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	<title>Jugendschutz &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Jugendschutz &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Kinder, Kinder: Digitale Bildung in der Generation Z</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2016 12:40:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft lud im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Digitaler Salon“ zur Diskussion über Möglichkeiten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left"><a href="http://politik-digital.de/news/kinder-kinder-digitale-bildung-in-der-generation-z-150468/attachment/johann-digitaler-salon-oktober-2/" rel="attachment wp-att-150472"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-150472" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Johann-Digitaler-Salon-Oktober1.jpg" alt="johann-digitaler-salon-oktober" width="639" height="405" /></a>Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft lud im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Digitaler Salon“ zur Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen wirksamen Jugendmedienschutzes im Internetzeitalter ein. Produktive Kontroversen fehlten der Diskussion jedoch – was nicht zuletzt an der Abwesenheit der Zielgruppe gelegen haben mag.</p>
<p>„Generation Golf“, „Generation Praktikum“, „Generation Y“ – jetzt also „Generation Z“. Zumindest, mit Blick auf die Alterskohorte – Jugendliche, die in den Jahren von 1995 bis 2008 geboren wurden – war das Thema der in Kooperation mit D Radio Wissen veranstalteten und vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderten Diskussion halbwegs eingegrenzt. Eine für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in vielerlei Hinsicht hochinteressante Zielgruppe, die ein Leben ohne das Internet bewusst gar nicht mehr kennengelernt hat. Eine Altersgruppe zudem, die mit dem Netz – und hier insbesondere mit Social Media-Angeboten – als neben Eltern, Freunden und Schule „viertem Sozialisationsfaktor“ aufwächst. Eine Altersgruppe, die in ihrem „Medienalltag“ wie keine Generation zuvor jeden Tag aufs Neue mit den Chancen und Herausforderungen, die digitale Angebote für die eigene Persönlichkeitsbildung bereithalten, konfrontiert ist.</p>
<p>Genug Diskussionsstoff also und – angesichts aktueller tagespolitischer Debatten über den Umgang mit sowie die Regulierung von Hasskommentaren im Netz oder dem seitens der Bundesregierung auf dem nahenden Nationalen <a href="http://it-gipfel.saarland" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IT-Gipfel</a> gesetzten Thema <a href="https://www.bildung-forschung.digital" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Bildung</a> – auch genug Raum für kontroverse Zugänge zum Thema Jugendmedienschutz im Netz. Möchte man meinen.</p>
<p>Zwar waren mit der Medienpädagogin Jördis Dörner, dem Jugendkulturforscher Matthias Rohrer und Björn Schreiber, Referent für Medienbildung bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e. V.), Praktiker aus der Welt des Jugendmedienschutzes anwesend. Doch gerade die Perspektive der drei Panelisten auf Thema und Zielgruppe, ließ die angekündigte Diskussion bereits bald nach Beginn zu einem überraschend einseitigen Frage-Antwort-Spiel, einem – durchaus kenntnisreichen – Referat von Fakten werden.</p>
<h3>It’s the Medienkompetenz, stupid!</h3>
<p>Medienkompetenz – kein anderer Terminus durchzog die gesamte Debatte derart hochfrequent. Naheliegend – und kaum ein anderer Terminus harrte am Ende der Veranstaltung so sehr einer abschließenden Eingrenzung. Ein Alter jedenfalls, ab dem Kinder und Jugendliche ihre „digitale Volljährigkeit“ erreichten, gäbe es ihrer Ansicht nach nicht, so die Medienpädagogin Jördis Dörner. Es handle sich vielmehr um einen steten Prozess. Einen Prozess, in dem Kinder und Jugendliche in den Dimensionen „Wissen über Medien“, „Praxis“ und „Urteilsfähigkeit“ ihre Fähigkeiten schärften. Abhängig sei dieser Prozess viel eher von milieuspezifischen Faktoren wie dem Elternhaus oder dem Freundeskreis.</p>
<p>„Fürs Leben lernen wir, nicht für die Schule.“ – ein Sinnspruch aus dem vordigitalen Zeitalter, der wohl kaum jemals so viel Wahrheit besaß wie derzeit, denn – so viel wurde im Verlauf der Diskussion ebenfalls deutlich: Der Ort, an dem Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten im Umgang mit (neuen) Medien herausbilden, liegt nach wie vor im Nebel. Das Problem scheint hier nicht grundsätzlich die Infrastruktur an den Schulen und Weiterbildungseinrichtungen zu sein, sondern Lehrerinnen und Lehrer, die die neuen digitalen Möglichkeiten für den Unterricht nicht nutzen (können) bzw. sich nicht trauen. Wer also nimmt den Pädagogen die Sorge, sich im Umgang mit Smartphone, Tablet &amp; Co. vor der Schülerschaft zu blamieren? Und in welchem Fach sollte digitale Bildung verortet werden? In einem spezifischen Schulfach oder fächerübergreifend?</p>
<p>Allerpätestens an diesem Punkt hätte es der Diskussion gut getan, einer Lehrerin oder einem Lehrer – möglicherweise im Dialog mit Schülerin oder Schüler – die naheliegenden Fragen zu stellen, die auf der Veranstaltung durchaus an- aber zu keinem Zeitpunkt ausdiskutiert wurden.</p>
<p>Kontroversen, Widerreden, zumindest aber Einsprüche mochten trotz zahlreicher engagierter Nachfragen und Impulse der Moderatorin Katja Weber von DRadio Wissen, nicht oder kaum aufkommen.</p>
<h3>Die Diskussion über die Aufgaben digitaler Bildung steht erst am Anfang</h3>
<p>Nicht zuletzt mit dem Schwerpunktthema Digitale Bildung und dem von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka jüngst vorgestellten <a href="http://www.digitalisierung-bildung.de/2016/10/12/digitalpakt-d-tut-sich-jetzt-den-schulen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„DigitalPakt #D“</a> hätte es genügend aktuelle tagespolitische Anknüpfungspunkte für Diskussionen zum Thema gegeben. Der jugendliche Diskussionsteilnehmer jedenfalls, der – in Begleitung eines Erziehungsberechtigten – ursprünglich zugesagt hatte und dann, so Moderatorin Weber, doch verhindert war, hätte der Debatte gutgetan.</p>
<p><strong>In der Reihe Hörsaal auf DRadio Wissen steht die Zusammenfassung der Diskussion ab November <a href="http://dradiowissen.de/hoersaal" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> zum Nachhören bereit.</strong></p>
<p>Titelbild von Johann Eggert</p>
<h2> <img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011-305x53.png" alt="CC-Lizenz-630x110" width="305" height="53" /></h2>
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		<title>Jung, online, kompetent: Die neue Generation im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pia Thiele]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2014 14:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Kleinkinder, die ein Smartphone bedienen, bevor sie laufen oder sprechen können. Grundschüler, die in sozialen Netzwerken aktiv sind. Teenager, die eigene Videokanäle betreiben und bloggen. Das gehört längst zur medialen Realität. Doch die Anforderungen an den Erwerb digitaler Kompetenz von Kindern und Jugendlichen sind hoch.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Spielzeugbranche hat es längst erkannt: Sogar die Allerkleinsten sind fasziniert von Tablets und Smartphones. Früh haben sie begriffen, dass man über das Display wischen muss, um das nächste Foto aufzurufen. Kinder erleben täglich, wie ihre Eltern mobile Endgeräte nutzen und wollen es ihnen gleichtun. Dementsprechend haben inzwischen fast alle großen Spielzeuganbieter das Kindersmartphone in ihrem Sortiment. Ausgezeichnet sind die Produkte für die Altersgruppe ab sechs Monaten. Die Firma Fisher-Price bietet eine kindgerechte iPhone-Halterung an, damit auch Kleinstkinder das elterliche Telefon benutzen können, ohne dass das Display in tausend Scherben zerspringt. Blinkende und laute Spielzeuge sind ohnehin extrem beliebt – doch sollen Kinder, die noch nicht einmal ein Jahr alt sind, schon mobile Endgeräte bedienen? Und wie sinnvoll sind Apps speziell für Kleinkinder?<br />
<b>Digitale oder analoge Kleinkinder? </b><br />
Die vom Bundesfamilienministerium (BMFSJF) gemeinsam mit ARD, ZDF, Vodafone und TV Spielfilm geförderte Ratgeber-Initiative <a href="http://www.schau-hin.info/extrathemen/medien-und-kleinkinder.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Schau Hin“</a> empfiehlt den von Eltern begleiteten Medienkonsum ab einem Alter von drei Jahren. Es sei wichtig, dass die Kinder zuvor die „reale“ Welt kennenlernen und im Kreise der Familie, mit Gleichaltrigen und in der Natur spielen. Diese Empfehlung ergibt durchaus Sinn, denn Kleinkinder sind noch nicht in der Lage, <a href="http://kita-gesundheit.de/entwicklung/elektronische-medien-im-vorschulalter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Realität von Fiktion</a> zu unterscheiden. Frühkindlicher Medienkonsum kann zu eingeschränktem Realitätsbezug und Störungen in der Entwicklung, Aufmerksamkeit, Sprache und Motorik führen. Das gilt auch für ältere Kinder, wenn diese zu viele oder <a href="http://www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/mediennutzung/medien-risiken/">unangemessene</a> Medien konsumieren.<br />
Bei der Nutzung von Apps <a href="http://www.eltern.de/kleinkind/erziehung/apps-fuer-kinder.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">scheiden sich die Geister</a>. Es gibt sehr aufwendig und liebevoll gestaltete Apps, die es kleinen Kindern ermöglichen, sich mit Inhalten ihrer eigenen Lebenswelt zu beschäftigen. Für Eltern kann es praktisch sein, nicht verschiedene Bücher mit sich herumtragen zu müssen und sie stattdessen auf dem Tablet abzuspeichern. Kritiker wenden jedoch ein, dass das Kind bei der Medienauswahl auf dem Tablet immer Unterstützung braucht und nicht selbst ein Buch aussuchen kann, indem es dies aus dem Regal zieht.<br />
Für Kinder ab drei Jahren empfiehlt „Schau Hin“ Mediennutzung daher <i>„in steter Begleitung der Eltern und in überschaubarem Maße (&#8230;), wenn das Kind auch Interesse daran zeigt. Dabei sind Tablets leichter und intuitiver zu bedienen als Laptops oder Computer. Diese sind erst ab dem Vorschulalter geeignet.“ </i>Ähnlich äußern sich auch die Autoren des <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/072/1707286.pdf">zweiten Zwischenberichts der Enquete-Kommission</a> Internet und Digitale Gesellschaft. Sie merken an, dass kindgerechte Angebote sich auch an den motorischen Fähigkeiten der jungen NutzerInnen orientieren müssen. Weiterhin sollten Kinder die Chance haben, das im Internet erworbene Wissen selbständig in ihr eigenes Lebensumfeld einzuordnen.<br />
