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	<title>Kandidat &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Kandidat &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Spitzenkandidaten und Wahlerfolg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:41:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Personalisierung - Kompetenz - Parteien: Ein internationaler Vergleich von Dr. Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Augsburg</strong></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Personalisierung &#8211; Kompetenz &#8211; Parteien: Ein internationaler Vergleich von Dr. Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Augsburg<br />
Die Wahlkampfstrategie der Grünen im Bundestagswahlkampf 2002 war genau auf ihren Spitzenkandidaten Joschka Fischer zugeschnitten. Der beliebteste deutsche Politiker lächelte von zahlreichen Plakaten, absolvierte eine Unmenge von Wahlkampfauftritten und witzelte bei Harald Schmidt. Als die ersten Hochrechnungen am Wahlsonntag bekannt wurden, krächzte er mit heiserer Stimme: „Wir haben unser Ziel erreicht!“ Joschkas Partei hatte ein unerhört gutes Ergebnis eingefahren und die Berichterstatter waren sich einig, dass das vor allem dem Außenminister zu verdanken sei. Ein Beweis für die totale Personalisierung der Politik?<br />
Frank Brettschneider ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Augsburg und hat darüber ein Buch geschrieben. „Spitzenkandidaten und Wahlerfolg“ wurde allerdings nicht etwa in fünf Tagen verfasst, sondern beschäftigt sich mit mehr als 30 Wahlen im Zeitraum von 1960 bis 2000 in der Bundesrepublik Deutschland, den USA und Großbritannien. Entsprechend gründlich hat Brettschneider auch recherchiert, in wie weit die vorherrschende Meinung der erhöhten Personalisierung im Wahlkampf tatsächlich der Wahrheit entspricht.<br />
<strong>Was ist Personalisierung?<br />
</strong> Was unter „Personalisierung der Politik“ überhaupt zu verstehen ist, variiert von Autor zu Autor. Brettschneider unterscheidet deshalb zwischen Personalisierung in Bezug auf die Wahlkampfführung, die Medienberichterstattung und das Wählerverhalten. „Stellenwert von Kandidatenorientierungen im sozialpsychologischen Modell“ nennt der Wissenschaftler schon seinen ersten Teil. Doch halb so wild, das Modell selbst ist nämlich einfacher zu verstehen als sein Name, Brettschneider modifiziert es auch noch und unterzieht das modifizierte Modell einem Praxistest: Die Parteiidentifikation ist demnach ein langfristiger Faktor, Parteien- und Kandidatenorientierungen sind dagegen kurzfristige Faktoren, zusammen bestimmen sie die letztendliche Wahlentscheidung. Bei der Untersuchung geht es Brettschneider nicht um kurzfristige Trends, sondern um Regelmäßigkeiten. Alles empirisch im zweiten Teil des Buches belegt, versteht sich. Wobei der Autor zugibt, dass die Datenlage äußerst unbefriedigend sei.<br />
<strong>Kandidatenorientierung und Wählerverhalten<br />
</strong> Sein Ergebnis für die „erste Personalisierungsbehauptung“ ist trotzdem deutlich. Sie ist falsch, „Candidate-Voting“ variiert von Wahl zu Wahl und Land zu Land, es gibt keinen längerfristigen Trend. Natürlich hängt die Personalisierung des Wählerverhaltens stark von verschiedensten Bedingungen ab. Bei amerikanischen Präsidentschaftswahlen ist der Kandidat wichtiger als seine Partei. Wenn für die Wähler kaum Unterschiede in den Parteiprogrammen zu erkennen sind, orientieren sie sich stärker an den Kandidaten. Und je weniger sich diese ähneln, desto wichtiger ihre Person für die Wahlentscheidung. Vor allem Wechselwähler neigen zum „Candidate-Voting“, beispielsweise wenn sie den Kandidaten „ihrer“ Partei negativ, seinen Kontrahenten hingegen positiv.<br />
<strong>Wahlkampfführung<br />
</strong> Auch die „zweite Personalisierungsbehauptung“ widerlegt der Professor. Danach seien unpolitische Merkmale für die Beurteilung der Kandidaten in den letzten Jahrzehnten wichtiger geworden. Davon gingen wahrscheinlich auch die Christdemokraten aus, als sie Michael Spreng als Wahlkampfmanager holten und fortan Home-Stories über Edmund Stoiber in Boulevard-Blättern platzierten. Doch nichts dergleichen ist belegt, im Gegenteil. Wähler orientieren sich viel stärker an „Leadership-Qualitäten“ wie Führungsstärke, Entscheidungsfreude und Tatkraft als an Alter, Charme und Ausstrahlung. Weiterhin behauptet Brettschneider, die Wahlkampfführung sei zwar professionalisiert, doch nicht personalisiert worden. Es habe immer mal wieder stärker personalisierte Wahlkämpfe gegeben, wie bei der „Willy-Wahl“ 1972 oder unter Konrad Adenauer. Wenn, dann sei dieser Trend in den USA anzutreffen, dort institutionell bedingt durch die sogenannten „Primaries“. Trotz Fernseh-Wahlkampf und amerikanisierten Methoden stehen bei deutschen Wählern immer noch die Themen im Vordergrund.<br />
<strong>Medienberichterstattung<br />
</strong> Immerhin, in einem Bereich sieht auch Brettschneider die fortschreitende Personalisierung. Die Medienberichterstattung konzentriere sich tatsächlich immer mehr auf die Spitzenkandidaten, und zwar in allen drei untersuchten Ländern. Er bilanziert dies nicht ohne eine ironische Anmerkung. Gerade diejenigen betreiben eine verstärkte Personalisierung, die die „Personalisierung der Politik“ immer stärker beklagen und darin eine Gefahr für die Demokratie befürchten.<br />
Alles in allem ein ziemlich wissenschaftliches Buch, dessen Ergebnisse direkt nach dem Wahlkampf 2002 ein wenig unglaubwürdig wirken.</p>
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		<title>Bleibt alles anders?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:41:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vier Jahre ist sie her, die letzte Bundestagswahl. Am 27. September 1998 kam es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu einem Austausch der kompletten Regierung. Den vorhergehenden Wahlkampf analysiert Knut Bergmann in seinem spannenden Buch &#8222;Der Bundestagswahlkampf 1998 - Vorgeschichte, Strategien, Ergebnis&#8220;.</strong></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Jahre ist sie her, die letzte Bundestagswahl. Am 27. September 1998 kam es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu einem Austausch der kompletten Regierung. Den vorhergehenden Wahlkampf analysiert Knut Bergmann in seinem spannenden Buch „Der Bundestagswahlkampf 1998 &#8211; Vorgeschichte, Strategien, Ergebnis“.<br />
<strong>Machtwechsel 1998: wie kam es dazu?<br />
</strong> Fernsehduell? Dazu hatte der Herausforderer Schröder den Amtsinhaber Kohl aufgefordert. Doch der verzichtete freiwillig, das TV-Duell wurde als „Personality-Show“ abgetan. Das war vor vier Jahren. Am 27. September 1998 kam es auch ohne eine vorhergehende Fernsehdiskussion zu einem Machtwechsel. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hatten Bundestagswahlen den Austausch der kompletten Regierung zur Folge. 16 Jahre lang hatte Helmut Kohl mit einer Koalition aus CDU/CSU und FDP regiert, nun übernahm Gerhard Schröder mit einem Bündnis aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen. So weit, so klar. Bleibt nur eine Frage: wie konnte es dazu kommen?<br />
Knut Bergmann hat die Antwort auf diese Frage zum Thema seiner Dissertation gemacht. 377 Seiten und 10 Kapitel lang ist sein Erklärungsversuch. Dabei konzentriert er sich vor allem auf die beiden großen Parteien CDU und SPD und fasst die „kleinen“ Parteien in einem Kapitel zusammen. Bergmann untersucht Kandidaten, Kampagnen und Koalitionsstrategien, analysiert den Einfluss der Landespolitik und den der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf die Bundestagswahl. Schließlich geht er auf die angebliche „Amerikanisierung“ des Wahlkampfes und das endgültige Ergebnis ein.<br />
<strong>Kandidatenkampf und Strategiepläne bei den großen Parteien<br />
</strong> Was nach langweiliger wissenschaftlicher Arbeit klingt, liest sich wie ein spannender Krimi. Kohl ist geköpft, Schröder hat gesiegt. Detektiv Bergmann begibt sich auf Spurensuche. Chronologisch wird der Prozess aufgerollt. Wir erinnern uns beispielsweise an Lafontaine und Schröder und die „Strategie der späten Entscheidung“ der SPD. Die Landtagswahlen in Niedersachsen hatte Schröder selbst als Plebiszit über die Kanzlerkandidatur definiert. Er siegt, Lafontaine zieht zurück. In einer Fußnote zitiert Bergmann einen Kommentar Schröders zum Messerattentat auf Lafontaine während des Bundestagswahlkampfes. Dieses habe ihm in Niedersachsen zwei Prozent mehr an Wahlstimmen gebracht.<br />
Auf Seiten der CDU konkurrieren der „Kronprinz“ Wolfgang Schäuble mit dem Endlos-Bundeskanzler Kohl. Während die SPD eine erstaunliche Kommunikationsdisziplin an den Tag legt, gibt es bei der Union bis zuletzt Spekulationen und Diskussionen um die Kandidatur. Schuld am „Bild der Uneinigkeit“ sei letztlich die Tatsache, zu Kohl keine wirkliche Alternative zu haben, so Bergmann (44).<br />
Schröder will mit der SPD an die Macht, die CDU und vor allem der Vorsitzende Kohl hat zu viel davon. Daraus lassen sich die Strategien der Parteien logisch ableiten. Die SPD greift an. Sie will sich als „Markenprodukt“ (53) verkaufen, setzt auf die Begriffe „Innovation“, „Gerechtigkeit“ und „Neue Mitte“. Bergmann: „Die SPD setzt ihre langfristig angelegte Strategie sehr konsequent um.“ (79) Genau das Gegenteil ist bei der Union der Fall. Sie lässt sich in die Defensive drängen und schafft es nicht einmal, sich auf einen Minimalkonsens zu einigen. „Erkennbar wird eine Art parallele Wahlkampfführung des Bundeskanzleramtes und der Parteizentrale“ (103).<br />
Weder CDU noch SPD nutzen das Internet als effektives Kommunikationsinstrument. Während es die Sozialdemokraten noch nicht einmal zu einer eigenen Kandidatenhomepage schaffen, umfasst das Webangebot der Konkurrenz immerhin eine Reihe von Chats in der heißen Schlussphase. Trotzdem, 1998 kann von „Internet-Wahlkampf“ keine Rede sein.<br />
<strong>Wer koaliert mit wem und was machen die „kleinen“ Parteien?<br />
