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	<title>Julia Reda &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Julia Reda &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Leistungsschutzrecht und Upload-Filter: “EU-Urheberrechtsreform erklärt”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lina Carnap]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 17:38:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Auftakt der Diskussionsreihe zu den Vorschlägen der EU-Urheberrechtsreform luden Wikimedia Deutschland e.V. und Mozilla am gestrigen 2. März 2017 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/euurheber.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151604" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/euurheber.jpg" alt="Titelbild: LAN-Kabel vor EU-Flagge by Jana Donat / politik-digital.de, licenced CC BY SA 3.0" width="640" height="339" /></a>Zum Auftakt der Diskussionsreihe zu den Vorschlägen der EU-Urheberrechtsreform luden Wikimedia Deutschland e.V. und Mozilla am gestrigen 2. März 2017 zur Veranstaltung “EU-Urheberrechtsreform erklärt” ein. Thema waren dabei vor allem die hart umstrittenen Artikel 11 und 13 zur Reform des Urheberrechts: das Leistungsschutzrecht und der Upload-Filter.</p>
<p>Die im September 2016 von der europäischen Kommission vorgestellten Reformvorschläge sorgen für viel Aufmerksamkeit. Generell soll das EU-Urheberrecht von 2001 überholt werden. Dies ist dringend notwendig. Anfangs waren vor allem die EU-ParlamentarierInnen noch optimistisch, endlich ein vereinfachtes und an die Zeiten der digitalen Vernetzung angepasstes harmonisiertes Urheberrechtsgesetz zu verabschieden. Mit dem Vorschlag der Kommission machte sich jedoch Ernüchterung breit. Zwar kündigte die Kommission an, Gesetze zu verabschieden, die zum einen mehr Auswahl und leichteren Zugang zu Inhalten über Grenzen hinweg garantieren sollen. Zum anderen sollen die Neuregelungen Verbesserungen im Bereich Bildung und Forschung schaffen und für einen gerechteren Markt für Urheber, Wirtschaft und Presse sorgen soll. Doch die Kritiker weisen auf schwerwiegende Probleme und Schwächen hin. Zum einen geht es um die Einführung des umstrittenen Leistungsschutzrechts, zum anderen auch um die Forderung nach sogenannten Upload-Filter.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese standen auch auf der gestrigen Auftaktveranstaltung “EU-Urheberrechtsreform erklärt” im Mittelpunkt. Nach drei kurzen Inputs ging es in kleineren Expertenrunden um eine Vertiefung der Diskussion über die Urheberrechtsreform. Der Rechtsanwalt und Publizist bei iRights.info, Till Kreutzer, widmete sich dem Artikel 11 zum Leistungsschutz. EU-Parlamentsabgeordnete Julia Reda erklärte, worum es bei Upload-Filtern aus Artikel 13 geht und John Weitzmann, Referent bei Wikimedia Deutschland e.V., wies auf die fehlende Panoramafreiheit in den Reformvorschlägen hin. </span></p>
<p>Zunächst geht es in Artikel 11 um das Leistungsschutzrecht. Dabei geht es grob verkürzt daraum, dass Verlage von Suchmaschinen-Betreibern Geld für die Textausschnitte erhalten wollen, die bei einer Suche angezeigt werden. Nach Auffassung der Verlage verdienen die Suchmaschinen-Betreiber mit der Werbung auf ihren Seiten Geld, das in Teilen den Verlagen zusteht, weil diese für die angezeigten Inhalte sorgen. Gegner des Leistungsschutzrechts sind der Ansicht, dass die Suchmaschinen die Leser erst auf die Artikel aufmerksam machen und weisen darauf hin, dass es den Verlagen freisteht, ihre Artikel nicht für die Suchmaschinen sichtbar zu machen.</p>
