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	<title>Jörg Schönbohm &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Jörg Schönbohm &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Glücklicherweise besteht der Mensch aus Ratio und Emotion&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/gluecklicherweise-besteht-der-mensch-aus-ratio-und-emotion-176/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[hworch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Jörg Schönbohm, Innenminister 
des Landes Brandenburg, war am 26. August zu Gast im tacheles.02 
Live-Chat von tageschau.de und politik-digital.de. Diskutiert wurde 
u.a. über die Emotionalisierung des Wahlkampfs, die Auseinandersetzung 
mit der Linkspartei und die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei</b></b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="normal">
<b><b>Jörg Schönbohm, Innenminister<br />
des Landes Brandenburg, war am 26. August zu Gast im tacheles.02<br />
Live-Chat von tageschau.de und politik-digital.de. Diskutiert wurde<br />
u.a. über die Emotionalisierung des Wahlkampfs, die Auseinandersetzung<br />
mit der Linkspartei und die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei</b></b><!--break-->
</p>
<p class="normal">
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte,<br />
willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02 ist ein<br />
Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de. Zum Chat ist heute der Innenminister Brandenburgs,<br />
Jörg Schönbohm ins ARD-Hauptstadtstudio gekommen. Herr<br />
Schönbohm, können wir beginnen?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm: </b>Gerne. Ich freue mich<br />
drauf.
</p>
<p>
<b>Juventus:</b> Herr Schönbohm, glauben Sie, dass<br />
Ihre Äußerungen zu den mangelnden Werten, einer Wertedebatte<br />
in Deutschland, die ich durchaus für notwendig halte, nicht<br />
abträglich sind?</p>
<p><b>Jörg Schönbohm:</b> Ich habe mit meinen Äußerungen,<br />
die sich in Brandenburg auf das Wegsehen bei schwersten Straftaten<br />
und einer möglichen Erklärung hierzu eine breite Diskussion<br />
losgetreten. Ich habe dabei festgestellt, dass ich Menschen beleidigt<br />
habe und Menschen sich ihrer Lebensleistung beraubt fühlen.<br />
Dies war nicht meine Absicht und deswegen habe ich mich dafür<br />
entschuldigt. Ich denke, dass wir die Diskussion nach den Wahlen<br />
in einer sachlichen Diskussion weiterführen, weil es noch offene<br />
Fragen gibt. Ich hoffe, dass es trotz allen Ärgers gelingt,<br />
die Debatte in einem sachlichen Fahrwasser zu führen.
</p>
<p>
<b>Gottfried:</b> Rechnen Sie sich noch Chancen aus,<br />
bundespolitisch aktiv werden zu können, auch nachdem Frau Merkel<br />
Günther Beckstein für &quot;Inneres&quot; in ihr Kompetenzteam<br />
berufen hat?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Die Wählerinnen<br />
und Wähler müssen erst mal entscheiden, dass wir eine<br />
CDU/CSU und FDP Regierung bekommen. Ich setze mich dafür ein,<br />
dass dies gelingt und mache Wahlkampf in ganz Deutschland und in<br />
Brandenburg. Günther Beckstein ist ein erfahrener Landesminister<br />
und ich hoffe, dass er Bundesinnenminister wird. Das wäre gut<br />
für Deutschland.