</strong> Sehr opportun auch die koalitionspolitische Lage der Sozialdemokraten. Sie geben sich als „Hahn im Korb“ und halten sich alle Optionen offen (128). Die CDU hingegen befindet sich in einem „koalitionspolitischen Dilemma“: die FDP bleibt nach wie vor einziger potenzieller Koalitionspartner. Diese „alternativlose Bindung“ macht eine Disziplinierung der Liberalen unmöglich.(134).<br />
Der große Coup gelingt der SPD mit der „Kampa“, der eigenständigen Wahlkampfzentrale. Die hat Symbolwert nach außen wie nach innen, wird selbst Gegenstand zahlreicher Medienberichte und unterstreicht somit das neue Image der Sozialdemokraten. (144) Wie bei der Strategie, so fehlt es auch bei der Wahlkampf-Organisation der Christdemokraten an einer einheitlichen Linie. Hier sieht Bergmann sogar eine Dreiteilung in Bundeskanzleramt, CDU-Bundesgeschäftsstelle und Bundestagsfraktion (165).<br />
„Bündnis 90/Die Grünen oder der Versuch, regierungsfähig zu werden“ überschreibt der Autor das Kapitel über den Wahlkampf der grünen Partei (167). Für ihn überwiegen die negativen Aspekte wie mangelnde Disziplin und Konflikte zwischen realpolitischen und fundamentalistisch orientierten Parteimitgliedern. Der Kardinalfehler unterläuft den Grünen mit der Forderung nach einem Benzinpreis von fünf D-Mark. Unter schwierigen Bedingungen – „beschränkte finanzielle Mittel, lange Regierungszeit, geringes Profil des Spitzenpersonals (…)“ &#8211; starten die Liberalen in den Wahlkampf (205). Der geht zum Teil auch gegen den eigenen Koalitionspartner CDU und wird von Bergmann insgesamt durchaus positiv bewertet. Auch die PDS steckt ´98 in einem „doppelten Dilemma“: bleibt sie in der Fundamentalopposition oder wird sie koalitionsfähig, und bleibt sie Regionalpartei oder dehnt sie sich gen Westen aus? Dem entkommt sie nicht, im Gegenteil. Das Scheitern vor Augen zieht sie sich auf halbem Wege nach Osten zurück (223).<br />
<strong>Der Einfluss der Landtagswahlen und das absolut dominante Problem „Arbeitslosigkeit“<br />
</strong> Einzig die Landtagswahlen in Niedersachsen können als voller Erfolg für die Sozialdemokraten gewertet werden. Schon eine halbe Stunde nach der ersten Hochrechnung verkündet der SPD-Bundesgeschäftsführer Münterfering die Kanzlerkandidatur Schröders vor den Medien (243). Ein strategischer Fehler unterläuft der SPD dagegen bei der Entscheidung zur Fortsetzung des „Magdeburger Modells“ nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (253), bilanziert Bergmann. Auch die vorhergegangene Hamburger Bürgerschaftswahl wird als „totaler Flop“ für die SPD bezeichnet. In Bayern triumphiert die CSU unter Ministerpräsident Stoiber. Schröder geht gelassen auf Distanz und lässt sich von dem Ergebnis der bayrischen Landtagswahl nicht irritieren (269).<br />
Im Gegensatz dazu ist der Einfluss der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf die Wahlentscheidung der Deutschen riesig. Der SPD wird mehr Kompetenz in Sachen Wirtschaftspolitik zugeschrieben als der unionsgeführten Bundesregierung. Die Forschungsgruppe Wahlen sieht in dem Problem „Arbeitslosigkeit“ einen entscheidenden Faktor für die Wahlniederlage der CDU. Die Sozialdemokraten bauen auf Gefühle der sozialen Verunsicherung und Benachteiligung in der Bevölkerung und treffen mit dem Stichwort „Gerechtigkeitslücke“ den Nagel auf den Kopf. Die SPD weiß auszunutzen, dass mit dem „absolut dominanten Problem Arbeitslosigkeit“ die „Wirtschaftslage zu einem Faktor der Wahlentscheidung“ wird (300).<br />
<strong>Weder „Amerikanisierung“ noch erhöhte „Personalisierung“<br />
</strong> Abschließend räumt Bergmann noch mit zwei Thesen auf, die gerne in den Medien verbreitet werden. Weder sei ein Phänomen der „Amerikanisierung“ noch das der erhöhten „Personalisierung“ festzustellen. Vielmehr handele es sich um eine modernisierte Wahlkampfführung und der Grad der Personalisierung im Bundestagswahlkampf 1998 sei „nicht höher als in vergangenen Kampagnen“ (329).<br />
Spaß macht die Lektüre vor allem vor dem Hintergrund des laufenden Wahlkampfes. Denn bald ist man geneigt, die bisher geschehenen Ereignisse selbständig in die Kapitel einzuordnen und sich somit – logisch – ein Ergebnis herzuleiten. „Machtwechsel sind normalerweise nur dann möglich, wenn der potenzielle Nutzen eines Regierungswechsels die potenziellen Kosten deutlich übertrifft“ (338) und „der Wahlsieg der SPD war keinesfalls mittels eines Wunder-Wahlkampfes herbeigezaubert“ (344), meint Knut Bergmann. Wie sieht das im Bundestagswahlkampf 2002 aus? Ein Kapitel dieses Buches wird erst am 22. September geschrieben.<br />
(Seitenzahlen in Klammern)</p>
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		<title>Spitzenkandidaten und Wahlerfolg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/spitzenkandidaten_und_wahlerfolg-25/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:41:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Personalisierung - Kompetenz - Parteien: Ein internationaler Vergleich von Dr. Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Augsburg</strong></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Personalisierung &#8211; Kompetenz &#8211; Parteien: Ein internationaler Vergleich von Dr. Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Augsburg<br />
Die Wahlkampfstrategie der Grünen im Bundestagswahlkampf 2002 war genau auf ihren Spitzenkandidaten Joschka Fischer zugeschnitten. Der beliebteste deutsche Politiker lächelte von zahlreichen Plakaten, absolvierte eine Unmenge von Wahlkampfauftritten und witzelte bei Harald Schmidt. Als die ersten Hochrechnungen am Wahlsonntag bekannt wurden, krächzte er mit heiserer Stimme: „Wir haben unser Ziel erreicht!“ Joschkas Partei hatte ein unerhört gutes Ergebnis eingefahren und die Berichterstatter waren sich einig, dass das vor allem dem Außenminister zu verdanken sei. Ein Beweis für die totale Personalisierung der Politik?<br />
Frank Brettschneider ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Augsburg und hat darüber ein Buch geschrieben. „Spitzenkandidaten und Wahlerfolg“ wurde allerdings nicht etwa in fünf Tagen verfasst, sondern beschäftigt sich mit mehr als 30 Wahlen im Zeitraum von 1960 bis 2000 in der Bundesrepublik Deutschland, den USA und Großbritannien. Entsprechend gründlich hat Brettschneider auch recherchiert, in wie weit die vorherrschende Meinung der erhöhten Personalisierung im Wahlkampf tatsächlich der Wahrheit entspricht.<br />
<strong>Was ist Personalisierung?<br />
</strong> Was unter „Personalisierung der Politik“ überhaupt zu verstehen ist, variiert von Autor zu Autor. Brettschneider unterscheidet deshalb zwischen Personalisierung in Bezug auf die Wahlkampfführung, die Medienberichterstattung und das Wählerverhalten. „Stellenwert von Kandidatenorientierungen im sozialpsychologischen Modell“ nennt der Wissenschaftler schon seinen ersten Teil. Doch halb so wild, das Modell selbst ist nämlich einfacher zu verstehen als sein Name, Brettschneider modifiziert es auch noch und unterzieht das modifizierte Modell einem Praxistest: Die Parteiidentifikation ist demnach ein langfristiger Faktor, Parteien- und Kandidatenorientierungen sind dagegen kurzfristige Faktoren, zusammen bestimmen sie die letztendliche Wahlentscheidung. Bei der Untersuchung geht es Brettschneider nicht um kurzfristige Trends, sondern um Regelmäßigkeiten. Alles empirisch im zweiten Teil des Buches belegt, versteht sich. Wobei der Autor zugibt, dass die Datenlage äußerst unbefriedigend sei.<br />
<strong>Kandidatenorientierung und Wählerverhalten<br />
</strong> Sein Ergebnis für die „erste Personalisierungsbehauptung“ ist trotzdem deutlich. Sie ist falsch, „Candidate-Voting“ variiert von Wahl zu Wahl und Land zu Land, es gibt keinen längerfristigen Trend. Natürlich hängt die Personalisierung des Wählerverhaltens stark von verschiedensten Bedingungen ab. Bei amerikanischen Präsidentschaftswahlen ist der Kandidat wichtiger als seine Partei. Wenn für die Wähler kaum Unterschiede in den Parteiprogrammen zu erkennen sind, orientieren sie sich stärker an den Kandidaten. Und je weniger sich diese ähneln, desto wichtiger ihre Person für die Wahlentscheidung. Vor allem Wechselwähler neigen zum „Candidate-Voting“, beispielsweise wenn sie den Kandidaten „ihrer“ Partei negativ, seinen Kontrahenten hingegen positiv.<br />
<strong>Wahlkampfführung<br />
</strong> Auch die „zweite Personalisierungsbehauptung“ widerlegt der Professor. Danach seien unpolitische Merkmale für die Beurteilung der Kandidaten in den letzten Jahrzehnten wichtiger geworden. Davon gingen wahrscheinlich auch die Christdemokraten aus, als sie Michael Spreng als Wahlkampfmanager holten und fortan Home-Stories über Edmund Stoiber in Boulevard-Blättern platzierten. Doch nichts dergleichen ist belegt, im Gegenteil. Wähler orientieren sich viel stärker an „Leadership-Qualitäten“ wie Führungsstärke, Entscheidungsfreude und Tatkraft als an Alter, Charme und Ausstrahlung. Weiterhin behauptet Brettschneider, die Wahlkampfführung sei zwar professionalisiert, doch nicht personalisiert worden. Es habe immer mal wieder stärker personalisierte Wahlkämpfe gegeben, wie bei der „Willy-Wahl“ 1972 oder unter Konrad Adenauer. Wenn, dann sei dieser Trend in den USA anzutreffen, dort institutionell bedingt durch die sogenannten „Primaries“. Trotz Fernseh-Wahlkampf und amerikanisierten Methoden stehen bei deutschen Wählern immer noch die Themen im Vordergrund.<br />
<strong>Medienberichterstattung<br />
</strong> Immerhin, in einem Bereich sieht auch Brettschneider die fortschreitende Personalisierung. Die Medienberichterstattung konzentriere sich tatsächlich immer mehr auf die Spitzenkandidaten, und zwar in allen drei untersuchten Ländern. Er bilanziert dies nicht ohne eine ironische Anmerkung. Gerade diejenigen betreiben eine verstärkte Personalisierung, die die „Personalisierung der Politik“ immer stärker beklagen und darin eine Gefahr für die Demokratie befürchten.<br />
Alles in allem ein ziemlich wissenschaftliches Buch, dessen Ergebnisse direkt nach dem Wahlkampf 2002 ein wenig unglaubwürdig wirken.</p>
