<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jimmy Wales &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/jimmy-wales/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Jun 2014 14:48:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Jimmy Wales &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Teepause beendet? NSA-Debatte in Großbritannien ein Jahr nach Snowden</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/teepause-beendet-nsa-debatte-in-grossbritannien-ein-jahr-nach-snowden-140180/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/teepause-beendet-nsa-debatte-in-grossbritannien-ein-jahr-nach-snowden-140180/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anne Korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2014 14:48:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[NSA]]></category>
		<category><![CDATA[Jimmy Wales]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Snowden]]></category>
		<category><![CDATA[GCHQ]]></category>
		<category><![CDATA[Emma Carr]]></category>
		<category><![CDATA[Gus Hosein]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas Harding]]></category>
		<category><![CDATA[Official Secrets Act]]></category>
		<category><![CDATA[Sir David Omand]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorism Act]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=140180</guid>

					<description><![CDATA[In einer Podiumsdiskussion mit Jimmy Wales, Emma Carr, Sir David Omand u.a. erklärt Guardian-Journalist Luke Harding, die Diskussion um Massenausspähung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline"><span style="color: #000000;text-decoration: underline"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/daniel-craig_cut.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140207" alt="daniel craig_cut" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/daniel-craig_cut.jpg" width="638" height="281" /></a></span></span><span style="color: #000000">In einer Podiumsdiskussion mit Jimmy Wales, Emma Carr, Sir David </span><span style="color: #000000"><span style="color: #000000">Omand</span> u.a. erklärt Guardian-Journalist Luke Harding, die Diskussion um Massenausspähung sei nun beim britischen Bürger angekommen. Aber hat er damit wirklich Recht?</span><br />
Genau ein Jahr ist seit jener <a href="http://www.theguardian.com/world/2013/jun/06/nsa-phone-records-verizon-court-order" target="_top" rel="noopener noreferrer">ersten Titelgeschichte</a> des <i>Guardian, </i>die auf den Enthüllungen Edward Snowdens basierte, vergangen. Snowdens „größte Angst“, dass niemand auf seine Veröffentlichungen reagieren würde, hat sich nicht bestätigt. &#8220;Ich habe bereits gewonnen“, <span style="color: #000000"><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-12/snowden-interview-mission" target="_top" rel="noopener noreferrer">erklärte er im Dezember</a></span>. Die <span style="color: #000000"><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/edward-snowden-ein-jahr-nsa-enthuellungen-a-972415.html" target="_top" rel="noopener noreferrer">Jahresbilanz des Spiegels</a></span> fällt dagegen eher düster aus: Snowden habe zwar die Welt erschüttert, „eine demokratische Auseinandersetzung mit der maßlosen Überwachungspraxis der USA und ihrer engsten Verbündeten“ haben die Enthüllungen jedoch bislang nicht nach sich gezogen. Dies trifft auf <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/world/2013/dec/02/snowden-fallout-us-uk-liberty-nsa-spying" target="_top" rel="noopener noreferrer">Großbritannien vielleicht mehr als auf alle anderen zu</a></span>.<br />
So war das Interesse der Briten am Thema Snowden und NSA die längste Zeit kaum bis nicht vorhanden – und das obwohl das britische Pendant zur NSA, der GCHQ (Government Communication Headquarters) an dem Spuk massiv beteiligt ist. Dennoch wagte <i>Guardian</i>-Reporter Luke Harding bei <a href="http://www.bigbrotherwatch.org.uk/home/2014/05/secrets-lies-know-far-surveillance-goes.html" target="_top" rel="noopener noreferrer">einer Podiumsdiskussion des <i>New Statesman</i></a> in dieser Woche zu behaupten, die Briten seien nun endlich aus ihrer verlängerten Teepause zurück und bereit, sich nun eingehender mit dem Thema zu befassen. Darüber, ob er damit Recht hat, lässt sich streiten. <span style="color: #000000"><a href="http://www.hrw.org/bios/izza-leghtas" target="_top" rel="noopener noreferrer">Izza Leghtas</a></span> von Human Rights Watch beispielsweise ist <span style="color: #000000"><a href="http://www.hrw.org/news/2014/06/04/uk-do-not-make-us-choose-between-our-safety-and-our-privacy" target="_top" rel="noopener noreferrer">entschieden gegenteiliger Ansicht</a></span>.<br />
