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	<title>Julia Klöckner &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Julia Klöckner &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Julia Klöckner im Wahlkampftalk von politik-digital.de und Cicero online</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2013 15:25:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Bieber]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Klöckner]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>
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		<category><![CDATA[Christoph Seils]]></category>
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					<description><![CDATA[Das &#8220;Rennen&#8221; um die besten Plätze im Bundestag neigt sich seinem Ende zu und die Parteien müssen noch einmal alle [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/julia-kloeckner-im-wahlkampftalk-von-politik-digital-de-und-cicero-online/kloeckner/" rel="attachment wp-att-132515"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132515" alt="Klöckner" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Klöckner.jpg" width="640" height="426" /></a>Das &#8220;Rennen&#8221; um die besten Plätze im Bundestag neigt sich seinem Ende zu und die Parteien müssen noch einmal alle Kräfte mobilisieren. In unseren &#8220;Wahlkampftalks&#8221;sprechen wir mit wichtigen Akteuren jener Parteien, für die sich am 22. September die entscheidende Frage beantwortet: Regierung oder Opposition? Von Julia Klöckner möchten wir unter anderem wissen, wie die Union als umfragenstärkste Partei in den Wahlkampfendspurt geht.<br />
Am 17. September um 17 Uhr sollte die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU Julia Klöckner zu Gast im Google-Hangout von Cicero Online und politik-digital.de sein. Unser Moderator und Geschäftsführer Steffen Wenzel, Politikwissenschaftler <a href="http://www.uni-due.de/politik/bieber.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Bieber</a> und Cicero-Online-Ressortleiter <a href="http://www.cicero.de/autoren/seils-christoph" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christoph Seils</a>, wollten mit Klöckner über den Wahlkampf der CDU, die &#8220;Merkel-Raute&#8221; und die Chancen von Schwarz-Gelb am 22. September diskutieren.<br />
<em>Leider konnte der Hangout nicht stattfinden, weil es technische Probleme gab. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Die Diskussion mit Julia Klöckner wird nach der Bundestagswahl nachgeholt, der Termin wird noch bekannt gegeben.</em><br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/steffen-wenzel/" rel="attachment wp-att-130720"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130720" alt="Steffen Wenzel" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Steffen-Wenzel.jpg" width="108" height="163" /></a><a href="http://politik-digital.de/julia-kloeckner-im-wahlkampftalk-von-politik-digital-de-und-cicero-online/kloeckner-klein/" rel="attachment wp-att-132517"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132517" alt="Klöckner klein" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Klöckner-klein.jpg" width="122" height="160" /></a><a href="http://politik-digital.de/julia-kloeckner-im-wahlkampftalk-von-politik-digital-de-und-cicero-online/bieber_wahlen_blog/" rel="attachment wp-att-132521"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132521" alt="bieber_wahlen_blog" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/bieber_wahlen_blog.jpg" width="112" height="160" /></a><a href="http://politik-digital.de/2-berliner-hinterhofgespraech-sind-das-nachrichten-oder-kann-das-getwittert-werden-journalismus-und-neue-medien/seils/" rel="attachment wp-att-129875"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-129875" alt="Seils" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Seils.jpg" width="113" height="161" /></a></p>
<h3>Nächste Termine der Hangout-Reihe:</h3>
<p>18. September, 19 Uhr: Hangout On Air mit den Vorsitzenden der Jugendorganisationen der Parteien<br />
Bild: julia-klöckner.de<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die Gefahr einer Einschleppung besteht&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/die-gefahr-einer-einschleppung-besteht-164/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelskandal]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelgrippe]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Klöckner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="fett">
Am Mittwoch, 11. Januar, war Julia Klöckner, 
MdB der CDU, zu Gast im tagesschau-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de. 