<b>Kindliche Medienwelten: Für Erwachsene schwer verständlich</b><br />
Während für Klein- und Vorschulkinder die Frage im Vordergrund steht, ob überhaupt Medien genutzt werden sollten, wird mit zunehmendem Alter auch das „Wie“ relevant. Mit dem Erwerb von Lese- und Schreibkompetenz erweitert sich auch das Spektrum der digitalen Möglichkeiten. Auf die Förderung von Medienkompetenzerwerb sollte in diesem Alter sogar verstärkt Wert gelegt werden. Denn zunehmendes Alter bedeutet zugleich zunehmende Autonomie und Selbstständigkeit der Mediennutzung. Oft wird der selbstbestimmte Konsum auch von den Kindern selbst eingefordert. Grundsätzlich ist das positiv zu werten, doch Kinder brauchen dann Regeln, die sicherstellen, dass nur altersgerechte Angebote wahrgenommen werden. Aber was ist altersgerecht?<br />
Der Bericht <a href="http://www.medienkompetenzbericht.de/pdf/Medienkompetenzfoerderung_fuer_Kinder_und_Jugendliche.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Medienkompetenzförderung für Kinder und Jugendliche – Eine Bestandsaufnahme“</a> des Bundesfamilienministeriums zitiert Forschungsergebnisse, die belegen, <i>„dass Kinder aktive Rezipienten sind, d. h., sie interpretieren viele Medieninhalte ganz anders, als es Erwachsene tun. Dies macht die Medienerziehung in der Familie und im Kindergarten nicht gerade leichter, denn die Scheinsicherheit von „pädagogisch gut“ und „schlecht“ ist dadurch infrage gestellt. Ein kindorientiertes Urteil über eine Sendung (oder andere Medienangebote) lässt sich ohne die Aussagen und Sichtweisen der Kinder kaum finden“.</i> Der Stempel „pädagogisch wertvoll“ ist also eigentlich wertlos, da Kinder nicht denselben Geschmack wie Erwachsene haben. Es ist vielmehr sinnvoll, sich mit dem Kind über seine Vorliebe für bestimmte Figuren oder Themen auszutauschen, um zu verstehen, woher diese kommt, rät das <a href="http://www.lmz-bw.de/fruehkindlich.html">Landesmedienzentrum Baden- Württemberg</a>. Andere <a href="http://www.br-online.de/jugend/izi/deutsch/publikation/televizion/24_2011_1/vom%20Orde.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studien</a> haben herausgefunden, dass Kinder medial gezeigte Gefühle anders verarbeiten als Erwachsene. So haben Kinder tendenziell Probleme damit, emotionale Darstellungen zu verstehen, wenn diese durch Figuren oder Puppen stattfindet.<br />
Laut des oben zitierten Berichts des Familienministeriums ist auch widerlegt, dass Kinder medial reizüberflutet werden. Ganz im Gegenteil – sie sind in der Lage, Inhalte bewusst auszuwählen und in ihren Alltag zu integrieren. Kann ein Sechsjähriger also bedenkenlos das Egoshooter-Computerspiel „Call of Duty“ spielen? Mit Sicherheit nicht. Die Wissenschaft <a href="http://www-de.scoyo.com/eltern/kinder-und-medien/scoyo-im-gespraech-mit-dr-ingrid-moeller-ballerspiele-auf-dem-pruefstand" target="_blank" rel="noopener noreferrer">streitet sich</a> allerdings über den Einfluss von gewaltverherrlichenden Bildern auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Fest steht jedenfalls: Jugendschutz ist notwendig, um Kinder und Jugendliche auch vor sich selbst zu schützen. Sie sind noch nicht in der Lage, zu differenzieren. Diese Unerfahrenheit bringt es auch mit sich, dass sie nicht um die Möglichkeiten wissen, sich selbst zu schützen.<br />
Laut der jüngsten <a href="http://www.mpfs.de/fileadmin/KIM-pdf12/KIM_2012.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KIM-Studie</a> („Kinder+Medien, Computer+Internet“) des medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (gefördert von den Landesmedienanstalten Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) sind 44 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen bereits in sozialen Netzwerken aktiv. Das ist insofern problematisch, als das von der Mehrheit dieser Gruppe (55 Prozent) genutzte soziale Netzwerk Facebook laut Community-Richtlinien erst ab 13 Jahren erlaubt ist. Eine wirksame Barriere stellt diese Regel nicht dar &#8211; die Schwelle kann durch die Angabe eines höheren Alters ganz leicht umgangen werden.<br />
Darüber hinaus steht Facebook wegen seiner Datenschutzpolitik in der Kritik. Selbst ältere Jugendliche und Erwachsene haben meist Probleme, die richtigen Datenschutzeinstellungen zu treffen. Wie schwierig – wenn nicht gar unmöglich – muss dies erst für Kinder sein? Die Autoren der KIM-Studie, die Kinder regelmäßig zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt, stellen fest: <i>„[Es] dürfte (…) vor allem für Kinder sehr schwer sein, die Diskussion zum Thema Datenschutz und Datensparsamkeit zu verstehen und die möglichen Folgen der Veröffentlichung von privaten Informationen vorauszusehen.“ </i>Im Folgenden listen sie die von Kindern im Internet hinterlegten Informationen auf. Nur wenige nennen ihre Handynummer oder veröffentlichen Internettagebücher. Fotos von sich selbst und Freunden oder Informationen über Hobbies werden jedoch wesentlich häufiger und freimütiger preisgegeben, als das noch in den vorhergehenden KIM-Studien 2010 und 2008 dokumentiert war. Es fällt auf, dass ältere Kinder eher dazu tendieren, ihr Profil zugangsbeschränkt einzustellen. Dies ist sicher ein Indiz dafür, dass diese bereits mehr für das Thema Datenschutz sensibilisiert sind.<br />
<b>Jung, medienkompetent und verantwortungsvoll?</b><br />
Der „große Bruder“ von KIM, die <a href="http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf13/JIMStudie2013.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">JIM-Studie</a>, bestätigt diesen Trend: Je älter die Jugendlichen, desto skeptischer werden sie in puncto Datensicherheit. Das ist grundsätzlich positiv zu werten, doch berichteten die Jugendlichen zugleich, dass sie viel mehr Informationen in Form von Fotos, Videos oder Kontaktdaten von sich im Internet hinterlegen. Ein Paradoxon?<br />
Aus entwicklungspsychologischer Perspektive dient das Internet den Jugendlichen vor allem als Plattform, um sich medial selbst zu inszenieren. Der Austausch mit Gleichaltrigen findet unter anderem statt, um digital die eigene Identität zu erproben. In diesem Lebensabschnitt ist es so wichtig wie nie zuvor, Autonomie durch den Erwerb von Medienkompetenz zu erlangen. Diese wird Grundlage für die Fähigkeit zur <a href="http://politik-digital.de/medienkompetenz-schluesselqualifikation-des-21-jahrhunderts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mediengestaltung</a>.<br />
Doch das selbstständige Medienhandeln im digitalen Raum hat auch Schattenseiten: Cybermobbing ist insbesondere für 14- bis 16-Jährige ein Thema. Die <a href="http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybermobbing.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes</a> stellt klar: „<i>Das Internet scheint die Hemmschwelle für Mobbingaktivitäten zu senken. Viele Kinder und Jugendliche trauen sich in der scheinbar anonymen virtuellen Welt eher, eigene Angriffe gegen andere, Beleidigungen oder Bloßstellungen von Menschen zu vollziehen.“ </i>Dabei fehlen ihnen häufig das Unrechtsbewusstsein und die Sensibilität für das eigene Handeln. Die Reaktionen der Betroffenen erleben sie nicht unmittelbar. Dass Cybermobbing-Opfer bis „ins Kinderzimmer“ verfolgt werden, so dass sie sich der Drangsalierung gar nicht entziehen können, mache Cybermobbing noch schwerwiegender als klassisches Mobbing, wie das <a href="http://www.bündnis-gegen-cybermobbing.de/index.php?id=19" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bündnis gegen Cybermobbing</a> auf seiner Website schreibt. Zudem bedenken die TäterInnen oft nicht, dass sie mit ihren vermeintlich scherzhaften Aktionen Straftaten begehen. Stetige Aufklärung bleibt also ein wichtiger Bestandteil von Medienbildung.<br />
Mediale Räume geben Jugendlichen die Möglichkeit, die eigene Lebenswelt selbst zu gestalten und sie mit der sozialen, kulturellen und politischen Welt in Beziehung zu setzen. Ein Bewusstsein für Datenschutz hat sich bei vielen schon herausgebildet, muss aber weiter gestärkt und unterstützt werden, um ihnen zu verdeutlichen: Wer große Mengen an Information über sich veröffentlicht, wird auch im Privaten zu einer öffentlichen Person. Die Häufigkeit von Cybermobbing unter Jugendlichen zeigt, dass sie die Konsequenzen ihres eigenen Handels noch nicht vollständig überblicken können. Dazu bedürfen sie kompetenter Anleitung. Wie wichtig mündige MedienbürgerInnen für die digitale Gesellschaft sind, ist hinlänglich bekannt. Sie dazu zu befähigen, ist Aufgabe der Eltern, des Staates und insbesondere der Bildungseinrichtungen.<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/donnieray/15198147976/in/photolist-pa1tU5-kHfSfM-sjCDK-5BSv3M-5sPqok-5f1Zt6-bX4UVK-5L4r5J-5f6qiA-5JUU5j-5G9GkM-59buK9-7hU6CU-5JUU5y-4Xtgen-8yksB8-psd3HJ-4YoxoJ-2C3bo8-2C7AzC-8xVs2p-YmmeW-Ympxo-4ToNpz-5G9Gjp-274v1V-5GdYoN-5BSv3H-Ympx9-twJRt-5G9G1D-5BSv3D-6gBoNx-5G9FWB-5f1ZwB-5G9Got-oiSM9C-9VcF9g-6naKtj-8yktgg-9k5FFA-4Cnamd-5MV9hk-psd3ww-6jdFeg-dyPHnn-5FYWXp-51pt5M-5XwK9W-5rCM7k/">Donnie Ray Jones</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
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		<title>Braunes Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 18:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit dem Aufdecken der rechtsextremen Terrorzelle ist die deutsche Politik in Aufruhr. Das Thema Rechtsextremismus ist plötzlich wieder in aller Munde. Experten sind sich einig: Insbesondere im Internet sind Rechte schon seit längerem auf dem Vormarsch.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem Aufdecken der rechtsextremen Terrorzelle ist die deutsche Politik in Aufruhr. Das Thema Rechtsextremismus ist plötzlich wieder in aller Munde. Experten sind sich einig: Insbesondere im Internet sind Rechte schon seit längerem auf dem Vormarsch.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Um im Kampf gegen den Rechtsextremismus besser gerüstet zu sein, schlägt Innenminister Friedrich neben einem Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus auch die verstärkte Überwachung des Internet vor. Diese Forderung stellen Beobachter der rechten Szene bereits seit längerem.