<b>Ursachen britischen Desinteresses</b><br />
<a href="http://www.bigbrotherwatch.org.uk/who-we-are/emma-frances-carr-deputy-director">Emma Carr</a>, ausführende Direktorin bei Big Brother Watch, gab in der Diskussion zu bedenken, dass das Interesse der Bevölkerung stark von der Art der Daten abhänge, über die berichtet werde. So seien beispielsweise die viel zitierten „Metadaten“ für die meisten Menschen schlicht zu abstrakt, um Empörung auszulösen. Tatsächlich war die in Großbritannien wohl am häufigsten diskutierte Geschichte jene über das massive <span style="color: #000000"><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-02/gchq-yahoo-spionage" target="_top" rel="noopener noreferrer">Abgreifen von Screenshots aus Yahoo-Webchats</a></span>. Die „Optic Nerve“ betitelte Affäre <span style="color: #000000"><a href="http://morethanannie.wordpress.com/2014/03/01/webcams-mugshots-and-boobs-recent-revelations-on-gchq-spying-and-why-i-think-we-should-consider-a-flashmob/" target="_top" rel="noopener noreferrer">traf den Nerv der Britischen Bevölkerung</a></span>, weil man sich eben unter ausgespähten Nacktfotos mehr vorstellen kann als unter Metadaten.<br />
Jedoch gehen die Gründe für die britische Apathie weit über ein mangelndes Verständnis für die Terminologie hinaus. Zum einen, so glaubt Luke Harding, gebe es in England keine historischen Präzedenzfälle wie etwa in Deutschland. Ganz im Gegenteil: Eigentlich <span style="color: #000000"><a href="http://www.spiegel.de/international/world/the-cozy-relationship-between-britain-and-its-intelligence-apparatus-a-917689.html" target="_top" rel="noopener noreferrer">liebe England seine Spione</a></span> (und hat sich außerdem an die ständige Überwachung durch bis zu 5,9 Millionen Überwachungskameras gewöhnt).<b> </b>Kulturelle Ikonen wie James Bond oder <span style="color: #000000"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/George_Smiley#Analysis" target="_top" rel="noopener noreferrer">George Smiley</a></span> gehörten im Verständnis der Briten zu den Guten. Sie verteidigen Land, Leute und natürlich die Queen – und <span style="color: #000000"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=w0WMnx80bBA" target="_top" rel="noopener noreferrer">springen zum Auftakt der Olympischen Spiele aus Hubschraubern</a></span>.<br />
Und ebenso wie Bond und Co beschützten eben auch die realen Spione des GCHQ Queen und Königreich, beschrieb Harding eine weit verbreitete Auffassung. Deren Überwachungspraktiken <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/uk-news/2013/oct/09/mi5-gchq-surveillance-analysis" target="_top" rel="noopener noreferrer">und die Geheimniskrämerei, die sie umgibt</a></span>, seien zur Terrorabwehr unerlässlich – behaupten Vertreter der Regierung und der Geheimdienste. Erstere waren noch dazu an der <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/media/2014/jan/17/alan-rusbridger-nsa-snowden-revelations" target="_top" rel="noopener noreferrer">Absegnung eben jener Programme beteiligt</a></span>, die im Zuge der Snowden-Enthüllungen in die Kritik gerieten, und wollen sich daher nur ungern mit der Affäre befassen. Man kommentiere Details zu Geheimdienstoperationen nicht, lautet die offizielle Ansage, warne aber vor dem Schaden, der durch die Snowden-Enthüllungen entstanden sei: nämlich <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/world/2013/oct/16/snowden-leaks-david-cameron-investigate-guardian" target="_top" rel="noopener noreferrer">einer massiven Gefährdung der nationalen Sicherheit</a>.</span> Terroristen <span style="color: #000000"><a href="http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/terrorism-in-the-uk/10434196/Terrorists-are-rubbing-their-hands-with-glee-after-Edward-Snowden-leaks.html" target="_top" rel="noopener noreferrer">rieben sich bereits vor Freude die Hände</a></span>. Ohne stichhaltige Beweise für diese Behauptung wird an das Vertrauen der Bürger appelliert.<br />
<b>Sir David Omand: Alles rechtmäßig</b><br />