</p>
<p>
<b>HansaII:</b> Herr Schönbohm, was sagen Sie zu<br />
Stoibers Aussagen zum ostdeutschen Wahlverhalten?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Stoiber hat sich mit<br />
seiner Aussage auf Oskar Lafontaine und Gregor Gysi bezogen, und<br />
da muss man sich noch mal in Erinnerung rufen: Oskar Lafontaine<br />
hat nach dem Fall der Mauer 1989 gesagt, dass die Ostdeutschen nicht<br />
in das westdeutsche Sozialsystem dürften. Er war dezidiert<br />
gegen die deutsche Einheit und hatte sich schon im März 1990<br />
mit Gregor Gysi dazu gemeinsam geäußert. Es ist schwer<br />
erklärbar und akzeptabel, dass diese beiden Hasardeure jetzt<br />
den Deutschen erklären wollen, wie die Einheit wirklich geht.<br />
Darauf zielten Stoibers Aussagen und da hat er Recht.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wie stark sehen Sie denn die Linkspartei<br />
am 18. September?</p>
<p><b>Jörg Schönbohm:</b> Es ist noch zu schwer<br />
vorherzusagen. Die hat ja schon abgenommen von Bundesebene von 11<br />
auf 9 Prozent. In den neuen Bundesländern sind CDU und Linkspartei<br />
in den Umfragen zur Zeit gleichauf. Wir haben noch drei Wochen Zeit,<br />
unsere Mitbürger davon zu überzeugen, dass die Wahl der<br />
Linkspartei Protest aber keine Lösung bedeutet. Wir wollen<br />
die Zukunft gestalten und gewinnen, und die Linkspartei möchte<br />
die Vergangenheit verwalten. Darum denke ich, wird die Linkspartei<br />
im weiteren Verlauf des Wahlkampfes weiter abnehmen.
</p>
<p>
<b>auslandsdeutscher:</b> Was halten Sie denn am &quot;Gefährlichsten&quot;<br />
an der Linkspartei?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Das Gefährliche<br />
an der Linkspartei ist, dass sie die schwierige Altlast aus der<br />
DDR verschweigt, die gemeinsam erzielte Aufbauleistung klein redet<br />
und den Menschen den Mut nimmt, sich für ihre eigene Zukunft<br />
stärker einzusetzen. Die Linkspartei verspricht ein Wahlprogramm,<br />
dessen Finanzierung vollkommen unklar ist und sie folgt einem Schuldenmodell,<br />
das die DDR zum Ende gebracht hat.
</p>
<p>
<b>Politicus: </b>Wie kann man vor allem in Ostdeutschland<br />
den Menschen vermitteln, dass die Linkspartei keine wirklichen politischen<br />
Lösungen hat?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Hierzu bedarf es eines<br />
andauernden und geduldigen Zuhörens bei den Menschen. Wir dürfen<br />
nicht vergessen, dass unsere Mitbürger in den letzten Jahren<br />
viele Veränderungen mitgemacht haben und wir dennoch ein hohes<br />
Maß an Arbeitslosigkeit zwischen 18 und 20 Prozent haben.<br />
Daraus ergeben sich Enttäuschungen, die die Linkspartei nutzt<br />
zur Emotionalisierung und zu Versprechungen, die nicht einlösbar<br />
sind. Darum müssen wir gegenüber den Mitbürgern die<br />
Schwierigkeit unserer Lage klar beschreiben und eine Perspektive<br />
zur Lösung der Probleme entwickeln und dabei klar machen, dass<br />
es noch Jahre dauert, bis wie das geschafft haben. Das ist ehrlicher,<br />
weil das Klarheit schafft.
</p>
<p>
<b>koellefornia:</b> In Deutschland ist es oft problematisch,<br />
unangenehme politische bzw. gesellschaftliche Wahrheiten bzw. Missstände<br />
deutlich zu formulieren und anzuprangern. Was meinen sie, woher<br />
das kommen kann?</p>
<p><b>Jörg Schönbohm:</b> Wir haben in der Tat<br />
in Deutschland eine Tendenz, bestimmte Bereiche zu Tabubereichen<br />
zu erklären. Aber die Wirklichkeit ist immer stärker als<br />
es die Tabuisierer sind. Das haben wir festgestellt bei dem Thema<br />
Integration und Zuwanderung. Das neue Zuwanderungsgesetz ist erst<br />
zustande gekommen, nachdem ich das rot-grüne &quot;Traumgesetz&quot;<br />
im Bundesrat verhindert habe. Jetzt haben wir ein Gesetz, das die<br />
Zuwanderung begrenzt, deutsche Interessen definiert und Integration<br />
fördert. Ich wünschte mir generell, dass wir in unserer<br />
Demokratie erkennen, dass es grundsätzlich möglich ist,<br />
über Unterschiede kontrovers zu diskutieren und dabei auch<br />
unangenehme Dinge anzusprechen. Wenn die politischen Parteien einen<br />
Teil der Wirklichkeit aus ihrer Politik ausblenden würden,<br />
stützte dies die Entwicklung von extremistischen Parteien.<br />
Und das kann nicht unser Interesse sein.
