<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jan Tißler &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/jan-tissler/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Mon, 08 Oct 2007 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Jan Tißler &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>&#034;Mitmach-Web wird kein Massenmedium&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/mitmach-web-wird-kein-massenmedium-3604/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/mitmach-web-wird-kein-massenmedium-3604/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Tißler]]></category>
		<category><![CDATA[PDF]]></category>
		<category><![CDATA[Upload-Magazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/mitmach-web-wird-kein-massenmedium-3604/</guid>

					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 9. Oktober, war Jan Tißler, Macher des PDF-Magazins UPLOAD, zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten. Er sprach
über die Zukunftspläne für das Magazin, bezahlte Beiträge in Weblogs und seine Liebe zu Zeitschriften.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 9. Oktober, war Jan Tißler, Macher des PDF-Magazins UPLOAD, zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten. Er sprach<br />
über die Zukunftspläne für das Magazin, bezahlte Beiträge in Weblogs und seine Liebe zu Zeitschriften.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen zur Blogsprechstunde,<br />
dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute zu Gast<br />
ist Jan Tißler, Macher vom <a href="http://www.upload-magazin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Upload<br />
Magazin</a>, einem PDF-Magazin über Weblogs, Wikis, Podcasts<br />
und weitere Möglichkeiten des digitalen Publizierens. So, hier<br />
ist es jetzt 16 Uhr. Jan, können wir anfangen?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Ja, kann losgehen 🙂
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ABlogs/jan_tissler.jpg" alt="Jan Tißler" height="120" width="85" /><br />
<i>Jan Tißler, UPLOAD Magazin</i>
</p>
<p align="left">
<br />
<b>Moderator:</b> Im Vorfeld hatten unsere Nutzer bereits<br />
die Möglichkeit, Fragen zu stellen und abzustimmen, welche<br />
heute auf jeden Fall im Chat dabei sind. Hier ist die erste:</p>
<p><b>lale:</b> Wie bist du auf die Idee gekommen, Upload<br />
als PDF herauszugeben?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Mh. Also, es gab einige Beispiele<br />
gelungener PDF-Magazine wie beispielsweise das <a href="http://metamac.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Metamac-Magazin</a><br />
und der „trueffeljaeger“. Die haben mir gezeigt, was<br />
man heute mit PDF anstellen kann und dass heute praktisch jeder<br />
sein eigenes Magazin gründen kann. was für mich als Journalist<br />
natürlich eine verlockende Aussicht ist. 🙂</p>
<p><b>Moderator:</b> Ganz ähnlich:</p>
<p><b>veilchen:</b> Warum eigentlich ein PDF-Magazin? Könnte<br />
man die Inhalte nicht auch „nur“ im Weblog unterbringen?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Ja, das könnte man und das<br />
machen wir teilweise ja auch. Aber das Interessante und Schöne<br />
am PDF-Magazin ist, dass Du hier zu einem Thema ganz viele verschiedene<br />
Inhalte hast, wie Interviews, Bilder, Illustrationen, Berichte,<br />
usw. Und Du kannst einfach durchblättern. Das finde ich für<br />
den Leser interessant und das ist auch „beim Machen“<br />
interessant, weil man sich überlegt, wie man das Thema noch<br />
darstellen kann. Blog und PDF-Magazin haben bei UPLOAD ganz unterschiedliche<br />
Aufgaben. Das ist auch ein Grund, warum das PDF-Magazin immer nur<br />
ein Schwerpunktthema hat.</p>
<p><b>Kalle:</b> Warum muss man sich eigentlich registrieren,<br />
wenn man euer Magazin runterladen will?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Ja, das ist eine Frage, die mir<br />