So meint <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Omand">Sir David Omand</a>, der Ex-Chef des GCHQ, dass ein Jahr nach den ersten Snowden-Enthüllungen bekannt sei, dass alles, was die britischen Geheimdienste tun, rechtmäßig ist. Es gebe keine unrechtmäßige Massenüberwachung in diesem Sinne. Omand beruft sich dabei auf den Surveillance Commissioner, der dem GCHQ erst kürzlich <span style="color: #000000"><a href="http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/10752205/GCHQ-given-all-clear-over-Edward-Snowden-allegations-by-watchdog.html" target="_top" rel="noopener noreferrer">eine weiße Weste bescheinigte</a></span>. Zu Recht, <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/world/2014/feb/27/gchq-insists-optic-nerve-program-legal-legislation-2000" target="_top" rel="noopener noreferrer">schreibt Nick Hopkins</a></span> im <i>Guardian</i>, aber nur, wenn man glaubt, der Gesetzgeber habe eine Datensammlung im Stile von <span style="color: #000000"><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/internetueberwachung-tempora-geheimdienst-zapft-glasfaserkabel-an-a-907283.html" target="_top" rel="noopener noreferrer">Tempora</a></span> im Sinn gehabt, als vor 14 Jahren der <span style="color: #000000"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regulation_of_Investigatory_Powers_Act_2000" target="_top" rel="noopener noreferrer">Regulation of Investigatory Powers Act (RIPA)</a></span> erlassen wurde. Wohl kaum. Gesetze wie RIPA sind längst zu weit hinter der seit 2000 erfolgten „Datenexplosion“ (Harding) zurückgeblieben, um noch wirksam einschränken zu können, was die Exekutive darf &#8211; und was nicht. Zumal sich die Behauptung, es gebe in Großbritannien keine Massenausspähung, auf die, wie Emma Carr es nennt, weit verbreitete Lüge stütze, dass die Sammlung von Metadaten nicht in die Privatsphäre eingreift und damit konsequent verschweigt, dass Metadaten <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/media/2014/jan/17/alan-rusbridger-nsa-snowden-revelations" target="_top" rel="noopener noreferrer">wesentlich aussagekräftiger sind</a></span> als Inhalte.<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jimmy_Wales#Privatleben">Jimmy Wales‘</a> Vergleich der 30-tägigen Vorratsspeicherung von Kommunikationsdaten mit einer Installation von Überwachungskameras in britischen Wohnzimmern wies Omand als „absurd“ zurück. Schließlich schaue man sich die Inhalte ja nicht an. Sie würden lediglich von einem Computer gescannt, der dann relevante Fälle zur Untersuchung auswerfe. Überhaupt ziehe sich ein kategorischer Fehler durch die gesamte journalistische Berichterstattung. Massenzugriff („bulk access“) mit Massenüberwachung („surveillance“) gleichzusetzen sei ein journalistischer Taschenspielertrick. Und da offiziell alles legal ist, sei auch geklärt, dass die Beziehung zwischen Regierung und Bevölkerung durch die Veröffentlichungen nicht beeinträchtigt worden sei. Auch dieser Aussage möchte man lautstark widersprechen, besonders mit Blick auf das Ergebnis der Europawahl.<br />
<b>Gesetze? Fragwürdig!</b><br />
Erschwerend kommt hinzu, dass Gesetze wie der <span style="color: #000000"><a href="http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2000/11/contents" target="_top" rel="noopener noreferrer">Terrorism Act</a></span> und der <span style="color: #000000"><a href="http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1989/6/contents" target="_top" rel="noopener noreferrer">Official Secrets Act</a></span> auf manchmal fragwürdige Weise zum Einsatz gebracht werden. So kam es im vergangenen Jahr wiederholt zu geradezu aberwitzigen Situationen: Der <i>Guardian</i> schrottete unter Aufsicht von Vertretern des GCHQ im eigenen Keller <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/world/2013/aug/20/nsa-snowden-files-drives-destroyed-london" target="_top" rel="noopener noreferrer">seine Computer</a></span>, Chefredakteur Alan Rusbridger wurde vor einen Parlamentsausschuss geladen und gefragt, <span style="color: #000000"><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/guardian-chef-verteidigt-nsa-enthuellung-in-britischem-parlament-a-937065.html" target="_top" rel="noopener noreferrer">ob er sein Land liebe</a></span>. Und der Partner des damaligen <i>Guardian</i>-Journalisten Glenn Greenwald, David Miranda, wurde <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/world/2013/aug/18/glenn-greenwald-guardian-partner-detained-heathrow" target="_top" rel="noopener noreferrer">neun Stunden am Flughafen Heathrow festgehalten</a></span>. Außerdem gab es <a href="http://www.theguardian.com/politics/2013/oct/22/edward-snowden-guardian-should-be-prosecuted-tory-mp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forderungen nach einer Strafverfolgung des<i>Guardian</i><i> </i>sowie eine </a><a href="http://www.theguardian.com/uk-news/2013/oct/16/mps-investigate-guardian-edward-snowden-leaks" target="_top" rel="noopener noreferrer">parlamentarische Untersuchung zu dessen Beteiligung an den Snowden-Enthüllungen</a>. Nicht umsonst rutschte Großbritannien im <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/media/2014/may/01/uk-slips-press-freedom-list-snowden-nsa-leaks" target="_top" rel="noopener noreferrer">weltweiten Ranking zur Pressefreiheit ganze fünf Plätze ab</a></span>.<br />
