<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Joachim Bader &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/joachim-bader/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Joachim Bader &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ein elektronischer Dialog zwischen Joachim Bader und Christoph Bieber</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/ein_elektronischer_dialog_zwischen_joachim_bader_und_christoph_bieber-570/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/ein_elektronischer_dialog_zwischen_joachim_bader_und_christoph_bieber-570/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bieber]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Bader]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/ein_elektronischer_dialog_zwischen_joachim_bader_und_christoph_bieber-570/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im folgenden dokumentiert politik-digital eine e-mail-Korrespondenz mit Joachim Bader,
dem für Contentstrategie und -implementierung von
<a href="http://www.excite.de/">Excite Deutschland</a> zuständigen Producer des Portal-Services. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im folgenden dokumentiert politik-digital eine e-mail-Korrespondenz mit Joachim Bader,<br />
dem für Contentstrategie und -implementierung von<br />
<a href="http://www.excite.de/">Excite Deutschland</a> zuständigen Producer des Portal-Services.<br />
Christoph Bieber hat sich mit dem in London arbeitenden Bader über den wachsenden<br />
Flexibilisierungsdruck im vernetzten Büro, die Kehrseiten der Informationsarbeit und die<br />
Schwierigkeiten mit einer zwar &quot;langsamen&quot;, aber noch immer unentbehrlichen Politik unterhalten.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Joachim Bader, bereits in Ihrer Diplomarbeit an der FU Berlin<br />
haben Sie sich mit der Thematik &quot;Internet und Politische Kommunikation&quot; auseinandergesetzt.<br />
Haben Sie die Zukunftsträchtigkeit einer Aufgabenstellung aus diesem Bereich geahnt?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Joachim Bader</b>: Eigentlich wollte ich in den klassischen Medien arbeiten, im Bereich<br />
Marketing. Allerdings wurde ich durch ein Praktikum bei <a href="http://www.focus.de/">FOCUS</a> im Sommer 1995 mit dem<br />
Internet-Virus infiziert. Dort wurde gerade ein Online-Angebot aufgebaut und ich konnte<br />
einige Wochen lang mitarbeiten. Darauf folgten dann einige andere Projekte im Bereich<br />
Internet und letztendlich auch die Wahl des Diplomarbeitsthemas. Dabei habe ich festgestellt,<br />
daß meine interdisziplinäre Ausbildung genau dem Anforderungsprofil<br />
&quot;New Media Production/Management&quot; entspricht &#8211; Marketing, Redaktion und Medien-wissen müssen<br />
kombiniert werden.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Was war &#8211; und ist &#8211; für Sie die besondere &quot;Faszination&quot; der<br />
neuen Medien?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Joachim Bader</b>: Schnelligkeit, Überraschungen, Chancen, keine festgefahrenen Strukturen.<br />
Und das Wissen, daß dieses Medium erst am Anfang der Entwicklung steht und noch viel<br />
Potential hat. Excite ist mein zweiter Job in der Branche nach dem Studium. Spannend<br />
für mich war die unterschiedliche Unternehmenskultur einer amerikanischen Firma im Vergleich<br />
zu deutschen Firmen. Ich wurde schnell voll eingebunden und erhielt Verantwortung und<br />
Kompetenzen. Natürlich gibt es eine Einführungsphase, die das Grundverständnis für das<br />
Produkt und die Zusammenhänge erst ermöglicht. Danach steht dann &quot;learning-by-doing&quot; auf<br />
dem Plan. Die Herausforderung ist dabei, nicht den Anschluß an neue Entwicklungen zu verlieren,<br />
denn Partner, Produkte und Entwicklungen ändern sich laufend. Die Arbeit in einer<br />
internationalen Firma bringt mit sich, daß sich Kompetenzen auch häufig verschieben.<br />
Neben der Arbeit für Excite Deutschland und bis vor kurzem Italien leite ich zum Beispiel oft<br />
Projekte für den englischen Markt oder pan-europäische Produktentwicklungen. Dies hilft, ein<br />
&quot;broader picture&quot; zu erhalten und auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Welchen Stellenwert haben die neuen Medien in der alltäglichen<br />
Bürokommunikation? Hat sich Ihre Internet-Nutzung verändert, professionalisiert?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Joachim Bader</b>: Meine Internet-Nutzung hat sich in den letzten Jahren schon<br />
professionalisiert und auch ausgeweitet. Das Internet hat sich für mich zu einem Medium<br />
entwickelt, das ich für alle Belange des täglichen Lebens einsetze, ob im Job-Kontext oder<br />
für meine Freizeit. Ich teste dabei auch neue Anwendungen und überlege mir, ob diese für<br />
die Excite-Dienste sinnvoll sein könnten. Die Herausforderung ist dabei für mich als<br />
&quot;hardcore-user&quot;, daß ich in der Lage bleibe, mich weiterhin in die Situation meiner<br />
Zielgruppe zu versetzen und deren Wünsche und Belange zu verstehen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Leben und Arbeiten im vernetzten Stadtviertel</b><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> In den New Media-Metropolen der USA rücken junge Firmen aus<br />
der Branche häufig auf engstem urbanen Raum zusammen, in sogenannten &quot;wired neighbourhoods&quot;<br />