Mit den Teilnehmern sprach sie über die Gefahr der Vogelgrippe 
und über Verbraucherschutz bei Lebensmitteln.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
Am Mittwoch, 11. Januar, war Julia Klöckner,<br />
MdB der CDU, zu Gast im tagesschau-Chat von tagesschau.de und politik-digital.de.<br />
Mit den Teilnehmern sprach sie über die Gefahr der Vogelgrippe<br />
und über Verbraucherschutz bei Lebensmitteln.<!--break-->
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte, herzlich<br />
willkommen im tagesschau-Chat. Unsere Chat-Reihe wird veranstaltet<br />
von tagesschau.de und politik-digital.de. Heute chatten wir mit<br />
Julia Klöckner. Sie ist für die CDU Abgeordnete im Deutschen<br />
Bundestag. Zu ihren Spezialgebieten zählen der Verbraucher-<br />
und Umweltschutz. Guten Tag, Frau Klöckner, können wir<br />
starten?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ja, können wir!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Horst Seehofer sieht trotz Ausbreitung<br />
der Vogelgrippe in der Türkei keine erhöhte Gefahr einer<br />
Einschleppung nach Deutschland. Andere Experten und Politiker sind<br />
da klar anderer Meinung. Was stimmt?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Erst mal die Frage: Welcher<br />
Meinung sind Ihrer Meinung nach die anderen?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Die anderen sehen eben diese erhöhte<br />
Gefahr einer Einschleppung &#8211; im Gegensatz zu Seehofer. Wer hat Recht?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Die Gefahr einer Einschleppung<br />
besteht durch die Nähe zur Türkei natürlich. Aber<br />
die Gefahr ist nicht derart, dass Panikmache angebracht ist. Wir<br />
müssen den nationalen Krisenplan, den Horst Seehofer erarbeitet<br />
hat, nun konsequent anwenden. Zum Beispiel stehen erhöhte Kontrollen<br />
an Flughäfen, Busbahnhöfen und eine Deklarationspflicht<br />
auf der Tagesordnung.
</p>
<p>
<b>Bauer Möller:</b> Hallo Frau Klöckner, wie<br />
wahrscheinlich ist es, dass ich meine Gänse und Hühner<br />
im Frühling wieder in den Stall sperren muss?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Wo ist Ihr Hof? Die Wahrscheinlichkeit<br />
wird recht hoch sein, denn gerade im Frühjahr, wenn der Vogelzug<br />
beginnt, steigt die Gefahr einer Ansteckung. Deshalb bin ich für<br />
Prophylaxe.
</p>
<p>
<b>olaf:</b> Wenn dieser Virus so gefährlich ist,<br />
sollten dann nicht die Städte und Gemeinden zuallererst mal<br />
etwas gegen die unzähligen Stadttauben, die sich jetzt auch<br />
schon in den Dörfern breit machen und sowieso Krankheitsüberträger<br />
sind, unternehmen?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Stadttauben mögen zwar<br />
nicht jedermanns Sache sein, dennoch sie sind nicht Überträger<br />
der Vogelgrippe.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachtrag des Users:
</p>
<p>
<b>Bauer_Möller:</b> In der Nähe von Rendsburg.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ja, auch Rendsburg ist nicht<br />
vor einer möglichen Ansteckungsgefahr gefeit.
</p>
<p>
<b>Bern4912 aus Kanada:</b> Viele Menschen reagieren<br />
auf relativ eingrenzbare Vorkommnisse (Vogelgrippe, Sars und andere)<br />
crazy und neurotisch. Und es gibt immer Politiker, die das politisch<br />
ausschlachten. Hier wäre eine gemeinsame, an die Vernunft der<br />
Menschen appellierende Sprache angebracht und keine politischen<br />
Spielchen. Ich erinnere mich noch an Tschernobyl, wo Menschen so<br />
viele Jodtabletten gegessen haben, dass sie wegen Jodvergiftung<br />
ins Krankenhaus mussten.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Grüße nach Kanada!<br />
Hoffentlich geht es den Hühnern dort gut. Panikmache und politische<br />
Show sind immer unangebracht. Dennoch ist es wichtig, dass sich<br />
Politiker über Vorgehensweisen &#8211; wie zum Beispiel heute Nachmittag<br />
in einer Bund-Länder-Runde &#8211; verständigen. Sollen Ihrer<br />
Meinung nach Politiker denn auf Anfragen keine Auskunft geben, um<br />
somit auch nicht zitiert und den Verdacht des &quot;Ausschlachtens&quot;<br />
ausgesetzt zu werden?