</p>
<p>
<b>mok:</b> Wie wollen Sie in Zukunft gegen den Rechtsextremismus<br />
in den neuen Ländern vorgehen?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> In Brandenburg habe<br />
ich mit den Mitteln der Polizei einen sehr starken Verfolgungsdruck<br />
aufgebaut. Wir haben besonders spezialisierte Polizeikräfte,<br />
die die Rechtsextremen persönlich kennen, sie gezielt ansprechen<br />
und auch Kontakt aufnehmen mit den Angehörigen und Arbeitgebern.<br />
Wir haben bei rechtsextremistischen Straftaten eine sehr hohe Aufklärungsquote.<br />
Die Polizei ist aber am Ende einer Fehlentwicklung und daher müssen<br />
wir an den Anfang dieser Fehlentwicklung kommen. Hierzu muss in<br />
den Schulen das Grundlagenwissen verbreitert werden, die Elternhäuser<br />
müssen ihre besondere Verantwortung erkennen. Die Arbeitgeber<br />
und gesellschaftliche Organisationen wie die Freiwillige Feuerwehr<br />
müssen bei Fehlentwicklungen auf die betroffenen Personen zugehen.
</p>
<p>
<b>kreta:</b> Herr Schönbohm, wie sehen Sie Ihre<br />
parteipolitische Zukunft?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Ich bin Landesfürst<br />
in der CDU, gewählt bis 2007, Mitglied des CDU-Präsidium,<br />
gewählt bis 2006 . Bis zu diesen Zeitpunkten werde ich mich<br />
entscheiden, wie lange ich in der Partei noch aktiv tätig bin<br />
&#8211; für Brandenburg habe ich angekündigt, dass ich bis 2009<br />
den Landesvorsitz behalten möchte.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei Fragen zusammengefasst:
</p>
<p>
<b>Politicus:</b> Können Sie sich eine Große<br />
Koalition vorstellen, wenn es für &quot;Schwarz-Gelb &quot;<br />
nicht reichen würde?
</p>
<p>
<b>HorstmannStuttgart:</b> Denken Sie, dass eine mögliche<br />
große Koalition im Bund die politischen Ränder auf beiden<br />
Seiten stärken könnte?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Eine große Koalition<br />
auf Bundesebene ist nach meiner Auffassung unter den jetzigen Bedingungen<br />
falsch. CDU/CSU und FDP haben gemeinsam ein hohes Maß an Übereinstimmung,<br />
um die wichtigen Fragen des Wirtschaftaufschwungs, des Schaffens<br />
von Arbeitsplätzen, des Abbaus der horrenden Staatsverschuldung<br />
und der Sicherung der Sozialsysteme.<br />
Darum kämpfen wir um eine Mehrheit für unsere künftige<br />
Koalition. Sollte es für eine schwarz-gelbe Koalition nicht<br />
reichen, dann hat rot-rot-grün die Mehrheit, und ich bin sicher,<br />
dass &quot;scham-rot-grün&quot; dann die Möglichkeit nutzt,<br />
unter Führung eines SPD-Kanzlers die Politik weiter zu gestalten.<br />
Wenn diese Möglichkeit eintritt, werden die Herren Müntefering<br />
und Schröder der Vergangenheit angehören und andere ehrgeizige<br />
&quot;Jungtürken&quot; werden die Führung übernehmen.<br />
Es besteht immer die Gefahr, dass eine große Koalition die<br />
extremistischen Ränder stärkt, von daher gesehen ist dies<br />
auch ein Grund, der gegen die große Koalition spricht.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> In einem Interview forderte Jörg<br />
Schönbohm jüngst einen &quot;emotionaleren Wahlkampf&quot;<br />
der CDU.