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		<title>Bleibt alles anders?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:41:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vier Jahre ist sie her, die letzte Bundestagswahl. Am 27. September 1998 kam es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu einem Austausch der kompletten Regierung. Den vorhergehenden Wahlkampf analysiert Knut Bergmann in seinem spannenden Buch &#8222;Der Bundestagswahlkampf 1998 - Vorgeschichte, Strategien, Ergebnis&#8220;.</strong></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Jahre ist sie her, die letzte Bundestagswahl. Am 27. September 1998 kam es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu einem Austausch der kompletten Regierung. Den vorhergehenden Wahlkampf analysiert Knut Bergmann in seinem spannenden Buch „Der Bundestagswahlkampf 1998 &#8211; Vorgeschichte, Strategien, Ergebnis“.<br />
<strong>Machtwechsel 1998: wie kam es dazu?<br />
</strong> Fernsehduell? Dazu hatte der Herausforderer Schröder den Amtsinhaber Kohl aufgefordert. Doch der verzichtete freiwillig, das TV-Duell wurde als „Personality-Show“ abgetan. Das war vor vier Jahren. Am 27. September 1998 kam es auch ohne eine vorhergehende Fernsehdiskussion zu einem Machtwechsel. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hatten Bundestagswahlen den Austausch der kompletten Regierung zur Folge. 16 Jahre lang hatte Helmut Kohl mit einer Koalition aus CDU/CSU und FDP regiert, nun übernahm Gerhard Schröder mit einem Bündnis aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen. So weit, so klar. Bleibt nur eine Frage: wie konnte es dazu kommen?<br />
Knut Bergmann hat die Antwort auf diese Frage zum Thema seiner Dissertation gemacht. 377 Seiten und 10 Kapitel lang ist sein Erklärungsversuch. Dabei konzentriert er sich vor allem auf die beiden großen Parteien CDU und SPD und fasst die „kleinen“ Parteien in einem Kapitel zusammen. Bergmann untersucht Kandidaten, Kampagnen und Koalitionsstrategien, analysiert den Einfluss der Landespolitik und den der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf die Bundestagswahl. Schließlich geht er auf die angebliche „Amerikanisierung“ des Wahlkampfes und das endgültige Ergebnis ein.<br />
<strong>Kandidatenkampf und Strategiepläne bei den großen Parteien<br />
</strong> Was nach langweiliger wissenschaftlicher Arbeit klingt, liest sich wie ein spannender Krimi. Kohl ist geköpft, Schröder hat gesiegt. Detektiv Bergmann begibt sich auf Spurensuche. Chronologisch wird der Prozess aufgerollt. Wir erinnern uns beispielsweise an Lafontaine und Schröder und die „Strategie der späten Entscheidung“ der SPD. Die Landtagswahlen in Niedersachsen hatte Schröder selbst als Plebiszit über die Kanzlerkandidatur definiert. Er siegt, Lafontaine zieht zurück. In einer Fußnote zitiert Bergmann einen Kommentar Schröders zum Messerattentat auf Lafontaine während des Bundestagswahlkampfes. Dieses habe ihm in Niedersachsen zwei Prozent mehr an Wahlstimmen gebracht.<br />
Auf Seiten der CDU konkurrieren der „Kronprinz“ Wolfgang Schäuble mit dem Endlos-Bundeskanzler Kohl. Während die SPD eine erstaunliche Kommunikationsdisziplin an den Tag legt, gibt es bei der Union bis zuletzt Spekulationen und Diskussionen um die Kandidatur. Schuld am „Bild der Uneinigkeit“ sei letztlich die Tatsache, zu Kohl keine wirkliche Alternative zu haben, so Bergmann (44).<br />
Schröder will mit der SPD an die Macht, die CDU und vor allem der Vorsitzende Kohl hat zu viel davon. Daraus lassen sich die Strategien der Parteien logisch ableiten. Die SPD greift an. Sie will sich als „Markenprodukt“ (53) verkaufen, setzt auf die Begriffe „Innovation“, „Gerechtigkeit“ und „Neue Mitte“. Bergmann: „Die SPD setzt ihre langfristig angelegte Strategie sehr konsequent um.“ (79) Genau das Gegenteil ist bei der Union der Fall. Sie lässt sich in die Defensive drängen und schafft es nicht einmal, sich auf einen Minimalkonsens zu einigen. „Erkennbar wird eine Art parallele Wahlkampfführung des Bundeskanzleramtes und der Parteizentrale“ (103).<br />
Weder CDU noch SPD nutzen das Internet als effektives Kommunikationsinstrument. Während es die Sozialdemokraten noch nicht einmal zu einer eigenen Kandidatenhomepage schaffen, umfasst das Webangebot der Konkurrenz immerhin eine Reihe von Chats in der heißen Schlussphase. Trotzdem, 1998 kann von „Internet-Wahlkampf“ keine Rede sein.<br />
<strong>Wer koaliert mit wem und was machen die „kleinen“ Parteien?<br />
</strong> Sehr opportun auch die koalitionspolitische Lage der Sozialdemokraten. Sie geben sich als „Hahn im Korb“ und halten sich alle Optionen offen (128). Die CDU hingegen befindet sich in einem „koalitionspolitischen Dilemma“: die FDP bleibt nach wie vor einziger potenzieller Koalitionspartner. Diese „alternativlose Bindung“ macht eine Disziplinierung der Liberalen unmöglich.(134).<br />
Der große Coup gelingt der SPD mit der „Kampa“, der eigenständigen Wahlkampfzentrale. Die hat Symbolwert nach außen wie nach innen, wird selbst Gegenstand zahlreicher Medienberichte und unterstreicht somit das neue Image der Sozialdemokraten. (144) Wie bei der Strategie, so fehlt es auch bei der Wahlkampf-Organisation der Christdemokraten an einer einheitlichen Linie. Hier sieht Bergmann sogar eine Dreiteilung in Bundeskanzleramt, CDU-Bundesgeschäftsstelle und Bundestagsfraktion (165).<br />
„Bündnis 90/Die Grünen oder der Versuch, regierungsfähig zu werden“ überschreibt der Autor das Kapitel über den Wahlkampf der grünen Partei (167). Für ihn überwiegen die negativen Aspekte wie mangelnde Disziplin und Konflikte zwischen realpolitischen und fundamentalistisch orientierten Parteimitgliedern. Der Kardinalfehler unterläuft den Grünen mit der Forderung nach einem Benzinpreis von fünf D-Mark. Unter schwierigen Bedingungen – „beschränkte finanzielle Mittel, lange Regierungszeit, geringes Profil des Spitzenpersonals (…)“ &#8211; starten die Liberalen in den Wahlkampf (205). Der geht zum Teil auch gegen den eigenen Koalitionspartner CDU und wird von Bergmann insgesamt durchaus positiv bewertet. Auch die PDS steckt ´98 in einem „doppelten Dilemma“: bleibt sie in der Fundamentalopposition oder wird sie koalitionsfähig, und bleibt sie Regionalpartei oder dehnt sie sich gen Westen aus? Dem entkommt sie nicht, im Gegenteil. Das Scheitern vor Augen zieht sie sich auf halbem Wege nach Osten zurück (223).<br />
<strong>Der Einfluss der Landtagswahlen und das absolut dominante Problem „Arbeitslosigkeit“<br />
</strong> Einzig die Landtagswahlen in Niedersachsen können als voller Erfolg für die Sozialdemokraten gewertet werden. Schon eine halbe Stunde nach der ersten Hochrechnung verkündet der SPD-Bundesgeschäftsführer Münterfering die Kanzlerkandidatur Schröders vor den Medien (243). Ein strategischer Fehler unterläuft der SPD dagegen bei der Entscheidung zur Fortsetzung des „Magdeburger Modells“ nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (253), bilanziert Bergmann. Auch die vorhergegangene Hamburger Bürgerschaftswahl wird als „totaler Flop“ für die SPD bezeichnet. In Bayern triumphiert die CSU unter Ministerpräsident Stoiber. Schröder geht gelassen auf Distanz und lässt sich von dem Ergebnis der bayrischen Landtagswahl nicht irritieren (269).<br />
Im Gegensatz dazu ist der Einfluss der Wirtschafts- und Sozialpolitik auf die Wahlentscheidung der Deutschen riesig. Der SPD wird mehr Kompetenz in Sachen Wirtschaftspolitik zugeschrieben als der unionsgeführten Bundesregierung. Die Forschungsgruppe Wahlen sieht in dem Problem „Arbeitslosigkeit“ einen entscheidenden Faktor für die Wahlniederlage der CDU. Die Sozialdemokraten bauen auf Gefühle der sozialen Verunsicherung und Benachteiligung in der Bevölkerung und treffen mit dem Stichwort „Gerechtigkeitslücke“ den Nagel auf den Kopf. Die SPD weiß auszunutzen, dass mit dem „absolut dominanten Problem Arbeitslosigkeit“ die „Wirtschaftslage zu einem Faktor der Wahlentscheidung“ wird (300).<br />
<strong>Weder „Amerikanisierung“ noch erhöhte „Personalisierung“<br />
</strong> Abschließend räumt Bergmann noch mit zwei Thesen auf, die gerne in den Medien verbreitet werden. Weder sei ein Phänomen der „Amerikanisierung“ noch das der erhöhten „Personalisierung“ festzustellen. Vielmehr handele es sich um eine modernisierte Wahlkampfführung und der Grad der Personalisierung im Bundestagswahlkampf 1998 sei „nicht höher als in vergangenen Kampagnen“ (329).<br />
Spaß macht die Lektüre vor allem vor dem Hintergrund des laufenden Wahlkampfes. Denn bald ist man geneigt, die bisher geschehenen Ereignisse selbständig in die Kapitel einzuordnen und sich somit – logisch – ein Ergebnis herzuleiten. „Machtwechsel sind normalerweise nur dann möglich, wenn der potenzielle Nutzen eines Regierungswechsels die potenziellen Kosten deutlich übertrifft“ (338) und „der Wahlsieg der SPD war keinesfalls mittels eines Wunder-Wahlkampfes herbeigezaubert“ (344), meint Knut Bergmann. Wie sieht das im Bundestagswahlkampf 2002 aus? Ein Kapitel dieses Buches wird erst am 22. September geschrieben.<br />
(Seitenzahlen in Klammern)</p>
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		<title>Kand-O-Mat Nutzer wählen eindeutiges Kabinett</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuwahlen zum Bundestag 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlhilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kand-O-Mat]]></category>
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					<description><![CDATA[
                              Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden. Und zwar deutlich. Im Kabinetts-Kand-O-Mat haben die Nutzer ihre Stimmen abgegeben und das neue Regierungskabinett für die 16. Wahlperiode des Deutschen Bundestages zusammengestellt. Mit über 120.000 Bewertungen war der Kabinetts-Kand-O-Mat in einer Laufzeit von nur einem Monat noch erfolgreicher als sein Vorläufer, der politik-digital.de Kand-O-Mat der Präsidentschaftswahlen in den USA.
