Kommen leute extra für den Job in<br />
eine neue Stadt, ist es ihnen nur sehr schwer möglich, Leute über die Firma hinaus kennenzulernen. Sie werden<br />
dadurch auch noch stärker an die Firma gebunden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>M.P.:</b> Ich kann mich diesen Beschreibungen nur anschließen. Die meisten freuen sich der Freiheit und des<br />
guten Arbeitsklimas, welches unter anderem auch wegen der nicht vorhandenen Gewerkschaft möglich ist. Zwar<br />
klagen alle über die viele Arbeit, sie sind aber trotzdem sehr zufrieden und wollen am besten nichts ändern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff9900">politik-digital:</span></b> Vielen Dank für das Gespräch.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Die Diskussion leitete Florian Niedlich</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>It&#039;s a woman&#039;s world wide web</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/its_a_womans_world_wide_web-586/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/its_a_womans_world_wide_web-586/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[jmeyerspasche]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Mainstreaming]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Beruf]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Frauen auf der Überholspur des Information Superhighway: zumindest in den USA, wo sich einer neuen
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge mittlerweile
mehr Frauen als Männer im Netz tummeln. Davon sind wir noch ein Stück entfernt, denn hierzulande
liegt der Anteil der weiblichen User erst bei etwa
<a href="http://194.175.173.244/gfk/gfk_studien/eigen/OMO_W6.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">40%</a>. In der Arbeitswelt
ist die Diskrepanz um einiges größer: Frauen in IT-Jobs, besonders in den technischen, sind die
Ausnahme. Kein Wunder, bei derzeit nur 7% Frauen im Studiengang Informatik.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Frauen auf der Überholspur des Information Superhighway: zumindest in den USA, wo sich einer neuen<br />
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge mittlerweile<br />
mehr Frauen als Männer im Netz tummeln. Davon sind wir noch ein Stück entfernt, denn hierzulande<br />
liegt der Anteil der weiblichen User erst bei etwa<br />
<a href="http://194.175.173.244/gfk/gfk_studien/eigen/OMO_W6.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">40%</a>. In der Arbeitswelt<br />
ist die Diskrepanz um einiges größer: Frauen in IT-Jobs, besonders in den technischen, sind die<br />
Ausnahme. Kein Wunder, bei derzeit nur 7% Frauen im Studiengang Informatik.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Diese Zahl möchte die Bundesregierung mit dem Aktionsprogramm<br />
<a href="http://www.iid.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft<br />
des 21. Jahrhunderts&quot;</a> bis 2005 auf 40% anheben. Ein ehrgeiziges Ziel, das sich nicht von selbst erfüllt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fachgruppe &quot;Frauenarbeit und Informatik&quot; der Gesellschaft für Informatik<br />
<a href="http://www.forum-informationsgesellschaft.de/extern/ag3/fr_set/fr_set_news_011.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
schlägt darum vor</a>, ein Bundesprogramm zu starten, mit dem dann Reformstudiengänge für Frauen<br />
eingerichtet werden. Damit sind Voll- und Teilzeitstudiengänge im Fach Informatik an Universitäten und<br />
Fachhochschulen gemeint, die speziell auf Frauen ausgerichtet sind. Zur fachbegleitenden Weiterbildung soll das<br />
Sommerstudium der<br />
<a href="http://www.informatik.uni-bremen.de/grp/informatica_feminale/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Informatica<br />
Feminale&quot;</a> dienen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch das <a href="http://www.frauen-technik-impulse.de/seiten/kompetenz.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Kompetenzzentrum</a><br />
des Vereins &quot;Frauen geben Technik neue Impulse e.V.&quot; will die Chancengleichheit der Geschlechter im<br />
IT-Bereich fördern. Mit nationalen und internationalen Projekten strebt das Kompetenzzentrum mit Sitz an der<br />
Fachhochschule Bielefeld einen Bewusstseinswandel in Ausbildung, Beruf und Forschung an. <br />
Die Förderung von Frauen in der IT-Branche sei jedoch laut der Vereins-Geschäftsführerin Barbara<br />
Schwarze keineswegs eine wohltätige Aufgabe, sondern schlicht &quot;ein knallharter Wettbewerbsfaktor&quot;,<br />
gerade angesichts des Mangels an IT-Fachkräften. Das Potential an gut ausgebildeten Frauen dürfe da nicht<br />
vernachlässigt werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bisher wird es jedoch nicht genutzt. Einen großen Anteil an der geringen Frauenpräsenz in<br />
Multimedia-Berufen haben wohl die vorherrschenden Geschlechterstereotype. Es fehlen weibliche Vorbilder in der<br />
Informatik, und auch das technische Image der New Media Jobs<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">schreckt</a> viele Frauen eher ab.<br />
Diese Beobachtung veranlasste die Konferenz der FrauenministerInnen der Länder (GFMK) dazu, Reformen im<br />
Bildungsbereich zu fordern. Neue Zugangsweisen im naturwissenschaftlichen Unterricht sollen Mädchen<br />