häufiger gestellt wird. 🙂 Kurz gesagt ist UPLOAD noch ganz<br />
am Anfang und es gibt noch viele Ideen, die heute noch nicht verwirklicht<br />
sind. Ein Fernziel ist eine kleine Community von Stammlesern und<br />
Autoren. Ich wollte aber gern gleich so anfangen, wie wir es später<br />
(eventuell) brauchen und nicht erst das Magazin frei zum Download<br />
anbieten, um dann später plötzlich zu sagen: „Nö,<br />
jetzt nur noch gegen Anmeldung&quot;. Das kommt immer ganz schlecht<br />
an. 😉 Mal schauen, was wir da in den nächsten Monaten noch<br />
umsetzen können von den ursprünglichen Ideen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wahrscheinlich willst du noch keine<br />
der neuen Ideen verraten, oder?</p>
<p><b>Jan Tißler: </b>Och, naja 😉 Es ist nicht so<br />
besonders geheimnisvoll. Bei dem, was ich mal für UPLOAD aufskizziert<br />
hatte, gab es einfach neben dem, was man heute schon sieht, einen<br />
Bereich für angemeldete Leser. Und nun kann man sich ausdenken,<br />
was es dort geben könnte. Beispielsweise ein eigenes Forum<br />
u.ä. Aber ich rede alles in allem nicht gern über Projekte,<br />
die noch nicht wirklich spruchreif sind. Weil man dann immer danach<br />
gefragt wird, wann das denn kommt. 😉 Und da wir alle das ja nebenberuflich<br />
und in der Freizeit tun, sind da die Zeiträume natürlich<br />
oftmals erheblich größer, als wenn wir eine Firma, ein<br />
Verlag o.ä. wären mit einer Mannschaft, die sich hauptberuflich<br />
damit beschäftigt.</p>
<p><b>Darleen:</b> Wie viel Aufwand ist die Erstellung so<br />
eines Magazins? Wie lange sitzt ihr da dran?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Das müssten wir eigentlich<br />
wirklich mal versuchen, auszurechnen. 🙂 So genau kann man das<br />
jedenfalls nicht sagen, weil es ja doch viele Leute sind, die viele<br />
Dinge an diesem Magazin tun. Viel Arbeit liegt beim Layouter Olaf<br />
Penke, der die Inhalte „in Form bringt“ &#8211; was meistens<br />
in den letzten zwei, drei Wochen vor dem Erscheinungstermin passiert.<br />
Bei den ersten beiden Ausgaben hat sich die meiste Arbeit überhaupt<br />
kurz vor dem Erscheinungstermin geballt, aber das ist irgendwie<br />
beinahe normal. 😉 <br />
Auf jeden Fall hat es sich als gute Idee herausgestellt, das PDF-Magazin<br />
nur alle drei Monate erscheinen zu lassen. Denn letztlich wollen<br />
wir an der Sache noch Spaß haben und es soll nicht in Stress<br />
ausarten.</p>
<p><b>rick:</b> Wie finanzierst du das Magazin? Reichen die<br />
Werbeeinnahmen dafür aus?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Nein, die Werbeeinnahmen würden<br />
dafür noch lange nicht ausreichen. Das ist aber auch gar nicht<br />
das Ziel. Wir wollen vor allem ausprobieren, was man alles machen<br />
kann, wie das funktioniert und wie das bei anderen ankommt. Natürlich<br />
experimentieren wir auch mit Werbung und schauen, was sich dort<br />
erreichen lässt. Die vorherige Ausgabe hatte ja einen Hauptsponsor<br />
und ich freue mich, dass es den gibt. Und sicher werden wir weiter<br />
auch in dieser Richtung etwas ausprobieren. Aber letztlich ist es<br />
für alle in erster Linie ein interessantes Projekt, auf das<br />
sie Lust haben.</p>
<p><b>rrr:</b> Kannst du dir vorstellen, Upload auch mal<br />
gegen Geld anzubieten, oder soll das Magazin weiter gratis bleiben?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Vorstellen kann ich mir das schon,<br />
aber ich halte das für keine gute Idee. Das schließt<br />
nicht aus, das es künftig nicht auch einmal bezahlte Inhalte<br />
gibt. Ich könnte mir zum Beispiel gute gemachte E-Books vorstellen,<br />
die ihren Preis dann sicher auch wert sind. Aber das Magazin selbst<br />
soll kostenlos bleiben. Mal schauen, wie sich das mit den Werbekunden<br />
entwickelt. Dass das bei der zweiten Ausgabe schon gut geklappt<br />