<b>Verträge neu aushandeln</b><br />
Aber selbst wenn die Überwachung durch den GCHQ in welchem Sinne auch immer rechtens sein sollte, stellt sich die Frage, ob die Einhaltung der Gesetze wirkungsvoll überprüft werden kann. In jedem Fall hat Luke Harding sicher mit seiner Feststellung Recht, dass das Fortschreiten technischer Möglichkeiten die Gesellschaft vor eine völlig neue Situation stelle. Eine Debatte darüber sei ebenso dringend nötig wie Gesetzesreformen. Der „Vertrag“ der Regierung mit den Bürgern müsse, so Harding, komplett neu verhandelt werden.<br />
Dass dieser Forderung mittlerweile sogar <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/uk-news/2014/may/09/edward-snowden-mps-commons-report-spying" target="_top" rel="noopener noreferrer">Mitglieder des britischen Parlaments zustimmen</a>,</span> mag man als gutes Zeichen verstehen. Ob die Briten jedoch tatsächlich aus ihrer Teepause zurück sind und sich die <span style="color: #000000"><a href="http://www.theguardian.com/uk-news/2014/may/09/westminster-may-have-to-concede-edward-snowden-had-a-point" target="_top" rel="noopener noreferrer">Diskussion</a></span> in der Bevölkerung durchsetzt, muss sich noch zeigen. Sollten Großbritannien, Deutschland, den USA und anderen eine wirkungsvolle demokratische Auseinandersetzung doch noch gelingen, dann hätte Snowden in der Tat Recht: Dann hätte er gewonnen und wir mit ihm. Davon scheinen aber Großbritannien, Deutschland und die USA trotz vieler auch positiver Entwicklungen im Jahr eins nach Snowden noch weit entfernt.<br />
Foto:  <a href="https://www.flickr.com/photos/edwicks_toybox/11431236153" target="_blank" rel="noopener noreferrer">edwicks_toybox/flickr</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY NC 2.0</a>); skaliert</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/teepause-beendet-nsa-debatte-in-grossbritannien-ein-jahr-nach-snowden-140180/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 40</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-40-5449/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-40-5449/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Drescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 17:03:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Jimmy Wales]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Jobs]]></category>
		<category><![CDATA[Hashtag-Revolte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/digitale-presseschau-kw-40-5449/</guid>

					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-40"><img width="76" height="88" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Ein Interview mit Netzpolitikern, eine Hashtag-Revolte, ein Weltverbesserer für wenige und eine gewagte These zur Zukunft der Internetdienstleister - dies und mehr in der Digitalen Presseschau. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Interview mit Netzpolitikern, eine Hashtag-Revolte, ein Weltverbesserer für wenige und eine gewagte These zur Zukunft der Internetdienstleister &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>Auch in dieser Woche haben wir aufmerksam die digitale Berichterstattung verfolgt. Auf Platz eins wählten wir ein unterhaltsames Interview, in dem ein Pirat und zwei Netzpolitiker der Grünen und der FDP ihre Gemeinsamkeiten entdecken.<br />
<a href="http://www.zeit.de/2011/40/Interview-Nerz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
<strong>Verstehen genügend Politiker das Internet? </strong></a></p>
<p>In einem Interview auf Zeit Online diskutieren der Bundesvorsitzende der Piraten Sebastian Nerz und die Netzpolitiker Constantin von Notz (Grüne) und Jimmy Schulz (FDP) über Demokratie im Internet, Transparenz im Parlament, den Nerd im Netzpolitiker und den Unterschied zwischen Grünen und Piraten.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/40/Jon-Callas-ueber-Facebook" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Werden Google und Facebook eines Tages verstaatlicht? </a></strong></p>
<p>Ebenfalls bei Zeit Online stellt der US-amerikanische IT-Sicherheitsexperte Jon Callas die These auf, dass zentrale Internetdienste bald zur Grundversorgung gehören und eines Tages unter staatliche Kontrolle gestellt oder gar verstaatlicht werden. Schuld daran sei die zunehmende Monopolisierung eines Marktes, der Nutzer nicht wie Verbraucher, sondern wie Produkte behandelt.</p>