<p>Was in Spanien und Deutschland kläglich scheiterte, soll nun auf EU-Ebene erneut versucht werden. Mit einer Ergänzung: das Leistungsschutzrecht solle nun alle betreffen. In den Reformvorschlägen geht es nicht allein um die Unternehmen (wie beispielsweise in Deutschland), denn in den Vorschlägen sind die Betroffenen nicht explizit definiert. Im Umkehrschluss betrifft es alle. Das hat tiefgreifende Folgen. Denn wenn die Reformen in Kraft treten, könnten damit beispielsweise auch Posts von Privatpersonen auf Facebook in den Fokus geraten. Denn selbste kleinste Ausschnitte aus Artikeln zu posten würde rechtswidrig sein. Unter dem Motto <a href="https://savethelink.org/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Save the Link”</a> hat eine Initiative von parteiübergreifenden EU-Parlamentariern auf diese Problematik aufmerksam gemacht.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Artikel 13 befasst sich mit dem sogenannten Upload-Filtern. Was Google und Youtube schon einsetzen, soll den Reformvorschlägen nach nun auch alle anderen Host-Plattformen betreffen. Das ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Ursprünglich hatte der damalige Digitalkommissar Oettinger mit dem Gesetz vor allem die Musikindustrie schützen wollen. Artikel 13 betrifft aber viel mehr als nur die Musikindustrie. Auch Diskussionsforen, Wikipedia und Fotowebseiten würden davon betroffen sein, auch solche, die bis dato keine Probleme mit urheberrechtswidrigen Beiträgen haben. Die Kommission hat sich bislang auch nicht dazu geäußert, ob auch Creative-Commons-Werke davon betroffen sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein grundlegendes Problem der Upload-Filter verdeutlichte Reda an Beispielen auf Facebook und Youtube: Filter sind bis jetzt noch nicht in der Lage, aus einem Kontext heraus Entscheidungen zur Legalität eines Beitrags zu treffen. Müssten Plattformen dafür haften, was auf ihrer Plattform präsentiert wird, wird der Filter so programmiert werden, dass eher mehr als weniger aussortiert wird. Dies kann schwerwiegende Folgen wie die Verletzung elementarer Werte unserer Gesellschaft haben. Stichwort: Meinungsfreiheit und Demokratie.</span></p>
<p>Was bis dato noch nicht in den Reformen thematisiert wurde, aber auf der Veranstaltung zur Sprache kam, ist das Thema Panoramafreiheit. Dabei geht es um die Kunst im Öffentlichen Raum. In Deutschland gilt die Panoramafreiheit; das bedeutet, dass alle Gebäude und jede Kunst, die im öffentlichen Raum ausgestellt ist, fotografiert werden darf ohne dass der Urheber um Erlaubnis gefragt werden muss. In der EU gibt es zu dem Thema insgesamt 28 rechtliche Regelungen. Als Beispiel wurde Frankreich angeführt. Dort ist es erlaubt, den Eiffelturm bei Tag zu fotografieren, doch ist seine nächtliche Lasershow urheberrechtlich geschützt. Des weiteren wurden ein paar Beispiele gezeigt, wie Deutschland ohne Panoramafreiheit aussehen würde:</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/urheber.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151602" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/urheber.png" alt="Titelbild: Vortrag von John Weitzmann über Panoramafreiheit” von Lina Carnap / politik-digital.de, licenced CC BY SA 3.0" width="649" height="376" /></a></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nun muss die Debatte in die Öffentlichkeit getragen werden, da sie die Bürger direkt betrifft. Die Redner der gestrigen Veranstaltung  gehen davon aus, dass die Reformvorschläge in ihrer jetzigen Form nicht verabschiedet werden. Denn es mehren sich kritische Stimmen, die noch Änderungsbedarf sehen. Doch es zeichnet sich ab, dass eine umfassende und zufriedenstellende Reform nur schwer zu bewerkstelligen sein wird. Das letzte Gesetz stammt nämlich aus dem Jahr 2001 und in den 16 Jahren hat sich viel in Sachen digitaler Vernetzung getan und eher wenig in Sachen Urheberrecht. Auch wenn es bis zu einem klug reformierten EU-Urheberrecht noch ein weiter Weg ist,</span> zeigten sich die Vortragenden insgesamt optimistisch, dass dies im Trilog gelingen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Europaflagge von <a href="http://politik-digital.de/user/jdonat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jana Donat</a>/<a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<p>Veranstaltungsfoto: Vortrag von John Weitzmann über Panoramafreiheit” von <a href="http://politik-digital.de/user/lcarnap/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lina Carnap</a>/politik-digital.de, licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-630x110.png" alt="cc-lizenz-630x11011" width="453" height="79" /></a></p>
