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	<title>Karlheinz Brandenburg &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Karlheinz Brandenburg &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#8220;Wir hätten sicher nichts gegen einen Nobelpreis, den gibt es nur nicht für Technik.&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[MP3]]></category>
		<category><![CDATA[Musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Fraunhofer-Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Karlheinz Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Der 
MP3-Experte des Fraunhofer-Instituts Karlheinz Brandenburg am 13. 06.2002 
im Chat.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Der<br />
MP3-Experte des Fraunhofer-Instituts Karlheinz Brandenburg am 13. 06.2002<br />
im Chat.</b></span><!--break--><span style="font-size: medium; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif; color: #ff9900"><b><br />
</b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/brandenburg.jpg" alt="Franz Müntefering" align="left" height="90" width="80" /></b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator: </b>Herzlich willkommen Herr Prof. Brandenburg, sind Sie bereit?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ja.</p>
<p><b>Moderator:</b> Guten Tag. Haben Sie je bereut, MP3 erfunden zu haben?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nein, ich habe die Arbeit an MP3 nie bereut</p>
<p><b>Moderator:</b> Die Plattenindustrie fordert Kopierschutz für alle CDs. Was halten Sie davon, will gnom3 wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Den Kopierschutz für CDs finde ich<br />
ziemlichen Unsinn. Ich verstehe die Plattenindustrie zwar, aber der<br />
sogenannte Kopierschutz lässt CDs nicht mehr richtig funktionieren. Das<br />
finde ich ziemlichen Unsinn !</p>
<p><b>Moderator:</b> Damit machen Sie sich aber nicht nur Freunde, oder?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ich kenne einige Leute in der<br />
Musikindustrie, die das genauso sehen. Ich bin ja für Bezahlen von<br />
Musik und auch (in Grenzen) für Kopierschutz bei elektronischem<br />
Vertrieb von Musik. Ich meine nur, dass es dazu gute Angebote braucht<br />
und dass man CDs nicht mehr dem Standard kompatibel machen muss (sonst<br />
müssten sie ja auch auf Computern abspielbar sein). Das finde ich nicht<br />
gut.</p>
<p><b>Moderator:</b> Die Musiklobby will nur ihre Profite weiter sichern, sagt reda. Liegt der User damit richtig?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Das ist doch eigentlich ihr gutes Recht.<br />
Das sind Firmen, die Gehälter bezahlen wollen. Wenn man die großen<br />
Plattenfirmen nicht so mag, dann muss man mehr von Künstlern direkt<br />
oder von kleinen Labels kaufen. Ich habe jedenfalls prinzipiell nichts<br />
gegen die Plattenfirmen und verstehe viele ihrer Sorgen gut.</p>
<p><b>Moderator:</b> Sind Sie von der Politik mit Ihrer Forschung unterstützt worden und  erhalten Sie Fördermittel, fragt berick.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Fraunhofer erhält Grundfinanzierung. Das<br />
ist aber nur ein kleiner Teil der Einnahmen. Forschung am Anfang<br />
geschah auch an der Universität, da sind natürlich auch öffentliche<br />
Mittel geflossen. Insgesamt gab es immer wieder Förderprojekte zu den<br />
Dingen, an denen ich gearbeitet habe, von Bayern, vom Bund, von der EU,<br />
jetzt vom Freistaat Thüringen. Die weiteren Arbeiten an MP3 tragen sich<br />
schon seit ziemlich langer Zeit selber. Wir haben in Erlangen jetzt aus<br />
MP3-Einnahmen die Möglichkeit, manche Vorlaufforschung ohne öffentliche<br />
Förderung angehen zu können.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir kommen jetzt zur ersten Verlosung Herr Brandenburg, liebe Nutzer: <br />
Wir kommen nun zur Verlosung des ersten MP3-Players. Das Gerät hat<br />
einen Wert von 300 €. Im Verlauf des Chats werden noch zwei weitere<br />
MP3-Player verlost. Zusätzlich zu der Frage, die wir Ihnen jetzt<br />
stellen, benötigen wir Ihren Namen und Ihre Telefonnummer, damit wir<br />
Sie am Ende des Chats informieren können, falls Sie gewonnen haben.<br />
Bitte geben Sie die Daten in das Fragefenster ein und schicken Sie die<br />
Antwort und die Kontaktdaten dann an den Moderator. Diese Daten werden<br />
nicht veröffentlicht. Nur vollständige Antworten können berücksichtigt<br />
werden. Die Person, die als erste die richtige Antwort<br />
Wie lautet der Name des Fraunhofer-Instituts, an dem MP3 im<br />