</p>
<p>
Ein erst im Juli dieses Jahres veröffentlichter <a href="http://hass-im-netz.info/fileadmin/dateien/dokumente/PDFs/Jahresberichte/bericht2010v2.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> der Initiative <a href="http://www.jugendschutz.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jugendschutz.net</a> zeigt sehr deutlich, dass Rechtsextreme ihre Präsenz im Internet verstärkt haben und Hassinhalte ein immer größeres Publikum erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2010 drei Mal so viele rechtsextreme Beiträge im Web 2.0 dokumentiert. Speziell soziale Netzwerke, Videoplattformen und Blogs haben demnach die rechtsextreme Angebotsstruktur im Internet verändert und werden immer häufiger genutzt. „Neben eigenen Websites, die Rechtsextreme in vielen Fällen sehr jugendgemäß und multimedial gestalten, gehören Profile bei Facebook, Videos bei YouTube oder eigene Twitter-Accounts mittlerweile zum festen Bestandteil der Propaganda im Internet“, so Christiane Schneider von jugendschutz.net. Johannes Radke ist freier Journalist und Rechtsextremismus-Experte, er betreut u.a. das Rechtsextremismus-Blog <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Störungsmelder</a> für Zeit Online und erklärt: „Man darf nicht glauben, dass die rückwärtsgewandte Ideologie und die Ablehnung der Moderne sich auch im Mediennutzungsverhalten der Szene widerspiegeln. Ganz im Gegenteil: Die NPD und die militante Naziszene waren immer ganz vorne dabei, wenn es um die Nutzung neuer Medien ging.“
</p>
<p>
<b>Platte Propaganda und emotionale Themen</b>
</p>
<p>
Radke beschreibt zwei Strategien, mit denen Rechte im Netz auf sich aufmerksam machen: einerseits durch „ganz platte Propaganda in Form von Bildern und Videos aus der NS-Diktatur oder von aktuellen Naziaufmärschen, meist hinterlegt mit Rechtsrockmusik.“ Daneben gebe es „eine sehr aktive Gruppe von Rechtsextremisten, die versuchen, über auf den ersten Blick nicht-rechte Themen mit Usern ins Gespräch zu kommen.“ Die Finanzkrise oder auch das Thema sexueller Missbrauch von Kindern seien da gute Beispiele. In einigen Naziforen werde schon länger darüber diskutiert, wie man sich online gut als „empörter Demokrat“ ausgeben kann, um dann beispielsweise die rechtsextreme Forderung nach der Todesstrafe für Sexualstraftäter zu lancieren. Die Tendenz Rechtsradikaler, im Internet emotionale Themen zu besetzen, sieht auch Christiane Schneider. So werde auch in den Kommentarspalten vieler Online-Medien eine Diskussion im Sinne der rechten Ideologie umgedreht. „Geht es zum Beispiel um eine brutale Gewalttat von Neonazis, dauert es oft nicht lange, bis ein User plötzlich das Thema auf angeblich steigende Zahlen von „Ausländergewalt“ oder „Linksterrorismus“ lenkt“, bestätigt auch Johannes Radke.
</p>
<p>
<b>Radikalisierungstendenzen</b>
</p>
<p>
Simone Rafael von der Initiative <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netz-gegen-nazis.de</a> bekräftigt, dass die Nutzung sozialer Netzwerke durch Rechtsextremisten eindeutig zur Radikalisierung und Mobilisierung der Szene beitrage. Rechtsextreme Ideologie sei heute so leicht zugänglich wie nie zuvor. „Über Videos, Audiofiles und Blogs wird nicht nur zu Veranstaltungen eingeladen und aufgerufen – dort überbieten sich die Rechtsextremen auch gegenseitig darin, wer die krassesten Inhalte einstellt“. Flashmobs würden durch moderne Medien überhaupt erst ermöglicht. Wie erfolgreich die Rekrutierung neuer Anhänger über das Internet ist, könne er nicht genau sagen, erklärt Journalist Radke. Aber es sei offensichtlich, „dass es viel einfacher ist, mit zwei Klicks in einer Nazigruppe zu chatten, als sich zu trauen, persönlich den lokalen Nazitreffpunkt aufzusuchen.“
</p>
<p>
<b>Völlige Abschottung oder völlige Offenheit</b>
</p>
<p>
Um sich vor der Öffentlichkeit zu schützen und nicht ausgespäht zu werden, nutzen Rechtsextreme interne Foren, die passwortgeschützt sind und zu denen nur Zugang erhält, wer persönliche Kontakte hat und als vertrauenswürdig gilt. Mehrfach wurden in den letzten Jahren solche Foren von Hackern geknackt und die Inhalte veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass hier ganz offen über Straftaten und die Organisation von unangemeldeten Aufmärschen und Aktionen gesprochen werde, so Radke weiter. Im krassen Gegensatz zu diesem Abschottungsbedürfnis steht das Verhalten vieler Rechtsextremer in den offenen sozialen Netzwerken. Simone Rafael ist immer wieder verblüfft, wie „komplett kritikfrei viele Rechtsextreme sind, was Daten- oder Persönlichkeitsschutz angeht.“ So werden rechtsextreme Inhalte völlig offen ins Netz gestellt, man benennt sich ohne Zögern nach NS-Größen oder propagiert Rassismus und Antisemitismus in den eigenen Profilbildern. 
</p>
<p>
<b>Im Kampf gegen Nazi-Inhalte</b>
</p>
<p>
Um erfolgreicher gegen Inhalte aus dem rechtsextremen Lager vorgehen zu können, sind Provider und Behörden aufgefordert, konsequenter einzugreifen. „Tendenziell ist die Bereitschaft bei den Betreibern da, Inhalte auf ihren Plattformen schnell zu entfernen, wenn sie gegen geltende rechtliche Bestimmungen verstoßen. Auch ausländische Plattformen wie Facebook oder YouTube löschen in der Regel strafbare oder jugendgefährdende Inhalte“, wenn man sie darauf aufmerksam macht, so Schneider. Generell gebe es aber noch Handlungsbedarf. So müsse beispielsweise sichergestellt werden, dass Inhalte, die bereits wegen Verstößen gemeldet wurden, nicht noch einmal auf einer Plattform auftauchen. Als Problem benennt Simone Rafael die großen Datenmengen, die tagtäglich hochgeladen werden und die Möglichkeit speziell eingerichtete Filter zu umgehen. Johannes Radke sieht viel Hilflosigkeit und Desinteresse im Kampf gegen rechtsextreme Inhalte. Facebook habe sich jahrelang überhaupt nicht für dieses Thema interessiert und fängt erst langsam an, Naziseiten zu löschen, erklärt er. Besonders nachlässig sei das Online-Radio LastFM. „Dort können Jugendliche hunderte verbotene Nazisongs hören oder virtuelles Mitglied bei der 2001 verbotenen Nazigruppe Blood &amp; Honour werden. Weder die Betreiber, noch die Justiz interessiert das bislang“.
</p>
<p>
<b>Rechtsextreme Beiträge nicht ignorieren</b>
</p>
<p>
Um dem rechten Treiben im Internet Einhalt zu gebieten, kooperiert die Initiative jugendschutz.net mit Behörden und Providern. Basis seien hier verbesserte gesetzliche Regelungen sowie Nutzungsbedingungen von Dienste-Anbietern. Vordringlich sei, so Schneider, aber ganz allgemein, rechtsextreme Beiträge nicht zu ignorieren. Jede und jeder, die im Netz darauf stoße, könne <a href="http://www.jugendschutz.net/hotline" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die gefundenen Inhalte  melden</a>.  Da es nicht möglich sei, rechte Propaganda vollständig aus dem Netz zu löschen, spricht sich Johannes Radke allgemein für mehr Aufklärung und die Stärkung der „nicht-rechten Jugendkultur“ aus, verweist aber auch darauf, dass bei strafrechtlich relevanten Inhalten konsequent durchgegriffen werden müsse. So sei fast immer bekannt, wer hinter den rechtsradikalen Inhalten stecke. Manchmal habe man aber  leider den Eindruck, dass der Ermittlungseifer der Behörden begrenzt ist“. Das müsse sich ändern. Und Simone Rafael ergänzt: „Ich bin bestürzt, wie wenig offenbar staatliche Stellen bisher davon Gebrauch gemacht haben, sich einfach mal anzusehen, was Nazis so alles ins Internet schreiben“.</p>
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		<title>Sicherer Umgang im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 15:13:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/kidsonline.png" height="66" width="478" /><br />
&#34;Kinder und Jugendliche müssen im Internet besser geschützt werden&#34;. Das ist die Forderung einer europaweiten Studie, die im Rahmen einer zweitägigen Konferenz in London vorgestellt und diskutiert wird.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/kidsonline.png" height="66" width="478" /><br />
&quot;Kinder und Jugendliche müssen im Internet besser geschützt werden&quot;. Das ist die Forderung einer europaweiten Studie, die im Rahmen einer zweitägigen Konferenz in London vorgestellt und diskutiert wird.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Mit durchschnittlich neun Jahren machen Kinder in Europa ihre ersten Erfahrungen mit dem Netz. Die große Mehrheit hat im Umgang mit dem Medium noch keine negativen Erfahrungen machen müssen. Doch immerhin zwölf Prozent der Kinder geben an, &quot;dass sie im Internet auf Inhalte gestoßen sind, die sie unangenehm berührt oder verletzt haben&quot;. Die Initiatoren des Forschungsprojektes <a href="http://eukidsonline.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;EU Kids Online&quot;</a>, das Anfang 2006 von der Europäischen Kommission im Rahmen des &quot;<a href="http://ec.europa.eu/information_society/activities/sip/index_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Safer Internet Plus Programms</a>&quot; bewilligt wurde, sehen in Sachen Jugendschutz dennoch Verbesserungspotenziale.