<p><strong><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/5286-occupywallstreet-hashtag-revolte-in-den-usa.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#OccupyWallStreet: Hashtag-Revolte in den USA</a></strong></p>
<p>Auf Platz drei wählten wir einen Beitrag von futurezone.at zu den weiter andauernden Wallstreet-Protesten in New York. Die Autorin Barbara Wimmer erklärt, wie dort enttäuschte US-Amerikaner ihrem Ärger Luft machen, was eine Hashtag-Revolte ist und welche Kommunikationswerkzeuge die kapitalismuskritische Bewegung einsetzt. Nachahmer gibt es inzwischen auch in Deutschland, zum Beispiel in <a href="http://www.facebook.com/OccupyFfM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frankfurt</a>.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/sonntagszeitung/feuilleton/das-wahre-leben-im-netz-11447124.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><br />
Das wahre Leben im Netz </strong></a></p>
<p>In der Online-Ausgabe der F.A.Z-Sonntagszeitung diskutiert der Medienjournalist Stefan Niggermeier die Qualität von Freundschaften im Netz und versucht sich in einer Analyse jenseits der Dichotomie von online und offline. Das Internet sei kein wirklichkeitsferner, einsamer Fluchtort, sondern genauso Raum vielschichtiger sozialer Begegnungen wie das vermeintlich reale Leben. Echte Nähe bleibe dabei hüben wie drüben eine Illusion, so das Fazit von Niggermeier.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,790325,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Steve Jobs &#8211; Weltverbesserer für wenige</strong></a></p>
<p>Steve Jobs ist tot – die Apple-Gemeinde trauert öffentlich im Internet. Trotz aller Tragik des frühen Ablebens von Jobs warnt Stefan Kuzmany im Kommentar auf Spiegel Online vor einer Überhöhung und Stilisierung des Applegründers. Schließlich sei Steve Jobs zwar ein großer Visionär und glänzender Geschäftsmann gewesen, die Welt aber habe er nur für Menschen mit Luxusproblemen verbessert. Wer also Geschäft mit Philosophie oder gar Religion verwechsele, huldige dem puren Materialismus.</p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/politik/wikipedia-gruender-jimmy-wales--zensur-ist-nicht-hilfreich-,1472596,10960068,item,0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Interview mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales </strong></a></p>
<p>Ein Interview mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales in der Frankfurter Rundschau vervollständigt unsere heutige Presseschau. Darin berichtet er von seinen Zeiten als Börsenmakler, der Gründung der Wikipedia und den aktuellen Diskussionen über die Qualität der Inhalte. Wie auch die italienische Wikipedia-Gemeinschaft, die diese Woche gegen ein neues Internetgesetz in ihrem Land protestiert hatte, spricht sich Wales gegen staatliche Zensur aus.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-40-5449/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wikia Search: Suche im sozialen Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wikia-search-suche-im-sozialen-netz-3679/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wikia-search-suche-im-sozialen-netz-3679/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 16:17:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Jimmy Wales]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wikia-search-suche-im-sozialen-netz-3679/</guid>

					<description><![CDATA[Seit heute Nacht ist <a href="http://alpha.search.wikia.com/" target="_blank" title="&#34;Wikia Search&#34;" rel="noopener noreferrer">„Wikia Search“</a>  online. Die seit langem angekündigte Suchmaschine des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales soll „vorrangig auf menschlicher Intelligenz beruhen“ und könnte so dem Suchmaschinen-Giganten Google überlegen sein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute Nacht ist <a href="http://alpha.search.wikia.com/" target="_blank" title="&quot;Wikia Search&quot;" rel="noopener noreferrer">„Wikia Search“</a>  online. Die seit langem angekündigte Suchmaschine des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales soll „vorrangig auf menschlicher Intelligenz beruhen“ und könnte so dem Suchmaschinen-Giganten Google überlegen sein.<!--break--></p>
<p>
Wikia Search basiert ausschließlich auf freier Software, also Programmen, die von einer Programmiergemeinde gepflegt werden.  Um die Qualität der Suchmaschine zu sichern setzt das Projekt vor allem auf nachvollziehbare Ergebnisse und die aktive Mithilfe der User.