</p>
<p>
<b>PQ: </b>Glauben sie ernsthaft, dass Emotionen im Wahlkampf<br />
DIE Parteien glaubwürdiger erscheinen lassen oder denken Sie<br />
damit Ihre Politik dem Volk besser verkaufen zu können?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Ich halte die Frage<br />
für sehr weitreichend, ich will nur einige wenige Gedanken<br />
dazu äußern: Wir müssen die Bürger davon überzeugen,<br />
dass die Wahlen für sie wichtig sind und es sich für sie<br />
lohnt, wählen zu gehen. Das können sie nur über wichtige<br />
Themen erreichen, wie z.B. das Bekämpfen der Arbeitslosigkeit,<br />
Fehler der Bundesregierung anhand von Zitaten. Wie geht es weiter<br />
mit den Staatsausgaben, machen wir Schulden zu Lasten unserer Kinder<br />
und Kindeskinder, weil wir nicht sparen können, wollen wir<br />
den Beitritt der Türkei zur EU, mit der Folge, dass sich dann<br />
Freizügigkeit ergibt. Wobei wir wissen müssen, dass Berlin<br />
die größte türkische Stadt außerhalb der Türkei<br />
ist. Im Wahlkampf müssen also die Themen angesprochen werden<br />
,die für die Menschen wichtig sind und sie interessieren. Es<br />
darf aber nicht geschehen, dass unsere Mitbürger radikalisiert<br />
werden und sich ablenken lassen von dem kontroversen Diskurs in<br />
unserer Demokratie.
</p>
<p>
<b>Nachhilfeschüler:</b> &quot;Ehrgeizige Jungtürken<br />
&quot; &#8211; wieder ein schönes Fettnäpfchen, Herr Schönbohm
</p>
<p>
<b>AngMoKio:</b> Jungtürken? Erklären sie sich<br />
bitte.
</p>
<p>
<b>proletarisiert:</b> Wer bitte ist genau mit Jungtürken<br />
gemeint?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Es ist in der deutschen<br />
Politik der Begriff &quot;Jungtürke&quot; eingeführt wurden,<br />
als die SPD ihre Führung in Nordrhein-Westfalen und auf Bundesebene<br />
ausgetauscht hatte und jüngere die Partei übernommen haben.<br />
Der Begriff selber kommt aus der türkischen Geschichte und<br />
beschreibt die Machtübernahme von Kemal Atatürk und seinen<br />
Mitstreitern im Osmanischen Reich.<br />
Seit dieser Zeit wird der Begriff &quot;Jungtürke&quot; in<br />
diesem Zusammenhang häufig verwandt &#8211; dies ist kein Fettnäpfchen,<br />
sondern ein Sachverhalt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zurück zu den Emotionen:
</p>
<p>
<b>AngMo:</b> Finden sie nicht, dass Emotionen von der<br />
Sache ablenken? Emotionale Entscheidungen waren noch nie die Beste.<br />
Wie sehen sie das?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Glücklicherweise<br />
besteht der Mensch aus Ratio und Emotion. Ich selber kenne Menschen<br />
ohne jede Emotionalität, die man dann als gefühllos bezeichnet.<br />
Und dann gibt es den Gegensatz, dass sind jene Menschen, die aus<br />
ihrer Emotionalität heraus handeln und erst später denken.<br />
Beides ist die Ausnahme. Bei politischen Entscheidungen kommt es<br />
darauf an, dass Rationalität und Emotionalität in einem<br />
gewissen Gleichklang sind. Wenn Menschen emotional berührt<br />
sind, dann werden sie auch zur Wahl gehen und sich entscheiden.
</p>
<p>
<b>eljo:</b> Was meinen Sie bitte mit &quot;Freizügigkeit&quot;<br />
im Falle eines Türkeibeitritts zur EU?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Innerhalb der EU haben<br />
wir einen Raum des Rechts und der Freiheit und der Sicherheit. Das<br />
bedeutet, dass sich innerhalb der EU alle Bürger frei niederlassen<br />
können.<br />
Wenn die Türkei der EU mit allen Rechten beitreten sollte,<br />
wird sie nach einem Zeitraum, den ich jetzt nicht definieren kann,<br />
die gleichen Rechte haben wie die anderen Mitgliedstaaten auch,<br />
d.h. jeder Bürger aus der Türkei kann sich in der EU frei<br />
niederlassen.