</p>
<p>
Das Projekt setzte sich das Ziel, europaweit Daten zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zu sichten und den Forschungsstand in den 21 teilnehmenden Staaten zu analysieren. Im Vordergrund standen dabei Fragen nach den Erkenntnissen zum sicheren Umgang mit Online-Medien, den Forschungsschwerpunkten sowie den Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der jeweiligen nationalen Medienforschung. In Deutschland wurden von dem für die Koordinierung zuständigen Hans-Bredow-Institut für Medienforschung auch Workshops mit Vertretern relevanter Initiativen und Institutionen abgehalten. Schwerpunkt des im Juni 2009 gestarteten Anschlussprojektes &quot;EU Kids Online II&quot; war eine in 25 Ländern durchgeführte repräsentative <a href="http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/Home.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Befragung zur Online-Nutzung</a> von 25.142 Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 16 Jahren. Über 100 Wissenschaftler befragten hierfür auch jeweils einen Elternteil. 
</p>
<p>
Im Folgenden eine Auswahl der Ergebnisse: 
</p>
<ul>
<li>Nur 34 Prozent der befragten Kinder im Alter von 9 oder 10 Jahren stimmten der Aussage zu, dass es im Internet eine Menge guter Dinge für ein Kind in ihrem Alter gebe.</li>
<li>Viele Kinder und Jugendliche können im Umgang mit sozialen Netzwerken nicht mit den Privatsphäreeinstellungen umgehen.  </li>
<li>Der Hälfte der 11- bis 16-Jährigen fällt es im Internet leichter, sie selbst zu sein. Aber nur neun Prozent haben einen Online-Kontakt auch offline getroffen. </li>
<li>Ältere Kinder mit höherem Selbstvertrauen und vielfältigeren Onlineaktivitäten sind einem höheren Risiko ausgesetzt.</li>
<li>Je mehr ein Elternteil das Internet nutzt, desto häufiger nutzt es auch das Kind. Kinder von Vielnutzern profitieren aber auch von den &quot;digital skills&quot; ihrer Eltern.  </li>
<li>Immerhin 27 Prozent der befragten Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren gaben zu, in ihrem Social-Media-Profil ein falsches Alter anzugeben. Bei einem Fünftel der öffentlich zugänglichen Profile waren auch Adressen und Telefonnummern eingestellt. </li>
<li>In Bezug auf den Schutz Minderjähriger vor pornographischen Inhalten konnte die Studie keinen akuten Handlungsbedarf ausmachen.</li>
<li>88 Prozent der befragten Eltern gaben an, ihren Kinden klare Regeln im Umgang mit persönlichen Daten im Netz vermittelt zu haben. Über die Hälfte überwacht ihre Kinder beim Surfen und lediglich zehn Prozent der Befragten beschäftigen sich überhaupt nicht mit der Internetnutzung ihrer Kinder.</li>
</ul>
<p>
Deutschland wurde in die Kategorie &quot;lower use, lower risk&quot; eingestuft, was vor allem mit der vergleichsweise geringen Internetnutzung deutscher Kinder und Jugendlicher zusammenhängt. Insbesondere die Eltern werden von den Machern der Studie in die Pflicht genommen, da die meisten Kinder zuhause online gingen, viele Eltern von den Netzaktivitäten ihrer Sprösslinge aber nichts oder nur wenig wüssten. So ahnten beispielsweise mehr als die Hälfte der Eltern, deren Kinder online gemobbt wurden oder pornographische Nachrichten erhielten, nichts von diesen Vorkommnissen. Zudem wussten sechs von zehn Eltern nicht, dass sich ihre Kinder mit Online-Bekanntschaften trafen. Daher müsse insbesondere das Risikobewusstsein der Eltern gestärkt werden. 
</p>
<p>
In den aus den Ergebnissen abgeleiteten Forderungen bleiben die Projektbeteiligten jedoch sehr vage. Schulen, Medien aber auch die Anbieter im Netz müssten mehr Aufklärungsarbeit leisten. In Anbetracht des inzwischen niedrigen Einstiegsalters seien hier bereits die Grundschulen gefragt. Lediglich gegenüber den Betreibern von Online-Netzwerken werden die Forderungen konkreter. Diese sollten bei ihren minderjährigen Nutzern standardmäßig Einstellungen aktivieren, die den größtmöglichen Schutz der Privatsphäre gewährleisten. Auf der gestern und heute stattfindenden <a href="http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/Conference.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abschlusskonferenz</a> in London wird der Abschlussbericht präsentiert. Zudem werden Themen wie Cybermobbing, die Nutzung sozialer Netzwerke durch Kinder und Jugendliche oder Geschlecht und Sexualität im Internet diskutiert. Für morgen steht auch eine mögliche Fortführung des Projekts unter dem Titel &quot;EU Kids Online III&quot; zur Debatte.
</p>
<p>
Derweil hat die Europäische Kommission 14 soziale Netzwerke prüfen lassen. Lediglich zwei besitzen Standardeinstellungen, die Minderjährige vor der Kontaktaufnahme durch Fremde schützen. Die EU sieht insbesondere bei sozialen Netzwerken und Hotlines zur Meldung illegaler Inhalte Schwächen im Schutz von minderjährigen Internetnutzern. Bereits 1998 und 2006 wurden diesbezügliche Empfehlungen an die Mitgliedsstaaten gerichtet, welche nach Aussage von Neelie Kroes, Kommissarin für die Digitale Agenda, von diesen nur <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2011:0556:FIN:DE:HTML" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unzureichend umgesetzt</a> würden.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 34)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominique Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 13:02:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datensicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendmedienschutzstaatsvertrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutsche Verwaltungen brauchen mehr Social Media, Entscheidung über Jugendmedienschutz-Staatsvertrag in NRW geht in die Endphase, SMS sollen Wartezeit auf dem Amt effektiver gestalten und Netzideen umgesetzt werden – eine Woche Netzwelt in der Linkliste.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Verwaltungen brauchen mehr Social Media, Entscheidung über Jugendmedienschutz-Staatsvertrag in NRW geht in die Endphase, SMS sollen Wartezeit auf dem Amt effektiver gestalten und Netzideen umgesetzt werden – eine Woche Netzwelt in der Linkliste.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p><b><a target="_blank" href="http://www.absatzwirtschaft.de/content/mstrategie/news/verwaltungen-sollten-auf-dem-social-media-gebiet-aktiver-sein;71581" rel="noopener noreferrer">Mehr Web 2.0 für deutsche Verwaltungen</a></b></p>
<p>
Acht von zehn Verwaltungs-Mitarbeitern in Deutschland wünschen sich mehr Social Media Angebote für besseren Bürgerservice. Das zumindest ist das Ergebnis einer <a target="_blank" href="http://www.steria-mummert.de/presse/presseinformationen/social-media-halten-einzug-in-deutsche-verwaltungen" rel="noopener noreferrer">Marktanalyse</a> des Beratungsunternehmens Steria Mummert Consulting. Deutschland hinke mit interaktiven Web 2.0 Anwendungen noch stark hinterher. Dieses Problem haben auch die Initiatoren des <a target="_blank" href="http://www.gov20.de/government20-camp-2010/" rel="noopener noreferrer">Government 2.0 Camp 2010</a> erkannt und wollen Unternehmen und Mitarbeiter mit Projekten und Workshops im Social Media Umgang schulen.
</p>
<p>
<b><a target="_blank" href="http://www.pottblog.de/2010/08/25/jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv-soll-im-september-im-nrw-landtag-behandelt-werden/" rel="noopener noreferrer">NRW-SPD jetzt doch pro </a><a target="_blank" href="http://www.pottblog.de/2010/08/25/jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv-soll-im-september-im-nrw-landtag-behandelt-werden/" rel="noopener noreferrer">Jugendmedienschutz-Staatsvertrag</a></b>
</p>
<p>
In der Debatte um den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag entpuppt sich die NRW-SPD als Fähnchen im Wind. Im Rahmen einer netzpolitischen Neuorientierung wollten die Sozialdemokraten im NRW-Wahlkampf beim Wähler punkten und versprachen, beim <a href="/koalitionsvertrag-nrw-spd-gruene-netzpolitik-datenschutz">Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nachzubessern</a>. In der jetzigen Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen will sie jedoch wieder für das ursprüngliche Gesetz stimmen, wie <a target="_blank" href="http://www.pottblog.de/2010/08/25/jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv-soll-im-september-im-nrw-landtag-behandelt-werden/" rel="noopener noreferrer">pottblog</a> berichtet. Grund: Die anderen SPD-geführten Länder hätten ja auch zugestimmt.