                            ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                              <strong>Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden. Und zwar deutlich. Im Kabinetts-Kand-O-Mat haben die Nutzer ihre Stimmen abgegeben und das neue Regierungskabinett für die 16. Wahlperiode des Deutschen Bundestages zusammengestellt. Mit über 120.000 Bewertungen war der Kabinetts-Kand-O-Mat in einer Laufzeit von nur einem Monat noch erfolgreicher als sein Vorläufer, der politik-digital.de Kand-O-Mat der Präsidentschaftswahlen in den USA.</strong>
                            </p>
<p><!--break--></p>
<p>Geht es nach den Nutzern der Seite, besteht das neue Regierungs-kabinett aus klar aus einer Uniosgeführten Mannschaft: Ursula von der Leyen (CDU) als Bundesministerin für Familie, Christian Wulff (CDU) als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Peter Müller (CDU) als Bundesminister für Wirtschaft, Arbeit/Soziales und Infrastruktur, Wolfgang Bosbach (CDU) als Bundesminister der Justiz oder Bundesminister für Verbraucherschutz und Dieter Althaus (CDU) als Bundesminister für den Aufbau Ost oder als Bundesminister für Verkehr. Keine Chance, in das neue Regierungskabinett zu kommen, haben Ursula Schmidt (SPD), Brigittte Zypries (SPD) und Hans Eichel (SPD).</p>
<p>Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in der Parteiensympathie wieder: Mit dem parteilosen Paul Kirchhof kommt es eindeutig zu einer schwarz-gelben Regierungskoalition, wenn es nach der Verteilung der Sympathien der Nutzer der Seite geht. Das Schlusslicht bilden SPD und Bündnis’90/Die Grünen.</p>
<p>Wie die Nutzer über die Parteien abgestimmt haben können Sie folgender Darstellung entnehmen:</p>
<p>
                              <img fetchpriority="high" decoding="async" height="252" src="abschluss/parteiengesamt.jpg" width="307" alt="" />
                            </p>
<p>Das Abstimmungsverhalten der Websitenutzer über die einzelnen Kandidaten finden Sie hier:</p>
<p>
                              <img decoding="async" height="481" src="abschluss/kandidaten11.jpg" width="392" alt="" />
                            </p>
<p>
                              <img decoding="async" height="375" src="abschluss/kandidaten22.jpg" width="392" alt="" />
                            </p>
<p>
                              <img decoding="async" height="431" src="abschluss/kandidaten33.jpg" width="392" alt="" />
                            </p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Internet im US-Wahlkampf &#8211; Teil II Die Tür zur Kampagnenwelt &#8211; die Homepages der Kandidaten</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-internetuwahlkampfus042-shtml-2466/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mvoigt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Oct 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidat]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ansprüche unterschiedlicher Nutzertypen führen zu bestimmten Standards in der Aufbereitung der Onlineauftritte der Kandidaten. Mario Voigt berichtet den Status Quo der Anforderung, um im Web erfolgreichen Wahlkampf betreiben zu können.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Die Ansprüche unterschiedlicher Nutzertypen führen zu bestimmten Standards in der Aufbereitung der Onlineauftritte der Kandidaten. Mario Voigt berichtet den Status Quo der Anforderung, um im Web erfolgreichen Wahlkampf betreiben zu können.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Moderne Kampagnenseiten müssen unterschiedlichen Ansprüche typischer Internetnutzergruppen zufrieden stellen: die inhaltsorientierten sowie die unterhaltungsorientierten Surfer. Untersuchungen haben gezeigt, dass die durchschnittliche Verweildauer auf Kandidaten-Homepages etwa zehn Minuten beträgt; dabei werden im Durchschnitt zehn bis fünfzehn Seiten angeklickt. Die erfolgreichsten Anwendungen von Wahlkampf-Homepages sind so genannte „issue pages“ (http://www.ontheissues.org). Sie stellen Kandidaten mit ihren Themen und Positionen dar. Besonders beliebt sind sie in der Form tabellarischer Positionsvergleiche zwischen der eigenen und der gegnerischen Seite. Ebenfalls populär sind die „bio pages“, die die Biografie und die Lebensleistungen des Kandidaten präsentieren. „Content is king“ gilt also auch für politische Internet-Auftritte; Informationsgehalt und Gebrauchswertorientierung haben Priorität. Dabei ist generell eine interaktive Gestaltung der Anwendungen vorteilhaft – auch wenn es um Themen oder Positionen geht. Zu den Standardelementen fast jeder Webseite gehört mittlerweile eine Option, um sich für einen Online-Newsletter einzutragen, zu spenden und über die eigenen politischen Positionen zu informieren. „Blogs“, „Tell a friend“ (was dem Besucher erlaubt, eine E-mail-Empfehlung an Freunde oder Familie zu senden), Volunteer-Formulare, Video, Fotos und Links zu Treffen organisiert über Meetup.com gehören ebenso zum Standard.</p>
<p class="normal">
                              <strong>Bestandteile der Homepages:</strong>
                            </p>
<ul>
<li>Werdegang des Kandidaten.</li>
<li>Themen und Positionen.</li>
<li>Reden und Ads, auch als Video- oder Audiofile. (Bsp:<br />
                              <a href="http://www.ammi.org/livingroomcandidate/index_2000.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Archiv</a> für amerikanische Wahlkampfspots).</li>
<li>Pressemitteilungen.</li>
<li>Wahlkampfaktivitäten und ein Terminkalender für bevorstehende Ereignisse- auch über den politischen Gegner.</li>
<li>Fundraising-Tools.</li>
<li>Angebote zur Freiwilligenrekrutierung.</li>
<li>Sonderseiten für bestimmte Gruppen (Kinder, Senioren, ethnische Gruppen, Einzelstaaten, etc.).</li>
<li>Interaktives/Gimmicks: eigene Umfragen, interactive job calculator (per Staat), downloads.</li>
<li>Humoristisches: animierte politische Kartoons, freche E-Cards. Bsp.: http://www.gop.com/news/cartoonGallery.aspx</li>
<li>Benutzeroptionen um zwischen unterschiedlichen Textgrößen zu wählen.</li>
<li>Hinweise zur Briefwahl und Anleitung für die Wählerregistrierung.</li>
<li>Suchfunktionen zu regionalen Abgeordneten bzw. Ansprechpartnern für die Kampagne.</li>
</ul>
<p>Neben den Standardelementen jeder Wahlkampfseite gibt es weitere Neuerungen. Ein Großteil von ihnen zielt darauf ab, Angebote für jeden Nutzer parat zu halten, die dieser individualisieren und lokal vor Ort weiterverwenden kann. Homepages eröffnen so Freiwilligen den Weg zu einer zentral organisierten aber dezentral und individuell verlaufenden Kampagne. Einige Neuerungen sind:</p>
<ol>
<li>Vorbereitete Petitionen und Online-Faxen, die nur noch personalisiert direkt an das Büro des zuständigen Senators, der Behörde etc. gefaxt werden.</li>
<li>„Toolkits“ um eine eigene politische „Grassroots“-Organisation aufzubauen, mit der Möglichkeit Flugblätter herunterzuladen, ein über den Umgang mit der Presse informierendes „press kit“, eine Liste mit interessanten Aktionsvorschlägen, Tipps zum Spendensammeln und auch Sprechzettel, warum man demokratisch/republikanisch wählen sollte.</li>
<li>Downloads (Bildschirmschoner, Banner-Werbung für die eigene Homepage, Poster und Aufkleber zum Ausdrucken und so weiter).</li>
<li>Chat-Räume und online-chats mit Kampagnenmitarbeitern.</li>
<li>Wahlkampf-Shop mit online zu bestellenden Wahlkampfutensilien wie T-Shirts, Kappen, Buttons, Aufklebern und so weiter; Kontaktinformationen. Bsp.: http://www.georgewbushstore.com/</li>
<li>Inhalte für Handys oder PDAs (Palm, etc.).</li>
<li>Optionen um Briefe an lokale Redakteure zu schreiben und Hinweise für das gezielte Anrufen von Talkradios mit taktischen und inhaltlichen Hinweisen.</li>
<li>Direktkommunikation über „Instant Messaging“ (IM)anbieten.</li>
<li>Recherchierbare Datenbanken wie „GOP Misery Index“, anhand derer man sich über verlorene/bzw. neugeschaffene Jobs, den nationalen Schuldenstand, etc. informieren kann.</li>
<li>Spezialangebote für Unterstützer: Discount bei Internetanbietern, Telefonunternehmen, Mietwagenfirmen, etc.</li>
</ol>
<p>
                              <strong>Heute schon Post gehabt? E-Mail als Kontakttool</strong>
                            </p>
<p>Amerikanische Webmaster empfehlen E-Mails als direkten Kommunikationskanal. Auf allen Online-Angeboten gibt es die Möglichkeit, sich zu registrieren und die Inhalte und Informationen zu personalisieren. Teilweise werden Telefon- oder Postaktionen durchgeführt, um an E-Mailadressen zu kommen. Auf jeder Wahlveranstaltung ist man offensiv darum bemüht, neue E-Mail-Adresse aufzunehmen bzw. die Internetangebote zu bewerben. Anliegen ist es, bei zukünftigen E-Mail-Kontakten ein zielgerichtetes und auf den Benutzer zugeschnittenes Angebot zu schaffen. Dies erfolgt in Anlehnung an das „Costumer Relations Management“, bei der das Internet an eine Datenbank gekoppelt ist und viele Arbeitsabläufe automatisiert werden. Über E-Mail verbreiten amerikanische Kampagnen per (interaktiver) E-Mails die neuesten Wahlkampf-News und Pressemitteilungen, Themen- und Positionspapieren, positive Presse über die eigene und negativer über die gegnerische Seite, Informationen über bevorstehende Kandidatenauftritte und Wahlkampfaktivitäten (vor allem im Postleitzahl-Bereich des Adressaten) oder mit Hinweisen auf neue Bestandteile der Homepage zugeschickt. Es liegt auf der Hand, dass der Aufbau eines E-Mail-Verteilers und die zielgerichtete Zusammenstellung von Newslettern nur zu bewerkstelligen sind, wenn die Homepage mit einer Datenbank gekoppelt ist, sodass viele Arbeitsabläufe automatisiert werden können. Daher sollte jede Seite ein kleines Eingabefeld (Name, E-Mail Adresse, PLZ) haben, um sich auf den E-Mail Verteiler zu setzen („impulse action“).</p>