</p>
<p>
<b>Marc:</b> Wie lange schätzen Sie, wird es noch<br />
dauern, bis sich der Vogelgrippenvirus in eine von Menschen auf<br />
Menschen übertragbare Variante verwandelt hat?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ich hoffe, dass dies auf<br />
Grund globaler Abstimmungen und Vorsichtsmaßnahmen niemals<br />
geschehen wird. Kann Ihnen aber, da ich keine Virologin bin, dazu<br />
keine genauen Zeitfenster nennen.
</p>
<p>
<b>Wagenheber:</b> Ist es nicht paranoid, jetzt auf den<br />
Genuss von Geflügel zu verzichten?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> In der Tat, das wäre<br />
es. Die Frage ist nur, woher das Geflügelfleisch kommt. Ich<br />
würde zurzeit weder welches aus Asien noch aus der Türkei<br />
verzehren. Aber beim Bauern um die Ecke gibt es unbedenklich gutes.
</p>
<p>
<b>geisha21:</b> Wie kann man den Notfallplan noch optimieren<br />
&#8211; mit Medikamenten für nur knapp 20% der Bevölkerung wird<br />
es ja wohl noch nicht getan sein. Gerade heute stand in der FAZ,<br />
dass selbst große Firmen eigene Notfallpläne haben, um<br />
ihre Mitarbeiter vor Erkrankungen schützen.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Den Notfallplan kann man<br />
durch konsequente Anwendung der Prophylaxe-Maßnahmen optimieren.<br />
Im Übrigen ist auch gar nicht gesichert, dass uns das passende<br />
Medikament bei einer möglichen Übertragung der Viren vom<br />
Tier auf den Menschen zur Verfügung stünde. Das Robert<br />
Koch Institut sagt selbst, man benötige erst einmal das vermeintlich<br />
menschliche Überträgervirus, um einen Impfstoff entwickeln<br />
zu können.
</p>
<p>
<b>ddandra:</b> Welche Maßnahmen bespricht denn<br />
die Bundesregierung heute?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Unter anderem wird über<br />
eine allgemeine Aufstallungspflicht im Frühjahr gesprochen.<br />
Ebenso über die Maßnahmen, die die einzelnen Bundesländer<br />
im Kontrollbereich von Reisenden und Importen durchführen.<br />
Es wird auch über eine so genannte Deklarationspflicht von<br />
Einreisenden gesprochen, die Lebensmittel bei sich tragen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Themenwechsel:
</p>
<p>
<b>Jonas:</b> Wird es einen neuen Anlauf für das<br />
in der vergangenen Legislaturperiode gescheiterte Verbraucherinformationsgesetz<br />
geben?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ja, der Anlauf befindet sich<br />
schon fast auf der Zielgeraden. Es liegt ein Entwurf vom Verbraucherschutzministerium<br />
vor, welcher von den Fraktionen und den Ländern diskutiert<br />
wird.
</p>
<p>
<b>Dornfelder:</b> Wieso interessieren Sie sich als junge<br />
Frau für das Thema Landwirtschaft? Das Themengebiet beinhaltet<br />
immerhin nicht ausschließlich den Weinanbau.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Das stimmt. Zum einen komme<br />
ich aus einer ländlichen Region und bin intensiv mit der Landwirtschaft<br />
im Kontakt und weiß um deren Arbeit, Ziele und politische<br />
Aufgabenstellungen. Und zum anderen fällt in diesen Bereich<br />
auch der Verbraucherschutz und die Ernährung, welche uns alle<br />
angeht &#8211; und im Übrigen schließt es sich ja nicht aus:<br />
Junge Frau mit intellektuellem Verständnis für männliche<br />
Landwirtschaft 🙂
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal zum Verbraucherinformationsgesetz:
</p>
<p>
<b>Jonas:</b> Wird es in dem Gesetz auch einen direkten<br />
Informationsanspruch gegen Unternehmen geben?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Wenn es nach mir ginge, nein.<br />
Denn was vielleicht für große Unternehmen zu leisten<br />
wäre (Info-Hotlines), ist für kleine mittelständische<br />
Unternehmen nicht leistbar. Deshalb plädiere ich für einen<br />
Auskunftsanspruch an Behörden. Doch letztlich ist die Frage<br />
noch nicht entschieden. Wir möchten uns sowohl die Seite der<br />
Anbieter als auch der Verbraucher noch einmal anhören und beurteilen.