</p>
<p>
<b><a target="_blank" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/kaum-noch-warten-im-buergeramt/1910736.html" rel="noopener noreferrer">Berliner Bürgerbüros: kurze Nachricht statt langer Warteschlange</a></b>
</p>
<p>
Berliner Bürger sollen in Zukunft auf Bürgerämtern effektiver warten können. Eine neue Software berechnet den voraussichtlichen Termin des Wartenden anhand der Zahl der verfügbaren Mitarbeiter im Amt und der Wartenummern. Bei einer Wartezeit über einer halben Stunde kann der Bürger auf Wunsch benachrichtigt werden. Zehn Minuten vor seinem Termin bekommt er dann eine SMS. Das Modell wird nun in fünf Berliner Bezirken getestet, soll aber nach Informationen des <a target="_blank" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/kaum-noch-warten-im-buergeramt/1910736.html" rel="noopener noreferrer">Tagesspiegels</a> in Zukunft auf alle Bezirke ausgeweitet werden.</p>
<p><b><a target="_blank" href="http://www.zeit.de/2010/35/Spickzettel-fuer-de-Maiziere" rel="noopener noreferrer">Maßnahmen für ein sicheres Netz</a></b>
</p>
<p>
Zeit-Redakteur Karsten Polke-Majewski fordert in seinem Artikel mehr Engagement von der Politik bei Fragen der Daten-Sicherheit im Netz. Es bestünden schon gute Ideen, wie man das Internet sicherer gestalten könne, so der Autor. Jetzt wäre es an der Zeit, diese auch umzusetzen. Das Mitnehmen von Daten beim Anbieterwechsel, ein Widerspruchsregister für Veröffentlichungen oder ein digitaler Datenradiergummi – das sind laut Polke-Majewski vielversprechende Vorschläge für ein modernes Netz.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><i>Unter Mitarbeit von <a target="_blank" href="/user/rschmidt" rel="noopener noreferrer">Rita Schmidt</a>. </i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (KW 7)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-7-4255/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 16:45:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Gaza-Streifen]]></category>
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					<description><![CDATA[Online-Wahlkampf: Die SPD macht´s laut Umfragen richtig, Facebook &#38; Co. unterzeichnen EU-Abkommen für Jugendschutz, Schäubles Website geknackt und Datenschutz-Konferenz in Berlin: Dies und mehr in der Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Online-Wahlkampf: Die SPD macht´s laut Umfragen richtig, Facebook &amp; Co. unterzeichnen EU-Abkommen für Jugendschutz, Schäubles Website geknackt und Datenschutz-Konferenz in Berlin: Dies und mehr in der Linkliste.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.ad-hoc-news.de/bundestagswahl-2009-pr-experten-sehen-die-spd-vorn-35--/de/Wirtschaft-Boerse/Marktberichte/20029425" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommunikatoren: SPD-Kampagne am erfolgversprechendsten</a>
</p>
<p>
Der Branchendienst PR-Professional startete eine Umfrage unter 182 Kommunikationsprofis zu den Kampagnen der Parteien für die Bundestagswahl. Insbesondere mit ihrer Online-Strategie konnte hierbei die SPD 35 Prozent der Befragten überzeugen. Ganz hinten anstellen muss sich laut Umfrage die Linke mit 12 Prozent Zustimmung.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/550389/424/2754601/Schaeubles-Website-fuer-mehr-Datenschutz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schäubles Website geknackt</a>
</p>
<p>
In der Nacht auf Mittwoch, 11.2.2009, gelang es Unbekannten, eine Sicherheitslücke der Website zu nutzen und in die Inhaltsverwaltung einzudringen. Der oder die Hacker setzten einen unübersehbaren Link zum „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung&quot; auf die Seite. Der Arbeitskreis arbeitet gegen die von Schäuble begrüßte Vorratsdatenspeicherung. Der AK Voratsdatenspeicherung distanzierte sich jedoch von der Attacke.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/495/457156/text/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zeitung in der Todesspirale&quot;</a>
</p>
<p>
Warum die Auswirkungen der Finanz-und Wirtschaftskrise auch für den journalistischen Berufsstand fatal sind, warum Zeitungsmuffel die „eigentlichen Verlierer des Medienwandels&quot; sind und welche Chancen uns neben innovativem „Crowdsourcing&quot; dennoch das Informationsmedium Internet bieten kann &#8211; im zwanzigsten Teil der Reihe „Zukunft des Journalismus&quot; auf sueddeutsche.de kommt Marc Fisher von der Washington Post zu Wort.</p>
<p><a href="http://www.golem.de/0902/65203.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenschutz-Konferenz in Berlin </a>
</p>
<p>
Die Experten auf der zweiten „Datenschutz in der Informationsgesellschaft&quot;-Konferenz debattierten über aktuelle Datenschutzprobleme und stellten eine „strukturelle Krise des Datenschutzes&quot; fest. Während der Jurist Alexander Roßnagel und Thilo Weichert vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein das neue Datenschutzaudit für gut befanden, forderte Dieter Kempf vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) mindestens eine „Revolution im Datenschutz&quot;.
</p>
<p>
<a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1234370617265" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Wozu eigentlich Parteien&#8230;?&quot;</a>
</p>
<p>
&#8230;.fragt sich der Wiener Landtagsabgeordnete der Grünen, Christoph Chorherr. In einem Zeitalter, in dem ein Großteil der Kommunikation zwischen Politik und Bürgern über Webseiten, Foren, Blogs und E-Mails liefe, die somit „eine hervorragende Infrastruktur für eine vielfältige, offene Demokratie bieten&quot;, entscheide die Sympathie der User maßgeblich über politischen Erfolg. In welchem Maße sind dann jedoch Parteien von Bedeutung, die derzeit „als Filter zwischen Wählerschaft und Mandataren&quot; fungieren? Die Frage nach dem letzten Wort &#8211; die laut Chorherr über die Zukunft des Parteiensystems entscheiden kann.</p>
<p><a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502432/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Abkommen über Jugendschutz im Netz</a>
</p>
<p>
17 Betreiber von Sozialen Netzwerken im Internet wie Facebook, StudiVZ &amp; Co. unterzeichneten am Dienstag, 10.2.2009, in Luxemburg ein Abkommen, mit dem sie für mehr Datenschutz der Jugend einstehen. Teil der Vereinbarung ist unter anderem, dass „Alarmknöpfe&quot; für Pädophilie-Verdacht eingerichtet werden und die Profile nicht mehr über Suchmaschinen gefunden werden können. </p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4016053,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsch-Ägyptischer Internet-Blogger verschleppt</a>
</p>
<p>
Der Student Philip Rizk wurde nähe Kairo bei einer Protest-Veranstaltung für Gaza festgenommen und verschleppt. Der Betreiber des Internet-Blogs „Tabulagaza&quot;, in das man übrigens nur über eine Einladung durch den Autor selbst gelangt, berichtet über die Zustände und das Leben im Gazastreifen. Der Autor engagierte sich für eine christliche Hilfsorganisation. Fünf Tage saß er in Haft, vermutlich beim ägyptischen Geheimdienst. Seine Angehörigen und Freunde befüchteten das Schlimmste und berichteten weiterhin im Internet über die neuesten Entwicklungen. In der Nacht zum 11.2.2009 wurde der 26-Jährige wieder freigelassen.
</p>
<p><a href="http://www.ad-hoc-news.de/bundestagswahl-2009-pr-experten-sehen-die-spd-vorn-35--/de/Wirtschaft-Boerse/Marktberichte/20029425" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 24)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-24-3927/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 11:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Demo]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Community]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
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					<description><![CDATA[Demo der anonymen Internet-Aktivisten, neues Jugendschutz-Gesetz für Japan, großes Treffen der StartUp-Gründerszene in Berlin und Spekulationen über die Zukunft der Printmedien: Interessante Links aus Politik und Netzwelt in der aktuellen Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Demo der anonymen Internet-Aktivisten, neues Jugendschutz-Gesetz für Japan, großes Treffen der StartUp-Gründerszene in Berlin und Spekulationen über die Zukunft der Printmedien: Interessante Links aus Politik und Netzwelt in der aktuellen Linkliste.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,558088,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Print- vs. Onlinemedien</a><br />
Microsoft-Chef Steve Ballmer prophezeit<br />
schlechte Zukunftschancen für traditionelle Medien.</p>
<p><a href="http://britannicanet.com/?p=86" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Encyclopaedia Britannica will zur<br />
Online-Community werden</a><br />
Die Encyclopaedia Britannica plant den<br />
Ausbau ihres Online-Auftritts zur  Online-Community. Auch die Nutzer<br />
des Online-Lexikons sollen eigene  Texte verfassen können &#8211; im<br />
Gegensatz zu Wikipedia unter ihrem eigenen Namen.<br />
<a href="http://www.heise.de/tr/Treffen-mit-den-Anonymen--/blog/artikel/108205" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Treffen der anonymen<br />
Internet-Aktivisten</a><br />
Zu einer Demo gegen Scientology fanden<br />
sich weltweit Protestler vor den Sekten-Zentren ein, verbunden<br />
allein durch das Internet.
</p>
<p>
<a href="http://www.bloggernetz.de/pingen/home....1.8007744/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ping-Service für Blogs und<br />
Postcasts</a><br />
Bloggernet.de bietet eine umfangreiche<br />
Übersicht über die täglichen Aktualisierungen<br />
zahlreicher Blogs.
</p>
<p>
<a href="http://www.techcrunch.com/2008/05/07/techcrunchcrunchgear-meetup-berlin-june-11/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Startup-Meeting in Berlin</a><br />
Rund 200 Startup-Gründer trafen<br />
sich im Rahmen einer Veranstaltung der Techcrunch um ihre jungen<br />
Unternehmen vorzustellen und Kontakte zu knüpfen.