oder &quot;cyberdistrics&quot;. Gibt es diesen Trend auch in Europa?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Joachim Bader</b>: Ich arbeite in Soho, West-London, der &quot;media central&quot; der Stadt:<br />
TV, Film, Print, Werbung und Neue Medien haben sich in diesem zentralen Stadtteil angesiedelt.<br />
Sicher gehört die große Mehrheit der hier ansässigen Firmen immer noch zu den klassischen<br />
Medien, aber von <a href="http://www.lastminute.com/">lastminute.com</a> bis zu<br />
<a href="http://www.yahoo.co.uk/">Yahoo!</a>, von British Telecom bis zu Jupiter<br />
Communications ist die ganze Bandbreite internationaler und nationaler Internet-Firmen<br />
hier präsent. Man könnte deshalb Soho durchaus als &quot;wired neighbourhood&quot; bezeichnen. Durch<br />
die Dichte der hier ansässigen Medienfirmen entstehen vielfältige Synergien &#8211; der nächste<br />
Partner oder Kunde ist meistens nur einen kleinen Spaziergang entfernt. Oder man trifft sich<br />
einfach mal zum Lunch und  tauscht sich informell aus.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Viele Pilotprojekte zielen in eine ganz andere Richtung und<br />
versuchen einen Arbeitstransfer aus dem urbanen Umfeld heraus &#8211; Stichwort &quot;telecottages&quot;.<br />
Was halten Sie davon?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Joachim Bader</b>: Ich produziere ein redaktionelles Produkt, mit dem ich möglichst viele<br />
Leute erreichen will. Wie bei vielen redaktionellen Jobs spielt es schon eine große Rolle,<br />
früh mitzukriegen, wenn Neues entsteht oder Trends sich formen. Dies in <a href="http://www.londontown.com/index.phtml">London</a> mitzubekommen,<br />
ist doch recht einfach. Style-Metropole, Sitz wichtiger Internetfirmen, Medienstadt &#8211; dies ist<br />
ein guter Mix, der hilft, auf dem Laufenden zu bleiben. Sicher könnte ich meine Arbeit auch in<br />
der Provinz erledigen. Intranet, e-mail, Instant Messaging, Video-Konferenzen lösen (fast)<br />
alle logistischen Probleme. Doch trotz aller &quot;<a href="http://www.softsurf.com/allgemein/messages/462.htm">telecottage</a>&quot;-Ideen sollte man nicht vergessen,<br />
daß Arbeit nicht nur aus Arbeit im engeren Sinne besteht, sondern aus persönlicher<br />
Kommunikation, Meetings, Lebensgefühlen etc. Hier hat ein &quot;telecottage&quot; sicher nicht viel zu<br />
bieten. Und außerdem: mir würde es einfach weniger Spaß machen, irgendwo auf dem Land zu<br />
sitzen und relativ abseits über Produkten und Ideen zu brüten.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Beim Blick auf die noch junge Internet-Ökonomie stehen meist<br />
die erfolgreichen Mitglieder der &quot;Info-Elite&quot; im Mittelpunkt, allerdings gehört auch monotone<br />
und schlechtbezahlte Arbeit wie etwa die Erfassung großer Datenmengen zum Alltag in der<br />
Informationswirtschaft. Zeichnet sich hier eine Teilung in digitale Fließbandarbeit und<br />
gutbezahlte &quot;white-collar&quot;-Jobs ab?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Joachim Bader</b>: Wie in allen Branchen gibt es auch in den Neuen Medien interessante<br />
und weniger interessante Jobs &#8211; die Informationswirtschaft ist da keine Ausnahme. Allerdings<br />
ist zu bemerken, dass aufgrund des relativen Arbeitskräftemangels in den Neuen Medien immer<br />
die Chance besteht , aus einem Praktikum eine Anstellung oder aus einem Datenerfassungsjob<br />
mehr zu machen.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Führt der weitgehend problemlose räumliche wie zeitliche Transfer<br />
auch zu einer globalen Arbeitsteilung?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Joachim Bader</b>: Ganz klar. Auf der persönlichen Ebene arbeite ich mit Partnern in<br />
Deutschland, mit Design und Programmierung in London und den USA und bei pan-europäischen<br />
Projekten mit den verschiedenen Excite-Producern für die einzelnen Länder. Verallgemeinernd<br />
kann ich für meine Branche sagen, dass es keine richtige Rolle mehr spielt, in welchem Land<br />
oder Zeitzone der Partner oder Kunde sitzt &#8211; das Geschäft wird gemacht. Allerdings ist dies<br />
keine spezielles Kennzeichen der Internet-Industrie, die Globalisierung der Wirtschaft<br />
schreitet in allen Branchen voran.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital: </span></b>Ist eine für die Beschäftigten die Trennung von Arbeitswelt und<br />
privatem Lebensbereich überhaupt noch möglich?<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Joachim Bader</b>: Ja, dies ist möglich. Natürlich kann man Tag und Nacht von überall<br />
auf alle Daten, Projekte, Mails etc.zugreifen. Aber man muss es nicht. Hier muss jeder einzelne<br />
selbst festlegen, wie er seinen Arbeitsalltag organisiert, wo Prioritäten gesetzt werden und<br />
wo die Grenzen liegen.<br />
Es gibt immer Phasen, wo eine solche Trennung schwierig ist, vor allem bei Productlaunches.<br />
Auf der anderen Seite eröffnet die weitgehende Unabhängigkeit von Zeit und Raum auch neue<br />
Chancen der Arbeit: &quot;<a href="http://www.telework.de/welcome/welcome.htm">teleworking</a>&quot; ist sicher ein Fortschritt, ebenso die Möglichkeit, den<br />
Arbeitstag flexibel  zu gestalten, nicht immer in der &quot;nine-to-seven&quot;-Routine.<br />
</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/uncategorized/ein_elektronischer_dialog_zwischen_joachim_bader_und_christoph_bieber-570/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