</p>
<p>
<b>Lillyfee:</b> Welcher Charaktereigenschaft beziehungsweise<br />
welchem Persönlichkeitsmerkmal haben Sie es Ihrer Meinung nach<br />
zu verdanken, dass Sie bei der Bundestagswahl 2005 als erste CDU-Kandidat(in)<br />
seit 50 Jahren das Direktmandat in Ihrem Wahlkreis gewonnen haben?<br />
Oder führen Sie den Direktmandatsgewinn auf äußere<br />
Umstände zurück?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Was meinen Sie mit &quot;äußeren<br />
Umständen&quot;?
</p>
<p>
<b>Marsmensch:</b> Hat Ihre Herkunft mit Ihrer Sympathie<br />
für die CDU zu tun?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Sie schließen sich<br />
nicht aus. Aber diese Verbindung ist nicht zwingend.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Noch mal zum Direktmandat:<br />
Ich gehe davon aus, dass ich auf Grund meiner Präsenz und Arbeit<br />
gewählt worden bin. Und wenn die Bürger in meinem Wahlkreis<br />
mich auch noch sympathisch finden, habe ich kein Problem damit.<br />
So ist Demokratie, junge Frauen können ältere Herren auch<br />
besiegen.
</p>
<p>
<b>Anna:</b> Wie stehen Sie zur Agrarpolitik Horst Seehofers?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Horst Seehofer ist ein Glücksgriff<br />
sowohl für die Landwirte (ökologisch wie konventionell<br />
wirtschaftende) als auch für Deutschlands Verbraucher. Im Übrigen<br />
hat er sich sehr schnell um die brennenden Themen unmittelbar nach<br />
Ministeriumsübernahme gekümmert und hat zudem noch einen<br />
unterhaltsamen Humor.
</p>
<p>
<b>Dirk Nowitzki:</b> Stimmen Sie mit der Absicht Seehofers<br />
überein, den Anbau genveränderter Pflanzen voranzutreiben?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Nicht unmittelbar den Anbau,<br />
sondern die Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen<br />
sollte meiner Meinung nach nicht weiter ideologisch abgelehnt werden.<br />
Wir müssen Chancen wie Risiken verantwortungsvoll abwägen<br />
und weder auf dem einen noch auf dem anderen Auge in dieser Frage<br />
den blinden Mann / die blinde Frau spielen.
</p>
<p>
<b>Homer J. Simpson:</b> Wie sieht die Zukunft der Gentechnik<br />
aus?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Hallo Simpson, gewiss nicht<br />
wie Homer. Die Zukunft der Gentechnik &#8211; an ihr muss gearbeitet werden.<br />
Wichtig ist, dass bei Produkten, die mit gentechnisch veränderten<br />
Organismen versehen sind, die Kennzeichnung stimmt und dass diejenigen,<br />
die keine gentechnisch veränderten Organismen nutzen möchten,<br />
dazu auch die tatsächliche Freiheit haben. Dennoch sollte man<br />
nicht aus Glaubensgründen die Gentechnik als solche verdammen.<br />
Wir haben wertvolle Fortschritte auf dem Feld der roten Gentechnik<br />
erzielt, aber genauso öffnen sich Türen, die man meiner<br />
Meinung nach nicht hätte öffnen sollen. Nicht anders wird<br />
es wahrscheinlich auch bei der grünen Gentechnik aussehen.
</p>
<p>
<b>Dr. Ruhrpott:</b> Welche Risiken sehen Sie?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Dass der Verbraucher keine<br />
Informationen darüber hat, wo gentechnisch veränderte<br />
Organismen drin ist oder nicht.
</p>
<p>
<b>vogefrei:</b> In Sachen Lebensmittelskandale: Warum<br />
weigert sich eigentlich Seehofer &#8211; vielleicht insgesamt die deutschen<br />
Behörden &#8211; die schwarzen Schafe zu benennen? Wer gammeliges<br />
Fleisch verkauft, verkauft bald nix mehr, wenn er als Verursacher<br />
beim Namen genannt wird. 35 Euro Bußgeld tun dagegen nicht<br />
weh.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Da sind Sie leider nicht<br />
auf dem neusten Stand. Horst Seehofer hat einen Zehn-Punkte-Plan<br />
vorgelegt, der Anwendung findet, nach dem sowohl Vertreiber als<br />
auch der Abnehmer von Gammelfleisch namentlich genannt werden und<br />
denen auch der Lizenzentzug drohen kann.