</p>
<p>
<a href="http://mdn.mainichi.jp/national/news/20080611p2a00m0na022000c.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Japan: Jugendschutz-Gesetz im Internet</a><br />
Eine vom Staat unabhängige<br />
Institution will Provider dazu bewegen, schädliche Seiten für<br />
Jugendliche unter 18 zukünftig unzugänglich zu machen.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Ein Netz für Kinder&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ein-netz-fuer-kinder-3600/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/ein-netz-fuer-kinder-3600/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 08:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[fragFinn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Finn ist eine Raupe. Klein, grün und mit einer Lupe ausgestattet wühlt er sich durch das deutschsprachige Internet, auf der Suche nach Websites für Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Die Ergebnisse präsentiert er auf <a href="http://www.fragfinn.de/kinderliste.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fragFinn.de</a>, dem ersten geschützten Internet-Bereich für Kinder.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Finn ist eine Raupe. Klein, grün und mit einer Lupe ausgestattet wühlt er sich durch das deutschsprachige Internet, auf der Suche nach Websites für Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Die Ergebnisse präsentiert er auf <a href="http://www.fragfinn.de/kinderliste.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fragFinn.de</a>, dem ersten geschützten Internet-Bereich für Kinder.<br />
<!--break-->
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Hinter dieser Seite steht die Aktion &quot;Ein Netz für Kinder&quot; von Bundesregierung, der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM) und mehreren Medienunternehmen.<br />
Zusätzlich gefördert wir das Projekt vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Familienministerium. Am 29. November 2007 schaltete Bundeskanzlerin Angela Merkel die Plattform frei.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/images/fragFINN_logo.png" alt="FragFinn" height="90" width="350" /></p>
<p>Das Ziel: Kinder sollen über fragFinn.de nur auf altersgerechte Inhalte zugreifen können. Medienpädagogen wählen aus, welche Websites die jungen Nutzer ungefährdet ansteuern können und erstellen die so genannte Whitelist. Zudem können Eltern, Kinder und Lehrer weitere Seiten vorschlagen. Der <a href="http://www.fragfinn.de/download/Elterninformationen.pdf," target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kriterienkatalog</a>, nach dem die Auswahl erfolgt, steht ebenfalls im Netz. Inhalte, Werbung, Downloads und auch die Datenschutzbestimmungen und das Impressum werden einer Prüfung unterzogen. </p>
<p>Neben Surftipps gibt es auf fragFinn.de auch eigene, kindgerechte Nachrichten. Mit einem Plug-in, einem kleinen Zusatzprogramm, können Eltern den eigenen Browser zudem so einstellen, dass ihre Kinder nur auf von Finn für gut befundenen Seiten vorbeisurfen können.
</p>
<p>
&quot;Ein Netz für Kinder&quot; will außerdem neue Kinderwebsites finanziell  unterstützen. Die Bundesregierung stellt dafür in den nächsten drei Jahren jeweils 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. </p>
<p>Doch es gibt auch Kritik an der neuen Filterseite: Stefan R. Müller, Geschäftsführer der Kindersuchmaschine <a href="http://www.blindekuh.de/">Blinde Kuh</a>, äußerte sich gegenüber <a href="http://www.tagesschau.de/inland/netzfuerkinder2.html">tagesschau.de</a> skeptisch gegenüber dem Konzept der Aktion. Die Förderung gebe es nämlich nur für Seiten, die auch kommerziell erfolgreich sein könnten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kontrolle von Killerspielen mangelhaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/kontrolle_von_killerspielen_mangelhaft-522/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Schulz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span class="fett"> Wolfgang Schulz vom Hans-Bredow-Instituts für
Medienforschung war am Donnerstag, 28. Juni, zu Gast im tagesschau-Chat
in Kooperation mit politik-digital.de. In einer aktuellen Studie
stellt das Institut Mängel bei der Kontrolle von Computerspielen
fest. Was sich ändern muss, erklärt Schulz im Chat.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span class="fett"> Wolfgang Schulz vom Hans-Bredow-Instituts für<br />
Medienforschung war am Donnerstag, 28. Juni, zu Gast im tagesschau-Chat<br />
in Kooperation mit politik-digital.de. In einer aktuellen Studie<br />
stellt das Institut Mängel bei der Kontrolle von Computerspielen<br />
fest. Was sich ändern muss, erklärt Schulz im Chat.</span><!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte, liebe<br />
Killerspiel-Freunde und -Gegner, herzlich willkommen im tagesschau-Chat.<br />
In Hamburg ist jetzt der Medienforscher Dr. Wolfgang Schulz vom<br />
Hans-Bredow-Institut am Chat-Rechner. Das Hans-Bredow-Institut hat<br />
heute eine Studie veröffentlicht, in der es Mängel bei<br />
der Kontrolle von Computerspielen durch die Prüfstelle „Unterhaltungssoftware<br />
Selbstkontrolle“ feststellt. Rutschen also die Killerspiele<br />
durch den Jugendschutz? Frage nach Hamburg können wir beginnen?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz</b>: Ja, Grüße aus Hamburg
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/wschulz85x.jpg" alt="Wolfgang Schulz" height="120" width="84" /><br />
<i>Wolfgang Schulz, <br />
Hans-Bredow-Institut für Medienforschung</i>
</p>
<p>
<br />
<b>Moderator:</b> Ok. Erst mal die Basics:</p>
<p><b>auchnemeinung:</b> Haben Sie und Ihre Mitarbeiter die<br />
Computerspiele eigentlich selbst gespielt? Wie gut kennen Sie sich<br />
mit Videospielen aus?</p>
<p><b>Rqwe:</b> Spielen Sie Computerspiele? Wenn ja, welche?</p>
<p><b>Wolfgang Schulz:</b> Ich habe „Alt-Erfahrung“<br />
mit Doom, aber wir haben einige der umstritten Spiele hier gespielt,<br />
alle gängigen Konsolen stehen neben mir. Counterstrike, Fear<br />
et cetera. Und indizierte, die ich hier nicht nenne.</p>
<p><b>Godmode:</b> Wie erforscht man denn die Wirksamkeit<br />
von Jugendschutz?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Das ist nicht leicht, es gibt<br />
keine gängigen Methoden. Wir haben uns alle Studien besorgt,<br />
die in diesem Feld einschlägig sind, was die Wirkung der Spiele<br />
selbst angeht. Einige basieren auf Befragungen, andere messen Aggression<br />
oder andere Faktoren vor oder nach dem Spielen. Ein weiterer Schritt<br />
ist die Messung der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen. Hier<br />
haben wir uns zunächst das System angeschaut: Gibt es Schwachstellen,<br />
die man schon sozusagen auf dem Papier sieht? Dann haben wir Experten<br />
befragt und Statistiken ausgewertet, etwa über Strafverfolgung<br />
in dem Bereich. Wir haben aber auch Testbestellungen von Spielen<br />
in Onlineshops durchgeführt. Also ein Methodenmix.</p>
<p><b>Moeller:</b> Was sind Ihre Hauptkritikpunkte am jetzigen<br />
Jugendmedienschutz?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Da könnte ich jetzt die<br />
ganz Studie posten&#8230; Also ein Punkt ist, dass es etwa für<br />
Eltern keine ganz einheitliche und durchschaubare Kommunikation<br />
gibt. Sehr oft weicht etwa die PEGI (Pan European Game Information)<br />
Kennzeichnung von der der USK ab. Woran sollen sie sich dann halten?<br />
Die Gutachten der Selbstkontrolle USK sind von ganz unterschiedlicher<br />
Struktur und Qualität, was vielleicht für den Endnutzer<br />
nicht so wichtig ist. Aber es ist bedeutsam, um sicherzustellen,<br />
dass die wissenschaftlichen Kriterien über die Wirkung von<br />
Spielen in die Bewertung möglichst rasch mit eingebunden werden<br />
und überhaupt die Qualität der Bewertung ständig<br />
verbessert wird. Wir haben allerdings in der Studie anders als andere<br />
Kollegen nicht einfach Spiele noch mal bewertet und unsere Einschätzung<br />
an die Stelle derer der USK gesetzt. Uns ging es um strukturelle<br />
Fragen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine Reihe von unseren Nutzern interessiert<br />
sich für die Details: Zum Beispiel der hier:</p>
<p><b>du:</b> Zu den betrachteten Studien: Welche Studien<br />
sind das konkret, bzw. von wem und wann wurden sie durchgeführt?</p>
<p><b>Moderator: </b>Damit sie das nicht alles aufzählen<br />
müssen: Gibt es die Studie auch im Netz bei Ihnen?</p>
<p><b>Wolfgang Schulz:</b> Die einzelnen Studien kann man<br />
in unserem <a href="http://www.hans-bredow-institut.de/presse/070628Endbericht.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht</a>,<br />
der ja downgeloaded werden kann, nachlesen. Es sind deutsche, aber<br />
auch internationale. Zusätzlich haben wir aber auch Kollegen<br />
aus unterschiedlichen Teildisziplinen gebeten, den Stand der Diskussion<br />
in Bezug auf die deutschen Jugendschutzkriterien zusammenzufassen.<br />
Diese Expertisen kann man auch downloaden. Sie geben einen exzellenten<br />
Überblick über den derzeitigen Forschungsstand. </p>
<p><b>spieler:</b> Ist bei der Einschätzung der Spiele<br />
durch die USK ein Trend in der Entwicklung der Spiele zu sehen?<br />
Also zum Beispiel, dass Spiele früher höher eingestuft<br />
worden als es jetzt für Spiele mit den selben Inhalten der<br />
Fall ist? </p>
<p><b>Wolfgang Schulz:</b> Diese Kritik wird jedenfalls von<br />
der Industrie vorgebracht. Ob das wirklich ein Trend ist in der<br />
Bewertungspraxis oder sichtlich daran liegt, dass die Spiele grafisch<br />
besser und damit möglicherweise auch für Jugendliche beeinträchtigender<br />
werden, können wir anhand des Materials nicht entscheiden.<br />
Man muss auch sagen, dass die in der politischen Diskussion sehr<br />
dominierenden so genannten „Killerspiele“ im Verhältnis<br />
zum Gesamtangebot gar nicht so dominant sind, so dass sich da schwer<br />
Trends ausmachen lassen.</p>
<p><b>Luke Skywalker:</b> Sind Ihre Ergebnisse in Bezug auf<br />
die Qualität der Prüfung der USK ein Hinweis darauf, das<br />
man die freiwilligen Selbstkontrolleinrichtungen im Jugendmedienschutz<br />
besser überwachen sollte?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Das ist eine gute Frage. Die<br />
Besonderheit bei den USK-Kennzeichen liegt darin, dass sie zwar<br />
auf Gutachten einer Freiwilligen Selbstkontrolle beruhen, aber von<br />
den staatlichen obersten Landesjugendbehörden vergeben werden.<br />
Insofern gibt es eine staatliche Kontrolle, die aber anders aussieht<br />
als in anderen Systemen der Co-Regulierung, weil hier Staat und<br />
Selbstkontrolle an einem Tisch sitzen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sie haben davon gesprochen, dass Killerspiele<br />
im Vergleich zum Gesamtangebot gar nicht soviel ausmachen, daher<br />
was Grundsätzliches und die Nachfrage:
</p>
<p>
<b>Throki:</b> Und was ist eigentlich ein „Killerspiel“?<br />
Überall wird dieser Begriff benutzt, aber niemand scheint ihn<br />
wirklich definieren zu können.</p>
<p><b>JSchmidt: </b>Was genau sind für Sie „Killer“-Spiele<br />
und warum?<br />
Super Mario: Gibt es eine genaue Definition von dem Begriff: „Killerspiele“?</p>
<p><b>Bellmann:</b> Wie gewalthaltig ist denn der Rest des<br />
Angebots?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Das stimmt. Ich kenne keine Definition<br />
von &quot;Killerspielen&quot;, die so präzise wäre, dass<br />
nicht auch ganz harmlose Dinger wie Schach oder Moorhuhn darunter<br />
fallen würden&#8230;</p>
<p><b>Moderator:</b> Schach?!</p>
<p><b>Wolfgang Schulz:</b> … jedenfalls taugt der Begriff<br />
nicht als Anknüpfungspunkt für gesetzliche Regelungen.<br />
Zu Bellmann: Deutlich mehr als die Hälfte der von der USK bewerteten<br />
Spiele sind für Kinder unter 12 geeignet, der Anteil der gewalthaltigen<br />
Spiele ist im Gesamtmarkt äußerst gering. Schon der Gewaltbegriff<br />
ist schwierig, wenn man das Rausschlagen von Bauern aus einem Spiel<br />
schon als Gewalt definiert, wäre Schach auch gewalthaltig.