</p>
<p>
<b>jf.berlin:</b> Ich habe eine weitere Frage: Wie wird<br />
die Ausländerpolitik der kommenden Bundesregierung aussehen?<br />
Werden straffällige Ausländer endlich schneller abgeschoben?<br />
Ist der Deutschunterricht endlich Pflicht? Was ist mit der doppelten<br />
Staatsangehörigkeit? Und was wollen Sie tun gegen die Verwahrlosung<br />
der jungen &quot;Ausländer &quot;?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Der entscheidende Punkt<br />
ist, dass wir zunächst einmal erkennen: In diesem Bereich gibt<br />
es noch erhebliche Probleme. In dem neuen Zuwanderungsgesetz, das<br />
maßgeblich von der CDU gestaltet wurde, können wir die<br />
Zuwanderung begrenzen und die Integrationsleistung verstärken.<br />
Wir müssen jedoch den hier auf Dauer lebenden und noch nicht<br />
integrierten Ausländern mehr Chancen einräumen, sich durch<br />
Angebote und eigene Leistungen stärker zu integrieren. Ein<br />
Beispiel hierzu ist die Entscheidung in Hessen, dass alle Kinder<br />
vor der Einschulung auf ihre deutsche Sprachfähigkeit getestet<br />
werden und sie gegebenenfalls noch Stützkurse bekommen. Wir<br />
müssen erreichen, dass gerade Migrantenkinder durch Sprach-<br />
und Schulkenntnisse eine Chance auf Ausbildung bekommen und so in<br />
Deutschland ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft zu werden.
</p>
<p>
<b>Politikinteressierter:</b> Und sie glauben, dass die<br />
Zuwanderungsquote von Türken im Falle eines EU-Beitrittes drastisch<br />
steigen würde?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Ja, das liegt in der<br />
Natur der Sache. Wir haben ein hohes Wohlstandgefälle zwischen<br />
der Türkei und Deutschland und es leben 2,4 Mio. türkische<br />
Mitbürger. Es ist klar, dass der Zuwanderungsdruck auf Deutschland<br />
viel größer wäre als bei anderen EU-Ländern.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Frau Merkel macht erneut gegen die<br />
Türkei mobil, melden Agenturen. Sie wirbt in einem Brief an<br />
konservative Regierungschefs in Europa um ihr Modell einer &quot;privilegierten<br />
Partnerschaft&quot;. Der richtige Weg im Wahlkampf?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Hier geht es nicht um<br />
Wahlkampf, sondern hier geht es um die zukünftige Entwicklung<br />
unserer Gesellschaft. Ich selbst bin einer großer Freund der<br />
Türkei und habe mit den türkischen Streitkräften<br />
als Soldat sehr eng zusammen gearbeitet. Ich habe mit der Türkei<br />
als Staatssekretär im Verteidigungsministerium viele gemeinsame<br />
Vorhaben voran gebracht und den Türken dabei geholfen als die<br />
Herren Struck, Scharping und andere strikt dagegen waren. Wir wollen<br />
diese Freundschaft mit der Türkei untermauern durch die besondere<br />
Beziehung von Deutschland und der Türkei. Wir glauben aber,<br />
dass die Lasten und Gefährdungen aus einem Türkeibeitritt<br />
die EU in ihrer Weiterentwicklung stark beeinträchtigen können.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kommen wir zu einem Spezialgebiet Schönbohms,<br />
der Bundeswehr:
</p>
<p>
<b>R.Walter:</b> Wie beurteilen Sie als Ex-Generalstabsoffizier<br />
die Pläne von CDU/CSU, die Bundeswehr auch im Inland einzusetzen?<br />
Mir stellen sich hierbei ernorme verfassungsrechtliche Probleme<br />
und vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte in<br />
der Nazizeit und der DDR!