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		<title>Kommt jetzt endlich der europäische digitale Binnenmarkt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2015 13:27:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitaler Binnenmartk]]></category>
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					<description><![CDATA[Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/world-the-andras-barta-cc0-via-pixabay.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148839 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/world-the-andras-barta-cc0-via-pixabay.jpg" alt="Europa vernetzt von the andreas barta cc0 via Bixabay" width="640" height="280" /></a>Geoblocking, Datenschutz, Urheberrecht. Dies sind nur einige digitale Themen, die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aktuell beschäftigen. Um auch endlich im digitalen Bereich einen europäischen Binnenmarkt umzusetzen, hat die EU-Kommission nun ihre lang erwartete Digitalstrategie vorgestellt. Eine Übersicht über die geplanten Initiativen.</p>
<p>Der Europäische Binnenmarkt garantiert den Mitgliedsstaaten und ihren BürgerInnen den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen. Ausgenommen davon war bisher die Digitalwirtschaft. EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hat schon länger die Einführung eines „Europäischen Digitalen Binnenmarktes“ gefordert. Die Umsetzung dieser Forderung scheint nun mit der lang erwarteten <a href="http://europa.eu/rapid/press-release_IP-15-4919_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Strategie der EU-Kommission</a> zu erfolgen, die der Kommissar gestern gemeinsam mit dem Kommissions-Vizepräsidenten und -Kollegen Andrus Ansip in Brüssel vorgestellt hat.</p>
<h3>Ambitionierte Ziele: Reform des Urheberrechts, Verbraucherschutzes und Geoblockings</h3>
<p>Ziel der Strategie ist ein europaweit einheitlicher Markt ohne Schranken. Dies sollen 16 Initiativen ermöglichen, die bis Ende 2016 angestoßen werden sollen. Ein Schwerpunkt des vorgestellten Papiers bildet das Urheberrecht. Es soll bis Ende 2015 so harmonisiert werden, dass legal erworbene digitale Daten europaweit genutzt werden können. Auch das umstrittene Geoblocking, einer der Gründe für die bislang schwierige Reformierung des Urheberrechts, hat Einzug in das Strategiepapier gefunden. Beim Geoblocking handelt es sich um länderspezifische Inhaltssperren im Internet: So können etwa Videos oder Musik aus Lizenzgründen in anderen EU-Staaten nicht angeboten werden. Über dessen Abschaffung hatten sich die beiden Kommissare Ansip und Oettinger zuvor <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Digitalkommissar-Oettinger-gegen-rasche-Abschaffung-von-Geoblocking-2587481.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">noch heftig gestritten.</a> Nun wolle man nur noch gegen „ungerechtfertigtes“ Geoblocking vorgehen. Dies sei nicht nur häufig beim Urheberrecht anzutreffen, sondern auch beim E-Commerce.</p>
<p>Die Onlinewirtschaft soll durch eine europaweite Angleichung des Verbraucherschutzes unterstützt werden. Unterschiedliche Regeln in den einzelnen EU-Ländern gelten als ein Haupthindernis für den internationalen Onlinehandel. Darüber hinaus wolle man die Datenschutzrichtlinien kritisch begutachten und bis Ende 2015 an das Zeitgeschehen anpassen. Konkrete Maßnahmen werden jedoch nicht genannt. Weiterhin soll eine Reform der Telekommunikationsvorschriften mit Blick auf die Frequenzzuteilung vorangetrieben und ein zeitgemäßer Rechtsrahmen für audiovisuelle Medien gestaltet werden. Dies kann als <a href="http://politik-digital.de/eu-kommission-gegen-google-worum-gehts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampfansage</a> der Kommission an die großen Internetplattformen wie Google und Facebook gewertet werden. Denn man wolle die Rolle von Suchmaschinen und sozialen Medien im Markt kritisch beobachten und analysieren, ob deren Praxis von geltendem Wettbewerbsrecht gedeckt sei.</p>