hat, finde ich da sehr ermutigend. 🙂</p>
<p><b>kurz:</b> Hast du vor dem Magazin schon gebloggt?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Ja. Ich habe 2003 angefangen,<br />
aber in einem ganz kleinen, privaten Maßstab. Ich fand interessant,<br />
dass man nun sehr schnell und leicht eine aktuelle Website haben<br />
konnte, auf der man Texte veröffentlichen konnte, aber auch<br />
Fotos beispielsweise. Ich habe „damals“ drei jeweils<br />
einjährige Weblogs geführt und dann hinterher (aus Spaß)<br />
behauptet, dass sei eine Trilogie. Und ich habe auf der Seite mit<br />
dem wunderbar kurzen und einprägsamen Namen: <a href="http://www.internet-optimal-nutzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.internet-optimal-nutzen.de</a><br />
auch schon einmal mit einem Blog experimentiert, das wie eine Newsseite<br />
funktionieren sollte. Ganz ursprünglich sollte dort übrigens<br />
das PDF-Magazin entstehen und über Suchmaschinen et cetera<br />
berichten.</p>
<p><b>geste:</b> In Frankreich gibt es ein Blogger-Magazin<br />
in Printform, soweit ich weiß. Willste das auch?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Also ich persönlich bin<br />
ja ein bekennender Zeitschriften-Junkie. 😉 Obwohl ich so fasziniert<br />
vom Internet und seinen Möglichkeiten bin, finde ich Zeitschriften<br />
klasse und komme kaum an einem Zeitschriftenstand oder Kiosk vorbei.<br />
Insofern hat die Vorstellung natürlich etwas, dort mit einem<br />
eigenen Magazin vertreten zu sein. Aber ich kann mir derzeit nicht<br />
recht vorstellen, was man in diesem Magazin berichten könnte,<br />
das man nicht auch in einem PDF-Magazin berichten könnte. Das<br />
PDF-Magazin samt Blog und Podcast sind außerdem so schön<br />
flexibel. Also, die Vorstellung finde ich schick. Aber ich kann<br />
mir momentan nicht vorstellen, dass sich das auch vernünftig<br />
in die Wirklichkeit umsetzen ließe und es genügend Themen<br />
und interessierte Leser gäbe.</p>
<p><b>Moderator:</b> Grundsatzfrage:</p>
<p><b>Dude:</b> Haben Print-Magazine denn noch Zukunft?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Das denke ich auf jeden Fall.<br />
Sicher nicht jedes Magazin und auch nicht zu jedem Thema. Aber auf<br />
Papier lassen sich momentan einfach noch Sachen machen, die Du auf<br />
einem Computerbildschirm so nicht hinbekommst. Und (noch) fehlen<br />
die passenden Endgeräte für die Masse an Lesern. Ich selbst<br />
bin ja praktisch untrennbar mit meinem Laptop verbunden 😉 <br />
Aber das geht längst nicht jedem so. Tageszeitungen und Fernsehnachrichten<br />
haben es bei mir schwer, weil ich die entsprechenden Angebote leicht<br />
im Internet bekomme und das auch noch aktueller und ausführlicher<br />
und zu dem Zeitpunkt, den ich selbst bestimme. So richtige Gegenstücke<br />
zum waschechten Magazin mit spannenden Artikeln, sehenswerten Fotostrecken<br />
usw. sind mir im Internet bislang kaum begegnet. Aber vielleicht<br />
gibt es ja demnächst noch mehr Versuche mit PDF-Magazinen.<br />
😉</p>
<p><b>Donetta:</b> Warum habt ihr eigentlich dieses Mediengemisch<br />
aus Blog, Podcasts, Magazin, dann vielleicht noch ein Forum&#8230;?<br />
Muss man alles machen, was man kann?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Nein 🙂 Wir haben zum Beispiel<br />
noch kein Wiki 😉 Also ich hoffe eigentlich, dass es nicht als<br />
&quot;Gemisch&quot; ankommt. Wir versuchen eigentlich, jede Technik<br />
für das einzusetzen, was sie am besten kann. Im Blog gibt es<br />
eher aktuelle Dinge zu lesen und Artikel, die für sich allein<br />
stehen können. Im Podcast gibt es die News zum passiven Konsum,<br />
für zwischendurch oder wo auch immer man das hört. Und<br />
im PDF-Magazin hast Du eben viele verschiedene Inhalte zu einem<br />
Thema an einem Platz. <br />