</p>
<p>
<b>popocatepetl:</b> Was halten Sie von der Tatsache,<br />
dass alle Spiele von den Medien und Politikern als „Killerspiele<br />
&quot; (oder auch Hexenspiele) betitelt werden. Und sich somit auch<br />
ein großer Frust und Druck in den Spielern aufbaut durch die<br />
Unverstandenheit.
</p>
<p>
<b>Fulder:</b> Also liegt es bei den Politikern, „Killerspiel<br />
&quot; juristisch sauber zu definieren.
</p>
<p>
<b>tz:</b> Was taugt denn dann als Anknüpfungspunkt?<br />
Für juristische Regelungen, aber auch für Eltern?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Zu Fulder: Unseres Erachten<br />
sollte man weniger an einer Spielekategorie anknüpfen, die<br />
sich so vermutlich gar nicht definieren lässt, sondern darauf<br />
schauen, was für Merkmale von Spielen tatsächlich entwicklungsbeeinrächtigend<br />
sein können. Und wenn nötig die gesetzlichen Regeln oder<br />
die Praxis der USK anpassen. Wer aber vorschlägt, „Killerspiele“<br />
zu verbieten, muss sich die Frage gefallen lassen, wie er dies für<br />
die juristische Praxis hinreichend definieren will. <br />
Zu Popocatepetl: Zu der Besonderheit des Jugendschutzes in diesem<br />
Bereich gehört, dass die Erfahrungswelten der Betroffenen und<br />
der entscheidenden Politiker ganz stark auseinanderfallen. So kommt<br />
es dazu, dass etwa bei Anhörungen aus dem Zusammenhang gerissene<br />
Spielteile präsentiert werden und dann Abscheu erregen und<br />
die Reaktion der Politik dann wieder von den Spielern überhaupt<br />
nicht verstanden wird. Dieses Verständnis scheint uns aber<br />
für den Jugendschutz wichtig. Denn die Systeme sind auf Kooperation<br />
angewiesen, etwa darauf, dass Vertriebsbeschränkungen nicht<br />
durch ältere Geschwister oder Eltern unterlaufen werden.
</p>
<p>
<b>semikolon:</b> Wenn Sie, die sich damit auskennen,<br />
schon keine Definition eines „Killerspiels“ liefern<br />
können, wie soll das der Gesetzgeber schaffen, der sich ja<br />
letztlich nur auf Erkenntnisse von Studien wie Ihrer beruft?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Unsere Studie wird zwar immer<br />
wieder in den Kontext der Killerspiel-Debatte gestellt. Unsere Vorschläge<br />
knüpfen aber nicht daran an, bestimmte Spielegattungen künftig<br />
anders zu behandeln oder zu verbieten. In unserem verfassungsrechtlichen<br />
Teil weisen wir sogar darauf hin, dass Verboten in diesem Bereich<br />
ganz enge Grenzen gesetzt sind.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zum Thema: Was nutzt das schönste<br />
Gesetz, wenn die Wirklichkeit sich nicht dran hält: Drei User<br />
für eine ganze Reihe von ähnlichen Fragen:</p>
<p><b>sun: </b>Stimmen Sie mir zu, dass das Hauptproblem<br />
momentan nicht die zu lasche Einstufung von Spielen ist, sondern<br />
vielmehr die mangelnde Kontrolle durch die Verkäufer und natürlich<br />
die Eltern? Spiele ab 16 oder 18 haben Jugendliche mit 13 doch auf<br />
dem PC, daran ändert eine Verschärfung auch nichts!<br />
<b><br />
profispieler:</b> Bringen höhere Altersfreigaben überhaupt<br />
was, wenn dann nachher keiner vernünftig kontrolliert, an wen<br />
die Spiele verkauft werden?</p>
<p><b>spieler:</b> Viele bemängeln die Selbstkontrolle<br />
der Unterhaltungssoftware. Liegt das Problem nicht vielmehr bei<br />
der Umsetzung der gegebenen Empfehlungen in den Läden? Die<br />
Verkäufer schauen teilweise gar nicht mehr auf das Alterssiegel.<br />
Daher würde doch auch eine Verschärfung der Alterseinstufung<br />
nichts bringen.
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Es ist sicher richtig dass ein<br />
Problem bei der Vollzugskontrolle liegt. Aber nach unserem Eindruck<br />
ist es keineswegs so, dass jedenfalls bei den großen Handelsketten<br />
und dem deutschen Online-Versand systematisch nicht kontrolliert<br />
würde. Befragungen von Kindern und Jugendlichen zeigen, dass<br />
die Abgabe durch Eltern, Geschwister und ältere Freunde eine<br />
große Rolle spielt, die man gesetzlich schwer fassen kann.<br />
Hier kann eigentlich nur mehr Aufklärung darüber helfen,<br />
dass auch, wenn sich alle jungen Spieler für unglaublich kompetent<br />
halten, eine Überforderung oder sogar Gefährdung der Entwicklung<br />
nicht auszuschließen ist.</p>
<p><b>Moderator:</b> Kommentar von:</p>
<p><b>Markus1985:</b> „Killerspiele“ ist doch<br />
nur ein Begriff der Medien und muss meiner Meinung nach deswegen<br />
nicht definiert werden. Vielmehr sollte man sich darum kümmern,<br />
sich von diesem Begriff zu entfernen, um das Ganze objektiv betrachten<br />
zu können.</p>
<p><b>Moderator:</b> Mal eine Bemerkung dazu vom Moderator:<br />
Vermutlich versteht jeder in der Tat ein bisschen was anderes unter<br />
Killerspiel. Aber wenn man sich darüber dann unterhält,<br />
stellt man meistens fest, dass ähnliche Spiele oder Software<br />
angesprochen werden. Das macht es für Journalisten auch so<br />
attraktiv, mit diesem Begriff zu arbeiten, weil eben jeder etwas<br />
damit verbindet &#8211; auch wenn er natürlich einen negativ besetzten<br />
Unterton hat. Aber wir reden ja auch nicht über Biene Maja.<br />
Wie sehen Sie das, Herr Schulz?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Dass alle ungefähr wissen,<br />
was damit gemeint ist, nämlich vor allem Ego-Shooter, bei denen<br />
der Spieler selbst mit Waffen Gewalt gegen Menschen ausübt,<br />
stimmt zwar. <br />
Aber wenn man den Begriff dann so definieren will, dass man harte<br />
gesetzliche Folgen &#8211; etwa Strafbarkeit &#8211; daran knüpfen mochte,<br />
muss man präziser werden. Und dann wird es schwierig. Ich stimme<br />
aber mit Markus1985 darin überein, dass die Debatte anknüpfend<br />
an den Begriff „Killerspiele“ häufig nicht sehr<br />
hilfreich ist. Die Politik scheint hier besonders problematisch<br />
zu finden, dass der Spieler selbst virtuell Gewalt ausübt,<br />
anders als bei Kino oder Fernsehen, also die Interaktivität<br />
der Spiele.</p>
<p><b>Aloysius:</b> Die deutsche Politik diskutiert eine<br />
Verschärfung des Jugendrechts, um jugendgefährdende Spiele<br />
aus Deutschland zu verbannen, dabei ist es längst für<br />
jedermann möglich, Medien jedweder Art über Filesharing<br />
und ähnliches zur Verfügung zu haben. Dies Problem hat<br />
Ausmaße, die sich durch staatliche Kontrollen kaum in den<br />
Griff kriegen werden. Ist die Debatte nicht völlig anachronistisch?</p>
<p><b>tobenvan:</b> Hallo, was hilft ein USK-Kennzeichen,<br />
wenn die Kinder eh die Spiele illegal über das Internet beziehen?<br />
Ich bin mir sicher, dass das mittlerweile die Hauptbezugsquelle<br />
von Spielen für Kinder ist.
