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	<title>Karl-Heinz Kaschel-Arnold &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Karl-Heinz Kaschel-Arnold &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Duales Ausbildungssystem in der New Economy &#8211; Expertenchat zum Thema in Kooperation mit NADIV</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
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		<category><![CDATA[Karl-Heinz Kaschel-Arnold]]></category>
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					<description><![CDATA[<table cellspacing="12" width="350">
	<tbody>
		<tr>
			<td width="120"> <a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
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										<content:encoded><![CDATA[<table cellspacing="12" width="350">
<tbody>
<tr>
<td width="120"> <a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!--break--><br />
<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<table border="0" width="99%">
<tbody>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td> Herzlich willkommen beim Expertenchat von politik-digital und dem<br />
			&quot;Netzwerk Arbeit durch Innovation&quot; (nadiv) aus Schleswig-Holstein. Dies<br />
			ist der erste von insgesamt vier Experten-Chats des Forschungsverbundes<br />
			nadiv, in denen der Frage nachgegangen wird, welches<br />
			Arbeitsmarktpotenzial in den Neuen Medien steckt. Der Titel des<br />
			heutigen Expertenchats: &quot;Ist das duale Ausbildungssystem für die New<br />
			Economy noch sinnvoll?&quot; Unser Gast ist Karl-Heinz Kaschel-Arnold, als<br />
			Abteilungsleiter bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi/IG Medien<br />
			zuständig für berufliche Bildung und Technologie. Guten Tag Herr<br />
			Kaschel-Arnold!<br />
			Erste Frage: Herr Kaschel-Arnold hat als Arbeitnehmervertreter in<br />
			verschiedenen Expertengruppen an der Schaffung neuer<br />
			Arbeitsbezeichnungen mitgewirkt. Dank Ihnen gibt es nun also zum<br />
			Beispiel die Berufsbezeichnung &quot;Mediengestalter/in für Digital- und<br />
			Printmedien&quot;. Lassen Sie uns doch hier gleich einsteigen: Warum<br />
			brauchen wir solche neuen Berufsbezeichnungen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Hallo! Berufsbezeichnungen kennzeichnen einen wesentlichen Punkt:<br />
			Die Kernkompetenzen, die die Absolventen nach ihrer Ausbildung<br />
			vorweisen sollen. Hier: Diese Menschen decken das gesamte Feld der<br />
			Medien ab.
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kernel:</b></td>
<td>Warum sollen Azubis aus neuen Medienberufen noch in die Schule gehen? Auf dem Job lernen sie vielleicht viel mehr?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Es gibt auch bestimmte theoretische Grundlagen und Ergänzungen, die<br />
			der einzelne Betrieb oder die Agentur allein nicht abbilden können. Zum<br />
			Beispiel Medienethik oder Medienrecht, das in der Schule kompakt<br />
			vermittelt werden kann., oder Grundlagen der Farblehre für das Design.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Als Berufsschüler sehe ich nicht ein, warum ich noch in die Schule<br />
			gehen soll. Meine Lehrer haben weniger Praxiserfahrung als ich!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Solche Lehrer kenne ich auch, das ist in der Tat ein Problem.<br />
			Spricht aber nicht grundsätzlich gegen Lehrer und Berufschulen. Weil es<br />
			Mängel gibt, haben wir in der Branche ein Projekt &quot;Mediengestalter<br />
			2000plus&quot; gestartet, bei dem auch die Ausbilder ausgebildet oder<br />
			weitergebildet werden sollen. Das ist in der Tat nötig.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Berta:</b></td>
<td>Gibt es für den Multimedia-Bereich eigentlich Alternativen zu einem dualen Ausbildungssystem?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Branche hat ja angefangen mit den Menschen, die sich alles<br />
			selbst beigebracht haben oder aus den Unis und FHs kamen. Es hat sich<br />
			aber gezeigt, das das allein nicht ausreicht! Akademiker werden auch<br />
			gebraucht, aber ein Großteil der Stellen wird mit gut ausgebildeten<br />
			Leuten aus dem dualen System besetzt werden können.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Berta:</b></td>
<td>Meistens sind die Schüler doch ohnehin schon auf einem besseren Wissenstand als die Ausbilder, was meinen Sie?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Stimmt nur zum Teil. Ausbilder sind beispielsweise auch die Leute,<br />
			die bei Pixelpark oder anderen Agenturen arbeiten. Leute aus der<br />
			Praxis. Das es Mängel gibt, gebe ich zu. Das ist aber auch kein Wunder<br />
			in einem völlig neuen Bereich. Heute kann man in der Financial Times<br />
			über die Pixelpark-Bilanzpressekonferenz lesen, das dort bestimmte<br />
			Kompetenzen wie Projektmanagement oder IT-Kompetenzen fehlen. Merke:<br />
			Nicht jeder Praktiker ist automatisch perfekt!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Geben Sie nicht damit zu, dass die Lehrer nicht mehr zeitgemäß ausbilden können? Zumindest in diesen Berufen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das stimt so pauschal nicht. Sowohl in den Schulen als auch in den<br />