<p>Am Beginn einer Kampagne steht der Aufbau eines eigenen Verteilers, der alle Interessierten beinhaltet. Amerikanische Webmaster stehen dem Kauf von kommerziellen E-Mailverteilern skeptisch gegenüber. Hierbei spielt der Gedanke eine große Rolle, E-Mails nur an Personen zu verschicken, die sich selbst auf den Verteiler gesetzt haben. Eine Einschränkung machen die Kampagnen bei der Integration von externen E-Mail-Verteilern, die von sympathisierenden Gruppen im politischen Umfeld/Interessengruppen per Tausch erworben werden.</p>
<p>Die Häufigkeit des Kontaktes variiert von Kampagne zu Kampagne. Als Faustregel gilt jedoch: E-Mail-Kontakt mindestens 1-mal pro Woche und immer dann, wenn es etwas „Neues“ zu berichten gibt. Die Frequenz sollte sich zum Wahltag hin steigern und in den letzten Tagen durchaus mehrmals täglich erreichen. Des Weiteren sollten E-Mails konkrete Handlungsanweisungen („Take Action“) enthalten und so spezifisch wie möglich sein (Bsp. „Organisiere am 29.4 um 19 Uhr eine Houseparty für Präsidenten Bush und werde Teil der größten bundesweiten Party. Wenn Du eine Party machst, wird der Vizepräsident Dick Cheney um 20 Uhr per Konferenzschaltung zu allen Parties im Lande sprechen. Dafür benötigen wir deine Kontaktdaten und auch deine Telefonnummer.“).</p>
<p>Um den Erfolg von E-Mails zu überprüfen und auch unterschiedliche Formen der Ansprache zu testen, existiert eine genaues „tracking“ in amerikanischen Kampagnen. Mögliche Fragen sind:</p>
<p>· Öffnungsrate: Wie viele Menschen öffnen eine E-Mail?<br />
                            <br />· Weiterleitungsrate: Wie viele Menschen leiten eine E-Mail weiter?<br />
                            <br />· Spenden-Rate: Wie viele Menschen folgen einem Link für Spenden?<br />
                            <br />· Click-Through: Wie viele Menschen folgen angegeben Links?</p>
<ul>
<li>weiter zum<br />
                              <a href="InternetuWahlkampfUS043.shtml">dritten Teil</a>:<br />
                              <br />Das Internet als Infotainment-Plattform – Zwischen<br />
                              <br />Kampagnen-TV und Interaktiv-medium</li>
</ul>
<p>Mario Voigt war Wahlkampfbeobachter der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er arbeitet am Zentrum für Politische Kommunikation Jena und schreibt seine Doktorarbeit ueber den Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Voigt ist Mitbegründer von www.poli-c.de .</p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Warum George W. Bush jr. Präsident bleibt und John F. Kerry Präsident wird</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-wer_gewinnt002-shtml-3084/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[John Kerry]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wähler]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Image]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidat]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            Laut US-Experte Prof. Filzmaier bestimmen vier Faktoren das Stimmverhalten der Bürger in den USA. Dazu zählen das Image von Bush und Kerry oder die Themen des Wahlkampfes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            <br />Laut US-Experte Prof. Filzmaier bestimmen vier Faktoren das Stimmverhalten der Bürger in den USA. Dazu zählen das Image von Bush und Kerry oder die Themen des Wahlkampfes.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Traditionell werden in der US-amerikanischen Politikwissenschaft vier Faktoren unterschieden, die das Stimmverhalten der Bürger in Präsidentschaftswahlen beeinflussen:</p>
<p>· Parteizugehörigkeit (party identification)<br />
                            <br />· Persönlichkeit und Image (candidate image)<br />
                            <br />· Themen (issues)<br />
                            <br />· Wahlkampfereignisse (campaign events)</p>
<p>Das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Partei &#8211; eine Mitgliedschaft im europäischen Verständnis existiert nicht &#8211; ergibt eine Pattsituation. Jeweils etwa ein Drittel der Wähler identifiziert sich im jahrzehntelangen Durchschnitt als republicans, democrats oder independents. Seit den sechziger und siebziger Jahren ist insbesondere eine starke Zunahme der letztgenannten Gruppe festzustellen. Trotzdem gibt es 2004 für beide Kandidaten weniger als sonst zu gewinnen, weil auch ein Grossteil der unabhängigen Wähler sich festgelegt hat und vielleicht nur 10 Prozent noch unentschlossen sind.</p>
<p>
                            <span class="fett">Rot oder blau?</span><br />
                            <br />Zu den entscheidenden Kandidateneigenschaften zählen vor allem Entscheidungsfreudigkeit und Stärke (decisiveness and strength), aber auch Aufrichtigkeit, Empathie, Artikulationsfähigkeit und Intelligenz. Zusätzlich muss wirtschafts- und außenpolitische Kompetenz vermittelt werden. Die strategische Planung der Kandidaten reicht diesbezüglich bis zu Details der Bekleidung, wo rote Krawatten Stärke und blaue Krawatten Empathie symbolisieren sollen.</p>
<p>Konsequenz des candidate image building ist die Präsentation im Wettbewerb stehender Persönlichkeitsbilder (competing personal stories) der Hauptkandidaten spätestens am Beginn eines Wahljahres. Oft ist damit zugleich die Herausgabe eines Buches – siehe John Kerrys A Call to Service &#8211; und von Videos zum beruflichen und privaten Vorleben als Lebensgeschichte verbunden.</p>
<p>Die personal story von Präsident Bush präsentiert ihn als „born again christian“, der nach einer kritischen Lebensphase seinen Glauben und gesicherte Familienwerte (family values) wiederentdeckte. Letzteres ist vor allem in den wahlentscheidenden Südstaaten mit sehr konservativer Orientierung der „White Male Southeners“ als Schlüsselwählergruppe und als Basis eines religiösen Fundamentalismus (religious right) von zentraler Bedeutung. Hier punktet Bush gegen Kerry zu null, und John Edwards kann das trotz südstaatlicher Herkunft als Vizepräsidentschaftskandidat der Demokraten nicht ausgleichen.</p>
<p>
                            <span class="fett">Macher-Image</span><br />
                            <br />Zudem zeigt sich Bush als erfolgreicher Wirtschafts- und Sportsmann, obgleich beides für die Zeit vor seiner Gouverneurs- und Präsidentenzeit empirisch bedingt belegbar ist. Doch stellt seine Tätigkeit als früherer Präsident eines Major League-Baseball Teams immer noch einen wichtigen Punkt des Lebenslaufes dar. Insbesondere geht es aber darum, eine geschäftsähnliche Führung und Führungskraft im Weißen Haus im Stil eines Vorstandsvorsitzenden (CEO-style) zu signalisieren, und nicht etwa als politischer Moderator zu gelten.</p>
<p>
                            <span class="fett">Störungen</span><br />
                            <br />In Zusammenhang damit steht eine kurzfristig nachweisbar gelungene „Performance“ unter Druck nach dem 11. September 2001. Hinzu kommt Bushs Darstellung als Mann von Überzeugung, der &#8211; in der republikanischen Version im Gegensatz zu John Kerry – für klare und stete Positionen eintritt. Gestört wird das persönliche Drehbuch von George Bush durch mehrere intervenierende Variablen:</p>
<p>Eine schlechte Wirtschaftsbilanz, insbesondere durch Arbeitsplatzverluste bedingt, ein außenpolitisch auch in den USA zunehmend kritisch beurteilte Tätigkeit &#8211; Stichwort Irak-Krieg und die Folgen mit dem negativen Höhepunkt des Folterskandals -,<br />
                            <br />Zweifel an seiner Aufrichtigkeit &#8211; honesty gilt als für einen Präsidenten extrem wichtiger Imagefaktor &#8211; im Zusammenhang mit den Kriegsgründen und nicht gefundenen Massenvernichtungswaffen im Irak, das gegenüber dem Kriegsheld Kerry besonders schädliche Image eines privilegierten Opportunisten, dem es gelang, einen Kriegsdienst in Vietnam zu vermeiden (momentan Gegenstand einer Serie von negativen Werbespots des Kerry-Teams gegen Bush),<br />
                            <br />ein beschränktes Talent als Redner &#8211; Bush gilt als professionell und effektvoll in vorbereiteten Ansprachen, nicht aber bei spontanen Reaktionen -, und Zweifel an der persönlichen Intelligenz und seinem Allgemeinwissen.</p>
<p>
                            <span class="fett">Vietnamheld</span><br />
                            <br />John Kerry präsentiert sich seinerseits als Vietnam Hero, der dreimal verwundet wurde und mehrere Tapferkeitsmedaillen erhielt. Nicht zufällig versuchen Bush nahestehende Gruppen ihn diesbezüglich in einer Negativkampagne zu diskreditieren. Politisch verweist Kerry auf seine Erfahrung von 19 Jahren im US-Senat und davor in der einzelstaatlichen Regierung von Massachusetts, die allerdings aufgrund der liberalen Orientierung des Staates und seines früheren Gouverneurs Michael Dukakis – dieser scheiterte in den Präsidentschaftswahlen 1988 u.a. als Todesstrafengegner, Kerry arbeitete als sein Stellvertreter (Lieutenant Governor) – auch kontraproduktiv sein könnte. Ein kursierender Witz verweist darauf, dass er es schaffte, den deklariert liberalen Edward Kennedy als vergleichsweise konservativeren Senator aus Massachusetts erscheinen zu lassen.</p>
<p>Kerry nützt bereits seine Initialen „JFK“, um den Mythos der Erfolgsgeschichte von John F. Kennedy zu bemühen. Gleichzeitig zeigt er sich als dynamischer „outdoorsman“, der gerne und oft photographiert wird sowie riskante Trendsportarten betreibt. Gleichzeitig ist er &#8211; wie alle Präsidenten seit 1988 &#8211; Absolvent der Eliteuniversität Yale, zugleich aber als über Visionen verfügender Vordenker vermarktbar.</p>