</p>
<p>
Die Rangfolge der Seiten wird nicht wie bei Google und anderen etablierten Suchmaschinen üblich allein durch kaum nachvollziehbare, mathematische Algorithmen bestimmt. Bei Wikia Search  nehmen auch die Nutzer auf verschiedene Weise Einfluss auf die angezeigten Suchergebnisse.
</p>
<p>
Um zu erreichen, dass die qualitativ besten Suchergebnisse ganz oben auf der Ergebnisliste stehen, wurden verschiedene Bewertungsmöglichkeiten integriert. Noch nicht freigeschaltet ist das „Social Ranking“, bei dem Nutzer manuell die Qualität einzelner URLs nach einem 5-Sterne-Prinzip sowohl positiv als auch negativ bewerten können. Diese Bewertungen werden jedoch in Zukunft Einfluss auf die Rangfolge der Suchergebnisse haben.
</p>
<p>
Außerdem gibt es eine von den Usern geführte <a href="http://search.wikia.com/wiki/Whitelist" target="_blank" title="Whitelist" rel="noopener noreferrer">Whitelist</a>  mit den wichtigsten und besten Websites zum jeweiligen Thema.
</p>
<p>
Besteht Diskussionsbedarf  über die Ergebnisse einzelner Suchbegriffe, so kann zu jedem Suchwort eine eigene Diskussionsseite im Wiki von Wikia Search angelegt werden.
</p>
<p>
Im Laufe der kommenden Wochen werden kurze Informationstexte zu<br />
wichtigen Suchbegriffen verfasst, die den Nutzern als erste<br />
Orientierungshilfe dienen sollen.
</p>
<p>
Da die Version noch nicht unter realen Bedingungen getestet werden konnte und die sozialen Elemente erst durch die Nutzung ihre regulierende Wirkung entfalten können, sind die Suchergebnisse derzeit noch wenig repräsentativ.
</p>
<p>
Gibt man zum Beispiel die Suchbegriffe „Partei + Deutschland“ ein, so liefert die Suchmaschine ein leicht verzerrtes Bild der Parteienlandschaft in Deutschland. Abgesehen von der CDU-Spandau tauchen unter den ersten zehn Ergebnissen ausschließlich kleine Parteien wie die „Anarchistische Pogo-Partei Deutschland (APPD)“, die „Humanistische Partei“, die „Partei Bibeleltreuer Christen (PBC)“ und sogar zwei mal die Titanic-Partei DIE PARTEI auf.
</p>
<p>
Im Gegensatz zu herkömmlichen Angeboten ist ein grundlegendes Element der Suchmaschine &#8211; wie bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia &#8211; das kollektive Wissen vieler Nutzer, deren gemeinsame Intelligenz und gegenseitige Kontrolle. Im Gegensatz zur gemeinnützigen Stiftung Wikipedia ist Wikia Search allerdings Teil eines gewinnorientierten Unternehmens und finanziert sich durch Werbekunden.