			Firmen und Agenturen muss in die Ausbildung der Ausbilder investiert<br />
			werden. Ich kenne eine ganze Reihe junger Berufsschullehrer, die mit<br />
			Praxiserfahrungen in ihren Beruf gekommen sind und sehr fit sind in<br />
			ihrem Feld. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Pooh:</b></td>
<td>Was wollen Sie eigentlich tun, um das duale System im IT-Bereich attraktiver zu machen und die Leute von den Unis zu holen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td> Es geht nicht darum, die Leute von den Unis zu holen. Die werden<br />
			auch dringend gebraucht. Aber um alle Plätze besetzen zu können,<br />
			braucht es drei bis vier Mal so viel Azubis, wie es jetzt schon gibt,<br />
			trotz des enormen Wachstums der letzten drei Jahre. Attraktiv sind die<br />
			Berufe, das zeigt die gigantische Nachfrage. Auf einen Ausbildungsplatz<br />
			komen bis zu dreihundert BewerberInnen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Was sind denn die Qualitäten, die ich nur im dualen System lerne?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Verbidung von praktischer Arbeit im Betrieb mit grundlegenden<br />
			Kenntnissen, die für die ganze Branche gelten, plus dem<br />
			Hintergrundwissen aus der Berufsschule. Außerdem sind die Berufe des<br />
			dualen Systems auch Grundlage für Bezahlung und tarifliche Regelung.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Becero:</b></td>
<td>Ist eine Gewerkschaft im Multimedia Bereich, besonders bei<br />
			Startup-Unternehmen überhaupt noch gefragt &#8211; kann sie diese<br />
			Berufsgruppen überhaupt erreichen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Ganz eindeutig! Gerade während der Krise des letzten Jahres hat<br />
			sich gezeigt, dass es eine ungeheure Nachfrage gibt. Dazu gehört auch,<br />
			dass wir als Gewerkschaften hier anders arbeiten als in klassischen<br />
			Betrieben.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Sind die Gewerkschaften nicht etwas langsam in ihrer Reaktion auf<br />
			die neue Arbeitswelt? Hätte man nicht schneller reagieren können?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Überholen können wir die Entwicklung nicht, aber wir sind am Ball.<br />
			Seit 1997 gibt es ein Kooperationsbüroo Medien und Arbeitswelt von vier<br />
			Gewerkschaften. Wir bieten dort z.B. ein Callcenter mit Beratung zu<br />
			allen Fragen der Telearbeit (on-forte) oder ein Callcenter Mediafon,<br />
			bei dem alle Fragen von Freelancern aus der Branche beantwortet werden.
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Poldine:</b></td>
<td>Was halten Sie von dem oft gewerkschaftsfeindlichen Klima in der New Economy?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das Klima in der New Economy wird zunehmend freundlicher. So<br />
			funktioniert z.B. eine Kündigung in der N.E. genauso wie in der Old<br />
			Economy und trifft die einzelnen genauso hart. Und auf Dauer 60 und<br />
			mehr Stunden /Woche zu arbeiten ist auch nicht so attraktiv. Hier<br />
			können Gewerkschaften Schutz und Regelungen organisieren, ohne dass man<br />
			deshalb zum zementierten 7 Stunden Tag mit Stechuhr zurück muss.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hugo:</b></td>
<td>Wie schätzen Sie die Zukunft der New Economy ein? Was sagen Sie zum Beispiel zu der Pixelpark-Pleite?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Pleite ist Pixelpark ja nicht, aber in der Realität angekommen wie<br />
			viele anderen new-economy Firmen auch. Jetzt muß man erkennen, das<br />
			manche Regeln und Gesetzmässigkeiten sich nicht geändert haben.<br />
			Berufsausbildung kann ein Beitrag dazu sein, etwas zu verbessern.<br />
			Pixelpark musste zB zugeben, das man Projektmanagement nicht richtig<br />
			beherrscht. Das lernt man im dualen System (zumindest die Grundlagen).<br />
			Also: Es geht weiter, aber realistischer als vor einem Jahr.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Becero:</b></td>
<td>Inwiefern sind Sie der Ansicht, dass viele Regelungen des<br />
			BetriebsverfassungsG auf junge und kleine Unternehmen gar nicht<br />
			anwendbar sind und sich die traditionellen Gewerkschaften dahingehend<br />
			nicht weit genug geöffnet haben? Diese Diskussion kam ja u.a. auch in<br />
			den Landtagswahlen in Nordrhein-W. und Baden-W. auf.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Wir haben immer gesagt, das ers bestimmte grundlegende Änderungen<br />
			geben muss. Die ver.di-Medien (IG Medien) hat 23.000 Freelancer als<br />
			Mitglieder. In unserem Rechtssystem werden die genauso behandelt wie<br />
			der Bertelsmann-Konzern. Das stimmt juristisch, aber nicht in der<br />
			Realität. So brauchen wir zum Beispiel eine völlig neue Definition von<br />
			solchen arbeitenden Menschen und ihren Rechten. Dafür setzen wir uns<br />
			ein.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Gync:</b></td>
<td>Ganz konkret: Wie viele Mitarbeiter dürfen sich bei verdi darum kümmern, dass mehr<br />
			Gewerkschaftsmitglieder aus dieser Branche gewonnen werden?