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Ihre Fragestellung ist<br />
berechtigt und wir müssen in Hinblick auf die Gefährdung<br />
darauf eingehen. Nach dem Anschlag vom 11. September 2001 in Amerika<br />
ist eine neue terroristische Gefährdung sichtbar geworden,<br />
deren Auswirkung auf die Sicherheit der Bürger noch gar nicht<br />
im Einzelnen abgeschätzt werden kann. Die Anschläge von<br />
Madrid und London haben gezeigt, dass dieser Terror auch auf Europa<br />
zielt. Darum bin ich dafür, dass alle Fähigkeiten des<br />
Staates genutzt werden, einen solchen Angriff zu verhindern oder<br />
die Schadensfolgen für die Bürger zu minimieren. Hier<br />
kann die Bundeswehr für den Schutz unseres Staatsgebietes gegen<br />
terroristische Organisationen, die völkerrechtlich kein Subjekt<br />
sind erhebliche Abwehrwirkungen erzielen, wie gegen Bedrohungen<br />
aus der Luft und von der See. Hierzu müssen die gesetzlichen<br />
Grundlagen verändert werden. Des weiteren muss im Fall eines<br />
erfolgten terroristischen Angriffs oder zur Vermeidung eines solchen<br />
die Bundeswehr eingesetzt werden können, wie z.B. beim Objektschutz,<br />
zur ABC-Abwehr oder zur sanitätsdienstlichen Unterstützung<br />
Hierfür sollten rechtlich einwandfreie Voraussetzungen geschaffen<br />
werden und dann können wir etwas erreichen was in unser aller<br />
Interesse sein sollte. Staatsbürger in Uniform helfen Staatsbürgern,<br />
die in Not sind. Dies ist keine Militarisierung der Gesellschaft,<br />
sondern ein Nutzen aller Möglichkeiten der staatlichen Mittel<br />
zum Schutz der Bürger.
</p>
<p>
<b>htronsberg:</b> Wie stehen Sie zu dem Wehrdienst?<br />
Ist das Ihrer Meinung nach noch zeitgemäß?
</p>
<p>
<b>nOsKiLl:</b> Wie stehen sie zur Abschaffung der Wehrpflicht<br />
bzw. der geplanten Abschaffung der Wehrpflicht?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Ich bin ein überzeugter<br />
Anhänger der Wehrpflicht und glaube, dass diese gut begründet<br />
ist, solange die Bundeswehr nicht ausschließlich für<br />
Interventionszwecke eingesetzt wird. Die Wehrpflicht gründet<br />
sich aus dem Gedanken des Heimatschutzes &#8211; und in diesem Bereich<br />
hat die Bundeswehr heute und künftig weiter Aufgaben. Deutschland<br />
kann sich auch dadurch verteidigen, dass Krisen außerhalb<br />
Deutschlands bekämpft werden. Aber wenn die Krisen nach Deutschland<br />
kommen und wir erhebliche Schwierigkeiten haben, dann wird die Bundeswehr<br />
hier gebraucht.
</p>
<p>
<b>R.Walter:</b> Thema Wehrgerechtigkeit und zunehmende<br />
Spezialisierung der Aufgaben der BW: Welche Rolle spielt der Wehrdienstleistende<br />
in der zukünftigen BW?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm: </b>Die Frage der Wehrgerechtigkeit<br />
wird sich in wenigen Jahren durch die abnehmende Geburtenzahl nicht<br />
mehr stellen. Unsere Wehrpflichtigen kommen zum Teil mit beruflichen<br />
Kenntnissen zur Bundeswehr, die sie dort in allen Bereichen vorzüglich<br />
einsetzen können. Sie werden zunächst in einer allgemeinen<br />
Grundausbildung den Umgang mit Waffen lernen, um dann in der Lage<br />
zu sein, Sicherungsaufgaben oder vergleichbare Aufgaben zu übernehmen.<br />
Sie können auch als Helfer im Sanitätsdienst, bei der<br />
ABC-Abwehr oder im technischen Dienst eingesetzt werden.