<p>
                            <span class="fett">Inszenierung</span><br />
                            <br />Die Qualifikation als praxisferner Träumer ist aber ebenso ein Schwachpunkt wie seine, im Unterschied zum parteiinternen Vorwahlkonkurrenten (und jetzigem Vizepräsidentschaftspartner) John Edwards, trotz aller Photogenität mangelnde Fähigkeit zur Volksnähe . Ein Detail am Rande: Seit Umfragen und focus groups das nachwiesen, begann Kerry auf Veranstaltungen regelmäßig das Sakko auszuziehen, die Krawatte zu lockern und die Ärmel aufzukrempeln.</p>
<p>In seiner Bilanz als Senator könnte Kerry der anhand von Statistiken des Abstimmungsverhaltens (voting records) nachweisbare Wechsel von Positionen bezüglich der zu vermittelnden Schlüsselkompetenz Entscheidungsklarheit und –freudigkeit zum Verhängnis werden (so stimmte er gegen den Ersten Golfkrieg und für den Zweiten Golfkrieg, um später den Militäreinsatz im Irak zu kritisieren). Angreifbar ist zudem seine privilegierte Stellung als mit einer Milliardärin verheiratet, denn wer ist als einfacher Mann glaubwürdig, wenn die Ehefrau in Geld schwimmt?<br />
                            </p>
<table class="normal tidy-3" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" border="0">
<tbody>
<tr class="fett" bgcolor="#003399">
<td align="middle" width="50%" bgcolor="#000066" height="19">George W. Bush<br />
                                  </td>
<td align="middle" width="50%" bgcolor="#000066">John F. Kerry</td>
</tr>
<tr bgcolor="#FF9900">
<td class="fett" align="middle" colspan="2" height="14">positiv</td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">born again christian/family values</td>
<td align="middle">Vietnam hero</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">business success</td>
<td align="middle">Yale</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">sports</td>
<td align="middle">outdoorsman</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">CEO style</td>
<td align="middle">Kennedy Esque-style</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">good performance under pressure</td>
<td align="middle">State Government and Senate service</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">man of conviction</td>
<td align="middle">visionary</td>
</tr>
<tr>
<td class="fett" align="middle" bgcolor="#FF9900" colspan="2">negative</td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">awkward speaking ability</td>
<td align="middle">aloof</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">negative record on economy and foreign policy</td>
<td align="middle">both sides of issues</td>
</tr>
<tr bgcolor="#000066">
<td align="middle" colspan="2" height="1"></td>
</tr>
<tr>
<td align="middle">concern about personal intelligence and honesty</td>
<td align="middle">child of privilegue</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                            <span class="klein">© Prof. P. Filzmaier</span></p>
<p>
                            <br />Gegenüber der zentralen Bedeutung des Kandidatenimages verblassen die restlichen Faktoren: Hinsichtlich der Themen entscheidet die Gewichtung, inwieweit die Wähler Außenpolitik, Innenpolitik oder Wirtschaft als am wichtigsten ansehen. Den Kandidaten wird je nach Themenbereich eine unterschiedliche Themenkompetenz zugeordnet, die beispielsweise für Bush gegenüber Kerry in der Außenpolitik positiv, in innenpolitischen und wirtschaftlichen Fragen aber negativ ist. Als vierter Bereich kam, mit einem weiteren Vorteil Kerrys, das Thema social issues hinzu.</p>
<p>
                            <span class="fett">Warten auf Fehler</span><br />
                            <br />Am unwichtigsten sind im Regelfall einzelne Veranstaltungen usw. im Wahlkampf, die nicht vorhersehbar sind und vor allem durch unerwartete Fehler eines Kandidaten an Bedeutung gewinnen. Das Spektrum reicht von Präsident Ford, der 1976 Polen in einer Fernsehdiskussion wiederholt, d.h. auch auf mehrmalige Nachfrage, als nicht zum Ostblock gehörendes Land bezeichnete, bis zu George Bush jr., der im März 2004 vor laufenden Kameras im Weißen Haus scherzhaft kichernd nach Massenvernichtungswaffensuchte. Einen wirklich ultimativen Fehler haben aber bisher weder Bush noch Kerry begangen. Wir werden also bis zum 2. November warten müssen, um das Wahlergebnis zu erfahren.</p>
<p>Der Autor Peter Filzmaier ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Klagenfurt und Autor des Buches Wahlkampf um das Weiße Haus: Präsidentschaftswahlen in den USA (Opladen, Leske&amp;Budrich 2001).</p>
<p>
                              <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wer_gewinnt001.shtml">Zum ersten Teil</a><br />
                              <br />
                              <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wer_gewinnt003.shtml">Zum dritten Teil</a></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wer die US-Wahl gewinnt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-wer_gewinnt001-shtml-3117/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[John Kerry]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprognose]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidat]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            Zwei Monate vor den Wahlen erläutert US-Experte Prof. Filzmaier, welche Faktoren jenseits der Zahlenspiele von Umfragen für George Bush oder John Kerry sprechen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            <br />Zwei Monate vor den Wahlen erläutert US-Experte Prof. Filzmaier, welche Faktoren jenseits der Zahlenspiele von Umfragen für George Bush oder John Kerry sprechen.</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Niemand weiß in den Anfängen des Intensivwahlkampfes, wer am 2. November 2004 die Präsidentschaftswahlen in den USA gewinnt. Dieser beginnt Anfang September nach dem republikanischen Parteitag und dem Labor Day bzw. unmittelbar vor dem symbolträchtigen 11. September. Alle bisherigen Meinungsumfragen waren Schönheitswettbewerbe für einen effektvollen horse race-journalism &#8211; „Kandidat A liegt knapp in Führung, wird von B überholt, holt sich aber die Spitzenposition zurück, &#8230;!“, heißt es mit sich überschlagender Stimme im Stil der Reporter von Pferderennen -, lassen aber keine sinnvolle Prognose zu.</p>
<p>
                            <span class="fett">Unsinnige Zahlenspiele</span><br />
                            <br />Die Zustimmungsraten für die Politik George Bushs liegen vor dem republikanischen Parteitag um 50 Prozent. In den Umfragen pendeln Bush und Kerry seit Januar 2004 zwischen 40 und 50 Prozent zuzüglich einiger Anhänger von Ralph Nader. Das lässt lediglich die Schlussfolgerung zu, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine knappe Wahl („too close to call“) zu erwarten ist, und der Anteil unentschlossener Wechselwähler (key swing vote) mit etwa 10 Prozent überraschend gering ist. Kein seriöser Politikforscher wird sich auf endgültige Prognosen einlassen. Falsch ist allerdings die Tendenz einer leichten Favoritenstellung für John Kerry in der &#8211; aufgrund des Popularitätstiefs von Bush in EUropa sehr selektiven &#8211; Wahrnehmung auf unserer Seite des Atlantiks.</p>
<p>Vor allem aber ist es unsinnig, nationale Umfragen als Durchschnittswert heranzuziehen, anstatt sich für Wahlprognosen auf Veränderungen in den Schlüsselstaaten zu konzentrieren. In 11 Staaten betrug die Differenz im Wahlergebnis 2000 weniger als vier, in fünf Staaten sogar weniger als 0,5 Prozentpunkte. Als wahlentscheidende battlegrounds gelten 2004 neben Florida vor allem Pennsylvania und Ohio mit insgesamt 68 bzw. fast 13 Prozent von 538 Elektoren.</p>
<p>Mit anderen Worten: Wenn Kerry etwa in den bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien und New York seine Führung ausbaut, bringt ihn das logischerweise auch in einer nationalen Umfrage nach vorne &#8211; und ist vollkommen irrelevant, weil er beide Staaten mit 55 bzw. 31 Elektorenstimmen in Wahrheit längst (fast) sicher hat und es für die Größe seines Vorsprungs keine Zusatzpunkte gibt. Genauso unerheblich und nur das Gesamtbild verzerrend ist, ob Bush in Texas mit 60, 70 oder 80 Prozent der Stimmen gewinnt, weil er nach dem „winner takes all“-Prinzip ohnehin alle 34 Elektoren seines Heimatstaates gewinnt.</p>
<p>Voraussichtlich wird uns die convention bounce für George Bush – als convention bounce bezeichnet man ein meistens nur kurzfristiges Umfragehoch für den jeweiligen Kandidaten nach einem Parteitag bzw. Nominierungskonvent – schon morgen oder übermorgen neue Spekulationen bescheren. Welche Faktoren sprechen aber aus analytischer Sicht und jenseits der Zahlenspiele von Umfragen für einen Wahlsieger Bush oder Kerry?</p>
<p>
                            <span class="fett">Bush gewinnt, weil &#8230;</span><br />
                            <br />Aufgrund seines Amtsinhaberbonus müsste George W. Bush über einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verfügen. Zumindest bis zum Nominierungskonvent der Demokraten Ende Juli, aber auch bei politischen Anlässen bis zum Wahltag, verfügt er über Gratissendezeit im Fernsehen, weil er als Präsident automatisch Teil der Nachrichtenberichterstattung ist. Kerry war für die breite Öffentlichkeit nach den gewonnenen Vorwahlen vergleichsweise uninteressant und ist es für einen möglicherweise wahlentscheidenden Bevölkerungsanteil immer noch.</p>