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Also, das ist sicher eine richtige<br />
Beobachtung, dass Raubkopien zunehmen, aber Jugendschutz ist aus<br />
unserer Sicht so etwas wie Risikomanagement. Man muss versuchen,<br />
an den Stellen, an denen man regulatorisch etwas erreichen kann,<br />
anzusetzen. Und da spielt derzeit der legale Vertrieb über<br />
Geschäfte schon die wichtigste Rolle. Die Jugendforscher wissen<br />
auch seit langem, dass es gerade bei 12- bis 15jährigen Jungen<br />
zur Altersentwicklung gehört, dass man die Regeln übertritt<br />
und sich Zugang zu Material verschafft, von dem die Erwachsenen<br />
der Auffassung sind, dass sie noch nicht für das Alter geeignet<br />
sind.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zwischendurch mal ein Kommentar von:</p>
<p><b>GER:</b> Die Politik scheint hier besonders problematisch<br />
zu finden: Von zwei Jahrzehnten fand die Politik Filme problematisch<br />
und davor Rock&#8217;n&#8217;Roll.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und weiter damit:</p>
<p><b>dukat:</b> Nicht nur Raubkopien sind problematisch,<br />
auch Online-Spielplattformen wie Steam, die ihre Programme online<br />
verkaufen und verteilen, würden doch einen solchen Schutz umgehen,<br />
oder?</p>
<p><b>Wolfgang Schulz:</b> Dass die meisten Spiele sich mittlerweile<br />
für Online-Veränderungen öffnen oder sogar reine<br />
Online-Spielewelten darstellen, ist für das Jugendschutzsystem<br />
sicherlich eine der größten Herausforderungen überhaupt.<br />
Das deutsche Jugendschutzgesetz knüpft an das so genannte Träger-Medium<br />
an, also z.B. an die DVD. Das wird zunehmend schwieriger werden.<br />
Allerdings ist es für die Industrie schon aus Imagegründen<br />
wichtig, das Thema Jugendschutz ernst zu nehmen. Deshalb wird auch<br />
für die Online-Spieleplattfomen an Jugendschutzsystemen gearbeitet.
</p>
<p>
<b>ccc:</b> Zitat „ist es keineswegs so, dass jedenfalls<br />
bei den großen Handelsketten und dem deutschen Online-Versand“.<br />
Das ist schlichtweg falsch &#8211; bei Amazon findet kein Altersabgleich<br />
statt!<br />
Wolfgang Schulz: Nach unseren Informationen werden Spiele mit Einstufung<br />
ab 16 und ab 18 auch bei Amazon kontrolliert.
</p>
<p>
<b>spielfreund: </b>Was meinen Sie, welche Auswirkungen<br />
die Ergebnisse Ihrer Studie auf die Politik haben werden?</p>
<p><b>Robert_M: </b>Was erwarten Sie für Reaktionen<br />
auf die Studie?</p>
<p><b>Wolfgang Schulz: </b>Insgesamt hoffen wir, dass die<br />
Studie zur Versachlichung der Diskussion beiträgt. Zunächst<br />
kommt es bei der Veröffentlichung von Studien immer dazu, dass<br />
Politiker schauen, inwieweit die Studie die bisher gemachten Aussagen<br />
der Politiker bestätigen (etwa Killerspiele verbieten ja oder<br />
nein). Aber danach wird man sich hoffentlich in Ruhe mit den einzelnen<br />
Vorschlägen auseinandersetzen, die wir &#8211; angefangen von den<br />
Gesetzesformulierungen bis hin zum Vollzug und den Rahmenbedingungen<br />
&#8211; gemacht haben. Ich bin da ganz zuversichtlich. Immerhin haben<br />
wir es ja schon bis zu tagesschau.de geschafft.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal zur Diskussion, wer bekommt<br />
was:</p>
<p><b>semikolon:</b> @ccc: Doch, eine eigenhändige Übergabe<br />
ist nötig, wenn das Spiel keine Jugendfreigabe hat.</p>
<p><b>Nashkarul:</b> an ccc: Bei Amazon können zumindest<br />
Spiele „Ohne Jugendfreigabe“ nur mit persönlicher<br />
Altersbestätigung durch den Postboten bestellt werden.<br />
<b><br />
Vincex: </b>Probieren sie es doch mal selbst, sie bekommen<br />
überall online Spiele verkauft, ohne das überhaupt nach<br />
dem Alter gefragt wird.</p>
<p><b>raw666:</b> Downloaden aus dem torrentnetz ist ja das<br />
eine&#8230; Demoversionen von in Deutschland indizierten Spielen lassen<br />
sich legal und bequem per Google finden und von ausländischen<br />
ftp-Servern ohne Fragen downloaden.Moderator: Wie kann man das „International“-Problem<br />
angehen?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Zunächst ist es in der Tat<br />
so, dass man alle Arten von Spielen im internationalen Online-Versand<br />
ohne Kontrollen bekommen kann. Es gibt stichprobenartige Kontrollen<br />
des Zolls, aber gerade innerhalb Europas ist es schwierig weitere<br />
Hürden zu errichten. <br />
Wir stehen aber kurz vor einer Entscheidung des Europäischen<br />
Gerichtshofes zur Frage der Spielräume der nationalen Gesetze<br />
beim Jugendschutz. Wenn diese Entscheidung ergangen ist, sollte<br />
man noch einmal überlegen, welche Verbesserungen hier in der<br />
europäischen Regulierung möglich sind. Ich gebe aber zu,<br />
dass dies eine der größten Problemstellen ist.</p>
<p><b>Der_Siggi:</b> Wenn Sie jetzt mal nur für sich<br />
selbst und nicht in offizieller Funktion sprächen, wie würde<br />
dann Ihre Antwort auf die Frage „Was halten Sie von Professor<br />
Christian Pfeiffer und dem Forschungsbericht des KFN (Kriminologisches<br />
Forschungsinstitut Niedersachsen)“ ausfallen? Es war ja schon<br />
vielerorts zu lesen, dass der Bericht unwissenschaftlich sei und<br />
bloß eine Meinung ausdrückt anstatt Fakten festzustellen<br />
(was übrigens auch meiner Auffassung entspricht). Wie sehen<br />
Sie das?</p>
<p><b>scocker:</b> Was halten Sie eigentlich von Dr. Pfeiffer<br />
und seiner „Argumentation“?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Ich bin Wissenschaftler und kein<br />
Politiker. Daher versuche ich von Kollegen möglichst viel zu<br />
lernen. Das werden Sie auch im Bericht sehen: Wir haben da, wo wir<br />
etwas lernen konnten, aus dem KFN Ergebnisse übernommen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ziemliche viele Fragen zu diesem Thema:</p>
<p><b>Wayfarer:</b> Reicht ihrer Meinung nach ein besseres<br />
Jugendschutzsystem im Bereich Computerspiele aus oder müssten<br />
auch andere Bereiche zum Schutz von Jugendlichen stark verbessert<br />
werden? In meinen Augen wird nämlich sehr stark von eigentlichen<br />
Problemen abgelenkt (zum Beispiel soziales Umfeld in und außerhalb<br />
der Schule, Eltern die zu wenig Zeit und Lust für die Erziehung<br />
haben, usw.).</p>
<p><b>Fulder:</b> Ein wichtiger Punkt scheint die Stärkung<br />
der Kompetenz der Eltern zu sein. Wie können die wichtigen<br />
Informationen Ihrer Meinung nach an die Eltern gelangen?
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Wieder ein wichtiger Punkt. Anders<br />
als bei traditionellen Medien fehlt hier Eltern offenbar vielfach<br />
der Zugang, so dass sie kein Konzept dafür entwickeln, wie<br />
ihre Kinder mit den Computerspielen umgehen sollen. Hier muss man<br />
aufklären und Berührungsängste abbauen. Und in jedem<br />
Fall stimmt es, dass man die Frage von Medienkonsum und Computerspielen<br />
nicht unabhängig vom sozialen Umfeld betrachten kann. Eine<br />
Ablenkung von diesen Punkten sehe ich allerdings nicht unbedingt.<br />
Denn es hilft wenig, nur darauf zu verweisen, dass die Gesamtsituation<br />
unbefriedigend ist.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war die letzte Antwort, unsere<br />
Stunde tagesschau-Chat ist vorbei. Vielen Dank für Ihr Interesse.<br />
Sorry, es blieben heute besonders viele Fragen übrig. Wir werden<br />
Ihnen bestimmt noch einmal die Gelegenheit geben mit Experten über<br />
das Thema zu diskutieren. Vielen Dank nach Hamburg an Dr. Schulz!<br />
Schön, dass Sie heute so kurzfristig Zeit für den Chat<br />
gefunden haben. Einen schönen Tag noch wünscht das tagesschau-Chat-Team<br />
von tagesschau.de und politik-digital.de!
</p>
<p>
<b>Wolfgang Schulz:</b> Vielen Dank. Wenn die öffentliche<br />
Diskussion so differenziert weitergeht wie dieser Chat, dann freuen<br />
wir uns.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tipps gegen blöde Anmache im Chat</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/metablockerarchives1249-tipps-gegen-bloede-anmache-im-chat-html-2167/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/metablockerarchives1249-tipps-gegen-bloede-anmache-im-chat-html-2167/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2007 11:19:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
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					<description><![CDATA[Chatten ist meist plaudern mit Unbekannten. Was die im Sinn haben, kann man nicht immer wissen. Für Kinder können die Netz-Kontakte schnell unangenehme Folgen haben, wenn sie mit pornographischen und exhibitionistischen Inhalten konfrontiert werden. Kindern und Eltern stellt sich die Frage: Wie reagiert man da?
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Chatten ist meist plaudern mit Unbekannten. Was die im Sinn haben, kann man nicht immer wissen. Für Kinder können die Netz-Kontakte schnell unangenehme Folgen haben, wenn sie mit pornographischen und exhibitionistischen Inhalten konfrontiert werden. Kindern und Eltern stellt sich die Frage: Wie reagiert man da?</p>
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Der Verein <a href="http://www.zartbitter.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zartbitter e.V.</a> betreibt Aufklärung: Das Theaterstück &#8220;click it!&#8221; zeigt Schülern der Klassen sechs bis acht, was für Gefahren in Chaträumen lauern und wie man sich dagegen wehren kann. Zartbitter e.V möchte nicht den Zeigefinger erheben, sondern mit Humor und Chat- und Videosequenzen das junge Publikum ansprechen.<br />
Auf der Website von Zartbitter e.V können zusätzlich Broschüren heruntergeladen werden, die Eltern und Kindern praktische Tipps vermitteln, wie sie mit merkwürdigen Zeitgenossen in Chats umgehen können. Mädchen und Jungen sollten so nie ihren echten Namen und ihre wirkliche Adresse in Chats veröffentlichen und bei unsittlichen Angeboten ihre Eltern mit vor den Rechner holen. Ein klares &#8220;lass mich in Ruhe, du Blödmann, ich möchte nicht mit dir chatten&#8221;, soll Täter und Täterinnen abschrecken. </p>
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