Das Forum gibt es zwar rein technisch schon, aber mehr so halboffiziell,<br />
denn hier bräuchte man ein, zwei Leute, die Lust darauf haben,<br />
das mit Leben zu erfüllen. Dann könnten hier die Leser<br />
von UPLOAD unabhängig von dem, was gerade im Blog usw. berichtet<br />
wird, eigene Themen diskutieren und Fragen stellen. Das wäre<br />
schon eine tolle Ergänzung, kostet aber viel Zeit, um es wirklich<br />
gut zu machen und die fehlt derzeit.Achja: Einen Video-Podcast gibt<br />
es auch (noch) nicht. Bei dem könnte man beispielsweise Webseiten<br />
zeigen oder Software erklären, die man fürs Bloggen oder<br />
Podcasten braucht.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zu Videos gab es da auch eine Frage:</p>
<p><b>hoppel:</b> Plant ihr auch Videos – zum Beispiel<br />
mal ein Making of des Magazins? 🙂</p>
<p><b>Jan Tißler: </b>Das ist eine ausgezeichnete Idee<br />
:-)) Allerdings wird Video schon ziemlich schnell ziemlich aufwändig<br />
und ist daher echt eine Zeitfrage. Aber mit &quot;Screencasts&quot;<br />
habe ich schon experimentiert, bei denen ich mitschneide, was ich<br />
auf dem Bildschirm tue und das dann noch kommentiere. Das geht relativ<br />
fix und kann eine interessante Sache sein. Mal schauen, was wir<br />
uns noch einfallen lassen und wer sich noch meldet. Das Thema der<br />
nächsten Ausgabe ist ja „Audio und Video“ und das<br />
würde natürlich hervorragend passen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Kleiner Themenwechsel: Im Upload-Blog<br />
veröffentlichst du ab und zu auch über trigami vermittelte<br />
Artikel. Dazu hatten auch einige Nutzer Fragen:</p>
<p><b>tigger:</b> Was sagst du zu der Kritik, durch trigami-Einträge<br />
gehe die Unabhängigkeit eines Blogs und dadurch seine Credibility<br />
flöten?
</p>
<p>
<b>Jan Tißler:</b> Auf jeden Fall kann dieser Eindruck<br />
entstehen. Eine der schönen Seiten an Blogs ist ihre Unabhängigkeit.<br />
Es gibt keine Chefs, keine Businesspläne, keine Werbekunden,<br />
keine solchen Zwänge, wie man sie aus den „alten Medien“<br />
kennt. Man macht, wonach einem ist. Das ist eine schöne Eigenschaft<br />
und eine Chance. Wenn ich nun anfange, auch Geld verdienen zu wollen,<br />
gebe ich davon etwas auf. Wie stark das ist, hängt aber von<br />
mir als Blogger ab 🙂 Beispielsweise, wie ich damit generell umgehe,<br />
wie viel Mühe ich mir mit den Artikel gebe usw. trigami ist<br />
nun einmal Werbung mitten im Inhalt, mitten im Herzen meines Blogs.<br />
Ich finde nicht, dass ein Blogger nun komplett unglaubwürdig<br />
ist, weil er sich für einen Artikel bezahlen lässt. Aber<br />
es ist auch nicht zu verleugnen, dass die Leser das schon zur Kenntnis<br />
nehmen und bewerten.</p>
<p><b>teichtier:</b> <a href="http://www.werbeblogger.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Werbeblogger</a><br />
Patrick Breitenbach will alle trigami-Blogger aus seiner Blogroll<br />
schmeißen. Wie stehst du zu solchen Reaktionen?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Ich kann verstehen, was ihn dazu<br />
gebracht hat. Aber ich würde deshalb nicht so pauschal alle<br />
Blogger verdammen, die bezahlte Artikel schreiben. Manche haben<br />
recht viele trigami-Artikel in ihren Blogs, die Themen sich auch<br />
nicht immer wirklich passend und die Texte selbst sind manchmal<br />
sehr lieblos runtergeschrieben. Aber ich persönlich klicke<br />
dann eben weiter. Und erst wenn der Blogger mir ansonsten auch nichts<br />
Interessantes mehr zu erzählen hat, entferne ich ihn aus meinem<br />
RSS-Feed und gut ist.</p>
<p><b>carsten:</b> Welchen Weg, mit seinem Blog Geld zu verdienen,<br />
würdest du denn am ehesten empfehlen?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Mir persönlich gefallen<br />
natürlich solche Werbeformen am besten, die mein Blog am wenigsten<br />
beeinflussen 🙂 Links zu vermieten ist im Prinzip eine solche Möglichkeit,<br />