<p>Weitere Vorstöße drängen auf mehr Cybersicherheit und den verstärkten Kampf gegen illegale Inhalte im Internet, andere auf die Bestrebungen, das E-Government mit einem neuen Aktionsplan voranzubringen. Auch die Bereiche E-Health und Umwelt sollen unter digitalen Aspekten weiterentwickelt werden. In diesen Punkten bleibt das Initiativenpapier jedoch sehr vage. Bisher gibt es dafür lediglich die Ankündigung. Auch wie man eine Reform des Urheberrechts, die zuvor bereits mehrmals gescheitert ist, umsetzen möchte, geht aus dem Strategiepapier nicht hervor.</p>
<h3>Kritik: Zu schwamming formuliert und kein Wort zur Massenüberwachung</h3>
<p>Kritik gibt es deshalb bereits aus Politik und Gesellschaft. Die <a href="https://edri.org/digital-single-market-will-citizens-be-at-the-centre-of-the-commissions-plans/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi)</a> beispielsweise kritisierte, dass von den großen Ankündigungen wenig übrig geblieben sei und es einige ernsthafte Bedenken gebe. Unmutsäußerungen gibt es auch aus dem Europaparlament. So hält <a href="http://www.tagesschau.de/inland/urheberrecht-101.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julia Reda</a>, Abgeordnete der Piratenpartei, das Urheberrecht für vollkommen veraltet, auch gehen ihr die vorgelegten Initiativen nicht weit genug. Beim Geoblocking seien nur bezahlte Dienste ins Visier genommen worden. Kostenlose Dienste wie YouTube würden gar nicht berücksichtigt. <a href="http://taz.de/Digitalwirtschaft-auf-der-republica/!159465/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Kritik</a> gibt es dafür, dass im gesamten Dokument kein einziges Mal auf die digitale Massenüberwachung von Geheimdiensten wie der NSA oder dem BND eingegangen wird.</p>
<p>Bild<a href="https://pixabay.com/en/world-europe-map-connections-1264062/">:TheAndrasBarta CC0 via Pixabay</a></p>
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<div class="attribution-info"></div>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Online für Europa: Die MdEPs in den sozialen Netzwerken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Werlitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2014 11:40:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 25. Mai wurde das Europäische Parlament neu gewählt. Auch in den Reihen der deutschen VertreterInnen wurde rund ein Drittel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/MEP_Online.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-140477" alt="MEP_Online" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/MEP_Online.png" width="640" height="324" /></a>Am 25. Mai wurde das Europäische Parlament neu gewählt. Auch in den Reihen der deutschen VertreterInnen wurde rund ein Drittel der Mandate neu besetzt, noch dazu von einer größeren Zahl an Parteien. Der Hamburger Wahlbeobachter und Politikberater Martin Fuchs hat sich die Aktivitäten der deutschen MdEPs im sozialen Netz zu Beginn der neuen Legislaturperiode angesehen und stellt erhöhte Aktivitäten fest.<br />
Auch nach den Neuwahlen des europäischen Parlaments im Mai diesen Jahres sind es die üblichen Verdächtigen, die im sozialen Netz auf sich aufmerksam machen: so zum Beispiel Netzpolitiker <a href="https://twitter.com/JanAlbrecht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Philipp Albrecht</a> von den Grünen oder Piratenpolitikerin <a href="https://twitter.com/Senficon" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julia Reda</a>. Letztere zählt außerdem zu den 31 neuen deutschen ParlamentarierInnen und zudem zu einer der acht neu vertretenen Parteien aus Deutschland im Straßburger Parlament. Die sozialen Medien sind hingegen längst nicht mehr Alleinstellungsmerkmal der Netzpartei: 95,8 Prozent der MdEPs sind mittlerweile im Web 2.0 angekommen.<br />