</p>
<p>
In der jetzigen Phase setzt Wikia Search auf Programmierer, Wiki-Autoren und Nutzer um die Qualität der Suchmaschine möglichst schnell zu verbessern. Sowohl bei der Weiterentwicklung der Software als auch bei der Produktion von Hintergrund- und Informationstexten ist die Mitarbeit der aktiven Netzgemeinde ausdrücklich erwünscht.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wikia-search-suche-im-sozialen-netz-3679/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wikipedia-Gründer im Clinch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wikipedia-gruender-im-clinch-2204/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wikipedia-gruender-im-clinch-2204/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 12:22:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Jimmy Wales]]></category>
		<category><![CDATA[Citizendium]]></category>
		<category><![CDATA[Larry Sanger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wikipedia-gruender-im-clinch-2204/</guid>

					<description><![CDATA[Es riecht nach verletzter Eitelkeit und viel Machoattitüde, was die Köpfe hinter Wikipedia sich derzeit öffentlich an die selbigen werfen: Larry Sanger und Jimmy Wales, bislang tausendfach als &#34;Wikipedia-Gründer&#34; bezeichnet, sprechen sich gegenseitig die kreative Urheberschaft an dem nutzereintragsbasierten Online-Lexikon ab.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es riecht nach verletzter Eitelkeit und viel Machoattitüde, was die Köpfe hinter Wikipedia sich derzeit öffentlich an die selbigen werfen: Larry Sanger und Jimmy Wales, bislang tausendfach als &quot;Wikipedia-Gründer&quot; bezeichnet, sprechen sich gegenseitig die kreative Urheberschaft an dem nutzereintragsbasierten Online-Lexikon ab.<br />
<!--break--><br />
Sanger, der derzeit<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/cheise_citizendium_070111.shtml"> ein Konkurrenzprodukt zur Wikipedia</a> vorantreibt, soll nur ein Angestellter Anweisungsempfänger gewesen sein, behauptet sein damaliger Chef Jimmy Wales in <a href="http://www.smh.com.au/news/Technology/Sanger-Says-He-CoStarted-Wikipedia/2007/03/26/1174761306210.html">Zeitungsartikeln</a> und <a href="http://www.wired.com/techbiz/media/news/2007/05/assignment_zero_citizendium">öffentlich zitierten E-Mails</a>.<br />
Sanger wiederum reagiert säuerlich und entgegnet, Wales habe sich als Chef <a href="http://blog.citizendium.org/2007/05/08/wales-comments-on-wiredcom/">kaum um die Wikipedia gekümmert</a>.<br />
Sanger liefert auch gleich einen Grund für den Hahnenkampf: Jimmy Wales wolle offensichtlich &quot;Geschichte umschreiben&quot;.<br />
Es geht den beiden Streithähnen also wohl darum, wer in den Geschichtsbüchern als Ideengeber für das Projekt auftaucht.<br />
Eigentlich disqualifizieren sie sich jedoch gerade beide&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wikipedia-gruender-im-clinch-2204/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lasst uns Politik intelligenter machen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/social-networks/lasst-uns-politik-intelligenter-machen-3188/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/social-networks/lasst-uns-politik-intelligenter-machen-3188/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[bklein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[Campaigns Wikia]]></category>
		<category><![CDATA[Jimmy Wales]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/lasst-uns-politik-intelligenter-machen-3188/</guid>

					<description><![CDATA[(Artikel) Jimmy Wales ist längst eine Ikone. Jetzt hat der Wikipedia-Erfinder ein neues Web2.0-Format gegründet: ein Wiki speziell für Kampagnen. Wales hofft, dass so mehr politische Partizipation entsteht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Jimmy Wales ist längst eine Ikone. Jetzt hat der Wikipedia-Erfinder ein neues Web2.0-Format gegründet: ein Wiki speziell für Kampagnen. Wales hofft, dass so mehr politische Partizipation entsteht.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Das Engagement für Umweltschutz, Plädoyers für Steuerreformen oder einfach Wahlkampf für den neuen Gouverneur von Maine – all das hat einen neuen Platz im Netz bekommen: das Kampagnen-Wikia von Jimmy Wales. Das Motto des Wikipedia-Gründers: „What better place than here? What better time than now?“ Der Satz steht auf dem Rücken eines grauen T-Shirts, ein Foto davon prangt auf der Startseite des neuen<br />
<a href="http://campaigns.wikia.com/wiki/Campaigns_Wikia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Web 2.0-Projekts</a>, das Wales im Juli 2006<br />
<a href="http://news.com.com/2100-1028_3-6091151.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ins Leben gerufen</a> hat.</p>
<p>Mit der Erfindung der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia hat der 40-Jährige eigentlich alles erreicht. Aber Ansehen allein scheint ihm nicht zu reichen: Vom 160.000-Einwohner-Städtchen Huntsville im US-Bundesstaat Alabama aus will er helfen, Politik intelligenter und demokratischer zu gestalten, und traditionelle Medienkanäle mit Graswurzel-Engagement ersetzen. Die Idee ist nicht neu: Kommunikation über ein Wiki ist schnell, unkompliziert und diskursiv. Nur konsequent also, dass das Prinzip von „Campaigns Wiki“ auf der Ursprungsidee von Wikipedia basiert: Beiträge können und sollen sich ständig verändern. Im Rahmen der Partizipationsmöglichkeiten steht es jedem frei, eine Kampagne zu eröffnen und um potenzielle Unterstützer zu wetteifern. Wikianer können selbstverständlich auch die Kampagnen anderer Nutzer unterstützen, sie können sie aber auch angreifen, kritisieren oder verbessern.