</p>
<p>
<b>Johannes:</b> Wann wird es eine Kennzeichnungspflicht<br />
für Fleisch und Milchprodukte geben, die von Tieren stammen,<br />
die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Das macht keinen Sinn. Denn<br />
eine Kuh, die eine Pflanze gefressen hat, auf der zum Beispiel ein<br />
Pollen einer gentechnisch veränderten Pflanze lag, ist weder<br />
selbst danach gentechnisch verändert, noch ihre Milch. Denn<br />
wenn wir Geflügel essen, werden wir selbst ja auch nicht zum<br />
Huhn. Gentechnische Futtermittel werden ausgeschieden.
</p>
<p>
<b>BitteBio:</b> Ich komme auch aus einer ländlichen<br />
Gegend. Nach Allergieerkrankungen habe ich mich auch mit Ernährung<br />
beschäftigen müssen und bevorzuge heute Bioprodukte. Giftrückstände,<br />
Konservierungsmittel und Skandale lassen meines Erachtens nur noch<br />
das zu. Unterstützen Sie Bio auch persönlich oder sind<br />
Sie nur für den Status quo?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Bioanbau wie auch konventioneller<br />
Anbau haben gleichermaßen ihre Berechtigung. Ich unterstütze<br />
beide Arten des Anbaus, ohne die eine oder andere zu bevorzugen.<br />
Denn in Deutschland sind die Anforderungen für konventionell<br />
wirtschaftende Landwirte so streng und hoch wie in anderen Ländern<br />
etwa für Biobauern. Sie sehen, die Einteilung in Bio und Nicht-Bio<br />
ist relativ. Schwarze Schafe gibt es überall. Und ich bin der<br />
Meinung, dass unsere hohen Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherschutzstandards<br />
auch Richtschnur für andere Länder (WTO) sein sollten.
</p>
<p>
<b>grandezza:</b> Hallo Frau Klöckner, Sie plädieren<br />
für reinen Wein. Seehofer will die Biobauern nicht mehr so<br />
fördern, wie das Künast gemacht hat. Wie finden Sie das?<br />
(Einmal ab davon, dass im Wein schon genug fremdes Zeug erlaubt<br />
ist.)
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Sie unterstellen, dass in<br />
Nicht-Bio-Produkten &quot;fremdes Zeug&quot; drin ist. Diese Einschätzung<br />
teile ich pauschal nicht. Horst Seehofer wird auch Biobauern unterstützen.<br />
Aber nicht wie Renate Künast planwirtschaftlich den Verbrauchern<br />
20 Prozent vorschreiben. Die Bioproduktion beträgt in Deutschland<br />
zwischen drei und vier Prozent, viele Biobauern haben sich dadurch<br />
einen guten Markt und auch etablierte Nische geschaffen. Würde<br />
dieser Markt künstlich durch Staatslenkung ausgeweitet, hätten<br />
die jetzigen Biobauern &#8211; wie bereits von diesen beklagt &#8211; enorme<br />
Probleme.
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Ich bin gegen diese Schwarz-Weiß-Malerei<br />
und Einteilung in Gut und Böse.
</p>
<p>
<b>tobiasheck:</b> Vor wenigen Wochen wurde von Greenpeace<br />
eine Studie zu Pestiziden in Lebensmitteln präsentiert. In<br />
einigen Supermärkten wurde bei Obst und Gemüse über<br />
den zulässigen Grenzwert hinaus belastete Obst- und Gemüsesorten<br />
gefunden. Hat hier der Verbraucherschutz versagt? Was muss sich<br />
Ihrer Meinung nach verändern?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Die Kontrolle dieser Produkte<br />
muss effektiver werden. Meist sind es Waren, die aus dem Ausland<br />
importiert worden sind. Deshalb sollten die Import- und Grenzkontrollen<br />
auch schon vor Ort des Exportlandes effektiver sein.