Wesentlichen entwickelt wurde? Bitte rufen Sie jetzt unter 030/24083682<br />
und beantworten Sie die Frage. Der nächste MP3-Player wird in ca. 15<br />
Minuten verlost.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und hier die nächste Frage von Chatter grino44: Sind Sie privat Fan elektronischer Musik?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nicht von aller, ich bin ja nicht mehr<br />
der Jüngste. In meiner Jugendzeit war gerade Kraftwerk aktuell, die<br />
Musik hat mir damals gut gefallen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Weitere Fragen zur Musikindustrie sind hier<br />
eingelaufen: Denkt die Industrie in Schemata von gestern, weil sie die<br />
neue Zeit nicht erkennt, fragt hegg.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Das ist natürlich sehr deutlich<br />
ausgedrückt. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass manche<br />
Entscheider die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt haben. Andererseits<br />
gibt es viele gute Leute, die auch gerne modernere Vertriebsformen<br />
anbieten möchten.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wer scheint Ihnen hier am ernsthaftesten an einer Lösung interessiert zu arbeiten?</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ich kenne Leute bei Bertelsmann und BMG, bei Universal (mittlerweile Vivendi Universal), &#8230;</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir haben den ersten Gewinner bitte nicht mehr anrufen !!</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> &#8230;bei Sony Music, wenn ich&#8217;s mir genau<br />
überlege bei allen großen Firmen, die ernsthaft daran arbeiten.<br />
Trotzdem hat sich zu wenig getan.</p>
<p><b>Moderator:</b> Haben Sie eine Idee, wie sich der Konflikt zwischen Usern und der Musikindiustrie lösen lässt, fragt gast 288.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nun, vielleicht nicht mit allen Usern.<br />
Wer prinzipiell nichts zahlen will (oder kann), der wird weiterhin auf<br />
Mechanismen setzen, die (zu Recht) der Musikindustrie nicht gefallen<br />
und die auch juristisch verfolgt werden. Es gibt aber schon ganz gute<br />
Dinge. Ich privat mag zum Beispiel die Idee des MusicMatch Radio, die<br />
haben schon ziemlich viele Abonnenten. Ähnliche Angebote sollte es mehr<br />
geben. <br />
Auf Dauer denke ich, dass gute Angebote (z.B. mit garantierter Qualität<br />
und Herkunft) vielen auch Geld wert sind, und damit haben ja alle, was<br />
sie wollen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir kommen nun zur Verlosung des zweiten MP3-Players.<br />
Es gelten die gleichen Regeln wie bei der Verlosung des ersten Geräts.<br />
Kurz vor Ende des Chats wird noch ein weiterer MP3-Player verlost.<br />
Mitarbeiter der Fraunhofer Gesellschaft sind von dem Spiel leider<br />
ausgeschlossen. Hier kommt die Frage: Viel Glück!<br />
Was bedeutet die Abkürzung MP3? Bitte rufen Sie jetzt unter<br />
030/24083682 und beantworten Sie die Frage. Der nächste MP3-Player wird<br />
in ca. 15 Minuten verlost.<br />
Die nächste Frage: Zurück zum technischen: Gibt es einen Unterschied in<br />
der Qualität zwischen MP3-Musik und richtigen CDs, will powerrrgrrl<br />
wissen.<br />
Hier laufen übrigens die Telefone extrem heiß&#8230;</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Hmmm, um ehrlich zu sein ja, insbesondere<br />
bei der häufig verwendeten Bitrate von 128 kbit/s gibt es einige Musik,<br />
die MP3-codiert nicht mehr so gut klingt. Wenn man auf 192 geht, ist es<br />
schon viel besser. Kleine Unterschiede bleiben noch, aber da muss man<br />
gut trainiert im Hören sein und eine gute Stereoanlage haben, damit die<br />
Unterschiede wirklich wahrnehmbar sind.</p>
<p><b>Moderator:</b> Können Sie das Prinzip MP3 mal kurz umreißen, für einen Laien, bittet jaas.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ich versuche es: MP3 ist ein<br />
gehörangepasstes Codierverfahren. Das heißt, dass die Musik so<br />
übertragen wird, dass sie nachher gleich klingt, auch wenn das Signal<br />
geändert ist. Das geschieht durch Betrachtung einzelner Frequenzen. Je<br />
nach Hörbarkeit werden Anteile weggeschnitten bzw. weniger genau<br />
übertragen (sozusagen unscharf).</p>
<p><b>Moderator:</b> Nachfrage dazu: Hören Sie den Unterschied zu einer CD, fragt ggklo.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ich bin nicht mehr ganz so viel im<br />
Training. Ich erinnere mich an einen Hörtest vor ein paar Jahren<br />