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Auf den Kopf genau kann ich das nicht sagen, aber es gibt<br />
			bundeswsweit das Projekt TIM (Telekom-Medien-IT) in dem rund 15 Leute<br />
			arbeiten, 8 betreuen nur den Privatfunk (Viva, RTL, pro7), es gibt 16<br />
			regionale Projekte mit jeweils mindestens zwei MitarbeiterInnen, wir<br />
			haben 12 Leute im onforte-Projekt für Telearbeit, ein Kreis von über 20<br />
			Experten, die bei mediafon Freiberufler beraten , dazu backoffice in<br />
			der &quot;klassischen&quot; Verwaltung: also eine ganze Menge (Nicht<br />
			vollständig).Und: es ist und wird ein Schwerpunkt für ver.di-Medien.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>DrSpokk;</b></td>
<td>Ist ver.di nicht ein struktureller Schritt in die falsche Richtung?<br />
			Eine neue Großorganisation, die der schnellen und flexiblen New Economy<br />
			gar nicht gewachsen ist?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Stimmt so nicht! Ver.di ist eine Matrixorganisation, d.h. neben dem<br />
			Hauptvorstand in Berlin gibt es 13 teilautonome Fachbereiche, z.B.<br />
			ver.di-Medien oder ver.di-IT und Telekommunikation, die sich um<br />
			einzelne Branchen kümmern. Außerdem arbeiten wir mit vielen Teams und<br />
			Projekten für spezielle Zielgruppen, z.B. Multimediaagenturen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Anastasia:</b></td>
<td>Wie stark ist die IG-Medien eigentlich allgemein im Internet engagiert?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Wie meinst Du das?  Wir haben eine WWW-Page und betreuen die Branche.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hugo:</b></td>
<td>Meinen Sie, dass ein Unterrrichtsfach &quot;Medien&quot; oder &quot;Internet&quot;<br />
			bereits an den normalen Schulen eingeführt werden sollte, damit die<br />
			Schüler den Anschluss nicht verpassen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Klar doch! Aber dazu reicht ein Program &quot;Computer an die Schulen&quot;<br />
			nicht aus. Der ganze Unterricht muß dann auch neu gestaltet werden. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Basecap:</b></td>
<td>Brauche ich überhaupt eine Ausbildung um in den Neuen Medien zu arbeiten? Die nehmen doch jeden, der Ahnung von Computern hat.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das ist teilweise auch so, aber so sehen leider auch viele Produkte<br />
			aus! Die Kunden verlangen zunehmend Qualität und das setzt Menschen<br />
			voraus, die vernünftig ausgebildet sind und ein bischen mehr können als<br />
			nur in den Computer &quot;hacken&quot;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Supergrass:</b></td>
<td>In welchen Bereichen der New Economy ist dann überhaupt noch eine universitäre Ausbildung sinnvoll?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>In allen, was aber kein Wiederspruch dazu ist, daß es auch viele<br />
			Menschen geben muß, die auch im dualen System ausgebildet sind. Beides<br />
			gehört zusammen.</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td align="right" valign="top"><b>Anastasia:</b></td>
<td>Was kann von Seiten der Regierung getan werden, um die Ausbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich zu verbessern?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Regierung kann und soll bestimmte Rahmen setzen, etwa für einen<br />
			Anspruch auf Weiterbildung im Beruf oder Regeln, wie Qualitätsstandards<br />
			erarbeitet werden können. Die Hauptarbeit sollte aber in der Branche<br />
			selbst laufen zwischen den Firmen und den Beschäftigten und ihren<br />
			Organisationen. Das läuft seit langer Zeit ganz gut. Gefragt sind auch<br />
			Rahmenregeleungen etwa um das Urheberrecht der Produzenten<br />
			(=Beschäftigten) zu regeln oder den Datenschutz. Sowas regelt der Markt<br />
			nicht allein. Ansonsten soll es dabei bleiben, das es bundesweit<br />