<p>Hinzu kamen monatelang große Geldvorteile für Werbespots. Denn Bush hat frühzeitig hunderte Millionen Dollar angespart, mit Sommerbeginn verfügte er nach offiziellen Angaben &#8211; die Dunkelziffer ist hoch &#8211; über das Vierfache an unmittelbar abrufbaren Bargeldreserven. Auch insgesamt &#8211; d.h. über einen längeren Zeitpunkt berechnet &#8211; hatte Kerry lange Zeit weniger als die Hälfte des Geldes von Bush zur Verfügung, und hat noch dazu den Großteil bis zu seinem Vorwahlsieg am 2. März ausgeben müssen. Es ist zweifelhaft, ob Kerry seinen erheblichen Fundraising-Nachteil ausgleichen kann bzw. es in einem achtmonatigen statt achtwöchigem Intensivwahlkampf es zu lange gedauert hat, bis Kerrys Fundraiser die Kassen wieder gefüllt haben.</p>
<p>
                            <span class="fett">&#8230;er Wahlgeschenke hat</span><br />
                            <br />Ein amtierender Präsident verfügt außerdem über das Privileg, Wahlgeschenke verteilen zu können. Von Steuersenkungen bis Sozialleistungen steht Bush ein weites Feld offen, sich Sympathien zu erkaufen. Selbstverständlich kann er dabei besonderes Augenmerk auf Schlüsselstaaten legen, so dass der Präsident beispielsweise unzählige Besuche in Ohio und Pennsylvania absolviert, um Regierungsprogramme anzupreisen. Zuletzt wurde der Rückzug von US-Truppen aus Europa bezeichnenderweise bei einer Rede in Ohio verkündet.</p>
<p>Seit dem Zweiten Weltkrieg hat außerdem kein Präsident die Wahl verloren, der als Amtsinhaber antrat und parteiintern nicht herausgefordert wurde. Eisenhower 1956, Reagan 1984 und Clinton 1996 feierten Start-Ziel-Siege. Nur wenn sich, wie bei Ford 1976, Carter 1980 und Bush sr. 1992 eine Opposition innerhalb der eigenen Partei ergab – diese verringerte durch kompetitive Vorwahlen u.a. automatisch den beschriebenen Finanzvorteil -, scheiterte ein amtierender Präsident im Wahlkampf. Über die historische Statistik hinaus verfügt Bush unbestritten über den Rückhalt einer geschlossenen Republikanischen Partei.</p>
<p>Schließlich profitiert Präsident Bush ungeachtet der schwankenden Zustimmung für seine Politik (approval ratings) immer noch von persönlichen Sympathiewerten nach dem 11. September (favorable ratings), die ihn trotz nunmehr dokumentierten Geheimdienst-Versagen und Folterskandal im Irak gegenüber dem hölzern wirkenden Kerry voran sehen. Dieser müsste außerdem, ebenfalls zeitgeschichtliche Vergleichsgröße für Kandidaten der Demokratischen Partei, in mindestens fünf Süd- bzw. südlich gelegenen Staaten gewinnen, was momentan trotz seines südstaatlichen Vizepräsidentschaftsbewerbers John Edwards als aussichtslos gilt.</p>
<p>
                            <span class="fett">Kerry gewinnt, weil &#8230;</span><br />
                            <br />Ist demzufolge John Kerry absolut chancenlos?<br />
                            <br />Neben dem Vorteil der frühzeitig entschiedenen Vorwahlen &#8211; deren Fortführung als Wettbewerb bis Juni hätte die Demokraten zersplittert &#8211; sind es vor allem Schwächen im Erscheinungsbild und in der Amtsführung des Präsidenten, die John Kerry zum Sieger machen könnten. 2,5 Millionen Arbeitsplätze weniger und ein Rekorddefizit machen die Wirtschaftsbilanz des Präsidenten trotz jüngster Aufschwungsignale zum Desaster, nach Clintons Triumph 1992 hieß es „It’s the economy, stupid!“. Vor allem heißt es das derzeit in Ohio, wo prompt eine leichter Vorteil Kerrys in den Umfragen feststellbar ist.</p>
<p>Die Außenpolitik des Präsidenten ist zwar für viele US-Amerikaner eine Erfolgsgeschichte, aber das Dilemma um ignorierte Sachinformationen zugunsten des Irak-Kriegs und nicht gefundene bzw. erfundene Massenvernichtungswaffen &#8211; inklusive eines sehr fragwürdigen Humors, als er diese kichernd vor laufenden Kameras im Weißen Haus symbolisch suchte &#8211; führte Bush an den Rande des Abgrunds. Durch die Folterbilder ist er fast schon einen entscheidenden Schritt weiter.</p>
<p>
                            <span class="fett">&#8230;die kleinen Dinge entscheiden</span><br />
                            <br />Kommt es zu weiteren terroristischen Anschlägen, geht sogar der Mythos des 11. September und der inneren Sicherheit verloren. Bush profitiert vom seinerseits &#8211; siehe Michael Moores Fahrenheit 9/11 &#8211; sorgsam geschürten Angstgefühl der Bevölkerung, nicht aber wenn dieses sich als gerechtfertigt erweist. Administrative Skandale von unterdrückten Geheimdienstinformationen bis zur Verbindung von Vizepräsident Cheney mit dem Ölkonzern Halliburton können Bush endgültig in den Abgrund fallen lassen.</p>
<p>Kerry gewinnt aber primär, wenn eine Mehrheit der US-Amerikaner die Schlüsselfrage, ob es Ihnen persönlich besser geht als vor vier Jahren &#8211; „Are you better than you were four years ago?“ &#8211; in wirtschaftlicher Hinsicht sowie auf das Gesundheits- und Sozialsystem bezogen jeweils mit einem klaren Nein beantwortet. Weniger die Außen- und Sicherheitspolitik als die kleinen Dinge des täglichen Lebens und deren Überteuerung in den USA müssten Bush zum Wahlverlierer machen.<br />
                            <br />Gut an demokratischen Wahlen ist jedoch, dass wir vorher nicht wissen, wie es wirklich ausgeht.</p>
<p>Der Autor Peter Filzmaier ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Klagenfurt und Autor des Buches Wahlkampf um das Weiße Haus: Präsidentschaftswahlen in den USA (Opladen, Leske&amp;Budrich 2001).</p>
<p>                            <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/wer_gewinnt002.shtml">weiter zum zweiten Teil</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Kand-O-Mat&#8221;: Die Gewinner stehen fest!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kand-o-mat-die-gewinner-stehen-fest-3674/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidat]]></category>
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		<category><![CDATA[Kand-O-Mat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Hohe Beteiligung großer Erfolg – gewonnen haben die Grünen und die PDS - Union und SPD auf hinteren Plätzen. Kand-O-Mat macht weiter mit den 99 gewählten Europa-Abgeordneten.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Hohe Beteiligung großer Erfolg – gewonnen haben die Grünen und die PDS &#8211; Union und SPD auf hinteren Plätzen. Kand-O-Mat macht weiter mit den 99 gewählten Europa-Abgeordneten.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
Die sympathischste Kandidatin im Europa-Wahlkampf ist Wenke Christoph (PDS). Auf Platz zwei und drei folgen Benjamin von der Ahe und Stefanie Hähnlein, beide Bündnis 90/Die Grünen. Die zwischenzeitlich führende Silvana Koch-Mehrin (FDP) folgt knapp geschlagen auf Platz vier. Das ist das Ergebnis des interaktiven Online-Spiels Kand-O-Mat, das politik-digital.de im Europa-Wahlkampf angeboten hatte, um die Kandidaten zur Europawahl bekannter zu machen. (Die Ergebnisse im Überblick)
</p>
<p>
<b><br />
Charmanteste Partei Deutschlands</b>
</p>
<p>
Die Kandidaten der Grünen wurden durchschnittlich als am &quot;charmantesten&quot; bewertet. Die Union landete hinter der SPD auf den beiden letzten Plätzen. In den sechs Wochen vor der Wahl wurden mehr als 900.000 Abstimmungen gezählt. &quot;Kand-O-Mat: frappant oder charmant?&quot; ließ eine Bewertung der Wahlkampf-Fotos von 109 Kandidaten im Internet zu.
</p>
<p>
<b><br />
Erfolg bewirkt Fortsetzung des Kand-O-Mat</b>
</p>
<p>
Die hohe Zahl der Abstimmungen ist ein großer Erfolg für das erstmalig in Deutschland eingesetzte Klickspiel. Auch wenn die Wahlbeteilung in Deutschland gering war, der Kand-O-Mat ist auf großes Interesse bei den Internetnutzer gestoßen und hat damit seine Aufgabe erfüllt. &quot;Die hohe Beteiligung vor der Wahl zeigt, dass es neue Formen der Politikvermittlung braucht, die vielleicht nicht ganz bierernst sind, aber dennoch ein Angebot der politischen Bildung enthalten. Deshalb schließen wir unsere virtuellen Wahllokale nicht, sondern öffnen einfach eine neue Runde mit den nun gewählten Volksvertretern&quot;, erklärt Christoph Dowe, Geschäftsführer von pol-di.net e.V., dem Trägerverein von politik-digital.de zur Fortführung des Kand-O-Mat.
</p>
<p>
<b><br />
Top 10: Frauen erfolgreich</b>
</p>
<p>
Von den „Top 10“ der Kandidaten sind sechs Frauen, alle von den Grünen, PDS oder FDP. Keine Kandidatin oder Kandidat der großen Parteien schaffte es unter die charmantesten Zehn. Zwei SPD-Frauen führen mit Platz 11 und 12 die Phalanx der SPD-Kandidaten an. Bei der Union führt ebenfalls eine Frau die Riege der Kandidaten an – Platz 17. Der charmanteste Union-Mann liegt mit einem Durchschnittswert von 3.43 auf Platz 32. Der unabhängige Kandidat Wolfgang Theophil errang einen beachtlichen fünften Platz.
</p>
<p>
<b><br />
Aussehen macht Erfolgreich?</b>
</p>
<p>
Auf einer Skala von 1 bis 10 („sehr charmant“) konnten die Bilder der Kandidaten bewertet werden. Auffallend ist der geringe Durchschnittswert der Union (unter 3) und der SPD (3.29). Ein Denkzettel für die großen Volksparteien? Allerdings konnte keine Partei die Fünf-Punkte-Hürde meistern.
</p>
<p>
Nur die ersten vier von 109 bewertbaren Kandidaten kamen bei dem Klickspiel auf mehr als die Hälfte der maximal möglichen Punktezahl. „Entscheiden Bärte die Europawahl?“, hatte Spiegel Online in einem Artikel über den Kand-O-Mat gefragt. Der reale Erfolg der Union bei der Europawahl widerspricht der These. Damit wird unsere Annahme bestätigt, dass die Wähler mündig genug sind, um sich bei ihrer Wahlentscheidung von Inhalten, und nicht vom Aussehen leiten zu lassen.
</p>
<p>
Das Kand-O-Mat Führungstrio schaffte nicht den Sprung ins Straßburger Parlament. Eine gute Platzierung im Kand-O-Mat war aber für Silvana Koch-Mehrin (FDP), Angelika Niebler (CSU) oder für Metchild Rothe (SPD) ein Gradmesser für den Wahlerfolg.