</p>
<p>
<b>Maik77:</b> Sind Wehrpflichtige demnach auch in der<br />
sog. Terrorbekämpfung einzusetzen?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Nein, es gibt eine klare<br />
Entscheidung des Verteidigungsministers, die ich entschieden unterstütze:<br />
Wehrpflichtige Soldaten sind nicht zu Auslandseinsätzen heranzuziehen,<br />
es sei denn, sie melden sich hierzu freiwillig. Die Soldaten können<br />
jedoch in der BRD beim Katastrophenschutz oder zur Hilfe bei Bürgern<br />
in den verschiedenen Bereichen eingesetzt werden.
</p>
<p>
<b>Nachhilfeschüler:</b> Herr Schönbohm, könnten<br />
Sie sich als Bundesverteidigungsminister vorstellen?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Ich habe eine reichhaltige<br />
Fantasie und kann mir vieles vorstellen. Aber jetzt wollen wir erst<br />
mal die Wahlen gewinnen und Angela Merkel zur Bundeskanzlerin wählen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine letzte Frage, die Zeit ist gleich<br />
um:
</p>
<p>
<b>reinform:</b> Herr Schönbohm. Viele Wähler<br />
misstrauen den Aussagen der Politiker. Können Sie dieses Misstrauen<br />
nachvollziehen? Was ändert sich aus Ihrer Sicht in den Köpfen<br />
der Politiker, um den Konsequenzen dieses Vertrauensverlustes entgegenzuwirken?
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Es gibt viel enttäuschtes<br />
Vertrauen, weil nach der Wahl anderes gesagt wird. als vorher angekündigt.<br />
Dies war vor der Wahl 2002 besonders stark ausgeprägt, als<br />
der Abbau der Arbeitslosigkeit definitiv versprochen wurde und der<br />
Sicherheit der Sozialsysteme garantiert wurde.<br />
Nach der Wahl hat sich alles geändert und dann stieg die Staatsverschuldung<br />
sehr viel höher und die Agenda 2010 kam auf die Tagesordnung.<br />
Darum haben wir von der Union vor der Wahl gesagt, dass wir die<br />
Mehrwertsteuer anheben um die Lohnnebenkosten zu senken und uns<br />
festgelegt, wie wir die Steuerreform voranbringen und die Familien<br />
unterstützen. Wir haben auch eine unangenehme Wahrheit in das<br />
Wahlprogramm aufgenommen, weil wir um die Gefahr des Vertrauensverlustes<br />
wissen. Wenn sie unser Programm mit dem sog. Wahlmanifest der SPD<br />
vergleichen, können sie den Unterschied feststellen. Bei der<br />
SPD finden sie Versprechungen aber keine Hinweise, wie diese umgesetzt<br />
werden können. Bei uns finden sie Vorschläge, wie wir<br />
die Probleme meistern, aber keine Versprechen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere Zeit ist bereits um. Vielen<br />
Dank an alle User für das große Interesse. Etliche Fragen<br />
sind leider unbeantwortet geblieben. Vielen Dank, Herr Schönbohm,<br />
dass Sie sich Zeit für den Chat genommen haben. Das Transkript<br />
dieses Chats finden Sie auf den Seiten der Veranstalter. Den nächsten<br />
Chat gibt es am Montag, 29. August um 13 Uhr mit Berlins Regierendem<br />
Bürgermeister Klaus Wowereit.