während der Entwicklung von AAC: Bei schwierigen Stücken (nicht<br />
Durchschnittsmusik) konnte ich bei 192 kbit/s ziemlich zuverlässig<br />
hören, was Original und was Fälschung ist.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wem gehört eigentlich der MP3-Code, fragt Michael.<br />
<b><br />
</b></span><b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Karlheinz Brandenburg:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Es gibt Patente, die gehören im wesentlichen Fraunhofer und Thomson<br />
Multimedia und werden über Thomson Multimedia lizenziert. Einen Code<br />
kann jede/r schreiben, allerdings muss dann für Produkte Patentlizenz<br />
gezahlt werden. Wenn jemand MP3-Player (Software für PC) schreibt und<br />
kostenlos verteilt, dann ist keine Patentlizenz fällig (wenn es<br />
Privatleute sind). Der Code für MP3-Encoder ist von verschiedenen<br />
Personen und Firmen geschrieben worden. Ich denke (soweit ich Tests<br />
kenne), dass der beste Code immer noch von Fraunhofer stammt (z.B. in<br />
MusicMatch enthalten).</p>
<p><b>Moderator:</b> Ist es theoretisch möglich, die Komprimierungsrate von MP3 noch weiter zu optimieren, will heda wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Theoretisch ja, allerdings ist in den<br />
letzten Jahren viel versucht worden, wahrscheinlich geht jetzt nicht<br />
mehr viel. Im Prinzip ist nur das Datenformat festgelegt. Man kann also<br />
bessere Encoder schreiben, wenn es zum Beispiel neue Erkenntnisse in<br />
der Psychoakustik gibt.</p>
<p><b>Moderator:</b> Kann MP3 nur Musik komprimieren, fragt fregatte.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Ja, ganz eindeutig, wobei Sprache ein<br />
Sonderfall von Audio (also Tönen) ist. Video kann man mit MP3 nicht<br />
komprimieren, da gibt es andere Verfahren.</p>
<p><b>Moderator:</b> Seit kurzem gibt es das neue Format Ogg Vorbis, das hat einen Open Source Code. Konkurrenz für MP3, will heckmeck wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nicht wirklich. Soweit wir uns das<br />
angeschaut haben, ist es nicht ganz so gut und nicht so verbreitet. Was<br />
nicht ist, kann ja noch werden. Ich bin eigentlich für das<br />
Nebeneinander von open source (GNU und ähnliche Lizenzen) und<br />
kommerziellen Produkten ohne open source.<br />
Allerdings:  Software neu zu schreiben, bedeutet noch nicht, dass etwas frei von Patenten auf die Grundideen ist.<br />
Dazu wird ja viel und teure Forschung betrieben, Patente sollten auch<br />
geachtet werden. Bei OggVorbis wird das wohl irgendwann noch angeschaut<br />
werden.</p>
<p><b>Moderator:</b> Haben Sie sich selbst schon einmal illegale Musik runtergeladen (zu Forschungszwecken?), 😉 fragt Garbu.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nein, ich habe immer darauf geachtet, nur<br />
legale Musik herunterzuladen. Ich habe mir Musik von MP3.com und eMusic<br />
geholt, aber nicht über Napster.</p>
<p><b>Moderator:</b> Hat Sie die Musikindustrie eigentlich schon mal angefeindet oder unter Druck gesetzt, fragt sich 77eh.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Nein, obwohl die Geschichten immer wieder<br />
erzählt wurden. Dazu hat sicher beigetragen, dass ich schon 1997 die<br />
RIAA (Recording Industry Association of America) in Washington besucht<br />
habe und mit deren Spezialisten über die Problematik der Raubkopien<br />
geredet habe. Wir haben bei Fraunhofer immer gesagt, dass geistiges<br />
Eigentum, schöpferische Tätigkeit von Künstlern etc. honoriert werden<br />
sollte.</p>
<p><b>Moderator:</b> Gleich stellen wir die letzte Frage für den Gewinn eines MP3-Players. Wenige Sekunden Geduld. Hier erst einmal noch eine Frage.<br />
Werden CDs irgendwann wie Platten von der Bildfläche verschwinden, will frego wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Das kann schon passieren. Wie schnell das<br />
gehen wird, ist allerdings gar nicht klar. Die Plattenindustrie<br />
versucht ja mit SACD (Super Audio CD) und insbesondere DVD-Audio neue<br />
Formate einzuführen. Mal schauen wie schnell das geht. Ich denke, dass<br />
über die nächsten 5 Jahre CDs noch der Normalfall sein werden.</p>
<p><b>Moderator:</b> Noch eine Frage vor der nächsten Verlosung (ganz<br />
ruhig bleiben). Digitale Kinoprojektion ist auf dem Vormarsch, gibt das<br />
MP3 noch mal einen weiteren Schub, will Daniel wissen.</p>
<p></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Karlheinz Brandenburg:</b><br />
MP3 selber nicht, allerdings arbeiten wir in Ilmenau und Erlangen auch<br />