</p>
<p>
Es geht weiter: Vorstellung der Volksvertreter<br />
Der Kand-O-Mat bietet jetzt die neuen Europa-Abgeordneten zum Kennenlernen an. Wir freuen uns, wenn wieder viele Internetnutzer den Kand-O-Mat besuchen und ihre Volksvertreter kritisch unter die Lupe nehmen.
</p>
<p>
Der Autor Clemens Lerche ist Redaktionsleiter bei politik-digital.de
</p>
<p>
Hinweis: Über europapolitische Themen berichtet engagiert und kompetent das Partnerangebot von politik-digital.de:
</p>
<p>
www.europa-digital.de</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Brüsseler Spitzen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-eu_wahl02-shtml-2436/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzenkandidat]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidat]]></category>
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		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Spitzenkandidaten für die Europawahl sind kaum bekannt: Ein Online-Wahlkampf mit versteckten Spitzen. Nur die FDP setzt voll auf eine Person.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Spitzenkandidaten für die Europawahl sind kaum bekannt: Ein Online-Wahlkampf mit versteckten Spitzen. Nur die FDP setzt voll auf eine Person.<!--break--><br />
                            <br />
                            <strong><br />
                              <br />
                            </strong>Alle Spitzenkandidaten der Europawahl haben ein Problem: kaum einer kennt sie &#8211; das Vorurteil besteht, dass die Parteien nur ihre zweite Garnitur ins Rennen schicken. Wahlkämpfe leben aber von Gesichtern und Geschichten: Stichwort Personalisierung und Emotionalisierung der Politik. Daher gibt es Unterschiede in der Online-Strategie, wie die Ressource Aufmerksamkeit am Besten gewonnen werden kann.</p>
<div class="tidy-3">
                            <img decoding="async" title="Online-Wahlkampf mit versteckten Spitzen" height="200" alt="Online-Wahlkampf mit versteckten Spitzen" src="/edemocracy/wahlkampf/images/spargel_klein.jpg" width="289" /><br />
                            <br />(Quelle: PhotoCase.de)</p>
<p>                            <strong>Nur in Kombination erfolgreich</strong><br />
                            <br />Die CDU verzichtet im Wahlkampf für Spitzenkandidat Hans-Gert Pöttering auf eine eigene Webseite. Stefan Hennewig, stellvertretender Leiter der CDU Marketingabteilung, führt diese Entscheidung vor allem auf das mangelnde Interesse an der Europawahl zurück. Seine Erfahrungen mit dem Bundestagswahlkampf hätten gezeigt, dass „eine sehr hohe Aufmerksamkeit in den Medien und der Bevölkerung vorhanden sein muss, um ‚Sonder-Domains’ zu transportieren“. Folglich wickelt die CDU alle Online Aktivitäten für die Europawahl über ihr Portal<br />
                            <a href="http://www.cdu.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.cdu.de</a> ab. Interaktion soll dabei zwischen Wählern und Gewählten durch themenspezifische Foren entstehen. “Projekt Wachstum“ fordert die User auf, Vorschläge für mehr Wachstum einzureichen. Einen besonderen Mehrwert des Mediums Internet sieht der CDU-Stratege in der schnellen und effizienten „internen Kommunikation, Mobilisierung und Organisation der Kampagne“. Werbe-Botschaften sind für Hennewig besser durch Fernsehen und Plakate zu transportieren, nicht zuletzt aufgrund der heute noch höheren Reichweite.</div>
<p>
                            <strong>Eurokampa: Informieren ist das Ziel</strong><br />
                            <br />Achim Post, Leiter der SPD-Eurokampa, sieht vor allem in der strategischen Auswertung vergangener Wahlkämpfe den Schlüssel zu einem gelungenen Online-Angebot. „Die Wählerinnen und Wähler suchen in erster Linie Basis- und Hintergrundinformationen zu den aktuellen politischen Themen und zur Kampagne“, ist sein Fazit. Auf den Seiten der<br />
                            <a href="http://europakampa.de/servlet/PB/menu/-1/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eurokampa</a> sieht diese abstrakte Formel dann so aus: News im aktuellen Weblog-Format, Werbspots, Quiz und SMS Service. Ein Newsletter soll die Nutzer an die Kampagne binden. Wechselnde Promi-Zitate sollen die User wiederholt zum Internettauftritt locken. Spitzenkandidat Martin Schulz, am ehesten bekannt durch Berlusconis Attacke gegen ihn, geht im Gewitter der vielen Online-Angebote fast unter. Eine eigene Wahlkampf-Homepage hat er nicht. (vgl.<br />
                            <a href="http://www.martin-schulz.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.martin-schulz.info/</a>)<br />
                            <br />Inhaltlich ist für Post vor allem das genaue zuschneiden der Texte auf die Leserwünsche wichtig, denn „das Internet bietet die Möglichkeit, Informationen von kurz und prägnant bis sehr umfassend anzubieten &#8211; ja nach Rezipienteninteresse“. Trotz hohem Aufwand des Online-Wahlkampfes gibt es für Post nichts, was ein persönliches Gespräch mit dem Wähler ersetzen könnte.</p>
<p>
                            <strong>Grüne Doppelspitze</strong><br />
                            <br />War der Bundestagswahlkampf der Grünen stark auf die Gallionsfigur Joschka Fischer zugeschnitten, ist im Europawahlkampf die Kampagne der Star. Verständlich, denn auf Listenplatz eins der Grünen findet sich eine eher unbekannte Kandidatin: Rebecca Harms. Daher vertritt Daniel Cohn-Bendit Deutschland im „Dream Team“ der Grünen.</p>
<p>Margit Göbel aus dem Wahlkampfteam von Grünen-Spitzenkandidatin Rebecca Harms sieht ihre Partei auch im Netz in der Vorreiterrolle. „Wir als Grüne gehen auch im Internet den europäischen Weg“. Dazu gehören eine gemeinsame Wahlkampfseite aller 25<br />
                            <a href="http://www.eurogreens.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">grünen Parteien</a>, gemeinsam verwaltete Termindatenbanken und Informationsportale. Die Inszenierung der privaten als öffentlichen Person erfolgt bei Rebacca Harms in Form eines Tourtagebuchs. Da eine Kommentarfunktion und Links fehlen, kann nach strenger Weblog Definition nicht von einem solchen gesprochen werden.</p>
<p>Nicht überzeugt zeigt sich Göbel indes von zu vielen technischen Spielereien im Online-Wahlkampfdschungel. „Was ich bezweifele ist, dass ein Wähler sich in seiner Wahlentscheidung beeinflussen lässt, nur weil eine Partei ein nettes Online-Game anbietet“. Ein Blick auf die Grünen-Seite verrät aber, dass nicht alle Grünen-Strategen dieser Meinung sind. Viel Raum nimmt das versenden von eCards ein, bestückt mit den Plakaten der bundesweiten Werbekampagne der Grünen.</p>
<p>                            <strong>Eine Frau kann besser</strong><br />
                            <br />Die FDP setzt stark auf die Anziehungskraft ihrer Frontfrau Silvana Koch-Mehrin. Bei den Wahlkampfstrategen der Liberalen hat man sich sowohl für eine Kampagne im Partei-Portal als auch für eine<br />
                            <a href="http://www.silvana2004.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Silvana2004 Webseite</a> entschieden. Die Wahlkampfgestaltung im „Daily Soap“ Format erreicht sie mittels einer SMS Fragestunde, einer „Home- Story“ und einem Terminkalender. Die „<br />
                            <a href="http://www.fdp-europawahl.de/webcom/show_article.php/_c-30/_nr-1/i.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Silvana Lounge</a>“ macht wieder das Team zum Star. Neben der Vorstellung des Wahlkampfteams will die Liberale Unterstützer und Spender gewinnen.</p>
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                            <strong>Im Schatten Stoibers</strong><br />
                            <br />Wie die CDU verzichtet auch die CSU auf eine Homepage für ihren Spitzenkandidaten. Über das Partei-Portal<br />
                            <a href="http://www.csu.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.csu.de</a> wird der Besucher auf interne Wahl-Sonderseiten geführt. Doch nicht der Spitzenkandidaten zur Europawahl, Dr. Ingo Friedrich, empfängt den Besucher, sondern ein überall präsenter bayerischer Landesvater. Der Spitzenkandidat geht zwischen soviel ‚Stoiber’ unter. Den Nutzern werden nur klassische Informationsformate geboten: Wahlprogramm Auszüge, Kreuzworträtsel und Termine.</p>
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                            <strong>Den roten Faden suchen</strong><br />
                            <br />Die PDS Spitzenkandidatin bewertet den Einsatz von Online Tools für Wahlkampfzwecke eher skeptisch. „Eine richtige Online-Strategie habe ich mir nicht zugelegt“, sagt Sylvia-Yvonne Kaufmann. „Als sehr effektiv haben sich aber Werbeanzeigen bei Suchmaschinen erwiesen“. Chats seien nur mit Einschränkungen als sinnvoll zu erachten. Die Kommunikation von Gesicht zu Gesicht ist auch für sie wichtiger und erfolgversprechender. Die Partei hat zwar ein umfangreiches<br />
                            <a href="http://sozialisten.de/wahlen2004/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlportal</a>, aber Personalisierung muss nicht sein. „Die Köpfe zum Programm“ werden im Plural und intern ohne extra Sonderseiten vorgestellt.<br />
                            </p>
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                            <strong>Die Ausgangslage vor der Wahl</strong><br />
                            <br />Am 13. Juni 2004 haben 342 Millionen EU-Bürger die Wahl. Ein neues Europaparlament muss gewählt werden. Laut infratest dimap (DeutschlandTREND Mai 2004) hat die CDU die besten Chancen. Im Mai sprachen sich demnach rund 45 Prozent der Befragten für die CDU/CSU, 30 Prozent für die SPD und 13 bzw. 6 Prozent für Grüne bzw. FDP aus. Den PDS-Genossen droht das gleiche Schicksal wie der FDP 1999: Das Scheitern an der 5-Prozentmarke.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 03.06.2004</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="390" border="0">
<tbody>
<tr>
<td align="middle">
                                    <em><br />
                                      <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
                                    </em></p>
<p>                                    <em><br />
                                      <a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
                                    </em><br />
                                    
                                  </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-4" width="390" noshade="noshade" size="1" />
                            </p>
<p>
                              <strong>Weiterführende Artikel:</strong>
                            </p>
<ul>
<li>
                                <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wahlkampf/index.shtml#europawahl">Dossier: Europa-Wahl 2004</a>
                              </li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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