Dies <a href="http://bit.ly/SocialMediaMEP" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ergab eine Recherche</a> des Hamburger Wahlbeobachters Martin Fuchs zur Social Media-Präsenz der deutschen Europapolitiker. Unter Verwendung des <a href="https://pluragraph.de/categories/mep/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social-Media-Analyse-Portals Pluragraph.de</a> wertete der Kommunikationsexperte die Aktivitäten der deutschen Europaparlamentarier quantitativ aus und stellte dabei eine steigende Tendenz fest.<br />
Mit 92 von 96 Abgeordneten sei die Nutzung entsprechender Dienste im Vergleich zur vergangenen Legislaturperiode um 1,8 Prozentpunkte gestiegen. Insbesondere Facebook (94 Prozent) setzt sich demnach unter den VolksvertreterInnen mehr und mehr durch. Hier lässt sich mit 20,8 Prozentpunkten auch die größte Zunahme an neuen Facebook-Fanseiten verzeichnen.<br />
Spitzenreiter sind hier die Vertreter von SPD und Grünen. Aber auch die Onlinedienste Twitter (65 Prozent) und YouTube (53 Prozent) werden von einer Mehrzahl der Abgeordneten genutzt. Besonders aktiv im Zwitschern zeigen sich die Abgeordneten von FDP und Grünen. Das Online-Engagement trifft indes durchaus auf Resonanz: Mit durchschnittlich 5.689 Facebook-Fans und 3.966 Twitter-Followern kommen die Europaabgeordneten nämlich auf eine ordentliche Reichweite.<br />
Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/jasonahowie/8583949219" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr/Jason Howie</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a>)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Netzpolitischer Einspruch &#8211; Julia Reda (Piraten)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzpolitischer-einspruch-julia-reda-piraten-138014/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Reda]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2014 16:14:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada steht kurz vor dem Abschluss. Geheim gehaltene Dokumente kamen in den letzten Jahren an die Öffentlichkeit und lösten Spekulationen über das Ergebnis der Verhandlungen aus. Julia Reda sieht durch das Abkommen den freien Austausch von Wissen und Kultur über das Internet bedroht. Sie kritisiert den Ausschluss der Öffentlichkeit und die fehlende parlamentarische Kontrolle. Bis ein zeitgemäßes Urheberrecht entwickelt ist, fordert sie die Verhandlungen auszusetzen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Nächste Woche gehen die Verhandlungen über TTIP, das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA, in die nächste Runde. Proteste der Zivilgesellschaft gegen enthaltene Regelungen, die es Unternehmen ermöglichen sollen, Schadensersatzansprüche gegen europäische Verbraucherschutzstandards zu erheben, haben die Europäische Kommission bereits bewogen, Teile der Verhandlungen zu verzögern. Kurz vor dem Abschluss stehen derweil die Verhandlungen über ein ähnliches Abkommen mit Kanada, das auf den Namen &#8220;Comprehensive Economic and Trade Agreement&#8221; (CETA) hört.<br />
Die Piratenpartei hat <a href="https://www.piratenpartei.de/2014/02/28/ceta-piraten-leaken-geheime-dokumente-aus-eu-freihandelsabkommen-mit-kanada/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geheimdokumente über den Verhandlungsstand von CETA veröffentlicht</a>, die belegen: Das geplante Abkommen enthält ebenfalls die umstrittenen Klagerechte für Unternehmen gegen Staaten – ganze 71 Seiten sind dem Thema &#8220;Investor-State Dispute Settlement&#8221; gewidmet, wie aus dem geleakten Inhaltsverzeichnis des Vertragstextes hervorgeht. Mit dem vollständig vorliegenden Kapitel zu Immaterialgüterrechten bedroht CETA außerdem den freien Austausch von Wissen und Kultur über das Internet. Die Enthüllungen über CETA geben einen Vorgeschmack darauf, was uns mit TTIP blühen wird. Die Handelsabkommen werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne parlamentarische Kontrolle verhandelt. Sie schränken Grundrechte und den Spielraum für politische Gestaltung immer weiter ein und entwickeln sich deswegen zunehmend zu einer Gefahr für die Demokratie.<br />