</p>
<p>
<b>Querdenker aller Bundesländer<br />
<br />
</b><br />
<br />
Das Potenzial für Kampagnen-Wikia ist hoch, das Angebot scheint allerdings kaum einer zu kennen. Momentan gibt es gerade einmal<br />
<a href="http://kampagnen.wikia.com/wiki/Kampagnen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">acht deutsche Kampagnen</a>: „Querdenker alle Bundesländer vereinigt Euch“, heißt eine, „Handy weg“ oder „Grundeinkommen statt Hartz IV“ fordern andere. Auf der englischsprachigen Seite gibt es da schon mehr. Aber von Erfolg sind die Kampagnen noch nicht gekrönt.<br />
<br />
Wenn es nach Jimmy Wales ginge, würden sich Mandatsträger nationaler oder auch subnationaler Parlamente an den Kampagnen beteiligen und rege mitdiskutieren. Allerdings scheint das bislang keinem der teilnehmenden Wikianer mit einer seiner Kampagnen gelungen zu sein. Ein weiteres Problem: die Anonymität. Denn jeder Nutzer kann, ohne „Spuren“ zu hinterlassen, jede Art von Kampagne starten und auch alles auf seine Art kommentieren. Das führt natürlich zu nicht ganz ernst gemeinten Kampagnen und Kommentaren und verleiht dem Kampagnen-Wikia nicht gerade ein hohes Maß an Seriosität.
</p>
<p>
Das Ziel: mehr politische Partizipation. Also etwas, das weder konventionelle Rundfunkmedien noch die darin erzeugte „Rundfunkpolitik“ leisten kann. Dieses Engagement ist für Jimmy Wales in mehreren Varianten denkbar: Man kann sich auf eine Mailing-Liste setzen lassen, sich aktiv am Wiki beteiligen und – am allerwichtigsten – Dritte über das Projekt informieren, um so eine weit gestreute und gut ausgebaute Community herzustellen. Die Seiten der einzelnen Kampagnen unterscheiden sich teilweise in ihrem Aufbau. Mal hat man die Seitenstruktur in Kategorien aufgeteilt: erstens die Kampagne, zweitens Pro- und Contra-Argumente und drittens Hintergrundinfos. Eine weitere mögliche Seitenstruktur ist ein Fließtext, in dem am Ende offen diskutiert werden kann, ähnlich wie bei Wikipedia. Je nach Land oder Kampagne können sich die Seiten weiter unterscheiden. Das Kampagnen-Wikia steht in mehreren Sprachen zur Verfügung, die Übersicht ist dabei nach Ländern sortiert. Interessant ist, dass Seiten der europäischen Länder eine Übersicht „europäische Kampagnen“ haben, in denen länderübergreifend europäische Kampagnen gestartet und diskutiert werden können. Ein weiterer Menüpunkt verweist auf „Internationale Kampagnen“ in jeder Sprache, so dass es für Diskussionen keine Länder- oder Kontinentgrenzen gibt.
</p>
<p>
<b>Meine Kampagne ist Privatsache</b></p>
<p>Allerdings ist momentan weder die Beteiligung an Kampagnen noch die Eröffnung von Kampagnen ein „Renner“. Die geringe Beteiligung lässt sich dabei nicht nur in Deutschland beobachten, auch aus anderen Ländern kommt kaum Zuspruch. Wie bei vielen neuen Online-Projekten scheitert der Erfolg bislang an der entsprechenden Kommunikation nach „außen“. Nur Freunde und Bekannte über sein Projekt zu informieren, reicht eben nicht, um eine international erfolgreiche Initiative zu etablieren.</p>
<p>Kurz: Kampagnen-Wikias sind zur Zeit ausschließlich private Initiativen ohne Anbindung an staatliche Institutionen. Die Beteiligung von Mandatsträgern steht noch in den Sternen, ist aber nicht ausgeschlossen. Aber letztlich sind die Diskussionsergebnisse durchaus wertvoll &#8211; auch ohne die Integration politischer Entscheidungsträger. Der Erfolg misst sich eher daran, wie viele Nutzer sich regelmäßig am Wikia beteiligen. Was das Ganze mit tatsächlicher politischer Entscheidungsfindung zu tun haben könnte, ist erst einmal Nebensache.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/social-networks/lasst-uns-politik-intelligenter-machen-3188/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