			einheitliche Ausbildungen gibt, damit man unter dem Begriff<br />
			Mediendesigner in Hamburg das gleiche versteht wie in München.</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td align="right" valign="top"><b>Pooh:</b></td>
<td>Was halten Sie denn dann von den Vorwürfen an die IT-Branche: Die<br />
			Leute werden ausgenutzt, schlecht bezahlt und machen die meisten<br />
			Überstunden?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das ist eine Seite und das gibt es auch . Die andere Seite: die<br />
			meisten Leute arbeiten gerne und mit Lust in ihren Aufgaben, und das<br />
			soll auch so bleiben. Unser Punkt als Gewerkschaft ist: Daraus darf<br />
			nicht soziale Verantwortungslosigkeit werden. Wir brauchen neue<br />
			Spielregeln des Umgangs miteinander. Daran arbeiten wir. Also: Nicht<br />
			altbackene starre Zwangsregeln, aber auch nicht Wildwest.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Servus:</b></td>
<td>Verdient man in der Medienbranche tatsächlich besser, wenn man ausgebildet wurde? Gibt es eine Untersuchung dazu?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Im Prinzip ja. Leider gibt es sehr wenige Untersuchungen wie die<br />
			vom High Text Verlag / DMMV und Umfragen und Aufstellungen, die wir als<br />
			Gewerkschaften machen. Eines zeigt sich darin aber deutlich: Je besser<br />
			die Ausbildung desto höher das Einkommen oder die Honorare.;</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Wie halten es eigentlich unsern europ. Nachbarn mit der Ausbildung? Gibt es da auch duale Systeme?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Duale Systeme gibt es in Skandinavien, den Niederlanden, Österreich<br />
			und der Schweiz. Andere Länder wie Italien oder Frankreich bilden nur<br />
			an Schulen aus. Danach kommt der &quot;Praxisschock&quot;. Interessant sind die<br />
			USA: dort baut die Regierung ein Ausbildungssystem auf, besonders für<br />
			den IT- und Medienbereich, das unserem System ziemlich ähnich ist. Die<br />
			machen das mit der Begründung, daß sie die Nummer eins weltweit bleiben<br />
			wollen und das nur mit einer systematischen Ausbildung schaffen können.<br />
			Das sollten sich unsere deutschen Systemkritiker mal näher anschauen!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>Liebe Chat Teilnehmer, unsere Zeit ist fast um. Wir bitten nochmal<br />
			um Verständnis für die Verschiebung des Chats. Grund war der Lufthansa<br />
			Streik und die daraus resultierende Verspätung von Herrn<br />
			Kaschel-Arnold. Jetzt kommen wir zur letzten Frage:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Wie sind sie zur Gewerkschaftsarbeit gekommen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Als ich anfing, als Journalist zu arbeiten, war es in der Redaktion<br />
			selbstverständlich, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Für mich persönlich<br />
			war das auch klar. Das ist sicher auch ein Grund warum fest angestelle<br />
			Journalisten nicht schlecht verdienen. (In einem Tarifvertrag<br />
			abgesichert). </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>So, die Stunde ist um. Im Namen von politik-digital und dem<br />
			Foschungsverbund &quot;Netzwerk Arbeit durch Innovation&quot; (www.nadiv.de)<br />
			möchten wir uns bei den Chatteilnehmern und bei Karl-Heinz<br />
			Kaschel-Arnold für die sehr aufschlussreiche Stunde bedanken. Der<br />
			zweite Termin unserer Reihe &quot;Experten-Chat mit nadiv&quot; ist der 18. April<br />
			zwischen 19 und 20 Uhr. Thema wird die Verknüpfung von Architektur,<br />
			Kommunikation und Multimedia sein: Machen eigens errichtete Stadtteile<br />
			mit luxuriöser Technikausstattung Sinn? Wo gibt es solche Projekte?<br />
			Fragen Sie unsere Chatgäste in drei Wochen. Bis dahin: Auf Wiederchat!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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