an Verfahren, um Kinoton um möglichst viele Klassen gegenüber dem<br />
jetzigen Stand zu verbessern. Das finde ich eine tolle Sache: mit<br />
sogenannter Schallfeldsynthese und MPEG-4 zur Übertragung kann richtig<br />
eine akustische Umgebung simuliert werden. <br />
Das gibt viel besseren Klang (in 10 Jahren auch für zuhause) als jetzige 5-Kanal-Anlagen.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> So jetzt zur letzten Verlosung des MP3 Players!<br />
Es gelten die gleichen Regeln wie bei der Verlosung der ersten zwei<br />
Geräte. Mitarbeiter der Fraunhofer Gesellschaft sind von dem Spiel<br />
leider ausgeschlossen. Hier kommt die Frage, zum letzten Mal: Viel<br />
Glück!<br />
Mit welchem bedeutenden Preis wurden drei Mitarbeiter stellvertretend<br />
für das Entwicklerteam im Jahr 2000 von Bundespräsident Johannes Rau<br />
ausgezeichnet? Bitte rufen Sie jetzt unter 030/24083682 und beantworten<br />
Sie die Frage.<br />
Hier klingeln die Telefone schon, bevor die Frage gestellt ist &#8230;<br />
Was wollen Sie als nächstes erfinden, will Doro wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Hmmm, wenn ich das wüsste, wäre es ja<br />
schon erfunden, allerdings haben wir hier große Pläne: den Kinoton der<br />
Zukunft (wie oben gesagt), die intelligente Stereoanlage, die ich durch<br />
vorpfeifen dazu bringen kann, mir Musik zu suchen und noch andere Dinge.</p>
<p><b>Moderator:</b> Aber wenn sie pfeifen, brauchen sie doch keine Anlage<br />
mehr ;_) Halten andere Forscher Ihre Erfindung für seriös oder werden<br />
sie belächelt, weil es ein wenig verspielt erscheint, will Hägar wissen.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Na ja, so gut kann ich aber nicht pfeifen<br />
🙂 Dann könnte ich als Musiker mein Geld verdienen ! Nein, ich habe<br />
den Eindruck, dass die Ideen aus Ilmenau und Erlangen sehr<br />
ernstgenommen werden. Manchmal staune ich über zu viel Zutrauen in<br />
unsere Fähigkeiten, aber das ist natürlich eine angenehme Position.<br />
<b><br />
</b></span><b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator:</span></b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Hatten Sie eigentlich nach der Erfindung des Formats viel<br />
Medienaufmerksamkeit oder diffundierte die Erfindung nur langsam, will<br />
grag wissen.<br />
Wir haben den letzten Gewinner! Alle MP3-Player sind vergeben. Bitte nicht mehr anrufen!</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Es hat lange Zeit gedauert. Am Anfang<br />
waren wir Leute aus Erlangen tatsächlich eher belächelt. Dann hat sich<br />
MP3 langsam durchgesetzt. Richtig viel Aufmerksamkeit gibt es erst seit<br />
ca. 1998 / 99, obwohl die Lawine klar sichtbar ab so 1995 losging.</p>
<p><b>Moderator:</b> Was für einen Preis würden Sie gerne einmal gewinnen, fragt cord.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Hmm, eigentlich sollte ich ja sehr<br />
zufrieden sein, mit den bisherigen Preisen für mich und alle im Team,<br />
allerdings hätten wir sicher nichts gegen einen Nobelpreis, den gibt es<br />
nur nicht für Technik 🙁</p>
<p><b>Moderator:</b> Zur letzten Frage: Wo sehen Sie die Musikindustrie und Internetindustrie in fünf Jahren, erfragt Lara.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Schwierig zu sagen: Entweder es geht<br />
manches weiter wie jetzt, und der Musikindustrie geht es schlechter,<br />
oder es gibt neue Ideen, neue Arten der Vermarktung, viele gute neue<br />
Musik und beiden geht es gut.</p>
<p><b>Moderator:</b> Liebe Chatter und Chatterinnen, sehr geehrter Herr<br />
Professor Brandenburg! Unsere Chat-Zeit ist um! Wir bedanken uns im<br />
Namen der Fraunhofer Gesellschaft und der Initiative Wissenschaft im<br />
Dialog für Ihre Teilnahme. Die Gewinner der MP3-Player sind von uns<br />
bereits informiert. Ich hoffe es hat Ihnen ein wenig Spaß gemacht.</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Tschüss und ja, mir hat es auch viel Spaß gemacht !</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir wünschen allen Gästen einen schönen Abend!<br />
Viele Grüße nach Ilmenau!</p>
<p><b>Karlheinz Brandenburg:</b> Viele Grüße nach Berlin und zu allen !</p>
<p></span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator:</b> Weitere Infos unter www.fhg.de<br />
oder unter <a href="http://www.wissenschaft-im-dialog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.wissenschaft-im-dialog.de/</a></span></p>
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