Am relativ weitgehenden deutschen Urheberrecht würde sich durch das nun bekannt gewordene CETA-Kapitel nicht viel ändern. Aber CETA droht, das bestehende Urheberrecht in Stein zu meißeln, indem es Regelungen in einem internationalen Vertrag versteckt, der sich dann nicht ohne Weiteres mehr aufkündigen lässt. Dass die EU bislang wenig getan hat, um das Urheberrecht an das 21. Jahrhundert anzupassen, merken Internetnutzerinnen und -nutzer jeden Tag. Sei es, dass ein Großteil von Youtube-Videos immer noch &#8220;in deinem Land nicht verfügbar&#8221; ist, dass Dienste für legales Video- und Musikstreaming wenn überhaupt nur mit erheblicher Verzögerung an den Start gehen können oder dass es in manchen europäischen Ländern nicht einmal erlaubt ist, bestimmte Gebäude zu fotografieren und ins Netz zu stellen. Eine ganze Generation wird durch die Verfolgung von Filesharing und dem kreativen Umgang mit digitaler Kultur kriminalisiert, während die Möglichkeiten des Internets, allen Menschen freien Zugang zum Wissensschatz der Welt zu gewähren, unnötig behindert werden.<br />
Dabei hat die Europäische Kommission bereits erkannt, dass das Urheberrecht, wie wir es jetzt haben, nicht mehr zeitgemäß ist. Aus diesem Grund hat sie eine Anhörung gestartet, in der alle interessierten Personen einen Fragenkatalog zu nötigen Reformen des europäischen Urheberrechts beantworten konnten. Diese Antworten sollen die Grundlage für die Entscheidung über eine europäische Urheberrechtsreform bilden, die die Kommission noch für dieses Jahr angekündigt hat. Die Anhörung lief über drei Monate, heute endet die Frist. Tausende haben die Chance genutzt, der Kommission ihre Wünsche für eine Urheberrechtsreform mitzuteilen. Sie beweisen damit, dass sie nicht nur an Protest – wie gegen das 2012 gescheiterte Handelsabkommen ACTA – interessiert sind, sondern eine konstruktive Verbesserung des geltenden Urheberrechts erwirken wollen. Die Kommission täte gut daran, eine solch überwältigende politische Beteiligung aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und die Urheberrechtsreform endlich anzugehen. Stattdessen werden mit CETA, TTIP und co. weitere internationale Verpflichtungen eingegangen, die eine europäische Urheberrechtsreform erschweren. Wenn diese Abkommen, wie bei CETA und TTIP geplant, Unternehmen aus der Unterhaltungsindustrie auch noch die Möglichkeit zur Schadensersatzklage gegen Gesetze geben, von denen diese Umsatzeinbußen befürchten, ist klar, dass das Allgemeinwohl bei künftigen Reformen zu kurz kommen wird.<br />
In einer Zeit, in der die Zustimmung zur europäischen Politik erodiert, ist es die Pflicht der Kommission, die Interessen der Bevölkerung vor die der Konzerne zu stellen. Die erfolgreichen Proteste gegen ACTA hätten zu Mindeststandards für Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten bei der Aushandlung internationaler Abkommen führen müssen. Stattdessen ist die Kommission im Begriff, die Fehler der Vergangenheit bei CETA und TTIP zu wiederholen. Die laufenden Verhandlungen müssen ausgesetzt, der bisherige Verhandlungsstand und die daran beteiligten Akteure offengelegt werden. Aus zukünftigen bilateralen Handelsabkommen muss das Urheberrecht ausgeklammert werden, um den Weg für eine mutige Reform freizumachen. Denn das geltende Urheberrecht lähmt die Wissensgesellschaft und führt zu Kollateralschäden für Gesellschaft und Wirtschaft, die kein Handelsabkommen je aufwiegen könnte.<br />
Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/95284782@N06/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">marsmet548</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a>, Portrait: <a href="http://www.flickr.com/photos/piratenpartei/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei Deutschland</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY 2.0)</a><br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/?s=%22netzpolitischer+einspruch%22" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gibt es weitere Beiträge der Reihe “Netzpolitischer Einspruch”</a></strong><br />
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