</p>
<p>
<b>Roger:</b> Gentechnisch verändertes Gemüse<br />
schmeckt doch nach gar nichts. Würden Sie soweit gehen, Aromen<br />
in das Gemüse reinzuspritzen, damit es nicht nur nach Wasser<br />
schmeckt?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Interessante These. Ich kenne<br />
auch Gemüse, dem es gut stehen würde, wenn es gentechnisch<br />
verändert würde, damit es mal Geschmack bekäme. Ich<br />
bin gegen eine Aromatisierung. Wenn doch, dann sollte der Verbraucher<br />
das wissen und selbst entscheiden, ob er zu dem Produkt greift.
</p>
<p>
<b>Heinz-Holger_02:</b> Sehen Sie in der anstehenden<br />
&quot;Grünen Woche&quot; eine Chance, das durch den Fleischskandal<br />
verloren gegangene Vertrauen des Verbrauchers zurückzugewinnen?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Interessant ist, dass das<br />
Vertrauen in Fleisch &#8211; laut Verzehrszahlen &#8211; gar nicht so erschüttert<br />
ist. Davon abgesehen, bietet die Grüne Woche eine gute Gelegenheit,<br />
die Landwirtschaft jeglicher Couleur dem Endverbraucher näher<br />
zu bringen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Themenwechsel: Überschreiten die<br />
Verbraucherschützer von der Stiftung Warentest nicht ihre Kompetenzen,<br />
wenn sie sogar Fußballstadien testen?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Es kommt auf die Testkriterien<br />
und die Validität der Tests an. Warum sollte die Stiftung Warentest<br />
die Glaubwürdigkeit und Kompetenz nur bei Waschmaschinen haben?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Was halten Sie von dem Studienergebnis?<br />
Panikmache oder ernster Hintergrund?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Das kann ich nicht beurteilen,<br />
zumindest hat die Stiftung Warentest ein Thema aufgegriffen, das<br />
ins Schwarze getroffen hat und Herrn Beckenbauer unruhig werden<br />
lässt. Hat doch schon mal einen hohen Unterhaltungswert 🙂
</p>
<p>
<b>Callahan:</b> Frau Klöckner, herzlichen Glückwunsch<br />
dafür, die junge Generation im Bundestag zu vertreten. Meine<br />
Frage: Wann müssen wir aufhören, irgendetwas &#8216;Deutsches<br />
&#8216; zu essen? Die Frage deshalb, weil diese Skandale in letzter Zeit<br />
GERADE in Deutschland (das Land der strikten Gesetze) immer sehr<br />
spät herauskommen. Wer weiß, wie viele andere Skandale<br />
noch nicht entdeckt sind oder einfach unter den Teppich gekehrt<br />
werden?
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Danke für das Kompliment.<br />
Das Leben ist bekanntlich tödlich. Wir haben sicherlich schon<br />
einiges nur deshalb überlebt, weil unsere Mess- und Analysekriterien<br />
vor zehn oder 20 Jahren nicht so genau waren, wie sie es heute sind.<br />
Es gibt keine klinisch reine Welt. Und obwohl unsere Nahrungsmittel<br />
noch nie so sicher und hochwertig waren wie heute, sind Allergene<br />
und Krankheiten entstanden, die Ausdruck unserer Zeit und Lebensweise<br />
sind. Ein gesundes Maß an Gelassenheit wie auch Informiertheit<br />
sind hilfreich für ein entspanntes Leben.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das war unsere Chat-Stunde, vielen<br />
Dank für Ihr Interesse. Herzlichen Dank Frau Klöckner,<br />
dass Sie sich die Zeit genommen haben. Am kommenden Dienstag, dem<br />
17. Januar, ist die Grüne Finanzexpertin Christine Scheel von<br />
13 Uhr an zu Gast im Chat. Wir wünschen allen einen schönen<br />
Tag!
</p>
<p>
<b>Julia Klöckner:</b> Vielen Dank &#8211; es hat mir<br />
sehr viel Spaß gemacht, über so viele Themen mit Ihnen<br />
zu chatten. Die Versorgung hier direkt vor Ort in der ARD war auch<br />
wunderbar.</p>
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