stärker ermutigen, einen informationstechnischen Beruf zu ergreifen. Da das &quot;nerdige&quot;, technische<br />
Image der Informatik sie bisher wohl von den diesen Berufen abhält, sollen in Zukunft mehr die menschlichen<br />
und kommunikativen Aspekte der IT-Berufe betont werden, da diese vielen Mädchen bei der Berufswahl wichtig sind.<br />
Informationstage und Projekte in Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Hochschulen können dann zusätzlich das<br />
Interesse an diesen Bereichen wecken. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">weiblichen Vorbildern</a> zu, also<br />
Lehrerinnen, Studentinnen und Professorinnen der Naturwissenschaften.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch nicht nur in der Bildung muss sich etwas ändern. Der im August veröffentlichte<br />
<a href="http://www.niedersachsen.de/MS_gfmk_bericht4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> der GFMK über<br />
&quot;Frauen in der Informationsgesellschaft&quot; nennt eine Reihe von weiteren Eckpunkten, auf deren Grundlage<br />
dann konkrete Maßnahmen erarbeitet werden sollen. Neben der Forderung nach Bildungsreformen für mehr<br />
Chancengleichheit sollen auch die Medienkompetenz gestärkt, die berufliche Weiterbildung umstrukturiert und<br />
die Erwerbschancen von Frauen im IT-Bereich gesteigert werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So müssen sich zunächst die Inhalte der Internet-Angebote mehr an der Realität der Frauenalltage<br />
orientieren, denn bisher gibt es noch eher wenige deutsche frauenspezifische Seiten. In den USA ist der<br />
Frauenanteil bei den Usern unter anderem auch deshalb so hoch, weil es hier eine Vielzahl an Sites gibt, die sich<br />
gezielt an Frauen richten. Dazu gehören vor allem Inhalte, die den Alltag erleichtern, also Job-, Service-<br />
oder Schnäppchen-Sites. Anders als viele Männer, die oft einfach um des Surfens willen im Internet<br />
unterwegs sind, seien einer<br />
<a href="http://www.mediametrix.com/home.jsp?language=ger" target="_new" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zufolge Frauen eher<br />
praktisch orientiert und nutzten das Netz, um Zeit oder Geld zu sparen. Dies gelte sowohl in den USA als auch in Europa.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Anpassung an Frauen darf jedoch nicht bei den Inhalten des WWW aufhören. Auch die Arbeitswelt<br />
muss nach Vorstellung der GFMK auf die Frauen zugehen. So sollen flexible, individuelle Arbeitsformen und<br />
Unterstützung bei der Existenzgründung die Multimedia-Arbeitsplätze für Frauen attraktiver<br />
machen.<br />
Auch im Fortbildungsbereich ist eine Umorientierung nötig. Weiterbildungsangebote müssen sich vermehrt<br />
auf den IT-Sektor ausrichten und sollen sich besonders an gering qualifizierte Frauen wenden, da sie am<br />
stärksten vom Arbeitsplatzverlust bedroht sind, wenn in einer Firma rationalisiert wird, so<br />
<a href="http://lovelace.fh-bielefeld.de/download/FrauInfo.pdf" target="_new" rel="noopener noreferrer">Martina Klein</a>. IT-Kenntnisse<br />
würden sie für vielfältigere Aufgaben qualifizieren und so ihren Wert für die Firma erhöhen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit die guten Ideen auch in die Praxis umgesetzt werden, wartet der Bund nicht auf die schleppende Prozedur,<br />
bis endlich ein Maßnahmenkatalog verabschiedet ist, sondern unterstützt private Initiativen. So wird<br />
beispielsweise der Verein<br />
<a href="http://www.frauen-technik-impulse.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Frauen geben Technik<br />
neue Impulse&quot;</a> durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und durch das Ministerium<br />
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Eine Zusammenarbeit, die sich etwa in gemeinsamen<br />
Projekten niederschlägt. So war der Verein auch an der Vorbereitung des GFMK-Berichts über Frauen in<br />
der Informationsgesellschaft beteiligt. Die vernetzende Funktion des Vereins zeigt sich auch in der Zusammenarbeit<br />
mit der Informatica Feminale und der Gruppe &quot;Frauenarbeit und Informatik&quot; der Gesellschaft für<br />
Informatik.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um die bundesweiten Projektkooperationen zu optimieren, baut das Kompetenzzentrum des Vereins gerade<br />
ExpertInnengruppen zu einigen thematischen Schwerpunkten auf, etwa in den Bereichen Zugang, Bildung und Beruf.<br />
<a href="http://www.frauen-ans-netz.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Frauen ans Netz&quot;</a>, eine Gemeinschaftsaktion<br />
des Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Bundesanstalt für Arbeit, der Deutschen Telekom und<br />
der Zeitschrift Brigitte, wird bereits erfolgreich vom Kompetenzzentrum koordiniert. Die Initiative bietet allen<br />
interessierten Frauen einführende Internetkurse an. Ziel der Aktion ist es, dass Frauen Internet und Computer<br />
überhaupt erst einmal kennen lernen, um dann selbst entscheiden zu können, wie sie die Medien beruflich<br />
oder privat weiter nutzen wollen. Rund 33.000 Teilnehmerinnen nutzten das Angebot im Jahr 1999, in diesem Jahr soll<br />
es weiter ausgebaut werden.</span></p>
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