die aber auch Nachteile hat, nicht zuletzt, weil Google darauf nicht<br />
gut zu sprechen ist. Der „Schaden“, den die Werbung<br />
anrichtet und die damit verbundene Einnahme müssen in einem<br />
guten Verhältnis zueinander stehen. Wenn ich ein technisches<br />
Blog habe, können Partnerprogramme eine gute Idee sein. Auf<br />
einem allgemeinen Blog wird das hingegen kaum funktionieren. <br />
Google AdSense ist sehr beliebt, weil es pflegeleicht ist und von<br />
den Lesern meist akzeptiert wird (wenn man es als Blogger damit<br />
nicht übertreibt), aber andererseits verdient man damit nicht<br />
viel, wenn man nicht zufällig über besonders umkämpfte<br />
Themen berichtet, die entsprechend hohe Klickpreise bringen. <br />
Wenn, dann kann man mit einem Blog indirekt Geld verdienen, weil<br />
man beispielweise zeigt, dass man sich auf einem bestimmten Gebiet<br />
gut auskennt und das dann auf anderen Wegen zu Geld macht (Buch,<br />
Journalismus, Vorträge, et cetera.) oder natürlich wenn<br />
man selbstständig oder freischaffend ist. Dann kann ein Blog<br />
eine tolle Eigenwerbung sein.</p>
<p><b>farewell:</b> Bis jetzt nutzen doch nur einige wenige<br />
Menschen Web 2.0. Was, glaubst du, wird sich an den Kommunikationsmedien<br />
noch ändern, wenn das Web 2.,0 wirklich zum Massenmedium wird?</p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Wenn man das Web 2.0 als &quot;Mitmachweb&quot;<br />
definiert dann glaube ich nicht, dass es jemals quer durch die Bevölkerung<br />
zum Massenmedium wird. Nicht jeder will sich dauernd äußern,<br />
will seine Fotos hochladen, Kontakte knüpfen usw. Ich könnte<br />
mir hingegen vorstellen, dass solche Dinge eher durch die Hintertür<br />
zu uns kommen, weil das Internet irgendwann selbstverständlich<br />
und rund um die Uhr an jedem Ort verfügbar ist und es entsprechende<br />
Geräte gibt, die das Internet auf diese Weise nutzen, ohne<br />
dass es einem überhaupt bewusst ist. Die Kommunikation wird<br />
es verändern, weil wir (vielleicht) nicht mehr nur jederzeit<br />
erreichbar sind, wie jetzt schon, sondern weil wir über das<br />
Internet auch viele andere Dinge miteinander austauschen können<br />
&#8211; so wie es heute ja einige schon tun.</p>
<p><b>teichtier:</b> Was reizt dich persönlich eigentlich<br />
mehr: Bloggen, die Produktion des Magazins, podcasten, &#8230;? </p>
<p><b>Jan Tißler:</b> Das ist tatsächlich immer<br />
sehr unterschiedlich. Bloggen macht mir sehr viel Spaß, weil<br />
ich sehr gern schreibe und das schon immer mein Hobby war (das nebenbei<br />
auch noch mein Beruf geworden ist). Podcasten ist noch sehr neu<br />
für mich, aber ich habe mir als Jugendlicher immer gewünscht,<br />
meine eigene Radio-Sendung aufnehmen zu können. Das hab ich<br />
jetzt und es macht mir sehr viel Spaß &#8211; auch wenn ich hier<br />
noch viel lernen muss 😉 Und das Magazin macht viel Spaß,<br />
weil es ganz neu ist und man richtig etwas gestalten kann. Allerdings<br />
ist es doch eine Menge Arbeit und ich bin ganz froh (andere Beteiligte<br />
auch, glaube ich 😉 ), dass wir immer einige Wochen totale Ruhe<br />
haben und überhaupt nicht ans Magazin denken müssen, bevor<br />
es dann wieder richtig losgeht.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und 60 Minuten Blogsprechstunde sind<br />
schon wieder um. Danke an unsere Nutzer für die vielen Fragen<br />
und natürlich ein großes Dankeschön an Jan Tißler<br />
für die Antworten. Das Protokoll dieses Chats finden Sie in<br />
Kürze bei politik-digital.de. Das letzte Wort für heute<br />
gebührt dem Gast:
</p>
<p>
<b>Jan Tißler:</b> Ich wünsche Euch allen<br />
viel Spaß mit allem, was Ihr noch im Internet vorhabt 🙂
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/mitmach-web-wird-kein-massenmedium-3604/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