</p>
<p>
<b>Jörg Schönbohm:</b> Ich bedanke mich für<br />
die zahlreichen, vielfältigen Fragen. Das war ein fairer und<br />
guter Chat &#8211; und ob rational oder emotional: Gehen sie zur Wahl.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8216;Wir müssen aufpassen, dass die Auseinandersetzung mit dem extremistischen Islamismus nicht zu einer Ausländerfeindlichkeit führ</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/wir-muessen-aufpassen-dass-die-auseinandersetzung-mit-dem-extremistischen-islamismus-nicht-zu-einer-auslaenderfeindlichkeit-fueh-358/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Chat mit Jörg Schönbohm, Innenminister in Brandenburg</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Chat mit Jörg Schönbohm, Innenminister in Brandenburg</b></span><!--break--> </p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/jschoenbohm_transcript.jpg" alt="Jörg Schönbohm" align="left" height="134" width="112" /><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die Folgen der Anschläge vom 11. September standen einmal mehr im Mittelpunkt<br />
des Interesses, als die Chat-Teilnehmer den Brandenburger Innenminister und<br />
ehemaligen Bundeswehrgeneral Jörg Schönbohm zum Anti-Terror-Paket Otto Schilys<br />
und zur Einsatzfähigkeit der Bundeswehr befragten. Als ehemaliger Innensenator<br />
Berlins hatte Schönbohm aber auch eine Meinung zum Wahlergebnis in der Hauptstadt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Die erste Hälfte des Chats stand jedoch ganz im Zeichen der Inneren Sicherheit.<br />
Jörg Schönbohm unterstützte die geplanten Anti-Terror-Maßnahmen Otto Schilys<br />
und befürwortete eine flexible Herangehensweise: &quot;Die neuen Sicherheitsmaßnahmen<br />
müssen von der Ankündigung nun erst mal in die Wirklichkeit umgesetzt werden.<br />
Danach muss geprüft werden, inwieweit sie den geforderten Zweck auch erreichen.<br />
In der Zwischenzeit wird sich vermutlich die terroristische Bedrohung verändern<br />
und die Sicherheitsmaßnahmen müssen diesen neuen Herausforderungen angepasst<br />
werden. Vor diesem Hintergrund kann jetzt niemand sagen, wie lange diese Maßnahmen<br />
gelten sollen und ob diese abschließend getroffen sind.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Schönbohm<br />
befürwortete einen begrenzten Einsatz der Bundeswehr auch innerhalb<br />
Deutschlands: &quot;Aufgrund der langfristig starken Belastungen der Polizei<br />
und der Schwierigkeit, alle erforderlichen Objektschutzmaßnahmen zu<br />
gewährleisten, stellt sich die Frage, ob man die Möglichkeit schaffen<br />
muss, die Bundeswehr zur Unterstützung der Polizei im Objektschutz<br />
einzusetzen. Dazu bedarf es einer Änderung des Grundgesetzes.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Auf<br />
den Krieg gegen die Taliban angesprochen, zeigte Schönbohm Verständnis<br />
für die Forderungen nach einer Unterbrechung der Angriffe: &quot;Wer das<br />
Leid in den abendlichen Fernsehbildern sieht, kann die humanitären<br />
Gründe nicht geringachten.&quot; Er ergänzte jedoch: &quot;Aber die Bilder vom<br />
zerstörten World Trade Center, die Bilder von den Opfern der<br />
Milzbrandbriefe sollte man auch nicht vergessen. &#8230; Auch wenn es eine<br />
große Belastung ist, die Opfer und das Leid vieler Menschen mit<br />
anzusehen, dürfen wir jetzt nicht auf halbem Wege stehen bleiben.&quot; </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Zum Abschluss wurde Schönbohm zur Berliner Wahl befragt. Er analysierte das<br />
schlechte Abschneiden der Hauptstadt-CDU und kritisierte ihre Wahlkampfstrategie:<br />
&quot;Ich will hier nun keine Patentlösung geben, die es auch so nicht gibt, aber<br />
ich hätte mir gewünscht, dass die CDU klarer die Mitverantwortung der SPD für<br />
die Bankenkrise herausgearbeitet und mit ihr etwas schärfer abgerechnet hätte.&quot;<br />
Frank Steffels Mitverantwortung hätte dabei nur eine geringe Rolle gespielt:<br />
&quot;Die Umfrageergebnisse für Herrn Steffel als Person entsprachen nicht seinen<br />
Leistungen und seiner Persönlichkeit. Es kann sein, dass diese das Wahlergebnis<br />
marginal beeinflusst haben, entscheidend waren die genannten Gründe.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bei<br />
der Frage nach der zukünftigen Koalition hatte Schönbohm jedenfalls<br />
keine Zweifel: &quot;Von allen schlechten Möglichkeiten wünschte ich mir<br />
eine Ampel eher als eine rot/rote Regierung.&quot;<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"> <b>Das ausführliche Transkript finden sie <a href="http://www.stern.de/politik/chataktuell/archiv/5150_38091.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</b><br />
</span></p>
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